Archiv der Kategorie: Fahrdienst

Ride-Sharing in Indien: Ola will 10.000 E-Rikschas in Indien einflotten

Der Ride-Sharing Dienst Ola, einer der großen Player in Indien, will in den kommenden 12 Monaten Rikschas mit Elektroantrieb in die Flotte aufnehmen. Insgesamt sollen 10.000 E-Rikschas in den Umlauf gebracht werden. Das „Mission: Electric” Programm ist Teil der Strategie, bis 2021 mehr als eine Millionen Elektrofahrzeuge in die Flotte aufzunehmen.

Regierung will durch E-Fahreuge Luftverschmutzung in den Griff bekommen

Fahrzeuge mit alternativen Antrieben sind in Indien hoch im Kurs. Die Regierung unter Regierungschef Modi treibt das Thema voran, um die Luftverschmutzung in den Griff zu bekommen und um unabhängiger von Öl-Importen zu werden. Bis 2030 sollen alle Neuwagen mit E-Motor ausgestattet sein. Ola ist der größte Ride-Sharing Dienst in Indien und liefert sich einen Wettkampf mit Uber. Zu den Investoren von Ola gehört auch SoftBank, die Japaner sind auch kürzlich bei Uber eingestiegen. Ola ist in 110 Städten aktiv und mehr als 3 Mio. Fahrer sind auf der Plattform registriert.

Rikschas in Indien beliebt

Rikschas mit Verbrennungsmotor gehören zu den beliebtesten Fortbewegungsmitteln in Indien. Die Fahrzeuge sind günstig und robust. Auf Grund der geringen Größe und Wendigkeit sind die Fahrzeuge ideal für den überfüllten Verkehr in den indischen Städten. Rikschas mit Elektromotor sind erst seit ein paar Jahren auf dem Markt. Ola wird die Fahrzeuge von mehreren Herstellern beziehen und in drei Städten einsetzen. Unbekannt ist auch, ob Ola die Fahrzeuge besitzen wird oder ob die Fahrer die Rikschas kaufen werden.

Test mit E-Fahrzeugen seit 2017

Ola testet bereits seit Anfang 2017 E-Fahrzeuge, bisher mit überschaubaren Erfolg. Die Fahrer beschweren sich über die fehlende Infrastruktur und die höheren Kosten. Ola sieht das anders und spricht von signifikanten Lernerfolgen bei den Themen Flottenmanagement, Batteriemanagement und Operations. Bei den Themen Batterien und Lademanagement will das Unternehmen neue Wege beschreiten, um weiter dazu zu lernen. Bisher spielen E-Fahrzeuge nur eine geringe Rolle in Indien. Nur 0.1 Prozent der jährlich 3 Mio. verkauften Autos sind Elektrofahrzeuge.

Bild: Ola (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing Dienst: Didi startet in Mexiko

Die Chinesische Ride-Sharing Plattform Didi Chuxing ist in Mexiko gestartet. Fahrer wurden seit Anfang April angeworben, die App und die Website wurde für den mexikanischen Markt angepasst und Werbung wird geschaltet. Beste Voraussetzungen für einen kostspieligen Wettkampf mit Mitbewerber Uber.

Erste Expansion mit eigenem Team

Für Didi ist es die erste Expansion mit eigenem Team in einen Markt außerhalb Chinas. In der Vergangenheit lag der Fokus auf globalen Partnerschaften mit Grab, Lyft und anderen Plattformen, um den Nutzern ein weltweites Angebot bieten zu können. In Japan wurde enger mit einem lokalen Anbieter zusammengearbeitet.

Testbetrieb in kleineren Städten

Die Fahrdienst-Plattform wird sich zuerst auf kleinere Städte konzentrieren, zum Beispiel Toluca. Nach dem die ersten Erfahrungen dort gemacht wurden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Dienst in Mexico City starten wird. In Toluca wird ein UberX-änlicher Dienst gestartet, der mit günstigen Fahrpreise überzeugen soll. Neben einem Fahrdienst mit Autos soll das Unternehmen auch mit dem Gedanken gespielt haben, einen Dienst mit Motorräder und einen Bike-Sharing Dienst anzubieten.

Bessere Konditionen für Fahrer


Die Fahrer können mit mehr Einnahmen rechnen, wenn sie bei Didi fahren. Bis Mitte Juni wird Didi keine Vermittlungsgebühr verlangen und danach nur 20 Prozent vom Fahrpreis. Konkurrent Uber verlangt 25 Prozent Vermittlungsgebühr. In der Regel orientieren sich die Fahrer stark nach den Verdienstmöglichkeiten und zeigen eine geringe Loyalität gegenüber einer Plattform. Es ist zu erwarten, dass Uber im Wettbewerb um Bonuszahlungen und Vermittlungsgebühren nachziehen wird, um die Fahrer auf der eigenen Plattform zu halten. Mexiko ist nach den USA einer der wichtigsten verbleibenden Märkte für Uber. Etwa 7 Millionen Nutzer sind registriert und können den Dienst in mehr als 35 Städte in Mexiko nutzen. Der Marktanteil von Uber soll bei 87 Prozent liegen.

Investment in lokale Konkurrenten

Die Entwicklung in Mexiko ist aus mehreren Gesichtspunkten interessant. Obwohl Didi und Uber mit Softbank einen gemeinsamen Investor haben und in Asien das Kriegsbeil zwischen beiden Unternehmen begraben wurde, geht Didi in Mexiko in den direkten Wettbewerb zu Uber. Uber hat sein China Geschäft an Didi verkauft, wodurch sich beide Unternehmen einen hohen Milliardenbetrag für Werbung und Fahrer-Bonis gespart haben dürften. Erst kürzlich hat Softbank die beiden Beteiligungen Uber und Grab dazu gedrängt, das Geschäft in Südostasien zu verschmelzen. Außerdem hat Didi den Anbieter 99 übernommen, der in Südamerika bereits aktiv ist und auch Mexico als Markt auf der Agenda haben dürfte. Interessant, dass Didi trotzdem unter eigenem Namen in den Markt in Mexiko startet. In Europa ist Didi an Taxify beteiligt, im Mittleren Osten an Careem und in Indien an Ola.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Waymo will ohne Sicherheitsfahrer in Kalifornien fahren

Vor ein paar Wochen hat der amerikanische Bundesstaat Kalifornien die Gesetzeslage für autonomes Fahrern überarbeitet. Unternehmen können sich seither für eine Lizenz bewerben, die ihnen erlaubt, ganz ohne Sicherheitsfahrer unterwegs zu sein. Auch Lenkrad, Außenspiegel und Pedale können nach den neuen Regeln weggelassen werden. Bisher wurde vorgeschrieben, dass bei autonomen Fahrzeugen immer noch eine Person hinter dem Steuer sitzt, die in Notfällen die Kontrolle übernehmen kann.

Waymo will von Gesetzesänderung profitieren

Waymo ist das zweite Unternehmen, das sich in Kalifornien für die Testlizenz nach neuem Vorbild beworben hat. Der Schritt kommt nicht unerwartet, da die Waymo Mutter Alphabet in Kalifornien den Hauptsitz hat und da das Unternehmen daran interessiert ist, die Technologien für autonomes Fahren so schnell wie möglich weiterzuentwickeln. Der Name des weiteren Unternehmens ist nicht bekannt. Uber hat sich dazu entschieden, dass es erstmal keine weitere Testlizenz in Kalifornien beantragen wird. Bei dem zweiten Unternehmen könnte es sich um die General Motors Tochter Cruise handeln, die bereits in Kalifornien aktiv ist und angekündigt hat, komplett fahrerlos testen zu wollen.

Waymo testet bereits in Arizona ohne Fahrer

Für Waymo ist Kalifornien ein weiteres Testfeld nach Arizona. Dort teste das Unternehmen bereits autonome Fahrzeuge ohne Sicherheitsfahrer. In Arizona hat das Schwesterunternehmen von Google auch eine TNC-Linzenz erhalten, um einen kommerziellen Dienst mit autonomen Fahrzeugen anbieten zu können. In Kalifornien werden die Genehmigungen nur zu Testzwecken vergeben, an einen kommerziellen Betrieb ist dort noch nicht zu denken. Bisher haben 50 Unternehmen die Genehmigung erhalten, in Kalifornien autonome Fahrzeuge zu testen. Etwa 300 Fahrzeuge sollen sich im Einsatz befinden. Der Technologiekonzern Apple soll dabei die größte Flotte im Einsatz haben.

Führender Anbieter für autonomes Fahren

Das Unternehmen zählt zu den technisch führenden Anbietern beim Thema vollautomatisiertes Fahren. Bereits 2009 wurde bei Google damit begonnen, Technologien für autonome Fahrzeuge zu entwickeln. Letztendlich wurde Waymo als eigenständiges Unternehmen ausgegründet. Es wird mit mehrere Automobilherstellern zusammengearbeitet, um autonome Fahrzeuge so schnell wie möglich in Serie zu bringen.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Neuer ÖPNV: Weitere amerikanische Stadt arbeitet mit Mobilitätsdiensten zusammen

Die Stadt Monrovia in Kalifornien strukturiert die öffentlichen Transportdienste neu. Das neue Programm in Monrovia heißt Go Monrovia. Bisher wurden ein Rufbus mit einer Summe von 1 Mio. Dollar pro Jahr unterstützt. Demnächst werden auch Lyft Fahrten subventioniert und Fahrräder können über die Bike-Sharing Plattform von LimeBike für einen Dollar geliehen werden.

Lyft-Fahrten werden subventioniert

Die Lyft-Fahrten kosten dank der Subventionen nur noch 0.50 US Dollar pro Fahrt innerhalb des Geschäftsgebiets von Go Monrovia. Die Nutzer müssen zuvor einmalig einen Gutscheincode in der App eingeben, um die Subventionen zu aktivieren. LimeBike bietet eine free-floating BikeSharing Plattform an. Das Unternehmen ist auch in Frankfurt aktiv und wird demnächst in Berlin starten. Fahrten mit LimeBike kosten 1 Dollar pro 30 Minuten. Erstaunlich ist, dass die Bike-Sharing Alternative teurer ist als der Fahrdienst. Die Frage ist, ob so viele Bewohner von Monrovia auf die Fahrräder zurückgreifen, wenn der Preis doppelt so hoch ist, wie eine Fahrt mit der Ride-Sharing Plattform Lyft.

Ziel: komfortabel und preisgünstig von A nach B

Die Stadt, die sich am Rand von Los Angeles befindet, möchte mit der Erweiterung ein Transportsystem schaffen, mit dem Bewohner und Touristen komfortabel und preisgünstig von A nach B kommen. Mittelfristig soll durch ein besseres Transportsystem auch der Fahrzeugbestand reduziert werden und das Parkplatzproblem gelindert werden.

Mehr Städte mit Alternative zu ÖPNV

Monrovia ist nicht die erste Stadt in den USA, die auf neue Mobilitätsdienste als Alternativen zum klassischen ÖPNV setzt. Erst kürzlich hat die texanische Stadt Arlington einige Buslinien in der Innenstadt abgeschafft und durch einen on-demand Ride-Pooling Dienst mit Kleinbussen auf Basis der Technologie von Via ersetzt. Eine Stadt in New Jersey subventioniert Uber-Fahrten zum Bahnhof, anstatt einen neuen Parkplatz für Pendler zu bauen. Die Stadt Innisfil in Kanada hat im letzen Jahr Uber als Alternative zum bisherigen ÖPNV eingeführt und spart seitdem 8 Mio. US Dollar pro Jahr.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienst mit Motorrädern in Afrika: Taxify und Uber starten Services

In Afrika treten die beiden Mobility Plattformen Taxify und Uber gegeneinander an, jetzt haben beide Unternehmen zeitgleich einen Fahrdienst mit Motorrädern gestartet. Der Dienst kann wie gewohnt über die jeweilige App gebucht werden. Uber hat schon in Asien mit einem ähnlichen Dienst experimentiert und ganz am Anfang auch in Paris. Für Taxify ist es der erste Service dieser Art.

Bevorzugtes Transportmittel in Afrika


Bei Taxify heißt der neue Dienst mit Motorrädern schlicht Boda. In Ostafrika werden Motorradtaxis Boda Boda genannt, sie sind häufig das Mittel der Wahl, um von A nach B zu kommen. Das Unternehmen will mit dem Schritt etwas mehr Ordnung in ein chaotisches System bringen und dafür sorgen, dass die Motorradtaxis leichter zugänglich sind. Die durchschnittliche Anfahrtszeit soll in Nairobi bei unter vier Minuten liegen. Der Fahrpreis für den Ride-Sharing Dienst mit Motorrädern ist mehr als 50 Prozent günstiger als ein vergleichbarer Dienst mit Autos.

Sicherheit im Fokus

Taxify legt großen Wert auf Sicherheit. Es werden nur Fahrer aufgenommen, die von den lokalen Transport- und Sicherheitsbehörden lizenziert wurden und über drei Jahre Erfahrung haben. Die Motorräder dürfen nicht älter als drei bis vier Jahre sein, um für den Dienst zugelassen zu werden. Die Fahrer werden mit zwei Helmen ausgestattet und einem Headset für die Navigation per Sprachbefehle.

Uber startet in Uganda

Mitbewerber Uber startet seinen Motorraddienst in Uganda. Das Unternehmen hat sich die Hauptstadt Kampala ausgesucht, wo Fahrdienste mit Zweirädern äußerst beliebt sind. Ähnlich wie bei Taxify werden die Fahrer zum Thema Sicherheit geschult und müssen über die nötigen Lizenzen verfügen. Auch von Uber werden die Fahrer mit Helmen und Warnwesten ausgestattet. Zu Beginn startet der Fahrdienst in Kampala mit etwa 100 Fahrern, die Zahl dürfte schnell wachsen. In der Hauptstadt Ugandas waren pro Woche schätzungsweise fast 2 Millionen Fahrten durchgeführt.

Lokale Mitbewerber seit längerem aktiv

Einige lokale Mitbewerber sind mit einem Motorrad-Dienst schon in Afrika aktiv. In Ruanda ist das Startup SafeMotors seit 2015 unterwegs. Ein weiterer lokaler Wettbewerber ist die Smartphone-App SafeBoda, die bereits seit 2014 in Kampala, Uganda aktiv ist. Wie der Name beider Unternehmen schon sagt, wird viel Wert auf Sicherheit gelegt. Die Fahrer müssen erst unterschiedliche Trainings durchlaufen, bevor sie Fahrgäste transportieren dürfen. Außerdem erhalten sie Helme und Warmwesten. Die Smartphones der Fahrer werden genutzt, um Daten über die Bremsvorgänge zu sammeln. Diese werden wiederum genutzt, um die sichere Fahrweise der Fahrer zu fördern.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Offline to online: Allianz beteiligt sich an Ride-Sharing Dienst Go-Jek

Der Fahrdienst Go-Jek, der in Indonesien beheimatet ist und eine Plattform für Fahrdienste und andere offline to online Dienste anbietet, kann einen neuen Investor begrüßen. Der Versicherungskonzern Allianz beteiligt sich nach Google und Tencent an dem Startup. Die Allianz steigt mit einer relativ moderaten Summe in Höhe von 35 Mio. US Dollar bei Go-Jek ein.

Allianz steigt im Rahmen der letzten Runde ein

Die Allianz beteiligt sich an dem Unternehmen im Rahmen der letzten Finanzierungsrunde. Insgesamt sollen in der Runde 1.5 Milliarden Dollar in Go-Jek geflossen sein, nach dem Investment wurde das Unternehmen mit 4.5 Milliarden US Dollar bewertet. Die Unternehmen Google, Tencent und Meituan gehörten zu den großen Geldgebern in der letzten Milliarden-Runde.

Das Investment der Allianz wird über den Venture Arm Allianz X betreut. Allianz X ist als Art Inkubator gestartet, hat sich aber finden letzten Monaten zu einem klassischen VC gewandelt. Allianz X hat mit einem Millionen-Investment in das Banking Startup N26 für Aufsehen gesorgt.

Versicherungsleistungen für Fahrer und Nutzer

Die Allianz wird daran interessiert sein, Versicherungsleistungen für die Fahrer und eventuell auch Nutzer verkaufen zu können. Die beiden Unternehmen arbeiten auch schon seit etwa zwei Jahren zusammen. Der lokale Zweig der Allianz bietet den Go-Jek Fahrern attraktive Angebote für eine Krankenversicherung. Das Angebot der Versicherungen soll erweitert werden, für Fahrer und Nutzer. Go-Jek will sich auch im Beriech der Finanzdienstleistungen etablieren, dabei kann die Allianz unterstützen.

Führende offline to online Plattform in Indonesien

Go-Jek ist meine einem Fahrdienst auf Basis von Rollern und Motorrädern in Indonesien gestartet. Das Unternehmen hat sich in einer Rekordzeit zu der führenden Plattform für offline to online Dienste alle Art entwickelt. Die Nutzer können sich nicht nur von A nach B fahren lassen, sondern auch on-demand Dienstleistungen wie Massage, Reinigung oder Lieferung von Essen über die Go-Jek App buchen. Bezahlt werden die Dienste über die eigenen mobile Wallet Angebote.

Südostasien als Boom-Markt

Bisher war das Unternehmen nur in Indonesien aktiv, was sich aber bald ändern soll. Laut Medienberichten startet das Unternehmen demnächst in Thailand, Vietnam und auf den Philippinen. Singapur soll auch auf der Expansionsliste stehen. Die genannten Märkte werden bisher von dem Wettbewerber Grab bespielt. Mit Indonesien setzt das Unternehmen auf einen attraktiven Mark. Das Land ist die stärkste Volkswirtschaft in Südostasien und mehr als 260 Mio. Menschen leben dort. Es wird erwartet, dass Indonesien der Haupttreiber hinter dem Wachstum von Fahrdiensten in Südostasien sein wird. Laut einem Bericht von Google und Temasek soll der Umsatz mit Ride-Sharing Diensten von 5 Milliarden Dollar im Jahr 2017 auf 20 Milliarden Dollar pro Jahr bis 2025 anwachsen.

Bild: Go-Jek (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Lyft und Magna arbeiten zusammen

Dem amerikanischen Ride-Sharing Anbieter Lyft ist ein Deal mit dem Automobilzulieferer Magna gelungen. Beide Unternehmen arbeiten bei dem Thema autonomes Fahren zusammen, außerdem investiert Magna 200 Mio. Dollar in die Fahrdienst Plattform. Magna ist einer der führenden Automobilhersteller und Auftragsfertiger für die Automobilindustrie.

Entwicklung von Systemen für autonomes Fahren im Vordergrund

Gemeinsam wollen die Unternehmen Systeme für autonomes Fahren entwickeln, die in kleineren und mittleren Fahrzeugen verbaut werden können. Magna wird dafür verantwortlich sein, die Systeme in die Architektur der Fahrzeuge zu integrieren. Das Team von Lyft ist für die Entwicklung der Software und Algorithmen verantwortlich. Magna wird auch Technologie-Kits in die Partnerschaft mit einbringen, wahrscheinlich soll es sich dabei um Sensoren und Kameras handeln. Obwohl sich Magna beim Fahrzeugbau auskennt, wird das Unternehmen keine Autos im Rahmen der Partnerschaft bauen. Es wurde nicht bekanntgegeben, bis wann beide Unternehme erste Ergebnisse zur Serienreife entwickelt haben werden. Es ist aber davon auszugehen, dass es vor 2021 geschehen wird.

Rechte und Patente bei beiden Unternehmen

Die Rechte an der im Rahmen der Partnerschaft entwickelten Patente, bzw. An dem geistigen Eigentum wird beiden Unternehmen gehören. Magna sichert sich durch das Investment und die Partnerschaft das Exklusivrecht für die Belieferung mit Technologie-Kits. Magna setzt mit dem Deal auf die Zukunft und rechnet auch damit, dass es noch eine Weile dauern wird, bis mit den Ergebnissen Geld verdient wird.

Zulieferer für anderer Hersteller

Ähnlich wie bei Uber, Waymo oder BMW sieht die Strategie vor, dass Automobilkonzerne und andere Interessenten die Technologie-Kits einkaufen können. Lyft hat im vergangenen Sommer damit angefangen, an Technologien für selbstfahrende Autos zu arbeiten. Dabei setzt die Ride-Sharing Plattform auf Partnerschaften mit Automobilherstellern, Technologie-Unternehmen und Zulieferern. Unter anderem arbeitet Lyft mit Ford, Land Rover, Waymo und General Motors zusammen, die Unternehmen sollen die Lyft Plattform nutzen können, um die eigenen autonomen Fahrzeuge einzusetzen. Parallel werden eigene Systeme für autonomes Fahren entwickelt.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Branchentreffen zur Zukunft der Mobilität: Wo Konstantin Sixt seine Mobilitätsplattform vorstellt

Das Hamburger Startup Wunder veranstaltet regelmäßig ein AutoTech Meetup, das nächste findet die dritte Ausführung statt.
Bei dem Branchentreffen stehen Vernetzung, strategische Kooperationen und die Zukunft der Mobilität im Fokus. 100 Entscheider von Automobilherstellern, Zulieferern, Transportunternehmen, Versicherungen, ÖPNV Anbietern, Startup Gründer und Forschungseinrichtungen folgen der persönlichen Einladung und diskutierten gemeinsam die Zukunft der Mobilität und wie Deutschland nicht nur dranbleibt, sondern vorweg geht.
Wunder Carpool, eines der unabhängigen Mobilitätsstartups in Deutschland, läd vierteljährlich zum Branchentreffen der etwas anderen Art im Unternehmenssitz in der Hamburger Hafencity. Statt Modellpräsentationen und Podiumsgespräche gibt es provokante Thesen und lebhafte Diskussionen über die Zukunft der Mobilität.
Zum dritten AutoTech Meetup gibt Konstantin Sixt Einblicke in die Mobilitätsstrategie der Sixt Gruppe. Es ist zu erwarten, dass sich die Strategie nach dem Ausstieg bei DriveNow verändern wird. Carlo Iacovini von Local Motors wird den Autonomen Bus Olli vorstellen und das Startup High Mobility erklärt seine Zukunftsvision der Connected Car API, die u.a. von Mercedes Benz benutzt wird.

Wunder vernetzt die Europäische AutoTech Szene

„Mit dem Meetup wollen wir einen zentralen Beitrag zur Vernetzung innerhalb der Branche leisten“, sagt Gunnar Froh, Gründer und CEO von Wunder Carpool. „Die Zukunft der deutschen Automobilindustrie liegt in der Zusammenarbeit, davon sind wir überzeugt –weder werden Technologie-Startups wie wir zu Autobauern, noch werden die Automobilkonzerne ohne weiteres zu Technologieunternehmen.“

Wunder Carpool arbeitet als Technologiepartner mit verschiedenen Automobilherstellern und Zulieferern zusammen. Zudem ist das Startup mit seiner Carpooling-Plattform in fünf Millionenstädten mit hohem Verkehrsaufkommen in Schwellenländern aktiv und mit bisher zwei Millionen durchgeführten Fahrten eine der weltweit führenden Plattformen für urbanes Carpooling.

Teilnehmer kommen aus Führungskreisen von Mobilitätsunternehmen und Startups


„Mobilität steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Es entstehen fast wöchentlich neue Produkte und Angebote. Als Deutsche Bahn stehen wir mit allen Chancen und Risiken im Zentrum dieser Entwicklung“, sagt Kalle Greven, Beauftragter der Geschäftsführung Neues Geschäftsmodell bei der Deutschen Bahn. „Der Austausch und die Vernetzung mit Startups und Corporates aus der Mobilitäts- und Tech-Branche ist für uns ein zentraler Erfolgsfaktor. Auf dem Wunder AutoTech Meetup habe ich spannende Impulse bekommen und es sind vielversprechende neue Kontakte entstanden.“„Die Veränderungen in der Mobilität sind tiefgreifender und komplexer als viele noch vor wenigen Jahren gedacht haben“, sagt Paulin Demethon von Drivy. „Es gibt schon heute ein breites Spektrum an neuen Produkten und Anbietern und wir gehen davon aus, dass dies nur der Anfang ist.“
Folgende Unternehmen und Startups haben sich bereits für das kommende Meetup angemeldet:

Big players: Audi, Moovel /Daimler Buses/ Daimler, Volkswagen / MOIA, Sixt/ MyDriver, ioki/ Deutsche Bahn, Allianz Automotive, Munich RE, MyTaxi, Hamburg Hochbahn, Röchling, Hafencity GmbH, Local Motors, Hamburg Logistik, Marubeni, Bosch, Hamburg Logistik, UBER, DriveNow, Liil Ventures, Paravan GmbH, Fraunhofer IAO

Startups:

Ubeeqo, Commodule, Gett, Drover, Unu Motors, TravelCar, Drivy, High Mobility, Cargonexx, Kroschke Digital, Clevershuttle, Better Taxi, MVMANT, re2you GmbH, 25ways GmbH, Less.com, Emmy Sharing, Best Mile, MLove, Carledo, TaxiStartup, Voltlines, Enway, GetAWay, Urban Elektric, Kabee, Teraki, Spring Mobility
Die letzten verbleibenden Plätze können sich Interessenten gerne über die Website sichern.
Bild: Wunder Carpool (alle Rechte vorbehalten)

Didi will mit CHJ Automotive eigene Elektroautos bauen

Die in China führende Mobilitätsplattform Didi Chuxing geht den nächsten Schritt und steigt in die Produktion eigener E-Fahrzeuge ein. Dafür gründet Didi ein Joint Venture mit dem Startup CHJ Automotive.

Serienreife E-Fahrzeuge bis 2020

Bis die ersten gemeinsamen E-Fahrzeuge auf den Markt kommen, wird es noch ein paar Jahre dauern. Für das Jahr 2020 ist die Serienreife geplant. Die Fahrzeuge sollen auf die Bedürfnisse im Ride-Sharing ausgelegt sein und nach und nach automatisiert werden. Das erste Fahrzeug soll über Level 3 Fähigkeiten verfügen, vollautomatisiertes Fahren auf Level 5 soll später folgen.

Beide Unternehmen finanziell gut ausgestattet

An dem Gemeinschaftsunternehmen hält Didi 51% Unternehmensanteile, der Rest liegt bei CHJ Automotive. Beide Unternehmen sind finanziell gut ausgestattet. Didi hat mehrere Milliarden Dollar eingesammelt. Das Startup CHJ hat vor kurzem eine neue Finanzierungsrunde in Höhe von 470 Mio. Dollar abgeschlossen und dürfte somit ein finanzielles Polster für die Entwicklung zur Verfügung haben.

Kooperation mit führenden Zulieferern

Auf der Website von CHJ Automotive sind wenig Details über ein zukünftiges Fahrzeug zu finden. Es soll bereits eine Produktionsstätte mit einer jährlichen Kapazität von 200.000 Fahrzeugen existieren. Zu den Partnern gehören führende Unternehmen wie Bosch, Valeo oder Magna. Andere Quellen berichten darüber, dass das Unternehmen sowohl ein kleines E-Fahrzeug zum Preis von weniger als 8000 Euro als auch einen größeren SUV plant.

Umweltfreundliche Fahrzeuge gehören zur Strategie

Für Didi gehören umweltfreundliche Fahrzeuge zur Strategie, die auch stark von der chinesischen Politik vorgegeben wird, um die Luftverschmutzung in den chinesischen Städten in den Griff zu bekommen. Im letzten Jahr waren mehr als 260.000 elektrifizierte Fahrzeuge auf der Didi Plattform registrierte, ein Teil davon mit reinem Elektroantrieb. Bis 2020 will Didi mehr als 1 Mio. Elektroautos auf der Plattform registriert haben.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Meituan und Didi: Der Krieg der Fahrdienste lebt in China wieder auf

Nach der Fusion von Uber China und Didi Chuxing war der Wettkampf um die Vorherrschaft bei den Mobilitätsplattformen erstmal vorbei. Beide Unternehmen haben vor der Fusion pro Jahr zusammen mehrere Milliarden Dollar verbrannt, um Fahrer und Nutzer zu gewinnen. Der Frieden wird durch den Einstieg der Lieferplattform Meituan Dianping erstmal wieder vorbei sein.Letzte Woche hat das Unternehmen durch die Übernahme der Bike-Sharing App Mobike für Aufsehen gesorgt.

Fahrdienst zuerst in Shanghai gestartet

Die App Meituan Dianping hat seinen Fahrdienst zuerst in Shanghai gestartet, ein Start in Peking wird in den kommenden Wochen erwartet. In Peking müssen erst noch die Behörden zustimmen. Das Unternehmen gehört zu den digitalen Schwergewichten in China. Das Unternehmen verfügt über 250 Mio. Nutzer, 30 Prozent davon haben Bedarf nach Mobilitätsdiensten. Damit kann das Unternehmen eine attraktive Nutzerbasis für einen Ride-Sharing Dienst vorweisen. Wie bei den Mega-Apps oder auch Networks of Networks genannten Playern üblich, wird das neue Angebot in die bestehende App integriert. So werden möglichst viele Nutzer erreicht und die Barriere für die Nutzung gering gehalten.

Garantiertes Einkommen für die Fahrer

Meituan wird viel Geld investieren, um Nutzer und Fahrer zu gewinnen. Um die Verfügbarkeit hoch zu halten, hantiert das Unternehmen mit Bonuszahlungen für die Fahrer. Die Fahrer erhalten mindestens umgerechnet 95 Dollar pro Tag, wenn sie 10 Stunden am Tag verfügbar sind und mehr als 10 Fahrten in den zu erwartenden Stoßzeiten zwischen 6:00 und 22:00 absolvieren. Die Plattform verzichtet in Shanghai für die ersten Wochen auch auf die Vermittlungsgebühr, die in der Branche normalerweise bei 20 bis 30% des Umsatzes beträgt. In den kleineren Städten Nanjing und Jiangsu zahlen die Fahrer nur 8 Prozent Vermittlungsgebühr an Meituan Dianping und damit viel weniger als bei Didi Chuxing.

Da Didi Chuxing weiter wachsen will, wird es sich geeignete und kostspielige Gegenmaßnahmen einfallen lassen, um Fahrer und Nutzer zu binden. Unterschiedliche Medien haben auch berichtet, dass Didi ins Liefergeschäft für Lebensmittel und warme Gerichte einsteigen wird. Zuerst in einer kleineren Stadt in der Nähe von Shanghai, ein Start in Shanghai wird dann auch nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Meituan führende Plattform für offline to online Dienste

Bisher war das Unternehmen Meituan Dianping in einem anderen Geschäftsbereich unterwegs. Das Unternehmen ist als Schnäppchen- und Bewertungsportal gestartet und hat sich in den letzten Jahren in immer mehr Bereiche vorgearbeitet. Vor allem das Geschäft mit Service- und Logistik-Dienstleistungen wurde in den letzten Jahren ausgebaut. Beliebt sind die Lieferdienste für warme Mahlzeiten und Lebensmittel. Die Nutzer können über die Plattform auch Services wie Friseure, Autowäsche oder Massagen on-demand buchen. Dabei kommt der Dienstleister zum Wunschort des Kundens. Zu den Investoren gehören neben dem Technologiekonzern Tencent  auch die Priceline und der VC Sequoia Capital. 

Bild: Meituan (alle Rechte vorbehalten)