Archiv der Kategorie: Fahrdienst

Mobilität in China: Didi Chuxing steigt ins Carsharing ein

Es ist beeindruckend, mit welchem Tempo der Chinesische Anbieter Didi Chuxing sein Mobilitätsangebot ausbaut. Dahinter verbirgt sich eine durchdachte Strategie, von der andere Anbieter und vor allem deutsche Unternehmen lernen können. Nach den zahlreichen Angeboten, wie Ride-Sharing, Pooling, Gebrauchtwagenplattform oder Bikesharing wird jetzt auch in Car-Sharing investiert.

Carsharing in China wächst rasant

Mindestens eine Milliarde Yuan, was etwa 120 Mio. Euro entspricht, soll in ein Carsharing Angebot gesteckt werden. Der Bedarf nach Mobilität in China steigt unaufhaltsam und da sich viele keine eigenes Auto, bzw. einen Parkplatz dafür leisten können, erfreuen sich alternative Mobilitätsangebote steigender Beliebtheit. Car-sharing gehört dazu und wächst seit geraumer Zeit.

Offene Plattformen für Carsharing

Anscheinend will Didi eine Art offene Plattform schaffen, auf der auch andere Autovermietungen und Händler die Fahrzeuge fürs Car-Sharing zur Verfügung stellen können. Die Nutzer können die Autos einfach über eine App anmieten.

Didi wird dadurch gleichzeitig die Situation für die registrierten oder potentiellen Ride-Sharing Fahrer verbessern. Diese bekommen durch die Car-Sharing Plattform die Möglichkeit, kurzfristig ein passendes Auto für den Fahrdienst mieten zu können.

Vor allem Elektro-Flotten

Die größte Carsharing Plattform in China EvCard hat 8400 in 20 Städten, alle Fahrzeuge sind Elektroautos. Erst kürzlich hat BMW mit der eigenen Mobility Marke ReachNow eine Partnerschaft mit EvCard geschlossen, um Premium-Carsharing anbieten zu können. Insgesamt existieren um die 30.000 Carsharing Fahrzeuge in China, 95 Prozent sind Elektroautos, Plugin-Hybride oder Brennstoffzellen-Autos.

Auch Didi hat sich den alternativen Antrieben verschrieben. Im November wurde bekanntgegeben, dass Didi in einem Joint-Venture eine Ladeinfrastruktur aufbauen will. Bis 2020 soll die Zahl der Elektro-Fahrzeuge auf der Plattform von aktuell 260.000 auf eine Millionen ansteigen.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Services: Konzerne vs. Startups

Vergleicht man Mobility Services von etablierten Automobilkonzernen mit denen von Startups, dann fällt auf, dass letztere meistens ein viel höheres Tempo an den Tag legen und experimentierfreudiger sind. Mobility Startups ändern oder erweitern schneller ihr Geschäftsmodell und sind gefühlt näher am Kunden. Im folgenden soll das anhand einem Vergleich von Didi Chuxing aus China und den Mobility Services von BMW dargestellt werden. Didi wird exemplarisch als Beispiel für die dynamischen Startups gewählt. Die Now-Plattform von BMW (DriveNow, ReachNow, ChargeNow, etc.) verkörpert exemplarisch den eigentlich modernen aber langsamen Ansatz eines Automobilkonzerns.

DriveNow: Carsharing – sonst nichts

Unter dem Namen DriveNow ist BMW zusammen mit Sixt vor einigen Jahren in das Carsharing eingestiegen, was schon mal lobenswert ist. Der Service von heute ist mit dem Dienst vor ein paar Jahren identisch. Seitdem ist bei DriveNow aus Kundensicht wenig passiert, außer die Expansion in ein paar Städte und die Aufstockung der Flotten mit einigen Elektroautos. Ein erweitertes Mobilitätsangebot sucht der Kunde vergebens.

Wenig neues für den Kunden

Aus Kundensicht ist das enttäuschend, da man teilweise immer noch lange strecken zu den Fahrzeugen zurücklegen muss. Ein ergänzender Bike- oder Scooter-Sharing Dienst als eine Art Zubringer für die Carsharing Fahrzeuge fehlt. Beides würde nicht nur das Kundenerlebnis verbessern, sonder als Nebeneffekt auch dafür sorgen, dass die Kundenzahl schneller wächst. An Partnerschaften mit existierenden Anbietern ist auch nicht zu denken. Als Meilenstein wird gefeiert, wenn die Marke von einer Millionen Kunden geknackt wird.

Zu ergänzen ist, dass mit ReachNow in den USA auch weitere Mobility Services, wie Premium-Ridesharing pilotiert werden. Dienste wie ChargeNow oder ParkNow schreibt sich der Konzern ebenfalls als Innovationen auf die Fahne. Ohne eigenes Auto kommt man damit bisher aber nicht in Berührung.

Partnerschaften, um Reichweite auf der Kundenseite zu erzielen, sind nicht offensichtlich. Nur eine Kooperation mit Rewe wird dauerhaft beworben.

Didi Chuxing: Bunter Strauß an Mobility Services

Didi hingegen prescht mit einem Tempo und einer durchdachten Strategie vor. Als Ridesharing Plattform gestartet, wird mittlerweile ein bunter Strauß an Mobilitätsdiensten in China angeboten. Bikesharing wurde zum Beispiel in die App mit eingebunden, damit die Nutzer mehr Transportmöglichkeiten haben und evtl. auch zu den virtuellen Haltestellen der Pooling Angebote schneller kommen. Insgesamt finden die Nutzer eine Mobility Plattform vor, die detaillierter auf sie ausgerichtet ist.

Fahrer und Kunden im Fokus

Es wird nicht nur in Richtung Endkunden gedacht, sondern auch die Didi Fahrer stehen im Fokus. Ein Marktplatz für Gebrauchtfahrzeuge wurde für die Fahrer integriert, damit sie schnell und günstig an ihr Arbeitsgerät kommen. Eine eigene Ladeinfrastruktur wird geschaffen, damit die jetzt schon 260.000 Fahrer mit Elektroauto die Fahrzeuge laden können. Ein Carsharing Angebot ist sowohl für Fahrer als auch für Nutzer mit Mobilitätsbedürfnis interessant. Abgerundet wird das Angebot durch die modernsten Mobile Payment Angebote und Integrationen in angesagte Messanger Apps, wie WeChat, um so viele Kunden wie möglich zu erreichen.

Durch internationale Investments in Startups wie Taxify oder 99 breitet sich Didi weltweit aus und klopft auch an die Märkte, die vom DriveNow und co. bespielt werden. Die Investments werden ihre Strategie ähnlich wie Didi ausrichten und aggressiver als zuvor in den Markt gehen.

Gravierender Unterschied

Der Unterschied zwischen den Ansätzen von Startups und Konzernen ist gravierend. Die deutschen Anbieter haben doch auch viel Potential. Mehr Mut, Denken in globalen Dimensionen, die Öffnung für Partnerschaften und die Diversifizierung der Angebote wären wünschenswert. Klar ist, dass es auch mal Rückschläge und Fehlentscheidungen geben wird. Mit einer guten Unternehmenskultur, die Fehler und daraus resultierenden Learnings zulässt, kann das Unternehmen davon aber nur profitieren.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

EuGH entscheidet: Uber ist ein Taxi-Unternehmen

Der amerikanische Fahrdienst Uber hat lange Zeit auf die Europäische Union gehofft, um ein grünes Licht für den Dienst mit Privatfahrern zu bekommen. Der Europäische Gerichtshof macht die Ambitionen von Uber zunichte und stuft die Ride-Sharing Plattform wie ein Taxi-Unternehmen ein. In den USA und in anderen Teilen der Welt ist der Dienst mit Privatfahrern sehr erfolgreich und schafft auch jede Menge neue Möglichkeiten, um Einnahmen zu erzielen.

Uber wird als Taxi-Unternehmen eingestuft

Der EuGH kam zu der Entscheidung, dass der Uber Dienst eine Verkehrsdienstleistung ist und deswegen entsprechend reguliert werden muss. Für die Uber-Fahrer gelten damit die gleichen Regeln wie für Taxi- oder Mietwagen-Fahrer. Die Regeln sind pro Land unterschiedlich, meistens wird aber eine Lizenz zur kommerziellen Beförderung benötigt und ein konzessioniertes und speziell versichertes Fahrzeug.

UberPop war Stein des Anstoßes

Uber hat vor etwa drei Jahren damit begonnen, unter dem Namen UberPop einen Dienst in Europa aufzubauen, der auf Privatfahrer mit Privatfahrzeug aufbaut. Recht schnell hat dieser Ansatz die Behörden und Taxi-Verbände auf den Plan gerufen. In unterschiedlichen Gerichtsverfahren, z.B. in Deutschland oder Frankreich wurde der Dienst daraufhin verboten. Auf der einen Seite hat Uber eine Beschwerde bei der EU eingereicht und gleichzeitig sein Geschäft den lokalen Regeln angepasst. Die jetzige Entscheidung geht auf die Klage eines spanischen Taxi-Verbandes zurück.

Kompliziertes Setup für UberX in Deutschland

In Deutschland hat das dazu geführt, dass Städte wie Hamburg, Frankfurt oder Düsseldorf wieder geschlossen wurden. In den Märkten Berlin und München wurde zunächst mit einem Taxi-Dienst a la myTaxi weitergemacht. Einige Zeit später kam ein angepasstes UberX Angebot mit lizensierten Fahrern und festen Rückkehr-Stützpunkten hinzu.

Uber hatte vor den EuGH damit argumentiert, dass die Vermittlung von Fahrtaufträgen zwischen Nutzer und Fahrer keine Verkehrsdienstleistung ist und der Service so unter die Regeln für den allgemeinen Dienstleistungsverkehr fällt. Der EuGH entschied jetzt aber, dass die Vermittlung untrennbar mit der Verkehrsdienstleistung verbunden ist und deshalb die für Taxis geltenden Regulierungen anzuwenden sind.

Entscheidung wurde erwartet

Es wurde mit einer Entscheidung in diese Richtung gerechnet, da sich der zuständige Generalanwalt kürzlich mit einer solchen Position zu Wort gemeldet hat. Uber wird sich darüber ärgern, dass der EuGH einen Riegel vorgeschoben hat, da UperPop sehr gut von den Nutzern und Fahrern angenommen wurde. Letztendlich hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren an die Gesetze angepasst, so dass  das Geschäft wie gewohnt weiter gehen wird.

Die Fahrer und Kunden sind im Grunde die Leittragenden, da die Option nach günstiger Mobilität und leichtem Arbeitseinstieg verbaut wurde.

Bild: Rock Cohen (bestimmte Rechte vorbehalten)

Konferenz Rückblick: Transformation der Automobilindustrie

Anfang Dezember fand in Frankfurt die Konferenz „Transformation der Automobilindustrie“ statt, organisiert vom Handelsblatt Verlag.

Grundsätzlich ging es bei der Veranstaltung darum, wie Zulieferer und Automobilhersteller die Digitalisierung und Transformation schaffen können. Die vier Trends Connectivity, Elektrifizierung, Shared Mobility und autonomes Fahren werden die Branche umkrempeln.

Hochkarätige Redner waren vor Ort. Von Volkswagen, Google und anderen Rednern kam Input, wie das Unternehmen aufgestellt sein soll, um Innovationen hervorzubringen. Google wird die Kultur tatsächlich leben, bei Volkswagen wird das nicht mehr als ein Lippenbekenntnis sein. Rechtsanwälte und Insolvenzverwalter haben einen Einblick in die Risiken und Optionen bei einer Restrukturierungen bzw. Insolvenz dargelegt. Vertreter von der IG Metall haben die Arbeitnehmer vertreten. Praxisberichte von Startups und mutigen Zulieferern rundeten die gelungene Konferenz ab.

Was diskutiert wurde

Grundsätzlich haben sich die Diskussionen und Beiträge um folgende Bereiche bewegt.

  1. Den meisten Unternehmen im Automotive Bereich geht es im Moment so gut, dass sie die Digitalisierung ignorieren. Die Auftragsbücher sind voll und die Beschäftigten sind mit Mehrarbeit gut ausgelastet. Trotzdem sollten etwa 30 Prozent der Gewinne in innovative Ideen oder sogenannten Moonshots investiert werden. Den Mitarbeitern müssen die Freiräume geschaffen werden, damit sie an neuen kundennahen Ideen arbeiten können.
  2. Das Thema Digitalisierung ist eine große Unbekannte, bei der das nötige Wissen in den meisten Unternehmen fehlt. Eigene Mitarbeiter werden nicht in den wichtigen Feldern weitergebildet. Die Unternehmenskultur lässt meistens keinen Raum für die Entwicklung von innovativen Ideen. Externe Kandidaten, die einen Lebenslauf mit einigen Stationen in Startups und so auch wertvolles Wissen haben, werden erst garnicht zum Interview eingeladen. Die Kreativität, um Digitalisierungs-Experten aus den Hot-Spots wie Berlin in die Provinz zu locken, fehlt.
  3. Deutsche Unternehmen im Automotive-Bereich sind die Getriebenen. Die disruptiven Mobility Ideen werden im Silicon Valley oder in Israel generiert und mit globalen Ambitionen umgesetzt. Deutsche Unternehmen aus der Automobilindustrie haben früher die Impulse gesetzt, heute laufen sie eher hinterher.
  4. Deutsche Unternehmen denken bei neuen Geschäftsideen nicht global, sondern eher an den Binnenmarkt. Zusätzlich werden die neuen Ideen zu langsam ausgerollt oder weiterentwickelt. Viele Unternehmen entwickeln Einzellösungen am Kunden vorbei, anstatt Partnerschaften einzugehen.

Deutschland kann die Transformation der Automobilindustrie anführen

Das wir es besser können, haben wir bewiesen. Sonst wäre in Deutschland keine Automobilindustrie entstanden, die weltweit führend ist. Für alle weiter oben genannten Bereiche müssen Lösungen möglichst schnell gefunden werden, damit die Automobilindustrie auch noch die nächsten Jahre erfolgreich überlebt. Amerikanische oder asiatische Technologiekonzerne können als Inspiration genutzt werden,

Anwesend war eine Mischung aus unterschiedlichen Berufsgruppen. Zulieferer haben sich für Input interessiert, welche Stellhebel in Angriff genommen werden müssen, um die Transformation zu überstehen und mitzugestalten. Innovationsberater und Startups gaben einen Einblick in die Praxis.

Ein Heer an Anwälten, Beratern und Insolvenzverwaltern war ebenfalls unter den Teilnehmern und Rednern. Sie riechen schon das große Geschäft bei Restrukturierungen oder Abwicklungen von Unternehmen aus dem Automotive Bereich. So weit sollte es nicht kommen.

äBild: Handelsblatt/EuroForum (alle Rechte vorbehalten)

BerlKönig: BVG startet Smart Shuttle mit Via im Frühjahr 2018 in Berlin

Im Sommer wurde bekannt, dass die Berliner Verkehrsbetriebe einen Smart Shuttle als Ergänzung zum ÖPNV anbieten wollen. Jetzt werden weitere Details bekannt, der Dienst soll zusammen mit dem Joint Venture von Via und Mercedes-Benz Vans gestartet werden. Das Berliner Nahverkehrssystem gilt bereits als eines der besten der Welt, trotzdem ruht sich die BVG nicht auf dem Status Quo aus, Sindern startet BerlKönig. Die BVG hat einen Antrag zur Genehmigung des neuen Verkehrsangebots im Rahmen der Experimentierklausel des PBefG eingereicht.

Bis zu 300 Fahrzeuge für den Osten der Stadt

Zunächst sollen ab Frühjahr 2018 etwa 50 Fahrzeuge von Mercedes-Benz im Einsatz sein. Je nach Nachfrage und Projektverlauf soll die Flotte auf 300 Fahrzeuge anwachsen. Die ersten 50 Fahrzeuge werden im Osten der Stadt unterwegs sein, etwa in den Stadtteilen Prenzlauer Berg, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte. Die Bewohner dieser Stadtteile gelten als offen, für neue digitale Dienste. Außerdem liegen viele Clubs und Bars in den Bereichen. Sofern der BVG Smart Shuttle nachts unterwegs ist, werden Partygänger eine der größten Kundengruppe sein.

Später wird der Westen auch in den Genuss des Angebots kommen, falls das zweijährige Pilotprojekt erfolgreich verläuft. Die Partner geben sich also viel Zeit, um zu erörtern, ob der neue Dienst von Berlinerinnen und Berlinern angenommen wird.

Das neue Angebot der BVG setzt dabei auf virtuelle Haltestellen als Ergänzung zu den fixen BVG Stops. Fahrgäste können sich dann unkompliziert per App kurzfristig ein ÖPNV-Fahrzeug zu einem Zustiegspunkt rufen. Dabei werden verschiedene Fahrtwünsche gebündelt. Die Fahrten starten und enden an virtuellen Haltestellen und erfolgen gemeinsam mit anderen Fahrgästen. Dank der ausgeklügelten Algorithmen der Softwareexperten von Via berechnet das System hocheffizient in Echtzeit, welche Fahrten sich ohne nennenswerte Umwege bündeln lassen. Davon profitieren Umwelt, Anwohner und Fahrgäste gleichermaßen, denn es bedeutet weniger Verkehr auf Berlins Straßen und ermöglicht gleichzeitig attraktive Konditionen – eine neue Form des öffentlichen Nahverkehrs eben.

Die Ride-Pooling Lösung soll in Berlin in den bestehenden ÖPNV eingebunden werden. Ob der Dienst aus der bestehenden BVG App gerufen werden kann oder ob eine weitere App notwendig ist, ist noch nicht bekannt.

Günstiger als ein Taxi

Die Fahrpreise wurden noch nicht veröffentlicht, sollen aber zwischen dem ÖPNV Tarif und Taxi liegen. Der digitale Tarif besteht aus einem Grundpreis sowie einem entfernungsbasierten Zuschlag. Da der Nutzer Start und Endpunkt eingibt, kann das System gleich den Fahrpreis berechnen und in der App anzeigen. Dieser wird dem Fahrgast angezeigt und änder sich auch nicht mehr, wenn sich die Route auf Grund von weiteren Fahrgästen oder anderen Vorkommnissen anpasst. Bestellt eine Person für mehrere Fahrgäste gleichzeitig, so gibt es zudem noch einen Rabatt.

Teilweise mit Elektroantrieb

Die Flotte stellen die Fahrzeugexperten von Mercedes-Benz: Zum Einsatz kommen zunächst moderne Vans der Modelle Vito und V-Klasse (Euro 6) mit bis zu acht Sitzen sowie vollelektrische Mercedes B-Klassen vom Typ B250e mit vier Sitzen. Ab dem Sommer wird dann auch der neue, vollelektrische eVito Tourer zum weltweit ersten Mal als lokal emissionsfreier Personentransporter in Berlin zum Einsatz kommen. Im Straßenbild werden die Fahrzeuge ein wahrer Hingucker – prominent im bekannten BVG-Sitzmusterdesign beklebt und dazu mit großen, gelben BVG-Herzen sowie dem Logo von ViaVan versehen.

Stimmen zum Projekt

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin:
„Mit dem geplanten Pilotprojekt geht Berlin neue Wege. Ich begrüße, dass die BVG damit eine zusätzliche Möglichkeit bietet, bequemer und umweltfreundlicher unterwegs zu sein. Zielgruppe sind Autofahrer und ÖPNV-Nutzer gleichermaßen: Autofahrer können für einzelne Fahrten auf den Rufbus umsteigen. ÖPNV-Nutzer können mit dem „Kleinbus auf Bestellung“ neue Möglichkeiten testen, mit mehr Komfort an ihr Ziel zu kommen. Das Projekt wird zeigen, wie die Berlinerinnen und Berliner das Angebot annehmen und nutzen. Mit dem Erprobungsbetrieb gewinnen wir wichtige Erfahrungswerte, ob und wie Ridesharing den Öffentlichen Personennahverkehr ergänzen kann.“

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Berlin und Vorsitzende des BVG-Aufsichtsrats:
„Die Stadt wächst und damit auch das Verkehrsaufkommen. Wir wollen Mobilität für die Zukunft umweltfreundlicher, effizienter und smarter gestalten. Neben der Elektrifizierung der BVG-Flotten setzen wir auf innovative Mobilitätskonzepte, die die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs steigern und mehr Menschen den Umstieg erleichtern. Ich freue mich, dass die BVG hier mit starken Partnern einen wichtigen Schritt in die neue, vernetzte Mobilitätswelt geht und innovative Maßnahmen für eine moderne Stadt erprobt.“

Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG):
„Mit zehn U-Bahn-, 22 Straßenbahn-, über 150 Buslinien und sechs Fähren haben wir bereits jetzt ein erstklassiges Mobilitätsangebot mit unzähligen Kombinationsmöglichkeiten für unsere Fahrgäste. Gemeinsam mit ViaVan wollen wir jetzt noch einen Schritt weiter gehen und einen ganz individuellen ÖPNV „on-demand“ anbieten. Dabei bleibt dank Ridesharing eines wie gehabt: Wir bündeln Fahrten und sorgen damit für weniger Verkehr, weniger Lärm und weniger Emissionen in unserer Stadt – für ein grüneres, lebenswerteres Berlin.“

Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, Daimler AG:
„Wir freuen uns sehr, dass wir in Berlin und der BVG ideale Partner für den Start für ViaVan in Deutschland gefunden haben. Der anspruchsvolle Verkehr in Berlin ist der perfekte Härtetest, um diese neue Form der Mobilität zu testen. Wir sind überzeugt, dass sich unser gemeinsamer Service schnell etablieren und zu einer perfekten Ergänzung des ÖPNV der Hauptstadt wird. Geteilte Mobilität in unseren Vans leistet einen erheblichen Beitrag zur Entlastung des städtischen Verkehrs und macht gleichzeitig nachhaltige Mobilität verfügbar.“

Dr. Henrik Haenecke, Vorstand Finanzen, Digitalisierung und Vertrieb der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG):
„Das Teilen einer Fahrt ist Teil unserer DNA. Mehrere Fahrgäste gemeinsam von Haltestelle zu Haltestelle zu fahren, ist für uns als Nahverkehrsunternehmen eine Kernkompetenz. Wir wollen diese Kompetenz nutzen, um Ridesharing per App als Teil des ÖPNV zu erproben. Wir werden gemeinsam mit ViaVan ein völlig neues Mobilitätsangebot in den Berliner ÖPNV integrieren. Wir wollen zeigen, dass ein öffentliches ÖPNV-Unternehmen gemeinsam mit einem Start-up neue Mobilitätsleistungen entwickeln kann.”

Chris Snyder, CEO, ViaVan:
„Die Technologie von Via definiert Mobilität auf der ganzen Welt neu. Wir freuen uns sehr, mit der BVG in Berlin an diesem mutigen neuen Projekt zur Einführung des ViaVan-Modells für dynamisch geroutete On-Demand-Fahrten im großen Stil zusammenzuarbeiten. Der neue Service ist eine perfekte Ergänzung zu herkömmlichen öffentlichen Verkehrsmitteln und bietet eine völlig neue Art, sich in der Stadt fortzubewegen.“

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Moovel startet in Stuttgart einen on-demand Shuttle

Die Daimler Tochter moovel startet zusammen mit der SSB einen on-demand Shuttle. Mitte Dezember soll der Dienst drei Tage getestet werden, im Januar geht es bis zum offiziellen Start mit den Tests weiter. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) will den Dienst unter dem Namen SSB Flex ab Frühjahr 2018 operativ betreiben.

Moovel entwickelt eigene Technologie-Plattform

Der Dienst basiert auf einer von moovel entwickelten Technologien-Plattform für on-demand Dienste. Die Plattform verfügt über intelligente Algorithmen zum effizienten Routing und Pooling. Erkennt das System, dass mehrere Personen eine ähnliche Strecke zurücklegen wollen, bündelt der moovel on-demand Algorithmus die Anfragen, so dass sich mehrer Fahrgäste ein Fahrzeug teilen können. Die Routen sind dabei dynamisch, Fahrt- und Ankunftszeit wie auch die optimalen Start- und Endhaltestellen werden individuell vom System berechnet.

Virtuelle Haltestellen und Nachfrage Abschätzung

Ein Netz an virtuellen Stops soll dafür sorgen, dass sich die Umwege in Grenzen halten. Die Fahrgäste müssen meistens eine kurze Strecke zu Fuß zurücklegen, um von einem der vorerst zehn Shuttle Fahrzeuge mitgenommen zu werden. Das moovel System soll auch über Algorithmen zur Schätzung der Nachfrage an Fahrten verfügen. So soll ein effizientes Flottenmanagement bei dem on-demand Shuttle möglich sein und außerdem das Kundenerlebnis verbessert werden.

Die Mobilität in den Städten muss effizienter und intelligenter gestaltet werden, um den Verkehrsinfarkt zu vermeiden oder ihm zu entkommen. Die Straßen in Stuttgart sind schon so überlastet, so dass jedes Angebot zur Reduzierung des Individualverkehrs willkommen ist. Ridesharing, bzw. Pooling wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Damit wird auch den Wünschen der Kunden entsprochen – immer mehr Menschen wollen auf ein eigenes Auto verzichten und erwarten stattdessen kundenfreundliche und flexibel on-demand Mobilitätslösungen.

Daimler mit buntem Strauß an Optionen

An Plattformen für Ride-Pooling Dienste mangelt es Daimler nicht. Neben der von Moovel entwickelten Plattform hat Daimler noch Zugriff auf die Plattformen von myTaxi, Via oder CleverShuttle. MyTaxi hat erst kürzlich die Pooling Funktion eingeführt, bei CleverShuttle und Via ist das Pooling ein essentieller Bestandteil des Angebots. Via soll demnächst in Berlin starten.

Bild: moovel (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienst: SoftBank will 30% Discount bei Uber Einstieg – Verluste steigen

Der Japanische Investor SoftBank will bei dem Fahrdienst Uber einsteigen, das ist seit längerem im Gespräch. Die Japaner wollen aber nicht zur letzten Bewertung von 68.5 Milliarden US$ investieren, sondern haben angeboten, bei einer Bewertung von 48 Milliarden US$ einzusteigen. Das ist ein Nachlass von 30%. Vor allem die Skandale in den letzten Monaten dürften dafür gesorgt haben, dass SoftBank einen so hohen Discount fordert.

Mehr Kontrolle und Unabhängigkeit für Verwaltungsrat

Durch den Einstieg würden auch die Strukturen im Verwaltungsrat von Uber ändern. Die Sitze würden von 11 auf 17 anwachsen und der Einfluss von Gründer und ex-CEO Travis Kalanick würde eingeschränkt werden. SoftBank will zwei der zusätzlichen Posten im Verwaltungsrat besetzten, die anderen vier sollen durch unabhängige Mitglieder besetzt werden.

Anteile von frühen Investoren und Mitarbeitern sollen übernommen werden

Insgesamt will das von SoftBank angeführte Investoren-Konsortium einen Anteil von 14% an dem Fahrdienst übernehmen. Der Großteil der Anteile soll von bestehenden Investoren und frühen Mitarbeitern erworben werden. Anteilseigner, die an einem Verkauf interessiert sind, haben etwa einen Monat Zeit, sich zu melden. Frühe Investoren, wie Benchmark Capital oder Menlo Ventures, haben bestätigt, dass sie Anteile verkaufen werden. Es ist davon auszugehen, dass auch einige frühe Mitarbeiter ihre Anteile zu Geld machen werden. Der Deal kann immer noch platzen und Softbank könnte sich an Lyft beteiligen.

Eine Milliarde als frisches Kapital für den Fahrdienst

Zusätzlich zu der Auszahlung bestehender Anteilseigner, soll eine Milliarde an frischem Kapital von SoftBank, Didi und Dragoneer in Uber investiert werden. Die Bewertung für das zusätzliche Kapital soll bei den vorherigen 68.5 Milliarden US$ liegen.

Verluste steigen stark

Fast gleichzeitig wurde bekannt, dass die Verluste von Uber wieder ansteigen. Im dritten Quartal sollen die Ride-Sharing Plattform einen Verlust in Höhe von 1.46 Milliarden US$ eingefahren haben. Im Vergleich dazu, der Verlust im zweiten Quartal lag bei 1.06 Milliarden US$. Der Verlust soll vor allem durch die zusätzlichen Aufwendungen in die Höhe geschnellt sein, die auf Grund der rechtlichen und regulatorischen Probleme nötigt sind, um Uber weiter am Leben zu halten. Das Buchungsvolumen soll bei 9.7 Milliarden US$ gelegen haben, 2 Milliarden sind davon bei Uber geblieben.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Ford will mit Shuttle Dienst Chariot nach Europa

London scheint sich zu einem heißen Pflaster für neue Mobilitätsangebote in Europa zu entwickeln. Neben Uber, Via und Taxify will jetzt auch die Ford Tochter Chariot die Lizenz für einen Shuttle Dienst erwerben.

Sechs Routen in London als Ergänzung zum ÖPNV

Chariot hat sich bei der Behörde Transport for London (TfL) für den Betrieb von sechs Routen beworben. London wäre für das Shuttle Startup der erste Markt außerhalb der USA. Die Routen sollen vor allem Gebiete im Süden und Westen der Stadt bedienen, in denen das ÖPNV-Angebot verhältnismäßig schwach ausgebaut ist. Auch wenn die Routen bestehende Bushaltestellen bedienen sollen, bleibt ausreichend Flexibilität im System. Die Busfahrer können alternative Routen nehmen, wenn bestimmte Strecken durch Stau verstopft sind oder keine Fahrgäste mitfahren wollen.

Lizenzierung von Shuttle Dienst in London dauert lange

Der Shuttle Dienst Anbieter geht davon aus, dass es einige Zeit dauern wird, bis sich die TfL entschieden hat – ein Start vor 2019 wird als unrealistisch eingeschätzt. Auch Taxify und Via warten seit längerem auf eine Entscheidung der TfL. Uber hat die TfL Lizenz kürzlich verloren und versucht nun, Vertrauen aufzubauen, um weiter aktiv sein zu können.

Chariot als zentrale Komponente der Mobility Service Strategie

Chariot wurde von Ford im vergangenen Jahr übernommen und ist mittlerweile eine zentrale Komponenten der Mobility Strategie von Ford. Die Shuttles verkehren auf festgelegten Routen, die von Zeit zu Zeit auf die Nachfrage der Fahrgäste angepasst werden. Die Nutzer können per Smartphone App einen Sitzplatz in den Shuttle Fahrzeugen buchen. Chariot betreibt die Fahrzeuge in Eigenregie und liefert auch die Technologie für Routing und Buchung der Fahrzeuge. Neben London, steht auch Seattle auf dem Expansionsplan von Chariot. Im ersten Quartal 2018 soll es los gehen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Shuttles mit Elektroantrieb eingesetzt werden.

Mit dem on-demand Shuttle Dienst wird Ford auf das Interesse der Städte und Behörden treffen. Vor allem die Strategie, auf Kooperation und nicht auf Konfrontation zu setzten, wird vorteilhaft für das Unternehmen sein. Die Vorteile für die Städte sind, dass durch den Einsatz der Fahrzeuge die Verkehrsbelastung reduziert werden kann und dass das ÖPNV-Angebot in Randgebieten verbessert werden kann.

Bild. Chariot (alle Rechte vorbehalten)

Mytaxi bringt Taxi Sharing nach Hamburg

Im Spätsommer wurde das Konzept von mytaxi in Warschau getestet: Mehrere Fahrgäste, die in die selbe Richtung unterwegs sind, teilen sich ein Taxi und fahren zu einem günstigeren Fahrpreis. Jetzt kommt der Dienst auch nach Hamburg. Am Wochenende war der lokale Taxi Dienst Hansa Taxi der Daimler Tochter zuvorgekommen. Hansa hat einfach einen Tag früher einen Taxi Sharing Dienst in Hamburg gestartet.

Vergünstigter Fahrpreis und kurze Umwege

Die Nutzer entscheiden bei der Buchung, ob sie ein Taxi teilen willen oder nicht. Die Algorithmen von mytaximatch verknüpfen dann zwei Fahrgäste, die in die ähnliche Richtung unterwegs sind. Kleine Umwege müssen dafür in Kauf genommen werden, gleichzeitig können die Fahrgäste 30 bis 50 Prozent sparen. MyTaxi geht auch davon aus, dass der neue Dienst einen positiven Einfluss auf die Ökobilanz hat und das Verkehrsaufkommen verringert. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, ob Nutzer und Fahrer offen für den neuen Dienst sind.

Ausnahmegenehmigung für Taxi Sharing in Hamburg

Rund um den Launch Termin sollen etwa 2000 Fahrer für das neue Angebot geschult werden. Die Taxi-App setzt dabei auf persönliche Termine und Schulungsvideos, um die Fahrer für den neuen Dienst vorzubereiten. Auf Grund der deutschen Rechtslage ist eine Ausnahmegenehmigung für Hamburg erforderlich. Das Personenbeförderugsgesetz schreibt vor, dass sich nich mehrere Fahrgäste ein Taxi teilen dürfen. Mytaxi arbeitet eng mit der lokalen Behörde BWVI Hamburg zusammen.

Hamburg entwickelt sich als führende Stadt, wenn es um Innovationen im urbanen Verkehr geht. Im kommenden Jahr soll mit Moia auch ein Ride-Pooling Dienst starten. Außerdem wird die Infrastruktur für Elektrofahrzeuge massiv ausgebaut. Mytaximatch soll in den kommenden Monaten in anderen Städten starten. Dabei ist der Taxi-Dienst auf die Kooperationsbereitschaft der jeweiligen Behörden angewiesen.

Viele Player wollen den Markt erobern

Für Daimler ist es nicht das einzige Experiment, wenn es um Ride-Sharing geht. Der Konzern ist auch an dem Startup CleverShuttle beteiligt, das einen vergleichbaren Dienst wie mytaxiimatch bietet. Das von Daimler unterstütze Startup Via setzt auf ein Ride-Pooling Konzept mit größeren Fahrzeugen, das bereits in New York City erfolgreich aufgebaut wird-

Geteilte Fahrten haben sich zu einem Hot-Topic entwickelt. Startups und Konzerne versuchen, ihre Dienste zu etablieren. Die Volkswagen Tochter Moia hat weitere Details zu den Plänen für einen Ride-Pooling Dienst in Hamburg vorgestellt. Die Startups Door2Door und Wunder positionieren sich als Software Operating System für geteilte Fahrten.

Bild: mytaxi (alle Rechte Vorbehalten)

Mobility Roaming statt eigene Expansion: Lösung für Ride-Sharing Plattformen von Splyt

Lokal führende Ride-Sharing Plattformen suchen meistens ab einem bestimmten Zeitpunkt eine Möglichkeit, um in andere Länder und Märkte zu expandieren. So kann den Kunden eine bessere und globale User Experience gegeben werden und neue Wachstumsmärkte können erschlossen werden. Neben der Expansion auf eigene Faust, können Ride-Sharing Plattformen auch durch Mobility Roaming Partnerschaften expandieren. Das Startup Splyt entwickelt dafür eine technische Lösung.

Was ist Mobility Roaming?

Die meisten Leser werden Roaming im Zusammenhang mit Mobilfunk kennen. Laut Wikipedia “bezeichnet der Begriff Roaming (englisch für „herumwandern“, „streunen“ oder „herumstreifen“) die Fähigkeit eines Mobilfunknetz-Teilnehmers, in einem anderen Netzwerk als seinem Heimnetzwerk selbsttätig Anrufe zu empfangen oder zu tätigen, Daten zu schicken und zu empfangen oder Zugriff auf andere Mobilfunknetzdienste zu haben. Die Bezeichnung ist synonym mit der Handynutzung im Ausland, wo das eigene Heimnetzwerk nicht zur Verfügung steht.”

Ähnliches bietet Splyt für Mobility Service Provider. Die technische Lösung des Startups befähigt Nutzer einer Ride-Sharing Plattform, mit der bekannten App in einem anderen Ridesharing Netzwerk als seinem Heimnetzwerk Fahrten zu buchen und zu bezahlen.

Vorteile für die Partner Unternehmen

Splyt bietet eine technische Lösung, an die mehrere Ride-Sharing Plattformen und Mobility Anbieter angedockt sind. Der Vorteil für die teilnehmenden Plattformen ist, dass nur eine Partnerschaft mit Splyt gepflegt werden muss, um global präsent zu sein und nicht mit jeder einzelnen anderen Plattform. Das spart allen Beteiligten Zeit und Aufwand, vor allem bei der technischen Entwicklung und bei dem operativen Prozessen.

Durch das Mobility Roaming können die Nutzer einer lokalen Ride-Sharing App global einen Fahrservice buchen, ohne die bekannte App zu verlassen. So verringert sich das Risiko, dass ein Nutzer zu einem Wettbewerber wechselt.

Vorteile für die Nutzer 

Die Nutzer können durch die Roaming Lösung in einer fremden Stadt den aus der Heimat bekannten e-Hailing Dienst nutzen. Das ist vor allem komfortable, wenn man in eine Stadt mit Sprachbarrieren und komplexen Verkehrssystem reist. Es kann einfach die App genutzt werden, die man schon gewöhnt ist. Der Download von Apps und die Registrierung bei lokalen Anbietern entfällt. Die Splyt API ermöglicht auch, dass vor der Buchung der geschätzte Fahrpreis in der Währung aus dem Heimatland angezeigt wird.

Splyt baut im Moment ein Netzwerk aus e-Hailing Partnern auf. Die langfristige Vision geht dahin, dass auch andere Mobility Anbieter, wie Bike- oder Car Sharing Plattformen und Reiseanbieter mit eingebunden werden.

An dem Konzept interessiert ist auch die Ride-Sharing Plattformen. Didi Chuxing aus China. Didi ist zwar kein Kunde von Splyt, will aber den eigenen Nutzern die Buchung von Fahrten in Japan ermöglichen. Mit der Didi App können Fahrer des lokalen Anbieters Daiichi Koutsu gebucht und bezahlt werden. Seit Anfang des Jahres arbeiten auch Careem, Taxi Verts oder Wappa mit der Lösung von Splyt.

Update, 30.11.2017: Artikel wurde dahingehend berichtigt, dass die aktuellen Partnerschaften angegeben wurden.

Bild: Splyt (alle Rechte vorbehalten)