Archiv der Kategorie: selbstfahrende Autos

Konferenz mit den führenden Köpfen der Mobilitätswelt auf der New Mobility World

“Beam mich hoch, Scotty!” Auch in Zeiten des Mobilitätswandels bleibt der unverzügliche ‘Personentransport’ der Crew des Raumschiff Enterprise Science Fiction. Ganz anders verhält es sich mit fliegenden Autos, autonomen Fahrzeugen und intelligenten Maschinen. Alles schon Wirklichkeit oder auf dem besten Wege zur Marktreife. Auf der New Mobility World treffen sich nun die Vordenker unserer Zeit während der IAA in Frankfurt (14. – 17. September). So unterschiedlich ihre Standpunkte, sind sich die Experten in einer Sache einig: So rasant wie aktuell ging es mit der Mobilität seit Jahrzehnten nicht voran.

Wer in der schönen neuen Mobilitätswelt mitmischen möchte, der darf auf der New Mobility World nicht fehlen. Denn hier, das ist klar, sind diejenigen vor Ort, die die Mobilität von morgen und übermorgen gestalten. Die gute Nachricht für alle Teilnehmer:
Die Innovatoren halten mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Vier Tage lang debattieren und diskutieren Koryphäen wie Steve Mollenkopf von Qualcomm, Christoph Stadeler von Facebook oder Helmut Matschi von Continental auf der großen FORUM Bühne und der Speakers’ Corner über den Status Quo und die Disruption unserer Mobilität.

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Am Donnerstag und Freitag, den 14. und 15. September, treffen sich Fachbesucher aus ganz unterschiedlichen Branchen. 110 Sprecher debattieren in 100 Programmpunkten auf der großen FORUM-Stage und in der Speakers’ Corner. Die Keynotes und Panels starten jeweils um 10 Uhr. Zu den Höhepunkten des Programms zählen Panels:

  • Die Rolle von Big Data zur Gestaltung der urbanen Mobilität (mit IBM, McKinsey, SAP und Moovit)
  • Konnektivität zwischen Fahrzeugen und der Umgebung (mit Qualcomm und OSR Enterprises)
  • Der städtische Transport der Zukunft (mit der BVG, CLEPA, Uber, Continental und EIT Digital)
  • Intermodale Verkehrsnetze und das Auto im Alltag (mit Audi, IBM, Ernst & Young, BlaBlaCar, moovel, Gett, Ridecell)
  • Individualisierung des Luftverkehrs (mit Airbus, e-volo, PAL-V, Bauhaus Luftfahrt, DroneMasters)
  • Plattformen in der Mobilitätswelt (mit Bundesministerin Brigitte Zypries, Facebook und Accenture).

Wer ein IAA-Ticket besitzt, kann sich kostenlos für das FORUM registrieren.

Am Wochenende öffnet die New Mobility World dann ihre Türen für Publikumsbesucher. Der Samstag startet um zehn Uhr gleich mit einer Frage, die zur Zeit ganz Deutschland bewegt: Elke Temme, Senior Vice President Elektromobilität bei Innogy, Schauspieler Peter Lohmeyer, Thomas Hausch, Geschäftsführer Nissan Zentraleuropa, Tina Müller, Marketingchefin bei Opel und Ex-Formel-1-Rennfahrer Heinz-Harald Frentzen debattieren gemeinsam mit den Journalisten Lothar Kuhn und Franz Rother darüber, wie es hierzulande um die Elektromobilität steht. Außerdem geht es am Samstag in den anschließenden Panels um autonome und vernetzte Fahrzeuge, um die Disruption der Mobilitätswelt und die Bedeutung der Datensicherheit für vernetzte Autos.

Die Debatten am Sonntag beginnen um elf Uhr mit der Frage, wie ethische Gesichtspunkte die Mobilität der Zukunft tangieren. Es folgt ein Ausblick auf die israelische Mobilitätswelt und eine weitere Runde zur e-Mobilität. Die Konferenz rund um die Mobilität der Zukunft endet am zweiten Publikumstag mit einem Panel über die Rolle der Autos für unseren täglichen Transport.

Bild: New Mobility World (alle Rechte vorbehalten)

Fliegende Taxis: Mega Finanzierung für Lilium aus München

Kürzlich erst hat das Unternehmen eine Series-A Finanzierung von 10 Mio. US$ abgeschlossen, jetzt folgt schon die Series-B. Insgesamt fließen 90 Mio. US$ in der Finanzierungsrunde in das Unternehmen Lilium. Für das deutsche Startup Ökosystem ist das eine enorme Summe. Insgesamt beläuft sich die in das Unternehmen investierte Summe auf über 100 Mio. US-Dollar.

Tencent aus China als Lead-Investor

Das Geld kommt von Investoren, wie Tencent, der Privatbank LGT, dem VC Atomico von Skype-Gründer Niklas Zennström oder dem VC Obvious Ventures von Twitter Mitgründer Ev Williams. Atomico hatter bereits in der Series A in Lilium investiert, das Investment-Vehicle Freigeist (einst e42) von Höhle der Löwen Juror Frank Thelen in einer Seed Runde. Der Technologiekonzern Tencent kommt aus China und hat in den letzten Jahren hohe Summen in Ride-Sharing und andere Technologie-Unternehmen investiert, z.B. Tesla.

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Kompliziertes Manöver im Frühling geglückt

Das Münchner Unternehmen entwickelt einen eVTOL, also einen rein elektrischen Jet, der vertikal starten und landen kann. Anfang des Jahres wurde ein weltweit beachteter Testflug erfolgreich durchgeführt. Dabei kam eine zweisitzige Maschine zum Einsatz, die später autonom fliegen soll. Das besondere an dem Testflug war ein kompliziertes Manöver. Erstmals hat ein Unternehmen den Übergang vom Schwebemodus in den horizontalen Flug erfolgreich gemeistert. Mit Volocopter entwickelt ein weiteres Deutsches Startup ein eVTOL, das demnächst in Dubai getestet werden soll. Volocopter hat kürzlich erst 25 Mio. Euro eingesammelt, unteranderem von Daimler.

Lilium Maschine mit fünf Sitzen geplant

Mit den neuen finanziellen Mitten soll die Entwicklung der Fünfsitzer-Maschine schneller vorangetrieben werden. Unter anderm soll das Team an aktuell 70 Mitarbeitern stark ausgebaut werden. In den letzten Wochen konnte das Unternehmen schon erfolgreiche Führungskräfte engagieren.

Die Maschine mit fünf Sitzen ist besser für Sharing Modelle in Großstädten geeignet, da mehr Fangäste aufgenommen und abgeladen werden können. Das Unternehmen strebt an, dass mit den entwickelten Flugzeugen Höchstgeschwindigkeiten von 300 Kilometer pro Stunde erreicht werden. Die Passagiere sollen zu einem erschwinglichen Preis schnell von A nach B transportiert werden. Die hoch effizienten elektrischen Motoren verursachen dabei kaum Lärm. Da zudem keine besondere Infrastruktur erforderlich ist, kann der Jet sowohl in kleinen Städten und Dörfern als auch in großen Stadtzentren und dicht bewohnten städtischen Gebieten zum Einsatz kommen. Auch kürzere Reisen im urbanen Raum sind möglich. Beispielsweise könnte man vom Berliner Hauptbahnhof den Flughafen Berlin Schönefeld (gut 20 Kilometer) in etwas mehr als fünf Minuten erreichen. Der Jet ist so wirtschaftlich und effizient, dass Flüge voraussichtlich weniger kosten als die gleiche Fahrt in einem normalen Taxi auf der Straße.

Bild: Lilium (alle Rechte vorbehalten)

Daimler stellt Konzept für autonomen smart vor: smart vision EQ fortwo

Die Daimler Tochter smart hat ein neues Konzeptfahrzeug vorgestellt, das autonome unterwegs sein soll und für den Einsatz auf Carsharing Plattformen optimiert ist. Der smart vision EQ fortwo gibt eine Ausblick auf die Zukunft der urbanen Mobilität und einen flexiblen, effizienten aber doch individuellen öffentlichen Nahverkehr. Das Show Car ist das erste Fahrzeug von Daimler, das über kein Lenkrad und keine Pedale verfügt.

Teil der CASE Strategie

Der smart vision EQ fortwo ist ein Teil der Daimler CASE Strategie. CASE wurde im vergangenen Jahr präsentiert und beinhaltet die vier Säulen Connected Car, autonomes Fahren, Shared Services & Service und elektrifizierte Antriebe.

Das Konzeptfahrzeug wird rein elektrisch angetrieben und ist Teil der neuen EQ Marke des Konzerns. Der verbaute Akku verfügt über eine Kapazität von 30 kWh. Das Auto fährt selbständig zur nächsten Ladestation, wenn es nit in Benutzung ist. Auf der IAA, die Mitte September in Frankfurt stattfinden wird, wird Daimler den smart vision EQ und andere Konzeptfahrzeuge unter der Marke EQ vorstellen.

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Radikale Vision für den zukünftigen urbanen Verkehr

smart CEO Annette Winkler bezeichnet den Portotypen also radikale Vision für den zukünftigen Stadtverkehr. Das Auto ist auf Sharing ausgelegt, steuer vollautomatisiert und wird elektrisch angetrieben. Gleichzeitig ist das Erscheinungsbild freundlich und kann über die verbauten System individualisiert werden.

Bisher werden die herkömmlichen Smarts für das car2go Carsharing eingesetzt. Das Angebot wird von 2.6 Mio. Kunden weltweit genutzt und alle 1.4 Sekunden wird ein Fahrzeug aus der car2go Flotte gebucht. Mit dem vorgestellten Konzept wird die nächste Phase eigeläutet. Carsharing und Ride-sharing werden verschmolzen, die Carsharing Nutzer von heute werden in Zukunft in geteilten autonomen Fahrzeugen unterwegs sein, die ebenfalls über eine Plattform geordert werden.

Effizientes System mit automatisierten und geteilten Autos

Vorteil von dem Setup mit autonomen Fahrzeugen ist, dass die Nutzer nicht mehr das Fahrzeug suchen müssen, sondern dass die Fahrzeuge zum Nutzer kommen. Die Fahrzeuge werden untereinander und mit der Plattform vernetzt sein, so dass der Fahrgast volle Transparenz über die Ankunftszeit hat und dass sichergestellt wird, dass die Autos optimal durch den Verkehr geleitet und ausgelastet werden. Durch die höhere Auslastung wird sich die Anzahl der Autos reduzieren, was zu weniger Verkehr und mehr freiere Fläche führen wird.

Personalisierung der smart vision EQ fortwo

Damit der Fahrgast das ihm zugewiesene Fahrzeug identifizieren kann, wir es über Displays am Fahrzeug personalisiert. Am auffälligsten dabei ist das schwarze Panel, das den Kühlergrill ersetzt. Ist das Fahrzeug bei einem Fahrgast angekommen, wird dieser über das Panel begrüßt. Sollte das Auto mal ohne Auftrag unterwegs sein, können Infos über Wetter oder Events angezeigt werden. Auch das Interieur ist so gestaltet, dass nützliche Informationen für die Fahrgäste an Board angezeigt werden.

Das Fahrzeug ist bisher nur eine Konzeptstudie, die aber aufzeigen dürfte, in welche Richtung die Reise geht. Daimler möchte in den kommenden 4-5 Jahren mindestens 10 Elektroautos auf den Markt bringen, ab 2022 sollen auch autonome Autos serienreif sein.

Bilder: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Englische Post Royal Mail testet Elektrofahrzeuge in London

Nicht nur in Deutschland setzt die Post auf Elektrofahrzeuge für die Zustellung von Paketen und Briefen, auch in Großbritannien werden jetzt Lastwagen mit Elektroantrieb getestet. Die Deutsche Post produziert mit der Tochter StreetScooter eigene Elektrofahrzeuge, da kein Hersteller bereit war, die gewünschten Fahrzeuge zu liefern. Die Englische Royal Mail setzt auf die Fahrzeuge des Unternehmens Arrival.

Royal Mail testet Elektrofahrzeuge für ein Jahr

Der Test in London ist auf ein Jahr ausgelegt und wird sich erstmal auf ein Briefzentrum in London beschränken. Von Arrival werden Fahrzeuge mit möglicher Zuladung für 3.5, 6 und 7.5 Tonnen genutzt, die für Royal Mail unterwegs sein werden. Die Fahrzeuge sollen vor allem dafür genutzt werden, Pakete und Briefe zwischen den Verteilzentren in Stadt und den in ländlicheren Gebieten zu transportieren. Die Zustellung zum Kunden mit Elektroautos ist erstmal nicht Teil des Pilotprojekts.

Für die Zustellung zum Endkunden hat die Royal Mail eine Flotte von 100 Elektrofahrzeugen bei Peugeot bestellt. Die Fahrzeuge werden Endes des Jahres Einsatzbereit sein. Die Briefzentren wurden mit Ladestationen ausgestattet, damit die für den Betrieb erforderliche Infrastruktur vorhanden ist.

Moderene LKW mit 160 KM Reichweite

Die Elektrotrucks von Arrival sind modern gestaltet. Die Fahrer kann dank der großen Glasfront das Umfeld gut einsehen. Das soll auch dazu beitragen, dass die Sicherheit erhöht wird, indem Fahrradfahrer und Fußgänger leichter erkannt werden können. Die Arrival Lastwagen sind so konzipiert, dass die ersten 160 Kilometer elektrisch zurückgelegt werden können. Ein versautes Aggregat kann dazu genug werden, um die Reichweite zu erhöhen. In einer späteren Entwicklungsstufe sollen die Lieferfahrzeuge auch vollautomatisch unterwegs sein können.

Auch Deutsche Post setzt auf Elektromobilität

Insgesamt verfügt die Flotte der Royal Mail über 49.000 Fahrzeuge. Tagtägliche werden diese Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor genutzt, um Sendungen auszuliefern, oder um Briefe und Pakete zwischen den Briefzentren zu transpirieren. Gerade in den Innenstädten hätte ein Transport mit Elektroautos eine positive Auswirkung auf die Luftbelastung. Deshalb baut auch die Deutsche Post eine Elektroflotte auf. Kleinere Elektrofahrzeuge werden von dem Tochterunternehmen StreetScooter produziert. Die größeren Lieferfahrzeuge entstehen in Zusammenarbeit mit Ford.

Bild: Arrival (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Autos: Fiat schließt sich BMW und Intel an

Der Automobilhersteller BMW und der Chiphersteller Intel haben bereits 2016 angekündigt, dass beide Unternehmen eng zusammenarbeiten werden, um gemeinsam Systeme für vollautomatisiertes Fahren zu entwickeln. In den letzten Monate wurde klar, dass die Kooperationspartner ein System entwickeln wollen, das von anderen Herstellern eingesetzt wird. Mit Fiat Chrysler Automobiles ist jetzt der erste Hersteller aufgesprungen.

Fiat stößt zur Partnerschaft hinzu

Fiat hat eine Absichtserklärung unterschrieben, die dem Automobilhersteller die Möglichkeit gibt, dem Konsortium beizutreten. Fiat erhält so Zugriff auf die Systeme, die bisher von BMW, Intel und Mobileye entwickelt wurden. Auf der anderen Seite kann Fiat Chrysler auch seinen Beitrag leisten, um die Systeme weiterzuentwickeln. Fiat Chrysler wird aktiv an der Entwicklung mitarbeiten und technische Systeme und Ingenieur für die Entwicklung zur Verfügung stellen. Aus Sicht von Fiat ist der Schritt nachvollziehbar. Bei den wichtigen Mobilitätsthemen der Zukunft, wie Elektromobilität und vollautomatisiertes Fahren, liegt der Konzern weit zurück. Mit dem Einstieg in das Projekt von BMW und Intel holt Fiat zumindest schonmal bei dem Thema autonomes Fahren auf.

Serienreife bis 2021

Die Kooperationspartner BMW und Intel wollen Systeme für autonomes Fahren auf SAE Level 3 bis 5 zur Serienreife entwickeln. Bis zum Jahr 2021 sollen die Systeme einsatzbereit sein. Kürzlich hat Intel angekündigt, dass noch dieses Jahr damit gestartet werden soll, eine Testflotte mit bis zu 100 Fahrzeugen aufzubauen. Die Flotte soll genutzt werden, um Erfahrungen zu sammeln aber auch um potentielle Käufer für das System zu finden. Von BMW werden etwa 40 Fahrzeuge für die Testflotte beigesteuert.

Continental und Delphi kümmern sich um Integration

In der Vergangenheit sind auch schon Continental und Delphi dem Konsortium beigetreten. Die beiden Zulieferer sollen vor allem die Aufgabe übernehmen, die Systeme für vollautomatisiertes Fahren in Fahrzeuge anderer Hersteller zu integrieren. Um die Systeme schneller zu entwicklen und um den Vorsprung der Technologiekonzerne wie Google oder Uber aufzuholen, schließen Automobilhersteller und -zulieferer Kooperationen.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Intel will bis Ende des Jahres 100 selbstfahrende Autos testen

Intel gibt Gas bei der Entwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen. Um das Ziel zu verfolgen wurde auch das Unternehmen Mobileye übernommen, die Übernahme wurde erst vor wenigen Tagen abgeschlossen. Das Unternehmen will eine Flotte von 100 Testfahrzeugen auf  Automationslevel 4 auf die Straße bringen. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende des Jahres ausgerollt werden.

Intel will sich als Zulieferer in Position bringen

In den Testautos soll das System von Intel und Mobileye für vollautomatisiertes Fahren getestet werden. Der Chip-Konzern hat die Bestrebungen, sich als Zulieferer für die Automobilhersteller und andere Unternehmen im Logistikbereich zu etablieren. Der Fokus bei dem Test liegt auf dem Paket an Software und Hardware, das von Intel und Mobileye seit ein paar Jahren entwickelt wird.

Zusammenarbeit mit BMW Group

Intel hat zwar mitgeteilt, dass die Flotte aus Fahrzeugen von mehreren Herstellern bestehen wird. Der Automobilhersteller BMW arbeitet eng mit Intel und Mobileye zusammen, um Systeme für autonome Autos zu entwickeln. Die BMW Group hat ebenfalls angekündigt, dass in diesem Jahr autonome Autos getestet werden sollen. Es könnte also gut möglich sein, dass der Chip-Hersteller und BMW gemeinsam eine Testflotte aufbauen. Letztlich wollen Intel und Mobileye zeigen, dass die Plattform offen ist und von unterschiedlichen Herstellern für verschiedene Use-Cases verbaut werden kann.

Sales und Sicherheit im Fokus

Die Testflotte soll unterschiedliche Hersteller dazu bewegen, das System oder einzelne Komponenten davon für die Serienproduktion zu kaufen. Auf der anderen Seite werden die Fahrzeuge auch für unterschiedliche Tests genutzt, bei denen der Fokus auf der Sicherheit der Fahrzeuge und der verbauten Technologien liegen wird. Auch Behörden und Gesetzgeber sollen bei dem Test mit eingebunden werden, um den regulatorischen Rahmen abzustimmen.

Konkurrenz durch Google und co.

Die Testfahrzeugen werden in den USA, Israel und Europa getestet. In den USA haben bereits andere Unternehmen, wie Waymo, Uber oder die GM Tochter Cruise eigene Testflotten mit selbstfahrenden Autos auf der Straße. In den kommenden Jahren wird sich herausstellen, wer die besten Systeme entwickelt, die sich dann in der Serienproduktion durchsetzen werden.

Bild: Intel (alle rechte vorbehalten)

TU München arbeitet an Fernsteuerung für Fahrzeuge

Immer mehr Startups und Automobilhersteller arbeiten weltweit an Systemen für autonomes Fahren. Auch Universitäten und Forschungseinrichtungen gehen in diese Richtung. Ein Forscherteam, das von Maschinenbauingenieur Dr. Frank Diermeyer  geleitet wird, verfolgen an der Technischen Universität München einen interessanten Ansatz, der für die Übergangszeit und auch komplexe Situationen interessant sein kann. Die Fernsteuerung der Fahrzeuge sollen über eine Leitzentrale ermöglicht werden.

Fernsteuerung: Eingriff in komplexen Situationen

Das Team ist davon überzeugt, dass es immer wieder zu kniffligen Situationen kommen wird, die die Systeme für vollautomatisiertes Fahren und Fahrerassistenzsysteme nicht alleine lösen können. Deshalb wird ein Remote-System entwickelt, mit dem Assistenzfahrer die Autos aus der Ferne steuern kann.

Steuerung in Remote-Cockpit

Die Forscher nutzen ein mit LTE ausgerüstetes Versuchsfahrzeug, dass über Kameras zur Umfeldüberwachung verfügt. In einem realitätsnaher Fernsteuerplatz sind die Bilder der Kameras auf Displays sichtbar.  Der Platz verfügt über drei große Displays, auf die die Bilder aus dem Mute genannten Elektroauto angezeigt werden. Der Pilot hat die Sichten aus der Frontscheibe, den Seitenscheiben und der Heckscheibe auf den Bildschirmen. Über die im Cockpit angebrachten Pedale, das Lenkrad und das Armaturenbrett wird das Auto ferngesteuert.

Bisher haben die Forscher Lösungen für einige komplexe Herausforderungen entwickelt. Eine größter Herausforderung waren die Schwankungen bei dem Zeitverzug der Übertragung der Videobilder aus den Fahrzeugen. Diese Schwankungen haben den Fahrer nervös gemacht und eine Art Reiseübelkeit ausgelöst. Mittlerweile werden die Bilder um 500 Millisekunden verzögert, damit der Fahrer ein gleichmäßiges Bild haben. Um den Zeitverzug zu umgehen, wird die Position des Fahrzeug von Computern berechnet und als weißte Form angezeigt. So  kann der Operator die exakte Position des Fahrzeugs erkennen.

Ältere Menschen könnten unterstützt werden

Das System kann in unterschiedlichen Situationen hilfreich sein. Unter anderem können festgelegte Situationen in Straßenverkehr übernommen werden.  Eine Fernsteuerung ist zum Beispiel für ältere Menschen sinnvoll, die im ländlichen Raum noch gerne Auto fahren, sich aber nicht mehr in Innenstädte trauen. Mit dem System können in diesen Situationen der Fahrer aus der Ferne übernehmen. Auch für Lieferroboter, die aus der Ferne überwacht und gegebenenfalls gesteuert werden, kann das System interessant sein.

Für das System sollen sich schon mehrere Industrieunternehmen interessierst. In den kommenden Jahren soll das System für Teleoperation weiterentwickelt werden, so dass es auch in Serie zum Einsatz kommen kann.

Bild: TU München (alle Rechte vorbehalten)

HERE bietet jetzt auch Echtzeit Verkehrsdaten an

Das Karten Unternehmen HERE, das vor etwa zwei Jahren von den deutschen Automobilherstellern übernommen wurde, bietet ein neues Produkt an. Ein Dienst für Echtzeit Verkehrsdaten wird gestartet. Die Verkehrsdaten für den Service kommen von Sensoren, die in Fahrzeugen von Audi, BMW und Mercedes-Benz verbaut sind.

Echtzeit Verkehrsdaten durch Sensoren in Fahrzeugen

Es ist geplant, dass weitere Fahrzeuge andere Hersteller hinzugeschaltet werden, um eine bessere Datenbasis zu erhalten. Der Service soll in 60 Ländern verfügbar sein und ist außerdem nutzbar für alle interessierten Kunden aus unterschiedlichen Industrien. In 30 Ländern werden auch Verkehrswarnungen angeboten, also Warnungen vor Staus und Unfällen zum Beispiel. Hierfür werden die Daten über die Bremsvorgänge ausgewertet – wenn mehrere Autos an der selben Stelle stark abbremsen, werden Warnungen generiert.

Interessant für Lieferdienste und Ride Sharing Angebote

Vor allem Logistik Unternehmen und Fahrdienste dürften Interesse an den Real Time Traffic Daten haben, um Routen optimieren zu können und um Fahrern und Fahrgästen ein besseres Erlebnis bieten zu können. Auch für Stadtplaner und Behörden können die Daten interessant sein. Diese nutzen wahrscheinlich schon die historischen Verkehrsdaten, die von HERE angeboten werden.

Der Kartendienst bietet mit dem Service ein Konkurrenzprodukt zu Google Maps. Google Maps nutzt die über Smartphones gesammelten Daten, um die Verkehrsströme in Echtzeit darzustellen. Plattform wie Uber oder Lyft setzten vor allem auf Daten aus Google Maps.

HERE von Automobilkonzernen übernommen

HERE hat ursprünglich zu Nokia gehört, wurde aber 2015 von einem Konsortium deutscher Automobilhersteller übernommen. Die Konzerne Daimler, BMW und Volkswagen haben den Dienst gekauft, um die Kontrolle über die Daten zu behalten, die über die produzierten Fahrzeuge eingesammelt und ausgespielt werden. Mittlerweile hat sich auch Intel an HERE beteiligt und Continental steht kurz vor einem Einstieg. Des weiteren sollen Ford, Toyota und Nissan-Renault Interesse an einem Einstieg bei HERE haben. Die Automobilhersteller und Zuliefere haben erkannt, wie wichtig es sein wird, Mitsprache bei und Zugang zu hochauflösenden Kartendaten zu haben.

Bild: HERE (alle Rechte vorbehalten)

Lucid soll mit Ford über Übernahme verhandeln

Das Unternehmen Lucid Motors, das ein Elektroauto entwickelt, das es mit den Modellen von Tesla aufnehmen will, sucht weitere Finanzierung oder strebt sogar einen Verkauf an. Anscheinend befindet sich das Unternehmen in anfänglichen Übernahmeverhandlungen mit dem Automobilkonzern Ford.

Das Unternehmen benötigt weiteres Geld, um das Fahrzeug weiter zu entwickeln und um die Produktionsstätte in Arizona aufzubauen. Der Elektroautobauer Lucid hat die Investment Bank Morgan Stanley engagiert, um weiteres Geld aufzutreiben.

Lucid Deal mit Ford noch nicht in trockenen Tüchern

Ob der Deal mit Ford zustande kommt, ist mehr als offen. Der Konzern hat erst vor kurzem den CEO ausgetauscht und befindet sich in einer Art Findungsphase. Der neue CEO Jim Hackett will die ersten 100 Tage nutzen, um die Pläne und Prioritäten des Autobauers zu überprüfen. Der Konzern muss sich auf jeden Fall bei den Themen Elektromobilität und autonomes Fahren weiterentwickeln, um langfristig eine Rolle zu spielen.

Das Unternehmen Lucid wurde bereits vor 10 Jahren gegründet. Zuerst wurden Batterie-Packs für Elektrobusse in China entwickelt, dann wurde die Fahrzeugentwicklung gestartet. Das erste Model Lucid Air soll ab 2019 produziert werden, der Verkaufspreis soll bei 60.000 US$ starten. Bisher wurden mehr als 100 Mio. US$ von unterschiedlichen Investoren eingesammelt.

Hohe Summe für Produktion benötigt

Bisher hat das Unternehmen nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung, um eine stabile Produktion und den nötigen Vertrieb aufzubauen. Es ist davon auszugehen, dass bis 2022 eine Summe von mehr als 700 Mio. US$ benötigt wird, um die Produktion aufzubauen. Das ist ein Vielfaches der bisherigen erhaltenen Finanzierung. Das Interesse von Investoren soll hoch sein, um die benötigten Mittel zur Verfügung zu stellen.

Ford muss aufholen

Beim Thema Elektromobilität hinkt Ford noch hinterher. Bisher befindet sich noch kein richtiges Elektroauto im Produkt-Portfolio. Andere Konzerne, wie General Motors oder BMW sind bei dem Thema schon weiter. Ford hat immerhin angekündigt, eine Summe von 4.5 Milliarden US$ in die Entwicklung von Autos mit alternativen Antrieben zu investieren. Bis zum Jahr 2020 sollen 40% der Fahrzeugmodelle elektrifiziert werden. Ein Jahr später sollen autonome Fahrzeuge von Ford serienreif sein, auch diese sollen von einem Elektromotor angerieben werden. Um dem Ziel näher zu kommen, wurden von dem Automobilhersteller eine Milliarde US$ in das Startup Argo AI investiert.

Bild: Lucid Motors (alle Rechte vorbehalten)

Lyft entwickelt nun doch eigene autonome Autos

Bisher hat sich das Ride-Sharing Unternehmen nicht aktiv mit der Entwicklung von Technologien für autonomes Fahren beschäftigt, sondern mit Konzernen und Startups Partnerschaften zu dem Thema geschlossen. Jetzt ändert Lyft die Strategie und investiert in den kommenden Jahren viel in die Entwicklung eigener Technologien für vollautomatisierte Autos. Das ganze soll in eine offene Plattform einfließen.

Neue Abteilung soll wachsen

Die Fahrdienstplattform hat eine neue Abteilung gegründet, die bis Ende des kommenden Jahres auf mehrere Hundert Mitarbeiter anwachsen. Das Team soll alle Technologien, also Hardware und Software entwickeln, die für autonome Autos benötigt werden. Ein eigenes Fahrzeug soll dabei nicht entstehen, sondern Systeme, die dann von anderen Herstellern verbaut werden können.


Lyft ist nicht in Deutschland verfügbar, aber Konkurrent Uber. Sichern Sie sich 5 € Rabatt mit dem Uber Gutscheincode:

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Konkurrent Uber mit ähnlichem Programm 

Lyfts Vorhaben gleicht dem des Konkurrenten Uber. Der größere Rivale entwickelt seit längerem Systeme für vollautomatisiertes Fahren, die in Volvo XC90 SUVs getestet werden.  Außerdem arbeitet Uber mit dem Daimler Konzern zusammen, der angekündigt hat, autonome Shuttle Fahrzeuge für die Uber Plattform betreiben zu wollen.

Hybrid Setup bei Lyft geplant

Sofern es der Entwicklungsstand der Technologie zulässt, sollen autonome Autos zur Plattform hinzugefügt werden. Dann sind sowohl Fahrzeuge mit Fahrer als auch vollautomatisierte Fahrzeuge im System. Der Algorithmus entscheidet, ob der Fahrgast ein Auto mit Fahrer oder ein vollautomatisiertes Fahrzeug zugewiesen bekommt. Entscheidungskriterien für den Algorithmus sind unter anderem Wetterbedingungen, Distanz und Route.

Strategie Schwenk nach Partnerschaften

Lyft hat schon mehrmals bekräftig, dass vollautomatisierte Fahrzeuge auf der Plattform in Zukunft eingesetzt werden sollen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die Plattform mit unterschiedlichen Partner kooperiert. Auf der einen Seite gehört der Automobilhersteller General Motors zu den Investoren von Lyft, der Konzern entwickelt eigene autonome Fahrzeuge. Auf der anderen Seite wurden Partnerschaften mit nuTonomy und der Google Tochter Waymo abgeschlossen. Die anderen Player haben bis zu acht Jahre Erfahrung bei dem Thema – es ist fraglich, ob die Ride Hailing Plattform diese Lücke schließen kann.

Die deutschen Anbieter, wie Blacklane oder myTaxi haben sich noch nicht zum Thema autonomes Fahren geäußert. Sie sollten aktiv werden, um nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)