Category Archives: Regulierung

Uber Fahrer in Großbritannien: Angestellte statt Freelancer

In einem Gerichtsverfahren in Großbritannien haben zwei Uber Fahrer erreicht, dass sie nicht mehr als unabhängige Partner sondern als Angestellte zu sehen sind. In Großbritannien sind etwa 40.000 Fahrer auf der Uber-Plattform aktiv, die jetzt ähnliches anstreben könnten.

Das Urteil der Richter könnte auch Auswirkungen auf andere Unternehmen haben, die ebenfalls auf unabhängige Partner setzten, um den angebotenen Service durchführen zu können.

Die Ridesharing-Plattform hat damit argumentiert, dass das Unternehmen nur die Technologie zur Verfügung stellt und die Fahrer frei entscheiden können, wann und wo sie arbeiten. Außerdem nutzen die Fahrer ihre eigenen Fahrzeuge und tragen somit den größten Teil des unternehmerischen Risikos. Die Anwälte der Kläger haben argumentiert, dass die Fahrer angestellte sind, da Uber Druck auf die Fahrer aufbaut, um sie zum Arbeiten zu bewegen. Außerdem werden sie bestraft, wenn Aufträge nicht angenommen werden. Das Gericht ist in der ersten Instanz der Argumentation der Kläger gefolgt. Uber hat bereits angekündigt, dass Einspruch gegen das Urteil eingelegt wird. Sollte das Urteil Am Ende stand halten, muss das Fahrdienst-Unternehmen die Verträge mit allen Fahrern ändern, um horrende Kosten zu vermeiden.

Das Gericht hat in dem jetzigen Urteil entschieden, dass die Uber Fahrer als angestellte Fahrer zu betrachten sind und rückwirkend das Recht auf Mindestlohn von min. 7.20 GBP pro Stunde und bezahlten Urlaub haben. Weitere Fahrer, die sich dem Fall angeschlossen haben, können ebenfalls ihre Forderungen einreichen.

Das Verfahren wurde von der Gewerkschaft GMP unterstützt, die Gewerkschaft hat bereits angekündigt, das Vertragswerk und Setup weiterer Shared Economy Startups zu untersuchen, die auf selbstständige Fahrer oder Partner setzen. Eine Studie geht davon aus, dass in Großbritannien 460.000 Personen fälschlicherweise als Selbstständige eingestuft werden und so pro Jahr 314 Mio. GBP an Steuern und Versicherungsbeiträgen nicht gezahlt werden.

Bereits in den USA wurde Uber von Fahrern im Rahmen einer Sammelklage verklagt, der Fall wurde letztendlich mit einem Vergleich in Millionenhöhe beigelegt. Auch in Deutschland besteht für die Shared Economy Anbieter die Gefahr der Scheinselbstständigkeit. Unternehmen wie Deliveroo setzen in Deutschland teilweise auch auf selbständige Fahrer. Aus Unternehmenssicht ist es wichtig, dass hier gewisse Kriterien eingehalten werden, um das Risiko einer Klage und unerwünschter Kosten zu reduzieren.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Autopilot 2.0 von Tesla soll noch dieses Jahr kommen

Mehrerer Quellen berichten, dass Tesla bald die Version 2.0 des Autopiloten mit teilautonomen Fahreigenschaften vorstellen wird. Die neue Version der Soft- und Hardware für autonomes Fahren wird über neue Features verfügen. Es wird vermutet, dass Autopilot 2.0 Teil der neuen Tesla Software 8.0 sein wird.

Verbesserter Autopilot 2.0

Laut TechnoBuffalo sollen neue duale Kameras verbaut werden, die es unter anderem ermöglichen werden, dass ein Tesla automatisch an Stoppschildern und Ampeln anhält und wieder losfährt. Bisher bleibt ein Tesla nur stehen, wenn sich ein Auto oder ein anderes Objekt in Fahrtrichtung befindet. Bisher konnte ein Tesla S vor allem auf Autobahnen zwischen Auf- und Abfahrt selbstständig fahren. Die neue Version des Autopiloten soll auch das Auf- und Abfahren ohne Eingriff des Fahrers ermöglichen. Der Blog Elektrek geht davon aus, dass ein neues Set an Sensoren verbaut wird, das die neuen Eigenschaften ermöglichen wird. Die neuen Kameras und erweiterte Sensoren lassen darauf schließen, dass die meisten der neuen Eigenschaften nicht für bereits produzierte Fahrzeuge in Frage kommen werden. Eine Rückwertskompatibilität ist also nicht zu erwarten.

Mehr Aufmerksamkeit nach Unfällen

Nach den Unfällen mit der ersten Version des Autopiloten wird die neue Version mehr Aufmerksamkeit bekommen. Die Behörden werden den Autopiloten 2.0 kritisch begutachten und die Öffentlichkeit wird ach eine andere Wahrnehmung haben. In den letzten Wochen wurden zwei Unfälle bekannt, die sich ereignet haben, als die Tesla-Fahrzeuge mit Autopiloten unterwegs waren. Ein Unfall endete tödlich, über einen weiteren Unfall mit einem Tesla Model X ist noch wenig bekannt.

Die Verbesserungen sind auch ein weiterer Schritt in der Entwicklung von voll selbstfahrenden Autos. Tesla hat sich dafür entschieden, mit einem teilautonomen Fahrzeug zu starten und dann über Zeit weitere autonome Fahreigenschaften hinzuzufügen. Andere Unternehmen, wie z.B. Google, BMW oder Ford verfolgen eine andere Strategie. Sie wollen Fahrzeuge auf den Markt bringen, die von Anfang an vollautonom fahren.  Wahrscheinlich ist, dass diese Modelle im Jahr 2021 auf den Markt kommen werden.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

GM und Lyft testen selbstfahrende Taxis

General Motors und Lyft wollen innerhalb eines Jahres das Elektroauto Chevrolet Bolt als selbstfahrende Taxis auf öffentlichen Straßen testen. Vor ein paar Monaten hat sich GM mit 500 Mio. US$ an der Ridesharing Plattform Lyft beteiligt. Kurz darauf folgte die Übernahme von Cruise, einem Anbieter von Technologien für selbstfahrende Autos. Die von Cruise entwickelte Technologie wird die Grundlage für die autonomen Eigenschaften der Chevrolet Bolt Taxis sein.

Bisher ist noch nicht bekannt, in welcher Stadt Lyft das Angebot der selbstfahrenden Taxis testen wird. Die Nutzer können in der Smartphone App von Lyft festlegen, ob sie an dem Testprogramm teilnehmen möchten oder nicht. Über die Lyft App können die Nutzer den GM OnStar Service kontaktieren, wenn sie eine Frage oder ein Problem haben. Außerdem kann der Nutzer über die App mitteilen, wann das Fahrzeug losfahren soll und wann die Fahrt beendet werden soll. Bisher wurden diese Funktionen nur in einem App-Prototyp gezeigt, mit dem Lyft das Vertrauen im Bezug auf selbstfahrende Taxis steigern möchte.

Zu Beginn mit Fahrer – komplizierte Vorschriften

Zu Beginn wird sich noch ein Fahrer im Auto befinden, um im Notfall eingreifen zu können. Eine der größten Hürden sind im Moment noch die Vorschriften und Regeln, die den Einsatz von selbstfahrenden Taxis beschreiben und die Verantwortlichkeiten festlegen. Um einheitliche Vorschriften durchzusetzen, haben Uber, Lyft und Co. vor kurzem ein Bündnis gegründet. Langfristig soll der Fahrer nicht notwendig sein, was dazu führt, dass die Kosten einer Fahrt mit Lyft sinken werden. Der Fahrer ist einer der größten Kostenfaktoren im Geschäftsmodell der Ridesharing Plattformen.

Grundsätzlich ist General Motors daran interessiert, den Chevrolet Bolt an Lyft Fahrer zu verkaufen oder zu vermieten, um so den Verkauf des Elektroautos anzukurbeln. Bisher wird das Model Chevrolet Equinox in einem Pilot Projekt an Lyft Fahrer in Chicago vermietet. Das Projekt soll auf andere Städte ausgeweitet werden. Dabei sollen vermehrt Bolts unter die Fahrer gebracht werden. Durch die Bauweise verfügt der Bolt über mehr Beinfreiheit im Font und eignet sich dadurch gut für Ridesharing-Dienste und Mitfahrplattformen. Die Betriebskosten dürften unter den Kosten für ein benzinbetriebenes Fahrzeug liegen.

Investitionen schnell nutzen

General Motors möchte die Vorteile seiner Investitionen möglichst schnell nutzen, um den Anschluss nicht zu verpassen. Die bisherige Automobilindustrie gerät durch Neueinsteiger und Anstrengungen großer Technologieunternehmen unter ansteigenden Druck. Die Automobilkonzerne wurden von den Entwicklungen aus dem Silicon Valley überrascht, unter anderem von Tesla’s Elektrofahrzeugen, dem selbstfahrenden Auto von Google oder dem Ridesharing-Business von Uber. Uber entwickelt in Zusammenarbeite mit der Universität in Pittsburgh eigene selbstfahrende Taxis. Google hat angekündigt, dass 100 Chrysler Pacifica Minivans mit der von Google entwickelten Technologie für autonome Fahrzeuge ausgestattet werden.

Bild: General Motors/Chevrolet (bestimmte Rechte vorbehalten)

Google, Ford und Uber starten Bündnis für selbstfahrende Autos

Google, Ford, Ridesharing Dienst Uber und zwei weitere Unternehmen starten eine Arbeitsgruppe, um schneller gesetzliche Rahmenbedingungen für den Einsatz von autonomen Fahrzeugen zu schaffen.

Bei den beiden weiteren Unternehmen in der Arbeitsgruppe für sichere Straßen handelt es sich um Volvo und Lyft. Deutsch Automobilhersteller und Mobilitätsanbieter sind bisher nicht vertreten. Die Gruppe will mit Gesetzgebern, regulierenden Behörden und der Öffentlichkeit zusammenarbeiten, um die gesellschaftlichen Vorteile und Sicherheitsaspekte von selbstfahrenden Fahrzeugen zu realisieren.

Angeführt wird die Gruppe von David Strickland. David Strickland war zuvor eine leitender Angestellter der U.S. National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). Diese Organisation ist für das Verfassen der Straßenverkehrsregeln für selbstfahrende Autos in den USA zuständig. Strickland hat zuvor auch Google im Bezug auf selbstfahrende Autos beraten. Gemeinsam sollen Regeln geschaffen, die einen sicheren gemischten Verkehr von selbstfahrenden Fahrzeugen und Autos mit Fahrer gewährleisten sollen.

Einheitliche Regelung für selbstfahrende Fahrzeuge

Bisher existieren keine einheitlichen Regelungen in den USA für autonome Fahrzeuge. Die Tests der Automobilhersteller und Technologiekonzerne in den USA sind nur möglich, da Sondergenehmigungen erteilt wurden. In Deutschland sieht es ähnlich aus. Ziel ist es auch, dass ein Regelwerk geschaffen wird, das einheitlich in allen amerikanischen Bundesstaaten angewendet wird.

Mit der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen befassen sich eine Reihe von Autoherstellern. Auch deutsche Automobilhersteller wollen so schnell es geht autonome Fahrzeuge auf den Markt bringen. Allen voran ist Daimler vorne mit dabei. Konkurrent BMW versucht hingegen so schnell es geht den Entwicklungsvorsprung von Daimler aufzuholen.

Alle Partner des Bündnisses entwickeln autonome Fahrzeuge. Google hat mit seinem selbstfahrenden Fahrzeug für Aufsehen gesorgt, sucht seit dem aber nach Industriepartnern, die die Produktion übernehmen. Ford bemüht sich auch, autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Die Ridesharing Unternehmen entwickeln entweder in Eigenregie selbstfahrende Autos (Uber) oder in Zusammenarbeit mit dem Automobilkonzern GM (Lyft). Für die Ridesharing Dienste würde der Einsatz von selbstfahrenden Autos einen enormen Kostenvorteil bedeuten, da keine Fahrer bezahlt werden müssten.

Uber zahlt 100 Millionen Dollar

 

In der letzten Woche hatten wir darüber berichtet, dass Uber bisher mehr als 55 Mio. US$ an Strafen und Vergleichssummen zahlen musste. Als offener Fall wurde die Sammelklage der Fahrer im Bezug auf ihre Stellung als unabhängige Partner aufgeführt. Uber Fahrer haben in Kalifornien und Massachusetts geklagt, da sie sich als Angestellte und nicht als unabhängige Partner gesehen haben.

Sammelklage der Fahrer

Auch in diesem Fall haben sich die Parteien auf einen Vergleich geeinigt, wie Uber mitteilt. Uber zahlt eine Summe von 100 Mio. US$ und kann im Gegenzug dazu die Fahrer weiterhin als unabhängige Partner betrachten. Die Summe wird unter den etwa 385.000 Fahrern aufgeteilt. 94 Mio. US$ der Summe werden sofort fällig, die restlichen 16 Mio. US$ erst, wenn Uber an die Börse geht und der Börsenwert im ersten Jahr auf mehr als 95 Milliarden US$ steigt.

Langfristig spart sich Uber Kosten

Der Vergleich bringt für Uber hohe einmalige Kosten mit sich. Langfristig wird sich Uber dadurch höhere Kosten sparen. Müsste Uber alle Fahrer als Festangestellte betrachten, wären Kosten für Sozialversicherung, Krankenversicherung, Ausgleich für Überstunden und Krankheit fällig. In Summe übersteig das leicht die Vergleichssumme von 100 Mio. US$. Hätte Uber die Fahrer einstellen müssen, wäre das eine Bedrohung für das Geschäftsmodell von Uber gewesen.

Fahrer wollen selbstständig sein

Uber hat immer darauf verwiesen, dass die Fahrer es vorziehen, unabhängig zu sein. So können sie sich ihre Zeit frei einteilen und auch für weitere Plattformen, z.B. Lyft fahren.

Uber verpflichtet sich auch dazu, den Fahrern weitere Informationen zukommen zu lassen, warum ihnen der Zugang zur Plattform verwehrt wird. Uber Fahrer dürfen beziehungsweise nicht ohne ersichtlichen Grund ausgeschlossen werden. Uber wird den Nutzern mitteilen, dass Trinkgeld nicht im Fahrpreis enthalten ist. Außerdem dürfen die Fahren Schilder in ihren Fahrzeugen anbringen, auf denen sie um Trinkgeld bitten.

Weitere Fälle noch offen

Einige Lieferstartups haben den Fall mit Interesse verfolgt, auch auch deren Modell auf selbstständigen Fahrer beruht. Gegen Startups wie Postmates laufen ebenfalls Sammelklagen. Auch in Deutschland müssen sich die Fahr- und On-Demand Dienste mit dem Thema auseinandersetzten. Hier besteht die Gefahr der Scheinselbstständigkeit.

Bild: 5chw4r7z (bestimmte Rechte vorbehalten)

Seit 2009 musste Uber 61.9 US$ Strafe zahlen

Seit dem Start im Jahr 2009 musste Uber hohe Summen an Strafe bezahlen. Die Summe von fast 62 Mio. US$ (ca. 54 Mio. Euro) übertrifft die Finanzierung, die einige Uber Konkurrenten bisher erhalten haben. Uber hat bisher mehrere Milliarden US$ eingesammelt und wird aktuell mit 62 Milliarden US$ bewertet. Bisher wurde Uber allein in den USA mehr als 170-mal angeklagt.

„Safe ride fee“ Urteil: 25 Mio. US%$ (22 Mio. Euro)

Status: beigelegt

Im vor kurzem beigelegten Verfahren in Kalifornien hat Uber eingewilligt, seine Marketingstrategie zu ändern. Eine Uber Fahrt wird nicht mehr als sicherste Alternative bezeichnet. Die Fahrerüberprüfung wird nicht mehr als „der Goldstandard“ bezeichnet. Die 1 US$ „Safe ride fee“ wird in Buchungsgebühr umbenannte. Uber wurde vorgeworfen, dass es nicht richtig ist, dass Uber führend bei der Überprüfung der Fahrer ist. Uber hat eingewilligt, 10 Mio. US$ an Strafe zu zahlen. Weitere 15 Mio. US$ werden fällig, wenn sich Uber in den nächsten 2 Jahren nicht an die Vereinbarung hält.

Sammelklage wegen Sicherheitsbedenken: 28.5 Mio. US$ (25 Mio. Euro)

Status: beigelegt

In zwei Sammelklagen, die sich beide mit dem Thema Sicherheit beschäftigt haben, hat Uber eingewilligt, 25 Mio. Euro zu zahlen, um zu einer Einigung zu gelangen. Uber-Nutzer haben gegen Uber geklagt, da sie ihre Sicherheitsgebühr “Safe ride fee” zurück haben wollten. Begründet wurde es mit den missverständlichen Informationen, die Uber über die Sicherheitsgebühr verbreitet hat. Jeder der Kläger hat das Anrecht auf einen kleinen Teil der Summe von 25 Mio. Euro. Uber hat einige PR-Desaster im Bezug auf die Sicherheit erlebt.

Verstöße in Frankreich: 1.3 Mio. US$ (1.2 Mio. €)

Status: beigelegt

Im Januar 2016 wurde Uber in Frankreich zu einer Strafe von 1.2 Mio. Euro verurteilt. Uber wurde verklagt, da die Uber-Fahrer gegen die Regeln des französischen Transportgesetztes verstoßen haben. Wie bei Uber üblich haben sich die Fahrer in den Straßen bereitgehalten, um auf Aufträge zu warten. Dieses Vorgehen ist aber nur für lizensierte Taxi Fahrer zulässig, die für ihre Lizenz bezahlen. Ein vergleichbares Gesetz existiert in Deutschland. Nur Taxis dürfen sich bereithalten, um Fahrgäste aufzunehmen. Mietwagenfahrer müssen zu ihrem Betriebssitz zurück kehren, wenn sie keine im Voraus gebuchte Fahrt haben.

Datenfehler: 7 Mio. US$ (6 Mio. Euro)

Status: beigelegt

Uber hat in Kalifornien gegen die Berichtspflicht der Transportbehörde California Public Utilities Commission verstoßen. Im Januar 2016 haben sich die Behörde und Uber darauf geeinigt, dass Uber 5 Mio. Euro Strafe zahlen muss. Hätte sich Uber geweigert, die Gebühr zu zahlen, wäre es Gefahr gelaufen, die Betriebslizenz zu verlieren. Uber wurde vorgeworfen, nicht genügend Daten über das operative Geschäft geliefert zu haben. Unter anderem wurde Zahlen über Kunden zurückgehalten, die eine Anfrage bezüglich der Beförderung von körperlich eingeschränkten Personen gestellt haben. Über Unfallursachen von Uber-Fahrern wurden auch nicht ausreichend Daten geliefert. Vor ein paar Tagen hat Uber den ersten Transparency-Bericht an die Behörden übermittelt.

Fahrer übernachten in Fahrzeug: 15.000 US$ (13.000 Euro)

Status: beigelegt

Eine bei Uber registrierte Fahrerin hat Uber auf mehr als 13.000 Euro verklagt. Sie hat im ihren Auto gelebt und hat von Uber eine Entschädigung für nicht gezahlten Verdienst, nicht gezahlte Auslagen und fälschlicherweise abgezogene Beträge verlangt. Uber war zwar anderer Meinung, hat sich aber dazu entschlossen, den Fall beizulegen.

Einigung in New York: 20.000 US$ (17.000 Euro)

Status: beigelegt

Im Jahr 2014 hat ein Fall für Aufregung gesorgt. Der General Manger von Uber in New York soll eine Journalistin damit verunsichert haben, dass Uber im God Mode nachverfolgen kann, wohin sie sich bewegt. Daraufhin wurden die Datenschutzregeln bei Uber in einer 14-monatigen Untersuchung unter die Lupe genommen. Als Folge musste Uber die Geo-Daten der Fahrten verschlüsseln.

Auseinandersetzung in Alaska: 78.000 US$ (68.000 Euro)

Status: beigelegt

In Alaska musste Uber 68.000 € Strafe zahlen, da Fahrer fälschlicherweise als unabhängige Vertragspartner und nicht als angestellte Fahrer eingestuft wurden. Die Behörden haben Uber vorgeworfen, dass sich das Unternehmen so Arbeitslosenversicherung, Steuern und Zuschläge spart. Uber war in Anchorage für sechs Monate aktiv. Da keine Einigung mit den Behörden gefunden wurde, wurde der Fahrservice wieder eingestellt.

Tragischer Unfall mit Todesfolge: unbekannte Summe

Status: beigelegt

Silvester 2013 wurde in San Francisco ein Kind von einem Fahrer überfahren und getötet, der zwar keinen Fahrgast an Board hatte, aber in der Uber Fahrer-App online gewesen ist. Uber wollte sich erst darauf berufen, dass der Fahrer keinen Auftrag am Unfallzeitpunkt hatte. In Kalifornien wurde daraufhin ein Gesetz erlassen, das besagt, dass Ridesharing Dienste auch eine Versicherung abschließen müssen, die Fahrer auch zwischen Fahrten versichert.

Massenklage der Fahrer

Status: noch offen

Diese Massenklage könnte weitreichende Folgen für die gesamte Sharing Economy in den USA haben. Uber wurde von Fahrer verklagt, die fordern, dass sie als Angestellte und nicht als unabhängige Partner anerkannt werden. Sie fordern die Rückerstattung von Auslagen, inklusive Benzingeld und Reparaturkosten.

Wenn Uber die Fahrer als Angestellte beschäftigen muss, dann verliert das Unternehmen einen großen Wettbewerbsvorteil. Die Fahrerkosten würden steigen, da Beiträge für Arbeitslosenversicherung und Sozialversicherung fällig wären. Außerdem hätten die Fahrer Anspruch auf die Rückerstattung von Benzingeld.

Insgesamt musste Uber bisher mehr als 60 Mio. US$ Strafe zahlen. Da viele Fällen nach offen sind, wird diese Summe in den nächsten Monaten und Jahren steigen.

Bild: 5chw4r7z (bestimmte Rechte vorbehalten)

Wunder wächst, Uber mit Mopeds, Uber profitabel in USA

Heute gibt es 3 interessante Kurznachrichten aus dem Ridesharing-Bereich. Uber entdeckt den Fahrservice mit Motorrollern in Asien. Das US Geschäft des Ridesharing Giganten ist profitabel. Das deutsche Ridesharing Startup Wunder konzentriert sich auf Osteuropa und Entwicklungsländer.

Uber führt Ridesharing-Dienst mit Motorrollern ein

Vor einer Woche hat Uber den Ridesharing-Service uberMOTO in Bangkok eingeführt, nun erfolgt der Start in der indischen Stadt Bangalore. Bei uberMOTO werden die Nutzer mit einem Motorroller abgeholt und nicht mit einem Auto. Einen ähnlichen Service hat Uber bereits in Paris getestet, aber nach einiger Zeit wieder eingestellt. Der Service wird für 3 Rupien pro Kilometer angeboten, was etwa 0.03 € pro Kilometer entspricht. Die Mitfahrer können per Kreditkarte oder in bar bezahlten. Der Service wird vorerst nur tagsüber zwischen 7 Uhr morgen und 21 Uhr Abends angeboten. Uber will durch den günstigen Service weitere Kunden gewinnen und erhofft sich auch, dass die Kunden schneller ans Ziel kommen. In Städten wie Bangkok und Bangalore ist meistens kein Durchkommen möglich, da die Straßen auf Grund von Staus verstopft sind. Auch Uber-Konkurrent Ola hat einen ähnlichen Service gestartet, der sogar noch günstiger angeboten wird. In Bangkok ist Grab mit einem Moped-Service schon länger aktiv. (via WallStreetJournal)

Wunder konzentriert sich auf Osteuropa und Entwicklungsländer

Mittlerweile heißt der Service nur noch Wunder, der vor etwa zwei Jahren unter dem Namen Wundercar in Hamburg und Berlin gestartet ist. Nach dem die deutschen Behörden den Service verboten haben, konzentriert sich das Startup auf anderer Märkte in Osteuropa, Asien und Südamerika. Der Service wurde in Deutschland verboten, da das Angebot gegen das überholte Personenbeförderungsgesetz verstoßen hat. Für Wunder scheint es in die richtige Richtung zu gehen. Alle 30 Sekunden wird eine Fahrt angefragt (ca. 20.000 Fahrten die Woche) und in diesem Jahr soll die Marke von einer Million vermittelter Fahrten geknackt werden. Im Moment ist das Unternehmen nur am Umsatz in den Osteuropäischen Standorten beteiligt. Dort wird die Zahlung über die App abgewickelt und Wunder behält eine Provision ein. In den Emerging Markets macht Wunder keinen Umsatz. Die Nutzer zahlen mit Bargeld und Ziel ist es, zu wachsen. Zusätzlich arbeitet das Unternehmen an einer Whitelabel-Lösung, die zum Beispiel Unternehmen einsetzten können, die für ihre Mitarbeiter eine eigenen Mitfahr-App bauen möchten. Finanziert wird das Unternehmen unter anderem von Sixt und Blumberg Capital. (via Gründerszene)

Uber ist in den USA profitabel, verliert in China eine Milliarde US$ pro Jahr

Das Ridesharing-Startup Uber ist profitabel auf dem amerikanischen Markt. Das hat Uber CEO Travis Kalanick auf einer Veranstaltung in Kanada verkündet. In einigen der großen US Städte ist Uber schon seit geraumer Zeit profitabel, jetzt scheint es der Fall für das gesamte Land sein. Gleichzeitig verliert Uber aber mehr als eine Milliarde US$ in China. In China hat es Uber mit dem lokalen Wettbewerber Didi Kuaidi zu tun. Didi ist in keinem einzigen Markt profitabel, verfügt aber über eine Finanzierung in Milliardenhöhe. Didi Kuaidi kauft mit der eingesammelten Finanzierung Marktanteile durch subventionierte Fahrpreise. Uber muss in dem kostenintensiven Wettbewerb mithalten, wenn das Unternehmen Marktanteile gewinnen möchte. Deswegen beläuft sich der Verlust auf mehr als eine Milliarde US$. (via Techcrunch)

Bild: Mighty Travels (via flickr) (bestimmte Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Autos: Welche Hersteller befassen sich damit

Nicht nur Google ist dabei, ein selbstfahrendes Auto zu entwickeln. Auch etablierte Autokonzerne und Zulieferer befinden sich im Rennen um die Entwicklung des selbstfahrenden Fahrzeugs.

Die Entwicklung des selbstfahrenden Autos ist die größte Revolution der Autoindustrie. Über die Entwicklungen von Google wird am meisten gesprochen, aber auch andere Unternehmen arbeiten an der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Einige Unternehmen investieren eher in Unternehmen, die ein selbstfahrendes Auto entwickeln. Andere Unternehmen versuchen alles, um ein selbstfahrendes Auto komplett selbst zu entwickeln.

Projekt Titan von Apple

Es wird schon seit längerem spekuliert, dass Apple an einem selbstfahrenden Auto arbeitet. In den letzten Monaten wurde häufiger bekannt, dass Apple einige Autoexperten von Tesla, Daimler, Volkswagen, A123 Systems und anderen Autokonzernen abgeworben hat. Auch über eine Kooperation mit BMW wurde spekuliert. Inzwischen scheint Apple auch eine alte Militärbasis als Teststrecke angemietet zu haben. Gerüchten zufolge soll das Apple Auto ab 2020 produziert und verkauft werden. Ob das Fahrzeug von Anfang an über selbstfahrende Eigenschaften verfügt, wird sich erst noch zeigen.

Audi mit selbstfahrendem A7

Audi beschäftigt sich seit einiger Zeit mit der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen. Im letzten Jahr wurde ein selbstfahrender RS7 mit dem Nahmen Bobby vorgestellt. Der Prototyp hat einige Runden auf einer Formel 1 Rennstrecke gedreht. Später folge der seriennahe A7 mit dem Namen Jack. Mit dem Fahrzeug hat Audi medienwirksam die Strecke von San Francisco nach Las Vegas zurückgelegt. Das Fahrzeug wurde auf der CES in Las Vegas präsentiert. Einige Technologien, die für den selbstfahrenden A7 entwickelt wurden, werden im neuen A8 Einzug finden. Darunter ein neuer Park-Assistent und ein Autopilot für Staus. Nicht nur im A8 sondern auch in weiteren Modellen werden die Technologien Einzug erhalten. Da Audi zum Volkswagen-Konzern gehört, werden die Audi-Entwicklungen bestimmt in weiteren Konzerntöchtern verbaut werden. In diesem Jahr hat sich Audi an der Übernahme der Kartentechnologie von Nokia Here beteiligt, um eine Datengrundlage für selbstfahrende Autos stellen zu können.

Kooperation zwischen Baidu und BMW

Der Chinesische Suchmaschinen-Konzern und BMW haben eine Partnerschaft geschlossen, um bis Ende des Jahres einen Prototypen zu entwickeln, der teilautonomes Fahren erlaubt. Die Partnerschaft besteht seit April 2014. Die beiden Unternehmen haben ihre Entwicklungen auf Autobahnen bei Peking und Shanghai getestet. Das teilautonome Fahrzeuge von Baidu und BMW soll den Fahrer nicht ersetzten. Der Fahrer soll durch den Einsatz von Technologien unterstützt werden. Baidu hat seine eigene Kartentechnologie, die für selbstfahrende Autos äußerst wichtig ist. BMW ist wie Audi an Nokia Here beteiligt. Experten gehen davon aus, dass die chinesischen Behörden die Gesetze flexibel und schnell anpassen können, um den Betrieb von selbstfahrenden Autos zu ermöglichen. In Ländern wie Deutschland und den USA kann die Anpassung länger dauern.

Bosch entwickelt Technologien für selbstfahrende Autos

Der Zulieferer für die Automobilindustrie Bosch reagiert auf die gestiegene Nachfrage nach Technologien für selbstfahrende Autos. In dem Geschäftsbereich wurden mehr als 2.000 Ingenieure eingestellt. Zu den Kunden von Bosch gehören die meisten Automobilkonzerne und Neueinsteiger. Bosch hat unter anderem zwei Tesla ausgestattet, so dass sie autonom fahren können. Der Konzern kooperiert mit dem Anbieter für Kartendaten und -technologien TomTom, um Kartenmaterial anbieten zu können, welches für autonome Fahrzeuge essentiell ist. Bosch geht davon aus, dass selbstfahrende Autos in den nächsten 4 Jahren bis 2020 realisierbar sind.

Daimler testet selbstfahrende LKWs

Daimler entwickelt unter anderem selbstfahrende LKWs. Die ersten Fahrzeuge werden seit Mai diesen Jahres in Nevada getestet. Daimler bemüht sich auch darum, eine Genehmigung für Tests auf deutschen Autobahnen zu erhalten. Zu erst verfolgt Daimler das Ziel, den Fahrer zu unterstützten und nicht zu ersetzen. Daimler geht davon aus, dass es noch zehn Jahre dauern wird, bis der Fahrer komplett ersetzt werden kann. Der Konzern hat zusammen mit Audi und BMW die Kartentechnologie Nokia Here übernommen.

Delphi entwickelt Software und Sensor Plattform

Der Automobilzulieferer Delphi entwickelt Software und Sensoren, die in selbstfahrenden Autos zum Einsatz kommen sollen. Bisher hat Delphi bestehende Fahrzeuge damit ausgestattet und ihnen somit selbstfahrende Eigenschaft                  en vermittelt. In den USA wurde mit einem umgebauten Audi SK5 eine Tour von der West- zur Ostküste unternommen.

Ford investiert in Forschung rund ums autonome Fahren

Anfang 215 hat Ford den Smart Mobility Plan vorgestellt, der das Unternehmen auch beim Thema autonomes Fahren voranbringen soll. In den nächsten fünf Jahren sollen alle Fahrzeuge mit Assistenzsystemen für teilautonomes Fahren ausgestattet werden können. Auch in Deutschland arbeitet Ford an Technologien für selbstfahrende Autos, getestet werden soll auf dem Korridor zwischen Rotterdam, Frankfurt und Wien.

General Motors entwickelt in Kooperation mit chinesischem Partner SAIC

Die GM Marke Chevrolet kooperiert mit dem Chinesischen Automobilhersteller SAIC um ein selbstfahrendes Auto zu entwickeln, das elektrisch angetrieben wird. Das Fahrzeug wird wahrscheinlich nicht vor 2030 massentauglich sein. Schon wesentlich früher sollen Assistenzsysteme Einzug erhalten, die auf Fahrzeug-zu-Fahrzeug Kommunikation beruhen und das Unfallrisiko verringern sollen. Eine Gruppe von Automobilkonzernen arbeitet an einer Plattform für Fahrzeug-zu-Fahrzeug Kommunikation, damit auch Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller miteinander kommunizieren können.

Das selbstfahrende Fahrzeug von Google

Google nutzt seine Fortschritte bei der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen medienwirksam, um Aufmerksamkeit zu erzeugen. Für das Projekt existiert eine eigene Website und in Austin und Mountain View sind Testflotten unterwegs. Bisher ist das Projekt noch bei Project X angesiedelt, der Forschungsabteilung von Google. Kürzlich wurde der Automobilexperte John Krafcik als CEO für das Projekt angeworben, der davor unter anderem bei Hyundai in einer leitenden Position aktiv gewesen ist. Google will sein selbstfahrendes Auto bis 2020 massentauglich haben. Bisher ist noch unklar, ob Google das Fahrzeug selber produziert oder mit bestehenden Automobilkonzernen kooperiert.

Honda darf Fahrzeuge in Kalifornien testen

Im Sommer 2014 hat Honda eine selbstfahrendes Auto auf Basis eines Acura Models vorgestellt. Honda nutzt auch ein ehemaliges Militärgelände mit Straßennetz und Dörfern, um die Alltagstauglichkeit der Fahrzeuge zu testen. Mittlerweile darf das Unternehmen auch auf den öffentlichen Straßen in Kalifornien die Fahrzeuge testen.

Hyundai setzt vorerst auf Assistenzsysteme

Der koreanische Hersteller Hyundai setzt vorerst auf die Entwicklung von Assistenzsystemen für teilautonomes Fahren. Modelle wie der Hyundai Genesis können mit Spurhalte-Assistent, System für automatisches Bremsen und Stauassistent ausgestattet werden. Das Unternehmen hat keine detaillierten Pläne für die Entwicklung von selbstfahrenden Autos veröffentlicht. Es ist aber davon auszugehen, dass das Unternehmen daran arbeitet.

Jaguar Land Rover will den Fahrer nicht ersetzen

Der indische Hersteller Jaguar Land Rover will aktuell keine selbstfahrenden Fahrzeuge entwickeln. Der Fahrer soll nicht durch Technologien ersetzt werden. Wie andere Hersteller auch, arbeitet Jaguar an Assistenzsystemen, mit denen der Fahrer unterstützt werden soll. Dazu zählt Jaguar den Parkassistenten und die Möglichkeit, das Fahrzeug per Fernbedienung zu parken und zu holen.

Mercedes will selbstfahrendes Auto in den nächsten 15 Jahren entwickeln

Mercedes hat kürzlich den F 015 als Konzept vorgestellt, das Unternehmen plant, das Fahrzeug in den nächsten 15 Jahren produktionsreif zu haben. Bis es soweit ist, wird Mercedes auch auf Assistenzsysteme setzten, die den Fahrer in manchen Situationen unterstützen. Die aktuelle S-Klasse ist zum Beispiel schon mit einem Stop-and-Go Assistenten ausgestattet. So kann das Fahrzeug bei Stau und niedrigen Geschwindigkeiten selbstständig fahren. In der Vergangenheit gab es auch Gerüchte, dass Mercedes eine Flotte an selbstfahrenden Fahrzeugen für einen on-demand Fahrservice einsetzten möchte.

MobilEye liefert Technologien für selbstfahrende Autos

Das Unternehmen Mobileye baut keine eigenen selbstfahrenden Fahrzeuge, sondern fokussiert sich auf die Entwicklung von Komponenten für selbstfahrende Autos. Die Chips und andere Komponenten werden von Herstellern verbaut, unter anderem Tesla.

Nissan/Renault will bis 2020 soweit sein

Carlos Ghosn geht davon aus, dass Nissan und Renault 2020 autonom fahrende Autos verkaufen wird. Wie auch bei den meisten anderen Herstellern liegt der Fokus zur Zeit auf der Entwicklung von Assistenzsystemen, die den Fahrer bei unterstützen. Nissan testet selbstfahrende Nissan LEAF Modelle zur Zeit in Tokyo. Im kommenden Jahr soll der Stau-Pilot für selbstständiges Fahren in Stop-and-go Situationen angeboten werden. Im Jahr 2018 soll der Assistent für autonomes Fahren auf Autobahnen fertig sein.

Scania möchte mehrere LKWs koppeln

Volkswagen-Tochter Scania möchte mehrere LKWs koppeln, somit soll es möglich sein, die Anzahl der Lastwagenfahrer zu reduzieren. Bei dieser Methode sind mehrere Lastwagen über Funk verbunden und werden von einem führenden LKW inklusive Fahrer kontrolliert. So können Fahrer eingespart werden und die LKWs können in kürzerem Abstand fahren. Dieses Jahr wurde bereits an Konvoi in Holland getestet. Es bleibt abzuwarten, ob Kürzungen der Investition in Folge des Abgasskandals bei Volkswagen, Auswirkungen auf die Entwicklungen bei Scania haben.

Tata Elixsi zeigt einen Park-Assistenten und fokussiert sich auf die Sicherheit von selbstfahrenden Autos

Tata Elixsi, ein Geschäftsbereich der TATA Gruppe hat einen automatischen Park-Assistenten vorgestellt. Das Fahrzeug scannt die Umgebung ab und identifiziert freie Parkplätze eigenständig. Nach dem ein freier Platz identifiziert wurde, parkt das Auto selbst ein. Bisher wurde der Assistent nur als Prototyp vorgeführt. Das Unternehmen hat angekündigt, weiter in die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen zu investieren. Fokus soll dabei auf der Sicherheit liegen.

Tesla will in den nächsten 5-6 Jahren ein selbstfahrendes Auto vorstellen

Elon Musk, der CEO von Tesla, geht davon aus, dass die fahrerlosen Fahrzeuge innerhalb von 5-6 Jahren verkauft werden können. Bis es soweit ist, bietet Tesla den sogenannten Autopiloten an. Der Autopilot beschleunigt das Fahrzeug, bremst und wechselt die Spur, je nach Fahrtumgebung. Auch eine Ruffunktion, mit der das Auto aus der Parklücke zum Fahrer fährt ist verfügbar. Schlechte und farbige Straßenmarkierungen erschweren das selbstfahrende Auto.

Toyota steckt 50 Mio. US$ in die Entwicklung selbstfahrender Autos

Toyota hat einige Experten eingestellt, darunter Gill Pratt, der davor an der Elite-Uni MIT und bei DARPA gearbeitet hat. Pratt leitet die Forschungsabteilung für selbstfahrende Autos und künstliche Intelligenz.  Das Unternehmen hat 50 Mio. US$ in Forschungseinrichtungen am MIT und in Stanford investiert, die an der Entwicklung von Technologien für selbstfahrende Autos arbeiten. Bisher hat sich Toyota aber noch nicht dazu bekannt, autonome Fahrzeuge zu entwickeln.

Uber mischt auch mit

Der Fahrdienst Uber steckt auch einen erheblichen Forschungsaufwand in die Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Das Unternehmen arbeitet unter anderem mit der Carnegie Mellon Universität in Pittsburgh zusammen. Dort arbeiten etwa 40 Ingenieure an der Entwicklung. An der University of Arizona werden mit Unterstützung von Uber neue Technologien für eine bessere optische Erfassung und ein hochwertigeres Kartographieren entwickelt. Uber hat auch den Dienst für digitale Karten deCarta übernommen und Microsoft einen Teil des Kartengeschäfts abgenommen.

Volkswagen mit Projekt für autonomes Parken und Laden

Der Volkswagen-Konzern hat in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Universitäten in Europa ein Projekt für selbstständiges Parken und Laden angekündigt. Fahrzeugbesitzer können ihr Auto abstellen, das Auto findet dann selbstständig einen Parkplatz mit Ladestation. Wenn das Auto sich selbstständig geparkt hat, schließt es sich auch ohne zutun eines Menschen an der Ladeinfrastruktur an. In den nächsten vier Jahren soll ein funktionstüchtiger Prototyp entwickelt werden.

Volvo will bis 2017 100 Kunden mit selbstfahrenden Autos versorgen

Volvo verfolgt das Ziel, Verletzungen und Todesfälle in Volvo Fahrzeugen bis 2020 zu eliminieren.Dieses Ziel will Volvo mit der Implementierung von Technologien für autonomes Fahren erreichen. Schon im Jahr 2017 soll 100 Kunden ein selbstfahrender Volvo XC90 SUV zur Verfügung getestllt werden. Dabei wird es noch Einschränkungen geben, wo und wann die selbstfahrenden Eigeschaften genutzt werden können. Das Unternehmen arbeitet mit der Schwedischen Regierung zusammen, um den gesetzlichen Rahmen bis 2017 zu etablieren.

Yutong mit selbstfahrenden Bussen

Neben Autos und LKWs können auch Busse autonom fahren. Der Chinesische Hersteller Yutong beschäftigt sich seit 2012 mit der Erforschung von fahrerlosen Bussen. Bisher wurde ein selbstfahrender Bus auf einer Autobahn in China getestet. Der Bus kann zwischen manuellem und automatischen Fahrmodus wechseln. Biser hat das Unternehmen noch keinen Zeitplan für eine serienreife Version vorgelet.

Quellen: Arstechnica, Audi, BBC, BBC, BBC, Bloomberg, Bloomberg, Business Insider, Digital Trends, Digital Trends, Delphi, Engadget, Ford, Forbes, Forbes, Forbes, Forbes, Fortune, Fortune, Fortune, GoAuto, The Guardian, The Guardian, The Guardian, The Guardian, Honda Press Release, IB Times, IB Times, New York Times, Nikkei, Nissan, Reuters, Reuters, Reuters, Re/code, Scania, Slash Gear, San Francisco Business Times, Tata, Techcrunch, USA Today, The Verge, V-Charge, Volvo, Wall Street Journal, Wall Street Journal, Wired, Wired, Wired, WiredWiredWired, Wired

Bild: Google Self-Driving Car von Roman Boed (bestimmte Rechte vorbehalten)

Flywheel kündigt TaxiOS Betriebssystem für Taxis an

Bisher war Flywheel als Taxi-App bekannt, über die von Nutzern per App Taxis gebucht werden können. Ähnlich wie Flywheel funktioniert der deutsche Anbieter MyTaxi. Nun hat das amerikanische Startup ein TaxiOS Betriebssystem vorgestellt, dass die Funktionen der bestehenden Taxameter übernehmen soll und gleichzeitig als Navigationssystem genutzt werden kann. Auch das Bezahlen soll über TaxiOS möglich sein. Flywheel möchte mit TaxiOS also dem teilweise überholten Gerätewirrwarr in den Taxis Einhalt gebieten.

Test in San Francisco mit virtuellem Taxameter

Bisher testen 50 Taxis in San Francisco das neue Betriebssystem von Flywheel, der Pilottest wird von der lokalen Transportbehörde Municipal Transportation Agency überwacht. Demnächst soll das neue System auch in New York eingesetzt werden. In New York wäre es das erste genehmigte Taxameter System, das Smartphone basiert ist. Die New Yorker Transportbehörde hat einem Test von Smartphone-basierten Wegstreckenzählern und Bezahlsystemen zugestimmt.

Bisher erhalten die Taxameter den Wegimpuls vom Fahrzeug und berechnen darauf basierend die zurückgelegt Strecke. Bei TaxiOS wird die Strecke basierend auf den vom Smartphone übermittelten GPS Daten berechnet. Bisher wurde diese Methode von den Behörden abgelehnt, auch in Deutschland.

Noch viermal mehr Taxi als Uber-Fahrten

Flywheel erhofft sich durch das umfassende System einen erheblichen Anteil im klassischen Taximarkt zu sichern. Der traditionelle Taximarkt wird derzeit von neuen Mietwagenservices wie Uber und Lyft angegriffen. In den meisten Städten werden immer noch mehr Taxifahrten als Fahrten mit den innovativen Ridesharingservices durchgeführt. Die neuen Fahrdienste wachsen aber schnell und holen auf. Die Anzahl der durch Uber in New York vermittelten Fahrten hat sich innerhalb eines Jahres auf 100.000 Fahrten pro Tag vervierfacht. Taxis in New York führen täglich mehr als 400.000 Fahrten durch, was einem Einbruch von 11% im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Erstes System für alle Taxifunktionen

Das System von Flywheel ist das erste, das Fahrpreisberechnung, Fahrtzuweisung, Bezahlung und Navigation in einem System vereinigt. Bisher war Flywheel nur als App bekannt, über die ein reguläres Taxi per Knopfdruck bestellt werden kann. Jetzt können die Fahrer das System auch dazu nutzen, den Fahrpreis zu berechnen und abzurechnen.

Bild: Taxi Meter – $4.90 von pixonomy (bestimmte Rechte vorbehalten)

Die Zukunft der Mobilität verstehen

Die Zukunft der Mobilität wird von drei Mega-Trends beeinflusst werden. Zu den Trends zählen Elektromobilität, selbstfahrende Autos und On-Demand Mobilität.

Die durch die Trends verursachten Veränderungen werden neue wirtschaftliche Chancen ermöglichen und für eine Verlagerung Wirtschaftsleistung durch die bestehenden Mobilitätsangebote sorgen. Vorangetrieben werden diese Veränderungen von etablierten Technologieunternehmen und innovativen Startups.

Die Umsetzung der Trends durch die etablierten Konzerne und Startups wird dafür sorgen, dass Mobilität günstiger und sicherer wird. Außerdem wird es für die Nutzer mehr Auswahl geben und die gebundenen Ressourcen werden effizienter genutzt.

On-Demand Mobilität

Die On-demand Mobilität ist einer der wichtigsten Trends in der Fortbewegung von Personen und Gütern, mit einem globalen wirtschaftlichen Einfluss. Unter On-Demand Mobilität werden alle Mobilitätsanbieter bzw. – Dienstleistungen zusammengefasst, die eine Transportdienstleistung anbieten, die über eine Smartphone-App einfach gebucht und bezahlt werden können. Darunter fallen die Beförderung von Personen, aber auch die von Waren und Services.

Das exponentielle Wachstum von Carsharing, Ridesharing und Same-Day Delivery Dienstleistungen für Kurzstrecken sind nur der Beginn für der Entwicklung. Der Trend, dass auf den persönlichen Autobesitz immer weniger Wert gelegt wird und dass on-demand Services an Nachfrage gewinnen, wird sich weiter verstärken.

Angebote, wie Carsharing werden dafür sorgen, dass Rate von Fahrzeugen pro Einwohner reduziert wird. Experten gehen davon aus, dass ein geteiltes Auto um die 10 -15 private Fahrzeuge ersetzt. Es könnte sein, dass noch innerhalb der nächsten 10 Jahre die meisten innerstädtischen Kilometer mit Ridesharing und Carsharing Angeboten zurück gelegt werden. Dazu tragen die hohen Kosten für den Besitz eines Fahrzeugs bei. Außerdem kommt die bestehende Infrastruktur an ihre Grenzen und Geld für weitere Investitionen ist knapp.

Der Trend, dass On-Demand Services an Beliebtheit gewinnen, liegt auch an den bevölkerungsreichsten Nationen der Erde. In China und Indien besitzt nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ein eigenes Fahrzeug. Die Straßen in den indischen und chinesischen Städten sind trotzdem schon verstopft. On-demand Services werden den Bedarf nach Mobilität von mehreren Millionen Indern und Chinesen der Mittelschicht stillen. Der Fahrzeugbesitz wird in den beiden genannten Ländern nicht möglich sein. Es ist davon auszugehen, dass die Kosten für den Fahrzeugbesitz zu hoch sein werden, im Zweifel auch durch Regierungsmaßnahmen.

Fahrerlose Fahrzeuge

Mit selbstfahrenden Fahrzeugen beschäftigen sich mehrere Unternehmen. Der Technologiekonzern Google vermarktet die Bemühungen um das eigene selbstfahrende Fahrzeug hervorragend. Seit einiger Zeit gibt es auch Gerüchte, dass der Elektronikkonzern Apple an der Entwicklung eines eigenen Fahrzeugs arbeitet. Auch etablierte Automobilkonzerne, wie Daimler, Audi, BMW oder Volvo arbeiten am fahrerlosen Fahrzeug. Die ersten fahrerlosen Fahrzeuge werden in den nächsten 5 Jahren auf den Markt kommen.

Selbstfahrende Auto sind nicht nur sicherer, sie eignen sich auch hervorragend für den Einsatz bei on-demand Mobilitätsangeboten. Für on-demand Plattformen würde ein großer Kostenfaktor wegfallen, wenn keine Fahrer mehr bezahlt werden müssen. Für das Geschäftsmodell der Ridesharing Plattformen gibt es durch selbstfahrende Autos ganz neue Perspektiven. Für die Nutzer von on-demand Dienstleistungen würden die Kosten reduziert werden. Deshalb investiert auch die Taxi-Alternative Uber in die Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen.

Elektrische Fahrzeuge

Der Erfolg von Tesla hat den etablierten Automobilkonzernen gezeigt, dass Elektroautos Begeisterung auslösen können und sich gut verkaufen lassen. Getrieben wird der Trend durch die Verbesserungen der Batterie-Technologien, Batterie-Steuerung und die Entwicklung der Benzinpreise. Auch Elektromotoren haben einen besseren Wirkungsgrad, als Verbrennungsmotoren. Hinzukommt, dass Elektromotoren einen geringeren Wartungsaufwand erfordern und eine längere Lebensdauer haben. Entscheidender Punkt, der für das weitere Wachstum der Verkaufszahlen von Elektrofahrzeugen verantwortlich ist, ist das wachsende Umweltbewusstsein der Bevölkerung und der Regierungen.

Interessant wird es, wenn die Fahrzeuge für den permanenten Einsatz bei on-demand Netzwerken und nicht den persönlichen Besitz entwickelt werden. Die Fahrzeuge werden dann rund um die Uhr unterwegs sein und nicht mehr als 95% ungenutzt am Straßenrand stehen, so wie es jetzt der Fall ist. Der Bedarf nach elektrisch angetriebenen Fahrzeugen wird durch die wachsende Nachfrage an on-demand Dienstleistungen steigen. Durch die steigende Nachfrage werden auch die Preise für Elektrofahrzeuge nach unten gehen und die Modellvielfalt wird steigen.

Bis Elektrofahrzeuge für den permanenten Einsatz in on-demand Transportnetzwerken entwickelt sind, wird es noch einige Jahre dauern. Bis es soweit ist, werden Hybrid Fahrzeuge eingesetzt. Die neue Generation der Elektrofahrzeuge wird auf dauernden Einsatz, günstigen Betrieb, Effizienz und einfache Nutzung ausgelegt sein.

Zusammenfassung

Durch die oben genannten Entwicklungen im Mobilitätsbereich werden die Beförderungs- und Transportkosten stark reduziert. Hinzu kommen die Reduzierung der Luftverschmutzung und durch menschliches Versagen verursachte Unfälle. Durch das Wachstum der on-demand Mobilitätsangebote werden auch einige Flächen frei werden, die für neue Zwecke genutzt werden können. Wenn weniger Fahrzeuge unterwegs sind, werden weniger Parkplätze benötigt. Wenn der Privatbesitz von Autos zurückgeht, werden weniger Garagen benötigt und der Platz kann für andere Zwecke genutzt werden.

Die Zukunft im Mobilitätsbereich wird durch eine Überschneidung der drei genannten Trends bestimmt. Jeder Trend ist für sich wichtig, kombiniert ergeben die drei Trends ungeahnte Möglichkeiten.

Ein Erfolgsfaktor wird sein, das Vertrauen der beteiligten Gruppen zu gewinnen. Nutzer, Investoren, Behörden und Versicherungen müssen dann überzeugt sein, dass die neuen Services keine Risiken bergen.

Es bleibt spannend abzuwarten, wann wir in den nächsten 5 bis 10 Jahren ein selbstfahrendes Elektroauto sehen, das auf on-demand Transportplattformen zugeschnitten ist.

Bild: The Art of Mobility von Matthias Rapp (bestimmte Rechte vorbehalten)