Category Archives: Lieferservice

Here stellt Mobility on-demand Toolkit vor

Der Kartendienst Here hat ein Toolkit vorgestellt, mit dem Entwickler von On-Demand-Diensten ortsbezogene Daten in ihre Apps schnell integrieren können und neue Features entwickeln und anbieten können. Für eine zufrieden stellende Erfüllung der Kundenerwartungen und gleichzeitig wirtschaftliche Lösung, ist ein leistungsfähiges und genaues System notwendig.

Lösung für Lieferdienst und Ride-Hailing Plattformen

Der Kartenanbieter  will mit seiner Lösung Anbieter aus unterschiedlichen Industrien ansprechen. Das Toolkit kann in die Apps von Lieferdiensten für Essen mit eingebaut werden. Für Kurierdienst und Ride-Hailing Plattformen soll das Angebot auch interessant sein. Über eine API erhalten die on-demand Unternehmen Zugriff auf die Kartendaten, APIs und SDKs. Insgesamt soll es mit dem Paket leichter sein, die Herausforderungen der on-demand Dienste zu lösen. Dabei gilt es, die Balance zwischen Auslastung, Zufriedenheit von Kurieren/Fahrern und Zufriedenheit der Kunden zu finden.

Schnellstart mit Here Toolkit

Laut Here können etablierter Unternehmen ihre Marktposition mit dem Toolkit ausbauen, Startups und Neueinsteiger können mit einer technisch ausgereiften Lösung schnell starten. Das on-demand Toolkit wird bereits von unterschiedlichen Unternehmen genutzt. Der größte Ride-Hailing Anbieter in Südostasien greift auf das Paket zurück, ebenso die türkische Ridesharing App Volt und die australische App Localift, die ebenfalls einen Mitfahrdienst anbietet.

Entweder können die Nutzer des Toolkits eine eigene Navigationslösung bauen, oder auf die Here Navigations-App verlinken. Letzteres ist schneller zu realisieren, wahrscheinlich aber auch weniger individualisiert. Der Kartendienst will Here als end-to-end Lösung vermarkten, die auch bei komplexen Herausforderungen funktioniert. Apps, die mit dem Toolkit entwickelt werden, bieten eine einheitliche Darstellung der Karten über verschiedene Gerätekategorien hinweg. Außerdem können Abhol- oder Abgabeorte präzise lokalisiert werden, hinzu kommt die Unterstützen standortbezogener Benachrichtigungen. Darüber hinaus ermöglicht das Toolkit eine verkehrsbezogene Navigation, Fußgängerführung und stets aktuelle Informationen zur geschätzten Ankunftszeit.

Von BMW und Daimler übernommen – Intel investiert

Here entwickelt auch hochgenaue Kartendaten, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden. Gleichzeitig sind die Kartendaten Grundlage für die Navigationsgeräte von Daimler, BMW und anderen Automobilherstellern. Im Jahr 2015 wurde das Unternehmen von BMW, Daimler und Audi gekauft, Anfang diesen Jahres hat Intel 15% an Here übernommen.

Bild: Here (alle Rechte vorbehalten)

Lieferplattform Bringg sammelt weitere 10 Mio. US$ ein

Das Startup Bringg hat in einer Series B weitere 10 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt. Die Finanzierung kommt von Aleph VC, Coca-Cola und Peres Ventures. In den nächsten Monaten soll die Plattform weiter ausgebaut werden.

Transparenz in der Lieferkette

Mit Bringg können Händler ihre Lieferkette kontrollieren und schnellere Lieferungen für den Kunden ermöglichen. Unternehmen wie Amazon und Uber haben die Erwartungen der Kunden für schnelle und transparente Lieferungen stark verändert. Kunden erwarten schon fast, dass die Bestellungen schnell zugestellt werden und dass sie in der Lage sind, zu überprüfen, wann genau die Lieferung zugestellt wird. Bringg möchte eine Lösung für Unternehmen schaffen, damit diese eine Chance im Wettbewerb mit Amazon und Co. haben.

Mehr Kontrolle für Einzelhändler

Mit Bringg können die Unternehmen ihre eigene Lieferkette kontrollieren und gleichzeitig einen besseren Service für die Kunden bieten. Kunden werden per Nachrichten über den Lieferstatus aufgeklärt und können den Fahrer live trocken. Außerdem wird die Kommunikation zwischen Fahrern und Kunden gesteuert, am Ende wird über einen Bewertungsmechanismus wichtiges Feedback eingesammelt. Gleichzeitig werden die Routen der Fahrer optimiert und die Auslastung der Flotte erhöht, was letztendlich zu niedrigeren Lieferkosten führt. Eine API und ein SDK ermöglichen eine Integration in Websites und anderen Plattformen. Das Management von unterschiedlichen Typen an Lieferflotten ist über die Plattform auch möglich.

Coca-Cola als Partner von Bringg

Zu den Kunden von Brigg gehören hunderte Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen. Das Unternehmen ist in über 50 Ländern aktiv. Alle Kunden haben gemein, dass der direkte Kontakt zum Kunden wichtig für den Geschäftserfolg ist und dass der Kunde eine außerordentlich gute Erfahrung mit der Auslieferung machen soll. Paketdienste, Lieferdienst für Essen, mobile Wäschereien und andere Branchen nutzten die technische Plattform von Bringg. Bringg rechnet über einen Volumentarif ab. Zu den Kunden gehört auch Coca-Cola. Der Getränkehersteller nutzt die Bringg Plattform für mehrere Use-cases. So werden Einzelhändler mit Großhändlern via Bringg verknüpft, um Bestandsengpässe zu vermeiden. Reparaturteams werden über die Plattform genauso gesteuert, ebenso Kundenauslieferungen in einigen Ländern.

Brigg wurde bereits 2013 in Chicago gegründet und betreibt Büros in New York, Chicago und Tel Aviv. Insgesamt arbeiten etwa 50 Mitarbeiter für das Unternehmen. Einer der Gründer hat zuvor bei der Fahrdienstplattform Gett als CTO gearbeitet. Im letzten Quartal konnte die Zahl der Lieferungen um 300 Prozent gesteigert werden. Insgesamt konnte die Lieferplattform 19 Mio. US$ bisher einsammeln.

In den letzten Wochen wurden mehrere Investments im Same-Day Delivery Bereich bekannt. Der Paketdienst Hermes hat die Mehrheit bei Liefery übernommen. Der Ölkonzern Shell hat sich bei Tiramizoo eingekauft und die französische DPD Mutter GeoPost hat das Same-Day Delivery Startup Stuart komplett übernommen.

Bild: Bringg (alle Rechte vorbehalten)

Hermes setzt auf Vans mit Elektro-Antrieb von Mercedes

Hermes und die Daimler Tochter Mercedes Benz haben eine strategische Kooperation vereinbart. In den kommenden Jahren sollen 1500 Elektrotransporter von Mercedes-Benz Vans die innerstädtischen Belieferungen mit in die Flotte aufgenommen werden.

1500 elektrifizierte Lieferwagen bis 2020

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft sollen die batterie-elektrischen Fahrzeuge in einer Pilotphase ab 2018 in den Städten Stuttgart und Hamburg eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit von  emissionsfreien Lieferfahrzeugen auf der letzten Meile. Bis 2020 soll die Flotte auf 1500 Fahrzeuge anwachsen und die Zahl der Städte soll ausgeweitet werden. Zum Eisatz kommen Elektrotransporter der Vito und Sprinter Baureihen. Bis zum Jahr 2025 will Hermes Sendungen in den Innenstadtbereichen aller deutschen Großstädte komplett emissionsfrei zustellen. Für die Aufladung der Elektrofahrzeuge wird lediglich Strom aus zu 100 Prozent regenerativen Energiequellen eingesetzt. Der Strom wird komplett klimaneutral erzeugt und entsprechend dem Ökostromlabel „Grüner Strom“ der Umweltverbände zertifiziert.

Effizienz und Nachhaltigkeit soll erhöht werden

Hermes und Mercedes-Benz haben es sich als Ziel gesetzt, die Effizienz, Produktivität und Nachhaltigkeit in der Paketzustellung zu erhöhen. Auslöser sind dabei unter anderem der rasant wachsende Online-Handel und die damit verbundenen Herausforderungen für Kurier-Express-Paketdienstleister (KEP). Darüber hinaus sollen Ideen erarbeitet und umgesetzt werden, um die Servicequalität gegenüber den Kunden weiter zu erhöhen. Darüberhinaus sollen für den Anwendungsfall optimierte Systemlösungen entwickelt werden und ein Schwerpunkt auf Vernetzung gelegt wird. Anhand von Informationen über den Ladezustand und die mögliche Reichweite, soll Hermes eine optimierte Routenplanung ermöglicht werden.

Mercedes und Hermes sehen Zukunft in Lieferrobotern

In den kommenden Jahren will Mercedes seine Lieferfahrzeuge auch zur Basis für kleine Lieferroboter weiterentwickeln. Um das Ziel zu erreichen, hat sich Daimler an dem Roboter Startup Starship Technologies beteiligt. Starship befasst sich mit der Entwicklung von kleinen Lieferroboter, die autonome die Zustellung auf der letzten Meile erledigen sollen. Auch Hermes arbeitet mit Starship zusammen und ist eines der ersten Unternehmen, das die Roboter für Paketzustellungen in Deutschland testet. Auch das Leasing der Fahrzeuge und die kurzfristige Anmietung soll für die Vertragspartner von Hermes vereinfacht werden.

Auch Konkurrenz setzt auf Elektrotransporter

Auch Hermes Konkurrent DHL testet die Zustellung mit Elektrotransportern. DHL setzte dabei aber nicht auf die Kooperation mit einem großen Automobil- oder Nutzfahrzeugkonzern, sondern setzt auf eine eigene Entwicklung. Die DHL Tochter Streetscooter entwickelt und produziert kleine Elektrotransporter, die für die innerstädtische Zustellung auf der letzten Meile optimiert sind.

Bild: Hermes (alle Rechte vorbehalten)

Same Day Delivery: Französischer Paketdienst GeoPost übernimmt Stuart

Das Tochterunternehmen GeoPost, das zur französischen La Poste Gruppe gehört, hat das Startup Stuart übernommen. Stuart bietet einen Same Day Deliver Service an und ist in mehreren Städten aktiv. Die Übernahme ist nicht die einzige Neuigkeit aus dem Bereich der taggleichen Lieferungen diese Woche. Die deutschen Anbieter Tiramizo und Liefery konnten weitere Finanzierungsrunden verkünden.

Hohes Investment bereits vor dem Start 

Stuart wurde schon vor dem Start mit einer Summe von 22 Mio. Euro im Jahre 2015 finanziert. Bei der früheren Finanzierungsrunde hat sich GeoPost bereits an dem Startup beteiligt und Unternehmensanteile in Höhe von 22% gehalten.

Ähnlich wie auch die deutschen Anbieter Liefery und Tiramizo hat sich Stuart das Ziel gesetzt, den Markt der Kuriere für Same Day Deliveries zu revolutionieren. Mit einer Flotte an Kurieren und dem Einsatz effizienter Technologie, soll ein hoch effizientes Liefernetzwerk für die letzte Meile entwickelt werden.

Taggleiche Zustellung für Einzelhandel

Stuart setzt auf eine Mischung an B2B und B2C Angeboten. Das Unternehmen hat eine API entwickelt, mit der Shops eine Same Day Delivery Option in ihre Webshops und Apps integrieren können. Außerdem kann der Service über eine App oder die Website gebucht werden. Stuart betreibt keine eigenen Hubs oder Lager sondern fokussiert sich auf Express Lieferungen von bestehenden Ladengeschäften und Filialen zu den Endkunden. Stuart hat Zugriff auf einen Pool an Fahrern, die mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen unterwegs sind. Von Fahrradkurier bis zu Fahrer mit Vans ist alles mit dabei.

Mehrere Tausend Stuart Lieferungen täglich

Auf der einen Seite arbeitet Stuart mit großen Ketten, wie Burger King oder Carrefour zusammen. Auf der anderen Seite stehen die Kooperationen mit kleineren Shops und Einzelunternehmern. Im verengenden Jahr hat Stuart auch eine Kooperation mit Just Eat getestet, Restaurants sollten mit dem Stuart die Möglichkeit bekommen, die Logistik auszulagern- Jeden Tag werden laut Unternehmensangaben tausende Lieferungen von mehr als 500 Unternehmenspartnern zugestellt. Das Same Day Delivery Startup ist bisher in Frankreich, Spanien und Großbritannien aktiv.

GeoPost will mit der Übernahme weiteres Wachstumspotential erschließen. Für den Postkonzern ist die Stärkung des Bereich der taggleichen Lieferungen auf der letzten Meile eine strategische Entscheidung. In den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach Express Lieferungen zunehmen.

GeoPost über DPD an Same Day Delivery Startup Tiramizoo beteiligt

Stuart wurde vor mehr als zwei Jahren gegründet und hat zuletzt mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt. Nach der Übernahme will das ehemalige Startup die Vorzüge der GeoPost nutzen und die Plattform zu einem führenden Anbieter für Same Day Delivery auf der letzten Meile in Europa etablieren. Zur GeoPost gehört auch DPD, über die Unternehmenstochter ist der Konzern auch an dem deutschen Anbieter Tiramizoo beteiligt. Bleibt abzuwarten, ob Stuart deswegen in Deutschland starten wird.

Bild: Stuart (alle Rechte vorbehalten)

Shell investiert in Same Day Delivery Unternehmen Tiramizoo

Das Münchner Same Day Delivery Startup Tiramizoo hat eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Als neuer Investor ist Shell Technology Ventures mit an Board. Der Automobilkonzern Daimler geht die aktuelle Finanzierungsrunde mit.

Tiramizoo Plattform soll weiter ausgebaut werden

Mit dem Investment will tiramizoo die technische Plattform für urbane Logistik weiter ausbauen.  Darüber werden Fahrer, Händler und Endkunden transparent vernetzt. Das Startup fokussiert sich dabei auf die Weiterentwicklung der technischen Aspekt – App, Plattform und intelligente Backend-Technologie stehen dabei im Mittelpunkt. Das Unternehmen sieht sich als führender Anbieter von effizienten IT-Lösungen im schnell wachsenden Markt für Same Day Delivery und Optimierung der letzten Meile. Neben der Weiterentwicklung der bestehenden Software, kann sich das Unternehmen auch vorstellen, weitere Dienstleistungen zu starten.

Mehr als 3000 Kuriere in 150 Städten

Mittlerweile sind mehr als 3000 Kuriere für die Plattform in 150 Städte in Deutschland, Österreich, Schweden und den Niederlanden unterwegs. Tiramizoo setzt dabei auf Partnerunternehmen und selbstständige Fahrer. Zu den namenhaften Kunden gehören Zalando, MediaMarkt oder Saturn. Die tiramizoo-Plattform schafft so einen besseren Service für die Kunden der Einzelhändler und sorgt durch Effizienzsteigerungen für niedrigere Kosten, Vermeidung zusätzlicher Staus und somit für eine Verbesserung der Luftqualität.

Shell investiert in Lösungen für effizienten Transport

Shell investiert in das Same Day Delivery Unternehmen, da der Ölkonzern neue Umsatzpotentiale mit digitalen Geschäftsmodellen erschließen möchte. Investments in Lösungen für effizienten und umweltschonenden Transport von Waren und Personen in bevölkerungsreichen Großstädten gehören zur Strategie von Shell, um unabhängiger von dem Ölgeschäft zu werden. Bei tiramizoo haben die technische Lösung und das Verständnis für die lokalen Logistik-Märkte überzeugt.

Die Höhe des Investments ist nicht bekannt. Neben Shell und Daimler sind auch DPD Deutschland, die Bayerische Beteiligungsgesellschaft und Bayern Kapital als Gesellschafter mit an Bord. Die DPD Dachgesellschaft GeoPost hat interessanterweise fast zeitgleich bekanntgegeben, dass der Französische Same Day Delivery Arbeiter Stuart übernommen wird.

Bild: tiramizoo (alle Rechte vorbehalten)

Die Zukunft der Mobilität gestalten: Mobility Accelerator in Deutschland

In den letzten Jahren sind in Deutschland mehrere Startup Accelerators entstanden, die junge Unternehmen mit finanziellen Mitteln, Input von Mentoren und dem Zugang zu einem Netzwerk an Investoren unterstützen. Mittlerweile existieren auch mehrere Accelerator Programme, die sich mit Mobilitätsthemen befassen.

Beyond1435 Accelerator der Deutschen Bahn

Zusammen mit der Innovationplattform Plug and Play bietet die Deutsche Bahn in Berlin unter dem Namen Beyond1435 ein Accelerator Programm an, dass sich auf Mobiltiäts- und Logistikthemen fokussiert. Der Name verbindet das DB-Erbe mit der gemeinsamen Mission voranzugehen. Auf der Standardschienenbreite von 1435 mm hat DB unzählige Menschen und Güter vom Start bis ans Ziel befördert. Die digitalisierte Welt stellt bisherige Mobilitätskonzepte auf den Kopf.

Das Programm der Bahn richtet sich an Startups in der frühen Phase und dauert 3 Monate. Die Teilnehmenden Startups werden mit 25.000 Euro finanziell unterstützt und erhalten kostenlose Arbeitsplätze im Coworking Space Mindbox. In regelmäßigen Mentoring Sessions sollen die teilnehmenden Teams Experten-Feedback erhalten und ihr Netzwerk weiter ausbauen. Zu den Mentoren gehören Experten aus dem Bahn Konzern aber auch Investoren und Startup-Experten. Das erste Programm fokussiert sich auf Smart City Tech Lösungen, wie Blockchain, Mobilitätsalgorithmen, Integrierte Mobilitätsangebote, Deep Learning im Mobilitätskontext, Veränderte Nutzung von Bahnhöfen und Mobilitätszentren oder Identifikation und Sicherheit im Transport von Gütern und Menschen.

STARTUP AUTOBAHN von Daimler

Auf Daimler arbeite mit der Innovationsplattform Plug and Play zusammen, die ursprünglich aus den USA kommt. Das Programm geht bereits in die dritte Runde. Die STARTUP AUTOBAHN ist eine Innovationsplattform, die Startups Zugang zu Silicon Valleys unvergleichlichem Tech-Know-how und bester deutscher Hardware-Kompetenz ermöglicht. Für die nächste Runde werden Startups gesucht, die im Mobilitätsbereich Hardware mit Software verbinden. Die Themen sind IoT, Produktionstechnik, Logistik, ortsbasierte Services, Cyber Security, Biometrie, natürliche Sprachverarbeitung, Prozessoptimierung, Kundenerlebnis und Predictive Analytics. Wie auch das Programm der Bahn dauert die Startup Autobahn drei Monate. Die Gründer profitieren vor allem von der engen Zusammenarbeit mit Daimler-Experten und auch intensiven Mentoring-Gesprächen mit dem Top-Management. Ein Projektteam aus Mitarbeitern der Konzernforschung und des Bereichs Business Innovation fungierte dabei als Brückenbauer zwischen den Startups und Daimler. Durch STARTUP AUTOBAHN soll die Region Stuttgart zum Innovations-Hub für Mobilität und Industrie 4.0 werden und durch die Bündelung innovativer Partnerkompetenzen ein attraktives Startup-Ökosystem geschaffen werden.

Startup Garage von BMW 

In München hat sich BMW mit der Startup Garage zur Aufgabe gemacht, das Potenzial besonders innovativer Start-up-Unternehmen ohne Umwege zu nutzen. Der Automobilkonzern fördert in einem offeneren Programm Startups aus dem Mobilitätsumfeld, die die Innovationsfähigkeit der BMW Group stärken und beschleunigen. BMW verfolgt dabei einen etwas anderen Ansatz. Anstatt sich am Unternehmen zu beteiligen, kauf die BMW Group die Technologie des Startups, und integriert diese so schnell wie möglich in die Entwicklung und Produkte. Von dem Team hinter der Startup Garage werden weltweit vor allem solche jungen Unternehmen gesucht, die bereits mit Kapital ausgestattet wurden und über einen Prototyp ihrer Technologie verfügen. Die Themen orientieren sich an den aktuellen Herausforderungen von BMW – wie zum Beispiel Mobility Services, Elektromobilität oder Technologien für autonomes Fahren.

Startupbootcamp Smart Transportation & Energy 

In Berlin startet demnächst der Startup Accelerator Startupbootcamp Smart Transportation & Energy. Der Fokus lieg traf vernetzen und effizienten Lösungen für den Transport von Gütern und Personen. Für Startups, die an Logistik, Shared Mobility Lösungen oder Transportthemen arbeiten, kann das Programm interessant sein. Die teilnehmenden Startups erhalten eine überschaubare finanzielle Unterstützung, Mentoring, Bürofläche und Zugang zu einem internationalen Netzwerk an Unternehmen, Investoren und Mentoren. Insgesamt werden zehn Startups aufgenommen. Auch das Startupbootcamp Programm dauert drei Monate. Unterstützt wird der Accelerator von Airbus, Cisco, HERE, Kuehne + Nagel, Mercedes-Benz, SBB Cargo und VINCI. Die teilnehmenden Startups müssen 6% der Unternehmensanteile an Startupbootcamp abgeben – das sollte man sich als Gründer gut überlegen, ob einem das angebotenen Package das wert ist.

Für Startups, die sich mit Themen rund um Mobilität und Transport beschäftigen, gibt es durchaus mehrere Möglichkeiten, um die Entwicklung in der frühen Unternehmensphase zu beschleunigen. Durch die Teilnahme an einem Accelerator wird das Netzwerk erweitert und die Mentoren geben wertvollen Input. Letztendlich muss jedes Gründerteam entscheiden, ob die Teilnahme an einem Programm gerechtfertigt ist, oder nicht.

Bild: Steven Zwerink (bestimmte Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Patente von Amazon und Google

Kürzlich wurden Patenten veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass sich auch Amazon neben Google mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeuge und Plattformen für die Vermittlung von Ridesharing und Transport-Diensten beschäftigt. Von Google ist bekannt, dass sich das Unternehmen mit selbstfahrenden Autos und Ridesharing Diensten beschäftigt. Von Amazon gab es bisher wenig Anzeichen.

Die Patente von Google und Amazon wurden bereits im Jahr 2015 eingereicht. Das macht deutlich, dass sich die beiden Technologieunternehmen schon seit längerem mit dem Thema beschäftigen und Uber nicht tatenlose das Feld überlassen.

Google testete schon einen Ridesharing Service in San Francisco und treibt mit Waymo das Zukunftsthema autonomes Fahren voran. Bisher ist bekannt, dass Waymo Komponenten entwickelt, die von Automobilherstellern in den Serienfahrzeugen verbaut werden sollen. Das Unternehmen ist von dem Plan abgekommen, ein eigenes selbstfahrendes Auto zu bauen. Berichten zufolge plant Waymo in diesem Jahr den Test eines Fahrdienstes mit selbstfahrenden Chrysler Pacifica Minivans.

Das jetzt veröffentlichte Patent beschreibt, wie autonome Fahrzeuge mit Ride-Hailing Apps verknüpft werden und wie die Nutzer gefunden werden. Das Patent beschreibt eine Lösung für die Vermittlung eines Abholorts zwischen Auto und Nutzer unter erschwerten Bedingungen. Wie können sich Auto und Fahrgast treffen, wenn das Fahrzeug nicht unter sicheren und präzisen Umständen zum Fahrgast navigieren kann. Sollten Google und Waymo den geplanten Fahrservice weiter ausbauen, würden sie in den direkten Wettbewerb zu Uber und Lyft einsteigen.

Das Patent von Amazon beschreibt hingegen eine Möglichkeit, wie autonome Fahrzeuge mit Fahrspuren zurechtkommen, auf denen sich je nach Verkehrsaufkommen die Fahrtrichtung ändert. Ohne entsprechende Erkennung stellen die dynamischen Fahrrichtungswechsel eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer dar. Bleibt die Frage, wie weit sich Amazon mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen beschäftigt hat. Für Amazon wird es primär von Interesse sein, selbstfahrende Fahrzeuge für die Auslieferungen der Bestellungen einzusetzen. Amazon treibt jetzt schon seine Vision voran, immer größere Teile der Logistik für die Auslieferung der eigenen Bestellungen zu übernehmen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten die von Amazon entwickelten Technologien in selbstfahrenden Autos eingesetzt werden.

Auch in diesem Bereich würde Amazon mit Uber konkurrieren, das mit der Übernahme Otto selbstfahrende LKWs entwickelt und mit Uber Freight in die Digitalisierung der Frachtvermittlung eingestiegen ist.

Bild: Nic Redhead (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lieferroboter: Starship testet in den USA

Seit einigen Monaten testet das Startup Starship Technologies seine Lieferroboter bereits in Großbritannien. Jetzt folgt der nächste Schritt mit Partnerschaften in den USA. Starship hat mit den Lieferdiensten Postmates und DoorDash eine Kooperation geschlossen, um die Lieferroboter unter realen Bedingungen testen zu können. Die Lieferstartups wollen durch den Test lernen, wie weit sie in Zukunft Lieferroboter einsetzen können.

In den USA werden die kleinen Lieferroboter in Redwood City und in Washington, DC. eingesetzt. DoorDash wird in Redwood City erste Kunden mit den autonomen Fahrzeugen beliefern, Postmates in Washington. Das Testgebiet ist jeweils auf einen Radius von ca. sechs Kilometern beschränkt. Die Kunden der beiden amerikanischen Lieferdienste sehen in der App die Lieferoption mit Roboter und können diese entsprechend auswählen. Wenn der Roboter angekommen ist, wird die Ladeluke per übermittelten Zahlencode geöffnet, um danach die Ware entnehmen zu können. Die Lieferroboter nutzen meistens den Bürgersteig und sind dem entsprechend langsam unterwegs. Ziel ist es, die Lieferung innerhalb von 15 – 30 Minuten zuzustellen.

In Großbritannien testet Starship seit vergangenem Jahr die Roboter. Im Londoner Stadtteil Greenwich werden bereits Nutzer von JustEat testweise beliefert. In Deutschland will das Startup mit Hermes und der Metro testen, bisher scheint aber die Genehmigung durch die Stadtbehörden nicht erfolgt zu sein.

Die Starship Lieferroboter sollen zu einem späteren Zeitpunkt vollautonom fahren. Die Überwachung aus der Ferne soll nur bei Notfällen eingreifen. Im Moment ist die Technik aber noch nicht soweit. Vor allem die hoch detaillierten Kartendaten müssen erst noch erstellt werden. Die Roboter fahren nicht autonome, sondern werden mit einer Art Joystick aus der Ferne gesteuert. Eine weitere Person begleitet den Roboter, um die Meinungen und Reaktionen der Passanten aufzunehmen und um im Notfall eingreifen zu können. In Handarbeit werden die Lieferroboter bisher noch produziert, es wird noch einige Zeit dauern, bis die Produktion hochgefahren werden kann.

In der letzten Woche wurde bekannt, dass Daimler bei Starship eingestiegen ist. Als erstes gemeinsames Projekt wurde ein umgebauter Mercedes Sprinter präsentiert, der als Basisstation für die Roboter dienen soll. Die langjährigen Erfahrungen von Daimler in der Entwicklung und Produktion von komplexen technischen Produkten, werden dem Roboter Startup bei der erfolgreichen Skalierung helfen.

Bild: Starship Technologies (alle Rechte vorbehalten)

Essenlieferdienst: Munchery streicht Stellen, Gründer gehen

Essenlieferdienste tun sich weiterhin schwer, ein profitables Geschäftsmodell aufzubauen. Im letzten Jahr konnten schon einige Bewegungen identifiziert werden, die diese Entwicklung nahelegen. Entweder mussten Lieferstartups im großen Stil Stellen streichen, die Unternehmensbewertung nach unten korrigieren oder sie waren nicht mehr in der Lage, weitere Finanzierung einzusammeln. Diesem Trend scheint sich jetzt das Unternehmen Munchery anzuschließen. Ein größerer Teil der Angestellten wurde entlassen und die beiden Gründer müssen ebenfalls gehen.

Munchery kocht die Gerichte in eigenen Küchen und lässt sie dann von Kurieren ausliefern. Das Unternehmen ist bisher nur in den USA aktiv, dürfte aber als Vorbild für Pronto und EatFirst gedient haben. Pronto und EatFrist haben versucht, dieses Modell in Europa zu etablieren und sind damit gescheitert. Pronto musste aufgeben und EatFirst hat sein Geschäftsmodell mehrmals geändert.

Das Geschäftsmodel von Munchery und co. wird als komplex angesehen. Auf der einen Seite muss die Lieferkette profitabel ausgerichtet werden, auf der anderen Seite müssen die eigenen Küchen ausgelastet werden. Nicht ausgelastete Fahrer und Köche lassen die Verluste schnell steigen, da keine Skalierungseffekte einsetzen.

Laut einem Report von Bloomberg hat Munchery in der Zeit von September 2014 bis July 2016 um die 650.000 Gerichte produziert, die nicht verkauft wurden. Viele dieser Gerichte sind letztendlich im Müll oder bei Hilfsorganisationen gelandet. Geld verdienen lässt sich mit einer Verschwendung auf diesem Niveau natürlich nicht. Die Verluste des Unternehmens sollen sich auf 5 Mio. US$ pro Monat belaufen. Insgesamt flossen 120 Mio. US$ bisher in das Unternehmen. Die letzte Finanzierung wurde Mitte 2015 abgeschlossen. Demnach ist es möglich, dass das Unternehmen im Moment versucht, weiteres Geld einzusammeln, da von der bisherigen Finanzierung nicht mehr viel übrig sein dürfte.

Investoren haben in den letzten Jahren Milliarden in den Markt der Lieferdienste für Essen investiert. Bisher haben es aber wenige Unternehmen in dem Bereich geschafft, ein profitables und nachhaltiges Geschäftsmodell aufzubauen. In Europa tun sich Foodora und Deliveroo schwer, ein nachhaltiges Konzept zu etablieren. Die Anbieter Take Eat Easy, Pronto und Tok Tok Tok mussten bereits aufgeben. In den USA hatte Postmates Probleme, eine neuen Finanzierungsrunde abzuschließen und DoorDash musste seine Bewertung nach unten korrigieren. Gleichzeitig investieren Uber und Amazon aggressiv in ihre Lieferdienste für fertige Gerichte.

Bild: Munchery (alle Rechte vorbehalten)

R-Klasse: Daimler investiert in Lieferroboter Startup Starship

Der Automobilkonzern Daimler beteiligt sich an dem Startup Starship. Das Unternehmen entwickelt Lieferroboter, die für Auslieferungen auf der “letzten Meile” eingesetzt werden. Auf der Elektronikmesse CES haben Daimler und Starship Technologies bereits ein Gemeinschaftsprojekt präsentiert. Mittels einen mit Robotern beladenen Sprinters sollen Waren schneller zugestellt werden.

Starship setzt auf Lieferroboter

Im Gegensatz zu Amazon und Google setzt Starship auf Lieferroboter, die die Straße nutzen, um Lieferungen zuzustellen. Amazon und Google investieren hingen in die Entwicklung von fliegenden Liefer-Dronen, die langfristig den Paketzusteller ersetzen sollen.

Tests in Großbritannien

Starship wurde von einem der Skype-Gründer gestartet, der Hauptsitz befindet sich in Estland. In Estland befindet sich auch die Entwicklungsabteilung des Startups. In Großbritannien betreibt das Unternehmen eine Außenstelle, die sich vorwiegend um den Vertrieb kümmert. Starship hat in Großbritannien bereits ein Pilotprojekt gestartet und liefert Essen in Kooperation mit JustEat aus. In Deutschland will das Unternehmen mit Hermes und der Metro zusammenarbeiten. Bisher warten die Kooperationspartner noch auf eine Genehmigung der lokalen Behörden in Hamburg und  Düsseldorf.

In der aktuellen Finanzierungsrunde werden 17.2 Mio. US$ in das Roboter-Startup investiert, Daimler tritt dabei als Lead-Investor auf. Neben Daimler haben sich Shasta Ventures, Matrix Partners, ZX Ventures, Morpheus Ventures, Grishin Robotics, Playfair Capital, HOF Capital und weitere Investoren an dem Startup beteiligt.

Erfahrung von Daimler bei Entwicklung und Produktion

Neben den finanziellen Aspekten ist die Erfahrung von Daimler bei der Entwicklung und Produktion von technisch anspruchsvollen Produkten hilfreich für das Roboter-Startup. Daimler beschäftigt sich außerdem seit längerem mit der Entwicklung von Technologien und Komponenten für selbstfahrende Autos. Von einem Wissenstransfer werden beide Unternehmen profitieren. Daimler dürfte in Starship eine Möglichkeit sehen, langfristig die Umsätze im Bereich von Liefer- und Transportdienstleistungen zu erhöhen.

Daimler hat sich in der Vergangenheit schon an anderen Startups beteiligt. Zu den bekanntesten gehört MyTaxi, mittlerweile ist das Unternehmen komplett von Daimler übernommen worden.

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)