Schlagwort-Archive: autonomes Fahren

Uber kauft 24.000 selbstfahrende Autos von Volvo

Die Ride-Sharing Plattform Uber hat sich mit dem Automobilhersteller Volvo darauf geeinigt, dass 24.000 selbstfahrende Autos vom Typ XC90 SUVs gekauft werden. Der Deal zeigt, dass Uber auch unter dem neuen CEO Dara Khosrowshahi auf autonome Fahrzeuge setzt, auch wenn die Entwicklung erstmal teuer ist. Die Autos sollen zwischen 2019 und 2021 ausgeliefert werden.

Listenpreis von fast 100 Mio. Euro

Geht man nach dem Listenpreis für einen XC90 in den USA, dann hat der Deal einen Wert in Höhe von fast 100 Mio. Euro. Es ist davon auszugehen, dass Uber einen hohen Nachlass auf die Fahrzeuge erhalten wird. Für Volvo dürfte die Kooperation auch ein Leuchtturm-Projekt sein, mit dem sich der Automobilhersteller als Zulieferer für Ride-Sharing Plattformen positionieren möchte.

Volvo liefert Fahrzeuge, Uber verbaut Software und Sensoren

Volvo liefert die Fahrzeuge an Uber, die dann von der Fahrdienst-Plattform mit Sensoren und Software ausgestattet werden, damit die SUVs autonom unterwegs sein können. Ein ähnliches Vorgehen wurde auch für den Test in Pittsburgh vereinbart, wo Uber seit dem letzten Jahr eine kleine Flotte an 100 Fahrzeugen in Einsatz hat. Auch da kamen die Fahrzeuge von Volvo und Sensoren und Software von Uber.

Kooperation mit mehreren Automobilherstellern

Uber will mit mehreren Herstellern zusammenarbeiten. Neben Volvo wurde auch mit dem Daimler-Konzern eine Vereinbarung unterzeichnet. Daimler will eine Flotte an selbstfahrenden Autos zu einem späteren Zeitpunkt auf der Mobility Plattform einsetzen.

Autonome Autos werden in Zukunft eine wichtige Rolle für Ride-Sharing Plattformen einnehmen. Da die Fahrzeuge ohne Fahrer auskommen werden, lassen sich enorme Kosten einsparen. Die Fahrer sind im Moment der größte Kostenfaktor für die on-demand Taxi Dienste. Im Vergleich zu den 2 Mio. Fahrern, die heute auf der Plattform registriert sind, ist die Zahl an 24.000 autonomen Autos ein kleiner Bruchteil. Daran ist auch zusehen, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis die menschlichen Fahrer weitestgehend ersetzt werden.

Lyft, die zweite große Plattform in den USA, setzt bei dem Thema selbstfahrende Autos mehr auf Kooperationen, obwohl ein internes Team auch an dem Themen-Komplex arbeitet. Unter anderm sollen autonome Fahrzeuge von NoTonomy, Jaguar oder Waymo zum Einsatz kommen. Auch Lyft Anteilseigner General Motors stand mal im Raum, selbstfahrende Autos für Lyft zu liefern. Das Verhältnis zwischen dem Automobilhersteller und der Ride-Sharing Plattform scheint aber zerrüttet zu sein.

Bild: Volvo (alle Rechte vorbehalten)

car2go veröffentlicht Thesenpapier zum autonomen, voll elektrischen Carsharing

car2go bereitet sich konsequent auf die Zukunft des autonomen, voll elektrischen Carsharings in Städten vor. Der weltweite Marktführer im free-floating Carsharing hat im Zusammenhang mit dem Web Summit, der größten Technologie-Konferenz der Welt in Lissabon, ein Thesenpapier veröffentlicht, das die wesentlichen fünf Voraussetzungen für die Steuerung autonomer Flotten in der Zukunft aufzeigt.

Carsharing als Vorbereitung für autonomes Fahren

„Kaum ein anderes Mobilitäts-Geschäft kann sich so umfangreich auf die Zeit des autonomen Fahrens vorbereiten wie das free-floating Carsharing“, sagt Olivier Reppert, CEO der car2go Group. „Wer autonome Flotten optimal steuern will, muss die Autos genauso managen wie die Software – also über lernende Algorithmen, Big Data und Apps. Wir tun heute schon beides.“

Flotte mit 14.000 Fahrzeugen

car2go steuert bereits Autoflotten mit 14.000 Fahrzeugen in 26 Städten. Damit sammelt das Unternehmen nicht nur für das reine Flottenmanagement wertvolle Erfahrungen,  sondern auch für intelligente Algorithmen zur strategischen Platzierung der Fahrzeuge passend zur Nachfrage. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die so genannte „Demand Prediction“ – die Vorhersage, wann und wo in Kürze ein Auto gebraucht wird.

Fleet Intelligence als Herzstück

„Die Vorhersage der Nachfrage ist ein wichtiger Teil der Steuerung autonomer Flotten“, heißt es dazu im Thesenpapier. „Das Herzstück wird aber die so genannte Fleet Intelligence sein.“ Damit wird entschieden, welches Fahrzeug welche Nachfrage bedienen soll. Die Komplexität dieser Steuerungs-Algorithmen ist groß, da der Einsatz jedes Fahrzeugs Auswirkungen auf alle anderen Autos in den Flotten hat.

„Für das Carsharing wird der Einsatz autonomer Fahrzeuge ein weiterer Quantensprung sein, so wie es schon der free-floating Ansatz im Vergleich zum stationären Carsharing war“, so Reppert weiter. „Wir freuen uns auf diese Zukunft und stehen dafür in den Startlöchern.“

Das Thesenpapier steht hier zum Download zur Verfügung.

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemitteilung Daimler

Robo-Taxis werden Realität: NVIDIA präsentiert neuen KI Computer für autonomes Fahren

NVIDIA hat den ersten KL-Rechner für komplette autonom fahrende Roboter-Taxis vorgestellt.

Die neue Plattform mit dem Codenamen Pegasus stellt eine signifikante Erweiterung der bekannten NVIDIA DRIVE PX Computerplattform dar. Als erstes KI-System weltweit ist es in der Lage, autonom fahrende Fahrzeuge auf Level 5 zu steuern. Die NVIDIA DRIVE PX Pegasus verarbeitet über 320 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde – das ist 10-mal mehr als der Vorgänger, die NVIDIA DRIVE PX 2.

NVIDIA DRIVE PX Pegasus ist der Schlüssel für eine ganz neuartige Fahrzeugklasse, die komplett ohne Fahrer, Lenkrad, Seitenspiegel oder Pedale auskommen wird. Im Gegensatz zum heute gängigen Cockpit-Look werden die Interieurs dieser Fahrzeuge eher wie Wohnzimmer oder Büros anmuten. Auf Basis der neuen Fahrzeugklasse wird eine Demokratisierung der Mobilität Einzug halten, die gerade für ältere Menschen oder Menschen mit Behinderung große Vorteile bereithält.

Durch die neue Technologie werden in Zukunft Millionen Stunden eingespart, die sonst auf der täglichen Weg zur Arbeit verloren gehen und die man nun für andere Aufgaben nutzen kann. Tausende Menschenleben werden auf lange Sicht durch die neue Art des autonomen Pendelns gerettet, da Müdigkeit, Ablenkungen oder Einschränkungen durch Drogen und Alkohol keine Rolle mehr spielen. Weitere positive Folgen der neuen Technologie sind weniger Parkplätze (Dank weniger Fahrzeugen), weniger Staus und eine allgemeine Erhöhung der Straßensicherheit.

Insgesamt arbeiten derzeit 225 Partner global an der Entwicklung der DRIVE PX Plattform und davon 25 an der Evolution des Robo-Taxis durch die NVIDIA CUDA GPUs. Heutzutage sehen die Kofferräume der Fahrzeuge mit der DRIVE PX Plattform aus wie kleine Rechenzentren. Sie sind voller Grafikprozessoren, die Anwendung aus dem Bereichen Deep Learning, optische Verarbeitungen und Parallel Computing berechnen

Der Bedarf an Rechenpower für Robo-Taxis ist enorm hoch. Die vielen hochauflösenden optischen Quellen, 360-Grad Kameraüberwachung und Lidare, die Lokalisierung der Fahrzeuge und Personen rund um das Auto und die dauerhafte Überwachung der richtigen Route sind nur einige der Rechenoperationen, die dauerhaft und redundant funktionieren müssen. Die benötigte Rechenleistung von komplett autonom fahrenden Fahrzeugen ist deshalb circa 50- bis 100-mal höher als bei modernen Autos, die sich heute auf den Straßen bewegen.

Jensen Huang, Gründer und CEO von NVIDIA ist stolz auf Pegasus: „Die Entwicklung eines komplett autonomen Fahrzeugs ist eine der zentralsten Entwicklungen für unsere Gesellschaft, aber auch eine der schwierigsten. Die bahnbrechende Rechenpower, die wir nun mit Pegasus anbieten können, ist entscheidend für die Umsetzung dieser Vision. Autonome Fahrzeuge werden massive Erweiterungen im Bereich Car-Sharing und bei der Schaffung von Fahrgemeinschaften mit sich bringen. Völlig neue Fahrzeugtypen werden entstehen und dabei unser Grundverständnis, wie der Innenraum eines Autos auszusehen hat, verändern. Die Reisenden bestellen sich dann je nach Länge und Aktivität ihrer geplanten Fahrt einen passenden Fahrzeugtyp und lassen sich chauffieren. Das wird unsere Gesellschaft grundlegend verändern.“

Produktspezifikationen

NVDIAI DRIVE PX Pegasus wird von vier Hochleistungsprozessoren aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz angetrieben. Konkret bedeutet dies: Zwei brandneue Xavier SoC (System-on-a-Chip) Prozessoren und zwei GPUs der nächsten Generation, die ganz speziell für Deep Learning und autonomes Fahren entwickelt wurden. Das extrem leistungsfähige Gesamtsystem wird nicht größer sein als ein normales Nummernschild und weniger Energie verbrauchen als die Vorgänge

Verfügbarkeit

Pegasus wird für die Automotive-Partner von NVIDIA ab der zweiten Hälfte 2018 zur Verfügung stehen. Die NVIDIA DriveWorks Software is bereits für alle Entwickler aus dem Bereich autonomes Fahren verfügbar.

Bild: NVIDIA (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemeldung

Autonomes Fahren: Delphi übernimmt nuTonomy

Die Delphi Automotive PLC (NYSE: DLPH) gab heute bekannt, dass sie eine Vereinbarung zur Übernahme von nuTonomy Inc. zu einem Kaufpreis von 400 Mio. US-$ und Earn-Outs von ca. 50 Mio. US-$ unterzeichnet hat.  Durch diese Übernahme kommt das führende Startup und der führende Tier1-Zulieferer für das Thema autonomes Fahren (Autonomous Driving, „AD“) unter ein Dach. Das beschleunigt die Kommerzialisierung von Lösungen für das autonome Fahren und Mobility-on-Demand durch Delphi für Autohersteller und andere Mobilitätsanbieter auf der ganzen Welt.

nuTonomy wurde 2013 von Dr. Karl Iagnemma und Dr. Emilio Frazzoli gegründet und kürzlich vom World Economic Forum zum Technologiepionier ernannt. nuTonomy entwickelt eine proprietäre, komplette Softwarelösung für den globalen Markt für Mobility-on-demand. Das Unternehmen wird mehr als 100 Mitarbeiter, davon 70 Ingenieure und Wissenschaftler, zu Delphis  bereits 100 Mann starkem AD-Team beisteuern, und Delphi gleichzeitig Zugang zu Neukunden und Märkten im gerade entstehenden Mobilitätsraum verschaffen.

„Wir freuen uns, Karl, Emilio und ihr hochkarätiges Team bei Delphi willkommen zu heißen”, sagte Delphis President und CEO Kevin Clark. Die Verbindung der AD-Teams von nuTonomy und Ottomatika, kombiniert mit dem branchenweit führenden Delphi-Produktportfolio rund um  Sensorik, Umfelderkennung und Lösungen für smarte Fahrzeugarchitekturen verbessert weiter unsere Wettbewerbs­position als führender Anbieter von Automated Driving Technologien und Mobilitätslösungen. Diese Transaktion dokumentiert einmal mehr, dass unser wichtigstes strategisches Ziel darin besteht, die leistungsfähigsten und sichersten AD-Systeme auf dem Markt zu entwickeln, zu implementieren und zu vermarkten.“

Nach Abschluss der Transaktion wird Delphi über AD-Einheiten in Boston, Pittsburgh, Singapur, Santa Monica und im Silicon Valley verfügen. nuTonomy wird weiterhin in Boston ansässig bleiben, wo beide Unternehmen derzeit Pilotprogramme zur autonomen Mobilität durchführen. Durch die Verbindung der Aktivitäten mit nuTonomy in Boston, Singapur und anderen Pilotstädten rund um den Globus  wird Delphi bis zum Jahresende 60 autonome Fahrzeuge auf drei Kontinenten im Straßeneinsatz haben, mit dem Ziel, die weltweite Flotte und die technologische Entwicklung noch weiter auszubauen.

„Es war von Anfang an unsere Mission,  den Verkehr auf der ganzen Welt sicherer, effizienter und zugänglicher zu machen“, erklärte der Mitgründer und CEO von nuTonomy, Karl Iagnemma. “Die Bündelung unserer Kräfte mit Delphi, einem marktführenden Partner mit einer gleich lautenden Vision, bringt uns diesem Ziel einen Schritt näher. Gemeinsam wollen wir die zukünftigen Qualitätsstandards  für die Technologie rund um das autonome Fahren definieren.“

Die Übernahme von nuTonomy ist der jüngste Schritt in einer  Reihe von Investitionen, die Delphi mit dem Ziel tätigt, seine führende Position im Bereich neue Mobilität auszubauen. Dazu gehörten auch die Übernahmen des AD-Softwareunternehmens Ottomatika und der Datendienstleister Control-Tec und Movimento.

Die Übernahme unterliegt noch den üblichen Abschlussbedingungen und soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.

Bild: nuTonomy (alle Rechte vorbehalten)

Daimler stellt Konzept für autonomen smart vor: smart vision EQ fortwo

Die Daimler Tochter smart hat ein neues Konzeptfahrzeug vorgestellt, das autonome unterwegs sein soll und für den Einsatz auf Carsharing Plattformen optimiert ist. Der smart vision EQ fortwo gibt eine Ausblick auf die Zukunft der urbanen Mobilität und einen flexiblen, effizienten aber doch individuellen öffentlichen Nahverkehr. Das Show Car ist das erste Fahrzeug von Daimler, das über kein Lenkrad und keine Pedale verfügt.

Teil der CASE Strategie

Der smart vision EQ fortwo ist ein Teil der Daimler CASE Strategie. CASE wurde im vergangenen Jahr präsentiert und beinhaltet die vier Säulen Connected Car, autonomes Fahren, Shared Services & Service und elektrifizierte Antriebe.

Das Konzeptfahrzeug wird rein elektrisch angetrieben und ist Teil der neuen EQ Marke des Konzerns. Der verbaute Akku verfügt über eine Kapazität von 30 kWh. Das Auto fährt selbständig zur nächsten Ladestation, wenn es nit in Benutzung ist. Auf der IAA, die Mitte September in Frankfurt stattfinden wird, wird Daimler den smart vision EQ und andere Konzeptfahrzeuge unter der Marke EQ vorstellen.

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Radikale Vision für den zukünftigen urbanen Verkehr

smart CEO Annette Winkler bezeichnet den Portotypen also radikale Vision für den zukünftigen Stadtverkehr. Das Auto ist auf Sharing ausgelegt, steuer vollautomatisiert und wird elektrisch angetrieben. Gleichzeitig ist das Erscheinungsbild freundlich und kann über die verbauten System individualisiert werden.

Bisher werden die herkömmlichen Smarts für das car2go Carsharing eingesetzt. Das Angebot wird von 2.6 Mio. Kunden weltweit genutzt und alle 1.4 Sekunden wird ein Fahrzeug aus der car2go Flotte gebucht. Mit dem vorgestellten Konzept wird die nächste Phase eigeläutet. Carsharing und Ride-sharing werden verschmolzen, die Carsharing Nutzer von heute werden in Zukunft in geteilten autonomen Fahrzeugen unterwegs sein, die ebenfalls über eine Plattform geordert werden.

Effizientes System mit automatisierten und geteilten Autos

Vorteil von dem Setup mit autonomen Fahrzeugen ist, dass die Nutzer nicht mehr das Fahrzeug suchen müssen, sondern dass die Fahrzeuge zum Nutzer kommen. Die Fahrzeuge werden untereinander und mit der Plattform vernetzt sein, so dass der Fahrgast volle Transparenz über die Ankunftszeit hat und dass sichergestellt wird, dass die Autos optimal durch den Verkehr geleitet und ausgelastet werden. Durch die höhere Auslastung wird sich die Anzahl der Autos reduzieren, was zu weniger Verkehr und mehr freiere Fläche führen wird.

Personalisierung der smart vision EQ fortwo

Damit der Fahrgast das ihm zugewiesene Fahrzeug identifizieren kann, wir es über Displays am Fahrzeug personalisiert. Am auffälligsten dabei ist das schwarze Panel, das den Kühlergrill ersetzt. Ist das Fahrzeug bei einem Fahrgast angekommen, wird dieser über das Panel begrüßt. Sollte das Auto mal ohne Auftrag unterwegs sein, können Infos über Wetter oder Events angezeigt werden. Auch das Interieur ist so gestaltet, dass nützliche Informationen für die Fahrgäste an Board angezeigt werden.

Das Fahrzeug ist bisher nur eine Konzeptstudie, die aber aufzeigen dürfte, in welche Richtung die Reise geht. Daimler möchte in den kommenden 4-5 Jahren mindestens 10 Elektroautos auf den Markt bringen, ab 2022 sollen auch autonome Autos serienreif sein.

Bilder: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Intel will bis Ende des Jahres 100 selbstfahrende Autos testen

Intel gibt Gas bei der Entwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen. Um das Ziel zu verfolgen wurde auch das Unternehmen Mobileye übernommen, die Übernahme wurde erst vor wenigen Tagen abgeschlossen. Das Unternehmen will eine Flotte von 100 Testfahrzeugen auf  Automationslevel 4 auf die Straße bringen. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende des Jahres ausgerollt werden.

Intel will sich als Zulieferer in Position bringen

In den Testautos soll das System von Intel und Mobileye für vollautomatisiertes Fahren getestet werden. Der Chip-Konzern hat die Bestrebungen, sich als Zulieferer für die Automobilhersteller und andere Unternehmen im Logistikbereich zu etablieren. Der Fokus bei dem Test liegt auf dem Paket an Software und Hardware, das von Intel und Mobileye seit ein paar Jahren entwickelt wird.

Zusammenarbeit mit BMW Group

Intel hat zwar mitgeteilt, dass die Flotte aus Fahrzeugen von mehreren Herstellern bestehen wird. Der Automobilhersteller BMW arbeitet eng mit Intel und Mobileye zusammen, um Systeme für autonome Autos zu entwickeln. Die BMW Group hat ebenfalls angekündigt, dass in diesem Jahr autonome Autos getestet werden sollen. Es könnte also gut möglich sein, dass der Chip-Hersteller und BMW gemeinsam eine Testflotte aufbauen. Letztlich wollen Intel und Mobileye zeigen, dass die Plattform offen ist und von unterschiedlichen Herstellern für verschiedene Use-Cases verbaut werden kann.

Sales und Sicherheit im Fokus

Die Testflotte soll unterschiedliche Hersteller dazu bewegen, das System oder einzelne Komponenten davon für die Serienproduktion zu kaufen. Auf der anderen Seite werden die Fahrzeuge auch für unterschiedliche Tests genutzt, bei denen der Fokus auf der Sicherheit der Fahrzeuge und der verbauten Technologien liegen wird. Auch Behörden und Gesetzgeber sollen bei dem Test mit eingebunden werden, um den regulatorischen Rahmen abzustimmen.

Konkurrenz durch Google und co.

Die Testfahrzeugen werden in den USA, Israel und Europa getestet. In den USA haben bereits andere Unternehmen, wie Waymo, Uber oder die GM Tochter Cruise eigene Testflotten mit selbstfahrenden Autos auf der Straße. In den kommenden Jahren wird sich herausstellen, wer die besten Systeme entwickelt, die sich dann in der Serienproduktion durchsetzen werden.

Bild: Intel (alle rechte vorbehalten)

TU München arbeitet an Fernsteuerung für Fahrzeuge

Immer mehr Startups und Automobilhersteller arbeiten weltweit an Systemen für autonomes Fahren. Auch Universitäten und Forschungseinrichtungen gehen in diese Richtung. Ein Forscherteam, das von Maschinenbauingenieur Dr. Frank Diermeyer  geleitet wird, verfolgen an der Technischen Universität München einen interessanten Ansatz, der für die Übergangszeit und auch komplexe Situationen interessant sein kann. Die Fernsteuerung der Fahrzeuge sollen über eine Leitzentrale ermöglicht werden.

Fernsteuerung: Eingriff in komplexen Situationen

Das Team ist davon überzeugt, dass es immer wieder zu kniffligen Situationen kommen wird, die die Systeme für vollautomatisiertes Fahren und Fahrerassistenzsysteme nicht alleine lösen können. Deshalb wird ein Remote-System entwickelt, mit dem Assistenzfahrer die Autos aus der Ferne steuern kann.

Steuerung in Remote-Cockpit

Die Forscher nutzen ein mit LTE ausgerüstetes Versuchsfahrzeug, dass über Kameras zur Umfeldüberwachung verfügt. In einem realitätsnaher Fernsteuerplatz sind die Bilder der Kameras auf Displays sichtbar.  Der Platz verfügt über drei große Displays, auf die die Bilder aus dem Mute genannten Elektroauto angezeigt werden. Der Pilot hat die Sichten aus der Frontscheibe, den Seitenscheiben und der Heckscheibe auf den Bildschirmen. Über die im Cockpit angebrachten Pedale, das Lenkrad und das Armaturenbrett wird das Auto ferngesteuert.

Bisher haben die Forscher Lösungen für einige komplexe Herausforderungen entwickelt. Eine größter Herausforderung waren die Schwankungen bei dem Zeitverzug der Übertragung der Videobilder aus den Fahrzeugen. Diese Schwankungen haben den Fahrer nervös gemacht und eine Art Reiseübelkeit ausgelöst. Mittlerweile werden die Bilder um 500 Millisekunden verzögert, damit der Fahrer ein gleichmäßiges Bild haben. Um den Zeitverzug zu umgehen, wird die Position des Fahrzeug von Computern berechnet und als weißte Form angezeigt. So  kann der Operator die exakte Position des Fahrzeugs erkennen.

Ältere Menschen könnten unterstützt werden

Das System kann in unterschiedlichen Situationen hilfreich sein. Unter anderem können festgelegte Situationen in Straßenverkehr übernommen werden.  Eine Fernsteuerung ist zum Beispiel für ältere Menschen sinnvoll, die im ländlichen Raum noch gerne Auto fahren, sich aber nicht mehr in Innenstädte trauen. Mit dem System können in diesen Situationen der Fahrer aus der Ferne übernehmen. Auch für Lieferroboter, die aus der Ferne überwacht und gegebenenfalls gesteuert werden, kann das System interessant sein.

Für das System sollen sich schon mehrere Industrieunternehmen interessierst. In den kommenden Jahren soll das System für Teleoperation weiterentwickelt werden, so dass es auch in Serie zum Einsatz kommen kann.

Bild: TU München (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Nvidia, ZF und Hella arbeiten zusammen

Ein weiteres Konsortium an Zulieferern zeichnet sich ab, die gemeinsam Technologien für autonomes Fahren entwickeln wollen. Die Zulieferer ZF und Hella haben sich mit dem Chip Hersteller Nvidia zusammengetan, um ein eigenes System für vollautomatisiertes Fahren zu entwickeln, dass den Standards der NCAP entspricht. NCAP beschäftigt sich mit der Sicherheit von Fahrzeugen und führt unter anderem die Crash Tests durch.

Euro NCAP berücksichtigt demnächst kameragestützte Assistenzfunktionen

Mit einem ersten gemeinsamen Projekt zielen die Partner auf einen aktuellen Markttrend: Künftig wird die höchste Sicherheitsbewertung gemäß Euro NCAP auch von kameragestützten Assistenzfunktionen abhängen. Dadurch wird absehbar der Bedarf nach Frontkameras für alle Fahrzeugsegmente steigen. ZF und Hella werden Automobilherstellern ein gemeinsames Produkt anbieten, dessen Entwicklung unmittelbar gestartet und dessen Serienstart für 2020 erwartet wird. ZF bringt die Hardware sowie sein System- und Integrations-Know-how ein, HELLA steuert mit seinem Tochterunternehmen HELLA Aglaia Mobile Vision die Kompetenz für leistungsfähige und serienerprobte Bilderkennungssoftware und Applikationsentwicklung bei.

Hella liefert die Sensoren 

Hella wird also die Kameras, Radarsensoren und andere Systeme für das Technologiepaket entwickeln. ZF ist einer der führenden Zulieferer der Automobilindustrie und will sich als Systemintegrator positionieren. Nvidia soll dabei helfen, die Sensordaten zu verarbeiten und mit künstlicher Intelligenz auszustatten. In den nächsten Jahren soll das System mit Level 3 Eigenschaften auf den Markt kommen. Eine Weiterentwicklung auf Level 4 oder 5 ist wahrscheinlich, schon allein deshalb, weil Level 3 Eigenschaften bei Experten umstritten sind. Bei Level 3 kann der Fahrer die Kontrolle übergeben, muss aber stets bereit sein, in Bestimmten Situationen einzugreifen.

Konzerne und Hersteller entwickeln gemeinsam

In der letzten Zeit haben sich mehrere Partnerschaften zwischen Zulieferern untereinander und Herstellern und Zulieferern gebildet. Zum Beispiel arbeitet BMW mit Intel, Mobileye, Continental und Delphi zusammen, um Systeme für autonomes Fahren zur Serienreife zu entwickeln. Nvidia arbeitet auch mit Bosch und Daimler zusammen. Dabei fällt auf, dass Chiphersteller wie Intel und Nvidia eine wichtige Rolle in der Welt der Automobilindustrie von morgen einnehmen werden. Konkurrenz kommt auch von Technologiekonzernen, wie Apple oder Google.

Bild: Nvidia (alle Rechte vorbehalten)

Autonome Autos: Bosch will Roboter-Taxi bereits 2018 testen

Dass der Automobilzulieferer Bosch an Technologien für autonome Fahrzeuge arbeitet, ist seit längerem bekannt. Unter anderem wurde mit dem Daimler Konzern eine Entwicklungskooperation vereinbart. Bisher war wenige bekannt über den Entwicklungsstand der Systeme, jetzt teilt Bosch mit, ab wann die Fahrzeuge auf der Straße getestet werden sollen.

Test von Robo-Taxen ab 2018

Bosch hat mitgeteilt, dass ab dem kommenden Jahr die Fahrzeuge mit Systemen für autonomes Fahren auf den Straßen getestet werden. Die breite Markteinführung ist für 2022 geplant. So lange dauert es aus der Sicht von Bosch, bis die Technologien vollständig entwickelt und umfangreich getestet wurden, um alle Eventualitäten zu berücksichtigen. Bei den Tests im kommenden Jahr wird immer ein Fahrer an Bord sein, der im Notfall das Steuer übernehmen kann. In welchen Rahmen die Autos getestet werden sollen und ob sie auf einer Ride-Sharing Plattform zur Verfügung stehen werden, ist nicht klar.

Entwicklungskooperation zwischen Bosch und Daimler

Im April diesen Jahres haben Daimler und Bosch eine Entwicklungskooperation vereinbart. Mehrere Hundert Mitarbeiter beider Unternehmen sollen die Entwicklung der benötigten Systeme beschleunigen. In das Projekt fließt ein hoher dreistelliger Millionenbetrag. Daimler will zwischen 2020 und 2025 autonome Taxis serienreif haben. Mit der Plattform Uber wurde bereits eine Kooperation für den Einsatz der Autos vereinbart. Daimler will eine Flotte an autonomen Autos betreiben und diese auf der Ride-Hailing Plattform Uber einsetzen. Bosch wird sicher weitere Kooperationen mit Autoherstellern schließen.

Startups und Technologiekonzerne sind weiter

Die Deutschen Automobilhersteller und -zulieferer sind spät in das Rennen um die Entwicklung von vollautomatisierten Autos eingestiegen. Die benötigten Technologien werden die Automobilindustrie in den kommenden Jahren gravierend ändern. Startups wie NuTonomy und Uber, oder Technologiekonzerne wie Waymo und Baidu haben einen jahrelangen Vorsprung. Waymo testet seit mehren Jahren Prototypen und hat heute mehrere Hundert Chrysler Minivans mit Systemen für vollautomatisiertes Fahren im Einsatz. Die Ridesharing Plattform Uber testet seit dem vergangenen Jahr umgerüstete Volvos und Ford Fahrzeuge. Einige amerikanische Automobilhersteller gehen einen anderen Weg, in dem sie führende Startups in dem Bereich übernommen haben. Vorne mit dabei ist General Motors mit der Übernahme von Cruise.

Bild: Robert Bosch GmbH (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende LKWs von Uber erhalten ein neues Setup

Die Advanced Technologies Group von Uber testet eine neue Version des selbstfahrenden LKWs. Die verbauten Systemkomponenten wurden verbessert, under anderem wird ein verbesserter LiDAR Sensor verbaut und neue Softwarekomponenten werden getestet,.

Marke Otto verschwindet

Die letzten Versionen waren noch unter der Marke Otto unterwegs, die ist jetzt komplett verschwunden. Otto wurde im letzten Jahr von Uber übernommen und in der Advanced Technology Group eingegliedert. Außerdem hab es eine Auseinandersetzung mit dem Kanadischen Unternehmen Otto Motors, das den Namen für sich beansprucht.

LKWs erstmal überarbeitet

Seit der Übername wurden die LKWs das erste mal überarbeitet. Für die Weiterentwicklung ist immer noch das frühere Otto Team zuständig, das in San Francisco stationiert ist. Die Gruppe in San Francisco arbeitet aber eng mit den Teams in Pittsburgh und Toronto zusammen. An beiden Standorten hat das Technologieunternehmen Teams sitzen, die sich mit dem Thema vollautomatisiertes Fahren beschäftigen.

Waymo und Uber streiten sich um LiDAR Sensor

Auch Waymo testet selbstfahrende LKWs, erste Bilder der Testfahrzeuge sind im Internet aufgetaucht. Uber und Waymo liefern sich einen Rechtsstreit. Waymo wirft Uber vor, geheime Waymo Entwicklungsdokumente zu besitzen. Diese soll der ehemalige Waymo Chef vor seinem Wechsel zu Uber heruntergeladen haben.

Der neue Uber ATG Truck verfügt über überarbeitete Komponenten uns Software. Neue Sensoren und weitere Hardware wurden verbaut, die Software hat eine Überholung erhalten. Um den LiDAR dreht sich die Auseinandersetzung mit Waymo, der jetzt verbaut scheint aber eine Fremdentwicklung zu sein. Könnte sein, dass Uber auf Grund der Auseinandersetzung mit Waymo auf eine fertige Lösung von einem Zulieferer setzt.

Tests in und um San Francisco 

In den kommenden Wochen sollen die Trucks in und um San Francisco getestet werden. Außerdem kann sich das Unternehmen weitere aufmerksamkeitswirksame Fahrten vorstellen. Anfang des Jahres hat ein selbstfahrender Otto LKW eine Ladung Budweiser Bier transportiert und damit eine neuen Weltrekord aufgestellt.

Bild: Uber (alle Rechte vorbehalten)