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Autonomes Fahren: Hyundai soll letzter Partner in BMW und Intel Allianz werden

BMW und Intel haben 2016 eine Allianz ins Leben gerufen, um gemeinsam die technologische Plattform für autonome Autos zu entwickeln. Das von Intel übernommen Unternehmen Mobileye ist auch seit Beginn ein Teil der Kooperation. Über die Zeit ist die Allianz mit weiteren Partnern gewachsen. Mit Fiat Chrysler kam ein weiterer Automobilhersteller hinzu, mit Continental und Delphi entsprechende Zulieferer. Als letztes Mitglied soll laut einem Pressebericht der Hersteller Hyundai ein Teil der Partnerschaft werden.

Hyundai als asiatischer Player für autonomes Fahren

Mit dem koreanischen Hersteller Hyundai wäre ein asiatischer Player mit von der Partie. Die Gespräche zwischen Hyundai und den anderen Kooperationspartnern sollen schon seit mehreren Wochen laufen und kurz vor dem Abschluss stehen. Ziel ist es, die Gespräche im ersten Quartal 2018 abzuschließen. Eigentlich sollte schon Ende 2017 der letzte Automobilhersteller als Entwicklungspartner dem Projekt beitreten, damit man sich ab Anfang 2018 voll auf die Entwicklung konzentrieren kann. Alle weiteren Interessenten sollten dann als Kunden von dem Gemeinschaftsprojekt profitieren können. Die Entwicklungspartner beteiligen sich aktiv an der Entwicklung der Technologien, die Kunden haben keinen aktiven Part bei der Entwicklung. Der Zeitplan scheint sich verzögert zu haben. Die Zeit drängt, bis 2021 soll das erste vollautomatisierte Fahrzeug produktionsreif sein.

Partnerschaft mit Aurora

Hyundai setzt bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen auch auf das amerikanische Startup Aurora, das von Google, Uber und Tesla Veteranen gegründet wurde. Auf der CES in Las Vegas haben Hyundai und Aurora die Zusammenarbeit bekanntgegeben.

Allgemein setzt sich der Trend fort, dass Hersteller, Zulieferer und andere Technologieunternehmen eng zusammen arbeiten, um schneller und effizienter die technologischen Plattformen für autonomes Fahren zu entwickeln. Das BMW bereit ist, die Plattform auch an externe Kunden abzugeben ist ein deutliches Zeichen dafür, dass sich die Automobilindustrie in den kommenden Jahren stark verändern wird. Automobilhersteller können ein weiteres Geschäftsfeld als Systemlieferant aufbauen, das mit der Zeit den herkömmlichen Autoverkauf ablösen könnte.

Bild: GetMobility (alle Rechte vorbehalten)

Car-Sharing: BMW übernimmt DriveNow Anteile von Sixt

BMW hat sich mit Sixt darauf geeinigt, dass das Mietwagenunternehmen seine Anteile an DriveNow an BMW verkauft. Damit übernimmt BMW alle Anteile und die volle Kontrolle an dem Car-Sharing Anbieter. Der Schritt könnte eine Fusion von DriveNow und car2go wahrscheinlicher machen.

Fusion mit car2go jetzt wahrscheinlicher?

Der Schritt könnte den Weg frei machen für eine Zusammenlegung der Carsharing Angebote von Daimler und BMW.  In der vergangenen Woche berichtetet die Nachrichtenagentur Reuters in Berufung auf führende Automanager, dass die die Fusion kurz vor dem Abschluss steht. Von Daimler soll das car2go-Geschäft in ein neues Unternehmen eingebracht werden, von BMW die Töchter DriveNow und ParkNow.

Über die Fusion der beiden Car-Sharing Dienste DriveNow und car2go wird schon seit Anfang 2017 spekuliert. Damals zeigte sich Sixt irritiert von dem Vorhaben und galt seitdem als Verhinderer der Fusion. Der Verkauf an die BMW Group spült gutes Geld in die Kassen von Sixt und BMW erhält mehr Kontrolle über die zukünftige Ausrichtung.

Ziel soll es sein, den aggressiven internationalen Playern wie Uber, Didi und Co. Paroli bieten zu können. Wie das mit einer Strategie mit zwei Marken und ohne Ride-Sharing funktionieren soll, ist unklar.

BMW will offiziell Unternehmensstrategie Number One > Next stärken

Die offizielle BMW Pressemitteilung lässt nichts von einer Fusion mit car2go vermuten. BMW will mit der Übernahme der Sixt-Anteile die alleinige Kontrolle über das Car-Sharing Angebot erhalten. Im Rahmen der Number One > Next Unternehmensstrategie sollen die Angebote in den Bereichen On-Demand Mobilität (DriveNow und ReachNow), Parken (ParkNow) und Laden (ChargeNow) weiter ausgebaut werden. “Bis 2025 wollen wir 100 Millionen Kunden für unsere Premium Mobilitätsangebote begeistern. Mit DriveNow als hundertprozentiger Tochter haben wir alle Optionen für eine strategische Weiterentwicklung unserer Services in der Hand. Die Erfahrungen unserer Mobilitäts- dienstleistungen sind für uns auch mit Blick auf künftige autonome, elektrifizierte und vernetzte Flotten relevant“, sagte Peter Schwarzenbauer, Mitglied des Vorstands der BMW AG, MINI, Rolls-Royce, BMW Motorrad, Kundenerlebnis und Digital Business Innovation BMW Group.

DriveNow mit 420 Mio. Euro bewertet

Für Sixt scheint sich der Verkauf zu lohnen. Sixt gibt an, dass durch den Verkauf von DriveNow win Gewinn von 209 Mio. Euro erzielt wird. Der Autovermietung gehörten 50% an DriveNow, damit liegt die Bewertung des Car-Sharing Angebots bei etwa 420 Mio. Euro. Die Aufsichtsbehörden müssen der Übernahme noch zustimmen, mit einer Entscheidung wird im zweiten Quartal gerechnet.

Die beiden Unternehmen sind 2011 mit DriveNow gestartet und haben den Dienst in 13 europäischen Städten ausgerollt, teilweise als Franchise-Modell. Insgesamt sollen eine Million Kunden bei dem Car-Sharing Dienst angemeldet sein.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

BMW bringt sein Car-Sharing Angebot nach China

BMW wird sein Car-Sharing Programm dauerhaft nach China bringen. Ab Dezember soll eine überschaubare Flotte an 100 i3 Elektrofahrzeugen in der Stadt Chengdu unterwegs sein.

BMW wird den Premium-Dienst unter der Marke ReachNow anbieten. ReachNow wird seit dem U.S.-Launch 2016 als Markenname außerhalb Europas genutzt und öffnet die Möglichkeit, weitere Mobility Services unter gleichem Namen anzubieten. In den USA ist das teilweise schon Realität – ReachNow bietet dort in einigen Märkten neben Car-Sharing auch einen Ride-Sharing Dienst an. In Europa läuft das Car-Sharing Angebot weiter unter dem Namen DriveNow.

Chengdu wird erste ReachNow Stadt in Asien

Der Start in Chengdu kommt nach einem erfolgreichen Pilotprojekt von ReachNow in Peking. Das Setup unterscheidet sich auch in einigen Punkten von DriveNow. Die Flotte ist mit 100 Fahrzeugen mehr als übersichtlich, gerade bei der Größe der Stadt Chengdu. Etwa 15 Mio. Menschen wohnen in der chinesischen Metropole. Zum Vergleich, in Berlin, einer Stadt mit etwa 3.5 Mio. Einwohnern, stehen 1400 Fahrzeuge von DriveNow zur Verfügung. Ein weiterer Unterschied ist, dass BMW das Angebot ohne den Mietwagenanbieter Sixt nach China bringt. In China ist die Car-Sharing Plattform EVCARD Partner von BMW.

Stationsbasiert statt free floating Car-Sharing

Auf free-floating wird in China auch verzichtet. Die Nutzer müssen die Autos an einer Station abholen und auch wieder abstellen. In den europäischen Städten stellt das free-floating Prinzip einen Wettbewerbsvorteil für DriveNow und andere Carsharing Anbieter, wie car2go oder drive-by dar. In Chengdu wollte die Stadtverwaltung scheinbar verhindern, dass die Autos überall abgestellt werden können. Auch größere Anbieter, wie EVCARD oder GoFun müssen ihre Dienste stationsbasiert anbieten. EVCARD ist Partner von ReachNow vor Ort. Anders sieht es bei Bike-Sharing Anbietern aus. Die zigtausend  Leih-Fahrräder von ofo, moBike und weiteren Anbietern dürfen überall in den Städten abgestellt werden.

In Europa hat DriveNow mehr als 6000 Fahrzeuge in 13 Städten im Einsatz und wird von mehr als einer Mio. Kunden genutzt. Etwa 15% der Flotte sind BMW i3 Fahrzeuge mit Elektroantrieb. In den USA sind 1400 Autos in drei Städten verteilt.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

IONITY – Paneuropäisches High-Power-Charging-Netzwerk ermöglicht Elektromobilität auf Langstrecken

Mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens IONITY stellen die BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche die Weichen für den Aufbau des leistungsstärksten Schnellladenetzes für Elektrofahrzeuge in Europa. Die Errichtung und der Betrieb von insgesamt rund 400 Schnellladestationen bis 2020 sind wichtige Schritte, um Elektromobilität auch auf Langstrecken zu gewährleisten und sie damit im Markt zu etablieren. Das neue Unternehmen IONITY mit Sitz in München hat die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Michael Hajesch (CEO) und Marcus Groll (COO) übernehmen die Geschäftsführung des Joint Ventures (JV). Das IONITY Team wird schon Anfang 2018 rund 50 Mitarbeiter umfassen und sukzessive ausgebaut.
„Die Verfügbarkeit eines flächendeckenden High-Power-Charging-Netzwerks ist für die Marktdurchdringung der Elektromobilität unabdingbar. Die Gründung von IONITY ist ein wichtiger Meilenstein, der zeigt, dass die Automobilhersteller ihre Kräfte dazu bündeln. Mit der Schaffung des ersten paneuropäischen HPC-Netzes machen wir die Elektromobilität langstreckentauglich. Wir haben dabei insbesondere den Kunden im Blick. Schnelle, komfortable und digital bezahlbare Ladevorgänge sind unser Ziel“, so Michael Hajesch.
Aufbau der ersten 20 Schnellladestationen startet in 2017
IONITY wird bis 2020 insgesamt rund 400 Schnellladestationen errichten und betreiben. Der Aufbau der ersten zwanzig Stationen startet noch in 2017. Diese werden an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen unter anderem in Deutschland, Norwegen und Österreich errichtet. Sie werden öffentlich zugänglich sein und mit einer Entfernung von etwa 120 km zueinander liegen. Dabei setzt IONITY auf die Zusammenarbeit mit starken Kooperationspartnern wie Tank & Rast, Circle K sowie OMV und profitiert insbesondere von deren attraktiven Standorten. Die europaweite Skalierung auf über hundert Schnellladestationen erfolgt in 2018. Jede der IONITY Schnellladestationen wird über mehrere Ladesäulen verfügen. Dadurch erhalten Kunden bis 2020 marken- und leistungs­unabhängig Zugang zu Tausenden von HPC-Ladepunkten. Das HPC-Netzwerk verwendet den europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS). Die Ladeleistung von bis zu 350 kW pro Ladepunkt ermöglicht entsprechend ausgelegten Fahrzeugen eine deutlich kürzere Ladezeit im Vergleich zu heute verfügbaren Systemen. Die Offenheit des Systems und die europaweite Verbreitung werden helfen, die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen deutlich zu erhöhen.
Gemeinsam Europa vernetzen
Eine sorgfältige, an den Kundenbedürfnissen ausgerichtete Standortwahl steht bei der Realisierung des IONITY Netzwerks im Fokus. Auch die intelligente Verknüpfung mit bestehenden Ladelösungen hat das JV im Blick. IONITY steht deshalb in intensivem Austausch mit bestehenden Infrastrukturinitiativen – unter anderem unterstützt von den Gründungsunternehmen und der Politik. Mit den Investitionen in den Aufbau des IONITY Netzwerks bündeln die beteiligten Automobilhersteller ihr Engagement für die Elektromobilität. Zusätzlich baut das Bündnis branchenübergreifend und international auf Kooperationen und starke Partnerschaften.
Die Gründungspartner BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche beteiligen sich zu gleichen Teilen an dem JV. Weitere Automobilhersteller sind ebenso willkommen, sich aktiv am Ausbau des HPC-Netzwerks zu beteiligen.

Text: Pressemitteilung Daimler AG

Bild: Ionity (alle Rechte vorbehalten)

BMW will weitere Partner für autonome Autos

Der Automobilhersteller BMW baut Druck auf, um weitere Automobilhersteller dazu zu bewegen, sich der der Partnerschaft zwischen BMW, Intel, Mobileye anzuschließen, um gemeinsam eine Plattform für vollautomatisierte Fahrzeuge zu entwickeln. Nur bis Ende des Jahres will BMW weitere Hersteller als Entwicklungspartner mit aufnehmen, ab 2018 können interessierte Hersteller dann nur noch die Systeme als Kunden beziehen. Bisher ist schon der Automobilkonzern Fiat Chrysler Automobiles dem Konsortium beigetreten und stellt eigene Ressourcen, um die Systeme zur Serienreife zu entwickeln. BMW geht davon aus, dass weitere Hersteller beitreten werden, um sich die Kosten für die Entwicklung zu teilen.

Autonome Autos auf Level 5 bis 2021

Zusammen mit Intel und Mobileye soll ein System auf Stufe 5 entwickelt werden, als ein System für vollautomatisiertes Fahren, das keinen Fahrer mehr benötigt. BMW will das autonome System auf Level 5 in den iNEXT Modellen verbauen, die im vergangenen Jahr angeteasert wurden und bis 2021 serienreif sein sollen. Das Komplettestem soll modular aufgebaut sein, so dass die Konfiguration und Komplexität an die jeweiligen Anforderungen und rechtlichen Vorgaben angepasst werden können.

Kooperationen und Kosten zu teilen

Automobilhersteller müssen in den kommenden Monaten und Jahren entscheiden, welchen Weg sie bei der Entwicklung von autonomen Autos gehen wollen. Viele Hersteller werden sich auf Grund der immensen Kosten keine Eigenentwicklung leisten können und sich deshalb an ein bestehendes Konsortium anschließen. In den letzten Monaten haben sich Kooperationen zwischen Herstellern und Zulieferern, Technologiekonzernen und Zulieferern untereinander gebildet. In den kommenden Monaten wird sich herausstellen, wer die Nase vorn haben wird.

In den vergangen neun Monaten hat BMW viel Ressourcen investiert, um das Management Team aufbauen und um die Strategie und das technische Konzept zu definieren. Auch Partner wurden aktiv angesprochen um ein starkes Konsortium mit passender geografischer Abdeckung aufzubauen. Neben den bisher schon genanten Partnern sind auch die Zulieferer Delphi und Continental Teil der Kooperation.

Ab 2018 voller Fokus auf der Entwicklung 

Um die Komplexität im Griff behalten zu können, kann sich BMW noch einen weiteren Tier 1 Partner als Entwicklungspartner vorstellen. Um die Serienreife bis 2021 zu schaffen, müssen bis Ende des Jahres alle Entwicklungspakete an die teilnehmenden Partner verteilt sein. Weiter Automobilindustrie, die sich für die Systeme für autonomes Fahren interessieren, können ab 2018 eine Kundenbeziehung aufbauen aber nicht mehr als Entwicklungspartner in Erscheinung treten.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Selbstfahrende Autos: Fiat schließt sich BMW und Intel an

Der Automobilhersteller BMW und der Chiphersteller Intel haben bereits 2016 angekündigt, dass beide Unternehmen eng zusammenarbeiten werden, um gemeinsam Systeme für vollautomatisiertes Fahren zu entwickeln. In den letzten Monate wurde klar, dass die Kooperationspartner ein System entwickeln wollen, das von anderen Herstellern eingesetzt wird. Mit Fiat Chrysler Automobiles ist jetzt der erste Hersteller aufgesprungen.

Fiat stößt zur Partnerschaft hinzu

Fiat hat eine Absichtserklärung unterschrieben, die dem Automobilhersteller die Möglichkeit gibt, dem Konsortium beizutreten. Fiat erhält so Zugriff auf die Systeme, die bisher von BMW, Intel und Mobileye entwickelt wurden. Auf der anderen Seite kann Fiat Chrysler auch seinen Beitrag leisten, um die Systeme weiterzuentwickeln. Fiat Chrysler wird aktiv an der Entwicklung mitarbeiten und technische Systeme und Ingenieur für die Entwicklung zur Verfügung stellen. Aus Sicht von Fiat ist der Schritt nachvollziehbar. Bei den wichtigen Mobilitätsthemen der Zukunft, wie Elektromobilität und vollautomatisiertes Fahren, liegt der Konzern weit zurück. Mit dem Einstieg in das Projekt von BMW und Intel holt Fiat zumindest schonmal bei dem Thema autonomes Fahren auf.

Serienreife bis 2021

Die Kooperationspartner BMW und Intel wollen Systeme für autonomes Fahren auf SAE Level 3 bis 5 zur Serienreife entwickeln. Bis zum Jahr 2021 sollen die Systeme einsatzbereit sein. Kürzlich hat Intel angekündigt, dass noch dieses Jahr damit gestartet werden soll, eine Testflotte mit bis zu 100 Fahrzeugen aufzubauen. Die Flotte soll genutzt werden, um Erfahrungen zu sammeln aber auch um potentielle Käufer für das System zu finden. Von BMW werden etwa 40 Fahrzeuge für die Testflotte beigesteuert.

Continental und Delphi kümmern sich um Integration

In der Vergangenheit sind auch schon Continental und Delphi dem Konsortium beigetreten. Die beiden Zulieferer sollen vor allem die Aufgabe übernehmen, die Systeme für vollautomatisiertes Fahren in Fahrzeuge anderer Hersteller zu integrieren. Um die Systeme schneller zu entwicklen und um den Vorsprung der Technologiekonzerne wie Google oder Uber aufzuholen, schließen Automobilhersteller und -zulieferer Kooperationen.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Intel will bis Ende des Jahres 100 selbstfahrende Autos testen

Intel gibt Gas bei der Entwicklung von vollautomatisierten Fahrzeugen. Um das Ziel zu verfolgen wurde auch das Unternehmen Mobileye übernommen, die Übernahme wurde erst vor wenigen Tagen abgeschlossen. Das Unternehmen will eine Flotte von 100 Testfahrzeugen auf  Automationslevel 4 auf die Straße bringen. Die ersten Fahrzeuge sollen Ende des Jahres ausgerollt werden.

Intel will sich als Zulieferer in Position bringen

In den Testautos soll das System von Intel und Mobileye für vollautomatisiertes Fahren getestet werden. Der Chip-Konzern hat die Bestrebungen, sich als Zulieferer für die Automobilhersteller und andere Unternehmen im Logistikbereich zu etablieren. Der Fokus bei dem Test liegt auf dem Paket an Software und Hardware, das von Intel und Mobileye seit ein paar Jahren entwickelt wird.

Zusammenarbeit mit BMW Group

Intel hat zwar mitgeteilt, dass die Flotte aus Fahrzeugen von mehreren Herstellern bestehen wird. Der Automobilhersteller BMW arbeitet eng mit Intel und Mobileye zusammen, um Systeme für autonome Autos zu entwickeln. Die BMW Group hat ebenfalls angekündigt, dass in diesem Jahr autonome Autos getestet werden sollen. Es könnte also gut möglich sein, dass der Chip-Hersteller und BMW gemeinsam eine Testflotte aufbauen. Letztlich wollen Intel und Mobileye zeigen, dass die Plattform offen ist und von unterschiedlichen Herstellern für verschiedene Use-Cases verbaut werden kann.

Sales und Sicherheit im Fokus

Die Testflotte soll unterschiedliche Hersteller dazu bewegen, das System oder einzelne Komponenten davon für die Serienproduktion zu kaufen. Auf der anderen Seite werden die Fahrzeuge auch für unterschiedliche Tests genutzt, bei denen der Fokus auf der Sicherheit der Fahrzeuge und der verbauten Technologien liegen wird. Auch Behörden und Gesetzgeber sollen bei dem Test mit eingebunden werden, um den regulatorischen Rahmen abzustimmen.

Konkurrenz durch Google und co.

Die Testfahrzeugen werden in den USA, Israel und Europa getestet. In den USA haben bereits andere Unternehmen, wie Waymo, Uber oder die GM Tochter Cruise eigene Testflotten mit selbstfahrenden Autos auf der Straße. In den kommenden Jahren wird sich herausstellen, wer die besten Systeme entwickelt, die sich dann in der Serienproduktion durchsetzen werden.

Bild: Intel (alle rechte vorbehalten)

Proterra: BMW investiert in Elektrobusse

Elektrobusse würden dabei helfen, die Luftverschmutzung in Städten zu reduzieren. Deshalb entwickelt das Startup Proterra Elektrobusse und erhält dabei jetzt Unterstützung von BMW. Der Automobilhersteller und der Investment Fond von Al Gore stecken 55 Mio. US$ in das Unternehmen. Wie viel BMW über iVentures investiert hat, ist nicht bekannt. Die neue Finanzierungsrunde kommt nach gerade weniger als sechs Monate nach der letzen Runde. Damals wurden 140 Mio. US$ eingesammelt.

Proterra Elektrobusse mit 550 km Reichweite

Das Unternehmen Proterra existiert schon länger. Seit 2004 entwickelt das amerikanische Unternehmen Elektrobusse für den Linienverkehr. Die Besonderheit sind dabei die Batterien, die sich innerhalb von etwa 10 Minuten laden lassen. Im letzten September hat das Unternehmen einen überarbeiteten Bus vorgestellt. Die Reichweite soll bei etwa 550 Kilometern liegen.

Ausbau der Produktionskapazitäten geplant

Mit dem Geld sollen die Produktionskapazitäten in den USA weiter ausgebaut werden. Bisher hat das Unternehmen mehr als 400 Fahrzeuge verkauft. Unter anderem befinden sich die Elektrobusse in Seattle, Dallas oder Philadelphia im Einsatz. Ins Ausland werden die Busse noch nicht verkauft, vielleicht ändert sich das jetzt nach dem Investment von BMW iVentures.

Konkurrenz aus China

Proterra ist nach eigenen Angaben Marktführer in den USA und kommt dort auf 60%. Das Unternehmen ist nicht der einzige Hersteller, der Elektrobusse produziert. Vor allem aus China kommen starke Wettbewerber. Der Hersteller BYD verkauft unter anderem Elektrobusse an die Londoner Verkehrsbetrieb und an Städte und Gemeinden in den USA. Auch Daimler wird langfristig einen Elektrobus anbieten.

Bild: Proterra (alle Rechte vorbehalten)

Autonomes Fahren: Continental tritt der Kooperation von BMW und Co. bei 

Die Kooperation von BMW rund um das Thema vollautomatisiertes Fahren wächst weiter. Neben Delphi, Intel und Mobileye tritt auch der deutsche Zulieferer Continental dem Bündnis bei. Continental soll Entwicklungspartner und Systemintegrator werden.

Skalierbare Plattform für Automobilhersteller

Ziel des Bündnisses ist die Entwicklung einer skalierbaren Technologieplattform für vollautomatisiertes Fahren. Diese soll nicht nur für BMW vorbehalten sein, sondern auch anderen Herstellern zugänglich gemacht werden. Continental sieht sich dabei als Systemintegrator in einer Schlüsselrolle. Außerdem soll weiteres Know-how entlang der gesamten Wirkkette des automatisierten Fahrens beigesteuert werden.

Hohe Komplexität der beteiligten technischen Systeme

Die Spanne und die Komplexität der beteiligten technischen Systeme am automatisierten Fahren sind groß. Die Kompetenz von Continental erstreckt sich über das volle, dafür notwendige Leistungsangebot. Seit 2014 testet Continental automatisiertes Fahren auf öffentlichen Straßen in Japan. Die Tests sind wichtig, damit Fahrzeughersteller ihre Serienproduktion Schritt für Schritt mit einer Technik ausrüsten können, die an lokale Besonderheiten angepasst ist.

Delphi mit vergleichbarer Aufgabe wie Continental

Vor kurzem wurde bekannt, dass BMW den Zulieferer Delphi ebenfalls zu der Kooperation hinzugefügt hat. Überraschend ist dabei, dass sowohl der neue Kooperationspartner als auch Delphi als Systemintegrator in Erscheinung treten sollen. Da beide Kooperationspartner eine ähnliche Aufgabe haben werden, könnte das zu Spannungen im Projekt führen.

Führen Kooperationen zum Erfolg?

BMW will durch die Kooperationen dem Ziel näher kommen, bis 2021 autonome Fahrzeuge in Serie zu produzieren. BMW, Intel und Mobileye bündeln bereits seit 2016 das Know-how. Im Rennen um die autonome Mobilität ist der Konzern im Wettbewerb mit anderen herkömmlichen Automobilherstellern aber auch Technologiekonzernen und Startups. Bisher scheint es so, als hätten die Technologiekonzerne und Startups die Nase vorne. Es bleibt abzuwarten, ob Unternehmen wie BMW oder Daimler mit komplexen Kooperationen aufholen können.

Bild: Continental (alle Rechte vorbehalten)

BMW und Delphi arbeiten zusammen an autonomen Autos

Bisher hat BMW auf die Kooperationspartner Intel und Mobileye gesetzt, um die Entwicklung der autonomen Fahrzeuge voranzutreiben. Jetzt stößt der Zulieferer Delphi zu der Konstellation hinzu.

Skalierbares System für andere Hersteller

Die vier Partner haben es sich zum Ziel gesetzt, skalierbare Lösungen für hoch- und vollautomatisiertes Fahren zu liefern. Die Systeme sollen bei BMW zum Einsatz kommen und später auch anderen Herstellern zur Verfügung gestellt werden. Die Kooperation will die Systeme der gesamten Automobilindustrie anbieten und auch anderen Branchen.

Delphi für Integration verantwortlich

Intel, Mobileye und BMW haben im Juli 2016 verkündet, dass sie in einer Partnerschaft ihre Kompetenzen bündeln, um bis 2021 die Serienproduktion von hoch- und vollautomatisierten Fahrzeugen zu ermöglichen. Bisher ist in der Kooperation eine skalierbare Architektur entwickelt, die auch von anderen Herstellern und Entwicklern adaptiert werden kann. Delphi arbeitet schon länger mit BMW und anderen Herstellern zusammen. Die Aufgabe von Delphi wird es nun sein, die Integration der technischen Lösung von BMW, Intel und Mobileye in die Fahrzeugarchitekturen der entsprechenden Automobilhersteller voranzutreiben. Außerdem kann Delphi Sensoren und andere Hardware zur Verfügung stellen, die für autonome Fahrzeuge benötigt werden.

Weitere Kooperationspartner möglich

Da die Kooperation nicht exklusiv ist, kann davon ausgegangen werden, dass weitere Integrations- und Entwicklungspartner zu dem Netzwerk hinzugefügt werden, um eine breite Anwendung zu ermöglichen.

Viele setzten auf Partnerschaften

Auf dem Gebiet der Systeme für autonomes Fahren konkurrieren die Unternehmen unter anderem mit der Google Tochter Waymo. Dieses Unternehmen gilt derzeit als führend bei der Entwicklung von Systemen für vollautomatisiertes Fahren und arbeitet mit schon mit unterschiedlichen Herstellern zusammen. Fiat Chrysler kooperiert zum Beispiel mit Waymo, autonome Chrysler Pacifica Minivans werden bereits getestet.
In letzter Zeit haben sich die Automobilkonzerne mit Startups und Zulieferern zusammen getan, um schneller bei der Entwicklung von Technologien zu sein, die für vollautomatisierte Fahrzeuge benötigt werden. Die Hersteller haben realisierte, dass sie die benötigten Ergebnisse in Kooperation schneller erreichen können und so auch eventuell die Lücke zu den führenden Unternehmen verringern können.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)