Archiv der Kategorie: Fahrdienst

BMW bezieht LiDAR Sensoren von Innoviz für selbstfahrende Autos

Der Automobilhersteller BMW möchte bis 2021 autonome Fahrzeuge mit Level 3 auf die Straße bringen, in den Jahren darauf sollen Fahrzeuge mit Fähigkeiten auf Level 4 folgen. Für diese Fahrzeuge benötigt BMW LiDAR Sensoren, damit die Umgebung der Fahrzeuge wahrgenommen werden kann. BMW hat bekanntgegeben, dass LiDAR Sensoren und weitere Komponenten von dem Startup Innoviz bezogen werden sollen.

LiDAR steht für Light Detection and Ranging – die Sensoren basieren auf Laserlichtstrahlen, die an Objekten reflektiert werden. So können feste und beweglich Gegenstände identifiziert werden und das autonome Fahrzeug kann seine Route berechnen. Bei ersten autonomen Testfahrzeugen ist der unförmige drehende LiDAR Sensor auf dem Dach aufgefallen.

Handliche Sensoren für die BMW Fahrzeuge

Die Sensoren von Innoviz sind viel kleiner und eine Dachmontage ist auch nicht erforderlich. Die Sensoren können in die Karosserie verbaut werden, um dem Fahrzeug eine Rundumsicht zu ermöglichen, verbaut BMW in den Testfahrzeugen mindestens fünf LiDAR Sensoren. Die Sensoren sollen in das technische Setup integriert werden, das BMW zusammen mit Intel, Mobileye und Aptiv entwickelt. Neben den Sensoren bringt Innoviz auch Technologien für die Objekterkennung, das Tracking von Gegenständen und die Klassifizierung mit ein.

Auch Beteiligung an Blackmore Sensors

Wie zu erwarten, verfolgt BMW bei LiDAR Sensoren mehrere Wege. Erst kürzlich hat sich BMW auch an dem Startup Blackmore Sensors and Analytics beteiligt, die ebenfalls günstigere und handliche LiDAR Sensoren entwickeln. Die Sensoren befinden sich noch relativ am Anfang der technischen Entwicklung, in den nächsten Jahren werden Leistungssprünge und sinkende Kosten erwartet. Da macht es Sinn, dass BMW mehrere Unternehmen beobachtet und testet, um die besten Sensoren für die Fahrzeuge der Zukunft auswählen zu können.

Innoviz von Magna unterstützt

Innoviz hat im letzten Jahr 65 Mio. Dollar an Finanzierung eingesammelt, unter anderem von dem Automobilzulieferer Magna. Innoviz ist nicht die einzige Beteiligung von Magna, die sich mit Technologien für autonomes Fahren befasst. Kürzlich wurde eine Partnerschaft mit dem Ride-Sharing Dienst Lyft geschlossen und Magna hat sich mit 200 Mio. Dollar an dem Unternehmen beteiligt. Lyft und Magna wollen gemeinsam autonome Fahrzeuge auf die Straße bringen, die über die Lyft Plattform gerufen werden können. Gut möglich, dass es sich dabei um BMW Fahrzeuge handelt, die mit den von Magna finanzierten Innoviz Sensoren ausgestattet sind. Das Lyft Show Fahrzeug auf der CES war bereits ein aufgerüsteter BMW.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing Dienst Less geht an BlaBlaCar

In Frankreich konsolidiert sich der Markt der Ride-Sharing Dienste für Pendler. Die Mitfahrplattform BlaBlaCar übernimmt das Startup Less, das erst Ende letzten Jahres an den Start gegangen ist. Der Mitfahrdienst Less war bisher nur in Paris aktiv und hat sich auf Fahrten im Stadtgebiet konzentriert.

Ride-Sharing Dienst für Pendler

Das Unternehmen Less wollte einen Ride-Sharing Dienst skalieren, der vor allem Pendler miteinander verbinden soll. Dafür hat das Unternehmen 19 Mio. Dollar Finanzierung erhalten, unter anderem von Index Ventures. Für Fahrer, die mit Fahrdiensten ihren Lebensunterhalt bestreiten wollen, war die Plattform nicht geeignet. Bei Less haben die Mitfahrer nur 0.10 Euro pro Kilometer bezahlt, den Fahrern wird nach Abzug der Gebühren weniger ausgezahlt. Damit kann man keinen kommerziellen Fahrdienst aufbauen, da die Fahrzeugkosten pro Kilometer bereits höher sind. Mit einem ähnlichen Modell ist in Deutschland flinc an den Start gegangen, das im letzten Jahr von Daimler übernommen wurde.

BlaBlaLines soll gestärkt werden

BlaBlaCar möchte mit der Übernahme das eigene Ride-Sharing Angebot BlaBlaLines stärken, das im letzten Jahr als Ergänzung zu den Mitfahrgelegenheiten für die Langstrecke an den Start gebracht wurde. Nach ersten Tests wurde das BlaBlaLines Angebot in mehreren Städten in Frankreich gestartet. Der Fokus bei BlaBlaLines liegt auch auf der Vermittlung von Kurzstrecken, die von Pendlern gefahren werden. Bisher zahlen die Nutzer mit Bargeld, wahrscheinlich auch, weil die Payment Gebühren im Vergleich zum Fahrpreis hoch sind. Gut möglich, dass der Algorithmus und andere Features von Less in BlaBlaCar aufgehen.

Mobility Größe in Europa

BlaBlaCar gehört zu den größeren europäischen Mobility Startups. Seit der Gründung sind etwa 350 Mio. US Dollar in das Unternehmen geflossen, die Bewertung lag zuletzt bei 1.6 Milliarden Dollar. Im Jahr 2015 hatte das Unternehmen 20 Mio. Nutzer, mittlerweile sollen es um die 60 Mio. Nutzer in 22 Ländern sein. In Deutschland ist das Unternehmen Marktführer im Markt der Mitfahrgelegenheiten, die Position wurde durch die Übernahme von Carpooling erkauft.

Bild: Less (alle Rechte vorbehalten)

Münchner sind bereit, sich von ihrem Fahrzeug zu trennen – sofern Alternativen verfügbar sind

Eine Studie, die von dem Carsharing-Anbieter Oply in Auftrag gegeben wurde, gibt ein Indiz dafür, dass eine steigende Anzahl an Münchner Autobesitzer bereit ist, auf das eigene Auto zu verzichten. Voraussetzung ist, dass vergleichbare Alternativen vorhanden sind und die Umstände stimmen.

Alternativen als Voraussetzung

Insgesamt wurden 1727 Menschen durch ein Marktforschungsunternehmen befragt, 517 davon in München. Über 64 Prozent der befragten Personen in München sind bereit, sich von ihrem eigenen Auto zu trennen, sofern passende Alternativen wie ÖPNV, Carhsharing oder Ride-Sharing vorhanden sind. Der Schnitt deutschlandweit liegt laut der Studie bei etwa 52 Prozent. In der Stunde gaben etwa 70 Prozent der befragten Personen in München an, dass eine gute Abdeckung mit öffentlichen oder privaten Verkehrsmitteln vorhanden sein muss, damit das eigene Fahrzeug abgeschafft wird. Etwa 60 Prozent der Münchner geben an, dass die Angebotssituation so gut werden muss, damit sich ein eigenes Auto nicht mehr rentiert.

Höhere Wechselbereitschaft in der Innenstadt

In Innenstadtlagen ist die Wechselbereitschaft erwartungsgemäß höher. Die Parkplatzsituation ist angespannter und das Angebot an Alternatives ist mit am höchsten. Fast 40 Prozent der Fahrzeug Besitzer gaben, dass sie ihr eigenes Auto selten bis ab und zu nutzen. Über 3/4 der Autobesitzer, die in der Innenstadt wohnen, können sich vorstellen, dass Sie sich von ihrem Fahrzeug trennen könnten. Dieser Trend dürfte nicht nur für München zutreffen, sondern auch für Städte wie Hamburg oder Berlin.

Viel Potential in den meisten Städten

Kostengünstige und einfach verfügbare Alternativen zum eigenen Auto fehlen in den meisten Großstädten in Deutschland zur Zeit noch. Für die Nutzer ist es wichtig, dass innerhalb von wenigen Minuten ein Car-Sharing-Fahrzeug zu Fuß erreichbar ist oder ein Ride-Sharing-Fahrzeug vorbei kommt. Teilweise werden diese auch durch veraltete Vorschriften und konservativ eingestellte Verkehrsunternehmen ausgebremst. Hier ist dringend Handlungsbedarf erforderlich, damit die Bewohner der Städte ihr eigenes Fahrzeug abschaffen.

Bild: Oply (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing Dienst Ola geht weiter in Richtung ÖPNV Integration

Die indische Fahrdienst-Plattform Ola hat sich die ÖPNV und Ticketing App Ridlr geschnappt, um sich weiter mit dem ÖPNV zu verzahnen.  Millionen Inder nutzen den öffentlichen Verkehr täglich, der öffentliche Nahverkehr in Indien ist ein interessanter Markt mit viel Potential, der noch wenig digitalisiert ist. Die Ridlr App hilft vielen Pendlern bei der regelmäßigen Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Ticket App für ÖPNV gekauft

Mit der Ridlr App können die Nutzer ÖPNV Verbindungen suchen und ein passendes Ticket für den öffentlichen Nahverkehr buchen. Bisher fokussiert sich das Startup auf die Städte Mumbai und Delhi und arbeitet mit den Anbietern BEST (Brihanmumbai Electric Supply and Transport), Delhi Metro und Mumbai Metro zusammen. Zusätzlich werden ein paar Pilotprojekte in anderen Städten durchgeführt.

Die App wurde bereits 2012 von den beiden Gründern Brijraj Vaghani und Ravi Khemani gestartet. Nach einer Series A Finanzierung in unbekannter Höhe hat das Unternehmen 2013 eine Series B mit 6 Mio. US Dollar von Qualcomm Ventures, Matrix Partners und Times Internet eingesammelt. Matrix Partnern ist auch an Ola beteiligt. Die App ist nur für Android verfügbar und wurde mehrere Millionen Mal aus dem Goolgle Play Store geladen.

Holistisches Verkehrsangebot für Indien als Ziel

Ola möchte Ridlr in das eigene Setup integrieren, um die unterschiedlichen Verkehrsangebote zu einem holistischen Angebot vernetzten zu können. Außerdem ist eine Integration in den öffentlichen Verkehr geplant. Dabei stehen die Nutzer im Fokus, die ein komfortables Mobility Angebot vorfinden sollen. Damit möchte die Mobility Plattform auch die eigene Postion im Wettbewerb mit Uber stärken. Nach dem Rückzug von Uber in China und Südostasien wird der Fokus wahrscheinlich auf Indien gelegt. Da schadet es aus Sicht von Ola nicht, aggressiv und strategisch vorzugehen.

Ola mit Milliarden bewertet

Ola hat in den letzten Runden mehrere Milliarden Dollar eingesammelt, zuletzt 1.1 Milliarden Dollar von Tencent aus China und SoftBank aus Japan. Da SoftBank auch an Uber beteilig ist, bleibt es spannend, ob sich in Indien ein ähnlicher Deal wie in China oder Südostasien anbahnt. Fachleute erwarten, dass Ola weitere Unternehmen übernehmen wird, um die Position zu stärken und um das Wachstum anzukurbeln. Zuvor hat Ola schon den Indien-Ableger von Foodpanda sowie das Mobile Payment Unternehmen Qarth, die Taxi-App TaxiForSure und Geotagg übernommen.

Bild: Ola (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Pooling: Moia erhält Genehmigung in Hamburg

Nach langen hin und her und nach starken Protesten durch die Taxiunternehmer erhält das Unternehmen Moia die Genehmigung durch die Behörden für einen operativen Betrieb in Hamburg. Das Unternehmen, das zum Volkswagen-Konzern gehört, hat jetzt die notwendige Rechtssicherheit und kann den Service auf die Straße bringen.

Betrieb ab 2019 genehmigt

Der dynamische Ride-Pooling Dienst von Moia kann ab dem 1. Januar 2019 für die kommenden vier Jahre erprobt werden. Zuvor ist ein Testbetrieb mit einer kleineren Flotte genehmigt, die Einnahmen dürfen während dem Testbetrieb nicht die Betriebskosten des Fahrzeugs übersteigen. Welcher Preise zu einem späteren Zeitpunkt aufgerufen werden, hat das Ride-Pooling Unternehmen noch nicht kommuniziert.

Genehmigung als Mietwagenverkehr

Die Genehmigung in Hamburg erfolgt als Mietwagenbetrieb nach dem Personenbeförderungsgesetz. Das Gesetz sagt, dass ein Fahrzeug nicht mit anderen Nutzern geteilt werden darf, deswegen erhält Moia die Genehmigung nach der so genannten Experimentierklausel. Auch andere Unternehmen, wie CleverShuttle, operieren in Städten wie Berlin unter dieser Klausel, die für die Erprobung von neuen Angeboten geschaffen wurde. Die Wirtschaftsbehörde in Hamburg sieht deutliche Unterschiede zwischen Moia und dem Taxigewerbe, weshalb die Genehmigung auch erteilt wurde. In Hamburg findet 2021 der Weltkongress für intelligente Verkehrssysteme (ITS) statt, bei dem Sich die Stadt mit neunen Mobilitätskonzepten präsentieren möchte.

500 Fahrzeuge, Aufstockung auf 1000 Fahrzeuge möglich

In einer ersten Phase darf das Unternehmen bis zu 500 Fahrzeuge einsetzten. Nach zwei Jahren Betrieb wird der Einfluss von Moia auf das Mobilitätsverhalten und den Verkehr in Hamburg evaluiert. Wenn Moia und die Stadt mit einem positiven Ergebnis aus der Evaluation gehen, kann die Flotte auf bis zu 1000 Fahrzeuge erhöht werden. Mit einer größeren Flotte ist auch eine Ausweitung des Bediengebiets geplant.

Ride-Pooling Wettbewerber in Deutschland

Moia möchte einen dynamischen Shuttle-Dienst mit eigens dafür konzipierten Fahrzeugen anbieten. Der Dienst beruht auf dem sogenannten Pooling-Prinzip, Fahrgäste, die auf ähnlichen Strecken unterwegs sind, werden gemeinsam mit dem gleichen Fahrzeug befördert. Moia ist nicht der einzige Anbieter, der dieses Modell verfolgt. Weltweit gehören Unternehmen wie Via zu den führenden Anbietern. In Deutschland sind die Unternehmen ioki und CleverShuttle mit einem vergleichbaren Konzept unterwegs.

Bild: GetMobility (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing in Indien: Ola will 10.000 E-Rikschas in Indien einflotten

Der Ride-Sharing Dienst Ola, einer der großen Player in Indien, will in den kommenden 12 Monaten Rikschas mit Elektroantrieb in die Flotte aufnehmen. Insgesamt sollen 10.000 E-Rikschas in den Umlauf gebracht werden. Das „Mission: Electric” Programm ist Teil der Strategie, bis 2021 mehr als eine Millionen Elektrofahrzeuge in die Flotte aufzunehmen.

Regierung will durch E-Fahreuge Luftverschmutzung in den Griff bekommen

Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind in Indien hoch im Kurs. Die Regierung unter Regierungschef Modi treibt das Thema voran, um die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen und um unabhängiger von Öl-Importen zu werden. Bis 2030 sollen alle Neuwagen mit E-Motor ausgestattet sein. Ola ist der größte Ride-Sharing Dienst in Indien und liefert sich einen Wettkampf mit Uber. Zu den Investoren von Ola gehört auch SoftBank, die Japaner sind auch kürzlich bei Uber eingestiegen. Ola ist in 110 Städten aktiv und mehr als 3 Mio. Fahrer sind auf der Plattform registriert.

Rikschas in Indien beliebt

Rikschas mit Verbrennungsmotor gehören zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln in Indien. Die Fahrzeuge sind günstig und robust. Auf Grund der geringen Größe und Wendigkeit sind die Fahrzeuge ideal für den überfüllten Verkehr in den indischen Städten. Rikschas mit Elektromotor sind erst seit ein paar Jahren auf dem Markt. Ola wird die Fahrzeuge von mehreren Herstellern beziehen und in drei Städten einsetzen. Unbekannt ist auch, ob Ola die Fahrzeuge besitzen wird oder ob die Fahrer die Rikschas kaufen werden.

Test mit E-Fahrzeugen seit 2017

Ola testet bereits seit Anfang 2017 E-Fahrzeuge, bisher mit überschaubaren Erfolg. Die Fahrer beschweren sich über die fehlende Infrastruktur und die höheren Kosten. Ola sieht das anders und spricht von signifikanten Lernerfolgen bei den Themen Flottenmanagement, Batteriemanagement und Operations. Bei den Themen Batterien und Lademanagement will das Unternehmen neue Wege beschreiten, um weiter dazu zu lernen. Bisher spielen E-Fahrzeuge nur eine geringe Rolle in Indien. Nur 0.1 Prozent der jährlich 3 Mio. verkauften Autos sind Elektrofahrzeuge.

Bild: Ola (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing Dienst: Didi startet in Mexiko

Die Chinesische Ride-Sharing Plattform Didi Chuxing ist in Mexiko gestartet. Fahrer wurden seit Anfang April angeworben, die App und die Website wurde für den mexikanischen Markt angepasst und Werbung wird geschaltet. Beste Voraussetzungen für einen kostspieligen Wettkampf mit Mitbewerber Uber.

Erste Expansion mit eigenem Team

Für Didi ist es die erste Expansion mit eigenem Team in einen Markt außerhalb Chinas. In der Vergangenheit lag der Fokus auf globalen Partnerschaften mit Grab, Lyft und anderen Plattformen, um den Nutzern ein weltweites Angebot bieten zu können. In Japan wurde enger mit einem lokalen Anbieter zusammengearbeitet.

Testbetrieb in kleineren Städten

Die Fahrdienst-Plattform wird sich zuerst auf kleinere Städte konzentrieren, zum Beispiel Toluca. Nach dem die ersten Erfahrungen dort gemacht wurden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Dienst in Mexico City starten wird. In Toluca wird ein UberX-änlicher Dienst gestartet, der mit günstigen Fahrpreise überzeugen soll. Neben einem Fahrdienst mit Autos soll das Unternehmen auch mit dem Gedanken gespielt haben, einen Dienst mit Motorräder und einen Bike-Sharing Dienst anzubieten.

Bessere Konditionen für Fahrer


Die Fahrer können mit mehr Einnahmen rechnen, wenn sie bei Didi fahren. Bis Mitte Juni wird Didi keine Vermittlungsgebühr verlangen und danach nur 20 Prozent vom Fahrpreis. Konkurrent Uber verlangt 25 Prozent Vermittlungsgebühr. In der Regel orientieren sich die Fahrer stark nach den Verdienstmöglichkeiten und zeigen eine geringe Loyalität gegenüber einer Plattform. Es ist zu erwarten, dass Uber im Wettbewerb um Bonuszahlungen und Vermittlungsgebühren nachziehen wird, um die Fahrer auf der eigenen Plattform zu halten. Mexiko ist nach den USA einer der wichtigsten verbleibenden Märkte für Uber. Etwa 7 Millionen Nutzer sind registriert und können den Dienst in mehr als 35 Städte in Mexiko nutzen. Der Marktanteil von Uber soll bei 87 Prozent liegen.

Investment in lokale Konkurrenten

Die Entwicklung in Mexiko ist aus mehreren Gesichtspunkten interessant. Obwohl Didi und Uber mit Softbank einen gemeinsamen Investor haben und in Asien das Kriegsbeil zwischen beiden Unternehmen begraben wurde, geht Didi in Mexiko in den direkten Wettbewerb zu Uber. Uber hat sein China Geschäft an Didi verkauft, wodurch sich beide Unternehmen einen hohen Milliardenbetrag für Werbung und Fahrer-Bonis gespart haben dürften. Erst kürzlich hat Softbank die beiden Beteiligungen Uber und Grab dazu gedrängt, das Geschäft in Südostasien zu verschmelzen. Außerdem hat Didi den Anbieter 99 übernommen, der in Südamerika bereits aktiv ist und auch Mexico als Markt auf der Agenda haben dürfte. Interessant, dass Didi trotzdem unter eigenem Namen in den Markt in Mexiko startet. In Europa ist Didi an Taxify beteiligt, im Mittleren Osten an Careem und in Indien an Ola.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Waymo will ohne Sicherheitsfahrer in Kalifornien fahren

Vor ein paar Wochen hat der amerikanische Bundesstaat Kalifornien die Gesetzeslage für autonomes Fahrern überarbeitet. Unternehmen können sich seither für eine Lizenz bewerben, die ihnen erlaubt, ganz ohne Sicherheitsfahrer unterwegs zu sein. Auch Lenkrad, Außenspiegel und Pedale können nach den neuen Regeln weggelassen werden. Bisher wurde vorgeschrieben, dass bei autonomen Fahrzeugen immer noch eine Person hinter dem Steuer sitzt, die in Notfällen die Kontrolle übernehmen kann.

Waymo will von Gesetzesänderung profitieren

Waymo ist das zweite Unternehmen, das sich in Kalifornien für die Testlizenz nach neuem Vorbild beworben hat. Der Schritt kommt nicht unerwartet, da die Waymo Mutter Alphabet in Kalifornien den Hauptsitz hat und da das Unternehmen daran interessiert ist, die Technologien für autonomes Fahren so schnell wie möglich weiterzuentwickeln. Der Name des weiteren Unternehmens ist nicht bekannt. Uber hat sich dazu entschieden, dass es erstmal keine weitere Testlizenz in Kalifornien beantragen wird. Bei dem zweiten Unternehmen könnte es sich um die General Motors Tochter Cruise handeln, die bereits in Kalifornien aktiv ist und angekündigt hat, komplett fahrerlos testen zu wollen.

Waymo testet bereits in Arizona ohne Fahrer

Für Waymo ist Kalifornien ein weiteres Testfeld nach Arizona. Dort teste das Unternehmen bereits autonome Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer. In Arizona hat das Schwesterunternehmen von Google auch eine TNC-Linzenz erhalten, um einen kommerziellen Dienst mit autonomen Fahrzeugen anbieten zu können. In Kalifornien werden die Genehmigungen nur zu Testzwecken vergeben, an einen kommerziellen Betrieb ist dort noch nicht zu denken. Bisher haben 50 Unternehmen die Genehmigung erhalten, in Kalifornien autonome Fahrzeuge zu testen. Etwa 300 Fahrzeuge sollen sich im Einsatz befinden. Der Technologiekonzern Apple soll dabei die größte Flotte im Einsatz haben.

Führender Anbieter für autonomes Fahren

Das Unternehmen zählt zu den technisch führenden Anbietern beim Thema vollautomatisiertes Fahren. Bereits 2009 wurde bei Google damit begonnen, Technologien für autonome Fahrzeuge zu entwickeln. Letztendlich wurde Waymo als eigenständiges Unternehmen ausgegründet. Es wird mit mehrere Automobilherstellern zusammengearbeitet, um autonome Fahrzeuge so schnell wie möglich in Serie zu bringen.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Neuer ÖPNV: Weitere amerikanische Stadt arbeitet mit Mobilitätsdiensten zusammen

Die Stadt Monrovia in Kalifornien strukturiert die öffentlichen Transportdienste neu. Das neue Programm in Monrovia heißt Go Monrovia. Bisher wurden ein Rufbus mit einer Summe von 1 Mio. Dollar pro Jahr unterstützt. Demnächst werden auch Lyft Fahrten subventioniert und Fahrräder können über die Bike-Sharing Plattform von LimeBike für einen Dollar geliehen werden.

Lyft-Fahrten werden subventioniert

Die Lyft-Fahrten kosten dank der Subventionen nur noch 0.50 US Dollar pro Fahrt innerhalb des Geschäftsgebiets von Go Monrovia. Die Nutzer müssen zuvor einmalig einen Gutscheincode in der App eingeben, um die Subventionen zu aktivieren. LimeBike bietet eine free-floating BikeSharing Plattform an. Das Unternehmen ist auch in Frankfurt aktiv und wird demnächst in Berlin starten. Fahrten mit LimeBike kosten 1 Dollar pro 30 Minuten. Erstaunlich ist, dass die Bike-Sharing Alternative teurer ist als der Fahrdienst. Die Frage ist, ob so viele Bewohner von Monrovia auf die Fahrräder zurückgreifen, wenn der Preis doppelt so hoch ist, wie eine Fahrt mit der Ride-Sharing Plattform Lyft.

Ziel: komfortabel und preisgünstig von A nach B

Die Stadt, die sich am Rand von Los Angeles befindet, möchte mit der Erweiterung ein Transportsystem schaffen, mit dem Bewohner und Touristen komfortabel und preisgünstig von A nach B kommen. Mittelfristig soll durch ein besseres Transportsystem auch der Fahrzeugbestand reduziert werden und das Parkplatzproblem gelindert werden.

Mehr Städte mit Alternative zu ÖPNV

Monrovia ist nicht die erste Stadt in den USA, die auf neue Mobilitätsdienste als Alternativen zum klassischen ÖPNV setzt. Erst kürzlich hat die texanische Stadt Arlington einige Buslinien in der Innenstadt abgeschafft und durch einen on-demand Ride-Pooling Dienst mit Kleinbussen auf Basis der Technologie von Via ersetzt. Eine Stadt in New Jersey subventioniert Uber-Fahrten zum Bahnhof, anstatt einen neuen Parkplatz für Pendler zu bauen. Die Stadt Innisfil in Kanada hat im letzen Jahr Uber als Alternative zum bisherigen ÖPNV eingeführt und spart seitdem 8 Mio. US Dollar pro Jahr.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienst mit Motorrädern in Afrika: Taxify und Uber starten Services

In Afrika treten die beiden Mobility Plattformen Taxify und Uber gegeneinander an, jetzt haben beide Unternehmen zeitgleich einen Fahrdienst mit Motorrädern gestartet. Der Dienst kann wie gewohnt über die jeweilige App gebucht werden. Uber hat schon in Asien mit einem ähnlichen Dienst experimentiert und ganz am Anfang auch in Paris. Für Taxify ist es der erste Service dieser Art.

Bevorzugtes Transportmittel in Afrika


Bei Taxify heißt der neue Dienst mit Motorrädern schlicht Boda. In Ostafrika werden Motorradtaxis Boda Boda genannt, sie sind häufig das Mittel der Wahl, um von A nach B zu kommen. Das Unternehmen will mit dem Schritt etwas mehr Ordnung in ein chaotisches System bringen und dafür sorgen, dass die Motorradtaxis leichter zugänglich sind. Die durchschnittliche Anfahrtszeit soll in Nairobi bei unter vier Minuten liegen. Der Fahrpreis für den Ride-Sharing Dienst mit Motorrädern ist mehr als 50 Prozent günstiger als ein vergleichbarer Dienst mit Autos.

Sicherheit im Fokus

Taxify legt großen Wert auf Sicherheit. Es werden nur Fahrer aufgenommen, die von den lokalen Transport- und Sicherheitsbehörden lizenziert wurden und über drei Jahre Erfahrung haben. Die Motorräder dürfen nicht älter als drei bis vier Jahre sein, um für den Dienst zugelassen zu werden. Die Fahrer werden mit zwei Helmen ausgestattet und einem Headset für die Navigation per Sprachbefehle.

Uber startet in Uganda

Mitbewerber Uber startet seinen Motorraddienst in Uganda. Das Unternehmen hat sich die Hauptstadt Kampala ausgesucht, wo Fahrdienste mit Zweirädern äußerst beliebt sind. Ähnlich wie bei Taxify werden die Fahrer zum Thema Sicherheit geschult und müssen über die nötigen Lizenzen verfügen. Auch von Uber werden die Fahrer mit Helmen und Warnwesten ausgestattet. Zu Beginn startet der Fahrdienst in Kampala mit etwa 100 Fahrern, die Zahl dürfte schnell wachsen. In der Hauptstadt Ugandas waren pro Woche schätzungsweise fast 2 Millionen Fahrten durchgeführt.

Lokale Mitbewerber seit längerem aktiv

Einige lokale Mitbewerber sind mit einem Motorrad-Dienst schon in Afrika aktiv. In Ruanda ist das Startup SafeMotors seit 2015 unterwegs. Ein weiterer lokaler Wettbewerber ist die Smartphone-App SafeBoda, die bereits seit 2014 in Kampala, Uganda aktiv ist. Wie der Name beider Unternehmen schon sagt, wird viel Wert auf Sicherheit gelegt. Die Fahrer müssen erst unterschiedliche Trainings durchlaufen, bevor sie Fahrgäste transportieren dürfen. Außerdem erhalten sie Helme und Warmwesten. Die Smartphones der Fahrer werden genutzt, um Daten über die Bremsvorgänge zu sammeln. Diese werden wiederum genutzt, um die sichere Fahrweise der Fahrer zu fördern.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)