Category Archives: Shuttle Dienst

Lyft Line startet Shuttle Dienst mit festgelegten Strecken

Das amerikanische Ride-Hailing Unternehmen Lyft experimentiert weiterhin mit dem Mitfahrest Lyft Line, bei dem sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen. In einer nächsten Stufe werden jetzt feste Routen getestet, die man von Buslinien her kennt.

Berufspendler sollen angesprochen werden 

Mit dem Angebot will Lyft vor allem Berufspendler ansprechen, die sich täglich auf einer festgelegten Route bewegen. Die Nutzer sollen so eine zuverlässige und günstige Alternative zur Verfügung gestellt bekommen, um täglich den gleichen Weg zurück legen zu können. Nicht nur die Route ist festgelegt, sondern auch die Punkte, an denen Fahrgäste ein- und aussteigen können. Zu Beginn steht das Angebot in den beiden amerikanischen Städten Chicago und San Francisco zur Verfügung, später sollen weitere Großstädte folgen.

Fester Preis für Nutzer

Für die Nutzer ist nicht nur die Route berechenbar, sondern auch der Preis. Für die Nutzung des Lyft Shuttles werden festgelegt Preise aufgerufen, die auch nicht von Surge Pricing bzw. erhöhter Nachfrage abhängig sind. Die Fahrer werden subventioniert, falls Surge Pricing für die andere Nutzer aktiv sein sollte.

Lyft Line Shuttle Beschränkung auf Stoßzeiten

Zeitlich ist der Service auf die Morgen- und Abendstunden und auf Werktage beschränkt. Das Angebot ist also verfügbar, wenn die Menschen zur Arbeit fahren oder nach hause möchten. Das Angebot ist dynamisch in die App integriert. Nutzer sehen das Shuttle Angebot nur, wenn sie sich in der Nähe einer festgelegten Route befinden. Alle anderen Nutzer sehen das normale Lyft Line Angebot.

Fahrgemeinschaften hoch im Kurs

Das Thema Fahrgemeinschaften für Kollegen wird mittlerweile von mehreren Startups bearbeitet. Die Google Tochter Waze experimentiert damit in der Bay Area und hat bereits eine Expansion nach Südamerika angekündigt. Das Hamburger Unternehmen Wunder bietet einen Mitfahrservice in Asien an.

Lyft hat Konkurrenz

Lyft ist nicht das einzige amerikanische Unternehmen, dass einen Shuttle Service auf festen Routen anbietet. Ein Mitbewerber ist unter anderem das Unternehmen Chariot, das im letzten Jahr von Ford aufgekauft wurde. Auch Lyft hat enge Kontakte zu einem Automobilhersteller. Der General Motors Konzern hat Anfang 2016 eine Summe von 500 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, zeitweise wurde über eine komplette Übernahme durch GM spekuliert.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Indien: Uber kooperiert mit ÖPNV in Bangalore 

Uber hat bekanntgegeben, dass die Ride-Hailing Plattform mit dem öffentlichen Nahverkehr in Bangalore zusammenarbeiten wird. An einigen der Haltestellen der Metro können über in kleinen Kiosken Uber-Fahrten gebucht werden. So soll die letzte Meile einfacher zu bewältigen sein. Indien wird zum wichtigen Markt für Uber.

Pendler als Zielgruppe

Uber möchte mit dem Angebot einfacher Kunden erreichen, die jeden Tag den beschwerlichen Weg zwischen Zuhause und Metro-Station oder Arbeitsplatz und Metro-Station zurücklegen. Die Metro in Bangalore ist gut ausgebaut, aber der Weg für auf der letzten Meile kann häufig zur Herausforderung werden. Die Zusammenarbeit ist ein gutes Beispiel, wie Behörden und private Unternehmen zusammenarbeiten können. Dadurch wird ein Problem gemeinschaftlich gelöst, das viele Einwohner haben.

Neue Wege für Kunden ohne Smartphone

Für die Kunden, die kein Smartphone haben oder keinen Zugriff auf die App haben, wird Uber bis Ende März Buchungsbüros an den Haltestellen aufbauen. In Länden wir Indien steht Uber vor der Herausforderung, dass die Verbreitung von Kreditkarten und Smartphones mit Datentarif teilweise gering ist. Uber lässt sich immer wieder neue Wege einfallen, um Kunden die Nutzung von Uber zu ermöglichen.

Die Partnerschaft in Indien ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen Uber und lokalen Behörden. In mehreren Ländern arbeitet die Ridesharing Plattform mit Verkehrsbetrieben und Behörden zusammen. In einer amerikanischen Stadt werden zum Beispiel Uber-Fahrten bezuschusst, was dazu führt, dass kein weiterer Parkplatz an der Bahnstation für Pendler errichtet werden muss.

Indien als wichtiger Markt für Uber

Nachdem sich Uber aus China zurückgesogen hat, in dem das eigene Geschäft an den Konkurrenten Didi Chuxing verkauft wurde, hat das Unternehmen Indien als einen der nächsten interessanten Märkte auserkoren. Seit Beginn des Jahres wurden mehrere neue Mobilitätsdienstleistungen gestartet. In Indien bietet Uber günstige Mobilitätsdienste mit kleineren Fahrzeugen oder teilweise auch Motorrollern und Rikschas an. Vor kurzem wurde der Dienst UberHire gestartet, ein Service, bei dem der Fahrer für den Tag anstatt für eine Fahrt gemietet wird. Der Lieferservice UberEATS soll anscheinend demnächst auch in Indien starten. Der größte Konkurrent von Uber in Indien ist die Taxi Ola Cab.

Renault und Nissan arbeiten mit dem Transdev-Konzern an autonomen Autos

Die Autobauer Renault und Nissan haben mit dem Transdev-Konzern eine Kooperation geschlossen, um einen on-demand Shuttle Service mit autonomen Elektrofahrzeugen zu entwickeln. Transdev ist auch in Deutschland aktiv und betreibt hierzulande mehrere öffentliche Verkehrsangebote.

Projekt hat Forschungscharakter

Das Projekt hat vorerst einen Forschungscharakter, die Ergebnisse sollen aber später in eine operative Anwendung übergehen. In Paris werden in einer ersten Stufe umgerüstete Renault ZOE Fahrzeuge auf der Transdev on-demand dispatch Plattform getestet. Die Elektrofahrzeuge sind mit Technologien für autonomes Fahrer ausgestattet. Über die Plattform von Transdev werden die Fahrzeuge den Aufträgen zugewiesen, überwacht und zum Ziel navigiert.

Autonome Shuttle als Ergänzung zum ÖPNV

Transdev sieht in dem Angebot an autonomen Shuttle Services eine Chance für weitere Umsatzmöglichkeiten. Bisher ist der Konzern also Betreiber von Lösungen im öffentlichen Nahverkehr bekannt. In Europa, Asien und Nord-Amerika werden Buslinien, on-demand Flughafenfahrten, Zuglinien und weitere Angebote betrieben.
Die Transdev ist nicht der erste Konzern, der sich für autonome Shuttle Dienste interessiert. In Berlin testet zur Zeit die Deutsche Bahn einen autonomen Fahrdienst mit Minibussen in Zusammenarbeit mit dem Startup Local Motors. Auch der Alstom Konzern, der normalerweise Schienenfahrzeuge entwickelt, hat sich an einem Startup für autonome Shuttle beteiligt.

Auch Buchungsplattform soll entwickelt werden

Die Allianz aus Renault und Nissan will nicht nur die autonomen Fahrzeuge entwickeln, sondern auch die Technologie, um die Fahrzeuge buchen zu können und um die Fahrzeuge effizient betreiben zu können. Die Software und Schnittstellen für die Fahrtbuchung und Management der Fahrzeuge sind essentiell für eine erfolgreiche Etablierung des Dienstes. Der Automobilkonzern Daimler hat bereits eingesehen, dass es mehr Sinn macht, sich auf die Produktion und den Betrieb der Fahrzeuge zu konzentrieren, das Management der Buchungen wird Uber überlassen.

Autonome Fahrzeuge im Jahr 2020

Wie auch die anderen Hersteller wollen Renault und Nissan bis zum Jahr 2020 mehrere Fahrzeuge produktionsreif haben, die vollständig autonom fahren können. In einer früheren Iterationsstufe sollen Fahrzeuge mit Fahrerassistenzsystemen verkauft werden, die in gefährlichen Situationen eingreifen können oder komplexerer Spurwechsel-Maneuver selbstständig durchführen können.

Bild: Nissan (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing will weitere Finanzierung einsammeln

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing, die im vergangenen Jahr das Geschäft von Uber China übernommen hat, befindet sich in Gesprächen mit Investoren, um eine weitere Finanzierungsrunde in Milliardenhöhe aufzunehmen. Das Unternehmen möchte sich mehr Zeit erkaufen, bis es ein profitables Geschäftsmodell entwickelt hat.

Investoren uneinig über Strategie

Die bisherigen Investoren sind sich uneinig, ob das der Marktführer in China weiteres Kapital aufnehmen soll. Auf der einen Seite könnte das Unternehmen mit weiterem Kapital schneller Erfolge im Bereich autonomer Technologien für selbstfahrende Autos erreichen und seine Ride-Hailing Plattform weiter ausbauen. Auf der anderen Seite dürfte die Plattform über genügend finanzielle Mittel verfügen, die im letzten Jahr eingesammelt wurden. Eine weitere Finanzierungsrunde würde die Anteile der bestehenden Investoren verwässern, sofern sie die neue Runde nicht mitgehen können. In der neuen Runde wird eine Summe von drei Milliarden US$ angestrebt. Didi wird diese Summe nur aufnehmen, wenn die letzte Bewertung von 34 Milliarden US$ weiter steigen wird.

Internationale Expansion von Didi könnte folgen

In den letzten Tagen wurde auch darüber berichtet, dass Didi international expandieren könnte. Eine englische Version der App befindet sich in Vorbereitung und internationale Zahl-Methoden werden getestet. Beides wird als Zeichen für eine mögliche Expansion gesehen. Eigentlich wollte der chinesische Marktführer gemeinsam mit Lyft, Ola und Grab ein internationales Ridesharing Netzwerk aufbauen. Bei diesem Vorhaben scheinen die unterschiedlichen Anbietern nicht voran zu kommen. Auf Lyft erwägt eine Internationalisierung auf eigene Faust.

Vorschriften in China erschweren das Geschäft

In den letzten Monaten wurden neue Regeln für Fahrdienste in China erlassen. Diese Regeln schreiben unter anderem vor, dass Fahrer und Fahrzeuge lokal registriert sein müssen. Bisher kamen die Fahrer häufig aus ärmeren Gebieten in die Städte und haben dort für einen niedrigeren Lohn gearbeitet. Diese Verschärfung der Vorschriften erschwert und verteuert das Geschäft für Didi. Autonome Fahrzeuge wären eine Lösung für das Problem. Bis diese serienreif sind, benötigt Didi weiteres Geld.

Apple als Didi Investor

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen für Aufmerksamkeit auch außerhalb Chinas gesorgt. Auf der einen Seite wurde das China Geschäft von Uber übernommen und auf der anderen Seite konnte Apple als Investor gewonnen werden. Apple hat ca. 1 Milliarde Dollar in die Fahrdienstplattform investiert. Uber und Didi haben sich zuvor einen erbitterten Kampf um Fahrer und Fahrgäste geliefert, bei dem Uber pro Jahr einen Milliardenbetrag verbrannt hat. Die Verluste von Didi dürften ebenfalls im Milliardenbereich liegen. Insgesamt soll Didi über 300 Mio. registrierte Nutzer in 400 chinesischen Städten verfügen.

Bild: Andrej Iliev (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft will weitere Finanzierung einsammeln

Die Ride-Hailing Plattform Lyft soll sich bereits nach einer weiteren Finanzierung umschauen. Insgesamt sollen mindestens 500 Mio. US$ aufgenommen werden, um das Wachstum zu finanzieren. Die angestrebte Bewertung soll zwischen sechs und sieben Milliarden Dollar liegen. Das Unternehmen könnten die negativen Schlagzeilen rund um Uber bei der Suche helfen.

Im Wettbewerb mit Uber aufholen

Die Ride-Hailing App möchte die weitere Finanzierung nutzen, um im Wettbewerb mit Uber weiter aufzuholen und um den Vorsprung gegenüber Neueinsteigern zu wahren. Das Ride-Hailing Unternehmen expandiert auch weiter, was viel kostet. In diesem Jahr hat das amerikanische Unternehmen schon fast 100 neue Städte in den USA zusätzlich gestartet. Für die Nummer zwei in den USA ist es auch ein guter Zeitpunkt, in Marketing und Brand Building zu investieren, da der große Konkurrent Uber öffentlich mit Problemen zu kämpfen hat.

Höheres Polster schadet Lyft nicht

Lyft sollte trotz der hohen Verluste noch genügen finanzielle Mittel aus der vergangen Runde zur Verfügung haben. Eine höheres finanzielles Polster wird dem Unternehmen aber nicht schaden. Ohnehin dürfte es für länger dauern, bis Lyft neue Investoren gefunden hat. Die meisten der interessierten Investoren haben sich bereits an einem der Mobility Service Provider beteiligt. Außerdem werden die meisten Player erstmal abwarten, ob die Fahrdienstplattformen ein nachhaltiges Geschäftsmodell aufbauen können.

Im Gegensatz zu Uber fokussiert sich Lyft ausschließlich auf einen Fahrservice und verkauft sich selber als hippe Alternative, bei der Fahrer und Nutzer fair behandelt werden. Uber hingegen setzt auf weitere Dienste, die das Problem der letzten Meile lösen sollen. So ist mit UberEATS ein Service für Essenlieferungen im Angebot und mit UberRUSH ein Kurierdienst.

General Motors unter den Investoren

Bisher hat das Unternehmen mehr als zwei Milliarden US$ eingesammelt. Zu den Investoren gehören General Motors, Founders Fund, Alibaba und weitere Investoren. Der General Motors hat mit dem Gedanken gespielt, Lyft komplett zu übernehmen. GM und die Ridesharing Plattform wollen auch eng bei der Entwicklung eines Fahrservices mit autonomen Fahrzeugen zusammenarbeiten. Bei der letzten Runde wurde Lyft mit 5.5 Milliarden US$ bewertet.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Die Zukunft der Mobilität gestalten: Mobility Accelerator in Deutschland

In den letzten Jahren sind in Deutschland mehrere Startup Accelerators entstanden, die junge Unternehmen mit finanziellen Mitteln, Input von Mentoren und dem Zugang zu einem Netzwerk an Investoren unterstützen. Mittlerweile existieren auch mehrere Accelerator Programme, die sich mit Mobilitätsthemen befassen.

Beyond1435 Accelerator der Deutschen Bahn

Zusammen mit der Innovationplattform Plug and Play bietet die Deutsche Bahn in Berlin unter dem Namen Beyond1435 ein Accelerator Programm an, dass sich auf Mobiltiäts- und Logistikthemen fokussiert. Der Name verbindet das DB-Erbe mit der gemeinsamen Mission voranzugehen. Auf der Standardschienenbreite von 1435 mm hat DB unzählige Menschen und Güter vom Start bis ans Ziel befördert. Die digitalisierte Welt stellt bisherige Mobilitätskonzepte auf den Kopf.

Das Programm der Bahn richtet sich an Startups in der frühen Phase und dauert 3 Monate. Die Teilnehmenden Startups werden mit 25.000 Euro finanziell unterstützt und erhalten kostenlose Arbeitsplätze im Coworking Space Mindbox. In regelmäßigen Mentoring Sessions sollen die teilnehmenden Teams Experten-Feedback erhalten und ihr Netzwerk weiter ausbauen. Zu den Mentoren gehören Experten aus dem Bahn Konzern aber auch Investoren und Startup-Experten. Das erste Programm fokussiert sich auf Smart City Tech Lösungen, wie Blockchain, Mobilitätsalgorithmen, Integrierte Mobilitätsangebote, Deep Learning im Mobilitätskontext, Veränderte Nutzung von Bahnhöfen und Mobilitätszentren oder Identifikation und Sicherheit im Transport von Gütern und Menschen.

STARTUP AUTOBAHN von Daimler

Auf Daimler arbeite mit der Innovationsplattform Plug and Play zusammen, die ursprünglich aus den USA kommt. Das Programm geht bereits in die dritte Runde. Die STARTUP AUTOBAHN ist eine Innovationsplattform, die Startups Zugang zu Silicon Valleys unvergleichlichem Tech-Know-how und bester deutscher Hardware-Kompetenz ermöglicht. Für die nächste Runde werden Startups gesucht, die im Mobilitätsbereich Hardware mit Software verbinden. Die Themen sind IoT, Produktionstechnik, Logistik, ortsbasierte Services, Cyber Security, Biometrie, natürliche Sprachverarbeitung, Prozessoptimierung, Kundenerlebnis und Predictive Analytics. Wie auch das Programm der Bahn dauert die Startup Autobahn drei Monate. Die Gründer profitieren vor allem von der engen Zusammenarbeit mit Daimler-Experten und auch intensiven Mentoring-Gesprächen mit dem Top-Management. Ein Projektteam aus Mitarbeitern der Konzernforschung und des Bereichs Business Innovation fungierte dabei als Brückenbauer zwischen den Startups und Daimler. Durch STARTUP AUTOBAHN soll die Region Stuttgart zum Innovations-Hub für Mobilität und Industrie 4.0 werden und durch die Bündelung innovativer Partnerkompetenzen ein attraktives Startup-Ökosystem geschaffen werden.

Startup Garage von BMW 

In München hat sich BMW mit der Startup Garage zur Aufgabe gemacht, das Potenzial besonders innovativer Start-up-Unternehmen ohne Umwege zu nutzen. Der Automobilkonzern fördert in einem offeneren Programm Startups aus dem Mobilitätsumfeld, die die Innovationsfähigkeit der BMW Group stärken und beschleunigen. BMW verfolgt dabei einen etwas anderen Ansatz. Anstatt sich am Unternehmen zu beteiligen, kauf die BMW Group die Technologie des Startups, und integriert diese so schnell wie möglich in die Entwicklung und Produkte. Von dem Team hinter der Startup Garage werden weltweit vor allem solche jungen Unternehmen gesucht, die bereits mit Kapital ausgestattet wurden und über einen Prototyp ihrer Technologie verfügen. Die Themen orientieren sich an den aktuellen Herausforderungen von BMW – wie zum Beispiel Mobility Services, Elektromobilität oder Technologien für autonomes Fahren.

Startupbootcamp Smart Transportation & Energy 

In Berlin startet demnächst der Startup Accelerator Startupbootcamp Smart Transportation & Energy. Der Fokus lieg traf vernetzen und effizienten Lösungen für den Transport von Gütern und Personen. Für Startups, die an Logistik, Shared Mobility Lösungen oder Transportthemen arbeiten, kann das Programm interessant sein. Die teilnehmenden Startups erhalten eine überschaubare finanzielle Unterstützung, Mentoring, Bürofläche und Zugang zu einem internationalen Netzwerk an Unternehmen, Investoren und Mentoren. Insgesamt werden zehn Startups aufgenommen. Auch das Startupbootcamp Programm dauert drei Monate. Unterstützt wird der Accelerator von Airbus, Cisco, HERE, Kuehne + Nagel, Mercedes-Benz, SBB Cargo und VINCI. Die teilnehmenden Startups müssen 6% der Unternehmensanteile an Startupbootcamp abgeben – das sollte man sich als Gründer gut überlegen, ob einem das angebotenen Package das wert ist.

Für Startups, die sich mit Themen rund um Mobilität und Transport beschäftigen, gibt es durchaus mehrere Möglichkeiten, um die Entwicklung in der frühen Unternehmensphase zu beschleunigen. Durch die Teilnahme an einem Accelerator wird das Netzwerk erweitert und die Mentoren geben wertvollen Input. Letztendlich muss jedes Gründerteam entscheiden, ob die Teilnahme an einem Programm gerechtfertigt ist, oder nicht.

Bild: Steven Zwerink (bestimmte Rechte vorbehalten)

Volkswagen stellt selbstfahrenden Shuttle Sedric in Genf vor

Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Volkswagen Konzern eine Studie von einem autonomen Shuttle. Das Konzeptfahrzeug mit dem Namen Sedric ist elektrisch unterwegs und soll als markenübergreifender Ideenträger fungieren. Der Volkswagen Konzern will künftig stärker als Impulsgeber und Inkubator für Ideen agieren. Die Konzernmutter soll weiter in die Zukunft schauen und die Kreativität, die Kompetenz und das Wissen der Konzernfamilie zusammen führen, um es den Marken zur Verfügung zu stellen. Mit Wie auch die anderen Hersteller auch, sieht der der Autobauer aus Wolfsburg autonome Fahrzeuge als zentrales Element der

Sedric soll von jedermann nutzbar sein

Bisher hat der Volkswagen Konzern dem Themen autonome Fahrzeuge in Verbindung mit Elektromobilität eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Konzern mit Sedric (self-driving car) ein integriertes Mobilitätskonzept für den Straßenverkehr der Zukunft. In der Strategie der Konzernmarken soll das Thema vollautomatisiertes Fahren einen höheren Stellenwert einnehmen. Sedric soll für jedermann nutzbar sein und dennoch an die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche der Fahrgäste angepasst werden können. Es ist das erste Fahrzeug im Konzern, das für autonomes Fahren des Levels 5 konzipiert wurde. Erdacht, gestaltet, entwickelt und gebaut wurde Sedric in Zusammenarbeit zwischen dem Future Center Europe des Volkswagen Konzerns in Potsdam und der Volkswagen Konzernforschung in Wolfsburg.

Design erinnert an Wettbewerber

Vom Design her erinnert das Konzeptfahrzeug an die autonomen Minibusse von LocalMotors oder Navya. Die Bilder des Autos erinnern an eine Raupe – insgesamt macht das Erscheinungsbild einen freundlichen und sympathischen Eindruck. Das Fahrzeug verfügt über vier Sitzplätze, zwei davon sind gegen die Fahrtrichtung angeordnet. Die Passagiere steigen über eine große zweiteilige Schiebetür zu und wieder aus. Die Studie verzichtet komplett auf ein Cockpit, es sind keine Pedale und auch kein Lenkrad vorhanden. Sollte ein Fahrgast Gepäck mit sich führen, muss er dieses im Passagierraum unterbringen. Im Innenraum wird auf hochwertige und nachhaltige Materialien Wert gelegt. Pflanzen und Bambuskohle-Filter sollen für ein angenehmes Klima an Board sorgen.

Seltsames Bedienelement um Fahrzeug zu rufen

Gerufen werden kann der Sedric über ein seltsam anmutendes Bedienelement mit Button und Ring für farbige Signale. Wie der Nutzer darüber das Ziel eingeben soll und wieso nicht einfach auf eine Smartphone App gesetzt wird, ist nicht ganz einleuchtend. Wie für den Service bezahlt werden soll und in welcher Form das Shuttle Fahrzeug eingesetzt werden soll, wird auch nicht betont. Ob Sedric ein Bestanteil von einem Moia Dienst sein wird oder bei Gett zum Einsatz kommt, ist nicht klar.

Wie auch andere Hersteller auch, hat Volkswagen erkannt, dass Mobilitätslösungen entscheidend für das Überlegen sind. Um im Markt der innovativen Mobiltiy Services Fuß zu fassen, hat sich der Konzern im letzten Jahr an Gett beteiligt und mit Moia eine weitere Konzernmarke gegründet. Insgesamt wirken die Aktivitäten des Konzerns noch wenig abgestimmt – der Sedric vermittelt auch eher den Eindruck, dass sich viele Techniker austoben durften, um zu zeigen, was schön aussieht und technisch möglich ist. In den kommenden Jahren muss Volkswagen Ergebnisse in den Bereichen autonomes Fahrern und Mobilitätsservices liefern.

Bild: Volkswagen Group (alle Rechte vorbehalten)

Waze Carpool Mitfahrdienst expandiert in weitere Städte – Uber Konkurrenz von Google

Ursprünglich ist Waze als reine Navigations-App gestartet und wurde auf Grund des Erfolgs und der Technologie im Jahr 2013 von Google übernommen. Im vergangenen Jahr kam ein Mitfahrdienst zum Angebot des Unternehmens hinzu, der jetzt weiter ausgerollt wird. Die Waze Nutzer können sich über den Ridesharing-Dienst das Fahrzeug auf dem Weg zur Arbeit oder nach hause teilen.

Waze als Mitfahrdienst für Pendler

Dabei positioniert sich Waze als Service, bei dem sich ausschließlich Fahrer und Fahrgäste das Auto teilen, die fast die identischen Wohn- und Arbeitsadressen haben. Anders also bei Uber oder Lyft stehen erstmal nicht die kommerziellen Interessen im Vordergrund. Die Fahrgäste zahlen maximum 35 ct. US$ pro Kilometer, was der maximalen Kilometerpauschale für Geschäftsreisen mit dem Auto in den USA entspricht. Die Fahrer können auch nur maximal zwei Fahrten am Tag absolvieren. Bei dem geringen möglichen Verdienst wird es sich für die Fahrer nicht lohnen, weitere Fahrten pro Tag durchzuführen.

Verknüpfung mit Waymo spannend

Google will mit dem Fahrservice direkte Erfahrungen im wachsenden Markt der Ridesharing Dienste sammeln. Es ist davon auszugehen, dass der Technologiekonzern in den nächsten Jahren einen eigenen kommerziellen Ride-Hailing Dienst aufbauen wird, der auf den autonomen Fahrzeugen von Waymo und dem Waze-Service basiert. Waymo ist ein Tochterunternehmen von Google, das die Aktivitäten rund um autonome Fahrzeuge des Konzerns bündelt. Google könnte mit Waze und Waymo einen Service aufbauen, der Uber und Lyft langfristig Konkurrenz macht.

Grundlage für kommerziellen Dienst von Google?

Netzwerke aus autonomen Fahrzeugen, auf die mit Smartphone Apps zugegriffen werden kann, gelten als Zukunft des innerstädtischen Verkehrs. Wenn Waze den Service weiter ausrollt und erfolgreich etablieren kann, ist es es für Google ein leichtes Unterfangen, die Plattform für einen kommerziellen on-demand Fahrservice zu nutzen, der auf autonomen Fahrzeugen basiert. Da die selbstfahrenden Autos ohne Fahrer auskommen, können erhebliche Kosten eingespart werden. Das führt zu geringeren Fahrpreisen für die Nutzer und folglich zu einer höheren Anzahl an Fahrten. Durch niedrige Fahrpreise, senkt die Hemmschwelle für den Verzicht auf den privaten Autobesitz. Bis Google den Carpooling-Service erfolgreich etabliert hat, ist noch viel mühevolle Aufbauarbeit möglich.

Mit Partnerschaften zum Erfolg

In einem ersten Schritt der Expansion erschließt der Fahrdienst von Waze weitere Gemeinden in der Bay Area in Kalifornien. Gleichzeitig werden Partnerschaften mit Organisation wie der Metropolitan Transportation Commission oder der University of California-San Francisco geschlossen, um das Verkehrsaufkommen und die Herausforderung der Parkplatzsuche zu minimieren. Diese Organisationen werden die Mitarbeiter dazu motivieren, Fahrgemeinschaften über das Waze-Angebot zu bilden um zwischen Arbeit und Zuhause zu pendeln. In den kommenden Monaten sollen weitere Städte in den USA und in Mittel- und Südamerika folgen.

Bild: Waze (alle Rechte vorbehalten)

Der Shuttle Dienst Via expandiert via Kooperation nach Paris

Bisher war das Unternehmen Via ausschließlich in den USA aktiv. Dort wird ein dynamischer Shuttle Dienst angeboten, der von mehreren Millionen Fahrgästen jedes Jahr genutzt wird. In einem nächsten Schritt expandiert das Unternehmen jetzt nach Europa.

Seit Ende Januar ist der Shuttle Service PLUS by Via in Paris aktiv. Das neue Angebot in der französischen Hauptstadt wir in Kooperation mit der Fahrdienst-App LeCab und dem Keolis Konzern. Die Keolis S.A. mit Sitz in Paris ist eine international im Personenverkehr tätige Tochtergesellschaft der SNCF. Die deutsche Tochter der Keolis ist in Düsseldorf ansässig und besitzt den Status eines Eisenbahnverkehrsunternehmens.

Partnerschaft zwischen Via und LeCab

Der PLUS by Via Service kann über die LeCab App gebucht werden. Die Fahrgäste, die sich in die gleiche Richtung bewegen, werden in intelligenter Reihenfolge abgeholt und teilen sich somit ein Shuttle Fahrzeug. Die Technologie für das Routing und das Matching der Fahrgäste kommt dabei von Via. LeCab kümmert sich um die operativen Aspekte des neuen Shuttle Dienstes und die Integration der Technologie in die eigene App. LeCab hat sich bisher eher im Segment der Fahrservices mit Premium-Limousinen bewegt, sieht aber in dem Markt von dynamischen Shuttle Diensten erhebliches Potential.

Weitere Partnerschaften sollen folgen

Interessanter Aspekt ist, dass sich unterschiedliche Anbieter auf Technologischem Level  zusammentun, um das Portfolio der angebotenen Dienste zu erweitern, ohne in die eigene Entwicklung investieren zu müssen.

Via hat angekündigt, dass in den nächsten Monaten weitere Partnerschaften mit anderen Anbietern eingegangen werden. Das Unternehmen will nichts weniger, als den öffentlichen Nahverkehr weltweit zu revolutionieren. Via’s Vision ist die Entwicklung eines dynamischen Transportsystems für die Massen, das unabhängig von festgelegten Routen und Fahrplänen ist. Durch globale Partnerschaften soll das Ziel schneller erreicht werden. Das Unternehmen kann sich vorstellen, mit Betreibern von öffentlichen Nahverkehrs-Angeboten, Taxinetzwerken und anderen Mobilitätsplattformen zu kooperieren.

Bisher in den USA aktiv

Bisher ist der Shuttle Dienst in den amerikanischen Städten New York City, Chicago und Washington D.C. aktiv. Zu den Investoren des Unternehmens gehört auch der Keolis Konzern, der sich in der letzten Finanzierungsrunde an dem Unternehmen beteiligt hat. Bei der letzten Finanzierungsrunde wurden 100 Mio. US$ eingesammelt. Der intelligente Algorithmus des Ridesharing Unternehmens ermöglicht es, dass mehrere Fahrgäste in einem fortlaufenden Prozess an unterschiedlichen Orten abgeholt und abgeliefert werden. Das ermöglicht den Transport von einer großen Anzahl an Fahrgästen mit einer minimalen Anzahl an Fahrzeugen.

Bild: Javier Vieras (bestimmte Rechte vorbehalten)

Der Alstom Konzern investiert in autonome Shuttle

Der französische Konzern Alstom beteiligt sich an dem Startup EasyMile, das autonome Shuttle entwickelt. Der Konzern aus dem Transportbereich investiert 14 Mio. Euro in das Unternehmen und gleichzeitig wurde eine Kooperation geschlossen, um eine gemeinsame Lösung für den öffentlichen Nahverkehr zu entwickeln, die in das bestehende Angebot mit integriert werden kann. Bekannt ist Alstom vor allem für seine Schienenfahrzeuge. Bei der Deutschen Bahn werden von Alstom produzierte Züge eingesetzt, zum Beispiel bei der S-Bahn in München.

EasyMile wurde im Jahr 2014 gegründet und entwickelt kleine elektrisch angetriebene Shuttle Fahrzeuge, die ohne Fahrer auskommen. Die EZ10 genannten Minibusse sollen für den Transport auf der letzten Meile eingesetzt werden und die Route je nach Nachfrage anpassen. Nutzer sollen zum Beispiel von einem Bahnhof direkt bis vor die Haustür gefahren werden. Bis zu 12 Personen finden in den Shuttles Platz. Seit 2015 wurden die autonomen Fahrzeuge in mehreren Städten bereits getestet, um realitätsnahe Erfahrungen zu sammeln. Die Erkenntnisse aus den Tests fließen direkt in die Weiterentwicklung bei EasyMile mit ein. Die Finanzierung soll für die weitere Entwicklung der Fahrzeuge und für den Aufbau des Unternehmens genutzt werden. Die weltweiten Kontakte von Alstom können für EasyMile ein großer Vorteil sein.

Alstom hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 die Digitalisierung weiter voranzutreiben und sich an Unternemen zu beteiligen, die das bestehende Geschäft in diese Richtung erweitern können. Durch das Investment erhält Alstom wertvolles Wissen über die Entwicklung von Technologien für autonomes Fahren. Außerdem wird der Markt für Smart Mobility Angebote wachsen, Alstom beteiligt sich mit dem Investment an dieser Entwicklung.

Mehrere Startups setzten auf autonome Shuttle als Ergänzung oder Ersatz für den öffentlichen Nahverkehr. In Berlin und Las Vegas finden bereits erste Tests statt. Langfristig gestehen werden auch Startups wie Via aus den USA oder Allygator Shuttle auf eine Plattform hinarbeiten, die selbstfahrende Shuttle an Fahrgäste vermitteln.

Bild: EasyMile (alle Rechte vorbehalten)