Schlagwort-Archive: autonome Fahrzeuge

Intel testet autonome Fahrzeuge in Jerusalem

Gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Mobileye startet Intel einen Testprogramm mit 100 autonomen Fahrzeugen in Jerusalem. Der Fokus liegt dabei auf der Sicherheit, es soll gezeigt werden, dass selbstfahrende Autos 1.000 Mal sicherer sind, als menschliche Fahrer. In den kommenden Monaten soll die Flotte auch in den USA und in anderen Regionen getestet werden.

Keine LiDARs und Radars verbaut

In der ersten Phase werden die Fahrzeuge maßgeblich durch Kameras gesteuert. Die Fahrzeuge sind mit 12 Kameras ausgestattet, um eine 360 Grad Rundumsicht zu erzeugen. Vier der Kameras werden für die Parkvorgänge genutzt, die restlichen acht für die Erstellung der Weitsicht. Die Kameradaten werden im Fahrzeug ausgewertet, um die richtigen Fahrmanöver in extrem kurzer Zeit berechnen und an die Fahrzeugsteuerung weitergeben zu können. In einer späteren Phase sollen LiDAR und Radar-Sensoren hinzugefügt werden.

Beide Unternehmen wollen auch zeigen, dass ein System an Kameras ausreichen ist, um Fahrzeug autonom fahren zu lassen. Die Kameras sind so konfiguriert, dass mehrere redundanten Systeme entsteht, die jeweils für sich genügen Daten erzeugen, um das Fahrzeug autonom zu steuern. Solle eine Kamera ausfallen, können andere Kameras die Funktion des Fahrzeugs aufrecht erhalten und die Sicherheit gewährleisten.

 

Wer in Jerusalem fahren kann, schafft es überall auch

Die beiden Unternehmen Intel und Mobileye haben sich Jerusalem auf Grund der komplexen Verkehrs- und Infrastruktur-Verhältnisse ausgesucht. Die Fahrer in der israelischen Stadt sind für einen aggressiven Fahrstiel bekannt, außerdem ist die Straßenmarkierung nicht immer eindeutig. Hinzu kommt, dass die Fußgänger häufig die Straße anstatt vorhandener Gehwege nutzen. Autonome Fahrzeuge können nicht mit geringer Geschwindigkeit durch die Stadt schleichen, sondern müssen sich an den bestehenden Verkehr anpassen. Ansonsten würden Staus entsenden, im schlimmsten Fall würde es sogar zu Unfällen kommen.

Level 4 Fahrzeuge ab 2021

Bis 2021 sollen selbstfahrende Fahrzeuge auf Level 4 und 5, die mit Technik von Intel und Mobileye ausgerüstet sind, gemeinsam mit unterschiedlichen Herstellern ausgerollt werden. Die beiden Unternehmen arbeiten unter anderem mit BMW, General Motors, Nissan, Audi, Fiat Chrysler, Hyundai und Honda zusammen.

Bild: Intel (alle Rechte vorbehalten)

BMW in China: Unternehmen erhält Genehmigung für autonome Fahrzeuge in Shanghai

BMW arbeitet wie viele andere Automobilhersteller, Technologiekonzerne uns Startups an autonomen Fahrzeugen. Bisher werden die Autos von BMW in München und im Silicon Valley getestet. Als erstes ausländisches Unternehmen hat BMW jetzt die Genehmigung erhalten, autonome Fahrzeuge in Shanghai zu testen. 

Erster internationaler Hersteller mit Genehmigung

Vor BMW hat noch kein anderer internationaler Hersteller die Genehmigung erhalten, in China selbstfahrende Autos zu testen. Bisher haben die chinesischen Hersteller Nio und SAIC die Genehmigung erhalten, nachdem im März neue Regeln für die Tests erlassen wurden. Beide Unternehmen haben bisher 6000 Kilometer ohne Vorfälle zurückgelegt. 

Tests auf öffentlicher Straße

Die Behörden in Shanghai haben vorerst zwei BMW 7er Modelle für Tests auf einem Abschnitt von 5.6 km auf einer öffentlichen Straße genehmigt. In den kommenden Monaten soll die Flotte bis auf sieben Fahrzeuge vergrößert werden. Die 7er Modelle sind mit reichlich Technik von Intel, Aptiv und andren Herstellern ausgestattet. Der Genehmigung waren ausführliche Tests auf einem Testgelände bei Shanghai vorausgegangen. Shanghai ist für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen auf Level 4 ein geeignetes Testfeld. Mit den gesammelten Daten werden die Machine Learning Algorithmen gefüttert, um die passenden Fahrmanöver ausführen zu können.

In den kommenden Monaten soll auch das Team an Experten in China vergrößert werden. Auf bis zu 60 Experten für selbstfahrende Autos soll das Team in China anwachsen. Auch bei München werden die Teams erweitert, die autonome Fahrzeuge zusammen mit Intel und Mobileye entwickeln. Erst kürzlich wurde ein neuer Campus eröffnet, auf dem alle Experten zusammengezogen werden. 

Campus für autonomes Fahren in München

Während der Eröffnung war es auch möglich, eine Fahrt in einem aufgerüsteten 7er BMW zu absolvieren. Die Fahrt führte über einen Parkplatz, der mit BMW Fahrzeugen präpariert war. Auf einem kurzen Rundkurs hatten die Pressevertreter die Möglichkeit, eine autonome Fahrt zu erleben. Durch die kurze Distanz und das präparierte Setup war es unmöglich einen guten Eindruck über die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Der Fokus lag mehr auf den Mitfahrern und den Funktionen, die über das Table gesteuert werden können. 

China setzt Maßstäbe

China setzt im Moment Maßstäbe bei der Disruption der herkömmlichen Automobilindustrie uns ist gleichzeitig einer der wichtigsten Absatzmärkte. Bei den Themen Elektromobilität, Fahrdienste und auch autonomes Fahren hat China eine führende Position inne. Die CASE Mobilitätsthemen werden in China von der Politik vorangetrieben. 

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Fahrzeuge: Drive.ai startet Ride-Hailing Dienst in Texas

Das Startup Drive.ai aus Kalifornien startet einen Fahrdienst mit autonomen Fahrzeugen in Texas. In dem Pilotprojekt sollen Erfahrungen gesammelt werden, wie sich die autonome Fahrzeuge im Straßenverkehr bewegen und wie die Passanten darauf reagieren. Die Fahrzeuge sollen über Fähigkeiten auf Level 4 verfügen. 

Start im Juli geplant

Das Projekt, das im Juli starten soll, ist für sechs Monate ausgelegt und insgesamt sollen mehr als 10.000 Nutzer in dem Zeitraum transportiert werden. Das Bediengebiet ist auf ein definiertes Gebiet mit Wohnungen, Einkaufsläden, Büros und Ausgehmöglichkeiten beschränkt. Die Distanzen in dem Gebiet sind zu lang, um sie zu laufen und zu kurz um sie mit dem eigenen Auto zu fahren. Außerdem ist die Verkehrs- und Parksituation in dem Gebiet überlastet. Durch den Dienst von Drive.ai soll die Situation entspannt werden und das Problem der letzten Meile gelöst werden.

Kooperation mit lokalen Behörden und der Stadt

Drive.ai arbeitet mit der texanischen Stadt Frisco zusammen, einer Stadt mit etwa 170.000 Einwohnern. Die lokalen Behörden helfen dabei, die Haltepunkte zu definieren, an denen die Fahrgäste ein- und aussteigen können. Außerdem sollen die Bürger gemeinsam vorab über den Dienst mit autonomen Fahrzeugen aufgeklärt werden. Über eine eigene App soll der Dienst gerufen werden können, eine Kooperation mit einer bestehenden Ride-Sharing Plattform ist vorerst nicht geplant.

Drive.ai entwickelt Systeme für autonome Fahrzeuge

Drive.ai ist bereits 2015 gestartet und hat in den letzten Jahren ein System für autonome Fahrzeuge entwickelt. Das System aus Sensoren, Rechenpower, Software und Deep Learning Technologie kann in unterschiedlichen Fahrzeugen verbaut werden. Ein ähnliches Prinzip verfolgen die Unternehmen Waymo oder Uber. In Texas kommen Nissan Minivans zum Einsatz, die mit dem Technik-System von Drive.ai ausgestattet werden. Außerdem sollen die Fahrzeuge über Displays verfügen, die Nachrichten für die Passanten und Fahrer anderer Fahrzeug anzeigen. Durch die Displays und die auffälligen Farben mit der Aufschrift “Self-Driving Vehicle” soll die Sicherheit erhöht werde. Es ist davon auszugehen, dass noch ein Operator im Fahrzeug sein wird, um im Notfall das Steuer übernehmen zu können. 

Bild: Drive.ai (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Autos: Uber soll Systeme an Toyota verkaufen

Die Fahrdienstplattform Uber wird damit beginnen, die Systeme für autonome Autos an Interessenten wie Automobilhersteller zu verkaufen. Uber ist mit dem japanischen Konzerne Toyota im Gespräch, Toyota möchte die Systeme von Uber einkaufen. Es war abzusehen, dass Uber nicht nur Fahrzeuge für die eigene Plattform mit den Systeme ausstatten wird, sonder auch daran interessiert ist, als Zuliefere aufzutreten.

Toyota will Systeme in Minivans einsetzen

Toyota soll daran interessiert sein, die Systeme von Uber für MiniVans zu nutzen. Die hochrangigen Toyota Manager Shigeki Tomoyama und Gill Pratt sollen sich mit dem Uber CEO Dara Khosrowshahi in Pittsburgh getroffen haben, um den Deal zu besprechen. Fraglich ist, ob Toyota nach dem tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Uber-SUV an den Plänen festhält.

Autonome Autos werden in Pittsburgh entwickelt

In Pittsburgh betreibt Uber sein Forschungszentrum für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen. Toyota kann sich trotz eigener Forschung und Entwicklung im Bereich autonomes Fahren den Zukauf von passenden Systemen vorstellen. Erst kürzlich wurden Pläne bekannt, dass mehr als zwei Milliarden Dollar in ein Forschungszentrum investiert werden sollen.

Uber rüstet schon jetzt Fahrzeuge auf

Uber hat Erfahrung damit, die eigenen Systeme für autonomes Fahren in Serienfahrzeuge zu verbauen. Die Flotte von Uber besteht aus serienmäßigen Volvo SUVs, die von Uber aufgerüstet werden. Außerdem wurde eine Absichtserklärung mit Volvo unterzeichnet, um mehr als 24.000 XC90 SUVs zu für den Einsatz auf der Uber Plattform aufzurüsten.

Strategie erinnert an Waymo und Fiat Chrysler

Die Strategie von Toyota und Uber erinnert an das Vorgehen von Waymo in den USA. Das Schwesterunternehmen von Google bestückt Minivans des Herstellers Fiat Chrysler mit Sensoren, Rechnern und Software und setzt diese in Arizona und Kalifornien ein. Uber ist auch nicht das einzige Unternehmen, dass sich als Zulieferer für Systeme für autonome Fahrzeuge positionieren wird. Zu den Konkurrenten gehören Waymo, Aptiv und Aurora. Auch das Konsortium rund um BMW und Intel will später die Systeme für selbstfahrende Autos an andere Hersteller verkaufen.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)

Waymo testet autonome LKWs in Atlanta

Nicht nur Uber testet autonome LKWs auf bestimmten Strecken in den USA, auch die Google Schwester Waymo hat jetzt autonome Lastwagen in der Flotte, die rund um Atlanta unterwegs sind und Waren für die Datenzentren von Google transportieren werden. Zur Sicherheit wird immer ein Fahrer mit im Fahrzeug sitzen, der im Notfall das Steuer übernehmen kann. Außerdem ist der Sicherheitsfahrer nach der aktuellen Gesetzeslage in den meisten amerikanischen Staaten noch Pflicht.

Autonome LKWs im Lieferverkehr

Der Einsatz im Lieferverkehr startet nach einer einjährigen Testphase, in der die autonomen LKWs in Arizona und Kalifornien getestet und weiterentwickelt wurden. Der Fokus in den letzten Monaten lag auf der Software, die lernen musste, einen LKW samt Auflieger autonom fahren zu lassen. Die Länge des Fahrzeugs, mögliche tote Winkel und stark schwankende Ladungen erhöhen die Komplexität. Waymo nutzt für die LKWs das Paket an Sensoren, Rechnern und Softwarekomponenten, die auch in den Minivans verbaut werden. Das Paket wurde so ausgelegt, dass es für unterschiedliche Fahrzeuge adaptierbar ist. Unklar ist, ob die Technik schon die ganze Strecke beherrscht, oder nur Fahrten auf Autobahnen. Unternehmen wie Uber, Starsky oder Embark lassen die LKWs bisher nur auf Autobahnen autonom fahren. Die Lademanöver und Fahrten auf kleineren Straßen und durch Städte werden von dem Fahrer an Bord übernommen.

Technik soll durch Tests weiterentwickelt werden

Der Einsatz in Atlanta soll dabei helfen, die Technik weiter zu entwickeln. Außerdem soll erprobt werden, wie die vollautomatisierten LKWs in das bestehende System aus Speditionen und Versendern eingegliedert werden können. Die Verknüpfung mit dem bestehenden Netzwerk aus Fabriken, Häfen, Verteil-Zentren und Terminals steht dabei im Fokus. Im Frachtbereich sieht Waymo ein großes Geschäftspotenzial. Gleichzeitig soll die Sicherheit erhöht werden.

Über die vollautomatisierten LKWs von Waymo wurde bisher wenig bekannt. In den letzten Monaten hat Waymo vermehrt Details zu den autonomen Autos veröffentlicht, die in Arizona unterwegs sind. Dort hat das Unternehmen auch die Lizenz erhalten, um als Transport Network Company kommerziell Fahrdienste anbieten zu können. Es wird erwartet, dass das Unternehmen in den kommenden Wochen einen kommerziellen Ride-Sharing Dienst starten wird, der Uber und co. Konkurrenz machen wird.

Bild: Waymo (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing testet autonome Fahrzeuge im Straßenverkehr

Die chinesische Mobility Plattform testet seit mehreren Monaten autonome Fahrzeuge im Straßenverkehr. Bisher war wenig über die Ambitionen von Didi im Bezug auf selbstfahrende Taxen bekannt, es war aber anzunehmen, dass die Plattform daran arbeitet.

Qoros stellt Testflotte

Die Informationen über die Tests kommen von dem Automobilhersteller Qoros, der auch die Fahrzeuge zur Verfügung gestellt hat. Die Testflotte ist übersichtlich, nur zwei entsprechend ausgestattete Qoros 5 SUVs sind in Shanghai und auf einer nahegelegenen Teststrecke aktiv.

Autonome Fahrzeuge: Weiterer Baustein in der Strategie von Didi Chuxing

Im Moment fokussiert sich Didi darauf, seine Plattform mit Fahrer-basierten Diensten und zusätzlichen Angeboten auszubauen. Durch Investments und Übernahmen will die Mobilitätsplattform global eine dominierende Stellung einnehmen. Um das Geschäftsmodell langfristig profitabel zu gestalten, wird auch Didi Chuxing nichts anderes übrig bleiben, als selbstfahrende Autos einsetzten. Da kein Fahrer benötigt wird und die Fahrzeuge besser ausgelastet werden können, werden die Kosten pro gefahrenen Kilometer sinken.

Einsatz in Shanghai generiert wichtige Erfahrungswerte

Es ist wichtig, dass autonome Fahrzeuge in realen Umgebungen eingesetzt werden, um die nötigen Erfahrungen zu sammeln. Viele Situationen lassen sich zwar mittels Datensätzen simulieren, das Zusammenspiel mit anderen Verkehrsteilnehmern muss in realen Umgebungen erprobt werden.

Autonome Fahrzeuge bisher nicht im Vordergrund

Bisher wurde von Didi wenig über die Pläne mit autonomen Fahrzeugen kommuniziert. Mit dem  Automobilhersteller Qoros arbeitet das Unternehmen anscheinend schon seit ein paar Monaten zusammen. Qoros liefert die Fahrzeuge und Didi die Software und nötige Sensoren. Ein Team aus Mitarbeitern beider Unternehmen rüsten die Fahrzeuge auf und führen die Tests durch.

Konkurrent Uber will schon im kommenden Jahr die ersten Flotten an vollautomatisierten Fahrzeugen auf der Straße haben. Bisher testet das Unternehmen in unterschiedlichen Städten selbstfahrende Fahrzeuge, bei denen aber immer noch ein Fahrer hinter dem Lenkrad sitzt. Der Wettbewerber Grab aus Südostasien will bis 2022 die ersten Fahrdienste mit vollautomatisierten Fahrzeugen anbieten.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Nissan testet mit DeNA autonome Taxis in Japan

Berichte über Mobility Services in Japan häufen sich in den letzten Tagen. Zuerst wurde bekannt, dass Toyota und unabhängig davon auch Didi Chuxing und SoftBank aktiver in Japan werden wollen und unterschiedliche Taxi-Dienst aufgebaut werden sollen. Ein paar Tage später hat Sony angekündigt, dass mit unterschiedlichen Taxi-Unternehmen ein AI basierter Dienst gestartet werden soll. Als letztes steig jetzt Nissan in den Ring, zusammen mit DeNA. Beide Unternehmen wollen ab März einen Taxidienst mit autonomen Fahrzeugen starten, der Name des Dienstes heißt Easy Ride.

DeNA bisher mit Spielen und Entertainment erfolgreich

Die Konstellation ist interessant. DeNA ist bisher nicht wirklich als Anbieter einer Taxi-App in Erscheinung getreten, bisher wurden das Geld mit online Portalen und Spielen verdient. Auch Unternehmen Sparten aus dem Gesundheitswesen, Entertainment oder E-Commerce gehören zu den Konzern. Mit Anyca unterstützt da DeNA ein lokales peer-to-peer Car-Sharing Angebot in Japan und mit Robot Shuttle wird zusammen mit EasyMile ein autonomes Shuttle betrieben.

Autonome Taxis von mehreren Unternehmen geplant

Nissan schließt sich zusammen mit DeNA einem illustren Kreis an Unternehmen an, die Taxi-Dienste mit autonomen Fahrzeugen entwickeln wollen. Daimler und Bosch verfolgen das Ziel, in den nächsten Jahren einen kommerziellen Dienst mit Roboter Taxen anzubieten, ebenso Waymo, Uber, Lyft und viele andere. Einige Unternehmen kooperieren auch, um zusammen schneller zum Ziel zu kommen.

Auch In-Car Services für Fahrgäste werden getestet

Der Test wird Anfang März in Yokohama starten, da dort auch der Hauptsitz von Nissan ist. Die automatisierten Fahrzeuge werden auf einer 4.5 Kilometer langen Strecke unterwegs sein, zwischen einem Shopping Center und dem Hauptsitz von Nissan. Während der Fahrt können die Nutzer den App basierten Concierge Service Nutzen. So können zum Beispiel Informationen über lokale Sehenswürdigkeiten auf einem Tablet angezeigt werden und passende Vergünstigungen werden zum Download angeboten. Die Fahrgäste werden remote begleitet und sollen nach der Fahrt an einer kurzen Umfrage über ihre Erfahrungen und das Preisverhalten teilnehmen.

Kommerzieller Betrieb von Easy Ride bis 2020

Nissan hat wie andere japanische Hersteller die Ambition, bis zu den Olympischen Spielen in Japan autonome Fahrzeuge auf der Straße zu haben. Bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokyo sollen autonome Fahrzeuge als Transportmittel zum Einsatz kommen. Gleichzeitig wollen die japanischen Unternehmen das Event nutzen, um ihre technischen Fähigkeiten zu präsentieren. Zur Zeit wird auch ein rechtlicher Rahmen entwickelt, der das Betreiben von autonomen Flotten ohne große Probleme ermöglicht. Bis 2020 soll auch der Easy Ride Service voll ausgerollt sein. Bis dahin muss die Sensor- und Rechentechnik weiterentwickelt werden. Außerdem soll Service Designs für die Nutzung der autonomen Fahrzeuge in Tests entwickelt werden.

Bild: Easy Ride (alle Rechte vorbehalte)

Facebook arbeitet mit dem Digital Hub Mobility in München zusammen

Nach Google, Apple und den chinesischen Technologiekonzernen, interessiert sich jetzt auch Facebook für den Mobility Bereich. Vorerst geht es dem Unternehmen darum, die eigenen Forschungs- und Entwicklungsergebnisse mit interessierten Unternehmen zu teilen. Außerdem will Facebook von den Automobilherstellern lernen. Die Entwicklung von eigenen Fahrzeugen oder Systemen für Fahrzeuge steht noch nicht auf der Agenda. Einige Hersteller und Zulieferer dürften Angst davor haben, falls Facebook in den Automobilbau einsteigt, in welcher Form auch immer.

Große Ankündigung auf der IAA in Frankfurt

Auf der IAA hat Facebook COO Sheryl Sandberg auf großer Bühne verkündet, dass Facebook im Automotive-Sektor verstärkt mitmischen möchte. In einem weiteren Schritt wird jetzt eine Partnerschaft mit dem Digital Hub Mobility in München geschlossen. Im Fokus soll dabei die Verbesserung der Mobilität im urbanen Raum stehen. Das Unternehmen will vor allem die Erfahrung in den Bereichen KI, Datenaustausch und Machine Learning nutzen und teilen, um Mobilitätsangebote zu verbessern.

Vernetzung von unterschiedlichen Playern

Der Digital Hub Mobility in München baut eine Plattform für Startups, etablierte Automobilhersteller, Behörden, öffentlichen Einrichtungen und Geldgebern. Gemeinsam sollen Lösungen für die Mobilität von morgen entwickelt werden, die Verkehrsprobleme in staubelasteten Städten lösen und gleichzeitig gut bei den Kunden ankommen. Im Fokus stehen dabei die vier ACSE Themen – autonomes Fahren, Connectivity, Shared Mobility und Elektrifizierung.

Digital Hub Mobility ideale Plattform für Facebook

Da Facebook auf Partnerschaften aus ist, ist es wenig verwunderlich, dass sich das Unternehmen dem Mobility Hub anschließt. Der Hub bietet die ideale Community für Facebook. Facebook wird auch für den Digital Hub Mobility gut sein, schließlich ist der Technologiekonzern führend bei einigen Technologie in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Datenkommunikation oder Machine Learning.

Facebook wird sich auch an der Digital Product School des Hubs beteiligen, ein Weiterbildungsprogramm für Unternehmen, für die Entwicklung von digitalen Produkten.

Bild: Sarah Marshall (bestimmte Reche vorbehalten)

ÖPNV und Startups: Gemeinsam für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Die Mobility Startups und Unternehmen aus dem Bereich öffentlicher Nahverkehr nähern sich an. Auf der einen Seite werden Pilotprojekte gestartet und auf der anderen Seite langfristig ausgelegte Partnerschaften zwischen Startups und Unternehmen geschlossen, die im ÖPNV Sektor seit Jahren verankert sind. Als zwei Beispiele sind Door2Door und BestMile zu nennen.

door2door schließt sich Verband UITP an

Eher politischer Natur ist die Initiative von door2door. Das Unternehmen schließt sich dem Verband UITP an, in der neu gegründeten Kategorie „Digital Platforms“. UITP ist der Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen. Gemeinsam sollen Lösungen für einen flexiblen öffentlichen Nahverkehr entwickelt werden. Über die „Digital Platforms“ Kategorie erhalten öffentlichen Verkehrsbetriebe einen wertvollen Zugang zu digitalen Serviceleistungen, die sie alleine nicht hätten entwickeln können. Auch nachhaltige Stadtentwicklung und geteilte Mobilität sind Thema der Zusammenarbeit. Door2Door bietet schon heute eine Software-Plattform, die es den Städten und öffentlichen Verkehrsbetrieben ermöglicht, einen dynamischen Ride-Pooling Dienst als Ergänzung zum bestehenden ÖPNV anzubieten. Der Dienst ist nachfragebasiert und lässt sich in die herkömmlichen ÖPNV Angebote integrieren. Nur so lässt sich die Zahl der Fahrzeuge in den Städten reduziert werden. Die Gründer Tom Kirschbaum und Maxim Nohroudi verfolgen seit Beginn an den Ansatz, partnerschaftlich mit Städten und Verkehrsbetrieben zusammenzuarbeiten, um die Lebensqualität in den Städten nachhaltig zu verbessern.

IVU und BestMile entwickeln Software für Hybrid-Flotten

Eine etwas andere Partnerschaft gehen das Startup BestMile und IVU Traffic Technologies ein. IVU ist einer der führenden Anbieter von Software-Systemen für den herkömmlichen öffentlichen Nahverkehr und Logistik Anwendungen. Gemeinsam mit BestMile soll das Software-System für autonome Flotten und andere neue Mobility Services entwickelt werden, mit dem sich die neuen Angebote nahtlos mit den traditionellen ÖPNV Systemen verbinden lassen. BestMile hat die Erfahrung bei der Entwicklung von Betriebssystemen für autonome Flotten. Somit ergänzen sich beide Partner gut.

In dem Projekt ADxPT (steht für Autonomous Driving for Public Transport) entwickeln und testen beide Partner gemeinsam ein System mit dem öffentliche Verkehrsbetriebe hybride Flotten aus selbstfahrenden und Fahrer basierten Fahrzeugen betreiben und optimieren können. Entsprechende Systeme werden in den kommenden Jahren benötigt, um die Transformation hin zu autonomen Verkehrsmitteln zu meistern.

Bild: BestMile (alle Rechte vorbehalten)

Ford und Domino’s liefern Pizza mit autonomen Autos

Der Automobilhersteller Ford und die Pizza-Kette Domino’s haben sich in den USA zusammengetan, um die Auslieferung von Pizza mit selbstfahrenden Autos zu testen. Im Rahmen einesForschungsprojekts werden normale Kunden mit den vollautomatisierten Fahrzeugen beliefert. Unter anderem geht es auch darum zu erforschen, wie die Menschen auf autonome Fahrzeuge reagieren und mit diesen interagieren.

Autonome Ford Fusion liefern Pizza

Die mit den Systemen für vollautomatisiertes Fahren ausgestatteten Ford Fusion Modelle werden mit speziellen Warmhalteboxen ausgestattet, die von den Kunden per übermitteltem Code geöffnet werden können. Der Test findet in der amerikanischen Studentenstadt Ann Arbor in Michigan satt. Zufällig ausgewählte Kunden erhalten in der App die Möglichkeit, die Pizza via selbstfahrendem Auto zu erhalten. Ein Fahrer wird immer hinter dem Steuer sitzen, um im Notfall eingreifen zu können.

Wie reagieren die Menschen auf autonome Fahrzeuge

Domino’s und Ford werden den Test dazu nutzen, um herauszufinden, wie Kunden auf autonome Fahrzeuge reagieren. Für Ford ist es zugleich eine Möglichkeit, die entwickelten Systeme für vollautomatisiertes Fahren in einer realen Umgebung zu testen. Die Learnings sollen bei Ford in die Entwicklung der Plattform für Mobilitäts- und Transportservices mit einfließen. Die Plattform, die unter anderem on-demand Lieferdienste und Ride-Sharing Services beinhalten soll, wird in den kommenden Jahren entwickelt und nach und noch auf dem Markt angeboten.

Herausforderung für Ford und co.

Ford erhofft sich durch den Test mehr Einblicke in die Bedürfnisse der Kunden. Im Vergleich zur Autonutzung heute, werden die vollautomatisierten Autos werden von den Kunden ganz anders genutzt werden. Ford muss also möglichst schnell verstehen, was die Kunden wollen, um die nächsten Fahrzeuggenerationen entsprechend anzupassen. In einem so großen Autokonzern dürfte es etwa vier Jahre dauern, bis die Ideen umgesetzt sind. Bis zum Jahr 2021 will der amerikanische Autobauer die ersten autonomen Fahrzeug in Serie bauen.

Der Test erinnert an die Kooperation von JustEat und Starship Technologies in London. Zufällig ausgewählte Kunden können ebenfalls die Zustellung mit autonomen Fahrzeugen, in dem Fall mit Lieferrobotern auswählen. Mittlerweile arbeite Starship nicht nur mit JustEat zusammen, auch Partnerschaften mit Hermes Logistik und der Metro Group wurden geschlossen. In den USA testet das Unternehmen ebenfalls mit einigen Lieferdiensten.

Bild: Ford-Werke GmbH (alle Rechte vorbehalten)