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Taxifahrer wollen gegen Wundercar und Uber protestieren – Uber ist bereit für den Kampf gegen Taxis

Die Taxifahrer in Berlin planen eine Sternfahrt zu organisieren, um gegen neue Anbieter auf dem Markt, wie Wundercar und Uber zu protestieren.

Anscheinend haben sie aus ihrer letzten Aktion, bei der sie eine einstweilige Verfügung gegen Uber erreicht haben, welche dann nicht vollstreckt wurde, nichts gelernt. Klar machen sie Taxifahrer darauf aufmerksam, dass sie Angst vor den neuen Diensten haben, gleichzeitig sorgt das aber auch für viel PR für Taxi Apps, wie Uber oder Wundercar. Fast jede Tageszeitung und fast jeder Fernsehsender hat über Uber berichtet, die Taxiindustrie kam dabei nicht sehr gut weg. Uber freut sich schon auf dem 11.6. und kann dadurch wieder einen großen Zuwachs an neuen Kunden verbuchen.

Interessant ist auch, dass sich die Taxifahrer untereinander auch nicht grün sind, so schreibt der Administrator der Facebook Seite UBER, Blacklane, Wundercar und Co.? NEIN DANKE über die Ankündigung, dass 10.000 Flyer verteilt werden sollen „ICH KÖNNTE KOTZEN“ und fordert, dass die Taxioberen sich mehr einsetzten sollen.

Die Taxiinnung Berlin schreibt auf ihrer Website, dass sie sich solidarisch mit Taxifahrern in anderen Städten, wie London, Paris und Mailand zeigen und am 11. Juni eine Sternfahrt in Berlin planen, um gegen die aggressiven Wettbewerber zu protestieren. Ausserdem sterbt der Deutsche Taxiverband eine Klage gegen Uber an, um ein Verbot zu erwirken. Mal sehen, ob sich bei der Aktion am 11. Juni mehr Taxifahrer finden, als bei der Demo, die im letzten Jahr stattfand, um für einen Mindestlohn zu protestieren. Es kamen damals lediglich 50 Taxifahrer am Brandenburger Tor zusammen, um für einen Lohn von mindestens 8,50 € pro Stunde zu protestierten.

Uber CEO Travis hat auf de Code Konferenz festgestellt, dass sich Uber in mitten einer politischen Kampagne befindet, und von einem Arschloch namens Taxi angegriffen wird. Travis sieht Uber also in der Opferrolle und die Taxiindustrie ist der Angreifer.

Vor ein paar Tagen wurde bekannt, dass der oberste Taxi Funktionär von New York City zu Uber wechselt, ausserdem sollen weitere hochkarätige Personen eingestellt werden, um die Wahrheit über die dunkle und böse Taxiindustrie ans Licht zu bringen. Anscheinend sind Personen im Gespräch, die schon die Kampagnen der letzten Präsidentenwahl in den USA gestaltet haben.

In einem ersten Schritt hat Uber bereits darüber aufgeklärt, wie viel ein uberX Fahrer in San Francisco oder New York City verdient, wie viele Jobs durch Uber jeden Monat geschaffen werden und wie sich die Kriminalitätsrate im Zusammenhang mit Taxifahrten verbessert hat.

Ein uberX Fahrer, der 40 Stunden die Woche bei Uber online ist und Aufträge annimmt, erhält in NYC um Median 90.766 US$ im Jahr, in San Francisco sind es im Median 74.191 US$.  Es müssen noch die Kosten für Fahrzeug und Sprit abgezogen werden, aber selbst dann ist es deutlich mehr als die 30.000 US$, die ein Taxifahrer im Durchschnitt in den USA verdient.

Seit Anfang des Jahres sind im Schnitt 20.000 Fahrer weltweit der Uber Plattform beigetreten, die meisten davon in den USA und Asien.

Uber bestätigt „rekordverdächtige“ Finanzierungsrunde und kooperiert mit AT&T

Wie schon vor einigen Tagen berichtet, ist Uber dabei, eine weitere Finanzierungsrunde abzuschließen. Auf der CODE Konferenz hat Uber CEO Travis Kalanick eine rekordbrechende Bewertung seines Unternehmens bestätigt. Insgesamt könnten zusätzlich mehr als 500 Mio. US$ in das Unternehmen fließen, seit der Gründung im Jahr 2010 wurden schon mehr als 300 Mio US$ Risiko-Kapital aufgenommen.

Für Uber interessieren sich Private-Equity Funds, wie BlackRock, die z.B. auch einer der größten Aktionäre der Deutschen Bank sind.  An der Bewertung von 17 Milliarden US$, die vom Wall Street Journal in den Raum gestellt wurden, scheinen nicht aus der Luft gegriffen zu sein. Den Rekord, den Uber wohl brechen wird, ist die 10 Milliarden Bewertung von Startups wie Dropbox oder Airbnb.

Was rechtfertigt die Bewertung?

Travis Kalanick hat ebenfalls bestätigt, dass sein Unternehmen an den selbstfahrenden Fahrzeugen von Google interessiert ist. Er sagte: „Wenn kein Fahrer im Fahrzeug ist, sind die Kosten für ein Uber günstiger, als würde man ein eigenes Auto besitzen.“

Man kann davon ausgehen, dass Uber ein Teil von Googles Pilot-Phase sein wird, um die Fahrzeuge zu testen. Bis es soweit sein wird, wird allerdings noch einige Zeit verstreichen, da sich die Fahrzeuge noch in einem frühen Entwicklungsstatuts befinden. Über die Uber-App können, falls die Fahrzeuge straßenverkehrstauglich sind und falls genügend Prototypen vorhanden sind, die fahrerlosen Fahrzeuge bestellt werden.

Bis es soweit ist, werden noch mehrere Jahre ins Land gehen, zuvor werden Uber und Google schon näher zusammen rücke. Seit dem 258 Millionen US$ Investment von Google in Uber wurde in einem ersten Schritt die Möglichkeit zu Google Maps hinzugefügt, ein Uber über die App zu bestellen. Zur Zeit wird noch die Uber App geöffnet, wenn man auf die Option drückt, in der Zukunft sieht man vielleicht die Uber Fahrzeuge direkt in Google Maps. Außerdem hat Uber ein neues Programm für Fahrer un Fahrgäste  angekündigt, das auf Android Smartphones basiert.

Die Uber App wird auf jedem Android Smartphone vor-installiert sein, das vom größten amerikanischen Telefonanbieter AT&T verkauft wird. Ausserdem wird AT&T Provider für die Fahrer-Smartphones, die sich auf ein schnelles un zuverlässiges Netz verlassen können müssen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Schön zu sehen, dass Uber nicht nur die Fahrgast, sondern auch dir Fahrerseite berücksichtigt, wenn es um Verbesserungen geht. Die Uber App wird dank des Deals auf etwa 50 Millionen Smartphones in den USA sein. Das deutsche Taxi-Startup myTaxi hatte bereits vor einiger Zeit einen Deal mit Samsung geschlossen, die myTaxi App wurde auf jedem Samsung Smartphone und Tablet vor-installiert. Mit Telekom (T-Ventures) als Investor, wurden auch Mobilfunk-Verträge an die Taxifahrer verkauft, Gerüchten zu Folge war auch jeder Taxifahrer verpflichtet, die myTaxi Fahrer App auf einem Smartphone mit Telekom Karte zu betreiben.

Ausserdem ist Uber dabei, aggressiv zu expandieren, mittlerweile ist der Service in mehr als 100 Städten weltweit verfügbar, die jährliche Run-Rate liegt laut WSJ bei 1,5 Milliarden US$. Die Versicherungssituation wurde mittlerweile ebenfalls gelöst, sogar die Versicherungslücke zwischen den Fahrten wurde geschlossen. Uber experimentiert ausserdem mit weiteren Services, so wurde in New York UberRush gestartet, ein Kurierservice für Same Day Delivery.

Nicht nur die wachsende Run-Rate, auch die Aussicht auf Uber mit fahrerlosen Fahrzeugen, evtl. als Ersatz für den öffentlichen Nahverkehr und die weitere Diversifikation können die hohe Bewertung rechtfertigen.

In New York wechselt Taxifunktionär zum Startup Uber

Wie die New York Times berichtet, wechselt der frühere Taxifunktionär Ashwini Chhabra zum Mobilität-Startup Uber.

Am Anfang war Ashwini Chhabra gegen die neuen Taxidienste, wie Uber und Hailo. In einem längeren Verfahren, in dem darüber entschieden wurde, ob Fahrgäste per Knopfdruck auf ihrem Smartphone ein Fahrzeug ordern können, hat er die Taxi Lobby von New York vertreten und war er wenig überzeug von der innovativen Technologie. Wahrscheinlich aus Angst, dass das seit Jahren bestehende Geschäft mit den Fahrgästen, die eine Taxi per Wink auf der Straße rufen, schaden nehmen könnte.

Und nun 1 1/2 Jahre später, nach dem die Verwaltung der Stadt die neuen Technologien zugelassen hat und auch die Fahrgäste davon überzeugt sind, scheint sich seine Beziehung zu Veränderungen verbessert zu haben.

Ashwini Chhabra verlässt die Taxi und Limousinen Kommission und schließt sich dem Startup Uber an, um deren Head für Policy Development und Community Engagement zu werden.

Kurz vor dem Wechsel wurde noch bekannt gegeben, dass das Pilot Programm für Smartphone-Apps, über die eine Taxi gerufen werden kann, verlängert wird. Hailo und Taxi Magic sind auch mit dabei.

In einem Bericht der Taxi Kommission bescheinigt den Smartphone Apps, dass sie erfolgreich sind. Sowohl Fahrer als auch Fahrgäste finden die Apps wertvoll, vor allem um sich besser zu finden. Einige Kritiker aus den Reihen der Taxi Lobby halten dagegen, dass Personen ohne Smartphone so einen schwereren Zugang zu Taxis bekommen. Die Limousinenfahrer habe sich beschwert, dass die Apps ihr Geschäft untergraben, was aber nicht zu belegen ist. Dem Bericht zufolge findet jeder 200. Taxiruf über eine App statt, daraus wird geschlossen, dass es kaum Einfluss auf die Umsätze der Limousinenunternehmer hat, da die meisten Aufträge noch über „alte“ Kanäle kommen.

Bei seinem Abgang gibt sich Ashwini Chhabra selbstkritisch, in dem er zugibt, dass sie bei der New Yorker Taxi und Limousinen Kommission nicht immer alles richtig gemacht haben und sich Behörden öfters langsamer bewegen, als Entrepreneure.


 

UPDATE: Wie das Wall Street Journal berichtet, steigt die Bewertung auf 17 Milliarden US$. General Atlantic ist bei der Bewertung von 14 Milliarden US$ ausgestiegen.


 

Des weiteren versucht Uber eine nächst Finanzierungsrunde in höhe von 500 Mio. US$ abzuschließen, bei einer Bewertung von 12 Milliarden US$. Damit würde Uber von der Bewertung her mehr Wert sein als der Autovermieter AVIS  und etwa gleich viel, wie der Autovermieter Hertz. Bei der letzten Finanzierungsrunde im August hat Uber bei einer Bewertung von 3,5 Milliarden US$ eine Summe von 258 Mio. US$ eingesammelt.

Mit den Finanzierungsrunden vertraute Personen trauen Uber zu, im nächsten Jahr mehr als 1.5 Milliarden US$ netto Umsatz zu generieren. Im letzt November hatte Uber eine wöchentliche Run Rate von 22 Mio. US$, was einem Aussenumsatz von ca. 1 Milliarde US$ und Innenumsatz von ca. 200 Mio. US$ ergibt. Um auf 1.5 Milliarde US$ Innenumsatz zu kommen, müsste der Aussenumsatz bei 7,5 Milliarden US$ sein, was einer Steigerung von mehr als 600% entspricht, das ist eine ordentliche Leistung. Bei einem durchschnittlichem Fahrpreis von 20-25 US$, wären das etwa 350 Mio. Fahrten im Jahr, oder 6,7 Mio. Fahrten in der Woche.

 

 

UberPOP Fahrer erhalten 15€ pro Stunde, Wundercar Fahrer bekamen sogar 16.50 € pro Stunde

In Berlin erhalten die Fahrer von UberPOP anscheinend einen fixen Betrag von 15.00 € pro Stunde, um eine Verfügbarkeit zu gewährleisten. Ein UberPOP Fahrer, der anonym bleiben möchte, hat erzählt, dass Uber Berlin die Fahrer mit einem fixen Gehalt lockt und im Moment noch wenig zu tun. Den Fahrern wird laut der anonymen Quelle auch nicht mitgeteilt, dass sie sich gewerblich anmelden müssen und Steuern abführen müssen.

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UPDATE: Wundercar hat den Fahrern am Anfang 16.50 € netto pro Stunde bezahlt, damit sie in Berlin aktiv im Stadtgebiet unterwegs sind und sich bereit halten. Damit war Wundercar lukrativer als UberPop. Nach dem Verbot in Hamburg und der Umstellung auf 35 ct. Trinkgeld pro Kilometer, wurde diese Praxis eingestellt.


Mal sehen, wie lange es dauert, bis einige Ärger mit dem Finanzamt bekommen, da ja alle Bezahlvorgänge dokumentiert sind und die Fahrer auch die 19% Mehrwertsteuer von den Fahrten abführen müssten, die Uber wahrscheinlich wie bei Uber Black an die Fahrer überweist.


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Viele Fahrzeuge, die bei UberPOP unterwegs sind, sind wahrscheinlich schon abbezahlt und die Versicherung ist auch nicht so hoch, wie bei den konzessionierten Mietwägen. Kosten für Benzin und sonstige Ausgaben halten sich auch in Grenzen. Insgesamt ist von Kosten um die 3-4 € pro Stunde auszugehen, so werden die Fahrer im Moment 11-12 € netto pro Stunde verdienen.

Interessant wird es, wie viele Fahrer übrig bleiben, wenn Uber von der stündlichen Bezahlung Abstand nimmt und die Fahrer ihr Geld durch absolvierte Fahrten verdienen müssen. Da die Fahrer netto nur ca. 64% vom Brutto Fahrpreis in der Tasche haben, nachdem die 19% Mehrwertsteuer und 20% Uber Anteil abgezogen wurden, müssen sie auf einen Umsatz von ca. 24 € pro Stunde kommen.

Schätzen wir mal, dass eine durchschnittliche UberPOP Tour in Berlin ca. 7 km lang ist und 20 Minuten dauern wird (reine Fahrzeit mit Fahrgast, ohne An- und Abfahrt), dann kämen wir auf einen Fahrpreis von ca. 15 €. Die Fahrer müssten also im Schnitt mehr als 1,5 Touren pro Stunde absolvieren, um auf den gleichen Verdienst zu kommen. Das 1,5 Touren/Stunde und Fahrer im Schnitt absolviert werden, scheint unrealistisch, gerade unter der Woche, wenn wenig los ist.

Bei der Konkurrenz von Wundercar müssen noch mehr Fahrten pro Stunde absolviert werden, um durch Trinkgeld auf einen ähnlichen Verdienst zu kommen. Bei meinen Wundercar-Fahrten war das vorgeschlagene  Trinkgeld ca. bei 1 € pro Kilometer, eine Zeitkomponente scheint es nicht zu geben. Für eine Tour von 7 km würde ein Wundercar-Fahrer um die 5,6 € Trinkgeld erhalten, um auf 15 € pro Stunde zu kommen, müssten also ca. 2,7 Fahrten pro Stunde absolviert werden.

Für die Peer2Peer Fahrer ist UberPOP im Moment also die lukrativere Alternative im Vergleich zu Wundercar. Es ist auch davon auszugehen, dass die Anzahl der verfügbaren Fahrzeuge bei Uber schnell sinken wird, sobald Uber das Bezahl-Modell der Fahrer umstellt. Bis es soweit ist, werden einige Fahrer das Modell ausnutzen und sich über die gute Entlohnung freuen, solange sie daheim auf der Couch sitzen und auf eine Fahrt warten, wenn sie denn günstig wohnen. 😉

Interessant wäre auch zu wissen, ob die UberBlack Fahrer nun auch stündlich gebucht und bezahlt werden und nicht nach Fahrten, um eventuellen Problemen, die die einstweilige Verfügung nach sich zieht, zu umgehen.

Der anonyme Tipgeber ist übrigens auch im Besitz eins Personenbeförderungsscheins und als Taxifahrer unterwegs, es gibt also auch Taxifahrer, die Uber Berlin nutzen, um ihren Lebensunterhalt mit UberPOP aufzustocken.  Das ist auch nicht verwunderlich, da die 11-12€ netto wahrscheinlich weit mehr sind, als sie im Taxi verdienen.

Katz- und Maus-Spiel geht weiter: UberXL als Antwort auf Lyft Plus

Wie erwartet hat Uber schnell auf die neue Kategorie von Lyft reagiert. Wie berichtet und von Lyft bestätigt, sind in der neuen Klasse Lyft Plus gepimpte SUVs unterwegs, die von Privatpersonen gefahren werden und per Lyft App gerufen werden können.

Uber hat nun reagiert und UberXL in San Francisco und anderen amerikanischen Städten gestartet. Auch UberXL basiert auf einem peer-2-peer Modell, wie auch schon UberX, bietet aber größere Fahrzeuge, die bis zu 6 Passagiere befördern können.

Preislich bewegt sich das neue Angebot auf Lyft Plus Niveau und ist ca. 50% günstiger, als der Uber SUV Service mit professionellen Fahrern und für gewerblichen Personentransport lizensierten Fahrzeugen.

Die Frage ist, wer dankt des günstigeren Angebots noch auf die teurere SUV Variante zurück greift?

Langsam wird auch die Landschaft der Kategorien bei Uber unübersichtlich. Von Uber Black und Uber SUV, bis hin zu UberFamily, UberX, UberXL oder UberPOP gibt es viele unterschiedliche Kategorien, die alle zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden.

UberXL ist nicht nur in San Francisco verfügbar, sonder auch in Boston, Chicago, Sydney und Singapore. In Sydney und Singapore sind in der Kategorie UberXL anscheinend keine SUVs sondern Minivans unterwegs.

Update: Lyft SUV soll 2X so viel wie jetziges Lyft kosten, Autos mit roter Unterbodenbeleuchtung

Vor ein paar Tagen wurde schon darüber berichtet, dass Lyft eine weitere Kategorie mit weissen Ford Explorer SUVs plant, mittlerweile sind weitere Details bekannt geworden. Einerseits gibt es eine Teaser-Page, die Geschmack auf das neue Angebot machen soll, andererseits hat ein potentieller Partner von Lyft mit TechCrunch gesprochen.


UPDATE (09.05.2014): Mittlerweile hat Lyft die neue Kategorie offiziell verkündet: Die Kategorie mit aufgemotzten Fahrzeugen heißt Lyft PLUS und nicht wie vorher vermutet Lyft VIP. Neben den schon beschriebenen Merkmalen (Besticktes Leder, rote Unterbodenbeleuchtung) ist in jedem Lyft Plus Fahrzeug ein Spotify Premium Account verfügbar, um die Lieblings-Playlists zu hören. Die Fahrzeuge erhalten zusätzlich einen individuellen Kühlergrill und der pinkfarbene Schnurrbart wird durch eine Version aus gebürstetem Stahl ersetzt. Die Autos werden in Kooperation mit West Coast Customs aufbereitet, die hierzulande durch die Fernsehsendung Pimp My Ride bekannt wurde.


 

Lyfts SUV Programm wird zu erst in San Francisco starten und die Fahrzeuge werden Ford Explorer Fahrzeuge aus 2012 oder neuer sein. Die Fahrzeuge werden von den Fahrern gestellt, Lyft wird diese mit dunklem Innenraum und Diamant-farbenen Stickereien aufwerten. Die Fahrzeuge erhalten ausserdem rote Unterbodenbeleuchtungen, die angehen wenn der Fahrgast aussteigt. Die roten Leuchten können einen roten Teppich simulieren und für Aufmerksamkeit sorgen. Im letzten Artikel kam die Frage auf, wie Lyft den pinken Schnurrbart ersetzt, der nicht zu dem teureren Image passt, hier ist wohl die Antwort.

Ausserdem werden die Fahrzeuge anscheinend mit weiteren Features ausgestattet, z.B. iPads für die Fahrgäste und USB-Ports zum Laden der eigenen Geräte auf der Rückbank. Als Vergleich, das deutsche Unternehmen Blacklane experimentiert ebenfalls mit Tablets und extra Zubehör in Fahrzeugen. In der kürzlich gestarteten Smart Class können die Fahrgäste ein Tablet mit Magazinen, Trailern, Browser, usw. nutzen. Der Konkurrent Uber hat anscheinend in New York USB Ladestationen für die Kopfstützen von Delta erhalten und an die Fahrer verteilt.

Zur Bezahlung:  Die Fahrer erhalten voraussichtlich einen Bonus von 750 US$ pro Monate in ihrem ersten Jahr, aber die Fahrer müssen mindestens 35 Stunden pro Woche fahren. Für die ersten Monaten verzichtet Lyft auf die 20% Vermittlungsprovision und er Fahrer erhält 100%, mit der Hoffnung, genügend Fahrer anzuziehen.

Lyft SUV wird den Fahrgast das doppelte kosten, wie die das bereits bestehende Produkt mit umweltfreundlichen Fahrzeugen, wie Toyota Prius. Wenn man die Preise für das normale Produkt in San Francisco verdoppelt, zahlt der Fahrgast 5.50 US$ für die Abholung, 2.70 US$ pro Meile und 0.54 US$ pro Minute. Umgerechnet sind das 3.95 € für die Abholung, 1.90 pro Meile, also ca. 1.18 € pro Kilometer und 0.38 € pro Minute. Wenn man das mit Berlin vergleicht, ist der Tarif fast günstiger als ein Taxi (ein Berliner Taxi kostet 3.40 € für die Abholung und dann 1.79 € pro Kilometer und 0.42 € pro Minute, günstiger sind nur der Smart von Blacklane, Wundercar oder UberPop, wenn man einen Fahrer haben sollte, der sich auskennt). Die Kosten von Uber SUV in San Francisco ist höher, als die wahrscheinlichen Kosten von Lyft. Uber SUV kostet in SF 15 US$ Anfangsgebühr, 3.75 US$ pro Meile und 0.90 US$ pro Minute. Für eine Fahrt, die 2 Meilen lang ist und 10 Minuten dauert, würde eine Lyft-Fahrt in SF ca. 16.50 US$ kosten und eine Uber SUV Fhart um die 31.50 US$. Das Angebot von Lyft wird also deutlich günstiger sein, als Uber SUV, mal sehen, wie lange es dauert, bis Uber nachzieht und die Preise reduziert.

Die günstigen Preise könnten ein dauerhafter Vorteil gegenüber UberSUV sein. Die Fahrgäste müssen dafür aber auf ein glamouröses schwarzes Auto, Beinfreiheit auf den Rücksitzen einen professionellen Chauffeur verzichten.

Unklar ist, wann das Angebot startet und ob es ein Rückkauf-Programm für die Fahrzeuge gibt, wenn sich ein Fahrer dazu entscheidet, dass er nicht mehr für Lyft fahren möchte oder ob er Lyft für die Umrüstung des Fahrzeugs bezahlen muss.

Eine interessante Frage ist auch, ob es Lyft schafft, mit dem Angebot und dem bisherigen Image, einen hochwertigeren Service zu einem höheren Preis zu verkaufen. Mal sehne, ob Lyft damit zum Partyshuttle wird oder ob auch Personen, die auf mehr Luxus stehen, den Service als Ersatz zu schwarzen SUVs nutzen.

Lyft und Uber bieten jetzt auch Versicherungsschutz für die Zeit zwischen den Fahrten

Wie TechCrunch berichtet, bieten sowohl Uber als auch Lyft einen Versicherungsschutz für die Zeit zwischen den Fahrten an.

Uber und Lyft bieten mehr Sicherheit und Unterstützung für die registrierten Fahrer , aber auch für die Kunden der App-basierten on demand Lösungen: Eine Versicherung für die Zeit in der die Fahrer online sind, aber keine Fahrgäste an Board ihrer Autos haben.

Das Ziel, so das Unternehmen, ist es, jede “ Versicherungslücke „, die entstehen könnten zu decken. Dieses Problem wurde zu einem Problem für alle Ridesharing -Dienste, nach dem bei einem Unfall in San Francisco Anfang des Jahres, an denen ein Uber Fahrer, der keine Fahrgäste an Board hatte, ein Mädchen tot gefahren hatte. 

Der Schritt kommt nach dem Lyft auch gestern Abend angekündigte, einen ähnlichen Schritt zu gehen – um dem Erzfeind zuvor zu kommen. Die Meldung von Lyft war nicht sehr ausführlich, geht aber von der Art der Details, in die gleiche Richtung, die Uber heute zur Verfügung gestellt hat.

Die Versicherung von Uber greift seit dem 14.3.2013 und ist nur in den USA gültig.

Wenn die persönliche Versicherung des Fahrers nicht ausreicht, um einen Unfall in diesem Zeitraum abzudecken , greift die neue Versicherung. Die Deckung geht bis zu $ 50.000 für Zwischenfall mit einzelnen Personenschäden , $ 100.000 für Zwischenfälle mit mehreren involvierten Personen und $ 25.000 für Zwischenfälle mit Sachschäden, wie Andrew Noyes in einem Uber Blog-Post.