Schlagwort-Archive: autonomes Fahren

Autonomes Fahren: Continental tritt der Kooperation von BMW und Co. bei 

Die Kooperation von BMW rund um das Thema vollautomatisiertes Fahren wächst weiter. Neben Delphi, Intel und Mobileye tritt auch der deutsche Zulieferer Continental dem Bündnis bei. Continental soll Entwicklungspartner und Systemintegrator werden.

Skalierbare Plattform für Automobilhersteller

Ziel des Bündnisses ist die Entwicklung einer skalierbaren Technologieplattform für vollautomatisiertes Fahren. Diese soll nicht nur für BMW vorbehalten sein, sondern auch anderen Herstellern zugänglich gemacht werden. Continental sieht sich dabei als Systemintegrator in einer Schlüsselrolle. Außerdem soll weiteres Know-how entlang der gesamten Wirkkette des automatisierten Fahrens beigesteuert werden.

Hohe Komplexität der beteiligten technischen Systeme

Die Spanne und die Komplexität der beteiligten technischen Systeme am automatisierten Fahren sind groß. Die Kompetenz von Continental erstreckt sich über das volle, dafür notwendige Leistungsangebot. Seit 2014 testet Continental automatisiertes Fahren auf öffentlichen Straßen in Japan. Die Tests sind wichtig, damit Fahrzeughersteller ihre Serienproduktion Schritt für Schritt mit einer Technik ausrüsten können, die an lokale Besonderheiten angepasst ist.

Delphi mit vergleichbarer Aufgabe wie Continental

Vor kurzem wurde bekannt, dass BMW den Zulieferer Delphi ebenfalls zu der Kooperation hinzugefügt hat. Überraschend ist dabei, dass sowohl der neue Kooperationspartner als auch Delphi als Systemintegrator in Erscheinung treten sollen. Da beide Kooperationspartner eine ähnliche Aufgabe haben werden, könnte das zu Spannungen im Projekt führen.

Führen Kooperationen zum Erfolg?

BMW will durch die Kooperationen dem Ziel näher kommen, bis 2021 autonome Fahrzeuge in Serie zu produzieren. BMW, Intel und Mobileye bündeln bereits seit 2016 das Know-how. Im Rennen um die autonome Mobilität ist der Konzern im Wettbewerb mit anderen herkömmlichen Automobilherstellern aber auch Technologiekonzernen und Startups. Bisher scheint es so, als hätten die Technologiekonzerne und Startups die Nase vorne. Es bleibt abzuwarten, ob Unternehmen wie BMW oder Daimler mit komplexen Kooperationen aufholen können.

Bild: Continental (alle Rechte vorbehalten)

Tim Cook bestätigt: Apple fokussiert sich auf Systeme für autonome Fahrzeuge

In den letzten Jahren gab es viele Gerüchte um die Aktivitäten von Apple rund um autonome Fahrzeuge. Nun hat Apple CEO Tim Cook erstmal bestätigt, dass sich das Unternehmen mit vollautomatisierten Fahrzeugen befasst und den Fokus auf die Entwicklung von Systemen für autonome Fahrzeuge gelegt hat.

Apple ändert Ausrichtung im letzten Jahr

Apple hat im laufe der letzten Jahre die Ausrichtung des Projekts geändert. Am Anfang wurde ein Team aufgebaut, das ein komplettes autonomes Fahrzeug entwickeln soll. Im letzten Jahr fand dann eine Umstrukturierung des Projekts statt. Zu Beginn wurden mehr als 1000 Ingenieure und Experten eingestellt, um an dem Projekt Titan zu arbeiten.

Ride Hailing, autonomes Fahren und Elektromobilität als Megatrends

Die steigenden Kosten und die hohe Komplexität des Vorhabens haben Apple dazu bewegt, die Ausrichtung zu ändern. Der Fokus liegt jetzt auf der Entwicklung von Technologien und Systemen, die für vollautomatisierte Fahrzeuge benötigt werden. In dem Bloomberg Interview bestätigt, dass diese Kerntechnologie für Apple sehr wichtig ist. Außerdem ist es eines der schwierigsten Projekte rund um künstliche Intelligenz, an dem man arbeiten kann. Cook sieht eine kommende Disruption im Automobilbereich. Autonomes Fahren, Elektromobilität und Ride Sharing werden die Mobilitätslandschaft grundlegend verändern. Im letzten Jahr hat sich Apple mit einer Milliarde US$ an Didi Chuxing beteiligt, dem größten Ride Hailing Netzwerk in China.

Tim Cook: Apple meint es ernst

Es ist das erste mal, dass sich offiziell zu dem Vorhaben äußert. Das kann als Zeichen gewertet werden, dass Apple sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt und Vollgas geben wird.   In den letzten Monaten haben verschiedene Anzeichen schon verdeutlicht, dass Apple an einem autonomen Auto arbeitet. Unter anderem wurde dem Konzern eine Testlizenz für vollautomatisierte Autos in Kalifornien erteilt. Laut Insidern wurden die Autos schon seit fast einem Jahr auf öffentlichen Straßen getestet.

Technologieunternehmen positionieren sich als Zulieferer

Im Angesicht der autonomen Zukunft der Automobilindustrie, haben sich immer mehr Technologieunternehmen dazu entschieden, sich als Zulieferer zu positionieren. Die Google Tochter Waymo zum Beispiel hat bereits Partnerschaften mit mehreren Fahrzeugherstellern vereinbart. Fiat Chrysler testet bereits mehrere umgerüstete Fahrzeuge mit Waymo Technologie. Volvo hat sich mit Uber zusammengetan, um die Technologien für die vollautomatisierten Auto weiter zu entwickeln. Lexus Fahrzeuge mit entsprechenden Aufbauten sind zur gleichen Zeit im Netz aufgetaucht.

Bild: Mike Deerkoski (bestimmte Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Taxis: Lyft kooperiert mit NuTonomy

Das Startup NuTonomy hat im letzten Jahr für Aufsehen gesorgt, da es noch vor Uber das erste selbstfahrende Taxi getestet hat. Zusammen mit der Ride Hailing App Grab wurden Fahrten mit vollautomatisierten Fahrzeugen in Singapur angeboten. Jetzt folgt die nächste Partnerschaft mit einer Ride Sharing App. Lyft und NuTonomy testen gemeinsam in Boston.

Vollautomatisierte Fahrzeuge in Boston

Lyft hat bekanntgegeben, dass eine Partnerschaft mit NuTonomy vereinbart wurde. Langfristiges Ziel von Lyft ist es, tausende autonome Fahrzeuge auf die Straße zu bringen. Bis ist soweit ist, starten die beiden Unternehmen in den nächsten Monaten ein Pilotprojekt. Lyft Nutzer können dann über die Lyft App ein vollautomatisiertes Fahrzeug von NuTonomy bestellen. In einer ersten Phase soll an dem Nutzererlebnis im Fahrzeug gearbeitet werden. Wahrscheinlich wird in einer ersten Version ein Table in den Autos installiert, auf dem eine abgeänderte Version der Lyft App läuft. Die Kunden sollen darüber mehr Informationen erhalten, wie die Sensoren und Kameras dabei helfen, vollautomatisiert durch die Straßen zu navigieren.

Nächste Kooperation nach Waymo

Die Fahrdienstplattform geht damit die nächste Kooperation mit einem Unternehmen ein, das selbstfahrende Autos entwickelt. Im letzten Monat wurde verkündet, dass das Unternehmen auch mit der Google Tochter Waymo zusammen arbeitet. Zusätzlich gehört der Automobilhersteller General Motors zu den Investoren von Lyft. Der Konzern hat auch große Ambitionen, eigene autonome Fahrzeuge bei Lyft einzusetzen. Lyft will sich durch dich Partnerschaften mit den führenden Startups in dem Bereich in eine starke Position bringen. Gleichzeitig könnte es auch als Zeichen gewertet werden, dass NuTonomy und Waymo schneller bei der Entwicklung von serienreifen vollautomatisierten Fahrzeugen sind, als GM.

Auch Peugeot kooperiert mit NuTonomy

Das Startup ist eine Ausgründung der Eliteuni MIT und befasst sich seit 2013 mit der Entwicklung von selbstfahrenden Autos. Im vergangenen Monat hat der französische Automobilhersteller PSA Group bekanntgeben, dass zusammen mit NuTonomy Technologien für autonome Fahrzeuge entwickelt werden.

Bild: Lyft (alle Rechte vorbehalten)

Der nächste Streich: Autonomes Shuttle e.GO Mover aus Aachen

Bisher kamen autonome Elektro Shuttle vorwiegend aus dem Ausland. Das amerikanische Startup Local Motors testet zum Beispiel die autonomen Minibusse mit der Deutschen Bahn auf einem Forschungskampus in Berlin. Der Alstom Konzern ist bei einem französischen Anbieter eingestiegen. Jetzt startet auch ein deutsches Unternehmen mit der Entwicklung eines selbstfahrenden Shuttles. Die Ausgründung der RWTH-Aachen e.Go Mobile und der Automobilzulieferer ZF gründen ein Gemeinschaftsunternehmen.

e.GO Mover als Shuttle und Cargo Version

Das Unternehmen heißt e.GO Moove und das Ziel ist die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb eines autonomen Shuttlebus, der elektronisch angetrieben wird. Das Elektrofahrzeug soll auch in einer Cargo Version angeboten werden, um Lasten zu transportieren. Eine Testflotte soll ab kommendem Jahr verfügbar sein. Letztendlich soll vollautomatisiertes Fahren auf Stufe 4 ermöglicht werden.

Zubringer und Alternative für den ÖPNV

Ein selbstfahrender Shuttle ist in deutschen Städten als Zubringer für den Öffentlichen Nahverkehr interessant. In Städten ohne Bahn-Netz kann mit selbstfahrenden Fahrzeugen eine Alternative geschaffen werden, um dem Verkehr zu entlasten. Erste positive Ergebnisse zeigen auch Carpooling Services, die auf menschliche Fahrer setzen. Mehrere Studien haben heben ebenfalls die Vorteile von cleveren Shuttle Diensten für den Verkehr in Großstädten hervor. Städte, wie Berlin, starten eigene Überlegungen für einen smarten Shuttle Dienst, der später auf autonome Autos setzte soll.

Komponenten aus dem Regal

Bei dem e.GO Mover kommen die Antriebstechnik und weitere Komponenten von ZF. Von dem asiatischen Konzern NVIDIA wird die Technik für die selbstfahrenden Eigenschaften zugesteuert. Mit dem selbstfahrenden Shuttle sorgt die Ideenschmiede rund um Prof. Dr. Schuh nicht zum ersten Mal für Aufsehen. In der Vergangenheit ist dort der StreetScooter entstanden, der mittlerweile von der Deutschen Post eingesetzt wird. Auch das preisgünstige Elektroauto e.Go kommt gut an.

Bild: e.GO Mobile AG (alle Rechte vorbehalten)

BMW und Delphi arbeiten zusammen an autonomen Autos

Bisher hat BMW auf die Kooperationspartner Intel und Mobileye gesetzt, um die Entwicklung der autonomen Fahrzeuge voranzutreiben. Jetzt stößt der Zulieferer Delphi zu der Konstellation hinzu.

Skalierbares System für andere Hersteller

Die vier Partner haben es sich zum Ziel gesetzt, skalierbare Lösungen für hoch- und vollautomatisiertes Fahren zu liefern. Die Systeme sollen bei BMW zum Einsatz kommen und später auch anderen Herstellern zur Verfügung gestellt werden. Die Kooperation will die Systeme der gesamten Automobilindustrie anbieten und auch anderen Branchen.

Delphi für Integration verantwortlich

Intel, Mobileye und BMW haben im Juli 2016 verkündet, dass sie in einer Partnerschaft ihre Kompetenzen bündeln, um bis 2021 die Serienproduktion von hoch- und vollautomatisierten Fahrzeugen zu ermöglichen. Bisher ist in der Kooperation eine skalierbare Architektur entwickelt, die auch von anderen Herstellern und Entwicklern adaptiert werden kann. Delphi arbeitet schon länger mit BMW und anderen Herstellern zusammen. Die Aufgabe von Delphi wird es nun sein, die Integration der technischen Lösung von BMW, Intel und Mobileye in die Fahrzeugarchitekturen der entsprechenden Automobilhersteller voranzutreiben. Außerdem kann Delphi Sensoren und andere Hardware zur Verfügung stellen, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden.

Weitere Kooperationspartner möglich

Da die Kooperation nicht exklusiv ist, kann davon ausgegangen werden, dass weitere Integrations- und Entwicklungspartner zu dem Netzwerk hinzugefügt werden, um eine breite Anwendung zu ermöglichen.

Viele setzten auf Partnerschaften

Auf dem Gebiet der Systeme für autonomes Fahren konkurrieren die Unternehmen unter anderem mit der Google Tochter Waymo. Dieses Unternehmen gilt derzeit als führend bei der Entwicklung von Systemen für vollautomatisiertes Fahren und arbeitet mit schon mit unterschiedlichen Herstellern zusammen. Fiat Chrysler kooperiert zum Beispiel mit Waymo, autonome Chrysler Pacifica Minivans werden bereits getestet.
In letzter Zeit haben sich die Automobilkonzerne mit Startups und Zulieferern zusammen getan, um schneller bei der Entwicklung von Technologien zu sein, die für vollautomatisierte Fahrzeuge benötigt werden. Die Hersteller haben realisierte, dass sie die benötigten Ergebnisse in Kooperation schneller erreichen können und so auch eventuell die Lücke zu den führenden Unternehmen verringern können.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Bosch wird mit Nvidia System für autonome Autos vertreiben

Der Automobilzulieferer Bosch kooperiert mit Nvidia und wird das von dem Chip-Hersteller entwickelte System für autonomes Fahren an Automobilhersteller verkaufen. Neben Bosch wird das System auch über ZF vertrieben. Nvidia erschließt sich dadurch eine Markteintrittsstrategie, um sein Drive PX 2 System an Automobilhersteller verkaufen zu können. Das Drive PX 2 System umfasst sowohl Hardware als auch Softwarekomponenten.

Selbstlernender Nvidia Rechner

Kern des Systems ist ein Hochleistungscomputer, der mittels künstlicher Intelligenz selbstlernenden Eigenschaften vorweisen soll. Die entsprechenden Algorithmen lernen von selbst, wie das Fahrzeuge in unterschiedlichen Situationen reagieren muss. Eine vorherige Programmierung für die jeweiligen Verkehrssituationen ist nicht nötig. Die Vernetzung der Fahrzeuge wird dafür sorgen, dass die Autos mit entsprechender Hardware auch voneinander lernen.

Bosch und Nvidia bündeln Fähigkeiten

Die Hersteller bündeln dabei die jeweiligen Fähigkeiten, zusammen werden serienreife Systeme für autonomes Fahren entwickelt. Das Ziel ist ein massentaugliches Systems, das den Straßenverkehr sicherer macht und gleichzeitig ein flexibles und günstiges Transportsystem ermöglicht. Nvidia soll Rechnerhardware und Software beisteuern, Bosch konzentriert sich auf die Entwicklung der Sensoren. Vertrieben werden die Komplett-Systeme von Bosch. Der Bosch-Konzern ist einer der führenden Zulieferer für die Automobilindustrie und verfügt über beste Verbindungen in die Entwicklungsabteilungen der großen Automobilkonzerne. Dieses Netzwerk soll bei einem erfolgreichen Vertrieb helfen. In den nächsten 2-3 Jahren soll das System auf den Markt kommen.

Bosch will auch noch eine Mobilitätsplattform mit weiteren smarten Diensten rund um das Auto anbieten. Dadurch soll das Leben der Autobesitzer einfacher werden, in dem das Auto den Kalender kennt.

Automobilhersteller kooperieren mit Zulieferern und Startups

Automobilhersteller sind bisher nicht in der Lage, eigene System für autonome Autos zu entwickeln, deswegen ist die Bereitschaft für eine Zusammenarbeit mit einem erfahrenen und zuverlässigen Zulieferer hoch. BMW arbeitet mit Mobileye und Intel zusammen, der GM Konzern hat das Unternehmen Cruise Automation übernommen. Intel hat vor ein paar Wochen angekündigt, dass es Mobileye für 15 Milliarden Dollar übernehme wird.

Bild: Bosch (alle Rechte vorbehalten)

Volkswagen stellt selbstfahrenden Shuttle Sedric in Genf vor

Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Volkswagen Konzern eine Studie von einem autonomen Shuttle. Das Konzeptfahrzeug mit dem Namen Sedric ist elektrisch unterwegs und soll als markenübergreifender Ideenträger fungieren. Der Volkswagen Konzern will künftig stärker als Impulsgeber und Inkubator für Ideen agieren. Die Konzernmutter soll weiter in die Zukunft schauen und die Kreativität, die Kompetenz und das Wissen der Konzernfamilie zusammen führen, um es den Marken zur Verfügung zu stellen. Mit Wie auch die anderen Hersteller auch, sieht der der Autobauer aus Wolfsburg autonome Fahrzeuge als zentrales Element der

Sedric soll von jedermann nutzbar sein

Bisher hat der Volkswagen Konzern dem Themen autonome Fahrzeuge in Verbindung mit Elektromobilität eher weniger Aufmerksamkeit geschenkt. Auf dem Autosalon in Genf präsentiert der Konzern mit Sedric (self-driving car) ein integriertes Mobilitätskonzept für den Straßenverkehr der Zukunft. In der Strategie der Konzernmarken soll das Thema vollautomatisiertes Fahren einen höheren Stellenwert einnehmen. Sedric soll für jedermann nutzbar sein und dennoch an die persönlichen Bedürfnisse und Wünsche der Fahrgäste angepasst werden können. Es ist das erste Fahrzeug im Konzern, das für autonomes Fahren des Levels 5 konzipiert wurde. Erdacht, gestaltet, entwickelt und gebaut wurde Sedric in Zusammenarbeit zwischen dem Future Center Europe des Volkswagen Konzerns in Potsdam und der Volkswagen Konzernforschung in Wolfsburg.

Design erinnert an Wettbewerber

Vom Design her erinnert das Konzeptfahrzeug an die autonomen Minibusse von LocalMotors oder Navya. Die Bilder des Autos erinnern an eine Raupe – insgesamt macht das Erscheinungsbild einen freundlichen und sympathischen Eindruck. Das Fahrzeug verfügt über vier Sitzplätze, zwei davon sind gegen die Fahrtrichtung angeordnet. Die Passagiere steigen über eine große zweiteilige Schiebetür zu und wieder aus. Die Studie verzichtet komplett auf ein Cockpit, es sind keine Pedale und auch kein Lenkrad vorhanden. Sollte ein Fahrgast Gepäck mit sich führen, muss er dieses im Passagierraum unterbringen. Im Innenraum wird auf hochwertige und nachhaltige Materialien Wert gelegt. Pflanzen und Bambuskohle-Filter sollen für ein angenehmes Klima an Board sorgen.

Seltsames Bedienelement um Fahrzeug zu rufen

Gerufen werden kann der Sedric über ein seltsam anmutendes Bedienelement mit Button und Ring für farbige Signale. Wie der Nutzer darüber das Ziel eingeben soll und wieso nicht einfach auf eine Smartphone App gesetzt wird, ist nicht ganz einleuchtend. Wie für den Service bezahlt werden soll und in welcher Form das Shuttle Fahrzeug eingesetzt werden soll, wird auch nicht betont. Ob Sedric ein Bestanteil von einem Moia Dienst sein wird oder bei Gett zum Einsatz kommt, ist nicht klar.

Wie auch andere Hersteller auch, hat Volkswagen erkannt, dass Mobilitätslösungen entscheidend für das Überlegen sind. Um im Markt der innovativen Mobiltiy Services Fuß zu fassen, hat sich der Konzern im letzten Jahr an Gett beteiligt und mit Moia eine weitere Konzernmarke gegründet. Insgesamt wirken die Aktivitäten des Konzerns noch wenig abgestimmt – der Sedric vermittelt auch eher den Eindruck, dass sich viele Techniker austoben durften, um zu zeigen, was schön aussieht und technisch möglich ist. In den kommenden Jahren muss Volkswagen Ergebnisse in den Bereichen autonomes Fahrern und Mobilitätsservices liefern.

Bild: Volkswagen Group (alle Rechte vorbehalten)

Mega-Deal: Intel beteiligt sich mit 15% am Kartendienst HERE

Bereits im Jahr 2015 haben die Autokonzerne BMW, Daimler und die Volkswagentochter Audi den Kartendienst HERE von Nokia übernommen. Nokia wollte damals den HERE unbedingt verkaufen. Da alle drei Anbieter die HERE Daten für ihre Fahrzeuge nutzen und es nicht gewünscht war, dass diese in Hände anderer Unternehmen fallen, wurde der Kartendienst gemeinsam übernommen. Damals waren als Käufer auch Unternehmen wie Baidu aus China oder Uber im Gespräch. Hochauflösende Kartendaten werden als Basis für autonome Fahrzeuge benötigt, deswegen ist das Interesse daran so hoch. Auch Daimler, Audi und BMW arbeiten mit Hochdruck an selbstfahrenden Autos.

Intel will sich mit der Beteiligung weiter als Anbieter von Systemen für selbstfahrende Fahrzeuge positionieren und greift dafür tief in die Tasche. Die Beteiligung dürfte Intel etwa 375 Mio. Euro kosten. BMW, Daimler und Audi haben HERE damals für 2.6 Milliarden Euro von Nokia übernommen.

In Kooperation zwischen HERE und Intel sollen Systeme für die Echtzeiterfassung von Verkehrsbedingungen und Fahrbahnbeschaffenheiten entwickelt werden. Diese System sind notwendig, um die Sicherheit der selbstfahrenden Autos zu gewährleisten. Darüberhinaus sollen weitere Dienste entwickelt werden, die die Geodaten der Nutzer und Fahrzeuge sinnvoll nutzen.

Intel sieht in autonomen und vernetzten Fahrzeugen eine große Marktchance für die Zukunft. Neben Intel will sich auch der Chiphersteller Nvidia als Zulieferer für die Automobilindustrie positionieren. Diese Entwicklung zeigt, wie sich die klaren Grenzen zwischen Automobilhersteller und Technologieunternehmen verwischen.

Automobilhersteller setzen nicht mehr ausschließlich auf den Verkauf von Fahrzeugen, sondern bringen Mobilitätsdienstleistungen, wie Carsharing oder Ridesahring Dienste auf den Markt, die auf der Nutzung der Fahrzeuge der jeweiligen Hersteller beruhen. Autokonzerne und Technologieunternehmen kooperieren, um die zukünftigen Mobilitätsangebote zu kontrollieren.

Für Automobilhersteller sind Mobilitätsdienste ein weiterer Umsatzkanal, der in den nächsten Jahren stark wachsen wird. In absehbarer Zeit wird sich damit mehr Geld verdienen lassen als mit dem Verkauf von Fahrzeugen.

Fahrdienste wie Uber und Lyft sind stark am wachsen und Technologieunternehmen wie Apple oder Google mit Waymo fordern die etablierten Autokonzerne heraus. Das Auto der Zukunft wird sich auf Technologieseite erheblich von den jetzigen Modellen unterscheiden. Autonome Fahrzeuge werden eine enorme Rolle in ca. 5 bis 10 Jahren spielen und die Nachfrage nach Individualverkehr mit eigenem Auto wird stark sinken. Daten, Informationstechnologie, Sensoren und Software werden eine entscheidende Rolle bei den Fahrzeugen der Zukunft spielen.

Seit der Übernahme hat das Konsortium die Ausrichtung von HERE strategisch vorangetrieben. Das Unternehmen führt Gespräche mit mehreren Autokonzernen und Zulieferer um sie von einer Beteiligung zu überzeugen. In der letzten Woche wurden bekanntgegeben, dass sch die chinesischen Unternehmen Tencent und NavInfo an dem Kartendienst beteiligt haben. Außerdem ist ein Staatsfond aus Singapur mit eingestiegen. Alle drei Beteiligten sollen zusammen auf 10% Unternehmensanteile kommen. Jetzt folgt als nächster Schritt Beteiligung von Intel mit 15%. Daimler, Audi und BMW verfügen danach noch über 75% der Anteile und haben gleichzeitig starke Partner an Board.

Bild: Here (alle Rechte vorbehalten)

Was ist autonomes Fahren und was nicht

In der letzten Zeit wird viel über selbstfahrende Fahrzeuge und autonome Eigenschaften von Autos gesprochen. Dabei ist nicht immer eindeutig, ob es sich bei den neuen Funktionen der Fahrzeuge um Systeme für autonomes Fahren oder um Assistenzsysteme handelt.

In diesem Artikel geben wir einen kurzen Einblick, wie die SAE international autonome Eigenschaften von Fahrzeugen definiert. SAE steht für Society of Automotive Engineers, was mit Verband der Automobilindustrie übersetzt werden kann.

Von der SEA wurden sechs unterschiedliche Ebenen definiert, die Stufen zwischen „Keine Automatisierung“ und „Volle Automatisierung“ detaillierter beschreiben. Diese Standards sollen die Kommunikation zwischen politischen und entwickelnden Organisationen vereinfachen.

Level Name Beschreibung Lenken, Beschleunigen, Bremsen Überwachung des Verkehrs/des Umfelds Eingriff im Notfall System Fähigkeiten
Fahrer überwacht das Umfeld  
0 Keine Automatisierung Jeder Schritt wird von einem menschlichen Wesen durchgeführt. Menschlicher Fahrer Menschlicher Fahrer Menschlicher Fahrer Nicht vorhanden
1 Assistenzsysteme Das Fahrzeug kann in definierten Situationen unterstützen, z.B. durch Lenk- und Bremseigenschaften. Die Person hinter dem Steuer ist aber weiterhin für das Fahren verantwortlich. Menschlicher Fahrer Menschlicher Fahrer Menschlicher Fahrer Unterstützend in definierten Situationen
2 Teilweise Automation Das Fahrzeug kann in definierten Situationen Funktionen wie Lenken und Beschleunigen übernehmen. Der Fahrer ist weiterhin voll verantwortlich für das Fahren des Autos. Er reagiert auf die Umwelt und ist für die weiteren taktischen Maßnahmen verantwortlich. System Menschlicher Fahrer Menschlicher Fahrer Übernahme in definierten Situationen
Die verbauten Systeme überwachen das Umfeld automatisch    
3 Bedingte Automatisierung Das Fahrzeug steuert von selbst, kontrolliert die Geschwindigkeit von selbst und überwacht den Verkehr. Der Fahrer greift ein, wenn das System Unterstützung benötigt. System System Menschlicher Fahrer Übernahme in definierten Situationen
4 Hohe Automatisierung Das Fahrzeug übernimmt weitestgehend alle Funktionen und fährt auch weiter, wenn der Fahrer nicht auf Warnungen reagiert. System System System Übernahme in definierten Situationen
5 Volle Automatisierung Das Fahrzeug übernimmt alle Funktionen, die auch vom Fahrer durchgeführt werden können. Ein Fahrer ist nicht mehr notwendig. System System System Alle Situationen

Quelle: SAE international

Meisten Fahrzeuge auf Level 2

Die meisten Fahrzeuge, die in diesem Jahr mit autonomen Funktionen präsentiert wurden, sind auf Level 2 anzusiedeln. Diese Ebene beinhaltet Funktionen wie Spurhalteassistenten, Überwachung und Anpassung der Geschwindigkeit oder Lenkmanöver. Der Fahrer hat trotzdem noch die komplette Kontrolle über das Fahrzeug. Einige Fahrzeuge können auch auf Ebene 3 angesiedelt werden.

Automobilkonzerne wollen autonomes Fahren umsetzen

Ziel der Automobilkonzerne und Technologiekonzerne ist es ein voll automatisiertes Fahrzeug zu entwickeln. Das von Google präsentierte autonome Fahrzeug verfügt nicht mehr über ein Lenkrad oder Pedale. Für ein menschliches Wesen ist es nicht möglich, dieses Fahrzeug zu kontrollieren. Auch das Sartup Zoox entwickelt ein voll autonomes Fahrzeug.

Grundsätzlich gibt es zwei Strategien, wie autonome Fahrzeuge entwickelt werden. Unternehmen wie Google und Zoox wollen ein Fahrzeug auf den Markt bringen, das von Anfang an voll autonom ist. Etablierte Automobilkonzerne beschreiten einen anderen Weg:  Sie fügen von Modellreihe zu Modellreihe immer weitere automatisierenden Eigenschaften hinzu, bis letztendlich ein voll autonomes Fahrzeug angeboten werden kann. Die Kombination aus beiden Wegen wird letztendlich dazu führen, dass wir in absehbarer Zeit nicht mehr selber hinter dem Steuer sitzen müssen.

Bild: Shelley the Autonomous (Self-Driving) Car von Joseph Thornton (bestimmte Rechte vorbehalten)

Zoox will 252 Mio. Dollar für selbstfahrende Autos

Zoox, ein bisher geheimes Startup, das sich mit der Entwicklung von selbstfahrenden Autos befasst, will eine Finanzierung in Höhe von 252 Mio. US$ (ca. 220 Mio. Euro) einsammeln. Wenn das Unternehmen die Runde erfolgreich abschließt, könnte es mehr als eine Milliarde Dollar wert sein.

Zoox mit Lizenz für Kalifornien

Bisher ist wenig über die Produkte von Zoox bekannt. Es ist aber das einzige Startup, das über eine Lizenz über den Betriebt von selbstfahrenden Fahrzeugen auf den Straßen Kaliforniens verfügt. Bisher gab es ein weiteres Startup, das im Besitz dieser Lizenz war. Dabei handelt es sich um das Unternehmen Cruise, das im März von General Motors übernommen wurde. Ansonsten verfügen nur Konzerne wie Google Alphabet, Ford, Tesla und sechs weitere über diese Lizenz. Der Fahrdienst Uber testet seine selbstfahrenden Autos in Pittsburgh. Dort betreibt das Unternehmen eine Forschungsgruppe in Zusammenarbeit mit der Robotics Group der Carnegie Mellon Universität.

Wettstreit zwischen Startups und Automobilkonzernen

Technologieunternehmen und Automobilkonzernen befinden sich in einem Wettstreit, bei dem es um die Entwicklung von Fahrzeugen mit selbstfahrenden Eigenschaften geht. Die Nachfrage nach Automobilexperten und Experten für künstliche Intelligenz und Robotik ist im Moment hoch. Regelmäßig wird bekannt, dass Startups und Technologiekonzerne erfahrene Automobilexperten verpflichte haben. Auf der anderen Seite versuchen Automobilkonzerne Experten von Technologiekonzernen und Startups zu akquirieren, um die eigene Digitalisierungsstrategie voranzutreiben. Zoox soll über 140 Mitarbeiter verfügen, einige davon haben vorher bei Alphabet, Apple und Tesla gearbeitet.

Auto ohne Windschutzscheiben

Vor einiger Zeit hat Zoox die Skizzen eines Konzept-Fahrzeugs gezeigt. Das sportlich aussehende Fahrzeug hatte keine Windschutzscheib und war so ausgelegt, dass es in beide Richtungen fahren konnte. Die Passagiere sitzen sich im Auto gegenüber, ähnlich wie in einem Zugabteil. Zoox scheint darauf abzuzielen, selbstfahrende Autos für Fahrdienstplattformen zu entwickeln. Kunden könnten Uber, Lyft, Gett und weitere Ridesharing Plattformen sein. Der Verwaltungsrat ist gut besetzt. Unter den Mitgliedern befinden sich der ehemalige Qualcomm Präsident Dan Cooperman und ehemalige führende Manager von Apple und Oracle.

Bild: Zoox (alle Rechte vorbehalten)