Archiv der Kategorie: Limousinenservice

Alle Artikel über Entwicklungen im on-demand und on-order Limousinenbusiness.

Luxus: Der EZ-Ultimo von Renault

Der EZ-Ultimo ist ein luxuriöses selbstfahrendes Fahrzeug von Renault und vervollständigt die diesjährige Trilogie des französischen Automobilherstellers.

Der vollelektrische Renault EZ-Ultimo ist das dritte von drei „Roboter-Fahrzeug“-Konzepten, die der französische Automobilhersteller 2018 entwickelt hat. Die vorherigen Modelle sind das taxi-artige EZ-Go Auto und der EZ-Pro-Truck.

Der EZ-Ultimo ist mit einer autonomen Fahrtüchtigkeit der Stufe 4 auf der SAE 5-Stufen-Skala* ausgestattet, was bedeutet, dass das Fahrzeug Entfernungen, Geschwindigkeiten und Spurwechsel durch die Verarbeitung von Daten aus einer Kombination von Radar-, Lidar- und Ultraschallsensoren bewältigen kann.

Renault sieht den Zweck des EZ-Ultimo in Form eines Limousinenservices. So können beispielsweise Fünf-Sterne-Hotels und Reisebüros eine Flotte der ultra-luxuriösen Fahrgeschäfte für Chauffeur-Kunden im Rahmen eines bestehenden Premium-Service erwerben.

Der EZ-Ultimo kann von Hotels oder Fluggesellschaften als luxuriöser Shuttle für Gäste genutzt werden.
Der EZ-Ultimo kann von Hotels oder Fluggesellschaften als luxuriöser Shuttle für Gäste genutzt werden.

Stephane Janin, Direktor der Concept Cars von Renault, erklärt, dass das Designteam von EZ-Ultimo von den Pferdekutschen des 18. und 19. Jahrhunderts beeinflusst wurde, von der modernen Architektur (wie beispielsweise dem Flagship Store von Prada in Tokio, der von Herzog & de Meuron entworfen wurde) sowie Renaults Historie. Vor dem Ersten Weltkrieg produzierte das Unternehmen vorrangig repräsentative Luxuswagen.

*Die Einteilung der autonomen Fahrtüchtigkeit erfolgt schrittweise: Ausgehend von Stufe0 mit “Driver only” – der Fahrer lenkt und fährt vollkommen ohne Unterstützung durch Fahrerassistenzsysteme – bis hin zu Stufe 5, bei welchem sich das Fahrzeug fahrerlos, also autonom, fortbewegt.

  • Stufe 1: Assistiertes Fahren – Fahrassistenzsysteme untersützen den Fahrer übernehmen aber nicht das Steuer.
  • Stufe 2: Teilautomatisiertes Fahren – Systeme können u.a. das Steuer übernehmen, der Fahrer bleibt aber in der Verantwortung.
  • Stufe 3: Hochautomatisiertes Fahren – der Fahrer kann sich in bestimmten Situationen länger vom Fahrgeschehen abwenden
  • Stufe 4: Vollautomatisiertes Fahren – das Fahrzeug fährt überwiegend selbstständig, der Fahrer muss jedoch fahrtüchtig sein.
  • Stufe 5: Autonomes Fahren – das Fahrzeug übernimmt alle Fahrfunktionen, die Personen im Wagen werden zu Passagieren.

Quelle: www.bmw.com

Bilder (alle Rechte vorbehalten): Renault

eHailing Dienst: Cabify sichert sich weitere Finanzierung

Der eHailing Dienst Cabify, der in Spanien, Portugal und Südamerika aktiv ist, hat eine weitere Finanzierung eingesammelt. Insgesamt flossen 160 Mio. US Dollar bei der letzten Runde, die Bewertung lag bei 1.4 Milliarden US Dollar.

Restrukturierung bei eHailing Dienst Cabify

Maxi Mobility, das Unternehmen hinter Cabify hat sich auch einer Restrukturierung unterzogen. Insgesamt 120 – 150 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen, was fast 10% der Belegschaft entspricht. Die Reduzierung soll durch Zentralisierung einzelner Operations Bereiche erzielt werden. Gleichzeitig wird die Unternehmensführung neu aufgestellt. Der bisherige COO und Mitgründer Vincente Pascual übernimmt die Rolle des CEO. Der bisherige CEO Ricardo Weder soll sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen und als Präsident agieren.

Die Finanzierung kommt von bestehende und neuen Investoren wie Rakuten Capital, TheVentureCity, Endeavor Catalyst, GAT Investments, Liil Ventures und WTI. Erst im vergangenen Jahr hat das Unternehmen eine Summe von 100 Mio. US Dollar aufgenommen. Wahrscheinlich auch, um die Übernahme von Easy Taxi zu finanzieren. Easy Taxi wurde von Rocket Internet gestartet und war hauptsächlich in Südamerika und dem Mittleren Osten aktiv. Insgesamt hat Cabify mehr als 400 Mio. US Dollar bis heute eingesammelt.

Mehr Wettbewerb im Zukunftsmarkt Südamerika

Der Wettbewerb in Südamerika wird stärker. Uber hat sich die Region verschrieben und auch lokale Anbieter wie 99 werden stärker. Anfang des Monats hat die chinesische Plattform Didi Chuxing 99 übernommen, der Preis lag bei einer Milliarde Dollar. Mit dem Verkauf an Didi gehört die Mobility Plattform jetzt einem finanzstarken und aggressiven Player.

Cabify und Easy Taxi sind in 14 Ländern aktiv und die Strategie sieht vor, dass das Geschäft in den bisherigen Märkten ausgebaut werde soll und weniger Expandiert werden soll. Das Funding fließt somit in die Stärkung der bestehenden Märkte und nicht in die kostenintensive Expansion. Obwohl das Unternehmen regional unterwegs ist, konnte eine beachtliche Zahl an Nutzern akquiriert werden. Insgesamt kommt der Anbieter auf 13 Mio. Kunde, der Umsatz soll im letzten Jahr um 500% gestiegen sein. Uber kommt in Brasilien auf 17 Mio. Kunden und 99 auf 14 Millionen.

Trotz schnellem Wachstum zeichnet sich Cabfiy durch eine Kostendisziplin aus und soll in einigen Märkten profitabel sein. Das Gesamtunternehmen soll kurz vor der Profitabilität stehen.

Bild: Cabify (alle Rechte vorbehalten)

Limousinenservice Blacklane mit neuer Finanzierung

Das Berliner Startup Blacklane, das einen Limousinenservice weltweit anbietet, hat laut eignen Angaben die höchste Finanzierungsrunde der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Wie viel Geld aufgenommen wurde, hat Blacklane nicht mitgeteilt. Das Tech-Magazin TechCrunch will erfahren haben, dass 40 – 45 Mio. US Dollar in das Unternehmen geflossen sind, was von Blacklane nicht kommentiert wird.

ALFAHIM beteiligt sich an dem Limousinenservice

Die Finanzierung kommt von den bestehenden Investoren Daimler und btov Partners, sowie von einem neuen Investor ALFAHIM. Andere Business Angels und der Fond von Carsten Maschmeyer scheinen nicht weiter investiert zu haben. ALFAHIM hat die Runde angeführt, dahinter verbirgt sich ein Firmenkonglomerat aus den Vereinigen Arabischen Emiraten. ALFAHIM ist in den Bereichen Automobil, Reise-, Hotel und Restaurantgewerbe, Immobilien sowie Energie aktiv.

Geografische Expansion und Airport Concierge Service

Die neuen Mittel sollen für die Ausweitung der Angebotspalette und eine weitere Expansion genutzt werden. Bisher ist der Dienst in mehr als 250 Städten und an 500 Flughäfen aktiv. In diesem Jahr sollen weitere 50 Städte hinzukommen, vor allem im arabischen Raum und in Afrika. Bei der Expansion im arabischen Raum wird ALFAHIM auf Grund der lokalen Verankerung hilfreich sein.

Auf Produktseite soll der neue Dienst Blacklane Premium Airport Services & Solutions (Blacklane PASS) global ausgerollt werden. Mit dem Blacklane PASS können Reisende persönlichen Abholservice direkt vom oder zum Flugzeug, Hilfe und Unterstützung bei Anschlussflügen sowie Zugang zu Lounges genießen. Die Erweiterung von Blacklanes Portfolio um Airport Concierge Services geht auf die Übernahme von Solve im vergangenen Oktober zurück.

Fokus auf Premium und geplante Fahrten

Im Haifischbecken der Fahr- und Ride-Sharing-Dienste setzt Blacklane weiterhin auf Premium und das High-End Segment. Vor allem Menschen mit geplanten Reisen sollen durch den Dienst angesprochen werden. Da die Frequenz dieser Fahrten bei einem Großteil der eingekauften Blacklane-Kunden überschaubar sein wird, macht es absolut Sinn, dass das Service-Angebot mit dem Blacklane PASS erweitert wird. Das gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, den Umsatz pro Buchung zu erhöhen. Im Vergleich zu on.demand Diensten sind die Fahrten auch länger. Eine typische Blacklane Fahrt soll zwischen 45 und 60 Minuten dauern, die durchschnittliche Strecke liegt bei 35 Kilometern. Bei Uber und Co. dürften die Fahrten bei etwa einem Drittel der Blacklane Werte liegen.

Stattliches Investment für Berliner Unternehmen

Insgesamt dürfte das Investment in Blacklane mit der letzten Runde die Marke von 80 Mio. US Dollar überstiegen haben. Für ein Berliner Startup ist das eine beachtliche Summe. Im Vergleich zu den Investments in andere Mobility-Dienste, wie Uber, Didi oder Taxify, ist die Summe eher moderat. Die letzten Jahre waren nicht immer leicht für das Unternehmen. Mit der neuen Runde sollte das Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern aber erstmal in Ruhe weiterarbeiten können.

Daimler gehört seit 2013 zu den Investoren von Blacklane und hat in mehreren Runden eine Summe von mehr als 25 Mio. US Dollar in das Unternehmen investiert. Der Daimler-Konzern ist einer der aktivsten Automobilhersteller, wenn es um Investments in Mobilitätsdienste geht. Vor Weihnachten wurde die Mehrheit an dem französischen on-demand Limousinendienst Chauffeur Privé übernommen und mit myTaxi, Hailo, Clever Taxi und TaxiBeat wurden gleich mehrere europäische Taxi-Apps übernommen.

Bild: Blacklane (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienst: SoftBank will 30% Discount bei Uber Einstieg – Verluste steigen

Der Japanische Investor SoftBank will bei dem Fahrdienst Uber einsteigen, das ist seit längerem im Gespräch. Die Japaner wollen aber nicht zur letzten Bewertung von 68.5 Milliarden US$ investieren, sondern haben angeboten, bei einer Bewertung von 48 Milliarden US$ einzusteigen. Das ist ein Nachlass von 30%. Vor allem die Skandale in den letzten Monaten dürften dafür gesorgt haben, dass SoftBank einen so hohen Discount fordert.

Mehr Kontrolle und Unabhängigkeit für Verwaltungsrat

Durch den Einstieg würden auch die Strukturen im Verwaltungsrat von Uber ändern. Die Sitze würden von 11 auf 17 anwachsen und der Einfluss von Gründer und ex-CEO Travis Kalanick würde eingeschränkt werden. SoftBank will zwei der zusätzlichen Posten im Verwaltungsrat besetzten, die anderen vier sollen durch unabhängige Mitglieder besetzt werden.

Anteile von frühen Investoren und Mitarbeitern sollen übernommen werden

Insgesamt will das von SoftBank angeführte Investoren-Konsortium einen Anteil von 14% an dem Fahrdienst übernehmen. Der Großteil der Anteile soll von bestehenden Investoren und frühen Mitarbeitern erworben werden. Anteilseigner, die an einem Verkauf interessiert sind, haben etwa einen Monat Zeit, sich zu melden. Frühe Investoren, wie Benchmark Capital oder Menlo Ventures, haben bestätigt, dass sie Anteile verkaufen werden. Es ist davon auszugehen, dass auch einige frühe Mitarbeiter ihre Anteile zu Geld machen werden. Der Deal kann immer noch platzen und Softbank könnte sich an Lyft beteiligen.

Eine Milliarde als frisches Kapital für den Fahrdienst

Zusätzlich zu der Auszahlung bestehender Anteilseigner, soll eine Milliarde an frischem Kapital von SoftBank, Didi und Dragoneer in Uber investiert werden. Die Bewertung für das zusätzliche Kapital soll bei den vorherigen 68.5 Milliarden US$ liegen.

Verluste steigen stark

Fast gleichzeitig wurde bekannt, dass die Verluste von Uber wieder ansteigen. Im dritten Quartal sollen die Ride-Sharing Plattform einen Verlust in Höhe von 1.46 Milliarden US$ eingefahren haben. Im Vergleich dazu, der Verlust im zweiten Quartal lag bei 1.06 Milliarden US$. Der Verlust soll vor allem durch die zusätzlichen Aufwendungen in die Höhe geschnellt sein, die auf Grund der rechtlichen und regulatorischen Probleme nötigt sind, um Uber weiter am Leben zu halten. Das Buchungsvolumen soll bei 9.7 Milliarden US$ gelegen haben, 2 Milliarden sind davon bei Uber geblieben.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Uber wohl vor nächster Mega-Finanzierung

Die Skandale bei Uber in den vergangenen Monaten scheinen die Investoren nicht verschreckt zu haben. Die Fahrdienstplattform ist in Gesprächen mit SoftBank, Didi Chuxing und Dragoneer über ein Investment in Milliardenhöhe. Die Gruppe von Investoren geht davon aus, dass sie Anteile von Altinvestoren und Mitarbeitern zu einer niedrigeren Unternehmensbewertung übernehmen können.

Bis zu 12 Milliarden US Dollar für Uber

Die drei Investoren könnten bis zu 12 Milliarden US Dollar in Uber investieren. Unterschiedliche Quellen berichten auch von Summen zwischen 8 und 10 Milliarden US Dollar. Das wäre bisher das größte Investment in die Ride-Hailing Plattform, die in den letzten Jahren schon mehrere Finanzierungsrunden in Milliardenhöhe abgeschlossen hat. Das Trio würde direkt Geld in Uber investieren und auch Anteile von Mitarbeitern und Investoren übernehmen, die ihre Anteile zu Geld machen wollen. Es steht im Raum, dass eine Summe von 1 bis 1.5 Milliarden US Dollar bei einer stabilen Bewertung von etwa 70 Milliarden US Dollar in Uber investiert werden soll. Mit bis zu 10 Milliarden US Dollar sollen die Anteile von Altinvestoren und Mitarbeitern übernommen werden.

Stabile Bewertung trotz Skandale

Die kommende Runde ist aus mehreren Gesichtspunkten bemerkenswert. Die voraussichtliche Höhe der Runde ist gigantisch und auch die Bewertung. Viele Beobachter sind davon ausgegangen, dass sich die Skandale der letzten Monate negativ auf die Bewertung in Milliardenhöhe auswirken. Das scheint aber nicht der Fall zu sein.  Der Mega-Deal wird von der Klage zwischen Benchmark Capital und dem Gründer und ehemaligen CEO Travis Kalanick ausgebremst. Sobald der Disput aus der Welt geräumt ist, sollte dem Investment nichts mehr im Wege stehen.

SoftBank muss 100 Milliarden unterbringen

SoftBank zählt zur Zeit zu den aktivsten Investoren, wenn es um Investments in angesagt Tech-Unternehmen geht. Die Japaner haben dafür einen Fond in Höhe von 100 Milliarden Dollar aufgelegt. Unter anderem flossen hohe Summen in WeWork oder Slack. Didi Chuxing hat sich in den letzten Jahren auch zu einem starken Player entwickelt. Das chinesische Unternehmen hat das Geschäft von Uber in China aufgekauft und sich als strategischer Partner an unterschiedlichen Taxi- und Fahrdienst-Apps weltweit beteiligt. In Europa hat sich Didi an dem Unternehmen Taxify beteiligt. Es ist davon auszugehen, dass Taxify einen Gang höher schalten wird und zum ernstzunehmenden Konkurrenten für mytaxi werden wird.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Live Stream: Mercedes-Benz Vans und Via verkünden Ausbau der Ride-Sharing Kooperation

Wie schon berichtet, beteilig sich Mercedes-Benz Vans an dem Shuttle Dienst Via aus New York City. Verfolgen Sie hier die Pressekonferenz ab ca. 12:15 Uhr im Live-Stream.


Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Konferenz:

  • Mercedes-Benz Vans investiert 50 Millionen US-Dollar in neues Joint Venture mit Via und Daimler Mobility Services beteiligt sich zusätzlich als strategischer Investor an Via
  • Im Rahmen des Joint Ventures soll der On-Demand-Shuttle-Service von Via, der bereits in New York, Chicago und Washington D.C. erfolgreich ist, auch in europäischen Metropolen etabliert werden – Auftakt für gemeinsamen Mitfahrdienst noch in diesem Jahr in London
  • In Europa wird das Joint Venture auch mit Betreibern des öffentlichen Personenverkehrs zusammenarbeiten, die das Via-Betriebssystem lizenzieren können, um ohne zusätzliche Infrastrukturkosten die Mobilität zu verbessern und Staus zu reduzieren
  • Langfristige strategische Partnerschaft zur Entwicklung und zum Bau von speziellen Vans mit Integration der Via-Software, Onboard-Sensorik und elektrischem Antrieb sowie autonomen Fahrfunktionen

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Mercedes-Benz Vans wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter ganzheitlicher Mobilitätslösungen. Aufbauend auf der bisherigen Partnerschaft, die 2015 begann, wollen Mercedes-Benz Vans und Via ihre Kooperation deutlich vertiefen. Mit seinem On-Demand Rideshare-Pooling-Service gestaltet Via den Personentransport neu – von einem stark regulierten System mit starren Strecken und festen Fahrplänen hin zu einem dynamischen Netzwerk. Der app-basierte Via-Algorithmus bringt mehrere Passagiere mit ähnlichem Ziel in Echtzeit zusammen und ermöglicht so eine gemeinsame Fahrt in einem Van – schnell, effizient und ohne lange Umwege.

Die Daimler Tochter arbeitet künftig verstärkt mit Via an der Weiterentwicklung dieses intelligenten Mobilitätskonzepts. Ziel ist eine effiziente, bedarfsgerechte und ökologisch nachhaltige Personenbeförderung.

Dynamischen Shuttle Diensten wird ein großes Potential eingeräumt. Manche Experten sehen darin das Betriebssystem der Zukunft für den innerstädtischen Verkehr. Unter anderem können durch den Einsatz die Kosten reduziert werden und ein System geschaffen werden, das sich dynamisch an den Bedarf der Nutzer anpassen kann. Via zählt zu den Anbietern mit der ausgereiftesten Technik. Das hat den Vorteil, dass das System effizient funktioniert und eine hohe Auslastung der Fahrzeuge erzielt wird.

Via kommt aus den USA und ist dort vor allem in New York City sehr erfolgreich. Auch in Deutschland gibt es aufstrebende Startups, die ebenfalls eine leistungsfähige Technologie für einen dynamischen Shuttle Dienst aufbauen wollen. In den Anbieter CleverShuttle hat sogar die Deutsche Bahn und auch Daimler investiert.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Die Deutsche Bahn beteiligt sich an Fahrdienst-Plattform Talixo

Die Deutsche Bahn beteiligt sich über den Venture Arm Deutsche Bahn Digital Ventures an der Fahrdienstplattform Talixo. Das Startup bietet eine Technologieplattform, über die vor allem Geschäftsreisende Taxifahrten oder Limousinen buchen können. Insgesamt fließt eine siehe siebenstellige Summe in das Unternehmen. Neben der Bahn beteiligen sich auch die bestehenden Investoren Amman Group und ein Investor aus der Schweiz.

Bahn will Angebot und Geschäftsbereiche erweitern

Die Deutsche Bahn versucht mit dem Investment das Transportangebot über die Schienen hinaus weiter auszubauen. Das Angebot von Talixo soll in den Buchungsprozess der Bahn integrieren. Kunden sollen so nicht mehr zu anderen Anbietern und Apps wechseln müssen, sondern sollen die Möglichkeit erhalten, die Reise von Tür zu Tür über eine Plattform buchen zu können. Die Bewertung von Talixo dürfte sich auch noch in einem vernünftigen Rahmen bewegt haben, so dass die Bahn günstig einsteigen konnte.

Talixo bietet Buchungsplattform für Unternehmen und Reiseportale

Talixo spricht mit seiner integrierbaren Buchungsplattform vor allem Unternehmen, Reisebüros und online Buchungsseiten an. Über die eingebundene Plattform können Taxis und Limousinen gebucht werden, außerdem wird ein Ridesharing Produkt angeboten, bei dem sich mehrere Angestellte eines Unternehmens oder eine Reisegruppe ein Fahrzeug zum gemeinsamen Ziel teilen können.

Bisher unterm Radar geschwommen

Talixo hat bisher eher unter dem Radar agiert, obwohl das Unternehmen bereits Partnerschaften mit Concur, AirPuls, Amadeus oder Onesto vereinbaren konnte. Mal sehen, ob sich das mit dem neuen Investor ändern wird. Das Geld soll auf jeden Fall dazu genutzt werden, um zu expandieren. In einem nächsten Schritt will das Unternehmen die Märkte in Asien und Amerika erschließen.

Zu den Wettbewerbern von Talixo gehört das Berliner Unternehmen Blacklane. Auch Blacklane will sich in dem B2B Markt für die Fahrten auf der letzten Meile etablieren. Zu den Investoren de Unternehmens gehören unter anderem Daimler und die Alstin Group von Carsten Maschmeyer. Blacklane hat bereits einen größeren Footprint und bietet den Service in mehr als 250 Städten an.

Bild: Talixo (alle Rechte vorbehalten)

Lyft und Jaguar Land Rover arbeiten zusammen

Jaguar hat als nächster Automobilhersteller angekündigt, mit einer Ride Hailing Plattform kooperieren zu wollen. Jaguar Land Rover investiert über das Investment-Vehicle InMotion 25 Mio. US$ in den Fahrdienst Lyft und stellt Fahrzeuge für die luxuriöse Version des Ridesharing Dienstes zur Verfügung. Außerdem arbeiten beide Unternehmen gemeinsam an dem Thema vollautomatisiertes Fahren.

Trend geht auch bei Jaguar Land Rover in Richtung on-demand Mobility

Bisher sind schon mehrere Automobilhersteller Kooperationen mit Ride Hailing Plattformen eingegangen. Daimler arbeitet unter anderem mit Uber zusammen und betreibt mit myTaxi eine eigene Taxi App. Auch General Motors arbeitet schon mit Lyft zusammen und hat eine große Summe in die Plattform investiert.  Die Automobilindustrie wurde davon überzeugt, dass privater Autobesitz zuerst in den Städten zurück gehen wird und die Einwohner vermehrt auf on-demand Mitfarhdienste setzen werden. Gemeinsam mit den Startups wollen die Hersteller Technologien und Dienstleistungen entwickeln und somit auch neue Umsatzkanäle erschließen.

Premiumhersteller erhält Zugang zu Plattform mit vielen Nutzern

Jaguar Land Rover ist ein kleinerer Premiumhersteller und rangiert weit hinter BMW, Daimler oder Audi. Die Partnerschaft mit Lyft ist ein wichtiger Schritt für den Hersteller, der vor allem in Großbritannien beliebt ist. Dank der Kooperation erreicht Jaguar Land Rover eine große Nutzergruppe über die Lyft Plattform. Andere Hersteller gehen noch davon aus, dass sie eine eigene Plattform  mit großer Reichweite aufbauen können. Darin haben sie aber keine Erfahrung under werden das auch recht schnell merken. Die Limousinen und SUVs von Jaguar und Land Rover werden der Premium-Version von Lyft zum Einsatz kommen. Weitere Premium Mobilitätsangebote sollen entwickelt werden.

Vollautomatisierte Fahrzeuge und weiter Dienste auf der Road Map

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch die vollautomatisierten Fahrzeuge von Jaguar und Land Rover auf der Lyft Plattform getestet werden. Bis es soweit ist, werden noch ein paar Jahre vergehen. Beide Unternehmen betonen die strategische Ausrichtung der Partnerschaft. Gemeinsam lassen sich schneller innovative Mobility Lösungen für die Kunden beider Partner entwickeln.

Bild: InMotion (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienstplattformen Careem und Yidao Yongche kooperieren

Zwei kleiner Fahrdienstplattformen kooperieren, um länderübergreifend eine Präsenz aufzubauen. Careem aus Dubai hat eine Zusammenarbeit mit Yidao Yongche aus China vereinbart. Nutzer der einen App können die Fahrer der jeweils anderen App auf Reisen nutzen.

Careem und Yidao kooperieren

Die Careem und Yidao Nutzer müssen sich nicht die lokale Software aus dem App Store laden, sondern können über die schon aus dem Heimatland bekannte App einen Fahrer buchen. Möglich wird die Buchung in einem anderen Land mittels der Technologie von Splyt Technologies Ltd. aus London. Durch die Technologie von Spylt können dir Fahrer vermittelt werden und nach der Fahrt die Zahlungen abgewickelt werden.

Drittanbieter ermögliche Kooperation

Mittels der Plattform von Spylt werden nach Unternehmensangaben um die 3.5 Millionen Fahrzeuge in China, dem Mittlerem Osten, Südamerika, Frankreich, Polen, Belgien und Nigeria vernetzt. Im Laufe des Jahres sollen noch Russland und Japan hinzukommen.

Yidao Yongche gehört zu den kleineren Anbietern in China und gehört mehrheitlich dem Unternehmen LeEco. In letzter Zeit hat es Berichte gegeben, dass das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten ist und die Fahrer nicht mehr bezahlen kann.

Internationale Kooperation nicht erfolgreich

Es ist nicht neu, dass sich Ridesharing-Plattformen aus unterschiedlichen Ländern zusammenschließen, um im Wettbewerb zu den großen Plattformen wie Uber oder Luft aufzuholen. Eine Ähnliche Kooperation besteht zwischen Lyft und der chinesischen Taxi-App Didi Chuxing.

Didi, Lyft, Ola und Grab wollten einst eine weltweite Allianz bilden, um ein Gegengewicht zu Uber darzustellen. Mittlerweile haben sie die Gegebenheiten geändert und die einzelnen Ride-Hailing Apps verfolgen eigene Ziele für eine Internationalisierung. Der Verkauf von Uber China an Didi und die damit einhergehenden Beteiligung von Didi an Uber dürfte die Gemeinschaft geschwächt haben.

Bild: Careem (alle Bilder vorbehalten)

Lyft startet 40 Städte innerhalb einer Woche, mehr als 100 ist das Ziel für 2017

Der Ride Hailing Dienst Lyft startet eine groß angelegte Expansion, um wettbewerbsfähig in den USA zu bleiben. Innerhalb einer Woche werden 40 neue Städte in den USA gestartet. Bis zum Ende des Jahres will das Unternehmen insgesamt in weiteren 100 Städten seinen Fahrservice anbieten.

Im letzen Monat wurde bekannt, dass der kleinere Ridesharing Dinest schneller Wächst als der Konkurrent Uber. Gleichzeitig ist der Umsatz im Vergleich zu den Verlusten stärker gewachsen, was grundsätzlich ein gutes Zeichen ist. Trotzdem hat Lyft im vergangen Jahr einen Verlust von 600 Mio. US$ verbucht, was noch weit entfernt von der Profitabilität ist.

Die größten Hebel für den hohen Jahresverlust sind die Subventionen für Fahrer und Fahrgäste und die Expansion in neue Städte. Der Start einer neuen Stadt erfordert erstmal ein enormes Investment, um Nutzer und Fahrer von dem Service zu überzeugen. Es ist also davon auszugehen, dass Lyft auch für das Jahr 2017 einen hohen Verlust im dreistelligen Bereich ausweisen wird, da die Expansion im Fokus steht.

Gleichzeitig wird darüber spekuliert, ob Lyft in diesem Jahr international expandieren wird. Bisher war der Plan des Ridesharing-Unternehmes internationale Partnerschaften einzugehen. Die globale Ridesharing Allianz mit Ola, Grab und Didi kommt aber nicht bei der Entwicklung eines gemeinsamen Dienstes voran. Deswegen könnte Lyft einen Versuch starten und den Fahrdienst unter eigenem Namen in globalen Märkten starten.

Laut eigener Aussage will Lyft das Momentum aus dem letzten Jahr nutzen und schnell in weitere Städte expandieren. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Lyft das Fahrtvolumen verdreifachen. Die neuen Märkte sind in Staaten wie Kalifornien, Tennessee, Delaware, Pennsylvania, Virginia, Louisiana, Arizona, New Mexico, Utah, South Carolina, Indiana, Kansas, New Hampshire, North Carolina, Montana und Idaho. Die weiteren 60 geplanten Städte werden später im Jahr bekanntgeben.

Bis ende 2017 will Lyft in 300 Städten vertreten sein und theoretisch 231 Mio. Menschen erreichen, im Vergleich zu 177 Mio. heute. Im Schnitt hat eine Stadt, in der das Unternehmen heute aktiv ist ca. 900.000 Einwohner, die 100 zusätzlichen Städte kommen auf etwa 500.000 Einwohner. Das angesagte amerikanische Unternehmen scheint einen Weg gefunden zu haben, um auch in den kleinen Städten genügend Nachfrage erzeugen zu können.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)