Archiv der Kategorie: Ridesharing

Zirx startet als Stratim neu und bietet Services für Mobility Anbieter

Im vergangenen Jahr mussten amerikanische Valid Parking Dienste aufgeben, da das Geschäftsmodell nicht nachhaltig war. Neben dem Startup Luxe hat es unter anderem auch das Unternehmen Zirx erwischt. Luxe wurde in der Zwischenzeit von Volvo übernommen und Zirx startet als Stratim neu durch. Stratim bietet eine Plattform für Mobility Plattformen, mit der sie ihre Fahrzeuge managen können.

Zusammenarbeit mit Mobility Unternehmen

Stratim scheint gut angenommen zu werden, in den vergangenen Monaten hat das Startup mit 50 Unternehmen zusammengearbeitet. BMW, Ford oder General Motors haben die Dienste des Unternehmens genutzt, um die Carsharing und Shuttle Flotten zu warten und zu tanken.

Die Plattform will eine technische Lösung bieten, mit der die Flottenbetreiber die Fahrzeuge optimal warten und pflegen können, um so Kosten zu reduzieren und Effizienz zu steigern.

Technologie verwertet

Um den neuen Dienst anbieten zu können, verwertet Stratim die Reste von Zirx. Schon damals wurden Fahrzeuge getrackt und Extradienstleistungen, wie Wagenwäsche, Reparaturen und Auftanken angeboten. Die Technologie und Dienste werden jetzt Unternehmenskunden wie Carsharing-Anbietern und Shuttle-Diensten angeboten, damit sie ihre Flotten mobil halten können.

Der Shuttle Dienst Chariot nutzt Stratim zum Beispiel für das Auftanken der Fahrzeuge. Ford kann über den Marktplatz von Stratim anfordern, dass die Shuttle Fahrzeuge aufgetankt werden. Am Folgetag kommt dann ein Tankfahrzeug eines angeschlossenen Unternehmens vorbei und tankt die Chariot Busse. Über das Dashboard kann Ford dann tracken, wie viel Benzin die Fahrzeuge verbrauchen und wie hoch die Kosten dafür ausfallen. Mit dem Marktplatz wird auch die Transparenz bei Wartungsarbeiten und Reparaturen erhöht.

Die Mobility-Anbieter zahlen keine monatliche Gebühr, sondern nur bei Nutzung der Stratim Dienste. Für das Unternehmen scheint es sich zu lohnen, im ersten Quartal 2019 will man profitabel sein. Die Dienste werden in 20 Städten in den USA angeboten und die Nachfrage ist um das zehnfache gestiegen.

Steigender Bedarf in den nächsten Jahren

Der Bedarf an Diensten um Fahrzeugflotten mobil zu halten, wird in den kommenden Jahren steigen. Die Zahl der Carsharing und Shuttle Dienst Anbieter steigt und die Fahrzeuge müssen in einem guten Zustand gehalten werden. Auch autonome Autos, die in den kommenden Jahren auf den Fahrdienst-Plattformen eingesetzt werden, müssen in Schuss gehalten werden.

Bild: Stratim (alle Rechte vorbehalten)

Uber kauft 24.000 selbstfahrende Autos von Volvo

Die Ride-Sharing Plattform Uber hat sich mit dem Automobilhersteller Volvo darauf geeinigt, dass 24.000 selbstfahrende Autos vom Typ XC90 SUVs gekauft werden. Der Deal zeigt, dass Uber auch unter dem neuen CEO Dara Khosrowshahi auf autonome Fahrzeuge setzt, auch wenn die Entwicklung erstmal teuer ist. Die Autos sollen zwischen 2019 und 2021 ausgeliefert werden.

Listenpreis von fast 100 Mio. Euro

Geht man nach dem Listenpreis für einen XC90 in den USA, dann hat der Deal einen Wert in Höhe von fast 100 Mio. Euro. Es ist davon auszugehen, dass Uber einen hohen Nachlass auf die Fahrzeuge erhalten wird. Für Volvo dürfte die Kooperation auch ein Leuchtturm-Projekt sein, mit dem sich der Automobilhersteller als Zulieferer für Ride-Sharing Plattformen positionieren möchte.

Volvo liefert Fahrzeuge, Uber verbaut Software und Sensoren

Volvo liefert die Fahrzeuge an Uber, die dann von der Fahrdienst-Plattform mit Sensoren und Software ausgestattet werden, damit die SUVs autonom unterwegs sein können. Ein ähnliches Vorgehen wurde auch für den Test in Pittsburgh vereinbart, wo Uber seit dem letzten Jahr eine kleine Flotte an 100 Fahrzeugen in Einsatz hat. Auch da kamen die Fahrzeuge von Volvo und Sensoren und Software von Uber.

Kooperation mit mehreren Automobilherstellern

Uber will mit mehreren Herstellern zusammenarbeiten. Neben Volvo wurde auch mit dem Daimler-Konzern eine Vereinbarung unterzeichnet. Daimler will eine Flotte an selbstfahrenden Autos zu einem späteren Zeitpunkt auf der Mobility Plattform einsetzen.

Autonome Autos werden in Zukunft eine wichtige Rolle für Ride-Sharing Plattformen einnehmen. Da die Fahrzeuge ohne Fahrer auskommen werden, lassen sich enorme Kosten einsparen. Die Fahrer sind im Moment der größte Kostenfaktor für die on-demand Taxi Dienste. Im Vergleich zu den 2 Mio. Fahrern, die heute auf der Plattform registriert sind, ist die Zahl an 24.000 autonomen Autos ein kleiner Bruchteil. Daran ist auch zusehen, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis die menschlichen Fahrer weitestgehend ersetzt werden.

Lyft, die zweite große Plattform in den USA, setzt bei dem Thema selbstfahrende Autos mehr auf Kooperationen, obwohl ein internes Team auch an dem Themen-Komplex arbeitet. Unter anderm sollen autonome Fahrzeuge von NoTonomy, Jaguar oder Waymo zum Einsatz kommen. Auch Lyft Anteilseigner General Motors stand mal im Raum, selbstfahrende Autos für Lyft zu liefern. Das Verhältnis zwischen dem Automobilhersteller und der Ride-Sharing Plattform scheint aber zerrüttet zu sein.

Bild: Volvo (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing baut in China eigene Ladeinfrastruktur auf

Die Ride-Sharing und Mobility Plattform Didi Chuxing aus China hat angekündigt, dass das Unternehmen eine eigene Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufbauen wird. In einem Joint Venture soll ein Netz entstehen, das von den Didi Fahrern genug werden kann aber auch öffentlich zugänglich sein wird. Um die Luftverschmutzung zu bekämpfen, setzt China in den kommenden Jahren stark auf Elektromobilität, dafür ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig.

UN und GEIDCO als Partner für Ladeinfrastruktur

Partner für den Aufbau des Netzwerks wird die Organisation Global Energy Interconnection Development and Cooperation Organization (GEIDCO) sein. Die GEIDCO arbeitet eng mit der UN zusammen, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen.

Eine Millionen Elektrofahrzeuge bis 2020

Didi bezeichnet sich als weltweit größte online Mobility-Plattform, mit mehr als 450 Mio. Nutzern und 21 Mio. Fahrern. Eine Gruppe von mehr als 260.000 Fahrern ist bereits mit Elektrofahrzeugen unterwegs. Damit hat die Plattform schon heute das größte Netzwerk an Elektrofahrzeugen. Auf der Didi Plattform sind unterschiedliche Fahrzeugtypen unterwegs, Elektrobusse, Limousinen mit Elektroantrieb oder Minibusse mit E-Antrieb befördern die Fahrgäste. Bis 2020 will Didi dafür sorgen, dass die Zahl der Elektrofahrzeuge auf der Plattform auf mehr als eine Millionen Fahrzeuge ansteigt.

China führend bei Anzahl der Elektrofahrzeuge

Insgesamt sind heute auf den Straßen in China etwa zwei Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs, Tendenz stark wachsend. Der Internationalen Energy Agency (IEA) zufolge, wurden im letzten Jahr 750.000 Elektroautos weltweit verkauft, das ist ein Anstieg von etwa 35% im Vergleich zum Jahr 2015. Im Jahr 2015 wurden weltweit 547.220 Elektrofahrzeuge verkauft. China hat die USA bei der Zahl der Elektroautos überholt. Insgesamt gingen 40% der weltweit verkaufen Elektrofahrzeuge gingen nach China, die USA kommt auf etwa 20%.

Bei Didi geht man zurecht davon aus, dass Fahrzeug mit alternativen Antrieben die Zukunft von Mobilität und Transport sind. Ridesharing wird ein Schlüsselfaktor sein, um Fahrzeugen mit E-Antrieb den Durchbruch auf der Straße zu ermöglichen.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing: Lyft expandiert nach Kanada

Bisher war der Ride-Sharing Dienst Lyft nur in den USA aktiv, ab Dezember wird das Geschichte sein. Die Fahrdienst-Plattform startet in Toronto, der größten kanadischen Stadt. Werden weitere Länder folgen?

Die Nutzer in Toronto und angrenzenden Bezirken werden am Dezember die Möglichkeit haben, unterschiedliche Lyft Dienste zu ordern. Lyft wird die Dienste Lyft Plus, Lyft Lux, Lyft Lux SUV, Lyft Premiere und den Standard Lyft Service nach Toronto bringen.

Fahrer können sich schon jetzt für den Ride-Sharing Dienst anmelden 

Um eine Flotte zu haben, die groß genug ist, um die Nachfrage abdecken zu können, startet das Ride-Sharing Unternehmen schon jetzt damit, Fahrer zu suchen. Wie viel Lyft den Fahrern zahlen wird, ist nicht bekannt. Auch die Fahrpreise für die Kunden wurden noch nicht kommuniziert. Nach dem letzten Milliarden-Investment durch die Google-Mutter Alphabet wird das Ride-Sharing Unternehmen aber aggressiv in den Markt starten und hohe Bonus-Zahlungen für Fahrer und Discounts für Nutzer gewähren.

In Toronto trifft Lyft auf den größten Wettbewerber Uber, der schon seit fünf Jahren in der kanadischen Stadt aktiv ist. Das von myTaxi übernommene Hailo war ebenfalls in Toronto aktiv, hat sich aber komplett aus Nordamerika zurückgezogen.

Folgt die Expansion nach Europa? 

Lyft könnte mit dem Start in Kanada die Segel in Richtung globale Expansion setzen. In den USA wird der Service schon flächendeckend angeboten. Etwa 94% der US Bürger sind in der Lage, den Dienst zu nutzen. Die hohe Flächendeckung wurde durch eine aggressive nationale Expansion in den letzten Monaten erreicht. Die Ride-Sharing Plattform wird wie Uber schnell wachsen wollen. In den USA wird das Unternehmen an Grenzen stoßen, deswegen wird die globale Expansion ein geeigneter Schritt für Lyft sein, um das Wachstum hoch zu halten. In der Vergangenheit hat es schon mehrmals Gerüchte gegeben, dass das Unternehmen auch nach Europa kommen will. Städte wie Paris oder London wären hier am attraktivsten.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Navya stellt sein selbstfahrendes Taxi vor

As französische Startup Navya, das autonome Fahrzeuge entwickelt, hat in Paris ein neues Modell vorgestellt. Das Fahrzeug mit dem Namen Autonom Cab ist ein selbstfahrendes Taxi auf Level 4.

Ohne Lenkrad und Pedale

Da das Roboter-Taxi für Level 4 ausgelegt ist, wurden weder Lenkrad noch Pedale verbaut. Das Fahrzeug kann sich komplett ohne Fahrer fortbewegen. Der Innenraum ist so aufgebaut, dass sechs Fahrgäste darin Platz finden. Die beiden Sitzreihen sind bei dem vorgestellten Modell gegenüber abgeordnet. Ein Set an Radar-Sensoren, Lidar-Sensoren und Kameras sorgt dafür, dass die Fahrzeuge autonom navigieren können.

Navya will Autos an Ridesharing Plattformen verkaufen

Navya hat die Fahrzeuge in den letzten Monaten in Paris getestet. In einem nächsten Schritt werden Kunden gesucht, die die Fahrzeuge kaufen und einsetzen wollen. Damit scheint das französische Unternehmen einen Schritt von Waymo zu sein. Die Alphabet Tochter hat kürzlich verlauten lassen, dass selbstfahrenden Autos ohne Fahrer eingesetzt werden sollen. Waymo will selber einen Ridesharing Dienst anbieten, Navya sieht sich als Fahrzeuglieferant für Betreiber von Ridesharing Plattformen.

Autonom Cab im Straßenverkehr in Paris

Bisher hat Navya autonome Shuttle Busse entwickelt und produziert, die unter anderem am Flughafen in Frankfurt eingesetzt werden. Die Fahrzeuge wurden genutzt, um die Technologien für autonomes Fahren zu erproben. Das Unternehmen wird von Partnern, wie Keolis oder Valeo unterstützt. Ähnliche Fahrzeuge wurden unter anderem von Local Motors entwickelt und in Berlin eingesetzt.

Selbstfahrendes Taxi als Zukunft der Mobilität

Ein selbstfahrendes Taxi und andere autonome Fahrzeuge werden die Mobilität der Zukunft definieren. Durch den Einsatz der Roboter-Taxen sind günstigere Mobilitätsangebote möglich. Außerdem wird dadurch die Zahl der Fahrzeuge reduziert. Als Folge wird sich die Luft in Städten verbessern und die Staubelastung merklich zurück gehen.

Bild: Navya (alle Rechte vorbehalten)

Mobilitätsgarantie mit Ride- und Carsharing: Free2Move und Uber kooperieren in Berlin und München

Mit einer Kooperation von Uber und dem Carsharing Aggregator Free2Move wachsen Ride-Sharing und Carsharing weiter zusammen. Die beiden Unternehmen haben eine Zusammenarbeit vereinbart, die in Berlin und München getestet wird. Bei Erfolg sollen weitere Städte in Europa und den USA hinzukommen.

Uber als Alternative in Stoßzeiten

Auch wenn Carsharing in Deutschland stetig wächst, gibt es gerad zu Stoßzeiten in den Innenstädten noch Versorgungslücken. Wer kennt das Szenario nicht: Um zu einer Verabredung zu kommen, möchte man ein Auto oder einen E-Scooter eines Sharing-Anbieters nutzen. Kurz bevor es losgehen soll, wird die App auf dem Smartphone geöffnet und mit Entsetzen stellt man fest, dass kein passendes Fahrzeug im näheren Umkreis verfügbar ist. Genervt greift man auf den ÖPNV oder das Taxi zurück.

Link zu Uber wird in Free2Move App integriert

Für das beschriebene Szenario will jetzt das von der PSA Group übernommene Free2Move eine Lösung anbieten. Durch den Zugriff auf mehrere Anbieter ist das Risiko bei Free2Move zwar deutlich geringer, aber ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass kein Fahrzeug verfügbar ist. Nun geht das Unternehmen den konsequenten nächsten Schritt und addiert einen weiteren wichtigen Baustein zu seinem Werkzeugkasten: Ride-Sharing in Kooperation mit dem Vermittlungsdienst Uber. Immer wenn der User kein passendes Carsharing Fahrzeug in seiner Umgebung finden kann, bekommt er einen Button auf der Oberfläche angezeigt, mit dem er ein von Uber vermitteltes Fahrzeug rufen kann. Das bringt ihn in gewohnter Uber-Qualität an seinen Zielort.

Carsharing und Ride-Sharing werden verschmelzen

Die Kooperation der beiden innovativen Mobilitätsanbieter ist für die Nutzer eine gute Nachricht. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man auch ohne eigenes Auto stressfrei, günstig und sicher ans Ziel kommt. In den kommenden Jahren werden die Carsharing und Ride-Sharing Dienste zu einem Angebot verschmelzen. Die Serienreife von autonomen Autos wird dazu führen, dass Carsharing in Ridesharing-Angeboten aufgehen werden.

Bild: PSA Group (alle Rechte vorbehalten)

SoftBank Milliarden könnten auch an Lyft gehen

Der Japanische VC SoftBank hat durch den Vision Fond eine Investmentsumme von 100 Milliarden US Dollar zur Verfügung. Einen Teil davon möchte SoftBank gerne in den Fahrdienst Uber stecken. Die Verhandlungen zwischen Uber und SoftBank sind ins Stocken geraten, um jetzt den Druck zu erhöhen, erwägt SoftBank eine Beteiligung an dem Uber Konkurrenten Lyft.

Konditionen für Investment entscheidend

SoftBank hat auf einer Pressekonferenz angedeutet, dass die Milliarden US Dollar auch in den Konkurrenten Lyft fließen können. Die Entscheidung hängt letztendlich vom Preis und den Konditionen ab. SoftBank würde nur in Uber investieren, wenn es zu einer niedrigeren Bewertung investieren kann, als die 70 Milliarden US Dollar, die im Moment im Raum stehen. Außerdem will der VC genügend Sitze im Verwaltungsrat erhalten, um Entscheidungen beeinflussen zu können. Dagegen wehrt sich der Uber Gründer und ehemalige CEO Travis Kalanick.

Uber rechnet mit Investment durch SoftBank

Bei Uber geht man davon aus, dass das Investment von SoftBank kommen wird. In einem ersten öffentlichen Interview verbreitete der neue Uber CEO Dara Khosrowshahi Optimismus, dass es zu einem erfolgreichen Investment kommen wird. Die Verhandlungen über Preis, Sitze im Verwaltungsrat und Stimmen dauern nur länger als geplant.

Lyft will die Schwäche von Uber nutzten

Der Konkurrent Lyft würde zu den SoftBank Milliarden nicht nein sagen. Das Unternehmen liefert sich in den USA einen Preiskampf mit Uber, was dazu führt, dass beide Anbieter in den USA nicht profitabel arbeiten können. Die zweitgrößte Ridesharing Plattform hat erst kürzlich ein Milliardeninvestment von der Google Mutter Alphabet erhalten. Insgesamt wurde eine Milliarde US Dollar investiert, dabei lag die Bewertung bei 10 Milliarden US Dollar.

Lyft will die aktuellen Skandale von Uber für sich nutzen, um schneller wachsen zu können. Durch die unterschiedlichen Skandale bei dem Konkurrenten konnte Lyft einen Zuwachs an Fahrten von mehr als 30% im ersten Quartal verzeichnen.

Bild: Yumi Kimura (bestimmte Rechte vorbehalten)

Testphase erfolgreich beendet: myBUS steht ab sofort für alle Fahrgäste zur Verfügung

Seit Freitag, 27. Oktober, geht die Duisburger Verkehrsgesellschaft AG (DVG) mit ihrem innovativen Mobilitätsprojekt myBUS offiziell in die dreijährige Pilotphase. Jeder Fahrgast kann die nachfrageorientierten Kleinbusse dann über die myBUS-App buchen. Zuvor hatte es eine kostenlose vierwöchige Testphase für einen begrenzten Nutzerkreis gegeben: Mehr als 1.000 Fahrgäste konnten sich in dieser Zeit von dem neuen Angebot überzeugen. 

„Die Resonanz der myBUS-Fahrgäste ist durchweg positiv“, sagt Birgit Adler, Projektleiterin myBUS und Bereichsleiterin Betrieb und Markt bei der DVG. „Die von door2door bereitgestellte Software funktioniert sehr gut und wir freuen uns, den On-Demand-Service nun allen Fahrgästen zur Verfügung stellen zu können.“ Das Berliner Startup door2door hat die Mobilitäts-Plattform als technische Grundlage für myBUS entwickelt.
 
Da nicht nur die Buchung, sondern auch der Bezahlvorgang vollständig über die myBUS-App erfolgt, müssen sich Fahrgäste einmalig bei Handyticket Deutschland registrieren. Wer dort bereits Kunde ist, kann sich sofort in der myBUS-App anmelden. Die entsprechenden Schritte für die einmalige Registrierung werden innerhalb der App erklärt. Die myBUS-Fahrzeuge sind freitags und samstags von 19 bis 4 Uhr und sonntags von 10 bis 19 Uhr im Bereich der Innenstadt, in Duissern, Neudorf und am Innenhafen unterwegs. Der Fahrpreis richtet sich nach den Tarifbestimmungen des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR). Demnach beträgt der Ticketpreis 3,20 Euro, Zeitkarteninhaber wie zum Beispiel Abokunden der DVG und Kinder fahren ermäßigt für 2,50 Euro.
 

Wie funktioniert myBUS?

Die Buchung der myBUS-Fahrzeuge erfolgt über die myBUS-App, die für die gängigen iOS- und Android-Betriebssysteme in den jeweiligen Stores kostenlos zum Download bereit steht. Per Smartphone können Kunden ihre Fahrtwünsche unter Angabe des Start- und Zielpunktes angeben. Die Routen für die Busse werden von einem Algorithmus in Echtzeit entsprechend der jeweiligen Nachfrage berechnet. So teilen sich Fahrgäste mit myBUS gemeinsame Fahrten und werden von ihren individuellen Standorten zum gewünschten Ziel gebracht. Bereits die Anfahrt des Busses lässt sich in Echtzeit verfolgen, die Fahrzeuge sind durch den myBUS-Schriftzug und durch die auffälligen, roten Diagonalflächen gut erkennbar. Sowohl die Buchung des Busses als auch die Bezahlung des Tickets erfolgt ausschließlich per App.

Bild: DVG Duisburg 

Text: Pressemitteilung Door2door 

Autonomes Fahren: Delphi übernimmt nuTonomy

Die Delphi Automotive PLC (NYSE: DLPH) gab heute bekannt, dass sie eine Vereinbarung zur Übernahme von nuTonomy Inc. zu einem Kaufpreis von 400 Mio. US-$ und Earn-Outs von ca. 50 Mio. US-$ unterzeichnet hat.  Durch diese Übernahme kommt das führende Startup und der führende Tier1-Zulieferer für das Thema autonomes Fahren (Autonomous Driving, „AD“) unter ein Dach. Das beschleunigt die Kommerzialisierung von Lösungen für das autonome Fahren und Mobility-on-Demand durch Delphi für Autohersteller und andere Mobilitätsanbieter auf der ganzen Welt.

nuTonomy wurde 2013 von Dr. Karl Iagnemma und Dr. Emilio Frazzoli gegründet und kürzlich vom World Economic Forum zum Technologiepionier ernannt. nuTonomy entwickelt eine proprietäre, komplette Softwarelösung für den globalen Markt für Mobility-on-demand. Das Unternehmen wird mehr als 100 Mitarbeiter, davon 70 Ingenieure und Wissenschaftler, zu Delphis  bereits 100 Mann starkem AD-Team beisteuern, und Delphi gleichzeitig Zugang zu Neukunden und Märkten im gerade entstehenden Mobilitätsraum verschaffen.

„Wir freuen uns, Karl, Emilio und ihr hochkarätiges Team bei Delphi willkommen zu heißen”, sagte Delphis President und CEO Kevin Clark. Die Verbindung der AD-Teams von nuTonomy und Ottomatika, kombiniert mit dem branchenweit führenden Delphi-Produktportfolio rund um  Sensorik, Umfelderkennung und Lösungen für smarte Fahrzeugarchitekturen verbessert weiter unsere Wettbewerbs­position als führender Anbieter von Automated Driving Technologien und Mobilitätslösungen. Diese Transaktion dokumentiert einmal mehr, dass unser wichtigstes strategisches Ziel darin besteht, die leistungsfähigsten und sichersten AD-Systeme auf dem Markt zu entwickeln, zu implementieren und zu vermarkten.“

Nach Abschluss der Transaktion wird Delphi über AD-Einheiten in Boston, Pittsburgh, Singapur, Santa Monica und im Silicon Valley verfügen. nuTonomy wird weiterhin in Boston ansässig bleiben, wo beide Unternehmen derzeit Pilotprogramme zur autonomen Mobilität durchführen. Durch die Verbindung der Aktivitäten mit nuTonomy in Boston, Singapur und anderen Pilotstädten rund um den Globus  wird Delphi bis zum Jahresende 60 autonome Fahrzeuge auf drei Kontinenten im Straßeneinsatz haben, mit dem Ziel, die weltweite Flotte und die technologische Entwicklung noch weiter auszubauen.

„Es war von Anfang an unsere Mission,  den Verkehr auf der ganzen Welt sicherer, effizienter und zugänglicher zu machen“, erklärte der Mitgründer und CEO von nuTonomy, Karl Iagnemma. “Die Bündelung unserer Kräfte mit Delphi, einem marktführenden Partner mit einer gleich lautenden Vision, bringt uns diesem Ziel einen Schritt näher. Gemeinsam wollen wir die zukünftigen Qualitätsstandards  für die Technologie rund um das autonome Fahren definieren.“

Die Übernahme von nuTonomy ist der jüngste Schritt in einer  Reihe von Investitionen, die Delphi mit dem Ziel tätigt, seine führende Position im Bereich neue Mobilität auszubauen. Dazu gehörten auch die Übernahmen des AD-Softwareunternehmens Ottomatika und der Datendienstleister Control-Tec und Movimento.

Die Übernahme unterliegt noch den üblichen Abschlussbedingungen und soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Bild: nuTonomy (alle Rechte vorbehalten)

ioki: Deutsche Bahn startet eigene Marke für on-demand Mobilität

Die Deutsche Bahn hat vor ein paar Tagen die neue Konzernmarke ioki präsentiert. Unter der neuen Sparte sollen innovative on-demand Mobility Services gestartet werden, den Anfang macht ein Dienst in Niederbayern. Ziel der Bahn ist es, autonomes Fahren und on-demand Mobilität in den öffentlichen Nahverkehr zu integrieren. Noch ist das Zukunftsmusik. Aber die Deutsche Bahn (DB) arbeitet daran, dass diese Zukunft in greifbare Nähe rückt.

Langfristig soll ioki ein autonomes und dynamisches Shuttle sein, das den öffentlichen Nahverkehr erweitert oder sogar ersetzt. In einem ersten Projekt kommt ein autonomes Shuttle Fahrzeug in Bad Birnbach zum Einsatz, noch im Oktober soll es losgehen. Im kommenden Jahr ist ein Shuttle in Hamburg geplant. Dort will auch die Volkswagentochter Moia mit einem dynamischen Shuttle im nächsten Jahr starten. In Birnbach wird ein autonomes Shuttle zum Einsatz kommen, das aber immer einen Fahrer für Notfälle an Bord haben wird. Das Fahrzeug wird eine überschaubare Strecke von 600 Metern zurücklegen. In Hamburg wird ein fahrerbasierter Service gestartet, der an den ÖPNV angebunden wird. Dieser folgt dem Ridesharing-Prinzip, das heißt mehrere Fahrgäste teilen sich ein Fahrzeug, das digital per Smartphone-App buchbar ist. Zudem bekommt Hamburg auch ein Testfeld mit Bahnhofsanschluss für autonom verkehrende Elektrobusse.

Die Bahn will unter der Marke ioki eigene Services starten, sieht sich aber auch als Technologieanbieter für Städte und Gemeinden, die ihren eigenen on-demand Dienst starten wollen. Der ländliche Raum soll dabei auch nicht vernachlässigt werden. Gerade in ländlichen Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte besteht großes Potential mit On-Demand-Lösungen den Öffentlichen Verkehr nachhaltiger und effizienter zu gestalten und individuelle Mobilität ohne eigenes Auto zu ermöglichen.

Das Projekt baut auf den Erfahrungen auf, die die Deutsche Bahn mit den autonomen Shuttles in Berlin und Leipzig gesammelt hat. Interessant ist, dass die DB einen eigenen dynamischen Shuttle entwickelt, obwohl der Konzern an dem Startup CleverShuttle beteiligt ist. CleverShuttle bietet in Städten wie Berlin, Leipzig oder Hamburg einen Ride-Pooling Dienst mit Elektro- oder Wasserstoff-Fahrzeugen an und ist auf Expansionskurs.

Bild: Deutsche Bahn (alle Rechte vorbehalten)