Category Archives: selbstfahrende Autos

Autonome Autos: Bosch will Roboter-Taxi bereits 2018 testen

Dass der Automobilzulieferer Bosch an Technologien für autonome Fahrzeuge arbeitet, ist seit längerem bekannt. Unter anderem wurde mit dem Daimler Konzern eine Entwicklungskooperation vereinbart. Bisher war wenige bekannt über den Entwicklungsstand der Systeme, jetzt teilt Bosch mit, ab wann die Fahrzeuge auf der Straße getestet werden sollen.

Test von Robo-Taxen ab 2018

Bosch hat mitgeteilt, dass ab dem kommenden Jahr die Fahrzeuge mit Systemen für autonomes Fahren auf den Straßen getestet werden. Die breite Markteinführung ist für 2022 geplant. So lange dauert es aus der Sicht von Bosch, bis die Technologien vollständig entwickelt und umfangreich getestet wurden, um alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Bei den Tests im kommenden Jahr wird immer ein Fahrer an Bord sein, der im Notfall das Steuer übernehmen kann. In welchen Rahmen die Autos getestet werden sollen und ob sie auf einer Ride-Sharing Plattform zur Verfügung stehen werden, ist nicht klar.

Entwicklungskooperation zwischen Bosch und Daimler

Im April diesen Jahres haben Daimler und Bosch eine Entwicklungskooperation vereinbart. Mehrere Hundert Mitarbeiter beider Unternehmen sollen die Entwicklung der benötigten Systeme beschleunigen. In das Projekt fließt ein hoher dreistelliger Millionenbetrag. Daimler will zwischen 2020 und 2025 autonome Taxis serienreif haben. Mit der Plattform Uber wurde bereits eine Kooperation für den Einsatz der Autos vereinbart. Daimler will eine Flotte an autonomen Autos betreiben und diese auf der Ride-Hailing Plattform Uber einsetzen. Bosch wird sicher weitere Kooperationen mit Autoherstellern schließen.

Startups und Technologiekonzerne sind weiter

Die Deutschen Automobilhersteller und -zulieferer sind spät in das Rennen um die Entwicklung von vollautomatisierten Autos eingestiegen. Die benötigten Technologien werden die Automobilindustrie in den kommenden Jahren gravierend ändern. Startups wie NuTonomy und Uber, oder Technologiekonzerne wie Waymo und Baidu haben einen jahrelangen Vorsprung. Waymo testet seit mehren Jahren Prototypen und hat heute mehrere Hundert Chrysler Minivans mit Systemen für vollautomatisiertes Fahren im Einsatz. Die Ridesharing Plattform Uber testet seit dem vergangenen Jahr umgerüstete Volvos und Ford Fahrzeuge. Einige amerikanische Automobilhersteller gehen einen anderen Weg, in dem sie führende Startups in dem Bereich übernommen haben. Vorne mit dabei ist General Motors mit der Übernahme von Cruise.

Bild: Robert Bosch GmbH (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende LKWs von Uber erhalten ein neues Setup

Die Advanced Technologies Group von Uber testet eine neue Version des selbstfahrenden LKWs. Die verbauten Systemkomponenten wurden verbessert, under anderem wird ein verbesserter LiDAR Sensor verbaut und neue Softwarekomponenten werden getestet,.

Marke Otto verschwindet

Die letzten Versionen waren noch unter der Marke Otto unterwegs, die ist jetzt komplett verschwunden. Otto wurde im letzten Jahr von Uber übernommen und in der Advanced Technology Group eingegliedert. Außerdem hab es eine Auseinandersetzung mit dem Kanadischen Unternehmen Otto Motors, das den Namen für sich beansprucht.

LKWs erstmal überarbeitet

Seit der Übername wurden die LKWs das erste mal überarbeitet. Für die Weiterentwicklung ist immer noch das frühere Otto Team zuständig, das in San Francisco stationiert ist. Die Gruppe in San Francisco arbeitet aber eng mit den Teams in Pittsburgh und Toronto zusammen. An beiden Standorten hat das Technologieunternehmen Teams sitzen, die sich mit dem Thema vollautomatisiertes Fahren beschäftigen.

Waymo und Uber streiten sich um LiDAR Sensor

Auch Waymo testet selbstfahrende LKWs, erste Bilder der Testfahrzeuge sind im Internet aufgetaucht. Uber und Waymo liefern sich einen Rechtsstreit. Waymo wirft Uber vor, geheime Waymo Entwicklungsdokumente zu besitzen. Diese soll der ehemalige Waymo Chef vor seinem Wechsel zu Uber heruntergeladen haben.

Der neue Uber ATG Truck verfügt über überarbeitete Komponenten uns Software. Neue Sensoren und weitere Hardware wurden verbaut, die Software hat eine Überholung erhalten. Um den LiDAR dreht sich die Auseinandersetzung mit Waymo, der jetzt verbaut scheint aber eine Fremdentwicklung zu sein. Könnte sein, dass Uber auf Grund der Auseinandersetzung mit Waymo auf eine fertige Lösung von einem Zulieferer setzt.

Tests in und um San Francisco 

In den kommenden Wochen sollen die Trucks in und um San Francisco getestet werden. Außerdem kann sich das Unternehmen weitere aufmerksamkeitswirksame Fahrten vorstellen. Anfang des Jahres hat ein selbstfahrender Otto LKW eine Ladung Budweiser Bier transportiert und damit eine neuen Weltrekord aufgestellt.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

General Motors schickt weitere 130 autonome Fahrzeuge auf die Straße

Im vergangenen Jahr hat General Motors das Startup Cruise übernommen, um beim Thema autonomes Fahren schneller Ergebnisse zu erzielen. Die Technologie von Cruise wurde intern weiterentwickelt und in einigen Testfahrzeugen verbaut. Jetzt hat GM angekündigt, dass die Flotte erweitert wird.

Vollautomatisierte Bolt Fahrzeuge

Insgesamt hat General Motors 130 Elektrofahrzeuge der Bolt Reihe mit der Technologie für vollautomatisiertes Fahren ausgestattet. Die Fahrzeuge wurden mit einem weiterentwickelten Set an Sensoren und Hardwarekomponenten ausgestattet, das GM mit Cruise entwickelt hat. Unter anderem sind die Autos mit einem weiterentwickeltem LiDAR Sensor ausgestattet und verfügen über bessere Kameras. Die Fahrzeuge sollen über mehr als 40 Sensoren und Kameras verfügen. Die Fahrgäste können über einen Display im Auto die Umgebung beobachten. Mehr Details hat der Hersteller nicht veröffentlicht.

General Motors verstärkt Aktivitäten seit 2016

General Motors befasst sich schon seit 2015 mit dem Thema. Damals wurden die anfänglichen Entwicklungen mit einer kleinen Flotte an Chevrolet Volt Fahrzeugen getestet. Ernster wurden die Bemühungen dann nach der Übernahme von Cruise und dem Investment in die Ridesharing Plattform Lyft. GM hat 500 Mio. US$ in Lyft investiert und zeitweise  stand eine Komplettübernahme zur Debatte.

Ride Hailing Netze mit autonomen Autos sind die Zukunft

Die Bedeutung von autonomen Fahrzeugen in Verbindung mit reichweitenstarken Ride Hailing Netzwerken wird in Zukunft steigen. In den kommenden Jahren soll sich die Flotte vervielfachen, letztendlich soll zusammen mit der Ride-Hailing Plattform Lyft ein Fahrservice mit selbstfahrenden Autos angeboten werden. Lyft hat bereits Tests mit Waymo und nuTonomy vereinbart. Ride Sharing Dienste mit vollautomatisierten Elektroautos werden die Zukunft der innerstädtischen Mobilität prägen.

Wettbewerb zwischen Neueinsteigern und Automobilindustrie

Im Rennen um die autonome Zukunft ist ein regelrechter Wettbewerb ausgebrochen. In den letzten Jahren sind mehrere Startups und Technologiekonzerne mit ersten Versionen an Systemen für vollautomatisiertes Fahren in die Testphase gegangen. Herkömmliche Automobilhersteller neigen als Folge davon zu Kooperationen mit Zulieferern und Technologiekonzernen. Teilweise werden auch Startups zu hohen Übernahmepreisen aufgekauft.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)

Lyft und Jaguar Land Rover arbeiten zusammen

Jaguar hat als nächster Automobilhersteller angekündigt, mit einer Ride Hailing Plattform kooperieren zu wollen. Jaguar Land Rover investiert über das Investment-Vehicle InMotion 25 Mio. US$ in den Fahrdienst Lyft und stellt Fahrzeuge für die luxuriöse Version des Ridesharing Dienstes zur Verfügung. Außerdem arbeiten beide Unternehmen gemeinsam an dem Thema vollautomatisiertes Fahren.

Trend geht auch bei Jaguar Land Rover in Richtung on-demand Mobility

Bisher sind schon mehrere Automobilhersteller Kooperationen mit Ride Hailing Plattformen eingegangen. Daimler arbeitet unter anderem mit Uber zusammen und betreibt mit myTaxi eine eigene Taxi App. Auch General Motors arbeitet schon mit Lyft zusammen und hat eine große Summe in die Plattform investiert.  Die Automobilindustrie wurde davon überzeugt, dass privater Autobesitz zuerst in den Städten zurück gehen wird und die Einwohner vermehrt auf on-demand Mitfarhdienste setzen werden. Gemeinsam mit den Startups wollen die Hersteller Technologien und Dienstleistungen entwickeln und somit auch neue Umsatzkanäle erschließen.

Premiumhersteller erhält Zugang zu Plattform mit vielen Nutzern

Jaguar Land Rover ist ein kleinerer Premiumhersteller und rangiert weit hinter BMW, Daimler oder Audi. Die Partnerschaft mit Lyft ist ein wichtiger Schritt für den Hersteller, der vor allem in Großbritannien beliebt ist. Dank der Kooperation erreicht Jaguar Land Rover eine große Nutzergruppe über die Lyft Plattform. Andere Hersteller gehen noch davon aus, dass sie eine eigene Plattform  mit großer Reichweite aufbauen können. Darin haben sie aber keine Erfahrung under werden das auch recht schnell merken. Die Limousinen und SUVs von Jaguar und Land Rover werden der Premium-Version von Lyft zum Einsatz kommen. Weitere Premium Mobilitätsangebote sollen entwickelt werden.

Vollautomatisierte Fahrzeuge und weiter Dienste auf der Road Map

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch die vollautomatisierten Fahrzeuge von Jaguar und Land Rover auf der Lyft Plattform getestet werden. Bis es soweit ist, werden noch ein paar Jahre vergehen. Beide Unternehmen betonen die strategische Ausrichtung der Partnerschaft. Gemeinsam lassen sich schneller innovative Mobility Lösungen für die Kunden beider Partner entwickeln.

Bild: InMotion (alle Rechte vorbehalten)

Nissan-Renault plant einen Ridesharing Dienst mit autonomen Fahrzeugen

In den kommenden zehn Jahren will Nissan-Renault einen eigenen Ride Sharing Dienst aufbauen. Damit schließt sich der Automobilhersteller einer Reihe anderer Hersteller an, die sich durch Startups und Mobilitätsdienstleister bedroht fühlen. Ziel ist es, unabhängiger von der Fahrzeugproduktion zu werden.

Autonome Elektroautos als vielversprechende Zukunft

Elektromobilität in Verbindung mit autonomen Systemen und großen Ride Sharing Plattformen gelten als Zukunft der Mobilität. Der Automobilhersteller Nissan-Renault will dabei einen Fahrdienst mit autonomen Autos aufbauen. Innerhalb der kommenden zehn Jahre soll es soweit sein, der Konzern braucht also noch etwas Zeit, um die elektrischen autonomen Fahrzeuge zu entwickeln. Die Zeit werden bestehende Netzwerke nutzen, um weiter zu wachsen. Bleibt fraglich, ob neue Marktteilnehmer in zehn Jahren noch eine Chance haben, ein Ride Hailing Netzwerk mit großer Reichweite aufzubauen.

Können Automobilhersteller Mobility Services aufbauen?

Ähnlich wie Ford auch, geht der Konzern davon aus, aus eigener Kraft einen Service aufbauen zu können, der mit Uber und Co. Mithalten kann. Da die Erfahrung beim Aufbau von Reichweite starken Mobilitätsdiensten fehlt, muss beobachtet werden, ob das wirklich gelingt.

Andere Hersteller positionieren sich als Flottenbetreiber

Andere Hersteller wie Daimler oder General Motors verfolgen eine andere Strategie. Anstatt eine eigene Ride Hailing Plattform aufzubauen, positionieren sich die Hersteller als Flottenbetreiber für Ridesharing Plattformen. Daimler hat zum Beispiel mit Uber eine Kooperation vereinbart, um die vollautomatisierten Autos auf dem Uber Netzwerk einzusetzen. General Motors hat sich an Lyft beteiligt und plant den Einsatz von Fahrzeugen auf der Plattform.

Nissan-Renault unter Druck

Wie andere Hersteller auch, ist Nissan-Renault unter Druck, um im Wettbewerb um die selbstfahrenden Autos nicht den Anschluss zu verlieren. Der Automobilhersteller hat eine Forschungskooperation zum Thema vollautomatisiertes Fahren gegründet, die sich aber noch ziemlich am Anfang befinden dürfte. BMW zum Beispiel erweitert stetig sein Netzwerk an Partnern, um schneller Systeme für autonomes Fahren zur Serienreife zu bringen. Startups wie nuTonomy oder Uber und Technologieunternehmen wie Waymo oder Apple fordern die Automobilindustrie heraus.

Bild: Nissan-Renault (alle Rechte vorbehalten)

Waymo Flotte wird von Avis gemanagt

Der Mietwagenanbieter Avis hat eine Vereinbarung mit der Alphabet Tochter Waymo geschlossen. Waymo hat Avis damit beauftragt, die Flotte an vollautomatisierten Fahrzeugen zu betreuen. Das ist die erste Partnerschaft zwischen einer Autovermietung und einem Unternehmen, das autonome Autos entwickelt.

Avis soll Flotte managen

Zuerst beschränkt sich die Zusammenarbeit auf Phoenix. In der amerikanischen Stadt betreibt Waymo ein Pilotprojekt mit umgebauten Chrysler Fahrzeugen. Avis wird die Fahrzeuge warten und Platz für die Unterhaltung der Autos zur Verfügung stellen. Die Partnerschaft wird für ein paar Jahre geschlossen, ist aber nicht exklusiv. Wie lukrativ das Flotten Management as a Service Modell für Avis sein wird, muss sich erst noch raus stellen.

Autovermieter müssen sich auf Umbruch einstellen

Avis sucht neue Wege, um sich auf die Umbrüche im herkömmlichen Vermietgeschäft einzustellen. Des weiteren werden auch Unternehmen wie Europcar oder Sixt von den Veränderungen im Mobilitätsbereich betroffen sein. Mit der Serienreife von vollautomatisierten Fahrzeugen wird sich das Geschäft der Autovermietungen grundlegend ändern und neue Geschäftsfelder müssen erschlossen werden. Avis verfügt über die Erfahrung im Management von großen Fahrzeugflotten. Diese Erfahrungen macht sich der Konzern zunutze, um sich als verlässlicher Partner der Alphabet Tochter zu platzieren. Sollte die Partnerschaft erfolgreich sein, könnten außerdem die eigenen Kunden dazu bewegt werden, einen Service mit autonomen Autos zu nutzen.

Zu dem Autovermieter gehört auch das Carsharing Unternehmen Zipcar. Der on-demand Dienst verfügt auch über mehr als eine Millionen Mitglieder, die in Zukunft auf einen Fahrdienst mit vollautomatisierten Autos umsteigen könnten. Auch die Zipcar Fahrzeuge würden sich für den Einsatz der Waymo Technik eignen.

Partnerschaften hoch im Kurs

Waymo erweitert damit sein Netzwerk an Partnerschaften. Vor kurzem wurde bekannt, dass Waymo mit Lyft kooperieren wird. Außerdem befindet sich die Google Tochter in Gesprächen mit Honda, um die Technologie für autonome Fahrzeuge zu verkaufen. In Phoenix sollen 600 Chrysler Minivans getestet werden, langfristig wird die Flotte wachsen. Für den Autovermieter Avis ist es ein cleverer Schachzug, sich als Partner für das Management von selbstfahrenden Flotten zu positionieren. Da die Fahrzeuge im Vergleich zu herkömmlichen Auto mehr ausgelastet sein werden, wird auch der Wartungsbedarf steigen.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Continental tritt der Kooperation von BMW und Co. bei 

Die Kooperation von BMW rund um das Thema vollautomatisiertes Fahren wächst weiter. Neben Delphi, Intel und Mobileye tritt auch der deutsche Zulieferer Continental dem Bündnis bei. Continental soll Entwicklungspartner und Systemintegrator werden.

Skalierbare Plattform für Automobilhersteller

Ziel des Bündnisses ist die Entwicklung einer skalierbaren Technologieplattform für vollautomatisiertes Fahren. Diese soll nicht nur für BMW vorbehalten sein, sondern auch anderen Herstellern zugänglich gemacht werden. Continental sieht sich dabei als Systemintegrator in einer Schlüsselrolle. Außerdem soll weiteres Know-how entlang der gesamten Wirkkette des automatisierten Fahrens beigesteuert werden.

Hohe Komplexität der beteiligten technischen Systeme

Die Spanne und die Komplexität der beteiligten technischen Systeme am automatisierten Fahren sind groß. Die Kompetenz von Continental erstreckt sich über das volle, dafür notwendige Leistungsangebot. Seit 2014 testet Continental automatisiertes Fahren auf öffentlichen Straßen in Japan. Die Tests sind wichtig, damit Fahrzeughersteller ihre Serienproduktion Schritt für Schritt mit einer Technik ausrüsten können, die an lokale Besonderheiten angepasst ist.

Delphi mit vergleichbarer Aufgabe wie Continental

Vor kurzem wurde bekannt, dass BMW den Zulieferer Delphi ebenfalls zu der Kooperation hinzugefügt hat. Überraschend ist dabei, dass sowohl der neue Kooperationspartner als auch Delphi als Systemintegrator in Erscheinung treten sollen. Da beide Kooperationspartner eine ähnliche Aufgabe haben werden, könnte das zu Spannungen im Projekt führen.

Führen Kooperationen zum Erfolg?

BMW will durch die Kooperationen dem Ziel näher kommen, bis 2021 autonome Fahrzeuge in Serie zu produzieren. BMW, Intel und Mobileye bündeln bereits seit 2016 das Know-how. Im Rennen um die autonome Mobilität ist der Konzern im Wettbewerb mit anderen herkömmlichen Automobilherstellern aber auch Technologiekonzernen und Startups. Bisher scheint es so, als hätten die Technologiekonzerne und Startups die Nase vorne. Es bleibt abzuwarten, ob Unternehmen wie BMW oder Daimler mit komplexen Kooperationen aufholen können.

Bild: Continental (alle Rechte vorbehalten)

Lyft will bis 2025 eine Milliarde Fahrten mit autonomen Elektroautos durchführen

Die Ride Hailing Plattform setzt in der Zukunft auf vollautomatisierte Elektroautos. Bis zum Jahr 2025 sollen eine Milliarden Fahrten mit den umweltfreundlichen Fahrzeugen durchgeführt werden. Lyft will damit ein Zeichen für das Klimaabkommen von Paris setzen, das vor kurzem von US Präsident aufgekündigt wurde.

Erneuerbare Energie für Lyft Fahrten

Lyft hat weitere Punkte veröffentlicht, wie eine höhere Nachhaltigkeit erreicht werden soll. Unteranderem werden alle autonomen Elektrofahrzeuge auf der Lyft Plattform mit erneuerbarer Energie geladen. Auch die nuTonomy Fahrzeuge, die gegen Ende des Jahres in Boston eingesetzt werden sollen, werden mit erneuerbarer Energie geladen. Vor kurzem haben Lyft und nuTonomy eine Partnerschaft verkündet. Bis Ende des Jahres sollen einige umgerüstete Renault ZOE Fahrzeuge auf der Lyft Plattform zum Einsatz kommen.

Großes Wachstum wird angenommen

Großes Ziel ist, dass bis zum Jahr 2025 sollen eine Milliarden Fahrten pro Jahr mit den autonomen Elektrofahrzeugen durchgeführt werden. Das soll dazu führen, dass die im Transportbereich generierten CO2 Emissionen in den USA um fünf Tonnen pro Jahr reduziert werden sollen. Die Zahl von einer Milliarde ist ambitioniert, im Jahr 2016 wurden in den USA etwa 160 Mio. Fahrten vermittelt. Die Lücke muss durch enormes Wachstum in den nächsten Jahren geschlossen werden.

Durchbruch für Elektromobilität

Das Startup glaubt fest daran, dass durch Ride Hailing Angebote in Verbindung mit vollautomatisierten Fahrzeugen ein Durchbruch bei der Elektromobilität erreicht werden kann. Der Anteil der Elektrofahrzeuge soll dadurch in den USA von ca. 0.1% auf einen  Mehrheit  anwachsen. Dadurch dass die Fahrzeuge gut ausgelastet sein werden, amortisieren sich die Mehrkosten bei der Anschaffung innerhalb kurzer Zeit. Dei Frage ist, wer die Autos betreiben wird.

Damit Lyft das in acht Jahren schafft, muss sich das Unternehmen anstrengen die richtigen Partnerschaften zu schließen. Gleichzeitig müssen die Technologien für vollautomatisiertes Fahren bis spätestens 2021 serienreif sein und der politische Rahmen für den flächendeckenden Einsatz geschaffen sein.

Entweder betreibt Lyft die Fahrzeuge oder externe Partner werden die Autos auf der Plattform einsetzen. Letzteres ist wahrscheinlicher, da die Kosten für Lyft geringer sind. Ähnlich geht auch Konkurrent Uber vor. Die Plattform kooperiert zum Beispiel mit Daimler. Daimler will in Zukunft eine Flotte an autonomen Autos betreiben und bei Uber einsetzen.

Umweltberater begleitet das Unternehmen

Um bei diesem Vorhaben Unterstützung zu erhalten, wurde Paul Hawken als Berater engagiert. Hawken ist Direktor der Umweltorganisation Drawdown. Der Experte will die Umweltstrategie des Unternehmens managen und der Plattform aufzeigen, wie die nachhaltigen Vorzüge der Plattform gestärkt werden können.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Tim Cook bestätigt: Apple fokussiert sich auf Systeme für autonome Fahrzeuge

In den letzten Jahren gab es viele Gerüchte um die Aktivitäten von Apple rund um autonome Fahrzeuge. Nun hat Apple CEO Tim Cook erstmal bestätigt, dass sich das Unternehmen mit vollautomatisierten Fahrzeugen befasst und den Fokus auf die Entwicklung von Systemen für autonome Fahrzeuge gelegt hat.

Apple ändert Ausrichtung im letzten Jahr

Apple hat im laufe der letzten Jahre die Ausrichtung des Projekts geändert. Am Anfang wurde ein Team aufgebaut, das ein komplettes autonomes Fahrzeug entwickeln soll. Im letzten Jahr fand dann eine Umstrukturierung des Projekts statt. Zu Beginn wurden mehr als 1000 Ingenieure und Experten eingestellt, um an dem Projekt Titan zu arbeiten.

Ride Hailing, autonomes Fahren und Elektromobilität als Megatrends

Die steigenden Kosten und die hohe Komplexität des Vorhabens haben Apple dazu bewegt, die Ausrichtung zu ändern. Der Fokus liegt jetzt auf der Entwicklung von Technologien und Systemen, die für vollautomatisierte Fahrzeuge benötigt werden. In dem Bloomberg Interview bestätigt, dass diese Kerntechnologie für Apple sehr wichtig ist. Außerdem ist es eines der schwierigsten Projekte rund um künstliche Intelligenz, an dem man arbeiten kann. Cook sieht eine kommende Disruption im Automobilbereich. Autonomes Fahren, Elektromobilität und Ride Sharing werden die Mobilitätslandschaft grundlegend verändern. Im letzten Jahr hat sich Apple mit einer Milliarde US$ an Didi Chuxing beteiligt, dem größten Ride Hailing Netzwerk in China.

Tim Cook: Apple meint es ernst

Es ist das erste mal, dass sich offiziell zu dem Vorhaben äußert. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass Apple sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt und Vollgas geben wird.   In den letzten Monaten haben verschiedene Anzeichen schon verdeutlicht, dass Apple an einem autonomen Auto arbeitet. Unter anderem wurde dem Konzern eine Testlizenz für vollautomatisierte Autos in Kalifornien erteilt. Laut Insidern wurden die Autos schon seit fast einem Jahr auf öffentlichen Straßen getestet.

Technologieunternehmen positionieren sich als Zulieferer

Im Angesicht der autonomen Zukunft der Automobilindustrie, haben sich immer mehr Technologieunternehmen dazu entschieden, sich als Zulieferer zu positionieren. Die Google Tochter Waymo zum Beispiel hat bereits Partnerschaften mit mehreren Fahrzeugherstellern vereinbart. Fiat Chrysler testet bereits mehrere umgerüstete Fahrzeuge mit Waymo Technologie. Volvo hat sich mit Uber zusammengetan, um die Technologien für die vollautomatisierten Auto weiter zu entwickeln. Lexus Fahrzeuge mit entsprechenden Aufbauten sind zur gleichen Zeit im Netz aufgetaucht.

Bild: Mike Deerkoski (bestimmte Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Taxis: Lyft kooperiert mit NuTonomy

Das Startup NuTonomy hat im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt, da es noch vor Uber das erste selbstfahrende Taxi getestet hat. Zusammen mit der Ride Hailing App Grab wurden Fahrten mit vollautomatisierten Fahrzeugen in Singapur angeboten. Jetzt folgt die nächste Partnerschaft mit einer Ride Sharing App. Lyft und NuTonomy testen gemeinsam in Boston.

Vollautomatisierte Fahrzeuge in Boston

Lyft hat bekanntgegeben, dass eine Partnerschaft mit NuTonomy vereinbart wurde. Langfristiges Ziel von Lyft ist es, tausende autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Bis ist soweit ist, starten die beiden Unternehmen in den nächsten Monaten ein Pilotprojekt. Lyft Nutzer können dann über die Lyft App ein vollautomatisiertes Fahrzeug von NuTonomy bestellen. In einer ersten Phase soll an dem Nutzererlebnis im Fahrzeug gearbeitet werden. Wahrscheinlich wird in einer ersten Version ein Table in den Autos installiert, auf dem eine abgeänderte Version der Lyft App läuft. Die Kunden sollen darüber mehr Informationen erhalten, wie die Sensoren und Kameras dabei helfen, vollautomatisiert durch die Straßen zu navigieren.

Nächste Kooperation nach Waymo

Die Fahrdienstplattform geht damit die nächste Kooperation mit einem Unternehmen ein, das selbstfahrende Autos entwickelt. Im letzten Monat wurde verkündet, dass das Unternehmen auch mit der Google Tochter Waymo zusammen arbeitet. Zusätzlich gehört der Automobilhersteller General Motors zu den Investoren von Lyft. Der Konzern hat auch große Ambitionen, eigene autonome Fahrzeuge bei Lyft einzusetzen. Lyft will sich durch dich Partnerschaften mit den führenden Startups in dem Bereich in eine starke Position bringen. Gleichzeitig könnte es auch als Zeichen gewertet werden, dass NuTonomy und Waymo schneller bei der Entwicklung von serienreifen vollautomatisierten Fahrzeugen sind, als GM.

Auch Peugeot kooperiert mit NuTonomy

Das Startup ist eine Ausgründung der Eliteuni MIT und befasst sich seit 2013 mit der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Im vergangenen Monat hat der französische Automobilhersteller PSA Group bekanntgeben, dass zusammen mit NuTonomy Technologien für autonome Fahrzeuge entwickelt werden.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)