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myTaxi, Blacklane und myDriver: Abgehängt beim Thema autonomes Fahren

Das Thema autonomes Fahren wird zur Zeit viel diskutiert und als nächster großer Trend angesehen, der die Automobilindustrie grundlegend verändern wird. Mit autonomen Fahrzeugen  lässt sich ein günstiger und flexibler Fahrservice realisieren, so dass vor allem in Städten auf individuellen Fahrzeugbesitz verzichtet werden kann.

In der Zukunft wird der private Autobesitz zurückgehen und die Menschen werden vermehrt auf Fahrdienste zurückgreifen, um von A nach B transportiert zu werden. Bis autonome Fahrzeuge serienreif sind, werden die Fahrdienste noch auf Autos mit Fahrer angewiesen sein. Vor allem in den USA beschäftigen sich die Fahrdienstplattformen mit der Entwicklung von Software und Hardware für autonome Autos. Hinzu kommen die eigenen Anstrengungen bei der Entwicklung von hochauflösenden Karten, die für den Einsatz von fahrerlosen Autos erforderlich sind.

Wie weit beschäftigen sich die deutschen Plattformen myTaxi, Blacklane und MyDriver mit dem Thema? Festzustellen ist, dass das Thema autonomes Fahren bei keinem der drei großen deutschen Plattformen auf der Agenda steht.

Die Fahrdienst-Plattform Blacklane geht davon aus, dass auch mit dem Einsatz von autonomen Fahrzeugen weiterhin ein Fahrer an Board sein wird, der sich dann um andere Dinge kümmert. Vorstellbar ist eine Art on-board Service, wie man es vom Flugzeug her kennt. Da der Trend zu günstigeren Fahrpreisen geht und ein Service auf kurzen Strecken nicht relevant sein wird, hört sich diese Version nicht glaubwürdig an. Zu den Investoren von Blacklane gehört der Automobilkonzern Daimler. Das sich Daimler bevorzugt mit Uber verbindet, kann auch als Indiz gewertet werden, dass Blacklane noch keine Strategie zu dem Thema hat.

Ähnlich wird es bei myTaxi sein, das ebenfalls finanziell von Daimler unterstützt wird. Sie dem  Jahr 2014 gehört myTaxi vollständig zu Daimler. Bisher hat sich myTaxi noch nicht zu dem Einsatz von autonomen Fahrzeugen geäußert. Da Daimler und myTaxi nicht die Taxifahrer verunsichern möchte, kann es natürlich sein, dass intern an dem Thema gearbeitet wird aber erst  zu einem späteren Zeitpunkt damit an die Öffentlichkeit gegangen wird.

Das Unternehmen myDriver dürfte sich bisher am wenigsten mit dem Thema beschäftigt haben. Anders als bei Blacklane und myTaxi steht hinter myDriver keine Automobilkonzern. myDriver gehört zu dem Mietwagenunternehmen Sixt, das enge Verbindungen zu BMW unterhält. Langfristig könnte es sein, dass myDriver mit dem Carsharing Angebot DriveNow von Sixt und BMW zusammenwächst und autonome Fahrzeuge von BMW zum Einsatz kommen werden.

Alle drei Anbieter scheinen sich nicht mit der Entwicklung von Hardware und Software für autonome Fahrzeuge zu befassen. Auch das Erfassen von hochauflösenden Kartendaten scheint im Moment nicht auf der Agenda zu stehen. Die Anbieter sollten bestrebt sei, das zu ändern, um nicht vollständig den Anschluss zu verlieren.

In den USA und Asien beschäftigen sich Ride-Hailing Plattformen mit dem Thema der fahrerlosen Autos. Diese Ride-Hailing Plattformen eignen sich hervorragend, um autonome Fahrzeuge einzusetzen. Grab testet in Singapur einen Service mit Roboter Taxis, Lyft entwickelt mit General Motors autonome Fahrzeuge, die auf der Ridesharing Plattform eingesetzt werden sollen. Am aktivsten ist das Unternehmen Uber, das sich gleich auf mehreren Fronten mit autonomen Fahrzeugen beschäftigt. Auf der einen Seite wurde das Unternehmen Otto übernommen, das fahrerlose LKWs entwickelt. Auf der anderen Seite werden bereits autonome Volvos in einigen Städten getestet. Die Technologie und Software für die umgerüsteten Volvos wurde von Uber selbst entwickelt. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass der Daimler Konzern mit Uber eine Absichtserklärung für eine Kooperation unterzeichnet hat. Daimler möchte autonome Fahrzeuge auf der Uber Plattform betreiben.

Bild: Blacklane (alle Rechte vorbehalten)

Daimler stockt bei Blacklane auf

Aus Branchenkreisen ist zu hören, dass Blacklane schon seit längere Zeit versucht hat, eine Finanzierung einzusammeln. Dieses Vorhaben ist jetzt mit einem Millioneninvestment unter der Führung von Daimler geglückt. Daimler stockt damit seinen Anteil an Blacklane auf, die weitern Altinvestoren RI Digital Ventures, b-to-v und Alstin gehen die Runde auch mit. Mit der Finanzierung soll vor allem das Geschäft in Asien und im Mittleren Osten vorangetrieben werden.

In der Series C Finanzierung sollen insgesamt etwa. 24 Mio. Euro in das Unternehmen fließen. Von Daimler sollen 15 Mio. Euro Finanzierung kommen. Im Jahr 2014 hatte Blacklane die letzte kommunizierte Finanzierungsrunde. Damals ist die Japanische Recruit Holding mit einem Millionenbetrag bei einer Bewertung von 140 Mio. Euro eingestiegen. Seitdem scheint sich die Bewertung nicht wesentlich erhöht zu haben. Es ist eher davon auszugehen, dass die Bewertung reduziert wurde, es ist die Rede von mehr als 100 Mio. Euro.

Das Unternehmen wurde im Jahr 2011 gegründet und bietet einen Limousinen Service mit professionellen Chauffeuren. Die Dienste von Blacklane müssen mit einer Vorlaufzeit über die App oder die Webseite gebucht werden. Es werden vor allem Geschäftsreisende angesprochen, die eine Fahrt zum Airport oder zu einem Geschäftstermin buchen. Blacklane beschäftigt keine eigenen Fahrer, sondern tritt als Vermittler an lokale Fahrdienstleister auf. Das Unternehmen arbeitet mit Reiseplattformen, wie Expedia und Booking.com zusammen. Über Amadeus soll der Service in den Buchungsprozess von Reisebüros und auf Webseiten von Fluggesellschaften integriert werden.

Der Service ist zur Zeit in mehr als 200 Städten in 50 Ländern aktiv. Für Blacklane arbeiten 200 Mitarbeiter.

Für Daimler ist das Investment in Blacklane ein teil der Strategie, um den Konzern fit für innovative Mobilitätsdienstleistugen zu machen. In der vergangenen Woche hat der Konzern angekündigt, dass bisher 500 Millionen Euro in den Aufbau von Mobilittsplattformen besteckt wurden. Erst in der vergangenen Woche wurde die Fusion von MyTaxi und Hailo verkündet. Neben Daimler interessieren sich auch andere Automobilkonzerne für die neuen Fahrdienste. Volkswagen hat 300 Mio. US$ in Gett investiert, GM ist mit 500 Mio. US$ bei Lyft eingestiegen.

Bild: Blacklane (alle Recht vorbehalten)

Kurznachrichten: Rocket gibt Foodora weiter, Shypp.it startet Lieferservice

Kurznachrichten: Lieferdienst Foodora wird an Delivery Hero weitergereicht. Tesla Update bringt Autopiloten. Limousinenservice Blacklane versucht weitere Finanzierung einzusammeln. Mitfahrgelegenheit für Pakete Shypp.it gestartet.

Rocket Internet reicht Foodora an Delivery Hero weiter

Das von Rocket Internet gekaufte Startup Foodora wird nach kurzer Zeit an Delivery Hero weitergereicht. Foodora aggregiert meist gehobenere Restaurants auf einer Seite, die keinen eigenen Lieferservice anbieten. Das Netzwerk an Foodora-Fahreren holt die bestellten Gerichte bei den Restaurants ab und liefert sie an die Kunden aus. Delivery Hero hat mit Urban Taste ein ähnliches Konzept gestartet. Urban Taste soll nun in Foodora integriert werden. Das ebenfalls von Rocket Internet finanziert Unternehmen mit gleichem Geschäftsmodell Take Eat Easy zieht sich nach kurzer Zeit aus Deutschland wieder zurück. Als weiterer Anbieter ist der britische Startup Deliveroo am Start. (via Gründerszene)

Tesla Software Update bringt Autopilot

Vor einiger Zeit hat Tesla angekündigt, dass die Tesla S Fahrzeuge mit Sensoren für autonomes Fahren ausgestattet werden und dass die Funktion des selbstfahrenden Fahrzeugs über ein Softwareupdate  nutzbar wird. Nun wurde die Tesla Software Version 7.0 veröffentlicht, die ein Fahren ohne Eingreifen des Fahrers unter bestimmten Umständen erlaubt. Mittels Daten, die durch die verbaute Kamera, Ultraschallsensoren, GPS Modul und Radarsensoren gesammelt werden, kann das Fahrzeug selbständig die Spur wechseln und selbständig auf den Verkehr reagieren. Nach dem Update kann das Elektrofahrzeug von Tesla auch selbstständig einparken. (via Tesla Blog)

Blacklane will weitere Finanzierung einsammeln

Der Anbieter von Limousinenservices Blacklane will weitere Millionen aufnehmen, um weiteres Personal einstellen und expandieren zu können. Bisher sind ca. 25 Mio. Euro in das Unternehmen geflossen. Unter anderem von Daimler und Carsten Maschmeyer. Die Bewertung bei der letzten Finanzierung lag im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Blacklane setzt auf vermeintliche professionelle Chauffeure, die über die nötigen Lizenzen verfügen. Die Fahrten werden nicht on-demand sondern im Voraus gebucht. Damit werden hauptsächlich (Geschäfts)-reisende angesprochen. Als Taxialternative für spontane Kurzfahrten ist der Service von Blacklane nicht in Betracht zu ziehen. Blacklane kooperiert in China mit Qunar und mit dem amerikanischen Reisekonzern Expedia. (via Bloomberg)

Shypp.it – Mitfahrgelegenheit für Pakete gestartet

Mit Shypp.it ist eine Mitfahrgelegenheit für Pakete gestartet. Shypp.it versteht sich als Vermittlungsplattform für Fahrer mit leerem Kofferraum und Personen, die eine Lieferung versenden möchten. Mit einem ähnlichen Konzept ist das österreichische Unternehmen Checkrobin auf dem Markt. Innerhalb eines Jahres wurden bei Checkrobin ca. 50.000 Fahrten in Österreich eingestellt.  Das Potential in Deutschland dürfte weitaus größer als in Österreich sein.

Damit shypp.it auch profitabel arbeiten kann, müssen pro Jahr mehrere Hunderttausend Fahrten abgeschlossen werden. Für den Transport von Gütern können meist nur niedrige Preise aufgerufen werden. Bei einem provisionsbasiertem Geschäftsmodell entfällt der Anteil somit ebenfalls entsprechend gering aus. Checkrobin plant eine Provision in Höhe von drei Euro einzuführen, damit würde sich bei 50.000 Fahrten pro Jahr ein maximaler Umsatz von 150.000 € ergeben. Viel zu wenig, um ein Unternehmen profitabel betreiben zu können.

Eine weitere Herausforderung für das Unternehmen ist die letzte Meile. Kaum ein Fahrer dürfte bereit sein, einen Umweg in Kauf zu nehmen, um eine Lieferung abzuholen oder abzuliefern.

Bild: Delivery Service | Street Life | Hat Yai Street 2014 von John Ragai (bestimmte Rechte vorbehalten)

Das war die Woche: Postbus, Uber kauft zu, Blacklane wird in Amadeus implementiert

Nachrichtenübersicht: Aus ADAC Postbus wird Postbus. Erfolg für Blacklane, der Fahrservice wird bei Amadeus implementiert. Uber kauft Kartenservice deCarta, um unabhängiger von Google und Apple Maps zu werden.

Aus ADAC Postbus wird Postbus

Nach dem Ausstieg des ADACs aus dem Gemeinschaftsprojekt mit der Deutschen Post wird aus ADAC Postbus die Marke Postbus. Ab Mai 2015 wird ausserdem das Liniennetz erweitert, statt wie bisher 60 Städten sollen dann 120 Städte angefahren werden. Neu im Programm sind Nachtfahrten und ab Sommer auch internationale Ziele. Der ADAC Postbus ist der viertgrößte Anbieter auf dem deutschen Markt, der Marktanteil liegt bei etwa 8%. Angeführt wird der Markt von MeinFernbus Flixbus, die sich Anfang des Jahres zusammengeschlossen haben. Dahinter folgen die Marken der Deutschen Bahn. Die Deutsche Bahn hat kürzlich ebenfalls angekündigt, alle Marken zusammenzufassen. Außerdem soll das Fernbuslinien-Netz ausgebaut werden. (via Handeslblatt)

Blacklane demnächst über Amadeus buchbar

Der Service der Limousinenplattform Blacklane wird in Amadeus Taxi & Transfer integriert, damit Reisebüros und Fluggesellschaften ihren Kunden auf einfache und nutzerfreundliche Weise einen Service für die letzte Meile anbieten können. Ab Juni diesen Jahres soll die Lösung für Online-Reisebüros verfügbar sein, ab dem vierten Quartal ist es für Fluggesellschaften möglich, die API einzubinden. Irgendwann später soll die Lösung über alle Amadeus Kanäle zugänglich sein, also auch für Travel Management in Unternehmen und in offline Reisebüros. Ende letzten Jahres wurde Blacklane schon in die Reise-Suchmaschine Qunar aus China integriert. (via Amadeus)

Uber kauft erstmals zu, Kartendienst deCarta wird übernommen

Das Unternehmen hinter der Ridesharing App Uber übernimmt den Kartendienst deCarta. Es ist die erste Übernahme durch Uber, die offiziell kommuniziert wird. DeCarta bietet eine ganze Reihe an Lokalisierung- und Karten-Services an, darunter in Karten Suche, Lakalisierungs-API, Turn-by-Turn Navigation und mehr. Offiziell soll durch die Übernahme von deCarta der UberPOOL Service und die Vorhersage der Ankunftszeit verbessert werden. Darüber hinaus kann davon ausgegangen werden, dass Uber durch die Übernahme unabhängiger von Google und Google Maps werden möchte. Google ist zwar ein Uber Investor, in letzter Zeit gab es mehrere Anzeichen, dass sich das Verhältnis der beiden Technologie-Unternehmen abgekühlt hat. Uber hat angekündigt, mit der Carnegie Mellon University in Pittsburgh an einem selbstfahrendem Auto zu arbeiten, über Google gab es Gerüchte, dass das Unternehmen an einem eigenen on-demand Ridesharing Service arbeitet. Auch für das eigene selbstfahrende Fahrzeug würde die Akquisition der Kartentechnologie Sinn ergeben. DeCarta wurde bereits 1996 gegründet und hat mehr als 55 Mio. US$ an Finanzierung eingesammelt. Trotz der Übernahme wird deCarta weiter mit externen Kunden zusammen arbeiten. (via Wall Street Journal)

Bild: Der neue Postbus (Quelle: Deutsche Post, alle Rechte vorbehalten)

11 Mobility – & Transport Unternehmen + Investoren, die Sie 2015 beobachten sollten

Auch im Jahr 2015 wird sich im Bereich Mobility, Transport und Beförderung einiges bewegen. Die folgende Präsentation ermöglicht eine kurze Übersicht und stellt einige Fragen. Zum Beispiel: Wie entwickelt sich der Wettbewerb zwischen Uber und Lyft? Was passiert im Bereich Carsharing und multimodale Mobilität? Schließen sich die beiden Limousinen-Services MyDriver und Blacklane zusammen?

Mobility Trends für 2015

Bild: Mobility 2.0 von Joel Müller (bestimmte Rechte vorbehalten)

Die beliebtesten deutschen Mobilitäts- bzw. Travel Unternehmen

Seit einigen Jahren etablieren sich neue Mobilitätsanbieter, die den deutschen Markt aufmischen. Die folgende Liste stell einen Überblick der in Deutschland beliebtesten bzw. bekanntesten Vertreter mit lokalen Wurzeln dar.

Taxi/Limousine 

1. MyTaxi

Hinter MyTaxi steht das Hamburger Unternehmen Intelligent Apps GmbH, das mittlerweile zu Moovel (Daimler) gehört. Mit der MyTaxi App können Smartphone Nutzer über die entsprechende App ein normales Taxi bestellten. Das Unternehmen wurde bereits 2009 gegründet und ist in etwa 40 Städten verfügbar. Eine marktbeherrschende Stellung konnte leider nicht erreicht werden, was letztendlich auch zu der Übernahme durch Moovel geführt haben dürfte. Weitere Details zu MyTaxi.

2. Blacklane

Blacklane ist ein deutsches Unternehmen mit Sitz in Berlin. Das Geschäftsmodell basiert auf der Vermittlung von hochwertigen Fahrzeugen inkl. Chauffeur in unterschiedlichen Klassen. Der Limousinendienst-Vermittler ist in mehr als 150 Städten und mehr als 45 Ländern weltweit unterwegs. Recht früh wurde Blacklane von Carsten Maschmeyer unterstützt, der als Seed-Investor in Blacklane investiert hat. Blacklane wird häufig mit Uber verglichen. Dieser Vergleich ist nicht ganz richtig, da Blacklane Limousinenfahrten mit Vorbestellung an Kunden vermittelt. Uber setzt ausschließlich auf einen on-demand Service. Vor kurzem wurde das Unternehmen mit etwa 140 Mio. Euro bewertet. Mehr Details zu Blacklane.

3. MyDriver

MyDriver ist ein Unternehmen im Sixt Konzern, das Geschäftsmodell von MyDriver ist mit dem von Blacklane vergleichbar.  Kunden bestellten über die Webseite oder die Smartphone App eine hochwertige Limousine mit Chauffeur, die dann automatisch an einen Fahrer vermittelt wird. Die Buchung findet bei MyDriver im Schnitt mehrere Tage im Voraus statt und wird mit Vorlauf vermittelt. Zum Einsatz kommen konzessionierte Fahrzeuge und professionelle Chauffeur mit Personenbeförderungsschein. Das Konzept ist also konform mit PBefG. Im Unterschied zu Blacklane setzt MyDriver auch eigene Fahrzeuge ein und beschäftigt Fahrer im Angestelltenverhältnis. Dank der Beziehungen von Sixt zu BMW wird MyDriver die Fahrzeuge zu besonders guten Konditionen beziehen können.


Carsharing/Ridesharing

1. Car2go

Car2Go ist ein Carsharing Angebot, das von Daimler und Europcar vorangetrieben wird. Bei Car2Go werden hauptsächlich smarts als Fahrzeuge eingesetzt. Eine Ausnahme ist Car2Go Black, hier kommen schwarze Mercedes B-Klassen Fahrzeuge zum Einsatz. Das normale Car2Go Carsharing funktioniert nach dem Free-Floating Modell. Free Floating bedeutet, dass die Fahrzeuge überall in der Stadt auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden können, die Fahrzeuge müssen nicht, wie bei stationsgebundenem Carsharing zu einer Station zurück gebracht werden. Mittlerweile ist car2go in mehr als 25 Städten aktiv, weitere sollen folgen. In einigen Städten werden vorwiegend Elektro-Smarts eingesetzt, so in Stuttgart oder Amsterdam.

2. Flinc

flinc ist ein Ridesharing Unternehmen mit Fokus auf Pendler im Kurz- und Mittelstreckenbereich. Gegenüber anderen Mitfahrzentralen, wie Mitfahrgelegenheit.de grenzt sich flinc durch die spontane und dynamische Vermittlung von Fahrten ab, sowie durch den Fokus auf regionale Strecken. Im Vergleich zu Lyft und UberPOP halten sich die Fahrer nicht bereit und warten auf einen Fahrauftrag. Die Fahrer bei flinc würden auch ohne Fahrgast die Strecke fahren, durch flinc können sie einen Teil der Betriebskosten sparen. Flinc bezeichnet sich als echtes Ridesharing im Vergleich zu Uber und Lyft. Bei flinc können auch Fahrer aktiv werden und potentielle Mitfahrer anfragen. Mehr Details zu flinc.


Fernverkehr

1. MeinFernbus

MeinFernbus.de ist ein deutsches Fernbusunternehmen. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und hat den Sitz in Berlin. Seit Mitte 2012 bietet das Unternehmen unterschiedliche Busverbindungen zwischen Europäischen Metropolen an. Weitere Details zu MeinFernbus.

Bild: Travel von Sean MacEntee (bestimmte Rechte vorbehalten)

Uber in Indien und den Niederlanden geblockt, Blacklane kooperiert mit Qunar, Instacart mit 100 Mio. $ Runde

Nachrichtenübersicht – Der Berliner Vermittler von Limousinenfahrten Blacklane arbeitet mit Chinesischer Plattform Qunar zusammen, Uber in Neu Delhi und den Niederlanden verboten und Instacart sammelt hohe Finanzierung ein.

Blacklane kooperiert mit Qunar

Qunar Buchungsseite mit gewisser Ähnlichkeit zur Uber-Seite, Netz als Hintergrund, ähnliche Farbgebung, freigestellte Fahrzeuge (Quelle: Screenshot Qunar.com)
Qunar Buchungsseite mit gewisser Ähnlichkeit zur Uber-Seite, Netz als Hintergrund, ähnliche Farbgebung, freigestellte Fahrzeuge (Quelle: Screenshot Qunar.com)

Das Berliner Limousinen-Startup Blacklane, das auch von Daimler finanziell unterstützt wird, hat eine Kooperation mit der chinesischen Reise-Suchmaschine Qunar abgeschlossen. Die Fahrten werden dabei zu Festpreisen verkauft und in lokaler Währung abgerechnet.Die Kooperation startet vorerst für 30 Städte, darunter Bangkok, London, Los Angeles, Paris, New York, Sydney, Tokio und Toronto. Weitere Städte sollen folgen. Interessanterweise sieht das Design der Qunar-Website dem der amerikanischem Uber ähnlich. (via Blacklane Blog)

Lebensmittel-Lieferdienst Instacart sammelt mehr als 100 Mio. US$ ein

Das amerikanische Lebensmittel on-demand Startup Instacart soll in einer Series C Finanzierungsrunde mehr als 100 Mio. US$ eingesammelt haben, die Bewertung soll bei mehr als 2 Milliarden US$ gelegen haben. Erst im Juni hat das Unternehmen 44 Mio. US$ bei einer Bewertung von 400 Mio. US$ eingesammelt. Die Bewertung ist also in kurzer Zeit um das fünffache gestiegen. Bei Instacart können Lebensmittel bestellt werden, die dann innerhalb einer Stunde zugestellt werden. Das Unternehmen ist in 10 Städten, die Lieferkosten liegen zwischen 3.99 und 5.99 US$. (via The Wall Street Journal)

Uber in Neu Delhi und den Niederlande verboten

Das amerikanische Unternehmen Uber ist in Neu Delhi und den Niederlanden verboten worden.

In Neu Delhi kam das Verbot nach einem schwerwiegenden Vorfall, eine Kundin wurde anscheinend von einem Uber-Fahrer vergewaltigt. Der Fahrer war wohl der Polizei bekannt und saß bereits wegen Vergewaltigung im Gefängnis. Bleibt die Frage, warum Uber keine ausführliche Überprüfung der Fahrer vornimmt. Als Folge hat die Regierung in Delhi dem Unternehmen untersagt, den Service weiter anzubieten. (via The Economic Times)

In den Niederlanden wurde dem Unternehmen untersagt, den UberPOP Ridesharing-Service durch Privatpersonen weiter anzubieten. Ähnlich ist es dem Fahrservice schon in Deutschland ergangen, hier wird der Ridesharing-Service mittlerweile in einigen Städten auf non-profit Basis angeboten und die Fahrer werden subventioniert. Laut Gericht verstößt das Angebot gegen niederländisches Recht, das lizensierte Fahrer für die gewerbliche Personenbeförderung vorschreibt. Uber hat angekündigt, gegen die Entscheidung vorzugehen und der Service wird weiter angeboten. Uber beruft sich auf ein Gesetzt, das erlassen wurde, als es noch keine Smartphones gab. (via Reuters)

Beide Vorfälle zeigen, wie wichtig es ist, dass sich Unternehmen im Mobilitätsbereich an lokale Begebenheiten anpassen und mit den lokalen Behörden zusammen arbeiten.

Bild: Screenshot Qunar.com

Kurznachrichten: Lyft adressiert Unternehmen, Uber will mit Spotify kooperieren, Blacklane bestätigt Finanzierung

In der letzten Woche hat es wieder einige Neuigkeiten aus dem Mobilitätsbereich gegeben. Blacklane hat Finanzierung bestätigt, Lyft adressiert mit “for Work” Programm Unternehmen und Uber steht vor einer Partnerschaft mit Spotify. Ausserdem wurde UberPool in Paris gestartet und ein Korridor für vernetztes Fahren zwischen Rotterdam und Wien wird eröffnet.

Lyft for Work für Unternehmen

Nach Uber adressiert auch das Ridesharing Startup Lyft Unternehmenskunden. Unternehmen, die sich für das Programm “Lyft for Work” anmelden, können ihren Mitarbeitern monatlich Guthaben für die Nutzung von Lyft einräumen und einfach abrechnen. Die Unternehmen können entscheiden, wie viel Guthaben jeden Mitarbeiter zur Verfügung hat. Außerdem können Abhol- und Zielorte vorgegeben werden, für die das Guthaben verwendet werden kann. Das kann z.B. die Büroadresse oder eine Event-Location sein. Uber hat bereits vor ein paar Wochen Uber for Business gestartet. (via Lyft Blog)

Blacklane bestätigt Finanzierung, PhoCusWrigh Gründer im Beirat

Die Plattform für Limousinenservices Blacklane hat am Anfang der Woche die Finanzierung bestätigt, über die vor ein paar Wochen schon im Handelsblatt berichtet wurde. Außerdem wurde verkündet, dass Philip C. Wolf in den Beirat des Unternehmens einzieht. Philip C. Wolf ist Gründer des Unternehmens PhoCusWright und gilt als Travel-Experte. Damit dürfte sich Blacklane stärker als bisher auf Reiseplattformen fokussieren. Als Investor konnte ein Fond des japanischen Unternehmens Recruit gewonnen werden, investiert wurde ein mittlerer Millionenbetrag und die Bewertung lag bei einem dreistelligen Betrag. (via Blacklane Pressemitteilung)

Uber will mit Musik-Streaming Dienst Spotify kooperieren

Das amerikanische Mobilitäts-Startup Uber steht vor einer Kooperation mit dem Musik-Streaming Dienst Uber. Schon vor mehr als einem Jahr hat Uber CEO Travis Kalanick von der Idee gesprochen, den Kunden die Möglichkeit zu geben, ihre persönliche Musik während einer mit Uber gebuchten Fahrt zu streamen, jetzt scheint es tatsächlich so weit zu sein. Am Montag soll die Kooperation während einer Konferenzschaltung genauer erläutert werden. Auf der Einladung, die in der linken oberen Ecke von Musik-Noten geziert wird, werden Travis Kalanick und ein “Special Partner Guest”  angekündigt. Die vom Kunden ausgewählte Musik soll über das Fahrer-Smartphone gestreamt werden. Die Fahrer wurden in den letzten Tagen schon befragt, ob ihre Fahrzeuge über einen Audio-Eingang verfügen, an dem das von Uber ausgehändigte Farer-Smartphone angeschlossen werden kann, um die Musik über die Fahrzeug-Boxen wiederzugeben. (via TechCrunch)

Versuche von Uber die Gemüter zu beruhigen

In Indien wurde bemängelt, dass die von Uber genutzte Funktion der Kreditkartenzahlung nicht zulässig ist, da bei jeder Fahrt keine Verifizierung in zwei Schritten stattfindet, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Dem Unternehmen wurden ein paar Wochen Zeit eingeräumt, um die Bezahlmethoden anzupassen. Uber reagiert jetzt darauf mit der Integration von einem Prepaid Dienst mit dem Namen Paytm. Nutzer in Indien müssen jetzt, bevor sie ein Uber buchen, Geld auf das Paytm Wallet laden. Bei jeder Aufladung findet eine Authentifizierung in zwei Schritten statt. Wenn das Guthaben aufgebraucht ist, oder einen negativen Stand aufweist, kann kein Fahrzeug bestellt werden. (via Quartz India)

In Paris wurde der Mitfarhservice UberPool gestartet. Bei UberPool können sich mehrere Fahrgäste, die auf einer ähnlichen Strecke unterwegs sind, ein Fahrzeug teilen. Dabei lassen sich die Fahrtkosten für die Nutzer drastisch reduzieren und Uber ist der Meinung, dass auch die Anzahl der Fahrzeuge reduziert werde kann. UberPool wird wahrscheinlich auch ein Versuch sein, die Gemüter in Frankreich zu beruhigen Vor kurzem wurde Uber zu einer Geldstrafe von 100.000 € verurteilt, da Service UberPop fälschlicherweise als Mitfahrzentrale deklariert wurde. (via RudeBaguette & Wall Street Journal)

Teststrecke für vernetztes Fahren

Im nächsten Jahr soll zwischen Rotterdam und Wien eine Teststrecke eröffnet werden, auf der das vernetzte Fahrern weiter erforscht und getestet werden soll. Fahrzeuge werden mit spezieller Technik ausgestattet, die mit der W-Lan Technologie vergleichbar ist, um untereinander und mit der Infrastruktur kommunizieren zu können. Das vernetzte Fahrern gilt auch als wichtige Grundlage für das autonome Fahrern ohne Fahrer. Die Teststrecke ist etwa 1300 km lang und führt von Rotterdam über Frankfurt nach Wien. (via Spiegel Online)

Bild: Mobility 2.0 von Joel Müller (via flickr). Lizenz: CC BY 2.0

Kurznachrichten: Daimler verkauft Tesla Anteile, Blacklane mit 5 weiteren Städten, Strafe für Uber in Frankreich

Heute gibt es drei Kurznachrichten im Überblick. Uber muss eine Strafe in Frankreich zahlen, Daimler versilbert Tesla-Anteile, Blacklane startet 5 US-Städte.


 

Daimler/Tesla: Daimler verkauft seine Anteile am Elektroauto-Unternehmen Tesla und erhält dafür 780 Mio. US$. Vor etwa 5 Jahren hat Daimler 10% von Tesla für etwa 50 Mio. US$ erworben. Ein Teil von den 10% wurde an einen Staatsfond aus Abu Dhabi weitergereicht, zuletzt hielt Daimler noch etwa 4% an Tesla. In den letzten Jahren ist der elektrische Antriebsstrang der B-Klasse aus der Kooperation zwischen Daimler und Tesla entstanden, auch der E-Smart wurde von Tesla mitentwickelt. (via n-tv)


 

Der Limousinenservice Blacklane startet 5 weitere Städte in den USA. Ab sofort können auch Fahrten in Indianapolis, Memphis, Norfolk, El Paso und Cleveland gebucht werden. Zur verfügung stehen die gewohnten Fahrzeugkategorien Business Class, First Class und Business Van/SUV. Blacklane ist somit in mehr als 150 Städten weltweit aktiv. (via Blacklane.com)


 

Geldstrafe für Uber in Frankreich. Uber wurde zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verurteilt. Das Gericht wirft dem Unternehmen betrügerische Geschäftspraktiken vor, da Uber den Service UberPOP als Mitfahrgelegenheit bezeichnet, obwohl sich die Fahrer für die Uber-Fahrten extra bereithalten und damit Geld verdienen. Uber will dagegen Berufung einlegen. (via Süddeutsche Zeitung)

 

Kurznachrichten: Aus für Hailo in USA/Kanada, Geld für Blacklane, Aus für Interconnex

Heute gibt es drei kurze Neuigkeiten zu Entwicklungen im Mobilitäts-Bereich. Hailo schließt Geschäft in USA und Kanada, Blacklane erhält Finanzierung von Recruit aus Tokio und Veolia stellt Interconnex Strecke Leipzig Berlin Rostock ein.

Hailo zieht sich aus Nordamerika zurück

Die Taxivermittlungs-App Hailo stellt den Betrieb in Nordamerika ein. Als Begründung führt der Hailo CEO den starken Konkurrenzkampf mit Lyft und Uber an. Das Unternehmen, das Anfang des Jahres mehr als 30 Mio. US$ Finanzierung aufgenommen hat, will sich weiter auf Asien und Europa konzentrieren. Hallo müsste zu viel ins Marketing investieren, um mit Uber und Lyft mithalten zu können. Diese hohen Investitionen ermöglichen langfristig keinen wirtschaftlichen Betrieb für Hailo in USA und Kanada. In Deutschland ist Hailo nicht aktiv, hier ist myTaxi mit einem ähnlichen Angebot unterwegs. (via Venturebeat)

Finanzierung für Blacklane

Wie das Handelsblatt (Ausgabe 15. Oktober) berichtet, investiert das japanische Unternehmen Recruit einen niedrigen Betrag in Limousinendienstvermittler Blacklane. Blacklane wird in der aktuellen Runde auf 140 Mio. Euro, durch den neuen Investor soll das Geschäft in Asien ausgebaut werden. Blacklane hat bisher keine rechtlichen Probleme mit dem Taxigewerbe, da Fahrer über Genehmigungen zur gewerblichen Personenbeförderung verfügen und sich an rechtlichen Rahmen halten. Größter Anteilseigner ist laut Handelsblatt immer noch Carsten Maschmeyer mit seiner Alstin Beteiligungsgesellschaft. Dahinter folgen die beiden Gründer und der Automobilkonzern Daimler.

Bahn Konkurrent Interconnex gibt auf

Inteconnex, einer der wenigen Konkurrenten zur Bahn im Fernverkehr, gibt Mitte Dezember den Betrieb auf. Die Verbindungen zwischen Leipzig, Berlin und Rostock werden eingestellt. Als Gründe werden der boomende Wettbewerb durch Fernbusverbindungen und die ungleichen Wettbewerbsbedingungen genannt. Laut Interconnex fallen pro einfache Fahrt zwischen Rostock und Leipzig 1700 Euro Streckengebühr an, Fernbusse zahlen keine Maut. Interconnex gehört zum Französischen Veolia Konzern. Veolia betreibt weiterhin Bahnangebote im Nahverkehr in Deutschland. Im Busbereich hat Veolia auch Erfahrung, vielleicht kommt ja ein Fernbusangebot hinzu. (Via Spiegel Online)

Bild: Relaxed urban mobility on Sunday von Armando G Alonso, Lizenz: CC BY-NC-SA 2.0