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Mitfahrgelegenheit: Google fügt BlaBlaCar zu Google Maps hinzu

Die Google Maps App für iPhone und Android hat eine weitere Transportoption für die Langstrecke hinzugefügt. In den Ländern, in denen das Unternehmen für Mitfahrgelegenheiten BlaBlaCar aktiv ist, werden die Fahrten als Alternative angezeigt. Die BlaBlaCar App kann direkt aus Google Maps geöffnet werden, um die Fahrten zu buchen.

Alternative zu Bus und Bahn

Für die BlaBlaCar Fahrten wurde kein neues Tab in der Google Maps hinzugefügt, stattdessen sind die Angebote im Tab mit den Bahn- und Busverbindungen. Neben den Kosten ist auch die voraussichtliche Dauer zu sehen. Die angegebene Dauer ist identisch mit der berechneten Zeit für eine normale Autofahrt. Bisher scheint das Angebot noch nicht in Deutschland aktiv zu sein. Da der Markt in Deutschland für BlaBlaCar ein bedeutender ist, wird es bestimmt nicht lange dauern, bis auch hierzulande die Fahrten über Google Maps angezeigt und gebucht werden können.

BlaBlaCar hat Mitfahrgelegenheit.de übernommen

BlaBlaCar ist eine Plattform für Mitfahrgelegenheiten und wurde ursprünglich in Frankreich gegründet und hat in den letzen Jahren stark expandiert. In Deutschland hat das Unternehmen erst alleine eine Community aufgebaut, später wurde dann die führende Plattform carpooling.com/mitfahrgelegenheit.de übernommen, um den Markt zu konsolidieren. BlaBlaCar fokussiert sich seit Anfang an auf Mitfarhgelegenheiten für die Langstrecke. Die günstige Art zu reisen ist vor allem bei jungen Leuten beliebt und in Ländern mit schlechter Infrastruktur und geringem Einkommen. In Frankreich pilotiert das Unternehmen auch mit einem Ridesharing Dienst für Arbeitskollegen, die auf kurzen Strecken unterwegs sind.

Transport Alternativen seit 2014 in Google Maps

Google hat 2014 damit angefangen, Mobilitätsdienste mit einzubinden. Zuerst wurde das Ridesharing Angebot von Uber integriert. Später kamen lokale Anbieter, wie myTaxi oder Gett hinzu. Für jede Vermittlung über Google Maps zahlen die Plattformbetreiber eine kleine Gebühr an Google.

Bild: BlaBlaCar (alle Rechte vorbehalten)

Mercedes Benz Vans beteiligt sich an Shuttle Dienst Via

Die Daimler Tochter Mercedes Benz Vans wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter für Moblitätslösungen. Damit treibt Daimler die Digitalisierung und die CASE Strategie weiter voran. Mercedes Benz Vans baut die Kooperation mit dem Shuttle Dienst Via weiter aus. Zusätzlich beteiligt sich das Unternehmen mit einem signifikanten strategischem Investment an Via. Seit dem vergangenen Jahr arbeiten Mercedes Benz und Via zusammen.

Weitere Details von Mercedes Benz im September

Viel ist über das Investment und die Vertiefung der Partnerschaft nicht bekannt. Während einer Presseveranstaltung Anfang September sollen weitere Details bekannt gegeben werden. Mercedes-Benz Vans arbeitet künftig verstärkt mit Via an der Weiterentwicklung dieses intelligenten Mobilitätskonzepts. Ziel ist eine effiziente, bedarfsgerechte und ökologisch nachhaltige Personenbeförderung.

Via in den USA erfolgreich

Via ist vor allem in den USA aktiv und dirt sehr erfolgreich. Das Unternehmen bietet einen smarten on demand Shuttle Dienst an, bei dem sich mehrere Fahrgäste, die in die gleiche Richtung unterwegs sind, ein Fahrzeuge teilen. Mit seinem  On-Demand Rideshare-Pooling-Service gestaltet Via den Personentransport neu – von einem stark regulierten System mit starren Strecken und festen Fahrplänen hin zu einem dynamischen Netzwerk. Der smarte Algorithmus versucht die Fahrgäste so zu matchen, dass nur minimale Verzögerungen entstehen.

Erste Kooperation in Frankreich mit LeCab

Via hat angekündigt, in mehrere Städte in Kooperation mit anderen Unternehmen oder Behörden expandieren zu wollen. In einem ersten Projekt hat die Taxi App LeCab aus Frankreich das Via Angebot in Paris integriert. Das Unternehmen kann sich vorstellen, mit Betreibern von öffentlichen Nahverkehrs-Angeboten, Taxinetzwerken und anderen Mobilitätsplattformen zu kooperieren. Auch in Deutschland will Via durchstarten und arbeitet mit einem kleinem Team von Berlin aus.

In Deutschland sind mit Door2Door und CleverShuttle weitere Anbieter aktiv, die ein ähnliches Ziel verfolgen. Beide Unternehmen wollen sich ebenfalls als Software Provider für Unternehmen und Behörden positionieren. Door2Door hat bereits Projekte mit Freyung und Duisburg gestartet.

Bild: Mercedes Benz (alle Rechte vorbehalten)

Privates Carsharing Markt konsolidiert sich weiter: SnappCar übernimmt tamyca

Der peer-2-peer Carsharing Markt in Deutschland konsolidiert sich weiter. Zu Hochzeiten haben drei bis vier deutsche Anbieter Privatfahrzeuge an Nutzer vermittelt, mittlerweile wurden alle Anbieter von ausländischen Startups übernommen. In einem letzten Akt wird der peer-2-peer Carsharing Pioneer Tamyca von dem Anbieter Snappcar aus den Niederlanden übernommen.

Tamyca seit 2010 am Start

Tamyca hat sich seit dem Start im Jahr 2010 wacker geschlagen. Die Plattform ist in den letzten Jahren ohne großes Aufsehen kontinuierlich gewachsen. Fast 200.000 Carsharing-Mieter und -Vermieter waren zuletzt bei Tamyca registriert. Zwischenzeitig konnte Tamyca auch den Automobilhersteller Opel überzeugen. Opel hat die technische Lösung von Tamyca für den Carsharing Dienst CarUnity genutzt, der kürzlich still und leise wieder begraben wurde.

Snappcar kommt aus den Niederlanden

Snappcar hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden und betreibt auch ein peer-2-peer Carsharing Angebot in Dänemark und Schweden. In Deutschland war Snappcar vor der Übernahme von Tamyca nicht aktiv. Snappcar wurde im Jahr 2010 gegründet und wächst rasant. Jeden Tag mieten fast 500 Mitglieder der SnappCar-Community ein Auto direkt in ihrer Nähe über die Webseiten. Fast 400.000 angemeldete Benutzer und knapp 45.000 Autos sind auf der Plattform registriert.

Nur noch zwei Anbieter auf dem deutschen Markt 

Mit der Übernahme setzt sich die Konsolidierung in Deutschland fort. In der Vergangenheit hat der Anbieter Drivy den deutschen Anbieter Autonetzer übernommen, der sich kurz zuvor das Netzwerk des Anbieters Nachbarschaftsauto einverleibt hat. Die Deutschen verleihen nicht gerne ihr privates Fahrzeug, außerdem stellt der teilweise komplizierte Prozess bei Anmietung und Rückgabe ein Problem dar. Größerer Beliebtheit erfreut sich in deutschen Städten das kommerzielle free-floating Carsharing.

Auch bei diesen kommerziellen Anbietern zeichnet sich eine Konsolidierung ab. Trotz der Auseinandersetzungen zwischen Daimler und BMW werden anscheinend die Fusionspläne von DriveNow und car2go weiterhin verfolgt. Noch zu Jahresbeginn wurden die Pläne von Sixt dementiert, jetzt ist es Erich Sixt persönlich, der angedeutet hat, dass eine Fusion bevorstehen könnte.

Bild: Snappcar (alle Rechte vorbehalten)

Opel beendet sein privates Carsharing Experiment CarUnity

Still und leise hat sich Opel anscheinend aus dem Markt der Peer-to-Peer Carsharing Anbieter zurückgezogen – laut dem Blog eMobilität war das schon Anfang des Jahres der Fall. CarUnity hat die Nutzerkonten in Tamyca Accounts umgewandelt und damit dem ehemaligen Kooperationspartner das Geschäft überlassen.

Kooperation mit Tamyca statt Eigenentwicklung

Opel hat sich 2015 dazu entschieden, eine White Label Lösung anstatt einer Eigenentwicklung für das private Carsharing zu nutzen. Die Entscheidung viel damals auf das Aachener Startup Tamyca, das die technische Basis für das CarUnity Angebot zur Verfügung gestellt hat. Das Unternehmen hat laut eigenen Angaben mittlerweile 150.000 registrierte Nutzer und es stehen deutschlandweit 15.000 Fahrzeuge zur Verfügung. Damit sieht sich die Plattform vor dem Wettbewerber Drivy, der auf 140.000 registrierte Nutzer und 5.000 Fahrzeuge in Deutschland kommt.

Kein Carsharing von Opel

Wahrscheinlich konnte CarUnity nicht die geplanten Ziele erreichen und hat sich deswegen dazu entschieden, das Experiment zu beenden. Opel hat sich somit vorerst komplett aus dem Carsharing Markt zurückgezogen und in absehbarer Zeit wird sich das wahrscheinlich auch nicht ändern. Das von General Motors geplante Maven Carsharing Angebot wird es nach der Opel Übernahme durch die PSA Group nicht mehr nach Deutschland schaffen. Das Experiment mit dem Spotcar Angebot ging 2015 auch schief und das Startup musste letztendlich aufgeben. Bleibt abzuwarten, ob von der PSA Group under der Free2Move Marke demnächst Mobility Services gestartet werden.

Daimler und BMW fahren davon

Opel bleibt damit deutlich hinter anderen deutschen Automobilherstellern zurück. Vor allem BMW und Daimler setzen auf Carsharing. Beide Anbieter haben die Free Floating Angebote DriveNow und Car2Go im Angebot. Daimler hat mit Croove noch ein Peer-2-Peer Carsharing Angebot in Städten wie München oder Berlin auf dem Markt. Auch bei anderen alternativen Mobilitätsangeboten hat der Autokonzern aus Rüsselsheim bisher wenig vorzuzeigen. Mit den Themen Ridesharing und on-demand Shuttle Dienste scheint sich das Unternehmen nicht zu befassen.

Bild: Opel (alle Rechte vorbehalten)

Interessanter Vorschlag des InnoZ: Privat-Taxidienst mit Elektrofahrzeugen erlauben

Der Berliner Mobilitätsforscher Andreas Knie, der das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) leitet, hat einen interessanten Vorschlag unterbreitet. Sein Vorschlag lautet, dass Berliner, die ihr Auto mit Verbrennungsmotor abschaffen und ein Elektroauto kaufen, gegen Geld Fahrgäste befördern dürfen.

Höherer Anreiz für Wechsel zu Elektromobilität 

Mit diesem Vorschlag sollen zwei Ziele erreicht werden. Auf der einen Seite sollen die Anreize für den Wechsel zu Elektroautos geschaffen werden. Bisher werden nur 1700 der  1.2 Millionen Pkw in Berlin mit Strom betrieben. Die bisherigen Anreize, wie Umweltprämie reichen nicht aus, um die Besitzer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zum Wechsel zu bewegen.

Das zweite Ziel ist die Reduzierung des Verkehrs insgesamt. Durch die Möglichkeit eines bezahlbaren Ride-Sharing Dienstes würde sich der Individualverkehr verringern, da sich mehrere Personen ein Fahrzeug teilen würden.

InnoZ Geschäftsführer: Plattform soll Fahrten vermitteln

Die Vermittlung zwischen Fahrer und Fahrgast soll über eine Plattform laufen, wie wir es schon von Uber oder myTaxi kennen. Darüber soll auch die Bezahlung laufen, wobei der Fahrer 80-90% des Fahrpreises behalten darf und der Rest an den Plattformbetreiber fließt. Dem Fahrer soll es auch ermöglicht werden, den Service kommerziell anbieten zu können. Das heißt, dass der Fahrpreis pro Kilometer über der Betriebskostengrenze liegen soll.

Die Plattform könnten von einem Startup, wie CleverShuttle oder Door2Door betrieben werden oder auch von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Die BVG wäre ein interessanter Partner, das sie bereits angekündigt hat, dass ein smarter Shuttle Dienst gestartet werden soll, der auch ins BVG Netz integriert werden soll.

Ausnahmegenehmigung oder Gesetzesänderung notwendig

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, muss das Personenbeförderungsgesetz angepasst werden oder es muss zuerst eine Sondergenehmigung erlassen werden. Das letzteres möglich ist, zeigt das Beispiel CleverShuttle. Das Startup betreibt einen cleveren on-damend Shuttle Dienst und hat dafür eine Sondergenehmigung der Stadt erhalten. Das PBfG gilt als überholt und zu protektionistisch, aus mehreren Richtungen kommen Forderungen zur Modernisierung des Gesetzes.

Privatfahrzeuge und Individualverkehr kann verringert werden

Ein privater Fahrservice mit Elektroautos würde dazu führen, dass die Zahl der Privatautos verringert wird und dass die Schadstoffbelastungen reduziert werden. Die freiwerdende Fläche kann für andere Zwecke genutzt werden. Das Angebot wäre eine attraktive Alternative zum Privatauto und eine Ergänzung zum bestehenden Nahverkehr.

Gut für Schadstoffbelastung

In Großstädten ist die Schadstoffbelastung, die durch Autos mit Verbrennungsmotor hervorgerufen wird ein Problem. Jedes Jahr sterben mehrere tausend Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. In jüngster Zeit haben bereits Länder wie Frankreich oder Großbritannien angekündigt, dass ab 2040 keine Autos mit Verbrennungsmotoren erlaubt sein werden. Auch in Stuttgart droht ab kommendem Jahr ein Fahrverbot für Diesel-Fahrezuge.

Bild: InnoZ (alle Rechte vorbehalten)

E-Transporter: Größerer StreetScooter Work XL von Deutscher Post und Ford

Die erster Version des StreetScooters ist ein voller Erfolg. Die Deutsche Post setzt den Elektrotransporter schon seit einiger Zeit ein und die Produktion wurde erhöht, um den StreetScooter auch an externe Unternehmen verkaufen zu können. Jetzt folgt eine größere Version des Streetscooters. Das Auto wird zusammen mit Ford entwickelt und gebaut, der Start der Produktion ist bereits im Juli.

Mit 80 Kilometern Reichweite

Der große StreetScooter mit 20 Kubikmeter großem Laderaum und 80 Kilometern Reichweite soll ab Juli produziert werden. Anscheinend sollen Fahrzeuge mit unterschiedlichen Aufbauten entstehen, um den Bedürfnissen von DHL und Deutsche Post gerecht zu werden. Wie auch schon bei dem kleineren StreetScooter, soll das Fahrzeug erst für den eigenen Bedarf produziert werden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll dann die Produktion erhöht werden, um das Fahrzeug auch an externe Kunden verkaufen zu können. Für Gemeinden und Handwerker dürfte das Angebot interessant sein.

2500 Streetscooter Work XL bis Ende 2018

Bis Ende 2018 will die Deutsche Post mindestens 2500 Fahrzeuge des Typs Streetscooter Work XL im innerstädtischen Verkehr einsehesten. Grundlage für das Fahrzeug ist das Fahrgestell des Ford Transits. Auch wenn viele Teile von Ford stammen, soll die Endproduktion am Streetscooter Standort in Aachen stattfinden. Die neuen Fahrzeuge haben mit 20 Kubikmetern ein Volumen, das fünfmal so hoch ist, wie das Ladevolumen des kleinen Streetscooter Work. Die Produktion soll auch in Aachen durchgeführt werden.

Kleiner Streetscooter kommt gut an

Von dem kleineren E-Lieferwagen befinden sich bereits etwa 2500 Fahrzeuge im Einsatz. Anfang des Jahres hat die Deutsche Post angekündigt, dass die Produktion auf 20.000 Fahrzeuge pro Jahr ausgeweitet werden soll, um die internen Bedürfnisse und externen Kaufanfragen bedienen zu können.

Beide Unternehmen, die Deutsche Post DHL Group und Ford, teilen das gleiche Ziel, die Mobilität der Zukunft mitzugestalten, indem Emissionen reduziert und neue Verkehrslösungen entwickelt werden. Diese Partnerschaft ist ein konkreter und wichtiger Schritt zur Erreichung dieser Ziele.

Bild: Deutsche Post (alle Rechte vorbehalten)

Ford könnte Ridesharing Dienst starten

Ford könnte auch schon ohne vollautomatisierte Fahrzeuge einen Ridesharing Dienst wie Uber oder Lyft anbieten. Ein führender Manager des Autobauers hat dieser Möglichkeit keine Absage erteilt, als er von dem Magazin Business Insider gefragt wurde, ob das Unternehmen einen Fahrdienst planen würde.

Verschiedene Pilotprojekte bei Ford

Der amerikanische Konzern testet im Moment verschiedensten Mobility Dienstleistungen und rechnet die Geschäftsmodelle zu den Modellen durch. Wenn die Tests erfolgreich sind und es wirtschaftlich Sinn macht, könnte Ford einen entsprechenden Service starten.

Stärkerer Fokus auf Mobility Services erwartet

Diese Aussage von Nair kam vor dem CEO Wechsel bei Ford in der vergangenen Woche. Der neue CEO Jim Hackett muss den Konzern jetzt neu ausrichten und zu einem starken Player bei den Mobilitätsdiensten formen. Hackett war zuvor Leiter der Smart Mobility Bereiche bei dem Automobilhersteller. Auf Grund seines Backgrounds und der Mission, kann es sein, dass der Konzern aggressiver im Bereich der Mobility Services auftreten wird. Das könnte auch einen Ride hailing Dienst wie Lyft oder Uber.

Ford hat schon zuvor angedeutet, dass es im Bereich der Fahrdienste aktiv werden könnte. Meistens in Verbindung mit den autonomen Fahrzeugen, die bis 2021 serienreif sein sollen. Ein Anwendungsbereich für die vollautomatisierten Fahrzeuge soll laut Ford ein on-demand Ridehailing Dienst sein.

Autonomer Ride Sharing Dienst von Ford wahrscheinlich

Auch wenn Manager Nair die Option nicht ausgeschlossen hat, einen Fahrdienst mit menschlichen Fahrern zu starten, ist es wahrscheinlicher, dass der Konzern wartet, bis die selbstfahrenden Fahrzeuge serienreif sind. Die hohen Fahrerkosten stellen im Moment das ganze System in Frage. Die Unit Economics ohne Fahrer und mit autonomen Autos machen viel mehr Sinn.

Automobilhersteller müssen Vor- und Nachteile abwägen

Der Automobilkonzern schließt auch nicht aus, auf Partnerschaften zu setzen. Anstatt selber viel Geld zu investieren, um eine große Nutzerbasis aufzubauen, könnte auch eine Partnerschaft mit den bestehenden Plattformen, wie Uber, Didi oder Lyft sinnvoll sein. Ford könnte sich dann auch das Management und die Produktion der Fahrzeugflotte fokussieren.

Bild: Ford (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen Marke MOIA kauft zu: Split als Grundlage für Shuttle Service

Im vergangenem Jahr hat Volkswagen angekündigt, dass mit MOIA eine Marke für Mobility Services, wie Ride Hailing oder Smart Shuttles aufgebaut werden soll. Seitdem hat man wenig von MOIA gehört, nur dass demnächst ein on-demand Shuttle gestartet werden soll. Diesem Ziel kommt MOIA jetzt näher, indem das Tech-Unternehmen Split aus Finland übernommen wurde.

Entwicklung von Algorithmen für die Steuerung

Die Firma wird weiterhin in Finnland angesiedelt sein und der Name wird von Split Finland Oy in MOIA Finland Oy umbenannt. Die Gesellschaft gehört damit vollständig zu MOIA. Das Team von Split hat zur Hauptaufgabe, die Algorithmen für die Steuerung der MOIA Shuttle Flotte zu entwickeln. Das Unternehmen profitiert von Erfahrungen, Daten und bestehender Technologie von Kutsuplus in Helsinki und Split US in Washington D.C. MOIA erhofft sich durch die Akquisition eine Verkürzung der Entwicklungszeit.

Finland als Experten-Hub und Entwicklungsstandort

Der Standort in Finnland soll laut MOIA CEO Ole Harms ein Experten-Hub und Entwicklungsstandort für die Software hinter dem neuen Shuttle Dienst werden. Langfristig soll mit der Technologe von Split auch die Grundlage für das Management der autonomen Fahrzeuge geschaffen werden, die die herkömmlichen Shuttle in Zukunft ersetzten werden.

Bereits die zweite Übernahme für das Unternehmen

Split Finland war 2011 als Ajelo Finland gestartet. Das finnische Start-up entwickelte bis 2015 die Software hinter dem Ride-Pooling-Konzept ‚Kutsuplus‘, das von der Helsinki Regional Transport Authority in der finnischen Hauptstadt betrieben wurde. 2014 übernahm das US-amerikanische Unternehmen Split das finnische Ajelo, um mit der Software in Washington D.C. ein Ride-Pooling-Konzept aufzubauen. Der Service im Washington wurde im letzten Oktober eingestellt.

Die Technologie von Ajelo war die weltweit erste vollautomatische Pooling-Lösung. Sie ermöglicht es, Fahrtanfragen von Nutzern, die in eine ähnliche Richtung unterwegs sind, vollautomatisch und dynamisch durch ein Fahrzeug zu bedienen. Mit einer App teilen Fahrgäste dem System Standort und Ziel mit. Ein Algorithmus errechnet dann eine möglichst effiziente Route für den Shuttle. Erst so wird eine höchst effiziente und nachhaltige geteilte Echtzeitmobilität möglich.

MOIA hat noch paar Aufgaben zu lösen – lädt sich dabei Zeit

Durch die Übernahme löst die Volkswagen-Tochter eine Herausforderung auf dem Weg zu einem on-demand Shuttle Dienst. Die Fahrzeuge für die erstes Integration dürften einfach aus dem Volkswagen Netzwerk zu besorgen sein. Bleibe noch die Herausforderungen auf Fahrer Seite und bei der Regulierung. Hinzukommen die Herausforderungen beim Aufbau eines Kundenstamms, der groß genug ist, um einen Shuttle Dienst effizient betreiben zu können. Split hat es alleine nicht geschafft, eventuell hilft Moia die Beteiligung an Gett. Es ist schon erstaunlich, dass sich MOIA beim Start eines ersten Services so viel Zeit lässt. Schließlich ist die Konkurrenz nicht zu unterschätzen und es arbeiten bereits mehr als 50 Mitarbeiter an diesem Projekt.

Bild: MOIA Finland Oy (alle Rechte vorbehalten)

Neues Startup von den StreetScooter Gründern: e.Go Elektroauto sagt Tesla den Kampf an

Ein Team rund um Prof. Dr. Schuh hat in Aachen ein weiteres Elektroauto entwickelt. Der e.Go ist ein kleines Elektroauto für den Alltag, das zu einem attraktiven Preis verkauft werden soll. In einem ähnlichen Setup ist bereits der StreetScooter entstanden, der von der Deutschen Post eingesetzt wird und demnächst auch an Partnerunternehmen verkauft werden soll.

Elektroauto zum Preis von 12.000 Euro

Der e.Go verfügt über ein schnittiges Design und soll zu einem günstigen Preis zu haben sein. Das Elektrofahrzeug soll für einen Preis von knapp 16.000 Euro zu haben sein. Seit ein paar Tagen kann das Fahrzeug vorbestellt werden, wie bei Tesla müssen 1.000 Euro Anzahlung hinterlegt werden. Durch die staatliche Förderung für Elektroautos in Höhe von 4.000 sinkt der Preis des e.Go auf 11.900 Euro.

e.Go mit Reichweite von bis zu 170 Kilometern

Das viersitzige Fahrzeug verfügt in der Grundausstattung über eine Reichweite von 130 Kilometern, eine Version mit erhöhter Batteriekapazität von 19.2 Kilowattstunden kommt auf eine Reichweite von 170 Kilometern. Damit eignet sich das Fahrzeug als Zweitwagen oder für Nutzer, die ausschließlich auf kurzen Strecken unterwegs sind. Das Fahrzeug ist für die Stadt ausgelegt, und für die meisten Pendler dürfte die Reichweite locker ausreichen.

Modernes Design für den e.Go

Von außen wirkt das Fahrzeug modern, im inneren einfach und schlicht. Das Unternehmen wird so weit es geht auf Teile von der Stange setzen, um die Entwicklungs- und Herstellkosten so gering wie möglich zu halten. Unter anderem liefert Bosch den Antriebsstrang und die Car-to-Cloud Lösung.

Weiteres Projekt nach StreetScooter

Das Vorgängerprojekt von e.Go, der StreetScooter war so erfolgreich, dass es von der Deutschen Post übernommen wurde. Der StreetScooter ist ein solides Elektroauto, das von der Post und DHL für die Auslieferung von Paketen und Briefen genutzt wird. Bisher wurde das Fahrzeug nur intern genutzt, letztens hat die Post aber angekündigt, dass etwa die Hälfte der Jahresproduktion an Partner verkauft werden soll.

Bild: e.Go (alle Rechte vorbehalten)

BlaBlaCar startet BlaBlaLines Service für Fahrt zur Arbeit

Das Unternehmen BlaBlaCar hat einen neuen Service mit dem Namen BlaBlaLines vorgestellt. Das neue Produkt adressiert Carpooling auf kurzen Strecken und soll vor allem Berufspendler ansprechen. Bisher hat sich BlaBlaCar auf die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten auf der Langstrecke fokussiert.

Testphase von BlaBlaLines in Frankreich

In einer ersten Testphase wird der neue Service in ausgewählten Regionen in Frankreich getestet, in denen das Aufkommen an Pendlern besonders hoch ist. Die App wird zuerst auch nur für Android verfügbar sein, bei Erfolg wird eine iOS App sicher schnell folgen. Es sollen Pendler angesprochen werden, die täglich auf der selben Strecke unterwegs sind und sich somit ein Fahrzeug teilen können. Der Fahrer erhält für die Fahrt eine Bezahlung, um die Betriebskosten decken zu können. Ein kommerzieller Service, mit dem der Fahrer wirklich Geld verdienen kann, ist auf Grund der Gesetzeslage in den meisten Ländern nicht ohne weiteres möglich.

Automatische Routen 

Die Routen der Fahrer werden mehr oder weniger festgelegt, wie bei Buslinien. Die Mitfahrer können dann über die App einen Sitzplatz buchen und werden an festgelegten Punkten abgeholt. Der Fahrer kann täglich entscheiden, ob er Passagiere mitnehmen möchte, oder nicht. Bei einer Fahrtanfrage wird der Fahrer per Push Nachricht informiert und kann so die Fahrt annehmen.

Geschäftsmodell muss definiert werden

In der Testphase setzt BlaBlaLines auf Bargeldzahlungen, zu einem späteren Zeitpunkt wird die Bezahlung über die App eingeführt werden. Der Fahrpreis geht komplett an den Fahrer, BlaBlaCar verdient damit vorerst kein Geld. Bei Erfolg wird wird das Unternehmen langfristig ein Geschäftsmodell rund um den Service aufbauen. Auf der einen Seite kann ein Anteil des Fahrpreises einbehalten werden. Weiter Möglichkeiten ist die Kooperation mit Unternehmen, die mit BlaBlaLines einen Service für ihre Mitarbeiter anbieten wollen und dafür bezahlen oder die Kooperation mit Verkehrsbetriebe und Städten. Die Zusammenarbeit mit Points of Interests, wie z.B. Einkaufszentren, die für jeden abgelieferten Kunden eine Provision entrichten, ist ein weitere Weg, um den Service zu kommerzialisieren.

Carpooling als interessante Alternative für Pendler

BlaBlaCar will damit in einen Bereich vordringen, der mehr und mehr von anderen Startups und Unternehmen besetzt wird. Die Google Tochter Waze pilotiert derzeit einen vergleichbaren Service in den USA. Demnächst soll die Ausweitung nach Südamerika erfolgen. Das Hamburger Startup Wunder ist mit einem Carpooling Service für Pendler in Asien erfolgreich. Im kommenden Jahr soll der Service auf ganz Frankreich ausgeweitet werden. Mit seinem bisherigem Produkt erreicht das Unternehmen 40 Mio. Nutzer und vermittelt pro Quartal 12 Mio. Fahrten auf der Langstrecke.