Archiv der Kategorie: Lieferservice

Die Zukunft der Mobilität verstehen

Die Zukunft der Mobilität wird von drei Mega-Trends beeinflusst werden. Zu den Trends zählen Elektromobilität, selbstfahrende Autos und On-Demand Mobilität.

Die durch die Trends verursachten Veränderungen werden neue wirtschaftliche Chancen ermöglichen und für eine Verlagerung Wirtschaftsleistung durch die bestehenden Mobilitätsangebote sorgen. Vorangetrieben werden diese Veränderungen von etablierten Technologieunternehmen und innovativen Startups.

Die Umsetzung der Trends durch die etablierten Konzerne und Startups wird dafür sorgen, dass Mobilität günstiger und sicherer wird. Außerdem wird es für die Nutzer mehr Auswahl geben und die gebundenen Ressourcen werden effizienter genutzt.

On-Demand Mobilität

Die On-demand Mobilität ist einer der wichtigsten Trends in der Fortbewegung von Personen und Gütern, mit einem globalen wirtschaftlichen Einfluss. Unter On-Demand Mobilität werden alle Mobilitätsanbieter bzw. – Dienstleistungen zusammengefasst, die eine Transportdienstleistung anbieten, die über eine Smartphone-App einfach gebucht und bezahlt werden können. Darunter fallen die Beförderung von Personen, aber auch die von Waren und Services.

Das exponentielle Wachstum von Carsharing, Ridesharing und Same-Day Delivery Dienstleistungen für Kurzstrecken sind nur der Beginn für der Entwicklung. Der Trend, dass auf den persönlichen Autobesitz immer weniger Wert gelegt wird und dass on-demand Services an Nachfrage gewinnen, wird sich weiter verstärken.

Angebote, wie Carsharing werden dafür sorgen, dass Rate von Fahrzeugen pro Einwohner reduziert wird. Experten gehen davon aus, dass ein geteiltes Auto um die 10 -15 private Fahrzeuge ersetzt. Es könnte sein, dass noch innerhalb der nächsten 10 Jahre die meisten innerstädtischen Kilometer mit Ridesharing und Carsharing Angeboten zurück gelegt werden. Dazu tragen die hohen Kosten für den Besitz eines Fahrzeugs bei. Außerdem kommt die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen und Geld für weitere Investitionen ist knapp.

Der Trend, dass On-Demand Services an Beliebtheit gewinnen, liegt auch an den bevölkerungsreichsten Nationen der Erde. In China und Indien besitzt nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ein eigenes Fahrzeug. Die Straßen in den indischen und chinesischen Städten sind trotzdem schon verstopft. On-demand Services werden den Bedarf nach Mobilität von mehreren Millionen Indern und Chinesen der Mittelschicht stillen. Der Fahrzeugbesitz wird in den beiden genannten Ländern nicht möglich sein. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten für den Fahrzeugbesitz zu hoch sein werden, im Zweifel auch durch Regierungsmaßnahmen.

Fahrerlose Fahrzeuge

Mit selbstfahrenden Fahrzeugen beschäftigen sich mehrere Unternehmen. Der Technologiekonzern Google vermarktet die Bemühungen um das eigene selbstfahrende Fahrzeug hervorragend. Seit einiger Zeit gibt es auch Gerüchte, dass der Elektronikkonzern Apple an der Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs arbeitet. Auch etablierte Automobilkonzerne, wie Daimler, Audi, BMW oder Volvo arbeiten am fahrerlosen Fahrzeug. Die ersten fahrerlosen Fahrzeuge werden in den nächsten 5 Jahren auf den Markt kommen.

Selbstfahrende Auto sind nicht nur sicherer, sie eignen sich auch hervorragend für den Einsatz bei on-demand Mobilitätsangeboten. Für on-demand Plattformen würde ein großer Kostenfaktor wegfallen, wenn keine Fahrer mehr bezahlt werden müssen. Für das Geschäftsmodell der Ridesharing Plattformen gibt es durch selbstfahrende Autos ganz neue Perspektiven. Für die Nutzer von on-demand Dienstleistungen würden die Kosten reduziert werden. Deshalb investiert auch die Taxi-Alternative Uber in die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen.

Elektrische Fahrzeuge

Der Erfolg von Tesla hat den etablierten Automobilkonzernen gezeigt, dass Elektroautos Begeisterung auslösen können und sich gut verkaufen lassen. Getrieben wird der Trend durch die Verbesserungen der Batterie-Technologien, Batterie-Steuerung und die Entwicklung der Benzinpreise. Auch Elektromotoren haben einen besseren Wirkungsgrad, als Verbrennungsmotoren. Hinzukommt, dass Elektromotoren einen geringeren Wartungsaufwand erfordern und eine längere Lebensdauer haben. Entscheidender Punkt, der für das weitere Wachstum der Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen verantwortlich ist, ist das wachsende Umweltbewusstsein der Bevölkerung und der Regierungen.

Interessant wird es, wenn die Fahrzeuge für den permanenten Einsatz bei on-demand Netzwerken und nicht den persönlichen Besitz entwickelt werden. Die Fahrzeuge werden dann rund um die Uhr unterwegs sein und nicht mehr als 95% ungenutzt am Straßenrand stehen, so wie es jetzt der Fall ist. Der Bedarf nach elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wird durch die wachsende Nachfrage an on-demand Dienstleistungen steigen. Durch die steigende Nachfrage werden auch die Preise für Elektrofahrzeuge nach unten gehen und die Modellvielfalt wird steigen.

Bis Elektrofahrzeuge für den permanenten Einsatz in on-demand Transportnetzwerken entwickelt sind, wird es noch einige Jahre dauern. Bis es soweit ist, werden Hybrid Fahrzeuge eingesetzt. Die neue Generation der Elektrofahrzeuge wird auf dauernden Einsatz, günstigen Betrieb, Effizienz und einfache Nutzung ausgelegt sein.

Zusammenfassung

Durch die oben genannten Entwicklungen im Mobilitätsbereich werden die Beförderungs- und Transportkosten stark reduziert. Hinzu kommen die Reduzierung der Luftverschmutzung und durch menschliches Versagen verursachte Unfälle. Durch das Wachstum der on-demand Mobilitätsangebote werden auch einige Flächen frei werden, die für neue Zwecke genutzt werden können. Wenn weniger Fahrzeuge unterwegs sind, werden weniger Parkplätze benötigt. Wenn der Privatbesitz von Autos zurückgeht, werden weniger Garagen benötigt und der Platz kann für andere Zwecke genutzt werden.

Die Zukunft im Mobilitätsbereich wird durch eine Überschneidung der drei genannten Trends bestimmt. Jeder Trend ist für sich wichtig, kombiniert ergeben die drei Trends ungeahnte Möglichkeiten.

Ein Erfolgsfaktor wird sein, das Vertrauen der beteiligten Gruppen zu gewinnen. Nutzer, Investoren, Behörden und Versicherungen müssen dann überzeugt sein, dass die neuen Services keine Risiken bergen.

Es bleibt spannend abzuwarten, wann wir in den nächsten 5 bis 10 Jahren ein selbstfahrendes Elektroauto sehen, das auf on-demand Transportplattformen zugeschnitten ist.

Bild: The Art of Mobility von Matthias Rapp (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Sixt investiert in Wudercar, Amazon mit eigener Transport App, Angestellte vs. Freelancer

Interessante Nachrichten aus der Welt der Mobilitäts- und Transport-Dienstleister. Sixt investiert in die Taxi Alternative Wundercar. Gericht in Kalifornien schätzt Fahrer der Ridesharing-Plattformen als Angestellte und nicht als unabhängige Vertragspartner ein. Der e-Commerce Anbieter Amazon will Privatleute als Kuriere einsetzen.

Sixt investiert in Wundercar

Vor einiger Zeit haben wir berichtet, dass die Taxialternative Wundercar nach weiterem Geld sucht und der Automobilkonzern BMW in dem Zuge einsteigen könnte. Wie jetzt vom Unternemen bestätigt wurde, ist unter anderem Sixt bei dem Hamburger Unternehmen eingestiegen. Ob BMW tatsächlich auch Teil der Finanzierungsrunde ist, wurde nicht kommuniziert. Getätigt wurde das Investment von Konstantin Sixt, über das den Investment-Fond Sixt e-Ventures.  Sixt e-Ventures ist an dem Carsharing Joint Venture DriveNow mit BMW beteiligt. Angeführt wurde die Runde von Blumberg Capital. Die genaue Summe ist nicht bekannt, dürfte sich aber im siebenstelligen Bereich bewegen.

Ähnlich wie Uber vermittelt die Wundercar App Fahrten innerhalb von Großstädten an Privatfahrer. In Deutschland wurde die App im vergangenen Jahr kurz nach dem Start verboten, da die Taxi-Lobby Druck ausgeübt hat. Mittlerweile fokussiert sich das Startup auf Osteuropa , das monatliche Wachstum liegt bei 40%. Sixt ist außerdem Hauptgesellschafter des Limousinen Fahrdienst-Vermittlers myDriver. Bleibt abzuwarten, ob es zwischen den beiden Beteiligungen eine Zusammenarbeit geben wird. (via Manager Magazin)

Amazon will auf Privatleute für Paketauslieferungen setzten

Der amerikanische Online-Händler Amazon scheint einen App-basierten Lieferservice zu entwickeln, der auf dem Einsatz von Privatpersonen als Fahrern beruht.

Dadurch sollen Lieferzeiten verkürzt und Lieferkosten gesenkt werden. Amazon hätte mehr Kontrolle über die Lieferkosten, die im letzten Jahr um 31% gestiegen sind. Lokale Einzelhändler sollen als Lagerfläche dienen, die dann von den Kurieren angefahren werden, um die Ware abzuholen und zwischenzulagern. Es ist unklar, ob sich die lokalen Händler auf eine Kooperation mit dem großen Rivalen einlassen.

Fraglich ist auch, ob die Kosten wirklich geringer sind, als die Zustellung per UPS. UPS kostet es im Schnitt 8$, um ein Paket innerhalb der USA zuzustellen. Im Schnitt stellt Amazon 3.5 Mio. Pakete am Tag zu. Für die Anzahl an Paketen ist ein großer Pool an Fahrer nötig. Mit einem ähnlichen Konzept sind schon Unternehmen, wie Uber, Deliv, Instacart, Google, Postmates und eBay am Markt. Im letzten Jahr hat Amazon schon die Zustellung mit Uber und Taxis getestet. (via Wall Street Journal)

Uber Fahrer wird als Angestellter eingestuft, nicht als unabhängiger Partner

Eine Arbeitskommission in Kalifornien hat eine klagende Uber-Fahrerin als Angestellte und nicht als unabhängige Vertragspartnerin eingestuft. Wir hatten vor ein paar Wochen bereits über die Auseinandersetzung berichtet. Für Uber bedeutet die Entscheidung einen Rückschritt. Als Folge der Entscheidung könnten bald alle Fahrer in Kalifornien und eventuell auch in anderen Staaten als Angestellte eingestuft werden.

Das würde die Kosten für Uber in die Höhe treiben. Uber müsste die Kosten für die Versicherungen der Fahrer übernehmen und Tankkosten erstatten. Uber wird gegen das Urteil Berufung einlegen. Das Ridesharing Unternehmen bekräftigte, dass ausschließlich Fahrten per App vermittelt werden und alle Fahrer unabhängige Partner seien. Hauptgrund, warum sich Fahrer bei Uber engagieren, ist die Flexibilität und Unabhängigkeit.

Das Urteil könnte auch Auswirkungen auf das Geschäftsmodell anderer Sharing Economy Unternehmen wie z.B. AirBnB, Postmates,  Instacart, TaskRabbit usw. haben. (via Wall Street Journal)

Bild: Au volant / At the wheel von  Sarah Joy (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Volo wird zu Foodora, Apple und Postmates

Kurznachrichten: Der Lieferdienst für Restaurants ohne eigene Flotte benennt sich von Volo in foodora um. Der amerikanische Same-Day Delivery Anbieter Postmates geht eine Kooperation mit Apple ein. Der Mitfahrservice Uber ist mit Verboten in Italien und Südkorea konfrontiert. Die riesige chinesische Plattform für Taxi-Dienstleistungen Didi Kuaidi sammelt weitere Millionen Finanzierung ein.

Volo will als foodora durchstarten

Anfang April hatten wir zuerst berichtet, dass Volo von Rocket Internet übernommen wird. Nach der Übernahme ändert Volo seinen Namen und weitet sein Angebot auf neue Städte aus. Ab sofort heißt der Dienst foodora. Durch die Expansion kommen Köln, Düsseldorf und Hamburg zum Netzwerk hinzu. Ursprünglich wurde damit gerechnet, dass sich der dienst in Volocity umbenennt. Über Foodora können Malzeiten bei Restaurants bestellt werden, die keine eigene Lieferflotte unterhalten. Aktuell sind deutschlandweit 260 Restaurants teil der Plattform. Mit einem ähnlichen Konzept ist auch Deliveroo am Start, Delivery Hero betreibt ebenfalls mehrere Projekte mit eigener Flotte. Seit der Übernahme ist das Team um das Dreifache gewachsen, aktuell werden 50 Mitarbeiter beschäftigt. (via Gründerszene)

Apple kooperiert mit Postmates

Der Elektronikkonzern Apple ist eine Partnerschaft mit Postmates eingegangen, um einen Same-Day Delivery Service für einige Artikel aus dem Apple Store anbieten zu können. Der Same-Day Delivery Service wird dabei direkt in die Apple Store App integriert. Voraussetzung ist, dass die Lieferadresse in einem Bereich liegt, in dem Postmates aktiv ist. Anscheinend soll Postmates auch eine weitere Finanzierung in Höhe von 50 Mio. US$ abgeschlossen haben. (via Techcrunch)

Uber mit Problemen in Italien und Südkorea

Vor ein paar Tagen hat Uber ein Verbot in Italien hinnehmen müssen, jetzt folgt ein Verbot in Südkorea. In beiden Fällen geht es um die Fahrservices mit privaten Fahrern, die nicht über die nötigen Lizenzen verfügen. In Südkorea darf Uber ab Ende des Jahres den Service Uber X nicht mehr anbieten. Der Uber X Service wurde bereits im März diesen Jahres zurückgefahren, nach heftigem Gegenwind von Gewerkschaften und Behörden. Der Fokus in Südkorea ist auf UberTaxi und UberBlack. In Italien muss Uber innerhalb von 14 Tagen den Mitfahrservice UberPOP einstellen, ansonsten werden 20.000 € Strafe pro Tag fällig. Uber will sich daran halten und nur noch den Service UberBlack in Rom und Mailand anbieten. UberBerlin hat heute angekündigt, dass UberPOP in Berlin eingestellt wird. Wann und ob UberX mit lizensierten Fahrern in der Hauptstadt startet, ist noch unklar. (via derStandard und Wall Street Journal)

Didi Kuaidi nimmt weitere Millionen auf

Der Chinesische Internetkonzern Weibo investiert 142 Mio. US$ in die größte chinesische Taxi-Plattform Didi Kuaidi. Didi Kuaidi ist aus der Fusion von Didi Dache und Kuaidi Dache hervorgegangen. Die Summe soll für die Kundengewinnung genutzt werden und um den Abstand zu anderen Markteilnehmern zu vergrößern. Didi Kuaidi wird in der Finanzierungsrunde mit 6 Milliarden US$ bewertet. Das Unternehmen ist in 360 Städten in China aktiv und hat 1.35 Millionen registrierte Fahrer. Ein Premium Fahrservice mit 400.000 Fahrern ist in 61 Städten verfügbar. Pro Tag werden 4 Millionen Taxifahrten über das Netzwerk bestellt. (via Reuters)

Bild: Pizza Delivery, Chinese Style von David Baron (bestimmte Rechte vorbehalten)

Das war die Woche: Ärger für myTaxi – WunWun Aus – Marihuana – SherpaShare

Das war die Woche: Aus für WunWun Same Day Delivery. Ärger für myTaxi in Stuttgart. SherpaShare will Fahrern zu mehr Umsatz verhelfen. Das Ridesharing-Unternehmen Sidecar liefert medizinisches Marihuana in San Francisco.

Alfred übernimmt WunWun Same Day Delivery Service

Drei Jahre nach dem Start in New York City werden Teile des on-demand Delivery Startups WunWun von dem Startup Alfred übernommen. Einerseits wird die von WunWun entwickelte Technologie übernommen, andererseits wechselt ein Teil des Teams zu Alfred. Wir hatten schon mal über WunWun berichtet, das Startup hatte eine Kooperation mit dem Limousinen- & Fahrservice Gett abgeschlossen. Alfred ist ein Concierge-Service, bei dem die Nutzer per SMS und Web-App eine Vielzahl von Services rund um den Haushalt bestellen können. Unbekannt ist, welche Summe für die Übernahme von WunWun geflossen ist. Da es sich um einen Fire-Sale handelt, dürfte die Summe überschaubar gewesen sein. (via Techcrunch)

Taxi-Zentrale geht gegen Rabattaktion von myTaxi vor

Mit einer einstweiligen Verfügung hat sich die Taxi-Zentrale in Stuttgart gegen die aktuelle Rabattaktion von myTaxi gewehrt. Die Taxi-App myTaxi wollte den Kunden bis zum heutigen Sonntag einen Rabatt von 50 % auf Taxifahrten gewähren, wenn die Fahrt bargeldlos per App bezahlt wird. Als Reaktion hat myTaxi die Gebietet Stuttgart, Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt von der Aktion ausgeschlossen. Die Taxi-Zentrale führt als Begründung das Personenbeförderungsgesetz an. Laut dem Gesetzt darf der festgelegte Taxitarif weder über noch unterschritten werden. Die Taxi-Zentralen haben Angst, durch Apps wie myTaxi an Bedeutung zu verlieren. Deswegen gehen vermehrt Taxi-Zentralen gegen die Aktionen von Taxi- und Fahrservice-Apps vor. (via FAZ)

Sidecar liefert medizinisches Marihuana in San Francisco

Die Ridesharing App Sidecar rollt einen neuen Service in San Francisco aus. Nach einem erfolgreichen Testprojekt werden nun Kunden in San Francisco mit medizinischem Marihuana beliefert. Die Lieferung soll innerhalb von einer Stunde zugestellt werden. Die Menge ist auf ca. 30 Gramm pro Kunde begrenzt, ein Fahrer darf maximal vier Bestellungen mitnehmen. Die Bestellungen werden während des Transports in einer speziellen Sicherheitsbox transportiert. Die Fahrer behalten 80% von der Liefergebühr. Das Ridesharing Unternehmen arbeitet mit Meadow Care zusammen, um den Service unter legalen Voraussetzungen anbieten zu können. Sidecar hat vor ein paar Monate einen on-demand Delivery Service gestartet. Die Fahrer, die auch Fahrgäste befördern, nehmen die Lieferungen zusätzlich mit. (via CNET)

SherpaShare will Lyft und Uber Fahrern zu mehr Umsatz verhelfen

SherpaShare will die Daten der on-demand Delivery und Ridesharing-Anbietern analysieren und so den Fahrern von Plattformen, wie Lyft, Uber und co. zu mehr Umsatz verhelfen. In der letzten Woche hat das Unternehmen eine Finanzierung in Höhe von 700.000 US$ angekündigt und eine App für iOS veröffentlicht. Das Startup bietet Analyseergebnisse für die Fahrern von Diensten wie Uber, Lyft, Sidecar, Postmates, Instacart, Sprig und SpoonRocket an. Das Ziel ist, dass die Fahrer wissen, wie viel sie aktuell pro Stunde verdienen und wie sie ihren Verdienst steigern können. Mit der veröffentlichten App können die Fahrer ihre gefahrene Strecke und die Zeit hinterm Steuer aufzeichnen. Die Daten werden dann für die Erstellung des Dashboards im Nutzer-Profil auf der Website genutzt. Basierend auf dem Dashboard kann jeder Fahrer individuell seine Arbeitszeiten und sein Verhalten anpassen, um seinen Verdienst zu erhöhen. (via VentureBeat)

Bild: Saturn: Same-Day-Delivery von Media-Saturn-Holding GmbH (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: 1.5 Milliarden US$ für Uber, 3 Milliarden für Nokia HERE?

Kurznachrichten: Uber will weitere Milliarden einsammeln, Bewertung steigt auf 50 Milliarden US$. Gebote von über 3 Milliarden US$ für den Kartenservice Nokia Here wurden von den deutschen Automobilherstellern und Uber abgegeben.

Uber plant neue Finanzierungsrunde

Die Ridesharing und Transport Plattform Uber plant weitere 1.5 Milliarden US$ an Finanzierung aufzunehmen. Die Bewertung würde dann auf 50 Milliarden US$ steigen. Uber hat erst Anfang des Jahres einen Milliardenbetrag eingesammelt, bei einer Bewertung von 40 Milliarden US$. Uber profitiert dabei von der Einstellung der Investoren, die die Technologie von Uber als Zukunft im Transport- und Beförderungsbereich ansehen. Uber wird mit der Finanzierung den Service in weitere Städte bringen. Außerdem werden Services wie UberEATS weiter ausgebaut. Für Akquisitionen und Forschungsprojekte könnte auch Geld benötigt werden. (via Bloomberg)

3 Milliarden US$ für Nokia Here?

Für den Kartendienst HERE von Nokia gibt es einige Kaufinteressenten. Die Deutschen Automobilhersteller Audi, Mercedes und BMW willen wohl gemeinsam das Kartenunternehmen übernehmen. Außerdem ist anscheinend Uber bereit, 3 Milliarden US$ für den Dienst zu zahlen. Ein entsprechendes Angebot wurde abgegeben. Neben dem Konsortium der Automobilhersteller und Uber soll auch eine nicht genannte Private Equity Firma Interesse an dem Service und den Daten von Nokia bekundet haben. Here hat vor allem einen großen Marktanteil im Segment der von Werk eingebauten Navigationsgeräte. Deshalb wird das Interesse der Automobilhersteller groß sein. Uber könnte mit Here unabhängiger von Google werden und  seinen UberPool Service verbessern. Die Kartentechnologie spielt auch eine Schlüsselrolle in der Entwicklung selbstfahrender Autos. Sowohl Uber als auch die Automobilhersteller arbeiten an entsprechenden Projekten. (via New York Times)

Carsharing: Flinkster und Ford arbeiten enger zusammen

Die Deutsche Bahn und Ford arbeiten im Carsharing Bereich enger zusammen. Die Bahn nutzt für ihr Carsharing Angebot Ford Fahrzeuge. Ford Nutzt das von der Deutschen Bahn entwickelte internetbasierte Buchungssystem für Ford Carsharing. Ford bietet seit 2013 mit ausgewählten Handelspartnern Carsharing an. Die registrierten Nutzer haben auch Zugriff auf das Fahrzeugangebot von Flinkster, dem Carsharing Angebot der Deutschen Bahn. Insgesamt stehen der Nutzern von Ford Carsharing so 3600 Fahrzeuge an 1000 Stationen in über 200 Städten zur Verfügung. Sowohl Flinkster als auch Ford Carsharing sind stationsgebundene Angebote, die Fahrzeuge müssen an einer festen Station abgeholt und wieder abgestellt werden. Im Gegensatz dazu existieren free-floating Angebote wie DriveNow und Car2Go. Bei diesen Modellen können die Carsharing Fahrzeuge an beliebigen Orten in einem festgelegten Gebiet abgestellt werden. (via Presseportal)

Bild: here.com (alle Rechte vorbehalten)

Rocket Internet investiert in Take Eat Easy

Vor ein paar Tagen hatten wir berichtet, dass sich Rocket Internet für den Bereich Lieferservice für Essen als Logistik-Lösung mit eigener Flotte interessiert.

Das Gerücht bestätigt sich nun, dass sich Rocket Internet neben dem Marktplatz für Gerichte Lieferungen auch für das Logistik-Geschäft mit eigener Flotte interessiert.

Nicht Volo sondern Take Eat Easy

 


Update, 16.4.15: Wie heute von TechCrunch und Gründerszene berichtet wurde, übernimmt Rocket Internet Volo komplett. Mit unserem ersten Bericht lagen wir also doch nicht falsch.


Nicht wie vermutet in Volo investiert Rocket Internet, sondern in den Lieferservice Take Eat Easy. Das berichtet Techcrunch. Via Take Eat Easy können Nutzer Essen online bei Restaurants bestellen, die bisher keinen Lieferservice angeboten haben. Einen ähnlichen Service bietet Deliveroo an, die vor einem Start in Deutschland stehen. Mittels intelligenten Technologie werden die Lieferaufträge über eine Smartphone App an unabhängige Fahrrad Kuriere vermittelt. Der Besteller sieht in seiner App, wie lange es dauert, bis die BestelluUpng geliefert wird, teilweise kann auch der Fahrer getackt werden.

Finanzierung für Expansion nutzen

In das Startup aus Brüssel, das bisher in Belgien und Frankreich aktiv ist, investieren Rocket Internet, DN Capital und Piton Capital 6 Mio. €. Mit der Finanzierung sollen die bestehenden Märkte ausgerollt werden, weitere sollen gestartet werden, darunter Deutschland, Großbritannien und Spanien.

Rocket Internet an Delivery Hero beteiligt

Interessant ist die Beteiligung, da Rocket an Delivery Hero beteiligt ist und selbst mehrere Marktplätze für Essen Lieferservices aufgebaut hat und betreibt. Delivery Hero hat sich vor kurzem erst an MyLorry beteiligt. MyLorry bietet mit Food Express ebenfalls einen Lieferservice mit eigenen Fahrern, den Restaurants nutzen können, die bisher keine Gerichte geliefert haben.

Bild: Dinner is served. von Boudewijn Berends (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lieferservice für Essen: Delivery Hero steigt bei MyLorry ein, Rocket bei Volo?

Delivery Hero steigt bei MyLorry ein, um mit dem Service Food Express die Auswahl an Restaurants zu erweitern, bei denen Essen bestellt werden kann. Die beiden Unternehmen arbeiten schon seit Ende des letzten Jahres zusammen.

Lieferservice mit eigener Flotte

MyLorry ist als Same-Day Delivery Plattform gestartet. Nach einiger Zeit kam der Lieferdienst für Restaurants auf Basis der MyLorry-Technologie hinzu. Food Express ist ein Lieferservice für Restaurants, die keine eigenen Fahrer beschäftigen. Diese Restaurants können über Food Express einfach einen Fahrer nach Bedarf buchen.

The easiest way to your favourite food

Für Delivery Hero ist das Modell interessant, da so die Auswahl an Restaurants auch um Restaurants ohne eigene Flotte erweitert werde kann. Dabei dürfe es sich meistens um gehobenere Restaurants handeln. So kommt das Unternehmen seiner Mission „The easiest way to your favourite food“ näher. Laut Deutsche Startups sicherte sich Delivery Hero einen Unternehmensanteil von 16% an My Lorry. Einige der Business Angels, die sich bereits in einer früheren Runde an MyLorry beteiligt hatten, ziehen ebenfalls mit. Delivery Hero hat laut MyLorry einen zweistelligen Millionenbetrag für den Anteil investiert. Damit dürfte die Unternehmensbewertung bei mehr als 50 Mio. Euro liegen.

Deliveroo mit ähnlichem Konzept

Ein ähnliches Konzept verfolgt Deliveroo. Über die Website und bald auch App können Gerichte bei einer Auswahl an gehobenen Restaurants bestellt werden. Deliveroo bietet anders als MyLorry keine Schnittstelle für Restaurants. Bei dem Unternehmen bestellt der Nutzer über die Deliveroo Seite sein Essen, das dann mittels Deliveroo Fahrer zugestellt wird. Deliveroo arbeitet seit Anfang des Jahres an einem Start in Deutschland, im April soll es schließlich soweit sein.

Rocket vor Einstieg?

Gerüchteweise interessiert sich Rocket Internet auch für einen Einstieg in dem Bereich. Das Münchner Startup Volo bietet den gleichen Service, wie Deliveroo an. Bisher nur in München. Gerüchen nach soll sich Rocket für einen Einstieg bei Volo interessieren. Vorstellbar ist aber auch, dass Rocket einen Lieferservice mit eigenen Fahrern ohne den Einstieg bei einem Startup startet und hochzieht.

Auf Geschwindigkeit kommt es an

Um eine führende Position zu erreichen, müssen die Unternehmen schnell bei der Expansion sein. Auch bei den Lieferservices mit eigener Flotte wird es darauf hinauslaufen, dass es einen Markteilnehmer geben wird, der den Markt beherrschen wird. Finanziell gut ausgestattet sind alle drei Unternehmen. Deliveroo hat vor kurzem eine Finanzierung von 25 Mio. US$ abgeschlossen, damit dürften sich einige Länder starten lassen. Delivery Hero dürfte auch über genügend finanzielle Mittel für die Expansion von Food Express verfügen. Rocket Internet verfügt auch über ausreichend Möglichkeiten für eine schnelle Expansion, falls sie sich für einen Einstieg entscheiden.

Bild: Pakketdienst Amsterdam von FaceMePLS (bestimmte Rechte vorbehalten)