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Arriva’s on-demand Ride-Sharing Dienst in Zahlen

Das Verkehrsunternehmen Arriva zieht nach einem Jahr eine positive Bilanz über den on-demand Ride-Sharing Dienst ArrivaClick. ArrivaClick ist ein dynamischer Bedarfsverkehr, der in der Gegend rund um den Kent Science Park und Sittingbourne angeboten wird. Die Gegend war zuvor schlecht von öffentlichen Nahverkehrsangeboten erschlossen, was sich durch den neuen Dienst verbessert hat.

Postille Entwicklung beim Ride-Sharing Dienst

In Sittingbourne scheint der Dienst gut anzukommen, hier sind ein paar Statistiken:

  • Ein Äquivalent von 12% der lokalen Bevölkerung in Sittingbourne hat sich für den Dienst angemeldet. Laut Wikipedia leben 60.000 Menschen in Sittingbourne, was heißt, dass sich mehr als 7200 Nutzer für den Dienst angemeldet haben.
  • Ein Anteil von 61% nutzt den Dienst mehrmals die Woche und 43 % nutzen den Dienst für die täglichen Fahrten zur Arbeit.
  • Ein Drittel der Kunden nutzt den Dienst für Freizeitfahrten, 31% um Verwandte und Freunde zu besuchen.
  • Mehr als 50% nutzen den Service als Alternative zum Taxi (22%), eigenem Fahrzeug (18%) oder zur Mitfahrgelegenheit (12%)
  • Ein Drittel nutzt das Angebot anstatt dem traditionellen Bus und 20% sind vorher zu Fuß gegangen
  • Die Mehrheit (8,9/19) würde den Dienst auch Freunden empfehlen

Die erreichten Zahlen können auch von lokalen Verkehrsbetrieben und Behörden als Grundlage herangezogen werden, um besser abschätzen zu können, wie sich ein Ride-Sharing Dienst entwickeln kann.

Arriva übernimmt Betrieb, Software von Via

Arriva übernimmt den operativen Betrieb bei ArrivaClick und die Software wird von dem amerikanischen Startup Via geliefert. Die Fahrzeuge sind luxuriös ausstattet Mercedes-Benz Sprinter Vans. Neben Ledersitzen sind auch Wi-Fi und Lademöglichkeiten mittels USB an Bord. Via war bisher vor allem in den USA aktiv, mit ViaVan sollen jetzt auch mehrere Städte in Europa erschlossen werden, in Amsterdam ging es in der vergangen Woche los. Das Ride-Sharing Angebot der BVG in Berlin wird ebenfalls mit ViaVan aufgebaut.

Vergleichbar mit ioki, CleverShuttle und co.

ArrivaClick vergleichbar mit den Diensten von door2door, CleverShuttle oder ioki und ist zwischen den Angeboten Taxi und Linienbus angesiedelt. Die Nutzer buchen über die Smartphone App eine Abholung an einem beliebigen Ort im Bediengebiet und erhalten vor der Buchung die Anfahrtszeit, sowie einen fixen Fahrpreis. Nach Buchung per Klick wird der Fahrgast von einem der Vans abgeholt. Die Algorithmen der Via Software poolen Fahrgäste, die zur gleichen Zeit auf ähnlichen Strecken unterwegs sind.

Ausweitung auf andere Städte möglich

In einem nächsten Schritt könnte die Ausweitung des Services in weiter Städte im Norden Großbritanniens bevorstehen. Arriva sieht in dynamischen Bedarfsverkehren, die mittels App gebucht werden, eine attraktive Alternative zu bestehenden Transportarten. Sie haben das Potential dazu, eine zuverlässige und günstige Option für den Transport auf der ersten und letzten Meile zu sein. Dynamische Ride-Sharing Dienste können auch für Verkehrsbetriebe, Gemeinden, lokale Behörden und Fördertöpfe interessant sein. Dadurch lassen sich kosteneffiziente Alternative oder Ergänzungen zum ÖPNV aufbauen.

Bild: Arriva (alle Rechte vorbehalten)