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Autonomes Fahren: Patente von Amazon und Google

Kürzlich wurden Patenten veröffentlicht, die darauf hindeuten, dass sich auch Amazon neben Google mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeuge und Plattformen für die Vermittlung von Ridesharing und Transport-Diensten beschäftigt. Von Google ist bekannt, dass sich das Unternehmen mit selbstfahrenden Autos und Ridesharing Diensten beschäftigt. Von Amazon gab es bisher wenig Anzeichen.

Die Patente von Google und Amazon wurden bereits im Jahr 2015 eingereicht. Das macht deutlich, dass sich die beiden Technologieunternehmen schon seit längerem mit dem Thema beschäftigen und Uber nicht tatenlose das Feld überlassen.

Google testete schon einen Ridesharing Service in San Francisco und treibt mit Waymo das Zukunftsthema autonomes Fahren voran. Bisher ist bekannt, dass Waymo Komponenten entwickelt, die von Automobilherstellern in den Serienfahrzeugen verbaut werden sollen. Das Unternehmen ist von dem Plan abgekommen, ein eigenes selbstfahrendes Auto zu bauen. Berichten zufolge plant Waymo in diesem Jahr den Test eines Fahrdienstes mit selbstfahrenden Chrysler Pacifica Minivans.

Das jetzt veröffentlichte Patent beschreibt, wie autonome Fahrzeuge mit Ride-Hailing Apps verknüpft werden und wie die Nutzer gefunden werden. Das Patent beschreibt eine Lösung für die Vermittlung eines Abholorts zwischen Auto und Nutzer unter erschwerten Bedingungen. Wie können sich Auto und Fahrgast treffen, wenn das Fahrzeug nicht unter sicheren und präzisen Umständen zum Fahrgast navigieren kann. Sollten Google und Waymo den geplanten Fahrservice weiter ausbauen, würden sie in den direkten Wettbewerb zu Uber und Lyft einsteigen.

Das Patent von Amazon beschreibt hingegen eine Möglichkeit, wie autonome Fahrzeuge mit Fahrspuren zurechtkommen, auf denen sich je nach Verkehrsaufkommen die Fahrtrichtung ändert. Ohne entsprechende Erkennung stellen die dynamischen Fahrrichtungswechsel eine Gefahr für die Verkehrsteilnehmer dar. Bleibt die Frage, wie weit sich Amazon mit der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen beschäftigt hat. Für Amazon wird es primär von Interesse sein, selbstfahrende Fahrzeuge für die Auslieferungen der Bestellungen einzusetzen. Amazon treibt jetzt schon seine Vision voran, immer größere Teile der Logistik für die Auslieferung der eigenen Bestellungen zu übernehmen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnten die von Amazon entwickelten Technologien in selbstfahrenden Autos eingesetzt werden.

Auch in diesem Bereich würde Amazon mit Uber konkurrieren, das mit der Übernahme Otto selbstfahrende LKWs entwickelt und mit Uber Freight in die Digitalisierung der Frachtvermittlung eingestiegen ist.

Bild: Nic Redhead (bestimmte Rechte vorbehalten)

Amazon soll App für Frachtvermittlung entwickeln

Amazon entwickelt eine Plattform, die Warenversender und Kraftfahrer verbindet. Damit wagt sich Amazon in einen weiteren Geschäftsbereich vor. Das Marktvolumen wird alleine in den USA auf 800 Milliarden US$ pro Jahr geschätzt.

Frachtvermittler sollen überflüssig werden

Die Plattform soll App-basiert sein und im kommenden Sommer starten. Über eine App soll der Lastwagenfahrer die Anfragen von Warenversendern sehen und diese auf effiziente Weise annehmen können. Vom Prinzip ist das mit dem Uber Service vergleichbar, der Fahrgäste und Fahrer verbindet. Der neue Service würde Frachtvermittler überflüssig machen, die normalerweise bis zu 15% Vermittlungsgebühr verlangen.

Die App soll die Preise in Echtzeit anzeigen, sowie als Navigationsgerät dienen und ganze Toure vorschlagen. Die Abwicklung der Zahlungen soll auch möglich sein, um den ganzen Versandprozess zu beschleunigen.

Amazon wird zum Logistikanbieter

Amazon wird damit immer mehr zum Logistikanbieter. In letzter Zeit hat der Konzern tausende Lastkraftwagen und einige Frachtflieger gekauft. Auch auf der letzten Meile setzt Amazon immer mehr auf eigene Dienstleistungen. Damit will das Unternehmen unabhängiger von Unternehmen wie UPS oder DHL werden und außerdem Kosten sparen. Das Frachtvolumen von Amazon ist enorm, deswegen macht es durchaus Sinn, tiefer in die Logistikprozesse involviert zu sein. Laut RBC Capital Markets wird das Frachtvolumen in drei Jahren das Volumen von FedEx überschreiten und in sieben Jahren das von UPS.

Kostensenkungen für Warentransport im Fokus

In erster Linie will Amazon die Vermittler von Frachtaufträgen ersetzen und somit Geld sparen oder mehr Flexibilität für günstigere Versandkosten schaffen. Diese Frachtvermittler verlangen eine erhebliche Gebühr, um Auftragnehmer an Auftraggeber mit Transportanforderung zu vermitteln. Diese Vermittlung mit Brokern uns nicht nur teuer, sondern auch langsam. Viele Frachtvermittler arbeiten noch mit Papierdokumenten und Telefon.

Das Potential bei der Frachtvermittlung vorhanden ist, haben mehrere Unternehmen erkannt. Uber hat vor kurzem Uber Freight gestartet, das ein ähnliches Ziel wie Amazon verfolgt. Die Startups Convoy und Trucker Path entwickeln ein vergleichbares Angebot. Deutsche Startups sind Cargonexx, FreightHub oder Instafreight.

Bild: Rusty Clark (bestimmte Rechte vorbehalten)

Fiat Chrysler kooperiert mit Amazon und will Autos online verkaufen

Der Automobilkonzern Fiat Chrysler und der E-Commerce Gigant Amazon haben sich zusammengetan, um über die Amazon Plattform in Italien Fahrzeuge zu online verkaufen. Die Online-Käufer erhalten einen Rabatt auf den Listenpreis und müssen für die Bestellung das Haus nicht verlassen. Bisher ist der Autokauf einer der wenigen verbleibenden Transaktionen, dine nicht im Internet, sondern persönlich beim Fachhändler abgewickelt wird.

Panda und Fiat 500 online kaufen

Vorerst werden nur Käufer in Italien die Möglichkeit haben, ein Fahrzeug online über Amazon zu bestellen. Das Angebot ist limitiert auf drei Modelle. Es stehen die Modelle Panda, Fiat 500 und 500 L zur Auswahl. Der Panda wurde mit ins Programm genommen, da es sich um das meistverkaufte Auto in Italien handelt. Der 500 und 500 L sind in der Auswahl, da Fiat mit beiden Fahrzeugen ein innovatives Image aufbauen möchte.

Nachdem der Käufer das Fahrzeug erworben hat, wir dieser von Amazon kontaktiert. Es wird ein Termin mit einem lokalen Händler vereinbart, um die Bestellung abzuschließen. Innerhalb von zwei Wochen nach Bestellung auf Amazon soll das Fahrzeug geliefert werden.

Bereitschaft für online Autokauf steigt

Eine Studie hat ergeben, dass sich in Italien 50% der Bevölkerung vorstellen können, ein Fahrzeug online zu kaufen. Die große Mehrheit von 97% will das Fahrzeug aber persönlich beim Händler abholen. Auch in Deutschland scheint die Bereitschaft für einen online Kauf eines Autos hoch zu sein. Eine aktuelle Studie hat ermittelt, dass die Mehrheit der Deutschen den Pkw-Kauf beim Autohändler mühsam findet und ihn lieber digital abwickeln würde. 64% der Teilnehmer können sich vorstellen, den Autokauf komplett oder teilweise im Internet abzuwickeln. 24% dagegen können sich nach eigenen Angaben nicht vorstellen, den Neuwagenkauf online zu tätigen. Die restlichen 12% waren nicht sicher.

Bild: Amazon.it Website Screenshot

Amazon Restaurants Lieferservice startet in London

Der Markt für Restaurant-Lieferdienste in Europa wird durch Amazon aufgemischt. Seit Juli wurde vermutet, dass Amazon einen Lieferservice für Gerichte von angesagten Restaurants startet, jetzt ist es soweit. Amazon Prime Nutzer können den Service über die Amazon Prime Now App in einigen Gebieten in London buchen. Mit Amazon Restaurants steigt der amerikanisch E-Commerce Riese in einen Markt ein, der bisher von UberEats und Deliveroo in London dominiert wird. Beide Anbieter erhalten eine ernstzunehmende Konkurrenz.

Im Gegensatz zu Deliveroo verlangt Amazon keine Liefergebühr, dafür liegt der Mindestbestellwert bei 15 GBP. Bei Deliveroo lieg die Liefergebühr bei 2.49 GBP in London, der Mindestbestellwert bei 12.50 GBP. UberEats verlangt keine Liefergebühr und ein Mindestbestellwert fällt auch nicht an. Amazon sagt, dass die Preise für die Gerichte in der App nicht teurer sind, als in den Restaurants. Es soll also keine Aufschläge geben. Sollte ein Kunde im Restaurant einen günstigeren Preis sehen, erstattet Amazon die Kosten dafür.

Wettbewerb um Kunden und Fahrer wird härter

Der Einstieg von Amazon wird den Wettbewerb auf mehreren Fronten anheizen. Auf der einen Seite wird der Druck bei der Kundenakquisition erhöht. Bisher überbieten sich Deliveroo und UberEats bei Rabattaktionen, Amazon hat genügend finanzielle Mittel und Durchhaltevermögen, um diesen Preiskampf über eine lange Zeit mitzugehen. Auf der anderen Seite wird der Kampf um Fahrer härter. Auch hier versuchen die beiden Marktgrößen, sich gegenseitig die Fahrer abzuwerben bzw. zum Einsatz zu bewegen. Die meisten Kuriere sind bei beiden Plattformen registriert und wechseln zwischen beiden Plattformen hin und her. Entscheiden dafür sind die Verdienstmöglichkeiten, also Auftragslage und Bezahlung pro Auftrag.
Amazon Restaurants wird diesen Kampf weiter anheizen, auch wenn davon auszugehen ist, dass Amazon seine Kuriere weiter auslasten wird, die jetzt schon im Einsatz sind um die Prime Now Pakete zuzustellen.

Amazon Restaurants seit 2015 in den USA

Bisher war Amazon Restaurants nur in den USA verfügbar, mit London kommt die erste europäische Stadt dazu. In Seattle ist der Service im September 2015 gestartet, darauf folgten Manhattan, Dallas, San Francisco, Los Angeles, Chicago, San Diego, Austin, Atlanta, Miami, Baltimore und Portland. In Europa haben schon einige Restaurant-Lieferservice im Margen-schwachen Markt aufgegeben. Neben Take Eat Easy musste auch Porto das operative Geschäft einstellen. Rocket Internets Foodora hat sich schnell aus London wieder zurück gezogen und Valk Fleet hat den Betrieb auch eingestellt. Die finanzielle Power von Amazon dürfe einigen Gründer von ähnlichen Geschäftsideen schlaflose Nächte bereiten.

Bild: Amazon Webseite (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Lieferfahrzeuge

Dispatch sammelt 2 Mio. US$ für selbstfahrende Lieferfahrzeuge ein

Dispacht entwickelt eine Flotte an kleinen autonomen Lieferfahrzeugen, die sich auf dem Geh- oder Fahrrad fortbewegen sollen. Mit den Lieferfahrzeugen sollen autonome Warensendungen an Kunden zugestellt werden. Dispatch hat nun 2 Mio. US$ von Andreessen Horowitz und weiteren Investoren eingesammelt. Das Unternehmen hat im Moment nur 2-3 Festangestellte, mit dem Funding soll unter anderem das Team aufgestockt werden.

Dispatch will mit den selbstfahrenden Gefährten die Lieferkosten reduzieren. Das erste Fahrzeug hört auf den Namen Carry und kann bis zu 50 Kg transportieren. Der Laderaum ist in vier Bereiche unterteilt, so dass pro Tour mehrere Lieferungen transportiert werden können. Bisher testet das Unternehmen die Lieferfahrzeuge in einem Pilotprogram an einer amerikanischen Universität. Dort werden Pakete, Briefe und andere Gegenstände der Studenten zugestellt.

Per App können die Studenten das Fahrzeug verfolgen, sobald das es angekommen ist, wird der Laderaum per App geöffnet. Die Fahrzeuge sind mit Sensoren ausgestattet, außerdem sind sie lernfähig. Dank künstlicher Intelligenz können sie mit der Zeit immer besser in komplexeren Situationen navigieren.

Dispatch könnte das Problem einiger on-demand Startups lösen, die mit hohen Kosten für die Lieferung auf der letzten Meile zu kämpfen haben. Im Moment müssen dafür Fahrer bezahlt werden, deren Kosten die Marge dahin schmelzen lassen.  (via WSJ)

Amazon und Microsoft kurz vor Beteiligung an Here

Laut Daimler stehen die beiden Unternehmen Amazon und Microsoft kurz vor einer Beteiligung an dem Kartendienst Here. Here wurde im vergangenen Jahr von einem Konsortium an Automobilkonzernen von Nokia übernommen. Here wird weiterentwickelt und soll den Herstellern BMW, Audi und Mercedes als Grundlage für die Navigation der selbstfahrenden Fahrzeuge dienen. Amazon und Microsoft kommen dabei in erster Linie als Provider für die Cloud-Technologie in Betracht, die Here benötigt, um die Datenmengen zu speichern. Für Amazon könnte Here auch unter anderen Gesichtspunkten interessant sein, falls das Unternehmen eine Flotte an selbstfahrenden Lieferfahrzeugen entwickeln sollte. (via The Verge)

Bild: Screenshot Dispatch Website (alle Rechte vorbehalten)

Lieferdienst Nachrichten: UPS investiert, Amazon liefert frische Lebensmittel

Kurznachrichten aus dem Lieferbereich: Der Logistikriese UPS investiert in das same-day Delivery startup Deliv. Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods beteiligt sich an dem Lieferdienst für Lebensmitte Instacart. Amazon liefert das erste mal in Europa frische Lebensmittel aus.

UPS investiert in same-day Delivery Startup

Der Logistikriese UPS hat sich an dem same-day Delivery Startup Deliv beteiligt. Es ist nicht bekannt, wie viel UPS dafür bezahlt hat. UPS hat die letzte Finanzierungsrund von Deliv angeführt, in der 28 Mio. US$ eingesammelt wurden. Das Startup Deliv kooperiert hauptsächlich mit großen Ketten, Best Buy, Walgreens, Sony und Macy’s bieten den Same-Day Delivery Service in Kooperation mit Deliv in 17 amerikanischen Städten an. UPS erhält durch den Deal einen Einblick, wie das Same-Day Delivery Geschäft funktioniert, ohne selber operativ tätig zu werden. UPS spart sich so Geld und eine langwierige interne Entwicklung eines Same-Day Delivery Services. UPS gerät auch unter Druck, da E-Commerce Giganten, wie Amazon eine eigene Logistikkette aufbauen. Grundsätzlich scheinen same-Day Delivery Services vor allem in den USA auf dem Vormarsch zu sein. In einer Umfrage von Deloitte haben 24 % der Befragten angegeben, dass sie für einen Same-Day Service zahlen würden. Der europäische UPS Konkurrent DPD hat sich bereits vor längerer Zeit an dem Münchner Same-Day Delivery Startup Tiramizoo beteiligt, Hermes ist bei Lievery eingestiegen. (via Business Insider)

Whole Foods investiert in Instacart

Die amerikanische Supermarktkette Whole Foods investiert in das Lieferstartup Instacart. Die beiden Unternehmen haben außerdem eine Vereinbarung getroffen, die Instacart für die nächsten fünf Jahre als exklusiven Partner für das Liefergeschäft von Whole Foods vorsehen. Instacart ist bisher nur in den USA verfügbar, deswegen beschränkt sich die Exklusivität nur auf Amerika. In England arbeitet Whole Foods mit dem Startup Shutl zusammen. Instacart bietet einen Lieferservice für Lebensmittel an und kooperiert dabei mit unterschiedlichen Supermarktketten. Bleibt abzuwarten, ob die anderen Kooperationspartner begeistert von dem Deal zwischen Whole Foods und Instacart sind. Unternehmen wie Target und Costco werden sicher nicht begeistert sein, dass Whole Foods Einsicht in deren Geschäfte mit Instacart hat. (via Recode)

Amazon liefert erstmals in Europa frische Lebensmittel

Amazon startet in Großbritannien einen Lieferdienst für frische Lebensmittel du Tiefkühlkost. Bisher bietet das Unternehmen diesen Service nur in den USA an. Ob Amazon Fresh auch demnächst in Deutschland starten wird, ist unbekannt. Amazon ergänzt mit dem Service sein Lieferangebot für Lebensmittel und Haushaltsprodukte. Bisher wurden nur haltbare Lebensmittel, Waschmittel, Haushaltswaren oder Pflegeprodukte über den Amazon Pantry Service verkauft. (via Reuters)

Bild: getmobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Sixt investiert in Wudercar, Amazon mit eigener Transport App, Angestellte vs. Freelancer

Interessante Nachrichten aus der Welt der Mobilitäts- und Transport-Dienstleister. Sixt investiert in die Taxi Alternative Wundercar. Gericht in Kalifornien schätzt Fahrer der Ridesharing-Plattformen als Angestellte und nicht als unabhängige Vertragspartner ein. Der e-Commerce Anbieter Amazon will Privatleute als Kuriere einsetzen.

Sixt investiert in Wundercar

Vor einiger Zeit haben wir berichtet, dass die Taxialternative Wundercar nach weiterem Geld sucht und der Automobilkonzern BMW in dem Zuge einsteigen könnte. Wie jetzt vom Unternemen bestätigt wurde, ist unter anderem Sixt bei dem Hamburger Unternehmen eingestiegen. Ob BMW tatsächlich auch Teil der Finanzierungsrunde ist, wurde nicht kommuniziert. Getätigt wurde das Investment von Konstantin Sixt, über das den Investment-Fond Sixt e-Ventures.  Sixt e-Ventures ist an dem Carsharing Joint Venture DriveNow mit BMW beteiligt. Angeführt wurde die Runde von Blumberg Capital. Die genaue Summe ist nicht bekannt, dürfte sich aber im siebenstelligen Bereich bewegen.

Ähnlich wie Uber vermittelt die Wundercar App Fahrten innerhalb von Großstädten an Privatfahrer. In Deutschland wurde die App im vergangenen Jahr kurz nach dem Start verboten, da die Taxi-Lobby Druck ausgeübt hat. Mittlerweile fokussiert sich das Startup auf Osteuropa , das monatliche Wachstum liegt bei 40%. Sixt ist außerdem Hauptgesellschafter des Limousinen Fahrdienst-Vermittlers myDriver. Bleibt abzuwarten, ob es zwischen den beiden Beteiligungen eine Zusammenarbeit geben wird. (via Manager Magazin)

Amazon will auf Privatleute für Paketauslieferungen setzten

Der amerikanische Online-Händler Amazon scheint einen App-basierten Lieferservice zu entwickeln, der auf dem Einsatz von Privatpersonen als Fahrern beruht.

Dadurch sollen Lieferzeiten verkürzt und Lieferkosten gesenkt werden. Amazon hätte mehr Kontrolle über die Lieferkosten, die im letzten Jahr um 31% gestiegen sind. Lokale Einzelhändler sollen als Lagerfläche dienen, die dann von den Kurieren angefahren werden, um die Ware abzuholen und zwischenzulagern. Es ist unklar, ob sich die lokalen Händler auf eine Kooperation mit dem großen Rivalen einlassen.

Fraglich ist auch, ob die Kosten wirklich geringer sind, als die Zustellung per UPS. UPS kostet es im Schnitt 8$, um ein Paket innerhalb der USA zuzustellen. Im Schnitt stellt Amazon 3.5 Mio. Pakete am Tag zu. Für die Anzahl an Paketen ist ein großer Pool an Fahrer nötig. Mit einem ähnlichen Konzept sind schon Unternehmen, wie Uber, Deliv, Instacart, Google, Postmates und eBay am Markt. Im letzten Jahr hat Amazon schon die Zustellung mit Uber und Taxis getestet. (via Wall Street Journal)

Uber Fahrer wird als Angestellter eingestuft, nicht als unabhängiger Partner

Eine Arbeitskommission in Kalifornien hat eine klagende Uber-Fahrerin als Angestellte und nicht als unabhängige Vertragspartnerin eingestuft. Wir hatten vor ein paar Wochen bereits über die Auseinandersetzung berichtet. Für Uber bedeutet die Entscheidung einen Rückschritt. Als Folge der Entscheidung könnten bald alle Fahrer in Kalifornien und eventuell auch in anderen Staaten als Angestellte eingestuft werden.

Das würde die Kosten für Uber in die Höhe treiben. Uber müsste die Kosten für die Versicherungen der Fahrer übernehmen und Tankkosten erstatten. Uber wird gegen das Urteil Berufung einlegen. Das Ridesharing Unternehmen bekräftigte, dass ausschließlich Fahrten per App vermittelt werden und alle Fahrer unabhängige Partner seien. Hauptgrund, warum sich Fahrer bei Uber engagieren, ist die Flexibilität und Unabhängigkeit.

Das Urteil könnte auch Auswirkungen auf das Geschäftsmodell anderer Sharing Economy Unternehmen wie z.B. AirBnB, Postmates,  Instacart, TaskRabbit usw. haben. (via Wall Street Journal)

Bild: Au volant / At the wheel von  Sarah Joy (bestimmte Rechte vorbehalten)