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Autonome Fahrzeuge: BMW und Baidu beenden Zusammenarbeit

Die beiden Konzerne BMW und Baidu haben sich zusammengetan, um gemeinsam an der Entwicklung von selbstfahrenden Autos zu arbeiten. Damit ist jetzt Schluss. Beide Kooperationspartner haben bekanntgegeben, dass die Zusammenarbeit beendet wird. Der chinesische Technologiekonzern Baidu sucht neue Entwicklungspartner.

BMW 3er als Testträger für Baidu

In den USA testet das chinesische Unternehmen seine Technology nun mit Lincoln Fahrzeugen. Die Marke Lincoln gehört zum Ford-Konzern. Bisher wurden dafür 3er BMWs genutzt. Nach Aussagen von Baidu ist das Unternehmen für verschiedene Partner offen und spricht mit einigen Automobilkonzernen über die Zusammenarbeit. In China arbeitet das Unternehmen mit dem lokalen Herstellern Chery und BAIC zusammen. Auf einer Konferenz in China wurden erste Prototypen der selbstfahrenden Chery Autos präsentiert und konnten auf einem abgesperrten Gelände getestet werden.

Unterschiedlich Ansichten bei Ausrichtung

BMW und Baidu haben die Zusammenarbeit auf Grund von Meinungsverschiedenheiten beendet. Eigentlich wollen  beide Unternehmen zusammen die Technologien für die Fahrzeuge der Zukunft entwickeln und in den USA und China testen. Die Kooperationspartner waren über die Ausrichtung der Forschungsschwerpunkte und die Geschwindigkeit uneinig. Bei der Entwicklung von hochauflösendem Kartenmaterial wollen beide Unternehmen weiterhin zusammenarbeiten. BMW will auch weiterhin in die Entwicklung von autonome Fahrzeugen in China investieren.

Serienreife bis 2021

Baidu und BMW erachten es für realistisch, dass vollautonome Fahrzeuge bis 2021 serienreif sind. Auch andere Konzerne planen einen ähnlichen Zeitraum für die Einführung. Weitere Technologie- und Autokonzerne und auch einige Startups sind davon überzeugt, dass in selbstfahrenden Autos die Zukunft liegt. Autonome Fahrzeuge werden die bisherige Automobilindustrie und das Mobilitätsverhalten der Menschen revolutionieren. Etablierte Konzerne, wie Google, Daimler, General Motors investieren hohe Summen in Forschung und Entwicklung von autonomen Fahrzeugen, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Baidu hat sich auch an Zulieferern beteiligt, die sich mit der Entwicklung von Technologien und Komponenten für autonome Fahrzeuge befassen.

Bild: RoadOver (bestimmte Rechte vorbehalten)

1 Mio. car2go Nutzer, Abgang bei MyTaxi, Baidu will bei Uber rein

Eine Übersicht an Kurznachrichten der letzten Woche: Das Carsharing Unternehmen car2go heißt seinen millionsten Kunden willkommen, der Chinesische Such-Riese Baidu will in Uber investieren. Sven Külpers nimmt bei MyTaxi seinen Hut und Sidecar führt Sicherheitsgebühr ein.

Car2Go mit 1 Mio. Nutzern

Das Carsharing Unternehmen car2go aus dem Daimler Konzern hat am Mittwoch den millionsten Nutzer begrüßt.  Insgesamt sind um die 12.500 Smarts weltweit an 30 Standorten unterwegs. Seit beginn wurden etwa 32 Millionen Mietvorgänge absolviert, aktuell sind es 400.000 Mietvorgänge die Woche. Auch wenn die Zahlen nichg ganz realistisch erscheinen, ist das eine ordentliche Leistung. Car2go will auch im kommenden Jahr stark wachsen, um sein Marktführerschaft auszubauen. (Via Mittelstand Nachrichten)

Sven Külpers geht bei MyTaxi

Der MyTaxi Mitgründer Sven Külpers verlässt das Unternehmen nach der Übernahme durch Daimler. Sven Külpers hat zusammen mit Nicolaus Mewes MyTaxi gegründet, Mewes gilt als starker Mann im Hintergrund, Külpers hat das Unternehmen nach außen vertreten. Ob die Idee mit dem Preiskampf mit Uber in Hamburg noch unter seiner Verantwortung entstanden ist oder schon durch Daimler bzw. Moovel initiiert wurde und ob sein Abgang damit etwas zu tun hat, ist unklar. Insider sagen, dass private Gründe für den Abgang verantwortlich sind. Külpers soll das Unternehmen weiterhin beraten. (via Manager Magazin)

Baidu will 600 Mio. US$ in Uber investieren

Der Chinesische Internetriese Baidu will einen hohen Betrag in Uber investieren, im Raum stehen 600 Mio. US$. Bereits in der Ankündigung zur letzten Finanzierung wurde von Uber bekräftigt, dass die Runde von den kommunizierten 1.2 Milliarden US$ auf 1.8 Milliarden US$ anwachsen könnte. Nun scheint klar zu sein, von dem die zusätzlichen 600 Mio. US$ kommen sollen. Das Geld soll für den Ausbau in China verwendet werden. Die Allianz wäre für beide Unternehmen mit Vorteilen verbunden. Uber hätte einen starken Partner im Land. Baidu könnte Uber helfen, den lokalen Markt besser zu verstehen, damit sich das Unternehmen schneller ausbreiten kann. Baidu würde im Vergleich mit Alibaba und Tencent an Boden gewinnen. Beide Unternehmen haben in letzten Zeit hohe Summen in Mobilitäts-Startups investiert. Die Tencent Gruppe ist unter anderem an Lyft beteiligt, Alibaba an Kuaidi Dache. Interessanterweise hat Qunar, eine Reise-Suchmaschine aus dem Baidu Konzern, vor wenigen Tagen eine Kooperation mit der Buchungsplattform für Limousinenfahrten Blacklane bekannt gegeben. Bleibt abzuwarten, ob Baidu auch bei Blacklane einsteigt, oder ob diese Kooperation nach dem Einstieg bei Uber vorzeitig beendet wird. Die Seite für Fahrzeugbuchungen auf Qunar sieht bereits heute dem Design der Uber-Seite ähnlich. (via Bloomberg)

Sidecar verlangt 1 US$ pro Fahrt für Sicherheit

Das amerikanische Ridesharing-Startup Sidecar zieht nach und verlangt eine Sicherheits-Gebühr von 1 US$ pro Fahrt. Die Konkurrenten Uber und Lyft verlangen schon seit einer geraumen Zeit eine „Safe Ride“ oder „Trust and safety“ Gebühr, um die Kosten für die Versicherung und die Überprüfung der Fahrer und Fahrzeuge zu decken. Sidecar zieht jetzt mit der „RideSafe“ Gebühr nach. Laut Sidecar sollen damit die Versicherungspolice (1 Mio. US$ Deckungsbeitrag pro Vorfall), die Überprüfung der Fahrer (Background checks) und die Überprüfung der Fahrzeuge finanziert werden. Sidecar unterscheidet sich von Uber und Lyft dahingehend, dass der Fahrer den Fahrpreis festsetzt. Der Fahrgast kann dann den Fahrer nach unterschiedlichen Kriterien auswählen, z.B. dem günstigsten Fahrpreis, dem Fahrzeug oder der Ankunftszeit. (via Techcrunch)

Bild: Car2Go Austin 2011 von Denis Bocquet (bestimmte Rechte vorbehalten)