Archiv der Kategorie: Lieferservice

Uber News: Neuer CEO und weiter Verluste

In der letzten Woche sind neue Zahlen von Uber durchgesickert und am Wochenende wurde bekannt, dass das Ridesharing Unternehmen nach langer Suche einen neuen CEO gefunden hat. Trotzt der Skandale in den letzten Monaten, die auch dazu geführt haben, dass Gründer und CEO Travis Kalanick gehen musste, ist das Fahrtvolumen weiter gewachsen. Verluste macht das Unternehmen aber weiterhin, was vor allem am Marketing und den teuren Projekten für die Entwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen und hochauflösenden Karten liegen dürfte.

Uber Zahlen im Überblick

Hier sind die Uber Zahlen des zweiten Quartals 2017 im Überblick:

  • Aussenumsatz: Die Einnahmen durch die vermittelten Fahrten stiegen im zweiten Quartal 2017 im Vergleich zu Q1 um 17%. Insgesamt wurden 8.7 Milliarden US$ umgesetzt, was 7.4 Milliarden Euro entspricht.
  • Umsatz: Von den 8.7 Milliarden US$ hat Uber die Summe von 1,75 Milliarden US$ einbehalten. Der Rest wurde an Partner und Fahrer ausgezahlt. Im ersten Quartal belief sich die Summe noch auf 1.5 Milliarden US$, im Jahr zuvor waren es 800 Mio. US$.
  • Verlust: Der Verlust im zweiten Quartal belief sich auf 645 Mio. US$, was etwa 550 Mio. Euro entspricht. Der Verlust verbesserten sich zum vorherigen Quartal um 9%. Das ist immer noch eine erhebliche Summe Geld, die Uber jedes Jahr verbrennt. So wie es aussieht, wird Uber im Jahr 2017 mehr als zwei Milliarden US$ Verlust einfahren. Auch im letzten Jahr lag der Verlust bei mehr als zwei Milliarden Dollar.
  • Gebuchte Fahrten: Das Fahrtvolumen hat sich im Vergleich zum Q2 2016 um 150% verbessert. Die entwickelten Länder, zu denen Märkte wie USA und Großbritannien gehören dürften, haben ein Wachstum von 90% erzielt. In den Ländern, die sich noch in der Entwicklungsphase befinden, lag das Wachstum bei 250%.
  • Geldreserven: Die Ridesharing Plattform verfügt immer noch über finanzielle Mittel in Milliardenhöhe. Insgesamt hat Uber noch 6.6 Milliarden US$, also mehr als 5.5 Milliarden Euro auf der Bank. Ende Q1 2017 lag die Summe noch bei 7.2 Milliarden US$.
  • Trinkgeld für Fahrer: Seit dem Start des Features in der App, über das die Fahrgäste den Fahrern ein Trinkgeld zahlen können, haben die Fahrer in den USA etwa 50 Mio. US$ Trinkgeld verdient. Das geben von Trinkgeld über die Uber App ist erst seit dem 20. Juni 2017 in ausgewählten Städten in den USA aktiv.

Neuer CEO: Dara Khosrowshahi von Expedia

Nach langer Suche hat Uber einen Ersatz für Gründer Travis Kalanick gefunden. Der Expedia Chef Dara Khosrowshahi soll den Job übernehmen. Zuvor waren die beiden Manager Jeff Immelt (General Electric) und Meg Whiteman (HP) als Kandidaten im Gespräch, haben sich dann aber selber via Twitter aus dem Rennen genommen. Khosrowshahi hat die Expedia Plattform seit 2005 erfolgreich geleitet und soll über die nötige operative Erfahrung verfügen, um Uber wieder auf Kurs zu bringen.

Bild: Uber Technologies (alle Rechte vorbehalten)

On-demand Lieferstartup Jinn zieh sich aus den meisten Märkten zurück

Die App Jinn, die vor allem in Großbritannien einen on demand Lieferservice anbietet, zieht sich aus fast allen Märkten zurück. Nach der Umstrukturierung wird nur noch London als Markt für Jinn übrig bleiben. Das Angebot in Glasgow, Edinburgh, Manchester, Birmingham und Leeds wird eingestellt. Das Startup war auch in Spanien aktiv, das dortige Team muss auch gehen.

Kosten einsparen und Profitabilität bis Ende des Jahres

Dieser Schritt zeigt, dass das Unternehmen zu viel Geld verbrannt hat. Um den Verslust zu reduzieren, ist der Fokus jetzt allein auf London, wo das Startup mehr als 90% der Bestellungen durchführt. Die teuren lokalen Operations Teams werden heruntergefahren, um Kosten zu sparen. Bis Ende des Jahres soll die Profitabilität erreicht werden, um wahrscheinlich überhaupt die Chance zu haben, weitere Finanzierung einzusammeln. Erst im Mai hat das Startup die letzte Finanzierungsrunde mit 10 Mio. US$ an Funding abgeschlossen.

Jinn setzt Fokus auf Partnerschaften und B2B Kunden

Eine weitere Änderung in der Strategie ist der Fokus auf B2B Kunden und Partnerschaften und nicht mehr so stark auf B2C Beziehungen. Jinn sieht darin die Möglichkeit für weiteres Wachstum. Eine steigende Anzahl an Händlern sucht nach neuen Liefermöglichkeiten, um ein attraktives Gegenangebot zu den großen E-Commerce Händler darstellen zu können.

Starker Wettbewerb durch Quiqup 

In Großbritannien und vor allem London hat es Jinn im Wettbewerb mit Quiqup nicht leicht. Das Lieferstartup Quiqup verfügt nach der 20 Mio. US$ Runde über mehr finanzielle Mittel. Außerdem scheint sich das Unternehmen mehr Gedanken über die Technologie und die Unit Economics gemacht zu haben. Partnerschaften mit großen Playern, wie Tesco, runden die Stärke von Quiqup ab.

Jinn hat bisher mehr als eine Millionen Lieferungen durchgeführt und verfügt über mehr als 100.000 Kunden. Im Schnitt dauert es 30 Minuten, bis eine Lieferung zugestellt wird. In London sollen positive Deckungsbeiträge erwirtschaftet werden.

Bild: Jinn (alle Rechte vorbehalten)

On-demand Reinigung: Zipjet sichert sich weitere Investition von Henkel

Das Online-Reinigungs-Start-up Zipjet mit Sitz in Berlin, London und Paris gab heute bekannt, dass Henkel seine bestehende Beteiligung am Unternehmen erhöht hat. Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care von Henkel hält seit August 2016 eine strategische Minderheitsbeteiligung an Zipjet.

Zipjet seit 2014 in London aktiv

Zipjet wurde im November 2014 in London gestartet. Im Januar 2015 folgte Berlin und im Mai 2016 Paris. Finanziert durch Rocket Internet, der Beteiligungsgesellschaft Btov and einer Reihe anderer strategischer Investoren, möchte das Unternehmen nun seine Marktführerschaft in Europa weiter ausbauen.

Position in Europa soll gefestigt werden

„Wir freuen uns über die Entscheidung von Henkel, das bestehende Investment zu erhöhen“, sagt Zipjet’s Co-Founder & Managing Director, Florian Färber. „Es zeigt, dass unsere Investoren an das Geschäftsmodell glauben und genau wie wir, zuversichtlich sind, dass wir unsere ambitionierten Wachstumspläne für dieses Jahres erreichen. Das neue Investment ermöglicht es uns, unsere Position in Europa weiter zu festigen, unsere Logistik weiterzuentwickeln sowie mehr in Marketing und Produktinnovationen zu investieren.“

Henkel an digitalen Serviceangeboten interessiert

„Digitale Serviceangebote werden immer wichtiger, mehr und mehr Verbraucher nutzen On- Demand-Services“, sagt Thomas Schuffenhauer, Head of Corporate Venturing bei Henkel Laundry & Home Care. „Daher investieren wir, neben der Weiterentwicklung unserer eigenen Angebote, in das erfolgversprechende Geschäftsmodell von Zipjet.“

Zipjet verfügt über eine ausgereifte technische Lösung, um die Herausforderung der Lieferung auf der letzten Meile effizient zu gestalten. So wird sichergestellt, dass die Pünktlichkeit auch bei gewählten 30 Minuten Slots eingehalten werden und gleichzeitig eine hohe Auslastung der Fahrer ermöglicht wird.

Bild: Zipjet Screenshot (alle Rechte vorbehalten)

Zusammenschluss in Russland: Uber und Yandex verschmelzen die Fahrdienste

Die Ridesharing Plattform Uber und die Fahrdienst Tochter des russischen Yandex Konzerns schließen sich in einem neuen Unternehmen zusammen. In das Gemeinschaftsunternehmen sollen die Angebote in Russland, Kasachstan, Armenien, Weißrussland, Georgien und Aserbaidschan kombiniert werden. Uber wird auch seinen UberEATS Service mit einbringen.

Yandex mit größerem Anteil nach Fusion

Die Bewertung liegt nach der Fusion bei 3.725 Milliarden US$. Yandex hält 59.3% am neuen Unternehmen mit dem Decknamen NewCo, Uber 36.6% und die restlichen 4.1 % sind in den Händen der Mitarbeiter. Uber investiert zugleich 225 Mio. US$ in das Gemeinschaftsunternehmen, der russische Taxidienst steuert nochmal 100 Mio. US$ hinzu. Diese Ungleichgewicht gibt preis, dass Yandex der größere Anbieter in Russland ist und Uber es nicht geschafft hat, den lokalen Konkurrenten zu überholen. Aus den von Yandex veröffentlichten Zahlen wird klar, dass das Unternehmen mehr als doppelt so viele Fahrten im Jahr 2017 plant, als der amerikanische Ex-Konkurrent.

Gemeinschaftsplattform mit 35 Mio. Fahrten pro Jahr

Das kombinierte Unternehmen soll mehr als 35 Mio. Fahrten pro Monat durchführen. Das Geschäftsgebiet des neuen Unternehmens umfasst 127 Städte in sechs Ländern. Die Unternehmensführung nach dem Zusammenschluss übernimmt der Yandex Taxi CEO Tigran Khudaverdyan. Nach dem Abschluss der Transaktion können die Nutzer über beide Apps ein Fahrzeug bestellen. Die Fahrer werden aber auf einer Plattform zusammengefasst und nutzen auch nur eine App.

Nach China die zweite Abgabe für Uber

Uber gibt mit der Transaktion den zweiten Markt an einen Konkurrenten ab. Im letzten Jahr hat sich Uber operativ aus China verabschiedet, indem das Geschäft an den lokalen Anbiete Didi Chuxing für einen hohen Milliardenvertrag verkauft. Uber möchte mit dem Zusammenschluss die eigene Bilanz aufbessern. Das Unternehmen scheint auch die Strategie zu verfolgen, Märkte abzugeben, bei dem eine Alleinherrschaft oder Marktführerschaft als unwahrscheinlich sein wird.

Gestartet als Suchmaschine

Yandex ist besser bekannt als das russische Google, seit Jahren betreibt das Unternehmen aber auch eine Taxi-App. Vor kurzem wurden auch Informationen über die Pläne des Unternehmens mit selbstfahrenden Autos bekannt. Yandex betreibt ein eigenen Forschungsprogramm, um die Technologien für vollautomatisierte Fahrzeug zu entwickeln. Uber ist seit ein paar Jahren in Russland aktiv und musste sich im letzten Jahr gegen ein drohendes Verbot wehren. Letztendlich wurde Uber dazu verpflichtet, nur noch lizenzierte Taxi- und Limousinenfahrer einzusetzen.

Bild: Yandex (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende LKWs von Uber erhalten ein neues Setup

Die Advanced Technologies Group von Uber testet eine neue Version des selbstfahrenden LKWs. Die verbauten Systemkomponenten wurden verbessert, under anderem wird ein verbesserter LiDAR Sensor verbaut und neue Softwarekomponenten werden getestet,.

Marke Otto verschwindet

Die letzten Versionen waren noch unter der Marke Otto unterwegs, die ist jetzt komplett verschwunden. Otto wurde im letzten Jahr von Uber übernommen und in der Advanced Technology Group eingegliedert. Außerdem hab es eine Auseinandersetzung mit dem Kanadischen Unternehmen Otto Motors, das den Namen für sich beansprucht.

LKWs erstmal überarbeitet

Seit der Übername wurden die LKWs das erste mal überarbeitet. Für die Weiterentwicklung ist immer noch das frühere Otto Team zuständig, das in San Francisco stationiert ist. Die Gruppe in San Francisco arbeitet aber eng mit den Teams in Pittsburgh und Toronto zusammen. An beiden Standorten hat das Technologieunternehmen Teams sitzen, die sich mit dem Thema vollautomatisiertes Fahren beschäftigen.

Waymo und Uber streiten sich um LiDAR Sensor

Auch Waymo testet selbstfahrende LKWs, erste Bilder der Testfahrzeuge sind im Internet aufgetaucht. Uber und Waymo liefern sich einen Rechtsstreit. Waymo wirft Uber vor, geheime Waymo Entwicklungsdokumente zu besitzen. Diese soll der ehemalige Waymo Chef vor seinem Wechsel zu Uber heruntergeladen haben.

Der neue Uber ATG Truck verfügt über überarbeitete Komponenten uns Software. Neue Sensoren und weitere Hardware wurden verbaut, die Software hat eine Überholung erhalten. Um den LiDAR dreht sich die Auseinandersetzung mit Waymo, der jetzt verbaut scheint aber eine Fremdentwicklung zu sein. Könnte sein, dass Uber auf Grund der Auseinandersetzung mit Waymo auf eine fertige Lösung von einem Zulieferer setzt.

Tests in und um San Francisco 

In den kommenden Wochen sollen die Trucks in und um San Francisco getestet werden. Außerdem kann sich das Unternehmen weitere aufmerksamkeitswirksame Fahrten vorstellen. Anfang des Jahres hat ein selbstfahrender Otto LKW eine Ladung Budweiser Bier transportiert und damit eine neuen Weltrekord aufgestellt.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Liefer Startup Jinn holt sich weitere 10 Mio. Finanzierung

Das on-demand delivery Startup Jinn schließt eine weitere Finanzierungsrunde ab. Weitere 10 Mio. US$ fließen in das Unternehmen, das in London angesiedelt ist und in Großbritannien und Spanien operativ tätig ist. Insgesamt konnte Jinn bisher 20 Mio. US$ einsammeln. Die Summe stammt von einem Family Office und dem Investment-Vehicle der La Nevera Roja Gründern, die ihr Startup an Rocket Internet verkauft haben.

Jinn bietet on-demand Lieferservice

Das Unternehmen bietet einen 24/7 on-demand Lieferservice für Restaurants und lokale Geschäfte. So können Gerichte, Lebensmittel und andere Non-Food Produkte innerhalb kürzester Zeit zugestellt werden. Der Service ist ähnlich aufgebaut, wie Postmates oder Quiqup. Die Nutzer können einen in der App gelisteten Shops auswählen und sich die Lieferung von einem Jinn Fahrer liefern lassen. Alternativ kann auch ein Kurier zum Shoppen beauftragt werden. Der Fahrer geht dann in das kommunizierte Geschäft, kauft den gewünschten Artikel und liefert diesen aus.

Kampf um Fahrer in London

Der Lieferdienst Jinn arbeitet mit selbstständigen Fahrern zusammen und befinden sich dabei im Wettbewerb mit UberEats, Quiqup und anderen on-demand Startups. Seit dem Start im Jahr 2014 wurden bisher mehr als 1 Mio. Lieferungen zugestellt. Jinn sagt, dass es positive Deckungsbeiträge erwirtschaftet, im kommenden Jahr soll das Unternehmen profitabel sein. Wahrscheinlich ist das Unternehmen nach Fahrerkosten profitabel, aber noch nicht nach Marketingkosten un Overhead Kosten.

Präsenz in London soll ausgebaut werden

Mit der weiteren Finanzierung soll das Geschäft in den bestehenden Märkten weiter ausgebaut werden. Der Wettbewerb zwischen den Lieferdiensten in London ist hart, da werden finanzielle Mittel benötigt, um Fahrer an den Dienst zu binden und um die Bekanntheit zu erhöhen. Jinn wird vorerst von der Expansion in andere Städte abstand nehmen, da der Aufbau einer Stadt hohe Investitionen vor allem auf Fahrerseite benötigen.

Der Aufbau eines profitablen on-demand Lieferdienstes ist eine herausfordernde Aufgabe. Alle Unternehmen kämpfen mit hohen Fahrerkosten. Mittbewerber Stuart wurde vor ein paar Monaten von der französischen Post übernommen. Delivery Hero hat seinen Lieferdienst Valk Fleet nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

Bild: Jinn App (alle Rechte vorbehalten)

Logistik Startup fliit sammelt Seed-Finanzierung ein

Mit fliit sammelt ein weiteres deutsches Logistik-Startup eine Finanzierung in Millionenhöhe ein. Fliit bekommt 1.5 Millionen Euro, um die Transportlösung für die letzte Meile weiter auszubauen. Zuvor haben schon Liefery und Tiramizoo weiteres Geld erhalten.

Fliit baut Lieferplattform für frische Lebensmittel

Fliit baut eine Logistikplattform mit Fokus auf die Lieferung von frischen Lebensmitteln und sensiblen Produkten auf. Dabei betreibt das Unternehmen keine eigene Flotte, sondern tritt als Vermittler auf. Ein Schwerpunkt intern liegt auf der Entwicklung des Provider-Management-Systems und der Tracking Lösungen. Des Weiteren kümmern sich Fliit um die Akquisition und das Management der angeschlossenen Partner. Für jeden Use-Case soll der passende Lieferfahrer gefunden werden. gal ob die Lieferung besonders günstig, schnell oder von besonders hoher Qualität sein soll: Das Berliner Logistik-Start-Up findet für jeden Retailer und jedes Produkt einen passenden Logistikpartner.

Expansion in andere Bereiche geplant

Mit der Finanzierung soll in andere Bereiche expandiert werden. Der jetzige Bereich ist bisher noch eher eine Nische und kann auch leicht von anderen Anbietern kopiert werden. Amazon hat bereits angekündigt, dass das Unternehmen zukünftig auch frische Lebensmittel ausliefern möchte. In Kürze werden in Berlin Meal Kits von Kochhaus ausgeliefert.

Finanzierung von der IBB und anderen

Im letzten Jahr ist das Startup in Berlin gestartet. Das Team hat zuvor bei DHL und Rocket Internet gearbeitet. Das Geld aus der aktuellen Finanzierungsrunde kommt von der IBB Beteiligungsgesellschaft, die sich über den von ihr gemanagten VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin beteiligt hat. Außerdem sind der Venture-Capital-Fonds b10, PDV Inter-Media Venture und WestTech Ventures sowie weitere Business Angels beteiligt. Zu den ieZu den Kunden von Fliit gehören Startups, wie Marley Spoon, Kale&Me oder Kochhaus.

Weitere deutsche Logistik Startups mit Finanzierung

In den vergangenen Monaten haben die Last-Mile Logistik Startups Tiramizoo und Liefery weitere Finanzierungsrunden abgeschlossen. Die Mehrheit von Liefery wurde dabei von dem Paketdienst Hermes übernommen. Zu den Investoren von Tiramizoo gehören Daimler und der Ölkonzern Shell.

Bild: fliit (alle Rechte vorbehalten)

Deutsche Post baut StreetScooter-Produktion aus

Nicht nur Hermes setzt auf den Einsatz von elektrischen Fahrzeugen bei der Auslieferung von Sendungen, sondern auch die Deutsche Post. Die Deutsche Post ist dabei schon weiter und hat die elektrischen StreetScooter Fahrzeuge bereist im Einsatz. Dabei sind die Lieferfahrzeuge eine Eigenentwicklung, Produktion und Vertrieb werden jetzt ausgebaut.

Deutsche Post DHL Group setzt auf Elektromobilität

Damit setzt die Deutsche Post DHL Group weiter konsequent auf Elektromobilität. Die Nachfrage innerhalb der Post und DHL und die Nachfrage externer Partner ist so hoch, dass die Kapazitäten von 10.000 auf 20.000 Fahrzeugen pro Jahr verdoppelt werden. Um das zu erreichen, wird ein weitere Produktionsstandort in Nordrhein-Westfalen in Betrieb gehen.

StreetScooter für externe Partner

Bisher hat die Deutsche Post die Fahrzeuge ausschließlich die Optimierung und Elektrifizierung der eigenen Flotte für Postbetrieb und Lieferverkehr genutzt. Hinzu kommt jetzt, dass das Tochterunternehmen der Deutschen Post die StreetScooter Fahrzeuge auch an Dritte verkaufen möchte. Mindestens die Hälfte der in diesem Jahr produzierten Elektrofahrzeuge soll an externe Interessenten veräußert werden. Die Post sieht vor allem Interesse bei Kommunen, strategischen Partnern und großen Flottenkunden im In- und Ausland. Der Fokus liegt dabei vorerst auf Europa. Bisher befinden sich bei der Post rund 2.500 StreetScooter des Typs Work Fahrzeuge im Einsatz – die Zahl soll sich bis Jahresende mindestens verdoppeln.

Gemeinschaftsprojekt mit RWTH Aachen

Ursprünglich wurde der StreetScooter von der RWTH Aachen und der Deutschen Post zusammen entwickelt. Nachdem die Entwicklung abgeschlossen wurde, hat die Post das Unternehmen komplett übernommen. Bei der Post werden die alten Dieselfahrzeuge durch die neuen Elektrofahrzeuge ersetzt. Die Fahrzeuge überzeugen durch die einfache Konstruktion und die Zuverlässigkeit. Viele der Komponenten waren schon vorhanden und erprobt. Der Motor stammt von EM-Motive einem Joint Venture von Bosch und Daimler. Die meisten Komponenten der Leistungselektronik sind direkt von Bosch. Insgesamt haben die Elektrolieferwagen eine Reichweite von 80 km pro Ladung. Für den täglichen Betrieb ist das mehr als genug – es werden pro Fahrt nur etwa 20 Kilometer zurückgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h – auch das ist mehr als genug für die Zustellung von Briefen und Paketen im urbanen Bereich.

Hermes arbeitet mit Mercedes-Benz

Der Paketdienst Hermes hat in den vergangenen Wochen angekündigt, dass eine Kooperation mit Daimler geschlossen wurde. Ab 2018 möchte Hermes elektrifizierte Lieferwagen von Mercedes-Benz in Stuttgart und später auch in anderen Städten einsetzten.

Bild: StreetScooter GmbH (alle Rechte vorbehalten)

Here stellt Mobility on-demand Toolkit vor

Der Kartendienst Here hat ein Toolkit vorgestellt, mit dem Entwickler von On-Demand-Diensten ortsbezogene Daten in ihre Apps schnell integrieren können und neue Features entwickeln und anbieten können. Für eine zufrieden stellende Erfüllung der Kundenerwartungen und gleichzeitig wirtschaftliche Lösung, ist ein leistungsfähiges und genaues System notwendig.

Lösung für Lieferdienst und Ride-Hailing Plattformen

Der Kartenanbieter  will mit seiner Lösung Anbieter aus unterschiedlichen Industrien ansprechen. Das Toolkit kann in die Apps von Lieferdiensten für Essen mit eingebaut werden. Für Kurierdienst und Ride-Hailing Plattformen soll das Angebot auch interessant sein. Über eine API erhalten die on-demand Unternehmen Zugriff auf die Kartendaten, APIs und SDKs. Insgesamt soll es mit dem Paket leichter sein, die Herausforderungen der on-demand Dienste zu lösen. Dabei gilt es, die Balance zwischen Auslastung, Zufriedenheit von Kurieren/Fahrern und Zufriedenheit der Kunden zu finden.

Schnellstart mit Here Toolkit

Laut Here können etablierter Unternehmen ihre Marktposition mit dem Toolkit ausbauen, Startups und Neueinsteiger können mit einer technisch ausgereiften Lösung schnell starten. Das on-demand Toolkit wird bereits von unterschiedlichen Unternehmen genutzt. Der größte Ride-Hailing Anbieter in Südostasien greift auf das Paket zurück, ebenso die türkische Ridesharing App Volt und die australische App Localift, die ebenfalls einen Mitfahrdienst anbietet.

Entweder können die Nutzer des Toolkits eine eigene Navigationslösung bauen, oder auf die Here Navigations-App verlinken. Letzteres ist schneller zu realisieren, wahrscheinlich aber auch weniger individualisiert. Der Kartendienst will Here als end-to-end Lösung vermarkten, die auch bei komplexen Herausforderungen funktioniert. Apps, die mit dem Toolkit entwickelt werden, bieten eine einheitliche Darstellung der Karten über verschiedene Gerätekategorien hinweg. Außerdem können Abhol- oder Abgabeorte präzise lokalisiert werden, hinzu kommt die Unterstützen standortbezogener Benachrichtigungen. Darüber hinaus ermöglicht das Toolkit eine verkehrsbezogene Navigation, Fußgängerführung und stets aktuelle Informationen zur geschätzten Ankunftszeit.

Von BMW und Daimler übernommen – Intel investiert

Here entwickelt auch hochgenaue Kartendaten, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden. Gleichzeitig sind die Kartendaten Grundlage für die Navigationsgeräte von Daimler, BMW und anderen Automobilherstellern. Im Jahr 2015 wurde das Unternehmen von BMW, Daimler und Audi gekauft, Anfang diesen Jahres hat Intel 15% an Here übernommen.

Bild: Here (alle Rechte vorbehalten)

Lieferplattform Bringg sammelt weitere 10 Mio. US$ ein

Das Startup Bringg hat in einer Series B weitere 10 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt. Die Finanzierung kommt von Aleph VC, Coca-Cola und Peres Ventures. In den nächsten Monaten soll die Plattform weiter ausgebaut werden.

Transparenz in der Lieferkette

Mit Bringg können Händler ihre Lieferkette kontrollieren und schnellere Lieferungen für den Kunden ermöglichen. Unternehmen wie Amazon und Uber haben die Erwartungen der Kunden für schnelle und transparente Lieferungen stark verändert. Kunden erwarten schon fast, dass die Bestellungen schnell zugestellt werden und dass sie in der Lage sind, zu überprüfen, wann genau die Lieferung zugestellt wird. Bringg möchte eine Lösung für Unternehmen schaffen, damit diese eine Chance im Wettbewerb mit Amazon und Co. haben.

Mehr Kontrolle für Einzelhändler

Mit Bringg können die Unternehmen ihre eigene Lieferkette kontrollieren und gleichzeitig einen besseren Service für die Kunden bieten. Kunden werden per Nachrichten über den Lieferstatus aufgeklärt und können den Fahrer live trocken. Außerdem wird die Kommunikation zwischen Fahrern und Kunden gesteuert, am Ende wird über einen Bewertungsmechanismus wichtiges Feedback eingesammelt. Gleichzeitig werden die Routen der Fahrer optimiert und die Auslastung der Flotte erhöht, was letztendlich zu niedrigeren Lieferkosten führt. Eine API und ein SDK ermöglichen eine Integration in Websites und anderen Plattformen. Das Management von unterschiedlichen Typen an Lieferflotten ist über die Plattform auch möglich.

Coca-Cola als Partner von Bringg

Zu den Kunden von Brigg gehören hunderte Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen. Das Unternehmen ist in über 50 Ländern aktiv. Alle Kunden haben gemein, dass der direkte Kontakt zum Kunden wichtig für den Geschäftserfolg ist und dass der Kunde eine außerordentlich gute Erfahrung mit der Auslieferung machen soll. Paketdienste, Lieferdienst für Essen, mobile Wäschereien und andere Branchen nutzten die technische Plattform von Bringg. Bringg rechnet über einen Volumentarif ab. Zu den Kunden gehört auch Coca-Cola. Der Getränkehersteller nutzt die Bringg Plattform für mehrere Use-cases. So werden Einzelhändler mit Großhändlern via Bringg verknüpft, um Bestandsengpässe zu vermeiden. Reparaturteams werden über die Plattform genauso gesteuert, ebenso Kundenauslieferungen in einigen Ländern.

Brigg wurde bereits 2013 in Chicago gegründet und betreibt Büros in New York, Chicago und Tel Aviv. Insgesamt arbeiten etwa 50 Mitarbeiter für das Unternehmen. Einer der Gründer hat zuvor bei der Fahrdienstplattform Gett als CTO gearbeitet. Im letzten Quartal konnte die Zahl der Lieferungen um 300 Prozent gesteigert werden. Insgesamt konnte die Lieferplattform 19 Mio. US$ bisher einsammeln.

In den letzten Wochen wurden mehrere Investments im Same-Day Delivery Bereich bekannt. Der Paketdienst Hermes hat die Mehrheit bei Liefery übernommen. Der Ölkonzern Shell hat sich bei Tiramizoo eingekauft und die französische DPD Mutter GeoPost hat das Same-Day Delivery Startup Stuart komplett übernommen.

Bild: Bringg (alle Rechte vorbehalten)