Archiv der Kategorie: Ridesharing

Mitfahrservice Lyft mit weiteren 150 Mio. US$

Investor Carl Icahn investiert 100 Mio. US$ in Lyft und nennt den Deal ein Schnäppchen im Vergleich zum konkurrierenden Mitfahrservice Uber.

Bewertung von 2.5 Milliarden US$

Die Summe ist eine Erweiterung der Finanzierungsrunde, die im März bekannt wurde. Insgesamt werden 150 Mio. US$ nachgeschossen, 100 Mio. US$ kommen von Icahn. Das Ridesharing Unternehmen wird auf 2.5 Milliarden US$ bewertet.

Normalerweise beteiligt sich Icahn an börsennotierten Unternehmen und bringt sich dann aktiv ein. Nicht selten wird das Management von ihm zu strategischen Änderungen aufgefordert. So hat Icahn die Abspaltung der eBay Tochter PayPal durchgesetzt.

Platz für zwei Anbieter

In einem Interview sprach der Investor davon, dass es ein guter Deal ist, in Lyft zu investieren, wenn man die Bewertung von 2.5 Milliarden US$ mit der 50 Milliarden US$ Bewertung von Uber vergleicht. Icahn geht auch davon aus, dass es genügend Platz für zwei Player auf dem Ridesharing-Markt gibt. Für den Mitfahrservice Lyft könnte Icahn bei zukünftigen Finanzierungsrunden mit seinem Netzwerk von Vorteil sein.

Mit Geld von Rakuten

Im März diesen Jahres wurden 350 Mio. US$ von Mitfahrservice Lyft eingesammelt, der Großteil davon kam von der japanischen E-Commerce Plattform Rakuten. Insgesamt flossen seit Gründung mehr als 1 Milliarde US$ in das Ridesharing-Unternehmen. Konkurrent Über hat 5 mal so viel eingesammelt und bereitet die nächste Runde in Milliardenhöhe vor. Lyft ist bisher nur auf dem US-Markt aktiv, über eine Internationalisierung wird seit Monaten spekuliert.

Bild: Lyft von Steven Damron (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft: Nutzer Profile & Kooperation mit Verizon

Seit dem letzten Artikel über die Taxi-Alternative und Ridesharing Plattform Lyft ist einige Zeit vergangen. In den letzten Tagen hat es wieder interessante Neuigkeiten gegeben, über die wir berichten möchten.

Profile für Fahrer und Beifahrer

Im letzten Jahr gab es einige Sicherheitsbedenken im Bezug auf die Fahrer der neuen Ridesharing und Taxi Services, wie Uber und Lyft. Lyft ermöglicht es nun den Fahrern und Nutzern, ein ausführliches Profil zu erstellen, um das gegenseitige Vertrauen zu erhöhen.

Bewertungen, Anzahl an Fahrten und mehr

Bei den Fahrern wird die durchschnittliche Bewertung angezeigt und die Anzahl der absolvierten Fahrten. Fahrer und Nutzer können Informationen über ihrem Wohnort, ihren Musikgeschmack und weitere Informationen eintragen, die als Gesprächsgrundlage dienen können. Eine optionale Facebook Integration spürt gemeinsame Facebook Freunde auf. Wenn Fahrer und Beifahrer einen gemeinsamen Bekannten haben, er halte beide eine Benachrichtigung darüber.

Mehr Vertrauen, bessere Gespräche

Fahrer und Beifahrer sollen sich durch die neuen Features besser über gemeinsame Vorlieben austauschen können. Gerade bei Lyft Line, einem Service bei dem sich mehrere unbekannte Fahrgäste das Fahrzeug teilen, sollen die Profilinformationen das Eis brechen. Zusätzlich soll das Vertrauen der Nutzer durch die Profile gestärkt werden.

Verizon kooperiert mit Lyft

Im letzten Jahr hat Lyft-Konkurrent Uber eine Partnerschaft mit dem größten amerikanischen Mobilfunkanbieter AT&T verkündet. Auf den AT&T Smartphones wird die Uber App vorinstalliert, Uber setzt im Gegenzug auf AT&T bei den Fahrern. Lyft und Verizon ziehen nun mit einer ähnlichen Kooperation nach.

Rabatte für Lyft Fahrer

Verizon bietet den Lyft Fahrern einen monatlichen Rabatt an, wenn sie einen neuen Mobilfunkvertrag abschließen oder wenn sie bereits Kunde bei Verzion sind. Dieses Angebot wird in der Accelerate Premier Driver Rewards Programm von Lyft aufgenommen. Durch dieses Programm erhalten die Fahrer besondere Angebote, je nach dem, wie viele Fahrten sie absolvieren. Darunter sind unter anderem kostenlose Mitgliedschaften in Fitness Studios, Vergünstigungen bei der Wartung der Fahrzeuge oder bei der Pannenhilfe.

Lyft App auf Verizon Smartphones

Verizon wird auch die Lyft app auf einigen Android Smartphones vorinstallieren. Lyft erhofft sich dadurch ein Wachstum an neuen Nutzern, die den Lyft Fahrservice regelmäßig nutzen.

Bild: Lyft.com (alle Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: 1.5 Milliarden US$ für Uber, 3 Milliarden für Nokia HERE?

Kurznachrichten: Uber will weitere Milliarden einsammeln, Bewertung steigt auf 50 Milliarden US$. Gebote von über 3 Milliarden US$ für den Kartenservice Nokia Here wurden von den deutschen Automobilherstellern und Uber abgegeben.

Uber plant neue Finanzierungsrunde

Die Ridesharing und Transport Plattform Uber plant weitere 1.5 Milliarden US$ an Finanzierung aufzunehmen. Die Bewertung würde dann auf 50 Milliarden US$ steigen. Uber hat erst Anfang des Jahres einen Milliardenbetrag eingesammelt, bei einer Bewertung von 40 Milliarden US$. Uber profitiert dabei von der Einstellung der Investoren, die die Technologie von Uber als Zukunft im Transport- und Beförderungsbereich ansehen. Uber wird mit der Finanzierung den Service in weitere Städte bringen. Außerdem werden Services wie UberEATS weiter ausgebaut. Für Akquisitionen und Forschungsprojekte könnte auch Geld benötigt werden. (via Bloomberg)

3 Milliarden US$ für Nokia Here?

Für den Kartendienst HERE von Nokia gibt es einige Kaufinteressenten. Die Deutschen Automobilhersteller Audi, Mercedes und BMW willen wohl gemeinsam das Kartenunternehmen übernehmen. Außerdem ist anscheinend Uber bereit, 3 Milliarden US$ für den Dienst zu zahlen. Ein entsprechendes Angebot wurde abgegeben. Neben dem Konsortium der Automobilhersteller und Uber soll auch eine nicht genannte Private Equity Firma Interesse an dem Service und den Daten von Nokia bekundet haben. Here hat vor allem einen großen Marktanteil im Segment der von Werk eingebauten Navigationsgeräte. Deshalb wird das Interesse der Automobilhersteller groß sein. Uber könnte mit Here unabhängiger von Google werden und  seinen UberPool Service verbessern. Die Kartentechnologie spielt auch eine Schlüsselrolle in der Entwicklung selbstfahrender Autos. Sowohl Uber als auch die Automobilhersteller arbeiten an entsprechenden Projekten. (via New York Times)

Carsharing: Flinkster und Ford arbeiten enger zusammen

Die Deutsche Bahn und Ford arbeiten im Carsharing Bereich enger zusammen. Die Bahn nutzt für ihr Carsharing Angebot Ford Fahrzeuge. Ford Nutzt das von der Deutschen Bahn entwickelte internetbasierte Buchungssystem für Ford Carsharing. Ford bietet seit 2013 mit ausgewählten Handelspartnern Carsharing an. Die registrierten Nutzer haben auch Zugriff auf das Fahrzeugangebot von Flinkster, dem Carsharing Angebot der Deutschen Bahn. Insgesamt stehen der Nutzern von Ford Carsharing so 3600 Fahrzeuge an 1000 Stationen in über 200 Städten zur Verfügung. Sowohl Flinkster als auch Ford Carsharing sind stationsgebundene Angebote, die Fahrzeuge müssen an einer festen Station abgeholt und wieder abgestellt werden. Im Gegensatz dazu existieren free-floating Angebote wie DriveNow und Car2Go. Bei diesen Modellen können die Carsharing Fahrzeuge an beliebigen Orten in einem festgelegten Gebiet abgestellt werden. (via Presseportal)

Bild: here.com (alle Rechte vorbehalten)

Taxi und Transport Apps für Apple Watch

Seit gestern wird die Apple Watch Smartwatch offiziell ausgeliefert, bzw. kann in einigen Shops gekauft werden. Einige Mobilitäts-Apps und Fahrservices haben bereits darauf reagiert und Funktionalitäten für die Apple Watch hinzugefügt. Hier ist eine Auflistung einiger Apps aus dem Transport und Taxi Bereich, die auf der Apple Watch genutzt werden können .

Taxi App MyTaxi

Die MyTaxi App ist schon Apple Watch kompatibel. Öffnet man die App auf der Uhr, wird der eigene Standort angezeigt. Mit einem Tap auf Bestellen, wird ein verfügbares Taxi angefragt. Auf der Uhr sieht der Nutzer dann auch, wenn der Taxi-Fahrer angekommen ist.

Fahrdienst Uber

Die Uber App war schon ein Teil der Präsentation, als die Watch von Apple offiziell vorgestellt wurde. Ähnlich wie bei MyTaxi kann ein Fahrzeug mit Chauffeur mit einem Klick bestellt werden. Der Fahrgast sieht, wie lange es dauert, bis das Fahrzeug da ist. Infos über den Fahrer und das Fahrzeug werden ebenfalls über die Apple Watch angezeigt. Die abgeschlossene Fahrt kann über die Watch bewertet werden.

Ally (ehemals Allryder)

Aus Allryder wird Ally. interessanterweise schon die zweite Namensänderung innerhalb von 2 Jahren. Gestartet ist die App mit dem Namen Waymate, im letzten Jahr wurde sie in Allryder umbenannt, nun Ally. Über die App kann der beste Weg von A nach B gefunden werden, mit Fokus auf Kurzstrecken. Verknüpft werden die Daten über öffentlichen Nahverkehr, Carsharing und Taxen. In der iPhone App können die Adressdaten für Zuhause und Arbeitsplatz gespeichert werden. Über die Apple Watch App können dann mit einem Klick die Informationen über den Weg zum Arbeitsplatz oder nach Hause angezeigt werden.

Carsharing Dienst DriveNow

Der Carsharing Anbieter DriveNow hat seine iPhone App ebenfalls an die Apple Wacht angepasst. Über die App auf der Uhr wird eine Liste mit Fahrzeugen im Umkreis angezeigt, inkl. Entfernung zwischen dem Standort des Fahrzeugs und des Nutzers. Mittels App kann ein Fahrzeug reserviert und geöffnet werden. Wahrscheinlich wird es nicht lange dauern, dann wird auch car2go mit einer Apple Watch App am Markt sein.

DB Navigator der Bahn

Auch die Bahn hat bereits auf die Apple Wach reagiert und die iOS App angepasst. Über die App kann der Reiseplan inkl. Umstiege angezeigt werden. Die App zeigt ausserdem Stationen in der näheren Umgebung an und Benachrichtigungen über verspätete oder ausgefallenen Züge werden angezeigt.

Bild: Apple Watch Sport von Shinya Suzuki (bestimmte Rechte vorbehalten)

Taxi Deutschland hinterlegt Sicherheitsleistung – Uber reagiert

Taxi Deutschland hat es geschafft, die Sicherheitsleistung von 400.000 € aufzubringen und beim Landgericht zu hinterlegen.
Diese Hinterlegung war notwendig, um das Urteil in der Auseinandersetzung mit der Taxi-Alternative Uber zu vollstrecken. Über wird es nun untersagt, den Ridesharing-Service UberPOP unter gewerblichen Bedingungen anzubieten. Taxi Deutschland hat mehr als einen Monat benötigt, um die Summe aufzubringen. Es wurde schon daran gezweifelt, ob sie dazu überhaupt in der Lage sind.

Uber reagiert

Uber hat nach der Benachrichtigung durch das Landgericht Frankfurt reagiert und bietet den Service UberPOP nun in allen deutschen Städten zum Preis von 35 ct. pro Kilometer an. Bei diesem Fahrpreis gilt der Taxi-Service nicht als gewerbliche Personenbeförderung, ist aber für Fahrer wenig lukrativ. Uber geht deshalb davon aus, dass die Verfügbarkeit der Fahrer drastisch abnimmt. Das wird zur Folge haben, dass die Nutzer länger auf ein freies Fahrzeug warten müssen.
Uber hat auch schon eine Beschwerde bei der Europäischen Kommission eingereicht, die zur Zeit geprüft wird.

Uber unterstützt Fahrer mit Bonus

In der Vergangenheit hat Uber die Fahrer häufig mit zusätzlichen Bonuszahlungen fürs Warten motiviert. Es ist durchaus vorstellbar, dass Uber diese Methode weiterhin nutzt, um Fahrer zu motivieren. Durchaus haben die Fahrer bis zu 15 Euro pro Stunde zusätzlich bekommen.

Gerichtliche Auseinandersetzungen

Die Taxi Vertreter versuchen schon seit dem Start von Uber im Januar 2013 gegen das Unternehmen vorzugehen. Im Zentrum der Auseinandersetzung stehen Verstöße gegen das Personenbeförderungsgesetz. Zum einen wird Uber vorgeworfen, dass der angebotene Service gegen die Rückkehrpflicht von Mietwagen verstößt. Aus diesem Grund wurde der Service in Berlin verboten. Zum anderen wird dem Unternehmen vorgeworfen, dass der UberPOP-Service mit Privatfahrern gegen zwei weitere Punkte verstößt. Die Fahrer verfügen weder über eine Konzession für das Fahrzeug, ebenso fehlt ein Personenbeförderungsschein inkl. Ortskundeprüfung.
Bild: getmobility.de

Kurznachrichten: Nokia will Here verkaufen, EU will Taxi-Markt prüfen, Ola mit Finanzierung

Kurznachrichten: Nokia will den Kartendienst Here verkaufen, deutsche Automobilhersteller und Uber werden als Interessenten genannt. Die EU will den deutschen Taxi-Markt nach einer Beschwerde von Uber prüfen. Die indische Taxi-App Ola sammelt 310 Mio. US$ ein. Der Münchner Autohersteller BMW startet mit der BMW Startup Garage einen Startup Accelerator.

Nokia will HERE Kartenservice verkaufen

Der finnische Nokia Konzern möchte den Kartenservice Here loswerden, um sich in Zukunft auf die Netzwerktechnik fokussieren zu können. Nokia hat potentielle Interessenten kontaktiert, darunter befindet sich auch der Ridesharing Anbieter Uber. Eine Gruppe an deutschen Autoherstellern soll auch Interesse an Here bekundet haben. Uber hatte bereits vor kurzem den Kartenanbieter deCarta übernommen, um unabhängiger von Google Maps zu werden. Nokia möchte für Here laut Medienberichten mehr als 4 Milliarden US$ haben, der Service wird aber nur auf ca. 2 Milliarden US$ geschätzt. (via Bloomberg)

Ola Cabs Taxi-App mit neuer Finanzierung

Über Ola Cabs, die führende Taxi App aus Indien haben wir schon mehrmals berichtet. Nun schließt Ola eine große Finanzierungsrunde im dreistelligen Millionenbereich ab. Von DST Global, Tiger Global und weiteren Investoren fließen 314 Mio. US$ in das Unternehmen. Die Finanzierungsrunde ist der nächste Schritt im Konkurrenzkampf zwischen den Taxi Apps Uber und Ola. Vor kurzem hatte Ola den kleineren Wettbewerber TaxiForSure für 200 Mio. US$ übernommen und einen Lieferdienst für Essen gestartet. Ola wurde in der Runde mit etwa 2.4 Milliarden US$ bewertet. Erst letzten Oktober flossen mehr als 200 Mio. US$ in einer Finanzierungsrunde, die von SoftBank angeführt wurde. (via Financial Times)

BMW startet BMW Startup Garage

BMW startet mit der Startup Garage einen eigenen Accelerator für innovative Startups aus dem automotive Bereich. Vor allem die Prozesse der Zusammenarbeit, vor denen in der Vergangenheit viele Startups zurückgeschreckt sind, sollen durch die BMW Startup Garage vereinfacht und beschleunigt werden. Bisher war es für junge Unternehmen mit innovativen Ideen schwierig, an den Großkonzern heranzutreten. Die aufgenommenen Startups durchlaufen ein mehrmonatiges Förderprogramm. Für Startups wichtige Informationen, z.B. wie viel Anteile abgegeben werden müssen und ob auch finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden, wurde nicht kommuniziert.BMW ist schon mit der VC Gesellschaft BMW i Ventures an einigen Startups aus dem Mobilitätsbereich beteiligt, vor kurzem kamen Gerüchte über einen Einstieg von BMW beim Ridesharing Dienst und Taxi-Alternative WunderCar auf. (via BMW Group)

EU -Kommission prüft Beschwerde von Uber

Nach dem Verbot durch das Landgericht Frankfurt hat sich Uber bei der EU-Kommission beschwert. Nun hat die EU-Kommission auf Anfrage mitgeteilt, dass die Klage geprüft wird. Ob ein Verfahren eröffnet wird, das in einer Anklage wegen Verstoß von Ländern wie Deutschland oder Frankreich gegen den EU Vertrag enden kann, wurde nicht bekannt. Die Kommission betont zwar, dass neue Anbieter die lokalen Regeln nicht umgehen dürfen. Diese müssen allerdings den europäischen Vorgaben für Verhältnismäßigkeit, Gleichbehandlung und Niederlassungsfreiheit entsprechen. Uber bietet in Deutschland unter anderem den Fahrdienst UberPOP mit Privatpersonen an, der im März verboten wurde, nachdem die Taxi-Vereinigung geklagt hatte. Auch die zuständige Kommissarin hat sich für eine einheitliche europaweite Regulierung von Ridesharing Diensten und Taxi-Alternativen ausgesprochen. (via heise online)

 Bild: Taxi, Nachtfahrt von blue-news.org (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: EU will Ridesharing regulieren, Unternehmen fahren auf Ridesharing ab

Kurznachrichten: Die EU könnte Ridesharing in der Europäischen Union regulieren. Außerdem hat eine Auswertung ergeben, dass immer mehr Geschäftsreisende auf Ridesharing Dienste vertrauen. Der erste Uber CEO launcht eine neues Startup für Mitfahrgelegenheiten und die Transit-App Via sammelt 27 Mio. US$ ein.

EU zieht Regulierung von Ridesharing Diensten in Betracht

Die Europäische Kommission hat angedeutet, dass die Regulierung der Ridesharing Dienste auf europäischer und nicht auf nationaler Ebene stattfinden soll. Es soll eine tiefgreifende Studie angefertigt werden, um genügend Hintergrundwissen zur Verfügung zu stellen, um auf EU Level reagieren zu können. Die Kommission hat Beschwerden von Uber erhalten, nachdem der Service mit Privatfahrern in Frankreich und Deutschland verboten wurde. Die Europäische Kommission befürwortet innovative Mobilitätsdienstleistungen und die Mitgliedsstaaten müssen die Prinzipien des EU-Rechts respektieren, darunter die Verhältnismäßigkeit, die Nichtdiskriminierung und die Niederlassungsfreiheit. Es soll ein Standart für alle Europäischen Länder geschaffen werden. (via Financial Times)

Geschäftsreisende fahren auf Ridesharing-Dienste ab

Eine Studie des Anbieters für Reisekosten-Abrechnungen Certify hat ergeben, dass Ridesharing Dienst Uber für 47 % der über Certify abrechneten Fahrten verantwortlich ist. Vor einem Jahr lag der Anteil noch bei 15%. Die Summe, die für traditionelle Taxen, Limousinen und Airport Shuttles ausgegeben wurde, ist von 85% auf 52% gefallen. Auf den weiteren Ridesharing Anbieter Lyft entfallen 1 % der Ausgaben. Die Studie beinhaltet nur Ausgaben von Geschäftsreisenden aus Nord-Amerika. In Städten wie San Francisco entfallen sogar 71 % der abgerechneten Fahrten auf Uber, 29% auf Taxifahrten. In New York entfallen die meisten abgerechneten Fahrten weiterhin auf Taxis, nur 21 % der Fahrten entfallen auf Uber. Die Certify Studie besagt auch, dass die durchschnittliche Uber Fahrt 31.24 US$ gekostet hat. Der Durchschnitt für die Verkehrsmittel Taxi, klassischer Limousinen Service und Shuttle Bus lag bei 35.40 US$. (via Bloomberg)

Ride App startet mit Unterstützung von Uber’s erstem CTO

Mittels der Ride App sollen sich Arbeitnehmer vernetzten und somit Geld bei der täglichen Fahrt zur Arbeit und zurück sparen. Die App für Mittfahrgelegenheiten wird von Uber’s erstem CTO Oscar Salazar unterstützt. Der Service wird dabei vom Unternehmen für die Mitarbeiter als Anreiz angeboten. Vorteil ist, dass nur Personen aus dem gleichen Unternehmen miteinander fahren. Die Angestellten mit Fahrtweg laden sich die App runter und beantworten einen kurzen Fragebogen, um festzustellen, ob sie als Fahrer oder Mitfahrer in Betracht kommen. Außerm werden weitere Daten, wie Abfahrtszeiten und Arbeitstage erhoben. Für Fahrer hat die App einige Empfehlungen für eine bessere Auslastung parat. Die Bezahlung findet auch mittels der App statt. Die Mitfahrer bezahlen pro Fahrt, der Fahrpreis setzt sich aus der Distanz und dem lokalen Benzinpreis zusammen. Ride kooperiert mit GM, um bei Bedarf interessante Angebote für größere Fahrzeuge anbieten zu können. Ein ähnliches Konzept verfolgt die deutsche Mitfahr-App flinc. (via VentureBeat)

Transport App Via erhält 27 Mio. US

Investoren pumpen weiter Geld in Transport und Mobilitäts-Startups. Das Unternehmen hinter der App Via hat 27 Mio. US$ in einer Series B eingesammelt, insgesamt sind somit 37 Mio. US$ in das Unternehmen geflossen. Mit der Geldspritze sollen weitere Mitarbeiter eingestellt werden. Außerdem soll mehr Geld für Marketing ausgegeben werden und die Expansion in andere Städte steht auf dem Plan. Via ist zur Zeit nur in Manhattan verfügbar. Mittels der App werden bis zu fünf Fahrgäste zusammengetan, die in die gleiche Richtung fahren. Innerhalb von 10 Minuten werden die Fahrgäste abgeholt, die Fahrt kostet je nach Strecke einen fixen Betrag von 5 oder 7 US$. Die Fahrer werden von dem Startup pro Stunde und nicht pro Fahrten bezahlt. Somit müssen sie keine Angst haben, wie viele Fahrten sie pro Stunde machen. Zuerst sollen weitere Stadteile in New York hinzukommen, im Herbst ist eine Expansion nach Chicago und Washington geplant. Eventuell soll die Technologie hinter Via zu einem späteren Zeitpunkt auch kleiner Städten zur Verfügung gestellt werden. Das Unternehmen verfügt über 40.000 registrierte Nutzer. (via The Wall Street  Journal)

Bild: Crazy car pools von Charlotte Marillet (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Taxi App Ola startet Lieferservice, Uber reagiert auf UberPOP Verbot

In der letzten Woche gab es wieder einige Nachrichten aus dem Transport bzw. Mobilitätsbereich. Unter anderem will Uber die Fahrer unterstützen, wenn sie einen Personenbeförderungsschein erlangen möchten. Die indische Taxi-App Ola startet einen Lieferservice für Gerichte. Außerdem wurde das neue Tesla Model X bei Testfahrten in Kalifornien gesichtet.

Uber reagiert auf UberPOP Verbot

Uber reagiert auf das deutschlandweite UberPOP Verbot. Wie die Wirtschaftswoche berichtet, unterstützt Uber zukünftig Fahrer finanziell, wenn sie die Prüfung für einen Personenbeförderungsschein ablegen wollen. Die Kosten für Prüfung und Vorbereitung zur Pürfung werden von Uber übernommen. Außerdem werden laut dem Magazin die Kosten für die  Fach- und Sachkundeprüfung bei der IHK bezuschusst. Hintergrund ist, dass ab Sommer ein neuer Service mit Fahrer angeboten werden soll, die über einen Personenbeförderungsschein verfügen. Vermutlich müssen die eingesetzten Fahrzeuge ab Sommer auch für die gewerbliche Personenbeförderung konzessioniert sein. Um eine Konzession beantragen zu können, muss eine erfolgreich bestandenen Fach- und Sachkundeprüfung nachgewiesen werden. Schon 2013 wurden diese Arten von Unterstützungen den Fahrern und Interessenten in Berlin angeboten, mit wenig Resonanz auf der Fahrerseite.

Die verfügbaren Plätze für die Fach- und Sachkundeprüfung bei der IHK sind häufig sehr begrenzt. In Berlin wird die Prüfung einmal im Monat durchgeführt die Plätze sind meist mehrere Monate im Voraus ausgebucht. Nachdem die Fach- und Sachkundeprüfung bestanden wurde, muss die Konzession beantragt werden. Dieser Prozess dauert in Berlin bis zu drei Monate und es muss ein Umlaufvermögen von mehr als 2.000 € nachgewiesen werden. Vergleichbar dürfte es in anderen Städten sein. Der Plan von Uber ist ambitioniert und dürfte noch nicht ganz durchdacht sein.

Der UberPOP Service mit Privatchauffeuren wurde vor kurzem vom Landgericht Frankfurt verboten, das Urteil wurde aber noch nicht vollstreckt, da die klagende Taxi Deutschland Genossenschaft noch nicht die Sicherheitsleistung in Höhe von 400.000 € hinterlegt hat.

Taxi-App Ola startet Lieferdienst für Gerichte

Die indische Taxi-App Ola hat einen Lieferservice für Gerichte angekündigt. Der Service soll in den vier größten Städten unter dem Namen OlaCafe angeboten werden. Der Service ist vergleichbar mit dem von Uber angebotenen UberFresh oder UberEat Service. Das Unternehmen arbeitet mit einer Auswahl an hochwertigen Restaurants zusammen, die Kunden können aus einer Liste an Gerichten wählen. Innerhalb von 15 Minuten sollen die Lieferungen bei OlaCafe zugestellt werden, was im chaotischen Verkehr in Indien eine große Herausforderung ist. Der Service wird zur Zeit in Delhi, Mumbai, Bangalore und Hyderabad getestet. Für Ola ist es die zweite große Ankündigung in kurzer Zeit. Erst vor ein paar Wochen hat Ola den kleineren Wettbewerber TaxiForSure für 200 Mio. US$ übernommen. Ola behauptet, dass pro Tag mehr als 1000 Fahrer zum Netzwerk hinzugefügt werden. (via International Business Times)

Tesla Model X bei Probefahrten erwischt

Erstmals wurde das Model X von Tesla auf einer öffentlichen Straße in Kalifornien gesichtet. Beim Model X handelt es sich um ein rein elektrisches SUV Fahrzeug, das die Modellpalette von Tesla Ende 2015 erweitern soll. Die Tests werden als Zeichen gewertet, dass das neue Modell tatsächlich kurz vor der Produktionsreife steht. Der Produktionsstart des Model X wurde in der Vergangenheit bereits mehrmals nach hinten verschoben. (via TechCrunch)

Bild: Olacabs.com (alle Rechte vorbehalten)

BMW vor Einstieg bei Mitfahrdienst Wundercar

Über Wundercar hat man in Deutschland schon länger nichts mehr gehört, nachdem sich das Unternehmen aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat und sich auf Städte im Ausland konzentriert. Nun scheint die nächste Finanzierungsrunde anzustehen.

Der Autobauer BMW aus München ist einem Bericht des Manager Magazins zufolge an einem Einstieg beim Mitfahrdienst für Kurzstrecken Wundercar interessiert. Das Magazin beruft sich dabei auf mehrere Branchenkenner.

Carsharing Angebot DriveNow soll aufgefrischt werden

Die Gespräche zwischen beiden Parteien sollen in einem weit gediehenen Stadium sein. Die neue Finanzierung soll für eine Expansion des Ridesharing Services nach Russland, in die Türkei und nach Südamerika eingesetzt werden. Auf seitens BMW soll die Mobilitätsplattform rund um den Carsharing Service DriveNow aufgefrischt werden. Neben BMW sind auch weitere ausländische Investoren mit Wundercar im Gespräch. Bisher bekam Wundercar Geld von Partech Ventures und einigen Business Angels.

Schnelles aus von Wundercar in Deutschland

Wundercar ist Anfang des vergangenen Jahres in Deutschland gestartet. Recht schnell wurden aber Verbote gegen das Unternehmen ausgesprochen, da gewerbliche Personenbeförderung angeboten wurde, die nicht mit dem Personenbeförderungsgesetz vereinbar ist. Fahrer ohne Personenbeförderungsschein, gewerbliche Versicherung und ohne Konzession haben Fahrgäste transportiert. Kurz nach dem Start von Wundercar in Hamburg und Berlin ist Uber mit dem UberPOP Service nachgezogen, der ebenfalls von Verboten betroffen ist. Anders als Uber konnte es sich Wundercar nicht leisten, den Service für 35 Cent pro Kilometer anzubieten und Subventionen für Fahrer zu zahlen. Wundercar ist weiterhin mit den Behörden in Deutschland im Gespräch, um den Service wieder unter wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen anbieten zu können.

Auch Daimler finanziert Fahrservice

BMW scheint mit dem Investment dem Konkurrenten Daimler nacheifern zu wollen. Die Daimler Tochter Moovel betreibt die Carsharing Plattform car2go und hat sich vor über einem Jahr an dem Fahr- und Limousinenservice Blacklane beteiligt. Im letzten Jahr wurde die Taxi-App MyTaxi übernommen. Die unterschiedlichen Mobilitäts-Services sollen auf der Moovel-Plattform verbunden werden.

Bild: BMW i8 von Falcon® Photography (bestimmte Rechte vorbehalten)

Landgericht Frankfurt verbietet UberPOP in Deutschland

Der Fahrservice UberPOP wird in Deutschland vom Landgericht Frankfurt verboten. Das amerikanische Unternehmen Uber darf damit nicht mehr seinen Ridesharing Service , bei dem die Fahrer keinen Personenbeförderungsschein besitzen und die Fahrzeuge nicht konzessioniert sind unter kommerziellen Bedingungen anbieten, falls der Kläger, Taxi Deutschland eine Sicherheitsleistung von 400.000 € hinterlegt. Nur durch die Sicherheitsleistung wird das Urteil rechtskräftig. Taxi Deutschland hat angekündigt, die Sicherheitsleistung unverzüglich einzuzahlen, damit das Urteil vollstreckt wird. Uber will Berufung vor dem Oberlandesgericht einlegen.

Die Richter begründen das Verbot mit dem Verstoß gegen das Personenbeförderungsgesetz, laut dem die Fahrer einen Personenbeförderungsschein benötigen und die Fahrzeuge über eine Konzession verfügen müssen, um gewerbliche Personenbeförderung anbieten zu dürfen.

Das Verbot bedeute einen Eingriff in die Berufsfreiheit sowie in die europäische Niederlassungs- und Dientsleistungsfreiheit. Der Eingriff sei bei überragenden Interessen der Allgemeinheit gerechtfertigt. Der Richter verwies dabei darauf, dass nicht sichergestellt sei, dass das Unternehmen mit Europasitz in Amsterdam verlässlich Steuern zahle und das die Fahrzeuge ausreichend versichert seien. Uber wand hingegen ein, dass alle Abrechnungen elektronisch via Smartphone und Kreditkarte abgewickelt würden und damit transparent und nachvollziehbar seien.

UberPOP in einigen Städten bereits für 35 Ct.

In den Städten Berlin, Hamburg und Düsseldorf wird der uberpop Service schon für 35 ct. Pro Kilometer angeboten. Mit dem Trick verdient über zwar kein Geld, aber der Service wird nicht als gewerbliche Personenbeförderung eingestuft. Vergleichbar ist das mit Mitfahrgelegenheiten, der auch nicht als gewerblich eingestuft werden, da die Einnahmen unter den Betriebskosten des Fahrzeugs liegen.
Es ist davon auszugehen, dass Uber auch in München und Frankfurt den UberPOP Service vorübergehend für 35 Ct. pro Kilometer anbieten wird, falls Taxi Deutschland die Sicherheitsleistung zahlen wird.

UberBlack nicht betroffen

Der UberBlack Service ist von dem Urteil nicht betroffen. Nur in Berlin darf der Service nicht mehr angeboten werden, da das Landgericht Berlin den Service mit professionellen Fahrern verboten hat.

Auch Probleme in Frankreich und Süd Korea

Auch in Frankreich hat Über akute Probleme. In Paris wurden die Geschäftsräume von Über von 30 Polizisten durchsucht.

In Süd-Korea wurden Anklagen gegen mehr als 30 Angestelle und Fahrer der Uber-Plattform erhoben.