Archiv der Kategorie: Elektromobilität

Automobilhersteller und Startups: Zwei Welten auf der IAA

Zur Zeit findet in den Messehallen in Frankfurt die IAA 2017 statt. Auch wenn sich die Automobilhersteller um Digitalisierung und Mobilitätsdienste bemühen, liegt der Fokus und das Interesse noch sehr stark auf den ausgestellten Fahrzeugen der Automobilhersteller. Themen, wie Shared Mobility und vollautomatisiertes Fahren, die die Zukunft der urbanen Mobilität sein werden, sind auf der IAA wenig präsent.

Fokus auf Serienfahrzeugen und Show Cars

Auf den Ständen der meisten Automobilkonzerne ist ein Mix aus aktuellen Serienfahrzeugen und futuristischen Show Cars zu finden. Die Show Cars ziehen unter anderem die Besucher an, werden aber so nie auf der Straße zusehen sein. Auch die in Szene gesetzten aktuellen Versionen der Serienfahrzeuge sind ein Magnet für Zuschauer.

Was auffällt, auf den Ausstellungsflächen der meisten Hersteller wird sehr wenig auf die Mobilitätsdienste eingegangen, die in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle spielen werden. Der Automobilkonzern Daimler hat in den letzten Wochen eine Beteiligung an Mobility Startups nach der anderen verkündet, auf der IAA geht das Thema aber so gut wie unter. Daimler hat es gerade einmal geschafft, ein Wand mit Tafeln zu installieren, auf denen die unterschiedlichen Mobility Services, wie Blacklane oder mytaxi Beschrieben werden. Mercedes S-Klassen und aufgemotzte AMG Modelle scheinen immer noch mehr zu begeistern. Ford hat ein Fiesta Modell mit dem Schriftzug Ford Carsharing versehen und auf ein Podest gestellt, die Promoter vor Ort konnten wenige darüber sagen.

New Mobility World mit Fokus auf Zukunft der Mobilität

Im Rahmen der IAA 2017 wird auch wieder die New Mobility World (NMW) veranstaltet, bei der der Fokus auf der Zukunft der Mobilität liegt. Geht man über die Flächen der NMW, bekommt man schnell einen Eindruck, wie stiefmütterlich die Zukunft der Mobilität von den Automobilherstellern behandelt wird. Die Messehalle von Mercedes-Benz ist bis ins letzte Detail aufgemotzt, die Mobility Tochter Movel muss sich mit einem bunten Stand auf der NMW begnügen, der die ganze Zeit so gut wie leer war. Die neue Volkswagen Vorzeigemarke Moia begnügt sich mit einem unspektakulären Stand, während ein Stockwerk tiefer die Serienfahrzeuge und Show Cars in Szene gesetzt werden. Der Kontrast ist mehr als Deutlich, das macht sich auch in den Besucherzahlen bemerkbar.

Insgesamt ist die New Mobility World der spannendste Bereich der IAA 2017 und die Veranstalter haben sich sehr viel Mühe gegeben, internationale Startups und Speaker nach Frankfurt zu holen. Auf den beiden Bühnen der New Mobility World geben sich die Vertreter von Facebook, Uber, Wunder, Via und co. die Klinke in die Hand und schaffen es immerhin, ihre Messages vor gut gefüllten Reihen zu kommunizieren.

Eine vergebene Chance – vielleicht wachsen beide Welten bis zur IAA 2019 zu einem harmonischen Bild zusammen. Sinn würde es machen, die Automobilhersteller haben noch viel zu tun, um sich für die Zukunft fit zumachen, das geht schneller in Zusammenarbeit mit innovativen und dynamischen Startups.

Bilder: GetMobility.de

Roadmap E: Volkswagen startet Elektrifizierungsoffensive

Der Volkswagenkonzern startet unter dem Namen Roadmap E die größte Offensive, um die Modellpalette bis 2025 zu Elektrifizieren. Bis dahin sollen 80 Modelle der Konzernmarken mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet sein. Insgesamt 50 Modelle sollen über einen reinen Elektroantrieb verfügen, die übrigen 30 Modelle werden Hybrid Fahrzeuge sein. Mit der Offensive will Volkswagen eine führende Rolle in der Transformation der Automobilindustrie einnehmen.

Volle Elektrifizierung bei Volkswagen bis 2030

Der Konzern geht langfristig sogar weiter und will bis zum Jahr 2030 die komplette Modellpalette elektrifizieren. Das heißt, dass es von jedem der 300 Fahrzeugmodelle, die von den unterschiedlichen VW Marken produziert werden, eine Version mit Elektromotor geben wird. Dabei sind alle Marken und Märkte mit eingeschlossen.

20 Milliarden Euro für Elektrifizierung

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Um dieses Ziel zu erreichen, werden die unterschiedlichen Konzernmarken über die kommenden Jahre mehr als 20 Milliarden Euro in die Elektrifizierung investieren. Das Geld fließt vor allem in die Entwicklung von zwei neuen Plattformen für die Elektrofahrzeuge. Auch die Produktionsstätten müssen neu ausrichtet werden und die Mitarbeiter für die neuen Herausforderungen geschult werden. Volkswagen will auch in die Ladeinfrastruktur investieren.

Mit der ,Roadmap E‘ schlägt der Konzern ein neues Kapitel in der Geschichte von Volkswagen auf und schafft zugleich die Voraussetzungen für den endgültigen Durchbruch der Elektromobilität. Dann entscheiden nur noch die Kunden, wie schnell sie sich flächendeckend durchsetzen wird.

Batterien für 50 Milliarden ausgeschrieben

Das Thema „Batterie” besetzt Volkswagen mit einer mehrstufigen mittel- bis langfristigen Strategie: Zunächst wurde die Entwicklung, Beschaffung und Qualitätssicherung aller Batteriezellen und -module für den Konzern im „Center of Excellence” Salzgitter gebündelt. Dort baut die Marke Volkswagen auch eine erste Pilotfertigung auf, um Produktions-Know-how zu sammeln.

Allein für die Ausstattung der eigenen E-Flotte mit Li-Ionen Batterien benötigt der Konzern bis 2025 eine Batteriekapazität in einer Größenordnung von mehr als 150 GWh pro Jahr.

Um diesen enormen Bedarf zu decken, wurde eine Ausschreibung für langfristige strategische Partnerschaften für China, Europa und Nordamerika initiiert. Mit einem Auftragsvolumen in Höhe von insgesamt mehr als 50 Milliarden Euro allein für die Volumenfahrzeuge des Konzerns auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens handelt es sich dabei eines der größten Beschaffungsvorhaben in der Geschichte der Automobilindustrie.

Sedric und I.D. Crozz auf IAA 2017 im Fokus

Auf der IAA 2017 präsentiert Volkswagen weitere Show Cars mit Elektroantrieb, die in den kommenden Jahren in einer abgewandelten Form in Serie gehen dürften. Im Fokus stehen die beiden Modelle Sedric und I.D. Crozz.

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Bei dem Show Car Sedric handelt es sich um einen markenübergreifenden Ideenträger für Zukunftsthemen autonomes Fahren, Elektrifizierung und digitale Vernetzung, der konsequent weiterentwickelt wird. Später soll Sedric einfache, komfortable, nachhaltige und sichere Mobilität für jedermann auf Knopfdruck ermöglichen – dabei steht der Mensch im Mittelpunkt.

Der I.D. Crozz ist ein sportlicher SUV mit Elektroantrieb, der 2020 in Serie gehen soll.

Bilder: Volkswagen AG (Allre Rechte vorbehalten)

Elektromobilität auf der IAA – aktueller Wegweiser

In den kommenden Tagen startet wieder die IAA in Frankfurt. Trotz der digitalen Transformation und der anderen Veränderungen und Krisen in der  Automobilindustrie ist die Fachmesse in Frankfurt ein Pflichttermin für viele Experten und Unternehmen im Mobilitätsbereich.  Mit der New Mobility World wurde ein Bereich geschaffen, der die aktuellen und zukünftigen Trendthemen, wie connected Car, vollautomatisiertes Fahren, Shuttle Dienste und Carsharing beheimatet. Auch der Zukunftstrend Elektromobilität kommt auf der IAA nicht zu kurz, viele Hersteller werde Serien- oder Konzeptfahrzeuge in Frankfurt präsentieren.

Wegweiser von Electrive

Um eine bessere Übersicht zu bekommen, hat der Branchendienst für Elektromobilität Electrive einen Wegweiser mit den Highlights der unterschiedlichen Hersteller erstellt. Die Experten von Electrive haben sich durch die Hallenpläne und das Programm der IAA gewühlt, um die Highlights in einem übersichtlichen Dokument zusammenstellen zu können. Der aktuelle Wegweiser für die IAA 2017 kann hier geladen werden (externe Seite von Electrive).

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Elektromobilität wird die Zukunft bestimmen

Elektromobilität ist schon heute ein angesagtes Thema und wird in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Einige Städte und Länder haben bereits Maßnahmen in die Weg geleitet, um Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor zu verbieten. Ein Verbot von Autos mit Benzin- und Dieselmotoren wird dazu führen, dass Elektromobilität boomen wird. Neueinsteiger, wie Tesla, haben im Moment die Nase vorn – die deutschen Hersteller versuchen jetzt mit aller Kraft aufzuholen.

Neuheiten schon vor der IAA

Auffällig in diesem Jahr ist, dass schon einige Hersteller vorab Informationen über neue Modelle veröffentlicht haben. So hat der Japanische Hersteller Nissan die neue Version des Elektroautos Leaf  präsentiert. Der Automobilhersteller BMW hat den neuen Luxus-SUV BMW Concept X7 iPerformance ausführlich präsentiert. Auch die Konzeptstudie von smart wurde vorab und nicht auf der IAA der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Zukunft der geteilten urbanen Mobilität: Deutsches Startup Wunder Carpool kooperiert mit Toyota

Die klassischen Unternehmen der Automobilindustrie – OEMs und Zulieferer – suchen zunehmend die Nähe zu Startups, um die Digitalisierung voranzutreiben. Auch deutsche Player mischen hier mit. So hat das Hamburger Unternehmen Wunder Carpool, das größte unabhängige Mobilitäts-Startup in Deutschland, vor kurzem die Zusammenarbeit mit Toyota für ein Carpooling-Researchprojekt vereinbart.

Wie sollen Carpooling-Fahrzeuge der Zukunft aussehen

Nicht jeder kann sich vorstellen, gemeinsam mit Fremden in einem Auto zur Arbeit zu fahren. Dennoch ist shared mobility eines der Zukunftsthemen, sowohl für Städte und Gemeinden, als auch Automobilhersteller und Zulieferer. Wunder und Toyota führen daher ein Realtime-Experiment in mehreren hunderttausend Carpool-Fahrzeugen in Emerging Markets durch, bei denen die Reaktionen der Insassen durch biometrische Sitzmatten und Kameras aufgezeichnet und analysiert werden. Wunder Carpool steuert die Softwarelösung für das Projekt bei und kümmert sich um die Datenauswertung. Ziel ist es, herauszufinden wie Carpooling-Fahrzeuge in Zukunft von innen aussehen sollten, um die Fahrt angenehmer zu gestalten – sowohl für Fahrer und Mitfahrer heutzutage, also auch zukünftig in autonom gesteuerten Fahrzeugen. So soll Carpooling als ein Konzept für geteilte urbane Mobilität zukunftsfähiger werden.

Mehr als 700.000 Nutzer fahren mit Wunder

Die Software basiert auf den Erfahrungen und Technologien der Wunder Carpooling-App. Die Plattform vermittelt Mitfahrgelegenheiten mit Privatpersonen in Millionenstädten in Schwellenländern, wo der Verkehr besonders intensiv ist. Durch die inzwischen mehr als zwei Millionen Fahrten und 700.000 Nutzer sammeln die Softwareingenieure und Entwickler von Wunder laufend Praxiserfahrung und können die eigene Technologie schnell weiterentwickeln. Das Unternehmen ist damit inzwischen ein gefragter Technologiepartner der europäischen und asiatischen Automobilindustrie. Ende des Jahres soll das Projekt losgehen.

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Erfolg nach schwierigem Start in Deutschland

Ursprünglich ist das Unternehmen als WunderCar in Hamburg und Berlin als privater Taxidienst gestartet. Auf Grund der strikten Vorgaben im Personenbeförderungsgesetz, wurde der Dienst recht schell wieder in den beiden genannten Städten eingestellt. Nach einer ersten Phase in Osteuropa ist das Startup unter dem einprägsamen Namen Wunder nach Asien expandiert. Dort funktioniert der Service vor allem in den wachsenden Riesenstädten sehr gut.

Bild: Wunder Carpool (alle Rechte vorbehalten)

Krieg der Sterne: Uber bekommt in London Konkurrenz durch Via und Taxify

Bisher war Uber mehr oder weniger der einzige große on-demand Fahrdienst in London. Die traditionellen schwarzen Cabbies sind durch den Erfolg von Uber stark unter Druck geraten.  Die amerikanische Ridesharing Plattform bekommt jetzt Konkurrenz von zwei Anbietern. Die App Taxify wird in London starten und das von Mercedes-Benz Vans finanzierte Unternehmen Via ebenso.

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Taxify startet mit Problemen

Die Taxi App Taxify aus Estland wurde als erstes aktiv. Bereits letzte Woche wurde der Service gestartet, musste wegen Lizenzproblemen nach drei Tagen pausiert werden. Es wird nicht lange dauern, bis Taxify wieder los legt. Seit ein paar Jahren ist der Fahrdienst in Osteuropa und in Afrika aktiv. Das Setup ist mit Uber vergleichbar und unterscheidet sich in wenigen Punkten. Unter anderem können die Fahrgäste auch mit Bargeld bezahlen und nicht nur über die registrierten Kreditkarten. Der Fahrpreis für die Nutzer soll geringer sein und auch die Fahrer müssen weniger an die Plattform abdrücken. Bei Uber zahlen die Fahrer bis zu 30% Vermittlungsgebühr, bei Taxify lediglich 15% des Fahrpreises. Das ist eine attraktive Alternative für die Fahrer, die sie in Betracht ziehen werden, wenn die Nachfrage da ist.

Mercedes Benz bring Via nach London

Via wird in London demnächst mit einem dynamischen Shuttle Dienst unterwegs sein, nachdem die Genehmigungen eingeholt sind. Ähnlich wie bei Uber Pool werden sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, sofern sie in die gleiche Richtung unterwegs sind. Via gibt an, dass der entwickelte Algorithmus effizienter arbeitet, als der der Konkurrenten Uber und Lyft. Das führt dazu, dass die Auslastung der Fahrzeuge höher ist und die Nutzer weniger warten müssen und ohne größere Umwege von A nach B kommen. Transportiert werden die Fahrgäste in Minivans aus dem Hause Mercedes-Benz.

Mehr Konkurrenz um Fahrer

Die neuen Konkurrenten werden gut für die Fahrgäste sein, da sie so mehr Auswahl haben. Die Anbieter werden sich mit Rabatten und Angeboten überbieten, um die Fahrgastzahlen wachsen zu lassen. Auf der anderen Seite wird der Wettbewerb um Fahrer höher – schon jetzt zahlt Uber teilweise hohe Summen, um die Fahrer auf die Straße zu bringen. Darauf werden sich sich die Neueinsteiger auch einstellen müssen. Uber hat eine starke Marktposition und auch schon viel in London investiert. Die beiden Neueinsteiger müssen aggressiv auftreten, um ausreichend Nutzer zu finden. Taxify hat zuletzt viel Geld von Didi Chuxing aus China erhalten. Didi hat Uber aus China verdrängt und gibt hoffentlich nicht nur Geld, sondern auch die Erfahrungen weiter.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Daimler stellt Konzept für autonomen smart vor: smart vision EQ fortwo

Die Daimler Tochter smart hat ein neues Konzeptfahrzeug vorgestellt, das autonome unterwegs sein soll und für den Einsatz auf Carsharing Plattformen optimiert ist. Der smart vision EQ fortwo gibt eine Ausblick auf die Zukunft der urbanen Mobilität und einen flexiblen, effizienten aber doch individuellen öffentlichen Nahverkehr. Das Show Car ist das erste Fahrzeug von Daimler, das über kein Lenkrad und keine Pedale verfügt.

Teil der CASE Strategie

Der smart vision EQ fortwo ist ein Teil der Daimler CASE Strategie. CASE wurde im vergangenen Jahr präsentiert und beinhaltet die vier Säulen Connected Car, autonomes Fahren, Shared Services & Service und elektrifizierte Antriebe.

Das Konzeptfahrzeug wird rein elektrisch angetrieben und ist Teil der neuen EQ Marke des Konzerns. Der verbaute Akku verfügt über eine Kapazität von 30 kWh. Das Auto fährt selbständig zur nächsten Ladestation, wenn es nit in Benutzung ist. Auf der IAA, die Mitte September in Frankfurt stattfinden wird, wird Daimler den smart vision EQ und andere Konzeptfahrzeuge unter der Marke EQ vorstellen.

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Radikale Vision für den zukünftigen urbanen Verkehr

smart CEO Annette Winkler bezeichnet den Portotypen also radikale Vision für den zukünftigen Stadtverkehr. Das Auto ist auf Sharing ausgelegt, steuer vollautomatisiert und wird elektrisch angetrieben. Gleichzeitig ist das Erscheinungsbild freundlich und kann über die verbauten System individualisiert werden.

Bisher werden die herkömmlichen Smarts für das car2go Carsharing eingesetzt. Das Angebot wird von 2.6 Mio. Kunden weltweit genutzt und alle 1.4 Sekunden wird ein Fahrzeug aus der car2go Flotte gebucht. Mit dem vorgestellten Konzept wird die nächste Phase eigeläutet. Carsharing und Ride-sharing werden verschmolzen, die Carsharing Nutzer von heute werden in Zukunft in geteilten autonomen Fahrzeugen unterwegs sein, die ebenfalls über eine Plattform geordert werden.

Effizientes System mit automatisierten und geteilten Autos

Vorteil von dem Setup mit autonomen Fahrzeugen ist, dass die Nutzer nicht mehr das Fahrzeug suchen müssen, sondern dass die Fahrzeuge zum Nutzer kommen. Die Fahrzeuge werden untereinander und mit der Plattform vernetzt sein, so dass der Fahrgast volle Transparenz über die Ankunftszeit hat und dass sichergestellt wird, dass die Autos optimal durch den Verkehr geleitet und ausgelastet werden. Durch die höhere Auslastung wird sich die Anzahl der Autos reduzieren, was zu weniger Verkehr und mehr freiere Fläche führen wird.

Personalisierung der smart vision EQ fortwo

Damit der Fahrgast das ihm zugewiesene Fahrzeug identifizieren kann, wir es über Displays am Fahrzeug personalisiert. Am auffälligsten dabei ist das schwarze Panel, das den Kühlergrill ersetzt. Ist das Fahrzeug bei einem Fahrgast angekommen, wird dieser über das Panel begrüßt. Sollte das Auto mal ohne Auftrag unterwegs sein, können Infos über Wetter oder Events angezeigt werden. Auch das Interieur ist so gestaltet, dass nützliche Informationen für die Fahrgäste an Board angezeigt werden.

Das Fahrzeug ist bisher nur eine Konzeptstudie, die aber aufzeigen dürfte, in welche Richtung die Reise geht. Daimler möchte in den kommenden 4-5 Jahren mindestens 10 Elektroautos auf den Markt bringen, ab 2022 sollen auch autonome Autos serienreif sein.

Bilder: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Live Stream: Mercedes-Benz Vans und Via verkünden Ausbau der Ride-Sharing Kooperation

Wie schon berichtet, beteilig sich Mercedes-Benz Vans an dem Shuttle Dienst Via aus New York City. Verfolgen Sie hier die Pressekonferenz ab ca. 12:15 Uhr im Live-Stream.


Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Konferenz:

  • Mercedes-Benz Vans investiert 50 Millionen US-Dollar in neues Joint Venture mit Via und Daimler Mobility Services beteiligt sich zusätzlich als strategischer Investor an Via
  • Im Rahmen des Joint Ventures soll der On-Demand-Shuttle-Service von Via, der bereits in New York, Chicago und Washington D.C. erfolgreich ist, auch in europäischen Metropolen etabliert werden – Auftakt für gemeinsamen Mitfahrdienst noch in diesem Jahr in London
  • In Europa wird das Joint Venture auch mit Betreibern des öffentlichen Personenverkehrs zusammenarbeiten, die das Via-Betriebssystem lizenzieren können, um ohne zusätzliche Infrastrukturkosten die Mobilität zu verbessern und Staus zu reduzieren
  • Langfristige strategische Partnerschaft zur Entwicklung und zum Bau von speziellen Vans mit Integration der Via-Software, Onboard-Sensorik und elektrischem Antrieb sowie autonomen Fahrfunktionen

Mercedes-Benz Vans wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter ganzheitlicher Mobilitätslösungen. Aufbauend auf der bisherigen Partnerschaft, die 2015 begann, wollen Mercedes-Benz Vans und Via ihre Kooperation deutlich vertiefen. Mit seinem On-Demand Rideshare-Pooling-Service gestaltet Via den Personentransport neu – von einem stark regulierten System mit starren Strecken und festen Fahrplänen hin zu einem dynamischen Netzwerk. Der app-basierte Via-Algorithmus bringt mehrere Passagiere mit ähnlichem Ziel in Echtzeit zusammen und ermöglicht so eine gemeinsame Fahrt in einem Van – schnell, effizient und ohne lange Umwege.

Die Daimler Tochter arbeitet künftig verstärkt mit Via an der Weiterentwicklung dieses intelligenten Mobilitätskonzepts. Ziel ist eine effiziente, bedarfsgerechte und ökologisch nachhaltige Personenbeförderung.

Dynamischen Shuttle Diensten wird ein großes Potential eingeräumt. Manche Experten sehen darin das Betriebssystem der Zukunft für den innerstädtischen Verkehr. Unter anderem können durch den Einsatz die Kosten reduziert werden und ein System geschaffen werden, das sich dynamisch an den Bedarf der Nutzer anpassen kann. Via zählt zu den Anbietern mit der ausgereiftesten Technik. Das hat den Vorteil, dass das System effizient funktioniert und eine hohe Auslastung der Fahrzeuge erzielt wird.

Via kommt aus den USA und ist dort vor allem in New York City sehr erfolgreich. Auch in Deutschland gibt es aufstrebende Startups, die ebenfalls eine leistungsfähige Technologie für einen dynamischen Shuttle Dienst aufbauen wollen. In den Anbieter CleverShuttle hat sogar die Deutsche Bahn und auch Daimler investiert.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Tesla Semi Truck: Elektro-LKW mit 500 Kilometern Reichweite

Vor einiger Zeit hat Tesla angekündigt, dass eine Zugmaschine mit Elektroantrieb zum Masterplan 2.0 gehören soll. Wie jetzt durchgesickert ist, soll der Elektro-LKW über eine Reichweite von 500 Kilometern verfügen. Ein erster Prototyp soll schon im September vorgestellt werden. Bisher hält sich Tesla noch mit Einzelheiten zurück. Der LKW von Tesla soll auch Eigenschaften für vollautomatisiertes Fahren haben.

Zusammenarbeit mit Spediteuren bei Entwicklung

Tesla schweigt noch zum Thema Reichweite, Ladekapazität und Preis für den elektrischen LKW. Die Informationen über die Reichweite kommen deshalb auch nicht direkt von dem Unternehmen, sondern von dem Chef des Logistik-Unternehmens Ryder aus Florida. Chef Elon Musk hat im Juni verlauten lassen, dass sein Unternehmen eng mit Spediteuren zusammenarbeitet, um einen LKW zu entwickeln, der den Anforderungen entspricht. Gut möglich also, dass Ryder Chef Scott Perry den Tesla Truck mit Reichweite von 200 – 300 Meilen gesehen hat.

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Reichweite des Tesla LKWs muss steigen

Eine Reichweite von 320 – 480 Kilometern ist für eine LKW-Zugmaschine sehr gering. LKWs mit Verbrennungsmotor, die für die Langstrecke optimiert sind, kommen ohne nachzutanken auf eine Reichweite von 1600 Kilometern. Es wird noch eine Zeit dauern, bis die herkömmlichen Diesel-Lkw von den Fernstraßen verdrängt werden. Dafür sind Elektrolaster mit Reichweite von 600 – 800 Kilometern pro Akkuladung nötig und eine flächendeckend Ladeinfrastruktur.

Vorreiter bei Elektroautos

Tesla ist als Vorreiter beim Thema Elektroautos bekannt. Gestartet ist das Unternehmen mit dem Model S, die Limousine ist in der oberen Mittelklasse angesiedelt. Darauf folgte der SUV Model X und vor kurzem das günstige Model 3 für den Massenmarkt. Mit der Skalierung der bisherigen Fahrzeugpalette dürfte das Unternehmen mehr als genug zu tun haben, des wegen ist erstaunlich, dass so schnell der Semi Truck kommen soll.

Elektro-LKW von Daimler und der Post

Auf dem Feld der Elektro-LKWs ist der Elektroautobauer nicht alleine unterwegs. Der Daimler Konzern entwickelt ebenfalls einen Elektro-LKW mit mehreren hundert Kilometern Reichweite. Die Deutsche Post entwickelt die kleineren Elektro-LKWs StreetScooter, um die Zustellung der Pakete und Briefe zu elektrifizieren.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Englische Post Royal Mail testet Elektrofahrzeuge in London

Nicht nur in Deutschland setzt die Post auf Elektrofahrzeuge für die Zustellung von Paketen und Briefen, auch in Großbritannien werden jetzt Lastwagen mit Elektroantrieb getestet. Die Deutsche Post produziert mit der Tochter StreetScooter eigene Elektrofahrzeuge, da kein Hersteller bereit war, die gewünschten Fahrzeuge zu liefern. Die Englische Royal Mail setzt auf die Fahrzeuge des Unternehmens Arrival.

Royal Mail testet Elektrofahrzeuge für ein Jahr

Der Test in London ist auf ein Jahr ausgelegt und wird sich erstmal auf ein Briefzentrum in London beschränken. Von Arrival werden Fahrzeuge mit möglicher Zuladung für 3.5, 6 und 7.5 Tonnen genutzt, die für Royal Mail unterwegs sein werden. Die Fahrzeuge sollen vor allem dafür genutzt werden, Pakete und Briefe zwischen den Verteilzentren in Stadt und den in ländlicheren Gebieten zu transportieren. Die Zustellung zum Kunden mit Elektroautos ist erstmal nicht Teil des Pilotprojekts.

Für die Zustellung zum Endkunden hat die Royal Mail eine Flotte von 100 Elektrofahrzeugen bei Peugeot bestellt. Die Fahrzeuge werden Endes des Jahres Einsatzbereit sein. Die Briefzentren wurden mit Ladestationen ausgestattet, damit die für den Betrieb erforderliche Infrastruktur vorhanden ist.

Moderene LKW mit 160 KM Reichweite

Die Elektrotrucks von Arrival sind modern gestaltet. Die Fahrer kann dank der großen Glasfront das Umfeld gut einsehen. Das soll auch dazu beitragen, dass die Sicherheit erhöht wird, indem Fahrradfahrer und Fußgänger leichter erkannt werden können. Die Arrival Lastwagen sind so konzipiert, dass die ersten 160 Kilometer elektrisch zurückgelegt werden können. Ein versautes Aggregat kann dazu genug werden, um die Reichweite zu erhöhen. In einer späteren Entwicklungsstufe sollen die Lieferfahrzeuge auch vollautomatisch unterwegs sein können.

Auch Deutsche Post setzt auf Elektromobilität

Insgesamt verfügt die Flotte der Royal Mail über 49.000 Fahrzeuge. Tagtägliche werden diese Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor genutzt, um Sendungen auszuliefern, oder um Briefe und Pakete zwischen den Briefzentren zu transpirieren. Gerade in den Innenstädten hätte ein Transport mit Elektroautos eine positive Auswirkung auf die Luftbelastung. Deshalb baut auch die Deutsche Post eine Elektroflotte auf. Kleinere Elektrofahrzeuge werden von dem Tochterunternehmen StreetScooter produziert. Die größeren Lieferfahrzeuge entstehen in Zusammenarbeit mit Ford.

Bild: Arrival (alle Rechte vorbehalten)

Elon Musk: Studenten der Technischen Universität München gewinnen Hyperloop Wettbewerb

Das Team der Technischen Universität München (TUM), das an den Hyperloop Wettbewerben von Tesla und SpaceX Gründer Elon Musk teilnimmt, ist weiterhin erfolgreich. Am Sonntag wurde die zweite Runde gewonnen – schon in der ersten Runde war das WARR Hyperloop Team sehr erfolgreich.

Schnellster Hyperloop Pod aus München

Das Team an 30 Studenten der TUM hat erfolgreich an der finalen Runde des Wettbewerbs auf dem Gelände des SpaceX Firmensitzes in Kalifornien teilgenommen. Bei dem Wettbewerb ging es darum, einen Prototyp eines Hyperloop Fahrzeugs zu entwickeln, der so schnell wie möglich auf der 1.2 Kilometer langen Teststrecke wird. Die Teststrecke ist ein Vakuumtunnel, in dem die Fahrzeuge zu einem späteren Zeitpunkt fast Schallgeschwindigkeit erreichen sollen. Als Gewinner wurde das Team gekürt, das den schnellsten Hyperloop Pod konstruiert hat. Der Prototyp der TUM hat auf der Teststrecke eine Geschwindigkeit von 324 Kilometern pro Stunde erreicht.

Auch in zweiter Runde erfolgreich

In der zweiten Runde hat sich das Münchner Team gegen die anderen beiden Teams aus der Schweiz und USA/Kanada durchgesetzt. Das Gefährt wird von einem Elektromotor mit einer Leistung von 50kW angetrieben. Pneumatische Bremsen sorgen dafür, dass es innerhalb von fünf Sekunden zum Stillstand kommt. Das WARR Team war auch schon beim der ersten Runde im Januar erfolgreich. Damals wurde eine Geschwindigkeit von etwa 94 Kilometern pro Stunde erreicht.

In 30 Minuten von Berlin nach München

Der Tesla und SpaceX CEO Elon Musk war persönlich vor Ort und hat dem WARR Team der TU München über den Kurznachrichtendienst Twitter gratuliert. Der Visionär Elon Musk hat das Hyperloop Konzept im Jahr 2013 vorgestellt. Die Vision ist es, dass Passagiere und Waren in Kapseln transportiert werden, die sich in Röhren mit niedrigem Druck fortbewegen. So soll ein Transport mit fast Schallgeschwindigkeit möglich sein – die Strecke von München nach Berlin wäre in etwa 30 Minuten zurückgelegt.

Bild: WARR (alle Rechte vorbehalten)