Archiv der Kategorie: Transport und Logistik

In diese Kategorie werden alle Artikel rund um die Themen Transport und Logistik zusammengefasst.

Tesla Semi Truck Elektro-LKW in Bildern

In der letzten Nacht hat Tesla den Semi Elektro-LKW vorgestellt. Hier ist der Truck in Bildern und mit weiteren Informationen.

 

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Fahrerkabine des Elektro-LKWs

Bei der Fahrerkabine geht Tesla einen neuen Weg. Der Fahrer sitzt Mitte und ist von zwei Touch-Screen Displays flankiert. So soll die Rundumsicht verbessert werden, die Displays ermöglichen einfachen Zugang zu Navigation, Überwachungsdaten und Auftragsdaten. Systeme für Flottenmanagement und Monitoring sollen direkt verbaut werden, so dass keine Geräte von Drittherstellern verbaut werden müssen.

Verbesserte Sicherheit

Tesla legt viel Wert auf die Sicherheit. Der Elektro-Truck soll über Sicherheitsstandards in einer neuen Dimension verfügen. Die Batterie sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und somit erhöhte Stabilität. Verbaute Sensoren sollen verhindern, dass sich Sattelschlepper und Anhänger zusammenklappen. Die Sensoren erkennen Instabilität und reagieren mit entsprechenden Bremsmanövern und flexiblen Drehmomenten an den Rädern. Der Truck wird mit Kameras überwacht, die den Fahrer bei Gefahr automatisch warnen.

Zuverlässigkeit

Der Tesla Semi Elektro-LKW verfügt über weniger Verschleißteile als ein Diesel-Truck. Vor allem der E-Motor ist viel einfacher aufbaut und ein Getriebe ist weniger komplex. Systeme für die Nachbehandlung der Abgase und Differentiale sind auch nicht nötig. Deshalb soll der der Elektro-LKW zuverlässiger sein und muss außerdem seltener gewartet werden. Die Batterien sind für eine Laufleistung von mehr als eine Millionen Kilometer ausgelegt. Bei den Motoren greift Tesla auf modifizierte Model 3 Motoren zurück.

Geringer Kosten

Ein Hauptargument für die Spediteure sollen die geringeren Betriebskosten sein. Auf Grund der Effizienz von Elektromotoren und geringer Stromkosten, sollen die Spediteure im Vergleich zu Diesel-Sattelschleppern ordentlich sparen können. Durch sogenannten Platooning oder fahren im Konvoi sollen nochmal Kosten eingespart werden können.

Der Truck kann gegen eine Anzahlung von 5000 US$ in den USA vorbestellt werden, die Produktion wird erst in etwa zwei Jahren starten. Ab wann die ersten Tesla Semi Trucks in Deutschland unterwegs sein werden, ist unklar. Vor 2020 wir das aber auf keinen Fall passieren.

Bilder: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

Tesla zeigt seinen Elektro-Truck

Ein paar Monate hinter dem Zeitplan ha Tesla gestern in Kalifornien den Elektro-LKW vorgestellt. Der Elektro-Truck soll 2019 auf den Markt kommen.Tesla hat schon einige Mitbewerber auf dem Gebiet und ist spät dran. Die Zugmaschine kann für herkömmliche Sattelauflieger genutzt werden.

Der Elektro-LKW soll eine Reichweite von etwa 800 km pro Ladung haben. Das ist überraschend, denn zuvor wurde von einer Reichweite von etwa 450 km berichtet. Damit dürften die meisten Fahrten mit nur einer Batterieladung möglich sein. Um die Wartezeiten beim Aufladen der Akkus zu verkürzen, arbeitet Tesla natürlich an einer passenden Lösung, um innerhalb von 30 Minuten die Batterien für die nächsten 600 km laden zu können. Die Ladevorrichtungen sollen Megachargers heißen.

Die Tesla Zugmaschine soll in 5 Sekunden von 0 auf 100  kmh beschleunigen, das ist erstaunlich schnell für einen Langstrecken-LKW. Bei voller Ladung von etwa 35 Tonnen soll der Elektro-Truck in 20 Sekunden von 0 auf 100 kmh sprinten. Steigungen sollen sich mit dem Elektro-LKW auch besser meistern lassen. Der LKW soll ohne manuelles Getriebe auskommen und über regenerative Bremsen verfügen.

Um die Produktionseffizienz später einmal zu erhöhen, wurden einige Teile des Model 3 wiederverwendet. So werden die Räder einzeln von einem Tesla 3 Motor angetrieben und auch die Türgriffe sollen vom kleineren Modell stammen. Der Autopilot soll auch verbaut werden.

Tesla ist bei den Elektro-LKWs nicht alleine. Daimler hat zum Beispiel einen Elektro-LKW für den Verteilerverkehr schon im Einsatz. Der Truck für den innerstädtischen Verkehr kommt auf eine Reichweite von etwa 100 Km und wird von UPS in den USA genutzt. Eine Version mit höherer Reichweite ist in Vorbereitung, ein Erscheinungsdatum ist aber noch unbekannt. Das Startup Nikola Motor Company hat sich mit Bosch zusammengetan und will bis 2020 einen Langstrecken-LKW mit einer Reichweite von 1900 km auf den Markt bringen.

Bild: Tesla (alle Rechte vorbehalten)

uShip holt sich Investment von DB Schenker

Marktplatz uShip holt sein ein weiteres Investment. Das globale Logistik-Unternehmen DB Schenker investiert im Zuge einer Kapitalerhöhung in die Online-Plattform für Speditions- und Transportdienstleistungen. Der online Logistik-In der letzten Finanzierungsrunde fließen 25 Mio. US$ in das Unternehmen, bisher wurden 50 Mio. US$ eingesammelt. Als Lead-Investor der letzten Runde tritt DB Schenker auf den Plan.

Schenker und uShip arbeiten schon länger zusammen

Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn arbeitet schon länger mit uShip zusammen. Im letzten Jahr haben die beiden Unternehmen eine Partnerschaft für die kommenden fünf Jahre geschlossen. Mit Drive4Schenker bietet Schenker seit ca. einem Monat eine Online-Plattform für Speditions- und Transportdienstleistungen, die auf der Technologie und Software von uShip aufbaut. So sollen die rund 30.000 Transportpartner des europäischen Landverkehrsnetzwerkes künftig über eine DB Schenker-Plattform namens „Drive4Schenker“ mit uShip-Technik online mit ihrer Fracht zusammengebracht werden. Der neue Service startet diesen Monat in Deutschland, der Ausbau erfolgt schrittweise.

Digitalisierung der Frachtbranche

Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn will mit mit Investment weiteres Umsatzpotential abseits der traditionellen Geschäftsmodelle erschließen. DB Schenker will sich mit dem Investment auch fit für die Zukunft machen. Die Digitalisierung der Frachtbranche wird in den nächsten Jahren für einige Veränderungen sorgen. Unternehmen wie Uber Freight, aber auch Frachtvermittler wie FreightHub, wollen den Markt modernisieren. Für DB Schenker ist es das größte Investment in ein digitales Unternehmen.

Die uShip Plattform, die erfolgreich Absender und Transporteure in mehr als 19 Ländern zusammenbringt, ist in der Branche führend darin, Gütertransporte über mobile Geräte wie Handys und Tablets zu organisieren. Das Unternehmen uShip will mit dem Investment die Entwicklung vorantreiben. Die Plattform geht davon aus, dass in Zukunft mehrere Frachtunternehmen auf Digitalisierung setzen. Dadurch können die großen Player ihren Vorsprung beibehalten und gleichzeitig das operative Geschäft weiter optimieren.

Bild: DB Schenker (Alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Patente von Amazon und Google

Kürzlich wurden Patenten veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass sich auch Amazon neben Google mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeuge und Plattformen für die Vermittlung von Ridesharing und Transport-Diensten beschäftigt. Von Google ist bekannt, dass sich das Unternehmen mit selbstfahrenden Autos und Ridesharing Diensten beschäftigt. Von Amazon gab es bisher wenig Anzeichen.

Die Patente von Google und Amazon wurden bereits im Jahr 2015 eingereicht. Das macht deutlich, dass sich die beiden Technologieunternehmen schon seit längerem mit dem Thema beschäftigen und Uber nicht tatenlose das Feld überlassen.

Google testete schon einen Ridesharing Service in San Francisco und treibt mit Waymo das Zukunftsthema autonomes Fahren voran. Bisher ist bekannt, dass Waymo Komponenten entwickelt, die von Automobilherstellern in den Serienfahrzeugen verbaut werden sollen. Das Unternehmen ist von dem Plan abgekommen, ein eigenes selbstfahrendes Auto zu bauen. Berichten zufolge plant Waymo in diesem Jahr den Test eines Fahrdienstes mit selbstfahrenden Chrysler Pacifica Minivans.

Das jetzt veröffentlichte Patent beschreibt, wie autonome Fahrzeuge mit Ride-Hailing Apps verknüpft werden und wie die Nutzer gefunden werden. Das Patent beschreibt eine Lösung für die Vermittlung eines Abholorts zwischen Auto und Nutzer unter erschwerten Bedingungen. Wie können sich Auto und Fahrgast treffen, wenn das Fahrzeug nicht unter sicheren und präzisen Umständen zum Fahrgast navigieren kann. Sollten Google und Waymo den geplanten Fahrservice weiter ausbauen, würden sie in den direkten Wettbewerb zu Uber und Lyft einsteigen.

Das Patent von Amazon beschreibt hingegen eine Möglichkeit, wie autonome Fahrzeuge mit Fahrspuren zurechtkommen, auf denen sich je nach Verkehrsaufkommen die Fahrtrichtung ändert. Ohne entsprechende Erkennung stellen die dynamischen Fahrrichtungswechsel eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer dar. Bleibt die Frage, wie weit sich Amazon mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen beschäftigt hat. Für Amazon wird es primär von Interesse sein, selbstfahrende Fahrzeuge für die Auslieferungen der Bestellungen einzusetzen. Amazon treibt jetzt schon seine Vision voran, immer größere Teile der Logistik für die Auslieferung der eigenen Bestellungen zu übernehmen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten die von Amazon entwickelten Technologien in selbstfahrenden Autos eingesetzt werden.

Auch in diesem Bereich würde Amazon mit Uber konkurrieren, das mit der Übernahme Otto selbstfahrende LKWs entwickelt und mit Uber Freight in die Digitalisierung der Frachtvermittlung eingestiegen ist.

Bild: Nic Redhead (bestimmte Rechte vorbehalten)

Amazon soll App für Frachtvermittlung entwickeln

Amazon entwickelt eine Plattform, die Warenversender und Kraftfahrer verbindet. Damit wagt sich Amazon in einen weiteren Geschäftsbereich vor. Das Marktvolumen wird alleine in den USA auf 800 Milliarden US$ pro Jahr geschätzt.

Frachtvermittler sollen überflüssig werden

Die Plattform soll App-basiert sein und im kommenden Sommer starten. Über eine App soll der Lastwagenfahrer die Anfragen von Warenversendern sehen und diese auf effiziente Weise annehmen können. Vom Prinzip ist das mit dem Uber Service vergleichbar, der Fahrgäste und Fahrer verbindet. Der neue Service würde Frachtvermittler überflüssig machen, die normalerweise bis zu 15% Vermittlungsgebühr verlangen.

Die App soll die Preise in Echtzeit anzeigen, sowie als Navigationsgerät dienen und ganze Toure vorschlagen. Die Abwicklung der Zahlungen soll auch möglich sein, um den ganzen Versandprozess zu beschleunigen.

Amazon wird zum Logistikanbieter

Amazon wird damit immer mehr zum Logistikanbieter. In letzter Zeit hat der Konzern tausende Lastkraftwagen und einige Frachtflieger gekauft. Auch auf der letzten Meile setzt Amazon immer mehr auf eigene Dienstleistungen. Damit will das Unternehmen unabhängiger von Unternehmen wie UPS oder DHL werden und außerdem Kosten sparen. Das Frachtvolumen von Amazon ist enorm, deswegen macht es durchaus Sinn, tiefer in die Logistikprozesse involviert zu sein. Laut RBC Capital Markets wird das Frachtvolumen in drei Jahren das Volumen von FedEx überschreiten und in sieben Jahren das von UPS.

Kostensenkungen für Warentransport im Fokus

In erster Linie will Amazon die Vermittler von Frachtaufträgen ersetzen und somit Geld sparen oder mehr Flexibilität für günstigere Versandkosten schaffen. Diese Frachtvermittler verlangen eine erhebliche Gebühr, um Auftragnehmer an Auftraggeber mit Transportanforderung zu vermitteln. Diese Vermittlung mit Brokern uns nicht nur teuer, sondern auch langsam. Viele Frachtvermittler arbeiten noch mit Papierdokumenten und Telefon.

Das Potential bei der Frachtvermittlung vorhanden ist, haben mehrere Unternehmen erkannt. Uber hat vor kurzem Uber Freight gestartet, das ein ähnliches Ziel wie Amazon verfolgt. Die Startups Convoy und Trucker Path entwickeln ein vergleichbares Angebot. Deutsche Startups sind Cargonexx, FreightHub oder Instafreight.

Bild: Rusty Clark (bestimmte Rechte vorbehalten)