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Shuttle Dienst Chariot von Ford in London gestartet

Die Meldung ist schon ein paar Tage alt, bisher haben wir aber noch nicht darüber berichtet. Die Ford Tochter Chariot hat von der TfL die Freigabe für einen Shuttle Dienst in London erhalten. Auf vier festgelegten Routen dürfen die Shuttles fahren. Wer London kennt, der weiß, dass Fahrten mit dem ÖPNV in einigen Stadtteilen lange dauern. Ein zusätzliches Angebot, wie das von Chariot, bringt eine zusätzliche günstige, verlässliche und sichere Möglichkeit, um schneller von A nach B zu kommen.

Buslinien sollen bestehenden ÖPNV verbessern

Die Buslinien sollen den bestehenden ÖPNV erweitern. Der Fokus liegt auf Gebieten, die noch nicht sehr gut von ÖPNV-Angeboten erschlossen sind. Nach Analyse der Wohngebiete wurden die Routen der Buslinien festgelegt. Ziel ist es, den Bewohnern von neu entstandenen und dicht besiedelten Wohngebieten den Zugang zur Tube und anderen Verkehrsmitteln in London zu erleichtern. Die Linien schließen die Tube-, bzw. Bahnstationen Clapham Junction, North Greenwich, Abbey Wood, Kennington, Vauxhall und Battersea Park mit ein.

Citymapper hat Buslinie nicht überzeugt

Das Startup Citymapper hat im letzen Jahr ebenfalls eine Buslinie gestartet, diese aber kürzlich eingestellt. Grund dafür war, dass die Routenführung nicht flexibel an die Nachfrage angepasst werden konnte, ohne langwierige Genehmigungsprozesse zu durchlaufen. Das Angebot wurde durch einen dynamischen on-demand Shuttle ersetzt. Bleibt abzuwarten, ob Chariot langfristig mit dem Linienverkehr zufrieden ist.

Festgelegte Haltestellen und Fahrzeiten

Pro Stunde sollen bis zu sechs Shuttle-Busse unterwegs sein. Die umweltfreundlichen 14 Ford Busse können bis zu 14 Fahrgäste aufnehmen. Die Fahrzeuge sind mit WLAN ausgestattet und sollen die Fahren so angenehm wie möglich machen. Die Busse dürfen auch die Buslinien in London nutzen, was die Zuverlässigkeit erhöhen dürfte. Die Nutzer können über die App den Sitzplatz buchen und werden mittels App zur nächsten Haltestelle geleitet. Die Shuttles verkehren im Vergleich zu Via und co. auf Routen mit festgelegten Haltestellen. Zwischen den Haltestellen kann die Routenführung je nach Verkehrsbelastung und Nachfrage angepasst werden.

Shuttle Startups und Ride-Sharing Dienste warten auf Genehmigung

London hat sich in den letzten Monaten zum Hot Spot für den Eintritt von zusätzlichen Ride-Sharing und Shuttle Diensten entwickelt. Uber versucht noch mal, das Ruder herumzureißen, nachdem die TfL die Erneuerung der Lizenz verweigert hat. Unternehmen wie Via, Heetch oder Taxify würden ebenfalls gerne in London starten, warten aber noch auf die Freigabe durch die Behörden. Die TfL scheint eine Vorliebe für Systeme mit festen Routen zu haben. Das Startup CityMapper ist mit einem ähnlichen Setup wie Chariot unterwegs und hatte anscheinend keine Probleme, eine Genehmigung durch die TfL zu bekommen.

Bild: Chariot / Ford (alle Rechte vorbehalten)

Ford expandiert den Shuttle Service Chariot nach New York City

Im vergangenen Jahr hat der Automobilkonzern Ford den Shuttle Dienst Chariot übernommen, jetzt folgt die Expansion nach New York City, der vermeintlich größte Markt in den USA. Der Shuttle Dienst passt sich bei den Routen der Nachfrage der Kunden an.  Zuerst ist das Angebot in San Francisco gestartet, später wurde das Angebot auch in Austin, Texas ausgerollt. In New York City will das Startup ab August aktiv sein und Fahrten zwischen Lower East Side und Midtown in Manhattan anbieten. Eine zweite Strecke soll  von Greenpoint nach Dumbo in Brooklyn führen.

Chariot will Ergänzung zu öffentlichem Nahverkehr sein

Wie so viele andere Shuttle Dienst auch, will Chariot eine Ergänzung zum bestehenden öffentlichen Nahverkehr bieten. Adressiert werden sollen vor allem zeitliche Lücken der öffentlichen Verkehrsmittel, wie zum Beispiel abends oder nachts. Gleichzeitig soll ein Angebot in Gebieten mit wenig öffentlichen Verkehrsmitteln geschaffen werden. Für die erste und letzte Meile, also für den Weg zum Bahnhof und wieder zurück, will sich das Unternehmen positionieren. Fahrgäste können über die Chariot App die Routen überprüfen und auch ihre eigenen Routen vorschlagen. Die Vorschläge werden dann von dem Unternehmen genutzt, um die beste Route festzulegen.

Genehmigung durch TLC

Die geplanten Linien wurden zusammen mit dem Analytics Team von Ford definiert. In einem mehrstufigen Prozess, bei dem unterschiedliche Kriterien mit eigeflossen sind, wurden die Start- und Endpunkte festlegt. Die New Yorker Taxi und Limousinen Commission (TLC) wurde auch mit eingebunden, um für den Service die nötigen Lizenzen zu erhalten.

Bis zu 60 Fahrzeuge in NYC 

Bis zum Herbst sollen 60 Fahrzeuge auf den Straßen in New York City unterwegs sein. In San Francisco hat Chariot 200 Fahrzeuge auf der Straße, in Austin etwa 50. Erstaunlich ist, dass das Unternehmen weniger als 100 Festangestellte (ohne Fahrer) hat, obwohl ein stark operatives Geschäftsmodell betrieben wird. Das Geschäftsmodell ist vielversprechend und soll laut mehrerer Studien eine positive Entwicklung auf das Verkehrsaufkommen haben.

Bild: Chariot (alle Rechte vorbehalten)

Ford übernimmt on-demand Shuttle Service Chariot

Das Interesse der Automobilkonzerne an innovativen Mobilitätsdienstleistern steigt weiter. Ford Smart Mobility, ein Tochterunternehmen des Ford Konzerns, hat das on-demand Shuttle Startup Chariot übernommen. Ford Smart Mobiltiy wurde ins Leben gerufen, damit innerhalb des Ford Konzerns innovative Mobilitätsangebote entwickelt und betrieben werden können. In Kansas City testet Ford ein ähnliches Angebot in Kooperation mit Bridj.

Dynamischer Shuttle Service von Chariot

Chariot bietet einen dynamischen Shuttle Service, der über eine App gebucht werden kann. Die Routen und Stops werden je nach Nutzeranfragen erstellt. Ziel ist es, einen Fahrservice anzubieten, der sich kostentechnisch auf dem Niveau des öffentlichen Nahverkehrs bewegt. Gleichzeitig soll der Service die Fahrgäste aber schneller ans Ziel bringen. Bequemer ist der Bus-Ersatz auch noch, da der Weg zur “Haltestelle” kürzer ist.

Expansion mit Schlagkraft von Ford

Chariot wurde 2014 gegründet uns setzt seit Anfang an auf Minibusse von Ford. Es ist nicht bekannt, für welchen Preis das Unternehmen übernommen wurde. Bisher wurden lediglich 3 Mio. US$ in einer Seed-Finanzierung eingesammelt. Im Moment werden ca. 100 Ford Transit mit 15 Sitzplätzen eingesetzt. Die Fahrzeuge werden auf fast 30 Routen in San Francisco eingesetzt. Der Service soll weiterhin unverändert angeboten werden.

Die Schlagkraft von Ford soll genutzt werden, um den Fahrdienst schneller in weiteren Städten zu etablieren. Dabei soll der Service nicht nur in den USA angeboten werden, eine globale Expansion ist auch geplant. Chariot will jetzt aggressiv durchstarten und in den nächsten 18 Monaten mindestens fünf weitere Märkte starten. Der öffentliche Nahverkehr ist in den meisten Städten stark reguliert. Die guten Kontakten von Ford zu den Regierungen und Behörden in vielen Ländern und Städten weltweit sollen bei einer Expansion helfen.

Weitere Automobilkonzerne betreiben Mobilitätskonzepte

Ford ist nicht der einzige Autobauer, der im Bereich von Mobilitätsdienstleistungen aktiv ist. Volkswagen hat sich vor kurzem an dem Fahrdienst Gett beteiligt. Der Daimler-Konzern betreibt mit Hailo und myTaxi im Moment noch zwei Taxi-Apps. Außerdem wurde die Technologie des Carsharing-Anbieters FlightCar übernommen und mit car2go eine Carsharing-Plattform betrieben. Langfristig wollen die Hersteller eine Plattform für den Betrieb von autonomen Fahrzeugen aufbauen.

Bild: Ford (alle Rechte vorbehalten)