Archiv der Kategorie: Shuttle Dienst

Mobility Services: Konzerne vs. Startups

Vergleicht man Mobility Services von etablierten Automobilkonzernen mit denen von Startups, dann fällt auf, dass letztere meistens ein viel höheres Tempo an den Tag legen und experimentierfreudiger sind. Mobility Startups ändern oder erweitern schneller ihr Geschäftsmodell und sind gefühlt näher am Kunden. Im folgenden soll das anhand einem Vergleich von Didi Chuxing aus China und den Mobility Services von BMW dargestellt werden. Didi wird exemplarisch als Beispiel für die dynamischen Startups gewählt. Die Now-Plattform von BMW (DriveNow, ReachNow, ChargeNow, etc.) verkörpert exemplarisch den eigentlich modernen aber langsamen Ansatz eines Automobilkonzerns.

DriveNow: Carsharing – sonst nichts

Unter dem Namen DriveNow ist BMW zusammen mit Sixt vor einigen Jahren in das Carsharing eingestiegen, was schon mal lobenswert ist. Der Service von heute ist mit dem Dienst vor ein paar Jahren identisch. Seitdem ist bei DriveNow aus Kundensicht wenig passiert, außer die Expansion in ein paar Städte und die Aufstockung der Flotten mit einigen Elektroautos. Ein erweitertes Mobilitätsangebot sucht der Kunde vergebens.

Wenig neues für den Kunden

Aus Kundensicht ist das enttäuschend, da man teilweise immer noch lange strecken zu den Fahrzeugen zurücklegen muss. Ein ergänzender Bike- oder Scooter-Sharing Dienst als eine Art Zubringer für die Carsharing Fahrzeuge fehlt. Beides würde nicht nur das Kundenerlebnis verbessern, sonder als Nebeneffekt auch dafür sorgen, dass die Kundenzahl schneller wächst. An Partnerschaften mit existierenden Anbietern ist auch nicht zu denken. Als Meilenstein wird gefeiert, wenn die Marke von einer Millionen Kunden geknackt wird.

Zu ergänzen ist, dass mit ReachNow in den USA auch weitere Mobility Services, wie Premium-Ridesharing pilotiert werden. Dienste wie ChargeNow oder ParkNow schreibt sich der Konzern ebenfalls als Innovationen auf die Fahne. Ohne eigenes Auto kommt man damit bisher aber nicht in Berührung.

Partnerschaften, um Reichweite auf der Kundenseite zu erzielen, sind nicht offensichtlich. Nur eine Kooperation mit Rewe wird dauerhaft beworben.

Didi Chuxing: Bunter Strauß an Mobility Services

Didi hingegen prescht mit einem Tempo und einer durchdachten Strategie vor. Als Ridesharing Plattform gestartet, wird mittlerweile ein bunter Strauß an Mobilitätsdiensten in China angeboten. Bikesharing wurde zum Beispiel in die App mit eingebunden, damit die Nutzer mehr Transportmöglichkeiten haben und evtl. auch zu den virtuellen Haltestellen der Pooling Angebote schneller kommen. Insgesamt finden die Nutzer eine Mobility Plattform vor, die detaillierter auf sie ausgerichtet ist.

Fahrer und Kunden im Fokus

Es wird nicht nur in Richtung Endkunden gedacht, sondern auch die Didi Fahrer stehen im Fokus. Ein Marktplatz für Gebrauchtfahrzeuge wurde für die Fahrer integriert, damit sie schnell und günstig an ihr Arbeitsgerät kommen. Eine eigene Ladeinfrastruktur wird geschaffen, damit die jetzt schon 260.000 Fahrer mit Elektroauto die Fahrzeuge laden können. Ein Carsharing Angebot ist sowohl für Fahrer als auch für Nutzer mit Mobilitätsbedürfnis interessant. Abgerundet wird das Angebot durch die modernsten Mobile Payment Angebote und Integrationen in angesagte Messanger Apps, wie WeChat, um so viele Kunden wie möglich zu erreichen.

Durch internationale Investments in Startups wie Taxify oder 99 breitet sich Didi weltweit aus und klopft auch an die Märkte, die vom DriveNow und co. bespielt werden. Die Investments werden ihre Strategie ähnlich wie Didi ausrichten und aggressiver als zuvor in den Markt gehen.

Gravierender Unterschied

Der Unterschied zwischen den Ansätzen von Startups und Konzernen ist gravierend. Die deutschen Anbieter haben doch auch viel Potential. Mehr Mut, Denken in globalen Dimensionen, die Öffnung für Partnerschaften und die Diversifizierung der Angebote wären wünschenswert. Klar ist, dass es auch mal Rückschläge und Fehlentscheidungen geben wird. Mit einer guten Unternehmenskultur, die Fehler und daraus resultierenden Learnings zulässt, kann das Unternehmen davon aber nur profitieren.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Mobilität: Die beliebtesten Themen und Artikel im Jahr 2017

Das Jahr 2017 neigt sich zu Ende und das neue Jahr steht vor der Tür. Auf GetMobility.de wurden jede Menge spannende Artikel über die Mobilität von Morgen und die digitale Transformation im Mobility Bereich veröffentlicht. Hier ist eine Übersicht der beliebtesten Themen und Artikel aus den letzten zwölf Monaten:

Scooter Sharing ist angesagt

Mit der COUP App kannst du eScooter von COUP für Rides innerhalb Berlins ausleihen.
Mit der COUP App kannst du eScooter von COUP für Rides innerhalb Berlins ausleihen.

Am beliebtesten war der Artikel über die Vergrößerung der Coup-Flotte in Berlin. Der Scooter Sharing Dienst von Bosch hat seine Flotte auf etwa 1000 Gogoro Scooter erhöht und damit eine gute Ergänzung zu Carsharing, Taxi und ÖPNV geschaffen. Auch die Finanzierung von Coup Konkurrent Emmy hat viele Leser interessiert. Wir sind gespannt, wie sich das Scooter Sharing in 2018 entwicklen wird und welche Player zusätzlich in den Markt einsteigen werden.

Alternative zum Dienstwagen von Sixt und BCG

Sixt betreibt neben myDriver auch das Carsharing Angebot DriveNow.
Sixt bietet ein Mobility as a Service Angebot an, BCG ist erster Kunde.

Die Initiative von Sixt und BCG, die eine multimodales Angebot als Alternative zum Dienstwagen für Berater anbietet, hat das Interesse der Leser geweckt. Die Mobility as a Service (MaaS) Lösung ermöglicht den Beratern der Boston Consulting Group die einfache Nutzung von Sixt Mietwagen, DriveNow Car Sharing und MyDriver Fahrdienst. Der Dienst kommt vor allem bei den jungen Kollegen gut an. Andere Anbieter werden im kommenden Jahr mit vergleichbaren Angeboten folgen.

Startups und autonomes Fahren

Mydriver, mytaxi und Blacklane sind noch nicht fit für das Thema autonomes Fahren.
Die deutsche Ride4Hire Anbieter sind noch nicht für autonomes Fahren gerüstet.

Das autonome Autos die Mobilität von morgen dominieren werden, ist unbestritten. Wir haben uns angeschaut, wie sich die deutschen Mobility Startups wie Blacklane, myTaxi oder myDriver mit dem Thema auseinandersetzen. Das Ergebnis ist, dass die lokalen Anbieter beim Thema vollautomatisiertes Fahren abgehängt sind. Konkurrenten wie Uber oder Lyft und Technologiekonzerne wie Google sind viel weiter.
Der Themenbereich rund um autonomes Fahren erfreut sich auch auf GetMobility.de immer größerer Beliebtheit, wie unter anderem das Interesse für eine Übersicht aus dem Jahr 2015 zeigt.

Shuttle Dienste von ÖPNV und Startups

ViaVan und BVG bringen On-Demand Ridesharing nach Berlin.
ViaVan und BVG bringen On-Demand Ridesharing nach Berlin.

Ein weiteres Trendthema im Jahr 2017 waren sogenannte Smart-Shuttle Dienste. Von großem Interesse waren die Pläne der BVG, einen Shuttle Dienst mit bis zu 300 Fahrzeugen in Berlin aufzubauen. Mit einer Flotte dieser Größe lassen sich etwa die Hälfte der 8000 Taxen ersetzten. Die Entwicklungen bei der Volkswagen Tochter Moia und bei dem Berliner Startup door2door haben ebenfalls die Leser interessiert.

Bilder: paul bica (bestimmte Rechte vorbehalten), GetMobility.de,  Sixt (alle Rechte vorbehalten), Blacklane (alle Rechte vorbehalten), BVG (alle Rechte vorbehalten)

BerlKönig: BVG startet Smart Shuttle mit Via im Frühjahr 2018 in Berlin

Im Sommer wurde bekannt, dass die Berliner Verkehrsbetriebe einen Smart Shuttle als Ergänzung zum ÖPNV anbieten wollen. Jetzt werden weitere Details bekannt, der Dienst soll zusammen mit dem Joint Venture von Via und Mercedes-Benz Vans gestartet werden. Das Berliner Nahverkehrssystem gilt bereits als eines der besten der Welt, trotzdem ruht sich die BVG nicht auf dem Status Quo aus, Sindern startet BerlKönig. Die BVG hat einen Antrag zur Genehmigung des neuen Verkehrsangebots im Rahmen der Experimentierklausel des PBefG eingereicht.

Bis zu 300 Fahrzeuge für den Osten der Stadt

Zunächst sollen ab Frühjahr 2018 etwa 50 Fahrzeuge von Mercedes-Benz im Einsatz sein. Je nach Nachfrage und Projektverlauf soll die Flotte auf 300 Fahrzeuge anwachsen. Die ersten 50 Fahrzeuge werden im Osten der Stadt unterwegs sein, etwa in den Stadtteilen Prenzlauer Berg, Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte. Die Bewohner dieser Stadtteile gelten als offen, für neue digitale Dienste. Außerdem liegen viele Clubs und Bars in den Bereichen. Sofern der BVG Smart Shuttle nachts unterwegs ist, werden Partygänger eine der größten Kundengruppe sein.

Später wird der Westen auch in den Genuss des Angebots kommen, falls das zweijährige Pilotprojekt erfolgreich verläuft. Die Partner geben sich also viel Zeit, um zu erörtern, ob der neue Dienst von Berlinerinnen und Berlinern angenommen wird.

Das neue Angebot der BVG setzt dabei auf virtuelle Haltestellen als Ergänzung zu den fixen BVG Stops. Fahrgäste können sich dann unkompliziert per App kurzfristig ein ÖPNV-Fahrzeug zu einem Zustiegspunkt rufen. Dabei werden verschiedene Fahrtwünsche gebündelt. Die Fahrten starten und enden an virtuellen Haltestellen und erfolgen gemeinsam mit anderen Fahrgästen. Dank der ausgeklügelten Algorithmen der Softwareexperten von Via berechnet das System hocheffizient in Echtzeit, welche Fahrten sich ohne nennenswerte Umwege bündeln lassen. Davon profitieren Umwelt, Anwohner und Fahrgäste gleichermaßen, denn es bedeutet weniger Verkehr auf Berlins Straßen und ermöglicht gleichzeitig attraktive Konditionen – eine neue Form des öffentlichen Nahverkehrs eben.

Die Ride-Pooling Lösung soll in Berlin in den bestehenden ÖPNV eingebunden werden. Ob der Dienst aus der bestehenden BVG App gerufen werden kann oder ob eine weitere App notwendig ist, ist noch nicht bekannt.

Günstiger als ein Taxi

Die Fahrpreise wurden noch nicht veröffentlicht, sollen aber zwischen dem ÖPNV Tarif und Taxi liegen. Der digitale Tarif besteht aus einem Grundpreis sowie einem entfernungsbasierten Zuschlag. Da der Nutzer Start und Endpunkt eingibt, kann das System gleich den Fahrpreis berechnen und in der App anzeigen. Dieser wird dem Fahrgast angezeigt und änder sich auch nicht mehr, wenn sich die Route auf Grund von weiteren Fahrgästen oder anderen Vorkommnissen anpasst. Bestellt eine Person für mehrere Fahrgäste gleichzeitig, so gibt es zudem noch einen Rabatt.

Teilweise mit Elektroantrieb

Die Flotte stellen die Fahrzeugexperten von Mercedes-Benz: Zum Einsatz kommen zunächst moderne Vans der Modelle Vito und V-Klasse (Euro 6) mit bis zu acht Sitzen sowie vollelektrische Mercedes B-Klassen vom Typ B250e mit vier Sitzen. Ab dem Sommer wird dann auch der neue, vollelektrische eVito Tourer zum weltweit ersten Mal als lokal emissionsfreier Personentransporter in Berlin zum Einsatz kommen. Im Straßenbild werden die Fahrzeuge ein wahrer Hingucker – prominent im bekannten BVG-Sitzmusterdesign beklebt und dazu mit großen, gelben BVG-Herzen sowie dem Logo von ViaVan versehen.

Stimmen zum Projekt

Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz in Berlin:
„Mit dem geplanten Pilotprojekt geht Berlin neue Wege. Ich begrüße, dass die BVG damit eine zusätzliche Möglichkeit bietet, bequemer und umweltfreundlicher unterwegs zu sein. Zielgruppe sind Autofahrer und ÖPNV-Nutzer gleichermaßen: Autofahrer können für einzelne Fahrten auf den Rufbus umsteigen. ÖPNV-Nutzer können mit dem „Kleinbus auf Bestellung“ neue Möglichkeiten testen, mit mehr Komfort an ihr Ziel zu kommen. Das Projekt wird zeigen, wie die Berlinerinnen und Berliner das Angebot annehmen und nutzen. Mit dem Erprobungsbetrieb gewinnen wir wichtige Erfahrungswerte, ob und wie Ridesharing den Öffentlichen Personennahverkehr ergänzen kann.“

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe in Berlin und Vorsitzende des BVG-Aufsichtsrats:
„Die Stadt wächst und damit auch das Verkehrsaufkommen. Wir wollen Mobilität für die Zukunft umweltfreundlicher, effizienter und smarter gestalten. Neben der Elektrifizierung der BVG-Flotten setzen wir auf innovative Mobilitätskonzepte, die die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs steigern und mehr Menschen den Umstieg erleichtern. Ich freue mich, dass die BVG hier mit starken Partnern einen wichtigen Schritt in die neue, vernetzte Mobilitätswelt geht und innovative Maßnahmen für eine moderne Stadt erprobt.“

Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG):
„Mit zehn U-Bahn-, 22 Straßenbahn-, über 150 Buslinien und sechs Fähren haben wir bereits jetzt ein erstklassiges Mobilitätsangebot mit unzähligen Kombinationsmöglichkeiten für unsere Fahrgäste. Gemeinsam mit ViaVan wollen wir jetzt noch einen Schritt weiter gehen und einen ganz individuellen ÖPNV „on-demand“ anbieten. Dabei bleibt dank Ridesharing eines wie gehabt: Wir bündeln Fahrten und sorgen damit für weniger Verkehr, weniger Lärm und weniger Emissionen in unserer Stadt – für ein grüneres, lebenswerteres Berlin.“

Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, Daimler AG:
„Wir freuen uns sehr, dass wir in Berlin und der BVG ideale Partner für den Start für ViaVan in Deutschland gefunden haben. Der anspruchsvolle Verkehr in Berlin ist der perfekte Härtetest, um diese neue Form der Mobilität zu testen. Wir sind überzeugt, dass sich unser gemeinsamer Service schnell etablieren und zu einer perfekten Ergänzung des ÖPNV der Hauptstadt wird. Geteilte Mobilität in unseren Vans leistet einen erheblichen Beitrag zur Entlastung des städtischen Verkehrs und macht gleichzeitig nachhaltige Mobilität verfügbar.“

Dr. Henrik Haenecke, Vorstand Finanzen, Digitalisierung und Vertrieb der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG):
„Das Teilen einer Fahrt ist Teil unserer DNA. Mehrere Fahrgäste gemeinsam von Haltestelle zu Haltestelle zu fahren, ist für uns als Nahverkehrsunternehmen eine Kernkompetenz. Wir wollen diese Kompetenz nutzen, um Ridesharing per App als Teil des ÖPNV zu erproben. Wir werden gemeinsam mit ViaVan ein völlig neues Mobilitätsangebot in den Berliner ÖPNV integrieren. Wir wollen zeigen, dass ein öffentliches ÖPNV-Unternehmen gemeinsam mit einem Start-up neue Mobilitätsleistungen entwickeln kann.”

Chris Snyder, CEO, ViaVan:
„Die Technologie von Via definiert Mobilität auf der ganzen Welt neu. Wir freuen uns sehr, mit der BVG in Berlin an diesem mutigen neuen Projekt zur Einführung des ViaVan-Modells für dynamisch geroutete On-Demand-Fahrten im großen Stil zusammenzuarbeiten. Der neue Service ist eine perfekte Ergänzung zu herkömmlichen öffentlichen Verkehrsmitteln und bietet eine völlig neue Art, sich in der Stadt fortzubewegen.“

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

ÖPNV und Startups: Gemeinsam für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Die Mobility Startups und Unternehmen aus dem Bereich öffentlicher Nahverkehr nähern sich an. Auf der einen Seite werden Pilotprojekte gestartet und auf der anderen Seite langfristig ausgelegte Partnerschaften zwischen Startups und Unternehmen geschlossen, die im ÖPNV Sektor seit Jahren verankert sind. Als zwei Beispiele sind Door2Door und BestMile zu nennen.

door2door schließt sich Verband UITP an

Eher politischer Natur ist die Initiative von door2door. Das Unternehmen schließt sich dem Verband UITP an, in der neu gegründeten Kategorie „Digital Platforms“. UITP ist der Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen. Gemeinsam sollen Lösungen für einen flexiblen öffentlichen Nahverkehr entwickelt werden. Über die „Digital Platforms“ Kategorie erhalten öffentlichen Verkehrsbetriebe einen wertvollen Zugang zu digitalen Serviceleistungen, die sie alleine nicht hätten entwickeln können. Auch nachhaltige Stadtentwicklung und geteilte Mobilität sind Thema der Zusammenarbeit. Door2Door bietet schon heute eine Software-Plattform, die es den Städten und öffentlichen Verkehrsbetrieben ermöglicht, einen dynamischen Ride-Pooling Dienst als Ergänzung zum bestehenden ÖPNV anzubieten. Der Dienst ist nachfragebasiert und lässt sich in die herkömmlichen ÖPNV Angebote integrieren. Nur so lässt sich die Zahl der Fahrzeuge in den Städten reduziert werden. Die Gründer Tom Kirschbaum und Maxim Nohroudi verfolgen seit Beginn an den Ansatz, partnerschaftlich mit Städten und Verkehrsbetrieben zusammenzuarbeiten, um die Lebensqualität in den Städten nachhaltig zu verbessern.

IVU und BestMile entwickeln Software für Hybrid-Flotten

Eine etwas andere Partnerschaft gehen das Startup BestMile und IVU Traffic Technologies ein. IVU ist einer der führenden Anbieter von Software-Systemen für den herkömmlichen öffentlichen Nahverkehr und Logistik Anwendungen. Gemeinsam mit BestMile soll das Software-System für autonome Flotten und andere neue Mobility Services entwickelt werden, mit dem sich die neuen Angebote nahtlos mit den traditionellen ÖPNV Systemen verbinden lassen. BestMile hat die Erfahrung bei der Entwicklung von Betriebssystemen für autonome Flotten. Somit ergänzen sich beide Partner gut.

In dem Projekt ADxPT (steht für Autonomous Driving for Public Transport) entwickeln und testen beide Partner gemeinsam ein System mit dem öffentliche Verkehrsbetriebe hybride Flotten aus selbstfahrenden und Fahrer basierten Fahrzeugen betreiben und optimieren können. Entsprechende Systeme werden in den kommenden Jahren benötigt, um die Transformation hin zu autonomen Verkehrsmitteln zu meistern.

Bild: BestMile (alle Rechte vorbehalten)

Moovel startet in Stuttgart einen on-demand Shuttle

Die Daimler Tochter moovel startet zusammen mit der SSB einen on-demand Shuttle. Mitte Dezember soll der Dienst drei Tage getestet werden, im Januar geht es bis zum offiziellen Start mit den Tests weiter. Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) will den Dienst unter dem Namen SSB Flex ab Frühjahr 2018 operativ betreiben.

Moovel entwickelt eigene Technologie-Plattform

Der Dienst basiert auf einer von moovel entwickelten Technologien-Plattform für on-demand Dienste. Die Plattform verfügt über intelligente Algorithmen zum effizienten Routing und Pooling. Erkennt das System, dass mehrere Personen eine ähnliche Strecke zurücklegen wollen, bündelt der moovel on-demand Algorithmus die Anfragen, so dass sich mehrer Fahrgäste ein Fahrzeug teilen können. Die Routen sind dabei dynamisch, Fahrt- und Ankunftszeit wie auch die optimalen Start- und Endhaltestellen werden individuell vom System berechnet.

Virtuelle Haltestellen und Nachfrage Abschätzung

Ein Netz an virtuellen Stops soll dafür sorgen, dass sich die Umwege in Grenzen halten. Die Fahrgäste müssen meistens eine kurze Strecke zu Fuß zurücklegen, um von einem der vorerst zehn Shuttle Fahrzeuge mitgenommen zu werden. Das moovel System soll auch über Algorithmen zur Schätzung der Nachfrage an Fahrten verfügen. So soll ein effizientes Flottenmanagement bei dem on-demand Shuttle möglich sein und außerdem das Kundenerlebnis verbessert werden.

Die Mobilität in den Städten muss effizienter und intelligenter gestaltet werden, um den Verkehrsinfarkt zu vermeiden oder ihm zu entkommen. Die Straßen in Stuttgart sind schon so überlastet, so dass jedes Angebot zur Reduzierung des Individualverkehrs willkommen ist. Ridesharing, bzw. Pooling wird dabei eine wichtige Rolle spielen. Damit wird auch den Wünschen der Kunden entsprochen – immer mehr Menschen wollen auf ein eigenes Auto verzichten und erwarten stattdessen kundenfreundliche und flexibel on-demand Mobilitätslösungen.

Daimler mit buntem Strauß an Optionen

An Plattformen für Ride-Pooling Dienste mangelt es Daimler nicht. Neben der von Moovel entwickelten Plattform hat Daimler noch Zugriff auf die Plattformen von myTaxi, Via oder CleverShuttle. MyTaxi hat erst kürzlich die Pooling Funktion eingeführt, bei CleverShuttle und Via ist das Pooling ein essentieller Bestandteil des Angebots. Via soll demnächst in Berlin starten.

Bild: moovel (alle Rechte vorbehalten)

Ford will mit Shuttle Dienst Chariot nach Europa

London scheint sich zu einem heißen Pflaster für neue Mobilitätsangebote in Europa zu entwickeln. Neben Uber, Via und Taxify will jetzt auch die Ford Tochter Chariot die Lizenz für einen Shuttle Dienst erwerben.

Sechs Routen in London als Ergänzung zum ÖPNV

Chariot hat sich bei der Behörde Transport for London (TfL) für den Betrieb von sechs Routen beworben. London wäre für das Shuttle Startup der erste Markt außerhalb der USA. Die Routen sollen vor allem Gebiete im Süden und Westen der Stadt bedienen, in denen das ÖPNV-Angebot verhältnismäßig schwach ausgebaut ist. Auch wenn die Routen bestehende Bushaltestellen bedienen sollen, bleibt ausreichend Flexibilität im System. Die Busfahrer können alternative Routen nehmen, wenn bestimmte Strecken durch Stau verstopft sind oder keine Fahrgäste mitfahren wollen.

Lizenzierung von Shuttle Dienst in London dauert lange

Der Shuttle Dienst Anbieter geht davon aus, dass es einige Zeit dauern wird, bis sich die TfL entschieden hat – ein Start vor 2019 wird als unrealistisch eingeschätzt. Auch Taxify und Via warten seit längerem auf eine Entscheidung der TfL. Uber hat die TfL Lizenz kürzlich verloren und versucht nun, Vertrauen aufzubauen, um weiter aktiv sein zu können.

Chariot als zentrale Komponente der Mobility Service Strategie

Chariot wurde von Ford im vergangenen Jahr übernommen und ist mittlerweile eine zentrale Komponenten der Mobility Strategie von Ford. Die Shuttles verkehren auf festgelegten Routen, die von Zeit zu Zeit auf die Nachfrage der Fahrgäste angepasst werden. Die Nutzer können per Smartphone App einen Sitzplatz in den Shuttle Fahrzeugen buchen. Chariot betreibt die Fahrzeuge in Eigenregie und liefert auch die Technologie für Routing und Buchung der Fahrzeuge. Neben London, steht auch Seattle auf dem Expansionsplan von Chariot. Im ersten Quartal 2018 soll es los gehen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Shuttles mit Elektroantrieb eingesetzt werden.

Mit dem on-demand Shuttle Dienst wird Ford auf das Interesse der Städte und Behörden treffen. Vor allem die Strategie, auf Kooperation und nicht auf Konfrontation zu setzten, wird vorteilhaft für das Unternehmen sein. Die Vorteile für die Städte sind, dass durch den Einsatz der Fahrzeuge die Verkehrsbelastung reduziert werden kann und dass das ÖPNV-Angebot in Randgebieten verbessert werden kann.

Bild. Chariot (alle Rechte vorbehalten)

Wunder will sich mit Smart-Shuttle Dienst in Europa positionieren

Das Startup Wunder, vormals WunderCar, hat eine spannende Geschichte in Europa hinter sich. Am Ende der Geschichte stand der operative Rückzug aus Europa und die Fokussierung auf Mega Cities in Süd-Ost Asien. Nachdem dort einige Erfolge verbucht werden konnten, möchte das Hamburger Unternehmen mit einem neuen Smart-Shuttle Produkt im kommenden Jahr in Europa wieder Fuß fassen.

Carpooling bisher im Fokus

Bisher setzt Wunder auf Carpooling und Ride-Sharing mit Privatfahrzeugen. Da das Carpooling mit Privatfahrzeugen in Europa schwer umzusetzen ist, soll im kommenden Jahr ein abgewandeltes Produkt ausgerollt werden. In europäischen Städten soll ein Smart-Shuttle gelauncht werden, der auf größere Fahrzeuge und professionelle Fahrer zurückgreift. Die Software für den Smart Shuttle basiert auf dem bekannten Carpooling Produkt und wurde an die geänderten Bedürfnisse angepasst.

Betriebssystem für Smart-Shuttle

Wunder will die Shuttles nicht selbst betreiben, sondern vorwiegend die Software zur Verfügung stellen und mit kleinen Teams beim Launch der Dienste helfen. Als Partner für den Mobility Service kommen Automobilkonzerne, Verkehrsverbände und andere Behörden in Frage. Im kommenden Jahr soll es mit zwei Partnerschaften los gehen, eine davon in einer Deutschen Stadt und eine im europäischen Ausland. Die Kooperationspartner sind noch geheim und werden Anfang 2018 publik gemacht.

Um gut vorbereitet zu sein, testet Wunder den Shuttle Dienst bereits in Hamburg. Der Praxistest ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, sondern kann nur von Wunder Mitarbeitern gebucht werden. Insgesamt sind fünf Fahrzeuge im Einsatz.

Wettbewerb durch Doo2Door oder Via

Mit dem neuen Angebot begibt sich das Hamburger Unternehmen in einen vielversprechenden Markt, der schon von ein paar Mitbewerbern bearbeitet wird. Das Berliner Unternehmen Door2Door bietet ein ähnliches Produkt, das in Duisburg und Freyung bereits im Einsatz ist. Das von Daimler finanzierte Unternehmen Via ist außerhalb Europas schon erfolgreich und will demnächst in London und anderen europäischen Städten starten.

In den Mega Cities der asiatischen Schwellenländer scheint der Carpooling Dienst mit Privatfahrern gut zu funktionieren. Insgesamt konnten mehr als zwei Millionen Fahrgäste transportiert werden. Zielgruppe für den Dienst sind Berufspendler, die effizient von A nach B wollen.

Wunder geht davon aus, dass Carpooling auch in Europa erfolgreich sein kann. Smart Shuttles sind eine weitere Option, um den urbanen Verkehr zu optimieren. Die Software schafft eine Grundlage für beide Varianten. Wunder sieht die Technologieplattform für Smart Shuttles als Ergänzung zur Carpooling Plattform – das Startup ist durchaus zuversichtlich, auch mit dem Carpooling zukünftig eine Mobilitätslösung in europäischen Städten bieten zu können, z. B. gemeinsam mit Partnern.

Bild: Wunder (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Pooling: Moia gibt einen Einblick und stellt Elektro-Shuttle vor

Im vergangenen Jahr wurde auf der TechCrunch Disrupt in London die Volkswagen Marke Moia gelauncht, ein Jahr später gibt es Einblicke, was im abgelaufenen Jahr erreicht wurde und was für die kommenden Monate geplant ist. Highlight in Berlin ist die Präsentation eines Elektro-Shuttle auf VW-Crafter Basis. Im vergangenen Jahr wurde ist das Team von neun auf mehr als 100 Mitarbeiter gewachsen und der Launch in Hannover und Hamburg wurde vorbereitet.

Elektro-Shuttle mit sechs Sitzplätzen

Highlight auf der TechCrunch Disrupt Berlin ist das vorgestellte Fahrzeug. Kommendes Jahr will Moia mit einem Shuttle-Fahrzeug an den Start gehen, das auf voll Ride-Sharing ausgelegt ist. Der auf Crafter-Basis entwickelte Bus verfügt über angenehme Einzelsitze, große Fensterflächen und ein clevres Gepäck-Abteil. Die Features sind in Workshops mit potentiellen Fahrgästen entstanden und sollen dafür sorgen, dass die psychologischen Barrieren abgebaut werden. Die psychologischen Barrieren und die bisher nicht auf Sharing ausgelegten Fahrzeuge sind laut CEO Ole Harms die Hauptgründe, warum Ride-Pooling Dienste bisher noch keinen nennenswerten Durchbruch geschafft haben.

Fokus auf End-to-End Lösung

Insgesamt will Moia eine End-to-End Lösung auf dem Markt anbieten. Neben dem Fahrzeug, das rein elektrisch unterwegs ist, will Moia die komplette Wertschöpfungskette bedienen. Die Kunden App, Algorithmen für das Routing, benötigte Fahrer und das Flottenmanagement werden von Moia bereitgestellt und kontrolliert. Langfristig kann das System auch flexibler gestaltet werden, je nach dem, welche Anforderungen von Städten und anderen Kooperationspartnern kommt. Andere Anbieter, wie Door2Door oder Via fokussieren sich mehr auf die Software-Komponenten und lassen die Fahrzeuge und den operativen Betrieb außen vor.

200 Elektro-Shuttle Fahrzeuge für Hamburg

In Hamburg soll mit einer Flottengröße von etwa 200 Fahrzeugen gestartet werden. Geplant ist, auf einen Modalsplit von 1% innerhalb von 3 Jahren anzuwachsen, was ca. 1000 Elektro-Shuttles entspricht. Preislich will Moia nicht unter die Fahrtkosten für den ÖPNV gehen. Grund dafür ist, dass Moia keine Fahrgäste aus den noch größeren Pooling-Fahrzeugen (Bus, U-Bahn, S-Bahn, etc.) ziehen möchte und sich eher als Ergänzung sieht. Daran sieht man auch, dass Moia partnerschaftlich mit den Städten arbeiten will und keine Alleingänge plant.

Bis 2025 will Moia 1 Mio. private Fahrzeuge von den Straßen in den Städten nehmen, in denen der Service aktiv ist. Massenmarkt für shared mobility soll geknackt werden, was laut Moia COO Robert Henrich noch keiner der anderen Anbieter geschafft hat.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

GM und Cruise wollen schon 2019 einen Ride-Hailing Dienst mit Roboter-Autos anbieten

Der amerikanische Automobilkonzern General Motors (GM) hat in einer Telefonkonferenz mit Investoren Details zu den Plänen für einen Ride-Hailing Dienst mit autonomen Fahrzeugen veröffentlich. Schon im Jahr 2019 sollen in mehreren US Städten die Roboter-Taxis unterwegs sein.

Ähnlich wie auch die anderen Automobilhersteller sieht General Motors die Themen Elektrifizierung, autonomes Fahren und Connectivity als wichtige Trends, die die Automobilindustrie in den kommenden Jahren umkrempeln werden. Der Konzern sieht sich auf einem guten Weg, schon 2019 in der Lage zu sein, die selbstfahrenden Autos in komplexen Verkehrssituationen, wie Innenstädte einzusetzen.

Vielfacher Umsatz über Lebensdauer

GM geht davon aus, dass ein autonomes Fahrzeug über die Lebensdauer mehrere Hunderttausend Euro an Umsatz generieren kann. Heute erzielt GM im Schnitt einen Umsatz von 30.000 US Dollar mit einem Auto, der Großteil davon durch den ersten Verkauf. Auch wenn die Zahl der produzierten Fahrzeuge in einem Szenario mit autonomen Autos wahrscheinlich geringer sein wird, ist das ein wirtschaftlich attraktives Szenario für die Automobilhersteller.

Günstigere Fahrpreise für Nutzer

Auch für den Nutzer haben die autonomen Fahrzeuge einen ökonomischen Vorteil. Der amerikanische Autobauer geht davon aus, dass sich die Fahrpreise für die Fahrgäste um mehr als 40% drücken lassen. Grund dafür sind die hohe Auslastung der Autos und der Entfall der Kosten für den Fahrer.

Eigener Ride-Hailing Dienst als Überraschung

Seit der Übernahme von Cruise Automation Anfang 2016 arbeitet GM mit Hochdruck an der Entwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen. Das Tech-Startup wurde damals geschätzt für 1 Milliarde US Dollar aufgekauft.  Da sich der Konzern etwa zeitgleich an der Ride-Sharing Plattform Lyft beteiligt hat, wurde erwartet, dass die selbstfahrenden GM Autos bei Lyft zum Einsatz kommen. Das Verhältnis zwischen Lyft und GM hat sich in den letzten Jahren aber stark verschlechtert, so dass GM einen Konkurrenten zu Lyft und Uber plant.

GM befindet sich im bei selbstfahrenden Autos im Wettbewerb mit anderen Automobilkonzernen und Neueinsteigern, wie Waymo oder Uber. Vorteil für GM könnten die bestehenden Produktionslinien sein, dort können die vollautomatisierten Fahrzeuge innerhalb kurzer Zeit in hohen Stückzahlen und zu geringen Kosten produziert werden. Die Neueinsteiger müssten erste eine Produktion aufbauen oder sich mit einem bestehenden Automobilkonzern zusammentun, um die entwickelten Technologien zu verbauen.

Mobility Roaming statt eigene Expansion: Lösung für Ride-Sharing Plattformen von Splyt

Lokal führende Ride-Sharing Plattformen suchen meistens ab einem bestimmten Zeitpunkt eine Möglichkeit, um in andere Länder und Märkte zu expandieren. So kann den Kunden eine bessere und globale User Experience gegeben werden und neue Wachstumsmärkte können erschlossen werden. Neben der Expansion auf eigene Faust, können Ride-Sharing Plattformen auch durch Mobility Roaming Partnerschaften expandieren. Das Startup Splyt entwickelt dafür eine technische Lösung.

Was ist Mobility Roaming?

Die meisten Leser werden Roaming im Zusammenhang mit Mobilfunk kennen. Laut Wikipedia “bezeichnet der Begriff Roaming (englisch für „herumwandern“, „streunen“ oder „herumstreifen“) die Fähigkeit eines Mobilfunknetz-Teilnehmers, in einem anderen Netzwerk als seinem Heimnetzwerk selbsttätig Anrufe zu empfangen oder zu tätigen, Daten zu schicken und zu empfangen oder Zugriff auf andere Mobilfunknetzdienste zu haben. Die Bezeichnung ist synonym mit der Handynutzung im Ausland, wo das eigene Heimnetzwerk nicht zur Verfügung steht.”

Ähnliches bietet Splyt für Mobility Service Provider. Die technische Lösung des Startups befähigt Nutzer einer Ride-Sharing Plattform, mit der bekannten App in einem anderen Ridesharing Netzwerk als seinem Heimnetzwerk Fahrten zu buchen und zu bezahlen.

Vorteile für die Partner Unternehmen

Splyt bietet eine technische Lösung, an die mehrere Ride-Sharing Plattformen und Mobility Anbieter angedockt sind. Der Vorteil für die teilnehmenden Plattformen ist, dass nur eine Partnerschaft mit Splyt gepflegt werden muss, um global präsent zu sein und nicht mit jeder einzelnen anderen Plattform. Das spart allen Beteiligten Zeit und Aufwand, vor allem bei der technischen Entwicklung und bei dem operativen Prozessen.

Durch das Mobility Roaming können die Nutzer einer lokalen Ride-Sharing App global einen Fahrservice buchen, ohne die bekannte App zu verlassen. So verringert sich das Risiko, dass ein Nutzer zu einem Wettbewerber wechselt.

Vorteile für die Nutzer 

Die Nutzer können durch die Roaming Lösung in einer fremden Stadt den aus der Heimat bekannten e-Hailing Dienst nutzen. Das ist vor allem komfortable, wenn man in eine Stadt mit Sprachbarrieren und komplexen Verkehrssystem reist. Es kann einfach die App genutzt werden, die man schon gewöhnt ist. Der Download von Apps und die Registrierung bei lokalen Anbietern entfällt. Die Splyt API ermöglicht auch, dass vor der Buchung der geschätzte Fahrpreis in der Währung aus dem Heimatland angezeigt wird.

Splyt baut im Moment ein Netzwerk aus e-Hailing Partnern auf. Die langfristige Vision geht dahin, dass auch andere Mobility Anbieter, wie Bike- oder Car Sharing Plattformen und Reiseanbieter mit eingebunden werden.

An dem Konzept interessiert ist auch die Ride-Sharing Plattformen. Didi Chuxing aus China. Didi ist zwar kein Kunde von Splyt, will aber den eigenen Nutzern die Buchung von Fahrten in Japan ermöglichen. Mit der Didi App können Fahrer des lokalen Anbieters Daiichi Koutsu gebucht und bezahlt werden. Seit Anfang des Jahres arbeiten auch Careem, Taxi Verts oder Wappa mit der Lösung von Splyt.

Update, 30.11.2017: Artikel wurde dahingehend berichtigt, dass die aktuellen Partnerschaften angegeben wurden.

Bild: Splyt (alle Rechte vorbehalten)