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Das ist der selbstfahrende Minivan Chrysler Pacifica von Waymo

In der letzten Woche hat Google verkündet, dass das Projekt rund um die Technologien für selbstfahrende Autos ausgegliedert wird. In dem Tochterunternehmen Waymo werden alle Aktivitäten rund um selbstfahrende Fahrzeuge angesiedelt. Gestern hat Waymo CEO John Krafcik weitere Details und Bilder über die 100 selbstfahrenden Chrysler Pacifica Minivans veröffentlicht. Die Fahrzeuge sind mit der Technologie von Waymo ausgestattet, darunter leistungsfähige Rechner, Sensoren, Software und Telematik.

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Die Fahrzeuge werden zur Flotte der selbstfahrenden Autos von Waymo hinzugefügt. um weitere Testkilometer auf öffentlichen Straßen im kommenden Jahr zu sammeln. Mit den Chrysler Vans will das Unternehmen die Bedürfnisse von unterschiedlichen Zielgruppen testen. Bisher wurden einige Minivans unter extremen Bedingungen auf einer Teststrecke getestet.

Bisher hat Google handelsübliche Fahrzeuge mit den Technologien nachträglich ausgestattet und damit bereits mehr als zwei Millionen Testkilometer abgespult. Bei den präsentierten Fahrzeugen sind die Komponenten in die Fahrzeugarchitektur integriert.

Vor etwa sechs Monaten haben Fiat Chrysler und Google angekündigt, dass beide Unternehmen gemeinsam an autonomen Fahrzeugen und den benötigten Technologien arbeiten. In enger Partnerschaft wurden diese 100 Fahrzeuge von gemeinsamen Teams in Michigan und Arizona entwickelt.

Als Basis für die autonomen Fahrzeuge wurden Chrysler Pacifica Minivans genutzt, die auch von jedem Kunden gekauft werden können. Von den Entwicklerteams wurden Veränderungen an der Fahrzeugelektronik, dem Antriebsstrang und and der Karosserie vorgenommen. Diese Änderungen waren notwendig, damit die Technologie von Waymo ideal verbaut werden kann. Das Ergebnis ist ein selbstfahrendes Auto, das in nur sechs Monaten entstanden ist und ein stimmiges und integrales Design aufweist.

In der letzten Woche wurde auch darüber berichtet, dass Waymo wohlmöglich mit teilautonomen Fiat Chrysler Fahrzeugen einen Ridesharng Dienst a la Uber oder Lyft starten könnte. Dieser Fahrservice könnte Anfang des kommenden Jahres starten. Für einen flächendeckenden Betrieb sind aber mehr als die 100 produzierten Fahrzeuge nötig.

Wie auch schon Apple hat sich Google von der Produktion eines kompletten eigenen Fahrzeugs verabschiedet. Vielmehr liegt der Fokus auf den benötigten Komponenten, die Fahrzeugproduktion wird erfahrenen Autokonzernen überlassen.

Bilder: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Waymo: Google gliedert autonome Fahrzeuge aus – Rideshring mit Fiat Chrysler

Heute hat Google bekanntgegeben, dass der Bereich der selbstfahrenden Autos ausgegliedert wird. Dafür wird eine neue Einheit gegründet, die Waymo heißt. Laut Pressebericht plant Google einen Ridesharing Service mit Fiat Chrysler Fahrzeugen.

Bisher waren die Entwicklungsaktivitäten für die autonomen Fahrzeuge im Google X Lab angesiedelt. In den letzten Jahren wurden die Technologien für autonomes Fahren in Modellen unterschiedlicher Hersteller getestet. Für Aufmerksamkeit hat Google mit dem Prototyp eines selbstfahrenden Autos ohne Lenkrad und Pedale gesorgt.

Nun wird der Bereich in einen neuen Geschäftsbereich ausgegliedert. Waymo steht für “a new way forward in Mobility”. Geleitet wird der Bereich von John Krafcik, der zuvor das Geschäft von Hyundai in Nordamerika geleitet hat. Als unabhängige Unternehmen unter dem Alphabet-Dach, wird wahrscheinlich nicht mehr alles unter Verschluss gehalten. Über die nächsten Schritte, den Entwicklungsstand, zukünftige Partnerschaften oder Lizenzen wird mehr an die Öffentlichkeit geraten. Das wird spannend zu verfolgen sein.

Zuvor wurde klar, dass Google von dem Plan abstand genommen hat, ein komplettes Auto zu entwickeln. Damit folgt der Technologiekonzern dem Rivalen Apple. Apple hat in den letzten Monaten sein Project Titan neu ausgerichtet. Anstatt eines kompletten selbstfahrenden Autos, will Apple nur noch Systems entwickeln, die für autonome Autos benötigt werden. Waymo CEO Krafcik hat deutlich gemacht, dass das Unternehmen kein Autoproduzent ist, sondern ein Unternehmen, das Technologien für selbstfahrende Autos entwickelt. Waymo will keine besseren Fahrzeuge entwickeln, sondern bessere Fahrer.

Vor ein paar Monaten wurde bekannt, dass Google und Fiat Chrysler zusammenarbeiten und 100 Chrysler Pacifica mit der Technologie für autonomes Fahren von Google ausgestattet werden sollen. Jetzt erscheint die Partnerschaft in einem anderen Licht. Bis Ende 2017 soll ein Fahrservice mit den teilautonomen Chrysler Minivans gestartet werden. Zur Zeit werden die ersten 100 Fahrzeuge mit der neusten Version von Sensoren ausgestattet, danach sollen die Fahrzeuge auf der Straße getestet werden. Wir haben auch schon vor einiger Zeit darüber berichtet, dass Google einen Ridesharing-Dienst plant.

Für einen skalierbaren Fahrservice wird Google mehr Fahrzeuge benötigen. Fiat Chrysler ist ein Massenhersteller, deshalb dürfe ein Fahrzeugnachschub kein Problem sein, sofern die Ausstattung mit der Technologie für autonomes Fahren auch reibungslos funktioniert. Im Januar will Chrysler auch einen rein elektrischen Pacifica auf der Elektronikmesse CES vorstellen, der noch geeigneter für einen autonomen Ridesharing Service sein wird.

Automobilhersteller, Startups und Technologieunternehmen treiben die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen und den benötigten Technologien voran. In Fahrdiensten mit selbstfahrenden Autos sehen viele Experten die Zukunft des innerstädtischen Individualverkehrs. Uber testet seit Oktober aufgerüsteten Volvo SUVs, das Startup nuTonomy erprobt seine Prototypen in Singapur und Boston. General Motors hat sich an der Ridesharing Plattform Lyft beteiligt und Cruise übernommen. Gemeinsam werden autonome Fahrzeuge für einen Fahrdienst entwickelt. Ford, Daimler und BMW wollen bis 2021 die ersten Serienversionen auf dem Markt haben.

Bild: Waymo.com (alle Rechte vorbehalten)

Deutliches Zeichen, dass Apple an autonomen Fahrzeug arbeitet

Bisher wurde viel darüber spekuliert, ob Apple an der Technologie für ein selbstfahrendes Auto arbeitet oder nicht. Erst kürzlich gab es Berichte, dass der Technologiekonzern kein komplettes Auto entwickelt, sondern seinen Fokus auf die Entwicklung von Systemen gelegt hat, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden.

In einem Brief an die amerikanische Transportbehörde National Highway Traffic Safety Administration hat der Technologiekonzern bestätigt, dass viel Geld in Machine Learning und Automation investiert wird. Apple zeigt sich dabei begeistert von den Möglichkeiten von autonomen System und nennt auch explizit den Mobilitäts- und Transportbereich. Der Brief ist eine offizielle Äußerung des Unternehmens zu den im September veröffentlichten Regeln der Behörde für automatisches Fahren.

Apple arbeitet seit einige Jahren am dem Project Titan aber hat das nie offiziell bestätigt. Für das Titan Projekt wurden Experten von Automobilkonzernen und anderen Technologieunternehmen abgeworben. Zu einem schnellen Projektverlauf schient das aber nicht beigetragen zu haben. Mehrmals wurde darüber berichtet, dass Apple die Ambitionen im Entwicklungsprojekt für ein autonomes iCar zurückgeschraubt hat. Nach einer letzten Neuausrichtung soll sich Apple jetzt auf die Entwicklung für Software und Hardwarekomponenten für selbstfahrende Autos konzentrieren. Ein komplettes Auto von Apple steht nicht mehr auf der Agenda. Die Komponenten und Software sollen an Automobilkonzerne verkauft werden.

Apple ist nicht der einzige Player, der Feedback zu den vorgeschlagenen Regeln gibt. Auch Google, Volvo, Lyft, Ford und andere haben bereits ihr Feedback gegeben. Die genanten Unternehmen werden von eine Lobbyisten-Gruppe vertreten und haben in erster Linie Probleme mit dem Vorschlag, dass die gesammelten Daten und die Sicherheitsspezifikationen geteilt werden sollen. Apple hat damit laut dem bekanntgewordenen Brief keine Probleme. Der amerikanische Konzern ist dafür, dass vor allem Daten von Unfällen und brenzligen Situationen anonymisiert geteilt werden, um die schneller die Sicherheit zu verbessern.

Selbstfahrende Autos in Verbindung mit Fahrdiensten werden von Experten als nächste Stufe der Automobilindustrie bezeichnet. Konzerne wie General Motors, Audi und Daimler beschäftigen sich intensiv mit der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Startups und Neueinsteiger, wie Lyft, Tesla oder Uber entwicklen ebenfalls mit Hochdruck Technologien für autonomes Fahren.

Bild: Franco Folini (bestimmte Rechte vorbehalten)

RideCell mit White Label Carsharing Plattform

Das amerikanische Startup RideCell will seine Carsharing Plattform etablierten Autoherstellern anbieten, damit diese einen Carsharing Service unter ihrem Markennamen anbieten können. Nicht nur für Autokonzerne sonder auch für Mietwagenunternehmen kann die Lösung interessant sein.

Auf der Automesse AutoMobility in Los Angeles hat das Unternehmen RideCell seine Carsharing Software-Plattform vorgestellt, die es etablieren Autokonzernen ermöglichen soll, ohne erheblichen Aufwand Mobilitätsdienstleistungen zu starten. Von RideCell kommt dabei die technische Basis, die nach Wünschen der Kunden angepasst wird. Die Fahrzeuge werden von den Kunden, wie z.B. Automobilhersteller zur Verfügung gestellt und gewartet. Die technische Lösung des Unternehmens übernimmt dabei Funktionen, wie Registrierung der Nutzer, Überprüfung von Dokumenten, dynamische Preisgestaltung, Reservierungsprozess, Verknüpfung von Fahrern und Mitfahrern, Abrechnung, usw.

Die Plattform soll in der Lage sein, Ridesharing oder Free-Floating Carshring Dienste anbieten zu könne. Auch eine Kombination von beidem soll möglich sein. Das würde bedeuten, dass sich Nutzer ein Carsharing-Auto ausleihen können, um damit Ridesharing-Dienste anbieten zu können.

Bleibt abzuwarten, wie viele Konzerne von dem Angebot überzeugt werden können. Schließlich betreiben einige Autobauer schon eigene Carsharing Angebote in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit einem anderen Technologieanbieter. Gruddstätzlich will RideCell an dem sich verändernden Mobilitätsverhalten partizipieren. In Städten entscheiden sich immer weniger Menschen für den Kauf eines eigenen Autos, gleichzeitig steigt der Bedarf an flexiblen Mobilitätsdienstleistungen, wie Fahrdienste oder eben Carsharing.

An RideCell ist auch BMW beteiligt. Die Software des Unternehmens bietet die Grundlage für den Carsharing Service ReachNow von BMW in den USA. Warum BMW für das Pendant zu DriveNow eine andere Lösung nutzt, ist nicht ganz klar. ReachNow hat angekündigt, demnächst auch einen Ridesharing Service anbieten zu wollen, bei dem die Fahrgäste mit den auf der Plattform befindlichen BMW und Mini Modellen befördert werden.

RideCell wurde bereits im Jahr 2009 gegründet und über die Software wurden mehr als 15 Mio. Fahrgen abgewickelt. Zu den Kunden gehören neben BMW auch 3M oder SouthWest Transit.

Bild: RideCell (alle Rechte vorbehalten)

Chauffeur – ein Beruf im Wandel?

Ein Chauffeur ist weit mehr als nur ein Fahrer: Zu dem Beruf gehören Menschenkenntnis, Fingerspitzengefühl und absolute Kundenorientierung. Auch dieser Beruf verändert sich im Zeitalter der Digitalisierung, allerdings nicht im Kern.

Schwarzer Anzug, elegantes Auto, Diskretion: Das Wort Chauffeur ruft Assoziationen von hochwertigen, eleganten Fahrdiensten hervor, wie sie oft bei Staatsempfängen oder Filmfestspielen in Erscheinung treten. Nicht nur das Erscheinungsbild, auch der Service an sich stellt hohe Ansprüche an den Dienstleister: Diskretion, Formvollendung und absolute Servicementalität.

Was einen Chauffeur für seinen Beruf qualifiziert, ist an unterschiedlichen Stellen definiert. Etwa werden von vielen Ausbildern als Voraussetzungen nicht nur ein Mindestalter von 21 Jahren vorgegeben, Führerschein Klasse B und ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis, sondern auch beste Gesundheit sowie ein Minimum an Punkten im Verkehrszentralregister genannt. Der Academy zufolge stehen Berufschauffeuren mehrere Wege offen: Für ein Limousinenunternehmen zu arbeiten, für eine Einzelperson zu fahren oder in einem Pool als Fahrer für eine Behörde im Einsatz zu sein. Das, was ein Chauffeur können muss, geht weit über das Steuern des Fahrzeugs hinaus. Ein gutes Training hierfür geht dementsprechend sogar so weit, zu vermitteln, wie man dem Gast die Tür öffnet, die genaue Reihenfolge der Abläufe des Empfangs oder wie man sich verhält, wenn der Gast telefoniert. Dass das Erscheinungsbild des Chauffeurs makellos sein muss, versteht sich von selbst. Zu einem perfekten Service gehört ebenfalls, mitzudenken und sich Vorlieben und Wünsche einzelner Kunden zu merken.

Technologie verändert den Alltag eines Chauffeurs   

„Der Beruf des Chauffeurs hat sich in den letzten Jahren sehr verändert“, sagt Herr Karsten. Er ist ein Profi, der seit über 20 Jahren Kunden aus allen Ländern chauffiert, überwiegend in Deutschland. „Der Wettbewerb ist größer geworden, da sich die Zahl von Akteuren im Markt vergrößert hat“, so Karsten. Auch spiele Technologie eine große Rolle und verändere den Alltag: Einerseits schaffe das Eintreten digitaler Unternehmen und Startups in den Markt mehr Konkurrenz und neue Services, andererseits verändere Technologie die Art der Kommunikation mit den Fahrgästen und die Erreichbarkeit internationaler Kunden. „Wenn ich zum Beispiel für Blacklane Fahrten durchführe, nehme ich die über eine App an, bestätige wenn der Fahrgast im Wagen sitzt“, so Karsten. Diese Schritte veränderten die Arbeitsabläufe für ihn zwar im Alltag, jedoch der Kern der Dienstleistung sei aus seiner Sicht unverändert geblieben: Große Kundenorientierung, ein mit Eleganz und Vollendung angebotener Service und auch die Bereitschaft, sich auf sehr verschiedene Kunden sowie deren Wünsche einzustellen.

Kundenorientierung, Anpassungsfähigkeit – auch in Zukunft

Auch die Vereinigung der Chauffeur & Limousine Service Unternehmen (VLD e.V.) debattierte den Wandel des Berufsbilds jüngst auf einer Zusammenkunft in Berlin. Die Zunft der Chauffeure, der laut VLD in Deutschland etwa halb so viele Unternehmen angehören wie es Taxiunternehmen gibt, sieht sich einer Reihe von Herausforderungen gegenüber, die letztendlich für ihre Existenz entscheidend sind: Von infrastruktureller Benachteiligung bei Haltemöglichkeiten im Vergleich zu Taxis, der fehlenden offiziellen Kennzeichnung der Limousinen als Dienstfahrzeuge bis hin zur Bedrohung der Branche durch neue Marktteilnehmer oder autonom fahrenden Autos. Die Branche geht davon aus, dass der Bedarf an Premiumfahrdiensten grundsätzlich fortbestehen wird und sieht klar, wie sich Chauffeure hier durch ihre Professionalität und den hohen Qualitätsstandard weiterhin beweisen und behaupten können. Es ist jedoch offensichtlich, dass Veränderung allgegenwärtig und die Bereitschaft zur Anpassung daran wichtiger denn je ist.

„Für mich bedeutet der Beruf des Chauffeurs konstant aufmerksam zu sein – ob das nun die Wünsche meiner Kunden oder Veränderungen in der Branche sind“, sagt Herr Karsten. Mit dieser Einstellung dürfte er gut gerüstet sein, um in einer sich rasant wandelnden Branche zu bestehen und weiter Kunden mit Komfort und Qualität zu überzeugen.

Bild: Blacklane (alle Rechte vorbehalten)

Hamburg: on-demand Shuttle – flinc simuliert den Stadtverkehr von morgen

Im Schnitt bleibt ein Auto in Deutschland am Tag 23 Stunden ungenutzt – und erzeugt damit im parkenden Zustand immense Kosten. Und egal, ob Carsharing oder Privatfahrzeug: pro Fahrt sind bis heute im Schnitt nur 1,5 Personen an Bord. Gleichzeitig führt der motorisierte Individualverkehr zu überlasteten Innenstädten, zahlreichen Verkehrsunfällen, extremen Umwelt- und Klimabelastungen und Krankheiten durch Stress. Einen Beitrag zur Lösung des Verkehrsproblems können On-Demand Shuttle Services darstellen.

Im Rahmen der Studie „Erneuerung der städtischen Mobilität“ untersucht die flinc GmbH die Auswirkungen eines haltestellenbasierten Shuttle-Systems auf den motorisierten Individualverkehr in Hamburg. Das Shuttle-System kombiniert die Stärken des öffentlichen Nahverkehrs mit den Vorzügen des eigenen Autos und egalisiert gleichzeitig deren Nachteile. Das System berechnet auf Basis der Nachfrage die günstigste Route und bringt mehrere Passagiere mittels Pooling schnell und bequem ans Ziel. Das Shuttle-System ersetzt in diesem Szenario als Mischung aus UberPool und ÖPNV alle Privat-PKW. Via On-Demand-Pooling steuern die mit jeweils bis zu 8 Personen besetzten Fahrzeuge feste Haltestellen an.

Die Studie zeigt mehrere Vorteile von On-Demand-Shuttles gegenüber dem privaten PKW auf: 97% weniger Autos, 61% weniger gefahrene Kilometer sowie erhebliche Reduktion von CO2, Lärm- und Feinstaubemissionen. Stau wird durch ein Shuttle-System nahezu vollständig eliminiert, da der Wegfall von Privatfahrzeugen mit ei- nem deutlich besseren Verkehrsfluss und weniger gefahrenen Kilometern einhergeht – bei höherer Flexibilität.

Erstmals wurden mit Hilfe anonymisierter Daten über 35 Millionen Fahrten in Hamburg simuliert. flinc ist hierfür eine Partnerschaft mit Telefónica NEXT eingegangen. Die Ergebnisse zeigen, dass sich bereits 100 Shuttles positiv auf das Verkehrsbild auswirken können.

Erst vor wenigen Wochen hat flinc den Start der neuen Shuttle-Plattform „flott“ verkündet. flott soll als Software-Plattform etabliert werden, die von Verkehrsbetrieben genutzt werden kann, um einen dynamischen Shuttle anbieten zu können. Das Unternehmen will dabei nicht das operative Geschäft betreiben, sondern nur die technische Lösung zur Verfügung stellen. Idealerweise lässt sich die Shuttle Plattform mit den bereits bestehenden Verkehrsmitteln in einer Stadt verknüpfen. Ein Shuttle-System ermöglicht Städten und Verkehrsbetrieben schon heute, einen Teil der für selbstfahrende Autos notwendigen Infrastruktur zu entwickeln und wertvolles Know-how für zukünftige Mobilitätsangebote zu generieren.

Die Studie „Erneuerung der städtischen Mobilität: Wie kann ein Shuttle-System den kompletten motorisierten Individualverkehr in Hamburg ersetzen?“ ist ab sofort als Download verfügbar.

Bild: flinc GmbH (alle Rechte vorbehalten)

Lyft plant Lieferservice

Lyft entwickelt anscheinen einen Lieferservice. Bisher bietet das amerikanische Unternehmen nur einen Fahrdienst an, ein Kurierdienst gehört bisher noch nicht zum Angebot. Intern hat das Unternehmen deswegen mit Spannungen zu kämpfen.

Weiteres Standbein vs. weniger Fokus

Der Unternehmenschef John Zimmer sieht darin die Möglichkeiten, um das Unternehmen weiter  zu diversifizieren und unabhängiger vom Ridesharing-Angebot zu machen. Einige seiner Manager wollen den Plan aber nicht unterstützen, da es vom eigentlichen Ziel ablenkt. Das Ziel von Lyft ist es, einen wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Fahrdienst abzubauen. Die Führungspersonen von Lyft befürchten, dass Gelder und Fokus von dem Ridesharing-Service abgezogen werden und in das neue Angebot gesteckt werden.

Start noch unklar

Bisher ist noch nicht klar, wann Lyft den Service starten möchte. Auch mit einem Kurierdienst würde sich Lyft in einem umkämpften Markt befinden. Anderes Startups, wie Postmates und UberRush sind bereits in dem Bereich aktiv. Außerdem besteht Konkurrenz durch etablierte Kurierdienste und Lieferservices. Uber, der größte Konkurrent von Lyft, bietet schon einen Lieferservice an. Um UberRush ist es eher ruhig, UberEATS hingegen wird aggressive vorangetrieben.

Kooperation mit Restaurant-Plattformen

Lyft könnte zum Start mit den Essenlieferdiensten GrubHub und Eat24 zusammenarbeiten, um einen Fuß in die Tür zu bekommen. GrubHub und Eat24 arbeiten mit Restaurants zusammen, die über eigene Fahrer verfügen. Der neue Lieferdienst von Lyft kann hier eine Ergänzung sein, um die Nachfrage in Stoßzeiten abzudecken. Alternativ können die Restaurants ihre Flotte abschaffen und auf den Lyft Service setzen.

Lieferservice: umkämpfter Markt

Der Markt der Lieferdienste ist umkämpft. Einige Anbieter fokussieren sich dabei ebenfalls auf Lieferservices für Essen und Restaurants. Für Postmates ist es laut eigener Aussage extrem schwer gewesen, die letzte Finanzierungsrunde einzusammeln. Auch der Essenlieferdienst Deliveroo scheint Schwierigkeiten gehabt zu haben, genügend Geld einzusammeln.

Lyft ist nur in den USA aktiv und wird von namenhaften Investoren unterstützt. Neben General Motors ist auch die chinesische Plattform Didi Chuxing an der Ridesharing-Plattform beteiligt.

Bild: Kārlis Dambrāns (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft Amp erfindet das Taxizeichen neu

Die Taxi-Alternative Lyft gibt sein bisheriges Erkennungszeichen, einen pinken Schnurrbart auf und setzt zukünftig auf eine Leuchtanzeige. Als Lyft vor ein paar Jahren mit seinem Ridesharing Dienst in San Francisco gestartet ist, wurde jedes Auto mit einem riesigen Plüsch-Schnurrbart ausgestattet, der am Kühlergrill befestigt wurde. Später folgte eine dezentere Version, die vom Fahrer auf dem Armaturenbrett befestigt wurde. Jetzt kommt das farbige „Taxizeichen“.

Markenzeichen wird aufgegeben 

Das Markenzeichen wird jetzt aufgegeben und anstelle des kleinen leuchtenden Schnurrbarts bekommen die Lyft-Fahrer eine Leuchtschild ins Auto. Das Leuchtzeichen erstrahlt in unterschiedlichen Farben und soll so das Suchen und Finden von Fahrer und Mitfahrer erleichtern. Der Fahrgast sieht die Leuchtfarbe des Schildes in seiner App und kann so den Fahrer leichter finden. Auf der Rückseite des Schildes kann der Fahrer eine individualisierte Nachricht erscheinen lassen, vielleicht erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt auch Werbung.

Bessere Kundenerfahrung als Ziel

Lyft erwartet sich durch das neue Taxischild eine bessere Kundenerfahrung. Fahrer und Fahrgäste sollen sich durch die unterschiedlichen Farben leichter finden. Gerade nachts soll die Suche durch das neue Schild vereinfacht werden. Außerdem will sich Lyft durch das Amp genannten Taxizeichen von den Mitbewerbern abheben.

Zentrale Steuerung des Taxizeichen möglich

Die Farbe wird übrigens von Lyft vorgegeben, damit nicht alle Fahrer mit der gleichen Farbe durch die Gegend fahren. Das Unternehmen kann das neue Feature zentral steuern und so später auch für Werbung nutzen oder für besondere Umstände anpassen. Aus Sicht des Unternehmens können die Schilder auch in autonomen Fahrzeugen angebracht werden, um Fahrzeug und Mitfahrer zu verknüpfen.

Lyft scheint weiter gut zu wachsen und hat im Oktober über 17 Mio. Fahrten vermittelt. Das ist mehr als doppelt soviel, als vor einem Jahr. In den nächsten Monaten wird die Fahrdienstplattform auch vermehrt im Fernsehen um weitere Fahrgäste werben.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Shuttle Service GoOpti sammelt 4.4 Mio. Euro ein

Das Startup GoOpti betreibt einen Shuttle Service in Europa und konzentriert sich dabei auf Fahrgäste, die von kleineren europäischen Städten zu größeren Flughäfen gebracht werden wollen. Um weiter wachsen zu können, hat das Startup eine Finanzierung in Höhe von 4.4 Mio. Euro abgeschlossen.

Das Unternehmen baut einen Marktplatz für Nutzer, die in einer Stadt mit schlechten Flugverbindungen wohnen. Dort existiert entweder gar kein Flughafen oder ein Flughafen mit wenigen teuren Direktverbindungen. Bisher fahren viele Personen mit diesem Problem zum nächst größeren Drehkreuz mit dem eigenen Auto oder lassen sich von Freuden oder Familie fahren. Das kann hohe Kosten für Benzin, Parkgebühren, Autobahngebühren usw. mit sich bringen. Genau hier greift GoOpti mit seiner Lösung an. Der dynamische Shuttle Service gruppiert Passagiere, die zu einer ähnlichen Zeit am Flughafen sein müssen und auf einer sinnvollen Route eingesammelt werden können. Auf der einen Seite werden so die Kosten für die Fahrgäste gesenkt, auf der anderen Seite erhalten die bestehenden Shuttle Services mehr Aufträge.

Flughafen Shuttle mussten in der Vergangenheit per Telefon oder E-Mail bestellt werden, was aus Kundensicht aufwändiger ist. Die Fahrdienstanbieter mit Minibussen haben sich in der Vergangenheit auf kleinere Gruppen und Geschäftsreisende fokussiert. Außerdem sind die Fahrer gleichzeitig die Manager des Services, was zu einer hohen Arbeitsbelastung führt. Mit der GoOpti Lösung erhalten die Betreiber der Minivans Zugang zu einer neuen Kundengruppe, die in der Vergangenheit auf Individualverkehr gesetzt hat aber an Kostenersparnissen interessiert ist. Durch die Automatisierung wird sich auch die Arbeitsbelastung reduzieren.

Der Marktplatz von GoOpti scheint auf den ersten Blick viele Vorteile für Fahrer und Fahrgäste zu bieten, in dem auf beiden Seiten der Aufwand reduziert wird.

Das Startup ist bisher in einigen europäischen Ländern aktiv, darunter Deutschland, Italien, Österreich, Ungarn und Slovenien. Ein Teil des Investments kommt von einem Fond der Europäischen Union. Auch der Berliner Geldgeber Point Nine Capital hat sich an dem Fahrdienst beteiligt. Die Finanzierung soll für die weitere Expansion genutzt werden.

Einige Startups beschäftigen sich mit dynamischen Shuttle Lösungen. Allygator Shuttle aus Berlin will einen dynamischen Shuttle für innerstädtischen Verkehr etablieren. Flinc hat vor kurzem seine Pläne für flott Bekanntgegeben.

Bild: GoOpti (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Autos: Zoox jetzt 1.5 Milliarden US$ wert

Das Startup Zoox arbeitet im Stealth Mode an einem selbstfahrendem Auto, das in den nächsten fünf Jahren zur Marktreife entwickelt werden soll. Bisher ist noch nicht viel über das Fahrzeug an die Öffentlichkeit gelangt, trotzdem scheint das Interesse von Investoren an dem Startup groß zu sein. In einer letzten Finanzierungsrunde sind weitere 50 Mio. US$ in Zoox geflossen, die Bewertung stieg auf 1.55 Milliarden US$. Das Geld kommt diesmal von Composite Capital, einem Fond aus Hongkong.

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2014 von dem Australier Tim Kentley-Klay und Jesse Levinson. Tim Kentley-Klay ist Unternehmer und Designer. Jesse Levinson war zuvor an der Stanford University. Dort war er Teil der Forschungsgruppe, die sich mit selbstfahrenden Autos beschäftigt hat. Insgesamt sind zuvor 240 Mio. US$ in Zoox investiert worden, die Bewertung lag dabei bei einer Milliarde US$.

Mehr als ein Roboter Taxi

Das Startup möchte viel mehr entwickeln, als ein selbstfahrendes Auto, das auf Vermittlungsnplattfomen eingesetzt wird. Um dieses Ziel zu erfüllen, wurden Experten von Tesla, Apple, Alphabet und weiteren Technologie- und Autokonzernen abgeworben. Das Fahrzeug soll die Umgebung verstehen und von sich aus wissen, wohin der Fahrgast möchte, was er während der Fahrt machen möchte und wie er sich durch die Stadt bewegen will.

Starke Konkurrenz für Zoox

Zoox ist nicht das einzige gut finanzierte Unternehmen, dass sich mit selbstfahrenden Autos entwickelt. Google beschäftigt sich mit der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen. General Motors hat Cruise übernommen, um schneller in der Entwicklung zu sein. Uber hat erkannt, dass autonome Fahrzeuge eine Bedrohung für das jetzige Geschäftsmodell darstellen und investiert deshalb selbst kräftig. Seit kurzem werden die ersten autonomen Fahrzeuge in Pittsburgh getestet. Nutonomy ist in Singapur mit einem Pilotprojekt gestartet. In den nächsten fünf Jahren werden wir die ersten Flotten vollautonomer Fahrzeuge auf den Straßen sehen, Zoox will mit dabei sein.

Bild: Zoox (alle Rechte vorbehalten)