Category Archives: Ridesharing

Fahrdienstplattformen Careem und Yidao Yongche kooperieren

Zwei kleiner Fahrdienstplattformen kooperieren, um länderübergreifend eine Präsenz aufzubauen. Careem aus Dubai hat eine Zusammenarbeit mit Yidao Yongche aus China vereinbart. Nutzer der einen App können die Fahrer der jeweils anderen App auf Reisen nutzen.

Careem und Yidao kooperieren

Die Careem und Yidao Nutzer müssen sich nicht die lokale Software aus dem App Store laden, sondern können über die schon aus dem Heimatland bekannte App einen Fahrer buchen. Möglich wird die Buchung in einem anderen Land mittels der Technologie von Splyt Technologies Ltd. aus London. Durch die Technologie von Spylt können dir Fahrer vermittelt werden und nach der Fahrt die Zahlungen abgewickelt werden.

Drittanbieter ermögliche Kooperation

Mittels der Plattform von Spylt werden nach Unternehmensangaben um die 3.5 Millionen Fahrzeuge in China, dem Mittlerem Osten, Südamerika, Frankreich, Polen, Belgien und Nigeria vernetzt. Im Laufe des Jahres sollen noch Russland und Japan hinzukommen.

Yidao Yongche gehört zu den kleineren Anbietern in China und gehört mehrheitlich dem Unternehmen LeEco. In letzter Zeit hat es Berichte gegeben, dass das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten ist und die Fahrer nicht mehr bezahlen kann.

Internationale Kooperation nicht erfolgreich

Es ist nicht neu, dass sich Ridesharing-Plattformen aus unterschiedlichen Ländern zusammenschließen, um im Wettbewerb zu den großen Plattformen wie Uber oder Luft aufzuholen. Eine Ähnliche Kooperation besteht zwischen Lyft und der chinesischen Taxi-App Didi Chuxing.

Didi, Lyft, Ola und Grab wollten einst eine weltweite Allianz bilden, um ein Gegengewicht zu Uber darzustellen. Mittlerweile haben sie die Gegebenheiten geändert und die einzelnen Ride-Hailing Apps verfolgen eigene Ziele für eine Internationalisierung. Der Verkauf von Uber China an Didi und die damit einhergehenden Beteiligung von Didi an Uber dürfte die Gemeinschaft geschwächt haben.

Bild: Careem (alle Bilder vorbehalten)

SoftBank will 6 Milliarden US$ in Didi Chuxing investieren

Der nächste Ride-Sharing Anbieter steht vor einem Milliarden-Investment. Die Japanische SoftBank Gruppe soll ein Investment in Höhe von 6 Milliarden US$ planen. Bisher hat vor allem der amerikanische Konkurrent Uber mit Milliarden Investments von sich hören lassen.

SoftBank finanziert globale Allianz

SoftBank setzt im großen Stil auf Fahrdienste in mehreren Ländern. Der japanische Konzern ist bereits an Didi Chuxing beteiligt. Außerdem wurden große Summen in Ola aus Indien, Lyft und Grab investiert. Die genannten Unternehmen wollen eine globale Ridesharing Allianz umsetzen, um der weltweiten Expansion von Uber entgegenhalten zu können. Die Ergebnisse dieser Allianz sind bisher eher überschaubar.

Letzte Bewertung bei 34 Milliarden US$

Zu den weiteren Investoren von Didi gehören unter anderem Alibaba, Apple, Foxconn und Tencent. Damit sich deren Anteile nicht verwässern, werden diese wohl pro-rata mitgehen und ebenfalls investieren. Das Investment wäre das bisher größte Einzelinvestment, das ein chinesisches Technologieunternehmen bekommen würde. Bei dem letzten Investment durch Foxconn wurde Did Chuxing mit 34 Milliarden US$ bewertet.

Investitionen im Bereich autonomes Fahren und Expansion

Die zusätzlichen finanziellen Mittel würden in die Ausweitung des operativen Geschäfts fließen und in die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Didi hat kürzlich ein Forschungslabor im Silicon Valley eröffnet und Experten von Uber und der Google Tochter Waymo abgeworben. Um langfristig überleben zu können, folgt Didi der Konkurrenz und den Meinungen der Experten und entwickelt Technologien für autonome Autos. Uber und die Google Tochter Waymo testen bereits autonome Autos in einigen amerikanischen Städten.

Bild: iphonedigital (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft mit weiterer Finanzierung von 600 Mio. US$

Die Nummer zwei im amerikanischen Ride-Hailing Markt Lyft hat einer weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt werden weitere 600 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, bei einer Bewertung von 7.5 Milliarden US$. In den letzten Wochen gab es immer wieder Anzeichen, dass Lyft mindestens 500 Mio. US$ einsammeln wird.

Finanzierung von Kanadischen Pensionsfond

Die Finanzierung kommt von dem Kanadischen Pensionsfond Canada’s Public Sector Pension Investment Board, Alliance Bernstein, Gifford, KKR und bestehenden Investoren wie Rakuten, Janus Capital und weiteren. Ob General Motors die Runde mitgegangen ist, wurde nicht kommuniziert. Insgesamt hat das Unternehmen nun mehr als 2.6 Milliarden US$ eingesammelt. Die Bewegung ist leicht gestiegen, bei der letzten Runde lag die Bewegung bei 5.5 Milliarden US$.

General Motors als Lyft Investor

In der letzten Finanzierungsrunde hat das Unternehmen für Aufsehen gesorgt, da General Motors als Investor Board gekommen ist. Der Automobilhersteller hatte Anfang 2016 etwa 500 Mio. US$ in Lyft investiert. Zeitweise sah es so aus, als würde sich das Unternehmen in einer Krise befinden und einen Käufer sorgen. Mittlerweile befindet sich das Startup wieder im Aufschwung. Dabei profitiert es auch von den negativen Schlagzeilen rund um den größten Konkurrenten Uber.

Probleme von Uber ausnutzen

Uber hat im Moment mit Problemen in unterschiedlichen Bereichen zu kämpfen. Die Unternehmenskultur ist vergiftet, Vorwürfe der sexuellen Belästigung stehen im Raum und geheime Informationen rund um die autonomen Fahrzeuge wurden anscheinend von Google gestohlen. Lyft nutzt diese Probleme und expandiert schnell in weitere Städte in die USA. Bisher wurden allein im Jahr 2017 mehr als 100 neue Städte zum Netzwerk hinzugefügt.

Beschleunigtes Wachstum in den USA

Insgesamt scheint Lyft im Moment schneller als Konkurrent Uber zu wachsen. Im ersten Quartal hat Lyft mehr als 70 Mio. Fahrten abgewickelt, das entspricht einem Wachstum von 34% im Vergleich zum letzten Quartal 2016. Im Jahresvergleich lag das Wachstum bei über 140%. Auch von der #DeleteUber Kampagne in den sozialen Netzwerken hat das Ridesharing Netzwerk profitiert, die Zahl der Registrierungen ist um 60% gestiegen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Lyft Line startet Shuttle Dienst mit festgelegten Strecken

Das amerikanische Ride-Hailing Unternehmen Lyft experimentiert weiterhin mit dem Mitfahrest Lyft Line, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen. In einer nächsten Stufe werden jetzt feste Routen getestet, die man von Buslinien her kennt.

Berufspendler sollen angesprochen werden 

Mit dem Angebot will Lyft vor allem Berufspendler ansprechen, die sich täglich auf einer festgelegten Route bewegen. Die Nutzer sollen so eine zuverlässige und günstige Alternative zur Verfügung gestellt bekommen, um täglich den gleichen Weg zurück legen zu können. Nicht nur die Route ist festgelegt, sondern auch die Punkte, an denen Fahrgäste ein- und aussteigen können. Zu Beginn steht das Angebot in den beiden amerikanischen Städten Chicago und San Francisco zur Verfügung, später sollen weitere Großstädte folgen.

Fester Preis für Nutzer

Für die Nutzer ist nicht nur die Route berechenbar, sondern auch der Preis. Für die Nutzung des Lyft Shuttles werden festgelegt Preise aufgerufen, die auch nicht von Surge Pricing bzw. erhöhter Nachfrage abhängig sind. Die Fahrer werden subventioniert, falls Surge Pricing für die andere Nutzer aktiv sein sollte.

Lyft Line Shuttle Beschränkung auf Stoßzeiten

Zeitlich ist der Service auf die Morgen- und Abendstunden und auf Werktage beschränkt. Das Angebot ist also verfügbar, wenn die Menschen zur Arbeit fahren oder nach hause möchten. Das Angebot ist dynamisch in die App integriert. Nutzer sehen das Shuttle Angebot nur, wenn sie sich in der Nähe einer festgelegten Route befinden. Alle anderen Nutzer sehen das normale Lyft Line Angebot.

Fahrgemeinschaften hoch im Kurs

Das Thema Fahrgemeinschaften für Kollegen wird mittlerweile von mehreren Startups bearbeitet. Die Google Tochter Waze experimentiert damit in der Bay Area und hat bereits eine Expansion nach Südamerika angekündigt. Das Hamburger Unternehmen Wunder bietet einen Mitfahrservice in Asien an.

Lyft hat Konkurrenz

Lyft ist nicht das einzige amerikanische Unternehmen, dass einen Shuttle Service auf festen Routen anbietet. Ein Mitbewerber ist unter anderem das Unternehmen Chariot, das im letzten Jahr von Ford aufgekauft wurde. Auch Lyft hat enge Kontakte zu einem Automobilhersteller. Der General Motors Konzern hat Anfang 2016 eine Summe von 500 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, zeitweise wurde über eine komplette Übernahme durch GM spekuliert.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Tencent steigt groß bei Tesla ein

Der Elektroautobauer Tesla hat einen weiteren Großinvestor an Board genommen, um das Projekt Model 3 stemmen zu können. Der Chinesische Konzern Tencent übernimmt 5% der Tesla Anteile und zahlt dafür 1.8 Milliarden US$. Das passt gut, denn Tesla hat Anfang des Monats angekündigt, dass weitere 1.15 Milliarden US$ benötigt werden, um das neue Fahrzeugmodell zu finanzieren.

Weiteres Geld für die Produktion des Model 3 

Tesla bekommt somit weiteres Geld, um die Entwicklung und den Produktionsanlauf des neuen Models Model 3 stemmen zu können. Des Weiteren kann Tencent ein wichtiger Partner für Tesla sein, um die Marktanteile in China zu erhöhen. China ist der größte Markt für Elektromobilität und deshalb auch für Tesla sehr interessant. Tesla geht davon aus, dass China langfristig der größte Markt für das Unternehmen sein wird. Schon heute werden 15% des Jahresumsatzes in China erwirtschaftet.

Tencent im Mobilitätsbereich aktiv 

Für Tencent ist es nicht das erste Investment im Mobiltiätsbereich. Der Konzern aus China hat die Finanzierungsrunde von Nio angeführt. Nio, vormals NextEV, entwickelt ebenfalls ein Elektroauto. Tencent ist auch ein Investor von Didi Chuxing. Didi ist die führende Ride-Hailing Plattform in China und hat im vergangenen Jahr das Geschäft von Uber China übernommen. Außerdem ist Tencent bei dem Kartendienst Here mit eingestiegen. Mit dem Zulieferer Foxconn sollen außerdem eigene Elektrofahrzeuge entwickelt werden, die ab 2020 in Serie produziert werden sollen.

Partnerschaft von Didi und Tesla könnte interessant werden

Aus einer möglichen Partnerschaft von Didi und Tesla können interessante Synergien entstehen. Tesla könnte zum Beispiel selbstfahrende Autos für die Didi Plattform produzieren und betreiben. Tesla hat im Masterplan 2.0 angekündigt, dass ein Fahrdienst-Netzwerk mit autonomen Autos auf der Agenda steht. Fraglich ist aber, ob Tesla neben der Produktion der Fahrzeuge auch den Aufbau einer Nutzerbasis schaffen kann. Didi hingegen erreicht bereits über die Apps mehrere Millionen Nutzer in China, verfügt aber nicht über die Fähigkeiten, die für eine Automobilproduktion benötig werden.

Bild: Tesla Motors (Alle Rechte vorbehalten)

Interview mit Dirk Evenson: Der Mobilitätssektor steht an einem dramatischen Wendepunkt

Im folgenden Interview gibt Dirk Evenson Einblicke über die bevorstehenden Veränderungen im Mobilitätssektor. Dirk Evenson ist Direktor der Mobility World – dem Event auf der IAA PKW in Frankfurt, welches sich mit der Mobilität von morgen beschäftigt. Autonomes Fahren, vernetzte Fahrzeuge, E-Mobilität, urbane Mobilität und Mobilitätsservices werden hier gedacht, gelebt und veranschaulicht.

Dirk bringt mehr als 20 Jahre Erfahrung im Automobilbereich und Mobilitätssektor mit sich. Bevor er die New Mobility World als Direktor führte, bildete er viele Jahre lang die strategische Spitze des Kommunikationsteams innerhalb des VDA, war Partner und Geschäftsführer bei Scholz & Friends und beriet Kunden wie Daimler und (ehemals VW) gedas.

“Der Mobilitätssektor steht an einem dramatischen Wendepunkt –  und erwartet eine leuchtende Zukunft noch nie dagewesener Effizienz, Inklusivität, Sicherheit und Nachhaltigkeit.“

Im Laufe der Jahre erlebte Dirk die komplette Transformation der Industrie von Anfang bis heute und erlebte hautnah, wie Digitalisierung, Technologie und politische Entscheidungen auf eben jene Unternehmen und Visionäre einwirken, die die Zukunft der Mobilität maßgeblich beeinflussen und formen.

Fortbewegung in 20 Jahren – Wie sehen deine Zukunftsszenarien aus?

In Megacities werden die Grenzen zwischen motorisiertem Individualverkehr und öffentlichem Personennahverkehr zunehmend aufgehoben sein: mit einem integrierten, hocheffizienten und verlässlichen System kommen wir schneller und bequemer ans Ziel.

Gleichzeitig gewinnen wir Lebensraum zurück: weniger stehender Verkehr, weniger Lärm, kaum Emissionen und, last but not least: Verkehrstote gehören dann bald der Vergangenheit an. Wir gehen mehr zu Fuß und fahren mehr Fahrrad.

Spoiler alert: Auch 2037 werden wir uns noch nicht von A nach B beamen.

Welches Ziel verfolgt ihr mit der New Mobility World?

Die Mobilität von morgen entsteht nicht auf der grünen Wiese oder durch Erfindergeist allein: bestehende Infrastruktur (gebaut, rechtlich, digital) bedeutet asset und lock-in gleichermaßen. Wir brauchen die Vision und den Mut, Mobilität radikal neu zu denken. Wir brauchen aber auch die Weitsicht, neue Lösungen abwärtskompatibel zu denken. Sonst schaffen wir nur Insellösungen: hübsch, aber am Ziel vorbei.

Die New Mobility World ist der Ort, an dem beides zusammenkommt: einerseits die Macht der Idee, der Wille und die Ungeduld, welche dem Status quo den Kampf ansagen, andererseits die Kraft, die Erfahrung, der Markt, die Entscheider und Wegbereiter, die das Heute zum Asset und nicht zum Verhinderer von Morgen werden lassen. Die New Mobility World ist der Ort für das Ökosystem der Mobilität von morgen.

Wenn du 3 Wünsche frei hättest…

1. Ausbau und Schutz der Infrastruktur: nichts schafft mehr Wohlstand, nichts ist besser in öffentlichen Händen aufgehoben. Der digitale Reichtum fußt auf dem Gemeingut Internet.

2. Digitale Bildung für alle: Daten sind nicht nur Rohöl der Wirtschaft, sondern zunehmend auch Grundlage unseres Zusammenlebens, unserer Gesellschaft und Entscheidungsprozesse.

3. Zukunft statt Besitzstandswahrung: sichert nicht den Status quo, sondern ermöglicht den Fortschritt. Nur mit Fortschritt wird das Morgen besser als das Heute sein. Keiner will die Welt in Aspik. 

Welche ist –  in deinen Augen – die „bahnbrechendste“ Entwicklung im Bereich Mobilität?

Für einen Veteran der neuen Mobilität halte ich noch heute die Fahne hoch: Free Floating Carsharing ist schon acht Jahre alt, aber es hat aus einer Nische eine valide Alternative zum eigenen Fahrzeug und gleichzeitig eine sehr willkommene Ergänzung zum ÖPNV geschaffen.

Die New Mobility World positioniert sich klar „beyond automotive“ – Wie wichtig ist dir der interdisziplinäre Austausch?

“Beyond automotive” heißt: über das Auto hinaus, als Gleiche unter Gleichen. Nur so schaffen wir eine Plattform für das neue Ökosystem der Mobilität. Wenn wir Mobilität von morgen innerhalb der Koordinaten von heute denken, haben wir schon verloren. Unser background in der Automobilindustrie – welche selbst “beyond automotive” geht – gibt uns dabei Stärke, da wir einen wichtigen Player gleich an Bord haben.

Welches Unternehmen nimmt in deinen Augen die klare Vorreiterrolle im Bereich Future Mobility ein?

Den einen klaren Vorreiter sehe ich nicht. Das liegt auch in der Natur der Sache: die Mobilität von morgen braucht ein Ökosystem, bei dem öffentliche Hand und unternehmerische Initiative gemeinsam gedacht werden. In diesem Punkt unterscheidet sich die digitale Transformation der Mobilitätsbranche von der im Einzelhandel oder der Musikindustrie: letztere sind weitgehend privatwirtschaftliche Veranstaltungen.

Bild: New Mobility World / Marcus Höhn (alle Rechte vorbehalten)

Indien: Uber kooperiert mit ÖPNV in Bangalore 

Uber hat bekanntgegeben, dass die Ride-Hailing Plattform mit dem öffentlichen Nahverkehr in Bangalore zusammenarbeiten wird. An einigen der Haltestellen der Metro können über in kleinen Kiosken Uber-Fahrten gebucht werden. So soll die letzte Meile einfacher zu bewältigen sein. Indien wird zum wichtigen Markt für Uber.

Pendler als Zielgruppe

Uber möchte mit dem Angebot einfacher Kunden erreichen, die jeden Tag den beschwerlichen Weg zwischen Zuhause und Metro-Station oder Arbeitsplatz und Metro-Station zurücklegen. Die Metro in Bangalore ist gut ausgebaut, aber der Weg für auf der letzten Meile kann häufig zur Herausforderung werden. Die Zusammenarbeit ist ein gutes Beispiel, wie Behörden und private Unternehmen zusammenarbeiten können. Dadurch wird ein Problem gemeinschaftlich gelöst, das viele Einwohner haben.

Neue Wege für Kunden ohne Smartphone

Für die Kunden, die kein Smartphone haben oder keinen Zugriff auf die App haben, wird Uber bis Ende März Buchungsbüros an den Haltestellen aufbauen. In Länden wir Indien steht Uber vor der Herausforderung, dass die Verbreitung von Kreditkarten und Smartphones mit Datentarif teilweise gering ist. Uber lässt sich immer wieder neue Wege einfallen, um Kunden die Nutzung von Uber zu ermöglichen.

Die Partnerschaft in Indien ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Uber und lokalen Behörden. In mehreren Ländern arbeitet die Ridesharing Plattform mit Verkehrsbetrieben und Behörden zusammen. In einer amerikanischen Stadt werden zum Beispiel Uber-Fahrten bezuschusst, was dazu führt, dass kein weiterer Parkplatz an der Bahnstation für Pendler errichtet werden muss.

Indien als wichtiger Markt für Uber

Nachdem sich Uber aus China zurückgesogen hat, in dem das eigene Geschäft an den Konkurrenten Didi Chuxing verkauft wurde, hat das Unternehmen Indien als einen der nächsten interessanten Märkte auserkoren. Seit Beginn des Jahres wurden mehrere neue Mobilitätsdienstleistungen gestartet. In Indien bietet Uber günstige Mobilitätsdienste mit kleineren Fahrzeugen oder teilweise auch Motorrollern und Rikschas an. Vor kurzem wurde der Dienst UberHire gestartet, ein Service, bei dem der Fahrer für den Tag anstatt für eine Fahrt gemietet wird. Der Lieferservice UberEATS soll anscheinend demnächst auch in Indien starten. Der größte Konkurrent von Uber in Indien ist die Taxi Ola Cab.

Renault und Nissan arbeiten mit dem Transdev-Konzern an autonomen Autos

Die Autobauer Renault und Nissan haben mit dem Transdev-Konzern eine Kooperation geschlossen, um einen on-demand Shuttle Service mit autonomen Elektrofahrzeugen zu entwickeln. Transdev ist auch in Deutschland aktiv und betreibt hierzulande mehrere öffentliche Verkehrsangebote.

Projekt hat Forschungscharakter

Das Projekt hat vorerst einen Forschungscharakter, die Ergebnisse sollen aber später in eine operative Anwendung übergehen. In Paris werden in einer ersten Stufe umgerüstete Renault ZOE Fahrzeuge auf der Transdev on-demand dispatch Plattform getestet. Die Elektrofahrzeuge sind mit Technologien für autonomes Fahrer ausgestattet. Über die Plattform von Transdev werden die Fahrzeuge den Aufträgen zugewiesen, überwacht und zum Ziel navigiert.

Autonome Shuttle als Ergänzung zum ÖPNV

Transdev sieht in dem Angebot an autonomen Shuttle Services eine Chance für weitere Umsatzmöglichkeiten. Bisher ist der Konzern also Betreiber von Lösungen im öffentlichen Nahverkehr bekannt. In Europa, Asien und Nord-Amerika werden Buslinien, on-demand Flughafenfahrten, Zuglinien und weitere Angebote betrieben.
Die Transdev ist nicht der erste Konzern, der sich für autonome Shuttle Dienste interessiert. In Berlin testet zur Zeit die Deutsche Bahn einen autonomen Fahrdienst mit Minibussen in Zusammenarbeit mit dem Startup Local Motors. Auch der Alstom Konzern, der normalerweise Schienenfahrzeuge entwickelt, hat sich an einem Startup für autonome Shuttle beteiligt.

Auch Buchungsplattform soll entwickelt werden

Die Allianz aus Renault und Nissan will nicht nur die autonomen Fahrzeuge entwickeln, sondern auch die Technologie, um die Fahrzeuge buchen zu können und um die Fahrzeuge effizient betreiben zu können. Die Software und Schnittstellen für die Fahrtbuchung und Management der Fahrzeuge sind essentiell für eine erfolgreiche Etablierung des Dienstes. Der Automobilkonzern Daimler hat bereits eingesehen, dass es mehr Sinn macht, sich auf die Produktion und den Betrieb der Fahrzeuge zu konzentrieren, das Management der Buchungen wird Uber überlassen.

Autonome Fahrzeuge im Jahr 2020

Wie auch die anderen Hersteller wollen Renault und Nissan bis zum Jahr 2020 mehrere Fahrzeuge produktionsreif haben, die vollständig autonom fahren können. In einer früheren Iterationsstufe sollen Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen verkauft werden, die in gefährlichen Situationen eingreifen können oder komplexerer Spurwechsel-Maneuver selbstständig durchführen können.

Bild: Nissan (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing will weitere Finanzierung einsammeln

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing, die im vergangenen Jahr das Geschäft von Uber China übernommen hat, befindet sich in Gesprächen mit Investoren, um eine weitere Finanzierungsrunde in Milliardenhöhe aufzunehmen. Das Unternehmen möchte sich mehr Zeit erkaufen, bis es ein profitables Geschäftsmodell entwickelt hat.

Investoren uneinig über Strategie

Die bisherigen Investoren sind sich uneinig, ob das der Marktführer in China weiteres Kapital aufnehmen soll. Auf der einen Seite könnte das Unternehmen mit weiterem Kapital schneller Erfolge im Bereich autonomer Technologien für selbstfahrende Autos erreichen und seine Ride-Hailing Plattform weiter ausbauen. Auf der anderen Seite dürfte die Plattform über genügend finanzielle Mittel verfügen, die im letzten Jahr eingesammelt wurden. Eine weitere Finanzierungsrunde würde die Anteile der bestehenden Investoren verwässern, sofern sie die neue Runde nicht mitgehen können. In der neuen Runde wird eine Summe von drei Milliarden US$ angestrebt. Didi wird diese Summe nur aufnehmen, wenn die letzte Bewertung von 34 Milliarden US$ weiter steigen wird.

Internationale Expansion von Didi könnte folgen

In den letzten Tagen wurde auch darüber berichtet, dass Didi international expandieren könnte. Eine englische Version der App befindet sich in Vorbereitung und internationale Zahl-Methoden werden getestet. Beides wird als Zeichen für eine mögliche Expansion gesehen. Eigentlich wollte der chinesische Marktführer gemeinsam mit Lyft, Ola und Grab ein internationales Ridesharing Netzwerk aufbauen. Bei diesem Vorhaben scheinen die unterschiedlichen Anbietern nicht voran zu kommen. Auf Lyft erwägt eine Internationalisierung auf eigene Faust.

Vorschriften in China erschweren das Geschäft

In den letzten Monaten wurden neue Regeln für Fahrdienste in China erlassen. Diese Regeln schreiben unter anderem vor, dass Fahrer und Fahrzeuge lokal registriert sein müssen. Bisher kamen die Fahrer häufig aus ärmeren Gebieten in die Städte und haben dort für einen niedrigeren Lohn gearbeitet. Diese Verschärfung der Vorschriften erschwert und verteuert das Geschäft für Didi. Autonome Fahrzeuge wären eine Lösung für das Problem. Bis diese serienreif sind, benötigt Didi weiteres Geld.

Apple als Didi Investor

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen für Aufmerksamkeit auch außerhalb Chinas gesorgt. Auf der einen Seite wurde das China Geschäft von Uber übernommen und auf der anderen Seite konnte Apple als Investor gewonnen werden. Apple hat ca. 1 Milliarde Dollar in die Fahrdienstplattform investiert. Uber und Didi haben sich zuvor einen erbitterten Kampf um Fahrer und Fahrgäste geliefert, bei dem Uber pro Jahr einen Milliardenbetrag verbrannt hat. Die Verluste von Didi dürften ebenfalls im Milliardenbereich liegen. Insgesamt soll Didi über 300 Mio. registrierte Nutzer in 400 chinesischen Städten verfügen.

Bild: Andrej Iliev (bestimmte Rechte vorbehalten)

Factory1: Kapsch startet im Mai Accelerator für Mobility-Startups

Der Wiener Traditionskonzern Kapsch startet im Mai mit Factory1 ein eigenes, sechs Monate dauerndes, Accelerator-Programm. Aufgenommen werden fünf Later Stage Startups aus sechs Bereichen. Konkret such man Innovationen in den Gebieten “Connected & Autonomous Driving”, “Big Data Analytics & Deep Learning”, “Smart Mobility”, “Security & Privacy”, “Infrastructure” und “Payment & Transaction Processes”. Alle sechs Themen sind dabei jeweils mit dem Kerngeschäft des Konzerns im Mobilitätsbereich verknüpft. Aktuell läuft die Bewerbungsphase, noch bis zum 10. April können sich Later Stage Startups bewerben. Fünf davon werden in das sechs Monate dauernde Programm aufgenommen.

Innovative Lösungen aus Mobility Bereich gesucht

Kapsch sucht Startups aus allen Ecken der Welt, die mit ihrer innovativen Lösung im Mobility Bereich, gemeinsam mit Kapsch internationale Erfolge feiern wollen. Bislang erreichte man schon Bewerbungen aus über 25 verschiedenen Ländern. Nach der Bewerbungsphase werden 15 Startups nach Wien eingeladen, wo sie sich noch einmal vor Kapsch Mitarbeitern, Mentoren und dem Vorstand der Kapsch TrafficCom beweisen müssen.

Im Laufe des sechsmonatigen Factory1 Accelerators arbeiten die fünf Gewinner-Startups mit Industrieexperten gemeinsam an Proof of Concept-Projekten, die dann anschließend realisiert werden. Die Startups erwarten unter anderem Highlights wie die Teilnahme am ITS Europe Congress in Straßburg und Acceleration Weeks im Kapsch Headquarter. Angesiedelt ist der Accelerator in der österreichischen Hauptstadt Wien.

Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal

Abschluss und Highlight des Factory1 Programms ist die Vorstellung der Ergebnisse beim International Demo Day in Montréal im Rahmen des ITS World Congress von 29. Oktober bis 2. November. Kapsch nimmt für den Accelerator 150.000 Euro in die Hand, die während des Programms Equity free in die Entwicklung der Lösungen der Startups fließen werden. Außerdem sind alle Reisekosten während des sechsmonatigen Programms von Kapsch gedeckt.

Über Kapsch

Kapsch zählt zu den erfolgreichsten Technologieunternehmen Österreichs mit globaler Bedeutung in den Zukunftsmärkten Intelligente Verkehrssysteme (IVS) und Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT). Zur Kapsch Group zählen die drei Schlüsselgesellschaften Kapsch TrafficCom, Kapsch CarrierCom und Kapsch BusinessCom. Als Familienunternehmen mit Sitz in Wien, steht Kapsch seit 1892 für die konsequente Entwicklung und Implementierung neuer Technologien zum Nutzen seiner Kunden. Mit einer Vielfalt an innovativen Dienstleistungen und Lösungen leistet Kapsch einen wesentlichen Beitrag zur verantwortungsbewussten Gestaltung einer mobilen und vernetzten Welt. Die Unternehmen der Kapsch Group beschäftigen in ihren weltweiten Niederlassungen und Repräsentanzen 6.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Bild: Kapsch TrafficCom AG /GettyImages  (alle Rechte vorbehalten)