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Didi Chuxing investiert in europäischen Anbieter Taxify

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing beteiligt sich an einem weiteren Unternehmen, um das globale Netzwerk zu erweitern. Mit dem Investment in den Anbieter Taxify streckt das Unternehmen seine Fühler auch nach Europa aus. Taxify ist vor allem in Europa und Afrika aktiv, in Kürze soll der Service auch in London angeboten werden. Das unternehmen bietet eine App basierten Taxi-Service, der mit Uber oder myTaxi zu vergleichen ist. Es ist nicht bekannt, wie viel Didi in das Unternehmen investiert hat, es soll sich aber um eine Summe im zweistelligen Millionenbereich handeln.

Taxify ist in 18 Ländern aktiv

Taxify wurde von vier Jahren gegründet und der Unternehmenssitz ist in Estland. Die Gründer waren davon bei Skype aktiv und haben mittlerweile einen Taxidienst aufgebaut, der in 18 Ländern aktiv ist. Dazu standen überschaubare finanzielle Mittel in höhe von 2 Mio. Euro zur Verfügung.  Zu den Märkten gehören Städte in Ungarn, Rumänien, Südafrika oder Nigeria.

Trotz Fokus auf Städte in schwachen Regionen und Schwellenländern, soll noch dieses Jahr die Expansion nach London stattfinden. In London ist der Markt der Fahrdienstanbieter bereits stark umkämpft. Die Ridesharing App Uber kämpft mit Anbietern wie myTaxi/Hailo oder Gett um Marktanteile. Um dort erfolgreich wachsen und bestehen zu können, benötigt Taxify ein finanzielles Polster, um mit den Mitbewerbern mithalten zu können. Taxify gibt an, dass 2.5 Mio. Nutzer die unterschiedlichen Serviceklassen nutzen. Das Unternehmen bietet einen Fahrdienst mit lizensierten Taxis an, eine Serviceklasse mit Privatfahrern ist aber auch im Angebot.

Ernstzunehmender Konkurrent für myTaxi

Mit dem Investment von Didi Chuxing wird Taxify zu einem ernstzunehmenden Konkurrenten für myTaxi. Die Daimler Tochter myTaxi hat es sich zum Ziel gesetzt, Marktführer unter den Taxiapps in Europa zu werden. Dazu wird auf der einen Seite das bestehenden myTaxi-Geschäft nach vorne gepusht, hinzu kommen Akquisitionen von Mitbewerbern in bestimmten Ländern. So wurde der Anbieter Hailo übernommen, der in Großbritannien eine starke Position hatte. Hinzu kommen die Akquisitionen von TaxiBeat aus Griechenland und Clever Taxi in Rumänien. Mit dem Investment und dem starken Partner im Rücken wird Taxify einen Gang höher schalten, um seine Präsenz und die Produkte auszubauen.

Didi Chuxing beteiligt sich an Plattformen in mehreren Ländern

Die chinesische Plattform Didi Chuxing erweitert sein globales Netzwerk durch Investitionen in Mitbewerber. Unter anderem ist das Unternehmen an den Plattformen Lyft aus den USA, Ola aus Indien oder Grab aus Südostasien investiert. In den Mitbewerber 99 aus Brasilien hat Didi ebenfalls investiert. In China hat Didi für Aufsehen gesorgt, in dem es das lokale Geschäft von Uber für mehrere Milliarden übernommen hat, um den Markt zu konsolidieren.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Volocopter: Fliegende Taxis mit Unterstützung von Daimler

Volocopter entwickelt seit ein paar Jahren ein fliegendes Taxi. Um die Entwicklung voranzutreiben, wird eine Finanzierungsrunde von 25 Mio. Euro aufgenommen. Unter anderem beteiligen sich der Automobilhersteller Daimler und der Unternehmer Lukasz Gadowski an dem Unternehmen. Mit dem frischen Kapital wird Volocopter die führende Technologie seiner senkrecht-startenden und rein elektrobetriebenen Fluggeräte (eVTOL) weiter ausbauen, die Einführung des Volocopter Serienmodells beschleunigen und den Markt fliegender Lufttaxis erobern. Die sicheren, leisen und umweltfreundlichen Fluggeräte, die für den Transport von zwei Passagieren geeignet sind, werden die Mobilität in Metropolen revolutionieren.

Senkrecht starten und Landen mit Elektroantrieb

Die fliegenden Volocopter Taxis werden mit Elektromotoren angetrieben und sollen vertikal starten und landen können. In Fachjargon werden die fliegenden Taxis als eVTOL Flugobjekte beteiligt. Die Abkürzung eVTOL steht dabei für electric Vertical Take-Off and Landing. Volocopter hofft darauf, dass es eine entscheidende Rolle bei der Disruption des Verkehrs in Großstädten einnehmen wird.

Das Unternehmen hat angekündigt, dass bereits im vierten Quartal diesen Jahres erste Testflüge eines autonomen Volocopters in Dubai stattfinden werden. Langfristiges Ziel ist es, dass die fliegenden Taxis zur Serienreife entwickelt werden sollen, um sie dann weltweit einsetzten zu können.

Starke Partner für Entwicklung und Skalierung

Daimler ist dabei ein finanzstarker und strategischer Partner, der bei der Entwicklung und Produktion helfen kann. Lukasz Gadowski hat viel Erfahrung beim Aufbau und bei der Skalierung von Startups und Dienstleistungen. Das Startup hofft, von den Erfahrungen zu profitieren. Volocopter wird die neuen Finanzmittel nutzen, um gemeinsam mit seinen Partnern  technische Innovationen und seine Vorreiterrolle in der Branche weiter auszubauen. Geplant sind die Weiterentwicklung der Modelle zur Serienreife und kommerziellen Zulassungen durch Luftfahrtbehörden weltweit. Hierfür sind u.a. umfangreiche Testflugprogramme vorgesehen. Um die Entwicklungsgeschwindigkeit dabei zu erhöhen, ist die Einstellung von weiteren Ingenieuren in den Bereichen Flugsystementwicklung, Software und elektrischer Antrieb sowie der Aufbau der kommerziellen Funktionen angestoßen worden. Ein Teil des Investment soll auch in den Aufbau der Marke fließen.

Lilium zählt zu den Mitbewerbern – auch Uber interessiert

In einer früheren Finanzierungsrunde hat das Unternehmen über die Crowd-Investing Plattform Seedmatch eine Summe von 1.2 Mio. Euro eingesammelt. Auch Uber interessiert sich für das Thema und hat Anfang des Jahres ein Summit zu dem Thema veranstaltet. Uber will in Zukunft einen Service mit fliegenden Taxis anbieten. Zu den Mitbewerbern von Volocopter zählt das Unternehmen Lilium Aviation aus München. Lilium entwickelt ebenfalls ein fliegendes Taxi, das elektrisch betrieben wird und senkrecht starten und landen kann.

Bild: Volocopter (alle Rechte vorbehalten)

Die Deutsche Bahn beteiligt sich an Fahrdienst-Plattform Talixo

Die Deutsche Bahn beteiligt sich über den Venture Arm Deutsche Bahn Digital Ventures an der Fahrdienstplattform Talixo. Das Startup bietet eine Technologieplattform, über die vor allem Geschäftsreisende Taxifahrten oder Limousinen buchen können. Insgesamt fließt eine siehe siebenstellige Summe in das Unternehmen. Neben der Bahn beteiligen sich auch die bestehenden Investoren Amman Group und ein Investor aus der Schweiz.

Bahn will Angebot und Geschäftsbereiche erweitern

Die Deutsche Bahn versucht mit dem Investment das Transportangebot über die Schienen hinaus weiter auszubauen. Das Angebot von Talixo soll in den Buchungsprozess der Bahn integrieren. Kunden sollen so nicht mehr zu anderen Anbietern und Apps wechseln müssen, sondern sollen die Möglichkeit erhalten, die Reise von Tür zu Tür über eine Plattform buchen zu können. Die Bewertung von Talixo dürfte sich auch noch in einem vernünftigen Rahmen bewegt haben, so dass die Bahn günstig einsteigen konnte.

Talixo bietet Buchungsplattform für Unternehmen und Reiseportale

Talixo spricht mit seiner integrierbaren Buchungsplattform vor allem Unternehmen, Reisebüros und online Buchungsseiten an. Über die eingebundene Plattform können Taxis und Limousinen gebucht werden, außerdem wird ein Ridesharing Produkt angeboten, bei dem sich mehrere Angestellte eines Unternehmens oder eine Reisegruppe ein Fahrzeug zum gemeinsamen Ziel teilen können.

Bisher unterm Radar geschwommen

Talixo hat bisher eher unter dem Radar agiert, obwohl das Unternehmen bereits Partnerschaften mit Concur, AirPuls, Amadeus oder Onesto vereinbaren konnte. Mal sehen, ob sich das mit dem neuen Investor ändern wird. Das Geld soll auf jeden Fall dazu genutzt werden, um zu expandieren. In einem nächsten Schritt will das Unternehmen die Märkte in Asien und Amerika erschließen.

Zu den Wettbewerbern von Talixo gehört das Berliner Unternehmen Blacklane. Auch Blacklane will sich in dem B2B Markt für die Fahrten auf der letzten Meile etablieren. Zu den Investoren de Unternehmens gehören unter anderem Daimler und die Alstin Group von Carsten Maschmeyer. Blacklane hat bereits einen größeren Footprint und bietet den Service in mehr als 250 Städten an.

Bild: Talixo (alle Rechte vorbehalten)

Clever Taxi: MyTaxi schluckt Mitbewerber aus Rumänien

Die Daimler Tochter MyTaxi kauft wieder zu, diesmal in Rumänien. Der lokale Anbieter Clever Taxi wird übernommen, um die Präsenz in Europa zu erhöhen. Mit der Übernahme in Rumänien, sei MyTaxi jetzt in 11 europäischen Ländern aktiv. Die Taxi-App ist einst als eigenständiges Startup gestartet und wurde letztendlich komplett von Daimler übernommen.

Kaufpreis für Clever Taxi unbekannt

Wie viel die Übernahme gekostet hat, wurde von der Daimler-Tochter nicht kommuniziert. Erwartungsgemäß dürfte dieser nicht besonders hoch ausgefallen sein. Der Markt in Rumänien dürfte auf Grund der schwachen Wirtschaft wenig attraktiv für Daimler sein. Gleichzeitig ist die Zahl der registrierten Nutzer überschaubar. Die Clever Taxi App kann in den größten 20 Städten in Rumänien genutzt werden. Die Plattform verfügt über 600.000 registrierte Nutzer und 17.000 angemeldete Taxifahrer.

Dritte Übernahme in den letzten Monaten

Schon in der Vergangenheit hat MyTaxi hinzugekauft, um die Plattform zu stärken. Die Größte Übernahme war der Kauf der Taxi App Hailo aus Großbritannien. Mittlerweile wurde die Hailo App durch die MyTaxi App ersetzt und der Markenname Hailo soll mit der Zeit verschwinden. Anfang des Jahres erfolgte die Übernahme von Taxibeat aus Griechenland. Taxibeat war der lokale griechische Marktführer.

MyTaxi als führende Taxi-App in Europa

Daimler will mit MyTaxi eine in Europa führende Taxi-App aufbauen. Ingesamt sollen sieben Millionen Nutzer registriert sein. Europaweit kommt das Netzwerk auf 120.000 registrierte Fahrer. Langfristig wird sich auch das Unternehmen darauf einstellen müssen, dass autonome Fahrzeuge die Taxis samt Fahrer ersetzten werden. Bisher gibt es keine Aussagen von MyTaxi, ob es an den zukunftsweisenden Themen gearbeitet wird.

Markt wird sich weiter konsolidieren

Es ist anzunehmen, dass sich der Markt der Taxi-Apps in den kommenden Monaten und Jahren weiter konsolidieren wird. Das Geschäftsmodell von MyTaxi und co. wirft nur geringe Margen ab und die Konkurrenz durch Ride-Hailing Angebote wie Uber oder Gett wächst. In Zukunft kommen noch Ridesharing Plattformen, wie CleverShuttle oder Via hinzu. Die kleinen lokalen Anbieter, wie Clever Taxi oder TaxiBeat  werden aus eigener Kraft nicht überlegen können.

Bild: Clever Taxi (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing Fusion von Car2go und DriveNow soll bevorstehen

Kooperationen sind zur Zeit ein großes Thema in der Automobilindustrie. Die Hersteller verbünden sich mit Startups und Zulieferern, um bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen und Fahrdiensten an Geschwindigkeit zu gewinnen. Teilweise kooperieren Konzerne auch miteinander, um Ressourcen und Know-How zu bündeln. So anscheinend demnächst auch Daimler und BMW. Die beiden Carsharing Angebote DriveNow und Car2Go sollen doch fusionieren.

Fusionspläne zuerst dementiert

Anfang des Jahres gab es schon entsprechende Meldungen, dass beide Unternehmen fusioniert werden sollen, was aber recht schnell von DriveNow und Miteigentümer Sixt dementiert wurde. Jetzt meldet das Manager-Magazin, dass beide Unternehmen im letzen halben Jahr weiter verhandelt haben und die Fusion in den nächsten drei bis sechs Monaten vereinbart werden soll. Im Januar war Sixt noch gegen eine Fusion, den Widerstand scheint das Unternehmen jetzt aufgegeben zu haben. Nach dem Zusammenschluss sollen die Angebote unter einem neuen gemeinsamen Markennamen firmieren, die alten Marken DriveNow und Car2go sollen verschwinden.

Position soll gestärkt werden

Daimler und BMW wollen mit der Fusion die Position gegenüber den übermächtigen Fahrdiensten wie Uber und co. Und Technologieunternehmen wie Google stärken. Die herkömmlichen Automobilkonzerne haben Angst davor, dass sie in Zukunft nur noch die Karosserien bauen, die mit Technologien von Google und anderen Technologieunternehmen ausgestattet sind und auf Plattformen wie Uber oder Didi Chuxing zum Einsatz kommen. Das große Geld würden dann andere Unternehmen verdienen. Daimler überlegt auch, die Töchter moovel, myTaxi und co. mit einzubringen. BMW könnte die weiteren Unterhaus der Now Sparte mit in die Kooperation einbringen, z.B. ChargeNow oder ParkNow. Sixt beziffert den Wert von DriveNow auf 480 Mio. Euro. Der neue Verbund soll auch für weitere Partner offen gehalten werden.

Zukunft ist vollautomatisiert

Carsharing wird in Städten nur ein Übergangsmodell für die nächsten Jahre sein. In Zukunft wird der Verkehr in den Großstädten von vollautomatisierten Fahrzeugen geprägt sein. Um langfristig überleben zu können, müsste das Gemeinschaftsunternehmen in diese Entwicklung investieren.

Carsharing wächst

In dem letzten Jahr sind beide Anbieter stark gewachsen. Die Daimler Tochter Car2go hat etwa 2.2 Millionen registrierte Nutzer in mehr als 25 Städten. Das Carsharing Netzwerk DriveNow ist drei Jahre später gestartet und kommt auf 800.000 Kunden in elf Städten. In letzter Zeit ist DriveNow in einem Franchising System expandiert und hat in den USA ein Carsharing Netzwerk mit dem Namen ReachNow gestartet. Bei ReachNow werden auch Ridesharing Dienste getestet, die demnächst weiter ausgerollt werden sollen. Ob die Franchising Städte und ReachNow auch mit einfließen, ist nicht bekannt.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Hailing Übernahme: Gett schluckt Juno

Die beiden Ride-Hailing Apps Gett und Juno schließen sich zusammen. Besser gesagt, Gett übernimmt den Mitbewerber für 200 Mio. US$. Über eine Übernahme wurde schon in den letzten Tagen spekuliert. Juno ist mit seinem Ride-Hailing Service bisher nur in New York aktiv. Gett ist insgesamt in 100 Städten aktiv. Unter anderem ebenfalls in New York aktiv, zusätzlich auch in Europa, Israel und Russland.

Juno wird komplett übernommen

Es wird so gut wie alles  von Juno übernommen. Die Nutzer, das Netzwerk an registrierten und lizensierten Fahrern und die Mitarbeiter werden übernommen. Das Gründerteam von Juno wird in New York bleiben und die operative Führung des Geschäfts beider Plattformen in den USA übernehmen. Mittelfristig will das Unternehmen in weitere Städte in den USA expandieren. Unklar ist, ob die Juno Marke weiterhin existieren wird, oder ob diese in Gett aufgehen wird.

Gett stärkt Position in New York

Durch die Übernahme stärkt das Unternehmen  seine Position in New York. Mit einem Schlag wird die Plattform zweit größter Anbieter für on demand Fahrdienste in der Stadt, vor Lyft und hinter Uber. New York gilt neben San Francisco als einer der erfolgreichsten Städte im Bezug auf Ride-Hailing.

Investment von Volkswagen

Gett hat im letzten Jahr für Aufmerksamkeit gesorgt, da der Volkswagen Konzern mit 300 Mio. US$ eingestiegen ist. Es ist wahrscheinlich, dass die Ridesharing Plattform nach der teuren Akquisition eine weitere Runde einsammeln wird, um genügend finanzielle Mittel für das weitere Wachstum zur Verfügung zu haben. Gut möglich, dass sich Volkswagen erneut beteiligen wird. Im letzten Quartal ist das Unternemen um 100% gemessen an Fahrten und Umsatz gewachsen.

Juno als Anti-Uber

Juno hat sich als Anti-Uber positioniert. Es wurden Fahrer mit hohen durchschnittlichen Bewertungen von Uber abgeworben. Den Fahrern wurde ein höherer Anteil der Fahrtumsätze ausbezahlt und teilweise waren die Fahrer auch an dem Unternehmen beteiligt. Die beteiligten Fahrer werden im Zuge der Übernahme ausbezahlt. Langfristig will auch Gett die Fahrer am Unternehmenserfolg beteiligen.

Bild: Gett (alle Rechte vorbehalten)

SoftBank will 6 Milliarden US$ in Didi Chuxing investieren

Der nächste Ride-Sharing Anbieter steht vor einem Milliarden-Investment. Die Japanische SoftBank Gruppe soll ein Investment in Höhe von 6 Milliarden US$ planen. Bisher hat vor allem der amerikanische Konkurrent Uber mit Milliarden Investments von sich hören lassen.

SoftBank finanziert globale Allianz

SoftBank setzt im großen Stil auf Fahrdienste in mehreren Ländern. Der japanische Konzern ist bereits an Didi Chuxing beteiligt. Außerdem wurden große Summen in Ola aus Indien, Lyft und Grab investiert. Die genannten Unternehmen wollen eine globale Ridesharing Allianz umsetzen, um der weltweiten Expansion von Uber entgegenhalten zu können. Die Ergebnisse dieser Allianz sind bisher eher überschaubar.

Letzte Bewertung bei 34 Milliarden US$

Zu den weiteren Investoren von Didi gehören unter anderem Alibaba, Apple, Foxconn und Tencent. Damit sich deren Anteile nicht verwässern, werden diese wohl pro-rata mitgehen und ebenfalls investieren. Das Investment wäre das bisher größte Einzelinvestment, das ein chinesisches Technologieunternehmen bekommen würde. Bei dem letzten Investment durch Foxconn wurde Did Chuxing mit 34 Milliarden US$ bewertet.

Investitionen im Bereich autonomes Fahren und Expansion

Die zusätzlichen finanziellen Mittel würden in die Ausweitung des operativen Geschäfts fließen und in die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Didi hat kürzlich ein Forschungslabor im Silicon Valley eröffnet und Experten von Uber und der Google Tochter Waymo abgeworben. Um langfristig überleben zu können, folgt Didi der Konkurrenz und den Meinungen der Experten und entwickelt Technologien für autonome Autos. Uber und die Google Tochter Waymo testen bereits autonome Autos in einigen amerikanischen Städten.

Bild: iphonedigital (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft mit weiterer Finanzierung von 600 Mio. US$

Die Nummer zwei im amerikanischen Ride-Hailing Markt Lyft hat einer weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt werden weitere 600 Mio. US$ in das Unternehmen investiert, bei einer Bewertung von 7.5 Milliarden US$. In den letzten Wochen gab es immer wieder Anzeichen, dass Lyft mindestens 500 Mio. US$ einsammeln wird.

Finanzierung von Kanadischen Pensionsfond

Die Finanzierung kommt von dem Kanadischen Pensionsfond Canada’s Public Sector Pension Investment Board, Alliance Bernstein, Gifford, KKR und bestehenden Investoren wie Rakuten, Janus Capital und weiteren. Ob General Motors die Runde mitgegangen ist, wurde nicht kommuniziert. Insgesamt hat das Unternehmen nun mehr als 2.6 Milliarden US$ eingesammelt. Die Bewegung ist leicht gestiegen, bei der letzten Runde lag die Bewegung bei 5.5 Milliarden US$.

General Motors als Lyft Investor

In der letzten Finanzierungsrunde hat das Unternehmen für Aufsehen gesorgt, da General Motors als Investor Board gekommen ist. Der Automobilhersteller hatte Anfang 2016 etwa 500 Mio. US$ in Lyft investiert. Zeitweise sah es so aus, als würde sich das Unternehmen in einer Krise befinden und einen Käufer sorgen. Mittlerweile befindet sich das Startup wieder im Aufschwung. Dabei profitiert es auch von den negativen Schlagzeilen rund um den größten Konkurrenten Uber.

Probleme von Uber ausnutzen

Uber hat im Moment mit Problemen in unterschiedlichen Bereichen zu kämpfen. Die Unternehmenskultur ist vergiftet, Vorwürfe der sexuellen Belästigung stehen im Raum und geheime Informationen rund um die autonomen Fahrzeuge wurden anscheinend von Google gestohlen. Lyft nutzt diese Probleme und expandiert schnell in weitere Städte in die USA. Bisher wurden allein im Jahr 2017 mehr als 100 neue Städte zum Netzwerk hinzugefügt.

Beschleunigtes Wachstum in den USA

Insgesamt scheint Lyft im Moment schneller als Konkurrent Uber zu wachsen. Im ersten Quartal hat Lyft mehr als 70 Mio. Fahrten abgewickelt, das entspricht einem Wachstum von 34% im Vergleich zum letzten Quartal 2016. Im Jahresvergleich lag das Wachstum bei über 140%. Auch von der #DeleteUber Kampagne in den sozialen Netzwerken hat das Ridesharing Netzwerk profitiert, die Zahl der Registrierungen ist um 60% gestiegen.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing will weitere Finanzierung einsammeln

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing, die im vergangenen Jahr das Geschäft von Uber China übernommen hat, befindet sich in Gesprächen mit Investoren, um eine weitere Finanzierungsrunde in Milliardenhöhe aufzunehmen. Das Unternehmen möchte sich mehr Zeit erkaufen, bis es ein profitables Geschäftsmodell entwickelt hat.

Investoren uneinig über Strategie

Die bisherigen Investoren sind sich uneinig, ob das der Marktführer in China weiteres Kapital aufnehmen soll. Auf der einen Seite könnte das Unternehmen mit weiterem Kapital schneller Erfolge im Bereich autonomer Technologien für selbstfahrende Autos erreichen und seine Ride-Hailing Plattform weiter ausbauen. Auf der anderen Seite dürfte die Plattform über genügend finanzielle Mittel verfügen, die im letzten Jahr eingesammelt wurden. Eine weitere Finanzierungsrunde würde die Anteile der bestehenden Investoren verwässern, sofern sie die neue Runde nicht mitgehen können. In der neuen Runde wird eine Summe von drei Milliarden US$ angestrebt. Didi wird diese Summe nur aufnehmen, wenn die letzte Bewertung von 34 Milliarden US$ weiter steigen wird.

Internationale Expansion von Didi könnte folgen

In den letzten Tagen wurde auch darüber berichtet, dass Didi international expandieren könnte. Eine englische Version der App befindet sich in Vorbereitung und internationale Zahl-Methoden werden getestet. Beides wird als Zeichen für eine mögliche Expansion gesehen. Eigentlich wollte der chinesische Marktführer gemeinsam mit Lyft, Ola und Grab ein internationales Ridesharing Netzwerk aufbauen. Bei diesem Vorhaben scheinen die unterschiedlichen Anbietern nicht voran zu kommen. Auf Lyft erwägt eine Internationalisierung auf eigene Faust.

Vorschriften in China erschweren das Geschäft

In den letzten Monaten wurden neue Regeln für Fahrdienste in China erlassen. Diese Regeln schreiben unter anderem vor, dass Fahrer und Fahrzeuge lokal registriert sein müssen. Bisher kamen die Fahrer häufig aus ärmeren Gebieten in die Städte und haben dort für einen niedrigeren Lohn gearbeitet. Diese Verschärfung der Vorschriften erschwert und verteuert das Geschäft für Didi. Autonome Fahrzeuge wären eine Lösung für das Problem. Bis diese serienreif sind, benötigt Didi weiteres Geld.

Apple als Didi Investor

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen für Aufmerksamkeit auch außerhalb Chinas gesorgt. Auf der einen Seite wurde das China Geschäft von Uber übernommen und auf der anderen Seite konnte Apple als Investor gewonnen werden. Apple hat ca. 1 Milliarde Dollar in die Fahrdienstplattform investiert. Uber und Didi haben sich zuvor einen erbitterten Kampf um Fahrer und Fahrgäste geliefert, bei dem Uber pro Jahr einen Milliardenbetrag verbrannt hat. Die Verluste von Didi dürften ebenfalls im Milliardenbereich liegen. Insgesamt soll Didi über 300 Mio. registrierte Nutzer in 400 chinesischen Städten verfügen.

Bild: Andrej Iliev (bestimmte Rechte vorbehalten)

Waymo verklagt Uber und Otto wegen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen

Uber bekommt Ärger durch die Waymo. Die Google Tochter hat Otto und Uber wegen Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen verklagt. Otto befasst sich mit der Entwicklung von Systemen für autonome Lastwagen. Dabei soll es gegen Geschäftsgeheimnisse und Patente von Waymo verstoßen haben. Konkret wirft Waymo Uber vor, dass bei der Entwicklung der LiDAR Sensoren das Wissen von Waymo genutzt wurde.

Waymo LiDAR System im Mittelpunkt der Anschuldigung

Die Google Tochter hat mehrere Jahre an der Entwicklung eines eigenen leistungsstarken LiDAR-Systems gearbeitet. Uber hat sich einen Vorteil verschafft, in dem durch Datendiebstahl ein vergleichbares LiDAR System in nur neun Monaten entwickelt wurde. LiDAR steht für Light Detection and Ranging und ist ein Systeme, das essentiell für selbstfahrende Autos ist. Ein LiDAR System strahlt mehrere Millionen Laserstrahlen aus und misst, wie lange es dauert, bis die Laserstrahlen reflektiert werden. Durch dieses Verfahren wird laufend ein 3D Bild der Fahrzeugumgebung erstellt. Das System ist entscheidend, um Form, Geschwindigkeit und Richtung von Fahrradfahrern, Fußgängern, Fahrzeugen und anderen Gegenständen zu messen.

Vorteil durch Diebstahl für Uber und Otto

Otto soll durch Datendiebstahl in der Lage gewesen sein, die Hardware in Rekordzeit zu entwickeln. Waymo wirft dem früheren Google Manager und Gründer von Otto Anthony Levandowski vor, dass er 10 GB (14.000 Dokumente) an vertraulichen Daten heruntergeladen hat, bevor er bei Google ausgeschieden ist. Das Unternehmen Otto soll er noch während seiner Zeit bei Google gegründet haben. Weitere Mitarbeiter, die bei Google an dem Car Projekt gearbeitet haben, sollen ebenfalls zu Otto gewechselt sein und dabei sensible Daten mitgenommen haben.

Email deckt Fehlverhalten auf

Aufgeflogen ist der vermeintliche Klau von Geschäftsgeheimnissen durch eine Email, die die Google Tochter von einem Zulieferer erhalten hat. Im Anhang der Email befand sich unbeabsichtigt eine Zeichnung der Leiterplatte des LiDAR Sensors von Otto, die stark der Version von Waymo ähnelte. Hauptgrund für die Übernahme von Otto durch Uber soll das fortschrittliche Design des LiDAR-Sensors von Otto gewesen sein.

In der Vergangenheit haben Uber und Google eng zusammen gearbeitet. Google hat sich sogar über den ehemaligen Venture Arm Google Ventures an Uber beteiligt und den Fahrservice als erstes in Google Maps eingebaut. Waymo scheint den Datendiebstahl für schwerwiegend zu halten, ansonsten wäre es nicht zu der Klage gekommen.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)