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Apple überdenkt Projekt Titan: Wann kommt das selbstfahrende Apple Car?

Bisher wurde nie offiziell bestätigt, dass Apple an der Entwicklung von einem selbstfahrenden Fahrzeug arbeitet. Jetzt überdenkt Apple aber anscheinend seine Pläne für die Entwicklung und Produktion eines selbstfahrenden Fahrzeugs. In jüngster Vergangenheit wurden Teile des Projekts zur Entwicklung eines selbstfahrenden Autos eingestellt. Einige Angestellte und Experten wurden entlassen. Bisher soll es einige Prototypen geben, die auf abgeschotteten Straßen getestet werden.

Verzögerungen in der Entwicklung bei Apple

Es gibt mehrere Anzeichen dafür, dass es beim dem Apple Titan Projekt nicht so voran geht, wie geplant. Das Projekt ist in den letzten Jahren auf mehr als 1000 Mitarbeitern angewachsen und es wurden führende Experten von Technologieunternehmen und Automobilkonzernen für das Projekt abgeworben. In den letzten Jahren ist der Projektfortschritt aber hinter den Erwartungen zurück geblieben und viele der Experten haben das Unternehmen wieder verlassen. Im Juli hat der Apple Veteran Bob Mansfield die Leitung des Projekts übernommen. Mansfield war davor für die Hardware-Entwicklung der Apple Watch und der MacBooks und iMacs verantwortlich.

Fokus auf Software und Sensoren

Unter der Leitung von Mansfield wurde das Projekt anscheinend neu gestartet. Apple arbeitet laut einem Bericht von Bloomberg nicht mehr vorwiegend daran, ein komplettes selbstfahrendes Auto zu entwickeln. Der Fokus liegt jetzt stärker auf der Entwicklung von Software und Hardwareelementen, die Fahrzeugen autonome Eigenschaften verleihen. Es soll also eine Art Kit entwickelt werden, das dann von bestehenden Automobilkonzernen verbaut werden kann.

Apple ist nicht alleine, wenn es um die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen geht. Eine ähnliche Strategie hat das Startup Cruise verfolgt, bevor es letztendlich von General Motors aufgekauft wurde. Auch das Startup Otto arbeitet an Software und Hardware für selbstfahrende Fahrzeuge. Otto wurde vor kurzem für 750 Mio. US$ von der Fahrdienst-Plattform Uber aufgekauft.

Die Zukunft der Fahrdienste

Autonome Fahrzeuge werden in mehreren Jahren die bestehenden Carsharing und Mitfahrdienste revolutionieren. Ridesharing Plattformen, wie Uber und Lyft werden durch die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen gewaltige Veränderungen erfahren. Uber had die Bedrohung erkannt und investierte deshalb viele Ressourcen in die Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Es wird damit gerechnet, dass die ersten serienreifen vollautonomen Fahrzeugen im Jahr 2021 verfügbar sein werden.

Die von Apple entlassenen Mitarbeiter dürften bei dem derzeitigen Wettrüsten der Automobilkonzerne und Technologieunternehmen leicht einen neuen Arbeitgeber finden.

Bild: Josh Allen / flickr (bestimmte Rechte vorbehalten)

Essenlieferdienst Pronto gibt auf

Pronto, der Lieferdienst für Gerichte gibt auf. Das Unternehmen hatte ein limitiertes Angebot an warmen gesunden Gerichte, Desserts und Getränken im Angebot. Die Gerichte wurden dabei selbst gekocht/aufgewärmt und kamen nicht von angesagten Restaurants wie bei Foodora oder Deliveroo. Das Ende von Pronto hat sich bereits in der letzten Woche angekündigt, damals wurde überraschend eine kurze Pause angekündigt. Der Kundenservice hat damals noch von ein paar Tagen gesprochen. Es ist nicht davon auszugehen, dass Pronto seinen Betrieb nochmal aufnimmt.

Gesunde Gerichte und eigene Küche

Das Startup hat im vergangenen Jahr eine Finanzierung von 1.6 Mio. US$ eigesammelt, unter anderem von Seedcamp, Planfair Capital, Business Angels und strategischen Investoren. Die Finanzierungssumme wurde hauptsächlich für den Aufbau der Küchen und die Bezahlung der Fahrer genutzt. Pronto hat sich auf gesunde Gerichte konzentriert. Pronto war bisher nur in London aktiv. Es wurden eigene Küchen an unterschiedlichen Orten in der Stadt eröffnet, um die Gerichte innerhalb von 20 Minuten zustellen zu können. Die Bestellungen wurden gruppiert, um eine höhere Auslastung der Fahrer zu erreichen. Die Zustellung erfolgte mit selbstständigen Fahrern, die meist mit Roller oder Fahrrad unterwegs waren.

Hohe Logistikkosten als Herausforderung

Dem Unternehmen sind die hohen Logistikkosten auf die Füße gefallen. Wie bei allen on-demand Lieferservices muss in den Peak-Zeiten genug Umsatz erzielt werden, um die Kosten außerhalb der Stoßzeiten zu decken. Pronto ist es in den letzten Monaten nicht gelungen, seine Unit-Economics so auszurichten, dass es für weitere Investoren interessant gewesen wäre, zu investieren. Wenig hilfreich dürfte auch das Aus von Take Eat Easy gewesen sein und die große Finanzierungsrunde von Deliveroo. Gerüchteweise war es für Deliveroo auch schwieriger Geld einzusammeln, als gedacht. Das Startup mit der schwarzen Fliege als Markenzeichen hat auch keinen Mindestbestellwert erhoben, die meisten Gerichte waren für etwa 9.50 Euro zu haben. Mit so einem geringen Bestellwert ist es schwierig, ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufzubauen.

Auch Rocket Internet ist mit Modell gescheitert

In der Vergangenheit hat Pronto auch durch die Partnerschaft mit dem Roboter-Startup Starship Technologies aufmerksam erzeugt. Starship Technologies entwickelt kleine autonome Lieferroboter, Pronto wollte diese für die Lieferung von Gerichten nutzen. Rocket Internet hat sich mit EatFirst mit einem ähnlichen Konzept versucht. EatFirst ist mittlerweile nur noch in London aktiv und liefert ausschließlich Gerichte, die in der Mikrowelle erwärmt werden müssen. Zuerst wurden auch warme Gerichte ausgeliefert, die in einer eigenen Küche zubereitet wurden.

Bild: Pronto (alle Rechte vorbehalten)

NuTonomy startet selbstfahrende Taxis

Das Unternehmen NuTonomy, ein Spin-Off der Eliteuniversität MIT testet selbstfahrende Taxis in Singpur. Seit heute sind einige autonome Fahrzeuge in der asiatischen Stadt unterwegs. Das Unternehmen kommt somit dem Fahrdienst Uber zuvor, der in der letzten Woche verkündet hat, dass noch vor Ende August selbstfahrende Autos in Pittsburgh getestet werden.

NuTonomy wurde vor drei Jahren gegründet und testet bereits seit längerem selbstfahrende Autos. Ähnlich wie Cruise und Otto entwickelt das Startup Kits, mit denen herkömmliche Autos aufgerüstet werden können.

Limitierter Test ins Singapur

Der Test ist Singapur startet mit limitiertem Umfange. Ausgewählte Nutzer können über eine Smartphone-App die Roboter Taxis bestellen. NuTonomy wird zu Beginn sechs Fahrzeuge betreiben, bis Ende des Jahres soll die Zahl auf 12 Fahrzeuge ansteigen. Bis zum Jahr 2018 soll eine voll autonome Taxi Flotte in Singapur unterwegs sein, um die Zahl der Fahrzeuge auf den verstopften Straßen zu reduzieren. Nicht nur Singapur hat Interesse den dem Modell, auch in anderen Städten könnte dieses Modell ausgerollt werden.

Selbstfahrende Taxis in One-North

Am Anfang sind selbstfahrende Taxis in einem kleinen Gebiet unterwegs sein, ca. 6.5 Quadratkilometer im Stadtteil One-North werden abgedeckt sein. Aus- und Einsteigen wird nur an definierten Adressen möglich sein, eine Nutzung ist erst nach einer Einladung durch nuTonomy möglich. Mehrere Tausend Nutzer sollen den Service testen können.

NuTonomy nutzt Elektrofahrzeuge

Als Fahrzeuge werden modifizierte Renault Zoe und Mitsubishi i-MIEV Modelle eingesetzt. Die Fahrzeuge wurden mit notwendiger Technik und Software aufgerüstet, damit diese autonom fahren können. Es wird immer ein Fahrer mit an Board sein, der im Notfall das Steuer übernehmen kann. Außerdem wird auf dem Rücksitz ein Forscher mitfahren, der die Computer überwacht. Dementsprechend können maximal zwei Fahrgäste gleichzeitig den Service nutzen, für mehr ist kein Platz. Jedes Fahrzeug ist mit sechs Lidar-Systemen ausgestattet. Bei Lidar handelt es sich um eine Art Radarsystem, das auf Lasern basiert. Mit den Lidar Systemen und weiteren Kameras wird die Umgebung überwacht und Hindernisse erkannt.

Die Testphase ist zeitlich nicht begrenzt. Am Anfang wird die Nutzung kostenlos sein, zu einem späteren Zeitpunkt werden die Nutzer dafür bezahlen müssen. Der Service soll in weiteren Städten in Asien, den USA und Europa getestet werden. Dafür gibt es aber noch keinen konkreten Zeitplan.

Großes Interesse der Städte

Autonome Fahrzeuge und smarte Mobilitätslösungen stoßen auf großes Interesse bei den Verkehrsbehörden und Verwaltungen großer Städte. Die meisten Großstädte kämpfen mit einer zu hohen Anzahl an Fahrzeugen, die nicht ausgelastet sind. Die Folge davon sind verstopfte Straßen, Luftverschmutzung und riesige Flächen, die durch Straßen und Parkplätze zugepflastert sind. NuTonomy schätzt, dass die Zahl der Fahrzeuge durch den Einsatz von autonomen Fahrzeugen um Zweidrittel reduziert werden kann. Außerdem sind die Städte an einer dynamischen Mobilitätslösung interessiert, um die Kosten für den öffentlichen Nahverkehr zu reduzieren. Dabei soll gleichzeitig das Angebot und die Flexibilität aus Kundensicht erhöht werden.

NuTonomy hat als erstes Unternehmen die Genehmigung für den Betrieb von selbstfahrenden Taxi auf den Straßen Singapurs erhalten. Das Startup hat auch Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der lokalen Verkehrsbehörde geschlossen, um das Gebiet der autonomen Fahrzeuge weiter zu erforschen.

Bild: nuTonomy (alle Rechte vorbehalten)

Uber setzt selbstfahrende Autos ein und kauft Otto

Der Fahrdienst Uber setzt früher als vermutet selbstfahrende Fahrzeuge ein. Schon vor Ablauf diesen Monats sollen selbstfahrenden Volvo SUVs in Pittsburgh zum Einsatz kommen. Außerdem wird das Startup Otto übernommen, das sich mit der Entwicklung von autonomen LKWs befasst.

Uber entwickelt seit Ende 2014 selbstfahrende Fahrzeuge in Zusammenarbeit mit der Carnegie Mellon University in Pittsburgh. Ein Team an Entwicklern, Experten und Mechanikern hat in den letzten eineinhalb Jahren die erste Version an selbstfahrenden Fahrzeugen entwickelt, die jetzt zum Einsatz kommt. Ziel von Uber ist es, die Fahrer so schnell wie möglich durch Roboter Taxis zu ersetzen, um Kosten zu sparen und um günstigere Fahrten zu ermöglichen. Letztendlich soll das Nutzen von Uber günstiger sein, als mit dem eigenen Auto zu fahren.

Test in Pittsburgh

Noch im August will Uber die autonomen Fahrzeuge in Pittsburgh auf die Straße bringen. Über die Uber-App können die Fahrzeuge ganz normal bestellt werden. Am Anfang werden die Fahrten kostenlos sein. Zur Sicherheit muss aber weiterhin ein Fahrer an Board sein, der im Notfall eingreifen kann. Uber ist damit das erste Unternehmen, dass eine Ridesharing Dienst mit selbstfahrenden Autos anbietet. Google und anderen Konzerne haben bisher fahrerlose Autos testweise eigesetzt, aber nicht kommerziell.

Partnerschaft mit Volvo

Zum Eisatz kommen SUVs von Volvo. Die XC90 Modelle wurden mit Sensoren, Kameras, Laser-, Radar- und GPS-Modulen ausgestattet, um die selbstfahrenden Eigenschaften zu ermöglichen. Zu Beginn wird nur eine niedrige Zahl an Fahrzeugen im Einsatz sein, bis Ende des Jahres soll die Zahl auf 100 Fahrzeuge wachsen. Volvo und Uber haben eine Partnerschaft geschlossen und investieren gemeinsam 300 Mio. US$ in die Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Die Partnerschaft mit Volvo ist nicht exklusiv, Uber will mit unterschiedlichen Herstellern zusammenarbeiten. Die Produktion von eigenen Fahrzeugen ist nicht geplant.

Startup Otto gekauft

Neben dem Bekanntwerden der Neuigkeiten über den Einsatz der selbstfahrenden Autos, hat Uber veröffentlicht, dass das Startup Otto übernommen wurde. Otto entwickelt Kits mit dem LKWs nachgerüstet werden können, damit diese autonom fahren können. Otto beschäftigt 91 Angestellte, darunter einige Experten, die zuvor für Apple, Google oder Tesla an selbstfahrenden Fahrzeugen gearbeitet haben sollen. Die Gründer von Otto waren zuvor hochrangige Manager bei Google. Anthony Levandowski hat das selbstfahrende Auto von Google mitentwickelt, Lior Ron war der Produktchef für Google Maps.

Für den Kauf von Otto soll Uber 680 Mio. US$ auf den Tisch gelegt haben. Bemerkenswert für ein Unternehmen, das vor weniger als einem Jahr gegründet wurde und noch kein fertiges Produkt auf dem Markt hat. Die bisherigen Angestellten von Otto werden auch am Gewinn von Uber Transport Sparte für die Langstrecke beteiligt.

Neues Kapitel für Uber

Mit dem Kauf von Otto startet Uber ein neues Kapitel. Bisher hat das Unternehmen ausschließlich innerstädtische Transportdienstleistungen in unterschiedlichen Bereichen auf der Kurzstrecke angeboten. Die von Otto ausgestatteten selbstfahrenden Trucks sind für Gütertransport auf Langstrecken ausgelegt. Das ist ein neuer Bereich für Uber. Letztendlich wird Uber beide Angebote verbinden. Die LKWs werden für den Transport über lange Strecken genutzt. Der Transport auf der letzten Meile erfolgt durch die jetzigen Uber-Fahrer und in Zukunft mittels Roboter Taxis.

Die Technologie von Otto soll auch in modifizierter Form in den Roboter Taxis zum Einsatz kommen.

Travis Kalanick sieht die Entwicklung eines selbstfahrenden Autos als entscheidend für das Überleben von Uber an. Wenn nicht Uber autonome Fahrzeuge einsetzt, dann wird es ein anderes Unternehmen tun und somit das Geschäft von Uber gefährden. Besonders Unternehmen wie Google oder Apple stellen eine Gefahr für Uber dar.

Bild: Volvo Cars (alle Rechte vorbehalten)

Tesla Carsharing Service

Elon Musk hat Details über den geplanten Tesla Carsharing Service kommuniziert. Fahrzeugbesitzer werden ein Set an Kriterien zur Verfügung haben, um den Nutzerkreis für ihr Auto zu kontrollieren. Unter anderem wird es in Bewertungssystem gegen, über das die Tesla-Besitzer die Nutzer bewerten können.

Nutzer für Tesla Carsharing definieren

Das Prinzip funktioniert folgendermaßen: Wenn man als Tesla-Besitzer sein Fahrzeug nicht benötigt, kann man es über einen Klick in einer App für andere Nutzer auf der Tesla Carsharing Plattform zur Verfügung stellen. Davor kann einstellt werden, wer das Fahrzeug anmieten kann. Zum Beispiel kann definiert werden, dass nur Nutzer mit fünf Sternen den eigenen Tesla anmieten kann. Der Nutzerkreis kann aber auch ausschließlich auf bestimmte Nutzergruppen, wie die Familie eingegrenzt werden. Wird das Fahrzeug wieder benötigt, reicht ein Klick in der App und das Fahrzeug wird wieder zur Verfügung stellt.

Autonome Fahrt zu Besitzer

Geplant ist natürlich, dass das Fahrzeug autonom zum Besitzer zurück fährt. Es wird also noch ein paar Jahre dauern, bis wir das neue Angebot tatsächlich testen und nutzen können. Ein ähnliches Angebot plant die BMW Marke Mini. Die Käufer von Mini Fahrzeuge sollen auch entscheiden können, ob sie ihre Autos auf der DriveNow oder ReachNow Plattform fremden Nutzern zur Verfügung stellen. Bleibt immer noch die Frage, was passiert, wenn das Auto benötig wird, aber durch einen anderen Nutzern blockiert ist. Erhält der Besitzer dann die Möglichkeit, ein anderes Fahrzeug umsonst zu nutzen, oder muss er sich eins kostenpflichtig anmieten?

Das Tesla Carsharing-Programm ist Teil des neuen Master Plans, der von Musk vor ein paar Wochen vorgestellt wurde. Tesla wird es starten, wenn die Fahrzeuge voll autonom fahren können. Fahrzeuge werden die meiste Zeit nicht bewegt und stehen ungenutzt herum. Durch das Teilen der Flotte, soll die Auslastung der Fahrzeuge erhöht werden und die Anzahl der Fahrzeuge reduziert werden.

Bild:Jack Snell / flickr (bestimmte Rechte vorbehalten)

Mobileye und Tesla gehen getrennte Wege

Die beiden Unternehmen Tesla und Mobileye werden ihre Kooperation beenden. Die Trennung beider Unternehmen folgt nach dem tödlichen Unfall eines Teslas, der mit der Autopilot Funktion unterwegs war. Mobileye stattet fast alle teil-autonomen Fahrzeuge unterschiedlicher Hersteller mit Sensoren und entsprechender Hardware aus. Unter anderem werden auch die Tesla S und Tesla X Modelle mit den Systemen von Mobileye ausgestattet, so dass diese Autos über teil-autonome Eigenschaften verfügen.

Kooperation endet im Herbst

Im Januar hat der CTO noch über Einzelheiten der Zusammenarbeit und die technischen Funktion der Mobileye Komponenten im Tesla referiert. Bei der Präsentation der letzten Quartalsergebnisse hat Shashua dann verkündet, dass die Kooperation beendet wird. Das System EyeQ3 wird weiterhin in den jetzigen Modellen verbaut und das Unternehmen wird weiterhin die Software-Verbesserungen für das bestehende System liefern. Die zukünftigen Systeme werden nicht in den nächsten Tesla Modellen verbaut werden. Chips, Sensoren, Kameras und Software muss sich Tesla demnächst bei einem anderem Lieferanten besorgen oder selbst entwicklen.

Partnerschaft mit BMW und Intel

Mobileye hat erst vor kurzem eine Partnerschaft mit BMW und Intel geschlossen, um Systeme für vollautonomer Fahrzeuge zu entwickeln. Diese sollen in fünf Jahren auf den Markt kommen. Ziel ist es, dass Systeme entwickelt werden, die ein hohes Level an Sicherheit und Zuverlässigkeit bieten. In der Kooperation mit BMW und Intel ist Mobileye mit in die Entwicklung mit eingebunden und ist nicht nur ein Zulieferer.

Der Crash des Teslas hat auch negatives Licht auf das israelische Unternehmen geworfen. Es ist zu vermuten, dass sich Mobileye um seine Reputation Sorgen gemacht hat und deswegen die Partnerschaft beendet wurde. Dem Unternehmen ist die Strategie von Tesla zu risikofreudig. Der Aktienkurs des Unternehmens ist nach dem Bekanntwerden der Beendigung der Partnerschaft um 9% eingebrochen, Tesla verlor nur 0.9%. Es wird vermutet, dass Tesla eigene Sensoren und Systeme für vollautonome Fahrzeuge entwickelt oder auf einen anderen Zulieferer setzt.

Autopilot 2.0 von Tesla soll noch dieses Jahr kommen

Mehrerer Quellen berichten, dass Tesla bald die Version 2.0 des Autopiloten mit teilautonomen Fahreigenschaften vorstellen wird. Die neue Version der Soft- und Hardware für autonomes Fahren wird über neue Features verfügen. Es wird vermutet, dass Autopilot 2.0 Teil der neuen Tesla Software 8.0 sein wird.

Verbesserter Autopilot 2.0

Laut TechnoBuffalo sollen neue duale Kameras verbaut werden, die es unter anderem ermöglichen werden, dass ein Tesla automatisch an Stoppschildern und Ampeln anhält und wieder losfährt. Bisher bleibt ein Tesla nur stehen, wenn sich ein Auto oder ein anderes Objekt in Fahrtrichtung befindet. Bisher konnte ein Tesla S vor allem auf Autobahnen zwischen Auf- und Abfahrt selbstständig fahren. Die neue Version des Autopiloten soll auch das Auf- und Abfahren ohne Eingriff des Fahrers ermöglichen. Der Blog Elektrek geht davon aus, dass ein neues Set an Sensoren verbaut wird, das die neuen Eigenschaften ermöglichen wird. Die neuen Kameras und erweiterte Sensoren lassen darauf schließen, dass die meisten der neuen Eigenschaften nicht für bereits produzierte Fahrzeuge in Frage kommen werden. Eine Rückwertskompatibilität ist also nicht zu erwarten.

Mehr Aufmerksamkeit nach Unfällen

Nach den Unfällen mit der ersten Version des Autopiloten wird die neue Version mehr Aufmerksamkeit bekommen. Die Behörden werden den Autopiloten 2.0 kritisch begutachten und die Öffentlichkeit wird ach eine andere Wahrnehmung haben. In den letzten Wochen wurden zwei Unfälle bekannt, die sich ereignet haben, als die Tesla-Fahrzeuge mit Autopiloten unterwegs waren. Ein Unfall endete tödlich, über einen weiteren Unfall mit einem Tesla Model X ist noch wenig bekannt.

Die Verbesserungen sind auch ein weiterer Schritt in der Entwicklung von voll selbstfahrenden Autos. Tesla hat sich dafür entschieden, mit einem teilautonomen Fahrzeug zu starten und dann über Zeit weitere autonome Fahreigenschaften hinzuzufügen. Andere Unternehmen, wie z.B. Google, BMW oder Ford verfolgen eine andere Strategie. Sie wollen Fahrzeuge auf den Markt bringen, die von Anfang an vollautonom fahren.  Wahrscheinlich ist, dass diese Modelle im Jahr 2021 auf den Markt kommen werden.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

BMW arbeitet mit Intel und Mobileye am autonomen Fahrzeug

BMW will bis zum Jahr 2021 ein voll autonomes Fahrzeug in Serie produzieren. Um dieses Ziel in den kommenden fünf Jahren zu erreichen, schließt der Automobilkonzern aus München Partnerschaften mit Intel und Mobileye. Intel wird die benötigte Rechenpower liefern, von dem israelischen Unternehmen Mobileye kommen die Sensoren und Fahrerassistenzsysteme.

BMW arbeitet seit einiger Zeit an selbstfahrenden Autos und hat im Rahmen des hundertsten Firmenjubiläums mehrere Prototypen von selbstfahrenden Autos präsentiert. Zuerst wurde der BMW Next 100 präsentiert, gefolgt von einem Rolls Royce und einem Mini Next 100. Bei allen Prototypen standen die selbstfahrenden Eigenschaften prominent im Vordergrund.

Vollautonome Fahrzeuge 2021

BMW setzt den Fokus auf die Entwicklung von voll autonomen Fahrzeugen. Wahrscheinlich auch, weil das Unternehmen im Moment wenige Features für teilautonomes Fahren im Programm hat. Automobilkonzerne wie GM und Daimler sind da schon weiter. Der Elektroautobauer Tesla bietet ebenfalls einen Autopiloten an, der sich noch in der Beta-Phase befindet. Die Version 2.0 soll aber noch in diesem Jahr veröffentlicht werden. Auch Tesla arbeitet mit Mobileye zusammen.

Im Vergleich zu den bisher angebotenen Fahrzeugen mit teilweiser Automatisierung ist ein voll autonomes ein enormer Unterschied. Das Level der Komplexität und der Eigenschaften ist weitaus höher. Bei einem voll autonomen Fahrzeug wird kein Fahrer mehr benötigt. Das Auto wird über entsprechenden Plattformen gerufen, die Fahrgäste steigen ein und müssen sich um keine Fahrtätigkeiten kümmern. Zur Zeit sind immer wieder Namen wie Lyft, Gett und Uber als Plattformen für das Rufen von autonomen Fahrzeugen im Gespräch.

Rechtlicher Rahmen muss geschaffen werden

Bis zum Jahr 2021 muss auch der regulatorische Rahmen angepasst werden. Unterschiedliche Behörden arbeiten im Moment an der Erstellung von übergreifenden Regeln für den Betrieb von autonomen Fahrzeugen im Straßenverkehr. Die Autohersteller erhalten im Moment Test-Lizenzen, um die neu entwickelten Features für teilweise autonomes Fahren zu testen. Voraussetzung im Moment ist auch, dass ein Fahrer immer an Board ist, der im Notfall eingreifen kann. BMW möchte die selbstfahrenden Autos bereits im kommenden Jahr testen.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Faraday Future arbeitet auch an autonomen Fahrzeug

Das Unternehmen Faraday Future, das von chinesischen Investoren finanziert wird, war bisher für seine Pläne bekannt, ein Elektroauto zu entwickeln, das gegen die Modelle von Tesla antreten soll. Nun wurde bekannt, dass das Unternehmen auch ein selbstfahrendes Auto entwickeln möchte. Das Unternehmen schließt sich somit einer Reihe von Unternehmen an, die alle ein autonomes Fahrzeug entwickeln wollen. Die Unternehmen Google, Apple, Tesla, Mercedes, General Motors und weitere verfolgen ebenfalls Pläne für ein selbstfahrendes Auto.

Faraday Future mit schrägem Konzeptfahrzeug

Faraday Future hat das erste Konzeptfahrzeug FFZERO1 auf der CES Anfang des Jahres vorgestellt. Dabei handelte es sich um ein seltsam aussehendes Fahrzeug, das wie ein ein Spielzeug-Auto von Hot Wheels aussieht. Das Fahrzeug soll auf einer variablen Plattform Architektur aufbauen. Technische Details über FFZERO1 und das tatsächliche Serienauto wurden bisher nicht veröffentlicht.

Genehmigung in Kalifornien erhalten

Über das selbstfahrende Auto ist bisher auch wenig bekannt. Dem Unternehmen wurde aber eine Lizenz für das Testen von selbstfahrenden Autos in Kalifornien erteilt. Bisher haben 14 Unternehmen die Lizenz für das Testen von autonomen Fahrzeugen auf öffentlichen Straßen erhalten. Darunter befinden sich Volkswagen, Google, Daraday und das von GM übernommene Startup Cruise Automation.

Neben Kalifornien will Faraday auch selbstfahrende Autos in Detroit, Michigan testen. Bis der fahrtüchtige Prototyp entwickelt wird, wird das Unternehmen die Software, Sensoren, Hardware und das User Interface testen. Die Teile werden dabei in andere Fahrzeuge verbaut. Eine ähnliche Strategie verfolgen auch Google und Uber. Serienfahrzeuge unterschiedlicher Hersteller werden mit der entsprechenden Technologie ausgestattet, um Daten und Erfahrungswerte zu sammeln. Während der Tests muss immer ein Fahrer an Board sein, der in Notfällen eingreifen kann.

Bild: Maurizio Pesce (Bestimmte Rechte Vorbehalten)

Rolls-Royce stellt autonomes Auto vor

Der Hersteller von Luxusautos Rolls-Royce hat eine Konzeptstudie von einem selbstfahrenden Auto vorgestellt. Der Prototyp hört auf den Namen Vision Next 100 und folg damit der Namensgebung aus dem BMW Mutterkonzern. BMW hat zum 100. Geburtstag ein Konzeptfahrzeug mit dem gleichen Namen präsentiert.

Kein Lenkrad und elektrischer Antrieb

Das Fahrzeug verfügt über kein Lenkrad und wird elektrisch angetrieben. Die Fahrgäste können platznehmen und aus den Seiden-Sesseln die Fahrt genießen und die Umwelt beobachten. Weitere technische Details über das Fahrzeug wurden nicht kommuniziert.

Die BMW Tochter Rolls-Royce konzentriert sich lieber darauf, die schönen und luxuriösen Vorzüge des selbstfahrenden Fahrzeugs zu beschreiben. Wie auch die bisherigen Modelle werden nur feinste Materialien für den Innenraum verwendet. Alles wird mit höchster Präzision in Handarbeit produziert.

Außergewöhnliche Formgebung

Die Form des Prototyps ist auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig und bricht mit bisherigen Konventionen. Auf den ersten Blick könnten man meinen, dass es sich dabei um einen Katamaran handelt. Die Vorderräder sind verkleidet und sind nicht in die Karosserie integriert. Die Fronthaube läuft schmal zu und wird von einem Kühlergrill dominiert. Das Konzeptfahrzeug verfügt über eine extrem lange Frontpartie. Die Frontpartie geht in einen Coupé-artigen Fahrgastraum über. Der Fahrgastraum ist fast vollständig aus Glas. Die Fahrgäste sollen über außergewöhnlich viel Beinfreiheit verfügen, da kein Fahrer notwendig ist und somit mehr Platz vorhanden sein wird. Da das selbstfahrende Auto über einen Elektroantrieb verfügt, kann der Platz, der normalerweise von dem 12-Zylinder-Motor ausgefüllt wird, als zusätzlicher Gepäckraum genutzt werden.

Virtueller Assistent übernimmt Steuerung

Die Fahrgäste teilen das Fahrtziel einer virtuellen Assistentin mit, die dann die Zielführung übernimmt. Die virtuelle Assistentin hört auf den Namen Eleanor und verfügt über ein gewisses Maß an künstlicher Intelligenz. So kann das Auto mit dem Terminkalender des Besitzers oder Fahrgastes verbunden werden. Das sorgt dafür, dass Eleanor an Termine erinnert und das Fahrzeug rechtzeitig automatisch vorgefahren wird.

Es wird noch einige Zeit dauern, bis das Fahrzeug wirklich auf der Straße zu sehen sein wird. Vor dem Jahr 2040 wird damit nicht zu rechnen sein. Der BMW-Konzern versucht in der letzten Zeit mit Konzepten von selbstfahrenden Autos auf sich aufmerksam zu machen. Aktuelle Fahrzeugmodelle verfügen über überschaubare Features, die den Autos autonome Eigenschaften verleihen.

Bild: BWM Group (alle Rechte vorbehalten)