Category Archives: Elektromobilität

Volkswagen und KUKA starten Kooperation: Robotergestützte Innovationen für Fahrzeuge der Zukunft als Ziel

Die Forschungsabteilung von Volkswagen und der Automatisierungsspezialist KUKA schließen einen Kooperationsvertrag, um roboterbasierte Innovationskonzepte für die Fahrzeuge der Zukunft gemeinsam zu entwickeln. Eine entsprechende Vereinbarung wurde unterzeichnet.

KUKA Roboter für den Ladevorgang

Autonom fahrende Automobile und Service-Roboter sind zwei Teilaspekte der Mobilität der Zukunft, die im Rahmen der strategischen Partnerschaft betrachtet werden. Unter anderem sollen Roboter entwickelt werden, die den Ladevorgang bei autonomen Fahrzeugen einleiten, durchführen und beenden können. Die Elektrofahrzeuge der Zukunft müssen automatisch geladen werden können.

Weiterführung einer bestehenden Kooperation

Die neue Kooperation knüpft an ein bereits bestehendes gemeinsames Forschungsprojekt  an, das sich mit Mensch-Roboter-Kollaboration befasst. Das Projekt e-smart Connect beinhaltet eine praxisnahe und benutzerfreundliche Lösung für das Aufladen der Hochvoltbatterien von Elektrofahrzeugen des Volkswagen Konzerns. Dabei verbindet ein KUKA Roboter in einer speziell entwickelten Anwendung das Fahrzeug eigenständig mit einer Ladestation. So muss der Fahrer das elektrisch angetriebene Auto lediglich auf einem gekennzeichneten Parkplatz abstellen, das Montieren des Ladekabels erledigt der Roboter für ihn.

Autonome Autos brauchen autonomes Laden

In Zukunft soll der Ladevorgang ohne das Zutun von Fahrern oder Fahrgästen passieren. Die vollautomatisierten Fahrzeuge steuern bei Bedarf automatisch die Ladestationen an und der Roboter verbindet das Fahrzeug mit den Ladestationen. Eine Alternative Möglichkeit wäre das induktive und damit kabellose Laden der Fahrzeuge. Bisher ist noch unklar, welche Lösung sich durchsetzen wird.

Weitere Serviceroboter für Wartung und Betrieb in Planung

In der neuen strategischen Partnerschaft sollen neben den technologischen Grundlagen auch weitere Konzepte für innovative Anwendungen entwickelt werden. Wahrscheinlich sollen also noch weitere Service Roboter entstehen, die den Betrieb und Umgang mit autonomen Fahrzeugen vereinfachen. Die Roboter werden den Menschen in Zukunft bei vielen alltäglichen Aufgabe unterstützen. Unter anderem können Roboter bei Beladung der Fahrzeuge helfen und Wartungsaufgaben übernehmen.

Bild: Volkswagen AG (Alle Rechte vorbehalten)

Shuttle Dienst: Daimler steigt bei CleverShuttle ein

Die Daimler Tochter EvoBus steigt bei dem Startup CleverShuttle ein. EvoBus kommt als strategischer Investor an Bord, zusammen sollen innovative Lösungen für on-demand Dienste entwickelt werden. Daimler ist der zweite Konzern, der bei dem Unternehmen einsteigt. Mit der Deutschen Bahn ist schon ein mächtiger Partner bei CleverShuttle eingestiegen.

Wie hoch das Investment ist, ist nicht bekannt. Die Daimler Tochter beteiligt sich im Rahmen einer Minderheitsbeteiligung und hat strategische Absichten.

Mehr als 170.000 Fahrgäste bei CleverShuttle

CleverShuttle bietet bisher in mehreren Deutschen Städten einen Shuttle Dienst mit Elektroautos an. Der On-Demand Ride-Sharing Fahrdienst ist in München, Berlin und Leipzig aktiv. In den Städten agiert das Unternehmen mit einer Sondergenehmigung der Behörden, um den Service trotz geltenden Gesetzten kommerziell betreiben kann. Durch einen intelligenten Optimierungsalgorithmus bündelt CleverShuttle Fahrgäste mit ähnlichen Routen gemeinsam in einem Fahrzeug und bringt sie effizient und preisgünstig von Tür zu Tür. Seit dem Start 2016 wurden 170.000 Fahrgäste befördert und mehr als 500.000 Kilometer zurückgelegt. Es werden Elektrofahrzeuge eingesetzt, um die Fahrgäste von A nach B zu transportieren.

Expansion und Lösung für Verkehrsverbände

In diesem Jahr sollen noch weitere vier Städte in Deutschland hinzukommen. Gleichzeitig soll mit EvoBus as B2B Geschäft ausgebaut werden. Beide Unternehmen planen gemeinsam eine IT-Lösung, die von Verkehrsverbänden und -unternehmen eingesetzt werden kann. Die geplante Software soll den Verkehrsunternehmen ermöglichen, die Routen besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abzustimmen. Als Grundlage für die geplante IT-Lösung dient die Technologie von CleverShuttle. Eine Integration in den bestehenden Linienverkehr soll ermöglicht werden.

CleverShuttle als Partner für BVG?

Mehrere Verkehrsverbände haben bereits angekündigt, dass ein on-demand Shuttle Dienst gestartet werden soll. Bei dem geplanten BVG Angebot in Berlin soll Daimler als Favorit gelten. Bisher fehlt dem Konzern aber noch die entsprechende Software für ein solches Angebot. Durch das jetzige Investment schließt sich aber das Puzzle und es macht Sinn, warum Daimler als Favorit gehandelt wird.

Im Wettbewerb zu CleverShuttle positioniert sich das Unternehmen Door2Door aus Berlin. Auch Door2Door entwickelt eine IT-Lösung mit der die Städte und Verkehrsverbände einen bedarfsorientierten Shuttle Dienst anbieten können. Als erstes wird die Lösung in der Bayerischen Stadt Freyung getestet, auch ein Einsatz in Duisburg ist geplant.

Bild: CleverShuttle (alle Rechte vorbehalten)

Testbericht Coup Scooter Sharing, der zweite

Kurz nach dem Launch im vergangenen Jahr von Coup in Berlin wurde auf unserem Blog ein Erfahrungsbericht über die Anmeldung und die Customer Story bei dem Roller Sharing Dienst veröffentlicht. Jetzt folgt ein Update, nachdem der Scooter Dienst für fast ein Jahr regelmäßig genutzt wird.

Was ist seitdem passiert

Nachdem Coup im letzten Jahr gestartet ist hat sich einiges getan, vor allem seit dm Start in die neue Saison im April 2017. Die Flotte wurde in Berlin stark erweitert und der Lauch in Paris steht vor der Tür. Gleichzeitig wurde die App für Android veröffentlicht, am Anfang gab es nur eine Version für iOS. In Berlin wurden weitere GoGoro Elektroroller im Stadtgebiet verteilt. Die Roller machen einen hochwertigen Eindruck und garantieren einen hohen Fahrspass.

Probleme mit der App

Durch das schnelle Wachstum sieht es für den Nutzer so aus, dass die technische Infrastruktur nicht schnell genug mitgekommen ist. In letzter Zeit häufen sich die Probleme mit der App. Auf der einen Seite ist das User Interface noch nicht ausgereift, bevor die aktuelle Buchung angezeigt wird, fordert die App den Nutzer grundsätzlich dazu auf, einen Roller zu reservieren. Erst nach ein paar Sekunden warten wechselt die Ansicht zu dem gebuchten Roller.

Coup Roller nicht zu finden

Über die App lassen sich Roller anmieten, die aber weit und breit nicht zubinden sind. Entweder hat die Roller jemand so gut versteckt oder das System hat zwei Buchungen mit dem gleichen Roller zugelassen und der andere war schneller.

Fahrten lassen sich nicht beenden

Recht häufig passiert es, dass sich Fahrten nicht beenden lassen oder nur mit Fehlermeldung. Die App zeigt dann nicht die aktuelle Buchung an, die beendet werden soll, sondern freie Fahrzeuge in der Umgebung, die frei sind. Die Fahrzeuge können aber nicht gebucht werden, da schon eine aktive Buchung vorhanden ist. Eine andere Alternative ist, dass die Buchung mit Fehler beendet wird und der Roller danach nicht mehr gebucht werden kann.

Lokalisierung über die App problematisch

Die Coup iOS App ist bei der Lokalisierung häufig ungenau, Abweichungen von mehreren hundert Metern passieren häufiger bei der Buchung. Auch die Abweichungen beim auf- und abschließen der Roller kosten Zeit und Nerven. Häufig dauert es länger, bis der Abgleich von Bluetooth und GPS Daten stattgefunden hat. Auf Grund der Nutzung von Bluetooth soll die Palette an nutzbaren Android-Geräten sehr dünn sein. Viele sollen das benötigte Bluetooth Protokoll nicht unterstützten.

Fazit: Der Fahrspaß mit den Rollern ist weiterhin sehr hoch nur die Summe der kleinen Probleme kosten Nerven. Bis diese behoben sind, wird Coup kein Mobilitätsalternative sein, auf die man sich verlassen kann. Ein Kundenservice soll auch existieren, unter der angegebenen Nummer war bisher aber an unterschiedlichen Tagen und zu unterschiedlichen Uhrzeiten keiner erreichbar.

Autonome Autos: Bosch will Roboter-Taxi bereits 2018 testen

Dass der Automobilzulieferer Bosch an Technologien für autonome Fahrzeuge arbeitet, ist seit längerem bekannt. Unter anderem wurde mit dem Daimler Konzern eine Entwicklungskooperation vereinbart. Bisher war wenige bekannt über den Entwicklungsstand der Systeme, jetzt teilt Bosch mit, ab wann die Fahrzeuge auf der Straße getestet werden sollen.

Test von Robo-Taxen ab 2018

Bosch hat mitgeteilt, dass ab dem kommenden Jahr die Fahrzeuge mit Systemen für autonomes Fahren auf den Straßen getestet werden. Die breite Markteinführung ist für 2022 geplant. So lange dauert es aus der Sicht von Bosch, bis die Technologien vollständig entwickelt und umfangreich getestet wurden, um alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Bei den Tests im kommenden Jahr wird immer ein Fahrer an Bord sein, der im Notfall das Steuer übernehmen kann. In welchen Rahmen die Autos getestet werden sollen und ob sie auf einer Ride-Sharing Plattform zur Verfügung stehen werden, ist nicht klar.

Entwicklungskooperation zwischen Bosch und Daimler

Im April diesen Jahres haben Daimler und Bosch eine Entwicklungskooperation vereinbart. Mehrere Hundert Mitarbeiter beider Unternehmen sollen die Entwicklung der benötigten Systeme beschleunigen. In das Projekt fließt ein hoher dreistelliger Millionenbetrag. Daimler will zwischen 2020 und 2025 autonome Taxis serienreif haben. Mit der Plattform Uber wurde bereits eine Kooperation für den Einsatz der Autos vereinbart. Daimler will eine Flotte an autonomen Autos betreiben und diese auf der Ride-Hailing Plattform Uber einsetzen. Bosch wird sicher weitere Kooperationen mit Autoherstellern schließen.

Startups und Technologiekonzerne sind weiter

Die Deutschen Automobilhersteller und -zulieferer sind spät in das Rennen um die Entwicklung von vollautomatisierten Autos eingestiegen. Die benötigten Technologien werden die Automobilindustrie in den kommenden Jahren gravierend ändern. Startups wie NuTonomy und Uber, oder Technologiekonzerne wie Waymo und Baidu haben einen jahrelangen Vorsprung. Waymo testet seit mehren Jahren Prototypen und hat heute mehrere Hundert Chrysler Minivans mit Systemen für vollautomatisiertes Fahren im Einsatz. Die Ridesharing Plattform Uber testet seit dem vergangenen Jahr umgerüstete Volvos und Ford Fahrzeuge. Einige amerikanische Automobilhersteller gehen einen anderen Weg, in dem sie führende Startups in dem Bereich übernommen haben. Vorne mit dabei ist General Motors mit der Übernahme von Cruise.

Bild: Robert Bosch GmbH (alle Rechte vorbehalten)

Porsche setzt auf Elektromobilität

Der deutsche Autobauer Porsche will in den kommenden Jahren stark auf Elektromobilität setzen. Innerhalb der kommenden zwei Jahre soll das erster Elektromodell des Unternehmens auf den Markt kommen. Schon vier Jahre später soll jeder zweite verkaufte Wagen einen Elektroantrieb haben.

Umbruch in den nächsten Jahren

Dass gerade Porsche so stark auf Elektromobilität setzten will, überrascht. Bisher verkauft das Unternehmen ausschließlich Sportwagen und SUVs mit Verbrennungsmotor. Der Boxermotor ist bisher ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal für den Automobilhersteller und wird viele Porschekäufer überzeugt habe. Ein Porsche mit Elektroantrieb werden viele bestehende und zukünftige Porschefahrer für ungewöhnlich halten. Auf der anderen Seite muss sich das Unternehmen darauf einstellen, dass es immer schwieriger werden wird, Autos mit Verbrennungsmotor zu verkaufen. Ein großer Umbruch steht bevor.

Erstes Elektrofahrzeug in zwei Jahren

Den Anfang macht im Jahr 2019 er Sportwagen Mission E. Die Volkswagen-Tochter will ein bis zwei Jahre später ein elektrisches SUV-Coupe auf den Markt bringen. Gefolge von einer Elektroversion der SUVs Mecan. Es kann auch sein, dass der Mecan ausschließlich als Elektroauto angeboten wird. Porsche produziert Autos im sechsstelligen Bereich. Das Ziel, die Hälfte davon mit Elektroantrieb zu verkaufen, ist ambitioniert.

Ausweg aus der Dieselaffäre für Porsche

Porsche reagiert damit auf die Auswirkungen der Dieselaffäre im Volkswagenkonzern und auf die steigende Konkurrenz durch Tesla und co.. Bisher hat der Sportwagenbauer der Modellen von Tesla nichts entgegenzusetzen. Tesla baut erfolgreich eine Marke für unterschiedliche Fahrzeugmodelle auf. Zu Beginn kam die Sportlimousine Model S auf den Markt, gefolgt von dem SUV Model X. In den kommenden Monaten soll mit dem Model 3 ein stylisches Elektrofahrzeug zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt kommen.

Keine Aussage zu autonomen Fahrzeugen

Um eine Vorreiterrolle zu spielen, muss sich der Hersteller aus Stuttgart auch unbedingt mit den großen Trends autonomes Fahren und Shared Mobility auseinandersetzen. Nur so wird der Autobauer erfolgreich überleben können.

Bild: Porsche AG (alle Rechte vorbehalten)

Proterra: BMW investiert in Elektrobusse

Elektrobusse würden dabei helfen, die Luftverschmutzung in Städten zu reduzieren. Deshalb entwickelt das Startup Proterra Elektrobusse und erhält dabei jetzt Unterstützung von BMW. Der Automobilhersteller und der Investment Fond von Al Gore stecken 55 Mio. US$ in das Unternehmen. Wie viel BMW über iVentures investiert hat, ist nicht bekannt. Die neue Finanzierungsrunde kommt nach gerade weniger als sechs Monate nach der letzen Runde. Damals wurden 140 Mio. US$ eingesammelt.

Proterra Elektrobusse mit 550 km Reichweite

Das Unternehmen Proterra existiert schon länger. Seit 2004 entwickelt das amerikanische Unternehmen Elektrobusse für den Linienverkehr. Die Besonderheit sind dabei die Batterien, die sich innerhalb von etwa 10 Minuten laden lassen. Im letzten September hat das Unternehmen einen überarbeiteten Bus vorgestellt. Die Reichweite soll bei etwa 550 Kilometern liegen.

Ausbau der Produktionskapazitäten geplant

Mit dem Geld sollen die Produktionskapazitäten in den USA weiter ausgebaut werden. Bisher hat das Unternehmen mehr als 400 Fahrzeuge verkauft. Unter anderem befinden sich die Elektrobusse in Seattle, Dallas oder Philadelphia im Einsatz. Ins Ausland werden die Busse noch nicht verkauft, vielleicht ändert sich das jetzt nach dem Investment von BMW iVentures.

Konkurrenz aus China

Proterra ist nach eigenen Angaben Marktführer in den USA und kommt dort auf 60%. Das Unternehmen ist nicht der einzige Hersteller, der Elektrobusse produziert. Vor allem aus China kommen starke Wettbewerber. Der Hersteller BYD verkauft unter anderem Elektrobusse an die Londoner Verkehrsbetrieb und an Städte und Gemeinden in den USA. Auch Daimler wird langfristig einen Elektrobus anbieten.

Bild: Proterra (alle Rechte vorbehalten)

General Motors schickt weitere 130 autonome Fahrzeuge auf die Straße

Im vergangenen Jahr hat General Motors das Startup Cruise übernommen, um beim Thema autonomes Fahren schneller Ergebnisse zu erzielen. Die Technologie von Cruise wurde intern weiterentwickelt und in einigen Testfahrzeugen verbaut. Jetzt hat GM angekündigt, dass die Flotte erweitert wird.

Vollautomatisierte Bolt Fahrzeuge

Insgesamt hat General Motors 130 Elektrofahrzeuge der Bolt Reihe mit der Technologie für vollautomatisiertes Fahren ausgestattet. Die Fahrzeuge wurden mit einem weiterentwickelten Set an Sensoren und Hardwarekomponenten ausgestattet, das GM mit Cruise entwickelt hat. Unter anderem sind die Autos mit einem weiterentwickeltem LiDAR Sensor ausgestattet und verfügen über bessere Kameras. Die Fahrzeuge sollen über mehr als 40 Sensoren und Kameras verfügen. Die Fahrgäste können über einen Display im Auto die Umgebung beobachten. Mehr Details hat der Hersteller nicht veröffentlicht.

General Motors verstärkt Aktivitäten seit 2016

General Motors befasst sich schon seit 2015 mit dem Thema. Damals wurden die anfänglichen Entwicklungen mit einer kleinen Flotte an Chevrolet Volt Fahrzeugen getestet. Ernster wurden die Bemühungen dann nach der Übernahme von Cruise und dem Investment in die Ridesharing Plattform Lyft. GM hat 500 Mio. US$ in Lyft investiert und zeitweise  stand eine Komplettübernahme zur Debatte.

Ride Hailing Netze mit autonomen Autos sind die Zukunft

Die Bedeutung von autonomen Fahrzeugen in Verbindung mit reichweitenstarken Ride Hailing Netzwerken wird in Zukunft steigen. In den kommenden Jahren soll sich die Flotte vervielfachen, letztendlich soll zusammen mit der Ride-Hailing Plattform Lyft ein Fahrservice mit selbstfahrenden Autos angeboten werden. Lyft hat bereits Tests mit Waymo und nuTonomy vereinbart. Ride Sharing Dienste mit vollautomatisierten Elektroautos werden die Zukunft der innerstädtischen Mobilität prägen.

Wettbewerb zwischen Neueinsteigern und Automobilindustrie

Im Rennen um die autonome Zukunft ist ein regelrechter Wettbewerb ausgebrochen. In den letzten Jahren sind mehrere Startups und Technologiekonzerne mit ersten Versionen an Systemen für vollautomatisiertes Fahren in die Testphase gegangen. Herkömmliche Automobilhersteller neigen als Folge davon zu Kooperationen mit Zulieferern und Technologiekonzernen. Teilweise werden auch Startups zu hohen Übernahmepreisen aufgekauft.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)

Nissan-Renault plant einen Ridesharing Dienst mit autonomen Fahrzeugen

In den kommenden zehn Jahren will Nissan-Renault einen eigenen Ride Sharing Dienst aufbauen. Damit schließt sich der Automobilhersteller einer Reihe anderer Hersteller an, die sich durch Startups und Mobilitätsdienstleister bedroht fühlen. Ziel ist es, unabhängiger von der Fahrzeugproduktion zu werden.

Autonome Elektroautos als vielversprechende Zukunft

Elektromobilität in Verbindung mit autonomen Systemen und großen Ride Sharing Plattformen gelten als Zukunft der Mobilität. Der Automobilhersteller Nissan-Renault will dabei einen Fahrdienst mit autonomen Autos aufbauen. Innerhalb der kommenden zehn Jahre soll es soweit sein, der Konzern braucht also noch etwas Zeit, um die elektrischen autonomen Fahrzeuge zu entwickeln. Die Zeit werden bestehende Netzwerke nutzen, um weiter zu wachsen. Bleibt fraglich, ob neue Marktteilnehmer in zehn Jahren noch eine Chance haben, ein Ride Hailing Netzwerk mit großer Reichweite aufzubauen.

Können Automobilhersteller Mobility Services aufbauen?

Ähnlich wie Ford auch, geht der Konzern davon aus, aus eigener Kraft einen Service aufbauen zu können, der mit Uber und Co. Mithalten kann. Da die Erfahrung beim Aufbau von Reichweite starken Mobilitätsdiensten fehlt, muss beobachtet werden, ob das wirklich gelingt.

Andere Hersteller positionieren sich als Flottenbetreiber

Andere Hersteller wie Daimler oder General Motors verfolgen eine andere Strategie. Anstatt eine eigene Ride Hailing Plattform aufzubauen, positionieren sich die Hersteller als Flottenbetreiber für Ridesharing Plattformen. Daimler hat zum Beispiel mit Uber eine Kooperation vereinbart, um die vollautomatisierten Autos auf dem Uber Netzwerk einzusetzen. General Motors hat sich an Lyft beteiligt und plant den Einsatz von Fahrzeugen auf der Plattform.

Nissan-Renault unter Druck

Wie andere Hersteller auch, ist Nissan-Renault unter Druck, um im Wettbewerb um die selbstfahrenden Autos nicht den Anschluss zu verlieren. Der Automobilhersteller hat eine Forschungskooperation zum Thema vollautomatisiertes Fahren gegründet, die sich aber noch ziemlich am Anfang befinden dürfte. BMW zum Beispiel erweitert stetig sein Netzwerk an Partnern, um schneller Systeme für autonomes Fahren zur Serienreife zu bringen. Startups wie nuTonomy oder Uber und Technologieunternehmen wie Waymo oder Apple fordern die Automobilindustrie heraus.

Bild: Nissan-Renault (alle Rechte vorbehalten)

Waymo Flotte wird von Avis gemanagt

Der Mietwagenanbieter Avis hat eine Vereinbarung mit der Alphabet Tochter Waymo geschlossen. Waymo hat Avis damit beauftragt, die Flotte an vollautomatisierten Fahrzeugen zu betreuen. Das ist die erste Partnerschaft zwischen einer Autovermietung und einem Unternehmen, das autonome Autos entwickelt.

Avis soll Flotte managen

Zuerst beschränkt sich die Zusammenarbeit auf Phoenix. In der amerikanischen Stadt betreibt Waymo ein Pilotprojekt mit umgebauten Chrysler Fahrzeugen. Avis wird die Fahrzeuge warten und Platz für die Unterhaltung der Autos zur Verfügung stellen. Die Partnerschaft wird für ein paar Jahre geschlossen, ist aber nicht exklusiv. Wie lukrativ das Flotten Management as a Service Modell für Avis sein wird, muss sich erst noch raus stellen.

Autovermieter müssen sich auf Umbruch einstellen

Avis sucht neue Wege, um sich auf die Umbrüche im herkömmlichen Vermietgeschäft einzustellen. Des weiteren werden auch Unternehmen wie Europcar oder Sixt von den Veränderungen im Mobilitätsbereich betroffen sein. Mit der Serienreife von vollautomatisierten Fahrzeugen wird sich das Geschäft der Autovermietungen grundlegend ändern und neue Geschäftsfelder müssen erschlossen werden. Avis verfügt über die Erfahrung im Management von großen Fahrzeugflotten. Diese Erfahrungen macht sich der Konzern zunutze, um sich als verlässlicher Partner der Alphabet Tochter zu platzieren. Sollte die Partnerschaft erfolgreich sein, könnten außerdem die eigenen Kunden dazu bewegt werden, einen Service mit autonomen Autos zu nutzen.

Zu dem Autovermieter gehört auch das Carsharing Unternehmen Zipcar. Der on-demand Dienst verfügt auch über mehr als eine Millionen Mitglieder, die in Zukunft auf einen Fahrdienst mit vollautomatisierten Autos umsteigen könnten. Auch die Zipcar Fahrzeuge würden sich für den Einsatz der Waymo Technik eignen.

Partnerschaften hoch im Kurs

Waymo erweitert damit sein Netzwerk an Partnerschaften. Vor kurzem wurde bekannt, dass Waymo mit Lyft kooperieren wird. Außerdem befindet sich die Google Tochter in Gesprächen mit Honda, um die Technologie für autonome Fahrzeuge zu verkaufen. In Phoenix sollen 600 Chrysler Minivans getestet werden, langfristig wird die Flotte wachsen. Für den Autovermieter Avis ist es ein cleverer Schachzug, sich als Partner für das Management von selbstfahrenden Flotten zu positionieren. Da die Fahrzeuge im Vergleich zu herkömmlichen Auto mehr ausgelastet sein werden, wird auch der Wartungsbedarf steigen.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

E-Transporter: Größerer StreetScooter Work XL von Deutscher Post und Ford

Die erster Version des StreetScooters ist ein voller Erfolg. Die Deutsche Post setzt den Elektrotransporter schon seit einiger Zeit ein und die Produktion wurde erhöht, um den StreetScooter auch an externe Unternehmen verkaufen zu können. Jetzt folgt eine größere Version des Streetscooters. Das Auto wird zusammen mit Ford entwickelt und gebaut, der Start der Produktion ist bereits im Juli.

Mit 80 Kilometern Reichweite

Der große StreetScooter mit 20 Kubikmeter großem Laderaum und 80 Kilometern Reichweite soll ab Juli produziert werden. Anscheinend sollen Fahrzeuge mit unterschiedlichen Aufbauten entstehen, um den Bedürfnissen von DHL und Deutsche Post gerecht zu werden. Wie auch schon bei dem kleineren StreetScooter, soll das Fahrzeug erst für den eigenen Bedarf produziert werden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll dann die Produktion erhöht werden, um das Fahrzeug auch an externe Kunden verkaufen zu können. Für Gemeinden und Handwerker dürfte das Angebot interessant sein.

2500 Streetscooter Work XL bis Ende 2018

Bis Ende 2018 will die Deutsche Post mindestens 2500 Fahrzeuge des Typs Streetscooter Work XL im innerstädtischen Verkehr einsehesten. Grundlage für das Fahrzeug ist das Fahrgestell des Ford Transits. Auch wenn viele Teile von Ford stammen, soll die Endproduktion am Streetscooter Standort in Aachen stattfinden. Die neuen Fahrzeuge haben mit 20 Kubikmetern ein Volumen, das fünfmal so hoch ist, wie das Ladevolumen des kleinen Streetscooter Work. Die Produktion soll auch in Aachen durchgeführt werden.

Kleiner Streetscooter kommt gut an

Von dem kleineren E-Lieferwagen befinden sich bereits etwa 2500 Fahrzeuge im Einsatz. Anfang des Jahres hat die Deutsche Post angekündigt, dass die Produktion auf 20.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgeweitet werden soll, um die internen Bedürfnisse und externen Kaufanfragen bedienen zu können.

Beide Unternehmen, die Deutsche Post DHL Group und Ford, teilen das gleiche Ziel, die Mobilität der Zukunft mitzugestalten, indem Emissionen reduziert und neue Verkehrslösungen entwickelt werden. Diese Partnerschaft ist ein konkreter und wichtiger Schritt zur Erreichung dieser Ziele.

Bild: Deutsche Post (alle Rechte vorbehalten)