Archiv der Kategorie: selbstfahrende Autos

Uber wohl vor nächster Mega-Finanzierung

Die Skandale bei Uber in den vergangenen Monaten scheinen die Investoren nicht verschreckt zu haben. Die Fahrdienstplattform ist in Gesprächen mit SoftBank, Didi Chuxing und Dragoneer über ein Investment in Milliardenhöhe. Die Gruppe von Investoren geht davon aus, dass sie Anteile von Altinvestoren und Mitarbeitern zu einer niedrigeren Unternehmensbewertung übernehmen können.

Bis zu 12 Milliarden US Dollar für Uber

Die drei Investoren könnten bis zu 12 Milliarden US Dollar in Uber investieren. Unterschiedliche Quellen berichten auch von Summen zwischen 8 und 10 Milliarden US Dollar. Das wäre bisher das größte Investment in die Ride-Hailing Plattform, die in den letzten Jahren schon mehrere Finanzierungsrunden in Milliardenhöhe abgeschlossen hat. Das Trio würde direkt Geld in Uber investieren und auch Anteile von Mitarbeitern und Investoren übernehmen, die ihre Anteile zu Geld machen wollen. Es steht im Raum, dass eine Summe von 1 bis 1.5 Milliarden US Dollar bei einer stabilen Bewertung von etwa 70 Milliarden US Dollar in Uber investiert werden soll. Mit bis zu 10 Milliarden US Dollar sollen die Anteile von Altinvestoren und Mitarbeitern übernommen werden.

Stabile Bewertung trotz Skandale

Die kommende Runde ist aus mehreren Gesichtspunkten bemerkenswert. Die voraussichtliche Höhe der Runde ist gigantisch und auch die Bewertung. Viele Beobachter sind davon ausgegangen, dass sich die Skandale der letzten Monate negativ auf die Bewertung in Milliardenhöhe auswirken. Das scheint aber nicht der Fall zu sein.  Der Mega-Deal wird von der Klage zwischen Benchmark Capital und dem Gründer und ehemaligen CEO Travis Kalanick ausgebremst. Sobald der Disput aus der Welt geräumt ist, sollte dem Investment nichts mehr im Wege stehen.

SoftBank muss 100 Milliarden unterbringen

SoftBank zählt zur Zeit zu den aktivsten Investoren, wenn es um Investments in angesagt Tech-Unternehmen geht. Die Japaner haben dafür einen Fond in Höhe von 100 Milliarden Dollar aufgelegt. Unter anderem flossen hohe Summen in WeWork oder Slack. Didi Chuxing hat sich in den letzten Jahren auch zu einem starken Player entwickelt. Das chinesische Unternehmen hat das Geschäft von Uber in China aufgekauft und sich als strategischer Partner an unterschiedlichen Taxi- und Fahrdienst-Apps weltweit beteiligt. In Europa hat sich Didi an dem Unternehmen Taxify beteiligt. Es ist davon auszugehen, dass Taxify einen Gang höher schalten wird und zum ernstzunehmenden Konkurrenten für mytaxi werden wird.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Hailing: Google steht vor Investment in Lyft

Google befindet sich in Gesprächen mit der Fahrdienstplattform Lyft. Google soll beabsichtigen, bis zu eine Milliarde US Dollar in das Unternehmen zu investieren. Das ist bemerkenswert, da Google schon über den eigenen Venture Fund am dem Konkurrenten Uber beteiligt ist. Entweder würde Google direkt investieren, oder über eine seiner Tochtergesellschaften.

Bemerkenswerter Schritt von Google

Das Investment wäre bemerkenswert, da Google schon an dem Konkurrenten Uber beteiligt ist und zu einem der ersten Investoren von Uber zählt. Das Verhältnis zwischen Uber und Google hat sich in den letzten Jahren vergiftet, das zeigt sich auch an den jetzigen Plänen von Google, in den ärgsten Konkurrenten zu investieren. Die Alphabet Tochter Waymo hat Uber unter anderem verklagt, es geht um anscheinend gestohlene Dokumente rund um die Technologien für vollautomatisierte Autos.

Lyft ist Nummer 2 in den USA

Lyft hat bisher eine Summe von mehr als zwei Milliarden US Dollar eingesammelt. Zu den Investoren gehören unter anderem General Motors und Andreassen Horowitz. In der Vergangenheit hat Lyft häufig im Schatten von Uber agiert. Die Probleme in der letzen Zeit bei Uber haben dazu geführt, dass sich die Ride-Hailing Plattform Lyft im Aufwind befindet. Zuvor galt die Plattform schon als Übernahmekandidat.

Kooperation bei autonomen Autos

Die beiden Unternehmen Alphabet und Lyft bandeln schon seit einiger Zeit miteinander an. Im vergangenen Jahr soll es Gespräche über einen Verkauf an die Google Mutter Alphabet gegeben haben. Außerdem kooperieren beide Player beim dem Thema autonomes Fahren. Ein Investment in Milliardenhöhe würde dem Unternehmen dabei helfen, schneller zu wachsen, da mehr Geld für Werbung und andere Marketingmaßnahmen für Fahrer und Nutzer vorhanden wäre. Außerdem könnte das Unternehmen weiter selbständig agieren, ohne einen Käufer in den kommenden Monaten finden zu müssen.

Internationale Expansion könnte folgen

Bisher hat sich Lyft nur auf die USA fokussiert. Wie The Information berichtet, könnte aber in diesem Jahr noch eine internationale Expansion starten, über die es schon öfters Gerüchte gab. Die Fahrdienst-App könnte in den kommenden Monaten in Canada und Mexico starten. Auch Länder wie Großbritannien, Australien oder Neuseeland sollen auf der Liste stehen. In London würde Lyft auf Uber treffen und bald auch auf die Herausforderer Taxify und Via.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Auto: GM stellt nächste Version des vollautomatisierten Cruise

Das Startup Cruise, das im letzten Jahr von General Motors aufgekauft wurde, hat einen neuen Meilenstein erreicht. Ein autonomes Auto auf Basis des GM Bolt ist bereit für die Massenproduktion und für Ride-Hailing Plattformen. Cruise wurde Anfang 2016 für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag von dem Automobilkonzern GM übernommen und arbeitet seitdem als eigenständiges Team unter dem Konzerndach.

Autonome Autos laufen jetzt vom Band

Neu ist, dass das neue Fahrzeug in den Fabriken vom Band laufen kann und wenig Handarbeit notwendig ist. Bisher hat kein anderes Startup und auch kein Automobilhersteller verkündet, dass dieses Entwicklungslevel erreicht wurde. Cruise dürften die Ressourcen von GM dabei geholfen haben, diesen Status zu erreichen.

Das neue Modell wird als Generation 3 bezeichnet und ist mit dem letzten Entwicklungsstand der Komponenten ausgestattet. Vor allem die Sensoren und die Software für vollautomatisiertes Fahren wurden überarbeitet.

Chevrolet Bolt als Grundlage für autonomes Auto

Als Grundlage für das autonome Auto muss das Model Chevrolet Bolt herhalten. Etwa 40% der verbauten Teile sind neu oder modifiziert. Der Elektroantrieb des Bolt und das Batteriepaket wurden aber nicht angetastet. Das autonome Auto wird in der Produktionsanlage in der amerikanischen Stadt Orion produziert.

Redundante Systeme an Bord sorgen für Sicherheit

Der Cruise Bolt ist ein autonomes Auto von GM in der dritten Generation und verfügt immer noch über Pedale und ein Lenkrad. Beides wird von den geltenden Richtlinien vorgeschrieben. Aktuell ist es auch noch erforderlich, dass während der Fahrt immer ein Fahrer im Fahrzeug ist, um im Notfall die Kontrolle übernehmen zu können.

Um die Sicherheit und die Zuverlässigkeit zu erhöhen, hat die neue Version die wichtigen System mehrfach an Board. So werden Redundanzen geschaffen, die bei Fehlern notwenig sind. Sollte ein System versagen, kann ein anderes Verbautes System aktiv werden. So wird die Sicherheit gewährleistet, wenn das Fahrzeug dauerhaft im vollautomatisierten Modus unterwegs ist.

Eingliederung in GM Ride Hailing Dienst für Mitarbeiter

Bisher hat GM 50 Fahrzeuge der neuen Version produziert, diese werden in die bestehenden Flotte in San Francisco eingegliedert. In San Francisco testet das Unternehmen zur Zeit einen Ride-Hailing Dienst für die Mitarbeiter. Langfristig wird in diese Richtung die Reise gehen. Die vollautomatisierten Fahrzeuge, die auch noch vergleichsweise teuer sind, eignen sich weniger für den privaten Fahrzeugbesitz, sondern viel mehr für Ride-Sharing und Ride-Hailing Plattformen.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)

Automobilhersteller und Startups: Zwei Welten auf der IAA

Zur Zeit findet in den Messehallen in Frankfurt die IAA 2017 statt. Auch wenn sich die Automobilhersteller um Digitalisierung und Mobilitätsdienste bemühen, liegt der Fokus und das Interesse noch sehr stark auf den ausgestellten Fahrzeugen der Automobilhersteller. Themen, wie Shared Mobility und vollautomatisiertes Fahren, die die Zukunft der urbanen Mobilität sein werden, sind auf der IAA wenig präsent.

Fokus auf Serienfahrzeugen und Show Cars

Auf den Ständen der meisten Automobilkonzerne ist ein Mix aus aktuellen Serienfahrzeugen und futuristischen Show Cars zu finden. Die Show Cars ziehen unter anderem die Besucher an, werden aber so nie auf der Straße zusehen sein. Auch die in Szene gesetzten aktuellen Versionen der Serienfahrzeuge sind ein Magnet für Zuschauer.

Was auffällt, auf den Ausstellungsflächen der meisten Hersteller wird sehr wenig auf die Mobilitätsdienste eingegangen, die in den kommenden Jahren eine immer größere Rolle spielen werden. Der Automobilkonzern Daimler hat in den letzten Wochen eine Beteiligung an Mobility Startups nach der anderen verkündet, auf der IAA geht das Thema aber so gut wie unter. Daimler hat es gerade einmal geschafft, ein Wand mit Tafeln zu installieren, auf denen die unterschiedlichen Mobility Services, wie Blacklane oder mytaxi Beschrieben werden. Mercedes S-Klassen und aufgemotzte AMG Modelle scheinen immer noch mehr zu begeistern. Ford hat ein Fiesta Modell mit dem Schriftzug Ford Carsharing versehen und auf ein Podest gestellt, die Promoter vor Ort konnten wenige darüber sagen.

New Mobility World mit Fokus auf Zukunft der Mobilität

Im Rahmen der IAA 2017 wird auch wieder die New Mobility World (NMW) veranstaltet, bei der der Fokus auf der Zukunft der Mobilität liegt. Geht man über die Flächen der NMW, bekommt man schnell einen Eindruck, wie stiefmütterlich die Zukunft der Mobilität von den Automobilherstellern behandelt wird. Die Messehalle von Mercedes-Benz ist bis ins letzte Detail aufgemotzt, die Mobility Tochter Movel muss sich mit einem bunten Stand auf der NMW begnügen, der die ganze Zeit so gut wie leer war. Die neue Volkswagen Vorzeigemarke Moia begnügt sich mit einem unspektakulären Stand, während ein Stockwerk tiefer die Serienfahrzeuge und Show Cars in Szene gesetzt werden. Der Kontrast ist mehr als Deutlich, das macht sich auch in den Besucherzahlen bemerkbar.

Insgesamt ist die New Mobility World der spannendste Bereich der IAA 2017 und die Veranstalter haben sich sehr viel Mühe gegeben, internationale Startups und Speaker nach Frankfurt zu holen. Auf den beiden Bühnen der New Mobility World geben sich die Vertreter von Facebook, Uber, Wunder, Via und co. die Klinke in die Hand und schaffen es immerhin, ihre Messages vor gut gefüllten Reihen zu kommunizieren.

Eine vergebene Chance – vielleicht wachsen beide Welten bis zur IAA 2019 zu einem harmonischen Bild zusammen. Sinn würde es machen, die Automobilhersteller haben noch viel zu tun, um sich für die Zukunft fit zumachen, das geht schneller in Zusammenarbeit mit innovativen und dynamischen Startups.

Bilder: GetMobility.de

Roadmap E: Volkswagen startet Elektrifizierungsoffensive

Der Volkswagenkonzern startet unter dem Namen Roadmap E die größte Offensive, um die Modellpalette bis 2025 zu Elektrifizieren. Bis dahin sollen 80 Modelle der Konzernmarken mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet sein. Insgesamt 50 Modelle sollen über einen reinen Elektroantrieb verfügen, die übrigen 30 Modelle werden Hybrid Fahrzeuge sein. Mit der Offensive will Volkswagen eine führende Rolle in der Transformation der Automobilindustrie einnehmen.

Volle Elektrifizierung bei Volkswagen bis 2030

Der Konzern geht langfristig sogar weiter und will bis zum Jahr 2030 die komplette Modellpalette elektrifizieren. Das heißt, dass es von jedem der 300 Fahrzeugmodelle, die von den unterschiedlichen VW Marken produziert werden, eine Version mit Elektromotor geben wird. Dabei sind alle Marken und Märkte mit eingeschlossen.

20 Milliarden Euro für Elektrifizierung

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Um dieses Ziel zu erreichen, werden die unterschiedlichen Konzernmarken über die kommenden Jahre mehr als 20 Milliarden Euro in die Elektrifizierung investieren. Das Geld fließt vor allem in die Entwicklung von zwei neuen Plattformen für die Elektrofahrzeuge. Auch die Produktionsstätten müssen neu ausrichtet werden und die Mitarbeiter für die neuen Herausforderungen geschult werden. Volkswagen will auch in die Ladeinfrastruktur investieren.

Mit der ,Roadmap E‘ schlägt der Konzern ein neues Kapitel in der Geschichte von Volkswagen auf und schafft zugleich die Voraussetzungen für den endgültigen Durchbruch der Elektromobilität. Dann entscheiden nur noch die Kunden, wie schnell sie sich flächendeckend durchsetzen wird.

Batterien für 50 Milliarden ausgeschrieben

Das Thema „Batterie” besetzt Volkswagen mit einer mehrstufigen mittel- bis langfristigen Strategie: Zunächst wurde die Entwicklung, Beschaffung und Qualitätssicherung aller Batteriezellen und -module für den Konzern im „Center of Excellence” Salzgitter gebündelt. Dort baut die Marke Volkswagen auch eine erste Pilotfertigung auf, um Produktions-Know-how zu sammeln.

Allein für die Ausstattung der eigenen E-Flotte mit Li-Ionen Batterien benötigt der Konzern bis 2025 eine Batteriekapazität in einer Größenordnung von mehr als 150 GWh pro Jahr.

Um diesen enormen Bedarf zu decken, wurde eine Ausschreibung für langfristige strategische Partnerschaften für China, Europa und Nordamerika initiiert. Mit einem Auftragsvolumen in Höhe von insgesamt mehr als 50 Milliarden Euro allein für die Volumenfahrzeuge des Konzerns auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukastens handelt es sich dabei eines der größten Beschaffungsvorhaben in der Geschichte der Automobilindustrie.

Sedric und I.D. Crozz auf IAA 2017 im Fokus

Auf der IAA 2017 präsentiert Volkswagen weitere Show Cars mit Elektroantrieb, die in den kommenden Jahren in einer abgewandelten Form in Serie gehen dürften. Im Fokus stehen die beiden Modelle Sedric und I.D. Crozz.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Bei dem Show Car Sedric handelt es sich um einen markenübergreifenden Ideenträger für Zukunftsthemen autonomes Fahren, Elektrifizierung und digitale Vernetzung, der konsequent weiterentwickelt wird. Später soll Sedric einfache, komfortable, nachhaltige und sichere Mobilität für jedermann auf Knopfdruck ermöglichen – dabei steht der Mensch im Mittelpunkt.

Der I.D. Crozz ist ein sportlicher SUV mit Elektroantrieb, der 2020 in Serie gehen soll.

Bilder: Volkswagen AG (Allre Rechte vorbehalten)

Konferenz mit den führenden Köpfen der Mobilitätswelt auf der New Mobility World

“Beam mich hoch, Scotty!” Auch in Zeiten des Mobilitätswandels bleibt der unverzügliche ‘Personentransport’ der Crew des Raumschiff Enterprise Science Fiction. Ganz anders verhält es sich mit fliegenden Autos, autonomen Fahrzeugen und intelligenten Maschinen. Alles schon Wirklichkeit oder auf dem besten Wege zur Marktreife. Auf der New Mobility World treffen sich nun die Vordenker unserer Zeit während der IAA in Frankfurt (14. – 17. September). So unterschiedlich ihre Standpunkte, sind sich die Experten in einer Sache einig: So rasant wie aktuell ging es mit der Mobilität seit Jahrzehnten nicht voran.

Wer in der schönen neuen Mobilitätswelt mitmischen möchte, der darf auf der New Mobility World nicht fehlen. Denn hier, das ist klar, sind diejenigen vor Ort, die die Mobilität von morgen und übermorgen gestalten. Die gute Nachricht für alle Teilnehmer:
Die Innovatoren halten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Vier Tage lang debattieren und diskutieren Koryphäen wie Steve Mollenkopf von Qualcomm, Christoph Stadeler von Facebook oder Helmut Matschi von Continental auf der großen FORUM Bühne und der Speakers’ Corner über den Status Quo und die Disruption unserer Mobilität.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Am Donnerstag und Freitag, den 14. und 15. September, treffen sich Fachbesucher aus ganz unterschiedlichen Branchen. 110 Sprecher debattieren in 100 Programmpunkten auf der großen FORUM-Stage und in der Speakers’ Corner. Die Keynotes und Panels starten jeweils um 10 Uhr. Zu den Höhepunkten des Programms zählen Panels:

  • Die Rolle von Big Data zur Gestaltung der urbanen Mobilität (mit IBM, McKinsey, SAP und Moovit)
  • Konnektivität zwischen Fahrzeugen und der Umgebung (mit Qualcomm und OSR Enterprises)
  • Der städtische Transport der Zukunft (mit der BVG, CLEPA, Uber, Continental und EIT Digital)
  • Intermodale Verkehrsnetze und das Auto im Alltag (mit Audi, IBM, Ernst & Young, BlaBlaCar, moovel, Gett, Ridecell)
  • Individualisierung des Luftverkehrs (mit Airbus, e-volo, PAL-V, Bauhaus Luftfahrt, DroneMasters)
  • Plattformen in der Mobilitätswelt (mit Bundesministerin Brigitte Zypries, Facebook und Accenture).

Wer ein IAA-Ticket besitzt, kann sich kostenlos für das FORUM registrieren.

Am Wochenende öffnet die New Mobility World dann ihre Türen für Publikumsbesucher. Der Samstag startet um zehn Uhr gleich mit einer Frage, die zur Zeit ganz Deutschland bewegt: Elke Temme, Senior Vice President Elektromobilität bei Innogy, Schauspieler Peter Lohmeyer, Thomas Hausch, Geschäftsführer Nissan Zentraleuropa, Tina Müller, Marketingchefin bei Opel und Ex-Formel-1-Rennfahrer Heinz-Harald Frentzen debattieren gemeinsam mit den Journalisten Lothar Kuhn und Franz Rother darüber, wie es hierzulande um die Elektromobilität steht. Außerdem geht es am Samstag in den anschließenden Panels um autonome und vernetzte Fahrzeuge, um die Disruption der Mobilitätswelt und die Bedeutung der Datensicherheit für vernetzte Autos.

Die Debatten am Sonntag beginnen um elf Uhr mit der Frage, wie ethische Gesichtspunkte die Mobilität der Zukunft tangieren. Es folgt ein Ausblick auf die israelische Mobilitätswelt und eine weitere Runde zur e-Mobilität. Die Konferenz rund um die Mobilität der Zukunft endet am zweiten Publikumstag mit einem Panel über die Rolle der Autos für unseren täglichen Transport.

Bild: New Mobility World (alle Rechte vorbehalten)

Fliegende Taxis: Mega Finanzierung für Lilium aus München

Kürzlich erst hat das Unternehmen eine Series-A Finanzierung von 10 Mio. US$ abgeschlossen, jetzt folgt schon die Series-B. Insgesamt fließen 90 Mio. US$ in der Finanzierungsrunde in das Unternehmen Lilium. Für das deutsche Startup Ökosystem ist das eine enorme Summe. Insgesamt beläuft sich die in das Unternehmen investierte Summe auf über 100 Mio. US-Dollar.

Tencent aus China als Lead-Investor

Das Geld kommt von Investoren, wie Tencent, der Privatbank LGT, dem VC Atomico von Skype-Gründer Niklas Zennström oder dem VC Obvious Ventures von Twitter Mitgründer Ev Williams. Atomico hatter bereits in der Series A in Lilium investiert, das Investment-Vehicle Freigeist (einst e42) von Höhle der Löwen Juror Frank Thelen in einer Seed Runde. Der Technologiekonzern Tencent kommt aus China und hat in den letzten Jahren hohe Summen in Ride-Sharing und andere Technologie-Unternehmen investiert, z.B. Tesla.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Kompliziertes Manöver im Frühling geglückt

Das Münchner Unternehmen entwickelt einen eVTOL, also einen rein elektrischen Jet, der vertikal starten und landen kann. Anfang des Jahres wurde ein weltweit beachteter Testflug erfolgreich durchgeführt. Dabei kam eine zweisitzige Maschine zum Einsatz, die später autonom fliegen soll. Das besondere an dem Testflug war ein kompliziertes Manöver. Erstmals hat ein Unternehmen den Übergang vom Schwebemodus in den horizontalen Flug erfolgreich gemeistert. Mit Volocopter entwickelt ein weiteres Deutsches Startup ein eVTOL, das demnächst in Dubai getestet werden soll. Volocopter hat kürzlich erst 25 Mio. Euro eingesammelt, unteranderem von Daimler.

Lilium Maschine mit fünf Sitzen geplant

Mit den neuen finanziellen Mitten soll die Entwicklung der Fünfsitzer-Maschine schneller vorangetrieben werden. Unter anderm soll das Team an aktuell 70 Mitarbeitern stark ausgebaut werden. In den letzten Wochen konnte das Unternehmen schon erfolgreiche Führungskräfte engagieren.

Die Maschine mit fünf Sitzen ist besser für Sharing Modelle in Großstädten geeignet, da mehr Fangäste aufgenommen und abgeladen werden können. Das Unternehmen strebt an, dass mit den entwickelten Flugzeugen Höchstgeschwindigkeiten von 300 Kilometer pro Stunde erreicht werden. Die Passagiere sollen zu einem erschwinglichen Preis schnell von A nach B transportiert werden. Die hoch effizienten elektrischen Motoren verursachen dabei kaum Lärm. Da zudem keine besondere Infrastruktur erforderlich ist, kann der Jet sowohl in kleinen Städten und Dörfern als auch in großen Stadtzentren und dicht bewohnten städtischen Gebieten zum Einsatz kommen. Auch kürzere Reisen im urbanen Raum sind möglich. Beispielsweise könnte man vom Berliner Hauptbahnhof den Flughafen Berlin Schönefeld (gut 20 Kilometer) in etwas mehr als fünf Minuten erreichen. Der Jet ist so wirtschaftlich und effizient, dass Flüge voraussichtlich weniger kosten als die gleiche Fahrt in einem normalen Taxi auf der Straße.

Bild: Lilium (alle Rechte vorbehalten)

Daimler stellt Konzept für autonomen smart vor: smart vision EQ fortwo

Die Daimler Tochter smart hat ein neues Konzeptfahrzeug vorgestellt, das autonome unterwegs sein soll und für den Einsatz auf Carsharing Plattformen optimiert ist. Der smart vision EQ fortwo gibt eine Ausblick auf die Zukunft der urbanen Mobilität und einen flexiblen, effizienten aber doch individuellen öffentlichen Nahverkehr. Das Show Car ist das erste Fahrzeug von Daimler, das über kein Lenkrad und keine Pedale verfügt.

Teil der CASE Strategie

Der smart vision EQ fortwo ist ein Teil der Daimler CASE Strategie. CASE wurde im vergangenen Jahr präsentiert und beinhaltet die vier Säulen Connected Car, autonomes Fahren, Shared Services & Service und elektrifizierte Antriebe.

Das Konzeptfahrzeug wird rein elektrisch angetrieben und ist Teil der neuen EQ Marke des Konzerns. Der verbaute Akku verfügt über eine Kapazität von 30 kWh. Das Auto fährt selbständig zur nächsten Ladestation, wenn es nit in Benutzung ist. Auf der IAA, die Mitte September in Frankfurt stattfinden wird, wird Daimler den smart vision EQ und andere Konzeptfahrzeuge unter der Marke EQ vorstellen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Radikale Vision für den zukünftigen urbanen Verkehr

smart CEO Annette Winkler bezeichnet den Portotypen also radikale Vision für den zukünftigen Stadtverkehr. Das Auto ist auf Sharing ausgelegt, steuer vollautomatisiert und wird elektrisch angetrieben. Gleichzeitig ist das Erscheinungsbild freundlich und kann über die verbauten System individualisiert werden.

Bisher werden die herkömmlichen Smarts für das car2go Carsharing eingesetzt. Das Angebot wird von 2.6 Mio. Kunden weltweit genutzt und alle 1.4 Sekunden wird ein Fahrzeug aus der car2go Flotte gebucht. Mit dem vorgestellten Konzept wird die nächste Phase eigeläutet. Carsharing und Ride-sharing werden verschmolzen, die Carsharing Nutzer von heute werden in Zukunft in geteilten autonomen Fahrzeugen unterwegs sein, die ebenfalls über eine Plattform geordert werden.

Effizientes System mit automatisierten und geteilten Autos

Vorteil von dem Setup mit autonomen Fahrzeugen ist, dass die Nutzer nicht mehr das Fahrzeug suchen müssen, sondern dass die Fahrzeuge zum Nutzer kommen. Die Fahrzeuge werden untereinander und mit der Plattform vernetzt sein, so dass der Fahrgast volle Transparenz über die Ankunftszeit hat und dass sichergestellt wird, dass die Autos optimal durch den Verkehr geleitet und ausgelastet werden. Durch die höhere Auslastung wird sich die Anzahl der Autos reduzieren, was zu weniger Verkehr und mehr freiere Fläche führen wird.

Personalisierung der smart vision EQ fortwo

Damit der Fahrgast das ihm zugewiesene Fahrzeug identifizieren kann, wir es über Displays am Fahrzeug personalisiert. Am auffälligsten dabei ist das schwarze Panel, das den Kühlergrill ersetzt. Ist das Fahrzeug bei einem Fahrgast angekommen, wird dieser über das Panel begrüßt. Sollte das Auto mal ohne Auftrag unterwegs sein, können Infos über Wetter oder Events angezeigt werden. Auch das Interieur ist so gestaltet, dass nützliche Informationen für die Fahrgäste an Board angezeigt werden.

Das Fahrzeug ist bisher nur eine Konzeptstudie, die aber aufzeigen dürfte, in welche Richtung die Reise geht. Daimler möchte in den kommenden 4-5 Jahren mindestens 10 Elektroautos auf den Markt bringen, ab 2022 sollen auch autonome Autos serienreif sein.

Bilder: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Englische Post Royal Mail testet Elektrofahrzeuge in London

Nicht nur in Deutschland setzt die Post auf Elektrofahrzeuge für die Zustellung von Paketen und Briefen, auch in Großbritannien werden jetzt Lastwagen mit Elektroantrieb getestet. Die Deutsche Post produziert mit der Tochter StreetScooter eigene Elektrofahrzeuge, da kein Hersteller bereit war, die gewünschten Fahrzeuge zu liefern. Die Englische Royal Mail setzt auf die Fahrzeuge des Unternehmens Arrival.

Royal Mail testet Elektrofahrzeuge für ein Jahr

Der Test in London ist auf ein Jahr ausgelegt und wird sich erstmal auf ein Briefzentrum in London beschränken. Von Arrival werden Fahrzeuge mit möglicher Zuladung für 3.5, 6 und 7.5 Tonnen genutzt, die für Royal Mail unterwegs sein werden. Die Fahrzeuge sollen vor allem dafür genutzt werden, Pakete und Briefe zwischen den Verteilzentren in Stadt und den in ländlicheren Gebieten zu transportieren. Die Zustellung zum Kunden mit Elektroautos ist erstmal nicht Teil des Pilotprojekts.

Für die Zustellung zum Endkunden hat die Royal Mail eine Flotte von 100 Elektrofahrzeugen bei Peugeot bestellt. Die Fahrzeuge werden Endes des Jahres Einsatzbereit sein. Die Briefzentren wurden mit Ladestationen ausgestattet, damit die für den Betrieb erforderliche Infrastruktur vorhanden ist.

Moderene LKW mit 160 KM Reichweite

Die Elektrotrucks von Arrival sind modern gestaltet. Die Fahrer kann dank der großen Glasfront das Umfeld gut einsehen. Das soll auch dazu beitragen, dass die Sicherheit erhöht wird, indem Fahrradfahrer und Fußgänger leichter erkannt werden können. Die Arrival Lastwagen sind so konzipiert, dass die ersten 160 Kilometer elektrisch zurückgelegt werden können. Ein versautes Aggregat kann dazu genug werden, um die Reichweite zu erhöhen. In einer späteren Entwicklungsstufe sollen die Lieferfahrzeuge auch vollautomatisch unterwegs sein können.

Auch Deutsche Post setzt auf Elektromobilität

Insgesamt verfügt die Flotte der Royal Mail über 49.000 Fahrzeuge. Tagtägliche werden diese Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor genutzt, um Sendungen auszuliefern, oder um Briefe und Pakete zwischen den Briefzentren zu transpirieren. Gerade in den Innenstädten hätte ein Transport mit Elektroautos eine positive Auswirkung auf die Luftbelastung. Deshalb baut auch die Deutsche Post eine Elektroflotte auf. Kleinere Elektrofahrzeuge werden von dem Tochterunternehmen StreetScooter produziert. Die größeren Lieferfahrzeuge entstehen in Zusammenarbeit mit Ford.

Bild: Arrival (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Autos: Fiat schließt sich BMW und Intel an

Der Automobilhersteller BMW und der Chiphersteller Intel haben bereits 2016 angekündigt, dass beide Unternehmen eng zusammenarbeiten werden, um gemeinsam Systeme für vollautomatisiertes Fahren zu entwickeln. In den letzten Monate wurde klar, dass die Kooperationspartner ein System entwickeln wollen, das von anderen Herstellern eingesetzt wird. Mit Fiat Chrysler Automobiles ist jetzt der erste Hersteller aufgesprungen.

Fiat stößt zur Partnerschaft hinzu

Fiat hat eine Absichtserklärung unterschrieben, die dem Automobilhersteller die Möglichkeit gibt, dem Konsortium beizutreten. Fiat erhält so Zugriff auf die Systeme, die bisher von BMW, Intel und Mobileye entwickelt wurden. Auf der anderen Seite kann Fiat Chrysler auch seinen Beitrag leisten, um die Systeme weiterzuentwickeln. Fiat Chrysler wird aktiv an der Entwicklung mitarbeiten und technische Systeme und Ingenieur für die Entwicklung zur Verfügung stellen. Aus Sicht von Fiat ist der Schritt nachvollziehbar. Bei den wichtigen Mobilitätsthemen der Zukunft, wie Elektromobilität und vollautomatisiertes Fahren, liegt der Konzern weit zurück. Mit dem Einstieg in das Projekt von BMW und Intel holt Fiat zumindest schonmal bei dem Thema autonomes Fahren auf.

Serienreife bis 2021

Die Kooperationspartner BMW und Intel wollen Systeme für autonomes Fahren auf SAE Level 3 bis 5 zur Serienreife entwickeln. Bis zum Jahr 2021 sollen die Systeme einsatzbereit sein. Kürzlich hat Intel angekündigt, dass noch dieses Jahr damit gestartet werden soll, eine Testflotte mit bis zu 100 Fahrzeugen aufzubauen. Die Flotte soll genutzt werden, um Erfahrungen zu sammeln aber auch um potentielle Käufer für das System zu finden. Von BMW werden etwa 40 Fahrzeuge für die Testflotte beigesteuert.

Continental und Delphi kümmern sich um Integration

In der Vergangenheit sind auch schon Continental und Delphi dem Konsortium beigetreten. Die beiden Zulieferer sollen vor allem die Aufgabe übernehmen, die Systeme für vollautomatisiertes Fahren in Fahrzeuge anderer Hersteller zu integrieren. Um die Systeme schneller zu entwicklen und um den Vorsprung der Technologiekonzerne wie Google oder Uber aufzuholen, schließen Automobilhersteller und -zulieferer Kooperationen.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)