Archiv der Kategorie: Elektromobilität

Die Zukunft der Mobilität verstehen

Die Zukunft der Mobilität wird von drei Mega-Trends beeinflusst werden. Zu den Trends zählen Elektromobilität, selbstfahrende Autos und On-Demand Mobilität.

Die durch die Trends verursachten Veränderungen werden neue wirtschaftliche Chancen ermöglichen und für eine Verlagerung Wirtschaftsleistung durch die bestehenden Mobilitätsangebote sorgen. Vorangetrieben werden diese Veränderungen von etablierten Technologieunternehmen und innovativen Startups.

Die Umsetzung der Trends durch die etablierten Konzerne und Startups wird dafür sorgen, dass Mobilität günstiger und sicherer wird. Außerdem wird es für die Nutzer mehr Auswahl geben und die gebundenen Ressourcen werden effizienter genutzt.

On-Demand Mobilität

Die On-demand Mobilität ist einer der wichtigsten Trends in der Fortbewegung von Personen und Gütern, mit einem globalen wirtschaftlichen Einfluss. Unter On-Demand Mobilität werden alle Mobilitätsanbieter bzw. – Dienstleistungen zusammengefasst, die eine Transportdienstleistung anbieten, die über eine Smartphone-App einfach gebucht und bezahlt werden können. Darunter fallen die Beförderung von Personen, aber auch die von Waren und Services.

Das exponentielle Wachstum von Carsharing, Ridesharing und Same-Day Delivery Dienstleistungen für Kurzstrecken sind nur der Beginn für der Entwicklung. Der Trend, dass auf den persönlichen Autobesitz immer weniger Wert gelegt wird und dass on-demand Services an Nachfrage gewinnen, wird sich weiter verstärken.

Angebote, wie Carsharing werden dafür sorgen, dass Rate von Fahrzeugen pro Einwohner reduziert wird. Experten gehen davon aus, dass ein geteiltes Auto um die 10 -15 private Fahrzeuge ersetzt. Es könnte sein, dass noch innerhalb der nächsten 10 Jahre die meisten innerstädtischen Kilometer mit Ridesharing und Carsharing Angeboten zurück gelegt werden. Dazu tragen die hohen Kosten für den Besitz eines Fahrzeugs bei. Außerdem kommt die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen und Geld für weitere Investitionen ist knapp.

Der Trend, dass On-Demand Services an Beliebtheit gewinnen, liegt auch an den bevölkerungsreichsten Nationen der Erde. In China und Indien besitzt nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ein eigenes Fahrzeug. Die Straßen in den indischen und chinesischen Städten sind trotzdem schon verstopft. On-demand Services werden den Bedarf nach Mobilität von mehreren Millionen Indern und Chinesen der Mittelschicht stillen. Der Fahrzeugbesitz wird in den beiden genannten Ländern nicht möglich sein. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten für den Fahrzeugbesitz zu hoch sein werden, im Zweifel auch durch Regierungsmaßnahmen.

Fahrerlose Fahrzeuge

Mit selbstfahrenden Fahrzeugen beschäftigen sich mehrere Unternehmen. Der Technologiekonzern Google vermarktet die Bemühungen um das eigene selbstfahrende Fahrzeug hervorragend. Seit einiger Zeit gibt es auch Gerüchte, dass der Elektronikkonzern Apple an der Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs arbeitet. Auch etablierte Automobilkonzerne, wie Daimler, Audi, BMW oder Volvo arbeiten am fahrerlosen Fahrzeug. Die ersten fahrerlosen Fahrzeuge werden in den nächsten 5 Jahren auf den Markt kommen.

Selbstfahrende Auto sind nicht nur sicherer, sie eignen sich auch hervorragend für den Einsatz bei on-demand Mobilitätsangeboten. Für on-demand Plattformen würde ein großer Kostenfaktor wegfallen, wenn keine Fahrer mehr bezahlt werden müssen. Für das Geschäftsmodell der Ridesharing Plattformen gibt es durch selbstfahrende Autos ganz neue Perspektiven. Für die Nutzer von on-demand Dienstleistungen würden die Kosten reduziert werden. Deshalb investiert auch die Taxi-Alternative Uber in die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen.

Elektrische Fahrzeuge

Der Erfolg von Tesla hat den etablierten Automobilkonzernen gezeigt, dass Elektroautos Begeisterung auslösen können und sich gut verkaufen lassen. Getrieben wird der Trend durch die Verbesserungen der Batterie-Technologien, Batterie-Steuerung und die Entwicklung der Benzinpreise. Auch Elektromotoren haben einen besseren Wirkungsgrad, als Verbrennungsmotoren. Hinzukommt, dass Elektromotoren einen geringeren Wartungsaufwand erfordern und eine längere Lebensdauer haben. Entscheidender Punkt, der für das weitere Wachstum der Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen verantwortlich ist, ist das wachsende Umweltbewusstsein der Bevölkerung und der Regierungen.

Interessant wird es, wenn die Fahrzeuge für den permanenten Einsatz bei on-demand Netzwerken und nicht den persönlichen Besitz entwickelt werden. Die Fahrzeuge werden dann rund um die Uhr unterwegs sein und nicht mehr als 95% ungenutzt am Straßenrand stehen, so wie es jetzt der Fall ist. Der Bedarf nach elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wird durch die wachsende Nachfrage an on-demand Dienstleistungen steigen. Durch die steigende Nachfrage werden auch die Preise für Elektrofahrzeuge nach unten gehen und die Modellvielfalt wird steigen.

Bis Elektrofahrzeuge für den permanenten Einsatz in on-demand Transportnetzwerken entwickelt sind, wird es noch einige Jahre dauern. Bis es soweit ist, werden Hybrid Fahrzeuge eingesetzt. Die neue Generation der Elektrofahrzeuge wird auf dauernden Einsatz, günstigen Betrieb, Effizienz und einfache Nutzung ausgelegt sein.

Zusammenfassung

Durch die oben genannten Entwicklungen im Mobilitätsbereich werden die Beförderungs- und Transportkosten stark reduziert. Hinzu kommen die Reduzierung der Luftverschmutzung und durch menschliches Versagen verursachte Unfälle. Durch das Wachstum der on-demand Mobilitätsangebote werden auch einige Flächen frei werden, die für neue Zwecke genutzt werden können. Wenn weniger Fahrzeuge unterwegs sind, werden weniger Parkplätze benötigt. Wenn der Privatbesitz von Autos zurückgeht, werden weniger Garagen benötigt und der Platz kann für andere Zwecke genutzt werden.

Die Zukunft im Mobilitätsbereich wird durch eine Überschneidung der drei genannten Trends bestimmt. Jeder Trend ist für sich wichtig, kombiniert ergeben die drei Trends ungeahnte Möglichkeiten.

Ein Erfolgsfaktor wird sein, das Vertrauen der beteiligten Gruppen zu gewinnen. Nutzer, Investoren, Behörden und Versicherungen müssen dann überzeugt sein, dass die neuen Services keine Risiken bergen.

Es bleibt spannend abzuwarten, wann wir in den nächsten 5 bis 10 Jahren ein selbstfahrendes Elektroauto sehen, das auf on-demand Transportplattformen zugeschnitten ist.

Bild: The Art of Mobility von Matthias Rapp (bestimmte Rechte vorbehalten)

Tesla startet Empfehlungsprogramm

Das amerikanische Unternehmen Tesla, das Elektrofahrzeuge verkauft, startet ein Empfehlungs-Programm, das auch hier in Deutschland genutzt werden kann. Wer bereits schon Tesla-Kunde ist, erhält einen Link, den er an Bekannte und Freunde weiterleiten kann.

1000 € für jeden Geworbenen

Für jede Person, die über den persönlichen Link einen Tesla Model S bestellt, erhält der Geworbene einen Rabatt von 1000 € auf der Verkaufspreis. Derjenige, der den Link versandt hat, erhält 1000 € Guthaben auf sein Tesla Konto. Das Guthaben kann für Serviceleistungen und Zubehör eingesetzt werden. Pro Kunde gibt es für maximal 10 Empfehlungen eine Gutschrift. Zusätzlich winkt eine Einladung zur Eröffnungsparty der Gigafactory.  Die Gigafactory ist die sich derzeit im Bau befindende Batteriefabrik, die Tesla in Nevada hochzieht. Hierfür müssen mindestens 5 erfolgreiche Empfehlungen getätigt werden.

Model X geschenkt

Wer tatsächlich auf 10 Empfehlungen kommt, kann sich ein exklusives Model X der „Founder Series“ zum Preis eines normalen Model X bestellen. Das Model X ist das zweite massentaugliche Modell, das Tesla auf den Markt bringt. Beim Model X handelt es sich um einen SUV mit Flügeltüren, der vor allem die weibliche Kundschaft ansprechen soll. Die erste Person, die auf 10 erfolgreiche Empfehlungen kommt, erhält das exklusive Model X geschenkt.

Wenig Geld für klassische Werbung

Tesla gibt wenig Geld für klassische Werbung aus und vertraut auf die Wirkung des aktuellen Hypes, der sich rund um die Elektrofahrzeuge des kalifornischen Herstellers aufgebaut hat. Mit einem Empfehlungs-Programm haben schon einige Startup-Unternehmen einen großen Kundenstamm aufgebaut. Als Paradebeispiel ist auch der Fahrdienst-Anbieter Uber zu nennen, der dank eines Empfehlungsprogramms populär geworden ist.

Tesla verkauft doppelt so viele Elektroautos wie BMW

Tesla verkauft ca. 12.000 Fahrzeuge pro Quartal. Der Einstiegs-Preis liegt bei knapp über 70.000 €. Der deutsche Autobauer BMW verkauft pro Quartal nur etwa die Hälfte an Elektrofahrzeugen. Laut Handelsblatt hat BMW im ersten Halbjahr diesen Jahres 12.500 Elektrofahrzeuge vom Typ i3 verkauft. An der Elektroplattform von BMW soll Apple Interesse haben. Die BMW i3 Plattform könnte die Basis für das von Apple geplante selbstfahrende Fahrzeug sein.

Bild: getmobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten: )

CleverShuttle will demnächst mit Mitfahr-Konzept starten

In den nächsten Monaten will laut Webseite das Startup CleverShuttle.de an den Start gehen. CleverShuttle will einen Fahrservice für günstige Fahrten von A nach B anbieten, in dem sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen. Unterstütz wird das Ridesharing Startup anscheinend von der Deutschen Bahn.

Fahrgäste teilen sich das Fahrzeug

Das Konzept ist ähnlich wie bei UberPool, Lyft Line und Sidecar Shared Rides. Mehrere Fahrgäste, die mehr oder weniger auf der gleichen Strecke unterwegs sein wollen, werden gebündelt und teilen sich ein Auto. Die Bündelung der Fahrgäste soll dabei ein cleverer Optimierungsalgorithmus übernehmen. Die Fahrgäste werden nacheinander eingesammelt und entsprechend ihrem Zielort wieder abgeliefert. Die Fahrgäste nehmen dadurch einen kleinen Umweg in Kauf, sparen im Gegenzug aber bei den Fahrtkosten.

Fahren zum Festpreis

Laut CleverShuttle AGBs fahren die Fahrgäste zu einem Festpreis und der Fahrpreis orientiert sich an den Betriebskosten des Fahrzeugs. Die Kunden fahren also fast umsonst von A nach B. Der Fahrpreis gilt unabhängig davon, ob eine Fahrgemeinschaft zustande kommt, oder nicht. Bezahlt werden kann anscheinend direkt beim Fahrer oder über die hinterlegte Kreditkarte. Da sich der Fahrpreis an den Betriebskosten orientiert, handelt es sich bei dem Angebot um keine gewerbliche Personenbeförderung. Die Fahren benötigen also keinen Personenbeförderungsschein und die Fahrzeuge müssen nicht konzessioniert sein.

Nach einer Testphase soll sich das ändern und es sollen professionelle Fahrer mit P-Schein und konzessioniertem Fahrzeug zum Einsatz kommen. Unter den Voraussetzungen werden sich auch die Preise erhöhen. Die Preise müssen aber dauerhaft weit unter Taxi-Niveau bleiben, damit der Service attraktiv ist.

Genügend Fahrgäste für Bündelung?

Uber, Lyft und Sidecar haben den Pooling-Service erst nach ein paar Jahren nach Marktstart eingeführt. Grund dafür ist, dass viele registrierte und aktive Kunden nötig sind, um sinnvolle Bündelungen der Fahrgäste ohne lange Wartezeiten und Umwege realisieren zu können. Es wird auch eine hohe Zahl an Fahrern benötigt, um genügend Liquidität in der Stadt zu haben. Auch werden die amerikanischen Ridesharing-Unternehmen nicht von Anfang an in der Lage gewesen sein, die komplexen technischen Herausforderungen zu meistern, die bei einem Pooling-Service auftreten. Einen Artikel über die technischen und konzeptionellen Herausforderungen von einem Fahrservice wie CleverShuttle kann hier gelesen werden. Ein Fahrservice, bei dem  sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, wird als BHAG bezeichnet – also „big hairy audacious goal“ oder auf Deutsch großes, schwieriges, ehrgeiziges Ziel.

100% Elektrofahrzeuge – ist das machbar?

Eingesetzt werden sollen elektrische Fahrzeuge, um einen umweltfreundlichen Service anbieten zu können. Welche Fahrzeuge zum Einsatz kommen, wird noch nicht verraten. Auf dem Markt sind zur Zeit auch noch keine preisgünstigen Elektrofahrzeuge mit hoher Reichweite verfügbar. Teslas werden auf Grund der hohen Anschaffungskosten nicht in Frage kommen. Günstige Elektrofahrzeuge wie ein Citroen C-Zero werden nicht in Frage kommen, da die Reichweite mit ca. 100 km pro Batterieladung viel zu gering ist, um wirtschaftlich sinnvoll arbeiten zu können.

Es ist anzunehmen, dass CleverShuttle die Fahrzeuge besitzen wird. Diese  auf der einen Seite dauerhaft auszulasten und auf der anderen Seite Nachfrage-Peaks abzudecken, wird eine Herausforderung sein.

Fazit: Bei CleverShuttle handelt es sich um ein äußerst interessantes Projekt. Einige Details scheinen noch nicht ganz durchdacht zu sein. Das Unternehmen steht vor großen Herausforderungen, die marktführende Unternehmen wie Lyft und Uber noch nicht gemeistert haben.

Ob deutsche Städte ideal für einen Start des Services sind, wird sich herausstellen. Eventuell würde es mehr Sinn ergeben, Städte wie Paris, London, New York etc. zu nehmen, da dort der Bedarf höher ist und schneller Nutzer gewonnen werden können. Bleibt abzuwarten, wie sich CleverShuttle etabliert und wie lange das Konzept Bestand hat. Eventuell kann die Beziehung zur Deutschen Bahn von Vorteil sein, wenn es darum geht, in kurzer Zeit Reichweite zu erzeugen.

Bild: Carpooling West Montreal von Kyle Taylor (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Drivy deutschlandweit, Tesla mit Batteriespeicher für zuhause

Kurznachrichten: Der amerikanische Autobauer Tesla will nicht nur Elektroautos produzieren, sondern wird dieses Jahr auch einen Tesla Batteriespeicher für zuhause anbieten. Das französische Startup Drivy bietet seinen Carsharing Service jetzt deutschlandweit an.

Drivy Carsharing deutschlandweit

Das französische Startup Drivy bietet seinen Carsharing Service, bei dem Autos von Privatpersonen vermietet werden deutschlandweit an. Wie berichtet, ist Drivy im November 2014 in Berlin gestartet, darauf folgte der Start in Hamburg, München und Köln. Auf der Plattform sind laut Drivy schon mehr als 1.000 Fahrzeuge zu finden. Drivy arbeitet mit der Allianz Versicherung zusammen, um den Vermietzeitraum abzusichern.  Mit der bisherigen Entwicklung in Deutschland zeigt sich das französische Unternehmen zufrieden. Deutsche Konkurrenten sind die Unternehmen Tamyca und Autonetzter. Autonetzer verfügt nach der Fusion mit Nachbarschaftsauto etwa über 10.000 Fahrzeuge.

Tesla Batteriespeicher für zuhause

Lange wurde darüber spekuliert, welches Produkt Tesla zusätzlich auf den Markt bring. Letzten Donnerstag hat Elon Musk den Tesla Batteriespeicher für zuhause vorgestellt. Für ca. 3.500 € können sich Hausbesitzer eine 10 kWh Batterie zulegen. Hat der Hausbesitzer eine Solaranlage auf dem Dach, kann er die überschüssige Energie zwischen speichern und bei Bedarf nutzen. Die gespeicherte Energie kann auch wieder ins Netz eingespeist werden und der Hausbesitzers kann sich dafür bezahlen lassen. Das Netz an Batterien kann auch dazu genutzt werden, eine Stromreserve aufzubauen. Diese Reserve kann genutzt werden, wenn der Strom von großen Kraftwerken nicht mehr ausreicht. Der Markt für Batteriespeicher wächst schnell. Im Jahr 2012 lag der Umsatz bei 200 Mio. US$ im Jahr 2017 sollen es 2 Milliarden US$ jährlich sein. Die Powerwalls genannten Energiepacks können auch gekoppelt werden, um die Speicherkapazität zu erhöhen. Partner für das Tesla Energy Projekt wird anscheinend das deutsche Unternehmen Lichtblick. Produziert werden die Batterien zukünftig in der GigaFactory. (via Süddeutsche)

Bild: Elon Musk describing the Tesla Gigafactory von Steve Jurvetson (bestimmte Rechte vorbehalten)

Gogoro startet Elektroroller-Pilottest mit in Taiwan

Das sharing System für elektrische Roller, über das wir schon vor paar Monaten berichtet hatten, startet im Sommer in eine Pilotphase in Taipeh.

Das Gogoro-System basiert auf einem intelligenten Netzwerk an Batterie-Ladestationen. Die leeren Akkus können an den Stationen einfach gegen einen vollen Akku getauscht werden. Somit geht keine Zeit verloren, die man warten müsste, um den Akku wieder aufzuladen.  Zuerst werden damit Elektroroller betrieben, andere Use-Cases für die Batterien sind in Zukunft auch möglich.

Wie Re/Code berichtet, hat das Unternehmen einen „Experience Center“ in Taipeh eröffnet. In den nächsten Wochen sollen etwa 100 Personen für das Beta-Programm eingeladen werden.

Gogoro hat in den letzten 3 Jahren um die 150 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt, ohne dass ein Produkt offen kommuniziert wurde.

Meiste Nachfrage für Elektroroller aus Schwellenländern

Bisher ist unklar, was der Roller kosten soll. Die meisten Anfragen nach der Präsentation auf der CES kamen aus Indien, China, Brasilen und Thailand. In diesen Ländern sind Motorroller ein viel genutztes Verkehrsmittel. Um in diesen Ländern erfolgreich zu sein, müsste der Elektroroller zu einem günstigen Preis angeboten werden. Ansonsten würde die Attraktivität im Vergleich zu einem Motorroller gering sein.

Kooperation mit Behörden

In Taipeh arbeitet das Unternehmen mit den Behörden zusammen, um eine Infrastruktur an GoStations aufzubauen. Ein dichtes Netzwerk an Ladestationen wird neben dem attraktiven Preis entscheidend für einen Erfolg sein.

Weitere Informationen können auf dem Gogoro Blog gelesen werden.

Bild: Gogoro.com (alle Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Lyft will min 250 Mio. US$ einsammeln, Apple arbeitet an eigenem Fahrzeug

Kurznachrichten: Das amerikanische Ridesharing Startup Lyft steht wohl kurz davor zwischen 250 und 500 Mio. US$ an Finanzierung aufzunehmen und Apple arbeitet an Produkten für Autos oder sogar an einem eigenen Fahrzeug.

Lyft will min. 250 Mio. US$ Finanzierung einsammeln

Der amerikanische Uber Konkurrent Lyft ist im Gespräch mit Investoren, um eine weitere Finanzierungsrunde im dreistelligen Millionenbereich aufzunehmen. Laut Insidern soll eine Summe von 250 Mio. US$ in das zwei Jahre alte Unternehmen fließen, bei einer Bewertung von 2 Milliarden US$. Je nach Interesse der Investoren könnte die Summe auf 500 Mio. US$ steigen.

Im letzten Jahr ist Lyft anscheinend recht schnell in den USA gewachsen, der Umsatz soll sich laut Lyft Präsident John Zimmer verfünffacht haben. Lyft dürfte auch von den negativen Schlagzeilen rund um Uber profitiert haben.

Schon beim Abschluss der letzten Finanzierungsrunde im April 2014 wurde darüber spekuliert, dass Lyft bald internationalisiert. Bisher ist das nicht geschehen und es bleibt abzuwarten, ob sich der Mitfahr-Service nun traut, Städte in Europa, Asien, Südamerika oder Afrika zu erschließen oder ob der Fokus weiter auf der Expansion in den USA liegt.

Es ist anzunehmen, dass die neue Finanzierung für Marketing und Fahrer-Kompensierung ausgegeben wird. Einerseits sollen neue Nutzer über Social-Media Kanäle, wie Twitter und Facebook gewonnen werden. Auf der anderen Seite müssen die Fahrer intensiviert werden, da die Fahrpreise auf Nutzerseite extra niedrig gehalten werden und ein Preiskampf mit Uber geführt wird. Auch die Ausgaben für rechtliche Auseinandersetzungen und Lobbying dürften nicht unerheblich sein. (via New York Times)

Apple arbeitet an eigenem Auto und/oder an Produkten für Fahrzeuge

Laut Financial Times stellt Apple ein Team an Experten mit Automotive Hintergrund ein, um in einem geheimen Forschungslabor an Produkten für die Automobilindustrie und/oder um an einem Apple Fahrzeug zu arbeiten. Angeführt wird das Team von erfahrenen Managern, die auch schon am iPhone gearbeitet haben. In den letzten Monaten wurden gezielt Gespräche mit Managern und Experten mit Automotive-Hintergrund geführt, unter anderem, um diese abzuwerben. So wurde zum Beispiel der Chef der Forschungs- und Entwicklungsabteilunge von Mercedes Benz im Silicon Valley, Johann Jungwirth abgeworben.

Das Team soll an einem Projekt mit dem Decknamen Titan arbeiten. Ziel ist die Entwicklung eines elektrischen und selbstfahrenden Minivans. Für die Fertigung müsste Apple mit Partnern zusammenarbeiten, da Apple über keine eigene Fertigung verfügt und da es zu lange dauern dürfte, die nötige Erfahrung aufzubauen. Als Partner könnten Partner wie Magna Steyr aus Österreich zur Verfügung stehen.

Neben einem Apple Fahrzeug könnte das Expertenteam an einer komplexen Software-Plattform arbeiten, die auf Apple CarPlay aufbaut. Die Software-Plattform könnten Automobilhersteller einsetzen, um die Apple Technologie tiefer in die Fahrzeuge integrieren zu können.

Auf der Goldman Sachs Technologie Konferenz letzte Woche hat Apple CEO Tim Cook deutlich dargestellt, dass Apple weiter in die Automotivindustrie vordringen will. (via Financial Times)

Bild: San Francisco – Clarion Alley von Kārlis Dambrāns (bestimmte Rechte vorbehalten)

BMW und VW mit Schnelllade-Stationen, Lyft mit neuem Schnurrbart, Carsharing bald kostenlos?

In den letzten Tagen gab es wieder einige Kurznachrichten aus dem Mobilitätsbereich. BMW und VW starten ein gemeinsames Netz an Schnelllade-Stationen für Elektrofahrzeuge in den USA, Lyft ändert den Schnurrbart. Uber sammelt weiter Geld ein und Carsharing könnte bald kostenlos sein.

BMW und Volkswagen starten gemeinsam Ladestation-Netzwerk

Gemeinsam investieren die beiden deutschen Automobilhersteller BMW und Volkswagen in ein Netz von Schnellladestationen in den USA. Mindestens 100 Schnellladestationen sollen an Ost- und Westküste aufgestellt werden. Umgesetzt wird das Netz an Schnellladestationen mit dem amerikanischen Unternehmen ChargePoint, das schon 20.000 Stationen Betreibt. Einerseits wollen BMW und Volkswagen mit dem Schritt Tesla Paroli bieten. Tesla betreibt in den USA schon mehr als 150 Schnellladestationen, so genannte Supercharger-Stationen. Auf der anderen Seite sollen Erfahrungen beim Aufbau einer eigenen Ladeinfrastruktur geschaffen werden. (via Manager Magazin)

Uber nimmt weiter Geld auf

Das amerikanische Transport Unternehmen Uber nimmt weiter Geld auf. Diesmal handelt es sich um 1.6 Milliarden US$, die in Form von einer Wandelanleihe über die Investmentbank Goldman Sachs aufgenommen wurden. Insgesamt sind somit mehr als 4 Milliarden US$ als Finanzierung in das Taxi-Unternehmen geflossen. Goldman Sachs hat sich bereits in einer der ersten Finanzierungsrunden an Uber beteiligt. Erst Ende des letzten Jahres hat Uber bekannt gegeben, dass 1.2 Milliarden US$ an Finanzierung aufgenommen wurden, die Runde könnte sich noch um 600 Mio. US$ erhöhen. (via Wall Street Journal)

Lyft mit neuer Form des Schnurrbarts

Die Fahrzeuge, die beim Taxi-Startup Lyft unterwegs sind, ließen sich bisher leicht durch einen riesigen pinkfarbenen Plüsch-Schnurrbart identifizieren, der am Fahrzeuggrill befestigt ist. Nun wird der Plüsch-Schnurbart durch eine kleinere Version ausgetauscht. Das neue Erkennungszeichen heißt „Glowstache“, ist etwa so groß wie eine Banane und wird hinter der Windschutzscheibe auf dem Armaturenbrett angebracht. Wie der Name schon sagt, leuchtet der Glowstache, damit die Fahrzeuge trotzdem leicht zu erkennen sind. Durch das Verschwinden des Plüsch-Schnurrbarts soll das Image des Services seriöser werden und somit auch besser bei Geschäftskunden ankommen. Der bisherige Schnurbart war zu polarisierend, entweder wurde er geliebt oder gehasst. (via GeekWire)

Zukünftig kostenlos Carsharing nutzen?

Markus Deutsch von der Beratungsgesellschaft KPMG ist der Meinung, dass Carsharing zukünftig gratis genutzt werden kann, wenn auf Basis der Kunden- und Bewegungsdaten individuelle Werbung über die Displays in den Fahrzeugen ausgespielt wird. Den Wert des Datensatzes eines Carsharing-Nutzers schätzt KPMG auf 780 € pro Jahr. DriveNow hat bereits einige Experimente gestartet, so werden schon Pakete mit Freiminuten und Skitickets oder Eintrittskarten für Thermen über das Board-Menü verkauft. Der Nutzer muss aber proaktive danach suchen. Bei car2go ist es im Moment noch nicht technisch möglich, Werbung über den on-board Monitor auszuspielen. Car2go hat versucht, die Heckscheiben der Carsharing-Smarts als Werbefläche zu verkaufen. Könnte auch sein, dass die Carsharing-Anbieter die zusätzlichen Einnahmen nutzen, um die Kosten zu decken, ohne die Kundenpreise zu reduzieren. (via Zeit)

Moovit sammelt 50 Mio. US$ ein

Die App für intelligent und multimodale Mobilität Moovit sammelt 50 Mio. US$ ein. Die App verknüpft die Daten unterschiedlicher Verkehrsmittel, wie öffentlicher Nachverkehr, Taxi, etc., um den besten Weg von A nach B zu finden. Ähnlich wie bei der Navigationsapp Waze möchte Moovit die Live-Daten von den Nutzern einbinden, um die Daten zu Verbessern und um z.B. Verspätungen, Überfüllungen und andere Veränderungen anzeigen zu können. Moovit hat bisher etwa 80 Mio. US$ eingesammelt und verfügt über 15 Mio. Nutzer in 500 Städten.Jeden Monat werden 2.5 Milliarden Datenpunkte gesammelt, die ausgewertet werden können. Das Unternehmen gibt auch anonymisierten Daten an die lokalen Behörden weiter, damit besser Entscheidungen in der Verkehrsplanung getroffen werden können. Pro Stadt sind etwa 100.000 bis 200.000 Nutzer nötig, um eine gute Datenbasis für eine Stadt zu erhalten. Die Finanzierung kommt von Nokia Growth Partners, BMW i Ventures, Keolis, Bernard Arnault Group und Vaizra Investments, die bestehenden Investoren haben sich auch an der neuen Runde beteiligt. (via SFGATE)

Kurznachrichten: GM mit Elektroauto, Studie zu Carsharing

Kurznachrichten: GM hat auf der NAIAS ein Elektroauto präsentiert, das einem BMW i3 ähnlich sieht. Carsharing wird sich in Deutschland laut einer Studie von TÜV Rheinland nicht durchsetzten. Uber teilt Nutzungsdaten mit Boston.

Elektroauto GM Bolt für 30.000 Dollar

Der amerikanische Automobilkonzern GM hat auf der NAIAS ein Elektrofahrzeug vorgestellt, das für Preise ab 30.000 US Dollar in den Handel kommen soll. Der Bolt soll ab 2017 verkauft werden und mit dem Model 3 von Tesla konkurrieren. Die Reichweite mit einer  Akku-Ladung soll bei 200 Meilen (etwa 320 Kilometern) liegen, das ist doppelt so viel, wie die Reichweite des BMW i3. Das Fahrzeug hat äußerliche Ähnlichkeiten mit einem BMW i3. Ob der Bolt auch als Opel erscheinen wird, ist unklar. (via Manager Magazin)

Carsharing wird sich nicht durchsetzten

Eine Studie des TÜV Rheinland und der Beratungsgesellschaft BBE Automotive kommt zu dem Schluss, dass sich Carsharing in Deutschland nicht durchsetzten wird und der eigene Wagen weiterhin häufig angeschafft wird. Carsharing wird aber ein fester Bestandteil zeitgemäßer Mobilität. Derzeit nutzen etwa eine Millionen Kunden in Deutschland ein Carsharing Angebot, bis 2020 soll sich die Zahl verdoppeln. Durch Begünstigungen und Vernetzungen der unterschiedlichen Anbieter könnten die Nutzerzahlen sogar auf 3 Millionen Kunden steigen. Das Wachstum kommt hauptsächlich durch Neukunden von Free-Floating Anbietern, der Zuwachs an Kunden bei stationsbasierten Anbietern ist hingegen geringer. Privates Carsharing bleibt weiterhin eher eine Randerscheinung. (via TÜV Rheinland)

 Uber teilt Nutzerdaten mit Stadtverwaltung

Für eine bessere innerstädtische Verkehrsplanung teilt das amerikanische Transport- und Mobilitäts-Startup Uber anonymisierte Nutzerdaten mit der Stadtverwaltung in Boston. Der Report wird quartalsweise erstellt und enthält Daten wie Fahrzeit, Start- und Enddatum, gefahrene Strecke und die ZIP-Codes von Start- und Endort. Genaue Ortsangaben und Personendaten werden nicht geteilt. Uber erhofft sich dadurch, dass die Gesetzgebung angepasst wird und mehr Fürsprecher gewonnen werden. Es ist wahrscheinlich, dass Uber die Daten mit weiteren Stadtverwaltungen teilen wird, um Fürsprecher in den rechtlichen Auseinandersetzungen zu gewinnen. In New York City werden schon Gespräche über einen Datenaustausch geführt und Uber ist für eine Diskussion über ähnliche Vereinbarung mit weiteren amerikanischen Städten bereit. In Deutschland wird Uber noch nicht genügend Daten gesammelt haben, damit es für die Stadtverwaltungen interessant wäre. Stadtverwaltungen könnten basierend auf den Daten unter anderem entscheiden, wo neue Strassen gebaut werden sollen, wo mehr oder weniger Parkraum benötigt wird, wo neue Transportmöglichkeiten für Pendler geschaffen werden sollten, oder welche Baustellen priorisiert werden sollten. Bisher ist Uber eher negativ aufgefallen, wenn es um die Auswertung der Nutzerdaten ging. Ende letzten Jahres gab es einen Shitstorm gegen Uber, da Journalisten ohne Einwilligung verfolgt wurden, in den letzten Tagen hat die Auswertung von Uber zum One-Night-Stand-Verhalten der Nutzer für Aufregung in Deutschland gesorgt (via Wall Street Journal)

Bild: rushing home von Blende57, (bestimmte Rechte vorbehalten)

Gogoro System vorgestellt – Batteriesystem und Elektroroller

Über das Projekt Gogoro war bisher wenig bekannt, obwohl das Startup bisher 150  Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt hatte. Nun wird bekannt, das hinter dem Namen ein cleveres Batterie-System steckt, dass zu erst Anwendung in einem Elektroroller findet. Mit einem ähnlichen Konzept ist das Münchner Unternehmen unu unterwegs. Bei unu scheint der Fokus aber auf dem Roller zu liegen, bei Gogoro auf dem Batteriesystem.

Gogoro hat im Jahr 2011 bereits 50 Mio. US$ eingesammelt, im letzten Jahr sind noch mal 100 Mio. US$ hinzugekommen und trotzdem war wenig darüber bekannt, an welchem Produkt das Startup arbeitet. Auf der CES wurden jetzt die ersten Produkte eines langfristig ausgerichteten Plans vorgestellt. Das Unternehmen bietet einen elektrischen Roller mit dem Namen „Smartscooter“ und ein passende Swapping-Infrastruktur für den Austausch der Akkus an.

Es scheint so, als wäre der Roller zwar der erste Anwendungsfall für das Batteriesystem, aber erst der Anfang von Geräten und Fahrzeugen, die mittels dem Batteriesystem betrieben werden sollen. Mit dem Smartscooter soll der Markteintritt geschaffen werden und der Grundlage für das Akku-Tausch System aufgebaut werden.

Die Akkus

Die Akkus sind das Kernstück des Konzepts. Am Anfang werden die Akkus dazu genutzt, um Power für die Smartscooter zu lieferen. Es können anscheinend mehrere Akkus miteinander gekoppelt werden, um auch genügend Energie für größere Fahrzeuge liefern zu können. Die Akku-Pakete bestehen aus dem gleichen Zellen, die auch im Tesla Model S verwendet werden (von Panasonic). Ein Akku-Paket wiegt etwa 10 Kg und hat die Größe eines Schuhkartons. Mit dem „hohen“ Gewicht von 10 Kilogramm sind mobile Anwendungen, wie z.B. der Betrieb eines elektrischen Laubsaugers unhandlich.

GoStation Wechselstationen für Akkus

Um die Batterien zu laden, bzw. auszutauschen, sollen sogenannte GoStations aufgestellt werden, an denen die Akkus getauscht werden können. Die nächste GoStation wird über eine Smtartphone App gefunden. Eine GoStation kann bis zu 8 Akku-Pakete gleichzeitig aufbewahren und laden, es können auch mehrere Stationen verbunden werden, um für eine höhere Verfügbarkeit zu sorgen.

Das leere Akku-Paket muss in einem der freien Slots gesteckt werden und kurze Zeit später kann ein voll geladener Akku aus einem andere Slot entnommen werden. Es soll mit der App auch möglich sein, einen vollen Akku zu reservieren. Das ist vor allem interessant, um sicherzustellen, dass nicht ein anderer Nutzer die volle Batterie wegschnappt, während man sich auf dem Weg zur Wechselstation befindet.

Die Akkus werden nicht gekauft, die Nutzer von Gogoro zahlen eine Gebühr, um Zugang zum Akku-Tauschsystem zu erhalten. Für den Erfolg von Gogoro wird die Verfügbarkeit der Stationen entscheidend sein. Wenn gewährleistet wird, dass ein dichtes Netz an Stationen verfügbar ist, hat das System seinen Charm, bei zu geringer Dichte wird es schwierig sein, genügend Nutzer zu finden.

Der Elektroroller „Smartscooter“

Beim Roller handelt es sich um eine Eigenentwicklung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt etwa 95 kmh und von 0 auf 50 sprintet der Roller in etwa 4.2 Sekunden. Der Roller kann 2 Akku-Pakete aufnehmen. Wenn beide voll sind, liegt die Reichweite bei etwa 160 Kilometern.

Der Name Smartscooter basiert vor allem auf den verbauten Sensoren. Die 30 verbauten Sensoren zeichnen viele Betriebsdaten auf, um frühzeitig Fehlfunktionen und Probleme feststellen zu können. Wenn ein Teil defekt ist, oder der Roller zur Inspektion muss, wird das dem Nutzer über die Smartphone App mitgeteilt und die Informationen erscheinen auch auf dem Display der Swapping-Station beim nächsten Batteriewechsel.

Mittels Sensoren sollen auch Daten über das Fahrverhalten ermittelt und ausgewertet werden. Einerseits passt sich der Roller so automatisch an die Fahrweise des Nutzers an, auf der anderen Seite werden dem Fahrer Tips gegeben, wie er sein Fahrverhalten ändern kann, um die Reichweite zu erhöhen.

Fragen für die Zukunft

Das Unternehmen wird noch viel experimentieren und testen, um in der Lage zu sein, einige wichtige Fragen beantworten zu könne. Die Fragen wären zum Beispiel: Sind viele potentielle Kunden bereit, einen Roller zu kaufen, den sie nicht zuhause laden können? Für welche Usecases ist das Akku-Paket noch interessant? Wie schnell wird die Dichte des Netzwerks hoch genug sein, um möglichst viele Nutzer zu überzeugen. Welche Städte sind am besten für einen Start geeignet?

Das Münchner Unternehmen unu bietet ebenfalls einen Elektroroller mit austauschbaren Akkus an. Die Akkus werden im Unterschied aber gekauft und zuhause an der Steckdose geladen. Wäre interessant zu sehen, ob unu ebenfalls an einer Ausweitung der Usecases für die Akku-Pakete arbeitet, oder ob der Fokus ausschließlich auf dem Roller liegt.

Über Gogoro

Gogoro nutzt die Möglichkeiten der modernen mobilen Konnektivität und Datenanalyse um Energieverteilung und -management in den Städten weltweit zu verändern. Das Unternehmen arbeitet an einer bessern Zukunft, in dem ein intelligenteres und flexibleres Energienetz für Konsumenten entwickelt wird. Einer der Mitgründer von Gogoro, Horace Luke war vor der Gründung Chief Innovation Officer bei dem Smartphone-Hersteller HTC. Ein Großteil der Finanzierung stammt aus den Kreisen von HTC.

Bild: Gogoro.com – Alle Rechte vorbehalten

Kurznachrichten: Tesla überarbeitet Roadster, Google mit selbstfahrendem Auto

Kurznachrichten, was in den letzten Tagen unter anderem im Mobilitätsbereich geschehen ist. Tesla überarbeitet den Roadster, Google stellt Version des selbstfahrenden Autos vor. Die Konzerne LG und Daimler kooperieren, um Technologie für selbstfahrende Autos voran zu bringen.

Tesla überarbeitet Roadster

Wie der amerikanische Hersteller von Elektroautos auf seinem Blog angekündigt hat, wird der Roadster mit einem neuen Batterie-Paket ausgestattet, ausserdem wurde die Aerodynamik und der Rollwiderstand optimiert. Mit dem neuen Batterie-Paket soll eine Reichweite von 400 Meilen möglich sein, das entspricht etwa 650 km. Der Roadster war das erste Fahrzeug, das Tesla auf den Markt gebracht hat, seit dem wird für die Fahrzeuge Upgrade Pakete entwickelt und angeboten. Mit dem neuen Paket erreicht der Roadster eine um 40-50% höhere Reichweite, als das erste Roadster Modell. Für den Tesla Model S wird es in absehbarer Zeit kein überarbeitetes Batteriepaket geben (via Tesla Blog)

Selbstfahrendes Auto von Google

Vor ein paar Monate hat Google bereits ein paar Informationen über das selbstfahrende Auto veröffentlicht, kurz vor Weihnachten wurden Bilder einer seriennahen Version des Fahrzeugs veröffentlicht. Der Prototyp soll vollfunktionsfähig sein und die Entwicklung weit fortgeschritten. Das finale Modell sieht fast so aus, wie das Mockup, das im Mai vorgestellt wurde. Das jetzige Modell verfügt über Scheinwerfer, auch wenn es diese nicht benötigen würde, um in der Nacht fahren zu können. Die größte Veränderung im Erscheinungsbild ist, dass die Technik auf dem Dach zusammengeschrumpft ist und unter einer Kuppel verschwindet. Für die weitere Umsetzung wird jetzt ein Industriepartner gesucht, der das Fahrzeug produzieren kann.

LG und Mercedes-Benz entwicklen Kamerasystem für selbstfahrendes Auto

Der koreanische Konzern hat angekündigt, dass zusammen mit Mercedes-Benz an einem Kamera-System der nächsten Generation gearbeitet wird, mit dem es Computern und Algorithmen möglich sein wird, das Fahrgeschehen ganz oder teilweise zu steuern. Ein Kamera-System, mit mehreren Kameras ist für selbstfahrende Fahrzeuge notwendig, um zu sehen welche Gegenstände sich vor einem Fahrzeug befinden und wie weit diese weg sind.  Das gemeinsame System wird auf dem bereits existierenden ADAS (Advanced Drive Assistance System) aufbauen, das schon Straßenschilder und Spurwechsel erkennen und den Gesundheitsstatus des Fahrers überprüfen kann. LG erhält auch eine Lizenz für die 6D Vision Technologie von Mercedes. (Via LG Newsroom)

Bild: Selbstfahrendes Auto von Google, via Google +