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BUS2BUS Kongress und Fachmesse feiert am 25-26 April, 2017 ihre Premiere

Messe Berlin und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) e.V. präsentieren eine neue, eigenständige Business-Plattform für Busunternehmer, Bushersteller, Zulieferer, Dienstleister und Visionäre in Deutschland. Als Kombination aus Marktplatz (Fachmesse), Kongress und Future Forum präsentiert sich die BUS2BUS als weltweit einzigartiger Treffpunkt für die Diskussion neuer Businessansätze und branchenübergreifende Partnerschaften.

Marktplatz – Alles für alle, die Busse bauen. Und Busse nutzen

Als zentraler Treffpunkt der BUS2BUS lenkt der Marktplatz den Fokus auf moderne Busse und alles, was dazu gehört.

Namhafte Bushersteller  wie Linkker Oy, Otokar, Scania, VDL, Volvo, EvoBus, Sileo und MAN haben ihre Teilnahme an der BUS2BUS zugesagt. Neben Busherstellern werden sich auf dem Marktplatz der BUS2BUS auch Aussteller aus den Segmenten Dienstleistungen, Wartung, Infrastruktur sowie Komponenten & Zubehör, Digital Services, Komfort & Design und Fresh Travel präsentieren. Eine Gesamtübersicht aller angemeldeten Aussteller ist zu finden im Virtual Market Place® der BUS2BUS.

bdo-Kongress – Bus trifft Wirtschaft trifft Technik trifft Politik

  • Wie sieht die Infrastruktur der Zukunft aus?
  • Heute Busunternehmen, morgen Mobilitätsdienstleister?
  • Wie lässt sich die Fahrzeugflotte auf E-Mobilität umstellen?
  • Hat der Dieselbus noch eine Zukunft?
  • Wann fahren Busse autonom?
  • Ist der EU-Binnenmarkt zukunftsfähig?
  • Hat der PBefG-Kompromiss sein Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten?

Diese und viele andere Fragen, die die Busbranche bewegen, sollen auf der zweitägigen Kongress diskutiert werden. Im Dialog mit der Politik können Busgewerbe und Industrie erstmals in Berlin gemeinsam die Leitplanken für die Mobilität der Zukunft definieren und zusammen Strategien für die digitale Transformation erörtern. Highlights dieses Kongresses sind u.a. eine Impulsvortrag zu „Die digitale Revolution im Busverkehr“ von Prof. Dr. Andreas Knie vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) und eine Keynote zur „Mobilität 4.0“ von Internetguru Sascha Lobo. Moderiert wird den Kongress von Radiojournalist, Volker Wieprecht (radio eins).

Future Forum – die digitale Plattform der BUS2BUS

Als integraler Bereich der BUS2BUS Marktplatz ist das parallellaufende Future Forum erste Anlaufstelle für Digitalisierungs- und Zukunftsthemen. Es thematisiert vor allem technologische Innovationen, Infrastrukturkonzepte und neue Services für zukünftige Kundenansprüche in den folgenden drei Bereichen:

  • Nachhaltige Mobilität
  • Autonome Fahrkonzepte
  • Innovative Services

Da auch Startups mittlerweile eine zentrale Rolle bei zukunftsweisenden Innovationen für die Busbranche einnehmen, bekommen sie der Startup Area einen gesonderten Bereich. Die Startup Area ermöglicht den Austausch und eine potenzielle Partnerschaft zwischen klassischen Geschäftsmodellen und neuen Lösungen aus der Digitalszene.

Weitere Informationen zur BUS2BUS 2017 sowie einen Geländeplan finden Sie unter www.bus2bus.berlin.

Bild: BUS2BUS (alle Rechte vorbehalten)

Deutsche Bahn zieht sich aus dem Fernbusmarkt zurück

Die Deutsche Bahn zieht sich zurück und überlässt Flixbus den Fernbusmark. Ende des Jahres wird die Deutsche Bahn den Betrieb der Konzerntochter BerlinLinienBus einstellen. Damit verschwindet der letzte der größeren Wettbewerber von Flixbus. Zuvor haben schon Megabus und Postbus aufgeben und das Streckennetz an Flixbus verkauft. Bahn-Manager haben anscheinend auch mit Flixbus über eine Übernahme von BerlinLinienBus verhandelt. Beide Seiten konnten sich aber auf eine einvernehmliche Lösung einigen.

Späte Anpassung des Angebots

Die Bahn hat am Anfang die Konkurrenz auf dem Fernbusmarkt ignoriert und erst recht spät das eigene Fernbusangebot überarbeitet und gebündelt. Für die Marke BerlinLinienBus wurde Anfang des Jahres eine überarbeitete Webseite gelauncht und die modernen Busse wurden mit einem neuen Design versehen. Hinzu kam eine Expansion der Linien. Diese Anstrengungen haben dazu geführt, dass der Marktanteil laut Zahlen des Marktforschungsinstituts Iges von neun auf 14 Prozent gestiegen ist. Diese positive Entwicklung war anscheinend nicht genug für die Bahn-Führung.

IC Bus bleibt vorerst bestehen

Die Marke IC Bus sill weiterhin bestehen bleiben. Das Streckennetz von IC Bus hat die Strecken ins europäische Ausland umfasst. Ein paar Strecken von BerlinLinienBus sollen im Netz von IC Bus aufgehen. Für die Deutsche Bahn ist das Angebot von IC Bus wirtschaftlicher.

Marktmacht von Flixbus gestärkt

Die Marktmacht von Flixbus wird nach dem Ende von BerlinLinienBus noch weiter steigen. In diesem Jahr hat das Unternehmen schon die Streckennetze der Konkurrenten Postbus und Megabus übernommen. In der letzten Analyse von Iges lag der Marktanteil bei etwa 80 Prozent, das dürfte sich ab 2017 ändern. Postbus wurde zuerst von dem ADAC und der Deutschen Post betrieben, der ADAC ist bereits Ende 2014 aus dem Gemeinschaftsprojekt ausgestiegen. Im Herbst diesen Jahres wird das Angebot von Postbus in das Netzwerk von Flixbus integriert.

Steigende Fernbuspreise erwartet

Branchenexperten gehen nach der Konsolidierung von steigenden Preisen im Fernbusmarkt aus. Dafür sprechen die folgenden zwei Gründe. Im Moment verdient noch kein Anbieter Geld im Fernbusmarkt, das kann sich nur durch steigende Fahrpreise ändern. Grund zwei ist der fehlenden Wettbewerb, dadurch gehe die Preise nach oben. Für die verbleibenden Fernbusanbieter dürfte ein gewisser Spielraum für Fahrpreiserhöhungen vorhanden sein, ohne dadurch viele Kunden zu verlieren. Die Alternative Bahn ist im Moment noch weit teurer als das Angebot an Buslinien.

Megabus Mitarbeiter verlieren Job

Die Übernahme des Streckennetzes von Megabus durch Flixbus hat Auswirkung auf die Belegschaft von Megabus. Alle Angestellten von Megabus wurden gekündigt. In Deutschland mussten 50 Mitarbeiter gehen, in Italien und Belgien weitere 160 Angestellte. Grund dafür ist, dass Flixbus nur Interesse am Streckennetz hat. Diese Strecken werden von Partnerunternehmen bedient, die auch die Fahrer beschäftigen. Weitere Funktionen, wie Marketing und Kundenservice werden wahrscheinlich zentral organisiert.

Bild: BerlinLinienBus

Flixbus übernimmt auch Postbus

Der Markt der Fernbusanbieter in Deutschland konsolidiert sich weiter. Erst vor ein paar Wochen hat der Anbieter Flixbus den Konkurrenten MegaBus aus Großbritannien übernommen. Jetzt erfolgte die nächste Übernahme. Die Post verkauft ihr Postbus Angebot an Flixbus. Flixbus hat nach der Übernahme einen Marktanteil von mehr als 80%. Einziger stärkere Konkurrent bleibt somit das Angebot von BerlinLinienBus, das zum DB Konzern gehört.

Flixbus will weiter zukaufen

Für Flixbus soll es nicht der letzte Kauf gewesen sein, das Unternehmen schaut sich nach weiteren Zukäufen in Europa um. Die Lage sei im Moment günstig und Flixbus scheint über genügend finanzielle Mittel zu verfügen, um die Zukäufe und damit verbundenen Kosten zu stemmen.

Billigtickets als Problem für Postbus

Die Deutsche Post hat das Fernbusangebot an Flixbus verkauft, da es sich bei dem hohen Kostendruck durch Billigtickets nicht wirtschaftlich betreiben lässt. Ursprünglich wurde Postbus von der Deutschen Post und dem ADAC gegründet. Der ADAC ist nach kurzer Zeit ausgestiegen und die DeutschePost hat das Angebot alleine weiter betrieben. Flixbus ist aus der Fusion der beiden großen Anbieter MeinFernbus und Flixbus entstanden. Bisher fährt Flixbus noch keine Gewinne ein. Innerhalb diesen Jahres soll im Deutschsprachigen Raum die Profitabilität erreicht werden.

Steigen jetzt die Preise?

Es ist zu erwarten, dass durch die Übernahme auch die Ticketpreise für die Kunden ansteigen. Durch die neue Marktmacht von Flixbus fehlt der Wettbewerb und das sei schlecht für die Verbraucher. Die Strategie von Flixbus, mit günstigen Preisen die Wettbewerber aus dem Markt zu drängen, scheint vorerst aufzugehen.

Bild: Flixbus (alle Rechte vorbehalten)

Flixbus übernimmt das Netzwerk von Megabus

Flixbus, der Anbieter von Fernbusfahrten wird das Angebot von Megabus übernehmen. Trotz Brexit-Entscheidung vertraut das deutsche Unternehmen auf das Marktpotential in Großbritannien. Somit konsolidiert sich der Markt der Fernbusanbieter in Europa weiter. Flixbus hat bereits den Wettbewerber MeinFernBus übernommen und sich erst kürzlich von MeinFernBus-Flixbus in Flixbus umbenannt.

Megabus ist erst spät in den Deutschen Markt eingestiegen und hat versucht, mit niedrigen Fahrpreisen ab 1.50 € fußzufassen. Megabus wurde von dem britischen Konzern Stagecoach gegründet und hat vor der Expansion nach Deutschland Buslinien in Großbritannien angeboten.

Mehr Verbindungen nach London

Im Zuge der Übernahme wird sich auch das Streckenangebot zwischen London und dem europäischen Festland erhöhen. Die Megabus-Fahrten von Köln, Amsterdam und Paris nach London lassen sich ab Juli über die Flixbus-Seite buchen. Die übrigen Strecken sollen bis Ende des Sommers in das Netz von Flixbus integriert werden. Im Zuge der Zusammenlegung werden auch die Netzplanung, Technologie und Buchungsplattform von Megabus übernommen. Das Servicelevel beider Angebote soll vereinheitlicht werden, so dass Megabus-Kunden z.B. auch bis 15 Minuten vor Abfahrt kostenlos stornieren oder umbuchen können. Die Marke Megabus bleibt erstmal erhalten. Mittelfristig sollen die blau-gelben Busse aber auch umgestaltet werden und in den grün-orangenen Flixbus Farben fahren.

Kaufpreis unbekannt

Wie viel Flixbus für die Übernahme bezahlt hat, ist nicht bekannt. Anscheinend wird Flixbus von Stagecoach einen Kredit erhalten, der bis Ende 2017 abgezahlt werden muss. Der Deal soll zusätzliche 30 Mio. Euro an Umsatz für Flixbus bringen, die Anzahl der Fahrgäste wird sich um 50 Prozent auf 30 Mio. Fahrgäste im laufenden Jahr erhöhen.

Flixbus ist weiterhin Marktführer auf dem Deutschen Markt. Mit 68 Prozent der angebotenen Fahrplan-Kilometern liegt Flixbus vor den Anbietern der Post und der Bahn. Zuletzt ist der Anteil aber geschrumpft, da die Deutsche Bahn ihr Angebot BerlinLinienBus ausgebaut hat. Megabus kam in Deutschland auf einen Anteil von 2%. Seit der Liberalisierung des Marktes im Jahr 2013 hat der Fernbusmarkt zuerst ein rasantes Wachstum hingelegt. Im ersten Halbjahr dieses Jahres, ist der Fernbusmarkt in Deutschland das erste Mal seit der Liberalisierung geschrumpft. Die Anzahl der Angebotenen Linien und auch die durchgeführten Fahrten gingen in den ersten 6 Monaten zurück.

Bild: DZ-655-YQ (F) FLIXBUS von EDDIE (bestimmte Rechte vorbehalten)

Aktuelles: Uber weitet Same-Day Delivery Service aus, Postbus mit Rabattkarte

Kurznachrichten: Postbus führt Rabattkarte ein. Uber erweitert den UberRUSH Same-Day Delivery Service. Scoot fügt vierrädrige Kleinfahrzeuge zur Roller-Flotte hinzu.

Scoot erweitert Fuhrpark mit vierrädrigen Fahrzeugen

Das Startup Scoot aus San Francisco hat bisher ausschließlich auf Roller-Sharing gesetzt und dabei auch Roller eingesetzt, die in Deutschland entwickelt wurden. Jetzt wird die Flotte erweitert und es werden auch vierrädrige Elektrofahrzeuge von Nissan mit zwei Sitzplätzen vermietet. Die Fahrzeuge sind baugleich mit dem in Deutschland von Renault vertriebenen Twizy Elektrofahrzeug. Am Anfang stehen 10 Fahrzeuge zur Verfügung, die angemietet werden können. Laut Scoot haben die Kunden den Wunsch nach einem Fahrzeug mit zwei Sitzen geäußert. Die Fahrzeuge können in San Francisco auf den für Roller vorgesehenen Parkplätzen abgestellt werden. In einer Stadt mit teurem und knappen Parkraum ist das ein großer Vorteil. Auch in Deutschland sind in den letzten Monaten einige Roller-Sharing Anbieter an den Start gegangen, darunter eMio aus Berlin oder Scoo.me aus München. (via TechCrunch)

Postbus führt Rabattkarte a la BahnCard ein

Der Fernbusanbieter Postbus hat angekündigt, eine Rabattkarte einzuführen, mit der die Fahrgäste 25 % Nachlass auf die Fahrpreise bekommen. Die Rabattkarte ist an die BahnCard angelegt und soll Kunden langfristig an das Fernbusangebot binden. Die Rabattkarte kostet 25 Euro und der Rabatt gilt auch für Fahrkarten mit Aktions- und Sonderpreisen. Bei internationalen Fahrten, die in Kooperation mit anderen Fernbus-Anbietern durchgeführt werden, kann der Rabatt nicht angewendet werden. Die Einführung der Rabattkarte kann auch als Versuch gewertet werden, Marktanteile von Marktführer MeinFernbus Flixbus zu gewinnen. (via Frankfurter Allgemeine)

Uber weitet Same-Day Delivery Service UberRUSH aus

Im April wurde der UberRUSH Same-Day Delivery Service in New York getestet, nur wird ein Pilotprojekt in San Francisco, New York und Chicago getestet. Bei UberRUSH werden mittels normaler Uber Fahrer und Fahrradkurieren Lieferungen zugestellt. Mittels UberRUSH können Geschäfte ihren Kunden alles innerhalb kürzester Zeit nach hause liefern. Mit einem ähnlichen Geschäftsmodell ist das Startup Postmates aktiv, das unter anderem mit Apple zusammenarbeitet. Bei UberRUSH wird die Same-Day Delivery Option direkt in den Bestellprozess integriert. Der Kunde geht auf die Website des Geschäfts und wählt beim Bezahlen die Lieferoption aus. Uber Fahrer können auch Pakete transportieren, aber nicht gleichzeitig mit Passagieren. Die Lieferkosten liegen bei 5 bis 7 US $. (via The Verge)

Bild: ADAC Postbus 19-12-2013 von Hans-Jörg von Schroeter (bestimmte Rechte vorbehalten)

Profiteure des Bahnstreiks: myTaxi, Fernbus und Co.

Seit gestern wird die Deutsche Bahn im Fernverkehr und Nahverkehr bestreikt. Die Lokführer haben angekündigt, bis Sonntag zu streiken. Von dem Streik profitieren einige Startups und Neueinsteiger im Mobilitätssektor.

MyTaxi mit 50% Rabatt

Die Hamburger Taxi-App dürfte diese Woche schon allein wegen des Streiks mehr Anfragen verzeichnen. Das Unternehmen, das mittlerweile zu Daimler gehört, bietet zusätzlich noch 50% Rabatt auf alle Fahren, die per App bezahlt werden. Das wird MyTaxi zusätzlich in die Karten spielen und die Fahrtanfragen nach oben schnellen lassen. Nicht nur MyTaxi, auch die anderen Taxi- und Fahrservice Apps werden von dem Bahnstreiks profitieren.

Fernbus mit Fahrtzuwachs

Auch die Fernbusanbieter, wie Postbus, Meinferbus Flixbus und Co. profitieren von dem Streik bei der Bahn. Viele Kunden, die im Fernverkehr unterwegs sind, steigen auf die Alternative Bus um. Laut einem Spiegel Artikel hat sich die Besucherzahl auf der Webseite von  MeinFernbus Flixbus verfünffacht, die Buchungen sind um 150 % gestiegen. Bei Postbus wurden sogar 3-4 mal so viele Tickers verkauft. Die Anbieter haben schnell reagiert und weitere Busse bei den gelegenPartnerunternehmen gemietet, um die gestiegene Nachfrage bedienen zu können. Unter der Woche scheint es noch keinen Engpass zu geben. Am Wochenende könnten die Fernbusse auf den beliebten Rennstrecken ausgebucht sein.

Mitfahrgelegenheiten bringen sich ins Spiel

Auf der einen Seite versuchen Mitfahr-Netzwerke für Kurzstrecken, wie flinc, Vom Bahnstreik zu profitieren. Es Werden gezielt Berufstätige  angesprochen, die Dank flinc trotz Bahnstreiks pünktlich zur Arbeit kommen, wenn sie flinc nutzen. Für längere Strecken bieten sich Services, wie Mitfahrgelegenheit.de, BlaBlaCar, Fahrgemeinschaft.de und Co. an.

Es existieren also einige Alternativen, um trotz Bahnstreiks von A nach B zu kommen. Die Profiteure des Streiks werden hoffen, dass nach dem Streik einige der neugewonnenen Kunden und Nutzer hängen bleiben und nicht zurück zur Bahn wechseln.

Bild: Stillstand von Chris R. (bestimmte Rechte vorbehalten)

Fernbus Preise ziehen an – nur MegaBus mit Kampfpreisen

Die Preisentwicklung in den letzten Wochen bei den Fernbussen ging nach oben. Die Fernbus-Anbieter rücken von den Kampfpreisen ab, bieten aber immer noch ein Preis-Niveau, das auf reges Interesse stoßt. Eine Ausnahme stellt ein Neueinsteiger dar. Der schottische Anbieter MegaBus startet mit mehreren Linien in Deutschland und das zu Preisen ab 1 €.

Fahrkarten werden teurer

Laut einer dpa Meldung normalisiert sich das Preisniveau unter den Fernbusanbietern.  Nach der Fusion von MeinFernbus und FlixBus, sowie dem Ausstieg einiger Anbieter, war das zu erwarten. In dem Zeitraum von Januar bis April haben sich die Fahrpreise mit einem Spartarif für eine Fahrt mit dem Fernbus durchschnittlich um 11 Prozent erhöht. Die Zahlen hat das Berliner Marktforschungsinstitut IGES erhoben. Es wird weiterhin mit einem   Wachstum im Fernbus Segment. Im letzten Jahr ist der Markt um 100 % im Vergleich zum Jahr davor gewachsen. Insgesamt wurden zwischen 17 und 19 Millionen Fahrgäste mit Fernbussen in Deutschland befördert. In diesem Jahr soll das Wachstum im Vergleich zu 2014 zwischen 60 und 90% liegen. In der Vergangenheit haben sich die Anbieter der Fernbus-Linien auch über die Streiks der Lokführer gefreut. Massenweise Kunden haben Statt der Bahn einen Fernbus genutzt. Einige davon dürften dauerhaft umgestiegen sein.

Neueinsteiger Megabus mit Kampfreisen

Die Marke Megabus gehört zu der schottischen Unternehmensgruppe Stagecoach. Wie das Handelsblatt berichtet, ist der Anbieter mit Kampfpreisen auf dem deutschen Markt gestartet. Fahrkarten gibt es ab 1 Euro, wenn auch für kürzere Strecken. Die Fahrpreise bewege sich teilweise auf einem Niveau von 1 ct. pro Kilometer. Das bedeutet, dass eine Strecke von 500 Kilometern um die 5 € kostet. Es ist davon auszugehen, dass das Unternehmen damit Anteile auf dem deutschen Fernbusmarkt erobern will und nur zum Markteintritt die absolut günstigen Preise anbietet.

Langfristig will Megabus mit größeren Bussen günstiger als die Konkurrenz sein. Hinzu kommt, dass die Busse dem Unternehmen gehörten und nicht Subunternehmern, wie bei MeinFernbus Flixbus und co.

Ryanair-Effekt

Durch den Preiskampf könnte ein sogenannter Ryanair-Effekt entstehen. Das heißt, dass Kunden erwarten, für einen günstigen Preis von 5 € quer durch Deutschland mit dem Bus fahren zu können. Damit sich das für die Fernbus-Anbieter rechnet, kann mit Zusatzgebühren, für Gepäck und weitere Services gerechnet werden. Bisher rechnet sich der Fernbusmarkt noch für einen Anbieter. Auch der Marktführer MeinFernbus Flixbus fährt noch jährlich Verluste ein.

Mehrere Opfer

Der Preiskampf bei den Fernbussen hat schon mehrere Unternehmen zur Aufgabe bewegt. Der britische Anbieter city2city hat sich zuerst zurückgezogen. Kurz darauf folgte der Ausstieg des ADACs aus dem Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Post. Aus ADAC Postbus wurde Postbus. Auch der Pionier DeinBus ist in die Insolvenz geschlittert, wurde aber vorerst durch einen Investor gerettet. Die Deutsche Bahn hat auf den Druck durch die Fernbus-Anbieter reagiert. Das Liniennetz soll ausgebaut werden und die unterschiedlichen Fernbus Marken sollen unter einer Marke zusammengefasst werden.

Bild:  54216 YX63NHC MEGABUS von Eddie (bestimmte Rechte vorbehalten)

Das war die Woche: Postbus, Uber kauft zu, Blacklane wird in Amadeus implementiert

Nachrichtenübersicht: Aus ADAC Postbus wird Postbus. Erfolg für Blacklane, der Fahrservice wird bei Amadeus implementiert. Uber kauft Kartenservice deCarta, um unabhängiger von Google und Apple Maps zu werden.

Aus ADAC Postbus wird Postbus

Nach dem Ausstieg des ADACs aus dem Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Post wird aus ADAC Postbus die Marke Postbus. Ab Mai 2015 wird ausserdem das Liniennetz erweitert, statt wie bisher 60 Städten sollen dann 120 Städte angefahren werden. Neu im Programm sind Nachtfahrten und ab Sommer auch internationale Ziele. Der ADAC Postbus ist der viertgrößte Anbieter auf dem deutschen Markt, der Marktanteil liegt bei etwa 8%. Angeführt wird der Markt von MeinFernbus Flixbus, die sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen haben. Dahinter folgen die Marken der Deutschen Bahn. Die Deutsche Bahn hat kürzlich ebenfalls angekündigt, alle Marken zusammenzufassen. Außerdem soll das Fernbuslinien-Netz ausgebaut werden. (via Handeslblatt)

Blacklane demnächst über Amadeus buchbar

Der Service der Limousinenplattform Blacklane wird in Amadeus Taxi & Transfer integriert, damit Reisebüros und Fluggesellschaften ihren Kunden auf einfache und nutzerfreundliche Weise einen Service für die letzte Meile anbieten können. Ab Juni diesen Jahres soll die Lösung für Online-Reisebüros verfügbar sein, ab dem vierten Quartal ist es für Fluggesellschaften möglich, die API einzubinden. Irgendwann später soll die Lösung über alle Amadeus Kanäle zugänglich sein, also auch für Travel Management in Unternehmen und in offline Reisebüros. Ende letzten Jahres wurde Blacklane schon in die Reise-Suchmaschine Qunar aus China integriert. (via Amadeus)

Uber kauft erstmals zu, Kartendienst deCarta wird übernommen

Das Unternehmen hinter der Ridesharing App Uber übernimmt den Kartendienst deCarta. Es ist die erste Übernahme durch Uber, die offiziell kommuniziert wird. DeCarta bietet eine ganze Reihe an Lokalisierung- und Karten-Services an, darunter in Karten Suche, Lakalisierungs-API, Turn-by-Turn Navigation und mehr. Offiziell soll durch die Übernahme von deCarta der UberPOOL Service und die Vorhersage der Ankunftszeit verbessert werden. Darüber hinaus kann davon ausgegangen werden, dass Uber durch die Übernahme unabhängiger von Google und Google Maps werden möchte. Google ist zwar ein Uber Investor, in letzter Zeit gab es mehrere Anzeichen, dass sich das Verhältnis der beiden Technologie-Unternehmen abgekühlt hat. Uber hat angekündigt, mit der Carnegie Mellon University in Pittsburgh an einem selbstfahrendem Auto zu arbeiten, über Google gab es Gerüchte, dass das Unternehmen an einem eigenen on-demand Ridesharing Service arbeitet. Auch für das eigene selbstfahrende Fahrzeug würde die Akquisition der Kartentechnologie Sinn ergeben. DeCarta wurde bereits 1996 gegründet und hat mehr als 55 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt. Trotz der Übernahme wird deCarta weiter mit externen Kunden zusammen arbeiten. (via Wall Street Journal)

Bild: Der neue Postbus (Quelle: Deutsche Post, alle Rechte vorbehalten)

11 Mobility – & Transport Unternehmen + Investoren, die Sie 2015 beobachten sollten

Auch im Jahr 2015 wird sich im Bereich Mobility, Transport und Beförderung einiges bewegen. Die folgende Präsentation ermöglicht eine kurze Übersicht und stellt einige Fragen. Zum Beispiel: Wie entwickelt sich der Wettbewerb zwischen Uber und Lyft? Was passiert im Bereich Carsharing und multimodale Mobilität? Schließen sich die beiden Limousinen-Services MyDriver und Blacklane zusammen?

Mobility Trends für 2015

Bild: Mobility 2.0 von Joel Müller (bestimmte Rechte vorbehalten)

Delivery Nachrichten: Postmates erhält 35 Mio. $, Uber mit Essen in Barcelona, Deliveroo vor Deutschlandstart

+++ Kurznachrichten aus dem Delivery Bereich +++ Das Startup Postmates aus San Francisco erhält eine neue Finanzierung, UberEats liefert Essen in Barcelona.  Das Startup aus London Deliveroo steht vor einer Expansion nach Deutschland. Außerdem will die Deutsche Bahn ihr Fernbus-Angebot ausbauen.

Postmates mit 35 Mio. US$ Finanzierung

Das amerikanische same-day delivery Startup Postmates, das von dem Deutschen Bastian Lehmann gegründet wurde, hat weitere 35 Mio. US$ von Investor Spark Capital eingesammelt. Via Postmates können die Nutzer alles von lokalen Geschäften bestellen und für eine kleine Liefergebühr nach hause liefern lassen. Bisher ist Postmates in ca. 60 amerikanischen Städten aktiv. Seit dem Start im Jahr 2011 wurden insgesamt 58 Mio. US$ eingesammelt. In der letzten Finanzierungsrunde wurde das Unternehmen anscheinend mit 150 bis 200 Mio. US$ bewertet. Das Unternehmen scheint recht erfolgreich zu sein, es wurden mittlerweile mehr also 1 Millionen Lieferungen zugestellt. Kürzlich wurde eine API eingeführt, die App-Entwickler und Verkäufer einbinden können, um einen Same-Day Delivery Service anbieten zu können. (via TechCrunch)

UberEats startet in Barcelona

Uber wurde letztes Jahr in Spanien der Personentransport untersagt. Um weiterhin im Land aktiv bleiben zu können, wurde der Service UberEats gestartet. Per UberEats können die Nutzer Gerichte von ausgewählten Restaurants bestellen, die innerhalb von 10 Minuten zugestellt werden. Uber bietet bereits in New York einen Delivery Service mit dem Namen UberRUSH  an, in Los Angeles wird der Lieferservice für Essen unter dem Namen UBERFresh angeboten. Um an die besten Restaurants zu kommen, arbeitet Uber mit dem Restaurant-Guide Plateselectors zusammen. Bleibt abzuwarten, ob Uber den Service auch in Berlin anbieten wird. In Berlin wurde der Service mit Limousinen verboten, der Service mit Privatfahrern wird unter unwirtschaftlichen Bedingungen angeboten und mit UberTaxi unterscheidet man sich nicht von myTaxi und co.  (via Business Insider)

Lieferservice Deliveroo startet in Deutschland

Das sich ein Lieferservice für Gerichte von Premium-Restaurants in Berlin und anderen deutschen Städten lohnen könnte, zeigt der bevorstehenden Start von Deliveroo. Deliveroo bietet einen ähnlichen Service, wie UberEats. Per eigener Flotte werden Gerichte von ausergewöhnlichen Restaurants zugestellt. Die teilnehmenden Restaurants verfügen über keine eigenen Fahrer und die Lieferung von Gerichten gehörte bisher nicht zum Geschäftsmodell dieser Restaurants. Damit unterscheidet sich der Service von Lieferheld, Lieferando und co. Diese Services setzten vor allem auf Restaurants, die eigene Fahrer haben und die sich auf Essenlieferungen spezialisiert haben. Geleitet wird das deutsche Team von Felix Chrobog, Sohn des ehemaligen deutschen Botschafters in den Vereinigten Staaten. Deliveroo sucht in Deutschland einige Mitarbeiter für die Bereiche Marketing, Logistik&Operations und Business Development. Das Finden von geeigneten Mitarbeitern scheint nicht so einfach zu sein, schließlich sind die Stellenanzeigen schon einige Wochen online. Deliveroo hat vor kurzem eine Finanzierungsrunde über 25 Mio. US$ abgeschlossen und ist damit finanziell gut aufgestellt. (via Deliveroo und VentureBeat)

Deutsche Bahn will Fernbus-Marken zusammenführen und Netz ausbauen

Die Deutsche Bahn will ihr Fernbus-Angebot ausbauen und alle Marken zusammen fassen. Ab Sommer sollen neue Linien eingeführt werden und die Frequenz auf bestehenden Linien soll erhöht werden. Die Anzahl der Fernbus-Verbindungen soll vervierfacht werden. Als weiterer Schritt sollen alle Bus-Marken, wie BEX, Berlinlinienbus und IC-Bus unter einem neuen Namen zusammengefasst werden. Mit diesen beiden Schritten will die Deutsche Bahn mit MeinFernbus Flixbus mithalten. Die beiden Unternehmen MeinFernbus und Flixbus haben sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen, um schneller wachsen zu können. Das Gemeinschaftsunternehmen kommt auf einen Marktanteil von mehr als 75% in Deutschland, die Busse der Bahn haben einen Anteil von unter 10%. MeinFernbus Flixbus will dieses Jahr mehr als 50 neue Linien und 500 neue Direktverbindungen in Deutschland und Europa schaffen. Die Zahl der Busse soll auf 1000 fast verdoppelt werden. Die Bahn muss ihre Strategie ändern, um nicht total den Anschluss im Fernbusmarkt zu verlieren. (via Tagesschau)

Bild: Delivery of semlor von Patrik Nygren (bestimmte Rechte vorbehalten)