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Lyft und Didi Kuaidi Taxi kooperieren

Die Meldung ist zwar schon ein paar Tage her, wir möchten sie aber trotzdem nochmal aufgreifen. Schließlich haben wir schon öfter über die beiden Taxi und Ridesharing Services von Didi und Lyft berichtet.

Kooperation zwischen Taxi und Ridesharing Apps

Didi Kuaidi und Lyft haben angekündigt, dass sie kooperieren und die Nutzer beider Services in China und USA die angebotenen Fahrservices nutzen können. Lyft nutzen, die in China unterwegs sind, können über die Lyft-App die Taxifahrer aus dem Didi Kuaidi Netzwerk buchen. Didi Kunden können über die App den Ridesharing Service von Lyft in den amerikanischen Städten buchen. Beide Unternehmen wollen von den vielen Reisenden zwischen den beiden Ländern profitieren. Im Jahr 2014 waren es etwa 8 Millionen Reisende, die zwischen den beiden Ländern unterwegs waren.

Strategisches Investment in Lyft

Beide Unternehmen schließen sich zusammen, damit eine starker Gegenspieler für Uber entsteht. Didi Kuaidi hat auch in der letzten Finanzierungsrunde von Lyft eine Summe von 100 Mio. US$ in das Ridesharing Unternehmen investiert. Damals beteiligten sich auch Rakuten und Carl Icahn an dem Unternehmen. Alibaba und Tencent, zwei Internetkonzerne aus China waren ebenfalls an der Finanzierungsrunde beteiligt. Lyft wurde dabei mit 2.5 Milliarden US$ bewertet.

Kooperation statt Expansion

Bleibt abzuwarten, ob die internationale Ridesharing Kooperation erweitert wird. Didi Kuaidi hat sich auch an der Taxi App GrabTaxi aus Singapur beteiligt. Der Japanische Investor SoftBank ist sowohl bei GrabTaxi, Didi und Ola beteiligt und könnte die Erweiterung der Kooperation voran treiben. Es wurde schon häufiger spekuliert, dass Lyft in europäische Länder expandieren möchte, daraus ist bisher nichts geworden. Letzte Äußerungen des Unternehmens deuten auch eher darauf hin, dass Lyft nicht aus eigener Kraft expandieren möchte. Eine Kooperation lokaler Player ist eine verheißungsvolle Strategie, um schnell einen weltweiten Mobilitätsanbieter formen zu können.

Didi Kuaidi ist in 360 Städten in China aktiv und jeden Tag werden über die App mehr als 3 Mio. Fahrten abgewickelt. Lyft ist in mehr als 60 amerikanischen Städten aktiv und dürfte ca. 1 Mio.  Fahrten pro Monat abwickeln. Die Taxi-App Didi Kuaidi wird aktuell mit 16 Milliarden US$ bewertet und hat insgesamt 4 Milliarden US$ eingesammelt.

Bild: San Francisco Chinatown von Kārlis Dambrāns (bestimmte Rechte vorbehalten)

Milliarden für Mobilitäts-Startups

Heute wurden gleich drei Finanzierungen im Mobilitätsbereich bekanntgegeben. Insgesamt flossen in aktuellen Finanzierungsrunden mehr als 4 Milliarden US$ in die Mobilitäts-Startups BlaBlaCar, Didi Kuaidi und Uber.

1 aus 3 Mobilitäts-Startups: 160 Mio. US$ für BlaBlaCar

Wie Business Insider berichtet, hat die Plattform für Mitfahrgelegenheiten BlaBlaCar eine Finanzierung in Höhe von 160 Mio. US$ abgeschlossen. Das Startup wird nach der Finanzierungsrunde mit 1.2 Milliarden US$ bewertet und ist das erste französischen Startup, das mit mehr als 1 Milliarden US$ bewertet wird. Ein Großteil der Finanzierung kommt von Insight Venture Partners, auch einige Business Angels haben sich in der letzten Runde beteiligt.

Über BlaBlaCar können Mitfahrgelegenheiten für Langstrecken gebucht werden. Fahrgäste finden eine günstige Art der Fortbewegung, Fahrer können durch die Mitnahme von Fahrgästen ihre Kosten reduzieren. BlaBlaCar erhält etwa 20% an Provision für die Vermittlung der Fahrten. Vor kurzem hat das französische Unternehmen den deutschen Wettbewerber Carpooling.com übernommen. Carpooling ist in Deutschland unter der Marke Mitfahrgelegenheit bekannt. In den USA kooperiert Carpooling mit der Ridesharing Plattform Uber. Insgesamt haben sich bei BlaBlaCar etwa 20 Millionen Nutzer registriert. Im Jahr 2014 hat BlaBlaCar eine Finanzierung von 100 Mio. US$ aufgenommen.

2 aus 3 Mobilitäts-Startups: Didi Kuadi mit 3 Milliarden US$

Das Unternehmen hinter der chinesischen Taxi-App Didi Kuaidi hat ein Finanzierungsrunde abgeschlossen. Insgesamt wurden 3 Milliarden US$ eingesammelt. Das chinesische Mobilitäts-Startup wird in der letzten Finanzierungsrunde mit 16,5 Milliarden US$ bewertet.

Über die Finanzierung hatten wir schon im Juni berichtet. Damals wurde die Finanzierungsrunde gestartet und es stand eine Summe in Höhe von 1.5 Milliarden US$ im Raum. Im Juli hat das Mobilitäts-Startup angekündigt, dass eine Summe von 2 Milliarden US$ aufgenommen werden soll, wobei ein paar hundert Millionen US$ hinzukommen könnten. Letztendlich ist eine Summe von 1 Milliarde US$ hinzugekommen.

Didi Kuaidi ist aus der Fusion der beiden führenden chinesischen Taxi-Apps entstanden. Über eine Smartphone App kann mit Didi Kuaidi ein Taxi gerufen werden. Ein ähnlicher Service in Deutschland wird von dem mittlerweile zu Daimler gehörenden Unternehmen MyTaxi betrieben. In China ist der Markt für Taxifahrten und Ridesharing Fahrten enorm groß. Einerseits ist der öffentliche Nahverkehr schlecht ausgebaut und meist überfüllt. Auf der anderen Seite besitzen in China wenige Personen ein eigenes Auto. Insgesamt wird der Markt in China für Transportdienstleistungen auf 1 Trillionen US$ geschätzt. Zu den Investoren gehören Unternehmen, wie Alibaba, Tencent, China Investment Corp. und SoftBank.

3 aus 3 Mobilitäts-Startups: Uber mit 1,2 Milliarden US$ von Baidu

Um in dem Kampf der Mobilitäts-Startups dem chinesischen Rivalen Didi Kuaidi die Stirn bieten zu können, hat die amerikanische App für Transportdienstleistung Uber heute bekanntgegeben, dass das Unternehmen weitere 1,2 Milliarden US$ eingesammelt hat. Ein Großteil der Finanzierung stammt von Baidu. Baidu betreibt in China eine der größten Suchmaschinen. Die Summe soll für eine weitere Expansion in China genutzt werden.

Baidu ist seit Ende 2014 als strategischer Investor bei Uber an Board. Baidu und Uber arbeiten eng zusammen, um den Ridesharing-Service in lokalen Karten-Apps und anderen Services zu integrieren. Interessant ist, dass Uber China als separate Einheit geführt wird und Investoren so die Möglichkeit gegeben wird, in die Expansion in einer bestimmten Region zu investieren. Uber China wird in der letzten Finanzierungsrunde mit 8 Milliarden US$ bewertet. Uber hat Anfang des Jahres angekündigt, dass in diesem Jahr etwa 1 Milliarden US$ in die Expansion in China zu investieren.

Für Uber entwickelt sich das Geschäft in China gut. Im letzten Monat wurde der Umsatz verdoppelt, pro Tag wird die Uber-App 100 Millionen mal aufgerufen.

Dollars von 401(K) 2012 (bestimmte Rechte vorbehalten)

Didi Kuaidi Taxi App sammelt 1.5 Milliarden US$ ein

Die fusionierten Taxi Apps Didi und Kuaidi Dache sammeln in einer aktuellen Runde 1.5 Milliarden US$ bei einer Bewertung von 12 – 15 Milliarden US$ ein. Entsprechendes berichtet das Online-Magazin Bloomberg.

Bewertung verdoppelt sich

Die neue Finanzierung stammt von den bestehenden Investoren, u.a. Alibaba und Tencent. Neue Investoren, die namentlich nicht bekannt sind, beteiligen sich ebenfalls an der Runde. Bei der Fusion Anfang des Jahres wurde das Unternehmen noch mit ca. 7 Milliarden US$ bewertet. Der Wert hat sich also innerhalb weniger Monate verdoppelt. Mit einer Bewertung von 15 Milliarden US$ ist das Unternehmen eines der wertvollsten chinesischen Startups.

Konkurrent Uber hat angekündigt, ebenfalls 1 Milliarde in China zu investieren. Der chinesische Markt soll für das amerikanische Unternehmen Uber der wichtigste weltweit werden.

Didi Kuaidi Taxi App dominiert den Markt

Der chinesische Ridesharing und Taxi App Markt wird von Didi Kuaidi beherrscht. Die beiden Apps kommen auf einen Marktanteil von 78 %. Rivale Uber kommt auf einen Marktanteil von lediglich 11%. Die größten Teilhaber von Didi Kuaidi sind die chinesischen Internet- und Technologiekonzerne Alibaba und Tencent.

Bild: IMG_0217 von Eddie Awad (bestimmte Rechte vorbehalten)

Kurznachrichten: Opel Carsharing startet, Strategie von UberChina

Kurznachrichten: Automobilhersteller startet Opel Carsharing Programm. Der amerikanische Fahrdienst-Anbieter Uber sammelt 1 Milliarde US$ für China ein.

CarUnity Peer-2-Peer Carsharing von Opel

Am 24. Juni will Opel sein Carsharing Angebot CarUnity vorstellen. Bei CarUnity soll es sich um eine Carsharing Plattform handeln, bei dem Privatleute ihre Autos an andere vermieten können. Bis zum 24. Juni dürfen die 20.000 Opel-Mitarbeiter das Angebot testen, danach ist es für jedermann offen. Anders als BMW und Car2Go setzt Opel Carsharing nicht auf eine eigene Fahrzeugflotte, die ausschließlich für Carsharing-Zwecke bereitsteht. Es entsteht eine Plattform, über die Privatleute ihre Fahrzeuge an andere vermieten können. Wahrscheinlich werden die neuen Opel-Fahrzeuge mit moderner Technik ausgestattet, damit sich die Fahrzeuge ohne persönliche Schlüsselübergabe anmieten lassen können. Somit würden Opel-Fahrzeuge einen Vorteil im Vergleich zu den anderen Marken haben, da sie sich einfach mit dem Smartphone öffnen lassen können.

Bisher wird der deutsche Markt von gewerblichen free-floating Angeboten dominiert. DriveNow von BMW und car2go von Daimler haben die größten Marktanteile in Deutschland. Peer-2-Peer Angebote existieren ebenfalls, haben aber noch nicht den großen Stellenwert. Das mag auch daran liegen, dass sich free-floating Angebote für spontane kurze Fahrten eignen und Peer-2-Peer Angebote eher für längeren Fahrten.

Mit einem ähnlichen Konzept wie Opel Carsharing ist der französische Anbieter Drivy auf dem Markt. Das Unternehmen hat sich erst vor wenigen Tagen mit der deutschen Carsharing Plattform autonetzer.de zusammengeschlossen und bietet einen Pool von 11.000 Fahrzeugen.
Opel hat in der Vergangenheit ein Carsharing Projekt in Berlin unterstützt. Spotcar, ein free-floating Angebot mit Opel Adam Autos war Teil der Umparken im Kopf Kampagne. Recht erfolgreich war das Angebot nicht. Nach etwa einem Jahr auf dem Markt wurde das Angebot wieder eingestellt. Grund dafür dürfte die kilometerbasierte Abrechnung gewesen sein. (via Spiegel Online)

Uber will Milliarde US$ in China investieren

Für Ridesharing-Anbieter Uber soll China bis Ende des Jahres das Land mit den meisten Fahrten sein. China soll dann größer als der Markt in USA sein. In einem Brief, der von CEO Travis Kalanick an die Investoren geschickt wurde, wir die Strategie dargelegt, wie das Ziel erreicht werden soll. Uber will 1 Milliarde US$ investieren und damit 50 neue Städte erschließen. Kalanick überwacht das Wachstum in China persönlich. Für das internationale Team von Uber hat China die höchste Priorität. Das einmalige Produkt und die Exzellenz in der operativen Umsetzung ermöglichen es Uber, schneller zu wachsen, als die Konkurrenz. Der Fokus soll auf dem Peer-2-Peer Modell liegen und nicht auf der Vermittlung von Taxi-Fahrten. Bei dem Peer-2-Peer Modell werden die Nutzer von Privatfahrern chauffiert, die meist keine Lizenzen für eine gewerbliche Beförderung besitzen und ihr Privatfahrzeug einsetzen. Mit diesem Modell ist Uber zum Marktführer in den USA und weiteren internationalen Märkten aufgestiegen.

Bisher ist das Unternehmen in 11 chinesischen Städten aktiv. Anscheinend werden über Uber täglich 1 Mio. Fahrten abgewickelt. Uber müsste demnach extrem gewachsen sein, denn im Dezember 2014 hat das Ridesharing Unternehmen 1 Mio. Fahrten weltweit abgewickelt. In den Städten Guangzhou, Hangzhou und Chengdu werden laut Unternehmensangaben mehr Fahrten pro Tag abgewickelt, als in New York. In Hangzhou werden jede Woche 200.000 neue Nutzer gewonnen. Die Fahrtanfragen sind seit Jahresbeginn monatlich um 100 % gewachsen. (via TechCrunch)

Bild: Opel von John Lloyd (bestimmte Rechte vorbehalten)

Taxi-Apps Didi Dache und Kuaidi Dache schließen sich zusammen

Laut Reuters schließen sich die beiden chinesischen Taxi-Apps Didi Dache und Kuaidi Dache in einer Fusion zusammen. Durch die Fusion der beiden führenden Taxi-Apps entsteht der weltweit größte Smartphone basierte Transportservice.

Wie das Unternehmen nach der Fusion heißen wird, ist noch unklar. Die Marken der beide Unternehmen könnten erstmal erhalten bleiben. Nach dem Zusammenschluss wird das Unternehmen mit 6 Milliarden US$ (entspricht 5.3 Milliarden €) bewertet. Weitere Informationen sollen nach dem Chinesischen Neujahrsfest publiziert werden.

Interessant an dem Zusammenschluss ist, dass die beiden chinesischen Internet-Giganten Tencent und Alibaba der Fusion zugestimmt haben. Tencent ist bei Didi Dache als Investor an Board, Kuaidi Dache wird von Alibaba finanziert. Tencent und Alibaba galten bisher als Erzfeinde, so dass eine Zusammenarbeit undenkbar war.

Die beiden Unternehmen verfügen über einen Marktanteil in China von mehr als 90%. In den letzten Jahren seit Start im Jahr 2012 haben sich die beiden Unternehmen einen erbitterten Preiskampf geleistet, um neue Kunden zu gewinnen. Mehr also 150 Mio. Chinesen nutzen ihr Smartphone, um über eines der beiden Netzwerke ein Taxi zu bestellen.

Gemeinsam haben die beiden Unternehmen mehr als 1 Milliarde US$ von Privat-Investoren eingesammelt. Didi hat im letzten Dezember 700 Mio. US$ von Tencent und DST eingesammelt. Kuaidi hat mehr als 600 Mio. US$ von Softbank, Tiger Global und Alibaba eingesammelt.

Die Fusion soll auch im Kampf gegen Uber helfen. Uber ist seit 2013 in China aktiv und vermittelt lizensierte Chauffeure anstatt Taxifahrer. Ende letzten Jahres hat der chinesische Suchmaschinen-Konzern Baidu etwa 600 Mio. US$ in das amerikanische Unternehmen investiert und angekündigt, das Unternehmen bei einem schnelleren Marktausbau zu unterstützen. Bleibt abzuwarten, ob sich das fusionierte Unternehmen an eine Internationalisierung wagt, oder ob weiterhin ausschließlich auf den chinesischen Markt gesetzt wird.

Kuaidi Investor Softbank hat auch bei weiteren internationalen Taxi-Apps hohen Summen investiert, darunter GrabTaxi aus Süd-Ost-Asien und Ola aus Indien. Weitere Fusionen im asiatischen Raum könnten also bevorstehen.

Bild: favorite taxi von Ernie (bestimmte Rechte vorbehalten)