Schlagwort-Archive: carsharing

Hertz 24/7 CarSharing testet Streetscooter Work L

Hertz 24/7 CarSharing hat den ersten Streetscooter Work L eingesteuert und setzt ihn in einer Pilotphase am neuen, nachhaltigsten IKEA Einrichtungshaus in Kaarst ein. IKEA-Kunden können ihre Einkäufe so auch emissionsfrei nach Hause fahren.
„Elektromobilität wird in Zukunft auch im Transporterbereich eine große Rolle spielen“, sagt Sabine Wagner, Business Partner von Hertz 24/7 CarSharing Germany. „Wir freuen uns, mit Streetscooter den europaweit führenden Hersteller elektrischer Nutzfahrzeuge als Partner gefunden zu haben, um die Nachfrage an unseren IKEA-Standorten zu testen. Wir sind von einem großen Interesse auf Kundenseite überzeugt und gehen fest davon aus, das emissionsfreie Angebot bei Hertz 24/7 ausbauen zu können.“
Der Streetscooter Work L erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 85 km/h und kann mit bis zu 960 kg beladen werden. Die Reichweite des Fahrzeugs beträgt 80 km, abhängig von Beladung und Fahrverhalten. Entwickelt wurde der Streetscooter im Rahmen einer Forschungsinitiative an der RWTH Aachen. Seit 2014 ist Streetscooter ein Tochterunternehmen der Deutsche Post DHL Group.
Für das Pilotprojekt mit Hertz 24/7 CarSharing wurde zum ersten Mal ein Streetscooter mit der herstellerunabhängigen Carsharing-Technologie von Hertz 24/7 ausgestattet. Als Standort wurde das weltweit nachhaltigste IKEA Einrichtungshaus ausgewählt, der kürzlich eröffnete „More Sustainable Store“ in Kaarst. Das Fahrzeug ist ab einer Mindestmietdauer von zwei Stunden inklusive 100 Freikilometern für spontane und flexible Anmietungen verfügbar. Die Kosten für den Nutzer betragen ab 14,90 Euro pro Stunde.
Die Kooperation von Hertz 24/7 CarSharing mit IKEA besteht bereits seit mehreren Jahren. An insgesamt 45 Einrichtungshäusern können Kunden einen Transporter von Hertz 24/7 CarSharing mieten, um Einkäufe direkt nach Hause zu fahren. Die Anmietung erfolgt nach einmaliger Registrierung, die online, per App oder am „Hertz 24/7“-Terminal direkt im Einrichtungshaus erfolgen kann. Geöffnet und verschlossen wird das Fahrzeug ganz einfach per PIN-Code. Die Abgabe der Fahrzeuge erfolgt an der Station, an der sie angemietet wurden.

Bild: Hertz (alle Rechte vorbehalten)

Text: Pressemitteilung Hertz

Drivy bietet gewerblichen Autovermietungen seine Online-Plattform an

Das französische Carsharing-Startup Drivy – europäischer Marktführer im Peer-2-Peer-Carsharing – hat für seine Plattform neue Kooperationsmodelle für gewerbliche Autovermietungen entwickelt. Ihnen steht nun die Drivy-Infrastruktur zur Verfügung. Unter dem Namen Drivy Pro sind in den vergangenen Monaten die ersten Pilotprojekte mit professionellen Partnern gestartet. Damit sieht sich das junge Unternehmen seiner Vision, die bestmögliche Auslastung für vorhandene Fahrzeugressourcen zu schaffen, ein Stück näher und bereichert seinen Markenkern. „Über Drivy Pro haben gewerbliche Fahrzeug-Anbieter verschiedene Möglichkeiten, die Auslastung ihrer Autos zu erhöhen und sie einer neuen Zielgruppe zugänglich zu machen. Dabei profitieren sie von der bestehenden Drivy-Infrastruktur mit unserem Kunden-Service und -Support“, erklärt Drivy-Deutschlandchef Nils Roßmeisl. „Wir arbeiten bei diesem Konzept bereits erfolgreich seit einigen Monaten mit Anbietern in Berlin, Hamburg und München zusammen. In Österreich gibt es Kooperationen in Wien.“

Der kontinuierliche Anstieg an Mietanfragen machte diese Erweiterung des Angebots notwendig und möglich. „Die Nachfrage ist vorhanden und steigt stetig“, versichert Roßmeisl. „Mit Drivy Pro können wir sie bedienen und die Vermieter haben die Möglichkeit, ihren Markt zu erweitern.“ Kooperationen gibt es für Unternehmen, die bereits einen Fuhrpark besitzen und diesen ganz oder in Teilen über Drivy zur Verfügung stellen, aber auch für Unternehmer, die mithilfe der Plattform in die Autovermietung der nächsten Generation starten wollen. „Drivy Pro eignet sich prinzipiell für alle Unternehmen, die über ein oder mehrere Autos verfügen, die nicht kontinuierlich ausgelastet sind. So zum Beispiel auch für KfZ-Werkstätten“, beschreibt der Drivy Deutschlandchef die Möglichkeiten. In Kombination mit der innovativen Drivy-Technologie „Drivy Open“, bei der sich das Fahrzeug per App öffnen lässt, ermöglicht Drivy Pro seinen Partnern, ihre Fahrzeuge einfach, digital und auch mobil von unterwegs zu verwalten.

 

Über Drivy

Drivy ist die größte Plattform für private Autovermietungen in Europa. Der Dienst ermöglicht es seinen Nutzern, Autos anderer Menschen zu mieten, wann und wo auch immer sie ein Auto benötigen – ob für einen Wochenendausflug, eine Geschäftsreise oder einen Umzug. Sowohl Mieter als auch Autobesitzer sind während der Anmietung umfassend über die Allianz versichert. Der gesamte Anmietungsprozess von der Buchung bis hin zur Abholung und Rückgabe des Fahrzeugs lässt sich mobil per App abwickeln. Dank der kürzlich eingeführten Technologie Drivy Open öffnen Nutzer die Autos mit wenigen Klicks per Smartphone und mieten dadurch noch flexibler. Der Marktplatz wurde 2010 von Paulin Dementhon in Frankreich gegründet und ist heute mit insgesamt 45.000 Autos und 1,5 Millionen Nutzern auch in Deutschland, Spanien, Großbritannien, Österreich und Belgien verfügbar. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 90 Angestellte in Paris, Berlin und Barcelona. Drivys Vision ist es, Autovermietungen effizienter und bequemer als den Besitz eines eigenen Autos zu machen.

Bild und Text: Drivy (alle Rechte vorbehalten)

SaaS Anbieter Vulog sammelt 20 Mio. US$ ein

Vulog, ein Anbieter einer SaaS Lösung für Mobilitätsdienstleistungen hat eine Finanzierungsrunde in Höhe von 20 Mio. US$ eingesammelt. Das Investment kommt von den Investoren Frog Captial, Innen Capital, Bpifrance und ETF. Das neue Investment soll dazu genutzt werden, das Produkt technologisch weiter auszubauen. Gleichzeitig sollen Marketing und Sales weiter gestärkt werden, um schnelle wachsen zu können.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Flexible SaaS Lösung für Carsharing und co.

Das französische Unternehmen bietet eine SaaS Lösung and, die auf die Bedürfnisse der Kunden angepasst werden kann. Zu den Kunden gehören Autovermietungen, Autokonzerne und Startups, die einen Carsharing bzw. RideSharing Dienst betreiben oder betreiben wollen. Die Lösung unterstützt unterschiedliche Setups, wie zum Beispiel ein free-floating System oder auch ein stationsgebundenes Carsharing Setup.

Die Lösung von Vulog verbindet entweder die vom Hersteller verbaute Lösung oder eine von Vulog nachgerüstete in-car Technologie mit einer Mobilitätsplattform, entsprechenden Analytics Tools und einem Backend-System, das für das operative Management der Services notwendig ist. Im Moment werden über die Technologie von Vulog 10 Millionen Fahrten pro Jahr abgewickelt.

Vulog ist international aktiv

Das Unternehmen gehört fast schon zu den alten Eisen unter den Anbietern im Mobility Bereich. Das Unternehmen wurde bereits 2006 gegründete und entwickelt seitdem Technologien für Anbieter von Mobilitätsdienstleistungen. Demnächst soll ein Büro in San Francisco eröffnet werden, bisher arbeiten Teams in Paris, Nizza, Vancouver und Toronto. Zu den Kunden von Vulog gehören Carsharing Anbieter, wie Eva Car Share aus Vancouver, emov in Madrid oder GreenMobility in Kopenhagen.

RideCell mit ähnlichem Ansatz

In den letzten Jahren konnte das Unternehmen stark wachsen und die technische Lösung weiterentwickeln. Wie die Eröffnung des Außenpostens in San Francisco nahelegt, soll der Fokus in Zukunft verstärkt auf dem Nordamerikanischen Markt. Gleichzeitig soll der Service nach Asien expandiert werden. Mehrere Projekte, unter anderem ein Scooter Sharing Dienst sind bereits in der Planung.

Mit dem Angebot positioniert sich Vulog als Mitbewerber zu RideCell aus den USA. Das von BMW finanzierte Unternehmen wird unter anderem für den ReachNow Carsharing und Ridesharing Dienst in den USA genutzt oder von Skoda in Polen.

Bild: Vulog (alle Rechte vorbehalten)

Peer-2-Peer Carsharing: Daimler gibt Croove an Turo ab und Beteiligt sich an dem Unternehmen

Das ging schnell, nach nicht mal einem Jahr verschmilzt die peer-2-peer Carsharing Tochter Croove aus dem Haus Daimler mit dem amerikanischen Marktführer Turo. Gleichzeitig beteiligt sich Daimler in der Series D Finanzierungsrunde, in der insgesamt 92 Mio. US$ in das Unternehmen fließen, an dem Unternehmen. Die Runde wird angeführt von SK Holdings aus Südkorea, mit weiteren Investments von Liberty Mutual Strategic Investment Fund (Versicherung) und Founders Circle Capital. Existierende Investoren gehen ebenfalls mit.

[affilinet_performance_ad size=468×60]

Croove wird zu Turo

Turo ist einer peer to peer Carsharing Plattform, auf der Privatleute oder kleine Flottenbetreiber die Fahrzeuge einstellen und vermieten können. Daimler hat das Startup Croove, das mit einem ähnlichen Modell auf dem Markt aktiv ist, erst im vergangenen Dezember gestartet. Zuerst war das Angebot nur in München aktiv, ein paar Monate später folgten andere Städte, wie Berlin oder Hamburg. Nach dem Investment macht es für Daimler wenig Sinn, die eigene Marke weiterzuführen, deswegen wird das Angebot an Turo abgegeben. Die Markte Croove wird in den kommenden Wochen oder Monaten verschwinden und durch das Angebot von Turo ersetzt.

Strategische Investoren für Turo

Turo holt sich mit Daimler und Liberty Mutual zwei strategische Investoren an Board. Daimler könnte seine Händler dazu ermutigen, einige Fahrzeuge für die Plattform abzustellen. Liberty Mutual ist in den USA schon als Versicherungspartner für das Unternehmen tätig. Auch SK Holdings kann als strategischer Partner interessant sein. Das Unternehmen beliefert unter anderem eine Automobilhersteller und hat eigene Mobility Angebote gestartet. SK könnte dabei helfen, dass die Fahrzeuge einiger Hersteller schon gleich sharing enabled vom Band laufen außerdem ist die Unternehmensgruppe ein starker Partner für eine Expansion nach Asien.

Anscheinend haben mehrere Automobilhersteller Interesse an einem Investment in Turo bekundet. Daimler hat letztendlich den Zuschlag bekommen, da das Unternehmen schon mit einem eigenen peer-2-peer Carsharing Angebot aktiv ist. Das hat Turo gezeigt, dass das Unternehmen ein starkes Interesse hat, ein Model erfolgreich aufzubauen, das auf die geänderten Bedürfnisse der Kunden im Bezug auf Fahrzeugbesitz eingeht.

Peer-2-Peer in Deutschland schwer zu knacken

Das sich Daimler mit einem starken Player zusammentut, kann aber auch als Zeichen gewertet werden, dass der deutsche peer-2-peer Carsharing Markt schwer zu knacken ist. Mittlerweile gehören die vormals drei lokalen Anbieter ausländischen Unternehmen. Der französische Anbieter Drivy hat AutoNetzer und Nachbarschaftsauto übernommen, Tamyca aus Aachen ging vor ein paar Wochen an den Anbieter SnappCar aus den Niederlanden.

Bild: Turo (alle Rechte vorbehalten)

GM will mit Maven Ridesharing Dienst starten

Bisher ist der Automobilhersteller General Motors als Dienstleister und Investoren für Ride Sharing Dienst in Erscheinung getreten. Unter anderem ist GM an dem Fahrdienst Lyft beteiligt und bietet über das Maven Carsharing Programm Autos zur Kurzzeitmiete an, Lyft und Uber Fahrer profitieren dabei von gesonderten Konditionen. Jetzt könnte der Automobilhersteller den nächsten Schritt gehen und einen eigenen on-demand Fahrdienst starten.

Mit Maven soll ein Ridesharing Dienst gestartet werden

Der Konkurrent zu Lyft und Uber könnte von der GM Sparte Maven gestartet werden. Maven wurde vor einiger Zeit gegründet, um die Mobilitätsdienstleistungen wie Carsharing zu bündeln und um Expertise für neue Dienste aufzubauen. Durch die eigenen Aktivitäten und das Wissen, das durch die Beteiligung an Lyft gewonnen wurde, sieht sich General Motors jetzt in der Lage, einen on demand Fahrdienst aufzubauen. Die Frage ist, ob Platz für einen weiteren Dienst ist. Außerdem müsste General Motors viel Geld in die Hand nehmen, um einen Dienst mit hoher Reichweite aufzubauen.

Seit Anfang 2016 mit Carsharing aktiv

Maven ist als Carsharing Dienst Anfang 2016 gestartet, hat sich dann aber stetig weiterentwickelt. Neben dem Service für Uber und Lyft Fahrer ist Maven mehrere Partnerschaften mit Lieferdiensten wie Instacart und GrubHub eingegangen. In den letzten 18 Monaten wurden über Maven etwa 10.000 Fahrzeuge in Umlauf gebracht. Mit dieser Flotte wurden etwa 270 Mio. Kilometer zurückgelegt und 17.5 Mio. Fahrgäste bei Lyft und Uber transportiert.

GM und Lyft als Konkurrenten?

In der Vergangenheit wurde darüber berichtet, dass GM das Unternehmen Lyft komplett übernehmen möchte. Da daraus anscheinend nichts geworden ist, plant der Automobilhersteller seinen eigenen Service. Aus der ferne betrachtet scheint es so, als würden die Partnerschaft zwischen General Motors und Lyft Risse erhalten. Am Anfang wurde bekräftigt, dass beide Seiten eng zusammenarbeiten möchten, jetzt entwickeln sich Konkurrenten. Ähnliches konnte zwischen Uber und Google beobachtet werden. Google ist groß bei Uber eingestiegen und am Anfang haben beide Unternehmen eng zusammengearbeitet. Mittlerweile bekämpfen sich beide Unternehmen vor Gericht. Mit Waymo und dem Ride-Sharing Angebot bei Waze hat sich Google zum Konkurrenten entwickelt.

Bild: General Motors (alle Rechte vorbehalten)

Privates Carsharing Markt konsolidiert sich weiter: SnappCar übernimmt tamyca

Der peer-2-peer Carsharing Markt in Deutschland konsolidiert sich weiter. Zu Hochzeiten haben drei bis vier deutsche Anbieter Privatfahrzeuge an Nutzer vermittelt, mittlerweile wurden alle Anbieter von ausländischen Startups übernommen. In einem letzten Akt wird der peer-2-peer Carsharing Pioneer Tamyca von dem Anbieter Snappcar aus den Niederlanden übernommen.

Tamyca seit 2010 am Start

Tamyca hat sich seit dem Start im Jahr 2010 wacker geschlagen. Die Plattform ist in den letzten Jahren ohne großes Aufsehen kontinuierlich gewachsen. Fast 200.000 Carsharing-Mieter und -Vermieter waren zuletzt bei Tamyca registriert. Zwischenzeitig konnte Tamyca auch den Automobilhersteller Opel überzeugen. Opel hat die technische Lösung von Tamyca für den Carsharing Dienst CarUnity genutzt, der kürzlich still und leise wieder begraben wurde.

Snappcar kommt aus den Niederlanden

Snappcar hat seinen Hauptsitz in den Niederlanden und betreibt auch ein peer-2-peer Carsharing Angebot in Dänemark und Schweden. In Deutschland war Snappcar vor der Übernahme von Tamyca nicht aktiv. Snappcar wurde im Jahr 2010 gegründet und wächst rasant. Jeden Tag mieten fast 500 Mitglieder der SnappCar-Community ein Auto direkt in ihrer Nähe über die Webseiten. Fast 400.000 angemeldete Benutzer und knapp 45.000 Autos sind auf der Plattform registriert.

Nur noch zwei Anbieter auf dem deutschen Markt 

Mit der Übernahme setzt sich die Konsolidierung in Deutschland fort. In der Vergangenheit hat der Anbieter Drivy den deutschen Anbieter Autonetzer übernommen, der sich kurz zuvor das Netzwerk des Anbieters Nachbarschaftsauto einverleibt hat. Die Deutschen verleihen nicht gerne ihr privates Fahrzeug, außerdem stellt der teilweise komplizierte Prozess bei Anmietung und Rückgabe ein Problem dar. Größerer Beliebtheit erfreut sich in deutschen Städten das kommerzielle free-floating Carsharing.

Auch bei diesen kommerziellen Anbietern zeichnet sich eine Konsolidierung ab. Trotz der Auseinandersetzungen zwischen Daimler und BMW werden anscheinend die Fusionspläne von DriveNow und car2go weiterhin verfolgt. Noch zu Jahresbeginn wurden die Pläne von Sixt dementiert, jetzt ist es Erich Sixt persönlich, der angedeutet hat, dass eine Fusion bevorstehen könnte.

Bild: Snappcar (alle Rechte vorbehalten)

BCG setzt auf Alternativen zum Dienstwagen – mit Unterstützung von Sixt

Bisher vergeben viele Unternehmen einen Dienstwagen an Mitarbeiter – inspiriert von Mobility Services wie Car Sharing und Fahrdiensten hat die Autovermietung Sixt eine Alternative dazu entwickelt. Als erster Kunde nutzt die Boston Consulting Group das Angebot. Die Kombination aus Carsharing, Fahrdienst und Mietwagen erfreut sich dort hoher Beliebtheit und ist bereits gleichauf mit dem Klassiker.

Mobility as a Service von Sixt

Konkret hat Sixt unter dem Namen Maas (Mobility as a Service) ein Alternativangebot zum Dienstwagen gestartet. Berater der Boston Consulting Group (BCG) können mit einem Mobilitätsbudget das DriveNow Carsharing Angebot, Mietwagen und den myDriver Fahrdienst nutzen. Bisher ist das Angebot in Deutschland und Österreich verfügbar und nur für berechtigte BCG Berater. In Zukunft soll das Konzept, das drei Dienste vereint auch anderen Unternehmen angeboten werden.

Gute Resonanz von Nutzern

Laut Sixt-Strategievorstand Alexander Sixt stößt das Mobility as a Service Angebot auf sehr gute Resonanz. Das Unternehmen leitet daraus ab, dass es einen Bedarf nach einer modernen und flexiblen Mobilität auf Mitarbeiter und Unternehmensseite gibt. Bei dem Angebot von Sixt können über eine Zentrale Plattform Mobilitätsbudgets per Mitarbeiter vergeben werden, die dann über die Apps von DriveNow und myDriver sowie über das klassische Mietwagengeschäft von Sixt ausgegeben werden können.

Vor allem jüngere Mitarbeiter nutzen den MaaS Service

Bei der Boston Consulting Group kommt das Angebot anscheinend sehr gut an. Vor allem jüngere Mitarbeiter auf Associate- oder Consultant-Ebene nutzen das neue Mobilitätsangebot. Etwa 40% der Berater bei BCG nutzen einen Dienstwagen, nun sind weitere 40% hinzugekommen, die die MaaS-Dienstleistung nutzen.

Es ist davon auszugehen, dass weitere Unternehmen Mobiltiy as a Service für Mitarbeiter als Alternative oder Ersatz zum Dienstwagen anbieten werden. Auf der einen Seite schwindet die Bereitschaft auf Mitarbeiterseite, ein Auto zu besitzen. Ergänzt wird dieser Trend durch das Vorhandensein von alternativen Mobilitätsangeboten, wie Carsharing, Ride Sharing oder Mietwagen. Auch Uber bietet seinen Fahrdienst erfolgreich für Unternehmen an, der teilweise als Alternative zum Dienstwagen und Taxi genutzt wird.

Bild: Sixt (alle Rechte vorbehalten)

Opel beendet sein privates Carsharing Experiment CarUnity

Still und leise hat sich Opel anscheinend aus dem Markt der Peer-to-Peer Carsharing Anbieter zurückgezogen – laut dem Blog eMobilität war das schon Anfang des Jahres der Fall. CarUnity hat die Nutzerkonten in Tamyca Accounts umgewandelt und damit dem ehemaligen Kooperationspartner das Geschäft überlassen.

Kooperation mit Tamyca statt Eigenentwicklung

Opel hat sich 2015 dazu entschieden, eine White Label Lösung anstatt einer Eigenentwicklung für das private Carsharing zu nutzen. Die Entscheidung viel damals auf das Aachener Startup Tamyca, das die technische Basis für das CarUnity Angebot zur Verfügung gestellt hat. Das Unternehmen hat laut eigenen Angaben mittlerweile 150.000 registrierte Nutzer und es stehen deutschlandweit 15.000 Fahrzeuge zur Verfügung. Damit sieht sich die Plattform vor dem Wettbewerber Drivy, der auf 140.000 registrierte Nutzer und 5.000 Fahrzeuge in Deutschland kommt.

Kein Carsharing von Opel

Wahrscheinlich konnte CarUnity nicht die geplanten Ziele erreichen und hat sich deswegen dazu entschieden, das Experiment zu beenden. Opel hat sich somit vorerst komplett aus dem Carsharing Markt zurückgezogen und in absehbarer Zeit wird sich das wahrscheinlich auch nicht ändern. Das von General Motors geplante Maven Carsharing Angebot wird es nach der Opel Übernahme durch die PSA Group nicht mehr nach Deutschland schaffen. Das Experiment mit dem Spotcar Angebot ging 2015 auch schief und das Startup musste letztendlich aufgeben. Bleibt abzuwarten, ob von der PSA Group under der Free2Move Marke demnächst Mobility Services gestartet werden.

Daimler und BMW fahren davon

Opel bleibt damit deutlich hinter anderen deutschen Automobilherstellern zurück. Vor allem BMW und Daimler setzen auf Carsharing. Beide Anbieter haben die Free Floating Angebote DriveNow und Car2Go im Angebot. Daimler hat mit Croove noch ein Peer-2-Peer Carsharing Angebot in Städten wie München oder Berlin auf dem Markt. Auch bei anderen alternativen Mobilitätsangeboten hat der Autokonzern aus Rüsselsheim bisher wenig vorzuzeigen. Mit den Themen Ridesharing und on-demand Shuttle Dienste scheint sich das Unternehmen nicht zu befassen.

Bild: Opel (alle Rechte vorbehalten)

Omni Carsharing: Ridecell kooperiert mit Volkswagen in Polen

Der Volkswagenkonzern startet in Polen ein Carsharing Angebot mit Skoda Fahrzeugen. Die Software für das Management der Plattform, kommt dabei von dem Anbieter Ridecell. Das Angebot mit dem Namen Omni ist vorerst in Warschau verfügbar und ist ein stationsbasiertes Carsharing System.

Spezialist für Carsharing Software

Ridecell hat sich darauf spezialisiert, eine Software-Plattform zu entwickeln, die für den Betrieb eines effizienten Carsharing Systems benötigt wird. Unter anderem setzt auch die Carsharing Tochter von BMW in den USA auf die Technologie. Kurz vor dem Start von ReachNow, hat sich BMW auch über den Venture Arm BMW iVentures an Ridecell beteiligt.

Omni mit White-Label Lösung von Ridecell

Das Angebot in Polen läuft unter dem Namen Omni. Die Nutzer können die Skoda Fahrzuge an definieren Stationen in Warschau abholen und auch wieder abstellen. Die Neukunden können sich ganz einfach über die Omni App registrieren und verifizieren. Die Omni App ist eine White-Label Lösung, die von Ridecell entwickelt und entsprechend gebrandet wurde. Über die App sind alle Fahrzeuge verfügbar und die einwandfreie Kommunikation mit dem Backend ist sichergestellt. Die Ridecell Plattform wird auch die Zahlungen abwickeln und Daten über die Auslastung und das Nutzerverhalten auswerten und anzeigen.

Fahrzeuge vom lokalen Händlernetz

Die Fahrzeuge werden von dem lokalen Händlernetz zur Verfügung gestellt und operativ betrieben. Da die Software für Buchung und Management nicht in-house entwickelt werden musste, sondern auf die Ridecell Mobilitätsplattform zurückgegriffen werden kann, konnte der Service schnell gestartet werden. Skoda und Volkswagen wollen mit dem Angebot junge Menschen in Polen erreichen, die unkompliziert ein Auto benötigen, aber nicht daran interessiert sind, ein Auto zu kaufen.

Volkswagen arbeitet an mehreren Fronten

Der Volkswagenkonzern versucht sich über mehrere Fronten bei der Etablierung von Mobilitätsdienstleistungen fortzubewegen. Über die eigens für Mobility Services gegründete MOIA Marke sollen ab dem kommenden Jahr in Hamburg win Shuttle Dienst angeboten werden. Skoda startet nun unabhängig davon Omni und testet anscheinend auch mit HoppyGo einen peer-2-peer Carsharing Dienst in München.

Bild: Omni (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing Fusion von Car2go und DriveNow soll bevorstehen

Kooperationen sind zur Zeit ein großes Thema in der Automobilindustrie. Die Hersteller verbünden sich mit Startups und Zulieferern, um bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen und Fahrdiensten an Geschwindigkeit zu gewinnen. Teilweise kooperieren Konzerne auch miteinander, um Ressourcen und Know-How zu bündeln. So anscheinend demnächst auch Daimler und BMW. Die beiden Carsharing Angebote DriveNow und Car2Go sollen doch fusionieren.

Fusionspläne zuerst dementiert

Anfang des Jahres gab es schon entsprechende Meldungen, dass beide Unternehmen fusioniert werden sollen, was aber recht schnell von DriveNow und Miteigentümer Sixt dementiert wurde. Jetzt meldet das Manager-Magazin, dass beide Unternehmen im letzen halben Jahr weiter verhandelt haben und die Fusion in den nächsten drei bis sechs Monaten vereinbart werden soll. Im Januar war Sixt noch gegen eine Fusion, den Widerstand scheint das Unternehmen jetzt aufgegeben zu haben. Nach dem Zusammenschluss sollen die Angebote unter einem neuen gemeinsamen Markennamen firmieren, die alten Marken DriveNow und Car2go sollen verschwinden.

Position soll gestärkt werden

Daimler und BMW wollen mit der Fusion die Position gegenüber den übermächtigen Fahrdiensten wie Uber und co. Und Technologieunternehmen wie Google stärken. Die herkömmlichen Automobilkonzerne haben Angst davor, dass sie in Zukunft nur noch die Karosserien bauen, die mit Technologien von Google und anderen Technologieunternehmen ausgestattet sind und auf Plattformen wie Uber oder Didi Chuxing zum Einsatz kommen. Das große Geld würden dann andere Unternehmen verdienen. Daimler überlegt auch, die Töchter moovel, myTaxi und co. mit einzubringen. BMW könnte die weiteren Unterhaus der Now Sparte mit in die Kooperation einbringen, z.B. ChargeNow oder ParkNow. Sixt beziffert den Wert von DriveNow auf 480 Mio. Euro. Der neue Verbund soll auch für weitere Partner offen gehalten werden.

Zukunft ist vollautomatisiert

Carsharing wird in Städten nur ein Übergangsmodell für die nächsten Jahre sein. In Zukunft wird der Verkehr in den Großstädten von vollautomatisierten Fahrzeugen geprägt sein. Um langfristig überleben zu können, müsste das Gemeinschaftsunternehmen in diese Entwicklung investieren.

Carsharing wächst

In dem letzten Jahr sind beide Anbieter stark gewachsen. Die Daimler Tochter Car2go hat etwa 2.2 Millionen registrierte Nutzer in mehr als 25 Städten. Das Carsharing Netzwerk DriveNow ist drei Jahre später gestartet und kommt auf 800.000 Kunden in elf Städten. In letzter Zeit ist DriveNow in einem Franchising System expandiert und hat in den USA ein Carsharing Netzwerk mit dem Namen ReachNow gestartet. Bei ReachNow werden auch Ridesharing Dienste getestet, die demnächst weiter ausgerollt werden sollen. Ob die Franchising Städte und ReachNow auch mit einfließen, ist nicht bekannt.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)