Archiv der Kategorie: Shuttle Dienst

Shuttle Service GoOpti sammelt 4.4 Mio. Euro ein

Das Startup GoOpti betreibt einen Shuttle Service in Europa und konzentriert sich dabei auf Fahrgäste, die von kleineren europäischen Städten zu größeren Flughäfen gebracht werden wollen. Um weiter wachsen zu können, hat das Startup eine Finanzierung in Höhe von 4.4 Mio. Euro abgeschlossen.

Das Unternehmen baut einen Marktplatz für Nutzer, die in einer Stadt mit schlechten Flugverbindungen wohnen. Dort existiert entweder gar kein Flughafen oder ein Flughafen mit wenigen teuren Direktverbindungen. Bisher fahren viele Personen mit diesem Problem zum nächst größeren Drehkreuz mit dem eigenen Auto oder lassen sich von Freuden oder Familie fahren. Das kann hohe Kosten für Benzin, Parkgebühren, Autobahngebühren usw. mit sich bringen. Genau hier greift GoOpti mit seiner Lösung an. Der dynamische Shuttle Service gruppiert Passagiere, die zu einer ähnlichen Zeit am Flughafen sein müssen und auf einer sinnvollen Route eingesammelt werden können. Auf der einen Seite werden so die Kosten für die Fahrgäste gesenkt, auf der anderen Seite erhalten die bestehenden Shuttle Services mehr Aufträge.

Flughafen Shuttle mussten in der Vergangenheit per Telefon oder E-Mail bestellt werden, was aus Kundensicht aufwändiger ist. Die Fahrdienstanbieter mit Minibussen haben sich in der Vergangenheit auf kleinere Gruppen und Geschäftsreisende fokussiert. Außerdem sind die Fahrer gleichzeitig die Manager des Services, was zu einer hohen Arbeitsbelastung führt. Mit der GoOpti Lösung erhalten die Betreiber der Minivans Zugang zu einer neuen Kundengruppe, die in der Vergangenheit auf Individualverkehr gesetzt hat aber an Kostenersparnissen interessiert ist. Durch die Automatisierung wird sich auch die Arbeitsbelastung reduzieren.

Der Marktplatz von GoOpti scheint auf den ersten Blick viele Vorteile für Fahrer und Fahrgäste zu bieten, in dem auf beiden Seiten der Aufwand reduziert wird.

Das Startup ist bisher in einigen europäischen Ländern aktiv, darunter Deutschland, Italien, Österreich, Ungarn und Slovenien. Ein Teil des Investments kommt von einem Fond der Europäischen Union. Auch der Berliner Geldgeber Point Nine Capital hat sich an dem Fahrdienst beteiligt. Die Finanzierung soll für die weitere Expansion genutzt werden.

Einige Startups beschäftigen sich mit dynamischen Shuttle Lösungen. Allygator Shuttle aus Berlin will einen dynamischen Shuttle für innerstädtischen Verkehr etablieren. Flinc hat vor kurzem seine Pläne für flott Bekanntgegeben.

Bild: GoOpti (alle Rechte vorbehalten)

Flinc startet mit flott eine neue Shuttle-Plattform

Das Startup Flinc aus Darmstadt hat heute angekündigt, dass es eine Software für dynamische Shuttle-Lösungen auf den Markt bringen will. Bisher ist flinc mit einem Mitfahrservice auf dem Markt, der Pendler mit Mitfahrern verbindet. Das neue Produkt heißt flott und soll vor allem Nahverkehrsbetriebe ansprechen, die eine dynamische Mobilitätsdienstleistung planen.

Heute startet mit flott eine Shuttle-Plattform, die den Grundstein für individuellen Nahverkehr legt – abseits von fixen Routen und starren Fahrplänen. Die von der flinc GmbH entwickelte Technologie bildet die ideale Ausgangsbasis für ein flexibles Verkehrsmittel. Flinc will sich mit dem neuen Produkt eine gute Ausgangsposition im Wettbewerb um dynamische Shuttle Dienste sichern und sich für den Einsatz autonomer Fahrzeuge vorbereiten.

Der Stadtverkehr wird in Zukunft weitaus effizienter und dynamischer ablaufen. Das zeigen auch Fahrdienste wie Uber oder allygator shuttle, die in Deutschland bereits erste Erfahrungen gesammelt haben. “Mobilität befindet sich in einem massiven Wandel. Der Kunde von heute verlangt nach einem digitalen und individuellen Beförderungsmittel. Mit flott bieten wir eine Plattform, welche die Flexibilität des eigenen Autos mit den Vorzügen des ÖPNV vereint. Das Ziel: Ohne Umsteigen von A nach B bei gleichzeitig höherer Auslastung der Fahrzeuge“, sagt Dr. Klaus Dibbern, CEO der flinc GmbH.

flott für Verkehrsbetriebe

Das Produkt soll vor allem für Verkehrsunternehmen interessant sein. “Für die Etablierung dieses neuen Verkehrsmittels sind wir im Dialog mit der Automobilindustrie, Verkehrsunternehmen, Städten und der Politik.”, so Dibbern. Bei der Generierung von Partnern werden die Kontakte von flinc zur Deutschen Bahn und zu Opel hilfreich sein. Beide Unternehmen sind an flinc seit einiger Zeit beteiligt.

Die Shuttle-Plattform bietet eine umfassende Lösung, um On-Demand Mobilität in bestehende Strukturen zu integrieren und damit individueller auf Kundenbedürfnisse einzugehen. Per intelligentem Algorithmus be- rechnet flott auf Basis der Nachfrage die günstigste Route, um mehrere Passagiere schnell und bequem zu ihren Zielorten zu bringen. Es werden zudem automatisch die Anzahl der benötigten Shuttles sowie die Betriebszeiten ermittelt. Dies führt zu einer drastischen Reduktion von Leerfahrten und benötigten Fahrzeugen auf der Straße, einer direkten Kostenoptimierung und einer geringeren CO2-Belastung.

Fokus auf Technologie

Die Vision ist, dass Passagiere via App ihr Shuttle bestellen können und von professionellen Fahrern zum Ziel gebracht werden. Der Kunde kann nach Bestellung live sehen, wo sich sein Shuttle gerade befindet und wie dessen Ankunfts- zeit ist. Die Shuttle-Plattform ermöglicht dabei ständig den Eingriff eines Operators, der den Betriebsablauf überwacht.

Flott will sich dabei auf die Technologie für den Shuttle-Dienst fokussieren, der Betrieb wird von den lokalen Verkehrsbetrieben oder Franchisepartnern komplett übernommen. Damit geht das Unternehmen einen anderen Weg, als z.B. allygator Shuttle. Allygator Shuttle will zumindest vorerst den Betrieb der Fahrzeuge steuern und auch beim Marketing involviert sein wollen.

Basis für Mobilitätsdienste mit autonomen Fahrzeugen

flott soll in den nächsten Jahren weiterentwickelt werden um später einmal als Basis für eine zukünftige Einführung vollautonomer Fahrzeuge bilden zu können, die das Mobilitätsverhalten der Menschen und traditionelle Geschäftsmodelle grundlegend verändern werden.

Bild: flott-shuttle.de (alle Rechte vorbehalten)