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Katz- und Maus-Spiel geht weiter: UberXL als Antwort auf Lyft Plus

Wie erwartet hat Uber schnell auf die neue Kategorie von Lyft reagiert. Wie berichtet und von Lyft bestätigt, sind in der neuen Klasse Lyft Plus gepimpte SUVs unterwegs, die von Privatpersonen gefahren werden und per Lyft App gerufen werden können.

Uber hat nun reagiert und UberXL in San Francisco und anderen amerikanischen Städten gestartet. Auch UberXL basiert auf einem peer-2-peer Modell, wie auch schon UberX, bietet aber größere Fahrzeuge, die bis zu 6 Passagiere befördern können.

Preislich bewegt sich das neue Angebot auf Lyft Plus Niveau und ist ca. 50% günstiger, als der Uber SUV Service mit professionellen Fahrern und für gewerblichen Personentransport lizensierten Fahrzeugen.

Die Frage ist, wer dankt des günstigeren Angebots noch auf die teurere SUV Variante zurück greift?

Langsam wird auch die Landschaft der Kategorien bei Uber unübersichtlich. Von Uber Black und Uber SUV, bis hin zu UberFamily, UberX, UberXL oder UberPOP gibt es viele unterschiedliche Kategorien, die alle zu unterschiedlichen Preisen angeboten werden.

UberXL ist nicht nur in San Francisco verfügbar, sonder auch in Boston, Chicago, Sydney und Singapore. In Sydney und Singapore sind in der Kategorie UberXL anscheinend keine SUVs sondern Minivans unterwegs.

Update: Lyft SUV soll 2X so viel wie jetziges Lyft kosten, Autos mit roter Unterbodenbeleuchtung

Vor ein paar Tagen wurde schon darüber berichtet, dass Lyft eine weitere Kategorie mit weissen Ford Explorer SUVs plant, mittlerweile sind weitere Details bekannt geworden. Einerseits gibt es eine Teaser-Page, die Geschmack auf das neue Angebot machen soll, andererseits hat ein potentieller Partner von Lyft mit TechCrunch gesprochen.


UPDATE (09.05.2014): Mittlerweile hat Lyft die neue Kategorie offiziell verkündet: Die Kategorie mit aufgemotzten Fahrzeugen heißt Lyft PLUS und nicht wie vorher vermutet Lyft VIP. Neben den schon beschriebenen Merkmalen (Besticktes Leder, rote Unterbodenbeleuchtung) ist in jedem Lyft Plus Fahrzeug ein Spotify Premium Account verfügbar, um die Lieblings-Playlists zu hören. Die Fahrzeuge erhalten zusätzlich einen individuellen Kühlergrill und der pinkfarbene Schnurrbart wird durch eine Version aus gebürstetem Stahl ersetzt. Die Autos werden in Kooperation mit West Coast Customs aufbereitet, die hierzulande durch die Fernsehsendung Pimp My Ride bekannt wurde.


 

Lyfts SUV Programm wird zu erst in San Francisco starten und die Fahrzeuge werden Ford Explorer Fahrzeuge aus 2012 oder neuer sein. Die Fahrzeuge werden von den Fahrern gestellt, Lyft wird diese mit dunklem Innenraum und Diamant-farbenen Stickereien aufwerten. Die Fahrzeuge erhalten ausserdem rote Unterbodenbeleuchtungen, die angehen wenn der Fahrgast aussteigt. Die roten Leuchten können einen roten Teppich simulieren und für Aufmerksamkeit sorgen. Im letzten Artikel kam die Frage auf, wie Lyft den pinken Schnurrbart ersetzt, der nicht zu dem teureren Image passt, hier ist wohl die Antwort.

Ausserdem werden die Fahrzeuge anscheinend mit weiteren Features ausgestattet, z.B. iPads für die Fahrgäste und USB-Ports zum Laden der eigenen Geräte auf der Rückbank. Als Vergleich, das deutsche Unternehmen Blacklane experimentiert ebenfalls mit Tablets und extra Zubehör in Fahrzeugen. In der kürzlich gestarteten Smart Class können die Fahrgäste ein Tablet mit Magazinen, Trailern, Browser, usw. nutzen. Der Konkurrent Uber hat anscheinend in New York USB Ladestationen für die Kopfstützen von Delta erhalten und an die Fahrer verteilt.

Zur Bezahlung:  Die Fahrer erhalten voraussichtlich einen Bonus von 750 US$ pro Monate in ihrem ersten Jahr, aber die Fahrer müssen mindestens 35 Stunden pro Woche fahren. Für die ersten Monaten verzichtet Lyft auf die 20% Vermittlungsprovision und er Fahrer erhält 100%, mit der Hoffnung, genügend Fahrer anzuziehen.

Lyft SUV wird den Fahrgast das doppelte kosten, wie die das bereits bestehende Produkt mit umweltfreundlichen Fahrzeugen, wie Toyota Prius. Wenn man die Preise für das normale Produkt in San Francisco verdoppelt, zahlt der Fahrgast 5.50 US$ für die Abholung, 2.70 US$ pro Meile und 0.54 US$ pro Minute. Umgerechnet sind das 3.95 € für die Abholung, 1.90 pro Meile, also ca. 1.18 € pro Kilometer und 0.38 € pro Minute. Wenn man das mit Berlin vergleicht, ist der Tarif fast günstiger als ein Taxi (ein Berliner Taxi kostet 3.40 € für die Abholung und dann 1.79 € pro Kilometer und 0.42 € pro Minute, günstiger sind nur der Smart von Blacklane, Wundercar oder UberPop, wenn man einen Fahrer haben sollte, der sich auskennt). Die Kosten von Uber SUV in San Francisco ist höher, als die wahrscheinlichen Kosten von Lyft. Uber SUV kostet in SF 15 US$ Anfangsgebühr, 3.75 US$ pro Meile und 0.90 US$ pro Minute. Für eine Fahrt, die 2 Meilen lang ist und 10 Minuten dauert, würde eine Lyft-Fahrt in SF ca. 16.50 US$ kosten und eine Uber SUV Fhart um die 31.50 US$. Das Angebot von Lyft wird also deutlich günstiger sein, als Uber SUV, mal sehen, wie lange es dauert, bis Uber nachzieht und die Preise reduziert.

Die günstigen Preise könnten ein dauerhafter Vorteil gegenüber UberSUV sein. Die Fahrgäste müssen dafür aber auf ein glamouröses schwarzes Auto, Beinfreiheit auf den Rücksitzen einen professionellen Chauffeur verzichten.

Unklar ist, wann das Angebot startet und ob es ein Rückkauf-Programm für die Fahrzeuge gibt, wenn sich ein Fahrer dazu entscheidet, dass er nicht mehr für Lyft fahren möchte oder ob er Lyft für die Umrüstung des Fahrzeugs bezahlen muss.

Eine interessante Frage ist auch, ob es Lyft schafft, mit dem Angebot und dem bisherigen Image, einen hochwertigeren Service zu einem höheren Preis zu verkaufen. Mal sehne, ob Lyft damit zum Partyshuttle wird oder ob auch Personen, die auf mehr Luxus stehen, den Service als Ersatz zu schwarzen SUVs nutzen.

Lyft und Uber bieten jetzt auch Versicherungsschutz für die Zeit zwischen den Fahrten

Wie TechCrunch berichtet, bieten sowohl Uber als auch Lyft einen Versicherungsschutz für die Zeit zwischen den Fahrten an.

Uber und Lyft bieten mehr Sicherheit und Unterstützung für die registrierten Fahrer , aber auch für die Kunden der App-basierten on demand Lösungen: Eine Versicherung für die Zeit in der die Fahrer online sind, aber keine Fahrgäste an Board ihrer Autos haben.

Das Ziel, so das Unternehmen, ist es, jede “ Versicherungslücke „, die entstehen könnten zu decken. Dieses Problem wurde zu einem Problem für alle Ridesharing -Dienste, nach dem bei einem Unfall in San Francisco Anfang des Jahres, an denen ein Uber Fahrer, der keine Fahrgäste an Board hatte, ein Mädchen tot gefahren hatte. 

Der Schritt kommt nach dem Lyft auch gestern Abend angekündigte, einen ähnlichen Schritt zu gehen – um dem Erzfeind zuvor zu kommen. Die Meldung von Lyft war nicht sehr ausführlich, geht aber von der Art der Details, in die gleiche Richtung, die Uber heute zur Verfügung gestellt hat.

Die Versicherung von Uber greift seit dem 14.3.2013 und ist nur in den USA gültig.

Wenn die persönliche Versicherung des Fahrers nicht ausreicht, um einen Unfall in diesem Zeitraum abzudecken , greift die neue Versicherung. Die Deckung geht bis zu $ 50.000 für Zwischenfall mit einzelnen Personenschäden , $ 100.000 für Zwischenfälle mit mehreren involvierten Personen und $ 25.000 für Zwischenfälle mit Sachschäden, wie Andrew Noyes in einem Uber Blog-Post.