Archiv der Kategorie: Shuttle Dienst

Ford expandiert den Shuttle Service Chariot nach New York City

Im vergangenen Jahr hat der Automobilkonzern Ford den Shuttle Dienst Chariot übernommen, jetzt folgt die Expansion nach New York City, der vermeintlich größte Markt in den USA. Der Shuttle Dienst passt sich bei den Routen der Nachfrage der Kunden an.  Zuerst ist das Angebot in San Francisco gestartet, später wurde das Angebot auch in Austin, Texas ausgerollt. In New York City will das Startup ab August aktiv sein und Fahrten zwischen Lower East Side und Midtown in Manhattan anbieten. Eine zweite Strecke soll  von Greenpoint nach Dumbo in Brooklyn führen.

Chariot will Ergänzung zu öffentlichem Nahverkehr sein

Wie so viele andere Shuttle Dienst auch, will Chariot eine Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr bieten. Adressiert werden sollen vor allem zeitliche Lücken der öffentlichen Verkehrsmittel, wie zum Beispiel abends oder nachts. Gleichzeitig soll ein Angebot in Gebieten mit wenig öffentlichen Verkehrsmitteln geschaffen werden. Für die erste und letzte Meile, also für den Weg zum Bahnhof und wieder zurück, will sich das Unternehmen positionieren. Fahrgäste können über die Chariot App die Routen überprüfen und auch ihre eigenen Routen vorschlagen. Die Vorschläge werden dann von dem Unternehmen genutzt, um die beste Route festzulegen.

Genehmigung durch TLC

Die geplanten Linien wurden zusammen mit dem Analytics Team von Ford definiert. In einem mehrstufigen Prozess, bei dem unterschiedliche Kriterien mit eigeflossen sind, wurden die Start- und Endpunkte festlegt. Die New Yorker Taxi und Limousinen Commission (TLC) wurde auch mit eingebunden, um für den Service die nötigen Lizenzen zu erhalten.

Bis zu 60 Fahrzeuge in NYC 

Bis zum Herbst sollen 60 Fahrzeuge auf den Straßen in New York City unterwegs sein. In San Francisco hat Chariot 200 Fahrzeuge auf der Straße, in Austin etwa 50. Erstaunlich ist, dass das Unternehmen weniger als 100 Festangestellte (ohne Fahrer) hat, obwohl ein stark operatives Geschäftsmodell betrieben wird. Das Geschäftsmodell ist vielversprechend und soll laut mehrerer Studien eine positive Entwicklung auf das Verkehrsaufkommen haben.

Bild: Chariot (alle Rechte vorbehalten)

Interessanter Vorschlag des InnoZ: Privat-Taxidienst mit Elektrofahrzeugen erlauben

Der Berliner Mobilitätsforscher Andreas Knie, der das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ) leitet, hat einen interessanten Vorschlag unterbreitet. Sein Vorschlag lautet, dass Berliner, die ihr Auto mit Verbrennungsmotor abschaffen und ein Elektroauto kaufen, gegen Geld Fahrgäste befördern dürfen.

Höherer Anreiz für Wechsel zu Elektromobilität 

Mit diesem Vorschlag sollen zwei Ziele erreicht werden. Auf der einen Seite sollen die Anreize für den Wechsel zu Elektroautos geschaffen werden. Bisher werden nur 1700 der  1.2 Millionen Pkw in Berlin mit Strom betrieben. Die bisherigen Anreize, wie Umweltprämie reichen nicht aus, um die Besitzer von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor zum Wechsel zu bewegen.

Das zweite Ziel ist die Reduzierung des Verkehrs insgesamt. Durch die Möglichkeit eines bezahlbaren Ride-Sharing Dienstes würde sich der Individualverkehr verringern, da sich mehrere Personen ein Fahrzeug teilen würden.

InnoZ Geschäftsführer: Plattform soll Fahrten vermitteln

Die Vermittlung zwischen Fahrer und Fahrgast soll über eine Plattform laufen, wie wir es schon von Uber oder myTaxi kennen. Darüber soll auch die Bezahlung laufen, wobei der Fahrer 80-90% des Fahrpreises behalten darf und der Rest an den Plattformbetreiber fließt. Dem Fahrer soll es auch ermöglicht werden, den Service kommerziell anbieten zu können. Das heißt, dass der Fahrpreis pro Kilometer über der Betriebskostengrenze liegen soll.

Die Plattform könnten von einem Startup, wie CleverShuttle oder Door2Door betrieben werden oder auch von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). Die BVG wäre ein interessanter Partner, das sie bereits angekündigt hat, dass ein smarter Shuttle Dienst gestartet werden soll, der auch ins BVG Netz integriert werden soll.

Ausnahmegenehmigung oder Gesetzesänderung notwendig

Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, muss das Personenbeförderungsgesetz angepasst werden oder es muss zuerst eine Sondergenehmigung erlassen werden. Das letzteres möglich ist, zeigt das Beispiel CleverShuttle. Das Startup betreibt einen cleveren on-damend Shuttle Dienst und hat dafür eine Sondergenehmigung der Stadt erhalten. Das PBfG gilt als überholt und zu protektionistisch, aus mehreren Richtungen kommen Forderungen zur Modernisierung des Gesetzes.

Privatfahrzeuge und Individualverkehr kann verringert werden

Ein privater Fahrservice mit Elektroautos würde dazu führen, dass die Zahl der Privatautos verringert wird und dass die Schadstoffbelastungen reduziert werden. Die freiwerdende Fläche kann für andere Zwecke genutzt werden. Das Angebot wäre eine attraktive Alternative zum Privatauto und eine Ergänzung zum bestehenden Nahverkehr.

Gut für Schadstoffbelastung

In Großstädten ist die Schadstoffbelastung, die durch Autos mit Verbrennungsmotor hervorgerufen wird ein Problem. Jedes Jahr sterben mehrere tausend Menschen an den Folgen der Luftverschmutzung. In jüngster Zeit haben bereits Länder wie Frankreich oder Großbritannien angekündigt, dass ab 2040 keine Autos mit Verbrennungsmotoren erlaubt sein werden. Auch in Stuttgart droht ab kommendem Jahr ein Fahrverbot für Diesel-Fahrezuge.

Bild: InnoZ (alle Rechte vorbehalten)

Exoten: Careem beteiligt sich an Ridesharing Plattform Swvl aus Ägypten

Die Ridesharing Plattform Careem, die vor kurzem einen hohen Millionenbetrag an Funding eingesammelt hat, beteiligt sich an dem Startup Swvl aus Ägypten. Das Shuttle Startup verbindet über die App Fahrgäste mit privaten Bussen.

Swvl erst im April gegründet

Die investierte Summe ist überschaubar, Careem investiert 500.000 US$ in das Unternehmen und erhält im Gegenzug eine Minderheitsbeteiligung. Swvl wurde west im April diesen Jahres gegründet und zwar von einem ehemaligen Careem Manager.

Vermittlung von Sitzplätzen in Bussen

Über die App des Unternehmens können interessierte Fahrgäste einen Sitzplatz in Shuttle Bussen reservieren und auch über die App den Fahrpreis bezahlen. Die Busse fahren dabei entlang festgelegter Routen und Abfahrtszeiten. Mittlerweile nutzen 50.000 Kunden die App und 200 Busse sind registriert. Bis Ende des Jahres sollen 300.000 Fahrten pro Monat über die App gebucht werden.

Das Investment soll dazu genutzt werden, die App weiter zu entwickeln. Außerdem soll dass Team vergrößert werden. Bisher ist das Angebot nur in Kairo verfügbar, aber eine Expansion scheint schon in Planung zu sein. Zuerst sollen weitere ägyptische Städte, wie Alexandria hinzukommen. Später soll eine Expansion in weitere Städte im mittleren Osten und in Asien erfolgen.

Daimler bei Careem investiert

Careem ist vor allem im Mittleren Osten aktiv und konkurriert dort mit dem Fahrdienst-Unternehmen Uber. Erst kürzlich wurde eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, bei der 500 Mio. US$ in das Unternehmen geflossen sind. Unter anderem hat sich der deutsche Automobilhersteller Daimler in der letzten Runde an Careem beteiligt. Die Ridesharing Plattform ist in 12 Ländern aktiv.

Bild: Swvl (alle Rechte vorbehalten)

Kakao Mobility aus Korea sammelt Millionensumme für Ride Hailing App ein 

In Korea ist die Chat App Kakao mit 50 Millionen monatlichen Nutzern eine der meistgenutzten Massanger Apps in dem asiatischen Land. Über die Zeit hat das Unternehmen unterschiedliche Services zusätzlich zu dem Nachrichtenaustausch gestartet, um Umsatzströme zu erzielen. So auch ein Mobilitätsangebot Kakao Mobility, das jetzt ein Investment in Millionenhöhe verbuchen kann.

Ausgründung der Kakao Mobility Angebote

Es wurde verkündet, dass das Mobility Angebot in eine eingeständiges Unternehmen mit den Namen Kakao Mobility ausgegründet wurde. Gleichzeitig hat sich der Investment Fond TPG mit einer Summe von etwa 385 Mio. Euro an dem Unternehmen beteiligt. Zu dem Portfolio von TPG gehören unter anderem auch Airbnb, Spotify und mit Uber auch der größte Konkurrent von Kakao Mobility in Korea.

Kakao Taxi mit 1.5 Mio. täglichen Fahrten

Unter Kakao Mobility werden die Dienste Kakao Taxi, Kakao Driver und Kakao Navi zusammengefasst. Das bekannteste Angebot von Kakao Mobility ist der Kakao Taxi Service, der vor etwa zwei Jahren gestartet. Damit sollte ein Weg gefunden werden, um die große Nutzergruppe des Messanger Dienstes zu monetarisieren. Die Nachrichten-App ist auf 95% der Smartphones in Südkorea installiert. Zur Zeit werden 1.5 Millionen Fahrtanfragen täglich vermittelt und ist auch in Japan verfügbar. Mit dem Dienst Kakao Driver lässt sich ein Fahrer für das eigene Fahrzeug ordern. Der Service kommt auf 2.7 Millionen monatliche Nutzer. Die Navi App Kakao Navi konnte 10 Mio. Registrierungen seit dem Start im Februar 2016 verbuchen.

Weitere Dienste in der Pipeline

Weitere Mobility Dienste sollen in der zweiten Hälfte gestartet werden, unter anderem ein Service für die Parkplatzsuche und eine Taxi App für Geschäftsreisende und Unternehmen. Die Ausgründung der Mobility Sparte war eine strategische Entscheidung und durch den Schritt soll ein schnelleres Wachstum und eine schnelle Expansion ermöglicht werden. Kakao will sich die Transformation der Automotive und Mobility Industrien zunutze machen und neue Geschäftsbereiche aufbauen.

Bild: KakaoTaxi (alle Rechte vorbehalten)

Shuttle Dienst: Daimler steigt bei CleverShuttle ein

Die Daimler Tochter EvoBus steigt bei dem Startup CleverShuttle ein. EvoBus kommt als strategischer Investor an Bord, zusammen sollen innovative Lösungen für on-demand Dienste entwickelt werden. Daimler ist der zweite Konzern, der bei dem Unternehmen einsteigt. Mit der Deutschen Bahn ist schon ein mächtiger Partner bei CleverShuttle eingestiegen.

Wie hoch das Investment ist, ist nicht bekannt. Die Daimler Tochter beteiligt sich im Rahmen einer Minderheitsbeteiligung und hat strategische Absichten.

Mehr als 170.000 Fahrgäste bei CleverShuttle

CleverShuttle bietet bisher in mehreren Deutschen Städten einen Shuttle Dienst mit Elektroautos an. Der On-Demand Ride-Sharing Fahrdienst ist in München, Berlin und Leipzig aktiv. In den Städten agiert das Unternehmen mit einer Sondergenehmigung der Behörden, um den Service trotz geltenden Gesetzten kommerziell betreiben kann. Durch einen intelligenten Optimierungsalgorithmus bündelt CleverShuttle Fahrgäste mit ähnlichen Routen gemeinsam in einem Fahrzeug und bringt sie effizient und preisgünstig von Tür zu Tür. Seit dem Start 2016 wurden 170.000 Fahrgäste befördert und mehr als 500.000 Kilometer zurückgelegt. Es werden Elektrofahrzeuge eingesetzt, um die Fahrgäste von A nach B zu transportieren.

Expansion und Lösung für Verkehrsverbände

In diesem Jahr sollen noch weitere vier Städte in Deutschland hinzukommen. Gleichzeitig soll mit EvoBus as B2B Geschäft ausgebaut werden. Beide Unternehmen planen gemeinsam eine IT-Lösung, die von Verkehrsverbänden und -unternehmen eingesetzt werden kann. Die geplante Software soll den Verkehrsunternehmen ermöglichen, die Routen besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abzustimmen. Als Grundlage für die geplante IT-Lösung dient die Technologie von CleverShuttle. Eine Integration in den bestehenden Linienverkehr soll ermöglicht werden.

CleverShuttle als Partner für BVG?

Mehrere Verkehrsverbände haben bereits angekündigt, dass ein on-demand Shuttle Dienst gestartet werden soll. Bei dem geplanten BVG Angebot in Berlin soll Daimler als Favorit gelten. Bisher fehlt dem Konzern aber noch die entsprechende Software für ein solches Angebot. Durch das jetzige Investment schließt sich aber das Puzzle und es macht Sinn, warum Daimler als Favorit gehandelt wird.

Im Wettbewerb zu CleverShuttle positioniert sich das Unternehmen Door2Door aus Berlin. Auch Door2Door entwickelt eine IT-Lösung mit der die Städte und Verkehrsverbände einen bedarfsorientierten Shuttle Dienst anbieten können. Als erstes wird die Lösung in der Bayerischen Stadt Freyung getestet, auch ein Einsatz in Duisburg ist geplant.

Bild: CleverShuttle (alle Rechte vorbehalten)

Proterra: BMW investiert in Elektrobusse

Elektrobusse würden dabei helfen, die Luftverschmutzung in Städten zu reduzieren. Deshalb entwickelt das Startup Proterra Elektrobusse und erhält dabei jetzt Unterstützung von BMW. Der Automobilhersteller und der Investment Fond von Al Gore stecken 55 Mio. US$ in das Unternehmen. Wie viel BMW über iVentures investiert hat, ist nicht bekannt. Die neue Finanzierungsrunde kommt nach gerade weniger als sechs Monate nach der letzen Runde. Damals wurden 140 Mio. US$ eingesammelt.

Proterra Elektrobusse mit 550 km Reichweite

Das Unternehmen Proterra existiert schon länger. Seit 2004 entwickelt das amerikanische Unternehmen Elektrobusse für den Linienverkehr. Die Besonderheit sind dabei die Batterien, die sich innerhalb von etwa 10 Minuten laden lassen. Im letzten September hat das Unternehmen einen überarbeiteten Bus vorgestellt. Die Reichweite soll bei etwa 550 Kilometern liegen.

Ausbau der Produktionskapazitäten geplant

Mit dem Geld sollen die Produktionskapazitäten in den USA weiter ausgebaut werden. Bisher hat das Unternehmen mehr als 400 Fahrzeuge verkauft. Unter anderem befinden sich die Elektrobusse in Seattle, Dallas oder Philadelphia im Einsatz. Ins Ausland werden die Busse noch nicht verkauft, vielleicht ändert sich das jetzt nach dem Investment von BMW iVentures.

Konkurrenz aus China

Proterra ist nach eigenen Angaben Marktführer in den USA und kommt dort auf 60%. Das Unternehmen ist nicht der einzige Hersteller, der Elektrobusse produziert. Vor allem aus China kommen starke Wettbewerber. Der Hersteller BYD verkauft unter anderem Elektrobusse an die Londoner Verkehrsbetrieb und an Städte und Gemeinden in den USA. Auch Daimler wird langfristig einen Elektrobus anbieten.

Bild: Proterra (alle Rechte vorbehalten)

Lyft und Jaguar Land Rover arbeiten zusammen

Jaguar hat als nächster Automobilhersteller angekündigt, mit einer Ride Hailing Plattform kooperieren zu wollen. Jaguar Land Rover investiert über das Investment-Vehicle InMotion 25 Mio. US$ in den Fahrdienst Lyft und stellt Fahrzeuge für die luxuriöse Version des Ridesharing Dienstes zur Verfügung. Außerdem arbeiten beide Unternehmen gemeinsam an dem Thema vollautomatisiertes Fahren.

Trend geht auch bei Jaguar Land Rover in Richtung on-demand Mobility

Bisher sind schon mehrere Automobilhersteller Kooperationen mit Ride Hailing Plattformen eingegangen. Daimler arbeitet unter anderem mit Uber zusammen und betreibt mit myTaxi eine eigene Taxi App. Auch General Motors arbeitet schon mit Lyft zusammen und hat eine große Summe in die Plattform investiert.  Die Automobilindustrie wurde davon überzeugt, dass privater Autobesitz zuerst in den Städten zurück gehen wird und die Einwohner vermehrt auf on-demand Mitfarhdienste setzen werden. Gemeinsam mit den Startups wollen die Hersteller Technologien und Dienstleistungen entwickeln und somit auch neue Umsatzkanäle erschließen.

Premiumhersteller erhält Zugang zu Plattform mit vielen Nutzern

Jaguar Land Rover ist ein kleinerer Premiumhersteller und rangiert weit hinter BMW, Daimler oder Audi. Die Partnerschaft mit Lyft ist ein wichtiger Schritt für den Hersteller, der vor allem in Großbritannien beliebt ist. Dank der Kooperation erreicht Jaguar Land Rover eine große Nutzergruppe über die Lyft Plattform. Andere Hersteller gehen noch davon aus, dass sie eine eigene Plattform  mit großer Reichweite aufbauen können. Darin haben sie aber keine Erfahrung under werden das auch recht schnell merken. Die Limousinen und SUVs von Jaguar und Land Rover werden der Premium-Version von Lyft zum Einsatz kommen. Weitere Premium Mobilitätsangebote sollen entwickelt werden.

Vollautomatisierte Fahrzeuge und weiter Dienste auf der Road Map

Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch die vollautomatisierten Fahrzeuge von Jaguar und Land Rover auf der Lyft Plattform getestet werden. Bis es soweit ist, werden noch ein paar Jahre vergehen. Beide Unternehmen betonen die strategische Ausrichtung der Partnerschaft. Gemeinsam lassen sich schneller innovative Mobility Lösungen für die Kunden beider Partner entwickeln.

Bild: InMotion (alle Rechte vorbehalten)

Waymo Flotte wird von Avis gemanagt

Der Mietwagenanbieter Avis hat eine Vereinbarung mit der Alphabet Tochter Waymo geschlossen. Waymo hat Avis damit beauftragt, die Flotte an vollautomatisierten Fahrzeugen zu betreuen. Das ist die erste Partnerschaft zwischen einer Autovermietung und einem Unternehmen, das autonome Autos entwickelt.

Avis soll Flotte managen

Zuerst beschränkt sich die Zusammenarbeit auf Phoenix. In der amerikanischen Stadt betreibt Waymo ein Pilotprojekt mit umgebauten Chrysler Fahrzeugen. Avis wird die Fahrzeuge warten und Platz für die Unterhaltung der Autos zur Verfügung stellen. Die Partnerschaft wird für ein paar Jahre geschlossen, ist aber nicht exklusiv. Wie lukrativ das Flotten Management as a Service Modell für Avis sein wird, muss sich erst noch raus stellen.

Autovermieter müssen sich auf Umbruch einstellen

Avis sucht neue Wege, um sich auf die Umbrüche im herkömmlichen Vermietgeschäft einzustellen. Des weiteren werden auch Unternehmen wie Europcar oder Sixt von den Veränderungen im Mobilitätsbereich betroffen sein. Mit der Serienreife von vollautomatisierten Fahrzeugen wird sich das Geschäft der Autovermietungen grundlegend ändern und neue Geschäftsfelder müssen erschlossen werden. Avis verfügt über die Erfahrung im Management von großen Fahrzeugflotten. Diese Erfahrungen macht sich der Konzern zunutze, um sich als verlässlicher Partner der Alphabet Tochter zu platzieren. Sollte die Partnerschaft erfolgreich sein, könnten außerdem die eigenen Kunden dazu bewegt werden, einen Service mit autonomen Autos zu nutzen.

Zu dem Autovermieter gehört auch das Carsharing Unternehmen Zipcar. Der on-demand Dienst verfügt auch über mehr als eine Millionen Mitglieder, die in Zukunft auf einen Fahrdienst mit vollautomatisierten Autos umsteigen könnten. Auch die Zipcar Fahrzeuge würden sich für den Einsatz der Waymo Technik eignen.

Partnerschaften hoch im Kurs

Waymo erweitert damit sein Netzwerk an Partnerschaften. Vor kurzem wurde bekannt, dass Waymo mit Lyft kooperieren wird. Außerdem befindet sich die Google Tochter in Gesprächen mit Honda, um die Technologie für autonome Fahrzeuge zu verkaufen. In Phoenix sollen 600 Chrysler Minivans getestet werden, langfristig wird die Flotte wachsen. Für den Autovermieter Avis ist es ein cleverer Schachzug, sich als Partner für das Management von selbstfahrenden Flotten zu positionieren. Da die Fahrzeuge im Vergleich zu herkömmlichen Auto mehr ausgelastet sein werden, wird auch der Wartungsbedarf steigen.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Delphi entwickelt mit Transdev autonome on-demand Shuttle 

In der letzten Zeit wurden einige Partnerschaften geschlossen, um schneller autonome Autos zu entwickeln, jetzt kommt eine weitere hinzu. Der Zulieferer Delphi und das Transportunternehmen Transdev haben sich zusammengetan, um ein vollautomatisiertes on-demand Transportsystem zu entwickeln. In einer ersten Phase soll der Service in Frankreich getestet werden, danach soll ein weltweiter Rollout folgen.

Delphi nutzt Plattform von Intel und Mobileye

Delphi wird sich in der Kooperation auf die technische Plattform für die autonomen Fahrzeuge fokussieren. Diese wird im Moment mit Intel und Mobileye entwickelt. Transdev ist ein führendes Transportunternehmen und betreibt Bahnlinien, Buslinien, Straßenbahnen, Boote und mehr weltweit. Diese Reichweite soll in der Partnerschaft helfen, dass schneller Verträge für den Einsatz der autonomen on-demand Fahrzeuge unterzeichnet werden.

Transdev testet bereits autonome Shuttle

Der Transdev-Konzern entwickelt bereits zusammen mit Renault und Nissan autonome Shuttle. Auch mit Easy Mile wird ein autonomes Shuttle betrieben, wie das eingebettete Video zeigt. Bei Easy Mile ist der französische Alstom Konzern beteiligt.

Delphi wird Zugang zu der bestehenden Platform erhalten, um die unterschiedlichen Technologien in einer realitätsnahen Umgebung testen zu können.

In Paris-Saclay soll zusätzlich in einem Pilotprojekt ein Service für die letzten Meter getestet werden. Zwischen der Bahnstation und einem Campus sollen die ersten Prototypen der autonomen Shuttle Fahrzeuge fahren. Bis Ende des Jahres sollen zwei Fahrzeuge im Einsatz sein, danach soll die Flotte weiter wachsen.

Der ÖPNV der Zukunft

Autonome Shuttle werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Sowohl in Städten, als auch in ländlichen Regionen werden vollautomatisierte Transportsysteme eine günstige und effiziente Lösung sein. Die Fahrzeuge kommen ohne Fahrer aus, so lassen sich immense Kosten sparen und die Fahrpreise für die Nutzer sinken. Außerdem wird die Route der Shuttle dynamisch an die Anfragen der Fahrgäste angepasst, so dass die Attraktivität und Auslastung steigen.

Bild: Transdev (alle Rechte vorbehalten)

Der nächste Streich: Autonomes Shuttle e.GO Mover aus Aachen

Bisher kamen autonome Elektro Shuttle vorwiegend aus dem Ausland. Das amerikanische Startup Local Motors testet zum Beispiel die autonomen Minibusse mit der Deutschen Bahn auf einem Forschungskampus in Berlin. Der Alstom Konzern ist bei einem französischen Anbieter eingestiegen. Jetzt startet auch ein deutsches Unternehmen mit der Entwicklung eines selbstfahrenden Shuttles. Die Ausgründung der RWTH-Aachen e.Go Mobile und der Automobilzulieferer ZF gründen ein Gemeinschaftsunternehmen.

e.GO Mover als Shuttle und Cargo Version

Das Unternehmen heißt e.GO Moove und das Ziel ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb eines autonomen Shuttlebus, der elektronisch angetrieben wird. Das Elektrofahrzeug soll auch in einer Cargo Version angeboten werden, um Lasten zu transportieren. Eine Testflotte soll ab kommendem Jahr verfügbar sein. Letztendlich soll vollautomatisiertes Fahren auf Stufe 4 ermöglicht werden.

Zubringer und Alternative für den ÖPNV

Ein selbstfahrender Shuttle ist in deutschen Städten als Zubringer für den Öffentlichen Nahverkehr interessant. In Städten ohne Bahn-Netz kann mit selbstfahrenden Fahrzeugen eine Alternative geschaffen werden, um dem Verkehr zu entlasten. Erste positive Ergebnisse zeigen auch Carpooling Services, die auf menschliche Fahrer setzen. Mehrere Studien haben heben ebenfalls die Vorteile von cleveren Shuttle Diensten für den Verkehr in Großstädten hervor. Städte, wie Berlin, starten eigene Überlegungen für einen smarten Shuttle Dienst, der später auf autonome Autos setzte soll.

Komponenten aus dem Regal

Bei dem e.GO Mover kommen die Antriebstechnik und weitere Komponenten von ZF. Von dem asiatischen Konzern NVIDIA wird die Technik für die selbstfahrenden Eigenschaften zugesteuert. Mit dem selbstfahrenden Shuttle sorgt die Ideenschmiede rund um Prof. Dr. Schuh nicht zum ersten Mal für Aufsehen. In der Vergangenheit ist dort der StreetScooter entstanden, der mittlerweile von der Deutschen Post eingesetzt wird. Auch das preisgünstige Elektroauto e.Go kommt gut an.

Bild: e.GO Mobile AG (alle Rechte vorbehalten)