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BMW bringt sein Car-Sharing Angebot nach China

BMW wird sein Car-Sharing Programm dauerhaft nach China bringen. Ab Dezember soll eine überschaubare Flotte an 100 i3 Elektrofahrzeugen in der Stadt Chengdu unterwegs sein.

BMW wird den Premium-Dienst unter der Marke ReachNow anbieten. ReachNow wird seit dem U.S.-Launch 2016 als Markenname außerhalb Europas genutzt und öffnet die Möglichkeit, weitere Mobility Services unter gleichem Namen anzubieten. In den USA ist das teilweise schon Realität – ReachNow bietet dort in einigen Märkten neben Car-Sharing auch einen Ride-Sharing Dienst an. In Europa läuft das Car-Sharing Angebot weiter unter dem Namen DriveNow.

Chengdu wird erste ReachNow Stadt in Asien

Der Start in Chengdu kommt nach einem erfolgreichen Pilotprojekt von ReachNow in Peking. Das Setup unterscheidet sich auch in einigen Punkten von DriveNow. Die Flotte ist mit 100 Fahrzeugen mehr als übersichtlich, gerade bei der Größe der Stadt Chengdu. Etwa 15 Mio. Menschen wohnen in der chinesischen Metropole. Zum Vergleich, in Berlin, einer Stadt mit etwa 3.5 Mio. Einwohnern, stehen 1400 Fahrzeuge von DriveNow zur Verfügung. Ein weiterer Unterschied ist, dass BMW das Angebot ohne den Mietwagenanbieter Sixt nach China bringt. In China ist die Car-Sharing Plattform EVCARD Partner von BMW.

Stationsbasiert statt free floating Car-Sharing

Auf free-floating wird in China auch verzichtet. Die Nutzer müssen die Autos an einer Station abholen und auch wieder abstellen. In den europäischen Städten stellt das free-floating Prinzip einen Wettbewerbsvorteil für DriveNow und andere Carsharing Anbieter, wie car2go oder drive-by dar. In Chengdu wollte die Stadtverwaltung scheinbar verhindern, dass die Autos überall abgestellt werden können. Auch größere Anbieter, wie EVCARD oder GoFun müssen ihre Dienste stationsbasiert anbieten. EVCARD ist Partner von ReachNow vor Ort. Anders sieht es bei Bike-Sharing Anbietern aus. Die zigtausend  Leih-Fahrräder von ofo, moBike und weiteren Anbietern dürfen überall in den Städten abgestellt werden.

In Europa hat DriveNow mehr als 6000 Fahrzeuge in 13 Städten im Einsatz und wird von mehr als einer Mio. Kunden genutzt. Etwa 15% der Flotte sind BMW i3 Fahrzeuge mit Elektroantrieb. In den USA sind 1400 Autos in drei Städten verteilt.

Bild: BMW Group (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing baut in China eigene Ladeinfrastruktur auf

Die Ride-Sharing und Mobility Plattform Didi Chuxing aus China hat angekündigt, dass das Unternehmen eine eigene Ladeinfrastruktur für Elektroautos aufbauen wird. In einem Joint Venture soll ein Netz entstehen, das von den Didi Fahrern genug werden kann aber auch öffentlich zugänglich sein wird. Um die Luftverschmutzung zu bekämpfen, setzt China in den kommenden Jahren stark auf Elektromobilität, dafür ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig.

UN und GEIDCO als Partner für Ladeinfrastruktur

Partner für den Aufbau des Netzwerks wird die Organisation Global Energy Interconnection Development and Cooperation Organization (GEIDCO) sein. Die GEIDCO arbeitet eng mit der UN zusammen, um die vereinbarten Klimaziele zu erreichen.

Eine Millionen Elektrofahrzeuge bis 2020

Didi bezeichnet sich als weltweit größte online Mobility-Plattform, mit mehr als 450 Mio. Nutzern und 21 Mio. Fahrern. Eine Gruppe von mehr als 260.000 Fahrern ist bereits mit Elektrofahrzeugen unterwegs. Damit hat die Plattform schon heute das größte Netzwerk an Elektrofahrzeugen. Auf der Didi Plattform sind unterschiedliche Fahrzeugtypen unterwegs, Elektrobusse, Limousinen mit Elektroantrieb oder Minibusse mit E-Antrieb befördern die Fahrgäste. Bis 2020 will Didi dafür sorgen, dass die Zahl der Elektrofahrzeuge auf der Plattform auf mehr als eine Millionen Fahrzeuge ansteigt.

China führend bei Anzahl der Elektrofahrzeuge

Insgesamt sind heute auf den Straßen in China etwa zwei Millionen Elektrofahrzeuge unterwegs, Tendenz stark wachsend. Der Internationalen Energy Agency (IEA) zufolge, wurden im letzten Jahr 750.000 Elektroautos weltweit verkauft, das ist ein Anstieg von etwa 35% im Vergleich zum Jahr 2015. Im Jahr 2015 wurden weltweit 547.220 Elektrofahrzeuge verkauft. China hat die USA bei der Zahl der Elektroautos überholt. Insgesamt gingen 40% der weltweit verkaufen Elektrofahrzeuge gingen nach China, die USA kommt auf etwa 20%.

Bei Didi geht man zurecht davon aus, dass Fahrzeug mit alternativen Antrieben die Zukunft von Mobilität und Transport sind. Ridesharing wird ein Schlüsselfaktor sein, um Fahrzeugen mit E-Antrieb den Durchbruch auf der Straße zu ermöglichen.

Bild: Didi Chuxing (alle Rechte vorbehalten)

Didi Chuxing will weitere Finanzierung einsammeln

Die chinesische Ride-Hailing Plattform Didi Chuxing, die im vergangenen Jahr das Geschäft von Uber China übernommen hat, befindet sich in Gesprächen mit Investoren, um eine weitere Finanzierungsrunde in Milliardenhöhe aufzunehmen. Das Unternehmen möchte sich mehr Zeit erkaufen, bis es ein profitables Geschäftsmodell entwickelt hat.

Investoren uneinig über Strategie

Die bisherigen Investoren sind sich uneinig, ob das der Marktführer in China weiteres Kapital aufnehmen soll. Auf der einen Seite könnte das Unternehmen mit weiterem Kapital schneller Erfolge im Bereich autonomer Technologien für selbstfahrende Autos erreichen und seine Ride-Hailing Plattform weiter ausbauen. Auf der anderen Seite dürfte die Plattform über genügend finanzielle Mittel verfügen, die im letzten Jahr eingesammelt wurden. Eine weitere Finanzierungsrunde würde die Anteile der bestehenden Investoren verwässern, sofern sie die neue Runde nicht mitgehen können. In der neuen Runde wird eine Summe von drei Milliarden US$ angestrebt. Didi wird diese Summe nur aufnehmen, wenn die letzte Bewertung von 34 Milliarden US$ weiter steigen wird.

Internationale Expansion von Didi könnte folgen

In den letzten Tagen wurde auch darüber berichtet, dass Didi international expandieren könnte. Eine englische Version der App befindet sich in Vorbereitung und internationale Zahl-Methoden werden getestet. Beides wird als Zeichen für eine mögliche Expansion gesehen. Eigentlich wollte der chinesische Marktführer gemeinsam mit Lyft, Ola und Grab ein internationales Ridesharing Netzwerk aufbauen. Bei diesem Vorhaben scheinen die unterschiedlichen Anbietern nicht voran zu kommen. Auf Lyft erwägt eine Internationalisierung auf eigene Faust.

Vorschriften in China erschweren das Geschäft

In den letzten Monaten wurden neue Regeln für Fahrdienste in China erlassen. Diese Regeln schreiben unter anderem vor, dass Fahrer und Fahrzeuge lokal registriert sein müssen. Bisher kamen die Fahrer häufig aus ärmeren Gebieten in die Städte und haben dort für einen niedrigeren Lohn gearbeitet. Diese Verschärfung der Vorschriften erschwert und verteuert das Geschäft für Didi. Autonome Fahrzeuge wären eine Lösung für das Problem. Bis diese serienreif sind, benötigt Didi weiteres Geld.

Apple als Didi Investor

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen für Aufmerksamkeit auch außerhalb Chinas gesorgt. Auf der einen Seite wurde das China Geschäft von Uber übernommen und auf der anderen Seite konnte Apple als Investor gewonnen werden. Apple hat ca. 1 Milliarde Dollar in die Fahrdienstplattform investiert. Uber und Didi haben sich zuvor einen erbitterten Kampf um Fahrer und Fahrgäste geliefert, bei dem Uber pro Jahr einen Milliardenbetrag verbrannt hat. Die Verluste von Didi dürften ebenfalls im Milliardenbereich liegen. Insgesamt soll Didi über 300 Mio. registrierte Nutzer in 400 chinesischen Städten verfügen.

Bild: Andrej Iliev (bestimmte Rechte vorbehalten)

GM beteiligt sich an Carsharing Dienst Yi Wei Xing in China

Der amerikanische Automobilkonzern General Motors hat sich am dem chinesischen Carsharing Unternehmen Yi Wei Xing beteiligt. Es ist eine weitere Maßnahme des Konzerns, um in den Bereich der Mobilitätsdienstleistungen zu expandieren. Es ist nicht bekannt, welche Summe bei dem Investment geflossen ist.

Yi Wei Xing bietet Carsharing in China

Yi Wei Xing arbeitet mit Mietwagenunternehmen zusammen und ermöglicht den Nutzern die Anmietung über eine App. Abgerechnet wird pro Minute, ähnlich wie bei den deutschen Anbietern DriveNow oder Car2Go. Das Unternehmen wurde 2014 gestartet und ist mittlerweile in 40 Städten aktiv. GM war von der technologischen Lösung überzeugt und von dem Marktpotential in China.

China als Riesenmarkt

Automobilkonzerne investieren verstärkt in Mobilitätsdienstleistungen. Autobesitz wird vor allem in Städten und unter jungen Leuten immer weniger wichtig. Hingegen sehen Carsharing- und Ridesharing-Angebote steigenden Nutzerzahlen. Chine gilt als einer der Märkte mit dem größten Potential. In den chinesischen Megastädten sind Mobilitätsdienstleistungen sehr beliebt. Die Übernahme von Uber China durch Didi Chuxing für 8 Milliarden US$ ist ein Indiz dafür, dass es sich um einen attraktiven  Markt für Mobilitätsdienste handelt.

Der Daimler Konzern hat im letzten Jahr sein free-floating Carsharing Programm Car2Go nach China gebracht. Neben Carsharing erfreut sich auch Ridesharing steigender Beliebtheit in China. Im Jahr 2015 wurden insgesamt mehr als 2 Milliarden Fahrten über Fahrdienst-Plattformen in China absolviert.

GM auch mit Mobilitätsdiensten in Deutschland

GM ist schon in weiteren Länder mit der Marke Maven im Carsharing-Markt aktiv. In Deutschland betreibt die GM Marke Opel das Angebot CarUnity. Über Opel ist GM auch an flinc beteiligt. Im kommenden Jahr soll ein weiteres Carsharing Angebot von Opel gestartet werden. Für großes Aufsehen haben auch zwei Investments von General Motors gesorgt. Der Konzern hat sich mit 500 Mio. US$ an dem Ridesharing Dienst Lyft beteiligt und wollte diesen anscheinend komplett übernehmen. Außerdem wurde das Startup Cruise für eine Milliarde US$ übernommen, das Systeme für selbstfahrende Autos entwickelt.

Didi Chuxing und Uber: Der Krieg in China ist beendet

Heute geht es Schlag auf Schlag. Blacklane verkündet, dass weiter Millionen von Daimler eingesammelt wurden (Bericht folgt), der Shuttle-Service Allygator Shuttle wird ab Freitag durch Berlin fahren und Uber verkauft sein China Geschäft an Didi Chuxing. In den vergangenen Wochen war schon mehrmals über eine Fusion berichtet worden.

Teurer Preiskampf endet

Mit dem Verkauf von Uber China and Didi Chuxing endet ein teurer Preiskampf im bevölkerungsreichsten Land der Erde. Außerdem bietet der Verkauf die Chance, dass sich Uber auf andere Märte fokussieren und ein möglichen Börsengang vorbereiten kann. Der Wettbewerb in China hat jährlich mehr als eine Milliarde US$ an Verlust generiert.

Ich kann mich noch daran Erinnern, wie Uber China im Jahr 2013 gestartet wurde. In Shanghai waren die Fahrzeuge nur im Französischen Viertel unterwegs. Auf Werbung wurde verzichtet, da Uber Angst hatte, dass der Fahrservice sofort verboten wird, wenn zu viel Aufmerksamkeit bei den Behörden erzeugt wird.

Didi wird Uber Investor

Didi Übernimmt das China Geschäft von Uber und investiert gleichzeitig eine Milliarde US$ in das globale Geschäft von Uber. Uber Technologies und die anderen Anteilseigner von Uber China halte nach dem Zusammenschluss 20% an dem fusionierten Unternehmen. Uber Chef Travis Kalanick wir dem Aufsichtsrat von Didi beitreten und Didi Gründer Cheng Wei dem von Uber. Didi übernimmt die Marke von Uber, das operative Geschäft inklusive Angestellte und die Daten.

Uber ist profitabel in den USA und Kanada. In den meisten anderen Märkten verliert Uber weiterhin Geld, da diese Märkte noch aufgebaut werden müssen. Die großen Verluste in China sind auch ein Grund dafür dass Uber bisher keinen Börsengang gewagt hat. Laut dem Universitätsprofessor Arun Sundararajan waren die hohen Verluste in China eine existenzbedrohende Gefahr für das gesamte operative Geschäft für Uber. Kurzfristig scheint der Verkauf als Niederlage, langfristig wird es das Unternehmen aber stärken, da es sich auf die anderen Märkte konzentrieren kann.

Partnerschaft mit lokalen Uber Kontrahenten

Didi wird nach dem Deal mit 35 Milliarden US$ bewertet. Der 20% Anteil von Uber und den anderen Uber China Investoren wird somit mit 7 Milliarden US$ bewertet. Bei eine der letzten Finanzierungsrunden wurde das China Geschäft mit 8 Milliarden US$ bewertet. Uber Technologies wurde zuvor mit 68 Milliarden US$ bewertet. Didi hat sich in den letzten Jahren an Lyft, Ola und Grab Taxi beteiligt, um einen Fuß in den Markt anderer Länder und Regionen zu bekommen. Bleibt abzuwarten, wie sich diese Partnerschaften nach dem Investment in Uber entwickeln. Didi hat angekündigt, weiterhin mit den lokalen Partner zusammen zuarbeiten. Uber wird nach dem Zusammenschluss die Möglichkeit bekommen, weitere Details über die lokalen Wettbewerber in Erfahrung zu bringen.

Didi Chuxing ist aus der Fusion von Didi und Kuaidi hervorgegangen. Erst in diesem Jahr hat sich Apple mit einer Milliarde an Didi Chuxing bei einer Bewertung von 28 Milliarden US$  beteiligt. Dem Unternehmen spielt auch in die Karten, dass die Chinesische Regierung ein neues Gesetz erlassen hat, das Fahrdienste erlaubt. Didi muss es jetzt schaffen, das Geschäft mit den Mitfahrgelegenheiten in die Gewinnzone zu bringen. Bisher wurden nur Verluste generiert, aber nur ein profitables Geschäft wird nachhaltig sein.

Bild: iphonedigital / Flickr (bestimmte Rechte vorbehalten)

Uber China will in einem Jahr Nummer Eins in China sein

Uber sagt, dass das Unternehmen innerhalb eines Jahres so stark wachsen wird, um den bisherigen Spitzenreiter Didi Chuxing zu überholen. Innerhalb eines Jahres will Uber somit zum Marktführer in China werden.

Laut Zhen Lui, Senior Vice President of Strategy bei Uber China hat dieses ambitionierte Ziel während eines Interviews verkündet. Laut seiner Aussage wächst Uber so stark, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis das Unternehmen den Spitzenplatz errungen hat.

Marktanteil wird langsam ausgebaut

Im letzten Jahr war Uber nur in acht Städten in China aktiv und hatte bereits einen Marktanteil von 1%. Mittlerweile ist Uber in 60 chinesischen Städten aktiv und kommt auf einen Marktanteil von etwa 30 %. Der lokale Konkurrent Didi ist in mehr als 400 Städten aktiv und hat mehr oder weniger die verbleibenden 70 % Marktanteil.

Marktführerschaft als beachtliche Leistung

Würde es Uber tatsächlich schaffen, die Marktführerschaft zu erlangen, wäre das ein beachtliches Ergebnis. Der Fahrdienst ist seit etwa zwei Jahren in China aktiv und hat schnell aufgeholt. Diese Aufholjagt wird mit riesigen finanziellen Mitteln durchgeführt. Mehrere Milliarden wurde in den chinesischen Markt investiert, um dem Markführer Didi Anteile streitig zu machen.

Exakte Daten über die durchgeführten Fahrten von Uber und Didi sind schwer zu finden. Die meisten Insider sehen aber Didi klar als Marktführer an und prognostizieren, dass es auch extrem schwer sein wird, das Unternehmen einzuholen. China ist für Uber der wichtigste Markt. Sechs der zehn Städte mit den meisten Fahrten werden von Uber China bedient. In der Zukunft werden weitere chinesische Städte zu den meist-frequentierten Städten für Uber mutieren.

Uber China als separates Unternehmen

Uber China wird als separates Unternehmen geführt und hat bisher mehr als 1 Milliarde Dollar an Finanzierung eingesammelt, bei einer Bewertung von 7 Milliarden Dollar. Im Moment wird weiteres Geld eingesammelt, ein Teil davon wird von dem Mutterunternehmen kommen. Uber hat erst Anfang Juni eine Finanzierung in Höhe von 3.5 Milliarden durch den Staatsfond aus Saudi-Arabien bekannt gegeben. Auch Didi ist finanziell gut ausgestattet. Zu den Investoren zählen die Internetgiganten Alibaba und Tencent. Im letzten Monat hat sich auch Apple mit 1 Milliarde Dollar beteiligt. Didi lässt sich von den Aussagen der Uber Managerin nicht beeinflussen.

Bild: Uber in Beijing von bfishadow (bestimmte Rechte vorbehalten)

Apple investiert 1 Milliarde in Fahrdienst Didi Chuxing

Apple hat am Donnerstag angekündigt, dass das Unternehmen 1 Milliarde US$ in das chinesische Ridesharing Unternehmen Didi Chuxing (vormals Didi Kuaidi) investiert hat. Tim Cook geht davon aus, dass der Schritt Apple dabei hilft, den chinesischen Markt besser zu verstehen. Der chinesische Markt ist entscheidend für das Wachstum von Apple und hat in der letzen Zeit einige Dämpfer erhalten.

Apple ist auf der Suche nach weiteren Möglichkeiten, den Umsatz und Gewinn zu  erhöhen, nachdem der Smartphone Markt nicht mehr so schnell wächst wie in den letzten Jahren. Apple-Chef Cook erhofft sich strategische Vorteile durch das Investment und geht auch davon aus, dass es später zum Umsatz und Gewinn beiträgt.

Apple beteiligt sich direkt an Sharing Economy

Durch das Investment beteiligt sich Apple an den zwei Technologie-Feldern, die seit einiger Zeit einen aufstrebenden Trend zeigen – Sharing Economy und neue Technologien im Mobilitätsbereich. Bisher war Apple indirekt an der Sharing Economy beteiligt, da die meisten Geschäftsmodelle nur dank Smartphones, wie dem iPhone möglich geworden sind.

Apple schließt sich durch das Investment mit dem größten Konkurrenten von Uber zusammen. In der letzen Zeit haben sich einige etablierte Konzerne an Mobilitätsstartups beteiligt. Google hat bereits im Jahr 2013 das Potential erkannt und sich an Uber beteiligt. General Motors hat in Didi Partner Lyft investiert und Cruise übernommen, ein Anbieter von Technologien für autonome Fahrzeuge. Uber Chef Travis Kalanick ist von dem Apple Investment nicht sonderlich begeistert:

Didi Chuxing mit mehr als 20 Milliarden bewertet

Für Didi Chuxing ist die erhaltene Summe das bisher größte Einzelinvestment. Das Unternehmen, das bisher mehrere Milliarden erhalten hat, dominiert den chinesischen Ridesharing und Fahrdienst-Markt. Täglich werden 11 Millionen Fahrten abgewickelt. Didi wird mit mehr als 20 Milliarden US$ bewertet und ist ein chinesisches Vorzeige-Startup. Mit Konkurrent Uber liefert sich das Unternehmen einen Preiskampf, um Marktanteile zu erkaufen. Der Preiskampf dürfte beide Unternehmen mehrere Milliarden pro Jahr kosten.

Apple wird nachgesagt, dass es daran arbeitet, ein selbstfahrendes Elektroauto zu entwickeln. Dieses könnte später bei Didi zum Einsatz kommen. Bis es soweit ist, können Didi Fahrer Apples CarPlay Plattform nutzen.

Bild: Panda Taxi von Mondo79 (bestimmte Rechte vorbehalten)

Chinesische Fahrdienst-App Yidao Yongche sammelt 700 Mio. US$ ein

In den chinesischen Taxi-App Markt fließen weiteren Millionen an Finanzierung, diesmal aber nicht in Didi Kuaidi oder Uber. Die chinesische Taxi- bzw. Fahrdienst-App Yidao Yongche hat eine Finanzierung in Höhe von 700 Mio. US$ eingesammelt, bei einer Bewertung von 1 Milliarde US$. Der neue Investor kauft also 70% vom Unternehmen.

Die Finanzierung kommt von dem chinesischen Konzern LeTV. LeTV verkauft Smartphones, die wie eine Mischung aus HTC One M8 und dem iPhone 6S aussehen. Außerdem  betreibt LeTV eine Video-Plattform und verfolgt andere geschäftliche Interessen.

Bisher geringer Marktanteil – großes Potential ich China

Yidao Yongche ist ein kleiner Anbieter auf dem chinesischen Markt, laut Berichten hat das Unternehmen 0.7 bis 2.7 % Marktanteil am chinesischen Fahrservice und Taxi Markt. Die Investoren sehen  anscheinend das große Potential in China, ansonsten hätten sie nicht bei so einer hohen Bewertung investiert.

LeTV hat bisher auch im Automotive-Bereich investiert. Kürzlich hat das Unternehmen eine Partnerschaft mit Aston Martin und BAIC verkündet. In der Partnerschaft sollen Elektroautos für den chinesischen Markt entwickelt werden. Durch das Investment in die Taxi-App fügt das Unternehmen eine weitere Komponente im Automotive-Bereich hinzu.

Chauffeurservice auch für Touristen

Yidao Yongche betreibt anders als Uber keinen low-cost Service, sondern setzt auf Chauffeure und hochwertigere Fahrzeuge. Der Service ist daher eher mit dem Limousinenservice Blacklane zu vergleichen. Das Unternehmen ist in mehr als 20 Städten in den USA aktiv. Ein Großteil des Umsatzes kommt von chinesischen Touristen, die in die USA reisen. Die Anzahl der USA Touristen aus China steigt von Jahr zu Jahr, damit dürfte sich auch das Geschäft von Yidao Yongche positiv entwickelt. Die beiden Taxi-Apps Lyft und Didi Kuaidi haben vor kurzem eine Partnerschaft geschlossen, damit die chinesischen USA Touristen über die Didi App einen Fahrdienst in den USA buchen können und andersherum.

Milliarden für den chinesischen Mobilitätsmarkt

Nicht nur Yidao Yongche sammelt Geld ein, über Uber gibt es auch Spekulationen, dass das Unternehmen weitere Milliarden US$ bei einer Bewertung von 70 Milliarden US$ aufnimmt. Gut möglich, dass ein Teil davon in den chinesischen Markt investiert wird, um schneller wachsen zu können. Bisher hat Uber angekündigt, das eine Milliarde US$ in den chinesischen Markt investiert werden sollen. Konkurrent und Marktführer Didi Kuaidi hat kürzlich 3 Milliarden US$ eingesammelt.

Bild: Escalade von Jason Lawrence (bestimmte Rechte vorbehalten)

Lyft und Didi Kuaidi Taxi kooperieren

Die Meldung ist zwar schon ein paar Tage her, wir möchten sie aber trotzdem nochmal aufgreifen. Schließlich haben wir schon öfter über die beiden Taxi und Ridesharing Services von Didi und Lyft berichtet.

Kooperation zwischen Taxi und Ridesharing Apps

Didi Kuaidi und Lyft haben angekündigt, dass sie kooperieren und die Nutzer beider Services in China und USA die angebotenen Fahrservices nutzen können. Lyft nutzen, die in China unterwegs sind, können über die Lyft-App die Taxifahrer aus dem Didi Kuaidi Netzwerk buchen. Didi Kunden können über die App den Ridesharing Service von Lyft in den amerikanischen Städten buchen. Beide Unternehmen wollen von den vielen Reisenden zwischen den beiden Ländern profitieren. Im Jahr 2014 waren es etwa 8 Millionen Reisende, die zwischen den beiden Ländern unterwegs waren.

Strategisches Investment in Lyft

Beide Unternehmen schließen sich zusammen, damit eine starker Gegenspieler für Uber entsteht. Didi Kuaidi hat auch in der letzten Finanzierungsrunde von Lyft eine Summe von 100 Mio. US$ in das Ridesharing Unternehmen investiert. Damals beteiligten sich auch Rakuten und Carl Icahn an dem Unternehmen. Alibaba und Tencent, zwei Internetkonzerne aus China waren ebenfalls an der Finanzierungsrunde beteiligt. Lyft wurde dabei mit 2.5 Milliarden US$ bewertet.

Kooperation statt Expansion

Bleibt abzuwarten, ob die internationale Ridesharing Kooperation erweitert wird. Didi Kuaidi hat sich auch an der Taxi App GrabTaxi aus Singapur beteiligt. Der Japanische Investor SoftBank ist sowohl bei GrabTaxi, Didi und Ola beteiligt und könnte die Erweiterung der Kooperation voran treiben. Es wurde schon häufiger spekuliert, dass Lyft in europäische Länder expandieren möchte, daraus ist bisher nichts geworden. Letzte Äußerungen des Unternehmens deuten auch eher darauf hin, dass Lyft nicht aus eigener Kraft expandieren möchte. Eine Kooperation lokaler Player ist eine verheißungsvolle Strategie, um schnell einen weltweiten Mobilitätsanbieter formen zu können.

Didi Kuaidi ist in 360 Städten in China aktiv und jeden Tag werden über die App mehr als 3 Mio. Fahrten abgewickelt. Lyft ist in mehr als 60 amerikanischen Städten aktiv und dürfte ca. 1 Mio.  Fahrten pro Monat abwickeln. Die Taxi-App Didi Kuaidi wird aktuell mit 16 Milliarden US$ bewertet und hat insgesamt 4 Milliarden US$ eingesammelt.

Bild: San Francisco Chinatown von Kārlis Dambrāns (bestimmte Rechte vorbehalten)

Milliarden für Mobilitäts-Startups

Heute wurden gleich drei Finanzierungen im Mobilitätsbereich bekanntgegeben. Insgesamt flossen in aktuellen Finanzierungsrunden mehr als 4 Milliarden US$ in die Mobilitäts-Startups BlaBlaCar, Didi Kuaidi und Uber.

1 aus 3 Mobilitäts-Startups: 160 Mio. US$ für BlaBlaCar

Wie Business Insider berichtet, hat die Plattform für Mitfahrgelegenheiten BlaBlaCar eine Finanzierung in Höhe von 160 Mio. US$ abgeschlossen. Das Startup wird nach der Finanzierungsrunde mit 1.2 Milliarden US$ bewertet und ist das erste französischen Startup, das mit mehr als 1 Milliarden US$ bewertet wird. Ein Großteil der Finanzierung kommt von Insight Venture Partners, auch einige Business Angels haben sich in der letzten Runde beteiligt.

Über BlaBlaCar können Mitfahrgelegenheiten für Langstrecken gebucht werden. Fahrgäste finden eine günstige Art der Fortbewegung, Fahrer können durch die Mitnahme von Fahrgästen ihre Kosten reduzieren. BlaBlaCar erhält etwa 20% an Provision für die Vermittlung der Fahrten. Vor kurzem hat das französische Unternehmen den deutschen Wettbewerber Carpooling.com übernommen. Carpooling ist in Deutschland unter der Marke Mitfahrgelegenheit bekannt. In den USA kooperiert Carpooling mit der Ridesharing Plattform Uber. Insgesamt haben sich bei BlaBlaCar etwa 20 Millionen Nutzer registriert. Im Jahr 2014 hat BlaBlaCar eine Finanzierung von 100 Mio. US$ aufgenommen.

2 aus 3 Mobilitäts-Startups: Didi Kuadi mit 3 Milliarden US$

Das Unternehmen hinter der chinesischen Taxi-App Didi Kuaidi hat ein Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt wurden 3 Milliarden US$ eingesammelt. Das chinesische Mobilitäts-Startup wird in der letzten Finanzierungsrunde mit 16,5 Milliarden US$ bewertet.

Über die Finanzierung hatten wir schon im Juni berichtet. Damals wurde die Finanzierungsrunde gestartet und es stand eine Summe in Höhe von 1.5 Milliarden US$ im Raum. Im Juli hat das Mobilitäts-Startup angekündigt, dass eine Summe von 2 Milliarden US$ aufgenommen werden soll, wobei ein paar hundert Millionen US$ hinzukommen könnten. Letztendlich ist eine Summe von 1 Milliarde US$ hinzugekommen.

Didi Kuaidi ist aus der Fusion der beiden führenden chinesischen Taxi-Apps entstanden. Über eine Smartphone App kann mit Didi Kuaidi ein Taxi gerufen werden. Ein ähnlicher Service in Deutschland wird von dem mittlerweile zu Daimler gehörenden Unternehmen MyTaxi betrieben. In China ist der Markt für Taxifahrten und Ridesharing Fahrten enorm groß. Einerseits ist der öffentliche Nahverkehr schlecht ausgebaut und meist überfüllt. Auf der anderen Seite besitzen in China wenige Personen ein eigenes Auto. Insgesamt wird der Markt in China für Transportdienstleistungen auf 1 Trillionen US$ geschätzt. Zu den Investoren gehören Unternehmen, wie Alibaba, Tencent, China Investment Corp. und SoftBank.

3 aus 3 Mobilitäts-Startups: Uber mit 1,2 Milliarden US$ von Baidu

Um in dem Kampf der Mobilitäts-Startups dem chinesischen Rivalen Didi Kuaidi die Stirn bieten zu können, hat die amerikanische App für Transportdienstleistung Uber heute bekanntgegeben, dass das Unternehmen weitere 1,2 Milliarden US$ eingesammelt hat. Ein Großteil der Finanzierung stammt von Baidu. Baidu betreibt in China eine der größten Suchmaschinen. Die Summe soll für eine weitere Expansion in China genutzt werden.

Baidu ist seit Ende 2014 als strategischer Investor bei Uber an Board. Baidu und Uber arbeiten eng zusammen, um den Ridesharing-Service in lokalen Karten-Apps und anderen Services zu integrieren. Interessant ist, dass Uber China als separate Einheit geführt wird und Investoren so die Möglichkeit gegeben wird, in die Expansion in einer bestimmten Region zu investieren. Uber China wird in der letzten Finanzierungsrunde mit 8 Milliarden US$ bewertet. Uber hat Anfang des Jahres angekündigt, dass in diesem Jahr etwa 1 Milliarden US$ in die Expansion in China zu investieren.

Für Uber entwickelt sich das Geschäft in China gut. Im letzten Monat wurde der Umsatz verdoppelt, pro Tag wird die Uber-App 100 Millionen mal aufgerufen.

Dollars von 401(K) 2012 (bestimmte Rechte vorbehalten)