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Bike-Sharing Dienst Mobilke startet Car-Sharing Angebot

Der erste chinesische Bike-Sharing Anbieter erweitert sein Angebot an Dienstleistungen mit einem Car-Sharing Service. Der Schritt zeigt die Ambitionen der neuen Anbieter und dass nur mit Bike-Sharing schwer Geld zu verdienen ist.

Stationsgebundenes Car-Sharing mit Elektroautos

Mobike startet seinen Car-Sharing Dienst in der chinesischen Stadt Guizhou, in Kooperation mit dem Unternehmen SITECH Xinte Motors. Zum Einsatz kommen Elektrofahrzeuge, die stationsbasiert sind. Die Stärken Mobike liegen bei der Vernetzung der Fahrräder (Internet of Things), Big Data und Mobile Apps. Die Gui’an Region verfügt über eine Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Die Verknüpfung der Stärken wird beim Aufbau eines smarten und umweltfreundlichen Transportsystems helfen.

Multimodales Angebot in einer App

Mobike wird das Car-Sharing Feature direkt in die App integrieren, so dass die Nutzer keine weitere App laden müssen. Wie bei den Car-Sharing Diensten DriveNow oder Car2Go kann über die App das Fahrzeug gebucht, geöffnet und geschlossen werden und die Bezahlung läuft ebenfalls über die hinterlegten Daten. Wie in China üblich, wird das Angebot stationsgebunden sein und nicht nach dem free-flaoting Prinzip.

Bike-Sharing und Fahrzeug-basierte Dienste wachsen zusammen

In den vergangenen Monaten hat der führende Anbieter für Bike-Sharing Kooperationen abgeschlossen, um den Nutzern einen Ride-Sharing Dienst zur Verfügung zu stellen. Mobike arbeitet mit Shouqi Limousine & Chauffeur und Didapinche zusammen. Die Dienste von Shouqi sind ebenfalls als Art Roaming in die Mobike App integriert. Die Mobike Nutzer sehen die Fahrzeuge und können diese auch gleich über die App buchen.

Bike-Sharing Konkurrent ofo wurde in die App des Ride-Sharing Markführers in China Didi Chuxing integriert. Hinzuzufügen ist, dass Didi Chuxing im großen Stil in ofo investiert hat.

Der Schritt von Mobike zeigt, dass Car-Sharing, Ride-Sharing und Bike-Sharing enger zusammen wachsen werden und gegebenenfalls unter einer Marke angeboten werden können. Der Schritt macht absolut Sinn, um eine schlüssiges intermodales Netzwerk anbieten zu können.  Wünschenswert wäre auch, dass die hiesigen Anbieter wie DriveNow oder Car2Go experimentierfreudiger werden und ebenfalls weitere Dienste mit integrieren.

Bild: Mobike (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Plattform Ola steigt ins Bike Sharing ein

Der indische Ride-Hailing Anbieter Ola entwickelt sich weiter in Richtung Mobility Plattform. In einem Pilotprojekt wurde ein Bike Sharing Dienst gestartet, der über die normale Ola App gebucht werden kann.

Ola als multimodale Plattform

Ola geht mit dem neuen Dienst in Richtung multimodale Mobilitätsplattform. Die Integration von Bike Sharing wird es den Ola Nutzern ermöglich, zu einem Ort zu radeln, an dem sie einfacher und günstiger den Ola Fahrdienst mit Auto und Fahrer nutzen können. Teilweise wird es in den überlasteten Städten auch schneller sein, mit dem Fahrrad zu fahren und nicht mit dem Auto. Die Bike Sharing Lösung ist eine günstige und schnelle Alternative für kurze Strecken.

Ähnliche wie bei den asiatischen Bike Sharing Riesen ofo oder obike, kommt auch das Ola Bike Sharing mit dem Namen Pedal ohne Stationen aus. Die Räder können überall in der Stadt abgestellt werden. Die Räder sind mit einem GPS Sensor ausgestattet, somit sind die Standorte für die Ola-Nuzer in der App einsehbar.

Bike sharing als Zubringer für Ride-Sharing

Die Plattform folgt damit einen Trend, der allgemein zu beobachten ist. Fahrdienstplattformen wie Uber oder Lyft muten vor allem bei den Pooling-Konzepten den Nutzern einen kurzen Weg zum nächsten Fahrzeug zu. Die Idee dahinter ist logisch: Durch höhere Flexibilität der Abhol- und Ausstiegsorte werden die Routen optimiert und die Umwege halten sich in Grenzen. Um diesen Weg zum Fahrzeug zurückzulegen, ist ein Fahrrad in manchen Märkten eine geeignete Möglichkeit.

Ola hat sich in den letzten Jahren zu einem großen Player in Indien entwickelt. Erst kürzlich hat das Startup 1.1 Milliarden US Dollar eingesammelt. Zu den Investoren gehört auch die Japanische SoftBank Gruppe, die auch groß bei Uber einsteigen will. Ola und Uber liefern sich in Indien noch einen harten Konkurrenzkampf. Es wird spannende zu beobachten sein, wie sich der Wettbewerb nach dem Softbank-Uber Deal entwickelt.

Bike Sharing boomt in Asien und kommt nach Europa

Vor allem in China hat sich das Bike Sharing zu einer populären Lösung für die Mobilität auf der letzten Meile entwickelt. Tausende Fahrräder sind in Free Floating Systemen auf den Straßen in den großem Metropolen verteilt. Einige der lokalen Startups mussten schon wieder aufgeben. Andere Unternehmen, wie ofo, mobike oder obike haben Geld für eine internationale Expansion eingesammelt und sind bereits im Ausland aktiv.

Bild: Ola (alle Rechte vorbehalten)