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myTaxi, Blacklane und myDriver: Abgehängt beim Thema autonomes Fahren

Das Thema autonomes Fahren wird zur Zeit viel diskutiert und als nächster großer Trend angesehen, der die Automobilindustrie grundlegend verändern wird. Mit autonomen Fahrzeugen  lässt sich ein günstiger und flexibler Fahrservice realisieren, so dass vor allem in Städten auf individuellen Fahrzeugbesitz verzichtet werden kann.

In der Zukunft wird der private Autobesitz zurückgehen und die Menschen werden vermehrt auf Fahrdienste zurückgreifen, um von A nach B transportiert zu werden. Bis autonome Fahrzeuge serienreif sind, werden die Fahrdienste noch auf Autos mit Fahrer angewiesen sein. Vor allem in den USA beschäftigen sich die Fahrdienstplattformen mit der Entwicklung von Software und Hardware für autonome Autos. Hinzu kommen die eigenen Anstrengungen bei der Entwicklung von hochauflösenden Karten, die für den Einsatz von fahrerlosen Autos erforderlich sind.

Wie weit beschäftigen sich die deutschen Plattformen myTaxi, Blacklane und MyDriver mit dem Thema? Festzustellen ist, dass das Thema autonomes Fahren bei keinem der drei großen deutschen Plattformen auf der Agenda steht.

Die Fahrdienst-Plattform Blacklane geht davon aus, dass auch mit dem Einsatz von autonomen Fahrzeugen weiterhin ein Fahrer an Board sein wird, der sich dann um andere Dinge kümmert. Vorstellbar ist eine Art on-board Service, wie man es vom Flugzeug her kennt. Da der Trend zu günstigeren Fahrpreisen geht und ein Service auf kurzen Strecken nicht relevant sein wird, hört sich diese Version nicht glaubwürdig an. Zu den Investoren von Blacklane gehört der Automobilkonzern Daimler. Das sich Daimler bevorzugt mit Uber verbindet, kann auch als Indiz gewertet werden, dass Blacklane noch keine Strategie zu dem Thema hat.

Ähnlich wird es bei myTaxi sein, das ebenfalls finanziell von Daimler unterstützt wird. Sie dem  Jahr 2014 gehört myTaxi vollständig zu Daimler. Bisher hat sich myTaxi noch nicht zu dem Einsatz von autonomen Fahrzeugen geäußert. Da Daimler und myTaxi nicht die Taxifahrer verunsichern möchte, kann es natürlich sein, dass intern an dem Thema gearbeitet wird aber erst  zu einem späteren Zeitpunkt damit an die Öffentlichkeit gegangen wird.

Das Unternehmen myDriver dürfte sich bisher am wenigsten mit dem Thema beschäftigt haben. Anders als bei Blacklane und myTaxi steht hinter myDriver keine Automobilkonzern. myDriver gehört zu dem Mietwagenunternehmen Sixt, das enge Verbindungen zu BMW unterhält. Langfristig könnte es sein, dass myDriver mit dem Carsharing Angebot DriveNow von Sixt und BMW zusammenwächst und autonome Fahrzeuge von BMW zum Einsatz kommen werden.

Alle drei Anbieter scheinen sich nicht mit der Entwicklung von Hardware und Software für autonome Fahrzeuge zu befassen. Auch das Erfassen von hochauflösenden Kartendaten scheint im Moment nicht auf der Agenda zu stehen. Die Anbieter sollten bestrebt sei, das zu ändern, um nicht vollständig den Anschluss zu verlieren.

In den USA und Asien beschäftigen sich Ride-Hailing Plattformen mit dem Thema der fahrerlosen Autos. Diese Ride-Hailing Plattformen eignen sich hervorragend, um autonome Fahrzeuge einzusetzen. Grab testet in Singapur einen Service mit Roboter Taxis, Lyft entwickelt mit General Motors autonome Fahrzeuge, die auf der Ridesharing Plattform eingesetzt werden sollen. Am aktivsten ist das Unternehmen Uber, das sich gleich auf mehreren Fronten mit autonomen Fahrzeugen beschäftigt. Auf der einen Seite wurde das Unternehmen Otto übernommen, das fahrerlose LKWs entwickelt. Auf der anderen Seite werden bereits autonome Volvos in einigen Städten getestet. Die Technologie und Software für die umgerüsteten Volvos wurde von Uber selbst entwickelt. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Daimler Konzern mit Uber eine Absichtserklärung für eine Kooperation unterzeichnet hat. Daimler möchte autonome Fahrzeuge auf der Uber Plattform betreiben.

Bild: Blacklane (alle Rechte vorbehalten)

Daimler soll vor Übernahme von Taxibeat stehen

Der Autokonzern Daimler soll kurz vor der Übernahme von Taxibeat sein, einer Taxi-App aus Griechenland. Das Unternehmen hinter der Ride-Hailing App ist profitabel und soll für rund 40 Mio. Euro übernommen werden. Daimler würde durch die Übernahme im Bereich der Fahrdienstplattformen stärken.

Über die mögliche Übernahme hat zuerst das die Griechische Seite Naftenporiki berichtet. Bei Daimler würde Taxibeat ein Teil von Daimler Mobility Services werden. Unter dem Geschäftsbereich bündelt Daimler auch schon die Taxi-Apps Hailo und MyTaxi, sowie das Carsharing Angebot car2go und die App für multimodale Mobilität moovel. Vor kurzem wurde außerdem die peer-to-peer Carsharing Plattform Croove gestartet.

Taxibeat wurde im Jahr 2011 gegründet und hat bisher weniger als 7 Mio. Euro Finanzierung eingesammelt, unter anderem von Openfund und Hummingbird Ventures. In den letzten Jahren konnte das Unternehmen trotz Krise in Griechenland ein starkes Wachstum verzeichnen. Taxibeat konnte zuletzt eine Wachstumsrate von 180% über den Zeitraum von einem Jahr vorweisen. Bei dem griechischen Anbieter kann der Fahrgast den Fahrer direkt aussuchen, wenn er möchte.

Taxibeat gehört zu den kleineren Anbietern und ist nur in Griechenland und Peru aktiv. Durch den Fokus auf die zwei Märkte konnte das Unternehmen die Profitabilität erreichen, da keine hohen Kosten für einen Anlauf in neuen Städten anfallen. In Griechenland sind auf der Plattform 7000 Taxifahrer registriert und 850.000 Nutzer sind registriert. In Peru kommt Taxibeat auf 15.000 registrierte Fahrer und 800.000 Nutzer, die die App heruntergeladen haben.

In den letzten Monaten und Jahren hat sich einiges auf dem Markt der Mobilitätsdienstleister getan. Grundsätzlich wird sich das Mobilitätsverhalten vor allem Städten stark verändern. In der Zukunft wird der private Autobesitz zurückgehen und die Nachfrage nach alternativen Moblitätsdiensten wird steigen. Zuerst werden Carsharing und Ridesharing Dienste diese Lücke ausfüllen, später werden autonome Ride-Hailing Dienste wichtiger werden.

Startups wie Uber, Didi und Lyft investieren Summen in Milliardenhöhe, um globale Fahrdienstplattformen aufzubauen. Kleinere Anbieter, wie eben Taxibeat, werden aufgekauft oder geben auf. Etablierte Automobilkonzerne beteiligen sich an Anbietern von Mobility Services oder übernehmen diese komplett. Der Volkswagenkonzern hat sich mit 300 Mio. Euro an Gett beteiligt, General Motors ist Investor bei Lyft. Renault hat die Fahrdienst Plattform Karhoo aus der Insolvenz übergenommen, Ford hat den Shuttle Dienst Chariot übernommen.

Daimler hat schon recht früh die Relevanz von Mobility as a Service Angebote erkannt. Bereits 2012 hat sich Daimler an myTaxi beteiligt und im Jahr 2014 komplett übernommen. Im gleichen Atemzug wurde die Übernahme von RideScout veröffentlicht Im letzten Jahr kam die Mehrheitsbeteiligung an der Taxi-App Hailo hinzu. Um in Zukunft unabhängiger vom Verkauf von Mercedes Fahrzeugen zu sein, hat der Konzern die Strategie CASE beschlossen. Mobilitätsdienstleistungen, wie Carsharing und Ride-Hailing sind elementarer Bestandteil von CASE.

Bild: Taxibeat (alle Rechte vorbehalten)

MIT Studie: 3000 Ridesharing Autos können alle Taxis in New York City ersetzen

Eine Forschungsgruppe der Elite-Uni MIT hat eine Studie über den Einfluss von Ridesharing-Diensten veröffentlicht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass alle 13.000 Taxis in New York City mit 3000 Ridesharing Fahrzeugen ersetzt werden können. Die Anzahl der Fahrzeuge kann also um mehr als 75% reduziert werden, ohne hohe Einbusen bei der Reisezeit zu haben.

Die Studie geht davon aus, dass die Anzahl der Fahrzeuge erheblich reduziert werden kann, wenn sich mehrere Personen ein Fahrzeug für eine Fahrt in die selbe Richtung teilen. Das führt zu weniger Stau, weniger Luftverschmutzung und geringerem Benzinverbrauch.

Taxidaten als Grundlage für Algorithmus

Die Forscher der CSAIL Abteilung des MITs haben Daten von 3 Mio. Taxifahrten für die Studie verwendet und einen entsprechenden Algorithmus entwickelt, um die Simulationen zu erstellen. Das Ergebnis ist ein Algorithmus, mit dem der Zusammenhang zwischen Flottengröße, Kapazität, Wartezeit, Verspätungen und operativen Kosten von unterschiedlichen Fahrzeugtypen untersucht werden kann.

Reduzierung um mehr als 75%

Ein Ergebnis der Simulation ist, dass 3000 viersitzige Fahrzeuge, die zwei bis vier Personen in die gleiche Richtung transportieren die Nachfrage an Taxifahrten zu 98% decken können. Die Effizienz kann durch eine nachfragegesteuerte dynamische Positioniert der freien Fahrzeuge um 20% gesteigert werden. Die durchschnittliche Wartezeit liegt dabei bei guten 2.7 Minuten. Sollten größere Shuttle Fahrzeuge mit bis zu zehn Sitzplätzen zum Einsatz kommen, sind nur 2000 Fahrzeuge nötig, um 95% der Fahrtanfragen zu bedienen.

Vor kurzem hat das deutsche Startup Flott ebenfalls eine Studie über den Einfluss dynamischer Shuttle Diensten veröffentlicht. Flott hat am Beispiel Hamburg simuliert, dass sich die Anzahl von Fahrzeugen drastisch reduzieren lässt, wenn ein intelligentes und dynamische Shuttle System etabliert wird. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahl der Fahrzeuge um 97% reduziert werden kann und die Fahrgäste auch noch schneller ans Ziel befördert werden können, da Staus und Parkplatzsuche wegfallen.

Ridesharing mit enormen positiven Einfluss

Beide Studien zeigen, dass intelligente Fahrdienste einen enormen Einfluss auf die Mobilität in Städte haben werden. Neben Reduzierung von Staus, Luftverschmutzung und Energieverbrauch, können sich Shuttle- und Ridesharing Dienste auch positiv auf das Stadtbild auswirken. Interessant wird auch der Einsatz von autonomen Shuttles sein, die elektrisch betrieben werden.

Bild: Malinda Rathnayake (bestimmte Rechte vorbehalten)

Amazon soll App für Frachtvermittlung entwickeln

Amazon entwickelt eine Plattform, die Warenversender und Kraftfahrer verbindet. Damit wagt sich Amazon in einen weiteren Geschäftsbereich vor. Das Marktvolumen wird alleine in den USA auf 800 Milliarden US$ pro Jahr geschätzt.

Frachtvermittler sollen überflüssig werden

Die Plattform soll App-basiert sein und im kommenden Sommer starten. Über eine App soll der Lastwagenfahrer die Anfragen von Warenversendern sehen und diese auf effiziente Weise annehmen können. Vom Prinzip ist das mit dem Uber Service vergleichbar, der Fahrgäste und Fahrer verbindet. Der neue Service würde Frachtvermittler überflüssig machen, die normalerweise bis zu 15% Vermittlungsgebühr verlangen.

Die App soll die Preise in Echtzeit anzeigen, sowie als Navigationsgerät dienen und ganze Toure vorschlagen. Die Abwicklung der Zahlungen soll auch möglich sein, um den ganzen Versandprozess zu beschleunigen.

Amazon wird zum Logistikanbieter

Amazon wird damit immer mehr zum Logistikanbieter. In letzter Zeit hat der Konzern tausende Lastkraftwagen und einige Frachtflieger gekauft. Auch auf der letzten Meile setzt Amazon immer mehr auf eigene Dienstleistungen. Damit will das Unternehmen unabhängiger von Unternehmen wie UPS oder DHL werden und außerdem Kosten sparen. Das Frachtvolumen von Amazon ist enorm, deswegen macht es durchaus Sinn, tiefer in die Logistikprozesse involviert zu sein. Laut RBC Capital Markets wird das Frachtvolumen in drei Jahren das Volumen von FedEx überschreiten und in sieben Jahren das von UPS.

Kostensenkungen für Warentransport im Fokus

In erster Linie will Amazon die Vermittler von Frachtaufträgen ersetzen und somit Geld sparen oder mehr Flexibilität für günstigere Versandkosten schaffen. Diese Frachtvermittler verlangen eine erhebliche Gebühr, um Auftragnehmer an Auftraggeber mit Transportanforderung zu vermitteln. Diese Vermittlung mit Brokern uns nicht nur teuer, sondern auch langsam. Viele Frachtvermittler arbeiten noch mit Papierdokumenten und Telefon.

Das Potential bei der Frachtvermittlung vorhanden ist, haben mehrere Unternehmen erkannt. Uber hat vor kurzem Uber Freight gestartet, das ein ähnliches Ziel wie Amazon verfolgt. Die Startups Convoy und Trucker Path entwickeln ein vergleichbares Angebot. Deutsche Startups sind Cargonexx, FreightHub oder Instafreight.

Bild: Rusty Clark (bestimmte Rechte vorbehalten)

Peer-to-Peer Carsharing Anbieter Turo expandiert nach Europa

Das amerikanische Startup Turo, das einen privaten Carsharing Service anbietet, expandiert nach Europa. Mitte Dezember ist das Unternehmen mit seinem peer-to-peer Carsharing Dienst in Großbritannien gestartet.

Umbenennung in Turo

Turo ist ursprünglich unter dem Namen RelayRides in Boston gestartet, gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2009. Kurze Zeit später wurde der Sitz nach San Francisco verlegt. Insgesamt kommt das Netzwerk auf eine Finanzierung von 101 Mio. US$. Die Finanzierung kommt unter anderem von Google Ventures und Kleiner Perkins Caufield & Byers.

Auf der Plattform können Fahrzeugbesitzer ihre Autos einstellen und an Privatpersonen vermieten. Die Vermietung wird mit einer Ad-hoc Versicherung abgesichert.

Flächendeckend in den USA

Das Netzwerk ist seit 2012 flächendeckend in den USA aktiv, vor acht Monaten erfolgte die Expansion nach Kanada. Heute hat die Carsharing Plattform zwei Millionen Nutzer und es sind 111.000 Fahrzeuge in 4500 Städten gelistet. Vermieter erlösen im Durchschnitt um die 720 US Dollar pro Monat mit der Vermietung der Fahrzeuge. Bleibt die offenen Frage, welche Fahrzeuge und Nutzer für die Durchschnittsberechnung genutzt werden. Wenn für die Durchschnittsberechnung alle 111.000 Fahrzeuge verwendet wurden, dann würde das einem monatlichen Umsatz von ca. 100 Mio. US$ entsprechen. Das scheint sehr hoch gegriffen. Für die Nutzer sind die Kosten laut Turo um 35% niedriger, als bei einer herkömmlichen Autovermietung, wie Sixt oder Europcar.

Weitere Expansion geplant

Turo hat Großbritannien als ersten Markt in Europa gewählt, da die meisten internationalen Nutzer in den USA aus Großbritannien kommen. Außerdem suchen die Turo Nutzer häufig nach Fahrzeugen in Großbritannien. Beides kann dem Unternehmen bei dem Markteintritt helfen. In England will Turo mit lokalen Autovermietungen kooperieren, um von Anfang an eine umfassende Auswahl an Fahrzeugen anbieten zu können.

Model auch in Deutschland aber wenig beliebt

In Deutschland sind zeitgleich mit dem gleichen Geschäftsmodell gestartet. Zu den bekanntesten gehören Tamyca, Autonetzer oder Nachbarschaftsauto. Autonetzer und Nachbarschaftsauto haben sich erst zusammengetan, später wurde das fusionierte Unternehmen vom dem französischen Anbieter Drivy übernommen. Im letzten Jahr ins Opel mit einer Plattform für privates Carsharing gestartet, im Dezember diesen Jahres folgte Daimler mit der Plattform Croove. Es ist nicht bekannt, wie viel ein Vermieter durchschnittlich in Deutschland erlöst. Es dürften aber weitaus weniger, als die 720 US$ bei Turo sein.

Bild: Turo (alle Rechte vorbehalten)

Croove: Mercedes-Benz startet privates Carsharing in München

Nach Opel geht auch Mercedes Benz mit einer Plattform für privates Carsharing an den Start. Über den Croove genannten Service können Fahrzeugbesitzer ihre privaten Fahrzeuge an private Mieter vermitteln. Die App-basierte Peer-to-Peer Carsharing Plattform ist offen für alle Marken. Die Autos dürfen nicht älter als 15 Jahre sein.

Das Projekt ist Teil der CASE Strategie. Unter dem Begriff CASE wird die strategische Ausrichtung bei Mercedes‑Benz Cars zusammengefasst, die die Zukunftsthemen „Vernetzung“, „autonomes Fahren“, „Sharing“ und „elektrische Antriebe“ zu einer Einheit bündelt.

Mercedes-Benz baut damit seine Mobilitätsstrategie weiter aus und fügt einen weiteren Baustein zu den schon bestehenden flexiblen Mobilitätsdienstleistungen hinzu. Daimler bietet mit Car2Go schon einen kommerziellen free-floating Carsharing-service an. Der Automobilkonzern ist nicht der einzige Konzern, der ein Peer-to-Peer Carsharing anbietet. Die GM Tochter Opel ist bereits mit CarUnity auf dem Markt. Bleibt spannend, ob Mercedes-Benz zu einem späteren Zeitpunkt die Mobilitätsservices zusammenfügen wird.

Croove bietet Fahrzeugbesitzern und potentiellen Mietern Vorteile. So finden Mieter schnell und unkompliziert ein gepflegtes und sicheres Fahrzeug passend zu ihrem Mobilitätsbedürfnis und sind unabhängig von einer festen Verleihstation. Sie können gegenüber klassischen Autovermietungen Geld sparen und sicher sein, wirklich das gewünschte Modell und nicht nur irgendein Fahrzeug einer bestimmten Kategorie zu erhalten. Vermieter hingegen können die Auslastung ihres Autos optimieren und zugleich Geld mit dem eigenen Pkw verdienen. „Ein Auto steht im Durchschnitt 23 Stunden am Tag. Warum sollte es sich in dieser Zeit nicht etwas dazuverdienen? Carsharing ist ein wichtiger Baustein für den Großstadtverkehr von morgen“, so Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.

Croove ist Smartphone basiert und kann ab Dezember auf iOS genutzt werden. Später folgen eine Android App und eine Desktop-Website für Buchungen. Die Mieter registrieren sich – und schon können sie per App potenzielle Vermieter kontaktieren und Termine vereinbaren.

Die Fahrzeugübergabe findet beim Start von Croove zunächst entweder persönlich oder mit Hilfe eines (kostenpflichtigen) Hol- und Bring-Dienstes statt. Auch die Einführung einer keyless-basierten Lösung, die dem Mieter ermöglichen soll, das Fahrzeug mit Hilfe eines PINs zu übernehmen, ist perspektivisch angedacht. Den Zustand des Fahrzeugs überprüfen und dokumentieren Vermieter und Mieter bei einem gemeinsamen Kontroll-Rundgang bei Abholung und Übergabe. Dazu gibt es eine Checkliste im digitalen Mietvertrag, den Croove stellt. Auch die bargeldlose Zahlung erfolgt über die App. Und natürlich ist nach dem Mietvorgang eine In-App-Bewertung beider Parteien möglich, was zusätzlich Transparenz und Sicherheit schafft.

Zu den weiteren Anbietern von Peer-to-Peer Carsharing gehören Tamyca und Drivy. Drivy kommt ursprünglich aus Frankreich und hat sich durch Zukäufe eine starke Ausgangsposition in Deutschland geschaffen. Das Geschäftsmodell scheint sich in Deutschland langsam zu entwickeln, Mercedes-Benz hat genügend finanzielle Mittel zur Verfügung, um ein langsames Wachstum zu finanzieren. In den USA hat vor kurzem GetAround für Aufsehen gesorgt, indem Toyota als Investor gewonnen werden konnte.

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Berliner Startup German Autolabs entwickelt digitalen Beifahrer

Das Berliner Startup  German Autolabs will einen digitalen Beifahrer auf den Markt bringen, der das Autofahren in Zeiten von Smartphones sicherer macht. Gegründet wurde das Unternehmen von Holger G. Weiss und Patrick Weissert. Target Partners und einige Business Angels haben sich kürzlich mit einer Summe von zwei Mio. Euro an dem Unternehmen beteiligt.

Der intelligente Beifahrer von German Autolabs soll das Autofahren sicherer machen, bis in einigen Jahren autonome Fahrzeuge zum Standard geworden sind und sich die Mitfahrer entspannt zurück lehnen können, um Inhalte auf den digitalen Geräten zu konsumieren. Heute greifen die Autofahrer während der Fahrt häufig verbotenerweise zum Smartphone, um Emails zu lesen oder um schnell eine WhatsApp Nachricht zu verschicken. Den dadurch entstehenden Sicherheitsrisiken will das Startup mit seinem intelligenten Beifahrer entgegenwirken.

Herzstück ist eine spezielle fürs Autofahren entwickelte Künstliche Intelligenz

Herzstück ist eine spezielle fürs Autofahren entwickelte Künstliche Intelligenz, die Dienste auf dem Smartphone sinnvoll verbindet und über Sprache und Gestik gesteuert wird. Das Telefon bleibt dabei in der Hosentasche. German Autolabs entwickelt eine Lösung, mit der Autofahrer wichtige Apps und Dienste intuitiv nutzen und steuern können – und zwar in jedem Fahrzeug, unabhängig von Alter und Marke. Dieser digitale Beifahrer erledigt alle Aufgaben auf Zuruf, informiert und spricht situationsabhängig mit dem Fahrer, so dass seine Hände zu jeder Zeit da bleiben können, wo sie für die größte Sicherheit sorgen – am Steuer. Die Vision des Auto-Start-ups ist ein digitaler Assistent, der dem Fahrer genau zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Informationen zur Verfügung stellt und die richtigen Angebote macht.

Der Markt dafür scheint riesig zu sein. Allein in Europa und Nordamerika sind Laut Berthold von Freyberg, Partner bei Target Partners, mehr als 500 Mio. Fahrzeuge unterwegs, die mit der Technologie ausgestattet werden können. Laut Kraftfahrt-Bundesamt wurden 2015 über 360.000 Verstöße gegen das Handy-Verbot am Steuer in Deutschland gezählt. Dabei handelt es sich nur um die geahndeten Fälle, die Dunkelziffer liegt weitaus höher.

Konkurrenz durch Apple, Google und co.

Die Entwicklung und Produktion des digitalen Beifahrers findet in Deutschland statt, der Unternehmenssitz ist in Berlin. Das erste Produkt für den Endkunden soll bereits im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Das Unternehmen konkurriert unter anderem mit den Systemen von Apple (CarPlay mit Siri Unterstützung), Google (Android Auto mit Google Assistent) und den Systemen der Autohersteller. Autokonzerne von BMW, über Daimler, bis hin zu Tesla entwickeln ihre eigenen Assistenten. German Autolabs kann sich auch vorstellen, die Technologie an Autokonzerne zu lizenzieren.

Erfahrenes German Autolabs Gründerteam

Beide Gründer verfügen über langjährige Erfahrung im Mobility und Digital-Bereich. Holger G. Weiss war bei gate5 mit dabei. Gate5 hat eine Navigationssoftware entwickelt, das Unternehmen wurde 2006 von Nokia aufgekauft. Gate5 hat den Grundstein für HERE gelegt, der digitale Karten- und Navigationssystemanbieter wurde 2015 von drei deutschen Automobilherstellern für fast 3 Milliarden Euro von Nokia übernommen. Nach gate5 hat Weiss den Musik-Streaming Dienst Aupeo gegründet und aufgebaut und schließlich an Panasonic Automotive North America verkauft. Patrick Weigert verantwortete zuletzt beim digitalen Karten- und Navigationssystemanbieter HERE als Consumer Director das gesamte digitale Endverbrauchergeschäft mit mehr als 25 Millionen Nutzern pro Monat, von der Produktentwicklung bis zu Vertrieb, Partnering und Monetarisierung, inklusive der Wachstums- und Umsatzziele für das Geschäftsfeld. Dabei führte er ein 100-köpfiges Team von Entwicklern, Produktmanagern, Designern, Marketing-, Partnering- und Monetarisierungs-Experten. Vor den Stationen bei HERE arbeitete Weissert in unterschiedlichen Führungspositionen in der globalen Produktentwicklung und Konzernstrategie von Vodafone.

Bild: German Autolabs (alle Rechte vorbehalten)

Toyota beteiligt sich an der Carsharing Plattform Getaround

Die Peer-to-Peer Carsharing Plattform Getaround ist in den USA schon seit einigen Jahren aktiv und ist zur gleichen Zeit gestartet, wie die deutschen Carsharing-Plattformen Tamyca und Autonetzer (mittlerweile mit Drivy verschmolzen).

In der letzten Woche gab Toyota bekannt, dass der Autokonzern in das Carsharing Unternehmen Getaround investiert hat. Wie andere Autokonzerne auch, beteiligt sich Toyota an Startups, die neue Mobilitätsdienste anbieten, um die Zukunft nicht zu verschlafen.

Getaround mit weiteren 10 Mio. Investment

Es wurde nicht offiziell kommuniziert, wie hoch das Investment ist. Die Japanische Zeitung Nikkei hat berichtet, dass von Toyota insgesamt 10 Mio. US$ in Getaround investiert hat. Laut Crunchbase kommt das Unternehmen für privates Carsharing auf eine Gesamtfinanzierung von 56.3 Mio. US$.

Getaround ist im Jahr 2010 gestartet und bietet den Carsharing Service mittlerweile in sechs amerikanischen Städten an, darunter Chicago, San Francisco und Washington, D.C. Laut eigenen Angaben hat das Startup mehr als 200.000 Mitglieder.

Carsharing von Privat zu Privat

Das Konzept funktioniert wie bei den Anbieter Drivy oder CarUnity. Autobesitzer stellen ihre Fahrzeuge auf der online Plattform ein und definieren die Zeiten, die für die Vermietung zur Verfügung stehen. Registrierte Nutzer können die privaten Fahrzeuge reservieren und anmieten. Entweder treffen sich Fahrzeugbesitzer und Mieter, um die Schlüsselübergabe zu regeln oder es wird ein Kit in das Fahrzeug eingebaut, das ein Öffnen und Schließen per Smartphone-App ermöglicht. So können die Fahrzeugbesitzer die Standzeiten der Fahrzeuge teilweise monetarisieren. Abgesichert werden die Fahrten durch eine Ad-hoc Versicherung.

In Deutschland noch kein Durchbruch

In Deutschland konnte sich das Geschäftsmodell noch nicht wirklich durchsetzen. Der Markt hat sich bereinigt und es sind nur zwei Wettbewerber übrig geblieben. Tamyca bietet seine eigene Plattform an und betreibt auch CarUnity von Opel. Drivy kommt ursprünglich aus Frankreich und hat nach der Expansion nach Deutschland den Mitbewerber Autonetzer übernommen.

Mehrere Automobilkonzernen sind in den letzten Monaten Partnerschaften mit Startups im Mobilitätsbereich eingegangen. Die etablierten Konzerne möchten sich so auf eine Zukunft mit autonomen Fahrzeugen und sinkender Nachfrage für privaten Fahrzeugbesitz vorbereiten. Unter anderem hat sich General Motors an Lyft beteiligt und Cruise übernommen, der deutsche Autokonzern Volkswagen ist bei Gett eingestiegen.

Bild: David Ingram (bestimmte Rechte vorbehalten)

Flinc startet mit flott eine neue Shuttle-Plattform

Das Startup Flinc aus Darmstadt hat heute angekündigt, dass es eine Software für dynamische Shuttle-Lösungen auf den Markt bringen will. Bisher ist flinc mit einem Mitfahrservice auf dem Markt, der Pendler mit Mitfahrern verbindet. Das neue Produkt heißt flott und soll vor allem Nahverkehrsbetriebe ansprechen, die eine dynamische Mobilitätsdienstleistung planen.

Heute startet mit flott eine Shuttle-Plattform, die den Grundstein für individuellen Nahverkehr legt – abseits von fixen Routen und starren Fahrplänen. Die von der flinc GmbH entwickelte Technologie bildet die ideale Ausgangsbasis für ein flexibles Verkehrsmittel. Flinc will sich mit dem neuen Produkt eine gute Ausgangsposition im Wettbewerb um dynamische Shuttle Dienste sichern und sich für den Einsatz autonomer Fahrzeuge vorbereiten.

Der Stadtverkehr wird in Zukunft weitaus effizienter und dynamischer ablaufen. Das zeigen auch Fahrdienste wie Uber oder allygator shuttle, die in Deutschland bereits erste Erfahrungen gesammelt haben. “Mobilität befindet sich in einem massiven Wandel. Der Kunde von heute verlangt nach einem digitalen und individuellen Beförderungsmittel. Mit flott bieten wir eine Plattform, welche die Flexibilität des eigenen Autos mit den Vorzügen des ÖPNV vereint. Das Ziel: Ohne Umsteigen von A nach B bei gleichzeitig höherer Auslastung der Fahrzeuge“, sagt Dr. Klaus Dibbern, CEO der flinc GmbH.

flott für Verkehrsbetriebe

Das Produkt soll vor allem für Verkehrsunternehmen interessant sein. “Für die Etablierung dieses neuen Verkehrsmittels sind wir im Dialog mit der Automobilindustrie, Verkehrsunternehmen, Städten und der Politik.”, so Dibbern. Bei der Generierung von Partnern werden die Kontakte von flinc zur Deutschen Bahn und zu Opel hilfreich sein. Beide Unternehmen sind an flinc seit einiger Zeit beteiligt.

Die Shuttle-Plattform bietet eine umfassende Lösung, um On-Demand Mobilität in bestehende Strukturen zu integrieren und damit individueller auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Per intelligentem Algorithmus be- rechnet flott auf Basis der Nachfrage die günstigste Route, um mehrere Passagiere schnell und bequem zu ihren Zielorten zu bringen. Es werden zudem automatisch die Anzahl der benötigten Shuttles sowie die Betriebszeiten ermittelt. Dies führt zu einer drastischen Reduktion von Leerfahrten und benötigten Fahrzeugen auf der Straße, einer direkten Kostenoptimierung und einer geringeren CO2-Belastung.

Fokus auf Technologie

Die Vision ist, dass Passagiere via App ihr Shuttle bestellen können und von professionellen Fahrern zum Ziel gebracht werden. Der Kunde kann nach Bestellung live sehen, wo sich sein Shuttle gerade befindet und wie dessen Ankunfts- zeit ist. Die Shuttle-Plattform ermöglicht dabei ständig den Eingriff eines Operators, der den Betriebsablauf überwacht.

Flott will sich dabei auf die Technologie für den Shuttle-Dienst fokussieren, der Betrieb wird von den lokalen Verkehrsbetrieben oder Franchisepartnern komplett übernommen. Damit geht das Unternehmen einen anderen Weg, als z.B. allygator Shuttle. Allygator Shuttle will zumindest vorerst den Betrieb der Fahrzeuge steuern und auch beim Marketing involviert sein wollen.

Basis für Mobilitätsdienste mit autonomen Fahrzeugen

flott soll in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden um später einmal als Basis für eine zukünftige Einführung vollautonomer Fahrzeuge bilden zu können, die das Mobilitätsverhalten der Menschen und traditionelle Geschäftsmodelle grundlegend verändern werden.

Bild: flott-shuttle.de (alle Rechte vorbehalten)

Erfahrungsbericht Coup eScooter-Sharing in Berlin

Seit ein paar Wochen sind auf den Straßen Berlins mehrere Hundert Smart-Scooter von Gogoro zu finden, die über die Sharing-Plattform von Coup angemietet werden können. In den letzten Wochen habe ich die Roller mehrmals genutzt, zuerst während der Beta-Phase und dann auch schon nach dem öffentlichen Start. Meine Erfahrungen möchte ich in folgendem Artikel teilen.

Anmeldung bei Coup

Ich hatte die Möglichkeit, Coup schon in der Testphase zu nutzen. Die Anmeldung war schnell und einfach über die iPhone App möglich. Nach der Abfrage des Mindestalters werden die zukünftigen Nutzer durch die verschiedenen Punkte geleitet. Es müssen die persönlichen Daten angegeben werden, außerdem die Kreditkartendaten für die Abrechnung. Die Verifizierung von Ausweis und Führerschein erfolgt digital über ein Videotelefonat. Da kein WLAN zur Verfügung stand, habe ich das Videotelefonat über die mobile Daten Verbindung geführt, was auch super funktioniert hat. Es ist also möglich, sich direkt anzumelden, wenn man vor einem Coup Scooter steht, man muss nicht erst ein WLAN-Netz suchen oder warten, bis man wieder zu hause ist.


Sichern Sie sich eine Freifahrt mit dem Coup Gutscheincode:

4VF4-X3RW-3DY6

Geben Sie den Gutschein vor der ersten Buchung ein. Die Freifahrt wird dann automatisch berechnet.


Die Gogoro-Roller aus Taiwan

Coup nutzt Roller von dem Hersteller Gogoro aus Taiwan. Die Roller sind extra für Sharing-Plattformen entwickelt worden und sehen zu dem noch modern aus. Jeder Roller ist mit zwei austauschbaren Batterien ausgestattet. Der Ladestatus der Batterien wird überwacht und per Datenverbindung an die Coup Zentrale übermittelt. Ein mobiles Team tauscht die leeren Batterien regelmäßig gegen volle aus. Beide Batterien werden gleichzeitig entladen, so dass immer beide Batterien getauscht werden müssen. Unter der Sitzbank befindet sich ein Helmfach. Ein Gogoro ist entweder mit einem Helm in Größe L oder in Größe M ausgestattet, hinzu kommen sogenannte Hygienehauben, die von den Nutzern getragen werden können.

Anmietung des Coup eScooters

Sobald die Registrierung abgeschlossen ist, sehen die Nutzer die verfügbaren Elektroroller. Es wird der Roller vorausgewählt, der am nächsten zum Standort steht. Der Roller kann mit einem Klick kostenlos reserviert werden. Die kostenlose Reservierung gilt für 15 Minuten. Der Nutzer sieht vor jeder Reservierung den Ladestand, die genau Adresse und die Distanz zum Roller. Leider sieht der Nutzer nicht, welche Helmgröße sich in den Rollern befindet. Mir passt der Helm der Größe L viel besser, bei dem Helm der Größe M bekomme ich schneller Kopfweh und Druckstellen. Da ist die Enttäuschung vorprogrammiert, wenn man dann am Roller ankommt und den falschen Helm vorfindet. Auf der anderen Seite stellt es auch ein Sicherheitsrisiko dar, wenn die Nutzer einen zu großen Helm tragen. Coup arbeitet bereits an einer Version der App,  in der auch die Helmgröße bei der Anmietung sichtbar ist.

Sofern die 15 Minuten Reservierungsdauer verstrichen sind, wir die Buchung storniert. Eine länger Reservierung des Rollers gegen Gebühr ist noch nicht möglich.

Öffnung des Rollers

Der Roller wird über ein Bluetooth signal geöffnet, sprich Roller und Smartphone kommunizieren direkt miteinander. Coup verspricht sich dadurch mehr Sicherheit, wenn die Bluetooth Verbindung anstatt der Datenverbindung genutzt wird. Bei meinen Anmietungen hat dieses Verfahren immer nur mit einem kleinen Trick funktioniert. Auch wenn ich direkt neben dem Roller stand und Bluetooth aktiviert habe, wurde mir angezeigt, dass ich näher zum Roller gehen soll. Ein Neustart der App war jedesmal notwendig, damit ich den Roller auch öffnen konnte. Auch hier gehe ich davon aus, dass Coup schnell an einer Verbesserung arbeitet.

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Die Fahrt

Per Knopfdruck wir das Helmfach geöffnet. Helm auf, rauf auf die Sitzbank und los gehts. Ein Zündschlüssel ist nicht nötig, gestartet wird einfach per Knopfdruck. Die Bedienelemente sind minimal gehalten, was angenehm ist. Die Elektroroller haben einen guten Zug und beschleunigen schnell auf die Maximalgeschwindigkeit von 45-50 kmh. Da kann man sich auch schon mal an der Ampel bei den wartenden Autofahrern vorbeischieben um bei Grün dann gemütlich wegzuziehen. Sollte der Fahrer das Gas wegdrehen, startet automatisch der Rekuperation, um Energie zu gewinnen. Die Stärke der Rekuperation wird über die Sensoren gesteuert und pass sich der Fahrweise an.

Die Rückgabe

Auch die Rückgabe des Rollers funktioniert problemlos. Die App zeigt einem die Schritte, die erledigt werden müssen. Der Roller muss auf den Seitenständer gestellt werden, der Helm kommt zurück ins Fach und das Lenker wird auf eine Seite gedreht, um das Lenkradschloss zu aktivieren. Per Klick in der App wird die Miete beendet. Die Roller können im Geschäftsgebiet auf den Gehwegen oder in den Parkbuchten abgestellt werden.

Bezahlung nach der Fahrt

Nach der Fahrt wird einem der Betrag in der App angezeigt. Für die ersten 30 Minuten fallen 3 Euro an, für jede weitere 10 Minuten kommt noch mal 1 Euro hinzu. Wer also mit dem Roller eine Stunde unterwegs ist, zahlt insgesamt 6 Euro. Im Moment ist zur Zahlung per Kreditkarte möglich, PayPal und Lastschrift sollen folgen. Die Abrechnung von der Kreditkarte erfolgt nicht direkt nach der Fahrt, sondern am Monatsende. So spart sich das Unternehmen die fixe Transaktionsgebühr, die bei jeder Kreditkartenbuchung anfällt. Der Nutzer soll am Ende des Monats eine Übersicht aller Fahrten erhalten.

Verfügbarkeit der Elektroroller

In der Testphase wurden die Roller noch wenig genutzt, dem entsprechend war die Verfügbarkeit auch gut und der Laufweg zum nächsten Roller war gering. Seid dem offiziellen Start nutzen natürlich mehr Kunden die Roller, dementsprechend können die Laufwege auch länger sein. Bei den letzten Anmietungen hat mir die App häufig Laufwege von 10 Minuten und mehr angezeigt. Dadurch reduziert sich natürlich die Attraktivität des Angebots.

Fazit: Die Anmeldung bei Coup ist einfach und schnell erledigt. Die Nutzung der Roller macht gerade bei warmen Temperaturen riesig Spaß und kostet nicht viel mehr als der öffentliche Nahverkehr, sofern das Ziel innerhalb von 30 Minuten erreichbar ist. Verbesserungspotential besteht noch bei der App. Mehr Informationen für die Nutzer wären hilfreich und das Öffnen per Bluetooth muss besser funktionieren. Wünschenswert wäre auch eine höhere Dichte an Rollern, um lange Laufwege zu vermeiden. Im Moment ist nur eine iPhone-App verfügbar, die Android-Version folgt später. 

Update: Eine Android Version ist auch verfügbar.

Bild: GetMobility.de (bestimmte Rechte vorbehalten)