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BMW in China: Unternehmen erhält Genehmigung für autonome Fahrzeuge in Shanghai

BMW arbeitet wie viele andere Automobilhersteller, Technologiekonzerne uns Startups an autonomen Fahrzeugen. Bisher werden die Autos von BMW in München und im Silicon Valley getestet. Als erstes ausländisches Unternehmen hat BMW jetzt die Genehmigung erhalten, autonome Fahrzeuge in Shanghai zu testen. 

Erster internationaler Hersteller mit Genehmigung

Vor BMW hat noch kein anderer internationaler Hersteller die Genehmigung erhalten, in China selbstfahrende Autos zu testen. Bisher haben die chinesischen Hersteller Nio und SAIC die Genehmigung erhalten, nachdem im März neue Regeln für die Tests erlassen wurden. Beide Unternehmen haben bisher 6000 Kilometer ohne Vorfälle zurückgelegt. 

Tests auf öffentlicher Straße

Die Behörden in Shanghai haben vorerst zwei BMW 7er Modelle für Tests auf einem Abschnitt von 5.6 km auf einer öffentlichen Straße genehmigt. In den kommenden Monaten soll die Flotte bis auf sieben Fahrzeuge vergrößert werden. Die 7er Modelle sind mit reichlich Technik von Intel, Aptiv und andren Herstellern ausgestattet. Der Genehmigung waren ausführliche Tests auf einem Testgelände bei Shanghai vorausgegangen. Shanghai ist für die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen auf Level 4 ein geeignetes Testfeld. Mit den gesammelten Daten werden die Machine Learning Algorithmen gefüttert, um die passenden Fahrmanöver ausführen zu können.

In den kommenden Monaten soll auch das Team an Experten in China vergrößert werden. Auf bis zu 60 Experten für selbstfahrende Autos soll das Team in China anwachsen. Auch bei München werden die Teams erweitert, die autonome Fahrzeuge zusammen mit Intel und Mobileye entwickeln. Erst kürzlich wurde ein neuer Campus eröffnet, auf dem alle Experten zusammengezogen werden. 

Campus für autonomes Fahren in München

Während der Eröffnung war es auch möglich, eine Fahrt in einem aufgerüsteten 7er BMW zu absolvieren. Die Fahrt führte über einen Parkplatz, der mit BMW Fahrzeugen präpariert war. Auf einem kurzen Rundkurs hatten die Pressevertreter die Möglichkeit, eine autonome Fahrt zu erleben. Durch die kurze Distanz und das präparierte Setup war es unmöglich einen guten Eindruck über die Leistungsfähigkeit zu erhalten. Der Fokus lag mehr auf den Mitfahrern und den Funktionen, die über das Table gesteuert werden können. 

China setzt Maßstäbe

China setzt im Moment Maßstäbe bei der Disruption der herkömmlichen Automobilindustrie uns ist gleichzeitig einer der wichtigsten Absatzmärkte. Bei den Themen Elektromobilität, Fahrdienste und auch autonomes Fahren hat China eine führende Position inne. Die CASE Mobilitätsthemen werden in China von der Politik vorangetrieben. 

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Peer-to-Peer Carsharing: MINI Sharing startet in Spanien

Vor mehreren Jahren wurden die ersten Details über die Peer-to-Peer Carsharing Pläne der BMW Marke MINI bekannt, jetzt kommt es auch zur operativen Umsetzung. In der spanischen Hauptstadt Madrid wird ein Pilotprojekt gestartet, bei dem MINI-Besitzer ihr Fahrzeug im MINI Sharing Programm an Freunde, Familienmitglieder oder Kollegen vermieten können.

Testlauf mit 500 Fahrzeugen in Madrid

Der Testlauf für das Peer-to-Peer Carsharing ist für eine Flotte von 500 Fahrzeugen ausgelegt. Die Besitzer aktueller MINI Modelle können daran teilnehmen, wenn ihr Fahrzeug nach März 2018 produziert wurde und über das MINI Sharing Modul verfügt. Das Telematik-Modul ist entweder von Werk aus mit dabei oder kann auch nachgerüstet werde. Das Telematik-Modul ist Voraussetzung dafür, dass das Fahrzeug per App geöffnet und gestartet werden kann.

Teil der CASE Unternehmensstrategie

Das Projekt in Madrid ist ein Teil der Unternehmensstrategie NUMBER ONE > NEXT der BMW Group. Dort sind Mobilitätsdienstleistungen als ein Zukunftsfeld definiert, das im Rahmen der Strategie forciert werden soll. Mit dem Test in Spanien sollen wichtige Erkenntnisse für den weltweiten Ausbau von Sharing Economy Aktivitäten von MINI und bestimmt auch den anderen BMW Marken gesammelt werden.

Abrechnung nach gefahrenen Kilometern

Im Vergleich zu den Peer-to-Peer Carsharing Plattformen wie Drivy oder Turo gibt es ein paar Einschränkungen. Die Fahrzeuge können nicht der gesamten Plattform zur Verfügung gestellt werden, sondern nur einem limitierten Kreis von maximal zehn Personen. Die Verfügbarkeit des Fahrzeugs wird in einer Kalenderfunktion in der App angezeigt. Die Vermittlung der Vermietungen findet über die App statt, jede normale Anfrage muss vom Fahrzeugbesitzer noch mal bestätigt werden. Der MINI Besitzer kann VIP-Nutzer definieren, die das Fahrzeug ohne vorherige Bestätigung buchen können. Die Smartphone-App dient als Fahrzeugschlüssel, die Bluetooth-Verbindung zwischen Smartphone und MINI ermöglicht es, die Fahrzeugtüren zu öffnen und per Druck auf den Start-/Stopp-Toggle den Motor zu starten.

Beim Pricing hat MINI Sharing eine Kilometerpauschale von 0.30 Euro pro gefahrenen Kilometer gewählt. Auch hier unterscheidet sich das Angebot von herkömmlichen Peer-to-Peer Carsharing Plattformen, die üblicherweise über eine Stunden- oder Tagespauschale abrechen. Die Versicherung kann durch den Fahrzeugbesitzer unkomplizierter erweitert werden, damit auch die am MINI Sharing Programm teilnehmenden Zusatzfahrer versichert sind.

Junge und offene Marke der BMW Group

MINI ist die Marke der BMW Group, die eine junge, kommunikative und offene Zielgruppe anspricht. Deswegen eignet sich die Marke auch gut, Sharing Economy Angebote zu testen. Die MINI Fahrzeuge werden auch im großen Stil im free-floating Carsharing Angebot DriveNow und ReachNow eingesetzt.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

BMW bezieht LiDAR Sensoren von Innoviz für selbstfahrende Autos

Der Automobilhersteller BMW möchte bis 2021 autonome Fahrzeuge mit Level 3 auf die Straße bringen, in den Jahren darauf sollen Fahrzeuge mit Fähigkeiten auf Level 4 folgen. Für diese Fahrzeuge benötigt BMW LiDAR Sensoren, damit die Umgebung der Fahrzeuge wahrgenommen werden kann. BMW hat bekanntgegeben, dass LiDAR Sensoren und weitere Komponenten von dem Startup Innoviz bezogen werden sollen.

LiDAR steht für Light Detection and Ranging – die Sensoren basieren auf Laserlichtstrahlen, die an Objekten reflektiert werden. So können feste und beweglich Gegenstände identifiziert werden und das autonome Fahrzeug kann seine Route berechnen. Bei ersten autonomen Testfahrzeugen ist der unförmige drehende LiDAR Sensor auf dem Dach aufgefallen.

Handliche Sensoren für die BMW Fahrzeuge

Die Sensoren von Innoviz sind viel kleiner und eine Dachmontage ist auch nicht erforderlich. Die Sensoren können in die Karosserie verbaut werden, um dem Fahrzeug eine Rundumsicht zu ermöglichen, verbaut BMW in den Testfahrzeugen mindestens fünf LiDAR Sensoren. Die Sensoren sollen in das technische Setup integriert werden, das BMW zusammen mit Intel, Mobileye und Aptiv entwickelt. Neben den Sensoren bringt Innoviz auch Technologien für die Objekterkennung, das Tracking von Gegenständen und die Klassifizierung mit ein.

Auch Beteiligung an Blackmore Sensors

Wie zu erwarten, verfolgt BMW bei LiDAR Sensoren mehrere Wege. Erst kürzlich hat sich BMW auch an dem Startup Blackmore Sensors and Analytics beteiligt, die ebenfalls günstigere und handliche LiDAR Sensoren entwickeln. Die Sensoren befinden sich noch relativ am Anfang der technischen Entwicklung, in den nächsten Jahren werden Leistungssprünge und sinkende Kosten erwartet. Da macht es Sinn, dass BMW mehrere Unternehmen beobachtet und testet, um die besten Sensoren für die Fahrzeuge der Zukunft auswählen zu können.

Innoviz von Magna unterstützt

Innoviz hat im letzten Jahr 65 Mio. Dollar an Finanzierung eingesammelt, unter anderem von dem Automobilzulieferer Magna. Innoviz ist nicht die einzige Beteiligung von Magna, die sich mit Technologien für autonomes Fahren befasst. Kürzlich wurde eine Partnerschaft mit dem Ride-Sharing Dienst Lyft geschlossen und Magna hat sich mit 200 Mio. Dollar an dem Unternehmen beteiligt. Lyft und Magna wollen gemeinsam autonome Fahrzeuge auf die Straße bringen, die über die Lyft Plattform gerufen werden können. Gut möglich, dass es sich dabei um BMW Fahrzeuge handelt, die mit den von Magna finanzierten Innoviz Sensoren ausgestattet sind. Das Lyft Show Fahrzeug auf der CES war bereits ein aufgerüsteter BMW.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Mobility Services: BMW startet Abo-Modell in den USA

Der Automobilhersteller BMW spring auf den Zug der Hersteller auf, die ein Abo-Modell für ihre Fahrzeuge anbieten. Neben BMW haben die Hersteller Mercedes-Benz und Porsche schon ähnliche Angebote im Programm. Damit sollen Nutzer angesprochen werden, die ein Auto individuell nutzen möchten aber nicht kaufen oder über einen langen Zeitraum leasen möchten.

ACCESS by BMW wird in Nashville angeboten

Der App-basierte Dienst wird in Nashville zuerst getestet. Danach möchte BMW entscheiden, ob der Dienst auch in andere Regionen und Länder ausgerollt wird. Für eine Gebührt von 2000 US Dollar im Monat haben die Abonnenten Zugriff auf die Fahrzeuge wie den BMW X5 und die Limousinen aus der 4er- und 5er-Serie. Für einen Betrag von 3.700 US Dollar im Monat können auch die Sportmodelle M4, M5, M6 Cabrio, X5M und X6M genutzt werden. In der Gebühr ist Versicherung, Wartung und Pannenservice inklusive. Laut Bloomberg ist der monatliche Preis um das Dreifache höher, als die vergleichbare Leasing-Rate. Die Preise sind vergleichbar mit den monatlichen Raten für das Porsche Passport Programm.

Geschäft soll schnell profitabel sein

Die BMW Händler gehen davon aus, dass sie von den Kunden, die über genügend Geld für die hochpreisigen Modelle haben, mehr lernen können. Das Ziel ist, ein profitables Geschäftsmodell aufzubauen, das sich selber trägt und nicht über Jahre Verluste einfährt. Es sollen Nutzer angesprochen werden, die sich nicht langfristig an ein Fahrzeug oder einen Leasing-Vertrag binden wollen.

Ähnlich wie bei Mercedes-Benz oder General Motors kann der BMW Kunde den Fahrzeugwechsel und das Abo über eine App verwalten. Nach dem das Fahrzeug angefragt wurde, wird es von einem BMW Concierge Dienst an den Kunden geliefert. Anders als bei Mercedes-Benz existiert keine Limitierung bei der Anzahl der Fahrzeugwechsel pro Monat.

Mit Partnerschaften zum Ziel

BMW Financial Services kümmert sich um die finanziellen Bestandteile des Programms, die lokalen Händler werden die Fahrzeuge warten, reinigen und an die Kunden ausliefern. Das Unternehmen Clutch Technologies wird die App zur Verfügung stellen, über die das Programm abgewickelt wird. Auch Porsches Passport Programm wird durch Clutch Technologies ermöglicht.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

BMW i Ventures beteiligt sich an Sensor Startup für autonome Autos

Der Venture Arm BMW i Ventures beteiligt sich an dem Unternehmen Blackmore Sensors und Analytics aus den USA. Das Unternehmen entwickelt Lidar-Sensoren für den Einsatz in den autonomen Fahrzeugen der Zukunft. Insgesamt nimmt das Unternehmen 18 Mio. Dollar in der Series B Finanzierung auf. Neben BMW ist auch mit Toyota AI Ventures ein weitere Automobilhersteller an dem Startup beteiligt.

Lidar Sensoren als Grundlage für autonomes Fahren

Lidar Sensoren sind für autonome Fahrzeuge essentiell, um das Umfeld zu überwachen. Laserstrahlen werden genutzt, um ein möglichst detailliertes Bild zu bekommen und um Gegenstände zu erkennen. Die Sensoren von Blackmore sollen dabei helfen, den Durchbruch bei den Kosten zu schaffen. Bezahlbare Lidar-Systeme sind erforderlich, um günstigere autonome Fahrzeuge zu ermöglichen. Das Unternehmen setzt auf ein FMCW (frequency-modulated continuous wave) Verfahren, das sich von dem der herkömmlichen Lidar-Sensoren unterscheidet. Der Vorteil in den Sensoren von Blackmore liegt darin, dass sowohl Distanz zu als auch Geschwindigkeit von allen Objekten bestimmt werden kann. Das erzeugt mehr Daten, die von den Fahrzeugen für eine sichere Navigation genutzt werden kann. Neben den Sensoren stellt das Unternehmen auch die Software und die Analytics Lösung den Kunden zur Verfügung.

Produktion soll erweitert werden

Mit dem frischen Geld will das Unternehmen die Produktion der Sensoren weiter ausbauen, um den Bedarf für den Einsatz in Assistenzsystemen und autonomen Fahrzeugen bedienen zu können.

BMW hält mit der Investition in Blackmore Sensors weiterhin das Tempo hoch. Erst kürzlich wurde bekanntgegeben, dass sich BMW über i Ventures an dem Startup May Mobility beteiligt hat. May Mobility entwickelt ähnlich wie EasyMile oder Navya kleine autonome Shuttles, die zuerst auf Industrie- und Campus Arealen eingesetzt werden sollen und später dann im öffentlichen Verkehr.

Bild: Blackmore Sensors (alle Rechte vorbehalten)

BMW Group eröffnet Campus für autonomes Fahren

BMW hat in einer Rekordzeit eine in Unterschleißheim bei München bereits bestehende Immobilie zum Autonomous Driving Campus umgebaut, der heute offiziell eröffnet wird. Der neue Campus bietet auf 23.000 qm Bürofläche Platz für 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit dem Thema autonomes Fahren beschäftigen sollen.  Erst vor 15 Monaten wurde die Entscheidung getroffen, die Ressourcen, die an den Themen Fahrerassistenz und hoch- bzw. vollautomatisiertes Fahren arbeiten, an einem Standort zusammen zu führen.

“Wir wollen auch beim sicheren autonomen Fahren eine Führungsposition einnehmen. Dieses Ziel verfolgen wir konsequent und schaffen systematisch die Rahmenbedingungen. Einer der Meilensteine ist unser Campus für autonomes Fahren“, so Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstandes der BMW AG, Entwicklung.

Unterstützung durch den Freistaat Bayern

Unterstützt wird BMW durch die Bayerische Landesregierung. Ministerpräsident Dr. Markus Söder äußert sich wie folgt zu dem neuen Kompetenzzentrum: „Wir sind für Mobilität und gegen Fahrverbote. Die Zukunft der Mobilität ist ein zentrales Thema im wachsenden Freistaat. Wir brauchen innovative Verkehrskonzepte – sicher, intelligent und umweltschonend. Autonomes Fahren ist dabei eine wesentliche Schlüsseltechnologie. Die Einrichtung des neuen Autonomous Driving Campus in Unterschleißheim ist ein klares Bekenntnis für den High-Tech-Standort Bayern und ein weiterer Beleg für die enge Partnerschaft zwischen BMW und dem Freistaat Bayern.“

Autonomes Fahren auf Level 3 und 4 bis 2021

Auf dem Campus arbeitet BMW mit den bestehenden Partnern zusammen, um bis spätestens 2021 den BMW iNext mit Level 3 Funktionalitäten auf die Straße zu bringen. Dabei handelt es sich vor allem um die Partner Here, Intel und Mobileye. Der Kartendienst Here, an dem BMW auch beteiligt ist, liefert die Karten für das hoch- bzw. vollautomatisierte Fahren, von Intel und Mobileye kommen wichtige Sensoren und die Rechen-Power. In dem iNext Fahrzeug sollen Level 4 Funktionalitäten technisch vorgehalten werden und nach und nach zum Einsatz kommen. Funktionalitäten auf Level 5 werden parallel entwickelt und in Pilotprojekten angewendet, die Einführung in die Serie wird erst nach 2021 erfolgen.

Agile Arbeitsmethoden sollen schneller ans Ziel führen

Die Mitarbeiter auf dem neuen Campus sollen nach agilen Methoden arbeiten, um schneller, flexibler und effizienter zum Ziel zu kommen. Der Fokus liegt dabei auf der Zusammenarbeit in kleinen, interdisziplinären Teams, die einzelne Features und Teilprozesse End-to-End verantworten. Durch eine hohe Flexibilität können die Teams schnell auf neue Anforderungen reagieren, der gesamte Entwicklungsprozess gewinnt so an Geschwindigkeit und die Komplexität lässt sich besser beherrschen. Ein Konzept, das bei Startups und kleineren Unternehmen bereits Standard ist – erfreulich, dass BMW das im Jahr 2018 auch erkannt hat.

Datengetriebene Entwicklung

BMW verfolgt mit den Partnern einen datengetriebenen Entwicklungskreislauf. Die über die im Fahrzeug verbaute Sensorik gesammelten Realdaten werden in einem Daten Center aufbereitet und verarbeitet. Die Aufbereitung der Daten geschieht in einem Daten Center, das sich in der Nähe des Campus befindet. Etwa 16 Terrabyte Daten sammelt ein Testfahrzeug mit der Sensorik zum hochautomatisierten Fahren, rund 40 Terrabyte Daten sammelt ein Testfahrzeug mit der Sensorik zum vollautomatisierten Fahren jeweils pro Arbeitstag. Die Fahrzeuge verfügen über Lidar, Radar, Ultraschall und Kamera Sensoren, um das nähere Umfeld des Fahrzeugs zu erfassen. Die Sensortypen und deren Platzierung in den Entwicklungsfahrzeugen entsprechen dem Zielsetup, wobei von Anfang an das Gesamtfahrzeug berücksichtigt wird.

Seit dem vergangenen Jahr betreibt BMW eine Testflotte mit 40 Fahrzeugen, die bis Ende 2018 auf 80 Fahrzeuge aufgestockt werden soll. Die Fahrzeuge kommen in Deutschland, USA, Israel und China zum Einsatz. Bei der Entwicklung der der Fahrzeuge ist BMW auf Partner angewiesen, vor allem bei dem Themen Software Entwicklung und Künstliche Intelligenz.

Nur mit Partnern möglich

Nicht nur beim agilen Arbeiten scheint BMW von Startups gelernt zu haben. Auch Partnerschaften sollen stärker im Fokus stehen. Klaus Fröhlich, Mitglied des Vorstands bei BMW,  geht davon aus, dass erst die übernächste Chip Generation so klein sein wird, um den Kofferraum wieder als Kofferraum nutzen zu können. Zu diesem Ziel kommt BMW nur durch Partnerschaften. Fröhlich appelliert daran, zusammenzuarbeiten, um bis 2021 das scheinbar unmögliche möglich zu machen.

Bild: GetMobility.de (alle Rechte vorbehalten)

Bestätigt: BMW und Daimler vereinbaren Bündelung ihrer Mobilitätsdienste

Seit längerem wurde darüber spekuliert, jetzt melden beide Unternehmen Vollzug. Die beiden Automobilkonzerne Daimler und BMW legen die Mobilitätsdienste zusammen. Gemeinsam wollen die beiden Unternehmen Services für nachhaltige, urbane Mobilität aus einer Hand anbieten.

Strategischer Ausbau der Mobilitätsdienste geplant

Die Tochtergesellschaften und Beteiligungen in den Bereichen Car-Sahring, Ride-Hailing, Parking, Charging und Multimodalität werden in das Gemeinschaftsunternehmen eingebracht. Das Portfolio soll in den kommenden Jahren gemeinsam weiter strategisch ausgebaut werden. Die Fusion der Dienste muss noch von den zuständigen Wettbewerbsbehörden freigegeben werden. Beide Unternehmen sollen jeweils fünfzig Prozent der Anteile an dem Joint Venture-Modell halten. Die beiden Unternehmen werden mit ihrem jeweiligen Kerngeschäft auch künftig weiterhin im Wettbewerb stehen. Wie das gemeinsame Unternehmen heißen wird und welche Markenstrategie verfolgt wird, wurde noch nicht kommuniziert.

Fünf Bereiche im gemeinsamen Unternehmen

Folgende Bereiche sollen in dem Joint-Venture vereint werden:

Multimodal und On-Demand Mobility mit moovel und ReachNow

Die intelligente und nahtlose Vernetzung von verschiedenen Mobilitätsangeboten – inklusive Buchung und Bezahlung – stellt einen großen Mehrwert für die Nutzer dar. Darüber hinaus bietet die multimodale Plattform Lösungsansätze für die Herausforderungen des urbanen Individualverkehrs. Unbekannt ist, ob beide Angebote verschmelzen werden oder parallel bestehen bleiben.

CarSharing mit Car2Go und DriveNow

Car2Go und DriveNow haben in Summe 20.000 Fahrzeuge in 31 internationalen Metropolen. CarSharing erlaubt, die Auslastung von Fahrzeugen zu erhöhen und damit zur Reduktion der Gesamtzahl von Fahrzeugen in den Städten beizutragen. Mehr als vier Mio. Kunden nutzen bereits diese CarSharing-Angebote. Ob einer der Marken verschwinden wird, ist noch nicht bekannt.

Ride-Hailing mit mytaxi, Chauffeur Privé, Clever Taxi und Beat

Mit Europas größter Taxi-App ganz einfach ein Taxi bestellen oder in Frankreich einen lizensierten Fahrer für eine Fahrt in den französischen Metropolen nutzen. Insgesamt 13 Mio. Kunden und rund 140.000 Fahrer nutzen heute schon die moderne, praktische und schnelle Art des Ride-Hailing mit mytaxi, Clever Taxi und Beat sowie dem Fahrdienstvermittler Chauffeur Privé. Innovative Angebote wie mytaximatch, bei dem sich unbekannte Menschen per Fingertipp ein Taxi teilen, leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des innerstädtischen Verkehrsaufkommens, indem zahlreiche individuelle Fahrten im urbanen Raum überflüssig werden.

Parking mit ParkNow und Parkmobile Group/Parkmobile LLC:

Ticket- und bargeldloses Parken am Straßenrand oder Suchen, Reservieren und Bezahlen von Parkplätzen in Parkhäusern. Der innovative, digitale Parkdienst reduziert damit Zeit und Zahl der Fahrten, die Menschen für die Parkplatzsuche aufwenden und verringert damit das Verkehrsaufkommen signifikant. Denn der Parksuchverkehr macht heute etwa 30% des Stadtverkehrs aus.

Charging mit ChargeNow und Digital Charging Solutions:

Einfacher Zugang (Finden, Laden, Bezahlen) zum größten Netz an öffentlichen Ladestationen mit mehr als 143.000 Ladepunkten weltweit. Zusammen mit privilegierten Parkplätzen in den Städten unterstützt dies den Ausbau der Elektromobilität. Es ermöglicht den Menschen, Elektromobilität leicht in ihre Mobilitätsbedürfnisse zu integrieren und diese Antriebsform besser kennenzulernen. Auch hier ist nicht bekannt, ob beide Angebote verschmelzen werden.

Beide Unternehmen verfolgen schon seit ein paar Jahren, einer der führenden Anbieter bei innovativen Mobilitätsdienstleistungen zu werden. Bisher sind beide Konzerne aber weit hinter den führenden Anbietern wie Uber, Didi oder Lyft zurückgeblieben. Es ist zu hoffen, dass das Joint-Venture eine höhere Schlagzahl an den Tag legt, um die Zukunft der Mobilität ernsthaft mitgehalten zu können. Interessant auch, dass beide Unternehmen die Fäden für die Gestaltung der Zukunft aus der Hand geben.

Ganzheitliches Ökosystem an Mobilitätsdiensten

Die Partner planen, die Angebote besser zu vernetzen, um den Kunden ein ganzheitliches Ökosystem an Mobilitätsdiensten anbieten zu können. Die BMW Group und die Daimler AG wollen den Ausbau dieses neuen Geschäftsmodells gemeinsam nachhaltig vorantreiben sowie eine schnelle, weltweite Skalierung des Angebots ermöglichen.

Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG kommentiert den Zusammenschluss wie folgt: „Die geplante Bündelung unserer Mobilitätsdienste zu einem digitalen Ökosystem ist einzigartig. Mit dieser Allianz erleichtern wir unseren Kunden den Einstieg in die emissionsfreie Mobilität der Zukunft. Im Wettstreit um die besten Premium-Fahrzeuge bleiben wir Wettbewerber. Mit der geplanten Zusammenlegung unserer Mobilitätsdienste setzen wir ein Zeichen in Richtung neue Wettbewerber und bündeln unsere Kräfte“.

„Als Pioniere des Automobilbaus werden wir nicht anderen das Feld überlassen, wenn es um die urbane Mobilität der Zukunft geht. Es wird zukünftig mehr Menschen als heute geben, die im urbanen Raum auf ein eigenes Auto verzichten, aber trotzdem sehr mobil sein möchten. Um ein einzigartiges, nachhaltiges Ökosystem für urbane Mobilität zu entwickeln, wollen wir unsere Expertise und Erfahrung bündeln“, sagte Dieter Zetsche, Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Daimler und BMW vor Einigung bei Fusion der Mobilitätsdienste

Die beiden Automobilkonzerne BMW und Daimler scheinen sich laut Manager Magazin auf eine Fusion unterschiedlicher Mobilitätsdienste geeinigt haben. Im Fokus wird die Fusion der beiden Carsharing Dienste DriveNow und car2go stehen, aber auch andere Dienste sollen von beiden Partnern in das Unternehmen mit eingebracht werden. Der Sitz des Gemeinschaftsunternehmens soll in Berlin sein.

Partner auf Augenhöhe im neuen Unternehmen

In das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Konzerne 50% halten werden, sollen auch die Dienste MyTaxi und Moovel von Daimler sowie ParkNow und ReachNow von BMW mit einfließen. Die genannten Unternehmen gehören zu 100% den jeweiligen Konzernen. Die Daimler-Beteiligungen, wie Blacklane, Chauffeur Privé oder CleverShuttle scheinen nicht mit in das Gemeinschaftsunternehmen zu wandern. ReachNow ist der Carsharing, bzw. Ride-Hailing Ableger von BMW in den USA und China.

Lange Verhandlung über Fusion der Mobilitätsdienste

Über die Fusion wird schon seit über einem Jahr spekuliert, so lange soll auch schon über Details verhandelt werden. In den letzten Wochen haben sowohl BMW als auch Daimler die jeweiligen Car-Sharing-Partner Sixt und Europcar aus den Unternehmen DriveNow und car2go herausgekauft. Diese Schritte wurden als Vorboten für eine bevorstehende Fusion gesehen. Zugleich nutzt der Autovermieter Sixt die gewonnene Freiheit, um eine eigene Car-Sharing und Mobilitätsplattform aufzubauen.

Mit ausreichend Schlagkraft in die Zukunft?

Wenn die Gespräche über eine Fusion schon so lange gedauert haben, ist fraglich, ob das neue Unternehmen eine hohe Schlagkraft entwickeln kann, oder durch Bürokratie und Verhandlungen ausgebremst wird. Daraus könnte sich ein Vorteil für die andere Markteilnehmer entstehen.

Durch die Fusion zu einer Plattform, wollen sich die beiden Hersteller gegen die dominierende Konkurrenz Uber, Lyft oder Didi Chuxing positionieren. Im Vergleich zu den genannten Plattformen ist auch das geplante Gemeinschaftsunternehmen ein Zwerg. Die Carsharing Anbieter kommen zusammen auf etwa 4 Mio. Nutzer. Die Zahl Nutzer aller Dienste zusammen, die in die Fusion mit einfließen sollen, dürfte bei unter 20 Mio. liegen. Plattformen wie Uber und Didi haben Nutzerzahlen im hohen dreistelligen Millionenbereich.

Bild: DriveNow (alle Rechte vorbehalten)

BMW will Ride-Sharing mit Motorrädern oder Scootern anbieten

Die BMW Group würde gerne einen Ride-Sharing Dienst mit Motorrädern und Rollern in Städten mit hoher Staubelastung ausrollen, sofern das Problem mit dem zweiten Helm gelöst werden kann. Auf dem Genfer Autosalon hat sich Perter Schwarzenbauer  wie folgt dazu geäußert. Schwarzenbauer ist für BMW Motorrad, Mini und Rolls-Royce bei BMW verantwortlich: “Das ist definitiv eine Option, aber bis jetzt haben wir noch keine Lösung für den zweiten Helm gefunden.“

Ride-Sharing Dienst mit kleineren Elektro-Rollern

Erfolgreiche Startups wie Go-Jek haben gezeigt, dass die Herausforderung mit dem zweiten Helm auf eine akzeptablen Art gelöst werden kann. Das Angebot von Go-Jek könnte auch BMW nutzen, um eine passende Lösung zu finden. Für den Dienst in verstopften Städte stellt sich BMW einen E-Scooter vor, der unterhalb des C evolution angesiedelt ist. Der Maxi-Scooter C evolution kommt auf eine Reichweite von 100 km in der kleineren Variante und kostet stolze 14.000 Euro. Die Unternehmen Go-Jek und auch Grab setzten auf Motorräder mit Verbrennungsmotor. An Grab hat sich Hersteller Honda bereits vor etwa zwei Jahren beteiligt, um auch Abnehmer für die produzierten Motorräder zu finden.

Ob BMW ernsthaft die Idee verfolgt, einen Ride-Sharing Dienst mit Motorrädern aufzubauen, kann bezweifelt werden. In einem ersten Schritt wird BMW schon mal eine App anbieten, mit der die Nutzer BMW Motorräder bei lokalen Händlern anmieten können. Der Dienst soll im Mai in Deutschland, Österreich und Frankreich starten.

Ergänzung zu DriveNow wäre ideal

Einsatzmöglichkeiten für kleine E-Scooter gibt es genug. Alternative zum Fahrdienst mit Motorrädern oder Scootern wäre schon mal, einen E-Scooter Sharing Dienst als Ergänzung zu DriveNow anzubieten. Eine Erweiterung von DriveNow mittels eines Angebots wie Coup oder Emmy würde die Attraktivität  des Sharing Angebots erhöhen. Es würden sich Alternativen für ganze Strecken ergeben oder eine Möglichkeit, um schneller zu einem DriveNow Fahrzeug zu gelangen. Idealerweise könnte der Dienst in der gleichen App gebucht werden.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Mit BMW und Toyota Beteiligung: May Mobility sammelt 11.5 Mio. US$ für autonomes Shuttle ein

Das Startup May Mobility hat eine Finanzierung über 11.5 Mio. US Dollar eingesammelt. Die Seed-Finanzierung kommt von BMW i Ventures, Toyota AI Ventures und bestehenden Investoren wie Maven Ventures, SV Angel, Tandem Ventures, Trucks Ventures und YCombinator. Das Startup entwickelt kleine autonome Shuttle Fahrzeuge, die zuerst auf Geländen von Unternehmen und später auch im öffentlichen Raum eingesetzt werden sollen.

Autonomes Shuttle aus dem Y Combinator

Die Finanzierung kommt ein Jahr nach dem offiziellen Start und soll dafür verwendet werden, die Shuttles in mehreren Städten in den USA auszurollen. In diesem Jahr soll ein erster kommerzieller Dienst gestartet werden. Im letzten Jahr wurde in Detroit ein Pilotprojekt durchgeführt, um die Alltagstauglichkeit unter Beweis zu stellen. Das Team besteht auch Experten, die früher für Ford, GM, Toyota oder die University of Michigan gearbeitet haben. Auch Teilnehmer der DARPA Urban Challenge sind mit dabei.

Einsatz in abgegrenzten Gebieten

Die Shuttle sollen zuerst in abgegrenzten Gebieten eingesetzt werden, wie Industrie-Parks, Universitätsgeländen oder abgeschlossen Wohngebieten. Dabei verkehrten die Shuttle Vans auf festgelegten Routen, später ist auch eine on-demand Lösung geplant. Langfristig will May Mobility auch den operativen Betrieb für die Kunden, die Wartung und das Flottenmanagement übernehmen.

BMW i Ventures von Erfolg überzeugt

BMW i Ventures ist von dem Erfolg von May Mobility überzeugt. Der Managing Partner Uwe Higgen lässt sich mit folgenden Worten zitieren: “Jede Menge Fahrzeuge und Programme werden angekündigt oder getestet, aber May Mobility löst die heutigen Verkehrsprobleme mit autonomen Fahrzeugen auf realen Straßen.” Damit spielt Higgen auf die vielen Ankündigungen der Mitbewerber an, die meist noch nicht in die Realität umgesetzt wurden. In das Startup hat BMW i Ventures investiert, da das Team schon heute autonome Mobilität liefert und nicht erst in den kommenden Jahren. Das dadurch generierte Wissen soll wahrscheinlich auch in die Entwicklung bei BMW mit einfließen.

Ähnliche Fahrzeuge von EasyMile, Navya oder Local Motors

Mit ähnlichen Elektro-Fahrzeugen sind schon Anbieter wir Local Motors, EasyMile oder Navya unterwegs. Die Shuttle Fahrzeuge der Unternehmen sind in unterschiedlichen Pilotprojekten im Einsatz. So erprobt die BVG in Berlin Fahrzeuge von EasyMile und Navya, das Bahn Unternehmen ioki betreibt einen Shuttle in Bad Birnbach.

Bild: May Mobility (alle Rechte vorbehalten)