Schlagwort-Archive: Arriva

ArrivaClick kommt nach Liverpool

Der nationale Betreiber Arriva hat sich für Liverpool entschieden. Der On-Demand-Service für Busse wird in der Stadt im Nordwesten Englands zum ersten Mal auf die Straßen gebracht und kalkuliert die Routen abhängig davon, wohin die Fahrgäste gebracht werden möchten.

Die Services der App ”ArrivaClick”

Ähnlich wie zum Taxiservice von Uber, wird der neue On-Demand-Service Fahrgästen ermöglichen, einen Bus über eine App zu buchen. Das innovative System kombiniert Besonderheiten von einem Taxifahrdienst und dem Busverkehr. Passagiere können via ArrivaClick einen Bus bestellen und seine Route verfolgen. Den Nutzern wird der Name des Fahrers mitgeteilt und stellt ihnen zusätzlich die Option bereit, eine individuelle Haltestelle anzugeben sowie einen Sitzplatz im Bus zu reservieren.   

Durch die hochentwickelte Technologie von Via, ein weltweit tätiges Unternehmen für Mitfahrdienste, berechnen Algorithmen den bestmöglichen Fahrweg für die kombinierten Routen der Passagiere. Das Ergebnis gibt die kürzeste und die schnellste Route an. ArrivaClick garantiert einen festen Fahrpreis und Echt-Zeit-Informationen in Bezug auf Abfahrt und Ankunft. Die App kombiniert also die Kosteneffizienz von Bussen und die Bequemlichkeit einer Taxifahrt.

Es gibt keine festen Routen. Die Fahrten bedingen sich durch die Zielwünsche der Fahrgäste. Der Service vollstreckt sich in einem Gebiet vom Stadtzentrum bis zum Liverpool John Lennon Flughafen und verbindet die Einwohner, die sich zur Arbeit, zum Shopping oder aus sonstigen Transportgründen bewegen.  

Was ArrivaClick noch leistet

Mit der Einführung des innovativen Minibus-Services wird die Verbesserung der Luftqualität in Angriff genommen. Auch die Reduzierung von Autofahrten in den Städten wird damit bezweckt. ArrivaClick bietet freies Wi-Fi, Aufladestationen und Ledersitze an. Insgesamt komplettiert der Service von ArrivaClick das bestehende Busnetzwerk und ist bis dato der größter Service seiner Art in UK.

ArrivaClick hat das Potential tausende von Fahrten zu transformieren. Bereits während der Testphase in Kent nutzen 50% der Kunden den Service anstelle einer privaten Fahrt. 43% verwendeten ArrivaClick sogar für die tägliche Fahrten zwischen Arbeit und ihrem Zuhause.

Bis zum Sommer 2019 will Arriva den Service von sechs auf 25 Fahrzeuge ausweiten.

Bild: liverpoolecho.co.uk (Alle Rechte vorbehalten)

Arriva’s on-demand Ride-Sharing Dienst in Zahlen

Das Verkehrsunternehmen Arriva zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz über den on-demand Ride-Sharing Dienst ArrivaClick. ArrivaClick ist ein dynamischer Bedarfsverkehr, der in der Gegend rund um den Kent Science Park und Sittingbourne angeboten wird. Die Gegend war zuvor schlecht von öffentlichen Nahverkehrsangeboten erschlossen, was sich durch den neuen Dienst verbessert hat.

Postille Entwicklung beim Ride-Sharing Dienst

In Sittingbourne scheint der Dienst gut anzukommen, hier sind ein paar Statistiken:

  • Ein Äquivalent von 12% der lokalen Bevölkerung in Sittingbourne hat sich für den Dienst angemeldet. Laut Wikipedia leben 60.000 Menschen in Sittingbourne, was heißt, dass sich mehr als 7200 Nutzer für den Dienst angemeldet haben.
  • Ein Anteil von 61% nutzt den Dienst mehrmals die Woche und 43 % nutzen den Dienst für die täglichen Fahrten zur Arbeit.
  • Ein Drittel der Kunden nutzt den Dienst für Freizeitfahrten, 31% um Verwandte und Freunde zu besuchen.
  • Mehr als 50% nutzen den Service als Alternative zum Taxi (22%), eigenem Fahrzeug (18%) oder zur Mitfahrgelegenheit (12%)
  • Ein Drittel nutzt das Angebot anstatt dem traditionellen Bus und 20% sind vorher zu Fuß gegangen
  • Die Mehrheit (8,9/19) würde den Dienst auch Freunden empfehlen

Die erreichten Zahlen können auch von lokalen Verkehrsbetrieben und Behörden als Grundlage herangezogen werden, um besser abschätzen zu können, wie sich ein Ride-Sharing Dienst entwickeln kann.

Arriva übernimmt Betrieb, Software von Via

Arriva übernimmt den operativen Betrieb bei ArrivaClick und die Software wird von dem amerikanischen Startup Via geliefert. Die Fahrzeuge sind luxuriös ausstattet Mercedes-Benz Sprinter Vans. Neben Ledersitzen sind auch Wi-Fi und Lademöglichkeiten mittels USB an Bord. Via war bisher vor allem in den USA aktiv, mit ViaVan sollen jetzt auch mehrere Städte in Europa erschlossen werden, in Amsterdam ging es in der vergangen Woche los. Das Ride-Sharing Angebot der BVG in Berlin wird ebenfalls mit ViaVan aufgebaut.

Vergleichbar mit ioki, CleverShuttle und co.

ArrivaClick vergleichbar mit den Diensten von door2door, CleverShuttle oder ioki und ist zwischen den Angeboten Taxi und Linienbus angesiedelt. Die Nutzer buchen über die Smartphone App eine Abholung an einem beliebigen Ort im Bediengebiet und erhalten vor der Buchung die Anfahrtszeit, sowie einen fixen Fahrpreis. Nach Buchung per Klick wird der Fahrgast von einem der Vans abgeholt. Die Algorithmen der Via Software poolen Fahrgäste, die zur gleichen Zeit auf ähnlichen Strecken unterwegs sind.

Ausweitung auf andere Städte möglich

In einem nächsten Schritt könnte die Ausweitung des Services in weiter Städte im Norden Großbritanniens bevorstehen. Arriva sieht in dynamischen Bedarfsverkehren, die mittels App gebucht werden, eine attraktive Alternative zu bestehenden Transportarten. Sie haben das Potential dazu, eine zuverlässige und günstige Option für den Transport auf der ersten und letzten Meile zu sein. Dynamische Ride-Sharing Dienste können auch für Verkehrsbetriebe, Gemeinden, lokale Behörden und Fördertöpfe interessant sein. Dadurch lassen sich kosteneffiziente Alternative oder Ergänzungen zum ÖPNV aufbauen.

Bild: Arriva (alle Rechte vorbehalten)