Archiv der Kategorie: Ridesharing

Nachrichtenübersicht: Lyft mit bester Woche, MyTaxi scheint Druck durch Uber zu spüren, MyDriver darf nicht mit Taxi werben, Ebay testet Same Day Delivery

Kurze Zusammenfassung aktueller Meldungen aus dem Transport und Mobilitäts-Bereich: Lyft hat in der Woche nach dem PR Desaster von Uber so viele Fahrten wie noch nie abgeschlossen. Außerdem versucht MyTaxi mit einer Marketing-Aktion gegen Uber in Hamburg anzutreten und MyDriver wurde es verboten, mit dem Begriff Taxi bei Google zu werben.

MyTaxi übernimmt in Hamburg 50% der Taxikosten

Das vor kurzem von Daimler übernommene Unternehmen MyTaxi startet am 1. Dezember eine Marketingaktion, die bis zum 24. Dezember andauert. Für alle Fahrten, die in dem Zeitraum in Hamburg über die App gebucht und auch durchgeführt werden, übernimmt MyTaxi 50% des Fahrpreises. Voraussetzung ist, dass die Taxifahrt auch über die MyTaxi-App bezahlt wird.

Einerseits möchte MyTaxi dadurch mehr Kunden dazu bewegen, gleich mit der App zu bezahlen, auf der anderen Seite scheint das Unternehmen den Druck von Uber zu spüren. Die amerikanische Konkurrenz ist vor ein paar Wochen mit einem Taxiservice gestartet und hat seinen Kunden 20% des Fahrpreises erstattet. Ausserdem bietet das Unternehmen in Hamburg einen Fahrservice mit Privatfahrern an, dafür werden für die Kunden nur 35 Cent pro Kilometer fällig. Das entspricht einer Ersparnis gegenüber dem Taxi von teilweise 80% und mehr. MyTaxi scheint sich durch die Übernahme von Daimler diese Marketing-Aktion leisten zu können. (via Hamburger Abendblatt)

MyDriver darf nicht mit Begriff Taxi bei Google werben

Die Taxivereinigung Frankfurt, die auch schon gegen Uber geklagt hat, hat den deutschen Vermittler von Limousinenfarhrten MyDriver verklagt und vor Gericht Recht bekommen. MyDriver hat bei Google mit dem Suchbegriff Taxi geworben, was die Taxivereinigung als unlauter fand. MyDriver hat mit dem Text “Taxi für Frankfurt buchen” geworben, obwohl kein Taxi sondern ein Fahrservice mit hochwertigen Limousinen und Chauffeur gebucht werden kann. Sollte sich das Tochterunternehmen der Sixt Autovermietung nicht daran halten, droht die Taxi-Vereinigung mit einem Ordnungsgeld oder sogar Ordnungshaft. Mit dem Slogan “MyDriver statt Taxi” darf das Unternehmen wohl weiter werben, im August hatte das Landgericht München dem Unternehmen in der Auseinandersetzung mit der Taxivereinigung Frankfurt recht gegeben und eine einstweilige Verfügung der Taxilobby abgelehnt. (via F.A.Z. und hr)

Ebay testet Same Day Delivery mit DHL

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft testet das Unternehmen Ebay die Zustellung am selben Tag. Um die verkaufte Ware noch am selben Tag zustellen zu können, wir mit dem Paketdienst DHL zusammen gearbeitet. Zuerst ist der Service nur in Berlin verfügbar, über andere Städte wurden noch keine Angaben gemacht.  Das Projekt wird erstmal bis Ende 2014 laufen. Die Ware muss vor 14 Uhr bestellt werden und wird für eine Gebühr von 5 Euro am selben Tag zwischen 20:00 und 22:00 Uhr zugestellt. Der Service gilt nur für Artikel von sechs ausgewählten Händlern, weitere sollen in den nächsten Wochen folgen. Interessant auch, dass das Pilotprojekt mit DHL gestartet wurde und nicht mit Startups, wie MyLorry, die sich auf Same Day Delivery spezialisiert haben. Ebay und DHL wollen mit dem Pilotprojekt Erfahrungen sammeln, wie das Angebot von Händlern und Kunden genutzt wird. (via Ebay)

Lyft mit Rekordzahlen an absolvierten Fahrten

Das Ridesharing Unternehmen Lyft, dessen größter Konkurrent Uber in letzter Zeit viel negative Presse auf Grund von Äußerungen einiger Manager bekommen hat, hat so viele Fahrten pro Woche wie noch nie absolviert. Demnach scheinen einige Kunden Uber zu meiden und zum Konkurrenten mit dem Rosa Schnauzbart zu wechseln. Wäre interessant zu wissen, ob Unternehmen wie Sidecar oder Flywheel ebenfalls einen stärkeren Zuwachs als sonst hatten. Bisher hat sich Lyft noch wenig PR-Kapital aus den Schwächen der Konkurrenz geschlagen, wahrscheinlich auch, weil es selber mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen hat und auch nicht sicherstellen kann, dass die gesammelten Kundeninformationen von Mitarbeitern missbraucht werden. (via VentureBeat)

Bild: Taxi von Moyan Brenn (via flickr), Lizenz: CC BY-ND 2.0

Kurznachrichten: Drivy startet in Deutschland, UberPop nur noch am Wochenende, car2go mit neuer App

Übersicht: In den letzten Tagen hat es wieder einige interessante Meldungen aus dem Mobilitätsbereich gegeben. Das amerikanische Unternehmen Uber reduziert die Verfügbarkeit von UberPop aufs Wochenende, car2go launcht eine neue Version der Smartphone App mit neuen Funktionen und Peer-to-Peer Marktplatz für Autovermietungen Drivy startet in Berlin.

Drivy startet in Berlin, weitere Städte folgen

Das französische Startup Drivy, das eine Plattform für die Vermietung von Fahrzeugen zwischen Privatpersonen anbietet, ist diese Woche in Berlin gestartet.

Das Unternehmen wurde bereits 2010 gegründet und hat in Frankreich bereits 350.000 Nutzer und 20.000 registrierte Fahrzeuge. Vor ein paar Wochen wurde eine neue Finanzierungsrunde für die bevorstehende Expansion verkündet.

Im Vergleich zum free-floating Carsharing, wie z.B. DriveNow, wird das Angebot von Drivy für längere Strecken, bzw. eine längere Mietdauer genutzt. Laut Angaben des Startups beträgt die durchschnittliche Mietdauer 3-5 Tage. Das Einstellen von Fahrzeugen und die Nutzung der Plattform ist kostenlos, Kosten entstehen erst, wenn ein Mietvertrag zwischen Fahrzeugbesitzer und Mieter zustande kommt. Drivy behält 30% der Umsätze, 70% gehen an den Autobesitzer. Von den 30% Provision wird auch eine Ad-hoc Versicherung bezahlt, damit die Vermietung abgedeckt ist. Drivy arbeitet hier mit der Allianz zusammen. Anfang 2015 sollen weitere deutsche Städte hinzu kommen. Konkurrenten in Deutschland sind unter anderem Tamyca oder Autonetzer, die ähnlich lange aktiv sind. (via Drivy.de)

Uber reduziert Verfügbarkeit von UberPOP aufs Wochenende

Weiterer Rückschlag für Uber, demnächst kann der Ridesharing-Service UberPOP nur noch am Wochenende von Freitag 18 Uhr bis Sonntag 18 Uhr in Berlin und Düsseldorf gebucht werden. Unter der Woche ist der Service nicht oder nur eingeschränkt verfügbar. Laut Aussagen von Fahrern wurden alle sie alle zu einer Versammlung einbestellt, um über die Veränderungen zu sprechen. Angeblich wurde als Begründung für den Schritt, die zu hohen Kosten für die Subvention der Fahrer genannt. Uber sieht wohl, dass die Nachfrage unter der Woche nicht so hoch ist und möchte sich die Subvention für die Fahrer ohne Fahrten sparen. Der Fahrpreis wurde nach den rechtlichen Auseinandersetzungen auf 35 Cent pro Kilometer reduziert, deshalb ist eine Subventionierung der Fahrer nötig, um Fahrzeuge auf der Straße zu haben. Zuletzt wurden die stündlichen Umsätze der Fahrer wohl auf 10 € die Stunde aufgestockt. Uber argumentiert in einer Mail an die Kunden, dass die Nachfrage so gestiegen ist, dass sie nicht hinterherkommen, genügend Fahrer zum System hinzuzufügen. (via Bloomberg)

Car2go mit neuer App

Das Carsharing Unternehmen car2go aus dem Daimler-Konzern hat eine neue Version der Smartphone App veröffentlicht. Mit der aktuellen Version können Fahrzeuge auch per Smartphone geöffnet werden, die bisherige Kundenkarte oder ein Chip auf dem Führerschein ist somit nicht mehr nötig. Das Design wurde überarbeitet und die Bedienung ist intuitiver geworden. Bleibt abzuwarten, ob der App auch eine modernere Website folgt. Zuvor hat bereits der Konkurrent DriveNow eine überarbeitete App mit ähnlichen Features gelauncht. (via Geekwire)

Uber Zahlen geleakt

Auf Business Insider wurde vor kurzem Zahlen und Umsätze von Uber aus Dezember 2013 veröffentlicht. Setzt man das Verhältnis der Umsätze von Uber in London in der Silvesternacht mit den wöchentlichen Umsätzen in Vergleich, wurden etwa 35% der wöchentlichen Umsätze in der Silvesternacht eingefahren. Daraus kann man schließen, dass Uber in der Woche rund um Silvester 2013 ca. 10.000 € Umsatz in Berlin generiert hat, in München müssten es um die 20.000 € pro Woche gewesen sein. In Berlin dürfte das etwa 400 Fahrten pro Woche entsprechen und in München etwa 650 abgeschlossene Fahrten pro Woche.  (via Business Insider)

Bild: Stefan Wieland / Drivy.de (alle Rechte vorbehalten)

Taxi-App Flywheel sammelt weitere 12 Mio. US$ ein, um Taxis gegen Uber zu helfen

Flywheel, eine Art amerikanisches MyTaxi erhält weitere 12 Mio. US$ Finanzierung, außerdem übernimmt laut Forbes ein neuer CEO die Führung des Unternehmens.

Die Führung von Flywheel übernimmt in Zukunft Rakesh Mathur, der davor unter anderem Vice President by Amazon gewesen ist und weitere Unternehmen aufgebaut hat. Mit ihm kommen einige Top-Manager zum Unternehmen und 12 Mio. US$ an Finanzierung. Die Summe kommt nicht von ihm selber, sondern von den Investoren TCW/Craton, Rockport Capital und Shasta Ventures. Insgesamt hat FlyWheel bisher 35 Mio. US$ eingesammelt. Von dem Investor TCW/Craton wechselt ein bisheriger Partner als CFO zum Unternehmen, der neue CTO kommt von Humin.

Das eingesammelte Geld soll für die weitere Expansion genutzt werden, dabei fokussiert sich das Unternehmen ausschließlich auf den US Markt. Im Gegensatz zu Uber vermittelt das Unternehmen nicht Privatfahrer oder teurere Limousinenfahrten, sondern konzentriert sich ausschließlich auf Taxis. Der CEO von FlyWheel, Rakesh Mathur ist der Meinung, dass Unternehmen eine Chance gegen die beiden Riesen Uber und Lyft hat. Seine Begründung ist, dass das Transport-Business kein “the Winner takes it all” Markt ist, letztendlich kommt es darauf an, dass die Kunden ein Fahrzeug finden, wenn sie von A nach B kommen möchten. Wenn ein Kunde von A nach B möchte, ist seiner Meinung nach der Preis auch nicht ausschlaggebend und deshalb würde es genügend Kunden geben, die auch ein Taxi buchen würden, auch wenn es teurer als Lyft und Uber ist.

Bisher war das Startup unter anderem in San Francisco vertreten, dort setzen bereits 80% der Taxifahrer die App ein. Flywheel verlangt vom Taxifahrer 10% des Fahrpreises, der Kunde zahlt eine Gebühr von 1 US$ pro Fahrt. Die Bezahlung läuft wie bei den anderen Startups über die App. Zusätzlich zu San Francisco kann mit Flywheel in Los Angeles und Seattle ein Taxi über die App bestellt werden. Mathur will die Chance nutzen und das Unternehmen schnell skalieren.

 

#ubergate Shitstorm nach nicht akzeptablen Äußerungen (gegen)über Journalisten

Das Unternehmen Uber, das über eine Smartphone App taxiähnliche Beförderungsdienstleistungen mit Limousinen, Taxis und Privatfahrzeugen vermittelt, ist im Moment einem Shitstorm ausgesetzt. Auf der einen Seite sorgen nicht akzeptable Äußerungen eines hohen Uber Managers für Aufsehen. Auf der anderen Seite steht der General Manager von Uber in New York City in der Kritik, interne Tracking-Tools genutzt zu haben, um eine Journalistin zu verfolgen.

Im Dreck wühlen, um Journalisten zu schädigen

Ausgelöst wurde der auf Twitter mit dem Hashtag #ubgergate betitelte Shitstorm nach den Äußerungen von Emil Michael. Emil Michael ist aktuell Senior Vice President bei Uber und gehört somit zur obersten Führungsebene des Startups.

Emil Michael hat während eines Abendessen in dem New Yorker Hotel Waverly Inn die Idee geäußert, ein Team an “Opposite Researchers” zu engagieren, um ungemütliche Details aus dem Privatleben von Journalisten zu recherchieren, die sich gegenüber Uber kritisch äußern. Laut BuzzFeed hat er die Idee geäußert, einen Millionen-Betrag zu investieren, um vier hochkarätige Forscher und vier Journalisten einzustellen, die sich z.B. die Familien und das Privatleben von Journalisten genau ansehen und unangenehme Details in den Medien verbreiten. Kritische Journalisten sollen so ruhig gestellt werden.

Die Maßnahme hat er konkret mit der PandoDaily Herausgeberin Sarah Lacy in Verbindung gebracht, die sich schon mehrmals negativ über Uber in einigen Artikeln geäußert hat. Emil Michael hat sich bei Sarah Lacy entschuldigt und der Uber CEO Travis Kalanick hat sich auf Twitter von den Aussagen seines Managers distanziert. Michael soll nicht gefeuert werden, da Kalanick der Meinung ist, dass jeder der Fehler macht, daraus lernt. Das Mitarbeiter nicht gefeuert werden, ist wohl den oberen Management Ebenen vorbehalten, Mitarbeiter auf unteren Ebenen werden schneller mal ausgetauscht und genießen weniger Kredit.

Verfolgung von Uber-Fahrten einer Journalisten in New York

In den letzten Tagen hat sich auch eine Geschichte aus New York City an die Oberfläche gespült, die für viel negative Presse für Uber sorgt. Wie das online Magazin The Verge schreibt, soll der dortige General Manager Josh Mohrer die Journalistin Johana Bhuiyan mit dem internen Tracking-Tool mit dem überheblichen Namen “GodView” ohne deren Einverständnis verfolgt haben. Als sie zu einem Termin ins Büro von Uber New York kam, hat Josh Mohrer auf sie gewartet und zur Begrüßung gesagt, dass er sie verfolgt hat.

Mit dem Tracking Tool können die meisten Uber-Mitarbeiter Fahrzeuge und Fahrgäste, die bei Uber online sind, live verfolgen. Den Partnern wird eine abgespeckte Version zur Verfügung gestellt, auf der sie ihre Fahrer und den Status verfolgen können, aber keine Kundendaten sehen können.

godview für Partner von Uber
Uber GodView für Partner heißt Live View

Mohrer hat mit der Überwachung der Journalistin gegen Ubers Datenschutz Richtlinien verstoßen, die es den Mitarbeitern untersagen, die Fahrtverläufe der Kunden zu verfolgen.

Im letzten Jahr ist es noch möglich gewesen, dass alle Fahrten und die meisten Kundendaten für Uber-Mitarbeiter einsehbar gewesen sind. Es kann natürlich sein, dass diese Daten mittlerweile unter Verschluss sind und nur von ausgewählten Mitarbeitern einzusehen sind. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass ein General Manager wie Josh Mohrer keinen Zugriff darauf haben sollte. Während meiner Zeit bei Uber ist mir öfters zu hören gekommen, dass die Fahrtverläufe von einigen Kunden verfolgt und getrackt wurden. Besonders interessant waren Journalisten und Prominenten, die als solche erkannt wurden.

Für ein Unternehmen macht es Sinn, die Fahrer und Fahrgäste zu tracken, gerade im Anfangsstadium in neuen Städten. Dieses System dazu zu nutzen, Journalisten zu bedrohen und die Konkurrenz zu sabotieren, geht eindeutig zu weit.

Bild: IMG_3696 von TechCrunch (via flickr), Lizenz: CC BY 2.0

Kurznachrichten: Lyft adressiert Unternehmen, Uber will mit Spotify kooperieren, Blacklane bestätigt Finanzierung

In der letzten Woche hat es wieder einige Neuigkeiten aus dem Mobilitätsbereich gegeben. Blacklane hat Finanzierung bestätigt, Lyft adressiert mit “for Work” Programm Unternehmen und Uber steht vor einer Partnerschaft mit Spotify. Ausserdem wurde UberPool in Paris gestartet und ein Korridor für vernetztes Fahren zwischen Rotterdam und Wien wird eröffnet.

Lyft for Work für Unternehmen

Nach Uber adressiert auch das Ridesharing Startup Lyft Unternehmenskunden. Unternehmen, die sich für das Programm “Lyft for Work” anmelden, können ihren Mitarbeitern monatlich Guthaben für die Nutzung von Lyft einräumen und einfach abrechnen. Die Unternehmen können entscheiden, wie viel Guthaben jeden Mitarbeiter zur Verfügung hat. Außerdem können Abhol- und Zielorte vorgegeben werden, für die das Guthaben verwendet werden kann. Das kann z.B. die Büroadresse oder eine Event-Location sein. Uber hat bereits vor ein paar Wochen Uber for Business gestartet. (via Lyft Blog)

Blacklane bestätigt Finanzierung, PhoCusWrigh Gründer im Beirat

Die Plattform für Limousinenservices Blacklane hat am Anfang der Woche die Finanzierung bestätigt, über die vor ein paar Wochen schon im Handelsblatt berichtet wurde. Außerdem wurde verkündet, dass Philip C. Wolf in den Beirat des Unternehmens einzieht. Philip C. Wolf ist Gründer des Unternehmens PhoCusWright und gilt als Travel-Experte. Damit dürfte sich Blacklane stärker als bisher auf Reiseplattformen fokussieren. Als Investor konnte ein Fond des japanischen Unternehmens Recruit gewonnen werden, investiert wurde ein mittlerer Millionenbetrag und die Bewertung lag bei einem dreistelligen Betrag. (via Blacklane Pressemitteilung)

Uber will mit Musik-Streaming Dienst Spotify kooperieren

Das amerikanische Mobilitäts-Startup Uber steht vor einer Kooperation mit dem Musik-Streaming Dienst Uber. Schon vor mehr als einem Jahr hat Uber CEO Travis Kalanick von der Idee gesprochen, den Kunden die Möglichkeit zu geben, ihre persönliche Musik während einer mit Uber gebuchten Fahrt zu streamen, jetzt scheint es tatsächlich so weit zu sein. Am Montag soll die Kooperation während einer Konferenzschaltung genauer erläutert werden. Auf der Einladung, die in der linken oberen Ecke von Musik-Noten geziert wird, werden Travis Kalanick und ein “Special Partner Guest”  angekündigt. Die vom Kunden ausgewählte Musik soll über das Fahrer-Smartphone gestreamt werden. Die Fahrer wurden in den letzten Tagen schon befragt, ob ihre Fahrzeuge über einen Audio-Eingang verfügen, an dem das von Uber ausgehändigte Farer-Smartphone angeschlossen werden kann, um die Musik über die Fahrzeug-Boxen wiederzugeben. (via TechCrunch)

Versuche von Uber die Gemüter zu beruhigen

In Indien wurde bemängelt, dass die von Uber genutzte Funktion der Kreditkartenzahlung nicht zulässig ist, da bei jeder Fahrt keine Verifizierung in zwei Schritten stattfindet, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Dem Unternehmen wurden ein paar Wochen Zeit eingeräumt, um die Bezahlmethoden anzupassen. Uber reagiert jetzt darauf mit der Integration von einem Prepaid Dienst mit dem Namen Paytm. Nutzer in Indien müssen jetzt, bevor sie ein Uber buchen, Geld auf das Paytm Wallet laden. Bei jeder Aufladung findet eine Authentifizierung in zwei Schritten statt. Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, oder einen negativen Stand aufweist, kann kein Fahrzeug bestellt werden. (via Quartz India)

In Paris wurde der Mitfarhservice UberPool gestartet. Bei UberPool können sich mehrere Fahrgäste, die auf einer ähnlichen Strecke unterwegs sind, ein Fahrzeug teilen. Dabei lassen sich die Fahrtkosten für die Nutzer drastisch reduzieren und Uber ist der Meinung, dass auch die Anzahl der Fahrzeuge reduziert werde kann. UberPool wird wahrscheinlich auch ein Versuch sein, die Gemüter in Frankreich zu beruhigen Vor kurzem wurde Uber zu einer Geldstrafe von 100.000 € verurteilt, da Service UberPop fälschlicherweise als Mitfahrzentrale deklariert wurde. (via RudeBaguette & Wall Street Journal)

Teststrecke für vernetztes Fahren

Im nächsten Jahr soll zwischen Rotterdam und Wien eine Teststrecke eröffnet werden, auf der das vernetzte Fahrern weiter erforscht und getestet werden soll. Fahrzeuge werden mit spezieller Technik ausgestattet, die mit der W-Lan Technologie vergleichbar ist, um untereinander und mit der Infrastruktur kommunizieren zu können. Das vernetzte Fahrern gilt auch als wichtige Grundlage für das autonome Fahrern ohne Fahrer. Die Teststrecke ist etwa 1300 km lang und führt von Rotterdam über Frankfurt nach Wien. (via Spiegel Online)

Bild: Mobility 2.0 von Joel Müller (via flickr). Lizenz: CC BY 2.0

Nachrichten Übersicht: Lyft CEO sollte ausgetauscht werden, DeinBus ist insolvent, ADAC steig aus, Uber sucht weitere Milliarde

In den letzten Tagen sind wieder einige Nachrichten aus dem Mobilitätsbereich bekannt geworden. In einer Gerichtsverhandlung wird ausgesagt, dass der bisherige CEO von Fahrservice Lyft ausgetauscht werden sollte. Das Unternehmen hinter DeinBus.de ist insolvent, der ADAC steigt aus dem Fernbussegment aus und das Mobilitäts-Unternehmen Uber will eine weitere Finanzierung in Milliardenhöhe einsammeln.

DeinBus.de ist insolvent

Der Pionier im Fernbus-Markt DeinBus.de musste letzte Woche Insolvenz anmelden. Damit geht innerhalb von kurzer Zeit der zweite Anbieter auf dem Deutschen Markt pleite. Vor ein paar Wochen hat sich bereits City2City zurückgezogen. Als Gründe werden vom Insolvenzverwalter der herausfordernde Wettbewerb mit Kampfpreisen und eine drohende Überschuldung genannt. DeinBus ist in der Zeit gestartet, als die Bahn noch Monopol auf Fernverkehrsverbindungen hatte, damals war das Konzept noch als Mitfahrzentrale mit Bus ausgelegt. Wenn sich genügend Reisende für eine Strecke gefunden haben, wurde ein Bus organisiert. Nach der Lockerung des Fernverkehrs konnte DeinBus.de nicht richtig Fuß fassen, zuletzt lag der Anteil am deutschen Fernbusmarkt bei mageren 2%. Anders als FlixBus, MeinFernbus und co. konnte oder wollte das Unternehmen keine Investoren gewinnen. (via Wirtschaftswoche)

ADAC steigt beim Postbus aus

Auch der ADAC zieht sich noch im November aus dem Fernbusmarkt zurück und überlässt der Deutschen Post AG die Unternehmensanteile. Die Deutsche Post hat sofort bekundet, dass das Netz ausgebaut werden soll und dass sich für die Kunden nichts ändert. Schon vor einigen Wochen wurde über das Ende des ADAC Postbusses spekuliert, damals wurde mit einer Ausweitung des Netzes reagiert. Auch bei ADAC Postbus wird der Bahnstreik finanzielle Mittel in die Kasse gespült haben, auf lange Sicht wird es aber schwierig sein, mit den aktuellen niedrigen Preisen dauerhaft in die Gewinnzone zu fahren. (via Handelsblatt Online)

Lyft CEO sollte ausgetauscht werden

In der Auseinandersetzung zwischen Lyft und dem ehemaligen Lyft CEO Travis VanderZanden kommen neue Details ans Licht. VanderZanden ist zu Uber gewechselt und Lyft wirft ihm vor, dass er geheime Dokumente auf seinem privaten Computer gespeichert hat, um diese Uber zukommen zu lassen. Laut Aussage von VanderZanden war er im Gespräch, um CEO Logan Green zu ersetzen. Mit zwei Investoren, die auch Mitglieder im Lyft-Aufsichtsrat sind, wurde dieser Schritt diskutiert und auch Green war eingeweiht. Die beinen Vertreter der Investorenseite haben ihre Unterstützung für Green beteuert und abgestritten, dass es solche Pläne gab. (via Yahoo.com)

Uber soll weitere Milliarde einsammeln wollen

Obwohl Uber nach der Milliarden Finanzierungsrunde am Anfang des Jahres noch einiges an Cash übrig haben sollte, ist das Unternehmen auf der Suche nach einer weiteren Finanzierung in Milliardenhöhe. Was Uber mit der Finanzierung vor hat, bleibt abzuwarten, evtl. wird der Dauer-Rivale Lyft übernommen. Die neue Finanzierung könnte auch als Wandelanleihe ausgelegt sein, um keine weiteren Unternehmensanteile abgeben zu müssen. Als Bewertung sind 25 – 30 Milliarden US$ im Gespräch, in der letzten Runde im Juni 2014 wurde Uber mit etwa 17 Milliarden US$ bewertet. In Deutschland war das Unternehmen in den letzten Monate auf Grund der Auseinandersetzung mit dem Taxi-Gewerbe im Gespräch. (via re/code)

Bild: ADAC Postbus von calflier001 (via flickr), Lizenz: CC BY-SA 2.0

Kurznachrichten: Amazon testet Ridesharing Services für Same Day Delivery, Lyft verklagt ehemaligen COO, Fernbus-Preise bei Bahnstreik

Kurznachrichten: Spiegel Online hat im Minutentakt verfolgt, wie sich die Preise bei MeinFernbus verändert haben, nachdem Bahnstreik bekannt wurde, Amazon liefert via Taxi und Ridesharing und Lyft verklagt ehemaligen COO, der zu Uber gewechselt ist.

Same Day Zustellung via Taxi oder Uber

Amazon testet in San Francisco und Los Angeles die Zustellung von Bestellungen mittels Ridesharing Services bzw. Taxi Apps wie Uber und Flywheel. In verschiedenen Testläufen wurden Fahrzeuge über Flywheel und Uber bestellt, die Fahrzeuge wurden mit bis zu 10 Lieferungen für die selbe Postleitzahl beladen und es wurden bis zu 5 US$ pro Paket bezahlt, wenn die Lieferungen innerhalb einer Stunde zugestellt wurden. Laut WallStreetJournal entwickelt Amazon einen Algorithmus, der die unterschiedlichen Transportnetzwerke live vergleicht und die günstigste Alternative auswählt. In Deutschland hat bereits MediaMarkt/Saturn die Zustellung via Taxis getestet. (via ValleyWag)

Lyft verklagt ehemaligen COO

Lyft verklagt ehemaligen COO Travis VanderZanden, der zum Lyft-Konkurrenten Uber gewechselt ist und dort die  Internationale Expansion vorantreiben soll. VanderZanden wird vorgeworfen, dass er mehrere Tausend vertrauliche Dokumente auf seinen Privat-Laptop speicherte, kurz bevor er Lyft verlassen hat. Laut Lyft hat er mit diesem Vorgehen schon gegen die Geheimhaltungsvereinbarung verstoßen. Lyft möchte natürlich auch nicht, dass VanderZanden die geheimen Dokumente an Uber weiterreicht. VanderZanden wird auch vorgeworfen, dass er versucht, hochrangige Lyft-Mitarbeiter zu motivieren, ebenfalls zu Uber zu wechseln. (via TechCrunch)

Preisentwicklung von MeinFernbus nach Ankündigung von Bahnstreik

Spiegel Online hat im Minutentakt nachvollzogen, wie sich die Preise bei MeinFernbus entwickelt haben, nachdem der Bahnstreik bekannt geworden ist. Innerhalb von etwa 30 Minuten haben sich die Preise auf manchen Strecken verdreifacht. Die Analyse zeigt leider nicht, wie viele gestartete Buchungen nötig waren, um für den schnellen Preisanstieg zu sorgen (via ManagerMagazin)

Bild: Crowd in Railway-Station von Matthias Ripp (via flickr), Lizenz: CC BY 2.0

Kurznachrichten: Daimler verkauft Tesla Anteile, Blacklane mit 5 weiteren Städten, Strafe für Uber in Frankreich

Heute gibt es drei Kurznachrichten im Überblick. Uber muss eine Strafe in Frankreich zahlen, Daimler versilbert Tesla-Anteile, Blacklane startet 5 US-Städte.


 

Daimler/Tesla: Daimler verkauft seine Anteile am Elektroauto-Unternehmen Tesla und erhält dafür 780 Mio. US$. Vor etwa 5 Jahren hat Daimler 10% von Tesla für etwa 50 Mio. US$ erworben. Ein Teil von den 10% wurde an einen Staatsfond aus Abu Dhabi weitergereicht, zuletzt hielt Daimler noch etwa 4% an Tesla. In den letzten Jahren ist der elektrische Antriebsstrang der B-Klasse aus der Kooperation zwischen Daimler und Tesla entstanden, auch der E-Smart wurde von Tesla mitentwickelt. (via n-tv)


 

Der Limousinenservice Blacklane startet 5 weitere Städte in den USA. Ab sofort können auch Fahrten in Indianapolis, Memphis, Norfolk, El Paso und Cleveland gebucht werden. Zur verfügung stehen die gewohnten Fahrzeugkategorien Business Class, First Class und Business Van/SUV. Blacklane ist somit in mehr als 150 Städten weltweit aktiv. (via Blacklane.com)


 

Geldstrafe für Uber in Frankreich. Uber wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verurteilt. Das Gericht wirft dem Unternehmen betrügerische Geschäftspraktiken vor, da Uber den Service UberPOP als Mitfahrgelegenheit bezeichnet, obwohl sich die Fahrer für die Uber-Fahrten extra bereithalten und damit Geld verdienen. Uber will dagegen Berufung einlegen. (via Süddeutsche Zeitung)

 

UberBlack in Berlin eingestellt, UberPOP für 35ct. pro Kilometer – UPDATE: UberBlack lebt weiter, auch bei 35ct./km

Als Folge der gerichtlichen Auseinandersetzung hat Uber den Service Uber Black in Berlin eingestellt, die Kosten für UperPOP wurden auf 35 ct. pro Kilometer gesenkt. Auch in Hamburg wurde der Tarif auf 35 ct. pro Kilometer gesenkt.


UPDATE: UberBlack scheint wieder über die App buchbar zu sein, der Tarif wurde auf 35 ct. pro Kilometer gesetzt, wie bei UberPOP. Uber plant anscheinend einen Mietwagenbetrieb mit Sitz im Zentrum zu übernehmen oder sich mit einem Mietwagenunternehmen zusammenzuschließen, damit UberBlack wieder zum vollen Preis angeboten werden kann. Alternativ wird auch darüber spekuliert, dass Uber Briefkästenfirmen in der Stadt als Betriebssitze laufen lässt und die Partner in einer Organisation zusammenfasst.


 

Kein UberBlack in der App  (Bild: Screenshot Uber App)
Kein UberBlack in der App (Bild: Screenshot Uber App)

Den Schritt, den Fahrpreis auf 35 ct. zu setzten, ist vor ein paar Monate auch der Ridesharing Service Wundercar gegangen. Dadurch sollen die Einnahmen pro Fahrt für den Fahrer  niedriger sein, als die Betriebskosten für das Fahrzeug. Die Personenbeförderung ist in diesem Fall, dass Einnahmen geringer sind, als Betriebskosten, nicht mehr als gewerblich zu betrachten. Um weiter für Verfügbarkeit zu sorgen, ist davon auszugehen, dass Uber die UberPOP Fahrer zusätzlich für eine anderweitige Tätigkeit vergütet.

Der Service UberBlack ist in Berlin ganz aus der App verschwunden, der Nutzer kann nur noch zwischen UberTaxi und UberPop wählen.


 

Bild: Screenshot Uber.com Website ( Stand: 8. Oktober 2014, 10:30 Uhr)

Uber stellt ehemaligen Lyft COO ein

Das Fahrservice Unternehmen Uber verstärkt sich weiter mit hochkarätigen Mitarbeitern. Wie Re/code berichtet, hat Uber den  ehemalige Lyft COO Travis VanderZanden eingestellt. Damit wird der Spionage-Krieg zwischen Uber und Lyft in die nächste Runde gehen.

VanderZanden wird bei Uber eine neue Abteilung leiten, die das internationale Wachstum weiter vorantreiben wird. Dabei wird er direkt an CEO Travis Kalanick berichten und eng mit dem ehemaligen Facebook-Manager Ed Baker arbeiten, der für das Gesamtwachstum von Uber zuständig ist.

Verwunderlich ist, dass VanderZanden anscheinend keine Wettbewerbsklausel in seinem Vertrag mit Lyft hatte und sofort bei Uber starten kann. VanderZanden hat nach Spannungen mit den Lyft Gründern das Unternehmen erst im August diesen Jahres verlassen. Er kam zu Lyft, nachdem sein Startup Cherry von Lyft aufgekauft wurde. VanderZanden wird einen tiefen Einblick in die Arbeitsweise und die Pläne von Lyft gehabt haben. Dieses Wissen wird er bestimmt bei Uber einbringen.

Die Rivalitäten zwischen Uber und Lyft werden immer intensiver und dieser Seitenwechsel wird bestimmt nicht dazu beitragen, dass sich die Spannungen zwischen beiden Unternehmen reduzieren.  Einerseits stellen die beiden Unternehmen fast zeitlich entscheidende Produktveränderungen, wie die Mitfahrfunktion UberPool und Lyft Line vor. Auf der anderen Seite liefern sich beide Unternehmen einen harten Preiskampf im Ridesharing Bereich. Vor ein paar Monate haben sich beide Unternehmen gegenseitig vorgeworfen, dass jeweils mehrere Tausend Fake-Buchungen im System des Wettbewerbers durchgeführt wurden, die sofort wieder storniert wurden, um die Fahrer zu demotivieren und zum Wechsel zu bewegen.

Bild: Uber 4U von Adam Fagen, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0