Archiv der Kategorie: Elektromobilität

Didi beteiligt sich an Handelsplattform für Gebrauchtwagen

Die Chinesische Ride-Hailing Plattform ist in den letzten Monaten bereits öfters als Investor aufgetreten, alle Investments bisher waren Beteiligungen an anderen Fahrdienstplattformen. Mit einem neuen Investment geht Didi einen Schritt weiter, das Unternehmen beteiligt sich als strategischer Investor an dem Marktplatz für Gebrauchtwagen RenRenChe. Insgesamt investiert Didi 200 Mio. US Dollar in das Unternehmen. Die Bewertung wird bei mehr als 700 Mio. US Dollar liegen.

Didi an mehreren Ride-Hailing Plattformen beteiligt

Didi ist das “Uber aus China” und wird mit mehr als 50 Milliarden US Dollar bewertet. Das Ride-Hailing Unternehmen dominiert den Markt und China mit mehren Diensten und im vergangenen Jahr wurde das China-Geschäft von Uber übernommen. Didi hat sich als strategischer Investor an Fahrdienstplattformen weltweit beteiligt. In Europa hat es kürzlich in den Anbieter Taxify investiert. Die Ride-Hailing Dienste Ola, Grab, Lyft, Careem und 99 gehören auch zu dem Portfolio.

Didi erweitert mit Plattform Für Gebrauchtwagen sein Angebot

Didi bietet schon einen bunten Strauß an Dienstleistungen an, mit dem Marktplatz für Gebrauchtwagen kommt jetzt ein weiterer Service hinzu. RenRenChe ist eine Seite für Kleinanzeigen, die Autobesitzern ermöglicht, ihr Fahrzeug direkt an andere Kunden zu verkaufen. Der Dienst ist in 80 Städten verfügbar und insgesamt sind mehr als 100.000 Fahrzeuge gelistet.

Schneller Autos für Didi Fahrer

Didi will das Angebot in seine eigene Plattform integrieren. Ziel wird es sein, dass existierende und potentielle Fahrer einen einfachen Zugang zu Fahrzeugen haben. Außerdem wird RenRenChe Unterstützung bei der technischen Weiterentwicklung erhalten. Der Dienst soll vorerst nur in China angeboten werden, eine internationale Expansion ist vorerst nicht geplant. Der Handel mit Gebrauchtfahrzeugen wird in den kommenden Jahren in China stark wachsen und mit Autohandel kann man traditionell gut Geld verdienen. Didi fügt einen weiteren Baustein zu seinem Firmenimperium hinzu. Mit mehr als 17 Mio. registrierten Didi Fahrern ist eine große Zielgruppe vorhanden, die über die Plattform ihre Fahrzeuge kaufen und verkaufen kann.

Bild: RenRenChe (alle Rechte vorbehalten)

VW Tochter Moia testet Shuttle in Hannover

Für das kommende Jahr hat die Volkswagen Tochter Moia bereits den Start eines smarten Shuttle Diensts in Hamburg angekündigt. Um sich optimal darauf vorbereiten zu können, wird der Shuttle Dienst in den kommenden Monaten in Hannover getestet. Mehrere Fahrgäste, die in dich gleiche Richtung unterwegs sind, können sich über den Moia Pooling Dienst ein Fahrzeug teilen. Mit dem Service will Moia die Lücke zwischen Taxi und öffentlichem Nahverkehr schließen und auch ein Leben ohne Auto ermöglichen.

20 Shuttle Fahrzeuge für 3500 potentielle Nutzer

Bei dem Test sollen um die 20 Fahrzeuge unterwegs sein. Die Nutzergruppe soll vorerst auf 3500 potentielle Fahrgäste beschränkt sein. Das Testgebiet erstreckt sich über 90 Quadratkilometer in Hannover. Der Kunde zahlt pro Kilometer 6 Cent während der Testphase, die auf mehrere Monate ausgelegt ist. Mit diesem niedrigen Fahrpreis wird Moia nicht profitabel arbeiten können, aber das steht auch erstmal nicht im Vordergrund.

Viel Vorbereitung seit Start vor einem Jahr

Seit dem Start im vergangenen Jahr hat das Team hinter Moia unterschiedliche Business Cases durchgerechnet, die App auf die Beine gestellt und unterschiedliche Fahrzeugkonzepte durchgespielt, die für den Shuttle-Dienst später einmal genutzt werden sollen. Bei der App und Routing-Technologie hat Moia Unterstützung von Split erhalten, das Startup wurde dieses Jahr aufgekauft.

Nähe zu Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover

Der Test wird in Hannover und nicht in Hamburg durchgeführt, da die Stadt kleiner ist und so ein besseres Erlebnis mit einer kleineren Flotte erreicht werden kann. Außerdem sitz in Hannover der Bereich Volkswagen Nutzfahrzeuge. Die Sparte stellt die Autos für den Moia Test zur Verfügung. Auch die Stadt Hannover unterstütz Volkswagen und Moia bei der Einführung des Shuttle Dienste, die Stadt dürfte aber an einer langfristigen Einführung Interesse haben und nicht nur an einem Piloten.

Während der Testphase kommen leicht modifizierte VW T6 Multivan Modelle zum Einsatz, die sich gut für einen Ridepooling Dienst eignen. Die Fahrzeuge werden mit einem Infotainment System ausgestattet sein, über die die Kunden die nächsten Stops und weitere Infos sehen können. Elektroautos werden erst in Hamburg eingesetzt. Auf der einen Seite sollen laufend Updates für die App ausgespielt und getestet werden. Andererseits will Moia auch Erfahrung bei der Fahrerschichtplanung und der Verteilung der virtuellen Haltestellen sammeln.

Bild: Moia (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Autos: Intel arbeitet mit Waymo

Der Chip-Hersteller Intel hat angekündigt, enger mit der Alphabet Tochter Waymo zusammenzuarbeiten. Intel wird die Rechenpower zur Verfügung stellen, die für die vollautomatisierten Fahrzeuge auf Level 4 und 5 benötigt werden. Selbstfahrende Autos entwickeln sich zu einem wichtigen Zukunftsthema für Intel.

Intel Chips in den Waymo Fahrzeugen

Die Google Tochter Waymo nutzt schon für die aktuellen Testfahrzeuge Hardware von Intel. Die autonomen Chrysler Pacifica Minivans sind mit Intel-Prozessoren ausgestattet, die die Sensordaten verarbeiten. Durch die tiefere Zusammenarbeit erhofften sich beide Kooperationspartner Vorteile.

Bisher hat Waymo die Hardware in-house entwickelt und Intel bereits in der Design-Phase der Systeme mit eingebunden. Die Kerntechnologien, wie Sensoren und Rechner waren in der gewünschten Form nicht auf dem Markt verfügbar, deswegen hat Google sich dazu entschieden, die Technologien intern zu entwickeln.

In der jetzigen Phase hat sich Waymo dazu entschieden, mit Intel enger zusammen zu arbeiten, um die Intel Prozessoren tiefer in die eigene Plattform zu integrieren. Intel will mit Waymo zusammenarbeiten, um die benötigte Rechenpower für autonomes Fahren auf Level 4 und 5 zur Verfügung zu stellen.

Intel positioniert sich als Experte für selbstfahrende Autos

Intel macht damit weiter, sich als Partner und Zulieferer für autonomes Fahren zu positionieren. Waymo gilt als Player mit den fortschrittlichsten und besten Systemen für vollautomatisiertes Fahren.

Intel hat im März 15.3 Milliarden US Dollar für das Unternehmen Mobileye auf den Tisch gelegt und arbeitet mit mehreren Unternehmen an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Unter anderem kooperiert Intel mit BMW und Fiat Chrysler. Ende des Jahres soll eine Testflotte in den USA, Israel und Europa starten, die im kommenden Jahr auf 100 Fahrzeuge anwachsen soll.

Waymo hat kürzlich eine Partnerschaft mit dem Ride-Sharing Dienst Lyft geschlossen, um die vollautomatisierten Autos auf der Plattform testen zu können. Im Juni hat das Google spin-off einen Deal mit der Autovermietung Avis vereinbart, Avis kümmert sich um die Wartung der Autos.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Elektrobus von Proterra schafft mehr als 1700 Kilometer mit einer Ladung

Auf der New Mobility World in Frankfurt hat die Vorstandsvorsitzende der BVG Dr. Sigrid Evelyn Nikutta die Bushersteller aufgefordert, wettbewerbsfähige Elektrobusse zu entwickeln, da die BVG in den kommenden Jahren mehr und mehr auf Dieselbusse verzichten möchte. Ein Beispiel können sich die lokalen Bushersteller an dem Unternehmen Proterra aus den USA nehmen. Ein neuer Rekord mit einem Elektrobus wurde aufgestellt.

Elektrobus mit mehr als 1500 km Reichweite

Das amerikanische Unternehmen hat berichtet, dass der Bus Catalyst E2 Max eine Strecke von mehr als 1770 Kilometern mit einer Akkuladung zurückgelegt hat. Das ist beeindruckend und gleichzeitig ein Weltrekord für die längste Strecke, die ein Elektrofahrzeug ohne nachladen zurückgelegt hat.

Der E2 Max Elektrobus hat eine Batterie mit 660 kWh verbaut. Das Fahrzeug ist mit einer Länge von 12 Metern mit einem Stadtbus vergleichbar, der im öffentlichen Nahverkehr in Städten wie Berlin oder München genutzt wird. Im Vergleich, ein BMW i3 hat eine Batterie mit 27 kWh verbaut und kommt damit auf dem Papier etwa 250 Kilometer weit.

Kleiner Version in den USA in Betrieb

Bisher sit der Bus E2 Max noch bei keinem Verkehrsbetrieb im Einsatz. Das Unternehmen verkauft bisher einen Bus mit einer Reichweite von etwas mehr als 550 Kilometern. Es dürfte nicht lange dauern, bis weitere Verkehrsbetriebe auf Elektrobusse setzen, um die Schadstoffbelastung in den Städten zu reduzieren. Eventuell ist der Bus von Proterra einen Variante, die von deutschen Verkehrsbetrieben in Betracht gezogen werden kann.

Zu den Investoren des Busherstellers gehört BMW iVentures. Der Fond des Automobilherstellers hat sich in der letzten Runde an dem amerikanischen Unternehmen beteiligt, damals flossen 55 Mio. US$ in Proterra. BMW dürfte sich sicherlich freuen, wenn Proterra Elektrobusse in Städten wie Berlin oder Hamburg zum Einsatz kommen. Der sinkende Preis für Lithium-Ionen Akkus und die erhöhte Effizienz der Fahrzeuge, wird dazu führen, dass sich die Gesamtkosten für Elektrobusse in eine akzeptable Range bewegen.

Bild: Proterra (alle Rechte vorbehalten)

Dyson will Elektroauto bauen

Dyson, der Produzent von angesagten Staubsaugern aus Großbritannien, will unter die Elektroautobauer gehen. Das Elektroauto von Dyson soll bis 2020 fertig entwickelt sein. Im Moment arbeiten schon mehr als 400 Mitarbeiter an dem Projekt. Insgesamt sollen mehr als 2.8 Milliarden Euro in die Entwicklung des Elektroautos fließen.

Wissen über Batterien und Elektromotoren soll helfen

In den letzten Jahren hat Dyson hochwertige Staubsauger ohne Beutel und andere Geräte entwickelt, die im Haushalt benötigt werden. Unter anderem vertreibt das Unternehmen einen Fön oder Händetrockner. Die gesammelten Erfahrungen in den Bereichen Batterietechnologien und Elektromotoren soll genutzt werden, im ein leistungsfähiges Elektroauto zu bauen.

Entwicklung von Dyson Elektroauto steht noch am Anfang

Unternehmensgründer James Dyson hat nicht viele Details über das Auto veröffentlicht. Es soll kein Sportwagen sein und sich radikal von bestehenden Elektroautos unterscheiden. Einen Prototypen gibt es noch nicht, nur der Elektromotor ist schon fertig. Bei den Batterietechnologien hantiert das britische Unternehmen mit zwei unterschiedlichen Entwicklungen. Beide Alternativen sollen effizienter sein, als die in den heutigen Elektroautos verbauten Batterien. Ob das Fahrzeug über selbstfahrende Eigenschaften verfügt, wurde nicht kommuniziert. Es ist aber davon auszugehen, dass sich Dyson auch diesem Theme widmen wird.

Mit dem Fahrzeug will Dyson einen neuen Standard setzten, was seinen Preis für die Kunden haben dürfte. Eine große Nachfrage erwartet das Unternehmen aus Asien. Damit dürfte das Dyson Elektroauto in der selben Liga angesiedelt sein, wie ein Tesla Model S oder das geplante iNext Elektroauto von BMW.

Mehrere Milliarden werden investiert

Dem Unternehmen wird schon länger nachgesagt, dass es Interesse an der Entwicklung eines Elektroautos hat. In den letzten Monaten wurden Experten von etablierten Automobilherstellern abgeworben, die das Projekt nach vorne bringen sollen. Im letzten Jahr wurde ein Investment von 1.15 Milliarden Euro in die Entwicklung von Batterietechnologien verkündet. Jetzt kommen weitere 1.15 Milliarden Euro hinzu, im den Prototypen zu entwickeln, verbunden mit 500 Mio. Euro für weiter Kosten. Das ergibt eine Summe von 2.8 Milliarden Euro.

Bild: Dyson (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Autos: Ford und Lyft vereinbaren Entwicklungspartnerschaft

Obwohl General Motors zu den Investoren von Lyft gehört, hat das Ride-Hailing Unternehmen eine Partnerschaft mit dem konkurrierenden Autokonzern Ford geschlossen. Ford und Lyft wollen bei der Entwicklung von autonomen Autos zusammenarbeiten, die bis 2021 serienreif sein sollen.

Software Schnittstelle zwischen Autos und Lyft Plattform

Angestellte beider Unternehmen sollen zusammenarbeiten, um die Software zu entwickeln, mit der die selbstfahrenden Autos von Ford mit der Plattform von Lyft kommunizieren können. An der technischen Entwicklung der Ford Fahrzeuge wird sich die Fahrdienstplattform nicht beteiligen. Dennoch geht Lyft damit einen weiteren Schritt, sich als offene Plattform zu etablieren, die zukünftig von mehreren Automobilherstellern genutzt werden kann, um die vollautomatisierten Fahrzeuge auszulasten. Das Ride-Hailing Unternehmen sieht in der engen Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern, Ride-Sharing Plattformen und anderen relevanten Unternehmen den besten Weg, um mit autonomen Autos die größten Verbesserungen in den Städten zu erreichen.

Ford kaufte Argo AI um schneller autonome Autos entwickeln zu können

Ford beschäftigt sich schon seit längerem mit der Entwicklung von autonomen Autos, auch wenn darüber wenig bekannt wurde. Im letzten Dezember wurde ein umgerüsteter Ford Fusion präsentiert, der einen Ausblick auf den Entwicklungsstand gegeben hat. Erst kürzlich hat sich Ford mit Dominos zusammengetan, um mit autonomen Autos Pizzas auszuliefern. Um bei dem Thema voranzukommen, hat Ford für etwa eine Milliarde US Dollar das Startup Argo AI übernommen.

Lyft kooperiert und hat eigenes Team

Lyft investiert selbst in die Entwicklung von Technologien für autonome Autos, im Juli wurde bekannt, dass das Unternehmen eine Forschungsgruppe aufbaut, um Systeme für vollautomatisiertes Fahren zu entwickeln. Gleichzeitig arbeitete das Unternehmen mit anderen Playern im Bereich der autonomen Autos zusammen. So wurden Partnerschaften mit der Google Tochter Waymo oder dem Startup nuTonomy geschlossen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Daimler schlägt wieder zu: flinc wird übernommen

Daimler ist im Moment nicht zu stoppen, was das Investment in Mobilitätsdienste angeht. Der Automobilhersteller übernimmt flinc, den Pionier bei der Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten in Echtzeit. Damit hat sich Daimler in diesem Jahr an fast 10 Mobilitätsdienstleistern (unter anderem Via, Careem, TaxiBeat, Clever Taxi, Volocopter, Turo) beteiligt oder diese ganz übernommen.

500.000 Kunden bei flinc registriert

flinc bietet eine Plattform für on-demand Mitfahrgelegenheiten auf der Kurzstrecke an und spricht damit vor allem Berufspendler an. Das Startup wurde bereits 2010 gegründet, hat es aber leider nicht geschafft, auf eine kritische Größe zu wachsen. Etwa 500.000 Nutzer haben sich in den letzten sechs Jahren bei dem Startup registriert, das ist zu wenig, um eingeständig agieren zu können oder um Investoren überzeugen zu können. Durch international agierende Unternehmen, wie Uber, Lyft oder Via hat das Startup starke Konkurrenz bekommen.

Auch Corporate Ridesharing im Angebot

flinc hat auf zwei unterschiedliche Strategien gesetzt. Auf der einen Seite wird ein Mitfahrdienst unter dem Namen flinc angeboten, der öffentlich zugänglich ist. Der Dienst wurde sogar in die Carsharing Flotte von DriveNow integriert und in Apps für öffentlichen Nahverkehr integriert. Auf der anderen Seite hat flinc eine Corporate Ridesharing Lösung angeboten, die von namenhaften Unternehmen wie BASF und anderen eingesetzt wird.

flott als Lösung für on-demand Shuttles

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen versucht, mit flott eine Plattform für den on-demand Verkehr in Städten zu starten. Nach dem ursprünglichen Ankündigung wurde es leider ruhig um das Produkt. In einer Studie kam flott zu dem Ergebnis, dass sich mit einem intelligenten Shuttle System die Zahl der Fahrzeuge in Hamburg drastische reduzieren lässt.

Das Unternemen hat seinen Sitz in Darmstadt und nicht in den Startups Städten Berlin oder München. Da wird es das Unternehmen auch nicht leicht gehabt haben, Top-Talente anzuwerben. Auf Investorenseite konnte flinc dafür General Motors und die Deutsche Bahn überzeugen.

Unternehmen bleibt erstmal eingeständig

Es wurde nicht bekannt, was Daimler für die Übernahme auf den Tisch gelegt hat – es ist aber davon auszugehen, dass es sich eher um einen Fire-Sale handelt. Das Unternehmen flinc GmbH wird weiterhin eigenständig bleiben und die Gründer Dr. Klaus Dibbern, Michael Hübl und Benjamin Kirschner bleiben im Führungsteam. Das Wissen von flinc über dynamische Ridesharing Dienste soll bei Daimler eingebracht werden, um die Entwicklung von internen Ridesharing Angeboten zu beschleunigen.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Gogoro sammelt 300 Mio. US$ für seine e-Scooter ein.

Der Hersteller der Elektroroller Gogoro hat eine imposante Finanzierungsrunde in Höhe von 300 Mio. US$ eingesammelt. Das Geld soll für die weitere Expansion genutzt werden. Die e-Scooter von Gogoro werden zum Beispiel bei dem Scooter-Sharing Dienst Coup in Berlin und Paris eingesetzt.

Gogoro eScooter bei Coup im Einsatz

Insgesamt hat das Unternehmen aus Taiwan bisher mehr als 34.000 Elektroroller verkauft, die meisten davon dürften in Taiwan unterwegs sein. Die Bosch Tochter Coup hat für den Sharing Dienst in Paris und Berlin um die 1600 Roller abgenommen. Mit den 34.000 Rollern wurden über 100 Mio. Kilometer elektrisch zurückgelegt. Dadurch wurden 4.1 Mio. Liter Benzin eingespart, die Roller mit Verbrennungsmotor für die gleiche Strecke benötigt hätten.

Zu den Investoren, die sich an der jetzigen Runde beteiligt haben, gehören Tamasek aus Singapur, der Energiekonzern ENGIE aus Frankreich, Sumitomo Corporation aus Japan und Generation Investment Management aus Großbritannien. Daraus könnte sich schließen lassen, dass Gogoro weiter nach Europa expandieren wird und auch in Japan und Südostasien starten wird.

Batteriesystem soll weiter ausgebaut werden

Der Bedarf nach Elektromobilität und innovativen Mobilitätsangeboten wird in den kommenden Jahren steigen. Gogoro bietet mit seinen E-Scootern ein passendes Produkt, um bei dieser Entwicklung eine wichtig Rolle zu spielen. Das Unternehmen baut die Robusten eScooter und baut darum gleichzeitig ein starke Marke auf. Neben den Rollern fokussiert sich das Unternehmen ich auf das System für die austauschbaren Batterien. In Zukunft könnten die Wechselakkus auch für andere Produkte und Dienstleistungen genutzt werden.

Schon im Stealth Mode gefragt

Der Rollerhersteller wurde schon vor dem öffentlichen Start gehyped. Obwohl wenig über das Produkt bekannt war, konnte das Unternehmen 150 Mio. US Dollar im Stealth Mode einsammeln. Mittlerweile ist der e-Scooter in der zweiten Version verfügbar. Die neue Generation wurde technisch weiterentwickelt und bietet auch mehr Platz für Passagiere und Helme. Der Gogoro 2 Series kostet in Taiwan um die 2.000 Euro.

Bild: Gogoro (alle Rechte vorbehalten)

E-Transporter: Post baut StreetScooter Produktion mit weiterem Standort aus

Nachdem die Deutsche Post bei den Automobilhersteller beim dem Theme E-Transporter auf taube Ohren gestoßen ist, hat der Logistikkonzern einen Millionenbetrag in die Eigenentwicklung eines effizienten Lieferfahrzeugs mit Elektroantrieb gesteckt und das Unternehmen StreetScooter übernommen. Das Unternehmen eröffnet im kommenden Jahr eine weitere Produktionsstätte in Düren.

Produktion ab kommendem Sommer in Aachen und Düren

Bisher wird der StreetScooter nur in Aachen produziert, demnächst soll aber ein weitere Standort in Düren aufgebaut werden, um die Nachfrage für den E-Transporter bedienen zu können. In den leerstehenden Hallten des Automobilzulieferers Neapco soll die zweite Produktionslinie entstehen. Die Kapazitäten ergänzen dann ab kommenden Sommer die Produktionskapazitäten in Aachen. In Aachen wurde erst kürzlich auf einen Betrieb in zwei Schichten umgestellt, um die Produktionskapazitäten auf 15.000 Fahrzeuge pro Jahr hochzufahren.

E-Transporter ist Erfolgsgeschichte

Der StreetScooter ist eine echte Erfolgsgeschichte. Zusammen mit Prof. Schuh von der RWTH Aachen hat die Deutsche Post den E-Transporter entwickelt, da kein Automobilhersteller bereit war, ein passendes Fahrzeug mit Elektroantrieb zu produzieren. Entstanden ist der StreetScooter Work, der seit mehr als einem Jahr bei der Post im Eisatz ist. Der Work ist ein robustes Elektrofahrzeug, das genau an die Anforderungen der Post angepasst wurde. Die meisten Komponenten des StreetScooters sind off the shelf und damit günstig und bereits erprobt.

Kontingent für externe Partner

Der Erfolg hat dazu geführt, dass externe Partner und Unternehmen bei der Post und StreetScooter nachgefragt haben, ob sie den E-Transporter beziehen können. Als Folge wurde die Produktion erhöht, um ein Kontingent an StreetScootern an externe Partner und städtische Betriebe verkaufen zu können.

Auch mit Ford wurde eine Kooperation eingegangen. In Köln wird demnächst ein StreetScooter Work XL produziert. Der Work XL ist eine größere Version des E-Tranporters und nutzt die Plattform der Ford Transit als Basis. Mit ihren Bemühungen gehört die Post zu den größeren Herstellern von E-Autos in Deutschland.

Bild: Streetscooter (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Auto: GM stellt nächste Version des vollautomatisierten Cruise

Das Startup Cruise, das im letzten Jahr von General Motors aufgekauft wurde, hat einen neuen Meilenstein erreicht. Ein autonomes Auto auf Basis des GM Bolt ist bereit für die Massenproduktion und für Ride-Hailing Plattformen. Cruise wurde Anfang 2016 für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag von dem Automobilkonzern GM übernommen und arbeitet seitdem als eigenständiges Team unter dem Konzerndach.

Autonome Autos laufen jetzt vom Band

Neu ist, dass das neue Fahrzeug in den Fabriken vom Band laufen kann und wenig Handarbeit notwendig ist. Bisher hat kein anderes Startup und auch kein Automobilhersteller verkündet, dass dieses Entwicklungslevel erreicht wurde. Cruise dürften die Ressourcen von GM dabei geholfen haben, diesen Status zu erreichen.

Das neue Modell wird als Generation 3 bezeichnet und ist mit dem letzten Entwicklungsstand der Komponenten ausgestattet. Vor allem die Sensoren und die Software für vollautomatisiertes Fahren wurden überarbeitet.

Chevrolet Bolt als Grundlage für autonomes Auto

Als Grundlage für das autonome Auto muss das Model Chevrolet Bolt herhalten. Etwa 40% der verbauten Teile sind neu oder modifiziert. Der Elektroantrieb des Bolt und das Batteriepaket wurden aber nicht angetastet. Das autonome Auto wird in der Produktionsanlage in der amerikanischen Stadt Orion produziert.

Redundante Systeme an Bord sorgen für Sicherheit

Der Cruise Bolt ist ein autonomes Auto von GM in der dritten Generation und verfügt immer noch über Pedale und ein Lenkrad. Beides wird von den geltenden Richtlinien vorgeschrieben. Aktuell ist es auch noch erforderlich, dass während der Fahrt immer ein Fahrer im Fahrzeug ist, um im Notfall die Kontrolle übernehmen zu können.

Um die Sicherheit und die Zuverlässigkeit zu erhöhen, hat die neue Version die wichtigen System mehrfach an Board. So werden Redundanzen geschaffen, die bei Fehlern notwenig sind. Sollte ein System versagen, kann ein anderes Verbautes System aktiv werden. So wird die Sicherheit gewährleistet, wenn das Fahrzeug dauerhaft im vollautomatisierten Modus unterwegs ist.

Eingliederung in GM Ride Hailing Dienst für Mitarbeiter

Bisher hat GM 50 Fahrzeuge der neuen Version produziert, diese werden in die bestehenden Flotte in San Francisco eingegliedert. In San Francisco testet das Unternehmen zur Zeit einen Ride-Hailing Dienst für die Mitarbeiter. Langfristig wird in diese Richtung die Reise gehen. Die vollautomatisierten Fahrzeuge, die auch noch vergleichsweise teuer sind, eignen sich weniger für den privaten Fahrzeugbesitz, sondern viel mehr für Ride-Sharing und Ride-Hailing Plattformen.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)