Category Archives: Same Day Delivery

Artikel auf Getmobility.de rund um das Thema same day und instant delivery.

Liefer Startup Jinn holt sich weitere 10 Mio. Finanzierung

Das on-demand delivery Startup Jinn schließt eine weitere Finanzierungsrunde ab. Weitere 10 Mio. US$ fließen in das Unternehmen, das in London angesiedelt ist und in Großbritannien und Spanien operativ tätig ist. Insgesamt konnte Jinn bisher 20 Mio. US$ einsammeln. Die Summe stammt von einem Family Office und dem Investment-Vehicle der La Nevera Roja Gründern, die ihr Startup an Rocket Internet verkauft haben.

Jinn bietet on-demand Lieferservice

Das Unternehmen bietet einen 24/7 on-demand Lieferservice für Restaurants und lokale Geschäfte. So können Gerichte, Lebensmittel und andere Non-Food Produkte innerhalb kürzester Zeit zugestellt werden. Der Service ist ähnlich aufgebaut, wie Postmates oder Quiqup. Die Nutzer können einen in der App gelisteten Shops auswählen und sich die Lieferung von einem Jinn Fahrer liefern lassen. Alternativ kann auch ein Kurier zum Shoppen beauftragt werden. Der Fahrer geht dann in das kommunizierte Geschäft, kauft den gewünschten Artikel und liefert diesen aus.

Kampf um Fahrer in London

Der Lieferdienst Jinn arbeitet mit selbstständigen Fahrern zusammen und befinden sich dabei im Wettbewerb mit UberEats, Quiqup und anderen on-demand Startups. Seit dem Start im Jahr 2014 wurden bisher mehr als 1 Mio. Lieferungen zugestellt. Jinn sagt, dass es positive Deckungsbeiträge erwirtschaftet, im kommenden Jahr soll das Unternehmen profitabel sein. Wahrscheinlich ist das Unternehmen nach Fahrerkosten profitabel, aber noch nicht nach Marketingkosten un Overhead Kosten.

Präsenz in London soll ausgebaut werden

Mit der weiteren Finanzierung soll das Geschäft in den bestehenden Märkten weiter ausgebaut werden. Der Wettbewerb zwischen den Lieferdiensten in London ist hart, da werden finanzielle Mittel benötigt, um Fahrer an den Dienst zu binden und um die Bekanntheit zu erhöhen. Jinn wird vorerst von der Expansion in andere Städte abstand nehmen, da der Aufbau einer Stadt hohe Investitionen vor allem auf Fahrerseite benötigen.

Der Aufbau eines profitablen on-demand Lieferdienstes ist eine herausfordernde Aufgabe. Alle Unternehmen kämpfen mit hohen Fahrerkosten. Mittbewerber Stuart wurde vor ein paar Monaten von der französischen Post übernommen. Delivery Hero hat seinen Lieferdienst Valk Fleet nach kurzer Zeit wieder eingestellt.

Bild: Jinn App (alle Rechte vorbehalten)

Logistik Startup fliit sammelt Seed-Finanzierung ein

Mit fliit sammelt ein weiteres deutsches Logistik-Startup eine Finanzierung in Millionenhöhe ein. Fliit bekommt 1.5 Millionen Euro, um die Transportlösung für die letzte Meile weiter auszubauen. Zuvor haben schon Liefery und Tiramizoo weiteres Geld erhalten.

Fliit baut Lieferplattform für frische Lebensmittel

Fliit baut eine Logistikplattform mit Fokus auf die Lieferung von frischen Lebensmitteln und sensiblen Produkten auf. Dabei betreibt das Unternehmen keine eigene Flotte, sondern tritt als Vermittler auf. Ein Schwerpunkt intern liegt auf der Entwicklung des Provider-Management-Systems und der Tracking Lösungen. Des Weiteren kümmern sich Fliit um die Akquisition und das Management der angeschlossenen Partner. Für jeden Use-Case soll der passende Lieferfahrer gefunden werden. gal ob die Lieferung besonders günstig, schnell oder von besonders hoher Qualität sein soll: Das Berliner Logistik-Start-Up findet für jeden Retailer und jedes Produkt einen passenden Logistikpartner.

Expansion in andere Bereiche geplant

Mit der Finanzierung soll in andere Bereiche expandiert werden. Der jetzige Bereich ist bisher noch eher eine Nische und kann auch leicht von anderen Anbietern kopiert werden. Amazon hat bereits angekündigt, dass das Unternehmen zukünftig auch frische Lebensmittel ausliefern möchte. In Kürze werden in Berlin Meal Kits von Kochhaus ausgeliefert.

Finanzierung von der IBB und anderen

Im letzten Jahr ist das Startup in Berlin gestartet. Das Team hat zuvor bei DHL und Rocket Internet gearbeitet. Das Geld aus der aktuellen Finanzierungsrunde kommt von der IBB Beteiligungsgesellschaft, die sich über den von ihr gemanagten VC Fonds Kreativwirtschaft Berlin beteiligt hat. Außerdem sind der Venture-Capital-Fonds b10, PDV Inter-Media Venture und WestTech Ventures sowie weitere Business Angels beteiligt. Zu den ieZu den Kunden von Fliit gehören Startups, wie Marley Spoon, Kale&Me oder Kochhaus.

Weitere deutsche Logistik Startups mit Finanzierung

In den vergangenen Monaten haben die Last-Mile Logistik Startups Tiramizoo und Liefery weitere Finanzierungsrunden abgeschlossen. Die Mehrheit von Liefery wurde dabei von dem Paketdienst Hermes übernommen. Zu den Investoren von Tiramizoo gehören Daimler und der Ölkonzern Shell.

Bild: fliit (alle Rechte vorbehalten)

Deutsche Post baut StreetScooter-Produktion aus

Nicht nur Hermes setzt auf den Einsatz von elektrischen Fahrzeugen bei der Auslieferung von Sendungen, sondern auch die Deutsche Post. Die Deutsche Post ist dabei schon weiter und hat die elektrischen StreetScooter Fahrzeuge bereist im Einsatz. Dabei sind die Lieferfahrzeuge eine Eigenentwicklung, Produktion und Vertrieb werden jetzt ausgebaut.

Deutsche Post DHL Group setzt auf Elektromobilität

Damit setzt die Deutsche Post DHL Group weiter konsequent auf Elektromobilität. Die Nachfrage innerhalb der Post und DHL und die Nachfrage externer Partner ist so hoch, dass die Kapazitäten von 10.000 auf 20.000 Fahrzeugen pro Jahr verdoppelt werden. Um das zu erreichen, wird ein weitere Produktionsstandort in Nordrhein-Westfalen in Betrieb gehen.

StreetScooter für externe Partner

Bisher hat die Deutsche Post die Fahrzeuge ausschließlich die Optimierung und Elektrifizierung der eigenen Flotte für Postbetrieb und Lieferverkehr genutzt. Hinzu kommt jetzt, dass das Tochterunternehmen der Deutschen Post die StreetScooter Fahrzeuge auch an Dritte verkaufen möchte. Mindestens die Hälfte der in diesem Jahr produzierten Elektrofahrzeuge soll an externe Interessenten veräußert werden. Die Post sieht vor allem Interesse bei Kommunen, strategischen Partnern und großen Flottenkunden im In- und Ausland. Der Fokus liegt dabei vorerst auf Europa. Bisher befinden sich bei der Post rund 2.500 StreetScooter des Typs Work Fahrzeuge im Einsatz – die Zahl soll sich bis Jahresende mindestens verdoppeln.

Gemeinschaftsprojekt mit RWTH Aachen

Ursprünglich wurde der StreetScooter von der RWTH Aachen und der Deutschen Post zusammen entwickelt. Nachdem die Entwicklung abgeschlossen wurde, hat die Post das Unternehmen komplett übernommen. Bei der Post werden die alten Dieselfahrzeuge durch die neuen Elektrofahrzeuge ersetzt. Die Fahrzeuge überzeugen durch die einfache Konstruktion und die Zuverlässigkeit. Viele der Komponenten waren schon vorhanden und erprobt. Der Motor stammt von EM-Motive einem Joint Venture von Bosch und Daimler. Die meisten Komponenten der Leistungselektronik sind direkt von Bosch. Insgesamt haben die Elektrolieferwagen eine Reichweite von 80 km pro Ladung. Für den täglichen Betrieb ist das mehr als genug – es werden pro Fahrt nur etwa 20 Kilometer zurückgelegt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 80 km/h – auch das ist mehr als genug für die Zustellung von Briefen und Paketen im urbanen Bereich.

Hermes arbeitet mit Mercedes-Benz

Der Paketdienst Hermes hat in den vergangenen Wochen angekündigt, dass eine Kooperation mit Daimler geschlossen wurde. Ab 2018 möchte Hermes elektrifizierte Lieferwagen von Mercedes-Benz in Stuttgart und später auch in anderen Städten einsetzten.

Bild: StreetScooter GmbH (alle Rechte vorbehalten)

Here stellt Mobility on-demand Toolkit vor

Der Kartendienst Here hat ein Toolkit vorgestellt, mit dem Entwickler von On-Demand-Diensten ortsbezogene Daten in ihre Apps schnell integrieren können und neue Features entwickeln und anbieten können. Für eine zufrieden stellende Erfüllung der Kundenerwartungen und gleichzeitig wirtschaftliche Lösung, ist ein leistungsfähiges und genaues System notwendig.

Lösung für Lieferdienst und Ride-Hailing Plattformen

Der Kartenanbieter  will mit seiner Lösung Anbieter aus unterschiedlichen Industrien ansprechen. Das Toolkit kann in die Apps von Lieferdiensten für Essen mit eingebaut werden. Für Kurierdienst und Ride-Hailing Plattformen soll das Angebot auch interessant sein. Über eine API erhalten die on-demand Unternehmen Zugriff auf die Kartendaten, APIs und SDKs. Insgesamt soll es mit dem Paket leichter sein, die Herausforderungen der on-demand Dienste zu lösen. Dabei gilt es, die Balance zwischen Auslastung, Zufriedenheit von Kurieren/Fahrern und Zufriedenheit der Kunden zu finden.

Schnellstart mit Here Toolkit

Laut Here können etablierter Unternehmen ihre Marktposition mit dem Toolkit ausbauen, Startups und Neueinsteiger können mit einer technisch ausgereiften Lösung schnell starten. Das on-demand Toolkit wird bereits von unterschiedlichen Unternehmen genutzt. Der größte Ride-Hailing Anbieter in Südostasien greift auf das Paket zurück, ebenso die türkische Ridesharing App Volt und die australische App Localift, die ebenfalls einen Mitfahrdienst anbietet.

Entweder können die Nutzer des Toolkits eine eigene Navigationslösung bauen, oder auf die Here Navigations-App verlinken. Letzteres ist schneller zu realisieren, wahrscheinlich aber auch weniger individualisiert. Der Kartendienst will Here als end-to-end Lösung vermarkten, die auch bei komplexen Herausforderungen funktioniert. Apps, die mit dem Toolkit entwickelt werden, bieten eine einheitliche Darstellung der Karten über verschiedene Gerätekategorien hinweg. Außerdem können Abhol- oder Abgabeorte präzise lokalisiert werden, hinzu kommt die Unterstützen standortbezogener Benachrichtigungen. Darüber hinaus ermöglicht das Toolkit eine verkehrsbezogene Navigation, Fußgängerführung und stets aktuelle Informationen zur geschätzten Ankunftszeit.

Von BMW und Daimler übernommen – Intel investiert

Here entwickelt auch hochgenaue Kartendaten, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden. Gleichzeitig sind die Kartendaten Grundlage für die Navigationsgeräte von Daimler, BMW und anderen Automobilherstellern. Im Jahr 2015 wurde das Unternehmen von BMW, Daimler und Audi gekauft, Anfang diesen Jahres hat Intel 15% an Here übernommen.

Bild: Here (alle Rechte vorbehalten)

Lieferplattform Bringg sammelt weitere 10 Mio. US$ ein

Das Startup Bringg hat in einer Series B weitere 10 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt. Die Finanzierung kommt von Aleph VC, Coca-Cola und Peres Ventures. In den nächsten Monaten soll die Plattform weiter ausgebaut werden.

Transparenz in der Lieferkette

Mit Bringg können Händler ihre Lieferkette kontrollieren und schnellere Lieferungen für den Kunden ermöglichen. Unternehmen wie Amazon und Uber haben die Erwartungen der Kunden für schnelle und transparente Lieferungen stark verändert. Kunden erwarten schon fast, dass die Bestellungen schnell zugestellt werden und dass sie in der Lage sind, zu überprüfen, wann genau die Lieferung zugestellt wird. Bringg möchte eine Lösung für Unternehmen schaffen, damit diese eine Chance im Wettbewerb mit Amazon und Co. haben.

Mehr Kontrolle für Einzelhändler

Mit Bringg können die Unternehmen ihre eigene Lieferkette kontrollieren und gleichzeitig einen besseren Service für die Kunden bieten. Kunden werden per Nachrichten über den Lieferstatus aufgeklärt und können den Fahrer live trocken. Außerdem wird die Kommunikation zwischen Fahrern und Kunden gesteuert, am Ende wird über einen Bewertungsmechanismus wichtiges Feedback eingesammelt. Gleichzeitig werden die Routen der Fahrer optimiert und die Auslastung der Flotte erhöht, was letztendlich zu niedrigeren Lieferkosten führt. Eine API und ein SDK ermöglichen eine Integration in Websites und anderen Plattformen. Das Management von unterschiedlichen Typen an Lieferflotten ist über die Plattform auch möglich.

Coca-Cola als Partner von Bringg

Zu den Kunden von Brigg gehören hunderte Unternehmen aus unterschiedlichen Bereichen. Das Unternehmen ist in über 50 Ländern aktiv. Alle Kunden haben gemein, dass der direkte Kontakt zum Kunden wichtig für den Geschäftserfolg ist und dass der Kunde eine außerordentlich gute Erfahrung mit der Auslieferung machen soll. Paketdienste, Lieferdienst für Essen, mobile Wäschereien und andere Branchen nutzten die technische Plattform von Bringg. Bringg rechnet über einen Volumentarif ab. Zu den Kunden gehört auch Coca-Cola. Der Getränkehersteller nutzt die Bringg Plattform für mehrere Use-cases. So werden Einzelhändler mit Großhändlern via Bringg verknüpft, um Bestandsengpässe zu vermeiden. Reparaturteams werden über die Plattform genauso gesteuert, ebenso Kundenauslieferungen in einigen Ländern.

Brigg wurde bereits 2013 in Chicago gegründet und betreibt Büros in New York, Chicago und Tel Aviv. Insgesamt arbeiten etwa 50 Mitarbeiter für das Unternehmen. Einer der Gründer hat zuvor bei der Fahrdienstplattform Gett als CTO gearbeitet. Im letzten Quartal konnte die Zahl der Lieferungen um 300 Prozent gesteigert werden. Insgesamt konnte die Lieferplattform 19 Mio. US$ bisher einsammeln.

In den letzten Wochen wurden mehrere Investments im Same-Day Delivery Bereich bekannt. Der Paketdienst Hermes hat die Mehrheit bei Liefery übernommen. Der Ölkonzern Shell hat sich bei Tiramizoo eingekauft und die französische DPD Mutter GeoPost hat das Same-Day Delivery Startup Stuart komplett übernommen.

Bild: Bringg (alle Rechte vorbehalten)

Hermes setzt auf Vans mit Elektro-Antrieb von Mercedes

Hermes und die Daimler Tochter Mercedes Benz haben eine strategische Kooperation vereinbart. In den kommenden Jahren sollen 1500 Elektrotransporter von Mercedes-Benz Vans die innerstädtischen Belieferungen mit in die Flotte aufgenommen werden.

1500 elektrifizierte Lieferwagen bis 2020

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft sollen die batterie-elektrischen Fahrzeuge in einer Pilotphase ab 2018 in den Städten Stuttgart und Hamburg eingesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Alltagstauglichkeit von  emissionsfreien Lieferfahrzeugen auf der letzten Meile. Bis 2020 soll die Flotte auf 1500 Fahrzeuge anwachsen und die Zahl der Städte soll ausgeweitet werden. Zum Eisatz kommen Elektrotransporter der Vito und Sprinter Baureihen. Bis zum Jahr 2025 will Hermes Sendungen in den Innenstadtbereichen aller deutschen Großstädte komplett emissionsfrei zustellen. Für die Aufladung der Elektrofahrzeuge wird lediglich Strom aus zu 100 Prozent regenerativen Energiequellen eingesetzt. Der Strom wird komplett klimaneutral erzeugt und entsprechend dem Ökostromlabel „Grüner Strom“ der Umweltverbände zertifiziert.

Effizienz und Nachhaltigkeit soll erhöht werden

Hermes und Mercedes-Benz haben es sich als Ziel gesetzt, die Effizienz, Produktivität und Nachhaltigkeit in der Paketzustellung zu erhöhen. Auslöser sind dabei unter anderem der rasant wachsende Online-Handel und die damit verbundenen Herausforderungen für Kurier-Express-Paketdienstleister (KEP). Darüber hinaus sollen Ideen erarbeitet und umgesetzt werden, um die Servicequalität gegenüber den Kunden weiter zu erhöhen. Darüberhinaus sollen für den Anwendungsfall optimierte Systemlösungen entwickelt werden und ein Schwerpunkt auf Vernetzung gelegt wird. Anhand von Informationen über den Ladezustand und die mögliche Reichweite, soll Hermes eine optimierte Routenplanung ermöglicht werden.

Mercedes und Hermes sehen Zukunft in Lieferrobotern

In den kommenden Jahren will Mercedes seine Lieferfahrzeuge auch zur Basis für kleine Lieferroboter weiterentwickeln. Um das Ziel zu erreichen, hat sich Daimler an dem Roboter Startup Starship Technologies beteiligt. Starship befasst sich mit der Entwicklung von kleinen Lieferroboter, die autonome die Zustellung auf der letzten Meile erledigen sollen. Auch Hermes arbeitet mit Starship zusammen und ist eines der ersten Unternehmen, das die Roboter für Paketzustellungen in Deutschland testet. Auch das Leasing der Fahrzeuge und die kurzfristige Anmietung soll für die Vertragspartner von Hermes vereinfacht werden.

Auch Konkurrenz setzt auf Elektrotransporter

Auch Hermes Konkurrent DHL testet die Zustellung mit Elektrotransportern. DHL setzte dabei aber nicht auf die Kooperation mit einem großen Automobil- oder Nutzfahrzeugkonzern, sondern setzt auf eine eigene Entwicklung. Die DHL Tochter Streetscooter entwickelt und produziert kleine Elektrotransporter, die für die innerstädtische Zustellung auf der letzten Meile optimiert sind.

Bild: Hermes (alle Rechte vorbehalten)

Same Day Delivery: Französischer Paketdienst GeoPost übernimmt Stuart

Das Tochterunternehmen GeoPost, das zur französischen La Poste Gruppe gehört, hat das Startup Stuart übernommen. Stuart bietet einen Same Day Deliver Service an und ist in mehreren Städten aktiv. Die Übernahme ist nicht die einzige Neuigkeit aus dem Bereich der taggleichen Lieferungen diese Woche. Die deutschen Anbieter Tiramizo und Liefery konnten weitere Finanzierungsrunden verkünden.

Hohes Investment bereits vor dem Start 

Stuart wurde schon vor dem Start mit einer Summe von 22 Mio. Euro im Jahre 2015 finanziert. Bei der früheren Finanzierungsrunde hat sich GeoPost bereits an dem Startup beteiligt und Unternehmensanteile in Höhe von 22% gehalten.

Ähnlich wie auch die deutschen Anbieter Liefery und Tiramizo hat sich Stuart das Ziel gesetzt, den Markt der Kuriere für Same Day Deliveries zu revolutionieren. Mit einer Flotte an Kurieren und dem Einsatz effizienter Technologie, soll ein hoch effizientes Liefernetzwerk für die letzte Meile entwickelt werden.

Taggleiche Zustellung für Einzelhandel

Stuart setzt auf eine Mischung an B2B und B2C Angeboten. Das Unternehmen hat eine API entwickelt, mit der Shops eine Same Day Delivery Option in ihre Webshops und Apps integrieren können. Außerdem kann der Service über eine App oder die Website gebucht werden. Stuart betreibt keine eigenen Hubs oder Lager sondern fokussiert sich auf Express Lieferungen von bestehenden Ladengeschäften und Filialen zu den Endkunden. Stuart hat Zugriff auf einen Pool an Fahrern, die mit den unterschiedlichsten Fahrzeugen unterwegs sind. Von Fahrradkurier bis zu Fahrer mit Vans ist alles mit dabei.

Mehrere Tausend Stuart Lieferungen täglich

Auf der einen Seite arbeitet Stuart mit großen Ketten, wie Burger King oder Carrefour zusammen. Auf der anderen Seite stehen die Kooperationen mit kleineren Shops und Einzelunternehmern. Im verengenden Jahr hat Stuart auch eine Kooperation mit Just Eat getestet, Restaurants sollten mit dem Stuart die Möglichkeit bekommen, die Logistik auszulagern- Jeden Tag werden laut Unternehmensangaben tausende Lieferungen von mehr als 500 Unternehmenspartnern zugestellt. Das Same Day Delivery Startup ist bisher in Frankreich, Spanien und Großbritannien aktiv.

GeoPost will mit der Übernahme weiteres Wachstumspotential erschließen. Für den Postkonzern ist die Stärkung des Bereich der taggleichen Lieferungen auf der letzten Meile eine strategische Entscheidung. In den nächsten Jahren wird die Nachfrage nach Express Lieferungen zunehmen.

GeoPost über DPD an Same Day Delivery Startup Tiramizoo beteiligt

Stuart wurde vor mehr als zwei Jahren gegründet und hat zuletzt mehr als 100 Mitarbeiter beschäftigt. Nach der Übernahme will das ehemalige Startup die Vorzüge der GeoPost nutzen und die Plattform zu einem führenden Anbieter für Same Day Delivery auf der letzten Meile in Europa etablieren. Zur GeoPost gehört auch DPD, über die Unternehmenstochter ist der Konzern auch an dem deutschen Anbieter Tiramizoo beteiligt. Bleibt abzuwarten, ob Stuart deswegen in Deutschland starten wird.

Bild: Stuart (alle Rechte vorbehalten)

Shell investiert in Same Day Delivery Unternehmen Tiramizoo

Das Münchner Same Day Delivery Startup Tiramizoo hat eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Als neuer Investor ist Shell Technology Ventures mit an Board. Der Automobilkonzern Daimler geht die aktuelle Finanzierungsrunde mit.

Tiramizoo Plattform soll weiter ausgebaut werden

Mit dem Investment will tiramizoo die technische Plattform für urbane Logistik weiter ausbauen.  Darüber werden Fahrer, Händler und Endkunden transparent vernetzt. Das Startup fokussiert sich dabei auf die Weiterentwicklung der technischen Aspekt – App, Plattform und intelligente Backend-Technologie stehen dabei im Mittelpunkt. Das Unternehmen sieht sich als führender Anbieter von effizienten IT-Lösungen im schnell wachsenden Markt für Same Day Delivery und Optimierung der letzten Meile. Neben der Weiterentwicklung der bestehenden Software, kann sich das Unternehmen auch vorstellen, weitere Dienstleistungen zu starten.

Mehr als 3000 Kuriere in 150 Städten

Mittlerweile sind mehr als 3000 Kuriere für die Plattform in 150 Städte in Deutschland, Österreich, Schweden und den Niederlanden unterwegs. Tiramizoo setzt dabei auf Partnerunternehmen und selbstständige Fahrer. Zu den namenhaften Kunden gehören Zalando, MediaMarkt oder Saturn. Die tiramizoo-Plattform schafft so einen besseren Service für die Kunden der Einzelhändler und sorgt durch Effizienzsteigerungen für niedrigere Kosten, Vermeidung zusätzlicher Staus und somit für eine Verbesserung der Luftqualität.

Shell investiert in Lösungen für effizienten Transport

Shell investiert in das Same Day Delivery Unternehmen, da der Ölkonzern neue Umsatzpotentiale mit digitalen Geschäftsmodellen erschließen möchte. Investments in Lösungen für effizienten und umweltschonenden Transport von Waren und Personen in bevölkerungsreichen Großstädten gehören zur Strategie von Shell, um unabhängiger von dem Ölgeschäft zu werden. Bei tiramizoo haben die technische Lösung und das Verständnis für die lokalen Logistik-Märkte überzeugt.

Die Höhe des Investments ist nicht bekannt. Neben Shell und Daimler sind auch DPD Deutschland, die Bayerische Beteiligungsgesellschaft und Bayern Kapital als Gesellschafter mit an Bord. Die DPD Dachgesellschaft GeoPost hat interessanterweise fast zeitgleich bekanntgegeben, dass der Französische Same Day Delivery Arbeiter Stuart übernommen wird.

Bild: tiramizoo (alle Rechte vorbehalten)

Paketdienst Hermes stockt bei Liefery auf

Liefery bietet in vielen Deutschen Städten einen Same Day Delivery Service an und arbeitet mit online Shops, wie Amazon und Zalando zusammen. In einer weiteren Finanzierungsrunde erhält das Unternehmen weiteres Geld von Hermes Germany.

Hermes ist schon seit 2015 an Liefery beteiligt und möchte mit dem Investment weitere Wachstumsfelder jenseits des traditionell betriebenen Paketgeschäfts erschließen.

Hermes übernimmt Mehrheit an Liefery

Hermes wird durch die erneute Kapitalerhöhung Mehrheitseigentümer von Liefery, die Gründer bleiben weiterhin maßgeblich am Unternehmen beteiligt. Das Unternehmen soll von den Gründern eigenständig weitergeführt werden. Die Kooperation zwischen Liefery und Hermes soll in der Zukunft enger sein, um gemeinsam innovative Lösungen für die letzte Meile zu entwickeln. Die Höhe des Investments wurde nicht kommuniziert.

Umsatz im letzten Jahr start gestiegen

Liefery hat in den letzten Monaten ein rasantes Wachstum verzeichnet. Im Jahr 2016 konnte der Umsatz durch Paketzustellungen verzehnfacht werden. Ein Großteil dürfte von der Partnerschaft mit Amazon kommen. Außerdem arbeitet das Startup mit Shops wie Gravis, Depot oder Zalando zusammen. Immer mehr Online-Shops setzten auf Kurierdienste für Same Day Delivery oder Retoure, um den Kunden ein noch besseres Kauferlebnis zu ermöglichen.

Auch der Bereich Lieferung von Lebensmittel entwickelt sich gut und es konnte eine starke Position auf dem Markt erreicht werden. Das Startup soll pro Monat bereits mehr als 500.000 Sendungen insgesamt ausliefern. Ein Netzwerk an 3500 Kurieren ist in mehr als 60 Städten in Deutschland und Österreich aktiv.

Mit dem Investment will das Unternehmen die Software weiterentwickeln und verstärkt im Ausland aktiv werden. Vor allem die Technologieplattform, die Kuriere, Einzelhändler, Lager und Endkunden transparent vernetzt, soll weiter ausgebaut werden. Eine ausgereifte Technologielösung ist für das Unternehmen wichtig, um eine hohe Kundenzufriedenheit zu erzielen.

Shell investiert in Mitbewerber

Das erneute Investment von Hermes in Liefery ist nicht die einzige Neuigkeit aus dem Same Day Delivery Bereich. Tiramizo hat bekanntgeben, dass Shell Technology Ventures in den Spezialisten für taggleiche Lieferungen investiert hat. Die Französische GeoPost hat den Same Day Delivery Anbieter Stuart übernommen.

Bild: Liefery (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Patente von Amazon und Google

Kürzlich wurden Patenten veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass sich auch Amazon neben Google mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeuge und Plattformen für die Vermittlung von Ridesharing und Transport-Diensten beschäftigt. Von Google ist bekannt, dass sich das Unternehmen mit selbstfahrenden Autos und Ridesharing Diensten beschäftigt. Von Amazon gab es bisher wenig Anzeichen.

Die Patente von Google und Amazon wurden bereits im Jahr 2015 eingereicht. Das macht deutlich, dass sich die beiden Technologieunternehmen schon seit längerem mit dem Thema beschäftigen und Uber nicht tatenlose das Feld überlassen.

Google testete schon einen Ridesharing Service in San Francisco und treibt mit Waymo das Zukunftsthema autonomes Fahren voran. Bisher ist bekannt, dass Waymo Komponenten entwickelt, die von Automobilherstellern in den Serienfahrzeugen verbaut werden sollen. Das Unternehmen ist von dem Plan abgekommen, ein eigenes selbstfahrendes Auto zu bauen. Berichten zufolge plant Waymo in diesem Jahr den Test eines Fahrdienstes mit selbstfahrenden Chrysler Pacifica Minivans.

Das jetzt veröffentlichte Patent beschreibt, wie autonome Fahrzeuge mit Ride-Hailing Apps verknüpft werden und wie die Nutzer gefunden werden. Das Patent beschreibt eine Lösung für die Vermittlung eines Abholorts zwischen Auto und Nutzer unter erschwerten Bedingungen. Wie können sich Auto und Fahrgast treffen, wenn das Fahrzeug nicht unter sicheren und präzisen Umständen zum Fahrgast navigieren kann. Sollten Google und Waymo den geplanten Fahrservice weiter ausbauen, würden sie in den direkten Wettbewerb zu Uber und Lyft einsteigen.

Das Patent von Amazon beschreibt hingegen eine Möglichkeit, wie autonome Fahrzeuge mit Fahrspuren zurechtkommen, auf denen sich je nach Verkehrsaufkommen die Fahrtrichtung ändert. Ohne entsprechende Erkennung stellen die dynamischen Fahrrichtungswechsel eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer dar. Bleibt die Frage, wie weit sich Amazon mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen beschäftigt hat. Für Amazon wird es primär von Interesse sein, selbstfahrende Fahrzeuge für die Auslieferungen der Bestellungen einzusetzen. Amazon treibt jetzt schon seine Vision voran, immer größere Teile der Logistik für die Auslieferung der eigenen Bestellungen zu übernehmen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten die von Amazon entwickelten Technologien in selbstfahrenden Autos eingesetzt werden.

Auch in diesem Bereich würde Amazon mit Uber konkurrieren, das mit der Übernahme Otto selbstfahrende LKWs entwickelt und mit Uber Freight in die Digitalisierung der Frachtvermittlung eingestiegen ist.

Bild: Nic Redhead (bestimmte Rechte vorbehalten)