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Weitere Details über Car-Sharing Plattform von DiDi

Schon Anfang Januar haben wir auf GetMobility.de berichtet, dass die Chinesische Mobilitätsplattform DiDi groß in das Car-Sharing Geschäft in China einsteigen wird. Jetzt hat das Unternehmen weitere Details darüber veröffentlicht.

12 Hersteller kooperieren mit der offenen Car-Sharing Plattform

In Form einer offenen Car-Sharing Plattform arbeitet das Unternehmen mit 12 Automobilherstellern zusammen. Außerdem sollen sich auch Betreiber von Ladenetzen, Verkehrsinfrastrukturen und After-Sales Dienstleister an der Plattform Beteiligen. Zu den Automobilherstellern gehören BAIC BJEV, BYD, Chang’an Automobile Group, Chery Automobile Group, Dongfeng Passenger Vehicle, First Auto Works, Geely Auto, Hawtai Motor, JAC Motors, KIA Motors, Renault-Nissan-Mitsubishi, and Zotye Auto. Deutsche Hersteller sucht man vergeblich unter den Kooperationspartnern.

Starkes Wachstum beim Car-Sharing in China erwartet

Flexibles Car-Sharing wird in China immer beliebter. Immer mehr Chinese buchen lieber ein Fahrzeug on-demand per App und verzichten auf den privaten Fahrzeugbesitz. Eine Studie von von GM Insights geht davon aus, dass der Car-Sharing Markt in China um mehr als 40% pro Jahr in den kommenden sechs Jahren wachsen wird.

Didi will auch mit den bestehenden Car-Sharing Diensten einiger Hersteller zusammenarbeiten und die intern entwickelten Technologien für ein effizienteres Management der Flotten anbieten. Die teilweise auf künstlicher Intelligenz basierenden Algorithmen sollen dabei helfen, die dynamischen Anforderungen der Nutzer zu verstehen und diese dann in effizienteres Plattformmanagement umzumünzen.

Die Plattform soll für Unternehmen und Privatpersonen nutzbar sein und auch weitere Dienste, wie Finanzierung und Versicherungen anbieten. Auch Autovermietungen, Tankstellen, Werkstätten und andere Player in der Wertschöpfungskette sollen Teil der Plattform werden.

Sollte das Plattform Modell in China erfolgreich sein, wird DiDi den Ansatz auch in anderen Ländern ausrollen. Neben Asien setzt das Unternehmen auf den Markt in Süd- und Mittelamerika, der in den kommenden Jahren auch stark wachsen soll.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Mobilität in China: Didi mit mehr als 7 Milliarden Trips im letzten Jahr

Die chinesische Mobility Plattform DiDi hat Zahlen über das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlicht. Die Zahlen können sich sehen lassen. Insgesamt wurden mehr als sieben Milliarden Fahrten absolviert, mehr als eine Milliarde davon waren Pooling-Fahrten, bei dem sich mehrere Nutzer ein Fahrzeug teilen. Die Zahlen sind exklusive der gebuchten Bike-Sharing Touren. Die Nutzerzahl belief sich auf 450 Mio., verteilt auf mehr als 400 Städte in China. Nicht nur die Nutzerzahlen haben sich positiv entwickelt, DiDi konnte auch Verbesserungen bei der Sicherheit erreichen. Die Unfallrate hat sich um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbessert.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning im Fokus

DiDi investiert enorm in die technische Entwicklung der Plattform. Dank Machine Learning, Big Data und Künstlicher Intelligenz ist die Chinesische Plattform in der Lage, die Nachfrage je nach Ort und Zeit recht akkurat vorherzusagen. Das Hilft dabei, möglichst viele Menschen mit limitierten Kapazitäten auf Fahrerseite zu befördern. Ende 2017 war das Unternehmen in der Lage, die Nachfrage in manchen Gebieten mit einer Vorlaufzeit von 15 Minuten vorherzusagen und kam dabei auf eine Genauigkeit von mehr als 85%.

Die virtuellen Haltestellen, die 2015 eingeführt wurden, wurde im abgelaufenen Jahr weiter optimiert. Auch künstliche Intelligenz und Machine Learning Algorithmen wurde das Feature verbessert, um eine reibungslose Abholung zu ermöglichen. Die Optimierung hat zu 2.1 Milliarden weniger Telefonaten zwischen Fahrern und Fahrgästen gesorgt.

Sicherheit wurde verbessert

Die Sicherheit wurde dank mehrerer Maßnahmen verbessert. Die Fahrer werden überwacht, um Müdigkeit zu erkennen und um das Fahrverhalten analysieren zu können. Durch Schulungen wurde erreicht, dass immer mehr Fahrgäste den Sicherheitsgurt anlegen. Auch die Sicherheitsüberprüfung wurde verstärkt, was dazu geführt hat, dass jeden Tag 40.000 ungeeignete Bewerbungen abgelehnt werden.

Smarte Mobilität in China

Das DiDi eine umfassende Mobility Plattform mit globalen Ambitionen werden will, sieht man auch daran, dass das Unternehmen in die Infrastruktur investiert. So wurden mehr als 1200 Ampeln zu Smart Devices optimiert, um die Staubelastung zu reduzieren. Teilweise wurden Verbesserungen von bis zu 20% erzielt.

Auch die DiDi Beteiligung Lyft hat Zahlen über Nutzer und Fahrten bekanntgegeben. Insgesamt wurden 2017 375.5 Mio. Fahrten in den USA absolviert. Die Zahl ist auch beeindruckend, aber winzig im Vergleich zu dem Volumen von Didi. Der Vergleich zeigt das enorme Potential der Mobilität in China für neue Dienste.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Bike-Sharing Dienst Mobilke startet Car-Sharing Angebot

Der erste chinesische Bike-Sharing Anbieter erweitert sein Angebot an Dienstleistungen mit einem Car-Sharing Service. Der Schritt zeigt die Ambitionen der neuen Anbieter und dass nur mit Bike-Sharing schwer Geld zu verdienen ist.

Stationsgebundenes Car-Sharing mit Elektroautos

Mobike startet seinen Car-Sharing Dienst in der chinesischen Stadt Guizhou, in Kooperation mit dem Unternehmen SITECH Xinte Motors. Zum Einsatz kommen Elektrofahrzeuge, die stationsbasiert sind. Die Stärken Mobike liegen bei der Vernetzung der Fahrräder (Internet of Things), Big Data und Mobile Apps. Die Gui’an Region verfügt über eine Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Die Verknüpfung der Stärken wird beim Aufbau eines smarten und umweltfreundlichen Transportsystems helfen.

Multimodales Angebot in einer App

Mobike wird das Car-Sharing Feature direkt in die App integrieren, so dass die Nutzer keine weitere App laden müssen. Wie bei den Car-Sharing Diensten DriveNow oder Car2Go kann über die App das Fahrzeug gebucht, geöffnet und geschlossen werden und die Bezahlung läuft ebenfalls über die hinterlegten Daten. Wie in China üblich, wird das Angebot stationsgebunden sein und nicht nach dem free-flaoting Prinzip.

Bike-Sharing und Fahrzeug-basierte Dienste wachsen zusammen

In den vergangenen Monaten hat der führende Anbieter für Bike-Sharing Kooperationen abgeschlossen, um den Nutzern einen Ride-Sharing Dienst zur Verfügung zu stellen. Mobike arbeitet mit Shouqi Limousine & Chauffeur und Didapinche zusammen. Die Dienste von Shouqi sind ebenfalls als Art Roaming in die Mobike App integriert. Die Mobike Nutzer sehen die Fahrzeuge und können diese auch gleich über die App buchen.

Bike-Sharing Konkurrent ofo wurde in die App des Ride-Sharing Markführers in China Didi Chuxing integriert. Hinzuzufügen ist, dass Didi Chuxing im großen Stil in ofo investiert hat.

Der Schritt von Mobike zeigt, dass Car-Sharing, Ride-Sharing und Bike-Sharing enger zusammen wachsen werden und gegebenenfalls unter einer Marke angeboten werden können. Der Schritt macht absolut Sinn, um eine schlüssiges intermodales Netzwerk anbieten zu können.  Wünschenswert wäre auch, dass die hiesigen Anbieter wie DriveNow oder Car2Go experimentierfreudiger werden und ebenfalls weitere Dienste mit integrieren.

Bild: Mobike (alle Rechte vorbehalten)

BMW bringt sein Car-Sharing Angebot nach China

BMW wird sein Car-Sharing Programm dauerhaft nach China bringen. Ab Dezember soll eine überschaubare Flotte an 100 i3 Elektrofahrzeugen in der Stadt Chengdu unterwegs sein.

BMW wird den Premium-Dienst unter der Marke ReachNow anbieten. ReachNow wird seit dem U.S.-Launch 2016 als Markenname außerhalb Europas genutzt und öffnet die Möglichkeit, weitere Mobility Services unter gleichem Namen anzubieten. In den USA ist das teilweise schon Realität – ReachNow bietet dort in einigen Märkten neben Car-Sharing auch einen Ride-Sharing Dienst an. In Europa läuft das Car-Sharing Angebot weiter unter dem Namen DriveNow.

Chengdu wird erste ReachNow Stadt in Asien

Der Start in Chengdu kommt nach einem erfolgreichen Pilotprojekt von ReachNow in Peking. Das Setup unterscheidet sich auch in einigen Punkten von DriveNow. Die Flotte ist mit 100 Fahrzeugen mehr als übersichtlich, gerade bei der Größe der Stadt Chengdu. Etwa 15 Mio. Menschen wohnen in der chinesischen Metropole. Zum Vergleich, in Berlin, einer Stadt mit etwa 3.5 Mio. Einwohnern, stehen 1400 Fahrzeuge von DriveNow zur Verfügung. Ein weiterer Unterschied ist, dass BMW das Angebot ohne den Mietwagenanbieter Sixt nach China bringt. In China ist die Car-Sharing Plattform EVCARD Partner von BMW.

Stationsbasiert statt free floating Car-Sharing

Auf free-floating wird in China auch verzichtet. Die Nutzer müssen die Autos an einer Station abholen und auch wieder abstellen. In den europäischen Städten stellt das free-floating Prinzip einen Wettbewerbsvorteil für DriveNow und andere Carsharing Anbieter, wie car2go oder drive-by dar. In Chengdu wollte die Stadtverwaltung scheinbar verhindern, dass die Autos überall abgestellt werden können. Auch größere Anbieter, wie EVCARD oder GoFun müssen ihre Dienste stationsbasiert anbieten. EVCARD ist Partner von ReachNow vor Ort. Anders sieht es bei Bike-Sharing Anbietern aus. Die zigtausend  Leih-Fahrräder von ofo, moBike und weiteren Anbietern dürfen überall in den Städten abgestellt werden.

In Europa hat DriveNow mehr als 6000 Fahrzeuge in 13 Städten im Einsatz und wird von mehr als einer Mio. Kunden genutzt. Etwa 15% der Flotte sind BMW i3 Fahrzeuge mit Elektroantrieb. In den USA sind 1400 Autos in drei Städten verteilt.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing baut in China eigene Ladeinfrastruktur auf

Die Ride-Sharing und Mobility Plattform Didi Chuxing aus China hat angekündigt, dass das Unternehmen eine eigene Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufbauen wird. In einem Joint Venture soll ein Netz entstehen, das von den Didi Fahrern genug werden kann aber auch öffentlich zugänglich sein wird. Um die Luftverschmutzung zu bekämpfen, setzt China in den kommenden Jahren stark auf Elektromobilität, dafür ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig.

UN und GEIDCO als Partner für Ladeinfrastruktur

Partner für den Aufbau des Netzwerks wird die Organisation Global Energy Interconnection Development and Cooperation Organization (GEIDCO) sein. Die GEIDCO arbeitet eng mit der UN zusammen, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen.

Eine Millionen Elektrofahrzeuge bis 2020

Didi bezeichnet sich als weltweit größte online Mobility-Plattform, mit mehr als 450 Mio. Nutzern und 21 Mio. Fahrern. Eine Gruppe von mehr als 260.000 Fahrern ist bereits mit Elektrofahrzeugen unterwegs. Damit hat die Plattform schon heute das größte Netzwerk an Elektrofahrzeugen. Auf der Didi Plattform sind unterschiedliche Fahrzeugtypen unterwegs, Elektrobusse, Limousinen mit Elektroantrieb oder Minibusse mit E-Antrieb befördern die Fahrgäste. Bis 2020 will Didi dafür sorgen, dass die Zahl der Elektrofahrzeuge auf der Plattform auf mehr als eine Millionen Fahrzeuge ansteigt.

China führend bei Anzahl der Elektrofahrzeuge

Insgesamt sind heute auf den Straßen in China etwa zwei Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs, Tendenz stark wachsend. Der Internationalen Energy Agency (IEA) zufolge, wurden im letzten Jahr 750.000 Elektroautos weltweit verkauft, das ist ein Anstieg von etwa 35% im Vergleich zum Jahr 2015. Im Jahr 2015 wurden weltweit 547.220 Elektrofahrzeuge verkauft. China hat die USA bei der Zahl der Elektroautos überholt. Insgesamt gingen 40% der weltweit verkaufen Elektrofahrzeuge gingen nach China, die USA kommt auf etwa 20%.

Bei Didi geht man zurecht davon aus, dass Fahrzeug mit alternativen Antrieben die Zukunft von Mobilität und Transport sind. Ridesharing wird ein Schlüsselfaktor sein, um Fahrzeugen mit E-Antrieb den Durchbruch auf der Straße zu ermöglichen.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing will weitere Finanzierung einsammeln

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing, die im vergangenen Jahr das Geschäft von Uber China übernommen hat, befindet sich in Gesprächen mit Investoren, um eine weitere Finanzierungsrunde in Milliardenhöhe aufzunehmen. Das Unternehmen möchte sich mehr Zeit erkaufen, bis es ein profitables Geschäftsmodell entwickelt hat.

Investoren uneinig über Strategie

Die bisherigen Investoren sind sich uneinig, ob das der Marktführer in China weiteres Kapital aufnehmen soll. Auf der einen Seite könnte das Unternehmen mit weiterem Kapital schneller Erfolge im Bereich autonomer Technologien für selbstfahrende Autos erreichen und seine Ride-Hailing Plattform weiter ausbauen. Auf der anderen Seite dürfte die Plattform über genügend finanzielle Mittel verfügen, die im letzten Jahr eingesammelt wurden. Eine weitere Finanzierungsrunde würde die Anteile der bestehenden Investoren verwässern, sofern sie die neue Runde nicht mitgehen können. In der neuen Runde wird eine Summe von drei Milliarden US$ angestrebt. Didi wird diese Summe nur aufnehmen, wenn die letzte Bewertung von 34 Milliarden US$ weiter steigen wird.

Internationale Expansion von Didi könnte folgen

In den letzten Tagen wurde auch darüber berichtet, dass Didi international expandieren könnte. Eine englische Version der App befindet sich in Vorbereitung und internationale Zahl-Methoden werden getestet. Beides wird als Zeichen für eine mögliche Expansion gesehen. Eigentlich wollte der chinesische Marktführer gemeinsam mit Lyft, Ola und Grab ein internationales Ridesharing Netzwerk aufbauen. Bei diesem Vorhaben scheinen die unterschiedlichen Anbietern nicht voran zu kommen. Auf Lyft erwägt eine Internationalisierung auf eigene Faust.

Vorschriften in China erschweren das Geschäft

In den letzten Monaten wurden neue Regeln für Fahrdienste in China erlassen. Diese Regeln schreiben unter anderem vor, dass Fahrer und Fahrzeuge lokal registriert sein müssen. Bisher kamen die Fahrer häufig aus ärmeren Gebieten in die Städte und haben dort für einen niedrigeren Lohn gearbeitet. Diese Verschärfung der Vorschriften erschwert und verteuert das Geschäft für Didi. Autonome Fahrzeuge wären eine Lösung für das Problem. Bis diese serienreif sind, benötigt Didi weiteres Geld.

Apple als Didi Investor

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen für Aufmerksamkeit auch außerhalb Chinas gesorgt. Auf der einen Seite wurde das China Geschäft von Uber übernommen und auf der anderen Seite konnte Apple als Investor gewonnen werden. Apple hat ca. 1 Milliarde Dollar in die Fahrdienstplattform investiert. Uber und Didi haben sich zuvor einen erbitterten Kampf um Fahrer und Fahrgäste geliefert, bei dem Uber pro Jahr einen Milliardenbetrag verbrannt hat. Die Verluste von Didi dürften ebenfalls im Milliardenbereich liegen. Insgesamt soll Didi über 300 Mio. registrierte Nutzer in 400 chinesischen Städten verfügen.

Bild: Andrej Iliev (bestimmte Rechte vorbehalten)

GM beteiligt sich an Carsharing Dienst Yi Wei Xing in China

Der amerikanische Automobilkonzern General Motors hat sich am dem chinesischen Carsharing Unternehmen Yi Wei Xing beteiligt. Es ist eine weitere Maßnahme des Konzerns, um in den Bereich der Mobilitätsdienstleistungen zu expandieren. Es ist nicht bekannt, welche Summe bei dem Investment geflossen ist.

Yi Wei Xing bietet Carsharing in China

Yi Wei Xing arbeitet mit Mietwagenunternehmen zusammen und ermöglicht den Nutzern die Anmietung über eine App. Abgerechnet wird pro Minute, ähnlich wie bei den deutschen Anbietern DriveNow oder Car2Go. Das Unternehmen wurde 2014 gestartet und ist mittlerweile in 40 Städten aktiv. GM war von der technologischen Lösung überzeugt und von dem Marktpotential in China.

China als Riesenmarkt

Automobilkonzerne investieren verstärkt in Mobilitätsdienstleistungen. Autobesitz wird vor allem in Städten und unter jungen Leuten immer weniger wichtig. Hingegen sehen Carsharing- und Ridesharing-Angebote steigenden Nutzerzahlen. Chine gilt als einer der Märkte mit dem größten Potential. In den chinesischen Megastädten sind Mobilitätsdienstleistungen sehr beliebt. Die Übernahme von Uber China durch Didi Chuxing für 8 Milliarden US$ ist ein Indiz dafür, dass es sich um einen attraktiven  Markt für Mobilitätsdienste handelt.

Der Daimler Konzern hat im letzten Jahr sein free-floating Carsharing Programm Car2Go nach China gebracht. Neben Carsharing erfreut sich auch Ridesharing steigender Beliebtheit in China. Im Jahr 2015 wurden insgesamt mehr als 2 Milliarden Fahrten über Fahrdienst-Plattformen in China absolviert.

GM auch mit Mobilitätsdiensten in Deutschland

GM ist schon in weiteren Länder mit der Marke Maven im Carsharing-Markt aktiv. In Deutschland betreibt die GM Marke Opel das Angebot CarUnity. Über Opel ist GM auch an flinc beteiligt. Im kommenden Jahr soll ein weiteres Carsharing Angebot von Opel gestartet werden. Für großes Aufsehen haben auch zwei Investments von General Motors gesorgt. Der Konzern hat sich mit 500 Mio. US$ an dem Ridesharing Dienst Lyft beteiligt und wollte diesen anscheinend komplett übernehmen. Außerdem wurde das Startup Cruise für eine Milliarde US$ übernommen, das Systeme für selbstfahrende Autos entwickelt.

Didi Chuxing und Uber: Der Krieg in China ist beendet

Heute geht es Schlag auf Schlag. Blacklane verkündet, dass weiter Millionen von Daimler eingesammelt wurden (Bericht folgt), der Shuttle-Service Allygator Shuttle wird ab Freitag durch Berlin fahren und Uber verkauft sein China Geschäft an Didi Chuxing. In den vergangenen Wochen war schon mehrmals über eine Fusion berichtet worden.

Teurer Preiskampf endet

Mit dem Verkauf von Uber China and Didi Chuxing endet ein teurer Preiskampf im bevölkerungsreichsten Land der Erde. Außerdem bietet der Verkauf die Chance, dass sich Uber auf andere Märte fokussieren und ein möglichen Börsengang vorbereiten kann. Der Wettbewerb in China hat jährlich mehr als eine Milliarde US$ an Verlust generiert.

Ich kann mich noch daran Erinnern, wie Uber China im Jahr 2013 gestartet wurde. In Shanghai waren die Fahrzeuge nur im Französischen Viertel unterwegs. Auf Werbung wurde verzichtet, da Uber Angst hatte, dass der Fahrservice sofort verboten wird, wenn zu viel Aufmerksamkeit bei den Behörden erzeugt wird.

Didi wird Uber Investor

Didi Übernimmt das China Geschäft von Uber und investiert gleichzeitig eine Milliarde US$ in das globale Geschäft von Uber. Uber Technologies und die anderen Anteilseigner von Uber China halte nach dem Zusammenschluss 20% an dem fusionierten Unternehmen. Uber Chef Travis Kalanick wir dem Aufsichtsrat von Didi beitreten und Didi Gründer Cheng Wei dem von Uber. Didi übernimmt die Marke von Uber, das operative Geschäft inklusive Angestellte und die Daten.

Uber ist profitabel in den USA und Kanada. In den meisten anderen Märkten verliert Uber weiterhin Geld, da diese Märkte noch aufgebaut werden müssen. Die großen Verluste in China sind auch ein Grund dafür dass Uber bisher keinen Börsengang gewagt hat. Laut dem Universitätsprofessor Arun Sundararajan waren die hohen Verluste in China eine existenzbedrohende Gefahr für das gesamte operative Geschäft für Uber. Kurzfristig scheint der Verkauf als Niederlage, langfristig wird es das Unternehmen aber stärken, da es sich auf die anderen Märkte konzentrieren kann.

Partnerschaft mit lokalen Uber Kontrahenten

Didi wird nach dem Deal mit 35 Milliarden US$ bewertet. Der 20% Anteil von Uber und den anderen Uber China Investoren wird somit mit 7 Milliarden US$ bewertet. Bei eine der letzten Finanzierungsrunden wurde das China Geschäft mit 8 Milliarden US$ bewertet. Uber Technologies wurde zuvor mit 68 Milliarden US$ bewertet. Didi hat sich in den letzten Jahren an Lyft, Ola und Grab Taxi beteiligt, um einen Fuß in den Markt anderer Länder und Regionen zu bekommen. Bleibt abzuwarten, wie sich diese Partnerschaften nach dem Investment in Uber entwickeln. Didi hat angekündigt, weiterhin mit den lokalen Partner zusammen zuarbeiten. Uber wird nach dem Zusammenschluss die Möglichkeit bekommen, weitere Details über die lokalen Wettbewerber in Erfahrung zu bringen.

Didi Chuxing ist aus der Fusion von Didi und Kuaidi hervorgegangen. Erst in diesem Jahr hat sich Apple mit einer Milliarde an Didi Chuxing bei einer Bewertung von 28 Milliarden US$  beteiligt. Dem Unternehmen spielt auch in die Karten, dass die Chinesische Regierung ein neues Gesetz erlassen hat, das Fahrdienste erlaubt. Didi muss es jetzt schaffen, das Geschäft mit den Mitfahrgelegenheiten in die Gewinnzone zu bringen. Bisher wurden nur Verluste generiert, aber nur ein profitables Geschäft wird nachhaltig sein.

Bild: iphonedigital / Flickr (bestimmte Rechte vorbehalten)

Uber China will in einem Jahr Nummer Eins in China sein

Uber sagt, dass das Unternehmen innerhalb eines Jahres so stark wachsen wird, um den bisherigen Spitzenreiter Didi Chuxing zu überholen. Innerhalb eines Jahres will Uber somit zum Marktführer in China werden.

Laut Zhen Lui, Senior Vice President of Strategy bei Uber China hat dieses ambitionierte Ziel während eines Interviews verkündet. Laut seiner Aussage wächst Uber so stark, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das Unternehmen den Spitzenplatz errungen hat.

Marktanteil wird langsam ausgebaut

Im letzten Jahr war Uber nur in acht Städten in China aktiv und hatte bereits einen Marktanteil von 1%. Mittlerweile ist Uber in 60 chinesischen Städten aktiv und kommt auf einen Marktanteil von etwa 30 %. Der lokale Konkurrent Didi ist in mehr als 400 Städten aktiv und hat mehr oder weniger die verbleibenden 70 % Marktanteil.

Marktführerschaft als beachtliche Leistung

Würde es Uber tatsächlich schaffen, die Marktführerschaft zu erlangen, wäre das ein beachtliches Ergebnis. Der Fahrdienst ist seit etwa zwei Jahren in China aktiv und hat schnell aufgeholt. Diese Aufholjagt wird mit riesigen finanziellen Mitteln durchgeführt. Mehrere Milliarden wurde in den chinesischen Markt investiert, um dem Markführer Didi Anteile streitig zu machen.

Exakte Daten über die durchgeführten Fahrten von Uber und Didi sind schwer zu finden. Die meisten Insider sehen aber Didi klar als Marktführer an und prognostizieren, dass es auch extrem schwer sein wird, das Unternehmen einzuholen. China ist für Uber der wichtigste Markt. Sechs der zehn Städte mit den meisten Fahrten werden von Uber China bedient. In der Zukunft werden weitere chinesische Städte zu den meist-frequentierten Städten für Uber mutieren.

Uber China als separates Unternehmen

Uber China wird als separates Unternehmen geführt und hat bisher mehr als 1 Milliarde Dollar an Finanzierung eingesammelt, bei einer Bewertung von 7 Milliarden Dollar. Im Moment wird weiteres Geld eingesammelt, ein Teil davon wird von dem Mutterunternehmen kommen. Uber hat erst Anfang Juni eine Finanzierung in Höhe von 3.5 Milliarden durch den Staatsfond aus Saudi-Arabien bekannt gegeben. Auch Didi ist finanziell gut ausgestattet. Zu den Investoren zählen die Internetgiganten Alibaba und Tencent. Im letzten Monat hat sich auch Apple mit 1 Milliarde Dollar beteiligt. Didi lässt sich von den Aussagen der Uber Managerin nicht beeinflussen.

Bild: Uber in Beijing von bfishadow (bestimmte Rechte vorbehalten)

Apple investiert 1 Milliarde in Fahrdienst Didi Chuxing

Apple hat am Donnerstag angekündigt, dass das Unternehmen 1 Milliarde US$ in das chinesische Ridesharing Unternehmen Didi Chuxing (vormals Didi Kuaidi) investiert hat. Tim Cook geht davon aus, dass der Schritt Apple dabei hilft, den chinesischen Markt besser zu verstehen. Der chinesische Markt ist entscheidend für das Wachstum von Apple und hat in der letzen Zeit einige Dämpfer erhalten.

Apple ist auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, den Umsatz und Gewinn zu  erhöhen, nachdem der Smartphone Markt nicht mehr so schnell wächst wie in den letzten Jahren. Apple-Chef Cook erhofft sich strategische Vorteile durch das Investment und geht auch davon aus, dass es später zum Umsatz und Gewinn beiträgt.

Apple beteiligt sich direkt an Sharing Economy

Durch das Investment beteiligt sich Apple an den zwei Technologie-Feldern, die seit einiger Zeit einen aufstrebenden Trend zeigen – Sharing Economy und neue Technologien im Mobilitätsbereich. Bisher war Apple indirekt an der Sharing Economy beteiligt, da die meisten Geschäftsmodelle nur dank Smartphones, wie dem iPhone möglich geworden sind.

Apple schließt sich durch das Investment mit dem größten Konkurrenten von Uber zusammen. In der letzen Zeit haben sich einige etablierte Konzerne an Mobilitätsstartups beteiligt. Google hat bereits im Jahr 2013 das Potential erkannt und sich an Uber beteiligt. General Motors hat in Didi Partner Lyft investiert und Cruise übernommen, ein Anbieter von Technologien für autonome Fahrzeuge. Uber Chef Travis Kalanick ist von dem Apple Investment nicht sonderlich begeistert:

Didi Chuxing mit mehr als 20 Milliarden bewertet

Für Didi Chuxing ist die erhaltene Summe das bisher größte Einzelinvestment. Das Unternehmen, das bisher mehrere Milliarden erhalten hat, dominiert den chinesischen Ridesharing und Fahrdienst-Markt. Täglich werden 11 Millionen Fahrten abgewickelt. Didi wird mit mehr als 20 Milliarden US$ bewertet und ist ein chinesisches Vorzeige-Startup. Mit Konkurrent Uber liefert sich das Unternehmen einen Preiskampf, um Marktanteile zu erkaufen. Der Preiskampf dürfte beide Unternehmen mehrere Milliarden pro Jahr kosten.

Apple wird nachgesagt, dass es daran arbeitet, ein selbstfahrendes Elektroauto zu entwickeln. Dieses könnte später bei Didi zum Einsatz kommen. Bis es soweit ist, können Didi Fahrer Apples CarPlay Plattform nutzen.

Bild: Panda Taxi von Mondo79 (bestimmte Rechte vorbehalten)