Category Archives: selbstfahrende Autos

Lyft und Jaguar Land Rover arbeiten zusammen

Jaguar hat als nächster Automobilhersteller angekündigt, mit einer Ride Hailing Plattform kooperieren zu wollen. Jaguar Land Rover investiert über das Investment-Vehicle InMotion 25 Mio. US$ in den Fahrdienst Lyft und stellt Fahrzeuge für die luxuriöse Version des Ridesharing Dienstes zur Verfügung. Außerdem arbeiten beide Unternehmen gemeinsam an dem Thema vollautomatisiertes Fahren.

Trend geht auch bei Jaguar Land Rover in Richtung on-demand Mobility

Bisher sind schon mehrere Automobilhersteller Kooperationen mit Ride Hailing Plattformen eingegangen. Daimler arbeitet unter anderem mit Uber zusammen und betreibt mit myTaxi eine eigene Taxi App. Auch General Motors arbeitet schon mit Lyft zusammen und hat eine große Summe in die Plattform investiert.  Die Automobilindustrie wurde davon überzeugt, dass privater Autobesitz zuerst in den Städten zurück gehen wird und die Einwohner vermehrt auf on-demand Mitfarhdienste setzen werden. Gemeinsam mit den Startups wollen die Hersteller Technologien und Dienstleistungen entwickeln und somit auch neue Umsatzkanäle erschließen.

Premiumhersteller erhält Zugang zu Plattform mit vielen Nutzern

Jaguar Land Rover ist ein kleinerer Premiumhersteller und rangiert weit hinter BMW, Daimler oder Audi. Die Partnerschaft mit Lyft ist ein wichtiger Schritt für den Hersteller, der vor allem in Großbritannien beliebt ist. Dank der Kooperation erreicht Jaguar Land Rover eine große Nutzergruppe über die Lyft Plattform. Andere Hersteller gehen noch davon aus, dass sie eine eigene Plattform  mit großer Reichweite aufbauen können. Darin haben sie aber keine Erfahrung under werden das auch recht schnell merken. Die Limousinen und SUVs von Jaguar und Land Rover werden der Premium-Version von Lyft zum Einsatz kommen. Weitere Premium Mobilitätsangebote sollen entwickelt werden.

Vollautomatisierte Fahrzeuge und weiter Dienste auf der Road Map

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch die vollautomatisierten Fahrzeuge von Jaguar und Land Rover auf der Lyft Plattform getestet werden. Bis es soweit ist, werden noch ein paar Jahre vergehen. Beide Unternehmen betonen die strategische Ausrichtung der Partnerschaft. Gemeinsam lassen sich schneller innovative Mobility Lösungen für die Kunden beider Partner entwickeln.

Bild: InMotion (alle Rechte vorbehalten)

Nissan-Renault plant einen Ridesharing Dienst mit autonomen Fahrzeugen

In den kommenden zehn Jahren will Nissan-Renault einen eigenen Ride Sharing Dienst aufbauen. Damit schließt sich der Automobilhersteller einer Reihe anderer Hersteller an, die sich durch Startups und Mobilitätsdienstleister bedroht fühlen. Ziel ist es, unabhängiger von der Fahrzeugproduktion zu werden.

Autonome Elektroautos als vielversprechende Zukunft

Elektromobilität in Verbindung mit autonomen Systemen und großen Ride Sharing Plattformen gelten als Zukunft der Mobilität. Der Automobilhersteller Nissan-Renault will dabei einen Fahrdienst mit autonomen Autos aufbauen. Innerhalb der kommenden zehn Jahre soll es soweit sein, der Konzern braucht also noch etwas Zeit, um die elektrischen autonomen Fahrzeuge zu entwickeln. Die Zeit werden bestehende Netzwerke nutzen, um weiter zu wachsen. Bleibt fraglich, ob neue Marktteilnehmer in zehn Jahren noch eine Chance haben, ein Ride Hailing Netzwerk mit großer Reichweite aufzubauen.

Können Automobilhersteller Mobility Services aufbauen?

Ähnlich wie Ford auch, geht der Konzern davon aus, aus eigener Kraft einen Service aufbauen zu können, der mit Uber und Co. Mithalten kann. Da die Erfahrung beim Aufbau von Reichweite starken Mobilitätsdiensten fehlt, muss beobachtet werden, ob das wirklich gelingt.

Andere Hersteller positionieren sich als Flottenbetreiber

Andere Hersteller wie Daimler oder General Motors verfolgen eine andere Strategie. Anstatt eine eigene Ride Hailing Plattform aufzubauen, positionieren sich die Hersteller als Flottenbetreiber für Ridesharing Plattformen. Daimler hat zum Beispiel mit Uber eine Kooperation vereinbart, um die vollautomatisierten Autos auf dem Uber Netzwerk einzusetzen. General Motors hat sich an Lyft beteiligt und plant den Einsatz von Fahrzeugen auf der Plattform.

Nissan-Renault unter Druck

Wie andere Hersteller auch, ist Nissan-Renault unter Druck, um im Wettbewerb um die selbstfahrenden Autos nicht den Anschluss zu verlieren. Der Automobilhersteller hat eine Forschungskooperation zum Thema vollautomatisiertes Fahren gegründet, die sich aber noch ziemlich am Anfang befinden dürfte. BMW zum Beispiel erweitert stetig sein Netzwerk an Partnern, um schneller Systeme für autonomes Fahren zur Serienreife zu bringen. Startups wie nuTonomy oder Uber und Technologieunternehmen wie Waymo oder Apple fordern die Automobilindustrie heraus.

Bild: Nissan-Renault (alle Rechte vorbehalten)

Waymo Flotte wird von Avis gemanagt

Der Mietwagenanbieter Avis hat eine Vereinbarung mit der Alphabet Tochter Waymo geschlossen. Waymo hat Avis damit beauftragt, die Flotte an vollautomatisierten Fahrzeugen zu betreuen. Das ist die erste Partnerschaft zwischen einer Autovermietung und einem Unternehmen, das autonome Autos entwickelt.

Avis soll Flotte managen

Zuerst beschränkt sich die Zusammenarbeit auf Phoenix. In der amerikanischen Stadt betreibt Waymo ein Pilotprojekt mit umgebauten Chrysler Fahrzeugen. Avis wird die Fahrzeuge warten und Platz für die Unterhaltung der Autos zur Verfügung stellen. Die Partnerschaft wird für ein paar Jahre geschlossen, ist aber nicht exklusiv. Wie lukrativ das Flotten Management as a Service Modell für Avis sein wird, muss sich erst noch raus stellen.

Autovermieter müssen sich auf Umbruch einstellen

Avis sucht neue Wege, um sich auf die Umbrüche im herkömmlichen Vermietgeschäft einzustellen. Des weiteren werden auch Unternehmen wie Europcar oder Sixt von den Veränderungen im Mobilitätsbereich betroffen sein. Mit der Serienreife von vollautomatisierten Fahrzeugen wird sich das Geschäft der Autovermietungen grundlegend ändern und neue Geschäftsfelder müssen erschlossen werden. Avis verfügt über die Erfahrung im Management von großen Fahrzeugflotten. Diese Erfahrungen macht sich der Konzern zunutze, um sich als verlässlicher Partner der Alphabet Tochter zu platzieren. Sollte die Partnerschaft erfolgreich sein, könnten außerdem die eigenen Kunden dazu bewegt werden, einen Service mit autonomen Autos zu nutzen.

Zu dem Autovermieter gehört auch das Carsharing Unternehmen Zipcar. Der on-demand Dienst verfügt auch über mehr als eine Millionen Mitglieder, die in Zukunft auf einen Fahrdienst mit vollautomatisierten Autos umsteigen könnten. Auch die Zipcar Fahrzeuge würden sich für den Einsatz der Waymo Technik eignen.

Partnerschaften hoch im Kurs

Waymo erweitert damit sein Netzwerk an Partnerschaften. Vor kurzem wurde bekannt, dass Waymo mit Lyft kooperieren wird. Außerdem befindet sich die Google Tochter in Gesprächen mit Honda, um die Technologie für autonome Fahrzeuge zu verkaufen. In Phoenix sollen 600 Chrysler Minivans getestet werden, langfristig wird die Flotte wachsen. Für den Autovermieter Avis ist es ein cleverer Schachzug, sich als Partner für das Management von selbstfahrenden Flotten zu positionieren. Da die Fahrzeuge im Vergleich zu herkömmlichen Auto mehr ausgelastet sein werden, wird auch der Wartungsbedarf steigen.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Continental tritt der Kooperation von BMW und Co. bei 

Die Kooperation von BMW rund um das Thema vollautomatisiertes Fahren wächst weiter. Neben Delphi, Intel und Mobileye tritt auch der deutsche Zulieferer Continental dem Bündnis bei. Continental soll Entwicklungspartner und Systemintegrator werden.

Skalierbare Plattform für Automobilhersteller

Ziel des Bündnisses ist die Entwicklung einer skalierbaren Technologieplattform für vollautomatisiertes Fahren. Diese soll nicht nur für BMW vorbehalten sein, sondern auch anderen Herstellern zugänglich gemacht werden. Continental sieht sich dabei als Systemintegrator in einer Schlüsselrolle. Außerdem soll weiteres Know-how entlang der gesamten Wirkkette des automatisierten Fahrens beigesteuert werden.

Hohe Komplexität der beteiligten technischen Systeme

Die Spanne und die Komplexität der beteiligten technischen Systeme am automatisierten Fahren sind groß. Die Kompetenz von Continental erstreckt sich über das volle, dafür notwendige Leistungsangebot. Seit 2014 testet Continental automatisiertes Fahren auf öffentlichen Straßen in Japan. Die Tests sind wichtig, damit Fahrzeughersteller ihre Serienproduktion Schritt für Schritt mit einer Technik ausrüsten können, die an lokale Besonderheiten angepasst ist.

Delphi mit vergleichbarer Aufgabe wie Continental

Vor kurzem wurde bekannt, dass BMW den Zulieferer Delphi ebenfalls zu der Kooperation hinzugefügt hat. Überraschend ist dabei, dass sowohl der neue Kooperationspartner als auch Delphi als Systemintegrator in Erscheinung treten sollen. Da beide Kooperationspartner eine ähnliche Aufgabe haben werden, könnte das zu Spannungen im Projekt führen.

Führen Kooperationen zum Erfolg?

BMW will durch die Kooperationen dem Ziel näher kommen, bis 2021 autonome Fahrzeuge in Serie zu produzieren. BMW, Intel und Mobileye bündeln bereits seit 2016 das Know-how. Im Rennen um die autonome Mobilität ist der Konzern im Wettbewerb mit anderen herkömmlichen Automobilherstellern aber auch Technologiekonzernen und Startups. Bisher scheint es so, als hätten die Technologiekonzerne und Startups die Nase vorne. Es bleibt abzuwarten, ob Unternehmen wie BMW oder Daimler mit komplexen Kooperationen aufholen können.

Bild: Continental (alle Rechte vorbehalten)

Lyft will bis 2025 eine Milliarde Fahrten mit autonomen Elektroautos durchführen

Die Ride Hailing Plattform setzt in der Zukunft auf vollautomatisierte Elektroautos. Bis zum Jahr 2025 sollen eine Milliarden Fahrten mit den umweltfreundlichen Fahrzeugen durchgeführt werden. Lyft will damit ein Zeichen für das Klimaabkommen von Paris setzen, das vor kurzem von US Präsident aufgekündigt wurde.

Erneuerbare Energie für Lyft Fahrten

Lyft hat weitere Punkte veröffentlicht, wie eine höhere Nachhaltigkeit erreicht werden soll. Unteranderem werden alle autonomen Elektrofahrzeuge auf der Lyft Plattform mit erneuerbarer Energie geladen. Auch die nuTonomy Fahrzeuge, die gegen Ende des Jahres in Boston eingesetzt werden sollen, werden mit erneuerbarer Energie geladen. Vor kurzem haben Lyft und nuTonomy eine Partnerschaft verkündet. Bis Ende des Jahres sollen einige umgerüstete Renault ZOE Fahrzeuge auf der Lyft Plattform zum Einsatz kommen.

Großes Wachstum wird angenommen

Großes Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 sollen eine Milliarden Fahrten pro Jahr mit den autonomen Elektrofahrzeugen durchgeführt werden. Das soll dazu führen, dass die im Transportbereich generierten CO2 Emissionen in den USA um fünf Tonnen pro Jahr reduziert werden sollen. Die Zahl von einer Milliarde ist ambitioniert, im Jahr 2016 wurden in den USA etwa 160 Mio. Fahrten vermittelt. Die Lücke muss durch enormes Wachstum in den nächsten Jahren geschlossen werden.

Durchbruch für Elektromobilität

Das Startup glaubt fest daran, dass durch Ride Hailing Angebote in Verbindung mit vollautomatisierten Fahrzeugen ein Durchbruch bei der Elektromobilität erreicht werden kann. Der Anteil der Elektrofahrzeuge soll dadurch in den USA von ca. 0.1% auf einen  Mehrheit  anwachsen. Dadurch dass die Fahrzeuge gut ausgelastet sein werden, amortisieren sich die Mehrkosten bei der Anschaffung innerhalb kurzer Zeit. Dei Frage ist, wer die Autos betreiben wird.

Damit Lyft das in acht Jahren schafft, muss sich das Unternehmen anstrengen die richtigen Partnerschaften zu schließen. Gleichzeitig müssen die Technologien für vollautomatisiertes Fahren bis spätestens 2021 serienreif sein und der politische Rahmen für den flächendeckenden Einsatz geschaffen sein.

Entweder betreibt Lyft die Fahrzeuge oder externe Partner werden die Autos auf der Plattform einsetzen. Letzteres ist wahrscheinlicher, da die Kosten für Lyft geringer sind. Ähnlich geht auch Konkurrent Uber vor. Die Plattform kooperiert zum Beispiel mit Daimler. Daimler will in Zukunft eine Flotte an autonomen Autos betreiben und bei Uber einsetzen.

Umweltberater begleitet das Unternehmen

Um bei diesem Vorhaben Unterstützung zu erhalten, wurde Paul Hawken als Berater engagiert. Hawken ist Direktor der Umweltorganisation Drawdown. Der Experte will die Umweltstrategie des Unternehmens managen und der Plattform aufzeigen, wie die nachhaltigen Vorzüge der Plattform gestärkt werden können.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Tim Cook bestätigt: Apple fokussiert sich auf Systeme für autonome Fahrzeuge

In den letzten Jahren gab es viele Gerüchte um die Aktivitäten von Apple rund um autonome Fahrzeuge. Nun hat Apple CEO Tim Cook erstmal bestätigt, dass sich das Unternehmen mit vollautomatisierten Fahrzeugen befasst und den Fokus auf die Entwicklung von Systemen für autonome Fahrzeuge gelegt hat.

Apple ändert Ausrichtung im letzten Jahr

Apple hat im laufe der letzten Jahre die Ausrichtung des Projekts geändert. Am Anfang wurde ein Team aufgebaut, das ein komplettes autonomes Fahrzeug entwickeln soll. Im letzten Jahr fand dann eine Umstrukturierung des Projekts statt. Zu Beginn wurden mehr als 1000 Ingenieure und Experten eingestellt, um an dem Projekt Titan zu arbeiten.

Ride Hailing, autonomes Fahren und Elektromobilität als Megatrends

Die steigenden Kosten und die hohe Komplexität des Vorhabens haben Apple dazu bewegt, die Ausrichtung zu ändern. Der Fokus liegt jetzt auf der Entwicklung von Technologien und Systemen, die für vollautomatisierte Fahrzeuge benötigt werden. In dem Bloomberg Interview bestätigt, dass diese Kerntechnologie für Apple sehr wichtig ist. Außerdem ist es eines der schwierigsten Projekte rund um künstliche Intelligenz, an dem man arbeiten kann. Cook sieht eine kommende Disruption im Automobilbereich. Autonomes Fahren, Elektromobilität und Ride Sharing werden die Mobilitätslandschaft grundlegend verändern. Im letzten Jahr hat sich Apple mit einer Milliarde US$ an Didi Chuxing beteiligt, dem größten Ride Hailing Netzwerk in China.

Tim Cook: Apple meint es ernst

Es ist das erste mal, dass sich offiziell zu dem Vorhaben äußert. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass Apple sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt und Vollgas geben wird.   In den letzten Monaten haben verschiedene Anzeichen schon verdeutlicht, dass Apple an einem autonomen Auto arbeitet. Unter anderem wurde dem Konzern eine Testlizenz für vollautomatisierte Autos in Kalifornien erteilt. Laut Insidern wurden die Autos schon seit fast einem Jahr auf öffentlichen Straßen getestet.

Technologieunternehmen positionieren sich als Zulieferer

Im Angesicht der autonomen Zukunft der Automobilindustrie, haben sich immer mehr Technologieunternehmen dazu entschieden, sich als Zulieferer zu positionieren. Die Google Tochter Waymo zum Beispiel hat bereits Partnerschaften mit mehreren Fahrzeugherstellern vereinbart. Fiat Chrysler testet bereits mehrere umgerüstete Fahrzeuge mit Waymo Technologie. Volvo hat sich mit Uber zusammengetan, um die Technologien für die vollautomatisierten Auto weiter zu entwickeln. Lexus Fahrzeuge mit entsprechenden Aufbauten sind zur gleichen Zeit im Netz aufgetaucht.

Bild: Mike Deerkoski (bestimmte Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Taxis: Lyft kooperiert mit NuTonomy

Das Startup NuTonomy hat im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt, da es noch vor Uber das erste selbstfahrende Taxi getestet hat. Zusammen mit der Ride Hailing App Grab wurden Fahrten mit vollautomatisierten Fahrzeugen in Singapur angeboten. Jetzt folgt die nächste Partnerschaft mit einer Ride Sharing App. Lyft und NuTonomy testen gemeinsam in Boston.

Vollautomatisierte Fahrzeuge in Boston

Lyft hat bekanntgegeben, dass eine Partnerschaft mit NuTonomy vereinbart wurde. Langfristiges Ziel von Lyft ist es, tausende autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Bis ist soweit ist, starten die beiden Unternehmen in den nächsten Monaten ein Pilotprojekt. Lyft Nutzer können dann über die Lyft App ein vollautomatisiertes Fahrzeug von NuTonomy bestellen. In einer ersten Phase soll an dem Nutzererlebnis im Fahrzeug gearbeitet werden. Wahrscheinlich wird in einer ersten Version ein Table in den Autos installiert, auf dem eine abgeänderte Version der Lyft App läuft. Die Kunden sollen darüber mehr Informationen erhalten, wie die Sensoren und Kameras dabei helfen, vollautomatisiert durch die Straßen zu navigieren.

Nächste Kooperation nach Waymo

Die Fahrdienstplattform geht damit die nächste Kooperation mit einem Unternehmen ein, das selbstfahrende Autos entwickelt. Im letzten Monat wurde verkündet, dass das Unternehmen auch mit der Google Tochter Waymo zusammen arbeitet. Zusätzlich gehört der Automobilhersteller General Motors zu den Investoren von Lyft. Der Konzern hat auch große Ambitionen, eigene autonome Fahrzeuge bei Lyft einzusetzen. Lyft will sich durch dich Partnerschaften mit den führenden Startups in dem Bereich in eine starke Position bringen. Gleichzeitig könnte es auch als Zeichen gewertet werden, dass NuTonomy und Waymo schneller bei der Entwicklung von serienreifen vollautomatisierten Fahrzeugen sind, als GM.

Auch Peugeot kooperiert mit NuTonomy

Das Startup ist eine Ausgründung der Eliteuni MIT und befasst sich seit 2013 mit der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Im vergangenen Monat hat der französische Automobilhersteller PSA Group bekanntgeben, dass zusammen mit NuTonomy Technologien für autonome Fahrzeuge entwickelt werden.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Der nächste Streich: Autonomes Shuttle e.GO Mover aus Aachen

Bisher kamen autonome Elektro Shuttle vorwiegend aus dem Ausland. Das amerikanische Startup Local Motors testet zum Beispiel die autonomen Minibusse mit der Deutschen Bahn auf einem Forschungskampus in Berlin. Der Alstom Konzern ist bei einem französischen Anbieter eingestiegen. Jetzt startet auch ein deutsches Unternehmen mit der Entwicklung eines selbstfahrenden Shuttles. Die Ausgründung der RWTH-Aachen e.Go Mobile und der Automobilzulieferer ZF gründen ein Gemeinschaftsunternehmen.

e.GO Mover als Shuttle und Cargo Version

Das Unternehmen heißt e.GO Moove und das Ziel ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb eines autonomen Shuttlebus, der elektronisch angetrieben wird. Das Elektrofahrzeug soll auch in einer Cargo Version angeboten werden, um Lasten zu transportieren. Eine Testflotte soll ab kommendem Jahr verfügbar sein. Letztendlich soll vollautomatisiertes Fahren auf Stufe 4 ermöglicht werden.

Zubringer und Alternative für den ÖPNV

Ein selbstfahrender Shuttle ist in deutschen Städten als Zubringer für den Öffentlichen Nahverkehr interessant. In Städten ohne Bahn-Netz kann mit selbstfahrenden Fahrzeugen eine Alternative geschaffen werden, um dem Verkehr zu entlasten. Erste positive Ergebnisse zeigen auch Carpooling Services, die auf menschliche Fahrer setzen. Mehrere Studien haben heben ebenfalls die Vorteile von cleveren Shuttle Diensten für den Verkehr in Großstädten hervor. Städte, wie Berlin, starten eigene Überlegungen für einen smarten Shuttle Dienst, der später auf autonome Autos setzte soll.

Komponenten aus dem Regal

Bei dem e.GO Mover kommen die Antriebstechnik und weitere Komponenten von ZF. Von dem asiatischen Konzern NVIDIA wird die Technik für die selbstfahrenden Eigenschaften zugesteuert. Mit dem selbstfahrenden Shuttle sorgt die Ideenschmiede rund um Prof. Dr. Schuh nicht zum ersten Mal für Aufsehen. In der Vergangenheit ist dort der StreetScooter entstanden, der mittlerweile von der Deutschen Post eingesetzt wird. Auch das preisgünstige Elektroauto e.Go kommt gut an.

Bild: e.GO Mobile AG (alle Rechte vorbehalten)

Interview mit Maxim Nohroudi: Wer kontrolliert die Mobilitätsplattform? Das ist die zentrale Frage!

Maxim Nohroudi, Gründer und Managing Director des Technologieunternehmens door2door, spricht über die Stärken eines on-demand ÖPNVs, und über door2doors Mobilitätsplattform, mit der die Städte Freyung und in Duisburg ab September den Bürgern neue Mobilität anbieten werden.

Maxim, Stadt oder Land? Wo ist ein on-demand ÖPNV eigentlich sinnvoller?

Genau das wollen wir ja zeigen: In beiden Umgebungen ist ein on-demand ÖPNV absolut sinnvoll. Unser Ziel war es bis zum Spätsommer, sowohl in einer ländliche Stadt als auch in einer Metropole, die positiven Effekte sichtbar zu machen. Wir freuen uns sehr dass wir die ersten sind, denen das gelungen ist.

Gibt es denn Unterschiede?

Auf dem Land erhöhen wir damit die Mobilität der Bürger ganz erheblich. Plötzlich macht ÖPNV die Menschen wieder mobil – unabhängig vom eigenen Auto. Wir schaffen damit einen Nahverkehr, der für alle jederzeit zugänglich und kostengünstig ist. Busse, die dann nur dreimal am Tag halten und Sonntags gar nicht verkehren sind Geschichte. Die Kreisstadt Freyung in Niederbayern macht mit dem “Freyung-Shuttle” seine Bürger flexibler und unabhängiger.

In der Stadt hingegen wird ein on-demand ÖPNV die Straßen massiv entlasten und durch wegfallende Parkplätze Platz für nachhaltige Stadtentwicklungen schaffen. Eine Studie der OECD über die Stadt Lissabon ergab, dass mit nur 3% shared, on-demand Shuttles insgesamt 97% der privaten Fahrzeuge auf den Straßen ersetzt werden können. Eine wichtige Voraussetzung ist, dass die Shuttles in den bestehenden ÖPNV eingebettet sind. Gemeinsam mit der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) werden wir in der Ruhrmetropole die positiven Effekte Schritt für Schritt erfahrbar machen.

Die Basis für das on-demand Ridesharing – in Freyung und in Duisburg – ist die Mobilitätsplattform von door2door. Was genau unterscheidet diese von anderen Rideshare-Anbietern?

Unsere Wette war: Städte wollen eigene Mobilitätsplattformen haben, die sie autonom, unabhängig und autark betreiben. Sie wollen selber entscheiden, wie die Mobilität in ihrer Stadt funktioniert, zu welchem Preis, mit welchen Angeboten und vor allem: verbunden mit existierenden Angeboten des ÖPNV – also Bus, Tram oder U-Bahn. Sie wollen letztlich die Hoheit über die Plattform haben und das finde ich auch richtig so. Genau das machen wir. Door2Door stellt Städten und Verkehrsunternehmen genau so eine Lösung zur Verfügung. Dadurch können die Städte neue Mobilitätsprodukte einführen – wie in Freyung oder Duisburg – oder aber auch andere Player in die Plattform integrieren – bspw. Car- oder Bikesharing.

Andere Rideshare-Anbieter wollen gleichzeitig auch innerhalb der Plattform Mobilitätsprodukte anbieten und vor Ort selber betreiben. Damit entsteht ein gefährlicher Interessenkonflikt, denn keiner wird dadurch den ÖPNV stärken, sondern im Zweifel sein eigenes Mobilitätsprodukt nach vorne pushen, um mehr Geld zu verdienen. Das haben die Städte erkannt. In Manhattan haben wir durch solche Mobilitätsservices mittlerweile 50.000 Fahrzeuge mehr auf der Straße. Also mehr Staus, mehr CO2 und noch weniger Parkplatzraum. Das ist dann eben das Ergebnis, wenn die Stadt nicht die Hoheit über die Plattform hat und intelligent steuert.

Wir sehen uns als ‘Enabler’ unserer Partner und befähigen Kommunen und öffentliche Verkehrsbetriebe, selber – also eigenständig und unabhängig – Ridesharing Angebote einfach zu implementieren und zu betreiben. In Freyung werden die lokalen Beförderungsunternehmen und in Duisburg die Duisburger Verkehrsgesellschaft den Service betreiben.

Die Stadt, die Kommune und der ÖPNV Anbieter sind also gemeinschaftlich Betreiber der Mobilitätsplattform und stehen im Mittelpunkt der neuen Angebote. Sie kontrollieren die Plattform selber. Kein Dritter, mit eigenen Mobilitätsinteressen. Genau das bieten wir und unterscheidet uns von allen anderen Anbietern. Wir legen großen Wert auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit.

Dann ist door2door also gar nicht interessiert daran, irgendwann mal eigene Fahrzeuge zu besitzen und zu betreiben?

Nein, das ist nicht unsere Absicht. Wir verfolgen die Vision einer Welt ohne private PKWs und sind uns bewusst, dass Städte, Kommunen und Verkehrsträger auf wichtige Erfahrungswerte zurückgreifen können. Als Technologieunternehmen können wir aber digitale Lösungen anbieten, die das bestehende Angebot optimieren und den Betrieb vereinfachen. Das ist unser Beitrag zum großen Ganzen.

Zurück zu Freyung: Warum macht eine ländliche Kommune sowas?

Digitalisierung im ländlichen Raum bietet enorme Chancen für den öffentlichen Nahverkehr. Ein on-demand-ÖPNV stärkt die öffentliche Daseinsvorsorge mit einer effizienten Verbindung von Angebot und Nachfrage und deutlich geringeren Kosten für Landkreise und Kommunen. Durch das Ridesharing, also das Teilen von Fahrten, wird der Preis des ÖPNV insgesamt kostengünstiger, da er effizienter genutzt wird und so kosteneinsparungen möglich werden. Der Freyung Shuttle wird die eingesetzten Fahrzeuge effizient auslasten und dementsprechend eine höhere Abdeckungsrate erzielen. Weiterhin kommen auf die Stadt Freyung keine zusätzlichen Investitionskosten in Fahrzeuge oder Mitarbeiter zu, da vor Ort bereits alles vorhanden ist und der Betrieb schnell aufgenommen werden kann.

Aber werden die Bürger Freyungs dieses Angebot auch nutzen?

Der Stadtrat hat – einstimmig! – beschlossen das System einzuführen. Darauf ist der Bürgermeister, Dr. Olaf Heinrich, zu Recht sehr stolz. Das zeigt, wie groß die Unterstützung ist, über alle Parteien hinweg. Als ich selbst vor Ort war, konnte ich mir ein Bild von der innovativen Gemeinde machen, die sogar kostenloses Wlan in der ganzen Stadt zur Verfügung stellt – da kann sich Berlin noch eine Scheibe abschneiden. Die Voraussetzungen sind also hervorragend gegeben.

Maxim Nohroudi, kannst du dieses “Große Ganze” einmal weiter beschreiben? Wie sieht die Mobilität der Zukunft für dich aus?

Die Zukunft der Mobilität ist ganz klar von selbstfahrenden Autos bestimmt. Darin besteht kein Zweifel. Der Verkehr wird anhand von künstlicher Intelligenz stetig optimiert und die Menschen werden keine eigenen Autos mehr besitzen – außer vielleicht als Hobby. Aber die Fortbewegung wird insgesamt viel einfacher werden und für die meisten Menschen überhaupt kein Kopfzerbrechen mehr darstellen. Unsere Plattform ist der erste Schritt in diese Richtung, denn sie hilft den öffentlichen Verkehrsträgern, sich zu digitalisieren und sich auf die Anforderungen des “Großen Ganzen” bereits heute einzustellen. Heute fahren die Shuttles noch mit Fahrern, in der Zukunft sind es autonome “People Mover” die uns komfortabel von A nach B bringen. Manche auch in der Luft.

Bild: door2door (alle Rechte vorbehalten)

Ford könnte Ridesharing Dienst starten

Ford könnte auch schon ohne vollautomatisierte Fahrzeuge einen Ridesharing Dienst wie Uber oder Lyft anbieten. Ein führender Manager des Autobauers hat dieser Möglichkeit keine Absage erteilt, als er von dem Magazin Business Insider gefragt wurde, ob das Unternehmen einen Fahrdienst planen würde.

Verschiedene Pilotprojekte bei Ford

Der amerikanische Konzern testet im Moment verschiedensten Mobility Dienstleistungen und rechnet die Geschäftsmodelle zu den Modellen durch. Wenn die Tests erfolgreich sind und es wirtschaftlich Sinn macht, könnte Ford einen entsprechenden Service starten.

Stärkerer Fokus auf Mobility Services erwartet

Diese Aussage von Nair kam vor dem CEO Wechsel bei Ford in der vergangenen Woche. Der neue CEO Jim Hackett muss den Konzern jetzt neu ausrichten und zu einem starken Player bei den Mobilitätsdiensten formen. Hackett war zuvor Leiter der Smart Mobility Bereiche bei dem Automobilhersteller. Auf Grund seines Backgrounds und der Mission, kann es sein, dass der Konzern aggressiver im Bereich der Mobility Services auftreten wird. Das könnte auch einen Ride hailing Dienst wie Lyft oder Uber.

Ford hat schon zuvor angedeutet, dass es im Bereich der Fahrdienste aktiv werden könnte. Meistens in Verbindung mit den autonomen Fahrzeugen, die bis 2021 serienreif sein sollen. Ein Anwendungsbereich für die vollautomatisierten Fahrzeuge soll laut Ford ein on-demand Ridehailing Dienst sein.

Autonomer Ride Sharing Dienst von Ford wahrscheinlich

Auch wenn Manager Nair die Option nicht ausgeschlossen hat, einen Fahrdienst mit menschlichen Fahrern zu starten, ist es wahrscheinlicher, dass der Konzern wartet, bis die selbstfahrenden Fahrzeuge serienreif sind. Die hohen Fahrerkosten stellen im Moment das ganze System in Frage. Die Unit Economics ohne Fahrer und mit autonomen Autos machen viel mehr Sinn.

Automobilhersteller müssen Vor- und Nachteile abwägen

Der Automobilkonzern schließt auch nicht aus, auf Partnerschaften zu setzen. Anstatt selber viel Geld zu investieren, um eine große Nutzerbasis aufzubauen, könnte auch eine Partnerschaft mit den bestehenden Plattformen, wie Uber, Didi oder Lyft sinnvoll sein. Ford könnte sich dann auch das Management und die Produktion der Fahrzeugflotte fokussieren.

Bild: Ford (alle Rechte vorbehalten)