Archiv der Kategorie: Mitfahrgelegenheit

Alibaba steigt in den Ride-Sharing Markt ein

Der Wettbewerb von Ride-Hailing und Ride-Sharing Anbietern in China lebt wieder auf, nachdem der Markt seit der Übernahme von Uber China durch Didi Chuxing von letzterem Unternehmen dominiert wurde. In den letzten Wochen hat die E-Commerce Plattform Meituan einen Ride-Sharing Dienst ausgerollt. Jetzt will auch das Alibaba Tochterunternehmen Amap.com mit einem Mitfarhdienst starten.

Ride-Sharing Dienst in Amap integriert

Der Dienst Amap plant in einem nächsten Schritt, einen Fahrdienst zu integrieren, der ähnlich funktionieren soll, wie Didi Chuxing oder vergleichbare Ride-Sharing Apps. Der Service soll in Städte, wie Chengdu oder Wuhan bereits gestartet sein. Für Peking, Shenzhen, Shanghai und weitere Mega-Städte läuft die Recruiting-Maschine bereits.

Vergleichbar mit Waze und Flinc

Der Ansatz von Amap ist vergleichbar mit dem Angebot von Waze Line oder flinc. Der Dienst soll erstmal nicht kommerziell betrieben werden, sprich es werden keine lizenzierten Fahrer benötigt und es sollen keine Profite anfallen. Es könnte sein, dass sich das Unternehmen mit dem Schritt erst positionieren möchte und später in Richtung Kommerzialisierung geht. Amap hat aber auch großes Interesse an den Daten, die mit einem Fahrdienst erhoben werden können und die die Datenbasis des Unternehmens stärken können. Die Daten können von anderen Unternehmen aus dem Alibaba Portfolio genutzt werden, um maßgeschneiderte Werbung und Angebote ausspielen zu können.

AutoNavi von Alibaba gekauft

Hinter Amap.com steht das Unternemen AutoNavi, das von Alibaba vor ein paar Jahren aufgekauft wurde. AutoNavi hat sich darauf fokussiert, Kartendaten zu erstellen und Navigationslösungen anzubieten. Unter anderem liefert das Unternehmen Kartendaten für Google Maps und die Kartenanwendung von Apple. Amap.com ist sozusagen das lokale Pendant zu Google Maps mit mehr als 700 Mio. Nutzern.

Test in kleineren Städten

Auch Meituan versucht einen Ride-Sharing Dienst aufzubauen. Die Plattform Meituan hat den Service in kleineren Städten getestet, bevor der Roll-Out in Shanghai stattgefunden hat. In Peking wartet das Unternehmen noch auf die Freigabe durch die Behörden. Fahrer und Nutzer scheinen es positiv zu sehen, dass das Monopol von Didi Chuxing aufgebrochen wird. Nach dem Start in Shanghai beteuert das Meituan, dass bereits 30 Prozent Marktanteil von Didi abgeworben wurden. Die Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, da nicht nachvollziehbar ist, wie der Markanteil erhoben wurde. Außerdem ist davon auszugehen, dass das Unternehmen mit hohen Subventionen für Fahrer und Nutzer hantiert.

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Uber News: Aktuelle Zahlen und weitere Pläne

Uber hat in den letzten Tagen die Geschäftszahlen aus dem letzten Quartal den Investoren präsentiert und das Magazin The Information hat eine Kopie veröffentlicht. Außerdem hat sich der CEO Dara Khosrowshahi auf der Goldman Sachs Tech Conference über seine Vision und Roadmap geäußert.

Uber in Zahlen – enorme Verluste

Unterm Strich hat die Plattform im letzten Quartal 2017 einen Verlust von 1.1 Milliarden US Dollar eingefahren. Das ist eine enorme Summe und eine leichte Verbesserung zum dritten Quartal 2017, in dem ein Verlust von 1.5 Milliarden US Dollar angefallen ist. Der Umsatz stieg trotz Skandale weiter, insgesamt wurden 11.1 Milliarden Dollar als Außenumsatz umgesetzt, bei Uber sind davon 2.2 Milliarden Dollar geblieben, der Rest wurde an Fahrer ausbezahlt oder für Gutscheinaktionen genutzt. Die Fahrer haben fast 500 Mio. Dollar an Bonuszahlungen erhalten, über 500 Mio. Dollar wurden für Kundengutscheine ausgegeben. Insgesamt hat die Mobility Plattform im vergangenen Jahr einen Netto—Umsatz von 7.5 Milliarden Dollar erzielt, der Verlust lag bei 4.5 Milliarden US$.

Die Haupttreiber für die hohen Verluste sind die Investitionen in Wachstumsmärkte, wie Indien und Südamerika. Außerdem schlagen die Kosten für die Zukunftswetten wie UberEats, Entwicklung der autonomen Fahrzeuge und UberFreight zu buche.

Gerichtliche Auseinandersetzung mit Waymo beendet

Waymo hat das Unternehmen wegen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen im Bezug auf autonomes Fahren verklagt. Ehemalige Waymo Mitarbeiter, allen voran Anthony Levandowski, sollen vertrauliche Dokumente von den Waymo-Servern gestohlen haben und im Zuge der Übernahme von Otto an Uber weitergegeben haben. Außerdem soll Uber ehemalige Waymo Mitarbeiter mit unfairen Mitteln angeworben haben. Auch wenn Uber sagt, dass nie Geschäftsgeheimnisse von Waymo bei Uber angewendet wurden, wurde der Fall beigelegt. Die Schlammschlacht beider Unternehmen wurde beendet, in dem Uber Geschäftsanteile an Waymo abgibt. Insgesamt soll Waymo etwa 0.34% der Uber Aktien erhalten, was bei der letzten Bewertung von 72 Milliarden Dollar einem Wert von 245 Mio. US Dollar entspricht. Waymo und Uber wollen in Zukunft zusammen arbeiten und für Uber geht der Fall glimpflicher aus, als gedacht. Ursprünglich hat Waymo eine Zahlung von 1.9 Milliarden Dollar gefordert, um den Schaden und die Kosten des Rechtsstreits zu decken. Für das Team bei Uber, das an vollautomatisierten Fahrzeugen arbeitet, bedeutet die Einigung weniger Ablenkung.

Dara Khosrohshahi auf der Goldman Sachs Technology & Internet Conference

Der Auftritt des Uber CEO auf der Goldman Sachs Technology & Internet Conference lässt sich mit ein paar Punkten zusammenfassen.

Für Uber ist das Ridesharing-Geschäft nur ein Baustein auf dem Weg zum größten Unternehmen im Transportation und Logistik Business, das weltweit auf 5 Trilliarden Dollar geschätzt wird. Vor allem die Logistik-Dienste UberEats und UberFreight entwicklen sich gut und sollen signifikant zum Erfolg beitragen. UberEats hat im vergangenen Quartal mehr als eine Milliarde Dollar Außenumsatz erzielt, das Freight Business steht noch am Anfang. Uber könnte sich auch enger mit dem ÖPNV verbinden und Smart Shuttle Busse anbieten. Durch das aggressive Agieren in den letzten Jahren dürfte es für Uber aber schwierig werden, den Fuß in die Tür zu bekommen.

Die Fahrerflotte ist auf über 3 Mio. Fahrer angewachsen und mit der Mobility Plattform sollen potentiell bereits 80% der Weltbevölkerung erreicht werden. Uber befördert laut Khosrowshahi mehr Passagiere als alle Fluggesellschaften zusammen. Die Pooling Produkte scheinen gut angenommen zu werden, in einigen Märkten machen sie bis zu 50% des Fahrtvolumens aus.

Autonome Fahrzeuge sind die einzige Möglichkeit, um die Kosten pro Kilometer für einen Fahrdienst unter den Wert von Selbstfahrern zu bringen. Der UberX Dienst kostet etwa 1.5 Dollar pro Kilometer, während die Fahrt mit dem eigenen Auto nur 0.70 Dollar pro Kilometer kostet. Autonome Fahrzeuge sind eine Möglichkeit, um die Lücke zu schließen. Natürlich könnten Städte und Behörden auch die Kosten pro Kilometer für Privatfahrzeuge erhöhen, in dem Parkgebühren angehoben werden oder Lizenzen erworben werden müssen, wie es in Singapur der Fall ist.

Autonome Fahrzeuge werden von dem Unternehmen selbst entwickelt, gleichzeitig ist die Plattform aber auch für Partnerschaften mit anderen Unternehmen offen, die autonome Autos auf der Plattform betreiben wollen. Unteranderem wurde mit Daimler eine Absichtserklärung unterzeichnet. Uber geht davon aus, dass es für längere Zeit ein Hybrid-Setup geben wird, in dem autonome Fahrzeuge auf bestimmten Strecken unterwegs sind und der Rest von Autos mit Fahrern übernommen wird.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

 

eHailing Dienst: Cabify sichert sich weitere Finanzierung

Der eHailing Dienst Cabify, der in Spanien, Portugal und Südamerika aktiv ist, hat eine weitere Finanzierung eingesammelt. Insgesamt flossen 160 Mio. US Dollar bei der letzten Runde, die Bewertung lag bei 1.4 Milliarden US Dollar.

Restrukturierung bei eHailing Dienst Cabify

Maxi Mobility, das Unternehmen hinter Cabify hat sich auch einer Restrukturierung unterzogen. Insgesamt 120 – 150 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen, was fast 10% der Belegschaft entspricht. Die Reduzierung soll durch Zentralisierung einzelner Operations Bereiche erzielt werden. Gleichzeitig wird die Unternehmensführung neu aufgestellt. Der bisherige COO und Mitgründer Vincente Pascual übernimmt die Rolle des CEO. Der bisherige CEO Ricardo Weder soll sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen und als Präsident agieren.

Die Finanzierung kommt von bestehende und neuen Investoren wie Rakuten Capital, TheVentureCity, Endeavor Catalyst, GAT Investments, Liil Ventures und WTI. Erst im vergangenen Jahr hat das Unternehmen eine Summe von 100 Mio. US Dollar aufgenommen. Wahrscheinlich auch, um die Übernahme von Easy Taxi zu finanzieren. Easy Taxi wurde von Rocket Internet gestartet und war hauptsächlich in Südamerika und dem Mittleren Osten aktiv. Insgesamt hat Cabify mehr als 400 Mio. US Dollar bis heute eingesammelt.

Mehr Wettbewerb im Zukunftsmarkt Südamerika

Der Wettbewerb in Südamerika wird stärker. Uber hat sich die Region verschrieben und auch lokale Anbieter wie 99 werden stärker. Anfang des Monats hat die chinesische Plattform Didi Chuxing 99 übernommen, der Preis lag bei einer Milliarde Dollar. Mit dem Verkauf an Didi gehört die Mobility Plattform jetzt einem finanzstarken und aggressiven Player.

Cabify und Easy Taxi sind in 14 Ländern aktiv und die Strategie sieht vor, dass das Geschäft in den bisherigen Märkten ausgebaut werde soll und weniger Expandiert werden soll. Das Funding fließt somit in die Stärkung der bestehenden Märkte und nicht in die kostenintensive Expansion. Obwohl das Unternehmen regional unterwegs ist, konnte eine beachtliche Zahl an Nutzern akquiriert werden. Insgesamt kommt der Anbieter auf 13 Mio. Kunde, der Umsatz soll im letzten Jahr um 500% gestiegen sein. Uber kommt in Brasilien auf 17 Mio. Kunden und 99 auf 14 Millionen.

Trotz schnellem Wachstum zeichnet sich Cabfiy durch eine Kostendisziplin aus und soll in einigen Märkten profitabel sein. Das Gesamtunternehmen soll kurz vor der Profitabilität stehen.

Bild: Cabify (alle Rechte vorbehalten)

ÖPNV und Startups: Gemeinsam für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Die Mobility Startups und Unternehmen aus dem Bereich öffentlicher Nahverkehr nähern sich an. Auf der einen Seite werden Pilotprojekte gestartet und auf der anderen Seite langfristig ausgelegte Partnerschaften zwischen Startups und Unternehmen geschlossen, die im ÖPNV Sektor seit Jahren verankert sind. Als zwei Beispiele sind Door2Door und BestMile zu nennen.

door2door schließt sich Verband UITP an

Eher politischer Natur ist die Initiative von door2door. Das Unternehmen schließt sich dem Verband UITP an, in der neu gegründeten Kategorie „Digital Platforms“. UITP ist der Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen. Gemeinsam sollen Lösungen für einen flexiblen öffentlichen Nahverkehr entwickelt werden. Über die „Digital Platforms“ Kategorie erhalten öffentlichen Verkehrsbetriebe einen wertvollen Zugang zu digitalen Serviceleistungen, die sie alleine nicht hätten entwickeln können. Auch nachhaltige Stadtentwicklung und geteilte Mobilität sind Thema der Zusammenarbeit. Door2Door bietet schon heute eine Software-Plattform, die es den Städten und öffentlichen Verkehrsbetrieben ermöglicht, einen dynamischen Ride-Pooling Dienst als Ergänzung zum bestehenden ÖPNV anzubieten. Der Dienst ist nachfragebasiert und lässt sich in die herkömmlichen ÖPNV Angebote integrieren. Nur so lässt sich die Zahl der Fahrzeuge in den Städten reduziert werden. Die Gründer Tom Kirschbaum und Maxim Nohroudi verfolgen seit Beginn an den Ansatz, partnerschaftlich mit Städten und Verkehrsbetrieben zusammenzuarbeiten, um die Lebensqualität in den Städten nachhaltig zu verbessern.

IVU und BestMile entwickeln Software für Hybrid-Flotten

Eine etwas andere Partnerschaft gehen das Startup BestMile und IVU Traffic Technologies ein. IVU ist einer der führenden Anbieter von Software-Systemen für den herkömmlichen öffentlichen Nahverkehr und Logistik Anwendungen. Gemeinsam mit BestMile soll das Software-System für autonome Flotten und andere neue Mobility Services entwickelt werden, mit dem sich die neuen Angebote nahtlos mit den traditionellen ÖPNV Systemen verbinden lassen. BestMile hat die Erfahrung bei der Entwicklung von Betriebssystemen für autonome Flotten. Somit ergänzen sich beide Partner gut.

In dem Projekt ADxPT (steht für Autonomous Driving for Public Transport) entwickeln und testen beide Partner gemeinsam ein System mit dem öffentliche Verkehrsbetriebe hybride Flotten aus selbstfahrenden und Fahrer basierten Fahrzeugen betreiben und optimieren können. Entsprechende Systeme werden in den kommenden Jahren benötigt, um die Transformation hin zu autonomen Verkehrsmitteln zu meistern.

Bild: BestMile (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing: Lyft expandiert nach Kanada

Bisher war der Ride-Sharing Dienst Lyft nur in den USA aktiv, ab Dezember wird das Geschichte sein. Die Fahrdienst-Plattform startet in Toronto, der größten kanadischen Stadt. Werden weitere Länder folgen?

Die Nutzer in Toronto und angrenzenden Bezirken werden am Dezember die Möglichkeit haben, unterschiedliche Lyft Dienste zu ordern. Lyft wird die Dienste Lyft Plus, Lyft Lux, Lyft Lux SUV, Lyft Premiere und den Standard Lyft Service nach Toronto bringen.

Fahrer können sich schon jetzt für den Ride-Sharing Dienst anmelden 

Um eine Flotte zu haben, die groß genug ist, um die Nachfrage abdecken zu können, startet das Ride-Sharing Unternehmen schon jetzt damit, Fahrer zu suchen. Wie viel Lyft den Fahrern zahlen wird, ist nicht bekannt. Auch die Fahrpreise für die Kunden wurden noch nicht kommuniziert. Nach dem letzten Milliarden-Investment durch die Google-Mutter Alphabet wird das Ride-Sharing Unternehmen aber aggressiv in den Markt starten und hohe Bonus-Zahlungen für Fahrer und Discounts für Nutzer gewähren.

In Toronto trifft Lyft auf den größten Wettbewerber Uber, der schon seit fünf Jahren in der kanadischen Stadt aktiv ist. Das von myTaxi übernommene Hailo war ebenfalls in Toronto aktiv, hat sich aber komplett aus Nordamerika zurückgezogen.

Folgt die Expansion nach Europa? 

Lyft könnte mit dem Start in Kanada die Segel in Richtung globale Expansion setzen. In den USA wird der Service schon flächendeckend angeboten. Etwa 94% der US Bürger sind in der Lage, den Dienst zu nutzen. Die hohe Flächendeckung wurde durch eine aggressive nationale Expansion in den letzten Monaten erreicht. Die Ride-Sharing Plattform wird wie Uber schnell wachsen wollen. In den USA wird das Unternehmen an Grenzen stoßen, deswegen wird die globale Expansion ein geeigneter Schritt für Lyft sein, um das Wachstum hoch zu halten. In der Vergangenheit hat es schon mehrmals Gerüchte gegeben, dass das Unternehmen auch nach Europa kommen will. Städte wie Paris oder London wären hier am attraktivsten.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Navya stellt sein selbstfahrendes Taxi vor

As französische Startup Navya, das autonome Fahrzeuge entwickelt, hat in Paris ein neues Modell vorgestellt. Das Fahrzeug mit dem Namen Autonom Cab ist ein selbstfahrendes Taxi auf Level 4.

Ohne Lenkrad und Pedale

Da das Roboter-Taxi für Level 4 ausgelegt ist, wurden weder Lenkrad noch Pedale verbaut. Das Fahrzeug kann sich komplett ohne Fahrer fortbewegen. Der Innenraum ist so aufgebaut, dass sechs Fahrgäste darin Platz finden. Die beiden Sitzreihen sind bei dem vorgestellten Modell gegenüber abgeordnet. Ein Set an Radar-Sensoren, Lidar-Sensoren und Kameras sorgt dafür, dass die Fahrzeuge autonom navigieren können.

Navya will Autos an Ridesharing Plattformen verkaufen

Navya hat die Fahrzeuge in den letzten Monaten in Paris getestet. In einem nächsten Schritt werden Kunden gesucht, die die Fahrzeuge kaufen und einsetzen wollen. Damit scheint das französische Unternehmen einen Schritt von Waymo zu sein. Die Alphabet Tochter hat kürzlich verlauten lassen, dass selbstfahrenden Autos ohne Fahrer eingesetzt werden sollen. Waymo will selber einen Ridesharing Dienst anbieten, Navya sieht sich als Fahrzeuglieferant für Betreiber von Ridesharing Plattformen.

Autonom Cab im Straßenverkehr in Paris

Bisher hat Navya autonome Shuttle Busse entwickelt und produziert, die unter anderem am Flughafen in Frankfurt eingesetzt werden. Die Fahrzeuge wurden genutzt, um die Technologien für autonomes Fahren zu erproben. Das Unternehmen wird von Partnern, wie Keolis oder Valeo unterstützt. Ähnliche Fahrzeuge wurden unter anderem von Local Motors entwickelt und in Berlin eingesetzt.

Selbstfahrendes Taxi als Zukunft der Mobilität

Ein selbstfahrendes Taxi und andere autonome Fahrzeuge werden die Mobilität der Zukunft definieren. Durch den Einsatz der Roboter-Taxen sind günstigere Mobilitätsangebote möglich. Außerdem wird dadurch die Zahl der Fahrzeuge reduziert. Als Folge wird sich die Luft in Städten verbessern und die Staubelastung merklich zurück gehen.

Bild: Navya (alle Rechte vorbehalten)

Mobilitätsgarantie mit Ride- und Carsharing: Free2Move und Uber kooperieren in Berlin und München

Mit einer Kooperation von Uber und dem Carsharing Aggregator Free2Move wachsen Ride-Sharing und Carsharing weiter zusammen. Die beiden Unternehmen haben eine Zusammenarbeit vereinbart, die in Berlin und München getestet wird. Bei Erfolg sollen weitere Städte in Europa und den USA hinzukommen.

Uber als Alternative in Stoßzeiten

Auch wenn Carsharing in Deutschland stetig wächst, gibt es gerad zu Stoßzeiten in den Innenstädten noch Versorgungslücken. Wer kennt das Szenario nicht: Um zu einer Verabredung zu kommen, möchte man ein Auto oder einen E-Scooter eines Sharing-Anbieters nutzen. Kurz bevor es losgehen soll, wird die App auf dem Smartphone geöffnet und mit Entsetzen stellt man fest, dass kein passendes Fahrzeug im näheren Umkreis verfügbar ist. Genervt greift man auf den ÖPNV oder das Taxi zurück.

Link zu Uber wird in Free2Move App integriert

Für das beschriebene Szenario will jetzt das von der PSA Group übernommene Free2Move eine Lösung anbieten. Durch den Zugriff auf mehrere Anbieter ist das Risiko bei Free2Move zwar deutlich geringer, aber ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass kein Fahrzeug verfügbar ist. Nun geht das Unternehmen den konsequenten nächsten Schritt und addiert einen weiteren wichtigen Baustein zu seinem Werkzeugkasten: Ride-Sharing in Kooperation mit dem Vermittlungsdienst Uber. Immer wenn der User kein passendes Carsharing Fahrzeug in seiner Umgebung finden kann, bekommt er einen Button auf der Oberfläche angezeigt, mit dem er ein von Uber vermitteltes Fahrzeug rufen kann. Das bringt ihn in gewohnter Uber-Qualität an seinen Zielort.

Carsharing und Ride-Sharing werden verschmelzen

Die Kooperation der beiden innovativen Mobilitätsanbieter ist für die Nutzer eine gute Nachricht. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man auch ohne eigenes Auto stressfrei, günstig und sicher ans Ziel kommt. In den kommenden Jahren werden die Carsharing und Ride-Sharing Dienste zu einem Angebot verschmelzen. Die Serienreife von autonomen Autos wird dazu führen, dass Carsharing in Ridesharing-Angeboten aufgehen werden.

Bild: PSA Group (alle Rechte vorbehalten)

Testphase erfolgreich beendet: myBUS steht ab sofort für alle Fahrgäste zur Verfügung

Seit Freitag, 27. Oktober, geht die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) mit ihrem innovativen Mobilitätsprojekt myBUS offiziell in die dreijährige Pilotphase. Jeder Fahrgast kann die nachfrageorientierten Kleinbusse dann über die myBUS-App buchen. Zuvor hatte es eine kostenlose vierwöchige Testphase für einen begrenzten Nutzerkreis gegeben: Mehr als 1.000 Fahrgäste konnten sich in dieser Zeit von dem neuen Angebot überzeugen. 

„Die Resonanz der myBUS-Fahrgäste ist durchweg positiv“, sagt Birgit Adler, Projektleiterin myBUS und Bereichsleiterin Betrieb und Markt bei der DVG. „Die von door2door bereitgestellte Software funktioniert sehr gut und wir freuen uns, den On-Demand-Service nun allen Fahrgästen zur Verfügung stellen zu können.“ Das Berliner Startup door2door hat die Mobilitäts-Plattform als technische Grundlage für myBUS entwickelt.
 
Da nicht nur die Buchung, sondern auch der Bezahlvorgang vollständig über die myBUS-App erfolgt, müssen sich Fahrgäste einmalig bei Handyticket Deutschland registrieren. Wer dort bereits Kunde ist, kann sich sofort in der myBUS-App anmelden. Die entsprechenden Schritte für die einmalige Registrierung werden innerhalb der App erklärt. Die myBUS-Fahrzeuge sind freitags und samstags von 19 bis 4 Uhr und sonntags von 10 bis 19 Uhr im Bereich der Innenstadt, in Duissern, Neudorf und am Innenhafen unterwegs. Der Fahrpreis richtet sich nach den Tarifbestimmungen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Demnach beträgt der Ticketpreis 3,20 Euro, Zeitkarteninhaber wie zum Beispiel Abokunden der DVG und Kinder fahren ermäßigt für 2,50 Euro.
 

Wie funktioniert myBUS?

Die Buchung der myBUS-Fahrzeuge erfolgt über die myBUS-App, die für die gängigen iOS- und Android-Betriebssysteme in den jeweiligen Stores kostenlos zum Download bereit steht. Per Smartphone können Kunden ihre Fahrtwünsche unter Angabe des Start- und Zielpunktes angeben. Die Routen für die Busse werden von einem Algorithmus in Echtzeit entsprechend der jeweiligen Nachfrage berechnet. So teilen sich Fahrgäste mit myBUS gemeinsame Fahrten und werden von ihren individuellen Standorten zum gewünschten Ziel gebracht. Bereits die Anfahrt des Busses lässt sich in Echtzeit verfolgen, die Fahrzeuge sind durch den myBUS-Schriftzug und durch die auffälligen, roten Diagonalflächen gut erkennbar. Sowohl die Buchung des Busses als auch die Bezahlung des Tickets erfolgt ausschließlich per App.

Bild: DVG Duisburg 

Text: Pressemitteilung Door2door 

Daimler schlägt wieder zu: flinc wird übernommen

Daimler ist im Moment nicht zu stoppen, was das Investment in Mobilitätsdienste angeht. Der Automobilhersteller übernimmt flinc, den Pionier bei der Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten in Echtzeit. Damit hat sich Daimler in diesem Jahr an fast 10 Mobilitätsdienstleistern (unter anderem Via, Careem, TaxiBeat, Clever Taxi, Volocopter, Turo) beteiligt oder diese ganz übernommen.

500.000 Kunden bei flinc registriert

flinc bietet eine Plattform für on-demand Mitfahrgelegenheiten auf der Kurzstrecke an und spricht damit vor allem Berufspendler an. Das Startup wurde bereits 2010 gegründet, hat es aber leider nicht geschafft, auf eine kritische Größe zu wachsen. Etwa 500.000 Nutzer haben sich in den letzten sechs Jahren bei dem Startup registriert, das ist zu wenig, um eingeständig agieren zu können oder um Investoren überzeugen zu können. Durch international agierende Unternehmen, wie Uber, Lyft oder Via hat das Startup starke Konkurrenz bekommen.

Auch Corporate Ridesharing im Angebot

flinc hat auf zwei unterschiedliche Strategien gesetzt. Auf der einen Seite wird ein Mitfahrdienst unter dem Namen flinc angeboten, der öffentlich zugänglich ist. Der Dienst wurde sogar in die Carsharing Flotte von DriveNow integriert und in Apps für öffentlichen Nahverkehr integriert. Auf der anderen Seite hat flinc eine Corporate Ridesharing Lösung angeboten, die von namenhaften Unternehmen wie BASF und anderen eingesetzt wird.

flott als Lösung für on-demand Shuttles

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen versucht, mit flott eine Plattform für den on-demand Verkehr in Städten zu starten. Nach dem ursprünglichen Ankündigung wurde es leider ruhig um das Produkt. In einer Studie kam flott zu dem Ergebnis, dass sich mit einem intelligenten Shuttle System die Zahl der Fahrzeuge in Hamburg drastische reduzieren lässt.

Das Unternemen hat seinen Sitz in Darmstadt und nicht in den Startups Städten Berlin oder München. Da wird es das Unternehmen auch nicht leicht gehabt haben, Top-Talente anzuwerben. Auf Investorenseite konnte flinc dafür General Motors und die Deutsche Bahn überzeugen.

Unternehmen bleibt erstmal eingeständig

Es wurde nicht bekannt, was Daimler für die Übernahme auf den Tisch gelegt hat – es ist aber davon auszugehen, dass es sich eher um einen Fire-Sale handelt. Das Unternehmen flinc GmbH wird weiterhin eigenständig bleiben und die Gründer Dr. Klaus Dibbern, Michael Hübl und Benjamin Kirschner bleiben im Führungsteam. Das Wissen von flinc über dynamische Ridesharing Dienste soll bei Daimler eingebracht werden, um die Entwicklung von internen Ridesharing Angeboten zu beschleunigen.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

BlaBlaCar expandiert den BlaBlaLines Ride Sharing Dienst nach Paris

Das Unternehmen BlaBlaCar, das mit einem Mitfahrservice für die Langstrecke vor mehreren Jahren gestartet ist, weitet sein Angebot für die Kurzstrecke aus. Der Ride-Sharing Dienst BlaBlaLines, der für Pendler auf der Kurzstrecke ausgelegt ist, ist jetzt auch in Paris verfügbar.

Alternative zu schwierigem Geschäft auf der Langstrecke

In Deutschland ist das Unternehmen bekannt, da es das Angebot von Mitfahrgelegenheit.de und carpooling.com übernommen hat. Wie auch Mitfahrgelegenheit.de ist BlaBlaCar damit gestartet, einen Mitfahrservice für die Langstrecke anzubieten. Autofahrer, die z.B. von Berlin nach München unterwegs sind und noch ein paar Plätze im Auto frei haben, können diese auf den Plattformen einstellen und dan Mitfahrer verkaufen. Der Mitfahrer zahlt einen niedrigen Preis an den Fahrer und die Vermittlungsplattform erhält eine Provision. Der Service auf der Langstrecke wird vor allem von Gelegenheitsreisenden genutzt, die ab und zu reisen.

Dem entsprechen ist es nicht so leicht, mit dem Geschäft auf der Langstrecke wenig Geld zu verdienen. Deswegen versucht jetzt BlaBlaCar mit dem Ride-Sharing Dienst BlaBlaLines für Pendler einen neuen Weg der Monetarisierung. Da Pendler angesprochen werden, die unter der Woche täglich unterwegs sind, geht das Unternehmen davon aus, dass die Nutzungsfrequenz viel höher sein wird. Von mehr Fahrten verspricht sich das Unternehmen höhere Umsätze.

Automatische Routen und virtuelle Stops mit BlaBlaLines

Der Dienst wurde zuerst in den Städten Reims und Toulouse getestet und kommt jetzt nach Paris. Die Fahrer können sich für den BlaBlaLines Dienst anmelden und werden bei der Anmeldung nach den gewöhnlichen Abfahrtszeiten gefragt und nach dem Wohnort und Arbeitsplatz. Der Algorithmus hinter BlaBlaLines generiert dann automatisch eine tägliche Route zwischen den beiden Orten. Mitfahrer, die entlang der Route wohnen, werden automatisch zugewiesen. Die Fahrgäste werden gewöhnlich nicht direkt von der Haustür abgeholt, sondern müssen zu einer Art virtuellen Haltestelle gehen, die sich an der Tour des Fahrers befindet. Die Mitfahrer können die Fahrten spontan on-demand buchen. Die Fahrer können bei Urlaub und Verspätungen die Fahrten stornieren oder abändern.

Die Testphase in Reims und Toulouse ist gut angelaufen. In Reims werden wöchentlich 2000 Fahrten absolviert und in der Gegend um Toulouse sind es 5000 Fahrten pro Woche. Eine Fahrt kostet dabei zwischen zwei und sechs Euro. Insgesamt sind mehr als 20.000 Nutzer für den neuen Dienst bisher registriert.

Konzept in Deutschland eher unter dem Radar

Mal sehen, ob BlaBlaCar den Carpool Dienst für Pendelstrecken in naher Zukunft auch in Deutschland anbieten wird. Die lokalen Mitbewerber flinc und Daily Ride bieten ein vergleichbares Produkt in einigen Städten an. Matchrider versucht sich mit einem ähnlichen Dienst in Baden-Württemberg. Alle haben gemein, eher ein Nischendasein zu  fristen.

Bild: BlaBlaCar (alle Rechte vorbehalten)