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Factory1: Kapsch startet im Mai Accelerator für Mobility-Startups

Der Wiener Traditionskonzern Kapsch startet im Mai mit Factory1 ein eigenes, sechs Monate dauerndes, Accelerator-Programm. Aufgenommen werden fünf Later Stage Startups aus sechs Bereichen. Konkret such man Innovationen in den Gebieten “Connected & Autonomous Driving”, “Big Data Analytics & Deep Learning”, “Smart Mobility”, “Security & Privacy”, “Infrastructure” und “Payment & Transaction Processes”. Alle sechs Themen sind dabei jeweils mit dem Kerngeschäft des Konzerns im Mobilitätsbereich verknüpft. Aktuell läuft die Bewerbungsphase, noch bis zum 10. April können sich Later Stage Startups bewerben. Fünf davon werden in das sechs Monate dauernde Programm aufgenommen.

Innovative Lösungen aus Mobility Bereich gesucht

Kapsch sucht Startups aus allen Ecken der Welt, die mit ihrer innovativen Lösung im Mobility Bereich, gemeinsam mit Kapsch internationale Erfolge feiern wollen. Bislang erreichte man schon Bewerbungen aus über 25 verschiedenen Ländern. Nach der Bewerbungsphase werden 15 Startups nach Wien eingeladen, wo sie sich noch einmal vor Kapsch Mitarbeitern, Mentoren und dem Vorstand der Kapsch TrafficCom beweisen müssen.

Im Laufe des sechsmonatigen Factory1 Accelerators arbeiten die fünf Gewinner-Startups mit Industrieexperten gemeinsam an Proof of Concept-Projekten, die dann anschließend realisiert werden. Die Startups erwarten unter anderem Highlights wie die Teilnahme am ITS Europe Congress in Straßburg und Acceleration Weeks im Kapsch Headquarter. Angesiedelt ist der Accelerator in der österreichischen Hauptstadt Wien.

Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal

Abschluss und Highlight des Factory1 Programms ist die Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal im Rahmen des ITS World Congress von 29. Oktober bis 2. November. Kapsch nimmt für den Accelerator 150.000 Euro in die Hand, die während des Programms Equity free in die Entwicklung der Lösungen der Startups fließen werden. Außerdem sind alle Reisekosten während des sechsmonatigen Programms von Kapsch gedeckt.

Über Kapsch

Kapsch zählt zu den erfolgreichsten Technologieunternehmen Österreichs mit globaler Bedeutung in den Zukunftsmärkten Intelligente Verkehrssysteme (IVS) und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Zur Kapsch Group zählen die drei Schlüsselgesellschaften Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom und Kapsch BusinessCom. Als Familienunternehmen mit Sitz in Wien, steht Kapsch seit 1892 für die konsequente Entwicklung und Implementierung neuer Technologien zum Nutzen seiner Kunden. Mit einer Vielfalt an innovativen Dienstleistungen und Lösungen leistet Kapsch einen wesentlichen Beitrag zur verantwortungsbewussten Gestaltung einer mobilen und vernetzten Welt. Die Unternehmen der Kapsch Group beschäftigen in ihren weltweiten Niederlassungen und Repräsentanzen 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bild: Kapsch TrafficCom AG /GettyImages  (alle Rechte vorbehalten)

Lyft will weitere Finanzierung einsammeln

Die Ride-Hailing Plattform Lyft soll sich bereits nach einer weiteren Finanzierung umschauen. Insgesamt sollen mindestens 500 Mio. US$ aufgenommen werden, um das Wachstum zu finanzieren. Die angestrebte Bewertung soll zwischen sechs und sieben Milliarden Dollar liegen. Das Unternehmen könnten die negativen Schlagzeilen rund um Uber bei der Suche helfen.

Im Wettbewerb mit Uber aufholen

Die Ride-Hailing App möchte die weitere Finanzierung nutzen, um im Wettbewerb mit Uber weiter aufzuholen und um den Vorsprung gegenüber Neueinsteigern zu wahren. Das Ride-Hailing Unternehmen expandiert auch weiter, was viel kostet. In diesem Jahr hat das amerikanische Unternehmen schon fast 100 neue Städte in den USA zusätzlich gestartet. Für die Nummer zwei in den USA ist es auch ein guter Zeitpunkt, in Marketing und Brand Building zu investieren, da der große Konkurrent Uber öffentlich mit Problemen zu kämpfen hat.

Höheres Polster schadet Lyft nicht

Lyft sollte trotz der hohen Verluste noch genügen finanzielle Mittel aus der vergangen Runde zur Verfügung haben. Eine höheres finanzielles Polster wird dem Unternehmen aber nicht schaden. Ohnehin dürfte es für länger dauern, bis Lyft neue Investoren gefunden hat. Die meisten der interessierten Investoren haben sich bereits an einem der Mobility Service Provider beteiligt. Außerdem werden die meisten Player erstmal abwarten, ob die Fahrdienstplattformen ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufbauen können.

Im Gegensatz zu Uber fokussiert sich Lyft ausschließlich auf einen Fahrservice und verkauft sich selber als hippe Alternative, bei der Fahrer und Nutzer fair behandelt werden. Uber hingegen setzt auf weitere Dienste, die das Problem der letzten Meile lösen sollen. So ist mit UberEATS ein Service für Essenlieferungen im Angebot und mit UberRUSH ein Kurierdienst.

General Motors unter den Investoren

Bisher hat das Unternehmen mehr als zwei Milliarden US$ eingesammelt. Zu den Investoren gehören General Motors, Founders Fund, Alibaba und weitere Investoren. Der General Motors hat mit dem Gedanken gespielt, Lyft komplett zu übernehmen. GM und die Ridesharing Plattform wollen auch eng bei der Entwicklung eines Fahrservices mit autonomen Fahrzeugen zusammenarbeiten. Bei der letzten Runde wurde Lyft mit 5.5 Milliarden US$ bewertet.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Steigende Investments in Startups aus dem Mobilitätssektor

Ein klares Zeichen, wie interessant der Markt der Startups aus dem Mobilitätssektor ist, die sich mit der Entwicklung von Technologien für die Automobile von morden oder von und innovativen Mobilitätsdienstleistungen beschäftigen, ist zu erkennen, wenn man sich die Investmentsummen in die entsprechenden Unternehmen ansieht.

Mehrere Milliarden für den Mobilitätssektor

Mehr als eine Milliarde US$ wurde im vergangen Jahr in Startups investiert, die sich mit Technologien für autonomes Fahren oder mit innovativen Mobilitätsdiensten befassen. Insgesamt wurden mehr als 85 Deals in Mobilitätsbereich im vergangenen Jahr abgeschlossen. Die Unternehmensberatung Oliver Wyman kommt auf eine Summe von mehr als 16 Milliarden US$, die im ersten Halbjahr 2016 in Startups im Automobilsektor investiert wurden.

Zugriff auf Innovationen und neue Schnittstellen zum Kunden

Auf der einen Seite investieren klassische Risikokapitalgeber verstärkt in den Bereich der Mobilitäts- und Transport-Startups. Auf der anderen Seite investieren auch immer mehr Automobilkonzerne in einen Bereich von vielfältigen Kategorien rund um das Thema Automobil. Im Fokus stehen dabei Themen wie Vernetzung, Ride Hailing, autonomes Fahren oder Elektrifizierung. Die etablierten Autohersteller wollen mit den Investments in die Startups und dem damit verbundenen Wissenstransfer die Attacken der neuen Marktteilnehmer abwehren.

Die neuen Marktteilnehmer definieren entlang der gesamten Wertschöpfungskette die Geschäftsmodelle neu. Über Beteiligungen sichern sich die Autohersteller aber nicht nur Zugang zu den technischen Innovationen. Außerdem wollen sie Zugriff auf die neuen Schnittstellen zum Kunden erhalten, die durch die unterschiedlichen Apps aufbaut werden. Hinzu kommt, dass die OEMs durch die Beteiligungen ihre Innovationskultur verbessern können. Im Jahr 2016 hat sich General Motors einen großen Anteil an Lyft gesichert und das Technologie-startup Cruise übernommen. Volkswagen hat sich an Gett beteiligt und Toyota setzt auf Uber. Der Daimler Konzern ist an mehreren Fronten aktiv und übernahm Hailo und hat bei Blacklane weiter aufgestockt.

USA im Fokus – Deutschland muss aufholen

Ein Großteil der Investments hat sich in den USA abgespielt. Fast 70% der Deals wurden in den USA getätigt. Deutschland hat einen geringen Anteil von 2%. Deutschland liegt bei der Zahl der Neugründungen in der Automobilbranche zwar vor Frankreich und Indien, aber noch hinter China, den USA und Großbritannien. Seit dem Jahr 2011 sicherten sich hierzulande 127 Start-ups Investitionen in Höhe von 316 Millionen US-Dollar. 45 Prozent davon flossen in junge Firmen, die Mobilitätsdienstleistungen anbieten. Diese Zahlen sind ein deutliches Signal dafür, dass die Deutsche Automobilindustrie aufpassen muss, dass sie den Anschluss nicht verliert. Die Zukunft der Automobilindustrie wird nicht mehr in Deutschland entwickelt.

Bild: ctj71081 (bestimmte Rechte vorbehalten)

Die Zukunft der Mobilität gestalten: Mobility Accelerator in Deutschland

In den letzten Jahren sind in Deutschland mehrere Startup Accelerators entstanden, die junge Unternehmen mit finanziellen Mitteln, Input von Mentoren und dem Zugang zu einem Netzwerk an Investoren unterstützen. Mittlerweile existieren auch mehrere Accelerator Programme, die sich mit Mobilitätsthemen befassen.

Beyond1435 Accelerator der Deutschen Bahn

Zusammen mit der Innovationplattform Plug and Play bietet die Deutsche Bahn in Berlin unter dem Namen Beyond1435 ein Accelerator Programm an, dass sich auf Mobiltiäts- und Logistikthemen fokussiert. Der Name verbindet das DB-Erbe mit der gemeinsamen Mission voranzugehen. Auf der Standardschienenbreite von 1435 mm hat DB unzählige Menschen und Güter vom Start bis ans Ziel befördert. Die digitalisierte Welt stellt bisherige Mobilitätskonzepte auf den Kopf.

Das Programm der Bahn richtet sich an Startups in der frühen Phase und dauert 3 Monate. Die Teilnehmenden Startups werden mit 25.000 Euro finanziell unterstützt und erhalten kostenlose Arbeitsplätze im Coworking Space Mindbox. In regelmäßigen Mentoring Sessions sollen die teilnehmenden Teams Experten-Feedback erhalten und ihr Netzwerk weiter ausbauen. Zu den Mentoren gehören Experten aus dem Bahn Konzern aber auch Investoren und Startup-Experten. Das erste Programm fokussiert sich auf Smart City Tech Lösungen, wie Blockchain, Mobilitätsalgorithmen, Integrierte Mobilitätsangebote, Deep Learning im Mobilitätskontext, Veränderte Nutzung von Bahnhöfen und Mobilitätszentren oder Identifikation und Sicherheit im Transport von Gütern und Menschen.

STARTUP AUTOBAHN von Daimler

Auf Daimler arbeite mit der Innovationsplattform Plug and Play zusammen, die ursprünglich aus den USA kommt. Das Programm geht bereits in die dritte Runde. Die STARTUP AUTOBAHN ist eine Innovationsplattform, die Startups Zugang zu Silicon Valleys unvergleichlichem Tech-Know-how und bester deutscher Hardware-Kompetenz ermöglicht. Für die nächste Runde werden Startups gesucht, die im Mobilitätsbereich Hardware mit Software verbinden. Die Themen sind IoT, Produktionstechnik, Logistik, ortsbasierte Services, Cyber Security, Biometrie, natürliche Sprachverarbeitung, Prozessoptimierung, Kundenerlebnis und Predictive Analytics. Wie auch das Programm der Bahn dauert die Startup Autobahn drei Monate. Die Gründer profitieren vor allem von der engen Zusammenarbeit mit Daimler-Experten und auch intensiven Mentoring-Gesprächen mit dem Top-Management. Ein Projektteam aus Mitarbeitern der Konzernforschung und des Bereichs Business Innovation fungierte dabei als Brückenbauer zwischen den Startups und Daimler. Durch STARTUP AUTOBAHN soll die Region Stuttgart zum Innovations-Hub für Mobilität und Industrie 4.0 werden und durch die Bündelung innovativer Partnerkompetenzen ein attraktives Startup-Ökosystem geschaffen werden.

Startup Garage von BMW 

In München hat sich BMW mit der Startup Garage zur Aufgabe gemacht, das Potenzial besonders innovativer Start-up-Unternehmen ohne Umwege zu nutzen. Der Automobilkonzern fördert in einem offeneren Programm Startups aus dem Mobilitätsumfeld, die die Innovationsfähigkeit der BMW Group stärken und beschleunigen. BMW verfolgt dabei einen etwas anderen Ansatz. Anstatt sich am Unternehmen zu beteiligen, kauf die BMW Group die Technologie des Startups, und integriert diese so schnell wie möglich in die Entwicklung und Produkte. Von dem Team hinter der Startup Garage werden weltweit vor allem solche jungen Unternehmen gesucht, die bereits mit Kapital ausgestattet wurden und über einen Prototyp ihrer Technologie verfügen. Die Themen orientieren sich an den aktuellen Herausforderungen von BMW – wie zum Beispiel Mobility Services, Elektromobilität oder Technologien für autonomes Fahren.

Startupbootcamp Smart Transportation & Energy 

In Berlin startet demnächst der Startup Accelerator Startupbootcamp Smart Transportation & Energy. Der Fokus lieg traf vernetzen und effizienten Lösungen für den Transport von Gütern und Personen. Für Startups, die an Logistik, Shared Mobility Lösungen oder Transportthemen arbeiten, kann das Programm interessant sein. Die teilnehmenden Startups erhalten eine überschaubare finanzielle Unterstützung, Mentoring, Bürofläche und Zugang zu einem internationalen Netzwerk an Unternehmen, Investoren und Mentoren. Insgesamt werden zehn Startups aufgenommen. Auch das Startupbootcamp Programm dauert drei Monate. Unterstützt wird der Accelerator von Airbus, Cisco, HERE, Kuehne + Nagel, Mercedes-Benz, SBB Cargo und VINCI. Die teilnehmenden Startups müssen 6% der Unternehmensanteile an Startupbootcamp abgeben – das sollte man sich als Gründer gut überlegen, ob einem das angebotenen Package das wert ist.

Für Startups, die sich mit Themen rund um Mobilität und Transport beschäftigen, gibt es durchaus mehrere Möglichkeiten, um die Entwicklung in der frühen Unternehmensphase zu beschleunigen. Durch die Teilnahme an einem Accelerator wird das Netzwerk erweitert und die Mentoren geben wertvollen Input. Letztendlich muss jedes Gründerteam entscheiden, ob die Teilnahme an einem Programm gerechtfertigt ist, oder nicht.

Bild: Steven Zwerink (bestimmte Rechte vorbehalten)

Volkswagen stellt selbstfahrenden Shuttle Sedric in Genf vor

Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Volkswagen Konzern eine Studie von einem autonomen Shuttle. Das Konzeptfahrzeug mit dem Namen Sedric ist elektrisch unterwegs und soll als markenübergreifender Ideenträger fungieren. Der Volkswagen Konzern will künftig stärker als Impulsgeber und Inkubator für Ideen agieren. Die Konzernmutter soll weiter in die Zukunft schauen und die Kreativität, die Kompetenz und das Wissen der Konzernfamilie zusammen führen, um es den Marken zur Verfügung zu stellen. Mit Wie auch die anderen Hersteller auch, sieht der der Autobauer aus Wolfsburg autonome Fahrzeuge als zentrales Element der

Sedric soll von jedermann nutzbar sein

Bisher hat der Volkswagen Konzern dem Themen autonome Fahrzeuge in Verbindung mit Elektromobilität eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Konzern mit Sedric (self-driving car) ein integriertes Mobilitätskonzept für den Straßenverkehr der Zukunft. In der Strategie der Konzernmarken soll das Thema vollautomatisiertes Fahren einen höheren Stellenwert einnehmen. Sedric soll für jedermann nutzbar sein und dennoch an die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche der Fahrgäste angepasst werden können. Es ist das erste Fahrzeug im Konzern, das für autonomes Fahren des Levels 5 konzipiert wurde. Erdacht, gestaltet, entwickelt und gebaut wurde Sedric in Zusammenarbeit zwischen dem Future Center Europe des Volkswagen Konzerns in Potsdam und der Volkswagen Konzernforschung in Wolfsburg.

Design erinnert an Wettbewerber

Vom Design her erinnert das Konzeptfahrzeug an die autonomen Minibusse von LocalMotors oder Navya. Die Bilder des Autos erinnern an eine Raupe – insgesamt macht das Erscheinungsbild einen freundlichen und sympathischen Eindruck. Das Fahrzeug verfügt über vier Sitzplätze, zwei davon sind gegen die Fahrtrichtung angeordnet. Die Passagiere steigen über eine große zweiteilige Schiebetür zu und wieder aus. Die Studie verzichtet komplett auf ein Cockpit, es sind keine Pedale und auch kein Lenkrad vorhanden. Sollte ein Fahrgast Gepäck mit sich führen, muss er dieses im Passagierraum unterbringen. Im Innenraum wird auf hochwertige und nachhaltige Materialien Wert gelegt. Pflanzen und Bambuskohle-Filter sollen für ein angenehmes Klima an Board sorgen.

Seltsames Bedienelement um Fahrzeug zu rufen

Gerufen werden kann der Sedric über ein seltsam anmutendes Bedienelement mit Button und Ring für farbige Signale. Wie der Nutzer darüber das Ziel eingeben soll und wieso nicht einfach auf eine Smartphone App gesetzt wird, ist nicht ganz einleuchtend. Wie für den Service bezahlt werden soll und in welcher Form das Shuttle Fahrzeug eingesetzt werden soll, wird auch nicht betont. Ob Sedric ein Bestanteil von einem Moia Dienst sein wird oder bei Gett zum Einsatz kommt, ist nicht klar.

Wie auch andere Hersteller auch, hat Volkswagen erkannt, dass Mobilitätslösungen entscheidend für das Überlegen sind. Um im Markt der innovativen Mobiltiy Services Fuß zu fassen, hat sich der Konzern im letzten Jahr an Gett beteiligt und mit Moia eine weitere Konzernmarke gegründet. Insgesamt wirken die Aktivitäten des Konzerns noch wenig abgestimmt – der Sedric vermittelt auch eher den Eindruck, dass sich viele Techniker austoben durften, um zu zeigen, was schön aussieht und technisch möglich ist. In den kommenden Jahren muss Volkswagen Ergebnisse in den Bereichen autonomes Fahrern und Mobilitätsservices liefern.

Bild: Volkswagen Group (alle Rechte vorbehalten)

Waymo verklagt Uber und Otto wegen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen

Uber bekommt Ärger durch die Waymo. Die Google Tochter hat Otto und Uber wegen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen verklagt. Otto befasst sich mit der Entwicklung von Systemen für autonome Lastwagen. Dabei soll es gegen Geschäftsgeheimnisse und Patente von Waymo verstoßen haben. Konkret wirft Waymo Uber vor, dass bei der Entwicklung der LiDAR Sensoren das Wissen von Waymo genutzt wurde.

Waymo LiDAR System im Mittelpunkt der Anschuldigung

Die Google Tochter hat mehrere Jahre an der Entwicklung eines eigenen leistungsstarken LiDAR-Systems gearbeitet. Uber hat sich einen Vorteil verschafft, in dem durch Datendiebstahl ein vergleichbares LiDAR System in nur neun Monaten entwickelt wurde. LiDAR steht für Light Detection and Ranging und ist ein Systeme, das essentiell für selbstfahrende Autos ist. Ein LiDAR System strahlt mehrere Millionen Laserstrahlen aus und misst, wie lange es dauert, bis die Laserstrahlen reflektiert werden. Durch dieses Verfahren wird laufend ein 3D Bild der Fahrzeugumgebung erstellt. Das System ist entscheidend, um Form, Geschwindigkeit und Richtung von Fahrradfahrern, Fußgängern, Fahrzeugen und anderen Gegenständen zu messen.

Vorteil durch Diebstahl für Uber und Otto

Otto soll durch Datendiebstahl in der Lage gewesen sein, die Hardware in Rekordzeit zu entwickeln. Waymo wirft dem früheren Google Manager und Gründer von Otto Anthony Levandowski vor, dass er 10 GB (14.000 Dokumente) an vertraulichen Daten heruntergeladen hat, bevor er bei Google ausgeschieden ist. Das Unternehmen Otto soll er noch während seiner Zeit bei Google gegründet haben. Weitere Mitarbeiter, die bei Google an dem Car Projekt gearbeitet haben, sollen ebenfalls zu Otto gewechselt sein und dabei sensible Daten mitgenommen haben.

Email deckt Fehlverhalten auf

Aufgeflogen ist der vermeintliche Klau von Geschäftsgeheimnissen durch eine Email, die die Google Tochter von einem Zulieferer erhalten hat. Im Anhang der Email befand sich unbeabsichtigt eine Zeichnung der Leiterplatte des LiDAR Sensors von Otto, die stark der Version von Waymo ähnelte. Hauptgrund für die Übernahme von Otto durch Uber soll das fortschrittliche Design des LiDAR-Sensors von Otto gewesen sein.

In der Vergangenheit haben Uber und Google eng zusammen gearbeitet. Google hat sich sogar über den ehemaligen Venture Arm Google Ventures an Uber beteiligt und den Fahrservice als erstes in Google Maps eingebaut. Waymo scheint den Datendiebstahl für schwerwiegend zu halten, ansonsten wäre es nicht zu der Klage gekommen.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Waze Carpool Mitfahrdienst expandiert in weitere Städte – Uber Konkurrenz von Google

Ursprünglich ist Waze als reine Navigations-App gestartet und wurde auf Grund des Erfolgs und der Technologie im Jahr 2013 von Google übernommen. Im vergangenen Jahr kam ein Mitfahrdienst zum Angebot des Unternehmens hinzu, der jetzt weiter ausgerollt wird. Die Waze Nutzer können sich über den Ridesharing-Dienst das Fahrzeug auf dem Weg zur Arbeit oder nach hause teilen.

Waze als Mitfahrdienst für Pendler

Dabei positioniert sich Waze als Service, bei dem sich ausschließlich Fahrer und Fahrgäste das Auto teilen, die fast die identischen Wohn- und Arbeitsadressen haben. Anders also bei Uber oder Lyft stehen erstmal nicht die kommerziellen Interessen im Vordergrund. Die Fahrgäste zahlen maximum 35 ct. US$ pro Kilometer, was der maximalen Kilometerpauschale für Geschäftsreisen mit dem Auto in den USA entspricht. Die Fahrer können auch nur maximal zwei Fahrten am Tag absolvieren. Bei dem geringen möglichen Verdienst wird es sich für die Fahrer nicht lohnen, weitere Fahrten pro Tag durchzuführen.

Verknüpfung mit Waymo spannend

Google will mit dem Fahrservice direkte Erfahrungen im wachsenden Markt der Ridesharing Dienste sammeln. Es ist davon auszugehen, dass der Technologiekonzern in den nächsten Jahren einen eigenen kommerziellen Ride-Hailing Dienst aufbauen wird, der auf den autonomen Fahrzeugen von Waymo und dem Waze-Service basiert. Waymo ist ein Tochterunternehmen von Google, das die Aktivitäten rund um autonome Fahrzeuge des Konzerns bündelt. Google könnte mit Waze und Waymo einen Service aufbauen, der Uber und Lyft langfristig Konkurrenz macht.

Grundlage für kommerziellen Dienst von Google?

Netzwerke aus autonomen Fahrzeugen, auf die mit Smartphone Apps zugegriffen werden kann, gelten als Zukunft des innerstädtischen Verkehrs. Wenn Waze den Service weiter ausrollt und erfolgreich etablieren kann, ist es es für Google ein leichtes Unterfangen, die Plattform für einen kommerziellen on-demand Fahrservice zu nutzen, der auf autonomen Fahrzeugen basiert. Da die selbstfahrenden Autos ohne Fahrer auskommen, können erhebliche Kosten eingespart werden. Das führt zu geringeren Fahrpreisen für die Nutzer und folglich zu einer höheren Anzahl an Fahrten. Durch niedrige Fahrpreise, senkt die Hemmschwelle für den Verzicht auf den privaten Autobesitz. Bis Google den Carpooling-Service erfolgreich etabliert hat, ist noch viel mühevolle Aufbauarbeit möglich.

Mit Partnerschaften zum Erfolg

In einem ersten Schritt der Expansion erschließt der Fahrdienst von Waze weitere Gemeinden in der Bay Area in Kalifornien. Gleichzeitig werden Partnerschaften mit Organisation wie der Metropolitan Transportation Commission oder der University of California-San Francisco geschlossen, um das Verkehrsaufkommen und die Herausforderung der Parkplatzsuche zu minimieren. Diese Organisationen werden die Mitarbeiter dazu motivieren, Fahrgemeinschaften über das Waze-Angebot zu bilden um zwischen Arbeit und Zuhause zu pendeln. In den kommenden Monaten sollen weitere Städte in den USA und in Mittel- und Südamerika folgen.

Bild: Waze (alle Rechte vorbehalten)

Der Shuttle Dienst Via expandiert via Kooperation nach Paris

Bisher war das Unternehmen Via ausschließlich in den USA aktiv. Dort wird ein dynamischer Shuttle Dienst angeboten, der von mehreren Millionen Fahrgästen jedes Jahr genutzt wird. In einem nächsten Schritt expandiert das Unternehmen jetzt nach Europa.

Seit Ende Januar ist der Shuttle Service PLUS by Via in Paris aktiv. Das neue Angebot in der französischen Hauptstadt wir in Kooperation mit der Fahrdienst-App LeCab und dem Keolis Konzern. Die Keolis S.A. mit Sitz in Paris ist eine international im Personenverkehr tätige Tochtergesellschaft der SNCF. Die deutsche Tochter der Keolis ist in Düsseldorf ansässig und besitzt den Status eines Eisenbahnverkehrsunternehmens.

Partnerschaft zwischen Via und LeCab

Der PLUS by Via Service kann über die LeCab App gebucht werden. Die Fahrgäste, die sich in die gleiche Richtung bewegen, werden in intelligenter Reihenfolge abgeholt und teilen sich somit ein Shuttle Fahrzeug. Die Technologie für das Routing und das Matching der Fahrgäste kommt dabei von Via. LeCab kümmert sich um die operativen Aspekte des neuen Shuttle Dienstes und die Integration der Technologie in die eigene App. LeCab hat sich bisher eher im Segment der Fahrservices mit Premium-Limousinen bewegt, sieht aber in dem Markt von dynamischen Shuttle Diensten erhebliches Potential.

Weitere Partnerschaften sollen folgen

Interessanter Aspekt ist, dass sich unterschiedliche Anbieter auf Technologischem Level  zusammentun, um das Portfolio der angebotenen Dienste zu erweitern, ohne in die eigene Entwicklung investieren zu müssen.

Via hat angekündigt, dass in den nächsten Monaten weitere Partnerschaften mit anderen Anbietern eingegangen werden. Das Unternehmen will nichts weniger, als den öffentlichen Nahverkehr weltweit zu revolutionieren. Via’s Vision ist die Entwicklung eines dynamischen Transportsystems für die Massen, das unabhängig von festgelegten Routen und Fahrplänen ist. Durch globale Partnerschaften soll das Ziel schneller erreicht werden. Das Unternehmen kann sich vorstellen, mit Betreibern von öffentlichen Nahverkehrs-Angeboten, Taxinetzwerken und anderen Mobilitätsplattformen zu kooperieren.

Bisher in den USA aktiv

Bisher ist der Shuttle Dienst in den amerikanischen Städten New York City, Chicago und Washington D.C. aktiv. Zu den Investoren des Unternehmens gehört auch der Keolis Konzern, der sich in der letzten Finanzierungsrunde an dem Unternehmen beteiligt hat. Bei der letzten Finanzierungsrunde wurden 100 Mio. US$ eingesammelt. Der intelligente Algorithmus des Ridesharing Unternehmens ermöglicht es, dass mehrere Fahrgäste in einem fortlaufenden Prozess an unterschiedlichen Orten abgeholt und abgeliefert werden. Das ermöglicht den Transport von einer großen Anzahl an Fahrgästen mit einer minimalen Anzahl an Fahrzeugen.

Bild: Javier Vieras (bestimmte Rechte vorbehalten)

General Motors will 2018 tausende autonome Autos testen

Der Entwicklungsprozess zum Einsatz von autonomen Fahrzeugen auf Ride-Hailing Plattformen gewinnt weitern an Geschwindigkeit. Der Automobilkonzern General Motors plant den Einsatz von tausenden autonomen Fahrzeugen im kommenden Jahr auf der Ridesharing-Plattform Lyft.

Größter Test eines Automobilherstellers

Bisher ist das der größte geplante Test eines etablierten Automobilkonzerns. Unterschiedliche Hersteller testen bereits im kleineren Umfang den Einsatz von autonomen Autos, um die für 2020 geplante Serienproduktion vorzubereiten. Im Moment testet die Google Tochter Waymo eine kleine Flotte mit umgerüsteten Chrysler Minivans. Uber testet mit Volvo entwickelte autonome Test-Fahrzeuge in mehreren Städten. Der Deutsche BMW Konzern hat Tests für dieses Jahr angekündigt.

Einsatz auf Lyft Plattform

Die umgerüsteten Bolt Elektroautos sollen auf der Ride-Hailing Plattform Lyft eigesetzt werden. Lyft wird die Fahrzeuge nutzen, um über die auf der Fahrdienst-Plattform gebuchte Fahrten mit autonomen Fahrzeugen durchzuführen. Der General Motors Konzern will die Fahrzeuge vorerst nicht verkaufen. Es ist davon auszugehen, dass GM die Fahrzeugflotte betreiben wird und vorerst Lyft für die Generierung von Fahrten nutzen wird. Vor kurzem hat der Daimler Konzern eine Vereinbarung für eine mögliche Partnerschaft mit Uber unterzeichnet, da Daimler autonome Fahrzeuge im Uber-Netzwerk testen möchte.

In der Vergangenheit haben sich GM und Lyft bereits über die Pläne zum Einsatz von autonomen Fahrzeugen geäußert. Lyft sieht darin die Zukunft für das Unternehmen, die auch das Mobilitätsverhalten dauerhaft verändern wird. General Motors hat sich mehrfach dazu geäußert, dass selbstfahrende Autos in Serienproduktion hergestellt werden sollen und auf Ride-Hailing Plattformen zum Einsatz kommen sollen.

General Motors als Lyft Investor

Das GM und Lyft zusammenarbeiten, ist nicht verwunderlich. Schließlich ist der amerikanische Autokonzern seit Anfang 2016 mit einer hohen Summe an dem Ride-Hailing Startup beteiligt. Schon bei der Verkündung des Investments wurde bekanntgegeben, dass beide Unternehmen an einem Ride-Hailing Service mit autonomen Fahrzeugen arbeiten werden. Andere Hersteller, wie zum Beispiel Ford, wollen autonome Fahrzeugflotten bis zum Jahr 2020 ausrollen.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)

Lyft startet 40 Städte innerhalb einer Woche, mehr als 100 ist das Ziel für 2017

Der Ride Hailing Dienst Lyft startet eine groß angelegte Expansion, um wettbewerbsfähig in den USA zu bleiben. Innerhalb einer Woche werden 40 neue Städte in den USA gestartet. Bis zum Ende des Jahres will das Unternehmen insgesamt in weiteren 100 Städten seinen Fahrservice anbieten.

Im letzen Monat wurde bekannt, dass der kleinere Ridesharing Dinest schneller Wächst als der Konkurrent Uber. Gleichzeitig ist der Umsatz im Vergleich zu den Verlusten stärker gewachsen, was grundsätzlich ein gutes Zeichen ist. Trotzdem hat Lyft im vergangen Jahr einen Verlust von 600 Mio. US$ verbucht, was noch weit entfernt von der Profitabilität ist.

Die größten Hebel für den hohen Jahresverlust sind die Subventionen für Fahrer und Fahrgäste und die Expansion in neue Städte. Der Start einer neuen Stadt erfordert erstmal ein enormes Investment, um Nutzer und Fahrer von dem Service zu überzeugen. Es ist also davon auszugehen, dass Lyft auch für das Jahr 2017 einen hohen Verlust im dreistelligen Bereich ausweisen wird, da die Expansion im Fokus steht.

Gleichzeitig wird darüber spekuliert, ob Lyft in diesem Jahr international expandieren wird. Bisher war der Plan des Ridesharing-Unternehmes internationale Partnerschaften einzugehen. Die globale Ridesharing Allianz mit Ola, Grab und Didi kommt aber nicht bei der Entwicklung eines gemeinsamen Dienstes voran. Deswegen könnte Lyft einen Versuch starten und den Fahrdienst unter eigenem Namen in globalen Märkten starten.

Laut eigener Aussage will Lyft das Momentum aus dem letzten Jahr nutzen und schnell in weitere Städte expandieren. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Lyft das Fahrtvolumen verdreifachen. Die neuen Märkte sind in Staaten wie Kalifornien, Tennessee, Delaware, Pennsylvania, Virginia, Louisiana, Arizona, New Mexico, Utah, South Carolina, Indiana, Kansas, New Hampshire, North Carolina, Montana und Idaho. Die weiteren 60 geplanten Städte werden später im Jahr bekanntgeben.

Bis ende 2017 will Lyft in 300 Städten vertreten sein und theoretisch 231 Mio. Menschen erreichen, im Vergleich zu 177 Mio. heute. Im Schnitt hat eine Stadt, in der das Unternehmen heute aktiv ist ca. 900.000 Einwohner, die 100 zusätzlichen Städte kommen auf etwa 500.000 Einwohner. Das angesagte amerikanische Unternehmen scheint einen Weg gefunden zu haben, um auch in den kleinen Städten genügend Nachfrage erzeugen zu können.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)