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Omni Carsharing: Ridecell kooperiert mit Volkswagen in Polen

Der Volkswagenkonzern startet in Polen ein Carsharing Angebot mit Skoda Fahrzeugen. Die Software für das Management der Plattform, kommt dabei von dem Anbieter Ridecell. Das Angebot mit dem Namen Omni ist vorerst in Warschau verfügbar und ist ein stationsbasiertes Carsharing System.

Spezialist für Carsharing Software

Ridecell hat sich darauf spezialisiert, eine Software-Plattform zu entwickeln, die für den Betrieb eines effizienten Carsharing Systems benötigt wird. Unter anderem setzt auch die Carsharing Tochter von BMW in den USA auf die Technologie. Kurz vor dem Start von ReachNow, hat sich BMW auch über den Venture Arm BMW iVentures an Ridecell beteiligt.

Omni mit White-Label Lösung von Ridecell

Das Angebot in Polen läuft unter dem Namen Omni. Die Nutzer können die Skoda Fahrzuge an definieren Stationen in Warschau abholen und auch wieder abstellen. Die Neukunden können sich ganz einfach über die Omni App registrieren und verifizieren. Die Omni App ist eine White-Label Lösung, die von Ridecell entwickelt und entsprechend gebrandet wurde. Über die App sind alle Fahrzeuge verfügbar und die einwandfreie Kommunikation mit dem Backend ist sichergestellt. Die Ridecell Plattform wird auch die Zahlungen abwickeln und Daten über die Auslastung und das Nutzerverhalten auswerten und anzeigen.

Fahrzeuge vom lokalen Händlernetz

Die Fahrzeuge werden von dem lokalen Händlernetz zur Verfügung gestellt und operativ betrieben. Da die Software für Buchung und Management nicht in-house entwickelt werden musste, sondern auf die Ridecell Mobilitätsplattform zurückgegriffen werden kann, konnte der Service schnell gestartet werden. Skoda und Volkswagen wollen mit dem Angebot junge Menschen in Polen erreichen, die unkompliziert ein Auto benötigen, aber nicht daran interessiert sind, ein Auto zu kaufen.

Volkswagen arbeitet an mehreren Fronten

Der Volkswagenkonzern versucht sich über mehrere Fronten bei der Etablierung von Mobilitätsdienstleistungen fortzubewegen. Über die eigens für Mobility Services gegründete MOIA Marke sollen ab dem kommenden Jahr in Hamburg win Shuttle Dienst angeboten werden. Skoda startet nun unabhängig davon Omni und testet anscheinend auch mit HoppyGo einen peer-2-peer Carsharing Dienst in München.

Bild: Omni (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing Fusion von Car2go und DriveNow soll bevorstehen

Kooperationen sind zur Zeit ein großes Thema in der Automobilindustrie. Die Hersteller verbünden sich mit Startups und Zulieferern, um bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen und Fahrdiensten an Geschwindigkeit zu gewinnen. Teilweise kooperieren Konzerne auch miteinander, um Ressourcen und Know-How zu bündeln. So anscheinend demnächst auch Daimler und BMW. Die beiden Carsharing Angebote DriveNow und Car2Go sollen doch fusionieren.

Fusionspläne zuerst dementiert

Anfang des Jahres gab es schon entsprechende Meldungen, dass beide Unternehmen fusioniert werden sollen, was aber recht schnell von DriveNow und Miteigentümer Sixt dementiert wurde. Jetzt meldet das Manager-Magazin, dass beide Unternehmen im letzen halben Jahr weiter verhandelt haben und die Fusion in den nächsten drei bis sechs Monaten vereinbart werden soll. Im Januar war Sixt noch gegen eine Fusion, den Widerstand scheint das Unternehmen jetzt aufgegeben zu haben. Nach dem Zusammenschluss sollen die Angebote unter einem neuen gemeinsamen Markennamen firmieren, die alten Marken DriveNow und Car2go sollen verschwinden.

Position soll gestärkt werden

Daimler und BMW wollen mit der Fusion die Position gegenüber den übermächtigen Fahrdiensten wie Uber und co. Und Technologieunternehmen wie Google stärken. Die herkömmlichen Automobilkonzerne haben Angst davor, dass sie in Zukunft nur noch die Karosserien bauen, die mit Technologien von Google und anderen Technologieunternehmen ausgestattet sind und auf Plattformen wie Uber oder Didi Chuxing zum Einsatz kommen. Das große Geld würden dann andere Unternehmen verdienen. Daimler überlegt auch, die Töchter moovel, myTaxi und co. mit einzubringen. BMW könnte die weiteren Unterhaus der Now Sparte mit in die Kooperation einbringen, z.B. ChargeNow oder ParkNow. Sixt beziffert den Wert von DriveNow auf 480 Mio. Euro. Der neue Verbund soll auch für weitere Partner offen gehalten werden.

Zukunft ist vollautomatisiert

Carsharing wird in Städten nur ein Übergangsmodell für die nächsten Jahre sein. In Zukunft wird der Verkehr in den Großstädten von vollautomatisierten Fahrzeugen geprägt sein. Um langfristig überleben zu können, müsste das Gemeinschaftsunternehmen in diese Entwicklung investieren.

Carsharing wächst

In dem letzten Jahr sind beide Anbieter stark gewachsen. Die Daimler Tochter Car2go hat etwa 2.2 Millionen registrierte Nutzer in mehr als 25 Städten. Das Carsharing Netzwerk DriveNow ist drei Jahre später gestartet und kommt auf 800.000 Kunden in elf Städten. In letzter Zeit ist DriveNow in einem Franchising System expandiert und hat in den USA ein Carsharing Netzwerk mit dem Namen ReachNow gestartet. Bei ReachNow werden auch Ridesharing Dienste getestet, die demnächst weiter ausgerollt werden sollen. Ob die Franchising Städte und ReachNow auch mit einfließen, ist nicht bekannt.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Daimler startet privates Carsharing Croove auch in Berlin

Vor etwa vier Monaten hat Daimler in München einen Carsharing Dienst mit privaten Fahrzeugen mit dem Namen Croove gestartet. Nach einer erfolgreichen Pilotphase erfolgt jetzt der Start in Berlin. In den kommenden Monaten sollen sukzessive weitere deutsche Großstädte hinzugefügt werden.

Vermietung über Croove Website oder App

Die Fahrzeugbesitzer können über die App oder Website schnell und umkompliziert ihr Fahrzeug einstellen und so Interessenten zur Verfügung stellen. Die Mieter können ebenfalls per App oder Website ein Fahrzeug finden und anmieten. Die Plattform ist dabei offen für Fahrzeuge alle Hersteller und beschränkt sich nicht nur auf Mercedes Modelle.

Die Mieter finden durch das Angebot ein Fahrzeug direkt in ihrer Nähe, ohne einen definierte Verleihstation aufsuchen zu müssen. Die Vermieter können die Auslastung der Fahrzeuge erhöhen und somit Geld mit dem eigenen Pkw sparen. Denkbar ist auch, dass die Mercedes-Autohäuser an die Plattform angeschlossen werden, um den Fuhrpark an Vorführwagen auszulasten. Gleichzeitig lässt sich dadurch eventuell der ein oder andere Nutzer davon überzeugen, ein Fahrzeug zu kaufen.

Hol- und Bring Dienst gegen Aufpreis 

Die Fahrzeugübergabe findet entweder persönlich oder mit Hilfe eines kostenpflichtigen Hol- und Bring-Dienstes statt. Einen schlüssellosen Zugang will Croove in Zukunft ebenfalls möglich machen. Die bargeldlose Zahlung erfolgt über die App.

Wettbewerber tun sich bisher schwer

Croove befindet sich im Wettbewerb mit den herkömmlichen Autovermietern, wie Sixt und Europcar. Außerdem bieten Unternehmen wie Drivy, Tamyca oder CarUnity einen ähnlichen Service an. Drivy beschränkt sich im Vergleich zu Croove nicht nur auf Großstädte, sondern bietet den Service flächendeckend an. Bei Daimler ist das neue Peer-to-Peer Carsharing Angebot ein Projekt von CASE. Unter dem Begriff CASE wird die strategische Ausrichtung bei Mercedes-Benz Cars zusammengefasst, die die Zukunftsthemen „Vernetzung (Connected)“, „autonomes Fahren (Autonomous)“, „flexible Nutzung (Shared & Services)“ und „elektrische Antriebe (Electric)“ zu einer Einheit bündelt. Auf dem Weg zum Mobilitätsanbieter baut das Unternehmen sein Premium-Serviceangebot kontinuierlich weiter aus.

Bild: Croove (alle Rechte vorbehalten)

Finanzierung für Carsharing Dienst Getaround

Der peer-to-peer Carsharing Dienst Getaround hat eine weitere Finanzierung eingesammelt. Insgesamt 45 Mio. US$ werden von Braemer Energy Ventures, Toyota und weiteren Investoren in das Unternehmen investiert. Toyota hat ich bereits im vergangenen Jahr mit etwa 10 Mio. US$ an dem P2P Carsharing Startup beteiligt. Insgesamt hat das Unternehmen bisher 85 Mio. US$ seit der Gründung im Jahr 2009 eingesammelt.

Privates Carsharing mit Smart Key Box

Das Angebot von Getaround ist mit dem von den Anbietern Drivy oder Croove vergleichbar. Autobesitzer können ihre Fahrzeuge auf der Plattform einstellen und an Nutzer vermieten. Das bietet sich vor allem an, wenn der Fahrzeugbesitzer sein Auto selbst nicht benötigt. Dank der Partnerschaft zwischen Getaround und Toyota können die Nutzer der Fahrzeuge auch ohne Schlüssel öffnen. Die von Toyota entwickelte Connectivity-Box kann ohne großen Aufwand in die Fahrzeuge mit eingebaut werden, so ist ein öffnen und schließen über das Smartphone möglich.

Getaround will weiter expandieren

Mit der Finanzierung will das Carsharing Unternehmen weiter expandieren. Bisher ist der Service in 13 Städten in den USA aktiv, weitere sollen hinzukommen. Ob die Plattform auch international expandieren möchte, wurde noch nicht kommuniziert. Der Wettbewerber Turo hat diesen Schritt im vergangenen Jahr gewagt. Es folgte eine Expansion nach Großbritannien, da dort viele Turo-Nutzer hin reisen.

Partnerschaft mit Uber

Getaround möchte auch über Partnerschaften wachsen. Vor kurzem wurde eine Kooperation mit Uber bekanntgegeben. Verifizierte Uber-Fahrer können sich bei Getaround anmelden und für eine fixe Rate von fünf US Dollar pro Stunde ein Auto mieten. Die ersten 14 Stunden nach Anmeldung sind für den Fahrer von Uber kostenlos. Die Peer-to-Peer Carsharing Plattform erschließt so eine große Zielgruppe und Uber hat eine weitere Möglichkeit, um Fahrer mit Fahrzeugen zu versorgen. Uber kooperiert bereits mit Hertz, Zipcar und anderen Anbietern, um mehr Fahrer auf die Straße zu bringen.

Bild: Getaround (alle Rechte vorbehalten)

Volvo will Carsharing Dienst weltweit ausrollen

Der Autokonzern Volvo hat angekündigt, dass eine neue Unternehmenssparte gegründet wird, die einen Carsharing Dienst anbieten wird. Der Autobauer will den Service global ausrollen. Ob der Service weltweit stationsbasiert oder free-floating sein wird, ist nicht bekannt.

Bisher bietet der Konzern nur in einigen schwedischen Städten einen Carsharing-Service unter der Marke Sunfleet an. Etwa 50.000 Nutzer teilen sich 1200 Volvo Fahrzeuge. Sunfleet ist als ein stationsgebundenes Angebot konzipiert, die Autos müssen an einer Station abgeholt und wieder abgegeben werden.

Free-Floating Angebote wachsen Stark

Bisher ist noch wenig bekannt, wie das globale Carsharing Angebot von Volvo aussehen wird. In den kommenden Monaten will Volvo bekanntgeben, ob der Service stationsgebunden oder als free-floating Carsharing Dienst aufgebaut wird. Die als free-floating Angebot konzipierten Angebote car2go oder DriveNow sind im vergangenen Jahr stark gewachsen und tendenziell interessanter für Nutzer, da die Buchung und Anmietung flexibler abläuft. Die Kunden können die Fahrzeuge überall im Geschäftsgebiet anmieten und wieder abstellen.

Kooperation zwischen Volvo und Uber

Volvo kooperiert auch mit Uber und liefert die Fahrzeuge, die zu autonomen Ubers umgebaut werden. Mit den autonomen Fahrzeugen bietet Uber einen Ride Hailing Dienst an. Langfristig gesehen werden die Angebote von Carsharing und Ride Hailing verschmelzen, Großstädte werden davon zu erst betroffen sein. Entweder will der Autobauer eine Userbase in den Städten aufbauen, um später selber einen Fahrservice anzubieten. Auf der anderen Seite könnte es aber auch sein, dass sich Volvo auf die kleineren Städte konzentriert und dort einen stationsbasierten Service etablieren möchte. Dort wird es noch länger dauern, bis autonome Shuttle Dienste die Carsharing Angebote ablösen werden.

In Deutschland bietet die Deutsche Bahn mit Flinkster einen stationsgebundenen Service an. Stadtauto und Cambio sind ebenfalls auf dem Markt vertreten. Prominentester Vertreter ist das Unternehmen ZipCar, das in den USA gestartet ist und mittlerweile von Avis aufgekauft wurde.

Bild: Sunfleet (alle Rechte vorbehalten)

PSA-Gruppe übernimmt Carjump – Umbenennung in Free2Move

Die in Berlin gegründete Carjump App wurde erfolgreich an den Automobilkonzern PSA aus Frankreich verkauft. In diesem Zuge wird die App umbenannt und heißt ab sofort Free2Move. Bei der PSA-Gruppe soll die App eine tragende Säule für innovative Mobilitätsdienste bilden. Zu der PSA-Gruppe gehören die Automarken Peugeot und Citroen. Free2Move ist in Deutschland, Österreich, Italien, Schweden und Großbritannien verfügbar. Weitere Länder, darunter Spanien, Frankreich und Niederlande, sind geplant.

Zweiter Verkauf innerhalb von 2 Jahren

Unter dem Nahmen Carjump ist das Unternehmen bereits vor einigen Jahren in Berlin gestartet und wurde in einem früheren Verkauf von den jetzigen Geschäftsführern Michel Stumpe und Fabian Kofler in Zusammenarbeit mit Henri Kühnert übernommen. Mit dem Verkauf an Peugeot und Citroen erfolgt jetzt so zusagen der zweite Exit.

Free2Move bündelt mehrere Anbieter

Das Prinzip der App ist eine Art Meta-Suchmaschine, die die unterschiedlichen Carsharing-Angebote in einer App verbindet. Mittlerweile ist es auch für die Nutzer möglich, sich mittels der App bei einigen Anbietern zu registrieren. Free2Move bündelt mehrere Carsharing-Angebote in einer einzigen App. Nutzer können so ihre verschiedenen Anbieter-Accounts in nur einer App bequem verwalten und Fahrzeuge entsprechend ihrer individuellen Mobilitätsansprüche anbieterübergreifend und spontan bedarfsorientiert buchen. Die App vereint Freefloating- Anbieter mit stationsgebundenen Anbietern und Fahrzeugen von Peer2Peer-Communities. Aber auch alternative Transportmittel, wie Elektroroller, Vespas sowie Fahrräder, sind in der App eingebunden.

Automobilhersteller investieren in Startups aus dem Mobilitätssektor

Wie die anderen Automobilkonzerne auch, will die PSA-Gruppe weltweit führender Anbieter von Mobilitätslösungen und -dienstleistungen zu werden. Den Kunden soll ein Zugang zu den vielfältigsten Mobilitätsdienstleistungen ermöglicht werden. Mit dem Einstieg bei Free2Move treibt die PSA-Gruppe ihre internationale Expansion und Produktentwicklung in dem Geschäftsbereich weiter voran. Bisher ist die PSA-Gruppe an unterschiedlichen Carsharing-Angeboten beteiligt. Mit dem Investment in Free2Move reiht sich ein weiteren Autokonzern in den Trend ein, sich an innovativen Mobilitätsdienstleistungen zu beteiligen. Jüngst hat der französische Automobilkonzern Renault die Reste der insolventen Fahrdienstplattform Karhoo übernommen. Der VW Konzern hat sich an dem Fahrdienst Gett beteiligt und der General Motors Konzern ist bei der Ride-Hailing Plattform Lyft investiert.

Bild: Free2Move (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing-Boom: Anbieter Car2Go und DriveNow stark gewachsen

Fast zeitgleich haben die beiden Carsharing Unternemen DriveNow und Car2go ihre Pressemitteilung zur Jahresbilanz für 2016 verschickt. Die Anbieter der Automobilhersteller Daimler und BMW sind im abgelaufenen Jahr stark gewachsen.

43% Wachstum bei car2go Carsharing

Car2go konnte im Jahr 21 % mehr Mieten verzeichnen und die Zahl der Kunden stieg um 43% auf 2,2 Millionen. Berlin bleibt mit 175.000 Kunden die größte car2go Stadt. Die Nutzung der weltweit 14.000 stieg zwischen dem vierten Quartal 2015 und dem vierten Quartal 2016 um 40%. Insgesamt wurden die Fahrzeuge der Flotte im vergangenen Jahr 22 Millionen Mal angemietet.

Grundsätzlich ist car2go der Ansicht: Je häufiger und länger die Fahrzeuge genutzt werden, desto besser erfüllt das Carsharing seinen Zweck in Großstädten. Die geteilten Autos besetzen dann seltener knappen Parkraum und ersetzen häufiger private Pkw, die zunehmend zu einer Belastung in Großstädten werden.

Auch für 2017 geht das Unternehmen von einem weiteren Wachstum aus. Laut Olivier Reppert, CEO der car2go Group, bleibt Carsharing ein dynamischer Wachstumsmarkt. Das Unternehmen will sein Geschäft durch neue Flotten und Produkte ausweiten. Bei Daimler ist car2go ein Teil des Strategie-Programms CASE.

Mehr als 800.000 Nutzer bei DriveNow

Auch DriveNow konnte ein Kundenwachstum verzeichnen. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Nutzerzahl auf 815.000 registrierte Kunden gestiegen. Das Entspricht einem Wachstum von 42%. Damit ist DriveNow so schnell wie car2go gewachsen.

Die Zahl der Fahrzeuge ist auf über 5.000 gestiegen, etwa 17% der Fahrzeuge sind elektrische BMW i3. Vergleicht man die Anbieter, dann kommen bei beiden Anbietern im Schnitt etwa 160 Nutzer auf ein Fahrzeug. Ein Fahrtvolumen wurde von DriveNow nicht kommuniziert. Wenn man von ähnlichen Kennzahlen wie bei car2go ausgeht, dann wird DriveNow etwa acht Millionen Anmietungen verzeichnet haben.

Im vergangenen Jahr hat DriveNow mit Brüssel und Mailand zwei weitere Standorte eröffnet. Vor allem in Mailand soll die Nachfrage die Erwartungen übertroffen haben. In diesem Jahr sollen zwei bis drei weitere Städte hinzukommen. DriveNow setzt 2017 große Hoffnungen auf das Ende Dezember beschlossene Carsharing Gesetz, das Städten künftig den rechtlichen Rahmen gibt, Carsharing Angebote zu fördern.

Vor Weihnachten gab es Berichte über eine Fusion der beiden Anbieter. Letztendlich hat Sixt die Berichte dementiert. Das Mietwagenunternehmen Sixt betreibt zusammen mit BMW das Angebot DriveNow.

Bild: DriveNow (alle Rechte vorbehalten)

Peer-to-Peer Carsharing Anbieter Turo expandiert nach Europa

Das amerikanische Startup Turo, das einen privaten Carsharing Service anbietet, expandiert nach Europa. Mitte Dezember ist das Unternehmen mit seinem peer-to-peer Carsharing Dienst in Großbritannien gestartet.

Umbenennung in Turo

Turo ist ursprünglich unter dem Namen RelayRides in Boston gestartet, gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 2009. Kurze Zeit später wurde der Sitz nach San Francisco verlegt. Insgesamt kommt das Netzwerk auf eine Finanzierung von 101 Mio. US$. Die Finanzierung kommt unter anderem von Google Ventures und Kleiner Perkins Caufield & Byers.

Auf der Plattform können Fahrzeugbesitzer ihre Autos einstellen und an Privatpersonen vermieten. Die Vermietung wird mit einer Ad-hoc Versicherung abgesichert.

Flächendeckend in den USA

Das Netzwerk ist seit 2012 flächendeckend in den USA aktiv, vor acht Monaten erfolgte die Expansion nach Kanada. Heute hat die Carsharing Plattform zwei Millionen Nutzer und es sind 111.000 Fahrzeuge in 4500 Städten gelistet. Vermieter erlösen im Durchschnitt um die 720 US Dollar pro Monat mit der Vermietung der Fahrzeuge. Bleibt die offenen Frage, welche Fahrzeuge und Nutzer für die Durchschnittsberechnung genutzt werden. Wenn für die Durchschnittsberechnung alle 111.000 Fahrzeuge verwendet wurden, dann würde das einem monatlichen Umsatz von ca. 100 Mio. US$ entsprechen. Das scheint sehr hoch gegriffen. Für die Nutzer sind die Kosten laut Turo um 35% niedriger, als bei einer herkömmlichen Autovermietung, wie Sixt oder Europcar.

Weitere Expansion geplant

Turo hat Großbritannien als ersten Markt in Europa gewählt, da die meisten internationalen Nutzer in den USA aus Großbritannien kommen. Außerdem suchen die Turo Nutzer häufig nach Fahrzeugen in Großbritannien. Beides kann dem Unternehmen bei dem Markteintritt helfen. In England will Turo mit lokalen Autovermietungen kooperieren, um von Anfang an eine umfassende Auswahl an Fahrzeugen anbieten zu können.

Model auch in Deutschland aber wenig beliebt

In Deutschland sind zeitgleich mit dem gleichen Geschäftsmodell gestartet. Zu den bekanntesten gehören Tamyca, Autonetzer oder Nachbarschaftsauto. Autonetzer und Nachbarschaftsauto haben sich erst zusammengetan, später wurde das fusionierte Unternehmen vom dem französischen Anbieter Drivy übernommen. Im letzten Jahr ins Opel mit einer Plattform für privates Carsharing gestartet, im Dezember diesen Jahres folgte Daimler mit der Plattform Croove. Es ist nicht bekannt, wie viel ein Vermieter durchschnittlich in Deutschland erlöst. Es dürften aber weitaus weniger, als die 720 US$ bei Turo sein.

Bild: Turo (alle Rechte vorbehalten)

Toyota gründet Plattform für Mobilitätsdienstleistungen

Vor kurzem hat sich der japanische Automobilkonzern Toyota an der amerikanischen Peer-2-Peer Carsharing Plattform Getaround beteiligt. In einer Meldung veröffentlicht Toyota jetzt den Plan für den Start einer Mobilitätsplattform, die mehrere Services verknüpfen soll. Es werden Flotten- und Servicebetreiber sowie  Versicherungen direkt mit eingebunden. Ein erstes Pilotprojekt soll 2017 mit dem US-Startup Getaround in San Francisco gestartet werden.

Die neue Plattform ergänzt und erweitert Geschäftsmodule wie Flottenmanagement-Systeme und Leasing-Programme speziell für die Anbieter von Mobilitätsdiensten. Der Betreiber kann einzelne oder alle Funktionen auswählen und nutzen. „Wir arbeiten als Anbieter einer Mobilitätsplattform mit verschiedenen Unternehmen und Dienstleistern zusammen, um unseren Kunden eine sicherere und komfortablere Fortbewegung zu ermöglichen“, erläutert Shigeki Tomoyama, Präsident der Connected Company von Toyota.

Ein Teil der neuen Plattform ist eine sogenannte Smart Key Box. Sie wird im Fahrzeug platziert und soll so den Autoschlüssel ersetzen. Die Smart Key Box ist in der Lage, via Bluetooth Low Energy Signalen mit Smartphones zu kommunizieren. In Verbindung mit autorisierten Smartphone Apps können die Fahrzeugtüren geöffnet und der Motor gestartet werden. Die Box soll sich ohne großen Aufwand integriere lassen und ist vor allem für privates Carsharing interessant. Car-Sharing-Anbieter müssen dadurch weder eine Abholstation für den Schlüssel betreiben noch Änderungen an der Motorsteuerung vornehmen.

Einen ersten Feldversuch startet Toyota gemeinsam mit dem US-amerikanischen Car-Sharing-Dienst Getaround, an dem der Konzern über ein strategisches Investment beteiligt ist. Beide Unternehmen wollen ab Januar 2017 die Vorzüge der neuen Schlüsselbox in der Metropolregion San Francisco testen. „Unser Ziel bei Getaround war schon immer, Car-Sharing immer und überall zu ermöglichen. Die Kombination unserer Erfahrung und Car-Sharing-Technologien mit den Toyota Mobilitätsdienstleistungen eröffnet Toyota Kunden und dem rasant wachsenden Car-Sharing-Markt neue Möglichkeiten“, erklärt Sam Zaid, Gründer und CEO von Getaround.

Eine Smart Key Box wird bereits von dem europäischen peer-to-peer Carsharing Anbieter Drivy angeboten, dort heißt das Angebot Drivy Open. Die von Daimler gestartete private Carsharing Plattform Croove verzichtet vorerst auf eine digitale Schlüsselbox. Zu einem späteren Zeitpunkt soll diee auch dort verfügbar sein.

Bild: Toyota (alle Rechte vorbehalten)

RideCell mit White Label Carsharing Plattform

Das amerikanische Startup RideCell will seine Carsharing Plattform etablierten Autoherstellern anbieten, damit diese einen Carsharing Service unter ihrem Markennamen anbieten können. Nicht nur für Autokonzerne sonder auch für Mietwagenunternehmen kann die Lösung interessant sein.

Auf der Automesse AutoMobility in Los Angeles hat das Unternehmen RideCell seine Carsharing Software-Plattform vorgestellt, die es etablieren Autokonzernen ermöglichen soll, ohne erheblichen Aufwand Mobilitätsdienstleistungen zu starten. Von RideCell kommt dabei die technische Basis, die nach Wünschen der Kunden angepasst wird. Die Fahrzeuge werden von den Kunden, wie z.B. Automobilhersteller zur Verfügung gestellt und gewartet. Die technische Lösung des Unternehmens übernimmt dabei Funktionen, wie Registrierung der Nutzer, Überprüfung von Dokumenten, dynamische Preisgestaltung, Reservierungsprozess, Verknüpfung von Fahrern und Mitfahrern, Abrechnung, usw.

Die Plattform soll in der Lage sein, Ridesharing oder Free-Floating Carshring Dienste anbieten zu könne. Auch eine Kombination von beidem soll möglich sein. Das würde bedeuten, dass sich Nutzer ein Carsharing-Auto ausleihen können, um damit Ridesharing-Dienste anbieten zu können.

Bleibt abzuwarten, wie viele Konzerne von dem Angebot überzeugt werden können. Schließlich betreiben einige Autobauer schon eigene Carsharing Angebote in Eigenregie oder in Zusammenarbeit mit einem anderen Technologieanbieter. Gruddstätzlich will RideCell an dem sich verändernden Mobilitätsverhalten partizipieren. In Städten entscheiden sich immer weniger Menschen für den Kauf eines eigenen Autos, gleichzeitig steigt der Bedarf an flexiblen Mobilitätsdienstleistungen, wie Fahrdienste oder eben Carsharing.

An RideCell ist auch BMW beteiligt. Die Software des Unternehmens bietet die Grundlage für den Carsharing Service ReachNow von BMW in den USA. Warum BMW für das Pendant zu DriveNow eine andere Lösung nutzt, ist nicht ganz klar. ReachNow hat angekündigt, demnächst auch einen Ridesharing Service anbieten zu wollen, bei dem die Fahrgäste mit den auf der Plattform befindlichen BMW und Mini Modellen befördert werden.

RideCell wurde bereits im Jahr 2009 gegründet und über die Software wurden mehr als 15 Mio. Fahrgen abgewickelt. Zu den Kunden gehören neben BMW auch 3M oder SouthWest Transit.

Bild: RideCell (alle Rechte vorbehalten)