Category Archives: Ridesharing

GM will mit Maven Ridesharing Dienst starten

Bisher ist der Automobilhersteller General Motors als Dienstleister und Investoren für Ride Sharing Dienst in Erscheinung getreten. Unter anderem ist GM an dem Fahrdienst Lyft beteiligt und bietet über das Maven Carsharing Programm Autos zur Kurzzeitmiete an, Lyft und Uber Fahrer profitieren dabei von gesonderten Konditionen. Jetzt könnte der Automobilhersteller den nächsten Schritt gehen und einen eigenen on-demand Fahrdienst starten.

Mit Maven soll ein Ridesharing Dienst gestartet werden

Der Konkurrent zu Lyft und Uber könnte von der GM Sparte Maven gestartet werden. Maven wurde vor einiger Zeit gegründet, um die Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing zu bündeln und um Expertise für neue Dienste aufzubauen. Durch die eigenen Aktivitäten und das Wissen, das durch die Beteiligung an Lyft gewonnen wurde, sieht sich General Motors jetzt in der Lage, einen on demand Fahrdienst aufzubauen. Die Frage ist, ob Platz für einen weiteren Dienst ist. Außerdem müsste General Motors viel Geld in die Hand nehmen, um einen Dienst mit hoher Reichweite aufzubauen.

Seit Anfang 2016 mit Carsharing aktiv

Maven ist als Carsharing Dienst Anfang 2016 gestartet, hat sich dann aber stetig weiterentwickelt. Neben dem Service für Uber und Lyft Fahrer ist Maven mehrere Partnerschaften mit Lieferdiensten wie Instacart und GrubHub eingegangen. In den letzten 18 Monaten wurden über Maven etwa 10.000 Fahrzeuge in Umlauf gebracht. Mit dieser Flotte wurden etwa 270 Mio. Kilometer zurückgelegt und 17.5 Mio. Fahrgäste bei Lyft und Uber transportiert.

GM und Lyft als Konkurrenten?

In der Vergangenheit wurde darüber berichtet, dass GM das Unternehmen Lyft komplett übernehmen möchte. Da daraus anscheinend nichts geworden ist, plant der Automobilhersteller seinen eigenen Service. Aus der ferne betrachtet scheint es so, als würden die Partnerschaft zwischen General Motors und Lyft Risse erhalten. Am Anfang wurde bekräftigt, dass beide Seiten eng zusammenarbeiten möchten, jetzt entwickeln sich Konkurrenten. Ähnliches konnte zwischen Uber und Google beobachtet werden. Google ist groß bei Uber eingestiegen und am Anfang haben beide Unternehmen eng zusammengearbeitet. Mittlerweile bekämpfen sich beide Unternehmen vor Gericht. Mit Waymo und dem Ride-Sharing Angebot bei Waze hat sich Google zum Konkurrenten entwickelt.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing investiert in europäischen Anbieter Taxify

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing beteiligt sich an einem weiteren Unternehmen, um das globale Netzwerk zu erweitern. Mit dem Investment in den Anbieter Taxify streckt das Unternehmen seine Fühler auch nach Europa aus. Taxify ist vor allem in Europa und Afrika aktiv, in Kürze soll der Service auch in London angeboten werden. Das unternehmen bietet eine App basierten Taxi-Service, der mit Uber oder myTaxi zu vergleichen ist. Es ist nicht bekannt, wie viel Didi in das Unternehmen investiert hat, es soll sich aber um eine Summe im zweistelligen Millionenbereich handeln.

Taxify ist in 18 Ländern aktiv

Taxify wurde von vier Jahren gegründet und der Unternehmenssitz ist in Estland. Die Gründer waren davon bei Skype aktiv und haben mittlerweile einen Taxidienst aufgebaut, der in 18 Ländern aktiv ist. Dazu standen überschaubare finanzielle Mittel in höhe von 2 Mio. Euro zur Verfügung.  Zu den Märkten gehören Städte in Ungarn, Rumänien, Südafrika oder Nigeria.

Trotz Fokus auf Städte in schwachen Regionen und Schwellenländern, soll noch dieses Jahr die Expansion nach London stattfinden. In London ist der Markt der Fahrdienstanbieter bereits stark umkämpft. Die Ridesharing App Uber kämpft mit Anbietern wie myTaxi/Hailo oder Gett um Marktanteile. Um dort erfolgreich wachsen und bestehen zu können, benötigt Taxify ein finanzielles Polster, um mit den Mitbewerbern mithalten zu können. Taxify gibt an, dass 2.5 Mio. Nutzer die unterschiedlichen Serviceklassen nutzen. Das Unternehmen bietet einen Fahrdienst mit lizensierten Taxis an, eine Serviceklasse mit Privatfahrern ist aber auch im Angebot.

Ernstzunehmender Konkurrent für myTaxi

Mit dem Investment von Didi Chuxing wird Taxify zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für myTaxi. Die Daimler Tochter myTaxi hat es sich zum Ziel gesetzt, Marktführer unter den Taxiapps in Europa zu werden. Dazu wird auf der einen Seite das bestehenden myTaxi-Geschäft nach vorne gepusht, hinzu kommen Akquisitionen von Mitbewerbern in bestimmten Ländern. So wurde der Anbieter Hailo übernommen, der in Großbritannien eine starke Position hatte. Hinzu kommen die Akquisitionen von TaxiBeat aus Griechenland und Clever Taxi in Rumänien. Mit dem Investment und dem starken Partner im Rücken wird Taxify einen Gang höher schalten, um seine Präsenz und die Produkte auszubauen.

Didi Chuxing beteiligt sich an Plattformen in mehreren Ländern

Die chinesische Plattform Didi Chuxing erweitert sein globales Netzwerk durch Investitionen in Mitbewerber. Unter anderem ist das Unternehmen an den Plattformen Lyft aus den USA, Ola aus Indien oder Grab aus Südostasien investiert. In den Mitbewerber 99 aus Brasilien hat Didi ebenfalls investiert. In China hat Didi für Aufsehen gesorgt, in dem es das lokale Geschäft von Uber für mehrere Milliarden übernommen hat, um den Markt zu konsolidieren.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Volocopter: Fliegende Taxis mit Unterstützung von Daimler

Volocopter entwickelt seit ein paar Jahren ein fliegendes Taxi. Um die Entwicklung voranzutreiben, wird eine Finanzierungsrunde von 25 Mio. Euro aufgenommen. Unter anderem beteiligen sich der Automobilhersteller Daimler und der Unternehmer Lukasz Gadowski an dem Unternehmen. Mit dem frischen Kapital wird Volocopter die führende Technologie seiner senkrecht-startenden und rein elektrobetriebenen Fluggeräte (eVTOL) weiter ausbauen, die Einführung des Volocopter Serienmodells beschleunigen und den Markt fliegender Lufttaxis erobern. Die sicheren, leisen und umweltfreundlichen Fluggeräte, die für den Transport von zwei Passagieren geeignet sind, werden die Mobilität in Metropolen revolutionieren.

Senkrecht starten und Landen mit Elektroantrieb

Die fliegenden Volocopter Taxis werden mit Elektromotoren angetrieben und sollen vertikal starten und landen können. In Fachjargon werden die fliegenden Taxis als eVTOL Flugobjekte beteiligt. Die Abkürzung eVTOL steht dabei für electric Vertical Take-Off and Landing. Volocopter hofft darauf, dass es eine entscheidende Rolle bei der Disruption des Verkehrs in Großstädten einnehmen wird.

Das Unternehmen hat angekündigt, dass bereits im vierten Quartal diesen Jahres erste Testflüge eines autonomen Volocopters in Dubai stattfinden werden. Langfristiges Ziel ist es, dass die fliegenden Taxis zur Serienreife entwickelt werden sollen, um sie dann weltweit einsetzten zu können.

Starke Partner für Entwicklung und Skalierung

Daimler ist dabei ein finanzstarker und strategischer Partner, der bei der Entwicklung und Produktion helfen kann. Lukasz Gadowski hat viel Erfahrung beim Aufbau und bei der Skalierung von Startups und Dienstleistungen. Das Startup hofft, von den Erfahrungen zu profitieren. Volocopter wird die neuen Finanzmittel nutzen, um gemeinsam mit seinen Partnern  technische Innovationen und seine Vorreiterrolle in der Branche weiter auszubauen. Geplant sind die Weiterentwicklung der Modelle zur Serienreife und kommerziellen Zulassungen durch Luftfahrtbehörden weltweit. Hierfür sind u.a. umfangreiche Testflugprogramme vorgesehen. Um die Entwicklungsgeschwindigkeit dabei zu erhöhen, ist die Einstellung von weiteren Ingenieuren in den Bereichen Flugsystementwicklung, Software und elektrischer Antrieb sowie der Aufbau der kommerziellen Funktionen angestoßen worden. Ein Teil des Investment soll auch in den Aufbau der Marke fließen.

Lilium zählt zu den Mitbewerbern – auch Uber interessiert

In einer früheren Finanzierungsrunde hat das Unternehmen über die Crowd-Investing Plattform Seedmatch eine Summe von 1.2 Mio. Euro eingesammelt. Auch Uber interessiert sich für das Thema und hat Anfang des Jahres ein Summit zu dem Thema veranstaltet. Uber will in Zukunft einen Service mit fliegenden Taxis anbieten. Zu den Mitbewerbern von Volocopter zählt das Unternehmen Lilium Aviation aus München. Lilium entwickelt ebenfalls ein fliegendes Taxi, das elektrisch betrieben wird und senkrecht starten und landen kann.

Bild: Volocopter (alle Rechte vorbehalten)

Beförderung auf der letzten Meile: Lyft und Amtrak arbeiten zusammen

Die amerikanische Ride-Sharing Plattform Lyft kooperiert mit der Bahngesellschaft Amtrak, damit die Passagiere schneller zum Bahnhof kommen und wieder zurück. Die Amtrak Fahrgäste können die Fahrt mit Lyft direkt über die Amtrak App bestellen. Lyft gibt an, dass 97% der Amtrak Fahrgäste durch das Angebot der Ride Sharing Plattform erreicht werden.

Transport auf erster und letzter Meile attraktiv

Die großen Mitfahrplattformen in den USA haben in der letzten Zeit dafür gekämpft, dass die Fahrer an Flughäfen Fahrgäste aufnehmen und abliefern können. Das Geschäft auf der ersten und letzten Meile bietet eine große Chance für die Ride-Hailing Apps. Der größte Widerstand kam dabei von den Taxifahrern und Parkhaus-Betreibern. Die Betreiber der Parkhäuser fürchten sich vor geringeren Einnahmen, da tendenziell weniger Menschen ihr Auto für längere Zeit parken, wenn anstatt dem eigenen Fahrzeug ein Service wie Lyft oder Uber genutzt wird.

Kooperationen mit ÖPNV und Stadtverwaltungen

Konkurrent Uber ist eine ähnliche Kooperation in der indischen Stadt Bangalore eigegangen. In einer amerikanischen Kleinstadt werden Uber Fahrten zum Bahnhof zu einem günstigen Festpreis angeboten, so hat sich die Stadtverwaltung den Bau eines weiteren Parkhauses am Bahnhof erspart. Die Fahrten werden von der Stadtverwaltung bezuschusst.

In Zukunft mit autonomen Shuttle Bussen

Kooperationen zwischen Bahngesellschaften oder Behörden und Ride-Hailing Anbietern werden wir in Zukunft wahrscheinlich häufiger sehen. Ride-Hailing Anbieter erdweiter so die Reichweite und für Bahngesellschaften und Behörden ist eine günstige Art und Weise, das bestehende Netz zu erweitern. In ein paar Jahren werden autonome Shuttle zum Einsatz kommen.

Für Lyft ist es nicht die einzige Partnerschaft in den letzten Wochen. Lyft und Disney haben vereinbart, dass die Ride-Hailing Plattform gebrandete Minishuttle in den Disney Resorts betreibt. Mit der Fast Food Kette Taco Bell wurde eine Marketing Partnerschaft geschlossen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Ford expandiert den Shuttle Service Chariot nach New York City

Im vergangenen Jahr hat der Automobilkonzern Ford den Shuttle Dienst Chariot übernommen, jetzt folgt die Expansion nach New York City, der vermeintlich größte Markt in den USA. Der Shuttle Dienst passt sich bei den Routen der Nachfrage der Kunden an.  Zuerst ist das Angebot in San Francisco gestartet, später wurde das Angebot auch in Austin, Texas ausgerollt. In New York City will das Startup ab August aktiv sein und Fahrten zwischen Lower East Side und Midtown in Manhattan anbieten. Eine zweite Strecke soll  von Greenpoint nach Dumbo in Brooklyn führen.

Chariot will Ergänzung zu öffentlichem Nahverkehr sein

Wie so viele andere Shuttle Dienst auch, will Chariot eine Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr bieten. Adressiert werden sollen vor allem zeitliche Lücken der öffentlichen Verkehrsmittel, wie zum Beispiel abends oder nachts. Gleichzeitig soll ein Angebot in Gebieten mit wenig öffentlichen Verkehrsmitteln geschaffen werden. Für die erste und letzte Meile, also für den Weg zum Bahnhof und wieder zurück, will sich das Unternehmen positionieren. Fahrgäste können über die Chariot App die Routen überprüfen und auch ihre eigenen Routen vorschlagen. Die Vorschläge werden dann von dem Unternehmen genutzt, um die beste Route festzulegen.

Genehmigung durch TLC

Die geplanten Linien wurden zusammen mit dem Analytics Team von Ford definiert. In einem mehrstufigen Prozess, bei dem unterschiedliche Kriterien mit eigeflossen sind, wurden die Start- und Endpunkte festlegt. Die New Yorker Taxi und Limousinen Commission (TLC) wurde auch mit eingebunden, um für den Service die nötigen Lizenzen zu erhalten.

Bis zu 60 Fahrzeuge in NYC 

Bis zum Herbst sollen 60 Fahrzeuge auf den Straßen in New York City unterwegs sein. In San Francisco hat Chariot 200 Fahrzeuge auf der Straße, in Austin etwa 50. Erstaunlich ist, dass das Unternehmen weniger als 100 Festangestellte (ohne Fahrer) hat, obwohl ein stark operatives Geschäftsmodell betrieben wird. Das Geschäftsmodell ist vielversprechend und soll laut mehrerer Studien eine positive Entwicklung auf das Verkehrsaufkommen haben.

Bild: Chariot (alle Rechte vorbehalten)

Die Deutsche Bahn beteiligt sich an Fahrdienst-Plattform Talixo

Die Deutsche Bahn beteiligt sich über den Venture Arm Deutsche Bahn Digital Ventures an der Fahrdienstplattform Talixo. Das Startup bietet eine Technologieplattform, über die vor allem Geschäftsreisende Taxifahrten oder Limousinen buchen können. Insgesamt fließt eine siehe siebenstellige Summe in das Unternehmen. Neben der Bahn beteiligen sich auch die bestehenden Investoren Amman Group und ein Investor aus der Schweiz.

Bahn will Angebot und Geschäftsbereiche erweitern

Die Deutsche Bahn versucht mit dem Investment das Transportangebot über die Schienen hinaus weiter auszubauen. Das Angebot von Talixo soll in den Buchungsprozess der Bahn integrieren. Kunden sollen so nicht mehr zu anderen Anbietern und Apps wechseln müssen, sondern sollen die Möglichkeit erhalten, die Reise von Tür zu Tür über eine Plattform buchen zu können. Die Bewertung von Talixo dürfte sich auch noch in einem vernünftigen Rahmen bewegt haben, so dass die Bahn günstig einsteigen konnte.

Talixo bietet Buchungsplattform für Unternehmen und Reiseportale

Talixo spricht mit seiner integrierbaren Buchungsplattform vor allem Unternehmen, Reisebüros und online Buchungsseiten an. Über die eingebundene Plattform können Taxis und Limousinen gebucht werden, außerdem wird ein Ridesharing Produkt angeboten, bei dem sich mehrere Angestellte eines Unternehmens oder eine Reisegruppe ein Fahrzeug zum gemeinsamen Ziel teilen können.

Bisher unterm Radar geschwommen

Talixo hat bisher eher unter dem Radar agiert, obwohl das Unternehmen bereits Partnerschaften mit Concur, AirPuls, Amadeus oder Onesto vereinbaren konnte. Mal sehen, ob sich das mit dem neuen Investor ändern wird. Das Geld soll auf jeden Fall dazu genutzt werden, um zu expandieren. In einem nächsten Schritt will das Unternehmen die Märkte in Asien und Amerika erschließen.

Zu den Wettbewerbern von Talixo gehört das Berliner Unternehmen Blacklane. Auch Blacklane will sich in dem B2B Markt für die Fahrten auf der letzten Meile etablieren. Zu den Investoren de Unternehmens gehören unter anderem Daimler und die Alstin Group von Carsten Maschmeyer. Blacklane hat bereits einen größeren Footprint und bietet den Service in mehr als 250 Städten an.

Bild: Talixo (alle Rechte vorbehalten)

Grab soll Summe von 2 Milliarden US$ einsammeln wollen

Das Unternehmen Grab betreibt in Südost Asien eine Ridesharing Plattform in sieben Ländern, die jetzt mit mehr als fünf Milliarden US$ wert sein soll. Damit wäre Grab das am höchsten bewertete Startup un Südost Asien. Die hohe Bewertung soll Grundlage der kommenden Finanzierungsrunde sein, bei der bis zu zwei Milliarden US$ in das Unternehmen investiert werden sollen. Das Geld kommt dabei von SoftBank und dem chinesischem Ride-Sharing Anbieter Didi Chuxing.

SoftBank und Didi stockten auf

SoftBank und Didi sind bereits seit längerem als Investoren an Bord. SoftBank hat sich in den vergangenen Jahren an mehreren Ride Hailing Plattformen beteiligt. Unter anderem ist der japanische Investor Anteilseigner von Lyft und der indischen Ride Sharing Plattform Ola. Kürzlich stand auch ein Szenario im Raum, bei dem SoftBank Uber-Anteile von bestehenden Investoren übernehmen soll. Auch an der brasilianischen Taxi App 99 hat sich SoftBank beteiligt.

Zusammenarbeit zwischen Grab und Didi mit Spannungen

Dass Grab weiterhin mit Didi zusammenarbeitet, ist verwunderlich. Nach der Übernahme von Uber China durch Didi Chuxing ist es zu Spannungen zwischen Grab und Didi gekommen. Im Zuge der Übernahme hat sind Uber und Didi enger zusammengerückt, da Didi eine Milliarde in Uber investiert hat. Das hat das Unternehmen aus Südost Asien nicht begeistert, da Uber in der Region der größte Konkurrent von Grab ist.

Uber setzt sich nicht überall durch

Das Ride Hailing Geschäft hat sich seit einiger Zeit verändert. Der Platzhirsch Uber geht nicht mehr davon aus, dass alle Märkte der Welt beherrscht werden können. So folgte zuerst die Veräußerung des Geschäfts in China an den lokale Anbieter Didi Chuxing. In den letzten Wochen hat das Unternehmen angekündigt, dass das Russlandgeschäft mit Yandex Taxi verschmolzen wird. Lokale Player und Investoren, wie Grab und Softbank fürchten sich nicht mehr unbedingt vor Uber und sehen deshalb durchaus die Möglichkeit, eine lokale Marktführerschaft aufzubauen. Eventuell erfolg ja bald eine Veräußerung des Deutschlandgeschäfts an MyTaxi und Daimler. Auch hierzulande kann sich Uber nicht durchsetzen.

Bild: Grab (alle Rechte vorbehalten)

Lyft entwickelt nun doch eigene autonome Autos

Bisher hat sich das Ride-Sharing Unternehmen nicht aktiv mit der Entwicklung von Technologien für autonomes Fahren beschäftigt, sondern mit Konzernen und Startups Partnerschaften zu dem Thema geschlossen. Jetzt ändert Lyft die Strategie und investiert in den kommenden Jahren viel in die Entwicklung eigener Technologien für vollautomatisierte Autos. Das ganze soll in eine offene Plattform einfließen.

Neue Abteilung soll wachsen

Die Fahrdienstplattform hat eine neue Abteilung gegründet, die bis Ende des kommenden Jahres auf mehrere Hundert Mitarbeiter anwachsen. Das Team soll alle Technologien, also Hardware und Software entwickeln, die für autonome Autos benötigt werden. Ein eigenes Fahrzeug soll dabei nicht entstehen, sondern Systeme, die dann von anderen Herstellern verbaut werden können.


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Konkurrent Uber mit ähnlichem Programm 

Lyfts Vorhaben gleicht dem des Konkurrenten Uber. Der größere Rivale entwickelt seit längerem Systeme für vollautomatisiertes Fahren, die in Volvo XC90 SUVs getestet werden.  Außerdem arbeitet Uber mit dem Daimler Konzern zusammen, der angekündigt hat, autonome Shuttle Fahrzeuge für die Uber Plattform betreiben zu wollen.

Hybrid Setup bei Lyft geplant

Sofern es der Entwicklungsstand der Technologie zulässt, sollen autonome Autos zur Plattform hinzugefügt werden. Dann sind sowohl Fahrzeuge mit Fahrer als auch vollautomatisierte Fahrzeuge im System. Der Algorithmus entscheidet, ob der Fahrgast ein Auto mit Fahrer oder ein vollautomatisiertes Fahrzeug zugewiesen bekommt. Entscheidungskriterien für den Algorithmus sind unter anderem Wetterbedingungen, Distanz und Route.

Strategie Schwenk nach Partnerschaften

Lyft hat schon mehrmals bekräftig, dass vollautomatisierte Fahrzeuge auf der Plattform in Zukunft eingesetzt werden sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Plattform mit unterschiedlichen Partner kooperiert. Auf der einen Seite gehört der Automobilhersteller General Motors zu den Investoren von Lyft, der Konzern entwickelt eigene autonome Fahrzeuge. Auf der anderen Seite wurden Partnerschaften mit nuTonomy und der Google Tochter Waymo abgeschlossen. Die anderen Player haben bis zu acht Jahre Erfahrung bei dem Thema – es ist fraglich, ob die Ride Hailing Plattform diese Lücke schließen kann.

Die deutschen Anbieter, wie Blacklane oder myTaxi haben sich noch nicht zum Thema autonomes Fahren geäußert. Sie sollten aktiv werden, um nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Kakao Mobility aus Korea sammelt Millionensumme für Ride Hailing App ein 

In Korea ist die Chat App Kakao mit 50 Millionen monatlichen Nutzern eine der meistgenutzten Massanger Apps in dem asiatischen Land. Über die Zeit hat das Unternehmen unterschiedliche Services zusätzlich zu dem Nachrichtenaustausch gestartet, um Umsatzströme zu erzielen. So auch ein Mobilitätsangebot Kakao Mobility, das jetzt ein Investment in Millionenhöhe verbuchen kann.

Ausgründung der Kakao Mobility Angebote

Es wurde verkündet, dass das Mobility Angebot in eine eingeständiges Unternehmen mit den Namen Kakao Mobility ausgegründet wurde. Gleichzeitig hat sich der Investment Fond TPG mit einer Summe von etwa 385 Mio. Euro an dem Unternehmen beteiligt. Zu dem Portfolio von TPG gehören unter anderem auch Airbnb, Spotify und mit Uber auch der größte Konkurrent von Kakao Mobility in Korea.

Kakao Taxi mit 1.5 Mio. täglichen Fahrten

Unter Kakao Mobility werden die Dienste Kakao Taxi, Kakao Driver und Kakao Navi zusammengefasst. Das bekannteste Angebot von Kakao Mobility ist der Kakao Taxi Service, der vor etwa zwei Jahren gestartet. Damit sollte ein Weg gefunden werden, um die große Nutzergruppe des Messanger Dienstes zu monetarisieren. Die Nachrichten-App ist auf 95% der Smartphones in Südkorea installiert. Zur Zeit werden 1.5 Millionen Fahrtanfragen täglich vermittelt und ist auch in Japan verfügbar. Mit dem Dienst Kakao Driver lässt sich ein Fahrer für das eigene Fahrzeug ordern. Der Service kommt auf 2.7 Millionen monatliche Nutzer. Die Navi App Kakao Navi konnte 10 Mio. Registrierungen seit dem Start im Februar 2016 verbuchen.

Weitere Dienste in der Pipeline

Weitere Mobility Dienste sollen in der zweiten Hälfte gestartet werden, unter anderem ein Service für die Parkplatzsuche und eine Taxi App für Geschäftsreisende und Unternehmen. Die Ausgründung der Mobility Sparte war eine strategische Entscheidung und durch den Schritt soll ein schnelleres Wachstum und eine schnelle Expansion ermöglicht werden. Kakao will sich die Transformation der Automotive und Mobility Industrien zunutze machen und neue Geschäftsbereiche aufbauen.

Bild: KakaoTaxi (alle Rechte vorbehalten)

Zusammenschluss in Russland: Uber und Yandex verschmelzen die Fahrdienste

Die Ridesharing Plattform Uber und die Fahrdienst Tochter des russischen Yandex Konzerns schließen sich in einem neuen Unternehmen zusammen. In das Gemeinschaftsunternehmen sollen die Angebote in Russland, Kasachstan, Armenien, Weißrussland, Georgien und Aserbaidschan kombiniert werden. Uber wird auch seinen UberEATS Service mit einbringen.

Yandex mit größerem Anteil nach Fusion

Die Bewertung liegt nach der Fusion bei 3.725 Milliarden US$. Yandex hält 59.3% am neuen Unternehmen mit dem Decknamen NewCo, Uber 36.6% und die restlichen 4.1 % sind in den Händen der Mitarbeiter. Uber investiert zugleich 225 Mio. US$ in das Gemeinschaftsunternehmen, der russische Taxidienst steuert nochmal 100 Mio. US$ hinzu. Diese Ungleichgewicht gibt preis, dass Yandex der größere Anbieter in Russland ist und Uber es nicht geschafft hat, den lokalen Konkurrenten zu überholen. Aus den von Yandex veröffentlichten Zahlen wird klar, dass das Unternehmen mehr als doppelt so viele Fahrten im Jahr 2017 plant, als der amerikanische Ex-Konkurrent.

Gemeinschaftsplattform mit 35 Mio. Fahrten pro Jahr

Das kombinierte Unternehmen soll mehr als 35 Mio. Fahrten pro Monat durchführen. Das Geschäftsgebiet des neuen Unternehmens umfasst 127 Städte in sechs Ländern. Die Unternehmensführung nach dem Zusammenschluss übernimmt der Yandex Taxi CEO Tigran Khudaverdyan. Nach dem Abschluss der Transaktion können die Nutzer über beide Apps ein Fahrzeug bestellen. Die Fahrer werden aber auf einer Plattform zusammengefasst und nutzen auch nur eine App.

Nach China die zweite Abgabe für Uber

Uber gibt mit der Transaktion den zweiten Markt an einen Konkurrenten ab. Im letzten Jahr hat sich Uber operativ aus China verabschiedet, indem das Geschäft an den lokalen Anbiete Didi Chuxing für einen hohen Milliardenvertrag verkauft. Uber möchte mit dem Zusammenschluss die eigene Bilanz aufbessern. Das Unternehmen scheint auch die Strategie zu verfolgen, Märkte abzugeben, bei dem eine Alleinherrschaft oder Marktführerschaft als unwahrscheinlich sein wird.

Gestartet als Suchmaschine

Yandex ist besser bekannt als das russische Google, seit Jahren betreibt das Unternehmen aber auch eine Taxi-App. Vor kurzem wurden auch Informationen über die Pläne des Unternehmens mit selbstfahrenden Autos bekannt. Yandex betreibt ein eigenen Forschungsprogramm, um die Technologien für vollautomatisierte Fahrzeug zu entwickeln. Uber ist seit ein paar Jahren in Russland aktiv und musste sich im letzten Jahr gegen ein drohendes Verbot wehren. Letztendlich wurde Uber dazu verpflichtet, nur noch lizenzierte Taxi- und Limousinenfahrer einzusetzen.

Bild: Yandex (alle Rechte vorbehalten)