Category Archives: Shuttle Dienst

Uber wollte mit Tesla kooperieren – Tesla hat kein Interesse

Die beiden Unternehmen Uber und Tesla arbeiten an selbstfahrenden Autos, die zu großen Veränderungen in der Mobilitätslandschaft in den nächsten Jahren führen werden. Im letzten Jahr soll Uber CEO Travis Kalanick den Tesla CEO Elon Musk kontaktiert haben, um eine Kooperation für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen vorzuschlagen.

Diskussion zwischen Uber und Tesla nach einstieg von Apple bei Didi 

Die Diskussion wurde nach dem Einstieg von Apple bei dem chinesischen Uber Konkurrenten Didi Chuxing gestartet. Kalanick wollte Musk davon überzeugen, dass sich beide Unternemen zusammen schließen sollen, um gegen Apple zu bestehen. Apple soll auch an Technologien für vollautomatisierte Fahrzeuge arbeiten, die später in Fahrzeugen für die Didi Chuxing Plattform zum Einsatz kommen könnten.

Kein Interesse an Kooperation mit Uber 

Letztendlich hatte der Elektroautobauer  kein Interesse an einer Zusammenarbeit mit Uber. Musk soll Kalanick geraten haben, sich auf einen Bereich zu fokussieren. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass sich Tesla langfristig als Konkurrent zu Uber sieht und einen eigenen Ride Hailing Dienst aufbauen möchte. In dem Masterplan 2.0, der letztes Jahr von Elon Musk präsentiert wurden, wird auch ein Carsharing bzw. Ridesharing Dienst mit autonomen Tesla Fahrzeugen geplant.

Autonome Fahrzeuge mit hoher Priorität bei Tesla und Uber

Tesla bietet seit längerem seine Fahrzeuge mit semi-autonomen Eigenschaften an und arbeitet intensiv an dem Thema. Dafür hat das Unternehmen auch schon viel Kritik einstecken müssen, da die Technologie noch nicht ganz ausgereift ist. Der Fahrzeugbauer räumt den Technologien rund um fahrerlose Autos eine hohe Priorität, da sie die in der Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden.

Uber betreibt in mehreren Städten eigene Forschungsgruppen, um Entwicklungen rund um autonomes Fahren nach vorne zu bringen. Außerdem arbeitet das Unternehmen mit Volvo und Daimler zusammen. Mit Volvo testest Uber die erste Version der autonomen Autos und Volvo investiert mehrere Millionen in das Entwicklungsprogramm von Uber. Daimler hat angekündigt, dass eine Kooperation mit Uber geschlossen

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Transport App Citymapper testet smarten Bus in London

Bisher hat Citymapper eine App für den öffentlichen Nahverkehr angeboten, über den sich die schnellsten und besten Verbindungen von A nach B raussuchen lassen können. Nun wird in London das nächste Kapitel gestartet, es wir eine eigene intelligente Buslinie angeboten.

Citymapper Transport-App seit 2012 

Citymapper wurde bereits 2012 gegründet und hat eine Finanzierung von insgesamt mehr als 50 Mio. US$ eingesammelt. Die Transport-App kann in mehreren Städten weltweit genutzt werden. Unter anderem funktioniert sie in New York City, London, Boston und Berlin. In letzter Zeit hat es Gerüchte gegeben, wie sich die App weiterentwickelt. Einige Experten haben das Unternehmen als Übernahmekandidaten gesehen, andere gingen davon aus, dass eigene Mobility Services gestartet werden, um weiter zu wachsen. Diesen Schritt hat das Unternehmen jetzt angekündigt.

Busse auf festgelegten Routen

Die Busse fahren auf einer festgelegten Strecke und halten an definierten Haltestellen. Die Fahrgäste können an den Haltestellen beliebig ein und aussteigen. Die Fahrpläne der Busse sind selbstverständlich in der Citymapper App einsehbar und die Buslinie wird in die multimodale Routenplanung mit eingebunden. Die Busse verfügen über ein smartes Display, das den Fahrgästen zeigt, wo sie sich gerade befinden. Außerdem wurden die Busse leicht überarbeitet und bieten USB-Schnittstellen, an denen die Fahrgäste die Smartphones laden können. Citymapper hat auch Software für das Management der Fahrzeuge entwickelt. Die Fahrgäste werden über die Zahl der Passagiere informiert und können so sehen, wie voll der Bus ist.

ÖPNV kann effizienter gestaltet werden

In den letzten Jahren hat die App jede Menge Daten über das Mobiliätsverhalten der Nutzer gesammelt und ausgewertet. Dabei hat Citymapper realisiert, dass die Routen der öffentlichen Verkehrsmittel effizienter gestaltet werden können, um Menschen schneller von A nach B bringen zu können. Da von öffentlicher Hand geplante Mobilitätsangebote lange in der Umsetzung brauchen, ist das Unternehmen selbst aktiv geworden. Langfristig will Citymapper mit Partnern bessere Buslinien etablieren, die mehr dem Mobilitätsverhalten der Fahrgäste entsprechen. Von Citymapper soll die Software und Technologie kommen, die Busse sollen von anderen Unternehmen betrieben werden.

Mit dem Pilotprojekt in London will das Unternehmen lernen. Schaut man in die Zukunft, kann man sich leicht ausmalen, wie die Effizienz des ÖPNV gesteigert werden kann, wenn jedes Fahrzeug mit Sensoren ausgestattet ist, um Daten über die Auslastung und das Nutzungsverhalten zu sammeln.

Bild: Citymapper (alle rechte vorbehalten)

Amazon arbeitet an autonomen Fahrzeugen

Im Moment investiert der Amazon-Konzern enorme Summen, um ein eigenes Logistiknetzwerk für die Auslieferung auf der letzten Meile aufzubauen. Im Verborgenen denkt das Unternehmen aber schon weiter und hat ein Team aufgebaut, das sich mit der Entwicklung von Technologien für autonome Lieferfahrzeuge und entsprechenden Einsatzplänen beschäftigt.

Fokus auf Plänen für Einsatz bei Amazon

Im Moment soll der Fokus mehr auf der Entwicklung von Plänen liegen, wie autonome Fahrzeuge in der Logistikkette eingesetzt werden können. Diese besteht aus mehreren Bereichen, in denen der Einsatz von autonomen Fahrzeugen sinnvoll ist. Ein Bestandteil ist die Lieferung auf der letzten Meile. Für Amazon dürfte aber auch eine autonome Logistikkette zwischen den Lagern und Hubs interessant sein. Da der Konzern auch eigene Lager betreibt, wird der Einsatz von autonomen Transporttechnologien innerhalb eines Lagers auch von großem Interesse sein. Ob Amazon auch die Fertigung von selbstfahrenden Fahrzeugen plant, ist nicht bekannt. Sollten sich langfristig keine passenden Lieferanten finden lassen, könnte das E-Commerce Unternehmen auch in diesem Bereich aktiv werden.

Kosten- und Zeitersparnis als Priorität

Mit dem Einsatz von autonomen Logistikfahrzeugen in den unterschiedlichen Bereichen, könnte Amazon Kosten sparen und auch schneller liefern. Vor allem im Fernfrachtverkehr konnten sich enorme Zeiteinsparungen ergeben. Im Moment sind die Lkw Fahrer an Lenk- und Ruhezeiten gebunden, die bei einem fahrtlosen Lkw entfallen würden. Deshalb dürfte der Bereich für Amazon die höchste Priorität haben.

Autonomes Fahren auf Agenda von Technologiekonzerne und Automobilhersteller

Mehrere Technologiekonzerne und Automobilhersteller befassen sich ausführlich mit der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen für unterschiedliche Einsatzbereiche. Der Eisatz von autonomen Fahrzeugen für einen intelligente Shuttle Dienst und die Nutzung von autonomen Lkw wird dabei am häufigsten diskutiert. Die Google Tochter Waymo entwickelt zum Beispiel Hard- uns Software für autonome Fahrzeuge, die von bestehenden Automobilherstellern verbaut werden soll. Die Uber Tochter Otto hat es sich zum Ziel gesetzt, selbstfahrende Lkw zu entwickeln.

Bild: simone.brunozzi (bestimmte Rechte vorbehalten)

Autonome Fahrzeuge: PSA wird mit NuTonomy zusammenarbeiten

Der französische Automobilhersteller PSA, zu dem die Marken Citroen, Peugeot und demnächst auch Opel gehören, kooperiert mit dem Startup NuTonomy. Das MIT Startup NuTonomy entwickelt und testet Software und Hardware für autonome Fahrzeuge. In den kommenden Jahren sollen gemeinsam autonome Fahrzeuge entwickelt werden.

Umrüstung von Serienfahrzeugen

Als erster Schritt werden Peugeot 3008 Fahrzeuge umgerüstet und in Singapur getestet. Bis zum Ende des Sommers sollen die Fahrzeuge mit der Software und Technologie von NuTonomy ausgestattet werden. Ab September 2017 sollen dann die Tests in Singapur starten. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen die Tests auf andere Städte ausgeweitet werden. Wahrscheinlich sind weitere Tests in der französischen Hauptstadt Paris und in Boston. PSA ist ein französisches Unternehmen und NuTonomy ist in Boston angesiedelt.

Integration in Serienfahrzeuge als Ziel 

Peugeot sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt in Richtung autonome Fahrzeuge, mit denen neu Mobilitätsdienste geschaffen werden können. NuTonomy kommt seinem Ziel näher, ein sichere, effiziente und autonome on-demand Mobilitätslösung in Städten anbieten zu können. Letztendlich ist das Ziel, dass die Technologie von NuTonomy in die späteren Serienfahrzeuge von Peugeot integriert wird. Nur so können die Fahrzeuge in großen Stückzahlen auf die Straße gebracht werden, um in on-demand Netzwerken zum Einsatz zu kommen.

NuTonomy ist MIT Ausgründung

NuTonomy ist eine Ausgründung des MITs. Das Startup hat im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt, da es noch vor Uber einen Taxiservice mit autonomen Fahrzeugen in Asien getestet hat, dieser wurde in Singapur zusammen mit der Fahrdienst-App Grab gestartet. Neben Singapur testet das Unternehmen auch selbstfahrende Fahrzeuge in Boston. Sollte die Kooperation mit der PSA Group erfolgreich sein, wäre eine Übernahme durchaus möglich.

PSA setzt auf Free2Move

PSA ist einer der führenden Automobilhersteller in Europa. Nach der Übernahme von Opel wird der Konzern zum zweitgrößten europäischen Automobilkonzern hinter Volkswagen aufsteigen. PSA wagt sich mittlerweile auch in den Bereich der Mobility Services vor. Vor kurzem wurde die Übernahme von Free2Move bekannt gegeben. Free2Move, ehemals Carjump ist ein App, die mehrere Carsharing, Scooter-Sharing und Bike-Sharing Angebote vereint. Unter dem Namen Free2Move sollen Mobilitätsdienstleistungen weiter ausgebaut werden.

Bild: PSA Group (alle Rechte vorbehalten)

BlaBlaCar startet BlaBlaLines Service für Fahrt zur Arbeit

Das Unternehmen BlaBlaCar hat einen neuen Service mit dem Namen BlaBlaLines vorgestellt. Das neue Produkt adressiert Carpooling auf kurzen Strecken und soll vor allem Berufspendler ansprechen. Bisher hat sich BlaBlaCar auf die Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten auf der Langstrecke fokussiert.

Testphase von BlaBlaLines in Frankreich

In einer ersten Testphase wird der neue Service in ausgewählten Regionen in Frankreich getestet, in denen das Aufkommen an Pendlern besonders hoch ist. Die App wird zuerst auch nur für Android verfügbar sein, bei Erfolg wird eine iOS App sicher schnell folgen. Es sollen Pendler angesprochen werden, die täglich auf der selben Strecke unterwegs sind und sich somit ein Fahrzeug teilen können. Der Fahrer erhält für die Fahrt eine Bezahlung, um die Betriebskosten decken zu können. Ein kommerzieller Service, mit dem der Fahrer wirklich Geld verdienen kann, ist auf Grund der Gesetzeslage in den meisten Ländern nicht ohne weiteres möglich.

Automatische Routen 

Die Routen der Fahrer werden mehr oder weniger festgelegt, wie bei Buslinien. Die Mitfahrer können dann über die App einen Sitzplatz buchen und werden an festgelegten Punkten abgeholt. Der Fahrer kann täglich entscheiden, ob er Passagiere mitnehmen möchte, oder nicht. Bei einer Fahrtanfrage wird der Fahrer per Push Nachricht informiert und kann so die Fahrt annehmen.

Geschäftsmodell muss definiert werden

In der Testphase setzt BlaBlaLines auf Bargeldzahlungen, zu einem späteren Zeitpunkt wird die Bezahlung über die App eingeführt werden. Der Fahrpreis geht komplett an den Fahrer, BlaBlaCar verdient damit vorerst kein Geld. Bei Erfolg wird wird das Unternehmen langfristig ein Geschäftsmodell rund um den Service aufbauen. Auf der einen Seite kann ein Anteil des Fahrpreises einbehalten werden. Weiter Möglichkeiten ist die Kooperation mit Unternehmen, die mit BlaBlaLines einen Service für ihre Mitarbeiter anbieten wollen und dafür bezahlen oder die Kooperation mit Verkehrsbetriebe und Städten. Die Zusammenarbeit mit Points of Interests, wie z.B. Einkaufszentren, die für jeden abgelieferten Kunden eine Provision entrichten, ist ein weitere Weg, um den Service zu kommerzialisieren.

Carpooling als interessante Alternative für Pendler

BlaBlaCar will damit in einen Bereich vordringen, der mehr und mehr von anderen Startups und Unternehmen besetzt wird. Die Google Tochter Waze pilotiert derzeit einen vergleichbaren Service in den USA. Demnächst soll die Ausweitung nach Südamerika erfolgen. Das Hamburger Startup Wunder ist mit einem Carpooling Service für Pendler in Asien erfolgreich. Im kommenden Jahr soll der Service auf ganz Frankreich ausgeweitet werden. Mit seinem bisherigem Produkt erreicht das Unternehmen 40 Mio. Nutzer und vermittelt pro Quartal 12 Mio. Fahrten auf der Langstrecke.

Volkswagen will bis 2025 Profite mit Mobilitätsdiensten erwirtschaften

Bisher ist der Volkswagen Konzern eher zögerlich im Bereich der Mobilitätsdienste aktiv. Trotzdem soll der Bereich stark wachsen und bereits im Jahr 2025 signifikant zum Konzernergebnis beitragen. Der weltgrößte Autobauer ist bisher an Gett beteiligt und befasst sich mit dem Thema Carsharing.

VW sieht großes Potential bei Ride Hailing mit autonomen Fahrzeugen 

Volkswagen möchte dabei auf die neuen Geschäftsmodelle setzen, die sich durch autonome Fahrzeuge, Ride-Hailing Dienste und andere Entwicklungen ergeben. Der Konzern geht davon aus, dass diese Entwicklungen dazu beitragen werden, weitere Umsatzströme erschließen zu können. Wie hoch die Gewinne durch neue Mobility Services ausfallen sollen, beziffert Volkswagen nicht.

Trend weg von eigenem Fahrzeug

Nicht nur Volkswagen sieht einen Trend der weg von privatem Fahrzeugbesitz und hin zu Mobilitätsdiensten geht. Auch andere Hersteller stellen sich darauf ein, dass sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren stark verändern wird. BMW und Daimler bieten schon heute einen Free Floating Carsharing Dienst an. Fast alle großen Automobilhersteller befassen sich mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Dort bekommen sie auch vermehrt Konkurrenz von Startups und Technologiekonzernen, wie Apple oder Google.

Volkswagen setzt auf Gett und MOIA 

Volkswagen ist bisher durch das Investment in Gett aufgefallen. Im letzten Jahr wurden 300 Mio. US$ in die Fahrdienstplattform investiert. Hinzu kam der Start der weiteren Konzernmarke MOIA, die sich mit der Entwicklung von Mobilitätsdiensten befassen soll. Seit dem Start von MOIA wurde nicht mehr viel über die Pläne und den Fortschritt kommuniziert. Es kursieren immer wieder Ideen, dass MOIA noch in diesem Jahr einen Shuttle Dienst mit elektrischen Fahrzeugen starten möchte.

Langer Weg bis zur Profitabilität 

In den nächsten Jahren wird sich herausstellen, ob Unternehmen mit Mobility Services gutes Geld verdienen können. Bisher tun sich die Player noch schwer. Größen wie Uber oder Luft befinden sich noch in der Wachstumsphase und fahren Jahr für Jahr hohe Verluste ein. Es ist auch fraglich, ob Automobilhersteller Dienste mit einer hohen Markenbindung aufbauen können. Alternativ können sie sich auch als Fahrzeuglieferant und Flottenbetreiber für reichweitenstarke Ride-Hailing Netzwerke positionieren.

Bild: Volkswagen Aktiengesellschaft (alle Rechte vorbehalten)

BVG plant einen Ride Sharing Dienst in Berlin

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen sich in neue Bereiche vorwagen und einen Ride Sharing Service aufbauen. Der Shuttle Service wäre interessant, um mehr Passagiere in die U-Bahnen, Busse und Straßenbahnen zu bringen.

Intelligenter Shuttle Dienst bei der BVG geplant 

Vorgestellt werden soll das Projekt noch vor der Sommerpause in diesem Jahr. Eingeführt werden soll ein intelligenter Shuttle Dienst, bei dem sich mehrere Passagiere, die auf einer ähnlichen Route unterwegs sind, ein Fahrzeug teilen. Sitzplätze können einzeln über eine entsprechende Smartphone App gebucht werden, die Bezahlung erfolgt über die hinterlegten Bezahlmethoden.

Gespräche mit mehreren Anbietern

Um den Dienst zu realisieren, spricht die BVG mit mehreren Anbietern. Auch mit Uber wurde gesprochen, auf Grund der Vorgeschichte von Uber in Berlin wurden die Gespräche aber wieder eingestellt. Als Favorite bei der BVG soll im Moment Mercedes-Benz gehandelt werden. Das ist etwas verwunderlich, da zwar Mercedes-Benz die Fahrzeuge stellen könnte, aber nicht über die technischen Komponenten verfügt, um den Dienst umzusetzen. Die von der Mercedes-Benz Mutter Daimler betriebenen Services, wie MyTaxi oder Hailo sind für die Vermittlung von Einzelfahrten ausgelegt und nicht für das Pooling.

Rahmenbedingungen noch nicht definiert

Der Fahrpreis für den Shuttle Dienst steht noch nicht fest. Ebenso ist unklar, ob der Service in den bestehenden BVG Tickets integriert ist oder extra bezahlt werden muss. Die BVG plant den Einsatz von einem größeren Fahrzeugpool (mehrere Dutzend), um den Service Flächendeckend anbieten zu können. Offen ist auch, wie die Taxifahrer auf den Dienst reagieren werden, sie dürften einiges dagegen haben.

Mit einem ähnlichen Konzept sind in Berlin schon die Mobilitätsdienste Clever Shuttle und Allygator Shuttle unterwegs. Allygator Shuttle befördert Fahrgäste im Moment nur in den Abend- und Nachtstunden am Wochenende. Clever Shuttle hat auch einen Service unter der Woche, da aber auch nur am Abend. Um diesen Diesen einen nachhaltigen Durchbruch zu verschaffen, muss auch der gesetzliche Rahmen angepasst werden. Ein dynamischer Shuttle Service unter kommerziellen Gesichtspunkten ist bisher nicht möglich. Allygator erhebt einen minimalen Fahrpreis, der unterhalb der Betriebskostengrenze liegt. Clever Shuttle hat mittlerweile eine Sondergenehmigung in 5 Städten. Die Kosten für eine Fahrt mit CleverShuttle berechnen sich anhand einer gestaffelten Kilometerpauschale, die sich am lokalen Taxipreis orientiert (eine Fahrt mit CleverShuttle ist immer mindestens 40% günstiger als ein Taxi).

Studien zeigen Vorzüge von Shuttle Diensten auf

Mehrere Studien gehen davon aus, dass sich durch den Einsatz intelligenter Shuttle Dienste das Aufkommen an Einzelfahrten und somit das Fahrzeugaufkommen in den Städten drastisch reduzieren lassen. Deshalb steigt das Interesse der Städte, einen entsprechenden Service einzuführen, um die Lebensqualität in den Innenstädten zu erhöhen.

In einer ersten Version wurde berichtet, dass sich sowohl Allygator als auch Clever Shuttle unterhalb der Betriebskostengrenze bewegen müssen. Der Text wurde berichtigt.

Bild: Hannes Eisenach (bestimmte Rechte vorbehalten)

Renault startet Accelerator mit Techstars in Paris

In Deutschland haben Konzerne wie Daimler, BMW oder die Deutsche Bahn bereits Accelerators gestartet, jetzt begibt sich auch der französische Autobauer Renault auf ähnliche Pfade. Zusammen mit der RCI Bank und Techstars wird in Paris ein Accelerator Programm gestartet.

Techstars expandiert Geschäftsmodell nach Europa

Techstars ist in den USA gestartet und hat mittlerweile sein Konzept nach Europa gebracht. In Deutschland bietet Techstars sein Förderprogramm in Berlin an und arbeitet mit der Metro zusammen. Renault und die RCI Bank Partnern mit dem Programm von Techstars in Paris. Ziel diese Kooperation ist die Unterstützung von innovativen Startups aus den Bereichen autonomes Fahren, Connected Cars und Mobilitätsdienstleistungen. Der Automobilhersteller will sich durch die Partnerschaft für Innovationen von außen öffnen.

Renault sucht Innovationen

Für Renault ist die Partnerschaft mit Techstars eine günstige und schnelle Möglichkeit, um potentielle Geschäftsmodelle der Zukunft zu identifizieren und zu evaluieren. Dabei ist Renault vor allem an Services rund um die bestehenden Produkte interessiert, um den Kunden ein noch besseres Erlebnis bieten zu können. Die Mobilitätsbranche befindet sich im Wandel und der Automobilhersteller muss langfristig sein Geschäftsmodell überarbeiten. Dabei befindet sich Renault im Wettbewerb mit den anderen Automobilkonzernen, Startups und Technologiekonzernen.

Die Unternehmer von morgen sollen durch das 13-wöchige Programm finanziell und mit Knowhow unterstützt werden. Außerdem will Renault mehr Wissen generieren, wie viel Potential in den Geschäftsideen rund um Mobility Services, vernetzte Fahrzeuge und autonome Autos steckt. Bisher war der Autobauer auf diesen Gebieten eher passiv unterwegs und hat einiges aufzuholen.

Daimler und Deutsche Bahn mit Accelerators in Deutschland

In Deutschland betreiben die Deutsche Bahn und Daimler jeweils einen Accelerator zusammen mit dem amerikanischen Anbieter Plug And Play. Die BMW Group verfolgt mit der Startup Garage ein ähnliche Strategie. Teilnehmende Startups erhalten normalerweise finanzielle Mittel und Coaching durch erfahrene Mentoren. Dafür geben sie häufig Unternehmensanteile an den Accelerator ab.

Bild: Goupe Renault (alle Rechte vorbehalten)

Studie: Robotaxen würden Stadtverkehr in München erheblich entlasten – zu günstigen Preisen

Eine weitere Studie hat den Einfluss von autonomen Taxen auf den Stadtverkehr untersucht. Die Unternehmensberatung Berylls Strategy Advisors kommt zusammen mit der TU München zu dem Schluss, das sich die Zahl der 200.000 privaten Pkw stark reduzieren lässt. Eine Anzahl von 18.000 Robotaxen wären notwendig, um dieselbe Personenzahl zu transportieren.

Kooperation mit TU München

Die Beratung hat zusammen mit dem Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik der TU München und dem Münchner Referat für Stadtplanung und Bauordnung mehrere Szenarien entwickelt, wie eine urbane Mobilitätslösung, basierend auf autonomen Elektrofahrzeugen aussehen könnte. Es sollte die Frage beantwortet werden, wie kundenfreundlich und günstig ein Mobilitätsdienst in München sein kann, der auf autonomen Elektrofahrzeugen basiert und die gesamte individuelle innerstädtische Mobilität bedient.

Um eine solide Datenbasis für die Studie aufzubauen, wurde auf die langjährig aufgebauten Simulationen des Lehrstuhls zurückgegriffen. Außerdem flossen realitätsnahe Nachfragedaten aus dem vielschichtigen Verkehrsmodell der Stadt München in die Untersuchung mit ein. Die Daten der TU München beinhalten auch Simulationen über den Aufbau von Ladeinfrastruktur. Mit dieser Datenmenge wurden drei praxisrelevante Mobilitäts-Szenarien entwickelt. Zwei Szenerien berücksichtigen nur den reinen Stadtverkehr. Das dritte Szenario beinhaltet auch den Pendlerverkehr, der in München einen entscheidenden Einfluss hat.

18.000 Roboter Taxen für München

Das Pendler-Szenario zeigt, dass rund 18.000 autonome Fahrzeuge nötig sind, um die 200.000 privaten PKW zu ersetzen. Zusätzlich wären die Roboter-Taxen auch effizienten ausgelastet. Die Auslastung der geteilten selbstfahrenden Autos würde bei über 50% liegen. Im Vergleich dazu, die Auslastung der privaten Pkw liegt bei unter fünf Prozent. Durch eine intelligente Steuerung sollen die autonomen Taxen maximal 15 Minuten leer durch die Gegend fahren. Insgesamt ist eine Reichweite von 150 km ausreichend, um den innerstädtischen Fahrzeugverkehr mit elektrischen selbstfahrenden Autos abzudecken.

Kosten auf ÖPNV Niveau 

Die Experten von Berylls haben auch den Kostenaspekt untersucht und kommen zu einem fairen Ergebnis. Um reale Preise für die potenziellen Kunden ermitteln zu können, wurde eine Vielzahl von Kostenfaktoren einbezogen. So wurden neben Fahrzeug- und Batterieherstellung, Energiekosten, Wartung und Betreuung der Fahrzeuge auch Reinigungskosten für die Flotte und administrative Kosten in die Betrachtung mit einbezogen. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren, könnte dem Nutzer in Münchnen eine Mobilitätsflatrate von 99 Euro pro Monat angeboten werden. Pro Kilometer muss der Robotaxi-Nutzer etwa 16 Cent aufwenden, was auf dem aktuellen Niveau des ÖPNV liegt.

Auch Hamburg wurde untersucht

In der Vergangenheit hat das Unternehmen Flott den urbanen Verkehr in Hamburg untersucht. Auch dort war die Schlussfolgerung, dass die Zahl der privaten Fahrzeuge durch den Einsatz autonomer Autos stark reduziert werden kann. Für Städte ist der Einsatz von Sharing Diensten eine geeignete Alternative, um Platz- und Emissionsproblemen zu begegnen. Auch ohne autonome Fahrzeuge können mit Carpooling Netzwerken schon positive Effekte im Straßenverkehr erreicht werden. Dank der zur Verfügung stehenden und weite verbreiteten Kommunikationstechnologie lassen sich Fahrer und Beifahrer effizient vernetzten.

Bild: FHgitarre (bestimmte Rechte vorbehalten)

Wunder ist in Asien erfolgreich – mehr als eine Millionen Fahrten

Das Startup Wunder hat eine interessante Geschichte hinter sich. Ursprünglich ist das Unternehmen als Fahrdienst in Berlin und Hamburg gestartet, mittlerweile ist es als Carpooling Plattform in Asien erfolgreich. Seit dem Markteintritt in Asien im vergangenen Jahr, wurden mehr als eine Millionen Mitfahrten in sechs Städten organisiert.

Carpooling in Mega-Cities

Die Wunder-App beschäftigt oder akquiriert keine eigenen Fahrer, die sich dauerhaft für Aufträge bereit halten, sondern spricht Pendler an, die sich eine Auto teilen können. Es werden gezielt Pendler in den Millionenstädten in den Schwellenländern angesprochen, die auf dem Weg zur Arbeit einen freien Sitzplatz im Auto eines Nachbarn buchen können. Davon profitieren sowohl Autobesitzer, als auch Mitfahrer. Mitfahrer profitieren von einer sicheren und komfortablen Autofahrt zum Preis des öffentlichen Nahverkehrs. Autobesitzer sind durch Wunder in der Lage, die Unterhaltskosten ihres Fahrzeugs zu decken.

Entlastung des Verkehrs durch Wunder

Das Startup hat in Asien gezeigt, dass das System von Wunder und auch andere Shuttle Dienste den verstopfen Verkehr in den Mega-Cities spürbar entlasten kann, in dem sich mehrere Kollegen mittels effektiver Technologie ein Auto teilen. Langfristig soll das System deshalb auch auf andere Länder ausgeweitet werden. Ob und wann Wunder wieder in Deutschland startet, steht noch nicht fest.

Provision von Partnerunternehmen

Die Fahrpreise sind meistens so gering, dass Wunder kein nachhaltiges Geschäftsmodell durch Provisionen auf Fahrten aufbauen kann. Stattdessen arbeitet das Unternehmen mit Shopping Malls und anderen Points of interests zusammen. Für jeden Fahrgast, der noch zum Einkaufen und nicht gleich nach hause fährt, erhält das Unternehmen eine Provision. Des weiteren arbeitet Wunder mit Unternehmen zusammen, die ein innovatives Mobilitätsangebot für die Mitarbeiter aufbauen wollen. Zusätzlich beratet Wunder auf Grundlage der Erfahrungen in Asien schon jetzt alle großen deutschen Hersteller zu Mobilitätskonzepten der Zukunft.

Von Hamburg nach Asien

Das Unternehmen wurde 2013 in Hamburg gegründet und hat am Anfang einen Fahrdienst unter dem Namen WunderCar mit privaten Fahrern angeboten. Dieser Service wurde schnell von Uber mit UberPop gekontert und letztlich aber auch genau so schnell wieder eingestellt, da die Behörden gegen das Anbot rechtlich vorgegangen sind. In einer zweiten Phase wurde ein Fahrdienst in Osteuropa angeboten, der aber auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Im Jahr 2016 ist das Unternehmen dann mit einem Carpooling Service nach Asien expandiert. Dieser Carpooling Service wird in Städten wie Manila, Cebu, Kuala Lumpur, New Delhi, Mumbai und Bangalore gut angenommen. Mit einem ähnlichen Modell versucht sich die Google Tochter Waze an der Westküste und demnächst in Südamerika.

Bild: Wunder (alle Rechte vorbehalten)