Archiv der Kategorie: Shuttle Dienst

Mobilität in China: Didi mit mehr als 7 Milliarden Trips im letzten Jahr

Die chinesische Mobility Plattform DiDi hat Zahlen über das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Die Zahlen können sich sehen lassen. Insgesamt wurden mehr als sieben Milliarden Fahrten absolviert, mehr als eine Milliarde davon waren Pooling-Fahrten, bei dem sich mehrere Nutzer ein Fahrzeug teilen. Die Zahlen sind exklusive der gebuchten Bike-Sharing Touren. Die Nutzerzahl belief sich auf 450 Mio., verteilt auf mehr als 400 Städte in China. Nicht nur die Nutzerzahlen haben sich positiv entwickelt, DiDi konnte auch Verbesserungen bei der Sicherheit erreichen. Die Unfallrate hat sich um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning im Fokus

DiDi investiert enorm in die technische Entwicklung der Plattform. Dank Machine Learning, Big Data und Künstlicher Intelligenz ist die Chinesische Plattform in der Lage, die Nachfrage je nach Ort und Zeit recht akkurat vorherzusagen. Das Hilft dabei, möglichst viele Menschen mit limitierten Kapazitäten auf Fahrerseite zu befördern. Ende 2017 war das Unternehmen in der Lage, die Nachfrage in manchen Gebieten mit einer Vorlaufzeit von 15 Minuten vorherzusagen und kam dabei auf eine Genauigkeit von mehr als 85%.

Die virtuellen Haltestellen, die 2015 eingeführt wurden, wurde im abgelaufenen Jahr weiter optimiert. Auch künstliche Intelligenz und Machine Learning Algorithmen wurde das Feature verbessert, um eine reibungslose Abholung zu ermöglichen. Die Optimierung hat zu 2.1 Milliarden weniger Telefonaten zwischen Fahrern und Fahrgästen gesorgt.

Sicherheit wurde verbessert

Die Sicherheit wurde dank mehrerer Maßnahmen verbessert. Die Fahrer werden überwacht, um Müdigkeit zu erkennen und um das Fahrverhalten analysieren zu können. Durch Schulungen wurde erreicht, dass immer mehr Fahrgäste den Sicherheitsgurt anlegen. Auch die Sicherheitsüberprüfung wurde verstärkt, was dazu geführt hat, dass jeden Tag 40.000 ungeeignete Bewerbungen abgelehnt werden.

Smarte Mobilität in China

Das DiDi eine umfassende Mobility Plattform mit globalen Ambitionen werden will, sieht man auch daran, dass das Unternehmen in die Infrastruktur investiert. So wurden mehr als 1200 Ampeln zu Smart Devices optimiert, um die Staubelastung zu reduzieren. Teilweise wurden Verbesserungen von bis zu 20% erzielt.

Auch die DiDi Beteiligung Lyft hat Zahlen über Nutzer und Fahrten bekanntgegeben. Insgesamt wurden 2017 375.5 Mio. Fahrten in den USA absolviert. Die Zahl ist auch beeindruckend, aber winzig im Vergleich zu dem Volumen von Didi. Der Vergleich zeigt das enorme Potential der Mobilität in China für neue Dienste.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Shuttle: NAVYA arbeitet mit Via zusammen

NAVYA und Via haben die CES in Las Vegas genutzt, um ein Projekt vorzustellen, an dem beide Unternehmen arbeiten. NAVYA ist ein weltweit wahrgenommenes Unternehmen, das autonome Shuttle Fahrzeuge entwickelt und Via ist eine der führenden Anbieter für Ride-Sharing Technologie. Beide Unternehmen arbeiten zusammen, um die autonomen Shuttle von NAVYA mit der Technologie von Via zu verbinden. Fokus liegt dabei auf der Sicherheit, User Experience und der Bequemlichkeit bei der Nutzung von autonomen Fahrzeugen.

Via App für Nutzung von autonomen Shuttle optimiert

Die Via App wurde technisch erweitert, so dass eine direkte Kommunikation mit dem AUTONOM CAB von Navya möglich ist. Die Nutzer können über die Ride-Sharing App einfach und sicher ein autonomes Shuttle buchen und kontrollieren. Per Knopfdruck in der App lässt sich dir Tür öffnen und nach dem Einstieg wieder schließen. Der Nutzer teilt per App auch mit, wenn er sicher sitzt und das Fahrzeug weiterfahren kann. Über die App lässt sich auch die Musik im Fahrzeug steuern – das wird spannend, wenn mehrere Fahrgäste im Fahrzeug sind.

Mit dem Projekt schließen sich beide Unternehmen einem Trend an, der sich seit längerem abzeichnet und auf der CES für die Öffentlichkeit erstmal present wurde. Unternehmen wie Ford, Baidu oder door2door wollen ebenfalls ein Betriebssystem für den Transport und Logistik mit autonomen Fahrzeugen bauen und implementieren. Ein konkretes Datum für einen ersten realen Einsatz wurde von beiden Unternehmen nicht gennant.

Via arbeitet mit der BVG

Via ist mittlerweile in Deutschland auch kein unbekanntes Unternehmen mehr. Auf der einen Seite ist der Daimler-Konzern an dem Startup beteiligt, auf der anderen Seite bereitet Via mit der BVG einen Smart Shuttle Dienst mit Mercedes-Benz Fahrzeugen vor, der in den kommenden Monaten an den Start gehen soll.

NAVYA hat mit dem AUTONOM CAB für Aufmerksamkeit gesorgt. Der autonome Mini-Bus kommt ohne Cockpit oder Lenkrad aus und ist zu 100% vollautomatisiert. Das Elektrofahrzeug wurde für den Einsatz in Ride-Sharing Netzwerken optimiert und kann bis zu sechs Passagiere befördern.

Bild: NAVYA (alle Rechte vorbehalten)

door2door arbeitet mit ZF und Microsoft an einer Plattform für autonomen Nahverkehr

Zur Zeit findet in Las Vegas die Consumer Electronics Show statt, die mittlerweile für Automobilhersteller und Mobility Startups immer wichtiger geworden ist. Früher wurden die neuste Unterhaltungselektronik vorgestellt, heute kommt die Eröffnungspräsentation von Daimler oder Ford. Ein deutsches Mobility Unternehmen, das auf der CES vertreten ist, ist door2door. Das Startup zeigt zusammen mit ZF und Microsoft eine Lösung, wie autonome Fahrzeuge in den öffentlichen Nahverkehr eingebunden werden können.

autonomer Nahverkehr für Personen und Güter

ZF und door2door haben die Ride-Sharing Technologie des Startups weiterentwickelt, so dass diese auch für Flotten mit autonomen Fahrzeugen eingesetzt werden kann. Passagiere und Güter werden dabei kombiniert, die Algorithmen sollen dafür sorgen dass die Routen effizient sind und Umwege minimiert werden. Durch den Ansatz sollen die Fahrzeuge besser ausgelastet werden, was zu geringeren Kosten führen dürfte. Außerdem handelt es sich dabei um eine Möglichkeit, die wachsende Staubelastung durch Individual- und Lieferverkehr zu reduzieren.

Fahrgasterkennung per Gesichtserkennung

Der Show-Case bietet auch neue Features für den Fahrgast. Vorschläge für Point of Interests sollen gemacht werden, inklusive Bewertungen und benötigter Fahrtzeit. Die Spracherkennung von Microsoft wurde in die White Label App integriert, so dass der Nutzer seine Eingaben per Sprache erledigen kann. Da bei autonomen Fahrzeugen kein Fahrer im Fahrzeug sitz, der Aufgaben wie Fahrgast-Identifikation übernommen hat, müssen andere Lösungen implementiert werden. Die Kooperationspartner setzen auf Erkennung mittels Gesichtserkennung oder das Scannen eines QR-Codes. Auch die Übergabe von Pakten wird per Sprach- und Gesichtserkennung verifiziert.

End-to-End Lösung für Städte und Verkehrsbetriebe

Laut door2door CEO Tom Kirschbaum werden Lösungen für Ride-Sharing und autonomes Fahren bisher eher separat entwickelt. Beide Seiten zu einer end-to-end Lösung zu kombinieren, sorgt dafür, dass ein effizientes und autonomes Nahverkehrssystem für den Transport von Personen und Gütern entstehen kann. Städte, Verkehrsbetrieb und Mobilitätsanbieter sollen mit der Lösung von door2door und ZF in der Lage sein, autonome Shuttle in ihr bestehendes Setup einzufügen.

Wann die White-Label App in einer realen Umgebung eingesetzt werden soll, wurde nicht kommuniziert. Die Kooperation scheint vorwiegend zwischen door2door und ZF zu bestehen. ZF hat auf der CES seine Partnerschaft mit Microsoft erweitert, door2door kommt in den Genuss dieser Partnerschaft. Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen hat sich Lösungen für vollautomatisiertes Fahren auf die Fahne geschrieben. Neben der Partnerschaft mit door2door arbeitet ZF mit Nvidia zusammen und Hilft e.Go bei der Entwicklung eines autonomen People-Movers.

Unternehmen wie BestMile, die Deutsche Bahn Tochter ioki oder RideCell gehen mit ihren Ansätzen in eine ähnliche Richtung. Das Interesse von Städten und Verkehrsbetrieben für Alternativen zum etablierten Nahverkehr ist weltweit hoch.

Bild: door2door (alle Rechte vorbehalten)

DigitalLife@Daimler – digitale Transformation und Hackathons

Daimler hat in den letzten Jahren mehrere Initiativen ins Leben gerufen, um die digitale Transformation in der Automobilindustrie mitzugestalten. Eine davon ist DigitalLife@Daimler. DigitalLife treibt konzernweit die digitale Transformation voran und setzt Projekte zum digitalen Wandel im Unternehmen um. Dabei sind folgende Schwerpunkte gesetzt: Strategie (#transform), Innovationskultur (#ideate), Mitarbeitervernetzung (#collaborate) und Unternehmenskultur (#change). Das spannende ist, dass Der Fokus ist auf die interne Transformation gerichtet ist, also wie sich Daimler als Organisation wandeln kann, um weiterhin eine führende Rolle zu spielen. Bei DigitalLife stehen trotz Digitalisierung immer die Menschen im Mittelpunkt – egal ob Kunde oder Mitarbeiter.

Mitarbeiter müssen bei Transformation mitgenommen und eingebunden werden 

Vor allem ist es wichtig, die Mitarbeiter bei dem Thema digitale Transformation mitzunehmen – das kann nur mit einer glaubwürdigen Strategie erfolgen. DigitalLife@Daimler scheint dabei einen erfolgreichen Job zu machen und in den letzten Jahren wurde intern schon viel erreicht. Bei einem so großen und komplexen Konzern wie Daimler ist Ausdauer und Durchhaltevermögen gefragt, um das Thema Digitalisierung nachhaltig zu verankern und um die Kollegen von der Notwendigkeit  zu überzeugen. Schließlich läuft das Geschäft mit der Produktion im Moment noch gut und die Auswirkungen von disruptiven Modellen in den USA oder Asien sind für die Mitarbeiter fernab der Hot Spots wenig greifbar. Es ist wichtig, mögliche Bedenken der Mitarbeiter, die durch eine zu schnelle und oberflächliche Transformation hervorgerufen werden können, zu berücksichtigen.

Hackathons für Ideen und Inspiration 

Ein Teil der Strategie sind inspirierende und unkonventionelle Formate wie Hackathons, an denen Teilnehmer mit unterschiedlichen Hintergründen teilnehmen. Dadurch werden neue Ideen generiert und der Austausch mit Studierenden wird in einem kreativen Rahmen ermöglicht.  Natürlich hofft Daimler auch, dass sich so Digitalisierungs-Talente von morgen für den Automobilhersteller bei der Stellensuche interessieren.

Einer der letzten Hackathons fand auf der TechCrunch Disrupt in Berlin statt. Dabei ist DigitalLife erstmalig als Sponsor aufgetreten, meistens werden die Hackathons von Daimler eigenständig organisiert.

Im Jahr 2016, ist Daimler mit der globalen Hackathon Reihe „DigitalLife Campus“ mit 300 Teilnehmern und fünf Events auf drei Kontinenten gestartet. Im Jahr 2017 wurde das erfolgreiche Format fortgesetzt. Der Hackathon auf der TechCrunch Disrupt war bereits der vierte  Hackathon, den Abschluss der Reihe bildet das Finale auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Dazu werden alle Teams der DigitalLife Campus Reihe eingeladen und bekommen neben einem ausführlichen Rahmenprogramm die Möglichkeit, auf der parallel stattfindenden Startup Messe 4YFN ihre Ideen als „Mini-Startup“ vorzustellen und mit den Fachexperten vor Ort in Austausch zu gehen.

Teilweise werden die Ideen nach den Hackathons auch weiter begleitet, sofern das Team weitermacht und das Thema für Daimler langfristig interessant ist. Dabei findet auch die Verknüpfung mit den entsprechenden Daimler Mitarbeitern statt, was positiv für beide Seiten sein kann.

Drei Ideen von der TechCrunch Disrupt 

Auf der Disrupt hat das Team Truck Chain den ersten Platz abgeräumt, eine Idee mit großem Potenzial. Der vorgestellte Service wertet Truck Sensor-Daten aus, um die Auswahl von Sublieferanten hinsichtlich Waren-Qualität, Pünktlichkeit und Sicherheit zu verbessern. Die Verwendung von Blockchain ermöglicht Transparenz der Daten und somit eine leistungsabhängige Bezahlung. Das Team wurde mit 5.000 US Dollar Preisgeld ausgezeichnet. Die für den Dienst genutzten Daten kamen von der Daimler Tochter Fleetboard.

Eine weitere auf dem Disrupt Hackathon ausgearbeitete Idee ist Park Insider. Das Team setzet auf das Trend-Thema Digitalisierung und Parken und hat auf Basis von Daimler Parking Data und der API der Deutschen Bank eine App entworfen, die eine Art Smart Wallet für das Bezahlen von Parkplätzen darstellt. Die Abrechnung erfolgt schnell, nahtlos und minutengenau. Parktickets sollen so vermieden werden.

Where to live in Berlin hat ein Tool entwickelt, welches es dem Nutzer ermöglicht Berlin in vielen verschiedenen Dimensionen zu erkunden. Man selektiert diverse Variablen, die einem für seinen zukünftigen Lebensstil wichtig sind (Bars, Kino, Freizeitaktivitäten, Schule, Kindergarten, ÖPNV, Parkplätze, Verkehrssituation etc.). Das Tool schlägt dann die Bezirke in Berlin vor, die die genannten Suchfelder am besten abdecken. Um ein passendes Bild zu erschaffen, werden Daten von Daimler Parking Data, Open StreetMap, Geoportal/Land Berlin und ElasticSearch kombiniert.

Übersicht aller Daimler-Ideen (auf Englisch) von der TechCrunch Disrupt finden sich hier.

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Mit Volkswagen und Hyundai arbeiten zwei weitere Automobilhersteller mit Startup für autonomes Fahren zusammen

Die Kooperationen zwischen Automobilindustrie und Startups, die sich mit Technologien für autonomes Fahren beschäftigen, geht in die nächste Runde. Die beiden Automobilhersteller Hyundai und Volkswagen arbeiten mit dem angesagten Startup Aurora zusammen. Aurora wurde von Chris Urmson gestartet, der für Google das Projekt für selbstfahrende Autos gestartet hat. Die von Google entwickelte Technologie gilt mittlerweile als führend und firmiert unter dem Namen Waymo.

Integration in VW-Plattformen

Volkswagen und Aurora arbeiten schon seit dem letzten Sommer zusammen. Die Ingenieure beider Unternehmen integrieren die Systeme für autonomes Fahren in die Fahrzeugplattformen von Volkswagen. Die Zusammenarbeit wird in den kommenden Monaten fortgesetzt, um einen MaaS Dienst mit Volkswagen Fahrzeugen zu starten. Nach und nach sollen die Systeme Einzug in die Fahrzeuge der Konzernmarken erhalten. Die Anwendungsfälle sollen sich dabei von Shuttle Fahrzeugen über Lieferfahrzeuge hin zu selbstfahrenden LKWs ohne Kabine erstrecken.

Erfahrenes Gründerteam

Auf Grund des Gründerteams wird dem Startup Aurora viel zugetraut. Die drei Gründer sind Experten auf dem Gebiet des autonomen Fahrens. Chris Urmson hat für Google das Team für die Entwicklung des autonomen Autos aufgebaut. Sterling Anderson hat bei Tesla das Autopilot-Programm geleitet. Der dritte Gründer Drew Bagnell hat bei Uber das Team für autonomes Fahren geleitet. Auf der Seite von Volkswagen dürfte der Chief Digital Officer Johann Jungwirth (JJ) die Kooperation eingefädelt haben. JJ hat mehrere Jahre im Silicon Valley gearbeitet und ist gut mit den führenden Startups im Valley vernetzt.

Volkswagen und Hyundai folgen Muster anderer Automobilhersteller

Volkswagen und Hyundai schließen sich mit der Kooperation einer langen Reihe an Automobilherstellern und -zulieferern an, die beim Thema autonomes Fahren auf Startups und Partner setzten. General Motors hat 2016 das Startup Cruise für fast eine Milliarde Dollar übernommen, Ford investierte eine hohe Summe in das KI Startup Argo AI. Der Zulieferer Delphi hat das MIT Startup NuTonomy geschluckt. Volvo arbeitet eng mit dem Team von Uber zusammen und die BMW Group hat eine Kooperation mit Intel, Mobileye und anderen Playern geschlossen, um bei dem Thema autonomes Fahrern schneller voranzukommen.

Mobility as a Service Angeboten wird die Zukunft gehören. Taxi-Dienste ohne menschlichen Fahrer werden die Mobilität in Städten und ländlichen Regionen revolutionieren. Da Volkswagen auch Lieferfahrzeuge und LKWs baut, kann die Software und Technologie von Aurora auch im Logistik-Bereich zum Einsatz kommen. Bei Hyundai sollen die Komponenten von Aurora in die Fahrzeug-Palette integriert werden.

Chris Urmson, CEO von Aurora: „Unsere Priorität bei Aurora liegt darauf, selbstfahrende Fahrzeuge Realität werden zu lassen – sicher, schnell und breit zugänglich. Und wir wissen, dass wir dies schneller erreichen, indem wir mit innovativen Automobilunternehmen wie dem Volkswagen Konzern Partnerschaften eingehen. Diese Partnerschaft ist eine tiefe Zusammenarbeit durch den Einsatz der Self-Driving-Technologie von Aurora. Gemeinsam werden wir selbstfahrende Fahrzeuge in großem Maßstab auf den Markt bringen.”

Bild: Aurora (alle Rechte vorbehalten)

CES: Aptiv und Lyft bringen selbstfahrende Autos nach Las Vergas

Kürzlich hat der Automobilzulieferer Delphi das Geschäft für autonomes Fahren und Assistenzsysteme in das Unternehmen Aptiv abgespalten. Fast gleichzeitig wurde das Startup nuTonomy aus Boston übernommen, das ein System für selbstfahrende Autos entwickelt hat. Jetzt zeigt das Unternehmen auf der CES den aktuellen Stand, zusammen mit der Ride-Sharing Plattform Lyft.

Autonomes Fahren für CES Besucher

Die Besucher der Consumer Electronic Show (CES) 2018 können in Las Vegas über die Lyft App die Fahrt mit den selbstfahrenden Autos buchen. Zur Sicherheit wird immer ein menschlicher Fahrer im Fahrzeug sein, der im Notfall das Steuer übernehmen kann. Mit dem Demo-Projekt soll der Einsatz der Technologien in einem realen und komplexen Umfeld demonstriert werden. Beide Unternehmen gehen davon aus, dass selbstfahrende Autos einen signifikanten positiven Einfluss auf die Sicherheit im Verkehr, Ausstoß von Abgasen und Staubelastung haben werden, sobald diese massenhaft eingesetzt werden.

Lyft baut offene Plattform für die besten Anbieter

Lyft und nuTonomy arbeiten schon seit längerem zusammen und testen unter anderem in Boston Fahrten mit autonomen Autos. Lyft hat im vergangen Jahr angekündigt, die eigene Ride-Sharing Plattform für Entwickler und Hersteller von autonomen Autos zu öffnen. Lyft will laut CEO Logan Green das beste Transport Ökosystem bauen und das geht nur in Partnerschaft mit den Startups und Konzernen, die die fortschrittlichsten Technologien anbieten.

Bereit für die Massenproduktion im kommenden Jahr

Die Technologie, die sich Aptiv durch die Übernahme von nuTonomy eingekauft hat, gild als führend. Die ersten Anwendungen erfolgten 2016 in Singapur, gefolgt von weiteren Test-Programmen in Boston. Der Test in Las Vegas wird dabei helfen, dass fahrerlose Autos einen weiteren Schritt in Richtung Dauereinsatz machen. Aptiv will das System, das fast unsichtbar in Fahrzeuge integriert wird, bis 2019 für die Massenproduktion entwickelt haben.

Bild: Aptiv (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Services: Konzerne vs. Startups

Vergleicht man Mobility Services von etablierten Automobilkonzernen mit denen von Startups, dann fällt auf, dass letztere meistens ein viel höheres Tempo an den Tag legen und experimentierfreudiger sind. Mobility Startups ändern oder erweitern schneller ihr Geschäftsmodell und sind gefühlt näher am Kunden. Im folgenden soll das anhand einem Vergleich von Didi Chuxing aus China und den Mobility Services von BMW dargestellt werden. Didi wird exemplarisch als Beispiel für die dynamischen Startups gewählt. Die Now-Plattform von BMW (DriveNow, ReachNow, ChargeNow, etc.) verkörpert exemplarisch den eigentlich modernen aber langsamen Ansatz eines Automobilkonzerns.

DriveNow: Carsharing – sonst nichts

Unter dem Namen DriveNow ist BMW zusammen mit Sixt vor einigen Jahren in das Carsharing eingestiegen, was schon mal lobenswert ist. Der Service von heute ist mit dem Dienst vor ein paar Jahren identisch. Seitdem ist bei DriveNow aus Kundensicht wenig passiert, außer die Expansion in ein paar Städte und die Aufstockung der Flotten mit einigen Elektroautos. Ein erweitertes Mobilitätsangebot sucht der Kunde vergebens.

Wenig neues für den Kunden

Aus Kundensicht ist das enttäuschend, da man teilweise immer noch lange strecken zu den Fahrzeugen zurücklegen muss. Ein ergänzender Bike- oder Scooter-Sharing Dienst als eine Art Zubringer für die Carsharing Fahrzeuge fehlt. Beides würde nicht nur das Kundenerlebnis verbessern, sonder als Nebeneffekt auch dafür sorgen, dass die Kundenzahl schneller wächst. An Partnerschaften mit existierenden Anbietern ist auch nicht zu denken. Als Meilenstein wird gefeiert, wenn die Marke von einer Millionen Kunden geknackt wird.

Zu ergänzen ist, dass mit ReachNow in den USA auch weitere Mobility Services, wie Premium-Ridesharing pilotiert werden. Dienste wie ChargeNow oder ParkNow schreibt sich der Konzern ebenfalls als Innovationen auf die Fahne. Ohne eigenes Auto kommt man damit bisher aber nicht in Berührung.

Partnerschaften, um Reichweite auf der Kundenseite zu erzielen, sind nicht offensichtlich. Nur eine Kooperation mit Rewe wird dauerhaft beworben.

Didi Chuxing: Bunter Strauß an Mobility Services

Didi hingegen prescht mit einem Tempo und einer durchdachten Strategie vor. Als Ridesharing Plattform gestartet, wird mittlerweile ein bunter Strauß an Mobilitätsdiensten in China angeboten. Bikesharing wurde zum Beispiel in die App mit eingebunden, damit die Nutzer mehr Transportmöglichkeiten haben und evtl. auch zu den virtuellen Haltestellen der Pooling Angebote schneller kommen. Insgesamt finden die Nutzer eine Mobility Plattform vor, die detaillierter auf sie ausgerichtet ist.

Fahrer und Kunden im Fokus

Es wird nicht nur in Richtung Endkunden gedacht, sondern auch die Didi Fahrer stehen im Fokus. Ein Marktplatz für Gebrauchtfahrzeuge wurde für die Fahrer integriert, damit sie schnell und günstig an ihr Arbeitsgerät kommen. Eine eigene Ladeinfrastruktur wird geschaffen, damit die jetzt schon 260.000 Fahrer mit Elektroauto die Fahrzeuge laden können. Ein Carsharing Angebot ist sowohl für Fahrer als auch für Nutzer mit Mobilitätsbedürfnis interessant. Abgerundet wird das Angebot durch die modernsten Mobile Payment Angebote und Integrationen in angesagte Messanger Apps, wie WeChat, um so viele Kunden wie möglich zu erreichen.

Durch internationale Investments in Startups wie Taxify oder 99 breitet sich Didi weltweit aus und klopft auch an die Märkte, die vom DriveNow und co. bespielt werden. Die Investments werden ihre Strategie ähnlich wie Didi ausrichten und aggressiver als zuvor in den Markt gehen.

Gravierender Unterschied

Der Unterschied zwischen den Ansätzen von Startups und Konzernen ist gravierend. Die deutschen Anbieter haben doch auch viel Potential. Mehr Mut, Denken in globalen Dimensionen, die Öffnung für Partnerschaften und die Diversifizierung der Angebote wären wünschenswert. Klar ist, dass es auch mal Rückschläge und Fehlentscheidungen geben wird. Mit einer guten Unternehmenskultur, die Fehler und daraus resultierenden Learnings zulässt, kann das Unternehmen davon aber nur profitieren.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Mobilität: Die beliebtesten Themen und Artikel im Jahr 2017

Das Jahr 2017 neigt sich zu Ende und das neue Jahr steht vor der Tür. Auf GetMobility.de wurden jede Menge spannende Artikel über die Mobilität von Morgen und die digitale Transformation im Mobility Bereich veröffentlicht. Hier ist eine Übersicht der beliebtesten Themen und Artikel aus den letzten zwölf Monaten:

Scooter Sharing ist angesagt

Mit der COUP App kannst du eScooter von COUP für Rides innerhalb Berlins ausleihen.
Mit der COUP App kannst du eScooter von COUP für Rides innerhalb Berlins ausleihen.

Am beliebtesten war der Artikel über die Vergrößerung der Coup-Flotte in Berlin. Der Scooter Sharing Dienst von Bosch hat seine Flotte auf etwa 1000 Gogoro Scooter erhöht und damit eine gute Ergänzung zu Carsharing, Taxi und ÖPNV geschaffen. Auch die Finanzierung von Coup Konkurrent Emmy hat viele Leser interessiert. Wir sind gespannt, wie sich das Scooter Sharing in 2018 entwicklen wird und welche Player zusätzlich in den Markt einsteigen werden.

Alternative zum Dienstwagen von Sixt und BCG

Sixt betreibt neben myDriver auch das Carsharing Angebot DriveNow.
Sixt bietet ein Mobility as a Service Angebot an, BCG ist erster Kunde.

Die Initiative von Sixt und BCG, die eine multimodales Angebot als Alternative zum Dienstwagen für Berater anbietet, hat das Interesse der Leser geweckt. Die Mobility as a Service (MaaS) Lösung ermöglicht den Beratern der Boston Consulting Group die einfache Nutzung von Sixt Mietwagen, DriveNow Car Sharing und MyDriver Fahrdienst. Der Dienst kommt vor allem bei den jungen Kollegen gut an. Andere Anbieter werden im kommenden Jahr mit vergleichbaren Angeboten folgen.

Startups und autonomes Fahren

Mydriver, mytaxi und Blacklane sind noch nicht fit für das Thema autonomes Fahren.
Die deutsche Ride4Hire Anbieter sind noch nicht für autonomes Fahren gerüstet.

Das autonome Autos die Mobilität von morgen dominieren werden, ist unbestritten. Wir haben uns angeschaut, wie sich die deutschen Mobility Startups wie Blacklane, myTaxi oder myDriver mit dem Thema auseinandersetzen. Das Ergebnis ist, dass die lokalen Anbieter beim Thema vollautomatisiertes Fahren abgehängt sind. Konkurrenten wie Uber oder Lyft und Technologiekonzerne wie Google sind viel weiter.
Der Themenbereich rund um autonomes Fahren erfreut sich auch auf GetMobility.de immer größerer Beliebtheit, wie unter anderem das Interesse für eine Übersicht aus dem Jahr 2015 zeigt.

Shuttle Dienste von ÖPNV und Startups

ViaVan und BVG bringen On-Demand Ridesharing nach Berlin.
ViaVan und BVG bringen On-Demand Ridesharing nach Berlin.

Ein weiteres Trendthema im Jahr 2017 waren sogenannte Smart-Shuttle Dienste. Von großem Interesse waren die Pläne der BVG, einen Shuttle Dienst mit bis zu 300 Fahrzeugen in Berlin aufzubauen. Mit einer Flotte dieser Größe lassen sich etwa die Hälfte der 8000 Taxen ersetzten. Die Entwicklungen bei der Volkswagen Tochter Moia und bei dem Berliner Startup door2door haben ebenfalls die Leser interessiert.

Bilder: paul bica (bestimmte Rechte vorbehalten), GetMobility.de,  Sixt (alle Rechte vorbehalten), Blacklane (alle Rechte vorbehalten), BVG (alle Rechte vorbehalten)

BerlKönig: BVG startet Smart Shuttle mit Via im Frühjahr 2018 in Berlin

Im Sommer wurde bekannt, dass die Berliner Verkehrsbetriebe einen Smart Shuttle als Ergänzung zum ÖPNV anbieten wollen. Jetzt werden weitere Details bekannt, der Dienst soll zusammen mit dem Joint Venture von Via und Mercedes-Benz Vans gestartet werden. Das Berliner Nahverkehrssystem gilt bereits als eines der besten der Welt, trotzdem ruht sich die BVG nicht auf dem Status Quo aus, Sindern startet BerlKönig. Die BVG hat einen Antrag zur Genehmigung des neuen Verkehrsangebots im Rahmen der Experimentierklausel des PBefG eingereicht.

Bis zu 300 Fahrzeuge für den Osten der Stadt

Zunächst sollen ab Frühjahr 2018 etwa 50 Fahrzeuge von Mercedes-Benz im Einsatz sein. Je nach Nachfrage und Projektverlauf soll die Flotte auf 300 Fahrzeuge anwachsen. Die ersten 50 Fahrzeuge werden im Osten der Stadt unterwegs sein, etwa in den Stadtteilen Prenzlauer Berg, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte. Die Bewohner dieser Stadtteile gelten als offen, für neue digitale Dienste. Außerdem liegen viele Clubs und Bars in den Bereichen. Sofern der BVG Smart Shuttle nachts unterwegs ist, werden Partygänger eine der größten Kundengruppe sein.

Später wird der Westen auch in den Genuss des Angebots kommen, falls das zweijährige Pilotprojekt erfolgreich verläuft. Die Partner geben sich also viel Zeit, um zu erörtern, ob der neue Dienst von Berlinerinnen und Berlinern angenommen wird.

Das neue Angebot der BVG setzt dabei auf virtuelle Haltestellen als Ergänzung zu den fixen BVG Stops. Fahrgäste können sich dann unkompliziert per App kurzfristig ein ÖPNV-Fahrzeug zu einem Zustiegspunkt rufen. Dabei werden verschiedene Fahrtwünsche gebündelt. Die Fahrten starten und enden an virtuellen Haltestellen und erfolgen gemeinsam mit anderen Fahrgästen. Dank der ausgeklügelten Algorithmen der Softwareexperten von Via berechnet das System hocheffizient in Echtzeit, welche Fahrten sich ohne nennenswerte Umwege bündeln lassen. Davon profitieren Umwelt, Anwohner und Fahrgäste gleichermaßen, denn es bedeutet weniger Verkehr auf Berlins Straßen und ermöglicht gleichzeitig attraktive Konditionen – eine neue Form des öffentlichen Nahverkehrs eben.

Die Ride-Pooling Lösung soll in Berlin in den bestehenden ÖPNV eingebunden werden. Ob der Dienst aus der bestehenden BVG App gerufen werden kann oder ob eine weitere App notwendig ist, ist noch nicht bekannt.

Günstiger als ein Taxi

Die Fahrpreise wurden noch nicht veröffentlicht, sollen aber zwischen dem ÖPNV Tarif und Taxi liegen. Der digitale Tarif besteht aus einem Grundpreis sowie einem entfernungsbasierten Zuschlag. Da der Nutzer Start und Endpunkt eingibt, kann das System gleich den Fahrpreis berechnen und in der App anzeigen. Dieser wird dem Fahrgast angezeigt und änder sich auch nicht mehr, wenn sich die Route auf Grund von weiteren Fahrgästen oder anderen Vorkommnissen anpasst. Bestellt eine Person für mehrere Fahrgäste gleichzeitig, so gibt es zudem noch einen Rabatt.

Teilweise mit Elektroantrieb

Die Flotte stellen die Fahrzeugexperten von Mercedes-Benz: Zum Einsatz kommen zunächst moderne Vans der Modelle Vito und V-Klasse (Euro 6) mit bis zu acht Sitzen sowie vollelektrische Mercedes B-Klassen vom Typ B250e mit vier Sitzen. Ab dem Sommer wird dann auch der neue, vollelektrische eVito Tourer zum weltweit ersten Mal als lokal emissionsfreier Personentransporter in Berlin zum Einsatz kommen. Im Straßenbild werden die Fahrzeuge ein wahrer Hingucker – prominent im bekannten BVG-Sitzmusterdesign beklebt und dazu mit großen, gelben BVG-Herzen sowie dem Logo von ViaVan versehen.

Stimmen zum Projekt

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin:
„Mit dem geplanten Pilotprojekt geht Berlin neue Wege. Ich begrüße, dass die BVG damit eine zusätzliche Möglichkeit bietet, bequemer und umweltfreundlicher unterwegs zu sein. Zielgruppe sind Autofahrer und ÖPNV-Nutzer gleichermaßen: Autofahrer können für einzelne Fahrten auf den Rufbus umsteigen. ÖPNV-Nutzer können mit dem „Kleinbus auf Bestellung“ neue Möglichkeiten testen, mit mehr Komfort an ihr Ziel zu kommen. Das Projekt wird zeigen, wie die Berlinerinnen und Berliner das Angebot annehmen und nutzen. Mit dem Erprobungsbetrieb gewinnen wir wichtige Erfahrungswerte, ob und wie Ridesharing den Öffentlichen Personennahverkehr ergänzen kann.“

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Berlin und Vorsitzende des BVG-Aufsichtsrats:
„Die Stadt wächst und damit auch das Verkehrsaufkommen. Wir wollen Mobilität für die Zukunft umweltfreundlicher, effizienter und smarter gestalten. Neben der Elektrifizierung der BVG-Flotten setzen wir auf innovative Mobilitätskonzepte, die die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs steigern und mehr Menschen den Umstieg erleichtern. Ich freue mich, dass die BVG hier mit starken Partnern einen wichtigen Schritt in die neue, vernetzte Mobilitätswelt geht und innovative Maßnahmen für eine moderne Stadt erprobt.“

Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG):
„Mit zehn U-Bahn-, 22 Straßenbahn-, über 150 Buslinien und sechs Fähren haben wir bereits jetzt ein erstklassiges Mobilitätsangebot mit unzähligen Kombinationsmöglichkeiten für unsere Fahrgäste. Gemeinsam mit ViaVan wollen wir jetzt noch einen Schritt weiter gehen und einen ganz individuellen ÖPNV „on-demand“ anbieten. Dabei bleibt dank Ridesharing eines wie gehabt: Wir bündeln Fahrten und sorgen damit für weniger Verkehr, weniger Lärm und weniger Emissionen in unserer Stadt – für ein grüneres, lebenswerteres Berlin.“

Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, Daimler AG:
„Wir freuen uns sehr, dass wir in Berlin und der BVG ideale Partner für den Start für ViaVan in Deutschland gefunden haben. Der anspruchsvolle Verkehr in Berlin ist der perfekte Härtetest, um diese neue Form der Mobilität zu testen. Wir sind überzeugt, dass sich unser gemeinsamer Service schnell etablieren und zu einer perfekten Ergänzung des ÖPNV der Hauptstadt wird. Geteilte Mobilität in unseren Vans leistet einen erheblichen Beitrag zur Entlastung des städtischen Verkehrs und macht gleichzeitig nachhaltige Mobilität verfügbar.“

Dr. Henrik Haenecke, Vorstand Finanzen, Digitalisierung und Vertrieb der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG):
„Das Teilen einer Fahrt ist Teil unserer DNA. Mehrere Fahrgäste gemeinsam von Haltestelle zu Haltestelle zu fahren, ist für uns als Nahverkehrsunternehmen eine Kernkompetenz. Wir wollen diese Kompetenz nutzen, um Ridesharing per App als Teil des ÖPNV zu erproben. Wir werden gemeinsam mit ViaVan ein völlig neues Mobilitätsangebot in den Berliner ÖPNV integrieren. Wir wollen zeigen, dass ein öffentliches ÖPNV-Unternehmen gemeinsam mit einem Start-up neue Mobilitätsleistungen entwickeln kann.”

Chris Snyder, CEO, ViaVan:
„Die Technologie von Via definiert Mobilität auf der ganzen Welt neu. Wir freuen uns sehr, mit der BVG in Berlin an diesem mutigen neuen Projekt zur Einführung des ViaVan-Modells für dynamisch geroutete On-Demand-Fahrten im großen Stil zusammenzuarbeiten. Der neue Service ist eine perfekte Ergänzung zu herkömmlichen öffentlichen Verkehrsmitteln und bietet eine völlig neue Art, sich in der Stadt fortzubewegen.“

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

ÖPNV und Startups: Gemeinsam für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Die Mobility Startups und Unternehmen aus dem Bereich öffentlicher Nahverkehr nähern sich an. Auf der einen Seite werden Pilotprojekte gestartet und auf der anderen Seite langfristig ausgelegte Partnerschaften zwischen Startups und Unternehmen geschlossen, die im ÖPNV Sektor seit Jahren verankert sind. Als zwei Beispiele sind Door2Door und BestMile zu nennen.

door2door schließt sich Verband UITP an

Eher politischer Natur ist die Initiative von door2door. Das Unternehmen schließt sich dem Verband UITP an, in der neu gegründeten Kategorie „Digital Platforms“. UITP ist der Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen. Gemeinsam sollen Lösungen für einen flexiblen öffentlichen Nahverkehr entwickelt werden. Über die „Digital Platforms“ Kategorie erhalten öffentlichen Verkehrsbetriebe einen wertvollen Zugang zu digitalen Serviceleistungen, die sie alleine nicht hätten entwickeln können. Auch nachhaltige Stadtentwicklung und geteilte Mobilität sind Thema der Zusammenarbeit. Door2Door bietet schon heute eine Software-Plattform, die es den Städten und öffentlichen Verkehrsbetrieben ermöglicht, einen dynamischen Ride-Pooling Dienst als Ergänzung zum bestehenden ÖPNV anzubieten. Der Dienst ist nachfragebasiert und lässt sich in die herkömmlichen ÖPNV Angebote integrieren. Nur so lässt sich die Zahl der Fahrzeuge in den Städten reduziert werden. Die Gründer Tom Kirschbaum und Maxim Nohroudi verfolgen seit Beginn an den Ansatz, partnerschaftlich mit Städten und Verkehrsbetrieben zusammenzuarbeiten, um die Lebensqualität in den Städten nachhaltig zu verbessern.

IVU und BestMile entwickeln Software für Hybrid-Flotten

Eine etwas andere Partnerschaft gehen das Startup BestMile und IVU Traffic Technologies ein. IVU ist einer der führenden Anbieter von Software-Systemen für den herkömmlichen öffentlichen Nahverkehr und Logistik Anwendungen. Gemeinsam mit BestMile soll das Software-System für autonome Flotten und andere neue Mobility Services entwickelt werden, mit dem sich die neuen Angebote nahtlos mit den traditionellen ÖPNV Systemen verbinden lassen. BestMile hat die Erfahrung bei der Entwicklung von Betriebssystemen für autonome Flotten. Somit ergänzen sich beide Partner gut.

In dem Projekt ADxPT (steht für Autonomous Driving for Public Transport) entwickeln und testen beide Partner gemeinsam ein System mit dem öffentliche Verkehrsbetriebe hybride Flotten aus selbstfahrenden und Fahrer basierten Fahrzeugen betreiben und optimieren können. Entsprechende Systeme werden in den kommenden Jahren benötigt, um die Transformation hin zu autonomen Verkehrsmitteln zu meistern.

Bild: BestMile (alle Rechte vorbehalten)