Archiv der Kategorie: Elektromobilität

Ride-Pooling: Moia gibt einen Einblick und stellt Elektro-Shuttle vor

Im vergangenen Jahr wurde auf der TechCrunch Disrupt in London die Volkswagen Marke Moia gelauncht, ein Jahr später gibt es Einblicke, was im abgelaufenen Jahr erreicht wurde und was für die kommenden Monate geplant ist. Highlight in Berlin ist die Präsentation eines Elektro-Shuttle auf VW-Crafter Basis. Im vergangenen Jahr wurde ist das Team von neun auf mehr als 100 Mitarbeiter gewachsen und der Launch in Hannover und Hamburg wurde vorbereitet.

Elektro-Shuttle mit sechs Sitzplätzen

Highlight auf der TechCrunch Disrupt Berlin ist das vorgestellte Fahrzeug. Kommendes Jahr will Moia mit einem Shuttle-Fahrzeug an den Start gehen, das auf voll Ride-Sharing ausgelegt ist. Der auf Crafter-Basis entwickelte Bus verfügt über angenehme Einzelsitze, große Fensterflächen und ein clevres Gepäck-Abteil. Die Features sind in Workshops mit potentiellen Fahrgästen entstanden und sollen dafür sorgen, dass die psychologischen Barrieren abgebaut werden. Die psychologischen Barrieren und die bisher nicht auf Sharing ausgelegten Fahrzeuge sind laut CEO Ole Harms die Hauptgründe, warum Ride-Pooling Dienste bisher noch keinen nennenswerten Durchbruch geschafft haben.

Fokus auf End-to-End Lösung

Insgesamt will Moia eine End-to-End Lösung auf dem Markt anbieten. Neben dem Fahrzeug, das rein elektrisch unterwegs ist, will Moia die komplette Wertschöpfungskette bedienen. Die Kunden App, Algorithmen für das Routing, benötigte Fahrer und das Flottenmanagement werden von Moia bereitgestellt und kontrolliert. Langfristig kann das System auch flexibler gestaltet werden, je nach dem, welche Anforderungen von Städten und anderen Kooperationspartnern kommt. Andere Anbieter, wie Door2Door oder Via fokussieren sich mehr auf die Software-Komponenten und lassen die Fahrzeuge und den operativen Betrieb außen vor.

200 Elektro-Shuttle Fahrzeuge für Hamburg

In Hamburg soll mit einer Flottengröße von etwa 200 Fahrzeugen gestartet werden. Geplant ist, auf einen Modalsplit von 1% innerhalb von 3 Jahren anzuwachsen, was ca. 1000 Elektro-Shuttles entspricht. Preislich will Moia nicht unter die Fahrtkosten für den ÖPNV gehen. Grund dafür ist, dass Moia keine Fahrgäste aus den noch größeren Pooling-Fahrzeugen (Bus, U-Bahn, S-Bahn, etc.) ziehen möchte und sich eher als Ergänzung sieht. Daran sieht man auch, dass Moia partnerschaftlich mit den Städten arbeiten will und keine Alleingänge plant.

Bis 2025 will Moia 1 Mio. private Fahrzeuge von den Straßen in den Städten nehmen, in denen der Service aktiv ist. Massenmarkt für shared mobility soll geknackt werden, was laut Moia COO Robert Henrich noch keiner der anderen Anbieter geschafft hat.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Startups auf der TechCrunch Disrupt Berlin

In der kommenden Woche wird in der Event Location Arena Berlin das Tech-Event Disrupt Berlin 2017 stattfinden, organisiert von dem Technologie- und Startup-Magazin TechCrunch. Während der beiden Tage stehen auch Mobility Startups in Fokus. Welche Vorträge mit Mobility Focus interessant sein könnten und welche Mobilitätsstartups vertreten sind, ist hier zusammengefasst.

Vorträge und Diskussionen mit Mobility Startups

Gleich am Montag den 4. Dezember gibt MOIA Chef Ole Harms einen Einblick in die Fortschritte des VW-Unternehmens. Harms gibt Einblicke, was Volkswagen im letzten Jahr über Mobility Services gelernt hat, wie sich das Unternehmen im letzten Jahr entwickelt hat und was in Zukunft zu erwarten ist. Anscheinend soll auch eine erste Version des Fahrzeugs vorgestellt werden, das extra für den geplanten Shuttle Dienst entwickelt wurde.

Am Nachmittag beteiligt sich BlaBlaCar Gründer Frédéric Mazzella an einer Diskussion über die Entwicklung von Startup Investments in Paris vs. London. BlaBlaCar ist noch immer eins der am besten finanzierten französischen Startups und eines der europäischen Top-Unternehmen im Mobility Bereich.

Am zweiten Tag ist die Agenda mit Vorträgen und Diskussionen mit anderen Themen gespickt. Gegen Ende der Veranstaltung geben die Gründer von Parrot, Sky Futures und Uavia einen Einblick, wie Drohnen für kommerzielle Zwecke genutzt werden können.

Eine vollständige Agenda kann hier eingesehen werden.

Mobility Startups präsentieren sich auf der Startup Alley

Bisher sind auf der Startup Alley Website drei Startups aus dem Mobility Bereich gelistet, die ihre Produkte und Services präsentieren:

Chargery: Das Berliner Startup bietet einen mobilen Ladeservice für Anbieter von Elektroflotten.  Mit Batterie-Blocks ausgestattete Fahrradkuriere fahren nach einer on-damand Buchung zum Elektrofahrzeug ohne genügend Ladung und laden es auf. Carsharing Plattformen dürfte der Dienst interessieren.

SKART: SKART ist ein Motorrad mit Elektroantrieb. Eine Besonderheit des E-Motorrads ist der Rahmen. Eine Konstruktion, die fast ohne Verformen und Schweißen auskommt, ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Produktion.

Stark Mobility: Das Startup präsentiert ein Skateboard mit Elektroantrieb, das ohne Fernbedienung auskommen soll. Um das Produkt zu finanzieren, läuft auf Indigogo eine Crowdfunding Kampagne.

Bild: TechCrunch (alle Rechte vorbehalten)

Digitalisierung und autonomes Fahren: Daimler eröffnet neues Forschungszentrum

Der Automobilkonzern Daimler erweitert sein Forschungsnetzwerk um eine Mercedes-Benz Research & Development Center in Tel Aviv. Dort will sich der Konzern mit den tiefgreifenden technologischen Herausforderungen befassen, die Digitalisierung, autonomes Fahren, Sicherheit und Konnektivität mit sich bringen.

Digitalisierung: Schneller Innovationen identifizieren

Daimler hofft so, Innovationen und Kundenwünsche schneller identifizieren und implementieren zu können. Entwicklungsschwerpunkt des neuen Forschungszentrums werden Mobilitätsdienste und digitale Angebote für die Fahrzeuge sein. Dafür ist Israel ein geeignetes Pflaster, denn die Gründerszene vor Ort gilt als Hot Spot für Technologien, die den Mobilitätsbereich umkrempeln. Unter anderem sind die Dienste Waze und Via in Israel entstanden. Auch das Unternehmen Mobileye komm aus Israel.

Neue Mobilitätsdienstleistungen aus Tel Aviv

Ab 2018 werden rund 25 Fachleute für Daimler im neuen Digital Hub Tel Aviv an der Entwicklung von neuen Mobilitätsdienstleistungen arbeiten. Die Startup-Nation Israel gilt als einer der größten Talentpools der Welt, da sollt es für Daimler möglich sein, gute Leute zu finden.

Vernetzung mit israelischer Hightech-Community

Im Rahmen von Pilotprojekten sollen beispielsweise neue Kommunikationsschnittstellen zwischen Fahrer und Fahrzeug entwickelt und getestet werden. Darüber hinaus wird ein Netzwerk mit lokalen Partnern, Universitäten und Hightech-Unternehmen aufgebaut, um in Zusammenarbeit mit der israelischen Startup-Community verschiedene Technologien für das vernetzte Fahrzeug, wie beispielsweise biometrische Authentifizierung und Navigation, zu entwickeln.

Engagement bei The Bridge und Via

Daimler engagiert sich bereits mit einem Accelerator “The Bridge” in Israel. Einem Teil der teilnehmenden Startups wird die Möglichkeit gegeben, mit Daimler zusammenzuarbeiten. Außerdem wird erfolgreich mit dem Shuttle-Dienst Via zusammengearbeitet, der seine Wurzeln in Israel hat. Via hat mit Mercedes-Benz Vans ein Joint Venture geschlossen und Daimler Mobility Services hat sich als strategischer Investor an Via beteiligt.

Wie auch die anderen Automobilkonzerne, muss sich Daimler auf die Transformation der Automobilbranche vorbereiten. Bei Daimler geschieht das unter der Strategie CASE. Diese vier Buchstaben prägen für Daimler die Zukunft der Mobilität. Sie stehen für die Felder: Vernetzung (Connected), autonomes Fahren (Autonomous), flexible Nutzung (Shared & Services) und elektrische Antriebe (Electric).

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing baut in China eigene Ladeinfrastruktur auf

Die Ride-Sharing und Mobility Plattform Didi Chuxing aus China hat angekündigt, dass das Unternehmen eine eigene Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufbauen wird. In einem Joint Venture soll ein Netz entstehen, das von den Didi Fahrern genug werden kann aber auch öffentlich zugänglich sein wird. Um die Luftverschmutzung zu bekämpfen, setzt China in den kommenden Jahren stark auf Elektromobilität, dafür ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig.

UN und GEIDCO als Partner für Ladeinfrastruktur

Partner für den Aufbau des Netzwerks wird die Organisation Global Energy Interconnection Development and Cooperation Organization (GEIDCO) sein. Die GEIDCO arbeitet eng mit der UN zusammen, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen.

Eine Millionen Elektrofahrzeuge bis 2020

Didi bezeichnet sich als weltweit größte online Mobility-Plattform, mit mehr als 450 Mio. Nutzern und 21 Mio. Fahrern. Eine Gruppe von mehr als 260.000 Fahrern ist bereits mit Elektrofahrzeugen unterwegs. Damit hat die Plattform schon heute das größte Netzwerk an Elektrofahrzeugen. Auf der Didi Plattform sind unterschiedliche Fahrzeugtypen unterwegs, Elektrobusse, Limousinen mit Elektroantrieb oder Minibusse mit E-Antrieb befördern die Fahrgäste. Bis 2020 will Didi dafür sorgen, dass die Zahl der Elektrofahrzeuge auf der Plattform auf mehr als eine Millionen Fahrzeuge ansteigt.

China führend bei Anzahl der Elektrofahrzeuge

Insgesamt sind heute auf den Straßen in China etwa zwei Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs, Tendenz stark wachsend. Der Internationalen Energy Agency (IEA) zufolge, wurden im letzten Jahr 750.000 Elektroautos weltweit verkauft, das ist ein Anstieg von etwa 35% im Vergleich zum Jahr 2015. Im Jahr 2015 wurden weltweit 547.220 Elektrofahrzeuge verkauft. China hat die USA bei der Zahl der Elektroautos überholt. Insgesamt gingen 40% der weltweit verkaufen Elektrofahrzeuge gingen nach China, die USA kommt auf etwa 20%.

Bei Didi geht man zurecht davon aus, dass Fahrzeug mit alternativen Antrieben die Zukunft von Mobilität und Transport sind. Ridesharing wird ein Schlüsselfaktor sein, um Fahrzeugen mit E-Antrieb den Durchbruch auf der Straße zu ermöglichen.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Tesla Semi Truck Elektro-LKW in Bildern

In der letzten Nacht hat Tesla den Semi Elektro-LKW vorgestellt. Hier ist der Truck in Bildern und mit weiteren Informationen.

 

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Fahrerkabine des Elektro-LKWs

Bei der Fahrerkabine geht Tesla einen neuen Weg. Der Fahrer sitzt Mitte und ist von zwei Touch-Screen Displays flankiert. So soll die Rundumsicht verbessert werden, die Displays ermöglichen einfachen Zugang zu Navigation, Überwachungsdaten und Auftragsdaten. Systeme für Flottenmanagement und Monitoring sollen direkt verbaut werden, so dass keine Geräte von Drittherstellern verbaut werden müssen.

Verbesserte Sicherheit

Tesla legt viel Wert auf die Sicherheit. Der Elektro-Truck soll über Sicherheitsstandards in einer neuen Dimension verfügen. Die Batterie sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und somit erhöhte Stabilität. Verbaute Sensoren sollen verhindern, dass sich Sattelschlepper und Anhänger zusammenklappen. Die Sensoren erkennen Instabilität und reagieren mit entsprechenden Bremsmanövern und flexiblen Drehmomenten an den Rädern. Der Truck wird mit Kameras überwacht, die den Fahrer bei Gefahr automatisch warnen.

Zuverlässigkeit

Der Tesla Semi Elektro-LKW verfügt über weniger Verschleißteile als ein Diesel-Truck. Vor allem der E-Motor ist viel einfacher aufbaut und ein Getriebe ist weniger komplex. Systeme für die Nachbehandlung der Abgase und Differentiale sind auch nicht nötig. Deshalb soll der der Elektro-LKW zuverlässiger sein und muss außerdem seltener gewartet werden. Die Batterien sind für eine Laufleistung von mehr als eine Millionen Kilometer ausgelegt. Bei den Motoren greift Tesla auf modifizierte Model 3 Motoren zurück.

Geringer Kosten

Ein Hauptargument für die Spediteure sollen die geringeren Betriebskosten sein. Auf Grund der Effizienz von Elektromotoren und geringer Stromkosten, sollen die Spediteure im Vergleich zu Diesel-Sattelschleppern ordentlich sparen können. Durch sogenannten Platooning oder fahren im Konvoi sollen nochmal Kosten eingespart werden können.

Der Truck kann gegen eine Anzahlung von 5000 US$ in den USA vorbestellt werden, die Produktion wird erst in etwa zwei Jahren starten. Ab wann die ersten Tesla Semi Trucks in Deutschland unterwegs sein werden, ist unklar. Vor 2020 wir das aber auf keinen Fall passieren.

Bilder: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Tesla zeigt seinen Elektro-Truck

Ein paar Monate hinter dem Zeitplan ha Tesla gestern in Kalifornien den Elektro-LKW vorgestellt. Der Elektro-Truck soll 2019 auf den Markt kommen.Tesla hat schon einige Mitbewerber auf dem Gebiet und ist spät dran. Die Zugmaschine kann für herkömmliche Sattelauflieger genutzt werden.

Der Elektro-LKW soll eine Reichweite von etwa 800 km pro Ladung haben. Das ist überraschend, denn zuvor wurde von einer Reichweite von etwa 450 km berichtet. Damit dürften die meisten Fahrten mit nur einer Batterieladung möglich sein. Um die Wartezeiten beim Aufladen der Akkus zu verkürzen, arbeitet Tesla natürlich an einer passenden Lösung, um innerhalb von 30 Minuten die Batterien für die nächsten 600 km laden zu können. Die Ladevorrichtungen sollen Megachargers heißen.

Die Tesla Zugmaschine soll in 5 Sekunden von 0 auf 100  kmh beschleunigen, das ist erstaunlich schnell für einen Langstrecken-LKW. Bei voller Ladung von etwa 35 Tonnen soll der Elektro-Truck in 20 Sekunden von 0 auf 100 kmh sprinten. Steigungen sollen sich mit dem Elektro-LKW auch besser meistern lassen. Der LKW soll ohne manuelles Getriebe auskommen und über regenerative Bremsen verfügen.

Um die Produktionseffizienz später einmal zu erhöhen, wurden einige Teile des Model 3 wiederverwendet. So werden die Räder einzeln von einem Tesla 3 Motor angetrieben und auch die Türgriffe sollen vom kleineren Modell stammen. Der Autopilot soll auch verbaut werden.

Tesla ist bei den Elektro-LKWs nicht alleine. Daimler hat zum Beispiel einen Elektro-LKW für den Verteilerverkehr schon im Einsatz. Der Truck für den innerstädtischen Verkehr kommt auf eine Reichweite von etwa 100 Km und wird von UPS in den USA genutzt. Eine Version mit höherer Reichweite ist in Vorbereitung, ein Erscheinungsdatum ist aber noch unbekannt. Das Startup Nikola Motor Company hat sich mit Bosch zusammengetan und will bis 2020 einen Langstrecken-LKW mit einer Reichweite von 1900 km auf den Markt bringen.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

car2go veröffentlicht Thesenpapier zum autonomen, voll elektrischen Carsharing

car2go bereitet sich konsequent auf die Zukunft des autonomen, voll elektrischen Carsharings in Städten vor. Der weltweite Marktführer im free-floating Carsharing hat im Zusammenhang mit dem Web Summit, der größten Technologie-Konferenz der Welt in Lissabon, ein Thesenpapier veröffentlicht, das die wesentlichen fünf Voraussetzungen für die Steuerung autonomer Flotten in der Zukunft aufzeigt.

Carsharing als Vorbereitung für autonomes Fahren

„Kaum ein anderes Mobilitäts-Geschäft kann sich so umfangreich auf die Zeit des autonomen Fahrens vorbereiten wie das free-floating Carsharing“, sagt Olivier Reppert, CEO der car2go Group. „Wer autonome Flotten optimal steuern will, muss die Autos genauso managen wie die Software – also über lernende Algorithmen, Big Data und Apps. Wir tun heute schon beides.“

Flotte mit 14.000 Fahrzeugen

car2go steuert bereits Autoflotten mit 14.000 Fahrzeugen in 26 Städten. Damit sammelt das Unternehmen nicht nur für das reine Flottenmanagement wertvolle Erfahrungen,  sondern auch für intelligente Algorithmen zur strategischen Platzierung der Fahrzeuge passend zur Nachfrage. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die so genannte „Demand Prediction“ – die Vorhersage, wann und wo in Kürze ein Auto gebraucht wird.

Fleet Intelligence als Herzstück

„Die Vorhersage der Nachfrage ist ein wichtiger Teil der Steuerung autonomer Flotten“, heißt es dazu im Thesenpapier. „Das Herzstück wird aber die so genannte Fleet Intelligence sein.“ Damit wird entschieden, welches Fahrzeug welche Nachfrage bedienen soll. Die Komplexität dieser Steuerungs-Algorithmen ist groß, da der Einsatz jedes Fahrzeugs Auswirkungen auf alle anderen Autos in den Flotten hat.

„Für das Carsharing wird der Einsatz autonomer Fahrzeuge ein weiterer Quantensprung sein, so wie es schon der free-floating Ansatz im Vergleich zum stationären Carsharing war“, so Reppert weiter. „Wir freuen uns auf diese Zukunft und stehen dafür in den Startlöchern.“

Das Thesenpapier steht hier zum Download zur Verfügung.

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemitteilung Daimler

IONITY – Paneuropäisches High-Power-Charging-Netzwerk ermöglicht Elektromobilität auf Langstrecken

Mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens IONITY stellen die BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche die Weichen für den Aufbau des leistungsstärksten Schnellladenetzes für Elektrofahrzeuge in Europa. Die Errichtung und der Betrieb von insgesamt rund 400 Schnellladestationen bis 2020 sind wichtige Schritte, um Elektromobilität auch auf Langstrecken zu gewährleisten und sie damit im Markt zu etablieren. Das neue Unternehmen IONITY mit Sitz in München hat die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Michael Hajesch (CEO) und Marcus Groll (COO) übernehmen die Geschäftsführung des Joint Ventures (JV). Das IONITY Team wird schon Anfang 2018 rund 50 Mitarbeiter umfassen und sukzessive ausgebaut.
„Die Verfügbarkeit eines flächendeckenden High-Power-Charging-Netzwerks ist für die Marktdurchdringung der Elektromobilität unabdingbar. Die Gründung von IONITY ist ein wichtiger Meilenstein, der zeigt, dass die Automobilhersteller ihre Kräfte dazu bündeln. Mit der Schaffung des ersten paneuropäischen HPC-Netzes machen wir die Elektromobilität langstreckentauglich. Wir haben dabei insbesondere den Kunden im Blick. Schnelle, komfortable und digital bezahlbare Ladevorgänge sind unser Ziel“, so Michael Hajesch.
Aufbau der ersten 20 Schnellladestationen startet in 2017
IONITY wird bis 2020 insgesamt rund 400 Schnellladestationen errichten und betreiben. Der Aufbau der ersten zwanzig Stationen startet noch in 2017. Diese werden an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen unter anderem in Deutschland, Norwegen und Österreich errichtet. Sie werden öffentlich zugänglich sein und mit einer Entfernung von etwa 120 km zueinander liegen. Dabei setzt IONITY auf die Zusammenarbeit mit starken Kooperationspartnern wie Tank & Rast, Circle K sowie OMV und profitiert insbesondere von deren attraktiven Standorten. Die europaweite Skalierung auf über hundert Schnellladestationen erfolgt in 2018. Jede der IONITY Schnellladestationen wird über mehrere Ladesäulen verfügen. Dadurch erhalten Kunden bis 2020 marken- und leistungs­unabhängig Zugang zu Tausenden von HPC-Ladepunkten. Das HPC-Netzwerk verwendet den europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS). Die Ladeleistung von bis zu 350 kW pro Ladepunkt ermöglicht entsprechend ausgelegten Fahrzeugen eine deutlich kürzere Ladezeit im Vergleich zu heute verfügbaren Systemen. Die Offenheit des Systems und die europaweite Verbreitung werden helfen, die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen deutlich zu erhöhen.
Gemeinsam Europa vernetzen
Eine sorgfältige, an den Kundenbedürfnissen ausgerichtete Standortwahl steht bei der Realisierung des IONITY Netzwerks im Fokus. Auch die intelligente Verknüpfung mit bestehenden Ladelösungen hat das JV im Blick. IONITY steht deshalb in intensivem Austausch mit bestehenden Infrastrukturinitiativen – unter anderem unterstützt von den Gründungsunternehmen und der Politik. Mit den Investitionen in den Aufbau des IONITY Netzwerks bündeln die beteiligten Automobilhersteller ihr Engagement für die Elektromobilität. Zusätzlich baut das Bündnis branchenübergreifend und international auf Kooperationen und starke Partnerschaften.
Die Gründungspartner BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche beteiligen sich zu gleichen Teilen an dem JV. Weitere Automobilhersteller sind ebenso willkommen, sich aktiv am Ausbau des HPC-Netzwerks zu beteiligen.

Text: Pressemitteilung Daimler AG

Bild: Ionity (alle Rechte vorbehalten)

Robo-Taxis werden Realität: NVIDIA präsentiert neuen KI Computer für autonomes Fahren

NVIDIA hat den ersten KL-Rechner für komplette autonom fahrende Roboter-Taxis vorgestellt.

Die neue Plattform mit dem Codenamen Pegasus stellt eine signifikante Erweiterung der bekannten NVIDIA DRIVE PX Computerplattform dar. Als erstes KI-System weltweit ist es in der Lage, autonom fahrende Fahrzeuge auf Level 5 zu steuern. Die NVIDIA DRIVE PX Pegasus verarbeitet über 320 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde – das ist 10-mal mehr als der Vorgänger, die NVIDIA DRIVE PX 2.

NVIDIA DRIVE PX Pegasus ist der Schlüssel für eine ganz neuartige Fahrzeugklasse, die komplett ohne Fahrer, Lenkrad, Seitenspiegel oder Pedale auskommen wird. Im Gegensatz zum heute gängigen Cockpit-Look werden die Interieurs dieser Fahrzeuge eher wie Wohnzimmer oder Büros anmuten. Auf Basis der neuen Fahrzeugklasse wird eine Demokratisierung der Mobilität Einzug halten, die gerade für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung große Vorteile bereithält.

Durch die neue Technologie werden in Zukunft Millionen Stunden eingespart, die sonst auf der täglichen Weg zur Arbeit verloren gehen und die man nun für andere Aufgaben nutzen kann. Tausende Menschenleben werden auf lange Sicht durch die neue Art des autonomen Pendelns gerettet, da Müdigkeit, Ablenkungen oder Einschränkungen durch Drogen und Alkohol keine Rolle mehr spielen. Weitere positive Folgen der neuen Technologie sind weniger Parkplätze (Dank weniger Fahrzeugen), weniger Staus und eine allgemeine Erhöhung der Straßensicherheit.

Insgesamt arbeiten derzeit 225 Partner global an der Entwicklung der DRIVE PX Plattform und davon 25 an der Evolution des Robo-Taxis durch die NVIDIA CUDA GPUs. Heutzutage sehen die Kofferräume der Fahrzeuge mit der DRIVE PX Plattform aus wie kleine Rechenzentren. Sie sind voller Grafikprozessoren, die Anwendung aus dem Bereichen Deep Learning, optische Verarbeitungen und Parallel Computing berechnen

Der Bedarf an Rechenpower für Robo-Taxis ist enorm hoch. Die vielen hochauflösenden optischen Quellen, 360-Grad Kameraüberwachung und Lidare, die Lokalisierung der Fahrzeuge und Personen rund um das Auto und die dauerhafte Überwachung der richtigen Route sind nur einige der Rechenoperationen, die dauerhaft und redundant funktionieren müssen. Die benötigte Rechenleistung von komplett autonom fahrenden Fahrzeugen ist deshalb circa 50- bis 100-mal höher als bei modernen Autos, die sich heute auf den Straßen bewegen.

Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA ist stolz auf Pegasus: „Die Entwicklung eines komplett autonomen Fahrzeugs ist eine der zentralsten Entwicklungen für unsere Gesellschaft, aber auch eine der schwierigsten. Die bahnbrechende Rechenpower, die wir nun mit Pegasus anbieten können, ist entscheidend für die Umsetzung dieser Vision. Autonome Fahrzeuge werden massive Erweiterungen im Bereich Car-Sharing und bei der Schaffung von Fahrgemeinschaften mit sich bringen. Völlig neue Fahrzeugtypen werden entstehen und dabei unser Grundverständnis, wie der Innenraum eines Autos auszusehen hat, verändern. Die Reisenden bestellen sich dann je nach Länge und Aktivität ihrer geplanten Fahrt einen passenden Fahrzeugtyp und lassen sich chauffieren. Das wird unsere Gesellschaft grundlegend verändern.“

Produktspezifikationen

NVDIAI DRIVE PX Pegasus wird von vier Hochleistungsprozessoren aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz angetrieben. Konkret bedeutet dies: Zwei brandneue Xavier SoC (System-on-a-Chip) Prozessoren und zwei GPUs der nächsten Generation, die ganz speziell für Deep Learning und autonomes Fahren entwickelt wurden. Das extrem leistungsfähige Gesamtsystem wird nicht größer sein als ein normales Nummernschild und weniger Energie verbrauchen als die Vorgänge

Verfügbarkeit

Pegasus wird für die Automotive-Partner von NVIDIA ab der zweiten Hälfte 2018 zur Verfügung stehen. Die NVIDIA DriveWorks Software is bereits für alle Entwickler aus dem Bereich autonomes Fahren verfügbar.

Bild: NVIDIA (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemeldung

Hertz 24/7 CarSharing testet Streetscooter Work L

Hertz 24/7 CarSharing hat den ersten Streetscooter Work L eingesteuert und setzt ihn in einer Pilotphase am neuen, nachhaltigsten IKEA Einrichtungshaus in Kaarst ein. IKEA-Kunden können ihre Einkäufe so auch emissionsfrei nach Hause fahren.
„Elektromobilität wird in Zukunft auch im Transporterbereich eine große Rolle spielen“, sagt Sabine Wagner, Business Partner von Hertz 24/7 CarSharing Germany. „Wir freuen uns, mit Streetscooter den europaweit führenden Hersteller elektrischer Nutzfahrzeuge als Partner gefunden zu haben, um die Nachfrage an unseren IKEA-Standorten zu testen. Wir sind von einem großen Interesse auf Kundenseite überzeugt und gehen fest davon aus, das emissionsfreie Angebot bei Hertz 24/7 ausbauen zu können.“
Der Streetscooter Work L erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 85 km/h und kann mit bis zu 960 kg beladen werden. Die Reichweite des Fahrzeugs beträgt 80 km, abhängig von Beladung und Fahrverhalten. Entwickelt wurde der Streetscooter im Rahmen einer Forschungsinitiative an der RWTH Aachen. Seit 2014 ist Streetscooter ein Tochterunternehmen der Deutsche Post DHL Group.
Für das Pilotprojekt mit Hertz 24/7 CarSharing wurde zum ersten Mal ein Streetscooter mit der herstellerunabhängigen Carsharing-Technologie von Hertz 24/7 ausgestattet. Als Standort wurde das weltweit nachhaltigste IKEA Einrichtungshaus ausgewählt, der kürzlich eröffnete „More Sustainable Store“ in Kaarst. Das Fahrzeug ist ab einer Mindestmietdauer von zwei Stunden inklusive 100 Freikilometern für spontane und flexible Anmietungen verfügbar. Die Kosten für den Nutzer betragen ab 14,90 Euro pro Stunde.
Die Kooperation von Hertz 24/7 CarSharing mit IKEA besteht bereits seit mehreren Jahren. An insgesamt 45 Einrichtungshäusern können Kunden einen Transporter von Hertz 24/7 CarSharing mieten, um Einkäufe direkt nach Hause zu fahren. Die Anmietung erfolgt nach einmaliger Registrierung, die online, per App oder am „Hertz 24/7“-Terminal direkt im Einrichtungshaus erfolgen kann. Geöffnet und verschlossen wird das Fahrzeug ganz einfach per PIN-Code. Die Abgabe der Fahrzeuge erfolgt an der Station, an der sie angemietet wurden.

Bild: Hertz (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemitteilung Hertz