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Ford könnte Ridesharing Dienst starten

Ford könnte auch schon ohne vollautomatisierte Fahrzeuge einen Ridesharing Dienst wie Uber oder Lyft anbieten. Ein führender Manager des Autobauers hat dieser Möglichkeit keine Absage erteilt, als er von dem Magazin Business Insider gefragt wurde, ob das Unternehmen einen Fahrdienst planen würde.

Verschiedene Pilotprojekte bei Ford

Der amerikanische Konzern testet im Moment verschiedensten Mobility Dienstleistungen und rechnet die Geschäftsmodelle zu den Modellen durch. Wenn die Tests erfolgreich sind und es wirtschaftlich Sinn macht, könnte Ford einen entsprechenden Service starten.

Stärkerer Fokus auf Mobility Services erwartet

Diese Aussage von Nair kam vor dem CEO Wechsel bei Ford in der vergangenen Woche. Der neue CEO Jim Hackett muss den Konzern jetzt neu ausrichten und zu einem starken Player bei den Mobilitätsdiensten formen. Hackett war zuvor Leiter der Smart Mobility Bereiche bei dem Automobilhersteller. Auf Grund seines Backgrounds und der Mission, kann es sein, dass der Konzern aggressiver im Bereich der Mobility Services auftreten wird. Das könnte auch einen Ride hailing Dienst wie Lyft oder Uber.

Ford hat schon zuvor angedeutet, dass es im Bereich der Fahrdienste aktiv werden könnte. Meistens in Verbindung mit den autonomen Fahrzeugen, die bis 2021 serienreif sein sollen. Ein Anwendungsbereich für die vollautomatisierten Fahrzeuge soll laut Ford ein on-demand Ridehailing Dienst sein.

Autonomer Ride Sharing Dienst von Ford wahrscheinlich

Auch wenn Manager Nair die Option nicht ausgeschlossen hat, einen Fahrdienst mit menschlichen Fahrern zu starten, ist es wahrscheinlicher, dass der Konzern wartet, bis die selbstfahrenden Fahrzeuge serienreif sind. Die hohen Fahrerkosten stellen im Moment das ganze System in Frage. Die Unit Economics ohne Fahrer und mit autonomen Autos machen viel mehr Sinn.

Automobilhersteller müssen Vor- und Nachteile abwägen

Der Automobilkonzern schließt auch nicht aus, auf Partnerschaften zu setzen. Anstatt selber viel Geld zu investieren, um eine große Nutzerbasis aufzubauen, könnte auch eine Partnerschaft mit den bestehenden Plattformen, wie Uber, Didi oder Lyft sinnvoll sein. Ford könnte sich dann auch das Management und die Produktion der Fahrzeugflotte fokussieren.

Bild: Ford (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen Marke MOIA kauft zu: Split als Grundlage für Shuttle Service

Im vergangenem Jahr hat Volkswagen angekündigt, dass mit MOIA eine Marke für Mobility Services, wie Ride Hailing oder Smart Shuttles aufgebaut werden soll. Seitdem hat man wenig von MOIA gehört, nur dass demnächst ein on-demand Shuttle gestartet werden soll. Diesem Ziel kommt MOIA jetzt näher, indem das Tech-Unternehmen Split aus Finland übernommen wurde.

Entwicklung von Algorithmen für die Steuerung

Die Firma wird weiterhin in Finnland angesiedelt sein und der Name wird von Split Finland Oy in MOIA Finland Oy umbenannt. Die Gesellschaft gehört damit vollständig zu MOIA. Das Team von Split hat zur Hauptaufgabe, die Algorithmen für die Steuerung der MOIA Shuttle Flotte zu entwickeln. Das Unternehmen profitiert von Erfahrungen, Daten und bestehender Technologie von Kutsuplus in Helsinki und Split US in Washington D.C. MOIA erhofft sich durch die Akquisition eine Verkürzung der Entwicklungszeit.

Finland als Experten-Hub und Entwicklungsstandort

Der Standort in Finnland soll laut MOIA CEO Ole Harms ein Experten-Hub und Entwicklungsstandort für die Software hinter dem neuen Shuttle Dienst werden. Langfristig soll mit der Technologe von Split auch die Grundlage für das Management der autonomen Fahrzeuge geschaffen werden, die die herkömmlichen Shuttle in Zukunft ersetzten werden.

Bereits die zweite Übernahme für das Unternehmen

Split Finland war 2011 als Ajelo Finland gestartet. Das finnische Start-up entwickelte bis 2015 die Software hinter dem Ride-Pooling-Konzept ‚Kutsuplus‘, das von der Helsinki Regional Transport Authority in der finnischen Hauptstadt betrieben wurde. 2014 übernahm das US-amerikanische Unternehmen Split das finnische Ajelo, um mit der Software in Washington D.C. ein Ride-Pooling-Konzept aufzubauen. Der Service im Washington wurde im letzten Oktober eingestellt.

Die Technologie von Ajelo war die weltweit erste vollautomatische Pooling-Lösung. Sie ermöglicht es, Fahrtanfragen von Nutzern, die in eine ähnliche Richtung unterwegs sind, vollautomatisch und dynamisch durch ein Fahrzeug zu bedienen. Mit einer App teilen Fahrgäste dem System Standort und Ziel mit. Ein Algorithmus errechnet dann eine möglichst effiziente Route für den Shuttle. Erst so wird eine höchst effiziente und nachhaltige geteilte Echtzeitmobilität möglich.

MOIA hat noch paar Aufgaben zu lösen – lädt sich dabei Zeit

Durch die Übernahme löst die Volkswagen-Tochter eine Herausforderung auf dem Weg zu einem on-demand Shuttle Dienst. Die Fahrzeuge für die erstes Integration dürften einfach aus dem Volkswagen Netzwerk zu besorgen sein. Bleibe noch die Herausforderungen auf Fahrer Seite und bei der Regulierung. Hinzukommen die Herausforderungen beim Aufbau eines Kundenstamms, der groß genug ist, um einen Shuttle Dienst effizient betreiben zu können. Split hat es alleine nicht geschafft, eventuell hilft Moia die Beteiligung an Gett. Es ist schon erstaunlich, dass sich MOIA beim Start eines ersten Services so viel Zeit lässt. Schließlich ist die Konkurrenz nicht zu unterschätzen und es arbeiten bereits mehr als 50 Mitarbeiter an diesem Projekt.

Bild: MOIA Finland Oy (alle Rechte vorbehalten)

Neues Startup von den StreetScooter Gründern: e.Go Elektroauto sagt Tesla den Kampf an

Ein Team rund um Prof. Dr. Schuh hat in Aachen ein weiteres Elektroauto entwickelt. Der e.Go ist ein kleines Elektroauto für den Alltag, das zu einem attraktiven Preis verkauft werden soll. In einem ähnlichen Setup ist bereits der StreetScooter entstanden, der von der Deutschen Post eingesetzt wird und demnächst auch an Partnerunternehmen verkauft werden soll.

Elektroauto zum Preis von 12.000 Euro

Der e.Go verfügt über ein schnittiges Design und soll zu einem günstigen Preis zu haben sein. Das Elektrofahrzeug soll für einen Preis von knapp 16.000 Euro zu haben sein. Seit ein paar Tagen kann das Fahrzeug vorbestellt werden, wie bei Tesla müssen 1.000 Euro Anzahlung hinterlegt werden. Durch die staatliche Förderung für Elektroautos in Höhe von 4.000 sinkt der Preis des e.Go auf 11.900 Euro.

e.Go mit Reichweite von bis zu 170 Kilometern

Das viersitzige Fahrzeug verfügt in der Grundausstattung über eine Reichweite von 130 Kilometern, eine Version mit erhöhter Batteriekapazität von 19.2 Kilowattstunden kommt auf eine Reichweite von 170 Kilometern. Damit eignet sich das Fahrzeug als Zweitwagen oder für Nutzer, die ausschließlich auf kurzen Strecken unterwegs sind. Das Fahrzeug ist für die Stadt ausgelegt, und für die meisten Pendler dürfte die Reichweite locker ausreichen.

Modernes Design für den e.Go

Von außen wirkt das Fahrzeug modern, im inneren einfach und schlicht. Das Unternehmen wird so weit es geht auf Teile von der Stange setzen, um die Entwicklungs- und Herstellkosten so gering wie möglich zu halten. Unter anderem liefert Bosch den Antriebsstrang und die Car-to-Cloud Lösung.

Weiteres Projekt nach StreetScooter

Das Vorgängerprojekt von e.Go, der StreetScooter war so erfolgreich, dass es von der Deutschen Post übernommen wurde. Der StreetScooter ist ein solides Elektroauto, das von der Post und DHL für die Auslieferung von Paketen und Briefen genutzt wird. Bisher wurde das Fahrzeug nur intern genutzt, letztens hat die Post aber angekündigt, dass etwa die Hälfte der Jahresproduktion an Partner verkauft werden soll.

Bild: e.Go (alle Rechte vorbehalten)

BlaBlaCar startet BlaBlaLines Service für Fahrt zur Arbeit

Das Unternehmen BlaBlaCar hat einen neuen Service mit dem Namen BlaBlaLines vorgestellt. Das neue Produkt adressiert Carpooling auf kurzen Strecken und soll vor allem Berufspendler ansprechen. Bisher hat sich BlaBlaCar auf die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten auf der Langstrecke fokussiert.

Testphase von BlaBlaLines in Frankreich

In einer ersten Testphase wird der neue Service in ausgewählten Regionen in Frankreich getestet, in denen das Aufkommen an Pendlern besonders hoch ist. Die App wird zuerst auch nur für Android verfügbar sein, bei Erfolg wird eine iOS App sicher schnell folgen. Es sollen Pendler angesprochen werden, die täglich auf der selben Strecke unterwegs sind und sich somit ein Fahrzeug teilen können. Der Fahrer erhält für die Fahrt eine Bezahlung, um die Betriebskosten decken zu können. Ein kommerzieller Service, mit dem der Fahrer wirklich Geld verdienen kann, ist auf Grund der Gesetzeslage in den meisten Ländern nicht ohne weiteres möglich.

Automatische Routen 

Die Routen der Fahrer werden mehr oder weniger festgelegt, wie bei Buslinien. Die Mitfahrer können dann über die App einen Sitzplatz buchen und werden an festgelegten Punkten abgeholt. Der Fahrer kann täglich entscheiden, ob er Passagiere mitnehmen möchte, oder nicht. Bei einer Fahrtanfrage wird der Fahrer per Push Nachricht informiert und kann so die Fahrt annehmen.

Geschäftsmodell muss definiert werden

In der Testphase setzt BlaBlaLines auf Bargeldzahlungen, zu einem späteren Zeitpunkt wird die Bezahlung über die App eingeführt werden. Der Fahrpreis geht komplett an den Fahrer, BlaBlaCar verdient damit vorerst kein Geld. Bei Erfolg wird wird das Unternehmen langfristig ein Geschäftsmodell rund um den Service aufbauen. Auf der einen Seite kann ein Anteil des Fahrpreises einbehalten werden. Weiter Möglichkeiten ist die Kooperation mit Unternehmen, die mit BlaBlaLines einen Service für ihre Mitarbeiter anbieten wollen und dafür bezahlen oder die Kooperation mit Verkehrsbetriebe und Städten. Die Zusammenarbeit mit Points of Interests, wie z.B. Einkaufszentren, die für jeden abgelieferten Kunden eine Provision entrichten, ist ein weitere Weg, um den Service zu kommerzialisieren.

Carpooling als interessante Alternative für Pendler

BlaBlaCar will damit in einen Bereich vordringen, der mehr und mehr von anderen Startups und Unternehmen besetzt wird. Die Google Tochter Waze pilotiert derzeit einen vergleichbaren Service in den USA. Demnächst soll die Ausweitung nach Südamerika erfolgen. Das Hamburger Startup Wunder ist mit einem Carpooling Service für Pendler in Asien erfolgreich. Im kommenden Jahr soll der Service auf ganz Frankreich ausgeweitet werden. Mit seinem bisherigem Produkt erreicht das Unternehmen 40 Mio. Nutzer und vermittelt pro Quartal 12 Mio. Fahrten auf der Langstrecke.

Deutsche Post baut StreetScooter-Produktion aus

Nicht nur Hermes setzt auf den Einsatz von elektrischen Fahrzeugen bei der Auslieferung von Sendungen, sondern auch die Deutsche Post. Die Deutsche Post ist dabei schon weiter und hat die elektrischen StreetScooter Fahrzeuge bereist im Einsatz. Dabei sind die Lieferfahrzeuge eine Eigenentwicklung, Produktion und Vertrieb werden jetzt ausgebaut.

Deutsche Post DHL Group setzt auf Elektromobilität

Damit setzt die Deutsche Post DHL Group weiter konsequent auf Elektromobilität. Die Nachfrage innerhalb der Post und DHL und die Nachfrage externer Partner ist so hoch, dass die Kapazitäten von 10.000 auf 20.000 Fahrzeugen pro Jahr verdoppelt werden. Um das zu erreichen, wird ein weitere Produktionsstandort in Nordrhein-Westfalen in Betrieb gehen.

StreetScooter für externe Partner

Bisher hat die Deutsche Post die Fahrzeuge ausschließlich die Optimierung und Elektrifizierung der eigenen Flotte für Postbetrieb und Lieferverkehr genutzt. Hinzu kommt jetzt, dass das Tochterunternehmen der Deutschen Post die StreetScooter Fahrzeuge auch an Dritte verkaufen möchte. Mindestens die Hälfte der in diesem Jahr produzierten Elektrofahrzeuge soll an externe Interessenten veräußert werden. Die Post sieht vor allem Interesse bei Kommunen, strategischen Partnern und großen Flottenkunden im In- und Ausland. Der Fokus liegt dabei vorerst auf Europa. Bisher befinden sich bei der Post rund 2.500 StreetScooter des Typs Work Fahrzeuge im Einsatz – die Zahl soll sich bis Jahresende mindestens verdoppeln.

Gemeinschaftsprojekt mit RWTH Aachen

Ursprünglich wurde der StreetScooter von der RWTH Aachen und der Deutschen Post zusammen entwickelt. Nachdem die Entwicklung abgeschlossen wurde, hat die Post das Unternehmen komplett übernommen. Bei der Post werden die alten Dieselfahrzeuge durch die neuen Elektrofahrzeuge ersetzt. Die Fahrzeuge überzeugen durch die einfache Konstruktion und die Zuverlässigkeit. Viele der Komponenten waren schon vorhanden und erprobt. Der Motor stammt von EM-Motive einem Joint Venture von Bosch und Daimler. Die meisten Komponenten der Leistungselektronik sind direkt von Bosch. Insgesamt haben die Elektrolieferwagen eine Reichweite von 80 km pro Ladung. Für den täglichen Betrieb ist das mehr als genug – es werden pro Fahrt nur etwa 20 Kilometer zurückgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h – auch das ist mehr als genug für die Zustellung von Briefen und Paketen im urbanen Bereich.

Hermes arbeitet mit Mercedes-Benz

Der Paketdienst Hermes hat in den vergangenen Wochen angekündigt, dass eine Kooperation mit Daimler geschlossen wurde. Ab 2018 möchte Hermes elektrifizierte Lieferwagen von Mercedes-Benz in Stuttgart und später auch in anderen Städten einsetzten.

Bild: StreetScooter GmbH (alle Rechte vorbehalten)

SoftBank will 6 Milliarden US$ in Didi Chuxing investieren

Der nächste Ride-Sharing Anbieter steht vor einem Milliarden-Investment. Die Japanische SoftBank Gruppe soll ein Investment in Höhe von 6 Milliarden US$ planen. Bisher hat vor allem der amerikanische Konkurrent Uber mit Milliarden Investments von sich hören lassen.

SoftBank finanziert globale Allianz

SoftBank setzt im großen Stil auf Fahrdienste in mehreren Ländern. Der japanische Konzern ist bereits an Didi Chuxing beteiligt. Außerdem wurden große Summen in Ola aus Indien, Lyft und Grab investiert. Die genannten Unternehmen wollen eine globale Ridesharing Allianz umsetzen, um der weltweiten Expansion von Uber entgegenhalten zu können. Die Ergebnisse dieser Allianz sind bisher eher überschaubar.

Letzte Bewertung bei 34 Milliarden US$

Zu den weiteren Investoren von Didi gehören unter anderem Alibaba, Apple, Foxconn und Tencent. Damit sich deren Anteile nicht verwässern, werden diese wohl pro-rata mitgehen und ebenfalls investieren. Das Investment wäre das bisher größte Einzelinvestment, das ein chinesisches Technologieunternehmen bekommen würde. Bei dem letzten Investment durch Foxconn wurde Did Chuxing mit 34 Milliarden US$ bewertet.

Investitionen im Bereich autonomes Fahren und Expansion

Die zusätzlichen finanziellen Mittel würden in die Ausweitung des operativen Geschäfts fließen und in die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Didi hat kürzlich ein Forschungslabor im Silicon Valley eröffnet und Experten von Uber und der Google Tochter Waymo abgeworben. Um langfristig überleben zu können, folgt Didi der Konkurrenz und den Meinungen der Experten und entwickelt Technologien für autonome Autos. Uber und die Google Tochter Waymo testen bereits autonome Autos in einigen amerikanischen Städten.

Bild: iphonedigital (bestimmte Rechte vorbehalten)

Here stellt Mobility on-demand Toolkit vor

Der Kartendienst Here hat ein Toolkit vorgestellt, mit dem Entwickler von On-Demand-Diensten ortsbezogene Daten in ihre Apps schnell integrieren können und neue Features entwickeln und anbieten können. Für eine zufrieden stellende Erfüllung der Kundenerwartungen und gleichzeitig wirtschaftliche Lösung, ist ein leistungsfähiges und genaues System notwendig.

Lösung für Lieferdienst und Ride-Hailing Plattformen

Der Kartenanbieter  will mit seiner Lösung Anbieter aus unterschiedlichen Industrien ansprechen. Das Toolkit kann in die Apps von Lieferdiensten für Essen mit eingebaut werden. Für Kurierdienst und Ride-Hailing Plattformen soll das Angebot auch interessant sein. Über eine API erhalten die on-demand Unternehmen Zugriff auf die Kartendaten, APIs und SDKs. Insgesamt soll es mit dem Paket leichter sein, die Herausforderungen der on-demand Dienste zu lösen. Dabei gilt es, die Balance zwischen Auslastung, Zufriedenheit von Kurieren/Fahrern und Zufriedenheit der Kunden zu finden.

Schnellstart mit Here Toolkit

Laut Here können etablierter Unternehmen ihre Marktposition mit dem Toolkit ausbauen, Startups und Neueinsteiger können mit einer technisch ausgereiften Lösung schnell starten. Das on-demand Toolkit wird bereits von unterschiedlichen Unternehmen genutzt. Der größte Ride-Hailing Anbieter in Südostasien greift auf das Paket zurück, ebenso die türkische Ridesharing App Volt und die australische App Localift, die ebenfalls einen Mitfahrdienst anbietet.

Entweder können die Nutzer des Toolkits eine eigene Navigationslösung bauen, oder auf die Here Navigations-App verlinken. Letzteres ist schneller zu realisieren, wahrscheinlich aber auch weniger individualisiert. Der Kartendienst will Here als end-to-end Lösung vermarkten, die auch bei komplexen Herausforderungen funktioniert. Apps, die mit dem Toolkit entwickelt werden, bieten eine einheitliche Darstellung der Karten über verschiedene Gerätekategorien hinweg. Außerdem können Abhol- oder Abgabeorte präzise lokalisiert werden, hinzu kommt die Unterstützen standortbezogener Benachrichtigungen. Darüber hinaus ermöglicht das Toolkit eine verkehrsbezogene Navigation, Fußgängerführung und stets aktuelle Informationen zur geschätzten Ankunftszeit.

Von BMW und Daimler übernommen – Intel investiert

Here entwickelt auch hochgenaue Kartendaten, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden. Gleichzeitig sind die Kartendaten Grundlage für die Navigationsgeräte von Daimler, BMW und anderen Automobilherstellern. Im Jahr 2015 wurde das Unternehmen von BMW, Daimler und Audi gekauft, Anfang diesen Jahres hat Intel 15% an Here übernommen.

Bild: Here (alle Rechte vorbehalten)

Coup vervielfacht seine Gogoro Flotte in Berlin

Der Scooter Sharing Dienst Coup is im letzten Sommer mit 200 Gogoro Rollern in Berlin gestartet. Das Angebot wurde so gut angenommen, so dass die Zahl der Roller für die neue Saison verfünffacht wird. Insgesamt werden weitere 1.000 Roller zu der Flotte des Roller Sharing Dienstes hinzugefügt.

Verfügbarkeit wird stark steigen

Die hohe Anzahl der Roller wird die Attraktivität des Angebots erhöhen, da die Laufwege für die Nutzer auf Grund der höheren Dichte geringer sein werden. Im letzten Jahr kam es doch häufig vor, dass die Nutzer mehr als 800 Meter zum Roller laufen mussten. Das wird viele Kunden von einer Buchung abgehalten haben, da der Weg nicht in Relation zu dem anschließenden Nutzen ist.

Gogoro Roller aus Taiwan

Das Startup Coup setzt ausschließlich auf die Roller des taiwanischen Herstellers Gogoro. Diese Scooter wurden von Grund auf für ein Sharing Netzwerk konzipiert. Die Batterien der elektrisch angetriebenen Roller lassen sich schnell tauschen. Die Elektronik ist auch so konzipiert, dass die Vernetzung mit der technischen Plattform von Coup und den Smartphones effizient zu realisieren ist.

Im Heimatland Taiwan erweisen sich die Roller hoher Beliebtheit. In einem offenen System werden laut Gogoro pro Tag 12.000 Batterien and 300 Ladestationen gewechselt. Seit dem Start 2015 wurden fast Dreimillionen Batteriewechsel durch geführt. Mit den 18.000 Scootern in Taiwan wurden mehr als 70 Mio. Kilometer zurückgelegt. In Berlin übernimmt Coup den Tausch der Batterien und betreibt auch die Ladestationen.

Coup ist ein Tochterunternehmen von Bosch. Das Unternehmen wurde zusammen mit BCG Digital Ventures gestartet. Um schnell starten zu können, wurden am Anfang die meisten Positionen mit Beratern aus dem BCG Digital Ventures Netzwerk besetzt. Mittlerweile wurden die meisten BCG Mitarbeiter durch feste Angestellte ausgetauscht.

Konkurrenz für emmy

Vor kurzem hat auch emmy, der zweite Scooter Sharing Dienst in Berlin, angekündigt, dass die Flotte vergrößert wird. Ermöglicht wird das durch eine weitere erfolgreiche Finanzierungsrunde durch die IBB Bet. Emmy plant den Einsatz von hochwertigeren Scootern, um mit den Gogoro Rollern mithalten zu können. Gerade in den Sommermonaten kann sich das Scooter Sharing als attraktive Alternative zum ÖPNV und Carsharing erweisen.

Bild: Coup (alle Rechte vorbehalten)

Factory1: Kapsch startet im Mai Accelerator für Mobility-Startups

Der Wiener Traditionskonzern Kapsch startet im Mai mit Factory1 ein eigenes, sechs Monate dauerndes, Accelerator-Programm. Aufgenommen werden fünf Later Stage Startups aus sechs Bereichen. Konkret such man Innovationen in den Gebieten “Connected & Autonomous Driving”, “Big Data Analytics & Deep Learning”, “Smart Mobility”, “Security & Privacy”, “Infrastructure” und “Payment & Transaction Processes”. Alle sechs Themen sind dabei jeweils mit dem Kerngeschäft des Konzerns im Mobilitätsbereich verknüpft. Aktuell läuft die Bewerbungsphase, noch bis zum 10. April können sich Later Stage Startups bewerben. Fünf davon werden in das sechs Monate dauernde Programm aufgenommen.

Innovative Lösungen aus Mobility Bereich gesucht

Kapsch sucht Startups aus allen Ecken der Welt, die mit ihrer innovativen Lösung im Mobility Bereich, gemeinsam mit Kapsch internationale Erfolge feiern wollen. Bislang erreichte man schon Bewerbungen aus über 25 verschiedenen Ländern. Nach der Bewerbungsphase werden 15 Startups nach Wien eingeladen, wo sie sich noch einmal vor Kapsch Mitarbeitern, Mentoren und dem Vorstand der Kapsch TrafficCom beweisen müssen.

Im Laufe des sechsmonatigen Factory1 Accelerators arbeiten die fünf Gewinner-Startups mit Industrieexperten gemeinsam an Proof of Concept-Projekten, die dann anschließend realisiert werden. Die Startups erwarten unter anderem Highlights wie die Teilnahme am ITS Europe Congress in Straßburg und Acceleration Weeks im Kapsch Headquarter. Angesiedelt ist der Accelerator in der österreichischen Hauptstadt Wien.

Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal

Abschluss und Highlight des Factory1 Programms ist die Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal im Rahmen des ITS World Congress von 29. Oktober bis 2. November. Kapsch nimmt für den Accelerator 150.000 Euro in die Hand, die während des Programms Equity free in die Entwicklung der Lösungen der Startups fließen werden. Außerdem sind alle Reisekosten während des sechsmonatigen Programms von Kapsch gedeckt.

Über Kapsch

Kapsch zählt zu den erfolgreichsten Technologieunternehmen Österreichs mit globaler Bedeutung in den Zukunftsmärkten Intelligente Verkehrssysteme (IVS) und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Zur Kapsch Group zählen die drei Schlüsselgesellschaften Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom und Kapsch BusinessCom. Als Familienunternehmen mit Sitz in Wien, steht Kapsch seit 1892 für die konsequente Entwicklung und Implementierung neuer Technologien zum Nutzen seiner Kunden. Mit einer Vielfalt an innovativen Dienstleistungen und Lösungen leistet Kapsch einen wesentlichen Beitrag zur verantwortungsbewussten Gestaltung einer mobilen und vernetzten Welt. Die Unternehmen der Kapsch Group beschäftigen in ihren weltweiten Niederlassungen und Repräsentanzen 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bild: Kapsch TrafficCom AG /GettyImages  (alle Rechte vorbehalten)

Audi gründet Sparte für autonomes Fahren

Aktuell hat die Marke aus dem Volkswagenkonzern Probleme, die aus Entscheidungen in der Vergangenheit entstanden sind – Audi ist vermutlich tief in den Dieselskandal verwickelt. Um sich auf die Zukunft vorzubereiten und um auch von dem Thema Dieselskandal abzulenken, hat Audi bekanntgegeben, dass eine neue Einheit für autonomes Fahrern gestartet wird.

Autonomous Intelligent Driving in München

Die neue Einheit heißt Autonomous Intelligent Driving und wird in München angesiedelt. München wurde wahrscheinlich wegen der Nähe zur Technischen Universität Manchen gewählt. Die TUM gehört zur führenden Universität im Bereich Fahrzeugtechnik und dort arbeiten mehrere Forschungsgruppen an Themen rund um autonomes Fahren. Audi CEO Stadler hat auf der Jahrespressekonferenz verlauten lassen, dass die Kooperation mit weiteren Automobilherstellern und IT-Konzernen denkbar ist. Die Ergebnisse der neuen Sparte sollen in die Entwicklungen aller Marken des Volkswagen-Konzerns einfließen.

Auch Audi sieht in Roboter-Autos die Zukunft

Auch Audi sieht in Roboter-Autos die Zukunft. Der innerstädtische Verkehr und die Fortbewegungsmöglichkeiten werden sich durch den Einsatz selbstfahrender Autos grundlegend ändern. Das Verkehrsaufkommen wird sich reduzieren und die Transportmöglichkeiten werden günstiger und flexibler. Audi wird neben der Entwicklung autonomer Fahrzeuge auch die Weiterentwicklung der Assistenzsysteme vorantreiben. Die Assistenzsysteme werden vor allem in den luxuriöseren Modellen, wie A8, A6 oder Q7 verbaut und sollten zum Beispiel das Fahren in Stausituationen übernehmen.

Bisher lief das Thema autonomes Fahren bei Audi eher unter dem Radar. Seit 2005 beschäftigt sich der Autobauer mit dem Thema. Unter anderem wurde mit der Stanford University kooperiert, im einen Prototype für die DARPA Grand Challenge zu entwickeln. Das Team hat letztendlich die Wettfahrt über 250 Kilometer gewonnen.

Konzernmutter Volkswagen stellt Sedric in Genf vor

Nicht nur Audi versucht mit Ankündigungen über innovative Entwicklungen vom Dieselskandal abzulenken. Auch die Marke VW hat in Genf ein innovatives Konzeptfahrzeug mit dem Namen Sedric präsentiert, um den Fokus auf andere Themen zu lenken. Sedric ist ein autonomer Mini-Shuttle, der auf Ride-Hailing Plattformen zum Einsatz kommen soll.

Der Automobilhersteller aus Ingolstadt folgt damit dem Trend anderer Automobilhersteller. Immer mehr Player starten Aktivitäten, um autonome Fahrzeuge in den nächsten zwei bis vier Jahren zur Serienreife zu entwickeln. Die meisten Autobauer Partnern dabei mit Startups oder IT-Konzernen. Audi Konkurrent BMW kooperiert zum Beispiel mit Intel und Mobileye. Der General Motors Konzern hat Startups wie Cruise Automation aufgekauft und sich an der Ride-Hailing Plattform Lyft beteiligt, um für die Zukunft vorbereitet zu sein.

Bild: Audi (alle Rechte vorbehalte)