eHailing Dienst: Cabify sichert sich weitere Finanzierung

Der eHailing Dienst Cabify, der in Spanien, Portugal und Südamerika aktiv ist, hat eine weitere Finanzierung eingesammelt. Insgesamt flossen 160 Mio. US Dollar bei der letzten Runde, die Bewertung lag bei 1.4 Milliarden US Dollar.

Restrukturierung bei eHailing Dienst Cabify

Maxi Mobility, das Unternehmen hinter Cabify hat sich auch einer Restrukturierung unterzogen. Insgesamt 120 – 150 Mitarbeiter müssen das Unternehmen verlassen, was fast 10% der Belegschaft entspricht. Die Reduzierung soll durch Zentralisierung einzelner Operations Bereiche erzielt werden. Gleichzeitig wird die Unternehmensführung neu aufgestellt. Der bisherige COO und Mitgründer Vincente Pascual übernimmt die Rolle des CEO. Der bisherige CEO Ricardo Weder soll sich aus dem operativen Geschäft zurückziehen und als Präsident agieren.

Die Finanzierung kommt von bestehende und neuen Investoren wie Rakuten Capital, TheVentureCity, Endeavor Catalyst, GAT Investments, Liil Ventures und WTI. Erst im vergangenen Jahr hat das Unternehmen eine Summe von 100 Mio. US Dollar aufgenommen. Wahrscheinlich auch, um die Übernahme von Easy Taxi zu finanzieren. Easy Taxi wurde von Rocket Internet gestartet und war hauptsächlich in Südamerika und dem Mittleren Osten aktiv. Insgesamt hat Cabify mehr als 400 Mio. US Dollar bis heute eingesammelt.

Mehr Wettbewerb im Zukunftsmarkt Südamerika

Der Wettbewerb in Südamerika wird stärker. Uber hat sich die Region verschrieben und auch lokale Anbieter wie 99 werden stärker. Anfang des Monats hat die chinesische Plattform Didi Chuxing 99 übernommen, der Preis lag bei einer Milliarde Dollar. Mit dem Verkauf an Didi gehört die Mobility Plattform jetzt einem finanzstarken und aggressiven Player.

Cabify und Easy Taxi sind in 14 Ländern aktiv und die Strategie sieht vor, dass das Geschäft in den bisherigen Märkten ausgebaut werde soll und weniger Expandiert werden soll. Das Funding fließt somit in die Stärkung der bestehenden Märkte und nicht in die kostenintensive Expansion. Obwohl das Unternehmen regional unterwegs ist, konnte eine beachtliche Zahl an Nutzern akquiriert werden. Insgesamt kommt der Anbieter auf 13 Mio. Kunde, der Umsatz soll im letzten Jahr um 500% gestiegen sein. Uber kommt in Brasilien auf 17 Mio. Kunden und 99 auf 14 Millionen.

Trotz schnellem Wachstum zeichnet sich Cabfiy durch eine Kostendisziplin aus und soll in einigen Märkten profitabel sein. Das Gesamtunternehmen soll kurz vor der Profitabilität stehen.

Bild: Cabify (alle Rechte vorbehalten)

Car-Sharing: BMW übernimmt DriveNow Anteile von Sixt

BMW hat sich mit Sixt darauf geeinigt, dass das Mietwagenunternehmen seine Anteile an DriveNow an BMW verkauft. Damit übernimmt BMW alle Anteile und die volle Kontrolle an dem Car-Sharing Anbieter. Der Schritt könnte eine Fusion von DriveNow und car2go wahrscheinlicher machen.

Fusion mit car2go jetzt wahrscheinlicher?

Der Schritt könnte den Weg frei machen für eine Zusammenlegung der Carsharing Angebote von Daimler und BMW.  In der vergangenen Woche berichtetet die Nachrichtenagentur Reuters in Berufung auf führende Automanager, dass die die Fusion kurz vor dem Abschluss steht. Von Daimler soll das car2go-Geschäft in ein neues Unternehmen eingebracht werden, von BMW die Töchter DriveNow und ParkNow.

Über die Fusion der beiden Car-Sharing Dienste DriveNow und car2go wird schon seit Anfang 2017 spekuliert. Damals zeigte sich Sixt irritiert von dem Vorhaben und galt seitdem als Verhinderer der Fusion. Der Verkauf an die BMW Group spült gutes Geld in die Kassen von Sixt und BMW erhält mehr Kontrolle über die zukünftige Ausrichtung.

Ziel soll es sein, den aggressiven internationalen Playern wie Uber, Didi und Co. Paroli bieten zu können. Wie das mit einer Strategie mit zwei Marken und ohne Ride-Sharing funktionieren soll, ist unklar.

BMW will offiziell Unternehmensstrategie Number One > Next stärken

Die offizielle BMW Pressemitteilung lässt nichts von einer Fusion mit car2go vermuten. BMW will mit der Übernahme der Sixt-Anteile die alleinige Kontrolle über das Car-Sharing Angebot erhalten. Im Rahmen der Number One > Next Unternehmensstrategie sollen die Angebote in den Bereichen On-Demand Mobilität (DriveNow und ReachNow), Parken (ParkNow) und Laden (ChargeNow) weiter ausgebaut werden. “Bis 2025 wollen wir 100 Millionen Kunden für unsere Premium Mobilitätsangebote begeistern. Mit DriveNow als hundertprozentiger Tochter haben wir alle Optionen für eine strategische Weiterentwicklung unserer Services in der Hand. Die Erfahrungen unserer Mobilitäts- dienstleistungen sind für uns auch mit Blick auf künftige autonome, elektrifizierte und vernetzte Flotten relevant“, sagte Peter Schwarzenbauer, Mitglied des Vorstands der BMW AG, MINI, Rolls-Royce, BMW Motorrad, Kundenerlebnis und Digital Business Innovation BMW Group.

DriveNow mit 420 Mio. Euro bewertet

Für Sixt scheint sich der Verkauf zu lohnen. Sixt gibt an, dass durch den Verkauf von DriveNow win Gewinn von 209 Mio. Euro erzielt wird. Der Autovermietung gehörten 50% an DriveNow, damit liegt die Bewertung des Car-Sharing Angebots bei etwa 420 Mio. Euro. Die Aufsichtsbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen, mit einer Entscheidung wird im zweiten Quartal gerechnet.

Die beiden Unternehmen sind 2011 mit DriveNow gestartet und haben den Dienst in 13 europäischen Städten ausgerollt, teilweise als Franchise-Modell. Insgesamt sollen eine Million Kunden bei dem Car-Sharing Dienst angemeldet sein.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

eHailing aus Frankreich: Heetch sammelt weitere 16.5 Mio. Euro ein

Im Moment ist Bewegung im europäischen eHailing- und Fahrservice-Markt. Das Unternehmen Heetch aus Frankreich hat sich 16.5 Mio. Euro gesichert, um die Position in Frankreich zu stärken. Zuvor hat sich schon Blacklane zwischen 40 und 45 Mio. Dollar gesichert, der Konkurrent Chauffeur Privé wurde von Daimler übernommen.

Geringer Provision führt zu geringeren Fahrpreisen

Die Finanzierung kommt von Investoren wie Félix Capital, Via ID, Alven Capital und Idinvest Partners. Das Startup bietet einen Dienst, der auf den Massenmarkt abzielt. Der Ride-Sharing Dienst von Heetch ist etwas günstiger als UberX. Die Fahrer sollen aber trotzdem das gleiche wie bei Uber verdienen, da die zu zahlende Provision bei 15 % liegt. Uber behält normalerweise 20 – 25 % des Fahrpreises. Mit einer ähnlichen Strategie will auch der Konkurrent Taxify erfolgreich sein. Bei hoher Nachfrage profitieren die Fahrer auch von erhöhten Fahrpreisen.

Neustart nach Verbot im März 2017

Heetch hat eine schwierige Zeit hinter sich. Im vergangenen Jahr musste das Geschäftsmodell in Frankreich gedreht werden, nachdem ein Gericht das ursprüngliche Angebot verboten hat. Heetch hatte einen Dienst angeboten, bei dem Privatfahrer Fahrten übernommen haben. Wie bei UberPop konnte sich jeder Autobesitzer als Fahrer registrieren und Umsätze erzielen. Seit dem Verbot des Peer-to-Peer Angebots setzt das Unternehmen in Paris auf professionelle Fahrer, die rund um die Uhr unterwegs sind.

Neben Frankreich ist das Unternehmen auch in Schweden, Belgien, Italien und Marokko aktiv. Frankreich ist der größte Markt für das Unternehmen. Dort sind neben Uber, sind auch Le Cab, das von Daimler übernommene Chauffeur-Privé und Taxify ernstzunehmende Konkurrenten für Heetch. Die eHailing Plattform gibt an, dass pro Woche 100.000 Fahrten absolviert werden. Die Zahl der registrierten Fahrer liegt bei 8.000.

Mit dem neuen Funding will das Unternehmen das Team erweitern, vor allem auf IT-Seite und weiter expandieren. London wurde als neues Expansionsziel ausgegeben. Dort wird sich Heetch hinter Taxify, Chariot, Via und co. in die Warteschlange einreihen müssen, diese Mitbewerber warten schon seit längerem auf eine Freigabe durch die TfL-Behörde.

Bild: Heetch (alle Rechte vorbehalten)

Car-Sharing Markt: DriveNow und car2go vor Fusion

Schon seit einigen Monaten wird darüber spekuliert, dass die beiden Car-Sharing Anbieter DriveNow aus dem Hause BMW und car2go von Daimler zusammengelegt werden sollen. Nach vielen Dementis soll es jetzt laut Reuters im Februar 2018 soweit sein.

Die beiden Automobilhersteller wollen offenbar eine gemeinsame Firma gründen, in die Daimler das car2go Geschäft einbringt und BMW zusammen mit Sixt die Marken DriveNow und ParkNow. Sein ReachNow Angebot scheine BMW aber nicht mit einzubringen, was den Aufbau eines starken globalen Players erschweren wird.

Beide Car-Sharing Marken sollen bleiben

Die beiden Marken sollen auch nicht verschwinden – Daimler hält an car2go fest und BMW an DriveNow. Die IT-Infrastruktur hinter den Angeboten soll zusammengelegt werden, um beide Angebote für die Nutzer bündeln zu können. Kosteneinsparungen würden sich auch durch die Zusammenlegung der lokalen operativen Teams ergeben, ob das geplant ist, wurde nicht bekannt. Wie sich die beiden Marken bei der Vermarktung verhalten werden, bleibt spannend. Werbung für beide Marken zu machen und dabei noch in Konkurrenz zu treten, treibt die Kosten nach oben. In den letzten Monaten mussten anscheinend die Partner, wie Sixt von der Fusion überzeugt werden, deswegen soll der Prozess auch so lange gedauert haben.

Lassen sich andere Anbieter von Fusion beeindrucken?

Die Automobilhersteller BMW und Daimler, die sich in den kommenden Jahren stark in Richtung Mobilitätsdienstleister entwickeln müssen, erhoffen sich durch die Bündelung der Angebote eine stärkere Position im Wettbewerb mit den Konkurrenten aus Asien oder USA. Die Zusammenlegung der Car-Sharing Angebote wird das Problem aber nicht lösen, es muss ein Umdenken stattfinden, um eine umfassende Mobilitätsplattform aufzubauen.

Auch wenn beide Anbieter die Fahrten im letzten Jahr steigern konnten, ist das Geschäft noch winzig. Die etwa drei Mio. Kunden bei car2go haben im Jahr 2017 insgesamt 24 Mio. Fahrten absolviert. BMW kommt mit DriveNow auf etwa eine Mio. Kunden und 8 Mio. Fahrten im vergangenen Jahr. Das ist nichts im Vergleich zu den großen Mobilitätsdiensten, die durch die Fusion angegriffenen werden sollen. Der Chinesische Anbieter Didi kam im letzten Jahr auf mehr als 7 Milliarden Fahrten.

Die bisherigen Informationen lassen erahnen, dass die beiden Unternehmen durch den Zusammenschluss die Wirtschaftlichkeit der Car-Sharing Dienste in Deutschland verbessern wollen. Nach einer Strategie, um gegen Player aus Asien und den USA bestehen zu können, sieht es nicht aus.

Bild: DriveNow (alle Rechte vorbehalten)

Autobauer Hyundai beteiligt sich an Mobilitätsplattform Grab

In der vergangenen Woche hat der Automobilhersteller Hyundai aus Südkorea bekanntgegeben, dass sich der Konzern an der asiatischen Mobilitätsplattform Grab beteiligt hat. Grab bietet unterschiedliche Mobilitäts- uns Lieferdienste in asiatischen Ländern an – Fokus liegt dabei auf Südostasien. Für Hyundai ist die Beteiligung auch ein strategischer Schritt. Nach den jüngsten diplomatischen Auseinandersetzungen zwischen Südkorea und China will Hyundai in Südostasien stärker werden.

Erstes Ride-Sharing Investment für Hyundai

Für Hyundai ist es das erste direkte Investment in einen Anbieter von Ride-Sharing Diensten. Südostasien ist nach China und den USA der drittgrößte Markt für Ride-Sharing Angebote – Hyundai möchte einen Fuß in die Tür bekommen.

Grab, das in Singapur gestartet und beheimatet ist, ist der größte Anbieter von Ride-Sharing und Taxidiensten in der Region. Das Unternehmen ist in acht Ländern in Südostasien aktiv. Die Beteiligung kann Hyundai dabei helfen, in der Region bekannter zu werden. Bisher sind hauptsächlich japanische Automobilhersteller in der Region aktiv. Hyundai hat sich auf Südkorea, China und die USA fokussiert.

Gleichzeitig kann der Automobilkonzern wichtige Learnings über die Mobilitätsplattform erhalten, die in Zukunft immer wichtiger werden. Hyundai war bisher verhalten, wenn es um Future Mobility Themen ging. Bis auf Carsharing-Angeboten in Europa und den USA kann der Konzern nichts vorweisen. Hyundai und Grab wollen gemeinsam Dienste entwicklen und anbieten, dabei sollen auch die umweltfreundlichen IONIQ Electric Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Autonome Fahrzeuge werden mit Aurora entwickelt

Auf der CES hat Hyundai eine Partnerschaft mit Aurora angekündigt – gemeinsam sollen vollautomatisierte Fahrzeuge entwickelt werden, die auch für Ride-Sharing Angebote höchst interessant sind. Gut möglich, dass selbstfahrende Hyundai-Modelle auf der Plattform von Grab eingesetzt werden.

Beide Unternehmen haben nicht bekanntgegeben, wie hoch das Investment ist. Laut Grab Pressesprecher ist die Beteiligung Bestandteil der letzten Finanzierungsrunde, in der 2.5 Milliarden Dollar von Didi Chuxing, Softbank und Toyota eingesammelt wurden.

Bild: Grab (alle Rechte vorbehalten)

Schnell die gewünschten Autoreifen finden – Online-Shops helfen dabei

Egal ob abgefahrenes Profil oder neue Winterreifen – die Suche nach neuen Autoreifen bedeutet für viele Menschen Zeitaufwand und Stress. Das muss nicht sein, denn in Online-Shops findet man schnell die gewünschten Autoreifen, ohne überhaupt das Haus zu verlassen.

Einfach nur die entsprechenden Suchparameter eingeben und schon bekommt man eine lange Liste mit passenden Angeboten.

Große Modellauswahl zu günstigen Preisen

In der Regel bieten Online-Shops eine sehr große Auswahl an Autoreifen von verschiedenen Herstellern. Diese lassen sich dann direkt miteinander vergleichen, und auch Bewertungen zu den einzelnen Reifentypen kann man sich anzeigen lassen. Auf diese Weise hat man einen umfassenden Überblick, was es auf dem Markt zu welchem Preis gibt. Oft sind die Preisangebote in den Online-shops zudem sehr günstig, und man kann bares Geld beim Reifenkauf sparen. Der ganze Suchvorgang nimmt letztendlich nur wenige Minuten in Anspruch, man spart also auch noch deutlich Zeit und Nerven.

Praktisch ist auch, dass man sich die Suchergebnisse entsprechend der eigenen Wünsche sortiert anzeigen lassen kann. Die Sortierung nach Preis ist dabei am häufigsten gefragt, aber auch das Sortieren nach Bewertungsergebnis, Verkaufshäufigkeit oder Hersteller können ausgewählt werden.

Die Suche nach den passenden Autoreifen leicht gemacht

Viele Kunden sind Laien und wissen nicht, was für Autoreifen sie eigentlich benötigen oder nach welchen Angaben sie suchen müssen. Auch hierbei ist der Reifenkauf im Online-Shop eine grosse Hilfe.

Es werden normalerweise verschiedene Möglichkeiten angeboten, über die man die individuell passenden Reifentypen finden kann. So kann man zum Beispiel seinen Wagentyp in die Suchmaske eingeben, aber auch den Reifentyp oder die Reifengrösse. Auch eine Suche über die Angaben im Fahrzeugschein ist möglich. Am Ende werden einem auf jeden Fall die passenden Autoreifen für den eigenen Wagen angezeigt, und man kann sich dann das persönliche Wunschmodell aussuchen.

Erklärungen helfen bei der Auswahl

Begriffe wie Geschwindigkeitsindex, TSN oder VSN bei den Reifendimensionen, oder auch der Lastindex sind vielen Autofahrern unbekannt. Bei der Auswahl der passenden Reifen können diese aber durchaus eine wichtige Rolle spielen, und man sollte sich im Vorfeld zumindest ein bisschen informieren.

Kein Problem, denn in den Online-Shops werden die verschiedenen Begriffe zum Thema “Autoreifen” einfach und verständlich erklärt. So ist man auch als Laie gut informiert und kann richtig vorbereitet die passenden Reifen für das eigene Auto kaufen. Zudem braucht man nicht einmal das Haus zu verlassen, um sämtliche relevante Informationen gebündelt zu erhalten und dann den richtigen Kauf zu tätigen.

Reifenkauf – auch im Internet ganz persönlich

Wer seine Autoreifen in einem Online-Shop wie pneus-outlet.ch kauft, der kann auch seine Daten und Suchparameter dort speichern. So wird das Ganze fast so persönlich wie beim Kauf im Geschäft, denn man bekommt spezielle Angebote und oft auch Rabatte, die genau auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten sind. Auch Informationen wie die persönliche Autowerkstatt des Vertrauens können abgespeichert werden. So kann man die gekauften Reifen dann direkt dorthin liefern lassen, so dass diese zum Wunschtermin aufgezogen werden können. Auf diese Weise bekommt man alles schnell und unkompliziert aus einer Hand, und das in der Regel auch noch zu einem guten Preis.

Bild: Liji Jinaraj (bestimmte Rechte vorbehalten)

Limousinenservice Blacklane mit neuer Finanzierung

Das Berliner Startup Blacklane, das einen Limousinenservice weltweit anbietet, hat laut eignen Angaben die höchste Finanzierungsrunde der Unternehmensgeschichte abgeschlossen. Wie viel Geld aufgenommen wurde, hat Blacklane nicht mitgeteilt. Das Tech-Magazin TechCrunch will erfahren haben, dass 40 – 45 Mio. US Dollar in das Unternehmen geflossen sind, was von Blacklane nicht kommentiert wird.

ALFAHIM beteiligt sich an dem Limousinenservice

Die Finanzierung kommt von den bestehenden Investoren Daimler und btov Partners, sowie von einem neuen Investor ALFAHIM. Andere Business Angels und der Fond von Carsten Maschmeyer scheinen nicht weiter investiert zu haben. ALFAHIM hat die Runde angeführt, dahinter verbirgt sich ein Firmenkonglomerat aus den Vereinigen Arabischen Emiraten. ALFAHIM ist in den Bereichen Automobil, Reise-, Hotel und Restaurantgewerbe, Immobilien sowie Energie aktiv.

Geografische Expansion und Airport Concierge Service

Die neuen Mittel sollen für die Ausweitung der Angebotspalette und eine weitere Expansion genutzt werden. Bisher ist der Dienst in mehr als 250 Städten und an 500 Flughäfen aktiv. In diesem Jahr sollen weitere 50 Städte hinzukommen, vor allem im arabischen Raum und in Afrika. Bei der Expansion im arabischen Raum wird ALFAHIM auf Grund der lokalen Verankerung hilfreich sein.

Auf Produktseite soll der neue Dienst Blacklane Premium Airport Services & Solutions (Blacklane PASS) global ausgerollt werden. Mit dem Blacklane PASS können Reisende persönlichen Abholservice direkt vom oder zum Flugzeug, Hilfe und Unterstützung bei Anschlussflügen sowie Zugang zu Lounges genießen. Die Erweiterung von Blacklanes Portfolio um Airport Concierge Services geht auf die Übernahme von Solve im vergangenen Oktober zurück.

Fokus auf Premium und geplante Fahrten

Im Haifischbecken der Fahr- und Ride-Sharing-Dienste setzt Blacklane weiterhin auf Premium und das High-End Segment. Vor allem Menschen mit geplanten Reisen sollen durch den Dienst angesprochen werden. Da die Frequenz dieser Fahrten bei einem Großteil der eingekauften Blacklane-Kunden überschaubar sein wird, macht es absolut Sinn, dass das Service-Angebot mit dem Blacklane PASS erweitert wird. Das gibt dem Unternehmen die Möglichkeit, den Umsatz pro Buchung zu erhöhen. Im Vergleich zu on.demand Diensten sind die Fahrten auch länger. Eine typische Blacklane Fahrt soll zwischen 45 und 60 Minuten dauern, die durchschnittliche Strecke liegt bei 35 Kilometern. Bei Uber und Co. dürften die Fahrten bei etwa einem Drittel der Blacklane Werte liegen.

Stattliches Investment für Berliner Unternehmen

Insgesamt dürfte das Investment in Blacklane mit der letzten Runde die Marke von 80 Mio. US Dollar überstiegen haben. Für ein Berliner Startup ist das eine beachtliche Summe. Im Vergleich zu den Investments in andere Mobility-Dienste, wie Uber, Didi oder Taxify, ist die Summe eher moderat. Die letzten Jahre waren nicht immer leicht für das Unternehmen. Mit der neuen Runde sollte das Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern aber erstmal in Ruhe weiterarbeiten können.

Daimler gehört seit 2013 zu den Investoren von Blacklane und hat in mehreren Runden eine Summe von mehr als 25 Mio. US Dollar in das Unternehmen investiert. Der Daimler-Konzern ist einer der aktivsten Automobilhersteller, wenn es um Investments in Mobilitätsdienste geht. Vor Weihnachten wurde die Mehrheit an dem französischen on-demand Limousinendienst Chauffeur Privé übernommen und mit myTaxi, Hailo, Clever Taxi und TaxiBeat wurden gleich mehrere europäische Taxi-Apps übernommen.

Bild: Blacklane (alle Rechte vorbehalten)

Fahrdienst: Taxify expandiert weiter und sucht neue Finanzierung

Die ersten Jahre seit der Gründung lief der Fahrdienst Taxify eher unter dem Radar. Das Unternehmen aus Estland hat sich auf Afrika und ein paar Osteuropäische Länder fokussiert. Das änderte sich rapide, nachdem die Chinesische Mobilitätsplattform Didi einen mehrstelligen Millionenbetrag in das Unternehmen investiert hat. Taxify ist seitdem in mehreren europäischen Ländern gestartet und sogar nach Australien expandiert.

Fahrdienst plant weitere Expansion in 2018

In 2018 soll die Expansion weitergehen – Ingesamt soll der Dienst in weiteren 20 Ländern gestartet werden. Fokus liegt dabei auf den Großstädten, in denen Konkurrenten wie Uber schon aktiv sind. Taxify hat gute Erfahrungen damit gemacht, in Märkte zu gehen, die schon von anderen Anbietern bespielt werden. Nutzern und Fahrern ist in diesen Märkten das Konzept bekannt, was Taxify sich zum Vorteil macht. Kunden lassen sich günstiger einkaufen und die Fahrerbasis wächst schneller. Für beide Seiten ist Taxify attraktive, da die Fahrpreise niedriger sind und die Fahrer einen höheren Anteil der Umsätze erhalten.

Taxify will von Uber profitieren

Die negativen Schlagzeilen um die weltweit aktivste Plattform Uber werden bei Taxify die Expansionspläne befeuern. Die Taxi-App will die Probleme nutzen, um schneller zu wachsen. Als neue Stadt ist in den vergangen Tagen Lissabon hinzugekommen, zuvor ging es schon in Wien, Paris und Sydney los.

In London musst Taxify nach ein paar Tagen den Betrieb wieder einstellen, da die TfL das Vorgehen nicht genehmigt hat. Taxify hatte einen lizensierten Taxi-Betrieb übernommen und gehofft, so den langwierigen Prozess der TfL zu umgehen. Die TfL hat das anders gesehen und Taxify wartet seitdem auf die Freigabe. Nicht nur Taxify, auch Via und Chariot warten auf eine Genehmigung für die Britische Hauptstadt.

Übernahme durch Didi?

Um das weitere Wachstum zu finanzieren, will Taxify eine weitere Investmentrunde abschließen. Laut Bloomberg sollen dabei weitere 50 Mio. US Dollar in das Unternehmen fließen. Gut möglich, dass Didi sich auch in der nächsten Runde an dem Unternehmen aus Estland beteiligt oder komplett übernimmt. Mit einem ähnlichen Schritt hat Didi in Brasilien für Aufmerksamkeit gesorgt. Dort wurde etwa ein Jahr nach der ersten Beteiligung der Anbieter 99Taxis übernommen.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Mehr als nur Bike-Sharing: oBike versucht sich mit Lieferungen

Mittlerweile zeigen sich die asiatischen Bike-Sharing Anbieter auch in Deutschland, während in den Heimatmärkten schon weitere Geschäftsmodelle getestet werden. Die chinesische App mobike versucht sich mit Carsharing, der Konkurrent oBike aus Singapur startet einen Lieferdienst.

Pakete mit oBike Flash von A nach B schicken

Mit dem oBike Flash genannten Dienst können Nutzer Warensendungen von A nach B schicken. Über die App kann der Auftrag platziert werden, in weniger als zwei Stunden sill der Auftrag dann ausgeführt werden. Die Lieferung erfolgt durch Fahrradkuriere, die mit den oBikes unterwegs sind. Bei oBike heißen die Kuriere Flashman.

Weitere Auslastung für die Bike-Sharing Flotte

Die Bike-Sharing Fahrräder mit weiteren Diensten weiter auszulasten, ist eine clevere Idee. Da sich die Qualität der Fahrräder in Grenzen hält, dürften Kuriere vor allem Aufträge mit kurzen Strecken bevorzugen. Kaum vorstellbar, dass ein Kuriere einen ganzen Arbeitstag mit einem oBike bestreitet. oBike könnte bei Erfolg motorisierte Fahrräder zur Flotte hinzufügen. Der Wettbewerb bei den Lieferdiensten ist in Singapur auch nicht zu unterschätzen und der Aufwand für oBike ist enorm. Fahrer müssen zum Beispiel gefunden und mit jeder Menge Aufträge bei Laune gehalten werden. Der Kundenservice muss hochgefahren werden.

Globale Expansion via Franchise

oBike hat bisher mehr als 10 Millionen Fahrten ermöglich. In einem nächsten Schritt soll ein Franchise-System für die Expansion aufgebaut werden. Partnerunternehmen kümmern sich um das operative Geschäft in den Städten und erhalten dafür von oBike fachliche Unterstützung und einen Teil des Umsatzes. Im Vergleich zu den großen Anbietern Ofo und Mobike ist oBike relativ klein und muss sich kreative Lösungen für den harten Konkurrenzkampf einfallen lassen.

Die Chinesischen Anbieter führen mehrere Millionen Fahrten jeden Tag durch, außerdem haben diese mehr Finanzierung erhalten. Durch das Franchise System kann oBike mit weniger Kapital expandieren und die Marke schneller ausrollen. Auf der anderen Seite besteht auch die Gefahr, dass sich die Franchise-Partner langfristig von oBike loslösen. Außerdem muss das Unternehmen aus Singapur sicherstellen, dass die lokalen Partner das Bike-Sharing Programm mit höchster Qualität umsetzen.

Bild: oBike (alle Rechte vorbehalten)

Car-Sharing kommt in Singapur gut an

In der asiatischen Metropole Singapur wird Car Sharing gut angenommen. Gründe dafür sind unter anderem, dass privater Autobesitz extrem teuer ist und die Zahl der Zulassungen stark begrenzt ist.

Starkes Wachstum bei Car-Sharing Anbieter BlueSG

Ein Beispiel dafür, dass Car-Sharing gut angenommen wird, sind die veröffentlichten Zahlen von BlueSG. Das erst kürzlich gestartete Unternehmen BlueSG ist zufrieden mit der Entwicklung in den ersten drei Wochen. Mehr als 3300 Kunden haben sich für das Car-Sharing Angebot mit Elektroautos angemeldet. Mehr als 5000 Buchungen wurden in den ersten drei Wochen durchgeführt. Bisher hat BlueSG eine überschaubare Flotte mit 80 Fahrzeugen in Betrieb und betreibt 32 Ladestationen. Bis 2020 soll die Flotte auf mehr als 1000 Fahrzeuge wachsen und 2000 Ladestationen aufgebaut werden.

Wachstum begrenzt – hohe Kosten für Fahrzeuglizenz

Die Metropole hat damit zu kämpfen, dass 5.6 Millionen Menschen auf engstem Raum zusammen wohnen. Damit der Straßenverkehr nicht im Stau versinkt, ist die Zahl der privaten Fahrzeugzulassungen stark limitiert. Regelmäßig wird das maximale Wachstum an Neuzulassungen definiert. Für 2018 wurde das Wachstum auf 0% festgelegt, dieser Wert soll bis 2020 gelten. Um die Einwohner trotzdem mobil zu halten, investiert der Stadtstaat in den öffentlichen Nahverkehr und ermöglicht alternative Verkehrsangebote. Gewerbliche Fahrzeuge und Busse sind von dem Wachstumsstopp ausgenommen.

Wer ein Fahrzeug zulassen möchte, benötigt eine behördliche Genehmigung. Die Genehmigungen werden versteigert, was den Preis nach oben treiben kann. Im Moment kosten die Lizenzen etwa 30.000 Euro, was sich die meisten Einwohner nicht leisten können.

Ride-Sharing Fahrer greifen auf Mietwagen zurück

Auch Uber Fahrer müssten die 30.000 Euro auf den Tisch legen, wenn sie sich ein eigenes Fahrzeug kaufen. Die Lösung heißt für die meisten aber, dass ein Fahrzeug angemietet und nicht gekauft wird. Die Zahl der Privatfahrzeuge nimmt in den letzten Jahren in Singapur kontinuierlich ab, während die Zahl der Mietfahrzeuge stark wächst. Zwischen 2013 und 2016 ist die Zahl der Mietautos von 16.396 auf 51.336 gewachsen. Hauptgrund dürften die Uber und Grab Fahrer sein.

Bild: BlueSG (alle Rechte vorbehalten)

CASE Mobility Magazin: Connectivity, autonomes Fahren, Shared Services und Elektrifizierung