Schlagwort-Archive: car2go

Car-Sharing Markt: DriveNow und car2go vor Fusion

Schon seit einigen Monaten wird darüber spekuliert, dass die beiden Car-Sharing Anbieter DriveNow aus dem Hause BMW und car2go von Daimler zusammengelegt werden sollen. Nach vielen Dementis soll es jetzt laut Reuters im Februar 2018 soweit sein.

Die beiden Automobilhersteller wollen offenbar eine gemeinsame Firma gründen, in die Daimler das car2go Geschäft einbringt und BMW zusammen mit Sixt die Marken DriveNow und ParkNow. Sein ReachNow Angebot scheine BMW aber nicht mit einzubringen, was den Aufbau eines starken globalen Players erschweren wird.

Beide Car-Sharing Marken sollen bleiben

Die beiden Marken sollen auch nicht verschwinden – Daimler hält an car2go fest und BMW an DriveNow. Die IT-Infrastruktur hinter den Angeboten soll zusammengelegt werden, um beide Angebote für die Nutzer bündeln zu können. Kosteneinsparungen würden sich auch durch die Zusammenlegung der lokalen operativen Teams ergeben, ob das geplant ist, wurde nicht bekannt. Wie sich die beiden Marken bei der Vermarktung verhalten werden, bleibt spannend. Werbung für beide Marken zu machen und dabei noch in Konkurrenz zu treten, treibt die Kosten nach oben. In den letzten Monaten mussten anscheinend die Partner, wie Sixt von der Fusion überzeugt werden, deswegen soll der Prozess auch so lange gedauert haben.

Lassen sich andere Anbieter von Fusion beeindrucken?

Die Automobilhersteller BMW und Daimler, die sich in den kommenden Jahren stark in Richtung Mobilitätsdienstleister entwickeln müssen, erhoffen sich durch die Bündelung der Angebote eine stärkere Position im Wettbewerb mit den Konkurrenten aus Asien oder USA. Die Zusammenlegung der Car-Sharing Angebote wird das Problem aber nicht lösen, es muss ein Umdenken stattfinden, um eine umfassende Mobilitätsplattform aufzubauen.

Auch wenn beide Anbieter die Fahrten im letzten Jahr steigern konnten, ist das Geschäft noch winzig. Die etwa drei Mio. Kunden bei car2go haben im Jahr 2017 insgesamt 24 Mio. Fahrten absolviert. BMW kommt mit DriveNow auf etwa eine Mio. Kunden und 8 Mio. Fahrten im vergangenen Jahr. Das ist nichts im Vergleich zu den großen Mobilitätsdiensten, die durch die Fusion angegriffenen werden sollen. Der Chinesische Anbieter Didi kam im letzten Jahr auf mehr als 7 Milliarden Fahrten.

Die bisherigen Informationen lassen erahnen, dass die beiden Unternehmen durch den Zusammenschluss die Wirtschaftlichkeit der Car-Sharing Dienste in Deutschland verbessern wollen. Nach einer Strategie, um gegen Player aus Asien und den USA bestehen zu können, sieht es nicht aus.

Bild: DriveNow (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing Jahresrückblick 2017: Wie entwickeln sich DriveNow und car2go

In den letzten Tagen haben sowohl DriveNow als auch car2go eine Zusammenfassung des Geschäftsjahres 2017 kommuniziert. Wir haben beide zusammen gefasst.

Mehr Nutzer – längere und höhere Auslastung

Das Geschäft von car2go ist im vergangenen Jahr dynamisch gewachsen. Die drei Kennzahlen Kunden, Mietdauer und Auslastung konnten verbessert werden. Fast 3 Millionen Kunden (2.97 Mio., um genau zu sein), nutzen das Carsharing-Angebot aus dem Hause Daimler. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Kundenzahl damit um 30% gewachsen. Die beliebtesten Städte sind in China und Europa. Die meisten Kunden hat car2go in Chingqing in China (234.000 Nutzer), gefolgt von Berlin (219.000) und Madrid (190.000). In den USA und Kanada sind mittlerweile mehr als eine Millionen Nutzer registriert.

Die eingeführten Stundenpakete, die Konkurrent DriveNow schon seit Jahren anbietet, haben dafür gesorgt, dass sich die Mietdauer um 30 % erhöht hat. Die Anzahl der Fahrzeugmieten stieg auf 24 Millionen im Vergangenen Jahr. Die Nutzung der insgesamt rund 14.000 Fahrzeuge nahm im Laufe des Geschäftsjahres 2017 um rund 38 Prozent zu. Daraus lässt sich folgern, dass jedes Fahrzeuge zwischen vier und 5 mal pro Tag gebucht wird. Um die Wünsche der Kunden zu erfüllen, hat car2go auch 2017 seine Flotte durch neue smart und Mercedes-Benz Modelle erweitert.

25 Prozent Wachstum bei DriveNow

Auch DriveNow zieht eine positive Bilanz. Die Zahl der Nutzer stieg im vergangenen Jahr um rund 25% und hat die Marke von einer Million Kunden im Oktober 2017 durchbrochen. Mit Lissabon und Helsinki kamen zwei weitere europäische Städte hinzu. Die Städte werden durch lokale Franchise-Partner betrieben und nicht durch DriveNow direkt. In Deutschland konnte DriveNow die Zahl der Kunden auf 720.000 steigern.

Bei DriveNow sieht man auch, dass sich die Zielgruppe weiter differenziert. Zu Beginn haben vor allem junge, trendbewusste und Technologie-affine Menschen das Angebot der Münchner genutzt. Mittlerweile setzen auch ältere Menschen, Familien und Geschäftsreisende auf das Thema Carsharing.

DriveNow erweitert in Hamburg seine E-Flotte

Dass Carsharing als ein entscheidender Treiber der Elektromobilität dienen kann, wurde in Hamburg deutlich. Hier erweiterte DriveNow seine Elektroflotte letztes Jahr von 70 auf über 200 BMW i3. Damit setzte der Carsharer einen Teil des ‚Memorandum of Understanding‘ um, welches zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und der BMW Group vereinbart worden war. Ziel ist es, der Elektromobilität in der Elbmetropole flächendeckend zum Durchbruch zu verhelfen. DriveNow plant, in einem weiteren Schritt die elektrifizierte Flotte bis 2019 auf bis zu 550 Stromer auszubauen – abhängig von der weiteren Entwicklung der Ladeinfrastruktur. Die Stadt Hamburg hat in der Kooperationsvereinbarung das Ziel festgeschrieben, bis 2019 insgesamt über 1000 öffentliche Ladepunkte zu implementieren sowie dedizierte Parkplätze für E-Fahrzeuge einzurichten.

„Das Beispiel Hamburg macht deutlich, dass das Henne-Ei-Problem zu lösen ist: Die zuständigen staatlichen Stellen bauen die Ladeinfrastruktur nur schleppend aus, weil es zu wenige Elektroautos gibt. Auf der anderen Seite steigt die Anzahl der Stromer nur langsam, weil es mitunter an entsprechender Infrastruktur mangelt. Die Kooperation zeigt, dass einiges bewegt werden kann, wenn Unternehmen und Kommunen an einem Strang ziehen und ehrgeizige Ziele formulieren“, erläutert Geschäftsführerkollege Sebastian Hofelich.

Neben DriveNow betreibt BMW in den USA und China unter der Marke ReachNow ein weiteres Car- bzw. Ride-Sharing Angebot. Die Zahlen von ReachNow fließen nicht in die Geschäftszahlen von DriveNow mit ein.

Ausblick für 2018

Für 2018 wäre es wünschenswert, wenn die lokalen Anbieter nicht nur die App mit innovativen Ideen verbessern und schöne neue Fahrzeug-Modelle auf die Straßen stellen, sondern auch darüber nachdenken, mit welchen weiteren Verkehrsmitteln das jeweilige Carsharing Angebot zu einer umfassenden Mobilitäts-Plattform ausgebaut werden kann. Ziel muss es sein, immer mehr Leute dazu zu bewegen, auf das eigene Auto zu verzichten – das funktioniert nur mit einem nahtlosen Angebot, das schnell zugänglich ist. Asiatische Mobility Anbieter können als Vorbild genutzt werden.

Bild:  car2go / Daimler (alle Rechte vorbehalten)

car2go veröffentlicht Thesenpapier zum autonomen, voll elektrischen Carsharing

car2go bereitet sich konsequent auf die Zukunft des autonomen, voll elektrischen Carsharings in Städten vor. Der weltweite Marktführer im free-floating Carsharing hat im Zusammenhang mit dem Web Summit, der größten Technologie-Konferenz der Welt in Lissabon, ein Thesenpapier veröffentlicht, das die wesentlichen fünf Voraussetzungen für die Steuerung autonomer Flotten in der Zukunft aufzeigt.

Carsharing als Vorbereitung für autonomes Fahren

„Kaum ein anderes Mobilitäts-Geschäft kann sich so umfangreich auf die Zeit des autonomen Fahrens vorbereiten wie das free-floating Carsharing“, sagt Olivier Reppert, CEO der car2go Group. „Wer autonome Flotten optimal steuern will, muss die Autos genauso managen wie die Software – also über lernende Algorithmen, Big Data und Apps. Wir tun heute schon beides.“

Flotte mit 14.000 Fahrzeugen

car2go steuert bereits Autoflotten mit 14.000 Fahrzeugen in 26 Städten. Damit sammelt das Unternehmen nicht nur für das reine Flottenmanagement wertvolle Erfahrungen,  sondern auch für intelligente Algorithmen zur strategischen Platzierung der Fahrzeuge passend zur Nachfrage. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die so genannte „Demand Prediction“ – die Vorhersage, wann und wo in Kürze ein Auto gebraucht wird.

Fleet Intelligence als Herzstück

„Die Vorhersage der Nachfrage ist ein wichtiger Teil der Steuerung autonomer Flotten“, heißt es dazu im Thesenpapier. „Das Herzstück wird aber die so genannte Fleet Intelligence sein.“ Damit wird entschieden, welches Fahrzeug welche Nachfrage bedienen soll. Die Komplexität dieser Steuerungs-Algorithmen ist groß, da der Einsatz jedes Fahrzeugs Auswirkungen auf alle anderen Autos in den Flotten hat.

„Für das Carsharing wird der Einsatz autonomer Fahrzeuge ein weiterer Quantensprung sein, so wie es schon der free-floating Ansatz im Vergleich zum stationären Carsharing war“, so Reppert weiter. „Wir freuen uns auf diese Zukunft und stehen dafür in den Startlöchern.“

Das Thesenpapier steht hier zum Download zur Verfügung.

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemitteilung Daimler

Daimler stellt Konzept für autonomen smart vor: smart vision EQ fortwo

Die Daimler Tochter smart hat ein neues Konzeptfahrzeug vorgestellt, das autonome unterwegs sein soll und für den Einsatz auf Carsharing Plattformen optimiert ist. Der smart vision EQ fortwo gibt eine Ausblick auf die Zukunft der urbanen Mobilität und einen flexiblen, effizienten aber doch individuellen öffentlichen Nahverkehr. Das Show Car ist das erste Fahrzeug von Daimler, das über kein Lenkrad und keine Pedale verfügt.

Teil der CASE Strategie

Der smart vision EQ fortwo ist ein Teil der Daimler CASE Strategie. CASE wurde im vergangenen Jahr präsentiert und beinhaltet die vier Säulen Connected Car, autonomes Fahren, Shared Services & Service und elektrifizierte Antriebe.

Das Konzeptfahrzeug wird rein elektrisch angetrieben und ist Teil der neuen EQ Marke des Konzerns. Der verbaute Akku verfügt über eine Kapazität von 30 kWh. Das Auto fährt selbständig zur nächsten Ladestation, wenn es nit in Benutzung ist. Auf der IAA, die Mitte September in Frankfurt stattfinden wird, wird Daimler den smart vision EQ und andere Konzeptfahrzeuge unter der Marke EQ vorstellen.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Radikale Vision für den zukünftigen urbanen Verkehr

smart CEO Annette Winkler bezeichnet den Portotypen also radikale Vision für den zukünftigen Stadtverkehr. Das Auto ist auf Sharing ausgelegt, steuer vollautomatisiert und wird elektrisch angetrieben. Gleichzeitig ist das Erscheinungsbild freundlich und kann über die verbauten System individualisiert werden.

Bisher werden die herkömmlichen Smarts für das car2go Carsharing eingesetzt. Das Angebot wird von 2.6 Mio. Kunden weltweit genutzt und alle 1.4 Sekunden wird ein Fahrzeug aus der car2go Flotte gebucht. Mit dem vorgestellten Konzept wird die nächste Phase eigeläutet. Carsharing und Ride-sharing werden verschmolzen, die Carsharing Nutzer von heute werden in Zukunft in geteilten autonomen Fahrzeugen unterwegs sein, die ebenfalls über eine Plattform geordert werden.

Effizientes System mit automatisierten und geteilten Autos

Vorteil von dem Setup mit autonomen Fahrzeugen ist, dass die Nutzer nicht mehr das Fahrzeug suchen müssen, sondern dass die Fahrzeuge zum Nutzer kommen. Die Fahrzeuge werden untereinander und mit der Plattform vernetzt sein, so dass der Fahrgast volle Transparenz über die Ankunftszeit hat und dass sichergestellt wird, dass die Autos optimal durch den Verkehr geleitet und ausgelastet werden. Durch die höhere Auslastung wird sich die Anzahl der Autos reduzieren, was zu weniger Verkehr und mehr freiere Fläche führen wird.

Personalisierung der smart vision EQ fortwo

Damit der Fahrgast das ihm zugewiesene Fahrzeug identifizieren kann, wir es über Displays am Fahrzeug personalisiert. Am auffälligsten dabei ist das schwarze Panel, das den Kühlergrill ersetzt. Ist das Fahrzeug bei einem Fahrgast angekommen, wird dieser über das Panel begrüßt. Sollte das Auto mal ohne Auftrag unterwegs sein, können Infos über Wetter oder Events angezeigt werden. Auch das Interieur ist so gestaltet, dass nützliche Informationen für die Fahrgäste an Board angezeigt werden.

Das Fahrzeug ist bisher nur eine Konzeptstudie, die aber aufzeigen dürfte, in welche Richtung die Reise geht. Daimler möchte in den kommenden 4-5 Jahren mindestens 10 Elektroautos auf den Markt bringen, ab 2022 sollen auch autonome Autos serienreif sein.

Bilder: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing-Boom: Anbieter Car2Go und DriveNow stark gewachsen

Fast zeitgleich haben die beiden Carsharing Unternemen DriveNow und Car2go ihre Pressemitteilung zur Jahresbilanz für 2016 verschickt. Die Anbieter der Automobilhersteller Daimler und BMW sind im abgelaufenen Jahr stark gewachsen.

43% Wachstum bei car2go Carsharing

Car2go konnte im Jahr 21 % mehr Mieten verzeichnen und die Zahl der Kunden stieg um 43% auf 2,2 Millionen. Berlin bleibt mit 175.000 Kunden die größte car2go Stadt. Die Nutzung der weltweit 14.000 stieg zwischen dem vierten Quartal 2015 und dem vierten Quartal 2016 um 40%. Insgesamt wurden die Fahrzeuge der Flotte im vergangenen Jahr 22 Millionen Mal angemietet.

Grundsätzlich ist car2go der Ansicht: Je häufiger und länger die Fahrzeuge genutzt werden, desto besser erfüllt das Carsharing seinen Zweck in Großstädten. Die geteilten Autos besetzen dann seltener knappen Parkraum und ersetzen häufiger private Pkw, die zunehmend zu einer Belastung in Großstädten werden.

Auch für 2017 geht das Unternehmen von einem weiteren Wachstum aus. Laut Olivier Reppert, CEO der car2go Group, bleibt Carsharing ein dynamischer Wachstumsmarkt. Das Unternehmen will sein Geschäft durch neue Flotten und Produkte ausweiten. Bei Daimler ist car2go ein Teil des Strategie-Programms CASE.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Mehr als 800.000 Nutzer bei DriveNow

Auch DriveNow konnte ein Kundenwachstum verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nutzerzahl auf 815.000 registrierte Kunden gestiegen. Das Entspricht einem Wachstum von 42%. Damit ist DriveNow so schnell wie car2go gewachsen.

Die Zahl der Fahrzeuge ist auf über 5.000 gestiegen, etwa 17% der Fahrzeuge sind elektrische BMW i3. Vergleicht man die Anbieter, dann kommen bei beiden Anbietern im Schnitt etwa 160 Nutzer auf ein Fahrzeug. Ein Fahrtvolumen wurde von DriveNow nicht kommuniziert. Wenn man von ähnlichen Kennzahlen wie bei car2go ausgeht, dann wird DriveNow etwa acht Millionen Anmietungen verzeichnet haben.

Im vergangenen Jahr hat DriveNow mit Brüssel und Mailand zwei weitere Standorte eröffnet. Vor allem in Mailand soll die Nachfrage die Erwartungen übertroffen haben. In diesem Jahr sollen zwei bis drei weitere Städte hinzukommen. DriveNow setzt 2017 große Hoffnungen auf das Ende Dezember beschlossene Carsharing Gesetz, das Städten künftig den rechtlichen Rahmen gibt, Carsharing Angebote zu fördern.

Vor Weihnachten gab es Berichte über eine Fusion der beiden Anbieter. Letztendlich hat Sixt die Berichte dementiert. Das Mietwagenunternehmen Sixt betreibt zusammen mit BMW das Angebot DriveNow.

Bild: DriveNow (alle Rechte vorbehalten)

Daimler mit Moovel in USA und car2go in China

Zwei Nachrichten aus dem Hause Daimler. Daimler bemüht sich als Automobilkonzern im Bereich alternativer Mobilität zu etablieren. In den USA werden die Investitionen in RideScout und GlobeSherpa unter der schon hierzulande bekannten Marke Moovel gebündelt. In China startet die Daimler-Tochter Car2Go ein Carsharing-Angebot. Neben Daimler investieren auch die Konzerne Ford und General Motors in alternative Mobilitätsdienstleistungen.

Daimler bündelt RideScout und GlobeSherpa in Moovel

Daimler bündelt die beiden Startups RideScount und GlobeSherpa in Moovel North America. RideScout wurde von Daimler im Jahr 2014 übernommen. Das Unternehmen bietet den Nutzern ein App, mittels derer der schnellste Weg von A nach B mit öffentlichen Verkehrsmitteln angezeigt wird. GlobeSherpa ist eine App für mobiles Ticketing für öffentliche Verkehrsmittel. Moovel soll global als führender Anbieter von alternativer Mobilität und alternativen Mobilitätslösungen aufgebaut werden. In Deutschland ist Moovel schon seit ein paar Jahren aktiv, konnte sich aber noch nicht richtig durchsetzen. Zu Moovel gehört auch der Taxi Dienst MyTaxi. (via Automobil Produktion)

Car2go startet in China

Mit 400 Smarts expandiert die Daimler-Tochter Car2Go nach China. In der chinesischen Großstadt Chongqing können seit heute die Carsharing-Fahrzeuge per App gebucht werden. Insgesamt sind 400 Fahrzeuge im Einsatz, die auf einer Fläche von 60 Quadratkilometern verteilt sind. Bis Herbst soll die Flotte um weitere 200 Fahrzeuge aufgestockt werden. In China trägt die Marke den Zusatz JiXing. Auch in der 30-Millionen-Stadt Chongqing sind die Fahrzeuge im Free-Floating System unterwegs, sprich sie können im Stadtgebiet angemietet und einfach wieder abgestellt werden. Wenn das Experiment in Chongqing erfolgreich ist, sollen weitere chinesische Städte hinzukommen. Car2go ist somit in 32 Städten aktiv und betreibt eine Flotte von 14.400 Fahrzeugen. Über eine Millionen Kunden sind bereits registriert, Tendenz steigend. Konkurrent BMW verfügt bei seinem DriveNow bzw. ReachNow Angebot über 4000 Fahrzeuge und mehr als 500.000 Nutzer. Erst letzte Woche wurde der ReachNow Carsharing Service in de USA gestartet. (via Automobilwoche)

Bild: Car2Go von Open Grid Scheduler / Grid Engine (bestimmte Rechte vorbehalten)

Flinkster und car2go legen Carsharing-Flotte zusammen

Die Carsharing-Angebote von Flinkster und car2go werden verknüpft. Den Nutzern stehen somit 7.000 Fahrzeuge deutschlandweit zur Verfügung. Die Deutsche Bahn betreibt mit Flinkster eine vorwiegend stationsgebundene Carsharing Plattform, car2go bietet hauptsächlich einen free-floating Carsharing Dienst an.

7.000 Flinkster und car2go Fahrzeuge in 100 Städten

Die fast  7.000 Fahrzeuge setzen sich aus 3550 Car2go Fahrzeugen und 3300 Flinkster Fahrzeugen zusammen. Das Angebot von Flinkster ist auf etwa 100 Städte verteilt, die Fahrzeuge von car2go auf sechs Städte. Über die Moovel Plattform von Daimler können die Fahrzeuge beider Anbieter angemietet werden. Für car2go Kunden ist keine Registrierung bei Flinkster notwendig, um die Fahrzeuge nutzen zu können. Für Flinkster-Nutzer gilt das selbe, wenn sie car2go Fahrzeuge anmieten möchten.

Die Kooperation wurde bereits Anfang 2014 angekündigt und sollte ursprünglich Mitte 2014 starten. Die Zusammenarbeit startet also mit einem Jahr Verspätung.

Kooperation für beide Seiten sinnvoll

Allgemein macht die Kooperation von Flinkster und car2go für beide Seiten Sinn. Die Flinkster Kunden haben ohne zusätzlichen Registrierungsaufwand eine Alternative für spontane Fahrten. Car2go Kunden können sich über eine preisgünstige Alternative für längere Anmietungen und auch über geräumigere Fahrzeuge freuen.

Wird car2go Black weiter ausgebaut?

Nach der Kooperation stellt sich die Frage, was mit dem stationsbasierten Carsharing Angebot car2go Black geschieht. Bei car2go black müssen die Carsharing Fahrzeuge ebenfalls an einer Station abgeholt und an der selbigen wieder zurückgebracht werden. Das Angebot dürfte auf die gleiche Kundengruppe wie Flinkster abzielen, ist aber deutlich teurer. Für Flinkster werden um die 6.00 € pro Stunde fällig, bei car2g black 14.90 € pro Stunde. Für car2go Kunden ist es also durchaus attraktiv auf Flinkster umzusteigen, wenn ein Fahrzeug für eine längere Strecke benötigt wird.

Auch Drivy und Autonetzer schließen sich zusammen

Die Kooperation von Flinkster und car2go ist nicht die einzige Bewegung im Carsharing Bereich. Vor ein paar Tagen hat das französische Startup Drivy angekündigt, dass der deutsche Mitbewerber Autonetzer übernommen wird. Beide Unternehmen betreiben eine Carsharing Plattform, auf der Autobesitzer privat ihre Fahrzeuge an registrierte Nutzer vermieten können. Drivy steigt damit zum europäischen Marktführer für Autovermietungen zwischen Privatpersonen auf. Insgesamt haben 500.000 registrierte Nutzer Zugriff auf 26.000 Fahrzeuge.

Bild: Car2Go Warm Up von Atomic Taco (bestimmte Rechte vorbehalten)

BMW vor Einstieg bei Mitfahrdienst Wundercar

Über Wundercar hat man in Deutschland schon länger nichts mehr gehört, nachdem sich das Unternehmen aus dem deutschen Markt zurückgezogen hat und sich auf Städte im Ausland konzentriert. Nun scheint die nächste Finanzierungsrunde anzustehen.

Der Autobauer BMW aus München ist einem Bericht des Manager Magazins zufolge an einem Einstieg beim Mitfahrdienst für Kurzstrecken Wundercar interessiert. Das Magazin beruft sich dabei auf mehrere Branchenkenner.

Carsharing Angebot DriveNow soll aufgefrischt werden

Die Gespräche zwischen beiden Parteien sollen in einem weit gediehenen Stadium sein. Die neue Finanzierung soll für eine Expansion des Ridesharing Services nach Russland, in die Türkei und nach Südamerika eingesetzt werden. Auf seitens BMW soll die Mobilitätsplattform rund um den Carsharing Service DriveNow aufgefrischt werden. Neben BMW sind auch weitere ausländische Investoren mit Wundercar im Gespräch. Bisher bekam Wundercar Geld von Partech Ventures und einigen Business Angels.

Schnelles aus von Wundercar in Deutschland

Wundercar ist Anfang des vergangenen Jahres in Deutschland gestartet. Recht schnell wurden aber Verbote gegen das Unternehmen ausgesprochen, da gewerbliche Personenbeförderung angeboten wurde, die nicht mit dem Personenbeförderungsgesetz vereinbar ist. Fahrer ohne Personenbeförderungsschein, gewerbliche Versicherung und ohne Konzession haben Fahrgäste transportiert. Kurz nach dem Start von Wundercar in Hamburg und Berlin ist Uber mit dem UberPOP Service nachgezogen, der ebenfalls von Verboten betroffen ist. Anders als Uber konnte es sich Wundercar nicht leisten, den Service für 35 Cent pro Kilometer anzubieten und Subventionen für Fahrer zu zahlen. Wundercar ist weiterhin mit den Behörden in Deutschland im Gespräch, um den Service wieder unter wirtschaftlich sinnvollen Bedingungen anbieten zu können.

Auch Daimler finanziert Fahrservice

BMW scheint mit dem Investment dem Konkurrenten Daimler nacheifern zu wollen. Die Daimler Tochter Moovel betreibt die Carsharing Plattform car2go und hat sich vor über einem Jahr an dem Fahr- und Limousinenservice Blacklane beteiligt. Im letzten Jahr wurde die Taxi-App MyTaxi übernommen. Die unterschiedlichen Mobilitäts-Services sollen auf der Moovel-Plattform verbunden werden.

Bild: BMW i8 von Falcon® Photography (bestimmte Rechte vorbehalten)

Carsharing App CarJump wird verkauft

Die App CarJump, die verschiedene Carsharing Anbieter aggregiert, wird nach einem Bericht von GründerSzene von Investor Henri Kühnert übernommen. Die CarJump Gründer bleiben erstmal als Berater an Board, die Geschäftsführung übernehmen Michel Stumpe und Fabian Kofler. Beide bezeichnen sich bei Xing interessanterweise als CEO & Founder. Henri Kühnert war früher Geschäftsführer der SinnerSchrader Mobile Agentur, nach seinem Ausscheiden investiert er in Early Stage Startups und berät ausgewählte Unternehmen, darunter citeecar.

Die Carsharing App CarJump aggregiert die verfügbaren Fahrzeuge verschiedener Carsharing Anbieter und stellt diese auf einer Karte gesammelt dar. Der Nutzer sieht die verfügbaren Fahrzeuge in seinem Umkreis und kann sich entscheiden, welchen Carsharing Anbieter er nutzt.

CarJump dürfte damit zu kämpfen habe, dass die meisten Nutzer nur bei einem Anbieter angemeldet sind und somit kurzfristig keinen wirklichen Nutzen durch die App haben. CarJump versucht bisher noch nicht die Nutzer dazu zu bewegen, sich bei weiteren Carsharing Anbietern zu registrieren.

Den Nutzern werden auch keine ausgewerteten Daten zur Verfügung gestellt, die ihn dazu animieren würden, sich bei einem anderen Anbieter zu registrieren. Zum Beispiel könnte die Technologie hinter der App die Umgebung um den gewünschten Abfahrtort analysieren, um dem Nutzer den bestmöglichen Carsharing Anbieter zu empfehlen. Es könnte ja sein, dass ein Nutzer bei DriveNow registriert ist, ein car2go oder Spotcar Fahrzeug meistens näher am Abfahrtort ist.

Interessant wäre auch ein Feature, das den ungefähren Preis für die zu fahrende Strecke ausrechnet. Somit könnte der Nutzer entscheiden, ob er vielleicht einen etwas längeren Fußmarsch in Kauf nimmt, um ein paar Cent oder Euro zu sparen.

Es sind sowohl Free-Floating als auch stationsbasierte Anbieter bei CarJump gelistet, eine aktive Kommunikation der Vorteile des jeweiligen Modells an die Nutzer wäre auch hilfreich.

Das Unternehmen CarJump wurde 2013 gegründet und hat letztes Jahr eine Finanzierung von High-Tech Gründerfond eingesammelt. Üblicherweise stellt der High-Tech Gründerfond 500.000 € zur Verfügung, die meist gesplittet nach erreichen von Meilensteinen fließen. Wie viel Geld aus dem High-Tech Gründerfond bisher in CarJump geflossen ist, ist nicht bekannt. Wahrscheinlich eine geringere Summe, als 500.000 €. Für welche Summe das Startup übernommen wurde, ist nicht bekannt, die Summe dürfte sich aber im niedrigeren Bereich bewegen.

Das CarJump Team hat wohl auch die App für den Carsharing Anbieter Spotcar entwickelt. Spotcar ist seit dem vergangenen Jahr mit Opel Adam Fahrzeugen in Berlin unterwegs.

Bild: CITROËN Multicity Charsharing Berlin von Tony Webster (bestimmte Rechte vorbehalten)

1 Mio. car2go Nutzer, Abgang bei MyTaxi, Baidu will bei Uber rein

Eine Übersicht an Kurznachrichten der letzten Woche: Das Carsharing Unternehmen car2go heißt seinen millionsten Kunden willkommen, der Chinesische Such-Riese Baidu will in Uber investieren. Sven Külpers nimmt bei MyTaxi seinen Hut und Sidecar führt Sicherheitsgebühr ein.

Car2Go mit 1 Mio. Nutzern

Das Carsharing Unternehmen car2go aus dem Daimler Konzern hat am Mittwoch den millionsten Nutzer begrüßt.  Insgesamt sind um die 12.500 Smarts weltweit an 30 Standorten unterwegs. Seit beginn wurden etwa 32 Millionen Mietvorgänge absolviert, aktuell sind es 400.000 Mietvorgänge die Woche. Auch wenn die Zahlen nichg ganz realistisch erscheinen, ist das eine ordentliche Leistung. Car2go will auch im kommenden Jahr stark wachsen, um sein Marktführerschaft auszubauen. (Via Mittelstand Nachrichten)

Sven Külpers geht bei MyTaxi

Der MyTaxi Mitgründer Sven Külpers verlässt das Unternehmen nach der Übernahme durch Daimler. Sven Külpers hat zusammen mit Nicolaus Mewes MyTaxi gegründet, Mewes gilt als starker Mann im Hintergrund, Külpers hat das Unternehmen nach außen vertreten. Ob die Idee mit dem Preiskampf mit Uber in Hamburg noch unter seiner Verantwortung entstanden ist oder schon durch Daimler bzw. Moovel initiiert wurde und ob sein Abgang damit etwas zu tun hat, ist unklar. Insider sagen, dass private Gründe für den Abgang verantwortlich sind. Külpers soll das Unternehmen weiterhin beraten. (via Manager Magazin)

Baidu will 600 Mio. US$ in Uber investieren

Der Chinesische Internetriese Baidu will einen hohen Betrag in Uber investieren, im Raum stehen 600 Mio. US$. Bereits in der Ankündigung zur letzten Finanzierung wurde von Uber bekräftigt, dass die Runde von den kommunizierten 1.2 Milliarden US$ auf 1.8 Milliarden US$ anwachsen könnte. Nun scheint klar zu sein, von dem die zusätzlichen 600 Mio. US$ kommen sollen. Das Geld soll für den Ausbau in China verwendet werden. Die Allianz wäre für beide Unternehmen mit Vorteilen verbunden. Uber hätte einen starken Partner im Land. Baidu könnte Uber helfen, den lokalen Markt besser zu verstehen, damit sich das Unternehmen schneller ausbreiten kann. Baidu würde im Vergleich mit Alibaba und Tencent an Boden gewinnen. Beide Unternehmen haben in letzten Zeit hohe Summen in Mobilitäts-Startups investiert. Die Tencent Gruppe ist unter anderem an Lyft beteiligt, Alibaba an Kuaidi Dache. Interessanterweise hat Qunar, eine Reise-Suchmaschine aus dem Baidu Konzern, vor wenigen Tagen eine Kooperation mit der Buchungsplattform für Limousinenfahrten Blacklane bekannt gegeben. Bleibt abzuwarten, ob Baidu auch bei Blacklane einsteigt, oder ob diese Kooperation nach dem Einstieg bei Uber vorzeitig beendet wird. Die Seite für Fahrzeugbuchungen auf Qunar sieht bereits heute dem Design der Uber-Seite ähnlich. (via Bloomberg)

Sidecar verlangt 1 US$ pro Fahrt für Sicherheit

Das amerikanische Ridesharing-Startup Sidecar zieht nach und verlangt eine Sicherheits-Gebühr von 1 US$ pro Fahrt. Die Konkurrenten Uber und Lyft verlangen schon seit einer geraumen Zeit eine “Safe Ride” oder “Trust and safety” Gebühr, um die Kosten für die Versicherung und die Überprüfung der Fahrer und Fahrzeuge zu decken. Sidecar zieht jetzt mit der “RideSafe” Gebühr nach. Laut Sidecar sollen damit die Versicherungspolice (1 Mio. US$ Deckungsbeitrag pro Vorfall), die Überprüfung der Fahrer (Background checks) und die Überprüfung der Fahrzeuge finanziert werden. Sidecar unterscheidet sich von Uber und Lyft dahingehend, dass der Fahrer den Fahrpreis festsetzt. Der Fahrgast kann dann den Fahrer nach unterschiedlichen Kriterien auswählen, z.B. dem günstigsten Fahrpreis, dem Fahrzeug oder der Ankunftszeit. (via Techcrunch)

Bild: Car2Go Austin 2011 von Denis Bocquet (bestimmte Rechte vorbehalten)