Archiv der Kategorie: ÖPNV

freYfahrt – Freyung startet Ridepooling Service

„In Städten sind in aller Regel verschiedene Angebote des Nahverkehrs parallel vorhanden. Anders im ländlichen Raum. Deshalb freue ich mich, dass die Digitalisierung dazu beiträgt, die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu fördern”. Mit diesen Worten kommentierte Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung, den neuen Service freYfahrt der Stadt Freyung.

Gemeinsam mit dem Berliner Technologieunternehmen door2door ruft Freyung den On-Demand-Ridepooling Service “freYfahrt” ins Leben. Mit zwei Kleinbussen und 230 virtuellen Haltestellen wird das rund 48m² große Gebiet bedient. Die Technologie steuert das Berliner Unternehmen door2door bei. Fahrgäste mit einem ähnlichen Fahrtziel werden gebündelt. Die Flotte wird effizient ausgelastet und die Routen intelligent und ohne starren Fahrplan geplant. Der Service ist in den öffentlichen Nahverkehr eingegliedert und ermöglicht nahezu eine Beförderung von Tür-zu-Tür. Eine Fahrt mit dem freYfahrt-Shuttle kostet 2,90 € pro Fahrgast.

Mit 7.500 Einwohnern und rund 200.000 Touristen pro Jahr bilde die Stadt Freyung ein geeignetes Testfeld für  das partnerschaftliche Projekt. Der Service wird von montags bis samstags mit zwei Shuttles angeboten.

Quelle: Stadt Freyung

 

MOIA startet öffentlichen Betrieb in Hannover

Nach 300 Tagen und mehr als 230.000 Fahrten überführt MOIA den Testservice in den öffentlichen Betrieb der Stadt Hannover. Seit Oktober 2017 testet die VW-Tochter den Ridesharing-Service und steht in Verhandlungen mit der Stadt. Nun startet der reguläre Betrieb.

MOIA lässt Flotte wachsen

Aktuell stehen den Nutzern 35 Fahrzeuge zur Verfügung, die täglich zu bestimmten Servicezeiten genutzt werden können. Bislang gilt die Betriebsgenehmigung für 150 Fahrzeuge. Abhängig von den Auswirkungen des Angebots plant MOIA eine Erweiterung auf 250 Fahrzeuge ab Mitte 2020. Bis 2020 sollen mindestens 50% der Flotte aus Elektrofahrzeugen bestehen. Ab 2022 will MOIA ausschließlich elektrisch betriebene Fahrzeuge einsetzen. Der schrittweise Ausbau betrifft auch das Bediengebiet – Aktuell umfasst es ein Areal von 90 km² und soll um Bereiche rund um Hannover ergänzt werden.

Durch die Vergrößerung der Flotte werden zusätzlich zu den bereits 3.500 Testnutzern weitere 15.000 Personen für den Service freigeschaltet. MOIA setzt sich zum Ziel bis Ende 2018 mit einer gewachsenen Flotte das Ridesharing-Angebot für alle Hannoveraner zugänglich zu machen.

Öffentliche Mobilität statt privater PKW

Auch preislich möchte MOIA den Nutzern Anreize bieten. Dabei orientiert sich der Preis für eine Fahrt an einem preislichen Niveau, das zwischen dem Ticketpreis für eine Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr und einer Taxifahrt liegt. Auch die Länge der Strecke sowie der Wochentag, die Uhrzeit und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage spielen bei der Kalkulation eine Rolle. Der Service ist seit dem 30. Juli 2018 kostenpflichtig.

„Hannover ist die erste Stadt, in der wir ein fester Bestandteil der öffentlichen Mobilität werden wollen. Wir möchten gemeinsam mit der Stadt und allen anderen Mobilitätsanbietern die Menschen von einer nachhaltigeren Mobilität ohne eigenes Auto überzeugen und mittelfristig die Anzahl der privat genutzten PKW auf der Straße
verringern“, sagt Ole Harms, CEO von MOIA. „Eine unabhängige Begleitforschung soll in den kommenden Jahren untersuchen, wie sich das Ridesharing von MOIA auf die Mobilität der Stadt auswirkt.“

 

On-Demand-Angebot startet in Hamburg

„Meine Stadt. Mein Anschluss.“ Unter diesem Slogan lanciert ioki in Kooperation mit der VHH den „ioki Hamburg“-Shuttle als Teil des öffentlichen Nahverkehrs.

Shuttle-Service in ÖPNV integriert

Am 18.07.2018 startet in Hamburg ein individueller Shuttle-Service, der per App bestellt werden kann und Fahrgäste auf flexiblen Routen rund um die Uhr ans Ziel bringt. Es ist bundesweit das erste Mal, dass ein solcher Service  in den öffentlichen Personennahverkehr integriert wird. Die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH (VHH) bringen das neue Angebot in die Stadtteile Lurup und Osdorf.  Zur Umsetzung dieses Projekts arbeitet der Verkehrsbetrieb eng mit ioki zusammen, dem Geschäftszweig der Deutschen Bahn für intelligente On-Demand-Mobilität.

Das „ioki Hamburg“ Shuttle, das im Rahmen der Smart City Partnerschaft mit der Stadt Hamburg entwickelt wurde, ist ein neues öffentliches Verkehrsmittel im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) ohne festen Fahrplan oder Linien, das vollständig in den HVV-Tarif integriert ist.  Die Mitfahrt ist mit allen Zeit- und Einzelfahrkarten des HVV möglich, so dass den Nutzern keine Mehrkosten entstehen. Die Fahrt kann aber auch direkt per App bezahlt werden.

"ioki Hamburg" verkehrt in Lurup und Osdorf
„ioki Hamburg“ verkehrt in Lurup und Osdorf

Bündelung von Fahrten

Fahrgäste mit ähnlichen Routen werden mit Hilfe eines Algorithmus automatisch zu Fahrgemeinschaften gebündelt und gemeinsam befördert. Der neue Service ist über die „ioki Hamburg App“ buchbar. Die individuellen Fahrten können von einer beliebigen Adresse im Bediengebiet zu einer Haltestelle erfolgen oder umgekehrt. Im Bediengebiet werden zusätzliche ioki-Haltepunkte zur optimalen Flächenabdeckung eingerichtet.  Die Abstände betragen nicht mehr als 200 Meter. So wird der bestehende ÖPNV sinnvoll ergänzt. 

Das ioki Mobility Analytics Team hat im Vorfeld den Bedarf nach diesem Angebot ermittelt.  Auf Basis der Analyse wurde ebenfalls die Anzahl der benötigten Fahrzeuge kalkuliert, um neben einer  bedarfsgerechten Integration des Services auch eine Deckung des Bedarfs zu garantiert.

LEVC stellt Fahrzeuge, die eine barrierefreien Zustieg für Rollstuhlfahrer und Passagiere mit Kinderwagen ermöglichen

LEVC stellt Fahrzeuge

Für das neue Angebot kommen modernste, emissionsfreie Elektroautos des britischen Herstellers LEVC zum Einsatz. Die Fahrzeuge verfügen über sechs Sitzplätze und sind zudem barrierefrei, Rollstuhlfahrer können über eine Rampe einsteigen und in Fahrtrichtung fahren. Auch Kinderwagen können bequem befördert werden.