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Elektrobus von Proterra schafft mehr als 1700 Kilometer mit einer Ladung

Auf der New Mobility World in Frankfurt hat die Vorstandsvorsitzende der BVG Dr. Sigrid Evelyn Nikutta die Bushersteller aufgefordert, wettbewerbsfähige Elektrobusse zu entwickeln, da die BVG in den kommenden Jahren mehr und mehr auf Dieselbusse verzichten möchte. Ein Beispiel können sich die lokalen Bushersteller an dem Unternehmen Proterra aus den USA nehmen. Ein neuer Rekord mit einem Elektrobus wurde aufgestellt.

Elektrobus mit mehr als 1500 km Reichweite

Das amerikanische Unternehmen hat berichtet, dass der Bus Catalyst E2 Max eine Strecke von mehr als 1770 Kilometern mit einer Akkuladung zurückgelegt hat. Das ist beeindruckend und gleichzeitig ein Weltrekord für die längste Strecke, die ein Elektrofahrzeug ohne nachladen zurückgelegt hat.

Der E2 Max Elektrobus hat eine Batterie mit 660 kWh verbaut. Das Fahrzeug ist mit einer Länge von 12 Metern mit einem Stadtbus vergleichbar, der im öffentlichen Nahverkehr in Städten wie Berlin oder München genutzt wird. Im Vergleich, ein BMW i3 hat eine Batterie mit 27 kWh verbaut und kommt damit auf dem Papier etwa 250 Kilometer weit.

Kleiner Version in den USA in Betrieb

Bisher sit der Bus E2 Max noch bei keinem Verkehrsbetrieb im Einsatz. Das Unternehmen verkauft bisher einen Bus mit einer Reichweite von etwas mehr als 550 Kilometern. Es dürfte nicht lange dauern, bis weitere Verkehrsbetriebe auf Elektrobusse setzen, um die Schadstoffbelastung in den Städten zu reduzieren. Eventuell ist der Bus von Proterra einen Variante, die von deutschen Verkehrsbetrieben in Betracht gezogen werden kann.

Zu den Investoren des Busherstellers gehört BMW iVentures. Der Fond des Automobilherstellers hat sich in der letzten Runde an dem amerikanischen Unternehmen beteiligt, damals flossen 55 Mio. US$ in Proterra. BMW dürfte sich sicherlich freuen, wenn Proterra Elektrobusse in Städten wie Berlin oder Hamburg zum Einsatz kommen. Der sinkende Preis für Lithium-Ionen Akkus und die erhöhte Effizienz der Fahrzeuge, wird dazu führen, dass sich die Gesamtkosten für Elektrobusse in eine akzeptable Range bewegen.

Bild: Proterra (alle Rechte vorbehalten)