Category Archives: selbstfahrende Autos

Intel will bis Ende des Jahres 100 selbstfahrende Autos testen

Intel gibt Gas bei der Entwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen. Um das Ziel zu verfolgen wurde auch das Unternehmen Mobileye übernommen, die Übernahme wurde erst vor wenigen Tagen abgeschlossen. Das Unternehmen will eine Flotte von 100 Testfahrzeugen auf  Automationslevel 4 auf die Straße bringen. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende des Jahres ausgerollt werden.

Intel will sich als Zulieferer in Position bringen

In den Testautos soll das System von Intel und Mobileye für vollautomatisiertes Fahren getestet werden. Der Chip-Konzern hat die Bestrebungen, sich als Zulieferer für die Automobilhersteller und andere Unternehmen im Logistikbereich zu etablieren. Der Fokus bei dem Test liegt auf dem Paket an Software und Hardware, das von Intel und Mobileye seit ein paar Jahren entwickelt wird.

Zusammenarbeit mit BMW Group

Intel hat zwar mitgeteilt, dass die Flotte aus Fahrzeugen von mehreren Herstellern bestehen wird. Der Automobilhersteller BMW arbeitet eng mit Intel und Mobileye zusammen, um Systeme für autonome Autos zu entwickeln. Die BMW Group hat ebenfalls angekündigt, dass in diesem Jahr autonome Autos getestet werden sollen. Es könnte also gut möglich sein, dass der Chip-Hersteller und BMW gemeinsam eine Testflotte aufbauen. Letztlich wollen Intel und Mobileye zeigen, dass die Plattform offen ist und von unterschiedlichen Herstellern für verschiedene Use-Cases verbaut werden kann.

Sales und Sicherheit im Fokus

Die Testflotte soll unterschiedliche Hersteller dazu bewegen, das System oder einzelne Komponenten davon für die Serienproduktion zu kaufen. Auf der anderen Seite werden die Fahrzeuge auch für unterschiedliche Tests genutzt, bei denen der Fokus auf der Sicherheit der Fahrzeuge und der verbauten Technologien liegen wird. Auch Behörden und Gesetzgeber sollen bei dem Test mit eingebunden werden, um den regulatorischen Rahmen abzustimmen.

Konkurrenz durch Google und co.

Die Testfahrzeugen werden in den USA, Israel und Europa getestet. In den USA haben bereits andere Unternehmen, wie Waymo, Uber oder die GM Tochter Cruise eigene Testflotten mit selbstfahrenden Autos auf der Straße. In den kommenden Jahren wird sich herausstellen, wer die besten Systeme entwickelt, die sich dann in der Serienproduktion durchsetzen werden.

Bild: Intel (alle rechte vorbehalten)

TU München arbeitet an Fernsteuerung für Fahrzeuge

Immer mehr Startups und Automobilhersteller arbeiten weltweit an Systemen für autonomes Fahren. Auch Universitäten und Forschungseinrichtungen gehen in diese Richtung. Ein Forscherteam, das von Maschinenbauingenieur Dr. Frank Diermeyer  geleitet wird, verfolgen an der Technischen Universität München einen interessanten Ansatz, der für die Übergangszeit und auch komplexe Situationen interessant sein kann. Die Fernsteuerung der Fahrzeuge sollen über eine Leitzentrale ermöglicht werden.

Fernsteuerung: Eingriff in komplexen Situationen

Das Team ist davon überzeugt, dass es immer wieder zu kniffligen Situationen kommen wird, die die Systeme für vollautomatisiertes Fahren und Fahrerassistenzsysteme nicht alleine lösen können. Deshalb wird ein Remote-System entwickelt, mit dem Assistenzfahrer die Autos aus der Ferne steuern kann.

Steuerung in Remote-Cockpit

Die Forscher nutzen ein mit LTE ausgerüstetes Versuchsfahrzeug, dass über Kameras zur Umfeldüberwachung verfügt. In einem realitätsnaher Fernsteuerplatz sind die Bilder der Kameras auf Displays sichtbar.  Der Platz verfügt über drei große Displays, auf die die Bilder aus dem Mute genannten Elektroauto angezeigt werden. Der Pilot hat die Sichten aus der Frontscheibe, den Seitenscheiben und der Heckscheibe auf den Bildschirmen. Über die im Cockpit angebrachten Pedale, das Lenkrad und das Armaturenbrett wird das Auto ferngesteuert.

Bisher haben die Forscher Lösungen für einige komplexe Herausforderungen entwickelt. Eine größter Herausforderung waren die Schwankungen bei dem Zeitverzug der Übertragung der Videobilder aus den Fahrzeugen. Diese Schwankungen haben den Fahrer nervös gemacht und eine Art Reiseübelkeit ausgelöst. Mittlerweile werden die Bilder um 500 Millisekunden verzögert, damit der Fahrer ein gleichmäßiges Bild haben. Um den Zeitverzug zu umgehen, wird die Position des Fahrzeug von Computern berechnet und als weißte Form angezeigt. So  kann der Operator die exakte Position des Fahrzeugs erkennen.

Ältere Menschen könnten unterstützt werden

Das System kann in unterschiedlichen Situationen hilfreich sein. Unter anderem können festgelegte Situationen in Straßenverkehr übernommen werden.  Eine Fernsteuerung ist zum Beispiel für ältere Menschen sinnvoll, die im ländlichen Raum noch gerne Auto fahren, sich aber nicht mehr in Innenstädte trauen. Mit dem System können in diesen Situationen der Fahrer aus der Ferne übernehmen. Auch für Lieferroboter, die aus der Ferne überwacht und gegebenenfalls gesteuert werden, kann das System interessant sein.

Für das System sollen sich schon mehrere Industrieunternehmen interessierst. In den kommenden Jahren soll das System für Teleoperation weiterentwickelt werden, so dass es auch in Serie zum Einsatz kommen kann.

Bild: TU München (alle Rechte vorbehalten)

HERE bietet jetzt auch Echtzeit Verkehrsdaten an

Das Karten Unternehmen HERE, das vor etwa zwei Jahren von den deutschen Automobilherstellern übernommen wurde, bietet ein neues Produkt an. Ein Dienst für Echtzeit Verkehrsdaten wird gestartet. Die Verkehrsdaten für den Service kommen von Sensoren, die in Fahrzeugen von Audi, BMW und Mercedes-Benz verbaut sind.

Echtzeit Verkehrsdaten durch Sensoren in Fahrzeugen

Es ist geplant, dass weitere Fahrzeuge andere Hersteller hinzugeschaltet werden, um eine bessere Datenbasis zu erhalten. Der Service soll in 60 Ländern verfügbar sein und ist außerdem nutzbar für alle interessierten Kunden aus unterschiedlichen Industrien. In 30 Ländern werden auch Verkehrswarnungen angeboten, also Warnungen vor Staus und Unfällen zum Beispiel. Hierfür werden die Daten über die Bremsvorgänge ausgewertet – wenn mehrere Autos an der selben Stelle stark abbremsen, werden Warnungen generiert.

Interessant für Lieferdienste und Ride Sharing Angebote

Vor allem Logistik Unternehmen und Fahrdienste dürften Interesse an den Real Time Traffic Daten haben, um Routen optimieren zu können und um Fahrern und Fahrgästen ein besseres Erlebnis bieten zu können. Auch für Stadtplaner und Behörden können die Daten interessant sein. Diese nutzen wahrscheinlich schon die historischen Verkehrsdaten, die von HERE angeboten werden.

Der Kartendienst bietet mit dem Service ein Konkurrenzprodukt zu Google Maps. Google Maps nutzt die über Smartphones gesammelten Daten, um die Verkehrsströme in Echtzeit darzustellen. Plattform wie Uber oder Lyft setzten vor allem auf Daten aus Google Maps.

HERE von Automobilkonzernen übernommen

HERE hat ursprünglich zu Nokia gehört, wurde aber 2015 von einem Konsortium deutscher Automobilhersteller übernommen. Die Konzerne Daimler, BMW und Volkswagen haben den Dienst gekauft, um die Kontrolle über die Daten zu behalten, die über die produzierten Fahrzeuge eingesammelt und ausgespielt werden. Mittlerweile hat sich auch Intel an HERE beteiligt und Continental steht kurz vor einem Einstieg. Des weiteren sollen Ford, Toyota und Nissan-Renault Interesse an einem Einstieg bei HERE haben. Die Automobilhersteller und Zuliefere haben erkannt, wie wichtig es sein wird, Mitsprache bei und Zugang zu hochauflösenden Kartendaten zu haben.

Bild: HERE (alle Rechte vorbehalten)

Lucid soll mit Ford über Übernahme verhandeln

Das Unternehmen Lucid Motors, das ein Elektroauto entwickelt, das es mit den Modellen von Tesla aufnehmen will, sucht weitere Finanzierung oder strebt sogar einen Verkauf an. Anscheinend befindet sich das Unternehmen in anfänglichen Übernahmeverhandlungen mit dem Automobilkonzern Ford.

Das Unternehmen benötigt weiteres Geld, um das Fahrzeug weiter zu entwickeln und um die Produktionsstätte in Arizona aufzubauen. Der Elektroautobauer Lucid hat die Investment Bank Morgan Stanley engagiert, um weiteres Geld aufzutreiben.

Lucid Deal mit Ford noch nicht in trockenen Tüchern

Ob der Deal mit Ford zustande kommt, ist mehr als offen. Der Konzern hat erst vor kurzem den CEO ausgetauscht und befindet sich in einer Art Findungsphase. Der neue CEO Jim Hackett will die ersten 100 Tage nutzen, um die Pläne und Prioritäten des Autobauers zu überprüfen. Der Konzern muss sich auf jeden Fall bei den Themen Elektromobilität und autonomes Fahren weiterentwickeln, um langfristig eine Rolle zu spielen.

Das Unternehmen Lucid wurde bereits vor 10 Jahren gegründet. Zuerst wurden Batterie-Packs für Elektrobusse in China entwickelt, dann wurde die Fahrzeugentwicklung gestartet. Das erste Model Lucid Air soll ab 2019 produziert werden, der Verkaufspreis soll bei 60.000 US$ starten. Bisher wurden mehr als 100 Mio. US$ von unterschiedlichen Investoren eingesammelt.

Hohe Summe für Produktion benötigt

Bisher hat das Unternehmen nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung, um eine stabile Produktion und den nötigen Vertrieb aufzubauen. Es ist davon auszugehen, dass bis 2022 eine Summe von mehr als 700 Mio. US$ benötigt wird, um die Produktion aufzubauen. Das ist ein Vielfaches der bisherigen erhaltenen Finanzierung. Das Interesse von Investoren soll hoch sein, um die benötigten Mittel zur Verfügung zu stellen.

Ford muss aufholen

Beim Thema Elektromobilität hinkt Ford noch hinterher. Bisher befindet sich noch kein richtiges Elektroauto im Produkt-Portfolio. Andere Konzerne, wie General Motors oder BMW sind bei dem Thema schon weiter. Ford hat immerhin angekündigt, eine Summe von 4.5 Milliarden US$ in die Entwicklung von Autos mit alternativen Antrieben zu investieren. Bis zum Jahr 2020 sollen 40% der Fahrzeugmodelle elektrifiziert werden. Ein Jahr später sollen autonome Fahrzeuge von Ford serienreif sein, auch diese sollen von einem Elektromotor angerieben werden. Um dem Ziel näher zu kommen, wurden von dem Automobilhersteller eine Milliarde US$ in das Startup Argo AI investiert.

Bild: Lucid Motors (alle Rechte vorbehalten)

Lyft entwickelt nun doch eigene autonome Autos

Bisher hat sich das Ride-Sharing Unternehmen nicht aktiv mit der Entwicklung von Technologien für autonomes Fahren beschäftigt, sondern mit Konzernen und Startups Partnerschaften zu dem Thema geschlossen. Jetzt ändert Lyft die Strategie und investiert in den kommenden Jahren viel in die Entwicklung eigener Technologien für vollautomatisierte Autos. Das ganze soll in eine offene Plattform einfließen.

Neue Abteilung soll wachsen

Die Fahrdienstplattform hat eine neue Abteilung gegründet, die bis Ende des kommenden Jahres auf mehrere Hundert Mitarbeiter anwachsen. Das Team soll alle Technologien, also Hardware und Software entwickeln, die für autonome Autos benötigt werden. Ein eigenes Fahrzeug soll dabei nicht entstehen, sondern Systeme, die dann von anderen Herstellern verbaut werden können.


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Konkurrent Uber mit ähnlichem Programm 

Lyfts Vorhaben gleicht dem des Konkurrenten Uber. Der größere Rivale entwickelt seit längerem Systeme für vollautomatisiertes Fahren, die in Volvo XC90 SUVs getestet werden.  Außerdem arbeitet Uber mit dem Daimler Konzern zusammen, der angekündigt hat, autonome Shuttle Fahrzeuge für die Uber Plattform betreiben zu wollen.

Hybrid Setup bei Lyft geplant

Sofern es der Entwicklungsstand der Technologie zulässt, sollen autonome Autos zur Plattform hinzugefügt werden. Dann sind sowohl Fahrzeuge mit Fahrer als auch vollautomatisierte Fahrzeuge im System. Der Algorithmus entscheidet, ob der Fahrgast ein Auto mit Fahrer oder ein vollautomatisiertes Fahrzeug zugewiesen bekommt. Entscheidungskriterien für den Algorithmus sind unter anderem Wetterbedingungen, Distanz und Route.

Strategie Schwenk nach Partnerschaften

Lyft hat schon mehrmals bekräftig, dass vollautomatisierte Fahrzeuge auf der Plattform in Zukunft eingesetzt werden sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Plattform mit unterschiedlichen Partner kooperiert. Auf der einen Seite gehört der Automobilhersteller General Motors zu den Investoren von Lyft, der Konzern entwickelt eigene autonome Fahrzeuge. Auf der anderen Seite wurden Partnerschaften mit nuTonomy und der Google Tochter Waymo abgeschlossen. Die anderen Player haben bis zu acht Jahre Erfahrung bei dem Thema – es ist fraglich, ob die Ride Hailing Plattform diese Lücke schließen kann.

Die deutschen Anbieter, wie Blacklane oder myTaxi haben sich noch nicht zum Thema autonomes Fahren geäußert. Sie sollten aktiv werden, um nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Nvidia, ZF und Hella arbeiten zusammen

Ein weiteres Konsortium an Zulieferern zeichnet sich ab, die gemeinsam Technologien für autonomes Fahren entwickeln wollen. Die Zulieferer ZF und Hella haben sich mit dem Chip Hersteller Nvidia zusammengetan, um ein eigenes System für vollautomatisiertes Fahren zu entwickeln, dass den Standards der NCAP entspricht. NCAP beschäftigt sich mit der Sicherheit von Fahrzeugen und führt unter anderem die Crash Tests durch.

Euro NCAP berücksichtigt demnächst kameragestützte Assistenzfunktionen

Mit einem ersten gemeinsamen Projekt zielen die Partner auf einen aktuellen Markttrend: Künftig wird die höchste Sicherheitsbewertung gemäß Euro NCAP auch von kameragestützten Assistenzfunktionen abhängen. Dadurch wird absehbar der Bedarf nach Frontkameras für alle Fahrzeugsegmente steigen. ZF und Hella werden Automobilherstellern ein gemeinsames Produkt anbieten, dessen Entwicklung unmittelbar gestartet und dessen Serienstart für 2020 erwartet wird. ZF bringt die Hardware sowie sein System- und Integrations-Know-how ein, HELLA steuert mit seinem Tochterunternehmen HELLA Aglaia Mobile Vision die Kompetenz für leistungsfähige und serienerprobte Bilderkennungssoftware und Applikationsentwicklung bei.

Hella liefert die Sensoren 

Hella wird also die Kameras, Radarsensoren und andere Systeme für das Technologiepaket entwickeln. ZF ist einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie und will sich als Systemintegrator positionieren. Nvidia soll dabei helfen, die Sensordaten zu verarbeiten und mit künstlicher Intelligenz auszustatten. In den nächsten Jahren soll das System mit Level 3 Eigenschaften auf den Markt kommen. Eine Weiterentwicklung auf Level 4 oder 5 ist wahrscheinlich, schon allein deshalb, weil Level 3 Eigenschaften bei Experten umstritten sind. Bei Level 3 kann der Fahrer die Kontrolle übergeben, muss aber stets bereit sein, in Bestimmten Situationen einzugreifen.

Konzerne und Hersteller entwickeln gemeinsam

In der letzten Zeit haben sich mehrere Partnerschaften zwischen Zulieferern untereinander und Herstellern und Zulieferern gebildet. Zum Beispiel arbeitet BMW mit Intel, Mobileye, Continental und Delphi zusammen, um Systeme für autonomes Fahren zur Serienreife zu entwickeln. Nvidia arbeitet auch mit Bosch und Daimler zusammen. Dabei fällt auf, dass Chiphersteller wie Intel und Nvidia eine wichtige Rolle in der Welt der Automobilindustrie von morgen einnehmen werden. Konkurrenz kommt auch von Technologiekonzernen, wie Apple oder Google.

Bild: Nvidia (alle Rechte vorbehalten)

Kakao Mobility aus Korea sammelt Millionensumme für Ride Hailing App ein 

In Korea ist die Chat App Kakao mit 50 Millionen monatlichen Nutzern eine der meistgenutzten Massanger Apps in dem asiatischen Land. Über die Zeit hat das Unternehmen unterschiedliche Services zusätzlich zu dem Nachrichtenaustausch gestartet, um Umsatzströme zu erzielen. So auch ein Mobilitätsangebot Kakao Mobility, das jetzt ein Investment in Millionenhöhe verbuchen kann.

Ausgründung der Kakao Mobility Angebote

Es wurde verkündet, dass das Mobility Angebot in eine eingeständiges Unternehmen mit den Namen Kakao Mobility ausgegründet wurde. Gleichzeitig hat sich der Investment Fond TPG mit einer Summe von etwa 385 Mio. Euro an dem Unternehmen beteiligt. Zu dem Portfolio von TPG gehören unter anderem auch Airbnb, Spotify und mit Uber auch der größte Konkurrent von Kakao Mobility in Korea.

Kakao Taxi mit 1.5 Mio. täglichen Fahrten

Unter Kakao Mobility werden die Dienste Kakao Taxi, Kakao Driver und Kakao Navi zusammengefasst. Das bekannteste Angebot von Kakao Mobility ist der Kakao Taxi Service, der vor etwa zwei Jahren gestartet. Damit sollte ein Weg gefunden werden, um die große Nutzergruppe des Messanger Dienstes zu monetarisieren. Die Nachrichten-App ist auf 95% der Smartphones in Südkorea installiert. Zur Zeit werden 1.5 Millionen Fahrtanfragen täglich vermittelt und ist auch in Japan verfügbar. Mit dem Dienst Kakao Driver lässt sich ein Fahrer für das eigene Fahrzeug ordern. Der Service kommt auf 2.7 Millionen monatliche Nutzer. Die Navi App Kakao Navi konnte 10 Mio. Registrierungen seit dem Start im Februar 2016 verbuchen.

Weitere Dienste in der Pipeline

Weitere Mobility Dienste sollen in der zweiten Hälfte gestartet werden, unter anderem ein Service für die Parkplatzsuche und eine Taxi App für Geschäftsreisende und Unternehmen. Die Ausgründung der Mobility Sparte war eine strategische Entscheidung und durch den Schritt soll ein schnelleres Wachstum und eine schnelle Expansion ermöglicht werden. Kakao will sich die Transformation der Automotive und Mobility Industrien zunutze machen und neue Geschäftsbereiche aufbauen.

Bild: KakaoTaxi (alle Rechte vorbehalten)

Parken in München: ParkHere Sensoren zeigen freie Parkplätze

In München arbeitet das Startup ParkHere mit den Stadtwerken und der Münchner Verkehrsgesellschaft zusammen. Gemeinsam sollen Parkplätze fit für eine smarte städtische Infrastruktur gemacht werden. So soll online ersichtlich sein, ob ein Parkplatz frei oder belegt ist.

Pilotprojekt mit ParkHere in München

In einem Pilotprojekt werden die Parkplätze an der Mobilitätstation an der Münchner Freiheit mit den elektronischen Parksensoren ausgestattet. So wird in Echtzeit angezeigt, ob Lade-Parkplätze für Elektroautos frei sind und ob die CarSharing-Stellplätze zur Verfügung stehen. Bei den Lade-Parkplätzen kann nicht nur überprüft werden, ob ein Platz zur Verfügung steht, auch eine Kontrolle im Bezug auf falsches Parken ist möglich, in dem die Sensordaten mit den Daten der Ladestationen verglichen werde. So können Fahrzeuge identifiziert werden, die unberechtigt auf den Parkplätzen für die Elektroautos parken.

Die Daten über die freien Parkplätze werden in die Mobility- und Carsharing-Karte  der MVG eingespeist, künftig sollen die Daten auch in der App MVG more einsehbar sein. Die Stadt München möchte durch das Angebot die Attraktivität der Elektromobilität steigern. Fahrer sollen so schneller eine freie Ladestation finden.

Ausgründung der Technischen Universität München (TUM)

Die Sensoren kommen von dem Startup ParkHere, das seit 2015 als eigenständiges Unternehmen agiert und eine Ausgründung der Technischen Universität München (TUM) ist. Das System von ParkHere basiert auf energieautarken Drucksensoren, die in den  Asphalt eingelassen werden. Es werden weder Batterien noch ein Stromanschluss für den Betrieb der Sensoren benötigt. Die Datenübertragung geschieht über Mobilfunk und die Lebensdauer soll 25 Jahre betragen. Die Sensoren lassen sich auch nachträglich in Asphalt integrieren und somit ist eine Nachrüstung bestehender Parkplätze möglich.

Unter Realbedingungen lernen

Mit diesem Projekt wollen die Kooperationspartner unter Realbedingungen Lernen und die smarte Infrastruktur weiterentwickeln. In einem ersten Anwendungsfall können die Sensoren für die Überwachung der Ladeplätze für E-Autos genutzt werden. Später werden die Daten über die Parkplätze mit vollautomatisierten Fahrzeugen geteilt werden können, damit diese bei Bedarf einen Parkplatz finden können.

Bild: ParkHere (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen und KUKA starten Kooperation: Robotergestützte Innovationen für Fahrzeuge der Zukunft als Ziel

Die Forschungsabteilung von Volkswagen und der Automatisierungsspezialist KUKA schließen einen Kooperationsvertrag, um roboterbasierte Innovationskonzepte für die Fahrzeuge der Zukunft gemeinsam zu entwickeln. Eine entsprechende Vereinbarung wurde unterzeichnet.

KUKA Roboter für den Ladevorgang

Autonom fahrende Automobile und Service-Roboter sind zwei Teilaspekte der Mobilität der Zukunft, die im Rahmen der strategischen Partnerschaft betrachtet werden. Unter anderem sollen Roboter entwickelt werden, die den Ladevorgang bei autonomen Fahrzeugen einleiten, durchführen und beenden können. Die Elektrofahrzeuge der Zukunft müssen automatisch geladen werden können.

Weiterführung einer bestehenden Kooperation

Die neue Kooperation knüpft an ein bereits bestehendes gemeinsames Forschungsprojekt  an, das sich mit Mensch-Roboter-Kollaboration befasst. Das Projekt e-smart Connect beinhaltet eine praxisnahe und benutzerfreundliche Lösung für das Aufladen der Hochvoltbatterien von Elektrofahrzeugen des Volkswagen Konzerns. Dabei verbindet ein KUKA Roboter in einer speziell entwickelten Anwendung das Fahrzeug eigenständig mit einer Ladestation. So muss der Fahrer das elektrisch angetriebene Auto lediglich auf einem gekennzeichneten Parkplatz abstellen, das Montieren des Ladekabels erledigt der Roboter für ihn.

Autonome Autos brauchen autonomes Laden

In Zukunft soll der Ladevorgang ohne das Zutun von Fahrern oder Fahrgästen passieren. Die vollautomatisierten Fahrzeuge steuern bei Bedarf automatisch die Ladestationen an und der Roboter verbindet das Fahrzeug mit den Ladestationen. Eine Alternative Möglichkeit wäre das induktive und damit kabellose Laden der Fahrzeuge. Bisher ist noch unklar, welche Lösung sich durchsetzen wird.

Weitere Serviceroboter für Wartung und Betrieb in Planung

In der neuen strategischen Partnerschaft sollen neben den technologischen Grundlagen auch weitere Konzepte für innovative Anwendungen entwickelt werden. Wahrscheinlich sollen also noch weitere Service Roboter entstehen, die den Betrieb und Umgang mit autonomen Fahrzeugen vereinfachen. Die Roboter werden den Menschen in Zukunft bei vielen alltäglichen Aufgabe unterstützen. Unter anderem können Roboter bei Beladung der Fahrzeuge helfen und Wartungsaufgaben übernehmen.

Bild: Volkswagen AG (Alle Rechte vorbehalten)

Autonome Autos: Bosch will Roboter-Taxi bereits 2018 testen

Dass der Automobilzulieferer Bosch an Technologien für autonome Fahrzeuge arbeitet, ist seit längerem bekannt. Unter anderem wurde mit dem Daimler Konzern eine Entwicklungskooperation vereinbart. Bisher war wenige bekannt über den Entwicklungsstand der Systeme, jetzt teilt Bosch mit, ab wann die Fahrzeuge auf der Straße getestet werden sollen.

Test von Robo-Taxen ab 2018

Bosch hat mitgeteilt, dass ab dem kommenden Jahr die Fahrzeuge mit Systemen für autonomes Fahren auf den Straßen getestet werden. Die breite Markteinführung ist für 2022 geplant. So lange dauert es aus der Sicht von Bosch, bis die Technologien vollständig entwickelt und umfangreich getestet wurden, um alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Bei den Tests im kommenden Jahr wird immer ein Fahrer an Bord sein, der im Notfall das Steuer übernehmen kann. In welchen Rahmen die Autos getestet werden sollen und ob sie auf einer Ride-Sharing Plattform zur Verfügung stehen werden, ist nicht klar.

Entwicklungskooperation zwischen Bosch und Daimler

Im April diesen Jahres haben Daimler und Bosch eine Entwicklungskooperation vereinbart. Mehrere Hundert Mitarbeiter beider Unternehmen sollen die Entwicklung der benötigten Systeme beschleunigen. In das Projekt fließt ein hoher dreistelliger Millionenbetrag. Daimler will zwischen 2020 und 2025 autonome Taxis serienreif haben. Mit der Plattform Uber wurde bereits eine Kooperation für den Einsatz der Autos vereinbart. Daimler will eine Flotte an autonomen Autos betreiben und diese auf der Ride-Hailing Plattform Uber einsetzen. Bosch wird sicher weitere Kooperationen mit Autoherstellern schließen.

Startups und Technologiekonzerne sind weiter

Die Deutschen Automobilhersteller und -zulieferer sind spät in das Rennen um die Entwicklung von vollautomatisierten Autos eingestiegen. Die benötigten Technologien werden die Automobilindustrie in den kommenden Jahren gravierend ändern. Startups wie NuTonomy und Uber, oder Technologiekonzerne wie Waymo und Baidu haben einen jahrelangen Vorsprung. Waymo testet seit mehren Jahren Prototypen und hat heute mehrere Hundert Chrysler Minivans mit Systemen für vollautomatisiertes Fahren im Einsatz. Die Ridesharing Plattform Uber testet seit dem vergangenen Jahr umgerüstete Volvos und Ford Fahrzeuge. Einige amerikanische Automobilhersteller gehen einen anderen Weg, in dem sie führende Startups in dem Bereich übernommen haben. Vorne mit dabei ist General Motors mit der Übernahme von Cruise.

Bild: Robert Bosch GmbH (alle Rechte vorbehalten)