Archiv der Kategorie: Elektromobilität

car2go zieht sich aus Ulm zurück – Stadt zu klein, Angebot zu teuer

Das Carsharing Unternehmen car2go zieht sich aus Ulm zurück. Ulm war die erste Stadt, in der car2go getestet wurde. Grund für das Ende von car2go in Ulm ist die fehlende Perspektive, das Carsharing System in Ulm wirtschaftlich erfolgreich betreiben zu können. Die Stadt ist zu klein, um dein Free-Floating System betreiben zu können.

Laut Südwest Presse wurde die Entscheidung kurzfristig getroffen. Das Problem in Ulm ist wohl die geringe Aktivität der registrierten Nutzer. Es gibt zwar um die 20.000 registrierte car2go Nutzer in Ulm, davon seien lediglich etwa 33% aktiv. In anderen Städten sind 80% normal. Diese etwa 6.500 Nutzer reichen nicht, um die 200 Smarts wirtschaftlich auszulasten, die von car2go und Europcar im Stadtbereich positioniert wurden. Ein Smart muss etwa 7-8 mal am Tag gebucht werden, damit die Kosten gedeckt und Gewinne erzielt werden.

Zweite Stadt in diesem Jahr

Ulm ist bereits die zweite Stadt in diesem Jahr, aus der sich car2go zurück zieht. Vor ein paar Monate wurde das Carsharing Angebot in London gestoppt. Grund hier war die schwierige Zusammenarbeit mit den Behörden. Car2go hat es nicht geschafft, Stadtteil übergreifende Vereinbarungen für die Nutzung des öffentlichen Parkraums zu erlangen. Als Folge haben sich weniger Nutzer registriert, als gedacht. Letztendlich wurde die Reißleine gezogen.

Stadt zu klein, nicht genügend car2go Nutzer

In dem Artikel auf Südwest Presse wird angeführt, dass normalerweise 500.000 Einwohner und mehr notwendig sind und die Bevölkerungsdichte bei etwa 3.000 Einwohner pro Quadratkilometern liegen müsste, damit ein wirtschaftlich sinnvoller Betrieb möglich ist. In Ulm leben etwa 120.000 Einwohner und die Bevölkerungsdichte liegt bei etwa 1.000 Einwohnern pro Quadratkilometer. Um unter diesen Voraussetzungen trotzdem wirtschaftlich arbeiten zu können, wurden die Preise erhöht und Extra-Gebühren für ein erweitertes Betriebsgebiet eingeführt. Beides anscheinend nicht mit dem gewünschten Erfolg.

Das Angebot von car2go wurde nach der Pilotphase in Ulm schnell auf andere Städte ausgeweitet. Mittlerweile ist das Angebot neben Ulm in weiteren 28 Städten verfügbar und es sind etwa 12.000 Smart-Fahrzeuge unterwegs, davon 1.250 als Elektroversion. Weltweit sind etwa 900.000 Nutzer bei car2go registriert.

Bild: Car2Go von Ryan Joy via flickr.com, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0

Kurznachrichten: Daimler verkauft Tesla Anteile, Blacklane mit 5 weiteren Städten, Strafe für Uber in Frankreich

Heute gibt es drei Kurznachrichten im Überblick. Uber muss eine Strafe in Frankreich zahlen, Daimler versilbert Tesla-Anteile, Blacklane startet 5 US-Städte.


 

Daimler/Tesla: Daimler verkauft seine Anteile am Elektroauto-Unternehmen Tesla und erhält dafür 780 Mio. US$. Vor etwa 5 Jahren hat Daimler 10% von Tesla für etwa 50 Mio. US$ erworben. Ein Teil von den 10% wurde an einen Staatsfond aus Abu Dhabi weitergereicht, zuletzt hielt Daimler noch etwa 4% an Tesla. In den letzten Jahren ist der elektrische Antriebsstrang der B-Klasse aus der Kooperation zwischen Daimler und Tesla entstanden, auch der E-Smart wurde von Tesla mitentwickelt. (via n-tv)


 

Der Limousinenservice Blacklane startet 5 weitere Städte in den USA. Ab sofort können auch Fahrten in Indianapolis, Memphis, Norfolk, El Paso und Cleveland gebucht werden. Zur verfügung stehen die gewohnten Fahrzeugkategorien Business Class, First Class und Business Van/SUV. Blacklane ist somit in mehr als 150 Städten weltweit aktiv. (via Blacklane.com)


 

Geldstrafe für Uber in Frankreich. Uber wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verurteilt. Das Gericht wirft dem Unternehmen betrügerische Geschäftspraktiken vor, da Uber den Service UberPOP als Mitfahrgelegenheit bezeichnet, obwohl sich die Fahrer für die Uber-Fahrten extra bereithalten und damit Geld verdienen. Uber will dagegen Berufung einlegen. (via Süddeutsche Zeitung)

 

Neuer Tesla mit Allradantrieb und Autopilot

Letzte Nacht hat Tesla in Los Angeles „the D“ vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Tesla S mit Allradantrieb. Das D steht dafür für Dual Motor, da ein zweiter Motor an der Vorderachse verbaut wird. Außerdem können zukünftige Fahrzeuge mit einem Autopiloten ausgestattet werden.

Je nach Energiemenge der verbauten Akkus, variiert die Motorleistung des Frontmotors. Bei den Fahrzeugen mit 60 und 80 KWh Batterien wird in der Allradversion je ein 188 PS Motor an der Vorder- und Hinterachse verbaut, insgesamt stehen damit 376 PS zur Verfügung. Mit dem Allradantrieb erhöht sich die Reichweite bei den normalen Modelle um bis zu 30 Meilen (ca. 50 km).

Top-Modell mit fast 700 PS

Beim Top-Modell P85D wird zusätzlich zum 470 PS Motor an der Hinterachse ein 221 PS Motor an der Vorderachse verbaut, somit steigt die Leistung auf 691 PS. Die Beschleunigung des Top-Modells reduziert sich auf 3.2 s für den Sprint von 0 auf 100 km/h und liegt damit auf dem Niveau eines Ferrari Enzo Ferrari. Die Reichweite erhöht sich laut Angaben um 10 Meilen (ca. 17 km).

Tesla CEO Elon Musk zeigte sich bei der Vorstellung begeistert und sagte, das Auto zu fahren fühlt sich an, als würde man von einem Flugzeugträger abheben oder als hätte man seine persönliche Achterbahn. Der Fahrer kann zwischen 3 Einstellungen wählen. Zur Auswahl stehen „Normal“, „Sport“ und „Insane“.

Der P85D wird erstmals im Dezember ausgeliefert, die anderen Modelle mit Allradantrieb ab Februar 2015.

Autopilot soll auf Autobahnen selbstständig fahren

Außerdem wurde angekündigt, dass zukünftig ein Autopilot-Paket dazu bestellt werden kann. Mittels Kamera an der Front und Ultraschall-Sensoren rund um das Fahrzeug wird die nahe Umgebung des Fahrzeug überwacht und das Fahrzeug fährt z.B. auf Autobahnen wie von alleine. Das Autopilot-Paket beinhaltet einen Spurhalte-Assistenten. Außerdem kann das Fahrzeug selbstständig die Fahrbahn wechseln, wenn der Fahrer den Blinker setzt. Geschwindigkeitszeichen können gelesen werden, worauf die Geschwindigkeit automatisch angepasst wird. Das Auto pass sich auch den Straßen und Verkehrsbedingungen an, so wird z.B. im Staut automatisch gebremst und beschleunigt. Die neuen Fahrzeuge können auch automatisch einparken und es wird eine Funktion geben, die das Fahrzeug automatisch vorfahren lässt, sofern man sich auf privatem Gelände befindet.

Tesla hat angekündigt, dass über weitere Software-Updates weitere Features hinzukommen werden. Andere Fahrzeughersteller, wie z.B. Daimler für die S-Klasse, haben ähnliche Pakete im Angebot.

Bild: Screenshot Website TeslaMotors.com

Gigafactory von Tesla wird in Nevada gebaut

Der amerikanische Elektroauto Pionier Tesla wird die Gigafactory  in Nevada aufbauen. Tesla CEO Elon Musk und der Gouverneur von Nevada, Brian Sandoval  haben die Pläne auf einer Pressekonferenz am Donnerstag veröffentlicht.

Die Gigafactory wird zur weltweit größten und modernsten Fabrik für Batterien, die in den Elektrofahrzeugen von Tesla verbaut werden sollen. Tesla wird die Produktionsstätte mit dem japanischen Panasonic-Konzern aufbauen, beide Unternehmen arbeiten schon längere zusammen.

Die Fabrik wird Kapazitäten für die jährliche Produktion von Batterien mit 50 GWh Energie haben. 50 GWh reichen, um etwa 500.000 Elektrofahrzeuge auszustatten. Die Gleiche Energiemenge würde ausreichen, um ca. 9 Milliarde iPhones mit Batterien auszustatten. Durch die Massenproduktion sollen die Kosten für ein Batteriepack um ca. 30 % sinken, nur durch geringere Kosten für die Stromspeicher wäre Tesla in der Lage, das Angekündigte Model 3 für 35.000 US$ gewinnbringend zu verkaufen.

Die Gigafactory soll ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben werden.  Dafür werden extra ein Solar- und ein Windpark errichtet. Die Fabrik soll 2017 eröffnet werden und bis 2020 sollen bis zu 6.500 neue Arbeitsplätze entstehen.

Bild: Tesla Motors (Bestimmte Rechte vorbehalten)

Tesla lässt Batteriezellen in Gigafactory von Panasonic fertigen

Tesla holt sich für die geplante Gigafactory den asiatischen Konzern Panasonic mit an Board. Wie unter anderem das Handelsblatt berichtet, wird Panasonic die Fertigung der Batteriezellen übernehmen. Panasonic und Tesla arbeiten schon seit 2013 zusammen, das japanische Unternehmen liefert bereits die Zellen für das aktuelle Tesla Model S Fahrzeug.

In der Gigafactory sollen in sechs Jahren mehr Lithium-Ionen-Akkus produziert werden als in allen heutigen Fabriken zusammen. Unter anderem sollen die Kosten für die Batteriezellen gesenkt werden, um die Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge zu reduzieren. Tesla hat bereits angekündigt, dass das nächste Model, das so groß wie ein 3er BMW sein wird, für 35.000 US$ angeboten werden soll. Mit dem neuen Fahrzeug sollen auch Verkaufsziele von 500.000 verkauften Tesla-Fahrzeuge pro Jahr erreicht werden.

Für die Gigafactory werden Investitionen von etwa 5 Milliarden US$ veranschlagt. Tesla will sich um das Bauland und die Gebäude kümmern und insgesamt zwei Milliarden US$ investieren. Die restlichen drei Milliarden US$ sollen von Partnern, wie Panasonic kommen. Die Fertigung der Batteriezellen wird etwa die Hälfte der Fabrikfläche einnehmen, den Rest werden sich Tesla und andere Zulieferer teilen, um die Zellen zu fertigen Batteriepacks zusammenzubauen.

 Bild: Tesla Visit 12 von Windell Oskay (Bestimmte Rechte vorbehalten)

Das dritte Modell von Tesla wird Model 3 heißen und wird ab 2017 für ca. 35.000 € angeboten

Tesla Gründer und CEO Elon Musk hat in einem Interview mit Auto Express angekündigt, dass das neue Modell Model 3 heißen wird und in Konkurrenz zum BMW 3er, Audi A4 und der Mercedes C-Klasse treten wird.

Eigentlich sollte das neue Fahrzeug Model E heißen, aber Ford hat angekündigt, dagegen gerichtlich vorzugehen, falls Tesla den Namen verwendet.

Das Model 3 wird ca. 20% kleiner als das Model S ausfallen und soll in den USA für 35.000 $ verkauft werden. Der günstigere Verkaufspreis ist hauptsächlich möglich, da die Kosten für die Batterien sinken, die Tesla in der entstehenden Tesla Gigafactory produzieren wird. Musk hat auch bestätigt, dass das neue Modell eine realistische Reichweite von etwa 320 km haben wird und ähnlich viel Fahrspaß wie das Model S verbreiten wird.

Das einzige Modell, welches Tesla zur Zeit in der Produktpalette hat, das Model S, wird in Deutschland zu Preisen ab 65.000 € angeboten. In den USA werden 63.600 US$ aufgerufen. Vergleicht man diese beiden Preise, kann man davon ausgehen, dass Tesla das neue Modell hierzulande für etwas mehr als 35.000 € (inkl. MwSt.) anbieten wird. Damit liegt das Fahrzeug preislich auf einem Niveau mit dem elektrischen BMW i3 und der elektrischen Version des VW Golfs. Ein BMW i3 schafft die Reichweite von 320 km nur mit Range Extender, rein elektrisch sind laut Norm 160 Kilometer drin, also realistisch um die 120 Kilometer.

Photo: Tesla Roadster-4 von ranychiu, Lizenz: CC BY 2.0

Erstes Elektromotorrad von Harley-Davidson

Der bekannte amerikanische Motorradhersteller Harley-Davidson lässt die Vergangenheit zurück und stellt das Elektro-Bike Projekt LiveWire vor. Das Motorrad mit Elektroantrieb soll in den nächsten Monaten in 30 Städten getestet werden, bevor es dann in etwa einem Jahr in die Läden kommt.

Bisher wurden noch wenig Details über das neue Bike veröffentlicht, Harley-Davidson spricht werbewirksam von einer reifenzerstörenden Beschleunigung und einem unvergesslichen Sound.  Es wird angegeben, dass eine Beschleunigung von 0 auf 100 in unter 4 Sekunden möglich ist. Über Motor, Reichweite und Leistung der Batterie, Höchstgeschwindigkeit usw. wurden keine Angaben veröffentlicht.

Viele Tech-Blogs waren begeistert von dem neuen rein elektrisch angetriebenen Motorrad, in sozialen Netzwerken, wie Twitter kam neben Begeisterung auch einiges an Spott auf. Hauptsächlich  weil der typisch blubbernde Sound der bisherigen V-Motoren durch einen Sound ersetzt wurde, der eher an einen Düsen-Jet erinnert. Viele alt eingesessene Harley-Besitzer können sich mit dem Produkt vermutlich wenig anfreunden, dafür werden um so mehr neue Kunden gewonnen.

httpv://www.youtube.com/watch?v=t6F8O5A__Ds#t=44

Das Motorrad steht noch nicht zum Verkauf, sondern soll Harley-Davidson dabei helfen, die Erwartungen der Motorradfahrer besser einschätzen zu können, wie sie sich ein Elektro-Motorrad vorstellen. Dafür wird das LiveWire durch 30 Städte in den USA touren und potentielle Kunden können es testen und ihre Meinung abgeben. Eine Tour durch Europa  soll im nächsten Jahr folgen.

Auch wenn es noch eine Weile dauern dürfte, bis das erste e-Bike von Harley-Davidson bei den Händlern steht, kann das Unternehmen die Vorstellung als Marketing-Erfolge verbuchen, da viel in Social Media, Blogs und Presse darüber diskutiert wird.

Tesla gibt Patente für alle frei, um Elektromobilität anzukurbeln

Der Amerikanische Autohersteller Tesla, der sich auf Elektroautos spezialisiert hat, gibt all seine Patent frei.

Wie Tesla Gründer Elon Musk mitteilt, wurden alle Patente für die Open Source Bewegung freigegeben. Die normalerweise in der Lobby stehende Wand mit allen Tesla Patenten wurde entfernt.

Tesla gibt alle Patente frei, um Elektromobilität anzukurbeln. Quelle: Flickr.com
Tesla gibt alle Patente frei, um Elektromobilität anzukurbeln. Quelle: Flickr.com

Tesla wurde gegründet, um den Wechsel hin zum nachhaltigen Transport zu beschleunigen. Auf dem weg dorthin passt es nicht zusammen, auf der einen Seite wettbewerbsfähige Autos zu entwickeln und zu produzieren und auf der anderen Seite intellektuelle Mienen hinter sich zu lassen,  um andere Unternehmen davon abzuhalten, nachhaltige Fahrzeuge zu entwickeln. Elon Musk schreibt auf dem Tesla Blog, dass sie gegen keinen rechtliche Schritte einleiten werden, der die Tesla Patente mit einer guten Absicht benutzen. Tesla hat seit dem Start vor paar Jahren mehrere hundert Patente eingereicht und zugesprochen bekommen.

Normalerweise versucht Musk darauf zu verzichten, wenn es um Patente geht, seiner Meinung nach kauft man mit einem Patent einen Lotterieschein für Gerichtsverfahren. Bei Tesla wurde am Anfang gedacht, das Patente Tesla davor schützen, dass große Autohersteller die von Tesla entwickelten Technologien kopieren und ihre Produktions- und Vertriebspower nutzen und Tesla überrollen. Bisher war dem nicht so, die Entwicklungsprogramme für Elektrofahrzeuge oder Fahrzeuge, die kein CO2 Ausstoßen, sind bei den meisten Herstellern klein oder gar nicht existent.

Bei den etablierten Herstellern sind die nachhaltigen Fahrzeuge ohne CO2 für 1% oder weniger der Verkaufszahlen verantwortlich. Große Automobilhersteller, wie Daimler oder BMW produzieren Fahrzeuge mit geringer Reichweite, einige haben auch gar keine Fahrzeuge im Programm, die kein CO2 Ausstoßen.

Jedes Jahr werden 100 Mio. Fahrzeuge produziert und insgesamt gibt es etwa 2 Milliarden Fahrzeuge auf der Welt und für Tesla ist es unmöglich, genügend Fahrzeuge herzustellen und zu vertreiben, um gegen die steigende CO2 Emission anzukämpfen. Der größte Wettbewerb für Tesla sind nicht die wenigen Elektrofahrzeuge, die keine Teslas sind, sondern die vielen Fahrzeuge, die mit einem Benzin-Motor produziert werden.

Teslas Ziel ist es, eine Technologie Plattform auf die Beine zu stellen, die sich schnell entwickelt, damit darauf weitere Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller entstehen. Technologieführerschaft ist nicht durch Patente definiert, sondern durch die Fähigkeit des Unternehmens, die besten Ingenieure zu motivieren.

Bleibt abzuwarten, welche Unternehmen davon gebrauch machen und ob dadurch neue Unternehmen ermutigt werden, Elektrofahrzeuge zu entwickeln. In Deutschland arbeitet Tesla unter anderem mit Daimler zusammen, so wurde der Smart ForTwo Electric Drive bei Tesla mitentwickelt und die Elektroversion der Mercedes B-Klasse wird von Tesla mit einem elektrifizierten Antriebsstrang ausgerüstet. Daimler ist auch seit 2009 als Investor bei Tesla beteiligt.

Photos: The Tesla Patent Wall at HQ, now set free, von Steve Jurvetson, Lizenz: CC BY 2.0

Tesla Model S Battery Pack von Greencarreports.com

DriveNow mit schwarzen Zahlen und Kooperation mit MeinFernbus

Das Carsharing Unternehmen DriveNow, das gemeinsam von BMW und Sixt betrieben wird, fährt in die schwarzen Zahlen und will schneller expandieren.

Die Onlineausgabe der Branchenzeitung Automobilwoche zitiert BMW-Vertriebschef mit den Worten, dass das Carsharing Joint-Venture die Gewinnschwelle erreicht hat und damit Geld verdient wird. In den kommenden Monaten soll das Angebot stark ausgeweitet werden. In Europa sind neben den bestehenden 5 Städten bis zu 15 weitere geplant, in den USA sollen weitere 10 Städte zu San Francisco hinzukommen.

Die Kundenzahl stieg auch kräftig, bis Ende März waren es 255.000 registrierte DriveNow Kunden, innerhalb eines Jahres wurde die Anzahl somit fast verdreifacht.

Das Carsharing Angebot von Daimler, car2go, schreibt noch rote Zahlen, ist aber auch schneller expandiert und in mehr als 20 Städten verfügbar. Weltweit sind um die 750.000 Kunden bei car2go registriert und letztens musste man einen Rückschlag in Großbritannien hinnehmen. Für die Expansion von DriveNow werden Investitionen nötig sein, so dass DriveNow vermutlich nicht lange in den schwarzen Zahlen bleiben wird.

Kooperation mit MeinFernbus

Ab sofort kooperiert DriveNow mit dem größten deutschen Fernbusanbieter MeinFernbus. DriveNow Kunden erhalten im Juni und Juli 20% Rabatt auf Buchungen bei MeinFernbus.de. Auf der anderen Seite können sich Kunden von MeinFernbus zu einem vergünstigten Preis von 4,99 € bei DriveNow anmelden und erhalten 15 Freiminuten, normalerweise werden 29€ für die Registrierung fällig. Voraussetzung für den Rabatt ist, dass die Busfahrt in einer Stadt beginnt oder endet, in der DriveNow aktiv ist.  Die Kooperation macht Sinn, da das CarSharing Fahrzeug für die letzte Meile zwischen Busbahnhof und Zieladresse genutzt werden kann.

Tesla mit mehr als 100 Supercharger Stationen weltweit

Tesla hat vor kurzem die 100. Supercharger Station installiert. Tesla Besitzer können ihr Fahrzeug an den Supercharger Stationen umsonst aufladen. Innerhalb von 30 Minuten kann an einer Supercharger Station genügend Energie für etwa 250 km geladen werden.  Besitzer eines Tesla S können über den 17″ Bildschirm im Auto den Weg zur nächsten Station finden.

Das Ziel von Tesla ist, dass im Umkreis von 160 km eine Supercharger Station erreichbar ist. In den USA ist das Netz der Stationen bereits so dicht, dass die meisten Langstreckenfahrten ohne Probleme gemeistert werden können, bis Ende des kommenden Jahres sollen etwa 98% der US Bevölkerung abgedeckt sein.

Ein Großteil der Stationen steht in den USA, gefolgt von Europa und Asien. In den kommenden Monaten soll die Anzahl der Stationen schnell ausgebaut werden. In Deutschland werden die Stationen in Kooperation mit der Deutsch Bahn aufgebaut.  DM Energie, eine Tochter der Deutschen Bahn kümmert sich um die Installation der Säulen, gemeinsam mit dem Elektroauto-Dienstleister The Mobility House wird auch der Betrieb der Stationen übernommen.

Laut Manager Magazin sollen bis Ende des Jahres etwa 50 Stationen stehen und damit eine Flächendeckende Versorgung möglich sein.

Ein Tesla hat eine Reichweite von mindestens 390 km, manche Modelle sogar ca. 500 km, somit muss dass Netz der Tankstellen nicht so dicht sein.

Supercharger Stationen, die aktuell in Europa Betrieb sind (Quelle: Tesla Motors)
Supercharger Stationen, die aktuell in Europa Betrieb sind
(Quelle: Tesla Motors)
Supercharger Stationen von Tesla, die Ende des Jahres in Betrieb sein sollen
Supercharger Stationen, die in Europa im Winter 2014/15 in Betrieb sein sollen (Quelle: Tesla Motors)

Die Grafiken von Tesla verdeutlichen, wie schnell das Netz ausgebaut werden soll und welche Bereiche dadurch abgedeckt werden.

Hier noch einige Zahlen, die Tesla jüngst veröffentlicht hat:

  • 2.161.171 Liter Benzin wurden durch Supercharger ersetzt, das entspricht ca. 31.000 Tankfüllungen einer Deutschen Oberklasse Limousine
  • Basierend auf dem amerikanischen Benzinkosten wurden mehr als 2 Mio. US$ and Spritkosten eingespart.
  • Es wurde Energie für 23 Mio. Kilometer geladen, das würde ausreichen, um mit einem Tesla etwa 575 mal um die Erde zu fahren.
  • Die Bereitgestellte Energie beträgt 4,9 Mio. kWh
  • Pro Woche werden aktuell mehr als 5200 Fahrzeuge geladen
  • Eine Supercharger Station Lädt einen Tesla Model S um die 16 mal schneller, als eine normale öffentliche Ladesäule