Category Archives: Ridesharing

Uber wollte mit Tesla kooperieren – Tesla hat kein Interesse

Die beiden Unternehmen Uber und Tesla arbeiten an selbstfahrenden Autos, die zu großen Veränderungen in der Mobilitätslandschaft in den nächsten Jahren führen werden. Im letzten Jahr soll Uber CEO Travis Kalanick den Tesla CEO Elon Musk kontaktiert haben, um eine Kooperation für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen vorzuschlagen.

Diskussion zwischen Uber und Tesla nach einstieg von Apple bei Didi 

Die Diskussion wurde nach dem Einstieg von Apple bei dem chinesischen Uber Konkurrenten Didi Chuxing gestartet. Kalanick wollte Musk davon überzeugen, dass sich beide Unternemen zusammen schließen sollen, um gegen Apple zu bestehen. Apple soll auch an Technologien für vollautomatisierte Fahrzeuge arbeiten, die später in Fahrzeugen für die Didi Chuxing Plattform zum Einsatz kommen könnten.

Kein Interesse an Kooperation mit Uber 

Letztendlich hatte der Elektroautobauer  kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Uber. Musk soll Kalanick geraten haben, sich auf einen Bereich zu fokussieren. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass sich Tesla langfristig als Konkurrent zu Uber sieht und einen eigenen Ride Hailing Dienst aufbauen möchte. In dem Masterplan 2.0, der letztes Jahr von Elon Musk präsentiert wurden, wird auch ein Carsharing bzw. Ridesharing Dienst mit autonomen Tesla Fahrzeugen geplant.

Autonome Fahrzeuge mit hoher Priorität bei Tesla und Uber

Tesla bietet seit längerem seine Fahrzeuge mit semi-autonomen Eigenschaften an und arbeitet intensiv an dem Thema. Dafür hat das Unternehmen auch schon viel Kritik einstecken müssen, da die Technologie noch nicht ganz ausgereift ist. Der Fahrzeugbauer räumt den Technologien rund um fahrerlose Autos eine hohe Priorität, da sie die in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.

Uber betreibt in mehreren Städten eigene Forschungsgruppen, um Entwicklungen rund um autonomes Fahren nach vorne zu bringen. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit Volvo und Daimler zusammen. Mit Volvo testest Uber die erste Version der autonomen Autos und Volvo investiert mehrere Millionen in das Entwicklungsprogramm von Uber. Daimler hat angekündigt, dass eine Kooperation mit Uber geschlossen

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing Fusion von Car2go und DriveNow soll bevorstehen

Kooperationen sind zur Zeit ein großes Thema in der Automobilindustrie. Die Hersteller verbünden sich mit Startups und Zulieferern, um bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen und Fahrdiensten an Geschwindigkeit zu gewinnen. Teilweise kooperieren Konzerne auch miteinander, um Ressourcen und Know-How zu bündeln. So anscheinend demnächst auch Daimler und BMW. Die beiden Carsharing Angebote DriveNow und Car2Go sollen doch fusionieren.

Fusionspläne zuerst dementiert

Anfang des Jahres gab es schon entsprechende Meldungen, dass beide Unternehmen fusioniert werden sollen, was aber recht schnell von DriveNow und Miteigentümer Sixt dementiert wurde. Jetzt meldet das Manager-Magazin, dass beide Unternehmen im letzen halben Jahr weiter verhandelt haben und die Fusion in den nächsten drei bis sechs Monaten vereinbart werden soll. Im Januar war Sixt noch gegen eine Fusion, den Widerstand scheint das Unternehmen jetzt aufgegeben zu haben. Nach dem Zusammenschluss sollen die Angebote unter einem neuen gemeinsamen Markennamen firmieren, die alten Marken DriveNow und Car2go sollen verschwinden.

Position soll gestärkt werden

Daimler und BMW wollen mit der Fusion die Position gegenüber den übermächtigen Fahrdiensten wie Uber und co. Und Technologieunternehmen wie Google stärken. Die herkömmlichen Automobilkonzerne haben Angst davor, dass sie in Zukunft nur noch die Karosserien bauen, die mit Technologien von Google und anderen Technologieunternehmen ausgestattet sind und auf Plattformen wie Uber oder Didi Chuxing zum Einsatz kommen. Das große Geld würden dann andere Unternehmen verdienen. Daimler überlegt auch, die Töchter moovel, myTaxi und co. mit einzubringen. BMW könnte die weiteren Unterhaus der Now Sparte mit in die Kooperation einbringen, z.B. ChargeNow oder ParkNow. Sixt beziffert den Wert von DriveNow auf 480 Mio. Euro. Der neue Verbund soll auch für weitere Partner offen gehalten werden.

Zukunft ist vollautomatisiert

Carsharing wird in Städten nur ein Übergangsmodell für die nächsten Jahre sein. In Zukunft wird der Verkehr in den Großstädten von vollautomatisierten Fahrzeugen geprägt sein. Um langfristig überleben zu können, müsste das Gemeinschaftsunternehmen in diese Entwicklung investieren.

Carsharing wächst

In dem letzten Jahr sind beide Anbieter stark gewachsen. Die Daimler Tochter Car2go hat etwa 2.2 Millionen registrierte Nutzer in mehr als 25 Städten. Das Carsharing Netzwerk DriveNow ist drei Jahre später gestartet und kommt auf 800.000 Kunden in elf Städten. In letzter Zeit ist DriveNow in einem Franchising System expandiert und hat in den USA ein Carsharing Netzwerk mit dem Namen ReachNow gestartet. Bei ReachNow werden auch Ridesharing Dienste getestet, die demnächst weiter ausgerollt werden sollen. Ob die Franchising Städte und ReachNow auch mit einfließen, ist nicht bekannt.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Carpooling Dienst MatchRiderGo startet wieder

Im letzten Jahr hat das Unternehmen Match Rider bereits einen Mitfahrdienst in einer Pilotphase angeboten, der letztendlich aber pausiert wurde, um eine verbesserte Version zu entwickeln. Diese Pause ist jetzt vorbei, der Service MatchRiderGo geht an den Start.

Mitfahrgelegenheiten für Pendler

MatchRiderGo vermittelt Mitfahrgelegenheiten für Pendler auf Routen zwischen Stuttgart und Tübingen. Das Unternehmen setzt dabei auf festgelegte Punkte entlang der Strecke, an denen Fahrgäste ein- und aussteigen können. Fahrer und Mitfahrer finden sich über die MatchRiderGo App. Die Haltestellen wurden nach strategischen Gesichtspunkten ausgewählt, um für möglichst viele Menschen auf beliebten Pendlerstrecken gut erreichbar zu sein. Folglich entfallen oftmals lästige Absprachen über mögliche Treffpunkte. Außerdem werden die Fahrten im 10-Minuten-Takt angeboten, sodass Match Rider die für Pendler wichtige Zuverlässigkeit garantieren kann. Die GPS-Tracking-Funktion der App sorgt dafür, dass Mitfahrer sehen können, wo sich der Fahrer gerade befindet, wodurch mögliche Wartezeiten rechtzeitig erkannt und von nun an sinnvoll genutzt werden können.

Vermittlung und Bezahlung über die MatchRiderGO App

Mithilfe der App MatchRiderGO, die sowohl im Google Play Store für Android- als auch im AppStore für iOS-Geräte bereits erhältlich ist, können sich Mitfahrer eine Route und einen Match Point aussuchen, die Fahrt buchen und auch bezahlen. Der Kunde trägt einfach einmalig seine Bankverbindung ein. Der Rest wird automatisch abgewickelt – und zwar immer erst nachdem die Fahrt tatsächlich angetreten wurde. Im Anschluss können Mitfahrer mithilfe eines Rankingsystems die Fahrer bewerten. Stornieren ist ebenfalls problemlos möglich. Der Fahrgast erhält sein Geld zurück und für den Fahrer gibt es keinen Grund zur Ärgernis. Er erhält sein Geld nämlich unabhängig von der Anzahl der Mitfahrer.

Privatfahrer führen die Fahrten durch

Die Fahrer sind keine Angestellten von Match Rider, sondern Privatpersonen, die ohnehin täglich die angebotene Strecke fahren und sich die Fahrtkosten teilen wollen – ganz ohne Umwege. Somit sollen nicht nur fast leere Autos gefüllt, sondern auch Staus, Stress und die Umweltbelastung in Deutschlands Ballungszentren reduziert werden. Wer sich bislang im leeren Auto geärgert hat, kann jetzt als Match Rider Fahrer ohne nennenswerte Umwege seine übliche Pendelstrecke zu Geld machen.

Gefördert von Axel Springer Plug and Play Accelerator

MatchRiderGo wurde von dem Axel Springer Plug and Play Accelerator unterstützt und von InnoEnergy. Schon 2015 wurde der ShareBW-Preis gewonnen, der mit 36.000 Euro dotiert war. Zu den weiteren Förderern gehören das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und die Heidelberger Kultur- und Kreativwirtschaft.

Wunder und Waze mit ähnlichem Konzept

Zu den Wettbewerbern in Deutschland gehört die Carpooling Plattform flinc. In den USA und Asien sind weitere Unternehmen mit einem ähnlichen Konzept aktiv. Zu den bekanntesten gehören der Carpooling Service der Google Tochter Waze. Das Hamburger Unternehmen Wunder hat schon mehr als eine Millionen Fahrten in Asien absolviert.

Bild: Match Rider (alle Rechte vorbehalten)

Transport App Citymapper testet smarten Bus in London

Bisher hat Citymapper eine App für den öffentlichen Nahverkehr angeboten, über den sich die schnellsten und besten Verbindungen von A nach B raussuchen lassen können. Nun wird in London das nächste Kapitel gestartet, es wir eine eigene intelligente Buslinie angeboten.

Citymapper Transport-App seit 2012 

Citymapper wurde bereits 2012 gegründet und hat eine Finanzierung von insgesamt mehr als 50 Mio. US$ eingesammelt. Die Transport-App kann in mehreren Städten weltweit genutzt werden. Unter anderem funktioniert sie in New York City, London, Boston und Berlin. In letzter Zeit hat es Gerüchte gegeben, wie sich die App weiterentwickelt. Einige Experten haben das Unternehmen als Übernahmekandidaten gesehen, andere gingen davon aus, dass eigene Mobility Services gestartet werden, um weiter zu wachsen. Diesen Schritt hat das Unternehmen jetzt angekündigt.

Busse auf festgelegten Routen

Die Busse fahren auf einer festgelegten Strecke und halten an definierten Haltestellen. Die Fahrgäste können an den Haltestellen beliebig ein und aussteigen. Die Fahrpläne der Busse sind selbstverständlich in der Citymapper App einsehbar und die Buslinie wird in die multimodale Routenplanung mit eingebunden. Die Busse verfügen über ein smartes Display, das den Fahrgästen zeigt, wo sie sich gerade befinden. Außerdem wurden die Busse leicht überarbeitet und bieten USB-Schnittstellen, an denen die Fahrgäste die Smartphones laden können. Citymapper hat auch Software für das Management der Fahrzeuge entwickelt. Die Fahrgäste werden über die Zahl der Passagiere informiert und können so sehen, wie voll der Bus ist.

ÖPNV kann effizienter gestaltet werden

In den letzten Jahren hat die App jede Menge Daten über das Mobiliätsverhalten der Nutzer gesammelt und ausgewertet. Dabei hat Citymapper realisiert, dass die Routen der öffentlichen Verkehrsmittel effizienter gestaltet werden können, um Menschen schneller von A nach B bringen zu können. Da von öffentlicher Hand geplante Mobilitätsangebote lange in der Umsetzung brauchen, ist das Unternehmen selbst aktiv geworden. Langfristig will Citymapper mit Partnern bessere Buslinien etablieren, die mehr dem Mobilitätsverhalten der Fahrgäste entsprechen. Von Citymapper soll die Software und Technologie kommen, die Busse sollen von anderen Unternehmen betrieben werden.

Mit dem Pilotprojekt in London will das Unternehmen lernen. Schaut man in die Zukunft, kann man sich leicht ausmalen, wie die Effizienz des ÖPNV gesteigert werden kann, wenn jedes Fahrzeug mit Sensoren ausgestattet ist, um Daten über die Auslastung und das Nutzungsverhalten zu sammeln.

Bild: Citymapper (alle rechte vorbehalten)

Amazon arbeitet an autonomen Fahrzeugen

Im Moment investiert der Amazon-Konzern enorme Summen, um ein eigenes Logistiknetzwerk für die Auslieferung auf der letzten Meile aufzubauen. Im Verborgenen denkt das Unternehmen aber schon weiter und hat ein Team aufgebaut, das sich mit der Entwicklung von Technologien für autonome Lieferfahrzeuge und entsprechenden Einsatzplänen beschäftigt.

Fokus auf Plänen für Einsatz bei Amazon

Im Moment soll der Fokus mehr auf der Entwicklung von Plänen liegen, wie autonome Fahrzeuge in der Logistikkette eingesetzt werden können. Diese besteht aus mehreren Bereichen, in denen der Einsatz von autonomen Fahrzeugen sinnvoll ist. Ein Bestandteil ist die Lieferung auf der letzten Meile. Für Amazon dürfte aber auch eine autonome Logistikkette zwischen den Lagern und Hubs interessant sein. Da der Konzern auch eigene Lager betreibt, wird der Einsatz von autonomen Transporttechnologien innerhalb eines Lagers auch von großem Interesse sein. Ob Amazon auch die Fertigung von selbstfahrenden Fahrzeugen plant, ist nicht bekannt. Sollten sich langfristig keine passenden Lieferanten finden lassen, könnte das E-Commerce Unternehmen auch in diesem Bereich aktiv werden.

Kosten- und Zeitersparnis als Priorität

Mit dem Einsatz von autonomen Logistikfahrzeugen in den unterschiedlichen Bereichen, könnte Amazon Kosten sparen und auch schneller liefern. Vor allem im Fernfrachtverkehr konnten sich enorme Zeiteinsparungen ergeben. Im Moment sind die Lkw Fahrer an Lenk- und Ruhezeiten gebunden, die bei einem fahrtlosen Lkw entfallen würden. Deshalb dürfte der Bereich für Amazon die höchste Priorität haben.

Autonomes Fahren auf Agenda von Technologiekonzerne und Automobilhersteller

Mehrere Technologiekonzerne und Automobilhersteller befassen sich ausführlich mit der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen für unterschiedliche Einsatzbereiche. Der Eisatz von autonomen Fahrzeugen für einen intelligente Shuttle Dienst und die Nutzung von autonomen Lkw wird dabei am häufigsten diskutiert. Die Google Tochter Waymo entwickelt zum Beispiel Hard- uns Software für autonome Fahrzeuge, die von bestehenden Automobilherstellern verbaut werden soll. Die Uber Tochter Otto hat es sich zum Ziel gesetzt, selbstfahrende Lkw zu entwickeln.

Bild: simone.brunozzi (bestimmte Rechte vorbehalten)

Autonome Fahrzeuge: PSA wird mit NuTonomy zusammenarbeiten

Der französische Automobilhersteller PSA, zu dem die Marken Citroen, Peugeot und demnächst auch Opel gehören, kooperiert mit dem Startup NuTonomy. Das MIT Startup NuTonomy entwickelt und testet Software und Hardware für autonome Fahrzeuge. In den kommenden Jahren sollen gemeinsam autonome Fahrzeuge entwickelt werden.

Umrüstung von Serienfahrzeugen

Als erster Schritt werden Peugeot 3008 Fahrzeuge umgerüstet und in Singapur getestet. Bis zum Ende des Sommers sollen die Fahrzeuge mit der Software und Technologie von NuTonomy ausgestattet werden. Ab September 2017 sollen dann die Tests in Singapur starten. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die Tests auf andere Städte ausgeweitet werden. Wahrscheinlich sind weitere Tests in der französischen Hauptstadt Paris und in Boston. PSA ist ein französisches Unternehmen und NuTonomy ist in Boston angesiedelt.

Integration in Serienfahrzeuge als Ziel 

Peugeot sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt in Richtung autonome Fahrzeuge, mit denen neu Mobilitätsdienste geschaffen werden können. NuTonomy kommt seinem Ziel näher, ein sichere, effiziente und autonome on-demand Mobilitätslösung in Städten anbieten zu können. Letztendlich ist das Ziel, dass die Technologie von NuTonomy in die späteren Serienfahrzeuge von Peugeot integriert wird. Nur so können die Fahrzeuge in großen Stückzahlen auf die Straße gebracht werden, um in on-demand Netzwerken zum Einsatz zu kommen.

NuTonomy ist MIT Ausgründung

NuTonomy ist eine Ausgründung des MITs. Das Startup hat im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt, da es noch vor Uber einen Taxiservice mit autonomen Fahrzeugen in Asien getestet hat, dieser wurde in Singapur zusammen mit der Fahrdienst-App Grab gestartet. Neben Singapur testet das Unternehmen auch selbstfahrende Fahrzeuge in Boston. Sollte die Kooperation mit der PSA Group erfolgreich sein, wäre eine Übernahme durchaus möglich.

PSA setzt auf Free2Move

PSA ist einer der führenden Automobilhersteller in Europa. Nach der Übernahme von Opel wird der Konzern zum zweitgrößten europäischen Automobilkonzern hinter Volkswagen aufsteigen. PSA wagt sich mittlerweile auch in den Bereich der Mobility Services vor. Vor kurzem wurde die Übernahme von Free2Move bekannt gegeben. Free2Move, ehemals Carjump ist ein App, die mehrere Carsharing, Scooter-Sharing und Bike-Sharing Angebote vereint. Unter dem Namen Free2Move sollen Mobilitätsdienstleistungen weiter ausgebaut werden.

Bild: PSA Group (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Autos: Lyft und Google Tochter Waymo arbeiten zusammen

Im Wettrennen um den Eisatz von autonomen Fahrzeugen, haben sich die beiden Technologieunternehmen Waymo und Lyft zusammengetan. Die Google Tochter entwickelt Systeme für autonome Fahrzeuge und Lyft verfügt dank seiner Ride Sharing Plattform über eine hohe Reichweite. Durch gemeinsame Entwicklungs- und Pilot-Projekte sollen autonome Fahrzeuge zur Serienreife entwickelt werden.

Partnerschaft zwischen Lyft und Waymo

Die Partnerschaft ergibt durchaus Sinn. Lyft hat es sich zum Ziel gesetzt, mit autonomen Fahrzeugen einen Ride Sharing Dienst anzubieten, der flächendeckend verfügbar ist und das zu einem günstigen Preis. Langfristig soll eine Konkurrenz zum ÖPNV entstehen. Bisher hat Lyft mit General Motors an dem Thema autonomes Fahren gearbeitet. General Motors ist Lyft beteiligt und möchte in den nächsten Jahren autonome Chevrolet Bolt auf der Ride Sharing Plattform einsetzten. Die Technologie von Waymo gilt als fortschrittlich, davon kann Lyft profitieren. Waymo benötigt eine Plattform mit hoher Reichweite, um die selbstfahrenden Autos möglichst vielen Menschen zur Verfügung zu stellen. Diese Reichweite würde Lyft bieten.

Gemeinsam nach vorne 

In den letzten Monaten sind immer mehr Partnerschaften im Bereich der selbstfahrenden Autos entstanden. Waymo setzt auf Fahrzeuge von Fiat Chrysler und rüstet diese um. Der Automobilhersteller Daimler hat angekündigt, autonome Fahrzeug auf der Ride Hailing Plattform von Uber betreiben zu wollen. NuTonomy arbeite mit Grab zusammen und seit kurzem auch mit dem PSA Konzern.

Experten sehen in Mobilitätsdiensten, die auf autonomem Fahrzeugen basieren, einen riesigen Markt, der die jetzige Landschaft der Automobilindustrie nachhaltig verändern wird. Alle Unternehmen wollen die Konkurrenten ausstechen und einen Teil vom zukünftigen Milliardenmarkt abhaben.

Lyft will keine eigenen autonomen Autos entwickeln

Im Gegensatz zu Uber hat Lyft hat keine Ambitionen, eigene autonomen Fahrzeuge zu entwickeln. Dieses Vorhaben würde auch hohe Investitionen erfordern. Mit General Motors und dem Google Spin-off Waymo hat das Unternehmen aber zwei starke Partner. General Motors hat sich mit 500 Mio. US$ an Lyft beteiligt und beschäftigt sich ausführlich mit selbstfahrenden Autos. Um die Bemühungen zu beschleunigen, wurde das Startup Cruise für etwa eine Milliarde US$ übernommen. Waymo testet seit mehreren Jahren autonome Autos.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

BlaBlaCar startet BlaBlaLines Service für Fahrt zur Arbeit

Das Unternehmen BlaBlaCar hat einen neuen Service mit dem Namen BlaBlaLines vorgestellt. Das neue Produkt adressiert Carpooling auf kurzen Strecken und soll vor allem Berufspendler ansprechen. Bisher hat sich BlaBlaCar auf die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten auf der Langstrecke fokussiert.

Testphase von BlaBlaLines in Frankreich

In einer ersten Testphase wird der neue Service in ausgewählten Regionen in Frankreich getestet, in denen das Aufkommen an Pendlern besonders hoch ist. Die App wird zuerst auch nur für Android verfügbar sein, bei Erfolg wird eine iOS App sicher schnell folgen. Es sollen Pendler angesprochen werden, die täglich auf der selben Strecke unterwegs sind und sich somit ein Fahrzeug teilen können. Der Fahrer erhält für die Fahrt eine Bezahlung, um die Betriebskosten decken zu können. Ein kommerzieller Service, mit dem der Fahrer wirklich Geld verdienen kann, ist auf Grund der Gesetzeslage in den meisten Ländern nicht ohne weiteres möglich.

Automatische Routen 

Die Routen der Fahrer werden mehr oder weniger festgelegt, wie bei Buslinien. Die Mitfahrer können dann über die App einen Sitzplatz buchen und werden an festgelegten Punkten abgeholt. Der Fahrer kann täglich entscheiden, ob er Passagiere mitnehmen möchte, oder nicht. Bei einer Fahrtanfrage wird der Fahrer per Push Nachricht informiert und kann so die Fahrt annehmen.

Geschäftsmodell muss definiert werden

In der Testphase setzt BlaBlaLines auf Bargeldzahlungen, zu einem späteren Zeitpunkt wird die Bezahlung über die App eingeführt werden. Der Fahrpreis geht komplett an den Fahrer, BlaBlaCar verdient damit vorerst kein Geld. Bei Erfolg wird wird das Unternehmen langfristig ein Geschäftsmodell rund um den Service aufbauen. Auf der einen Seite kann ein Anteil des Fahrpreises einbehalten werden. Weiter Möglichkeiten ist die Kooperation mit Unternehmen, die mit BlaBlaLines einen Service für ihre Mitarbeiter anbieten wollen und dafür bezahlen oder die Kooperation mit Verkehrsbetriebe und Städten. Die Zusammenarbeit mit Points of Interests, wie z.B. Einkaufszentren, die für jeden abgelieferten Kunden eine Provision entrichten, ist ein weitere Weg, um den Service zu kommerzialisieren.

Carpooling als interessante Alternative für Pendler

BlaBlaCar will damit in einen Bereich vordringen, der mehr und mehr von anderen Startups und Unternehmen besetzt wird. Die Google Tochter Waze pilotiert derzeit einen vergleichbaren Service in den USA. Demnächst soll die Ausweitung nach Südamerika erfolgen. Das Hamburger Startup Wunder ist mit einem Carpooling Service für Pendler in Asien erfolgreich. Im kommenden Jahr soll der Service auf ganz Frankreich ausgeweitet werden. Mit seinem bisherigem Produkt erreicht das Unternehmen 40 Mio. Nutzer und vermittelt pro Quartal 12 Mio. Fahrten auf der Langstrecke.

Volkswagen will bis 2025 Profite mit Mobilitätsdiensten erwirtschaften

Bisher ist der Volkswagen Konzern eher zögerlich im Bereich der Mobilitätsdienste aktiv. Trotzdem soll der Bereich stark wachsen und bereits im Jahr 2025 signifikant zum Konzernergebnis beitragen. Der weltgrößte Autobauer ist bisher an Gett beteiligt und befasst sich mit dem Thema Carsharing.

VW sieht großes Potential bei Ride Hailing mit autonomen Fahrzeugen 

Volkswagen möchte dabei auf die neuen Geschäftsmodelle setzen, die sich durch autonome Fahrzeuge, Ride-Hailing Dienste und andere Entwicklungen ergeben. Der Konzern geht davon aus, dass diese Entwicklungen dazu beitragen werden, weitere Umsatzströme erschließen zu können. Wie hoch die Gewinne durch neue Mobility Services ausfallen sollen, beziffert Volkswagen nicht.

Trend weg von eigenem Fahrzeug

Nicht nur Volkswagen sieht einen Trend der weg von privatem Fahrzeugbesitz und hin zu Mobilitätsdiensten geht. Auch andere Hersteller stellen sich darauf ein, dass sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren stark verändern wird. BMW und Daimler bieten schon heute einen Free Floating Carsharing Dienst an. Fast alle großen Automobilhersteller befassen sich mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Dort bekommen sie auch vermehrt Konkurrenz von Startups und Technologiekonzernen, wie Apple oder Google.

Volkswagen setzt auf Gett und MOIA 

Volkswagen ist bisher durch das Investment in Gett aufgefallen. Im letzten Jahr wurden 300 Mio. US$ in die Fahrdienstplattform investiert. Hinzu kam der Start der weiteren Konzernmarke MOIA, die sich mit der Entwicklung von Mobilitätsdiensten befassen soll. Seit dem Start von MOIA wurde nicht mehr viel über die Pläne und den Fortschritt kommuniziert. Es kursieren immer wieder Ideen, dass MOIA noch in diesem Jahr einen Shuttle Dienst mit elektrischen Fahrzeugen starten möchte.

Langer Weg bis zur Profitabilität 

In den nächsten Jahren wird sich herausstellen, ob Unternehmen mit Mobility Services gutes Geld verdienen können. Bisher tun sich die Player noch schwer. Größen wie Uber oder Luft befinden sich noch in der Wachstumsphase und fahren Jahr für Jahr hohe Verluste ein. Es ist auch fraglich, ob Automobilhersteller Dienste mit einer hohen Markenbindung aufbauen können. Alternativ können sie sich auch als Fahrzeuglieferant und Flottenbetreiber für reichweitenstarke Ride-Hailing Netzwerke positionieren.

Bild: Volkswagen Aktiengesellschaft (alle Rechte vorbehalten)

BVG plant einen Ride Sharing Dienst in Berlin

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen sich in neue Bereiche vorwagen und einen Ride Sharing Service aufbauen. Der Shuttle Service wäre interessant, um mehr Passagiere in die U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen zu bringen.

Intelligenter Shuttle Dienst bei der BVG geplant 

Vorgestellt werden soll das Projekt noch vor der Sommerpause in diesem Jahr. Eingeführt werden soll ein intelligenter Shuttle Dienst, bei dem sich mehrere Passagiere, die auf einer ähnlichen Route unterwegs sind, ein Fahrzeug teilen. Sitzplätze können einzeln über eine entsprechende Smartphone App gebucht werden, die Bezahlung erfolgt über die hinterlegten Bezahlmethoden.

Gespräche mit mehreren Anbietern

Um den Dienst zu realisieren, spricht die BVG mit mehreren Anbietern. Auch mit Uber wurde gesprochen, auf Grund der Vorgeschichte von Uber in Berlin wurden die Gespräche aber wieder eingestellt. Als Favorite bei der BVG soll im Moment Mercedes-Benz gehandelt werden. Das ist etwas verwunderlich, da zwar Mercedes-Benz die Fahrzeuge stellen könnte, aber nicht über die technischen Komponenten verfügt, um den Dienst umzusetzen. Die von der Mercedes-Benz Mutter Daimler betriebenen Services, wie MyTaxi oder Hailo sind für die Vermittlung von Einzelfahrten ausgelegt und nicht für das Pooling.

Rahmenbedingungen noch nicht definiert

Der Fahrpreis für den Shuttle Dienst steht noch nicht fest. Ebenso ist unklar, ob der Service in den bestehenden BVG Tickets integriert ist oder extra bezahlt werden muss. Die BVG plant den Einsatz von einem größeren Fahrzeugpool (mehrere Dutzend), um den Service Flächendeckend anbieten zu können. Offen ist auch, wie die Taxifahrer auf den Dienst reagieren werden, sie dürften einiges dagegen haben.

Mit einem ähnlichen Konzept sind in Berlin schon die Mobilitätsdienste Clever Shuttle und Allygator Shuttle unterwegs. Allygator Shuttle befördert Fahrgäste im Moment nur in den Abend- und Nachtstunden am Wochenende. Clever Shuttle hat auch einen Service unter der Woche, da aber auch nur am Abend. Um diesen Diesen einen nachhaltigen Durchbruch zu verschaffen, muss auch der gesetzliche Rahmen angepasst werden. Ein dynamischer Shuttle Service unter kommerziellen Gesichtspunkten ist bisher nicht möglich. Allygator erhebt einen minimalen Fahrpreis, der unterhalb der Betriebskostengrenze liegt. Clever Shuttle hat mittlerweile eine Sondergenehmigung in 5 Städten. Die Kosten für eine Fahrt mit CleverShuttle berechnen sich anhand einer gestaffelten Kilometerpauschale, die sich am lokalen Taxipreis orientiert (eine Fahrt mit CleverShuttle ist immer mindestens 40% günstiger als ein Taxi).

Studien zeigen Vorzüge von Shuttle Diensten auf

Mehrere Studien gehen davon aus, dass sich durch den Einsatz intelligenter Shuttle Dienste das Aufkommen an Einzelfahrten und somit das Fahrzeugaufkommen in den Städten drastisch reduzieren lassen. Deshalb steigt das Interesse der Städte, einen entsprechenden Service einzuführen, um die Lebensqualität in den Innenstädten zu erhöhen.

In einer ersten Version wurde berichtet, dass sich sowohl Allygator als auch Clever Shuttle unterhalb der Betriebskostengrenze bewegen müssen. Der Text wurde berichtigt.

Bild: Hannes Eisenach (bestimmte Rechte vorbehalten)