Elektromobilität: Neuer Carsharing Anbieter startet in Wien

In neuer Carsharing Anbieter. Der Anbieter Caroo möchte ab Sommer eine überschaubare Flotte an 50 Elektroautos nach dem Free-Floating Prinzip einsetzten. Bisher sind in Wien die beiden Unternehmen car2go und DriveNow mit einem Free-Floating Carsharing Angebot aktiv.

Flotte mit 50 Fahrzeugen geplant

Im Vergleich zu den genannten Anbietern ist Caroo mit den geplanten 50 Fahrzeugen recht überschaubar. Die anderen Anbieter haben jeweils über 500 Fahrzeuge in der Flotte. Es ist davon auszugehen, dass sich Caroo auf ein kleines Gebiet konzentrieren wird, um attraktive Laufwege zu ermöglichen. Das Free-Floating Prinzip erhöht den Komfort für die Nutzer, da die Autos auf beliebigen Parkplätzen abgestellt werden können, z.B. einfach vor der Haustür.

Rein elektrische Flotte

Sein USP sieht das Unternehmen bei der rein elektrischen Flotte. Am Anfang sollen Modelle des Herstellers Renault eingesetzt werden. Hauptsächlich soll der Renault Zoe zum Einsatz kommen, als Alternative sind die Modelle Twizy und Kangoo Z.E. geplant. Bei dem Twist handelt es sich um kleines Fahrzeug mit zwei Sitzplätzen, der Kangoo ist ein Transporter. Es besteht keine Kooperation mit Renault, da ist es auch denkbar, dass später Fahrzeuge anderer Hersteller zum Einsatz kommen.

Finanzierung über die Crowd

Finanzieren möchte sich das Unternehmen durch ein Crowdinvesting Kampagne. Insgesamt sollen 100.000 Euro eingesammelt werden, um das Geschäft mit 50 Fahrzeugen zu starten. Bisher konnten in der Kampagne 56.000 Euro eingesammelt werden. Die geplante Investmentsumme ist überschaubar für das geplante Vorhaben. Die Beschaffung der Fahrzeuge und vor allem der operative Betrieb wird teuer. Es ist davon auszugehen, dass weitere Investoren nötig sind, um das Unternehmen erfolgreich am Markt zu etablieren. Zusätzliche finanzielle Mittel sollen durch eine Förderung über das Programm kliamaaktiv erfolgen.

Kooperation mit Wien Energie

Um die Fahrzeuge laden zu können, setzt das Unternehmen auf eine Kooperation mit dem Energieanbieter Wien Energie. Wien Energie besitzt rund 550 öffentlich zugängliche Ladesäulen, die Zahl soll bis 2020 auf 1000 Säulen im Statdgebiet erhöht werden. Mit der Kooperation von Wien Energie soll die Ladeinfrastruktur für den Caroo-Fuhrpark sichergestellt werden.

Car2go und DriveNow als starke Konkurrenten

Die beiden Anbieter car2go und DriveNow sind in Wien zwei starke Konkurrenten für das neue Carsharing Startup. Beide Unternehmen verfügen jeweils über eine Flotte mit mehr als 500 Fahrzeugen. Die Nutzerzahlen können sich auch sehen lassen, DriveNow hat etwa 88.000 Nutzer in Wien und car2go kommt auf 138.000 Kunden. Durch die geplante Fusion von DriveNow und car2go wird die Wettbewerbssituation nicht einfacher.

Bild: Caroo (alle Rechte vorbehalten)

Multimodal: Lyft arbeitet in den USA mit der Bahn zusammen

In den USA wachsen Bahn und Ride-Sharing Dienste weiter zusammen, um ein multimodales Mobilitätsangebot zu schaffen. Die Ride-Sharing Plattform Lyft arbeitet mit der privaten Bahnlinie Brightline zusammen, die mehrere Städte in Florida verbindet. Die Strategie von Lyft sieht die Kooperation mit anderen Transportmitteln und -unternehmen vor, um die unterschiedlichen Verkehrsangebote besser zu vernetzten.

Multimodal unterwegs

Die Mobilitätsplattform Lyft wird exklusiver Partner von Brightline. Die Kooperation startet zeitlich mit der Erweiterung der Brightline Bahn-Linien zwischen Miami, Fort Lauderdale und West Palm Beach. Die Kooperation der beiden Unternehmen ist on- und offline sichtbar. Ziel ist es, das Reiseerlebnis zu verbessern und eine Möglichkeit für die erste und letzte Meile zu bieten.

Offline und in App integriert

Im Rahmen der Partnerschaft werden die drei Bahnhöfe mit Lyft Werbung gebrandet. Außerdem werden Hinweisschilder zu den Bereichen angebracht, in denen Lyft Ride-Sharing Fahrer die Passagiere abholen oder aussteigen lassen dürfen. Die Brightline Fahrgäste können die Lounges an den Bahnhöfen nutzen, wenn sie auf ihren Fahrer warten müssen. In den kommenden Wochen wird Lyft auch in die Smartphone App von Brightline integriert. Die Fahrgäste sehen in der App die zu erwartende Anfahrtszeit der Lyft-Fahrzeuge, sowie den zu erwartenden Fahrpreis. Bei der Buchung werden die Brightline Kunden dann zur Lyft-App weiter geleitet.

Vernetzung zwischen Ride-Sharing und ÖV

Auch Konkurrent Uber möchte seine Ride-Sharing Plattform in den USA mit dem öffentlichen Verkehr vernetzten. Kürzlich wurde eine Kooperation mit Masabi verkündet, gemeinsam wollen beide Unternehmen Ride-Sharing und ÖPNV vernetzen und ein Ticketing für eine multimodale Reisekette anbieten. Lyft, Uber und auch andere Ride-Sharing Anbieter, wie ioki oder ViaVan wollen mit einem attraktiven und vernetzten Angebot dafür sorgen, dass die Bewohner in Städten ihren Privatwagen abschaffen und auf Alternativen ausweichen.

Bild: Brightline (alle Rechte vorbehalten)

Mehr selbstfahrende Autos in Kalifornien

Die Zahl der in Kalifornien registrierten selbstfahrenden Autos wächst weiter. Der Technologiekonzern Apple, der bisher sein Geld mit iPhones, MacBooks und co. verdient, hat eine der größten Flotten an autonomen Fahrzeugen in Kalifornien. Was Apple damit genau vorhat, ist noch nicht bekannt. Angeführt wird die Liste in Kalifornien von General Motors, der Automobilkonzern hat 104 selbstfahrende Autos an der Westküste der USA registriert. Der Technologiekonzern Apple hat 55 autonomen Fahrzeuge registriert, gefolgt von Waymo mit 51 Fahrzeugen. Uber hat keine autonomen Fahrzeuge mehr in Kalifornien registriert.

53 Unternehmen dürfen testen

Insgesamt haben 53 Unternehmen die Erlaubnis erhalten, in Kalifornien autonome Fahrzeuge mit Fahrer hinterm Steuer zu testen. Die Flotte aller Unternehmen zusammen, umfasst 409 Fahrzeuge. Bisher ist bei den meisten Fahrzeugen noch ein Sicherheitsfahrer hinter dem Steuer, insgesamt sind 1573 ausgebildet. Jüngst hat auch Didi Chuxing aus China die Erlaubnis erhalten, in Kalifornien autonome Fahrzeuge zu testen. Das Unternehmen betreibt an der Westküste auch ein Forschungszentrum, das im vergangenen Jahr eröffnet wurde.

Keine Sicherheitsfahrer mit neuer Genehmigung

Im nächsten Schritt wird die Verkehrsbehörde in Kalifornien auch Genehmigungen vergeben, die keinen Sicherheitsfahrer erfordern. Das Google Unternehmen Waymo hat sich bereits für die neue Lizenz beworben und entspricht auch den Voraussetzungen, zuvor autonome Fahrzeuge mit Sicherheitsfahrer getestet zu haben. Die Regeln dazu wurden in Kalifornien im April angepasst. Fokus bei den Anpassung lag dabei auf Tests und Einsatz von autonomen Autos ohne Fahrer, sowie Cyber Security. 

Auch deutsche Unternehmen testen in Kalifornien

Unter den Unternehmen, die in Kalifornien testen, sind auch einige deutsche Unternehmen. Volkswagen, Mercedes Benz, Bosch, BMW und Conti testen an der Westküste. Startups, Technologiekonzerne und Automobilhersteller aus den USA, Europa und Asien liefern sich einen Wettkampf in der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Bis 2021 sollen die ersten Fahrzeuge serienreif sein, ein Anstieg des Marktes wird ab 2026 erwartet. Als führend gilt das Unternehmen Waymo, das in diesem Jahr bereits einen kommerziellen Dienst in Arizona anbieten möchte.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Wittlich Shuttle: ioki startet deutschlandweit ersten digitalen Rufbus

Im rheinland-pfälzischen Wittlich hat das neue „Wittlich Shuttle“ seinen Betrieb aufgenommen. Der digitale Rufbus soll die vorhandene Verkehrsinfrastruktur in dem ländlichen Raum sinnvoll ergänzen und seinen Kunden mehr Unabhängigkeit von Fahrplänen und Taktfrequenzen gewähren. In Wittlich, einer Kreisstadt mit rund 20.000 Einwohnern, wird das neue Mobilitätsangebot von DB Regio Bus betrieben. Die On-Demand-Plattform wurde von ioki entwickelt, dem Geschäftszweig der Deutschen Bahn für intelligente On-Demand-Mobilität.

Wittlich wird mobiler

Bereits im vergangenen Dezember startete ioki einen Testbetrieb in Wittlich, um so Erfahrungen von Testkunden bei der alltäglichen Nutzung des Rufbusses sowie den tatsächlichen Bedarf zu erfassen und das Produkt basierend auf dem Kundenfeedback zu verbessern. Das Corporate Startup der Deutschen Bahn setzte sich gemeinsam mit der Stadt Wittlich das Ziel, den Rufbus reibungslos in die Mobilität der Zukunft zu steuern. Mit dem Betriebsbeginn des neuen „Wittlich Shuttles“ am 24. Mai 2018 wurde On-Demand-Mobilität bundesweit erstmals in den bestehenden öffentlichen Personennahverkehr integriert. Der digital buchbare Rufbus ist auf flexiblen Routen unterwegs und ergänzt so die vorhandene Verkehrsinfrastruktur in und um Wittlich.

Start des ersten digitalen Rufbusses in Wittlich
Start des ersten digitalen Rufbusses in Wittlich – das neue Wittlich Shuttle

Bestellen per App oder Telefon

Das „Wittlich Shuttle“ verkehrt mit einer Flotte von zunächst zwei Fahrzeugen sowie mit verlängerten Servicezeiten (Montag bis Freitag von 5 bis 20 Uhr) und verbindet alle Ortsbezirke durch über 70 Haltestellen miteinander. Dabei befördert der On-Demand-Service seine Kunden auf flexiblen und je nach Fahrtziel unterschiedlichen Routen innerhalb eines dichten Netzes. Ganz nach dem Ridesharing-Prinzip sammelt das fahrerbasierte Shuttle unterwegs weitere Fahrgäste mit ähnlichen Routen ein. Buchbar ist der neue digitale Service per ioki Wittlich App, die für iOS und Android verfügbar ist, oder der Bus kann wie gewohnt telefonisch über eine Rufbuszentrale angefordert werden. Auf diese Weise möchte man eine breite Zielgruppe von Jung bis Alt ansprechen. Neu ist, dass das „Wittlich Shuttle“ nun neben der Sofortbestellung auch zu einem bestimmten Termin gebucht werden kann. Der Fahrpreis soll dabei nie bei mehr als 3€ liegen. 

Die erste und letzte Meile

Michael Barillère-Scholz, Geschäftsführer von ioki, äußert sich wie folgt zu dem Projekt: „Unser Ziel ist es, mit Hilfe von intelligenten Lösungen wie dem digital buchbaren Rufbus das Problem der ersten und letzten Meile zu reduzieren und Kunden schneller an ihr Ziel zu bringen. Auch im ländlichen Raum sollen Menschen ohne eigenes Auto einfach und schnell mobil sein“. Auch Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich, blickt positiv auf den Mobilitätsmehrwert, der seinen Bürgern ab sofort geboten werden soll: „Ich bin mir sicher, dass wir den ioki-Rufbus und damit das öffentliche Personennahverkehrsangebot in Wittlich deutlich verbessern werden“. Das Modell solle künftig auch in anderen Teilen Deutschlands an den Start gehen.

Bilder: ioki (alle Rechte vorbehalten)

In eigener Sache: ioki übernimmt GetMobility

Für GetMobility.de beginnt ein neues Kapitel, das führende Mobility Magazin für Entscheider aus Wirtschaft, Politik wandert unter das Dach von ioki. Der Geschäftsbereich der Deutschen Bahn, der innovative Mobilitätsdienste realisiert, wird den Blog zunächst als GetMobility by ioki weiterführen und in den kommenden Wochen mit ioki.com verschmelzen.

Weiterentwicklung bei ioki

Die Übernahme durch ioki ist ein bedeutender Schritt für GetMobility. Was 2014 als Blog mit wenigen Artikeln pro Monat begann, hat sich in den letzten Jahren zu einem Mobility Magazin mit fast täglichen Beiträgen entwickelt. Der Blog war eine Passion von Augustin Friedel, der das Projekt als One-Man Show entwickelt hat. Im Rahmen von ioki wird das Magazin mehr Aufmerksamkeit erhalten und kann sich positiv weiterentwickeln.

Weiterhin neutrales News-Portal

Mit der Übernahme verfolgt ioki das Ziel, ein branchenübergreifendes und neutrales News-Portal zu betreiben. Weiterhin sollen Artikel über die unterschiedlichen Akteure und Bereiche der Veränderungen im Mobilitätsbereich in regelmäßigen Abständen veröffentlicht werden.

Anbieter für autonome und fahrerbasierte on-demand Dienste

ioki ist ein innovativer Geschäftsbereich der Deutschen Bahn. Unter anderem wird der erste autonome Bus auf öffentlicher Straße in Deutschland von ioki betrieben. Mittlerweile haben mehr als 10.000 Fahrgäste das Angebot in Bad Birnbach genutzt. Neben den Verkehren mit autonomen Shuttles möchte sich das Unternehmen auch als führender Anbieter für fahrerbasierte on-demand Ride-Pooling Dienste etablieren.

Bild: GetMobility by ioki (alle Rechte vorbehalten)

60 Prozent Marktanteil beim autonomen Fahren – UBS sieht Waymo als Marktführer in 2030

Laut einem Report der Investment Bank UBS, wird Waymo den Markt der selbstfahrenden Autos dominieren. Die Bank geht davon aus, dass die Google Schwester Waymo bis 2030 einen Marktanteil von 60 Prozent bei dem Markt der selbstfahrenden Fahrzeuge erreichen wird. Die Financial Times berichtet darüber, dass die Marktmacht von Waymo so stark werden wird, so dass Autohersteller diese anwenden müssen oder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden werden.

Großer Markt entsteht in den nächsten 15 Jahren

UBS schätzt, dass der Markt der Technologien für autonome Fahrzeuge bis zum Jahr 2030 auf 2.8 Trillionen Dollar anwachsen wird, mit Waymo als global führendem Player. Nur ein kleiner Kreis an Automobilherstellern wird in der Lage sein, eigene Systeme zu nutzen, die mit der Technologie von Waymo mithalten können. Die Investment Bank sieht zum Beispiel die Automobilhersteller Daimler und General Motors in dem kleinen Kreis. Die meisten anderen Hersteller werden gezwungen sein, die Systeme von Waymo oder anderen führenden Systemlieferanten einzukaufen. Wenn es noch schlimmer kommt, werden einige Automobilhersteller nur als White Label Lieferanten für Entwickler von autonomen Systemen oder Ride-Sharing Plattformen auftreten. Als Gründe dafür werden die enormen Entwicklungskosten angeführt und die Herausforderungen bei der Anwendung in unterschiedlichen Städten genannt.

Markt für autonome Fahrzeuge erst ab 2026

Der Markt für autonome Fahrzeuge wird dem Bericht zufolge ab 2026 abheben. Neben dem technischen Fortschritt sind auch Akzeptanz der Nutzer und die Regulierung für autonome Fahrzeuge wichtige Kriterien, die einen Einfluss auf das Wachstum des Marktes haben. Schon heute sieht man, dass einige Länder schneller oder langsamer bei der Regulierung von autonomen Fahrzeugen sind, ähnlich sieht es bei der Akzeptanz aus. Dem zufolge wird es bei der Geschwindigkeit regionale Unterschiede geben. Der Report geht davon aus, dass 12 Prozent der 2030 verkauften Autos vollautomatisierte Fahrzeuge sein werden, bis dahin werden ingesamt 26 Mio. autonome Fahrzeuge im Betrieb sein. Gleichzeitig wir der Verkauf von Privatfahrzeugen um nur fünf Prozent zurückgehen. Andere Studien gehen davon aus, dass der Verkauf von Privatfahrzeugen bis 2030 um über 50 Prozent zurückgehen wird.

Waymo testet schon autonome Fahrzeuge ohne Fahrer

Die meisten Autokonzerne befassen sich mit der Entwicklung von selbstfahrenden Fahrzeugen, die in den kommenden Jahrzehnten das Mobilitäsverhalten und Verkehrsaufkommen in den Großstädten stark verändern werden. Die Automobilhersteller gehen davon aus, dass sie bis 2021 in der Lage sein werden, Fahrzeuge zu verkaufen, die über Eigenschaften auf Level 3 verfügen. Level 4 Fahrzeuge werden erst 2025 oder später serienreif sein. Waymo will da schneller sein und bereits in diesem Jahr einen Dienst mit autonomen Fahrzeugen ohne Sicherheitsfahrer in Phoenix anbieten. Dabei wird es sich um eine kleine Flotte handeln, die noch weit entfernt von einer Massenproduktion ist.

Monetarisierung der Zeit als großes Potential

Die größten Umsatzmöglichkeiten werden in zwei Bereichen gesehen: Der Betrieb von Mobility Plattform und die Monetarisierung der Zeit, die der Fahrgast im Fahrzeug verbringt, werden zu den größten Umsatzströmen zählen. Die Produktion der Fahrzeuge und andere Bereiche, wie Bereitstellung von Kartendaten oder Produktion von Sensoren erwirtschaften einen kleineren Teil.

Der Report ist ein drastisches Signal an die Automobilhersteller, die heute den Markt beherrschen. Das Paper basiert auf Befragungen von Ingenieuren und Experten, die an selbstfahrenden Autos arbeiten, Forschungsgruppen und auf eigenen Analysen der Bank.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Ride-Sharing in München: MVG startet IsarTiger

In Berlin soll ein neuer Ride-Sharing Dienst unter dem Namen BerlKönig laufen, das von der MVG in München geplante Ride-Sharing Angebot soll ebenfalls eine kreativen Namen bekommen, der zum bisherigen Auftritt der MVG nicht so recht passt. Unter dem Namen IsarTiger sollen ab Sommer Ride-Sharing Dienste in München angeboten werden.

Ergänzung zum ÖPNV

In München soll das Angebot als individuelle Ergänzung zum ÖPNV, dem eigenen Fahrzeug und Carsharing Angeboten eingeführt werden. Realisiert wird der neue Dienst gemeinsam mit dem Berliner Unternehmen door2door. Die Berliner stellen die Software-Lösung, um die Fahrzeuge bei Bedarf per Smartphone-App buchen zu können. Durch die hinterlegten Algorithmen und das Pooling-Prinzip werden Fahrgäste, die zur gleichen Zeit in eine ähnliche Richtung unterwegs sind, auf das selbe Fahrzeug gebucht. Das führt dazu, dass mit einer kleineren Flotte mehr Menschen transportiert werden können und die Auslastung wird erhöht.

Lücken sollen geschlossen werden

Ingo Wortmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), äußert sich wie folgt zu dem neuen Angebot: „ Bei On-Demand-Lösungen führt der Fahrgast die Regie. Er bestellt sich mit seinem Smartphone Mobilität nach Maß, anstatt sich an einem Fahrplan und Linienweg orientieren zu müssen. Solche Angebote auf Abruf komplettieren die Wege in der Stadt von A nach B. Sie schließen damit auch Lücken, die der klassische ÖPNV nicht schließen kann, und sind damit ein wichtiger Schritt der MVG auf dem Weg zum integrierten Mobilitätsdienstleister der Landeshauptstadt München .“

Testbetrieb ab Sommer 2018

In drei Stufen soll der Dienst ausgerollt werden. Ab Mitte Juni wird der Dienst einer kleinen Nutzergruppe angeboten, die umsonst fahren dürfen. Die Phase soll genutzt werden, um die Technologie und das operative Setup in München zu testen. Ab voraussichtlich Herbst 2018 erfolgte dann der öffentliche Betrieb, der erstmal bis 2020 geplant ist und kostenpflichtig sein soll. Der Fahrpreis soll dann zwischen ÖPNV und Taxi liegen. Bei positiver Resonanz soll der Dienst ab 2020 in den Regelbetrieb übergehen.

Für den Dienst sollen gasbetriebene VW Candys zum Einsatz kommen, während der Testphase wird die Flotte vom etwa 20 Fahrzeugen mit BMW i3 und e-Golf Modellen erweitert. Die Fahrzeuge sollen zunächst zwischen 19 und 2 Uhr an Samstagabenden fahren. Das Bediengebiet beschränkt sich dabei auf den westlichen Teil der Stadt. Es erstreckt sich unter anderem über das belebte Gärtnerplatzviertel sowie rund um den Rotkreuzplatz.

Genehmigung als Linienverkehr beantragt

Eine Genehmigung scheinen MVG und door2door in München noch nicht zu haben. Laut eigenen Aussagen ist es geplant, eine Genehmigung als Linienverkehr nach dem Personenbeförderungsgesetz zu erlangen. Diese wird benötigt, um den Dienst ab Herbst kostenpflichtig anbieten zu können. Wie lange so ein Genehmigungsprozess dauern kann, zeige die Anträge von Moia in Hamburg und der BVG in Berlin. In Hamburg musste Moia mehrere Monate auf die Genehmigung warten, um einen Ride-Sharing Dienst am 2019 anbieten zu können. Die BVG und ViaVan wollten bereits im Frühjahr 2018 den neuen BerlKönig-Dienst starten, warten aber immer noch auf die Genehmigung.

Bild: MVG (alle Rechte vorbehalten)

Auto im Abo: Cluno aus München erhält 7 Mio. Euro Finanzierung

Nicht nur Automobilhersteller wie Daimler oder BMW bieten Abo-Modelle als Alternative zum Kauf an, auch Startups werden in dem Bereich akiv. In den USA ist Fair.com vorne mit dabei, an dem Unternehmen ist auch BMW über i Ventures beteiligt. Hier versucht sich das Startup Cluno mit einem vergleichbaren Modell und hat für das Auto im Abo eine Series A Finanzierung erhalten.

Mindestlaufzeit liegt bei 6 Monaten

Die Nutzer können über die Website ein Auto aus unterschiedlichen Kategorien buchen und das Auto so lange fahren, wie sie möchten. Dabei muss das Fahrzeug für mindestens 6 Monate gemietet werden, danach kann es mit einer Frist von 3 Monaten getauscht werden oder der Nutzer steigt komplett aus. Ein Audi A4 Avant ist zum Beispiel für einen monatlichen Preis von 549 Euro zu haben, inklusive Versicherung, Steuern und Wartung. Pro Monat sind 1250 Freikilometer inklusive, die Tankrechnung geht auf den Nutzer. Die Fahrzeuge können abgeholt werden oder werden zu den Kunden nach Hause geliefert. Es sollen Kunden angesprochen werden, die ein Fahrzeug über einen bestimmten Zeitraum dauerhaft zur Verfügung haben wollen, aber sich nicht an einen langfristigen Leasing-Vertrag binden wollen.

Zweites Startup für die Gründer

Für dieses Modell hat das Unternehmen 7 Mio. Euro von Investoren wie Acton Capital Partners und Atlantic Labs erhalten. Hinter Cluno steht das Team um Nico Poletti, das zuvor easyautosale aufgebaut hat und im Jahr 2015 an Autoscout24 verkauft hat.

Auch Hersteller testen das Modell

Zu den Mitbewerbern in Europa gehört das britische Unternehmen Drover, das kürzlich etwa 6.3 Mio. Euro Finanzierung eingesammelt hat und ein ähnliches Geschäftsmodell verfolgt. Auch das Berliner Startup Vehiculum versucht den Leasing-Markt zu revolutionieren, in dem der Prozess digitalisiert wird und transparenter gestaltet wird. In den USA ist das Unternehmen Fair.com Vorreiter, das Unternehmen hat unter anderem das Leasing-Geschäft von Uber übernommen und ist finanziell gut ausgestattet. Die Hersteller BMW, Mercedes-Benz oder Porsche experimentieren auch mit einem flexibleren Leasing- bzw. Abo-Modell.

Bild: Cluno

Auszeichnung für Mobility Unternehmen: Deutscher Mobilitätspreis und GENIUS Award

In dem kommenden Monaten werden zwei Wettbewerber veranstaltet, die für Mobility Startups und Unternehmen interessant sind. Das Handelsblatt organisiert zusammen mit der Agentur zet:project den GENIUS – Germany’s New Mobility & Connectivity Award. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) veranstaltet zusammen mit der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ den Deutschen Mobilitätspreis 2018.

GENIUS Award von Handelsblatt und zet:project

Bei GENIUS werden die besten Lösungen aus den Bereichen Elektromobilität, erneuerbare Energieen, 5G-Netze, Apps und künstliche Intelligenz gesucht. Der Wettbewerb sucht Lösungen und Ideen mit hoher Innovationskraft, die entweder kurz vor der Serienreife stehen oder bereits auf dem Markt sind. Teilnehmen können internationale Startups, Mittelständler und auch Großunternehmen, die Bewerbungsfrist läuft bis zum 17. Juni 2018. Insgesamt werden Priese in drei Kategorien vergeben. Die Kategorie Inspiring Innovation ist dabei für Mobiltätsanbieter interessant, hier werden Produkte prämiert, die für einen echten Fortschritt im Bereich der Mobilität stehen.

Deutscher Mobilitätspreis von BMVI

Der Deutsche Mobilitätspreis läuft unter dem Motto “Intelligent unterwegs – Innovationen für eine nachhaltige Mobilität“. Insgesamt werden zehn Best-Practice Projekte gesucht, die das Potential dazu haben, dass Verkehr und Logistik nachhaltiger werden. Im diesem Jahre werden Ideen und Projekte gesucht, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Mobilität zukünftig noch effizienter, sauberer und nachhaltiger werden kann. Das können mobile Sharing Angebote, vernetzte Fahrzeuge oder digitale Ticketing Lösungen sein. Der Teilnehmerkreis ist offener gestaltet, als bei dem GENIUS Award. Bewerben können sich Unternehmen, Start-ups, Städte und Gemeinden, Universitäten, Forschungsinstitutionen und andere Organisationen mit Sitz in Deutschland. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 28. Mai 2018.

Sieger werden im Herbst gekürt

Bei beiden Wettbewerben werden die Sieger im Herbst 2018 geehrt. Auf ein Preisgeld wird in beiden Wettbewerben verzichtet. Durch die Auszeichnung winkt den Preisträgern in beiden Wettbewerben die bundesweite Aufmerksamkeit und der Zugang zu wertvollen Kontakten zu hochrangigen Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien.

Bild: Deutscher Mobilitätspreis / Land der Ideen Management GmbH

BMW in China: Unternehmen erhält Genehmigung für autonome Fahrzeuge in Shanghai

BMW arbeitet wie viele andere Automobilhersteller, Technologiekonzerne uns Startups an autonomen Fahrzeugen. Bisher werden die Autos von BMW in München und im Silicon Valley getestet. Als erstes ausländisches Unternehmen hat BMW jetzt die Genehmigung erhalten, autonome Fahrzeuge in Shanghai zu testen. 

Erster internationaler Hersteller mit Genehmigung

Vor BMW hat noch kein anderer internationaler Hersteller die Genehmigung erhalten, in China selbstfahrende Autos zu testen. Bisher haben die chinesischen Hersteller Nio und SAIC die Genehmigung erhalten, nachdem im März neue Regeln für die Tests erlassen wurden. Beide Unternehmen haben bisher 6000 Kilometer ohne Vorfälle zurückgelegt. 

Tests auf öffentlicher Straße

Die Behörden in Shanghai haben vorerst zwei BMW 7er Modelle für Tests auf einem Abschnitt von 5.6 km auf einer öffentlichen Straße genehmigt. In den kommenden Monaten soll die Flotte bis auf sieben Fahrzeuge vergrößert werden. Die 7er Modelle sind mit reichlich Technik von Intel, Aptiv und andren Herstellern ausgestattet. Der Genehmigung waren ausführliche Tests auf einem Testgelände bei Shanghai vorausgegangen. Shanghai ist für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen auf Level 4 ein geeignetes Testfeld. Mit den gesammelten Daten werden die Machine Learning Algorithmen gefüttert, um die passenden Fahrmanöver ausführen zu können.

In den kommenden Monaten soll auch das Team an Experten in China vergrößert werden. Auf bis zu 60 Experten für selbstfahrende Autos soll das Team in China anwachsen. Auch bei München werden die Teams erweitert, die autonome Fahrzeuge zusammen mit Intel und Mobileye entwickeln. Erst kürzlich wurde ein neuer Campus eröffnet, auf dem alle Experten zusammengezogen werden. 

Campus für autonomes Fahren in München

Während der Eröffnung war es auch möglich, eine Fahrt in einem aufgerüsteten 7er BMW zu absolvieren. Die Fahrt führte über einen Parkplatz, der mit BMW Fahrzeugen präpariert war. Auf einem kurzen Rundkurs hatten die Pressevertreter die Möglichkeit, eine autonome Fahrt zu erleben. Durch die kurze Distanz und das präparierte Setup war es unmöglich einen guten Eindruck über die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Der Fokus lag mehr auf den Mitfahrern und den Funktionen, die über das Table gesteuert werden können. 

China setzt Maßstäbe

China setzt im Moment Maßstäbe bei der Disruption der herkömmlichen Automobilindustrie uns ist gleichzeitig einer der wichtigsten Absatzmärkte. Bei den Themen Elektromobilität, Fahrdienste und auch autonomes Fahren hat China eine führende Position inne. Die CASE Mobilitätsthemen werden in China von der Politik vorangetrieben. 

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

CASE Mobility Magazin: Connectivity, autonomes Fahren, Shared Services und Elektrifizierung