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Deutsche Post baut StreetScooter-Produktion aus

Nicht nur Hermes setzt auf den Einsatz von elektrischen Fahrzeugen bei der Auslieferung von Sendungen, sondern auch die Deutsche Post. Die Deutsche Post ist dabei schon weiter und hat die elektrischen StreetScooter Fahrzeuge bereist im Einsatz. Dabei sind die Lieferfahrzeuge eine Eigenentwicklung, Produktion und Vertrieb werden jetzt ausgebaut.

Deutsche Post DHL Group setzt auf Elektromobilität

Damit setzt die Deutsche Post DHL Group weiter konsequent auf Elektromobilität. Die Nachfrage innerhalb der Post und DHL und die Nachfrage externer Partner ist so hoch, dass die Kapazitäten von 10.000 auf 20.000 Fahrzeugen pro Jahr verdoppelt werden. Um das zu erreichen, wird ein weitere Produktionsstandort in Nordrhein-Westfalen in Betrieb gehen.

StreetScooter für externe Partner

Bisher hat die Deutsche Post die Fahrzeuge ausschließlich die Optimierung und Elektrifizierung der eigenen Flotte für Postbetrieb und Lieferverkehr genutzt. Hinzu kommt jetzt, dass das Tochterunternehmen der Deutschen Post die StreetScooter Fahrzeuge auch an Dritte verkaufen möchte. Mindestens die Hälfte der in diesem Jahr produzierten Elektrofahrzeuge soll an externe Interessenten veräußert werden. Die Post sieht vor allem Interesse bei Kommunen, strategischen Partnern und großen Flottenkunden im In- und Ausland. Der Fokus liegt dabei vorerst auf Europa. Bisher befinden sich bei der Post rund 2.500 StreetScooter des Typs Work Fahrzeuge im Einsatz – die Zahl soll sich bis Jahresende mindestens verdoppeln.

Gemeinschaftsprojekt mit RWTH Aachen

Ursprünglich wurde der StreetScooter von der RWTH Aachen und der Deutschen Post zusammen entwickelt. Nachdem die Entwicklung abgeschlossen wurde, hat die Post das Unternehmen komplett übernommen. Bei der Post werden die alten Dieselfahrzeuge durch die neuen Elektrofahrzeuge ersetzt. Die Fahrzeuge überzeugen durch die einfache Konstruktion und die Zuverlässigkeit. Viele der Komponenten waren schon vorhanden und erprobt. Der Motor stammt von EM-Motive einem Joint Venture von Bosch und Daimler. Die meisten Komponenten der Leistungselektronik sind direkt von Bosch. Insgesamt haben die Elektrolieferwagen eine Reichweite von 80 km pro Ladung. Für den täglichen Betrieb ist das mehr als genug – es werden pro Fahrt nur etwa 20 Kilometer zurückgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h – auch das ist mehr als genug für die Zustellung von Briefen und Paketen im urbanen Bereich.

Hermes arbeitet mit Mercedes-Benz

Der Paketdienst Hermes hat in den vergangenen Wochen angekündigt, dass eine Kooperation mit Daimler geschlossen wurde. Ab 2018 möchte Hermes elektrifizierte Lieferwagen von Mercedes-Benz in Stuttgart und später auch in anderen Städten einsetzten.

Bild: StreetScooter GmbH (alle Rechte vorbehalten)

SoftBank will 6 Milliarden US$ in Didi Chuxing investieren

Der nächste Ride-Sharing Anbieter steht vor einem Milliarden-Investment. Die Japanische SoftBank Gruppe soll ein Investment in Höhe von 6 Milliarden US$ planen. Bisher hat vor allem der amerikanische Konkurrent Uber mit Milliarden Investments von sich hören lassen.

SoftBank finanziert globale Allianz

SoftBank setzt im großen Stil auf Fahrdienste in mehreren Ländern. Der japanische Konzern ist bereits an Didi Chuxing beteiligt. Außerdem wurden große Summen in Ola aus Indien, Lyft und Grab investiert. Die genannten Unternehmen wollen eine globale Ridesharing Allianz umsetzen, um der weltweiten Expansion von Uber entgegenhalten zu können. Die Ergebnisse dieser Allianz sind bisher eher überschaubar.

Letzte Bewertung bei 34 Milliarden US$

Zu den weiteren Investoren von Didi gehören unter anderem Alibaba, Apple, Foxconn und Tencent. Damit sich deren Anteile nicht verwässern, werden diese wohl pro-rata mitgehen und ebenfalls investieren. Das Investment wäre das bisher größte Einzelinvestment, das ein chinesisches Technologieunternehmen bekommen würde. Bei dem letzten Investment durch Foxconn wurde Did Chuxing mit 34 Milliarden US$ bewertet.

Investitionen im Bereich autonomes Fahren und Expansion

Die zusätzlichen finanziellen Mittel würden in die Ausweitung des operativen Geschäfts fließen und in die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Didi hat kürzlich ein Forschungslabor im Silicon Valley eröffnet und Experten von Uber und der Google Tochter Waymo abgeworben. Um langfristig überleben zu können, folgt Didi der Konkurrenz und den Meinungen der Experten und entwickelt Technologien für autonome Autos. Uber und die Google Tochter Waymo testen bereits autonome Autos in einigen amerikanischen Städten.

Bild: iphonedigital (bestimmte Rechte vorbehalten)

Here stellt Mobility on-demand Toolkit vor

Der Kartendienst Here hat ein Toolkit vorgestellt, mit dem Entwickler von On-Demand-Diensten ortsbezogene Daten in ihre Apps schnell integrieren können und neue Features entwickeln und anbieten können. Für eine zufrieden stellende Erfüllung der Kundenerwartungen und gleichzeitig wirtschaftliche Lösung, ist ein leistungsfähiges und genaues System notwendig.

Lösung für Lieferdienst und Ride-Hailing Plattformen

Der Kartenanbieter  will mit seiner Lösung Anbieter aus unterschiedlichen Industrien ansprechen. Das Toolkit kann in die Apps von Lieferdiensten für Essen mit eingebaut werden. Für Kurierdienst und Ride-Hailing Plattformen soll das Angebot auch interessant sein. Über eine API erhalten die on-demand Unternehmen Zugriff auf die Kartendaten, APIs und SDKs. Insgesamt soll es mit dem Paket leichter sein, die Herausforderungen der on-demand Dienste zu lösen. Dabei gilt es, die Balance zwischen Auslastung, Zufriedenheit von Kurieren/Fahrern und Zufriedenheit der Kunden zu finden.

Schnellstart mit Here Toolkit

Laut Here können etablierter Unternehmen ihre Marktposition mit dem Toolkit ausbauen, Startups und Neueinsteiger können mit einer technisch ausgereiften Lösung schnell starten. Das on-demand Toolkit wird bereits von unterschiedlichen Unternehmen genutzt. Der größte Ride-Hailing Anbieter in Südostasien greift auf das Paket zurück, ebenso die türkische Ridesharing App Volt und die australische App Localift, die ebenfalls einen Mitfahrdienst anbietet.

Entweder können die Nutzer des Toolkits eine eigene Navigationslösung bauen, oder auf die Here Navigations-App verlinken. Letzteres ist schneller zu realisieren, wahrscheinlich aber auch weniger individualisiert. Der Kartendienst will Here als end-to-end Lösung vermarkten, die auch bei komplexen Herausforderungen funktioniert. Apps, die mit dem Toolkit entwickelt werden, bieten eine einheitliche Darstellung der Karten über verschiedene Gerätekategorien hinweg. Außerdem können Abhol- oder Abgabeorte präzise lokalisiert werden, hinzu kommt die Unterstützen standortbezogener Benachrichtigungen. Darüber hinaus ermöglicht das Toolkit eine verkehrsbezogene Navigation, Fußgängerführung und stets aktuelle Informationen zur geschätzten Ankunftszeit.

Von BMW und Daimler übernommen – Intel investiert

Here entwickelt auch hochgenaue Kartendaten, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden. Gleichzeitig sind die Kartendaten Grundlage für die Navigationsgeräte von Daimler, BMW und anderen Automobilherstellern. Im Jahr 2015 wurde das Unternehmen von BMW, Daimler und Audi gekauft, Anfang diesen Jahres hat Intel 15% an Here übernommen.

Bild: Here (alle Rechte vorbehalten)

Coup vervielfacht seine Gogoro Flotte in Berlin

Der Scooter Sharing Dienst Coup is im letzten Sommer mit 200 Gogoro Rollern in Berlin gestartet. Das Angebot wurde so gut angenommen, so dass die Zahl der Roller für die neue Saison verfünffacht wird. Insgesamt werden weitere 1.000 Roller zu der Flotte des Roller Sharing Dienstes hinzugefügt.

Verfügbarkeit wird stark steigen

Die hohe Anzahl der Roller wird die Attraktivität des Angebots erhöhen, da die Laufwege für die Nutzer auf Grund der höheren Dichte geringer sein werden. Im letzten Jahr kam es doch häufig vor, dass die Nutzer mehr als 800 Meter zum Roller laufen mussten. Das wird viele Kunden von einer Buchung abgehalten haben, da der Weg nicht in Relation zu dem anschließenden Nutzen ist.

Gogoro Roller aus Taiwan

Das Startup Coup setzt ausschließlich auf die Roller des taiwanischen Herstellers Gogoro. Diese Scooter wurden von Grund auf für ein Sharing Netzwerk konzipiert. Die Batterien der elektrisch angetriebenen Roller lassen sich schnell tauschen. Die Elektronik ist auch so konzipiert, dass die Vernetzung mit der technischen Plattform von Coup und den Smartphones effizient zu realisieren ist.

Im Heimatland Taiwan erweisen sich die Roller hoher Beliebtheit. In einem offenen System werden laut Gogoro pro Tag 12.000 Batterien and 300 Ladestationen gewechselt. Seit dem Start 2015 wurden fast Dreimillionen Batteriewechsel durch geführt. Mit den 18.000 Scootern in Taiwan wurden mehr als 70 Mio. Kilometer zurückgelegt. In Berlin übernimmt Coup den Tausch der Batterien und betreibt auch die Ladestationen.

Coup ist ein Tochterunternehmen von Bosch. Das Unternehmen wurde zusammen mit BCG Digital Ventures gestartet. Um schnell starten zu können, wurden am Anfang die meisten Positionen mit Beratern aus dem BCG Digital Ventures Netzwerk besetzt. Mittlerweile wurden die meisten BCG Mitarbeiter durch feste Angestellte ausgetauscht.

Konkurrenz für emmy

Vor kurzem hat auch emmy, der zweite Scooter Sharing Dienst in Berlin, angekündigt, dass die Flotte vergrößert wird. Ermöglicht wird das durch eine weitere erfolgreiche Finanzierungsrunde durch die IBB Bet. Emmy plant den Einsatz von hochwertigeren Scootern, um mit den Gogoro Rollern mithalten zu können. Gerade in den Sommermonaten kann sich das Scooter Sharing als attraktive Alternative zum ÖPNV und Carsharing erweisen.

Bild: Coup (alle Rechte vorbehalten)

Factory1: Kapsch startet im Mai Accelerator für Mobility-Startups

Der Wiener Traditionskonzern Kapsch startet im Mai mit Factory1 ein eigenes, sechs Monate dauerndes, Accelerator-Programm. Aufgenommen werden fünf Later Stage Startups aus sechs Bereichen. Konkret such man Innovationen in den Gebieten “Connected & Autonomous Driving”, “Big Data Analytics & Deep Learning”, “Smart Mobility”, “Security & Privacy”, “Infrastructure” und “Payment & Transaction Processes”. Alle sechs Themen sind dabei jeweils mit dem Kerngeschäft des Konzerns im Mobilitätsbereich verknüpft. Aktuell läuft die Bewerbungsphase, noch bis zum 10. April können sich Later Stage Startups bewerben. Fünf davon werden in das sechs Monate dauernde Programm aufgenommen.

Innovative Lösungen aus Mobility Bereich gesucht

Kapsch sucht Startups aus allen Ecken der Welt, die mit ihrer innovativen Lösung im Mobility Bereich, gemeinsam mit Kapsch internationale Erfolge feiern wollen. Bislang erreichte man schon Bewerbungen aus über 25 verschiedenen Ländern. Nach der Bewerbungsphase werden 15 Startups nach Wien eingeladen, wo sie sich noch einmal vor Kapsch Mitarbeitern, Mentoren und dem Vorstand der Kapsch TrafficCom beweisen müssen.

Im Laufe des sechsmonatigen Factory1 Accelerators arbeiten die fünf Gewinner-Startups mit Industrieexperten gemeinsam an Proof of Concept-Projekten, die dann anschließend realisiert werden. Die Startups erwarten unter anderem Highlights wie die Teilnahme am ITS Europe Congress in Straßburg und Acceleration Weeks im Kapsch Headquarter. Angesiedelt ist der Accelerator in der österreichischen Hauptstadt Wien.

Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal

Abschluss und Highlight des Factory1 Programms ist die Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal im Rahmen des ITS World Congress von 29. Oktober bis 2. November. Kapsch nimmt für den Accelerator 150.000 Euro in die Hand, die während des Programms Equity free in die Entwicklung der Lösungen der Startups fließen werden. Außerdem sind alle Reisekosten während des sechsmonatigen Programms von Kapsch gedeckt.

Über Kapsch

Kapsch zählt zu den erfolgreichsten Technologieunternehmen Österreichs mit globaler Bedeutung in den Zukunftsmärkten Intelligente Verkehrssysteme (IVS) und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Zur Kapsch Group zählen die drei Schlüsselgesellschaften Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom und Kapsch BusinessCom. Als Familienunternehmen mit Sitz in Wien, steht Kapsch seit 1892 für die konsequente Entwicklung und Implementierung neuer Technologien zum Nutzen seiner Kunden. Mit einer Vielfalt an innovativen Dienstleistungen und Lösungen leistet Kapsch einen wesentlichen Beitrag zur verantwortungsbewussten Gestaltung einer mobilen und vernetzten Welt. Die Unternehmen der Kapsch Group beschäftigen in ihren weltweiten Niederlassungen und Repräsentanzen 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bild: Kapsch TrafficCom AG /GettyImages  (alle Rechte vorbehalten)

Audi gründet Sparte für autonomes Fahren

Aktuell hat die Marke aus dem Volkswagenkonzern Probleme, die aus Entscheidungen in der Vergangenheit entstanden sind – Audi ist vermutlich tief in den Dieselskandal verwickelt. Um sich auf die Zukunft vorzubereiten und um auch von dem Thema Dieselskandal abzulenken, hat Audi bekanntgegeben, dass eine neue Einheit für autonomes Fahrern gestartet wird.

Autonomous Intelligent Driving in München

Die neue Einheit heißt Autonomous Intelligent Driving und wird in München angesiedelt. München wurde wahrscheinlich wegen der Nähe zur Technischen Universität Manchen gewählt. Die TUM gehört zur führenden Universität im Bereich Fahrzeugtechnik und dort arbeiten mehrere Forschungsgruppen an Themen rund um autonomes Fahren. Audi CEO Stadler hat auf der Jahrespressekonferenz verlauten lassen, dass die Kooperation mit weiteren Automobilherstellern und IT-Konzernen denkbar ist. Die Ergebnisse der neuen Sparte sollen in die Entwicklungen aller Marken des Volkswagen-Konzerns einfließen.

Auch Audi sieht in Roboter-Autos die Zukunft

Auch Audi sieht in Roboter-Autos die Zukunft. Der innerstädtische Verkehr und die Fortbewegungsmöglichkeiten werden sich durch den Einsatz selbstfahrender Autos grundlegend ändern. Das Verkehrsaufkommen wird sich reduzieren und die Transportmöglichkeiten werden günstiger und flexibler. Audi wird neben der Entwicklung autonomer Fahrzeuge auch die Weiterentwicklung der Assistenzsysteme vorantreiben. Die Assistenzsysteme werden vor allem in den luxuriöseren Modellen, wie A8, A6 oder Q7 verbaut und sollten zum Beispiel das Fahren in Stausituationen übernehmen.

Bisher lief das Thema autonomes Fahren bei Audi eher unter dem Radar. Seit 2005 beschäftigt sich der Autobauer mit dem Thema. Unter anderem wurde mit der Stanford University kooperiert, im einen Prototype für die DARPA Grand Challenge zu entwickeln. Das Team hat letztendlich die Wettfahrt über 250 Kilometer gewonnen.

Konzernmutter Volkswagen stellt Sedric in Genf vor

Nicht nur Audi versucht mit Ankündigungen über innovative Entwicklungen vom Dieselskandal abzulenken. Auch die Marke VW hat in Genf ein innovatives Konzeptfahrzeug mit dem Namen Sedric präsentiert, um den Fokus auf andere Themen zu lenken. Sedric ist ein autonomer Mini-Shuttle, der auf Ride-Hailing Plattformen zum Einsatz kommen soll.

Der Automobilhersteller aus Ingolstadt folgt damit dem Trend anderer Automobilhersteller. Immer mehr Player starten Aktivitäten, um autonome Fahrzeuge in den nächsten zwei bis vier Jahren zur Serienreife zu entwickeln. Die meisten Autobauer Partnern dabei mit Startups oder IT-Konzernen. Audi Konkurrent BMW kooperiert zum Beispiel mit Intel und Mobileye. Der General Motors Konzern hat Startups wie Cruise Automation aufgekauft und sich an der Ride-Hailing Plattform Lyft beteiligt, um für die Zukunft vorbereitet zu sein.

Bild: Audi (alle Rechte vorbehalte)

Die Zukunft der Mobilität gestalten: Mobility Accelerator in Deutschland

In den letzten Jahren sind in Deutschland mehrere Startup Accelerators entstanden, die junge Unternehmen mit finanziellen Mitteln, Input von Mentoren und dem Zugang zu einem Netzwerk an Investoren unterstützen. Mittlerweile existieren auch mehrere Accelerator Programme, die sich mit Mobilitätsthemen befassen.

Beyond1435 Accelerator der Deutschen Bahn

Zusammen mit der Innovationplattform Plug and Play bietet die Deutsche Bahn in Berlin unter dem Namen Beyond1435 ein Accelerator Programm an, dass sich auf Mobiltiäts- und Logistikthemen fokussiert. Der Name verbindet das DB-Erbe mit der gemeinsamen Mission voranzugehen. Auf der Standardschienenbreite von 1435 mm hat DB unzählige Menschen und Güter vom Start bis ans Ziel befördert. Die digitalisierte Welt stellt bisherige Mobilitätskonzepte auf den Kopf.

Das Programm der Bahn richtet sich an Startups in der frühen Phase und dauert 3 Monate. Die Teilnehmenden Startups werden mit 25.000 Euro finanziell unterstützt und erhalten kostenlose Arbeitsplätze im Coworking Space Mindbox. In regelmäßigen Mentoring Sessions sollen die teilnehmenden Teams Experten-Feedback erhalten und ihr Netzwerk weiter ausbauen. Zu den Mentoren gehören Experten aus dem Bahn Konzern aber auch Investoren und Startup-Experten. Das erste Programm fokussiert sich auf Smart City Tech Lösungen, wie Blockchain, Mobilitätsalgorithmen, Integrierte Mobilitätsangebote, Deep Learning im Mobilitätskontext, Veränderte Nutzung von Bahnhöfen und Mobilitätszentren oder Identifikation und Sicherheit im Transport von Gütern und Menschen.

STARTUP AUTOBAHN von Daimler

Auf Daimler arbeite mit der Innovationsplattform Plug and Play zusammen, die ursprünglich aus den USA kommt. Das Programm geht bereits in die dritte Runde. Die STARTUP AUTOBAHN ist eine Innovationsplattform, die Startups Zugang zu Silicon Valleys unvergleichlichem Tech-Know-how und bester deutscher Hardware-Kompetenz ermöglicht. Für die nächste Runde werden Startups gesucht, die im Mobilitätsbereich Hardware mit Software verbinden. Die Themen sind IoT, Produktionstechnik, Logistik, ortsbasierte Services, Cyber Security, Biometrie, natürliche Sprachverarbeitung, Prozessoptimierung, Kundenerlebnis und Predictive Analytics. Wie auch das Programm der Bahn dauert die Startup Autobahn drei Monate. Die Gründer profitieren vor allem von der engen Zusammenarbeit mit Daimler-Experten und auch intensiven Mentoring-Gesprächen mit dem Top-Management. Ein Projektteam aus Mitarbeitern der Konzernforschung und des Bereichs Business Innovation fungierte dabei als Brückenbauer zwischen den Startups und Daimler. Durch STARTUP AUTOBAHN soll die Region Stuttgart zum Innovations-Hub für Mobilität und Industrie 4.0 werden und durch die Bündelung innovativer Partnerkompetenzen ein attraktives Startup-Ökosystem geschaffen werden.

Startup Garage von BMW 

In München hat sich BMW mit der Startup Garage zur Aufgabe gemacht, das Potenzial besonders innovativer Start-up-Unternehmen ohne Umwege zu nutzen. Der Automobilkonzern fördert in einem offeneren Programm Startups aus dem Mobilitätsumfeld, die die Innovationsfähigkeit der BMW Group stärken und beschleunigen. BMW verfolgt dabei einen etwas anderen Ansatz. Anstatt sich am Unternehmen zu beteiligen, kauf die BMW Group die Technologie des Startups, und integriert diese so schnell wie möglich in die Entwicklung und Produkte. Von dem Team hinter der Startup Garage werden weltweit vor allem solche jungen Unternehmen gesucht, die bereits mit Kapital ausgestattet wurden und über einen Prototyp ihrer Technologie verfügen. Die Themen orientieren sich an den aktuellen Herausforderungen von BMW – wie zum Beispiel Mobility Services, Elektromobilität oder Technologien für autonomes Fahren.

Startupbootcamp Smart Transportation & Energy 

In Berlin startet demnächst der Startup Accelerator Startupbootcamp Smart Transportation & Energy. Der Fokus lieg traf vernetzen und effizienten Lösungen für den Transport von Gütern und Personen. Für Startups, die an Logistik, Shared Mobility Lösungen oder Transportthemen arbeiten, kann das Programm interessant sein. Die teilnehmenden Startups erhalten eine überschaubare finanzielle Unterstützung, Mentoring, Bürofläche und Zugang zu einem internationalen Netzwerk an Unternehmen, Investoren und Mentoren. Insgesamt werden zehn Startups aufgenommen. Auch das Startupbootcamp Programm dauert drei Monate. Unterstützt wird der Accelerator von Airbus, Cisco, HERE, Kuehne + Nagel, Mercedes-Benz, SBB Cargo und VINCI. Die teilnehmenden Startups müssen 6% der Unternehmensanteile an Startupbootcamp abgeben – das sollte man sich als Gründer gut überlegen, ob einem das angebotenen Package das wert ist.

Für Startups, die sich mit Themen rund um Mobilität und Transport beschäftigen, gibt es durchaus mehrere Möglichkeiten, um die Entwicklung in der frühen Unternehmensphase zu beschleunigen. Durch die Teilnahme an einem Accelerator wird das Netzwerk erweitert und die Mentoren geben wertvollen Input. Letztendlich muss jedes Gründerteam entscheiden, ob die Teilnahme an einem Programm gerechtfertigt ist, oder nicht.

Bild: Steven Zwerink (bestimmte Rechte vorbehalten)

Volvo will Carsharing Dienst weltweit ausrollen

Der Autokonzern Volvo hat angekündigt, dass eine neue Unternehmenssparte gegründet wird, die einen Carsharing Dienst anbieten wird. Der Autobauer will den Service global ausrollen. Ob der Service weltweit stationsbasiert oder free-floating sein wird, ist nicht bekannt.

Bisher bietet der Konzern nur in einigen schwedischen Städten einen Carsharing-Service unter der Marke Sunfleet an. Etwa 50.000 Nutzer teilen sich 1200 Volvo Fahrzeuge. Sunfleet ist als ein stationsgebundenes Angebot konzipiert, die Autos müssen an einer Station abgeholt und wieder abgegeben werden.

Free-Floating Angebote wachsen Stark

Bisher ist noch wenig bekannt, wie das globale Carsharing Angebot von Volvo aussehen wird. In den kommenden Monaten will Volvo bekanntgeben, ob der Service stationsgebunden oder als free-floating Carsharing Dienst aufgebaut wird. Die als free-floating Angebot konzipierten Angebote car2go oder DriveNow sind im vergangenen Jahr stark gewachsen und tendenziell interessanter für Nutzer, da die Buchung und Anmietung flexibler abläuft. Die Kunden können die Fahrzeuge überall im Geschäftsgebiet anmieten und wieder abstellen.

Kooperation zwischen Volvo und Uber

Volvo kooperiert auch mit Uber und liefert die Fahrzeuge, die zu autonomen Ubers umgebaut werden. Mit den autonomen Fahrzeugen bietet Uber einen Ride Hailing Dienst an. Langfristig gesehen werden die Angebote von Carsharing und Ride Hailing verschmelzen, Großstädte werden davon zu erst betroffen sein. Entweder will der Autobauer eine Userbase in den Städten aufbauen, um später selber einen Fahrservice anzubieten. Auf der anderen Seite könnte es aber auch sein, dass sich Volvo auf die kleineren Städte konzentriert und dort einen stationsbasierten Service etablieren möchte. Dort wird es noch länger dauern, bis autonome Shuttle Dienste die Carsharing Angebote ablösen werden.

In Deutschland bietet die Deutsche Bahn mit Flinkster einen stationsgebundenen Service an. Stadtauto und Cambio sind ebenfalls auf dem Markt vertreten. Prominentester Vertreter ist das Unternehmen ZipCar, das in den USA gestartet ist und mittlerweile von Avis aufgekauft wurde.

Bild: Sunfleet (alle Rechte vorbehalten)

Daten sammeln: Kooperation von Mobileye mit BMW und Volkswagen

Der Autokonzerne Volkswagen und BMW haben mit Mobileye eine Vereinbarung für eine Kooperation unterzeichnet. Ab dem Kommenden Jahr wollen Volkswagen und auch BMW die Technologie von Mobileye verbauen, um real-timed Daten der Verkehrs- und Straßensituation zu erfassen. Das Paket von Mobileye heißt Road Experimente Management (REM) und hilft dabei, den Weg zu autonomen Fahrzeugen zu ebenen. Es soll sichergestellt werden, dass vernetzte autonome Autos besser in realen Verkehrssituationen navigieren können.

Daten sammeln per Kamera

Fahrzeuge, die mit dem REM Paket ausgestattet sind, nehmen über Kameras and der Front der Fahrzeuge relevante Daten über die Straßengegebenheiten auf. Unter anderem werden Straßenmarkierungen, Verkehrszeichen, Wetterdaten oder die Parkplatzsituation registriert. Die Daten werden in der Cloud gespeichert und nach Aufbereitung wieder zurück in die hochgenauen Karten gespeichert, um diese dauerhaft aktuell zu halten.

Mobileye will Industriestandard aufbauen

Die Intention von Mobileye ist es, mit REM einen Industriestandard aufzubauen, bei dem die Daten von den Fahrzeugen unterschiedlicher Hersteller nach dem Croudsourcing-Prinzip aufgenommen werden und in die hochauflösenden Karten gespeist werden. Diese Karten werden dann von den beteiligten Herstellern genutzt, um   die autonomen Fähigkeiten der Fahrzeuge und weitere Fahrerassistenz-Systeme zu verbessern.

Ab 2018 in BMW und Volkswagen Fahrzeugen

Volkswagen und BMW wollen das Kit mit den neusten EyeQ4 Chips von Mobileye ab 2018 in den Fahrzeugen verbauen und so anonym Daten über die Straßen-Beschaffenheit und Parkplatzsituation zu generieren. Es ist nicht klar, ob der Fahrzeugbesitzer der Datensammlung zustimmen muss, oder ob die Datensammlung ohne Zustimmung der Besitzer geschieht. BMW, Daimler und Audi haben auch die Karten-Sparte Here von Nokia übernommen, um hochauflösenden Karten für die Anwendung in autonomen Fahrzeugen zu entwickeln. Die in BMW Fahrzeugen über das REM Paket gesammelte Daten werden an HERE weitergeleitet und in die aktuelle Version der hochgenauen Karte eingepflegt. Es ist nicht klar, ob die Daten von Volkswagen auch in das Kartenmaterial von Here eingespeist werden.

Für BMW ist das nicht das erste Projekt, bei dem der Automobilkonzern mit dem Unternehmen Mobileye aus Israel zusammenarbeite. BMW hat bereits mit Intel und Mobileye eine Kooperation geschlossen, um Komponenten für autonome Autos zu entwickeln. BMW und Volkswagen wollen bis 2021 ein vollautonomes Auto mit Level 4 auf den Markt bringen.

Bild: BMW (alle Rechte vorbehalten)

PSA-Gruppe übernimmt Carjump – Umbenennung in Free2Move

Die in Berlin gegründete Carjump App wurde erfolgreich an den Automobilkonzern PSA aus Frankreich verkauft. In diesem Zuge wird die App umbenannt und heißt ab sofort Free2Move. Bei der PSA-Gruppe soll die App eine tragende Säule für innovative Mobilitätsdienste bilden. Zu der PSA-Gruppe gehören die Automarken Peugeot und Citroen. Free2Move ist in Deutschland, Österreich, Italien, Schweden und Großbritannien verfügbar. Weitere Länder, darunter Spanien, Frankreich und Niederlande, sind geplant.

Zweiter Verkauf innerhalb von 2 Jahren

Unter dem Nahmen Carjump ist das Unternehmen bereits vor einigen Jahren in Berlin gestartet und wurde in einem früheren Verkauf von den jetzigen Geschäftsführern Michel Stumpe und Fabian Kofler in Zusammenarbeit mit Henri Kühnert übernommen. Mit dem Verkauf an Peugeot und Citroen erfolgt jetzt so zusagen der zweite Exit.

Free2Move bündelt mehrere Anbieter

Das Prinzip der App ist eine Art Meta-Suchmaschine, die die unterschiedlichen Carsharing-Angebote in einer App verbindet. Mittlerweile ist es auch für die Nutzer möglich, sich mittels der App bei einigen Anbietern zu registrieren. Free2Move bündelt mehrere Carsharing-Angebote in einer einzigen App. Nutzer können so ihre verschiedenen Anbieter-Accounts in nur einer App bequem verwalten und Fahrzeuge entsprechend ihrer individuellen Mobilitätsansprüche anbieterübergreifend und spontan bedarfsorientiert buchen. Die App vereint Freefloating- Anbieter mit stationsgebundenen Anbietern und Fahrzeugen von Peer2Peer-Communities. Aber auch alternative Transportmittel, wie Elektroroller, Vespas sowie Fahrräder, sind in der App eingebunden.

Automobilhersteller investieren in Startups aus dem Mobilitätssektor

Wie die anderen Automobilkonzerne auch, will die PSA-Gruppe weltweit führender Anbieter von Mobilitätslösungen und -dienstleistungen zu werden. Den Kunden soll ein Zugang zu den vielfältigsten Mobilitätsdienstleistungen ermöglicht werden. Mit dem Einstieg bei Free2Move treibt die PSA-Gruppe ihre internationale Expansion und Produktentwicklung in dem Geschäftsbereich weiter voran. Bisher ist die PSA-Gruppe an unterschiedlichen Carsharing-Angeboten beteiligt. Mit dem Investment in Free2Move reiht sich ein weiteren Autokonzern in den Trend ein, sich an innovativen Mobilitätsdienstleistungen zu beteiligen. Jüngst hat der französische Automobilkonzern Renault die Reste der insolventen Fahrdienstplattform Karhoo übernommen. Der VW Konzern hat sich an dem Fahrdienst Gett beteiligt und der General Motors Konzern ist bei der Ride-Hailing Plattform Lyft investiert.

Bild: Free2Move (alle Rechte vorbehalten)