Archiv der Kategorie: Same Day Delivery

Artikel auf Getmobility.de rund um das Thema same day und instant delivery.

Uber in Indien und den Niederlanden geblockt, Blacklane kooperiert mit Qunar, Instacart mit 100 Mio. $ Runde

Nachrichtenübersicht – Der Berliner Vermittler von Limousinenfahrten Blacklane arbeitet mit Chinesischer Plattform Qunar zusammen, Uber in Neu Delhi und den Niederlanden verboten und Instacart sammelt hohe Finanzierung ein.

Blacklane kooperiert mit Qunar

Qunar Buchungsseite mit gewisser Ähnlichkeit zur Uber-Seite, Netz als Hintergrund, ähnliche Farbgebung, freigestellte Fahrzeuge (Quelle: Screenshot Qunar.com)
Qunar Buchungsseite mit gewisser Ähnlichkeit zur Uber-Seite, Netz als Hintergrund, ähnliche Farbgebung, freigestellte Fahrzeuge (Quelle: Screenshot Qunar.com)

Das Berliner Limousinen-Startup Blacklane, das auch von Daimler finanziell unterstützt wird, hat eine Kooperation mit der chinesischen Reise-Suchmaschine Qunar abgeschlossen. Die Fahrten werden dabei zu Festpreisen verkauft und in lokaler Währung abgerechnet.Die Kooperation startet vorerst für 30 Städte, darunter Bangkok, London, Los Angeles, Paris, New York, Sydney, Tokio und Toronto. Weitere Städte sollen folgen. Interessanterweise sieht das Design der Qunar-Website dem der amerikanischem Uber ähnlich. (via Blacklane Blog)

Lebensmittel-Lieferdienst Instacart sammelt mehr als 100 Mio. US$ ein

Das amerikanische Lebensmittel on-demand Startup Instacart soll in einer Series C Finanzierungsrunde mehr als 100 Mio. US$ eingesammelt haben, die Bewertung soll bei mehr als 2 Milliarden US$ gelegen haben. Erst im Juni hat das Unternehmen 44 Mio. US$ bei einer Bewertung von 400 Mio. US$ eingesammelt. Die Bewertung ist also in kurzer Zeit um das fünffache gestiegen. Bei Instacart können Lebensmittel bestellt werden, die dann innerhalb einer Stunde zugestellt werden. Das Unternehmen ist in 10 Städten, die Lieferkosten liegen zwischen 3.99 und 5.99 US$. (via The Wall Street Journal)

Uber in Neu Delhi und den Niederlande verboten

Das amerikanische Unternehmen Uber ist in Neu Delhi und den Niederlanden verboten worden.

In Neu Delhi kam das Verbot nach einem schwerwiegenden Vorfall, eine Kundin wurde anscheinend von einem Uber-Fahrer vergewaltigt. Der Fahrer war wohl der Polizei bekannt und saß bereits wegen Vergewaltigung im Gefängnis. Bleibt die Frage, warum Uber keine ausführliche Überprüfung der Fahrer vornimmt. Als Folge hat die Regierung in Delhi dem Unternehmen untersagt, den Service weiter anzubieten. (via The Economic Times)

In den Niederlanden wurde dem Unternehmen untersagt, den UberPOP Ridesharing-Service durch Privatpersonen weiter anzubieten. Ähnlich ist es dem Fahrservice schon in Deutschland ergangen, hier wird der Ridesharing-Service mittlerweile in einigen Städten auf non-profit Basis angeboten und die Fahrer werden subventioniert. Laut Gericht verstößt das Angebot gegen niederländisches Recht, das lizensierte Fahrer für die gewerbliche Personenbeförderung vorschreibt. Uber hat angekündigt, gegen die Entscheidung vorzugehen und der Service wird weiter angeboten. Uber beruft sich auf ein Gesetzt, das erlassen wurde, als es noch keine Smartphones gab. (via Reuters)

Beide Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, dass sich Unternehmen im Mobilitätsbereich an lokale Begebenheiten anpassen und mit den lokalen Behörden zusammen arbeiten.

Bild: Screenshot Qunar.com

Nachrichtenübersicht: Lyft mit bester Woche, MyTaxi scheint Druck durch Uber zu spüren, MyDriver darf nicht mit Taxi werben, Ebay testet Same Day Delivery

Kurze Zusammenfassung aktueller Meldungen aus dem Transport und Mobilitäts-Bereich: Lyft hat in der Woche nach dem PR Desaster von Uber so viele Fahrten wie noch nie abgeschlossen. Außerdem versucht MyTaxi mit einer Marketing-Aktion gegen Uber in Hamburg anzutreten und MyDriver wurde es verboten, mit dem Begriff Taxi bei Google zu werben.

MyTaxi übernimmt in Hamburg 50% der Taxikosten

Das vor kurzem von Daimler übernommene Unternehmen MyTaxi startet am 1. Dezember eine Marketingaktion, die bis zum 24. Dezember andauert. Für alle Fahrten, die in dem Zeitraum in Hamburg über die App gebucht und auch durchgeführt werden, übernimmt MyTaxi 50% des Fahrpreises. Voraussetzung ist, dass die Taxifahrt auch über die MyTaxi-App bezahlt wird.

Einerseits möchte MyTaxi dadurch mehr Kunden dazu bewegen, gleich mit der App zu bezahlen, auf der anderen Seite scheint das Unternehmen den Druck von Uber zu spüren. Die amerikanische Konkurrenz ist vor ein paar Wochen mit einem Taxiservice gestartet und hat seinen Kunden 20% des Fahrpreises erstattet. Ausserdem bietet das Unternehmen in Hamburg einen Fahrservice mit Privatfahrern an, dafür werden für die Kunden nur 35 Cent pro Kilometer fällig. Das entspricht einer Ersparnis gegenüber dem Taxi von teilweise 80% und mehr. MyTaxi scheint sich durch die Übernahme von Daimler diese Marketing-Aktion leisten zu können. (via Hamburger Abendblatt)

MyDriver darf nicht mit Begriff Taxi bei Google werben

Die Taxivereinigung Frankfurt, die auch schon gegen Uber geklagt hat, hat den deutschen Vermittler von Limousinenfarhrten MyDriver verklagt und vor Gericht Recht bekommen. MyDriver hat bei Google mit dem Suchbegriff Taxi geworben, was die Taxivereinigung als unlauter fand. MyDriver hat mit dem Text „Taxi für Frankfurt buchen“ geworben, obwohl kein Taxi sondern ein Fahrservice mit hochwertigen Limousinen und Chauffeur gebucht werden kann. Sollte sich das Tochterunternehmen der Sixt Autovermietung nicht daran halten, droht die Taxi-Vereinigung mit einem Ordnungsgeld oder sogar Ordnungshaft. Mit dem Slogan „MyDriver statt Taxi“ darf das Unternehmen wohl weiter werben, im August hatte das Landgericht München dem Unternehmen in der Auseinandersetzung mit der Taxivereinigung Frankfurt recht gegeben und eine einstweilige Verfügung der Taxilobby abgelehnt. (via F.A.Z. und hr)

Ebay testet Same Day Delivery mit DHL

Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft testet das Unternehmen Ebay die Zustellung am selben Tag. Um die verkaufte Ware noch am selben Tag zustellen zu können, wir mit dem Paketdienst DHL zusammen gearbeitet. Zuerst ist der Service nur in Berlin verfügbar, über andere Städte wurden noch keine Angaben gemacht.  Das Projekt wird erstmal bis Ende 2014 laufen. Die Ware muss vor 14 Uhr bestellt werden und wird für eine Gebühr von 5 Euro am selben Tag zwischen 20:00 und 22:00 Uhr zugestellt. Der Service gilt nur für Artikel von sechs ausgewählten Händlern, weitere sollen in den nächsten Wochen folgen. Interessant auch, dass das Pilotprojekt mit DHL gestartet wurde und nicht mit Startups, wie MyLorry, die sich auf Same Day Delivery spezialisiert haben. Ebay und DHL wollen mit dem Pilotprojekt Erfahrungen sammeln, wie das Angebot von Händlern und Kunden genutzt wird. (via Ebay)

Lyft mit Rekordzahlen an absolvierten Fahrten

Das Ridesharing Unternehmen Lyft, dessen größter Konkurrent Uber in letzter Zeit viel negative Presse auf Grund von Äußerungen einiger Manager bekommen hat, hat so viele Fahrten pro Woche wie noch nie absolviert. Demnach scheinen einige Kunden Uber zu meiden und zum Konkurrenten mit dem Rosa Schnauzbart zu wechseln. Wäre interessant zu wissen, ob Unternehmen wie Sidecar oder Flywheel ebenfalls einen stärkeren Zuwachs als sonst hatten. Bisher hat sich Lyft noch wenig PR-Kapital aus den Schwächen der Konkurrenz geschlagen, wahrscheinlich auch, weil es selber mit ähnlichen Herausforderungen zu kämpfen hat und auch nicht sicherstellen kann, dass die gesammelten Kundeninformationen von Mitarbeitern missbraucht werden. (via VentureBeat)

Bild: Taxi von Moyan Brenn (via flickr), Lizenz: CC BY-ND 2.0

Kurznachrichten: Amazon testet Ridesharing Services für Same Day Delivery, Lyft verklagt ehemaligen COO, Fernbus-Preise bei Bahnstreik

Kurznachrichten: Spiegel Online hat im Minutentakt verfolgt, wie sich die Preise bei MeinFernbus verändert haben, nachdem Bahnstreik bekannt wurde, Amazon liefert via Taxi und Ridesharing und Lyft verklagt ehemaligen COO, der zu Uber gewechselt ist.

Same Day Zustellung via Taxi oder Uber

Amazon testet in San Francisco und Los Angeles die Zustellung von Bestellungen mittels Ridesharing Services bzw. Taxi Apps wie Uber und Flywheel. In verschiedenen Testläufen wurden Fahrzeuge über Flywheel und Uber bestellt, die Fahrzeuge wurden mit bis zu 10 Lieferungen für die selbe Postleitzahl beladen und es wurden bis zu 5 US$ pro Paket bezahlt, wenn die Lieferungen innerhalb einer Stunde zugestellt wurden. Laut WallStreetJournal entwickelt Amazon einen Algorithmus, der die unterschiedlichen Transportnetzwerke live vergleicht und die günstigste Alternative auswählt. In Deutschland hat bereits MediaMarkt/Saturn die Zustellung via Taxis getestet. (via ValleyWag)

Lyft verklagt ehemaligen COO

Lyft verklagt ehemaligen COO Travis VanderZanden, der zum Lyft-Konkurrenten Uber gewechselt ist und dort die  Internationale Expansion vorantreiben soll. VanderZanden wird vorgeworfen, dass er mehrere Tausend vertrauliche Dokumente auf seinen Privat-Laptop speicherte, kurz bevor er Lyft verlassen hat. Laut Lyft hat er mit diesem Vorgehen schon gegen die Geheimhaltungsvereinbarung verstoßen. Lyft möchte natürlich auch nicht, dass VanderZanden die geheimen Dokumente an Uber weiterreicht. VanderZanden wird auch vorgeworfen, dass er versucht, hochrangige Lyft-Mitarbeiter zu motivieren, ebenfalls zu Uber zu wechseln. (via TechCrunch)

Preisentwicklung von MeinFernbus nach Ankündigung von Bahnstreik

Spiegel Online hat im Minutentakt nachvollzogen, wie sich die Preise bei MeinFernbus entwickelt haben, nachdem der Bahnstreik bekannt geworden ist. Innerhalb von etwa 30 Minuten haben sich die Preise auf manchen Strecken verdreifacht. Die Analyse zeigt leider nicht, wie viele gestartete Buchungen nötig waren, um für den schnellen Preisanstieg zu sorgen (via ManagerMagazin)

Bild: Crowd in Railway-Station von Matthias Ripp (via flickr), Lizenz: CC BY 2.0

Uber öffnet API und erlaubt Einbindung in Apps von Drittanbietern

Uber hat gestern angekündigt, dass sie eine Schnittstelle (API) entwickelt haben, die eine Einbindung des Services in Dritt-Anwendungen ermöglicht.

Zum Start arbeitet Uber mit namenhaften Unternehmen, wie United, Starbucks, OpenTable oder TripAdvisor. Die Dritt-Anwendungen können Daten wie Abholort direkt an die Uber App weiterleiten und Informationen wie abgeschätzten Fahrpreis, Ankunftszeit, usw. abrufen.

Die aktuellen Partner bietet unterschiedliche Integrationen an. Über OpenTable kann eine Fahrgelegenheit gebucht werden, um zu dem Restaurant zu gelangen, in dem man einen Tisch reserviert hat. Die United App zeigt einem den Fahrpreis zum Flughafen und den Fahrer, der am nächsten steht, inkl. der geschätzten Reisezeit. Über die Hyatt App kann der Nutzer ein Zimmer buchen und gleichzeitig eine Fahrgelegenheit zum  Hotel buchen.

Wer die API mit voller Funktionalität einsetzen darf, wird dabei von Uber kontrolliert. Weitere Partnerschaften werden folgen, interessierte Entwickler und Unternehmen können sich bei Uber melden.

Vorteile für Uber und Anwender der API

Für Uber bietet die API die Möglichkeit, über viele Kanäle potentielle neue Nutzer auf sich aufmerksam zu machen. Außerdem bietet die API die Möglichkeit, die bestehenden Nutzer auf neue Use-Cases aufmerksam zu machen. Ein Uber Nutzer, der den Ridesharing Service bisher nur genutzt hat, wenn er am Abend ausgeht, sieht z.B. den Uber Button in der United App und fängt an den Service auf für seine Flughafen Fahrten zu nutzen.

Die Partner von Uber können den Service auch fürs Marketing nutzen, in dem z.B. spezielle Discounts angeboten werden, wie „Buche ein Hotel über TripAdvisor und erhalte 50% auf deine Fahrt mit Uber“.

Letztendlich geht es für Uber auch darum, weitere Informationen und Daten über das Verhalten der Nutzer zu sammeln.

Uber Affiliate Programm

Gleichzeitig startet Uber auch ein Affiliate Programm für die Entwickler, über das zur Zeit nur Uber Credits verdient werden können, in Zukunft sollen auch Barauszahlungen möglich sein. Im Moment bietet Uber 5 US$ Credits für jeden neuen Nutzer, der sich über eine Dritt-Anwendung anmeldet.

Interessant wird diese Option auch, wenn Uber sein Angebot ausrollt und in mehreren Städten Same Day Delivery Services wie Uber Corner Shop oder UberRush anbietet. Die API könnte dann auch für Online-Shops und Home Deilvery Services interessant werden.

Bild: Screenshot Uber for Developers Website

Google steckt große Summe in Google Shopping Express

Google will eine große Summe, im Raum stehen 500 Mio. US$, in den seinen Lieferdienst Google Shopping Express stecken. Die Summe soll dafür verwendet werden, das Angebot, das es bis jetzt nur in Städten, wie New York City oder San Francisco gibt, auf ganz USA auszuweiten. Mit dem ausgeweiteten Angebot soll auch Amazon angegriffen werden.

Mittels Google Shopping Express lassen sich Waren, die bei lokalen Händlern über Google bestellt wurden, per Kurier am selben oder nächsten Tag nach hause liefern.

Google wollte die 500 Mio. US$ Spritze nicht kommentieren, gleichzeitig macht der Leiter von Google Shopping Express, Tom Fallows, keinen hehl aus seinen Ambitionen: “ Sie können sehr davon ausgehen, dass wir wir viel Geld in das investieren werden und wir begeistert sind, das Investment über die Zeit aufrecht zu halten.“

Bisher wurde in Marketing in jeder Stadt und in eine Flotte investiert.  Außerdem wurde für ein Netzwerk an Kurierfahrern und Packern investiert, die die Waren einpacken und zu den Kunden liefern.

Google möchte mit dem Service seine Suchanzeigen verbessern. Auf Amazon kann man nach Produkten suchen und sie gleich kaufen. Bei einer  Google Suche war das bis jetzt nicht der Fall, seit fünf Jahren wurde nur die Information angezeigt, ob ein Artikel um die Ecke verfügbar ist oder nicht. Den Google-Nutzern wurde nicht geholfen, die Artikel auch einfach zu beschaffen. Eventuelle wird Google in den Suchanzeigen einblenden, dass der gewünschte Artikel in einem Shop in der Nähe ist und per Shopping Express sofort geliefert werden kann.

Anders als bei Amazon verfügt Google nicht über riesige Lagerhallen, in denen die Artikel eingelagert und verschickt werden. Google nutzt die lokalen Geschäfte als Quelle und erfüllt die Wünsche der Kunden, in dem ein Kurier die Ware in einem lokalen Geschäft abholt, die dann zum Kunden gebracht werden.

Google erhält eine Provision für jede Transaktion, normalerweise einen einstelligen Prozentsatz, außerdem müssen die Einkäufer 4.99 US$ pro Geschäft zahlen, das von einem Kurier besucht werden muss, um die Bestellung abzuschließen.
Der Chef von Shopping Express kann sich auch vorstellen, dass sie eine Flatrate-Mitgliedschaft starten, ähnlich wie bei Amazon Prime.

Bleibt abzuwarten, ob die Technologie von Uber eine Rolle spielen wird, in die Google Ventures im letzten Jahr investiert hat. Bisher wurde der Service von Uber in Google Maps eingebunden. Uber hat mit UberRush in New York City ebenfalls einen Kurierservice gestartet.

Photo:

Uber bestätigt „rekordverdächtige“ Finanzierungsrunde und kooperiert mit AT&T

Wie schon vor einigen Tagen berichtet, ist Uber dabei, eine weitere Finanzierungsrunde abzuschließen. Auf der CODE Konferenz hat Uber CEO Travis Kalanick eine rekordbrechende Bewertung seines Unternehmens bestätigt. Insgesamt könnten zusätzlich mehr als 500 Mio. US$ in das Unternehmen fließen, seit der Gründung im Jahr 2010 wurden schon mehr als 300 Mio US$ Risiko-Kapital aufgenommen.

Für Uber interessieren sich Private-Equity Funds, wie BlackRock, die z.B. auch einer der größten Aktionäre der Deutschen Bank sind.  An der Bewertung von 17 Milliarden US$, die vom Wall Street Journal in den Raum gestellt wurden, scheinen nicht aus der Luft gegriffen zu sein. Den Rekord, den Uber wohl brechen wird, ist die 10 Milliarden Bewertung von Startups wie Dropbox oder Airbnb.

Was rechtfertigt die Bewertung?

Travis Kalanick hat ebenfalls bestätigt, dass sein Unternehmen an den selbstfahrenden Fahrzeugen von Google interessiert ist. Er sagte: „Wenn kein Fahrer im Fahrzeug ist, sind die Kosten für ein Uber günstiger, als würde man ein eigenes Auto besitzen.“

Man kann davon ausgehen, dass Uber ein Teil von Googles Pilot-Phase sein wird, um die Fahrzeuge zu testen. Bis es soweit sein wird, wird allerdings noch einige Zeit verstreichen, da sich die Fahrzeuge noch in einem frühen Entwicklungsstatuts befinden. Über die Uber-App können, falls die Fahrzeuge straßenverkehrstauglich sind und falls genügend Prototypen vorhanden sind, die fahrerlosen Fahrzeuge bestellt werden.

Bis es soweit ist, werden noch mehrere Jahre ins Land gehen, zuvor werden Uber und Google schon näher zusammen rücke. Seit dem 258 Millionen US$ Investment von Google in Uber wurde in einem ersten Schritt die Möglichkeit zu Google Maps hinzugefügt, ein Uber über die App zu bestellen. Zur Zeit wird noch die Uber App geöffnet, wenn man auf die Option drückt, in der Zukunft sieht man vielleicht die Uber Fahrzeuge direkt in Google Maps. Außerdem hat Uber ein neues Programm für Fahrer un Fahrgäste  angekündigt, das auf Android Smartphones basiert.

Die Uber App wird auf jedem Android Smartphone vor-installiert sein, das vom größten amerikanischen Telefonanbieter AT&T verkauft wird. Ausserdem wird AT&T Provider für die Fahrer-Smartphones, die sich auf ein schnelles un zuverlässiges Netz verlassen können müssen, um ihrer Arbeit nachzugehen. Schön zu sehen, dass Uber nicht nur die Fahrgast, sondern auch dir Fahrerseite berücksichtigt, wenn es um Verbesserungen geht. Die Uber App wird dank des Deals auf etwa 50 Millionen Smartphones in den USA sein. Das deutsche Taxi-Startup myTaxi hatte bereits vor einiger Zeit einen Deal mit Samsung geschlossen, die myTaxi App wurde auf jedem Samsung Smartphone und Tablet vor-installiert. Mit Telekom (T-Ventures) als Investor, wurden auch Mobilfunk-Verträge an die Taxifahrer verkauft, Gerüchten zu Folge war auch jeder Taxifahrer verpflichtet, die myTaxi Fahrer App auf einem Smartphone mit Telekom Karte zu betreiben.

Ausserdem ist Uber dabei, aggressiv zu expandieren, mittlerweile ist der Service in mehr als 100 Städten weltweit verfügbar, die jährliche Run-Rate liegt laut WSJ bei 1,5 Milliarden US$. Die Versicherungssituation wurde mittlerweile ebenfalls gelöst, sogar die Versicherungslücke zwischen den Fahrten wurde geschlossen. Uber experimentiert ausserdem mit weiteren Services, so wurde in New York UberRush gestartet, ein Kurierservice für Same Day Delivery.

Nicht nur die wachsende Run-Rate, auch die Aussicht auf Uber mit fahrerlosen Fahrzeugen, evtl. als Ersatz für den öffentlichen Nahverkehr und die weitere Diversifikation können die hohe Bewertung rechtfertigen.

Media-Saturn testet Same Day Delivery mit Tiramizoo

Erfolg für das Münchner Startup tiramizoo. Media-Saturn testet ab sofort in mehreren Deutschen Städten einen Lieferservice, um online oder im Markt gekaufte Waren innerhalb von 3 Stunden zuzustellen. In 7 Großstädten können ab sofort Artikel, die online bei Media Markt oder Saturn bestellt wurden, per Expressservice zugestellt werden, dieser Expressservice wird von tiramizoo durchgeführt. Sollte sich der Test als erfolgreich erweisen, soll das Angebot schrittweise auf weitere Städte ausgeweitet werden.

Voraussetzung ist, dass der Kunde im Liefergebiet in der jeweiligen Stadt wohnt und der Artikel im Markt vor Ort vorrätig ist. Ob der Service buchbar ist, bekommt der Kunde beim Bestellvorgang angezeigt. Die online kaufte Ware wird direkt vom Markt mit einem Kurier von tiramizoo verschickt und an der Haustür übergeben.

Expresslieferung für 9.90€ extra.
Expresslieferung für 9.90€ extra.

Der Service mit tiramizoo kostet 9.90 € zusätzlich zu den 4.99 € Versandgebühr und die Lieferung ist innerhalb von 30 Minuten bis 3h nach Bestelleingang möglich. Wer die Ware nicht sofort haben möchte, kann auch einen Wunschtermin innerhalb von 4 Tagen wählen, um sicherzugehen, dass man auch zuhause ist.

Das Lieferangebot kann derzeit für alle Produkte in Anspruch genommen werden, ausgenommen Artikel mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren sowie Großgeräte und TV-Geräte ab 42 Zoll. Unmittelbar nach Bestelleingang bereiten Mitarbeiter im jeweiligen Markt den Versand der Ware vor. Zugleich werden Bestellungen von tiramizoo über eine Plattform an Kuriere vermittelt, welche die Produkte im Markt abholen und zum Kunden nach Hause bringen.

Das Unternehmen kooperiert bereits mit dem Hamburger Taxi-Startup myTaxi, um im Markt gekaufte Lieferungen aus den Hambuger Märkten von einem Taxi-Fahrer für einen Fixpreis von 15€ innerhalb von 90 Minuten nach hause transportieren zu lassen. Es wird interessant zu beobachten sein, ob weiterhin die beiden Lösungen für die Sofort-Lieferungen angeboten werden oder ob myTaxi den kürzeren zieht. Über myTaxi Delivery hat man schon länger nichts mehr gehört, Sven Külpers, einer der Geschäftsführer gab letztens auch keine Auskunft, ob das Same-Day-Delivery Angebot gut angenommen wird und bereits von weiteren Shops genutzt wird.

Media-Saturn hat also einen Sofort-Lieferservice für Kunden, die sich die Mühe machen und die Märkte besuchen und auch für Kunden, die online bestellen und setzt sich so von der Konkurrenz ab und nutzt gleichzeitig sein Filialnetz, um Waren schneller zum Kunden zu bringen.

Das Logistik-Unternehmen Tiramizoo wurde 2010 in München gegründet und konnte seit dem Investoren, wie Daimler, Bayern Capital und den HTGF überzeugen, außerdem stieg der Paketdienst DPD ein, der wiederum mehrheitlich zur französischen Post gehört. Daimler ist interessanterweise über die Tochter car2go auch bei dem Taxi-Anbieter myTaxi investiert.

UberRUSH startet in New York City – Same Day Delivery mit Fahrradkurieren

Uber hat in New York City den Service UberRush als on-demand Service für Lieferungen gestartet. Interessant ist, dass Gett bereits einen Tag eher eine Kooperation mit dem Startup WunWun angekündigt hat, um einen ähnlichen Service anzubieten. Gett und Uber sind in letzter Zeit öfters aneinandergeraten.

Der UberRUSH Service  beinhaltet laut Blog-Eintrag nur den Transport der Ware, ein Einkaufsservice wird nicht geboten. Der Transport der Ware wird nicht mit Limousinen oder uberX Fahrzeugen durchgeführt, sonder durch Fahrradkuriere. Ein Vorteil ist, dass der RUSH Service ganz einfach mit dem bestehenden Account und über die normale Uber-App gebucht werden kann, ein Nachteil ist die Größenbeschränkung, da wirklich nur kleinere Sendungen verschickt werden können. Der Service ist rund um die Uhr verfügbar und über die App kann die Lieferung in real-time verfolg werden und die Lieferung ist bis zu einem Wert von 250 $ versichert.

Bei der Kooperation zwischen Gett und WunWun sieht es so aus, als könnten auch größere Pakete transportiert werden, da die Lieferung mit Fahrradkurieren oder den Fahrzeugen durchgeführt wird, die bei Gett registriert sind. Ein Nachteil ist, dass der Kunde sowohl einen Gett als auch einen WunWun Account besitzen muss, um den on-demand Lieferservice nutzen zu können.

Die Kosten bei Uber starten bei 15$ und erhöhen sich um jeweils 5$ für jede weitere Zone, eine Fahrt von der Upper West side nach Lower Manhattan kostet 30$ das entspricht ca. 23 €. Das Gewicht einer Sendung ist auf 30 Pounds, also ca. 15 Kg begrenzt.

Interessant ist auch, dass Uber den neuen Service in NYC startet, obwohl der Unternehmenssitz in San Francisco ist. Eventuell hat das damit zu tun, dass in San Francisco schon Unternehmen wie Postmates weiter verbreitet sind oder weil New York der größte Markt für Uber sein könnte.

Laut Twitter-Account von Uber Berlin ist kein Rollout in Deutschland demnächst geplant, da ist ein Start des Ridesharing Dienstes UberPOP wahrscheinlicher. Interessant zu beobachten ist auch die weitere Entwicklung von MyLorry und co., die bereits mit Same-Day Delivery Service in Berlin und München experimentieren.