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Neuer Car-Sharing Dienst Oply startet in München

Trotz der der Stärke von DriveNow und car2go traut sich ein neuer Car-Sharing Dienst auf die Straßen in München. In einem ersten Schritt werden in München 100 Fahrzeuge von dem Unternehmen Oply bereitgestellt. Eine Expansion in weitere Städte soll im Laufe des Jahres erfolgen. Gesteuert wird Oply von dem luxemburgischen Mobilitätsanbieter ExaMotive, hinter dem der früherer CiteeCar COO Mauro Mariani steht. Finanziert wird das Vorhaben unter anderem von chinesische Investoren, darunter der Automobilkonzern SAIC sowie das Investmentunternehmen Sailing Capital. Die deutsche GmbH wir von Katharina Wagner geführt, die zuvor bei car2go in leitender Position tätig gewesen ist.

Mischung aus free-floating und stationsbasiert

Vom Konzept her ist Oply Car-Sharing eine Mischung aus free-floating und stationsbasiert. Die Fahrzeuge sind jeweils einer bestimmten Nachbarschaft zugeordnet, wo sie nach der Mieter wieder zurückgebracht werden. Die Zonen sind in der Regel 500 x 500 Meter groß. Das sorgt für ein geringes Level an Flexibilität für den Nutzer und für den Anbieter werden kostspielige Re-Positionierungen der Fahrzeuge vermieden.

Flotte von Sportwagen bis Transporter

In München steht eine Flotte aus Ford Fiesta, Ford Focus Kombi, Mazda MX5 und Renault Trafic Fahrzeugen zur Verfügung. Die unterschiedlichen Kategorien von Sportwagen bis hin zu Transporter ermöglichen aus Nutzersicht schon mal mehr Flexibilität als bei den meisten Mitbewerbern.

Zwei Preismodelle für Kurz- und Langzeitmiete

Bei den Preisen bietet das Car-Sharing Unternehmen zwei unterschiedliche Kategorien. In dem Preis sind Bestandteile wie Reinigung, Versicherung und teilweise auch Benzin bereits enthalten.

In der Kategorie FLEX zahlt der Nutzer eine Mietgebühr pro Stunde. Je nach Fahrzeugklasse sind die Preise unterschiedlich. Die City & Family Fahrzeuge kosten bei 6 Euro / Stunde, ein Transporter ist für 9 Euro / Stunde zu haben.

Mit der Kategorie PLAN werden Nutzer angesprochen, wie über einen längeren Zeitraum ein Fahrzeug benötigen. Die minimale Mietdauer liegt bei 12 Stunden, maximal kann ein Fahrzeug 27 Tage gemietet werden. Die Kosten dafür belaufen sich auf 35 bzw. 59 Euro für 12 Stunden, bzw. Auf 45 oder 75 Euro pro Tag.

Durch die Preismodelle, basierend auf Stunden- oder Tagespauschale zielt das Unternehmen eher auf Nutzer ab, die für einen längeren Zeitraum ein Fahrzeug benötigen. Dank der günstigen Preise von 6 Euro / Stunde ist das Angebot aber auch eine attraktive Alternative zu den Anbietern DriveNow oder car2go, die minutenbasiert abrechnen. Ab ca. 20 Minuten Fahrzeit ist Oply trotz Stundenpreis günstiger als die Mitbewerber. Eine Fahrtzeit von 20 Minuten wird in Städten wie München schnell überschritten.

Alternative zum eigenen Auto

Oply sieht sich selbst als Alternative zum eigenen Auto und als Ergänzung zu den bestehenden Verkehrsangeboten bestehend aus ÖPNV, Mikromobilitätslösungen wie Free-Float-Carsharing oder Taxi und autofreiem Individualverkehr wie dem eigenen Fahrrad. ExaMotive Gründer Mauro Mariani ist der Meinung: „Oply ist für all die Fälle gedacht, in denen das Auto meist die beste Lösung ist. Damit ergänzen wir das städtische Verkehrsangebot aus Unsere Vision ist, dass innerstädtische Mobilität zukünftig ganz ohne das Privatauto auskommen wird. Die Kombination unterschiedlicher Mobilitätskonzepte wird es den Städtern ermöglichen, für jede Situation das passende Verkehrsmittel wählen zu können. Wir sind überzeugt davon, dass Oply hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten wird.“

Bild: Oply (alle Rechte vorbehalten)

Daimler und BMW vor Einigung bei Fusion der Mobilitätsdienste

Die beiden Automobilkonzerne BMW und Daimler scheinen sich laut Manager Magazin auf eine Fusion unterschiedlicher Mobilitätsdienste geeinigt haben. Im Fokus wird die Fusion der beiden Carsharing Dienste DriveNow und car2go stehen, aber auch andere Dienste sollen von beiden Partnern in das Unternehmen mit eingebracht werden. Der Sitz des Gemeinschaftsunternehmens soll in Berlin sein.

Partner auf Augenhöhe im neuen Unternehmen

In das Gemeinschaftsunternehmen, an dem beide Konzerne 50% halten werden, sollen auch die Dienste MyTaxi und Moovel von Daimler sowie ParkNow und ReachNow von BMW mit einfließen. Die genannten Unternehmen gehören zu 100% den jeweiligen Konzernen. Die Daimler-Beteiligungen, wie Blacklane, Chauffeur Privé oder CleverShuttle scheinen nicht mit in das Gemeinschaftsunternehmen zu wandern. ReachNow ist der Carsharing, bzw. Ride-Hailing Ableger von BMW in den USA und China.

Lange Verhandlung über Fusion der Mobilitätsdienste

Über die Fusion wird schon seit über einem Jahr spekuliert, so lange soll auch schon über Details verhandelt werden. In den letzten Wochen haben sowohl BMW als auch Daimler die jeweiligen Car-Sharing-Partner Sixt und Europcar aus den Unternehmen DriveNow und car2go herausgekauft. Diese Schritte wurden als Vorboten für eine bevorstehende Fusion gesehen. Zugleich nutzt der Autovermieter Sixt die gewonnene Freiheit, um eine eigene Car-Sharing und Mobilitätsplattform aufzubauen.

Mit ausreichend Schlagkraft in die Zukunft?

Wenn die Gespräche über eine Fusion schon so lange gedauert haben, ist fraglich, ob das neue Unternehmen eine hohe Schlagkraft entwickeln kann, oder durch Bürokratie und Verhandlungen ausgebremst wird. Daraus könnte sich ein Vorteil für die andere Markteilnehmer entstehen.

Durch die Fusion zu einer Plattform, wollen sich die beiden Hersteller gegen die dominierende Konkurrenz Uber, Lyft oder Didi Chuxing positionieren. Im Vergleich zu den genannten Plattformen ist auch das geplante Gemeinschaftsunternehmen ein Zwerg. Die Carsharing Anbieter kommen zusammen auf etwa 4 Mio. Nutzer. Die Zahl Nutzer aller Dienste zusammen, die in die Fusion mit einfließen sollen, dürfte bei unter 20 Mio. liegen. Plattformen wie Uber und Didi haben Nutzerzahlen im hohen dreistelligen Millionenbereich.

Bild: DriveNow (alle Rechte vorbehalten)

Car-Sharing: Daimler übernimmt Anteile an car2go von Europcar – weiterer Schritt zur Fusion mit DriveNow?

Daimler Mobility Services übernimmt alle Anteile an der car2go Europe GmbH von Joint Venture Partner Europcar Group. Durch den Erwerb der car2go Europe Anteile wird Daimler Mobility Services alleiniger Eigentümer von car2go Europe, sobald die Genehmigung durch die zuständigen Behörden erfolgt ist. Einen ähnlichen Schritt hat kürzlich der Mitbewerber BMW mit DriveNow vollzogen. BMW hat dem Autovermieter Sixt alle DriveNow Anteile für einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag abgekauft.

Weiterer Schritt zur Fusion mit DriveNow?

„In den letzten Monaten haben wir mit gezielten Investitionen in Mobilitätsdienste unser Portfolio erweitert und unser Mobilitäts-Ökosystem weiter verstärkt. Mit der kompletten Übernahme der car2go Europe Anteile folgen wir dieser Strategie“, erklärte Jörg Lamparter, Head of Mobility Services bei Daimler. Der Schritt kann als weiterer Vorbote für eine geplante Fusion von Mobilitätsdiensten der beiden großen Premiumhersteller gesehen werden. Gerüchten zufolge wollen beide Unternehmen eine Joint Venture gründen, in das Mobility Services wie DriveNow, PartNow, car2go und co. eingebracht werden sollen. Ohne Europcar und Sixt wird dieses Ziel einfacher zu erreichen sein.

Daimler baut Mobilitätsportfolio weiter aus

Offiziell heißt es, dass Daimler Mobility Services das Mobilitätsportfolio und die Kundenbasis weiter ausbauen will – gleichzeitig werden die Nutzer von der Bündelung von Mobilitätsprodukten weiter profitieren. Aus 24 Millionen Anmietungen allein im Jahr 2017 hat car2go wertvolle Erkenntnisse über die Wünsche der Kunden erlangt. Diese Erkenntnisse sind eine wertvolle Grundlage für die CASE-Strategie von Daimler, mit der sich das Unternehmen zu einem vollständig verbundenen, autonomen gemeinsamen Portfolio von Elektrofahrzeugen entwickeln möchte. car2go verfügt über Algorithmen zur Vorhersage der Mobilitätsnachfrage, die eine gezielte Steuerung der Flotten erlaubt. Das Know-how ist ein wesentliches Element für die Steuerung autonomer Fahrzeug-Flotten.

17,8 Millionen Kunden nutzen car2go, moovel und mytaxi

Zusätzlich zu car2go zeichnet Daimler Mobility Services für moovel und mytaxi verantwortlich: Die Mobilitätsplattform moovel bietet On-Demand-Zugang zu verschiedenen Mobilitäts-angeboten einschließlich Buchung und Bezahlung. mytaxi ist Marktführer unter den Apps für Taxibestellungen in Europa. Außerdem hält Daimler Mobility Services Minderheitsanteile an Blacklane, Careem, Flixbus, Turo und Via. Bei car2go, moovel und mytaxi mit ihrer Präsenz in über 100 Städten Europas, Nordamerikas und Chinas sind insgesamt 17,8 Millionen Kunden registriert

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Text basiert auf der Pressemitteilung der Daimler AG

Mobility Services: Volkswagen wird in Ruanda aktiv

Der Volkswagen-Konzern hat sich das afrikanische Land Ruanda als Testfeld für Mobility Services ausgesucht. In Deutschland und anderen Ländern sucht man Car-Sharing und Ride-Sharing Dienste von Volkswagen vergeblich. In Ruanda werden von Volkswagen 16 Mio. Euro investiert, ein Teil davon in die oben genannten Mobility Services.

Carsharing Flotte für Kigali

In einem ersten Schritt werden in den kommenden Monaten 150 Car-Sharing Fahrzeuge in der Hauptstadt Kigali ausgerollt, später sollen weitere Fahrzeuge hinzukommen, die für einen Ride-Sharing Dienst genutzt werden sollen. Die Learnings aus den Angeboten in Ruanda sollen Volkswagen dabei unterstützen, Mobility Services in anderen Ländern auszurollen.

Lokale Produktion soll aufgebaut werden

Die Fahrzeuge sollen aus mittelfristig lokaler Produktion kommen. Bis Mitte 2018 sollen einige hundert Fahrzeuge in Ruanda montiert werden, später soll die Produktion auf 5000 Fahrzeuge pro Jahr wachsen. Ein ähnliches Modell fährt Volkswagen schon in Nigeria und Kenia – dort werden Fahrzeuge für den lokalen Markt produziert und auch nach Südafrika exportiert.

Bevölkerung Ruandas technikfreunlich und jung

Volkswagen sieht in Ruanda einen attraktiven Markt für neue Mobility Services. Die Bevölkerung ist im Schnitt sehr jung (Durchschnittsalter unter 20 Jahren), modern und technikfreundlich. Viele können sich kein eigenes Auto leisten, deswegen ist es für Mobilitätsdienste bestens geeignet. Nach dem Bürgerkrieg hat sich das Land zu einem Boom-Land in Afrika entwickelt. Etwa 13 Mio. Menschen wohnen in dem Land, 1.2 Mio. davon in der Hauptstadt Kigali.

Bei der für das Car- und Ride-Sharing Angebot benötigte IT-Setup soll von lokalen Startups entwickelt werden. Dabei geht es vorwiegend um die Apps für Nutzer und Fahrer und das benötigte Flottenmanagement. In anderen Ländern arbeitet Volkswagen mit Anbietern wie RideCell oder Vulog zusammen.

Anbieter wie Uber oder Taxify betreiben schon einen Ride-Sharinge Dienst in einigen afrikanischen Ländern, Ruanda gehört bisher aber nicht dazu. Taxify ist in Ländern wie Kenia, Uganda oder Tansania aktiv. Uber in Ghana, Kenia oder Südafrika.

Bild: Volkswagen AG (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing Jahresrückblick 2017: Wie entwickeln sich DriveNow und car2go

In den letzten Tagen haben sowohl DriveNow als auch car2go eine Zusammenfassung des Geschäftsjahres 2017 kommuniziert. Wir haben beide zusammen gefasst.

Mehr Nutzer – längere und höhere Auslastung

Das Geschäft von car2go ist im vergangenen Jahr dynamisch gewachsen. Die drei Kennzahlen Kunden, Mietdauer und Auslastung konnten verbessert werden. Fast 3 Millionen Kunden (2.97 Mio., um genau zu sein), nutzen das Carsharing-Angebot aus dem Hause Daimler. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Kundenzahl damit um 30% gewachsen. Die beliebtesten Städte sind in China und Europa. Die meisten Kunden hat car2go in Chingqing in China (234.000 Nutzer), gefolgt von Berlin (219.000) und Madrid (190.000). In den USA und Kanada sind mittlerweile mehr als eine Millionen Nutzer registriert.

Die eingeführten Stundenpakete, die Konkurrent DriveNow schon seit Jahren anbietet, haben dafür gesorgt, dass sich die Mietdauer um 30 % erhöht hat. Die Anzahl der Fahrzeugmieten stieg auf 24 Millionen im Vergangenen Jahr. Die Nutzung der insgesamt rund 14.000 Fahrzeuge nahm im Laufe des Geschäftsjahres 2017 um rund 38 Prozent zu. Daraus lässt sich folgern, dass jedes Fahrzeuge zwischen vier und 5 mal pro Tag gebucht wird. Um die Wünsche der Kunden zu erfüllen, hat car2go auch 2017 seine Flotte durch neue smart und Mercedes-Benz Modelle erweitert.

25 Prozent Wachstum bei DriveNow

Auch DriveNow zieht eine positive Bilanz. Die Zahl der Nutzer stieg im vergangenen Jahr um rund 25% und hat die Marke von einer Million Kunden im Oktober 2017 durchbrochen. Mit Lissabon und Helsinki kamen zwei weitere europäische Städte hinzu. Die Städte werden durch lokale Franchise-Partner betrieben und nicht durch DriveNow direkt. In Deutschland konnte DriveNow die Zahl der Kunden auf 720.000 steigern.

Bei DriveNow sieht man auch, dass sich die Zielgruppe weiter differenziert. Zu Beginn haben vor allem junge, trendbewusste und Technologie-affine Menschen das Angebot der Münchner genutzt. Mittlerweile setzen auch ältere Menschen, Familien und Geschäftsreisende auf das Thema Carsharing.

DriveNow erweitert in Hamburg seine E-Flotte

Dass Carsharing als ein entscheidender Treiber der Elektromobilität dienen kann, wurde in Hamburg deutlich. Hier erweiterte DriveNow seine Elektroflotte letztes Jahr von 70 auf über 200 BMW i3. Damit setzte der Carsharer einen Teil des ‚Memorandum of Understanding‘ um, welches zwischen der Freien und Hansestadt Hamburg und der BMW Group vereinbart worden war. Ziel ist es, der Elektromobilität in der Elbmetropole flächendeckend zum Durchbruch zu verhelfen. DriveNow plant, in einem weiteren Schritt die elektrifizierte Flotte bis 2019 auf bis zu 550 Stromer auszubauen – abhängig von der weiteren Entwicklung der Ladeinfrastruktur. Die Stadt Hamburg hat in der Kooperationsvereinbarung das Ziel festgeschrieben, bis 2019 insgesamt über 1000 öffentliche Ladepunkte zu implementieren sowie dedizierte Parkplätze für E-Fahrzeuge einzurichten.

„Das Beispiel Hamburg macht deutlich, dass das Henne-Ei-Problem zu lösen ist: Die zuständigen staatlichen Stellen bauen die Ladeinfrastruktur nur schleppend aus, weil es zu wenige Elektroautos gibt. Auf der anderen Seite steigt die Anzahl der Stromer nur langsam, weil es mitunter an entsprechender Infrastruktur mangelt. Die Kooperation zeigt, dass einiges bewegt werden kann, wenn Unternehmen und Kommunen an einem Strang ziehen und ehrgeizige Ziele formulieren“, erläutert Geschäftsführerkollege Sebastian Hofelich.

Neben DriveNow betreibt BMW in den USA und China unter der Marke ReachNow ein weiteres Car- bzw. Ride-Sharing Angebot. Die Zahlen von ReachNow fließen nicht in die Geschäftszahlen von DriveNow mit ein.

Ausblick für 2018

Für 2018 wäre es wünschenswert, wenn die lokalen Anbieter nicht nur die App mit innovativen Ideen verbessern und schöne neue Fahrzeug-Modelle auf die Straßen stellen, sondern auch darüber nachdenken, mit welchen weiteren Verkehrsmitteln das jeweilige Carsharing Angebot zu einer umfassenden Mobilitäts-Plattform ausgebaut werden kann. Ziel muss es sein, immer mehr Leute dazu zu bewegen, auf das eigene Auto zu verzichten – das funktioniert nur mit einem nahtlosen Angebot, das schnell zugänglich ist. Asiatische Mobility Anbieter können als Vorbild genutzt werden.

Bild:  car2go / Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Mobilität in China: Didi Chuxing steigt ins Carsharing ein

Es ist beeindruckend, mit welchem Tempo der Chinesische Anbieter Didi Chuxing sein Mobilitätsangebot ausbaut. Dahinter verbirgt sich eine durchdachte Strategie, von der andere Anbieter und vor allem deutsche Unternehmen lernen können. Nach den zahlreichen Angeboten, wie Ride-Sharing, Pooling, Gebrauchtwagenplattform oder Bikesharing wird jetzt auch in Car-Sharing investiert.

Carsharing in China wächst rasant

Mindestens eine Milliarde Yuan, was etwa 120 Mio. Euro entspricht, soll in ein Carsharing Angebot gesteckt werden. Der Bedarf nach Mobilität in China steigt unaufhaltsam und da sich viele keine eigenes Auto, bzw. einen Parkplatz dafür leisten können, erfreuen sich alternative Mobilitätsangebote steigender Beliebtheit. Car-sharing gehört dazu und wächst seit geraumer Zeit.

Offene Plattformen für Carsharing

Anscheinend will Didi eine Art offene Plattform schaffen, auf der auch andere Autovermietungen und Händler die Fahrzeuge fürs Car-Sharing zur Verfügung stellen können. Die Nutzer können die Autos einfach über eine App anmieten.

Didi wird dadurch gleichzeitig die Situation für die registrierten oder potentiellen Ride-Sharing Fahrer verbessern. Diese bekommen durch die Car-Sharing Plattform die Möglichkeit, kurzfristig ein passendes Auto für den Fahrdienst mieten zu können.

Vor allem Elektro-Flotten

Die größte Carsharing Plattform in China EvCard hat 8400 in 20 Städten, alle Fahrzeuge sind Elektroautos. Erst kürzlich hat BMW mit der eigenen Mobility Marke ReachNow eine Partnerschaft mit EvCard geschlossen, um Premium-Carsharing anbieten zu können. Insgesamt existieren um die 30.000 Carsharing Fahrzeuge in China, 95 Prozent sind Elektroautos, Plugin-Hybride oder Brennstoffzellen-Autos.

Auch Didi hat sich den alternativen Antrieben verschrieben. Im November wurde bekanntgegeben, dass Didi in einem Joint-Venture eine Ladeinfrastruktur aufbauen will. Bis 2020 soll die Zahl der Elektro-Fahrzeuge auf der Plattform von aktuell 260.000 auf eine Millionen ansteigen.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Mobilitätsgarantie mit Ride- und Carsharing: Free2Move und Uber kooperieren in Berlin und München

Mit einer Kooperation von Uber und dem Carsharing Aggregator Free2Move wachsen Ride-Sharing und Carsharing weiter zusammen. Die beiden Unternehmen haben eine Zusammenarbeit vereinbart, die in Berlin und München getestet wird. Bei Erfolg sollen weitere Städte in Europa und den USA hinzukommen.

Uber als Alternative in Stoßzeiten

Auch wenn Carsharing in Deutschland stetig wächst, gibt es gerad zu Stoßzeiten in den Innenstädten noch Versorgungslücken. Wer kennt das Szenario nicht: Um zu einer Verabredung zu kommen, möchte man ein Auto oder einen E-Scooter eines Sharing-Anbieters nutzen. Kurz bevor es losgehen soll, wird die App auf dem Smartphone geöffnet und mit Entsetzen stellt man fest, dass kein passendes Fahrzeug im näheren Umkreis verfügbar ist. Genervt greift man auf den ÖPNV oder das Taxi zurück.

Link zu Uber wird in Free2Move App integriert

Für das beschriebene Szenario will jetzt das von der PSA Group übernommene Free2Move eine Lösung anbieten. Durch den Zugriff auf mehrere Anbieter ist das Risiko bei Free2Move zwar deutlich geringer, aber ganz ausgeschlossen ist es nicht, dass kein Fahrzeug verfügbar ist. Nun geht das Unternehmen den konsequenten nächsten Schritt und addiert einen weiteren wichtigen Baustein zu seinem Werkzeugkasten: Ride-Sharing in Kooperation mit dem Vermittlungsdienst Uber. Immer wenn der User kein passendes Carsharing Fahrzeug in seiner Umgebung finden kann, bekommt er einen Button auf der Oberfläche angezeigt, mit dem er ein von Uber vermitteltes Fahrzeug rufen kann. Das bringt ihn in gewohnter Uber-Qualität an seinen Zielort.

Carsharing und Ride-Sharing werden verschmelzen

Die Kooperation der beiden innovativen Mobilitätsanbieter ist für die Nutzer eine gute Nachricht. So steigt die Wahrscheinlichkeit, dass man auch ohne eigenes Auto stressfrei, günstig und sicher ans Ziel kommt. In den kommenden Jahren werden die Carsharing und Ride-Sharing Dienste zu einem Angebot verschmelzen. Die Serienreife von autonomen Autos wird dazu führen, dass Carsharing in Ridesharing-Angeboten aufgehen werden.

Bild: PSA Group (alle Rechte vorbehalten)

Autovermietung: Drivy startet sein Angebot in Großbritannien – und stärkt damit seine Position als Marktführer in Europa

Die Autovermietung Drivy, mit 1,5 Millionen Nutzern der größte Marktplatz für Autovermietungen in Europa, startet heute mit seinem Carsharing-Service in London und stärkt damit seine europäische Marktführerschaft. Bis Ende 2018 ist zudem die Ausweitung des Angebots auf alle Großstädte in Großbritannien geplant. Dieser Schritt ist Teil der Expansionsstrategie des französisches Startups, die mit der letzten Finanzierungsrunde über 31 Millionen Euro realisiert wird. Damit ist Drivy derzeit in sechs europäischen Ländern – Frankreich, Deutschland, Spanien, Österreich, Belgien und Großbritannien – vertreten. In Deutschland wächst das Startup seit 2014 kontinuierlich: Allein in den letzten 12 Monaten hat sich die Nutzerzahl vervierfacht und die Zahl der Anmietungen verdoppelt. Beim Fahrzeugangebot konnte Drivy ein Plus von über 50 Prozent verzeichnen.

Shared Mobility in London wächst

Paulin Dementhon, Gründer und CEO von Drivy, kommentiert die Markteinführung wie folgt: „Die Londoner haben Shared Mobility bereits gut angenommen, sei es durch Auto-Clubs, Ride-Sharing oder Fahrradvermietungen. Wir freuen uns darauf, unser Win-Win-Modell, mit dem wir bereits in vielen anderen europäischen Städten erfolgreich wachsen konnten, nun auch in London anzubieten: Wir unterstützen Autobesitzer dabei, mit ihrem Fahrzeug Geld zu verdienen, wenn sie es selbst nicht benötigen und geben Autofahrern die Möglichkeit, ein Auto schnell, in der Nähe und zu einem günstigen Preis zu mieten.“

Autovermietung mit Fahrzeugen von privaten und gewerbliche Nutzern

Zahlreiche Londoner, sowohl private als auch gewerbliche Nutzer, sind vom Drivy-Angebot bereits überzeugt und haben ihr Fahrzeug auf der Plattform eingestellt. Innerhalb einer Woche nach Pre-Opening des Angebots in London standen bereits mehr als 100 Autos auf Drivy zur Verfügung. 30 von ihnen sind mit der exklusiven „Drivy Open“-Technologie ausgestattet. Sie ermöglicht es den Nutzern, das Fahrzeug bei der Anmietung über die Smartphone-App zu öffnen und die Übergabe des Autos selbstständig in wenigen Minuten durchzuführen. Auf diesen vielversprechenden Start will das Unternehmen nun zunächst aufbauen und ein schnelles Wachstum in London generieren, bevor im nächsten Schritt die landesweite Expansion folgt.

Vollständig Smartphone-basiertes Kundenerlebnis

Mit seinem Modell der Autovermietung – das auf dem Nachbarschaftsprinzip ohne Vermittlungsagentur beruht und ein vollständig Smartphone-basiertes Kundenerlebnis mit einer umfassenden Versicherung und Pannenhilfe bietet – gibt Drivy Menschen die Möglichkeit, ein Auto für einen kleinen Preis zu nutzen, die laufenden Kosten für ein eigenes Auto zu sparen und dabei die urbane Mobilität und Umwelt positiv zu beeinflussen. Dies sei seine langfristige Vision, erklärt Paulin Dementhon: „Drivy ist eine innovative Lösung, die den Alltag der Menschen erleichtert und gleichzeitig auf positive Weise zu mehr Nachhaltigkeit im urbanen Raum beiträgt. Eine intelligente Technologie erhöht die Nutzung von Shared-Mobility-Angeboten. Wir beobachten langsam einen kulturellen Wandel weg vom Autobesitz und hin zu mehr Zugang zu Mobilität nach Bedarf. Das treibt die Nachfrage nach Lösungen wie Drivy an – in London und anderswo.“

Seit seinem Markteintritt 2010 verfolgt Drivy mit seiner Autovermietung das Ziel, auf seiner Plattform ein konkurrenzloses Netzwerk an Fahrzeugen aufzubauen, um seinen langfristigen Anspruch zu erfüllen und an jeder Straßenecke einen Mietwagen zur Verfügung stellen zu können. Durch kontinuierliche Innovation und Expansion konnte Drivy jedes Jahr ein Wachstum von mehr als 100 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erzielen. Das Unternehmen beschäftigt 100 Mitarbeiter in Paris, Berlin, Barcelona und London.

In London und Großbritannien trifft das Unternehmen auf mehrere Wettbewerber. Vor etwa einem Jahr ist das amerikanische Unternehmen Turo in Großbritannien gestartet, außerdem sind noch Anbieter wir HiyaCar und easyCar Club aktiv. In Deutschland hat sich in den letzten Jahren das Angebot an Plattformen für die private Fahrzeugvermietung konsolidiert, bleibt abzuwarten, ob ähnliches in UK auch passieren wird.

Bild: Drivy (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemitteilung Drivy

car2go veröffentlicht Thesenpapier zum autonomen, voll elektrischen Carsharing

car2go bereitet sich konsequent auf die Zukunft des autonomen, voll elektrischen Carsharings in Städten vor. Der weltweite Marktführer im free-floating Carsharing hat im Zusammenhang mit dem Web Summit, der größten Technologie-Konferenz der Welt in Lissabon, ein Thesenpapier veröffentlicht, das die wesentlichen fünf Voraussetzungen für die Steuerung autonomer Flotten in der Zukunft aufzeigt.

Carsharing als Vorbereitung für autonomes Fahren

„Kaum ein anderes Mobilitäts-Geschäft kann sich so umfangreich auf die Zeit des autonomen Fahrens vorbereiten wie das free-floating Carsharing“, sagt Olivier Reppert, CEO der car2go Group. „Wer autonome Flotten optimal steuern will, muss die Autos genauso managen wie die Software – also über lernende Algorithmen, Big Data und Apps. Wir tun heute schon beides.“

Flotte mit 14.000 Fahrzeugen

car2go steuert bereits Autoflotten mit 14.000 Fahrzeugen in 26 Städten. Damit sammelt das Unternehmen nicht nur für das reine Flottenmanagement wertvolle Erfahrungen,  sondern auch für intelligente Algorithmen zur strategischen Platzierung der Fahrzeuge passend zur Nachfrage. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die so genannte „Demand Prediction“ – die Vorhersage, wann und wo in Kürze ein Auto gebraucht wird.

Fleet Intelligence als Herzstück

„Die Vorhersage der Nachfrage ist ein wichtiger Teil der Steuerung autonomer Flotten“, heißt es dazu im Thesenpapier. „Das Herzstück wird aber die so genannte Fleet Intelligence sein.“ Damit wird entschieden, welches Fahrzeug welche Nachfrage bedienen soll. Die Komplexität dieser Steuerungs-Algorithmen ist groß, da der Einsatz jedes Fahrzeugs Auswirkungen auf alle anderen Autos in den Flotten hat.

„Für das Carsharing wird der Einsatz autonomer Fahrzeuge ein weiterer Quantensprung sein, so wie es schon der free-floating Ansatz im Vergleich zum stationären Carsharing war“, so Reppert weiter. „Wir freuen uns auf diese Zukunft und stehen dafür in den Startlöchern.“

Das Thesenpapier steht hier zum Download zur Verfügung.

Bild: Daimler (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemitteilung Daimler

Hertz 24/7 CarSharing testet Streetscooter Work L

Hertz 24/7 CarSharing hat den ersten Streetscooter Work L eingesteuert und setzt ihn in einer Pilotphase am neuen, nachhaltigsten IKEA Einrichtungshaus in Kaarst ein. IKEA-Kunden können ihre Einkäufe so auch emissionsfrei nach Hause fahren.
„Elektromobilität wird in Zukunft auch im Transporterbereich eine große Rolle spielen“, sagt Sabine Wagner, Business Partner von Hertz 24/7 CarSharing Germany. „Wir freuen uns, mit Streetscooter den europaweit führenden Hersteller elektrischer Nutzfahrzeuge als Partner gefunden zu haben, um die Nachfrage an unseren IKEA-Standorten zu testen. Wir sind von einem großen Interesse auf Kundenseite überzeugt und gehen fest davon aus, das emissionsfreie Angebot bei Hertz 24/7 ausbauen zu können.“
Der Streetscooter Work L erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 85 km/h und kann mit bis zu 960 kg beladen werden. Die Reichweite des Fahrzeugs beträgt 80 km, abhängig von Beladung und Fahrverhalten. Entwickelt wurde der Streetscooter im Rahmen einer Forschungsinitiative an der RWTH Aachen. Seit 2014 ist Streetscooter ein Tochterunternehmen der Deutsche Post DHL Group.
Für das Pilotprojekt mit Hertz 24/7 CarSharing wurde zum ersten Mal ein Streetscooter mit der herstellerunabhängigen Carsharing-Technologie von Hertz 24/7 ausgestattet. Als Standort wurde das weltweit nachhaltigste IKEA Einrichtungshaus ausgewählt, der kürzlich eröffnete „More Sustainable Store“ in Kaarst. Das Fahrzeug ist ab einer Mindestmietdauer von zwei Stunden inklusive 100 Freikilometern für spontane und flexible Anmietungen verfügbar. Die Kosten für den Nutzer betragen ab 14,90 Euro pro Stunde.
Die Kooperation von Hertz 24/7 CarSharing mit IKEA besteht bereits seit mehreren Jahren. An insgesamt 45 Einrichtungshäusern können Kunden einen Transporter von Hertz 24/7 CarSharing mieten, um Einkäufe direkt nach Hause zu fahren. Die Anmietung erfolgt nach einmaliger Registrierung, die online, per App oder am „Hertz 24/7“-Terminal direkt im Einrichtungshaus erfolgen kann. Geöffnet und verschlossen wird das Fahrzeug ganz einfach per PIN-Code. Die Abgabe der Fahrzeuge erfolgt an der Station, an der sie angemietet wurden.

Bild: Hertz (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemitteilung Hertz