Archiv der Kategorie: Fahrdienst

Mercedes Benz Vans beteiligt sich an Shuttle Dienst Via

Die Daimler Tochter Mercedes Benz Vans wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter für Moblitätslösungen. Damit treibt Daimler die Digitalisierung und die CASE Strategie weiter voran. Mercedes Benz Vans baut die Kooperation mit dem Shuttle Dienst Via weiter aus. Zusätzlich beteiligt sich das Unternehmen mit einem signifikanten strategischem Investment an Via. Seit dem vergangenen Jahr arbeiten Mercedes Benz und Via zusammen.

Weitere Details von Mercedes Benz im September

Viel ist über das Investment und die Vertiefung der Partnerschaft nicht bekannt. Während einer Presseveranstaltung Anfang September sollen weitere Details bekannt gegeben werden. Mercedes-Benz Vans arbeitet künftig verstärkt mit Via an der Weiterentwicklung dieses intelligenten Mobilitätskonzepts. Ziel ist eine effiziente, bedarfsgerechte und ökologisch nachhaltige Personenbeförderung.

Via in den USA erfolgreich

Via ist vor allem in den USA aktiv und dirt sehr erfolgreich. Das Unternehmen bietet einen smarten on demand Shuttle Dienst an, bei dem sich mehrere Fahrgäste, die in die gleiche Richtung unterwegs sind, ein Fahrzeuge teilen. Mit seinem  On-Demand Rideshare-Pooling-Service gestaltet Via den Personentransport neu – von einem stark regulierten System mit starren Strecken und festen Fahrplänen hin zu einem dynamischen Netzwerk. Der smarte Algorithmus versucht die Fahrgäste so zu matchen, dass nur minimale Verzögerungen entstehen.

Erste Kooperation in Frankreich mit LeCab

Via hat angekündigt, in mehrere Städte in Kooperation mit anderen Unternehmen oder Behörden expandieren zu wollen. In einem ersten Projekt hat die Taxi App LeCab aus Frankreich das Via Angebot in Paris integriert. Das Unternehmen kann sich vorstellen, mit Betreibern von öffentlichen Nahverkehrs-Angeboten, Taxinetzwerken und anderen Mobilitätsplattformen zu kooperieren. Auch in Deutschland will Via durchstarten und arbeitet mit einem kleinem Team von Berlin aus.

In Deutschland sind mit Door2Door und CleverShuttle weitere Anbieter aktiv, die ein ähnliches Ziel verfolgen. Beide Unternehmen wollen sich ebenfalls als Software Provider für Unternehmen und Behörden positionieren. Door2Door hat bereits Projekte mit Freyung und Duisburg gestartet.

Bild: Mercedes Benz (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing investiert in europäischen Anbieter Taxify

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing beteiligt sich an einem weiteren Unternehmen, um das globale Netzwerk zu erweitern. Mit dem Investment in den Anbieter Taxify streckt das Unternehmen seine Fühler auch nach Europa aus. Taxify ist vor allem in Europa und Afrika aktiv, in Kürze soll der Service auch in London angeboten werden. Das unternehmen bietet eine App basierten Taxi-Service, der mit Uber oder myTaxi zu vergleichen ist. Es ist nicht bekannt, wie viel Didi in das Unternehmen investiert hat, es soll sich aber um eine Summe im zweistelligen Millionenbereich handeln.

Taxify ist in 18 Ländern aktiv

Taxify wurde von vier Jahren gegründet und der Unternehmenssitz ist in Estland. Die Gründer waren davon bei Skype aktiv und haben mittlerweile einen Taxidienst aufgebaut, der in 18 Ländern aktiv ist. Dazu standen überschaubare finanzielle Mittel in höhe von 2 Mio. Euro zur Verfügung.  Zu den Märkten gehören Städte in Ungarn, Rumänien, Südafrika oder Nigeria.

Trotz Fokus auf Städte in schwachen Regionen und Schwellenländern, soll noch dieses Jahr die Expansion nach London stattfinden. In London ist der Markt der Fahrdienstanbieter bereits stark umkämpft. Die Ridesharing App Uber kämpft mit Anbietern wie myTaxi/Hailo oder Gett um Marktanteile. Um dort erfolgreich wachsen und bestehen zu können, benötigt Taxify ein finanzielles Polster, um mit den Mitbewerbern mithalten zu können. Taxify gibt an, dass 2.5 Mio. Nutzer die unterschiedlichen Serviceklassen nutzen. Das Unternehmen bietet einen Fahrdienst mit lizensierten Taxis an, eine Serviceklasse mit Privatfahrern ist aber auch im Angebot.

Ernstzunehmender Konkurrent für myTaxi

Mit dem Investment von Didi Chuxing wird Taxify zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für myTaxi. Die Daimler Tochter myTaxi hat es sich zum Ziel gesetzt, Marktführer unter den Taxiapps in Europa zu werden. Dazu wird auf der einen Seite das bestehenden myTaxi-Geschäft nach vorne gepusht, hinzu kommen Akquisitionen von Mitbewerbern in bestimmten Ländern. So wurde der Anbieter Hailo übernommen, der in Großbritannien eine starke Position hatte. Hinzu kommen die Akquisitionen von TaxiBeat aus Griechenland und Clever Taxi in Rumänien. Mit dem Investment und dem starken Partner im Rücken wird Taxify einen Gang höher schalten, um seine Präsenz und die Produkte auszubauen.

Didi Chuxing beteiligt sich an Plattformen in mehreren Ländern

Die chinesische Plattform Didi Chuxing erweitert sein globales Netzwerk durch Investitionen in Mitbewerber. Unter anderem ist das Unternehmen an den Plattformen Lyft aus den USA, Ola aus Indien oder Grab aus Südostasien investiert. In den Mitbewerber 99 aus Brasilien hat Didi ebenfalls investiert. In China hat Didi für Aufsehen gesorgt, in dem es das lokale Geschäft von Uber für mehrere Milliarden übernommen hat, um den Markt zu konsolidieren.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

BCG setzt auf Alternativen zum Dienstwagen – mit Unterstützung von Sixt

Bisher vergeben viele Unternehmen einen Dienstwagen an Mitarbeiter – inspiriert von Mobility Services wie Car Sharing und Fahrdiensten hat die Autovermietung Sixt eine Alternative dazu entwickelt. Als erster Kunde nutzt die Boston Consulting Group das Angebot. Die Kombination aus Carsharing, Fahrdienst und Mietwagen erfreut sich dort hoher Beliebtheit und ist bereits gleichauf mit dem Klassiker.

Mobility as a Service von Sixt

Konkret hat Sixt unter dem Namen Maas (Mobility as a Service) ein Alternativangebot zum Dienstwagen gestartet. Berater der Boston Consulting Group (BCG) können mit einem Mobilitätsbudget das DriveNow Carsharing Angebot, Mietwagen und den myDriver Fahrdienst nutzen. Bisher ist das Angebot in Deutschland und Österreich verfügbar und nur für berechtigte BCG Berater. In Zukunft soll das Konzept, das drei Dienste vereint auch anderen Unternehmen angeboten werden.

Gute Resonanz von Nutzern

Laut Sixt-Strategievorstand Alexander Sixt stößt das Mobility as a Service Angebot auf sehr gute Resonanz. Das Unternehmen leitet daraus ab, dass es einen Bedarf nach einer modernen und flexiblen Mobilität auf Mitarbeiter und Unternehmensseite gibt. Bei dem Angebot von Sixt können über eine Zentrale Plattform Mobilitätsbudgets per Mitarbeiter vergeben werden, die dann über die Apps von DriveNow und myDriver sowie über das klassische Mietwagengeschäft von Sixt ausgegeben werden können.

Vor allem jüngere Mitarbeiter nutzen den MaaS Service

Bei der Boston Consulting Group kommt das Angebot anscheinend sehr gut an. Vor allem jüngere Mitarbeiter auf Associate- oder Consultant-Ebene nutzen das neue Mobilitätsangebot. Etwa 40% der Berater bei BCG nutzen einen Dienstwagen, nun sind weitere 40% hinzugekommen, die die MaaS-Dienstleistung nutzen.

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Es ist davon auszugehen, dass weitere Unternehmen Mobiltiy as a Service für Mitarbeiter als Alternative oder Ersatz zum Dienstwagen anbieten werden. Auf der einen Seite schwindet die Bereitschaft auf Mitarbeiterseite, ein Auto zu besitzen. Ergänzt wird dieser Trend durch das Vorhandensein von alternativen Mobilitätsangeboten, wie Carsharing, Ride Sharing oder Mietwagen. Auch Uber bietet seinen Fahrdienst erfolgreich für Unternehmen an, der teilweise als Alternative zum Dienstwagen und Taxi genutzt wird.

Bild: Sixt (alle Rechte vorbehalten)

Beförderung auf der letzten Meile: Lyft und Amtrak arbeiten zusammen

Die amerikanische Ride-Sharing Plattform Lyft kooperiert mit der Bahngesellschaft Amtrak, damit die Passagiere schneller zum Bahnhof kommen und wieder zurück. Die Amtrak Fahrgäste können die Fahrt mit Lyft direkt über die Amtrak App bestellen. Lyft gibt an, dass 97% der Amtrak Fahrgäste durch das Angebot der Ride Sharing Plattform erreicht werden.

Transport auf erster und letzter Meile attraktiv

Die großen Mitfahrplattformen in den USA haben in der letzten Zeit dafür gekämpft, dass die Fahrer an Flughäfen Fahrgäste aufnehmen und abliefern können. Das Geschäft auf der ersten und letzten Meile bietet eine große Chance für die Ride-Hailing Apps. Der größte Widerstand kam dabei von den Taxifahrern und Parkhaus-Betreibern. Die Betreiber der Parkhäuser fürchten sich vor geringeren Einnahmen, da tendenziell weniger Menschen ihr Auto für längere Zeit parken, wenn anstatt dem eigenen Fahrzeug ein Service wie Lyft oder Uber genutzt wird.

Kooperationen mit ÖPNV und Stadtverwaltungen

Konkurrent Uber ist eine ähnliche Kooperation in der indischen Stadt Bangalore eigegangen. In einer amerikanischen Kleinstadt werden Uber Fahrten zum Bahnhof zu einem günstigen Festpreis angeboten, so hat sich die Stadtverwaltung den Bau eines weiteren Parkhauses am Bahnhof erspart. Die Fahrten werden von der Stadtverwaltung bezuschusst.

In Zukunft mit autonomen Shuttle Bussen

Kooperationen zwischen Bahngesellschaften oder Behörden und Ride-Hailing Anbietern werden wir in Zukunft wahrscheinlich häufiger sehen. Ride-Hailing Anbieter erdweiter so die Reichweite und für Bahngesellschaften und Behörden ist eine günstige Art und Weise, das bestehende Netz zu erweitern. In ein paar Jahren werden autonome Shuttle zum Einsatz kommen.

Für Lyft ist es nicht die einzige Partnerschaft in den letzten Wochen. Lyft und Disney haben vereinbart, dass die Ride-Hailing Plattform gebrandete Minishuttle in den Disney Resorts betreibt. Mit der Fast Food Kette Taco Bell wurde eine Marketing Partnerschaft geschlossen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Ford expandiert den Shuttle Service Chariot nach New York City

Im vergangenen Jahr hat der Automobilkonzern Ford den Shuttle Dienst Chariot übernommen, jetzt folgt die Expansion nach New York City, der vermeintlich größte Markt in den USA. Der Shuttle Dienst passt sich bei den Routen der Nachfrage der Kunden an.  Zuerst ist das Angebot in San Francisco gestartet, später wurde das Angebot auch in Austin, Texas ausgerollt. In New York City will das Startup ab August aktiv sein und Fahrten zwischen Lower East Side und Midtown in Manhattan anbieten. Eine zweite Strecke soll  von Greenpoint nach Dumbo in Brooklyn führen.

Chariot will Ergänzung zu öffentlichem Nahverkehr sein

Wie so viele andere Shuttle Dienst auch, will Chariot eine Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr bieten. Adressiert werden sollen vor allem zeitliche Lücken der öffentlichen Verkehrsmittel, wie zum Beispiel abends oder nachts. Gleichzeitig soll ein Angebot in Gebieten mit wenig öffentlichen Verkehrsmitteln geschaffen werden. Für die erste und letzte Meile, also für den Weg zum Bahnhof und wieder zurück, will sich das Unternehmen positionieren. Fahrgäste können über die Chariot App die Routen überprüfen und auch ihre eigenen Routen vorschlagen. Die Vorschläge werden dann von dem Unternehmen genutzt, um die beste Route festzulegen.

Genehmigung durch TLC

Die geplanten Linien wurden zusammen mit dem Analytics Team von Ford definiert. In einem mehrstufigen Prozess, bei dem unterschiedliche Kriterien mit eigeflossen sind, wurden die Start- und Endpunkte festlegt. Die New Yorker Taxi und Limousinen Commission (TLC) wurde auch mit eingebunden, um für den Service die nötigen Lizenzen zu erhalten.

Bis zu 60 Fahrzeuge in NYC 

Bis zum Herbst sollen 60 Fahrzeuge auf den Straßen in New York City unterwegs sein. In San Francisco hat Chariot 200 Fahrzeuge auf der Straße, in Austin etwa 50. Erstaunlich ist, dass das Unternehmen weniger als 100 Festangestellte (ohne Fahrer) hat, obwohl ein stark operatives Geschäftsmodell betrieben wird. Das Geschäftsmodell ist vielversprechend und soll laut mehrerer Studien eine positive Entwicklung auf das Verkehrsaufkommen haben.

Bild: Chariot (alle Rechte vorbehalten)

Die Deutsche Bahn beteiligt sich an Fahrdienst-Plattform Talixo

Die Deutsche Bahn beteiligt sich über den Venture Arm Deutsche Bahn Digital Ventures an der Fahrdienstplattform Talixo. Das Startup bietet eine Technologieplattform, über die vor allem Geschäftsreisende Taxifahrten oder Limousinen buchen können. Insgesamt fließt eine siehe siebenstellige Summe in das Unternehmen. Neben der Bahn beteiligen sich auch die bestehenden Investoren Amman Group und ein Investor aus der Schweiz.

Bahn will Angebot und Geschäftsbereiche erweitern

Die Deutsche Bahn versucht mit dem Investment das Transportangebot über die Schienen hinaus weiter auszubauen. Das Angebot von Talixo soll in den Buchungsprozess der Bahn integrieren. Kunden sollen so nicht mehr zu anderen Anbietern und Apps wechseln müssen, sondern sollen die Möglichkeit erhalten, die Reise von Tür zu Tür über eine Plattform buchen zu können. Die Bewertung von Talixo dürfte sich auch noch in einem vernünftigen Rahmen bewegt haben, so dass die Bahn günstig einsteigen konnte.

Talixo bietet Buchungsplattform für Unternehmen und Reiseportale

Talixo spricht mit seiner integrierbaren Buchungsplattform vor allem Unternehmen, Reisebüros und online Buchungsseiten an. Über die eingebundene Plattform können Taxis und Limousinen gebucht werden, außerdem wird ein Ridesharing Produkt angeboten, bei dem sich mehrere Angestellte eines Unternehmens oder eine Reisegruppe ein Fahrzeug zum gemeinsamen Ziel teilen können.

Bisher unterm Radar geschwommen

Talixo hat bisher eher unter dem Radar agiert, obwohl das Unternehmen bereits Partnerschaften mit Concur, AirPuls, Amadeus oder Onesto vereinbaren konnte. Mal sehen, ob sich das mit dem neuen Investor ändern wird. Das Geld soll auf jeden Fall dazu genutzt werden, um zu expandieren. In einem nächsten Schritt will das Unternehmen die Märkte in Asien und Amerika erschließen.

Zu den Wettbewerbern von Talixo gehört das Berliner Unternehmen Blacklane. Auch Blacklane will sich in dem B2B Markt für die Fahrten auf der letzten Meile etablieren. Zu den Investoren de Unternehmens gehören unter anderem Daimler und die Alstin Group von Carsten Maschmeyer. Blacklane hat bereits einen größeren Footprint und bietet den Service in mehr als 250 Städten an.

Bild: Talixo (alle Rechte vorbehalten)

Interessanter Vorschlag des InnoZ: Privat-Taxidienst mit Elektrofahrzeugen erlauben

Der Berliner Mobilitätsforscher Andreas Knie, der das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) leitet, hat einen interessanten Vorschlag unterbreitet. Sein Vorschlag lautet, dass Berliner, die ihr Auto mit Verbrennungsmotor abschaffen und ein Elektroauto kaufen, gegen Geld Fahrgäste befördern dürfen.

Höherer Anreiz für Wechsel zu Elektromobilität 

Mit diesem Vorschlag sollen zwei Ziele erreicht werden. Auf der einen Seite sollen die Anreize für den Wechsel zu Elektroautos geschaffen werden. Bisher werden nur 1700 der  1.2 Millionen Pkw in Berlin mit Strom betrieben. Die bisherigen Anreize, wie Umweltprämie reichen nicht aus, um die Besitzer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zum Wechsel zu bewegen.

Das zweite Ziel ist die Reduzierung des Verkehrs insgesamt. Durch die Möglichkeit eines bezahlbaren Ride-Sharing Dienstes würde sich der Individualverkehr verringern, da sich mehrere Personen ein Fahrzeug teilen würden.

InnoZ Geschäftsführer: Plattform soll Fahrten vermitteln

Die Vermittlung zwischen Fahrer und Fahrgast soll über eine Plattform laufen, wie wir es schon von Uber oder myTaxi kennen. Darüber soll auch die Bezahlung laufen, wobei der Fahrer 80-90% des Fahrpreises behalten darf und der Rest an den Plattformbetreiber fließt. Dem Fahrer soll es auch ermöglicht werden, den Service kommerziell anbieten zu können. Das heißt, dass der Fahrpreis pro Kilometer über der Betriebskostengrenze liegen soll.

Die Plattform könnten von einem Startup, wie CleverShuttle oder Door2Door betrieben werden oder auch von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Die BVG wäre ein interessanter Partner, das sie bereits angekündigt hat, dass ein smarter Shuttle Dienst gestartet werden soll, der auch ins BVG Netz integriert werden soll.

Ausnahmegenehmigung oder Gesetzesänderung notwendig

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, muss das Personenbeförderungsgesetz angepasst werden oder es muss zuerst eine Sondergenehmigung erlassen werden. Das letzteres möglich ist, zeigt das Beispiel CleverShuttle. Das Startup betreibt einen cleveren on-damend Shuttle Dienst und hat dafür eine Sondergenehmigung der Stadt erhalten. Das PBfG gilt als überholt und zu protektionistisch, aus mehreren Richtungen kommen Forderungen zur Modernisierung des Gesetzes.

Privatfahrzeuge und Individualverkehr kann verringert werden

Ein privater Fahrservice mit Elektroautos würde dazu führen, dass die Zahl der Privatautos verringert wird und dass die Schadstoffbelastungen reduziert werden. Die freiwerdende Fläche kann für andere Zwecke genutzt werden. Das Angebot wäre eine attraktive Alternative zum Privatauto und eine Ergänzung zum bestehenden Nahverkehr.

Gut für Schadstoffbelastung

In Großstädten ist die Schadstoffbelastung, die durch Autos mit Verbrennungsmotor hervorgerufen wird ein Problem. Jedes Jahr sterben mehrere tausend Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. In jüngster Zeit haben bereits Länder wie Frankreich oder Großbritannien angekündigt, dass ab 2040 keine Autos mit Verbrennungsmotoren erlaubt sein werden. Auch in Stuttgart droht ab kommendem Jahr ein Fahrverbot für Diesel-Fahrezuge.

Bild: InnoZ (alle Rechte vorbehalten)

Exoten: Careem beteiligt sich an Ridesharing Plattform Swvl aus Ägypten

Die Ridesharing Plattform Careem, die vor kurzem einen hohen Millionenbetrag an Funding eingesammelt hat, beteiligt sich an dem Startup Swvl aus Ägypten. Das Shuttle Startup verbindet über die App Fahrgäste mit privaten Bussen.

Swvl erst im April gegründet

Die investierte Summe ist überschaubar, Careem investiert 500.000 US$ in das Unternehmen und erhält im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung. Swvl wurde west im April diesen Jahres gegründet und zwar von einem ehemaligen Careem Manager.

Vermittlung von Sitzplätzen in Bussen

Über die App des Unternehmens können interessierte Fahrgäste einen Sitzplatz in Shuttle Bussen reservieren und auch über die App den Fahrpreis bezahlen. Die Busse fahren dabei entlang festgelegter Routen und Abfahrtszeiten. Mittlerweile nutzen 50.000 Kunden die App und 200 Busse sind registriert. Bis Ende des Jahres sollen 300.000 Fahrten pro Monat über die App gebucht werden.

Das Investment soll dazu genutzt werden, die App weiter zu entwickeln. Außerdem soll dass Team vergrößert werden. Bisher ist das Angebot nur in Kairo verfügbar, aber eine Expansion scheint schon in Planung zu sein. Zuerst sollen weitere ägyptische Städte, wie Alexandria hinzukommen. Später soll eine Expansion in weitere Städte im mittleren Osten und in Asien erfolgen.

Daimler bei Careem investiert

Careem ist vor allem im Mittleren Osten aktiv und konkurriert dort mit dem Fahrdienst-Unternehmen Uber. Erst kürzlich wurde eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der 500 Mio. US$ in das Unternehmen geflossen sind. Unter anderem hat sich der deutsche Automobilhersteller Daimler in der letzten Runde an Careem beteiligt. Die Ridesharing Plattform ist in 12 Ländern aktiv.

Bild: Swvl (alle Rechte vorbehalten)

Grab soll Summe von 2 Milliarden US$ einsammeln wollen

Das Unternehmen Grab betreibt in Südost Asien eine Ridesharing Plattform in sieben Ländern, die jetzt mit mehr als fünf Milliarden US$ wert sein soll. Damit wäre Grab das am höchsten bewertete Startup un Südost Asien. Die hohe Bewertung soll Grundlage der kommenden Finanzierungsrunde sein, bei der bis zu zwei Milliarden US$ in das Unternehmen investiert werden sollen. Das Geld kommt dabei von SoftBank und dem chinesischem Ride-Sharing Anbieter Didi Chuxing.

SoftBank und Didi stockten auf

SoftBank und Didi sind bereits seit längerem als Investoren an Bord. SoftBank hat sich in den vergangenen Jahren an mehreren Ride Hailing Plattformen beteiligt. Unter anderem ist der japanische Investor Anteilseigner von Lyft und der indischen Ride Sharing Plattform Ola. Kürzlich stand auch ein Szenario im Raum, bei dem SoftBank Uber-Anteile von bestehenden Investoren übernehmen soll. Auch an der brasilianischen Taxi App 99 hat sich SoftBank beteiligt.

Zusammenarbeit zwischen Grab und Didi mit Spannungen

Dass Grab weiterhin mit Didi zusammenarbeitet, ist verwunderlich. Nach der Übernahme von Uber China durch Didi Chuxing ist es zu Spannungen zwischen Grab und Didi gekommen. Im Zuge der Übernahme hat sind Uber und Didi enger zusammengerückt, da Didi eine Milliarde in Uber investiert hat. Das hat das Unternehmen aus Südost Asien nicht begeistert, da Uber in der Region der größte Konkurrent von Grab ist.

Uber setzt sich nicht überall durch

Das Ride Hailing Geschäft hat sich seit einiger Zeit verändert. Der Platzhirsch Uber geht nicht mehr davon aus, dass alle Märkte der Welt beherrscht werden können. So folgte zuerst die Veräußerung des Geschäfts in China an den lokale Anbieter Didi Chuxing. In den letzten Wochen hat das Unternehmen angekündigt, dass das Russlandgeschäft mit Yandex Taxi verschmolzen wird. Lokale Player und Investoren, wie Grab und Softbank fürchten sich nicht mehr unbedingt vor Uber und sehen deshalb durchaus die Möglichkeit, eine lokale Marktführerschaft aufzubauen. Eventuell erfolg ja bald eine Veräußerung des Deutschlandgeschäfts an MyTaxi und Daimler. Auch hierzulande kann sich Uber nicht durchsetzen.

Bild: Grab (alle Rechte vorbehalten)

Clever Taxi: MyTaxi schluckt Mitbewerber aus Rumänien

Die Daimler Tochter MyTaxi kauft wieder zu, diesmal in Rumänien. Der lokale Anbieter Clever Taxi wird übernommen, um die Präsenz in Europa zu erhöhen. Mit der Übernahme in Rumänien, sei MyTaxi jetzt in 11 europäischen Ländern aktiv. Die Taxi-App ist einst als eigenständiges Startup gestartet und wurde letztendlich komplett von Daimler übernommen.

Kaufpreis für Clever Taxi unbekannt

Wie viel die Übernahme gekostet hat, wurde von der Daimler-Tochter nicht kommuniziert. Erwartungsgemäß dürfte dieser nicht besonders hoch ausgefallen sein. Der Markt in Rumänien dürfte auf Grund der schwachen Wirtschaft wenig attraktiv für Daimler sein. Gleichzeitig ist die Zahl der registrierten Nutzer überschaubar. Die Clever Taxi App kann in den größten 20 Städten in Rumänien genutzt werden. Die Plattform verfügt über 600.000 registrierte Nutzer und 17.000 angemeldete Taxifahrer.

Dritte Übernahme in den letzten Monaten

Schon in der Vergangenheit hat MyTaxi hinzugekauft, um die Plattform zu stärken. Die Größte Übernahme war der Kauf der Taxi App Hailo aus Großbritannien. Mittlerweile wurde die Hailo App durch die MyTaxi App ersetzt und der Markenname Hailo soll mit der Zeit verschwinden. Anfang des Jahres erfolgte die Übernahme von Taxibeat aus Griechenland. Taxibeat war der lokale griechische Marktführer.

MyTaxi als führende Taxi-App in Europa

Daimler will mit MyTaxi eine in Europa führende Taxi-App aufbauen. Ingesamt sollen sieben Millionen Nutzer registriert sein. Europaweit kommt das Netzwerk auf 120.000 registrierte Fahrer. Langfristig wird sich auch das Unternehmen darauf einstellen müssen, dass autonome Fahrzeuge die Taxis samt Fahrer ersetzten werden. Bisher gibt es keine Aussagen von MyTaxi, ob es an den zukunftsweisenden Themen gearbeitet wird.

Markt wird sich weiter konsolidieren

Es ist anzunehmen, dass sich der Markt der Taxi-Apps in den kommenden Monaten und Jahren weiter konsolidieren wird. Das Geschäftsmodell von MyTaxi und co. wirft nur geringe Margen ab und die Konkurrenz durch Ride-Hailing Angebote wie Uber oder Gett wächst. In Zukunft kommen noch Ridesharing Plattformen, wie CleverShuttle oder Via hinzu. Die kleinen lokalen Anbieter, wie Clever Taxi oder TaxiBeat  werden aus eigener Kraft nicht überlegen können.

Bild: Clever Taxi (alle Rechte vorbehalten)