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Tim Cook bestätigt: Apple fokussiert sich auf Systeme für autonome Fahrzeuge

In den letzten Jahren gab es viele Gerüchte um die Aktivitäten von Apple rund um autonome Fahrzeuge. Nun hat Apple CEO Tim Cook erstmal bestätigt, dass sich das Unternehmen mit vollautomatisierten Fahrzeugen befasst und den Fokus auf die Entwicklung von Systemen für autonome Fahrzeuge gelegt hat.

Apple ändert Ausrichtung im letzten Jahr

Apple hat im laufe der letzten Jahre die Ausrichtung des Projekts geändert. Am Anfang wurde ein Team aufgebaut, das ein komplettes autonomes Fahrzeug entwickeln soll. Im letzten Jahr fand dann eine Umstrukturierung des Projekts statt. Zu Beginn wurden mehr als 1000 Ingenieure und Experten eingestellt, um an dem Projekt Titan zu arbeiten.

Ride Hailing, autonomes Fahren und Elektromobilität als Megatrends

Die steigenden Kosten und die hohe Komplexität des Vorhabens haben Apple dazu bewegt, die Ausrichtung zu ändern. Der Fokus liegt jetzt auf der Entwicklung von Technologien und Systemen, die für vollautomatisierte Fahrzeuge benötigt werden. In dem Bloomberg Interview bestätigt, dass diese Kerntechnologie für Apple sehr wichtig ist. Außerdem ist es eines der schwierigsten Projekte rund um künstliche Intelligenz, an dem man arbeiten kann. Cook sieht eine kommende Disruption im Automobilbereich. Autonomes Fahren, Elektromobilität und Ride Sharing werden die Mobilitätslandschaft grundlegend verändern. Im letzten Jahr hat sich Apple mit einer Milliarde US$ an Didi Chuxing beteiligt, dem größten Ride Hailing Netzwerk in China.

Tim Cook: Apple meint es ernst

Es ist das erste mal, dass sich offiziell zu dem Vorhaben äußert. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass Apple sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt und Vollgas geben wird.   In den letzten Monaten haben verschiedene Anzeichen schon verdeutlicht, dass Apple an einem autonomen Auto arbeitet. Unter anderem wurde dem Konzern eine Testlizenz für vollautomatisierte Autos in Kalifornien erteilt. Laut Insidern wurden die Autos schon seit fast einem Jahr auf öffentlichen Straßen getestet.

Technologieunternehmen positionieren sich als Zulieferer

Im Angesicht der autonomen Zukunft der Automobilindustrie, haben sich immer mehr Technologieunternehmen dazu entschieden, sich als Zulieferer zu positionieren. Die Google Tochter Waymo zum Beispiel hat bereits Partnerschaften mit mehreren Fahrzeugherstellern vereinbart. Fiat Chrysler testet bereits mehrere umgerüstete Fahrzeuge mit Waymo Technologie. Volvo hat sich mit Uber zusammengetan, um die Technologien für die vollautomatisierten Auto weiter zu entwickeln. Lexus Fahrzeuge mit entsprechenden Aufbauten sind zur gleichen Zeit im Netz aufgetaucht.

Bild: Mike Deerkoski (bestimmte Rechte vorbehalten)

Der nächste Streich: Autonomes Shuttle e.GO Mover aus Aachen

Bisher kamen autonome Elektro Shuttle vorwiegend aus dem Ausland. Das amerikanische Startup Local Motors testet zum Beispiel die autonomen Minibusse mit der Deutschen Bahn auf einem Forschungskampus in Berlin. Der Alstom Konzern ist bei einem französischen Anbieter eingestiegen. Jetzt startet auch ein deutsches Unternehmen mit der Entwicklung eines selbstfahrenden Shuttles. Die Ausgründung der RWTH-Aachen e.Go Mobile und der Automobilzulieferer ZF gründen ein Gemeinschaftsunternehmen.

e.GO Mover als Shuttle und Cargo Version

Das Unternehmen heißt e.GO Moove und das Ziel ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb eines autonomen Shuttlebus, der elektronisch angetrieben wird. Das Elektrofahrzeug soll auch in einer Cargo Version angeboten werden, um Lasten zu transportieren. Eine Testflotte soll ab kommendem Jahr verfügbar sein. Letztendlich soll vollautomatisiertes Fahren auf Stufe 4 ermöglicht werden.

Zubringer und Alternative für den ÖPNV

Ein selbstfahrender Shuttle ist in deutschen Städten als Zubringer für den Öffentlichen Nahverkehr interessant. In Städten ohne Bahn-Netz kann mit selbstfahrenden Fahrzeugen eine Alternative geschaffen werden, um dem Verkehr zu entlasten. Erste positive Ergebnisse zeigen auch Carpooling Services, die auf menschliche Fahrer setzen. Mehrere Studien haben heben ebenfalls die Vorteile von cleveren Shuttle Diensten für den Verkehr in Großstädten hervor. Städte, wie Berlin, starten eigene Überlegungen für einen smarten Shuttle Dienst, der später auf autonome Autos setzte soll.

Komponenten aus dem Regal

Bei dem e.GO Mover kommen die Antriebstechnik und weitere Komponenten von ZF. Von dem asiatischen Konzern NVIDIA wird die Technik für die selbstfahrenden Eigenschaften zugesteuert. Mit dem selbstfahrenden Shuttle sorgt die Ideenschmiede rund um Prof. Dr. Schuh nicht zum ersten Mal für Aufsehen. In der Vergangenheit ist dort der StreetScooter entstanden, der mittlerweile von der Deutschen Post eingesetzt wird. Auch das preisgünstige Elektroauto e.Go kommt gut an.

Bild: e.GO Mobile AG (alle Rechte vorbehalten)

Interview mit Maxim Nohroudi: Wer kontrolliert die Mobilitätsplattform? Das ist die zentrale Frage!

Maxim Nohroudi, Gründer und Managing Director des Technologieunternehmens door2door, spricht über die Stärken eines on-demand ÖPNVs, und über door2doors Mobilitätsplattform, mit der die Städte Freyung und in Duisburg ab September den Bürgern neue Mobilität anbieten werden.

Maxim, Stadt oder Land? Wo ist ein on-demand ÖPNV eigentlich sinnvoller?

Genau das wollen wir ja zeigen: In beiden Umgebungen ist ein on-demand ÖPNV absolut sinnvoll. Unser Ziel war es bis zum Spätsommer, sowohl in einer ländliche Stadt als auch in einer Metropole, die positiven Effekte sichtbar zu machen. Wir freuen uns sehr dass wir die ersten sind, denen das gelungen ist.

Gibt es denn Unterschiede?

Auf dem Land erhöhen wir damit die Mobilität der Bürger ganz erheblich. Plötzlich macht ÖPNV die Menschen wieder mobil – unabhängig vom eigenen Auto. Wir schaffen damit einen Nahverkehr, der für alle jederzeit zugänglich und kostengünstig ist. Busse, die dann nur dreimal am Tag halten und Sonntags gar nicht verkehren sind Geschichte. Die Kreisstadt Freyung in Niederbayern macht mit dem “Freyung-Shuttle” seine Bürger flexibler und unabhängiger.

In der Stadt hingegen wird ein on-demand ÖPNV die Straßen massiv entlasten und durch wegfallende Parkplätze Platz für nachhaltige Stadtentwicklungen schaffen. Eine Studie der OECD über die Stadt Lissabon ergab, dass mit nur 3% shared, on-demand Shuttles insgesamt 97% der privaten Fahrzeuge auf den Straßen ersetzt werden können. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Shuttles in den bestehenden ÖPNV eingebettet sind. Gemeinsam mit der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) werden wir in der Ruhrmetropole die positiven Effekte Schritt für Schritt erfahrbar machen.

Die Basis für das on-demand Ridesharing – in Freyung und in Duisburg – ist die Mobilitätsplattform von door2door. Was genau unterscheidet diese von anderen Rideshare-Anbietern?

Unsere Wette war: Städte wollen eigene Mobilitätsplattformen haben, die sie autonom, unabhängig und autark betreiben. Sie wollen selber entscheiden, wie die Mobilität in ihrer Stadt funktioniert, zu welchem Preis, mit welchen Angeboten und vor allem: verbunden mit existierenden Angeboten des ÖPNV – also Bus, Tram oder U-Bahn. Sie wollen letztlich die Hoheit über die Plattform haben und das finde ich auch richtig so. Genau das machen wir. Door2Door stellt Städten und Verkehrsunternehmen genau so eine Lösung zur Verfügung. Dadurch können die Städte neue Mobilitätsprodukte einführen – wie in Freyung oder Duisburg – oder aber auch andere Player in die Plattform integrieren – bspw. Car- oder Bikesharing.

Andere Rideshare-Anbieter wollen gleichzeitig auch innerhalb der Plattform Mobilitätsprodukte anbieten und vor Ort selber betreiben. Damit entsteht ein gefährlicher Interessenkonflikt, denn keiner wird dadurch den ÖPNV stärken, sondern im Zweifel sein eigenes Mobilitätsprodukt nach vorne pushen, um mehr Geld zu verdienen. Das haben die Städte erkannt. In Manhattan haben wir durch solche Mobilitätsservices mittlerweile 50.000 Fahrzeuge mehr auf der Straße. Also mehr Staus, mehr CO2 und noch weniger Parkplatzraum. Das ist dann eben das Ergebnis, wenn die Stadt nicht die Hoheit über die Plattform hat und intelligent steuert.

Wir sehen uns als ‘Enabler’ unserer Partner und befähigen Kommunen und öffentliche Verkehrsbetriebe, selber – also eigenständig und unabhängig – Ridesharing Angebote einfach zu implementieren und zu betreiben. In Freyung werden die lokalen Beförderungsunternehmen und in Duisburg die Duisburger Verkehrsgesellschaft den Service betreiben.

Die Stadt, die Kommune und der ÖPNV Anbieter sind also gemeinschaftlich Betreiber der Mobilitätsplattform und stehen im Mittelpunkt der neuen Angebote. Sie kontrollieren die Plattform selber. Kein Dritter, mit eigenen Mobilitätsinteressen. Genau das bieten wir und unterscheidet uns von allen anderen Anbietern. Wir legen großen Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Dann ist door2door also gar nicht interessiert daran, irgendwann mal eigene Fahrzeuge zu besitzen und zu betreiben?

Nein, das ist nicht unsere Absicht. Wir verfolgen die Vision einer Welt ohne private PKWs und sind uns bewusst, dass Städte, Kommunen und Verkehrsträger auf wichtige Erfahrungswerte zurückgreifen können. Als Technologieunternehmen können wir aber digitale Lösungen anbieten, die das bestehende Angebot optimieren und den Betrieb vereinfachen. Das ist unser Beitrag zum großen Ganzen.

Zurück zu Freyung: Warum macht eine ländliche Kommune sowas?

Digitalisierung im ländlichen Raum bietet enorme Chancen für den öffentlichen Nahverkehr. Ein on-demand-ÖPNV stärkt die öffentliche Daseinsvorsorge mit einer effizienten Verbindung von Angebot und Nachfrage und deutlich geringeren Kosten für Landkreise und Kommunen. Durch das Ridesharing, also das Teilen von Fahrten, wird der Preis des ÖPNV insgesamt kostengünstiger, da er effizienter genutzt wird und so kosteneinsparungen möglich werden. Der Freyung Shuttle wird die eingesetzten Fahrzeuge effizient auslasten und dementsprechend eine höhere Abdeckungsrate erzielen. Weiterhin kommen auf die Stadt Freyung keine zusätzlichen Investitionskosten in Fahrzeuge oder Mitarbeiter zu, da vor Ort bereits alles vorhanden ist und der Betrieb schnell aufgenommen werden kann.

Aber werden die Bürger Freyungs dieses Angebot auch nutzen?

Der Stadtrat hat – einstimmig! – beschlossen das System einzuführen. Darauf ist der Bürgermeister, Dr. Olaf Heinrich, zu Recht sehr stolz. Das zeigt, wie groß die Unterstützung ist, über alle Parteien hinweg. Als ich selbst vor Ort war, konnte ich mir ein Bild von der innovativen Gemeinde machen, die sogar kostenloses Wlan in der ganzen Stadt zur Verfügung stellt – da kann sich Berlin noch eine Scheibe abschneiden. Die Voraussetzungen sind also hervorragend gegeben.

Maxim Nohroudi, kannst du dieses “Große Ganze” einmal weiter beschreiben? Wie sieht die Mobilität der Zukunft für dich aus?

Die Zukunft der Mobilität ist ganz klar von selbstfahrenden Autos bestimmt. Darin besteht kein Zweifel. Der Verkehr wird anhand von künstlicher Intelligenz stetig optimiert und die Menschen werden keine eigenen Autos mehr besitzen – außer vielleicht als Hobby. Aber die Fortbewegung wird insgesamt viel einfacher werden und für die meisten Menschen überhaupt kein Kopfzerbrechen mehr darstellen. Unsere Plattform ist der erste Schritt in diese Richtung, denn sie hilft den öffentlichen Verkehrsträgern, sich zu digitalisieren und sich auf die Anforderungen des “Großen Ganzen” bereits heute einzustellen. Heute fahren die Shuttles noch mit Fahrern, in der Zukunft sind es autonome “People Mover” die uns komfortabel von A nach B bringen. Manche auch in der Luft.

Bild: door2door (alle Rechte vorbehalten)

Logistik Startup fliit sammelt Seed-Finanzierung ein

Mit fliit sammelt ein weiteres deutsches Logistik-Startup eine Finanzierung in Millionenhöhe ein. Fliit bekommt 1.5 Millionen Euro, um die Transportlösung für die letzte Meile weiter auszubauen. Zuvor haben schon Liefery und Tiramizoo weiteres Geld erhalten.

Fliit baut Lieferplattform für frische Lebensmittel

Fliit baut eine Logistikplattform mit Fokus auf die Lieferung von frischen Lebensmitteln und sensiblen Produkten auf. Dabei betreibt das Unternehmen keine eigene Flotte, sondern tritt als Vermittler auf. Ein Schwerpunkt intern liegt auf der Entwicklung des Provider-Management-Systems und der Tracking Lösungen. Des Weiteren kümmern sich Fliit um die Akquisition und das Management der angeschlossenen Partner. Für jeden Use-Case soll der passende Lieferfahrer gefunden werden. gal ob die Lieferung besonders günstig, schnell oder von besonders hoher Qualität sein soll: Das Berliner Logistik-Start-Up findet für jeden Retailer und jedes Produkt einen passenden Logistikpartner.

Expansion in andere Bereiche geplant

Mit der Finanzierung soll in andere Bereiche expandiert werden. Der jetzige Bereich ist bisher noch eher eine Nische und kann auch leicht von anderen Anbietern kopiert werden. Amazon hat bereits angekündigt, dass das Unternehmen zukünftig auch frische Lebensmittel ausliefern möchte. In Kürze werden in Berlin Meal Kits von Kochhaus ausgeliefert.

Finanzierung von der IBB und anderen

Im letzten Jahr ist das Startup in Berlin gestartet. Das Team hat zuvor bei DHL und Rocket Internet gearbeitet. Das Geld aus der aktuellen Finanzierungsrunde kommt von der IBB Beteiligungsgesellschaft, die sich über den von ihr gemanagten VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin beteiligt hat. Außerdem sind der Venture-Capital-Fonds b10, PDV Inter-Media Venture und WestTech Ventures sowie weitere Business Angels beteiligt. Zu den ieZu den Kunden von Fliit gehören Startups, wie Marley Spoon, Kale&Me oder Kochhaus.

Weitere deutsche Logistik Startups mit Finanzierung

In den vergangenen Monaten haben die Last-Mile Logistik Startups Tiramizoo und Liefery weitere Finanzierungsrunden abgeschlossen. Die Mehrheit von Liefery wurde dabei von dem Paketdienst Hermes übernommen. Zu den Investoren von Tiramizoo gehören Daimler und der Ölkonzern Shell.

Bild: fliit (alle Rechte vorbehalten)

Wunder ist in Asien erfolgreich – mehr als eine Millionen Fahrten

Das Startup Wunder hat eine interessante Geschichte hinter sich. Ursprünglich ist das Unternehmen als Fahrdienst in Berlin und Hamburg gestartet, mittlerweile ist es als Carpooling Plattform in Asien erfolgreich. Seit dem Markteintritt in Asien im vergangenen Jahr, wurden mehr als eine Millionen Mitfahrten in sechs Städten organisiert.

Carpooling in Mega-Cities

Die Wunder-App beschäftigt oder akquiriert keine eigenen Fahrer, die sich dauerhaft für Aufträge bereit halten, sondern spricht Pendler an, die sich eine Auto teilen können. Es werden gezielt Pendler in den Millionenstädten in den Schwellenländern angesprochen, die auf dem Weg zur Arbeit einen freien Sitzplatz im Auto eines Nachbarn buchen können. Davon profitieren sowohl Autobesitzer, als auch Mitfahrer. Mitfahrer profitieren von einer sicheren und komfortablen Autofahrt zum Preis des öffentlichen Nahverkehrs. Autobesitzer sind durch Wunder in der Lage, die Unterhaltskosten ihres Fahrzeugs zu decken.

Entlastung des Verkehrs durch Wunder

Das Startup hat in Asien gezeigt, dass das System von Wunder und auch andere Shuttle Dienste den verstopfen Verkehr in den Mega-Cities spürbar entlasten kann, in dem sich mehrere Kollegen mittels effektiver Technologie ein Auto teilen. Langfristig soll das System deshalb auch auf andere Länder ausgeweitet werden. Ob und wann Wunder wieder in Deutschland startet, steht noch nicht fest.

Provision von Partnerunternehmen

Die Fahrpreise sind meistens so gering, dass Wunder kein nachhaltiges Geschäftsmodell durch Provisionen auf Fahrten aufbauen kann. Stattdessen arbeitet das Unternehmen mit Shopping Malls und anderen Points of interests zusammen. Für jeden Fahrgast, der noch zum Einkaufen und nicht gleich nach hause fährt, erhält das Unternehmen eine Provision. Des weiteren arbeitet Wunder mit Unternehmen zusammen, die ein innovatives Mobilitätsangebot für die Mitarbeiter aufbauen wollen. Zusätzlich beratet Wunder auf Grundlage der Erfahrungen in Asien schon jetzt alle großen deutschen Hersteller zu Mobilitätskonzepten der Zukunft.

Von Hamburg nach Asien

Das Unternehmen wurde 2013 in Hamburg gegründet und hat am Anfang einen Fahrdienst unter dem Namen WunderCar mit privaten Fahrern angeboten. Dieser Service wurde schnell von Uber mit UberPop gekontert und letztlich aber auch genau so schnell wieder eingestellt, da die Behörden gegen das Anbot rechtlich vorgegangen sind. In einer zweiten Phase wurde ein Fahrdienst in Osteuropa angeboten, der aber auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Im Jahr 2016 ist das Unternehmen dann mit einem Carpooling Service nach Asien expandiert. Dieser Carpooling Service wird in Städten wie Manila, Cebu, Kuala Lumpur, New Delhi, Mumbai und Bangalore gut angenommen. Mit einem ähnlichen Modell versucht sich die Google Tochter Waze an der Westküste und demnächst in Südamerika.

Bild: Wunder (alle Rechte vorbehalten)

AutoX: Selbstfahrendes Auto mit 50 US$ Webcams

Ein interessantes Projekt wird von Jianxiong Xiao, einem ehemaligen Professor der Princeton University verfolgt. Sein Startup AutoX entwickelt ein selbstfahrendes Auto das auf Webcams setzt, die für 50 US$ in jedem Elektronikmarkt gekauft werden können. Damit setzt er auf einen anderen Weg, als die Technologieunternehmen Uber und Google, die auf teure und komplexe Sensoren setzen.

Inspiriert von eigener Kindheit

Das Ziel von AutoX ist es, dass fahrerloser Transport so günstig wird, dass dieser für allen zugänglich wird. Inspiriert wurde er von seiner eigenen Kindheit. Er wuchs in ärmlichen Bedingungen in China auf und obwohl das Meer nur ca. 35 Kilometer entfernt war, hat er es mit 18 Jahren zum ersten mal gesehen. Seine Vision ist, dass sich Kinder unabhängig von ihren Eltern fortbewegen können. Autonome Fortbewegung soll kein Luxus bleiben, sondern für alle zugänglich sein.

Webcams statt teure Sensoren

Um das zu ermöglichen, verzichtet AutoX bei der Entwicklung der autonomen Fahrzeuge auf teure Sensoren. Die von anderen Herstellern verbauten Sensoren, wie Lidar, hochauflösenden Kameras oder GPS Sensoren können mehrere Tausend bis sogar Hunderttausend Dollar kosten. Als Alternative setzt das Startup auf sechs Logitech Webcams, die ein 360-Grad Bild ermöglichen. Herzstück des Systems ist eine Software, die in der Lage ist, die Bilder der Kameras zu verarbeiten.

Video zeigt Fahreigenschaften

Dass die ersten Tests und Entwicklungsergebnisse erfolgversprechend sind, hat CEO Xiao auf einer Konferenz in San Francisco anhand von Videos gezeigt, die einen Prototypen des autonomen Fahrzeugs in unterschiedlichen und anspruchsvollen Situationen zeigen. So hat sich das Forschungsfahrzeug autonom bei Tageslicht durch den Stadtverkehr bewegt. In anderen Szenen ist da Auto bei leichten Regen auf einer kurvigen Straße unterwegs gewesen oder in einer bewölkten Nacht auf der Autobahn. Auch bei wechselnden Lichtbedingungen war das Fahrzeug in der Lage, alleine zu navigieren.

AutoX will mit Automobilkonzernen kooperieren

In Zukunft möchte AutoX mit Automobilherstellern und Fahrdienstplattformen zusammenarbeiten. Bei dem aktuell herrschenden Wettbewerb unter Autobauern und Technologie-Startups wird das Unternemen schnell potentielle Partner finden.

Bild: AutoX (alle Rechte vorbehalten)

BUS2BUS Kongress und Fachmesse feiert am 25-26 April, 2017 ihre Premiere

Messe Berlin und der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (bdo) e.V. präsentieren eine neue, eigenständige Business-Plattform für Busunternehmer, Bushersteller, Zulieferer, Dienstleister und Visionäre in Deutschland. Als Kombination aus Marktplatz (Fachmesse), Kongress und Future Forum präsentiert sich die BUS2BUS als weltweit einzigartiger Treffpunkt für die Diskussion neuer Businessansätze und branchenübergreifende Partnerschaften.

Marktplatz – Alles für alle, die Busse bauen. Und Busse nutzen

Als zentraler Treffpunkt der BUS2BUS lenkt der Marktplatz den Fokus auf moderne Busse und alles, was dazu gehört.

Namhafte Bushersteller  wie Linkker Oy, Otokar, Scania, VDL, Volvo, EvoBus, Sileo und MAN haben ihre Teilnahme an der BUS2BUS zugesagt. Neben Busherstellern werden sich auf dem Marktplatz der BUS2BUS auch Aussteller aus den Segmenten Dienstleistungen, Wartung, Infrastruktur sowie Komponenten & Zubehör, Digital Services, Komfort & Design und Fresh Travel präsentieren. Eine Gesamtübersicht aller angemeldeten Aussteller ist zu finden im Virtual Market Place® der BUS2BUS.

bdo-Kongress – Bus trifft Wirtschaft trifft Technik trifft Politik

  • Wie sieht die Infrastruktur der Zukunft aus?
  • Heute Busunternehmen, morgen Mobilitätsdienstleister?
  • Wie lässt sich die Fahrzeugflotte auf E-Mobilität umstellen?
  • Hat der Dieselbus noch eine Zukunft?
  • Wann fahren Busse autonom?
  • Ist der EU-Binnenmarkt zukunftsfähig?
  • Hat der PBefG-Kompromiss sein Mindesthaltbarkeitsdatum schon überschritten?

Diese und viele andere Fragen, die die Busbranche bewegen, sollen auf der zweitägigen Kongress diskutiert werden. Im Dialog mit der Politik können Busgewerbe und Industrie erstmals in Berlin gemeinsam die Leitplanken für die Mobilität der Zukunft definieren und zusammen Strategien für die digitale Transformation erörtern. Highlights dieses Kongresses sind u.a. eine Impulsvortrag zu „Die digitale Revolution im Busverkehr“ von Prof. Dr. Andreas Knie vom Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) und eine Keynote zur „Mobilität 4.0“ von Internetguru Sascha Lobo. Moderiert wird den Kongress von Radiojournalist, Volker Wieprecht (radio eins).

Future Forum – die digitale Plattform der BUS2BUS

Als integraler Bereich der BUS2BUS Marktplatz ist das parallellaufende Future Forum erste Anlaufstelle für Digitalisierungs- und Zukunftsthemen. Es thematisiert vor allem technologische Innovationen, Infrastrukturkonzepte und neue Services für zukünftige Kundenansprüche in den folgenden drei Bereichen:

  • Nachhaltige Mobilität
  • Autonome Fahrkonzepte
  • Innovative Services

Da auch Startups mittlerweile eine zentrale Rolle bei zukunftsweisenden Innovationen für die Busbranche einnehmen, bekommen sie der Startup Area einen gesonderten Bereich. Die Startup Area ermöglicht den Austausch und eine potenzielle Partnerschaft zwischen klassischen Geschäftsmodellen und neuen Lösungen aus der Digitalszene.

Weitere Informationen zur BUS2BUS 2017 sowie einen Geländeplan finden Sie unter www.bus2bus.berlin.

Bild: BUS2BUS (alle Rechte vorbehalten)

Bosch wird mit Nvidia System für autonome Autos vertreiben

Der Automobilzulieferer Bosch kooperiert mit Nvidia und wird das von dem Chip-Hersteller entwickelte System für autonomes Fahren an Automobilhersteller verkaufen. Neben Bosch wird das System auch über ZF vertrieben. Nvidia erschließt sich dadurch eine Markteintrittsstrategie, um sein Drive PX 2 System an Automobilhersteller verkaufen zu können. Das Drive PX 2 System umfasst sowohl Hardware als auch Softwarekomponenten.

Selbstlernender Nvidia Rechner

Kern des Systems ist ein Hochleistungscomputer, der mittels künstlicher Intelligenz selbstlernenden Eigenschaften vorweisen soll. Die entsprechenden Algorithmen lernen von selbst, wie das Fahrzeuge in unterschiedlichen Situationen reagieren muss. Eine vorherige Programmierung für die jeweiligen Verkehrssituationen ist nicht nötig. Die Vernetzung der Fahrzeuge wird dafür sorgen, dass die Autos mit entsprechender Hardware auch voneinander lernen.

Bosch und Nvidia bündeln Fähigkeiten

Die Hersteller bündeln dabei die jeweiligen Fähigkeiten, zusammen werden serienreife Systeme für autonomes Fahren entwickelt. Das Ziel ist ein massentaugliches Systems, das den Straßenverkehr sicherer macht und gleichzeitig ein flexibles und günstiges Transportsystem ermöglicht. Nvidia soll Rechnerhardware und Software beisteuern, Bosch konzentriert sich auf die Entwicklung der Sensoren. Vertrieben werden die Komplett-Systeme von Bosch. Der Bosch-Konzern ist einer der führenden Zulieferer für die Automobilindustrie und verfügt über beste Verbindungen in die Entwicklungsabteilungen der großen Automobilkonzerne. Dieses Netzwerk soll bei einem erfolgreichen Vertrieb helfen. In den nächsten 2-3 Jahren soll das System auf den Markt kommen.

Bosch will auch noch eine Mobilitätsplattform mit weiteren smarten Diensten rund um das Auto anbieten. Dadurch soll das Leben der Autobesitzer einfacher werden, in dem das Auto den Kalender kennt.

Automobilhersteller kooperieren mit Zulieferern und Startups

Automobilhersteller sind bisher nicht in der Lage, eigene System für autonome Autos zu entwickeln, deswegen ist die Bereitschaft für eine Zusammenarbeit mit einem erfahrenen und zuverlässigen Zulieferer hoch. BMW arbeitet mit Mobileye und Intel zusammen, der GM Konzern hat das Unternehmen Cruise Automation übernommen. Intel hat vor ein paar Wochen angekündigt, dass es Mobileye für 15 Milliarden Dollar übernehme wird.

Bild: Bosch (alle Rechte vorbehalten)

Intelligenter Beifahrer Chris von German Autolabs auf Kickstarter

Das Unternehmen German Autolabs will das Autofahren mit einem intelligenten Sprachassistenten sicherer gestalten. Es ist verboten und gefährlich, während der Autofahrt das Smartphone zu nutzen. Trotzdem halten sich die meisten Autofahrer aber nicht daran, nicht auf das Smartphone während der Fahrt zurückzugreifen. Auf Kickstarter soll jetzt auf das erste intelligente Produkt Chris aufmerksam gemacht werden.

Chris ist ein Assistent, der über eine intelligente Spracherkennung sowie Gestensteuerung den Zugriff aufs Smartphone auch während der Fahrt einfach und bequem ermöglicht. Vom Design her ähnelt Chris den smarten Thermostaten von der Google Tochter Nest. Da Chris über Bluetooth mit dem Smartphone verbunden ist und über einen eingebauten Lautsprecher verfügt, lässt sich das Gerät in jedes Fahrzeug integrieren, unabhängig von Baujahr und Modell.

Proaktiv, einfach und effektiv – Chris kommuniziert wie ein echter menschlicher Beifahrer 

Ob Pendler oder Gelegenheitsfahrer – Chris ist als vielseitiger Assistent für jeden konzipiert, der am Steuer weiter mit seinem digitalen Leben verbunden sein will. Die Künstliche Intelligenz von Chris wurde speziell für den Gebrauch im Auto entwickelt. Chris kommuniziert mit dem Fahrer wie ein echter Beifahrer und informiert ihn aktiv beispielsweise über Nachrichten, E-Mails oder Verkehrsinformationen. Autofahrer hingegen kommunizieren mit Chris über Sprache und Gesten, ein Blick auf das Display bietet jederzeit schnelle Orientierung.

Einfache Installation sowie konzentrierte Funktionalität macht Chris zum idealen digitalen Beifahrer

In der ersten Version, die auch auf Kickstarter beworben wird, bietet Chris folgende Funktionen: Messaging (WhatsApp, FB Messenger, E-Mail, SMS), Telefonie (Anrufe tätigen & annehmen, Zugriff auf Adressbuch + letzte Anrufe über Sprache steuerbar), Musik (Spotify, Apple Music, Google Music und lokal gespeicherte Musikdateien sowie FM Radio) sowie Navigation (Turn-by-Turn-Navigation, Verkehrs-Updates sowie Orte von Interesse in Echtzeit).
In Zukunft ist die Verknüpfung mit weiteren Apps für Messaging oder Musikdienste geplant. Die Software soll automatisch und regelmäßig kostenlos mittels Smartphone- Verknüpfung aktualisiert werden. Chris spricht und versteht zur Markteinführung Deutsch und Englisch, das Sprachangebot wächst kontinuierlich.

Aufmerksamkeit durch Crowdfunding

Die Crowdfunding-Aktion bei Kickstarter dürfte eher dazu dienen, auf das Produkt aufmerksam zu machen. Um die Entwicklung und später die Produktion zu finanzieren, werden weitere finanzielle Mittel nötig sein. German Autolabs wird dafür wahrscheinlich Geld von VC-Investoren aufnehmen.

Drivemode geht in ähnliche Richtung

In eine ähnliche Richtung geht die App Drivemode. Mittels intelligentem Interface soll die Bedienung des Smartphones extrem vereinfacht werden. Drivemode kann auf jedem Android Smartphone installiert werden und ist kostenlos. In der letzten Woche wurde bekannt, dass das Startup hinter der App 6.5 Mio. US$ von Panasonic und anderen Investoren eingesammelt hat.

Auch im gewerblichen Umfeld kann der Einsatz nützlich sein. Kurierfahrer erhalten häufig Anweisungen per Nachricht oder Anruf direkt ins Auto. Im Moment greifen die meisten auf Grund von fehlenden Alternativen direkt auf das Smartphone zurück.

Bild: German Autolabs (alle Rechte vorbehalten)

Mega-Übernahme: Intel kauft Mobileye für 15 Milliarden Dollar

Bei den Entwicklungen der letzten Monate war absehbar, dass Mobileye interessant für eine Übernahme durch einen größeren Tech- oder Automobilkonzern wird. Das Unternehmen aus Israel, das technische Komponenten für autonome Fahrzeuge der Zukunft entwickelt, wird für eine Summe von 15.3 Milliarden US$ vom Komputerkonzern Intel übernommen. Mobileye ist der führende Anbieter von Kamerasystemen für autonome Fahrzeuge. Intel will sich mit der Übernahme eine stärkere Position im Zukunftsmarkt des autonomen Fahrens sichern.

Systeme für autonome Fahrzeuge

Das israelische Unternehmen bietet eine Palette an unterschiedlichen Dienstleistungen und Technologie. Unter anderem befinden sich Sensoren und Kamerasystemen im Angebot. Ein weitere Fokus liegt auf der Entwicklung von Kartenservices und Datenverarbeitung. Im kommenden Jahren sollen auf crowdsourcing Basis visuelle Daten für die Verbesserung von hochgenauen Karten gesammelt und in kürzester Zeit aufbereitet werden. Aktuelle und genaue visuelle Umgebungsdaten sind entscheidend für den Erfolg von selbstfahrenden Autos. Beide Unternehmen betonen, dass autonome Fahrzeuge starke Vorteile für Verbraucher bieten. Autonomes Fahren wird ein höheres Level an Sicherheit bieten, außerdem wird die Flexibilität steigen und die Kosten werden sinken.

Produkte von Mobileye und Intel ergänzen sich

Durch die Übernahme durch Intel gewinnt das israelische Unternehmen weitere finanzielle Durchschlagskraft und vergrößert sein Netzwerk an potentiellen Kunden. Die Produkte beider Unternehmen ergänzen sich gut. Intel liefert die Computer Chips und Teile der benötigten Software, von Mobileye kommen die Komponenten für die Fahrassistenz Systeme. Der Zusammenschluss der Expertise beider Anbieter können die Entwicklung autonomer Fahrzeuge beschleunigen und dazu beitragen, dass die Herstellungskosten gesenkt werden.

Kooperation mit von BMW, Intel und Mobileye

Die beiden Unternehmen Intel und Mobileye arbeiten schon seit längerem zusammen. In Kooperation mit dem Automobilhersteller BMW entwickeln Intel und Mobileye selbstfahrende Autos. Von BMW kommt dabei die Basis für das Fahrzeug, Intel steuert die Rechnerleistung und Software hinzu und von Mobileye werden die visuellen Sensoren mit eingebracht. Intel investiert verstärkt in Technologien rund um autonomes Fahren. Vor kurzem erfolgte unter anderem die Beteiligung an dem Kartendienst Here. Here befasst sich mit der Entwicklung von hochauflösenden Kartendaten, die für die Navigation von autonomen Fahrzeugen benötigt werden.

Bild: Intel (alle Rechte vorbehalten)