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IONITY – Paneuropäisches High-Power-Charging-Netzwerk ermöglicht Elektromobilität auf Langstrecken

Mit der Gründung des Gemeinschaftsunternehmens IONITY stellen die BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche die Weichen für den Aufbau des leistungsstärksten Schnellladenetzes für Elektrofahrzeuge in Europa. Die Errichtung und der Betrieb von insgesamt rund 400 Schnellladestationen bis 2020 sind wichtige Schritte, um Elektromobilität auch auf Langstrecken zu gewährleisten und sie damit im Markt zu etablieren. Das neue Unternehmen IONITY mit Sitz in München hat die Geschäftstätigkeit aufgenommen. Michael Hajesch (CEO) und Marcus Groll (COO) übernehmen die Geschäftsführung des Joint Ventures (JV). Das IONITY Team wird schon Anfang 2018 rund 50 Mitarbeiter umfassen und sukzessive ausgebaut.
„Die Verfügbarkeit eines flächendeckenden High-Power-Charging-Netzwerks ist für die Marktdurchdringung der Elektromobilität unabdingbar. Die Gründung von IONITY ist ein wichtiger Meilenstein, der zeigt, dass die Automobilhersteller ihre Kräfte dazu bündeln. Mit der Schaffung des ersten paneuropäischen HPC-Netzes machen wir die Elektromobilität langstreckentauglich. Wir haben dabei insbesondere den Kunden im Blick. Schnelle, komfortable und digital bezahlbare Ladevorgänge sind unser Ziel“, so Michael Hajesch.
Aufbau der ersten 20 Schnellladestationen startet in 2017
IONITY wird bis 2020 insgesamt rund 400 Schnellladestationen errichten und betreiben. Der Aufbau der ersten zwanzig Stationen startet noch in 2017. Diese werden an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen unter anderem in Deutschland, Norwegen und Österreich errichtet. Sie werden öffentlich zugänglich sein und mit einer Entfernung von etwa 120 km zueinander liegen. Dabei setzt IONITY auf die Zusammenarbeit mit starken Kooperationspartnern wie Tank & Rast, Circle K sowie OMV und profitiert insbesondere von deren attraktiven Standorten. Die europaweite Skalierung auf über hundert Schnellladestationen erfolgt in 2018. Jede der IONITY Schnellladestationen wird über mehrere Ladesäulen verfügen. Dadurch erhalten Kunden bis 2020 marken- und leistungs­unabhängig Zugang zu Tausenden von HPC-Ladepunkten. Das HPC-Netzwerk verwendet den europäischen Ladestandard Combined Charging System (CCS). Die Ladeleistung von bis zu 350 kW pro Ladepunkt ermöglicht entsprechend ausgelegten Fahrzeugen eine deutlich kürzere Ladezeit im Vergleich zu heute verfügbaren Systemen. Die Offenheit des Systems und die europaweite Verbreitung werden helfen, die Akzeptanz von Elektrofahrzeugen deutlich zu erhöhen.
Gemeinsam Europa vernetzen
Eine sorgfältige, an den Kundenbedürfnissen ausgerichtete Standortwahl steht bei der Realisierung des IONITY Netzwerks im Fokus. Auch die intelligente Verknüpfung mit bestehenden Ladelösungen hat das JV im Blick. IONITY steht deshalb in intensivem Austausch mit bestehenden Infrastrukturinitiativen – unter anderem unterstützt von den Gründungsunternehmen und der Politik. Mit den Investitionen in den Aufbau des IONITY Netzwerks bündeln die beteiligten Automobilhersteller ihr Engagement für die Elektromobilität. Zusätzlich baut das Bündnis branchenübergreifend und international auf Kooperationen und starke Partnerschaften.
Die Gründungspartner BMW Group, Daimler AG, Ford Motor Company und der Volkswagen Konzern mit Audi und Porsche beteiligen sich zu gleichen Teilen an dem JV. Weitere Automobilhersteller sind ebenso willkommen, sich aktiv am Ausbau des HPC-Netzwerks zu beteiligen.

Text: Pressemitteilung Daimler AG

Bild: Ionity (alle Rechte vorbehalten)

Daimler schlägt wieder zu: flinc wird übernommen

Daimler ist im Moment nicht zu stoppen, was das Investment in Mobilitätsdienste angeht. Der Automobilhersteller übernimmt flinc, den Pionier bei der Vermittlung von Mitfahrgelegenheiten in Echtzeit. Damit hat sich Daimler in diesem Jahr an fast 10 Mobilitätsdienstleistern (unter anderem Via, Careem, TaxiBeat, Clever Taxi, Volocopter, Turo) beteiligt oder diese ganz übernommen.

500.000 Kunden bei flinc registriert

flinc bietet eine Plattform für on-demand Mitfahrgelegenheiten auf der Kurzstrecke an und spricht damit vor allem Berufspendler an. Das Startup wurde bereits 2010 gegründet, hat es aber leider nicht geschafft, auf eine kritische Größe zu wachsen. Etwa 500.000 Nutzer haben sich in den letzten sechs Jahren bei dem Startup registriert, das ist zu wenig, um eingeständig agieren zu können oder um Investoren überzeugen zu können. Durch international agierende Unternehmen, wie Uber, Lyft oder Via hat das Startup starke Konkurrenz bekommen.

Auch Corporate Ridesharing im Angebot

flinc hat auf zwei unterschiedliche Strategien gesetzt. Auf der einen Seite wird ein Mitfahrdienst unter dem Namen flinc angeboten, der öffentlich zugänglich ist. Der Dienst wurde sogar in die Carsharing Flotte von DriveNow integriert und in Apps für öffentlichen Nahverkehr integriert. Auf der anderen Seite hat flinc eine Corporate Ridesharing Lösung angeboten, die von namenhaften Unternehmen wie BASF und anderen eingesetzt wird.

flott als Lösung für on-demand Shuttles

Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen versucht, mit flott eine Plattform für den on-demand Verkehr in Städten zu starten. Nach dem ursprünglichen Ankündigung wurde es leider ruhig um das Produkt. In einer Studie kam flott zu dem Ergebnis, dass sich mit einem intelligenten Shuttle System die Zahl der Fahrzeuge in Hamburg drastische reduzieren lässt.

Das Unternemen hat seinen Sitz in Darmstadt und nicht in den Startups Städten Berlin oder München. Da wird es das Unternehmen auch nicht leicht gehabt haben, Top-Talente anzuwerben. Auf Investorenseite konnte flinc dafür General Motors und die Deutsche Bahn überzeugen.

Unternehmen bleibt erstmal eingeständig

Es wurde nicht bekannt, was Daimler für die Übernahme auf den Tisch gelegt hat – es ist aber davon auszugehen, dass es sich eher um einen Fire-Sale handelt. Das Unternehmen flinc GmbH wird weiterhin eigenständig bleiben und die Gründer Dr. Klaus Dibbern, Michael Hübl und Benjamin Kirschner bleiben im Führungsteam. Das Wissen von flinc über dynamische Ridesharing Dienste soll bei Daimler eingebracht werden, um die Entwicklung von internen Ridesharing Angeboten zu beschleunigen.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Krieg der Sterne: Uber bekommt in London Konkurrenz durch Via und Taxify

Bisher war Uber mehr oder weniger der einzige große on-demand Fahrdienst in London. Die traditionellen schwarzen Cabbies sind durch den Erfolg von Uber stark unter Druck geraten.  Die amerikanische Ridesharing Plattform bekommt jetzt Konkurrenz von zwei Anbietern. Die App Taxify wird in London starten und das von Mercedes-Benz Vans finanzierte Unternehmen Via ebenso.

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Taxify startet mit Problemen

Die Taxi App Taxify aus Estland wurde als erstes aktiv. Bereits letzte Woche wurde der Service gestartet, musste wegen Lizenzproblemen nach drei Tagen pausiert werden. Es wird nicht lange dauern, bis Taxify wieder los legt. Seit ein paar Jahren ist der Fahrdienst in Osteuropa und in Afrika aktiv. Das Setup ist mit Uber vergleichbar und unterscheidet sich in wenigen Punkten. Unter anderem können die Fahrgäste auch mit Bargeld bezahlen und nicht nur über die registrierten Kreditkarten. Der Fahrpreis für die Nutzer soll geringer sein und auch die Fahrer müssen weniger an die Plattform abdrücken. Bei Uber zahlen die Fahrer bis zu 30% Vermittlungsgebühr, bei Taxify lediglich 15% des Fahrpreises. Das ist eine attraktive Alternative für die Fahrer, die sie in Betracht ziehen werden, wenn die Nachfrage da ist.

Mercedes Benz bring Via nach London

Via wird in London demnächst mit einem dynamischen Shuttle Dienst unterwegs sein, nachdem die Genehmigungen eingeholt sind. Ähnlich wie bei Uber Pool werden sich mehrere Fahrgäste ein Fahrzeug teilen, sofern sie in die gleiche Richtung unterwegs sind. Via gibt an, dass der entwickelte Algorithmus effizienter arbeitet, als der der Konkurrenten Uber und Lyft. Das führt dazu, dass die Auslastung der Fahrzeuge höher ist und die Nutzer weniger warten müssen und ohne größere Umwege von A nach B kommen. Transportiert werden die Fahrgäste in Minivans aus dem Hause Mercedes-Benz.

Mehr Konkurrenz um Fahrer

Die neuen Konkurrenten werden gut für die Fahrgäste sein, da sie so mehr Auswahl haben. Die Anbieter werden sich mit Rabatten und Angeboten überbieten, um die Fahrgastzahlen wachsen zu lassen. Auf der anderen Seite wird der Wettbewerb um Fahrer höher – schon jetzt zahlt Uber teilweise hohe Summen, um die Fahrer auf die Straße zu bringen. Darauf werden sich sich die Neueinsteiger auch einstellen müssen. Uber hat eine starke Marktposition und auch schon viel in London investiert. Die beiden Neueinsteiger müssen aggressiv auftreten, um ausreichend Nutzer zu finden. Taxify hat zuletzt viel Geld von Didi Chuxing aus China erhalten. Didi hat Uber aus China verdrängt und gibt hoffentlich nicht nur Geld, sondern auch die Erfahrungen weiter.

Bild: Taxify (alle Rechte vorbehalten)

Peer-2-Peer Carsharing: Daimler gibt Croove an Turo ab und Beteiligt sich an dem Unternehmen

Das ging schnell, nach nicht mal einem Jahr verschmilzt die peer-2-peer Carsharing Tochter Croove aus dem Haus Daimler mit dem amerikanischen Marktführer Turo. Gleichzeitig beteiligt sich Daimler in der Series D Finanzierungsrunde, in der insgesamt 92 Mio. US$ in das Unternehmen fließen, an dem Unternehmen. Die Runde wird angeführt von SK Holdings aus Südkorea, mit weiteren Investments von Liberty Mutual Strategic Investment Fund (Versicherung) und Founders Circle Capital. Existierende Investoren gehen ebenfalls mit.

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Croove wird zu Turo

Turo ist einer peer to peer Carsharing Plattform, auf der Privatleute oder kleine Flottenbetreiber die Fahrzeuge einstellen und vermieten können. Daimler hat das Startup Croove, das mit einem ähnlichen Modell auf dem Markt aktiv ist, erst im vergangenen Dezember gestartet. Zuerst war das Angebot nur in München aktiv, ein paar Monate später folgten andere Städte, wie Berlin oder Hamburg. Nach dem Investment macht es für Daimler wenig Sinn, die eigene Marke weiterzuführen, deswegen wird das Angebot an Turo abgegeben. Die Markte Croove wird in den kommenden Wochen oder Monaten verschwinden und durch das Angebot von Turo ersetzt.

Strategische Investoren für Turo

Turo holt sich mit Daimler und Liberty Mutual zwei strategische Investoren an Board. Daimler könnte seine Händler dazu ermutigen, einige Fahrzeuge für die Plattform abzustellen. Liberty Mutual ist in den USA schon als Versicherungspartner für das Unternehmen tätig. Auch SK Holdings kann als strategischer Partner interessant sein. Das Unternehmen beliefert unter anderem eine Automobilhersteller und hat eigene Mobility Angebote gestartet. SK könnte dabei helfen, dass die Fahrzeuge einiger Hersteller schon gleich sharing enabled vom Band laufen außerdem ist die Unternehmensgruppe ein starker Partner für eine Expansion nach Asien.

Anscheinend haben mehrere Automobilhersteller Interesse an einem Investment in Turo bekundet. Daimler hat letztendlich den Zuschlag bekommen, da das Unternehmen schon mit einem eigenen peer-2-peer Carsharing Angebot aktiv ist. Das hat Turo gezeigt, dass das Unternehmen ein starkes Interesse hat, ein Model erfolgreich aufzubauen, das auf die geänderten Bedürfnisse der Kunden im Bezug auf Fahrzeugbesitz eingeht.

Peer-2-Peer in Deutschland schwer zu knacken

Das sich Daimler mit einem starken Player zusammentut, kann aber auch als Zeichen gewertet werden, dass der deutsche peer-2-peer Carsharing Markt schwer zu knacken ist. Mittlerweile gehören die vormals drei lokalen Anbieter ausländischen Unternehmen. Der französische Anbieter Drivy hat AutoNetzer und Nachbarschaftsauto übernommen, Tamyca aus Aachen ging vor ein paar Wochen an den Anbieter SnappCar aus den Niederlanden.

Bild: Turo (alle Rechte vorbehalten)

Daimler stellt Konzept für autonomen smart vor: smart vision EQ fortwo

Die Daimler Tochter smart hat ein neues Konzeptfahrzeug vorgestellt, das autonome unterwegs sein soll und für den Einsatz auf Carsharing Plattformen optimiert ist. Der smart vision EQ fortwo gibt eine Ausblick auf die Zukunft der urbanen Mobilität und einen flexiblen, effizienten aber doch individuellen öffentlichen Nahverkehr. Das Show Car ist das erste Fahrzeug von Daimler, das über kein Lenkrad und keine Pedale verfügt.

Teil der CASE Strategie

Der smart vision EQ fortwo ist ein Teil der Daimler CASE Strategie. CASE wurde im vergangenen Jahr präsentiert und beinhaltet die vier Säulen Connected Car, autonomes Fahren, Shared Services & Service und elektrifizierte Antriebe.

Das Konzeptfahrzeug wird rein elektrisch angetrieben und ist Teil der neuen EQ Marke des Konzerns. Der verbaute Akku verfügt über eine Kapazität von 30 kWh. Das Auto fährt selbständig zur nächsten Ladestation, wenn es nit in Benutzung ist. Auf der IAA, die Mitte September in Frankfurt stattfinden wird, wird Daimler den smart vision EQ und andere Konzeptfahrzeuge unter der Marke EQ vorstellen.

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Radikale Vision für den zukünftigen urbanen Verkehr

smart CEO Annette Winkler bezeichnet den Portotypen also radikale Vision für den zukünftigen Stadtverkehr. Das Auto ist auf Sharing ausgelegt, steuer vollautomatisiert und wird elektrisch angetrieben. Gleichzeitig ist das Erscheinungsbild freundlich und kann über die verbauten System individualisiert werden.

Bisher werden die herkömmlichen Smarts für das car2go Carsharing eingesetzt. Das Angebot wird von 2.6 Mio. Kunden weltweit genutzt und alle 1.4 Sekunden wird ein Fahrzeug aus der car2go Flotte gebucht. Mit dem vorgestellten Konzept wird die nächste Phase eigeläutet. Carsharing und Ride-sharing werden verschmolzen, die Carsharing Nutzer von heute werden in Zukunft in geteilten autonomen Fahrzeugen unterwegs sein, die ebenfalls über eine Plattform geordert werden.

Effizientes System mit automatisierten und geteilten Autos

Vorteil von dem Setup mit autonomen Fahrzeugen ist, dass die Nutzer nicht mehr das Fahrzeug suchen müssen, sondern dass die Fahrzeuge zum Nutzer kommen. Die Fahrzeuge werden untereinander und mit der Plattform vernetzt sein, so dass der Fahrgast volle Transparenz über die Ankunftszeit hat und dass sichergestellt wird, dass die Autos optimal durch den Verkehr geleitet und ausgelastet werden. Durch die höhere Auslastung wird sich die Anzahl der Autos reduzieren, was zu weniger Verkehr und mehr freiere Fläche führen wird.

Personalisierung der smart vision EQ fortwo

Damit der Fahrgast das ihm zugewiesene Fahrzeug identifizieren kann, wir es über Displays am Fahrzeug personalisiert. Am auffälligsten dabei ist das schwarze Panel, das den Kühlergrill ersetzt. Ist das Fahrzeug bei einem Fahrgast angekommen, wird dieser über das Panel begrüßt. Sollte das Auto mal ohne Auftrag unterwegs sein, können Infos über Wetter oder Events angezeigt werden. Auch das Interieur ist so gestaltet, dass nützliche Informationen für die Fahrgäste an Board angezeigt werden.

Das Fahrzeug ist bisher nur eine Konzeptstudie, die aber aufzeigen dürfte, in welche Richtung die Reise geht. Daimler möchte in den kommenden 4-5 Jahren mindestens 10 Elektroautos auf den Markt bringen, ab 2022 sollen auch autonome Autos serienreif sein.

Bilder: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Live Stream: Mercedes-Benz Vans und Via verkünden Ausbau der Ride-Sharing Kooperation

Wie schon berichtet, beteilig sich Mercedes-Benz Vans an dem Shuttle Dienst Via aus New York City. Verfolgen Sie hier die Pressekonferenz ab ca. 12:15 Uhr im Live-Stream.


Hier ist eine kurze Zusammenfassung der Konferenz:

  • Mercedes-Benz Vans investiert 50 Millionen US-Dollar in neues Joint Venture mit Via und Daimler Mobility Services beteiligt sich zusätzlich als strategischer Investor an Via
  • Im Rahmen des Joint Ventures soll der On-Demand-Shuttle-Service von Via, der bereits in New York, Chicago und Washington D.C. erfolgreich ist, auch in europäischen Metropolen etabliert werden – Auftakt für gemeinsamen Mitfahrdienst noch in diesem Jahr in London
  • In Europa wird das Joint Venture auch mit Betreibern des öffentlichen Personenverkehrs zusammenarbeiten, die das Via-Betriebssystem lizenzieren können, um ohne zusätzliche Infrastrukturkosten die Mobilität zu verbessern und Staus zu reduzieren
  • Langfristige strategische Partnerschaft zur Entwicklung und zum Bau von speziellen Vans mit Integration der Via-Software, Onboard-Sensorik und elektrischem Antrieb sowie autonomen Fahrfunktionen

Mercedes-Benz Vans wandelt sich vom reinen Fahrzeughersteller zum Anbieter ganzheitlicher Mobilitätslösungen. Aufbauend auf der bisherigen Partnerschaft, die 2015 begann, wollen Mercedes-Benz Vans und Via ihre Kooperation deutlich vertiefen. Mit seinem On-Demand Rideshare-Pooling-Service gestaltet Via den Personentransport neu – von einem stark regulierten System mit starren Strecken und festen Fahrplänen hin zu einem dynamischen Netzwerk. Der app-basierte Via-Algorithmus bringt mehrere Passagiere mit ähnlichem Ziel in Echtzeit zusammen und ermöglicht so eine gemeinsame Fahrt in einem Van – schnell, effizient und ohne lange Umwege.

Die Daimler Tochter arbeitet künftig verstärkt mit Via an der Weiterentwicklung dieses intelligenten Mobilitätskonzepts. Ziel ist eine effiziente, bedarfsgerechte und ökologisch nachhaltige Personenbeförderung.

Dynamischen Shuttle Diensten wird ein großes Potential eingeräumt. Manche Experten sehen darin das Betriebssystem der Zukunft für den innerstädtischen Verkehr. Unter anderem können durch den Einsatz die Kosten reduziert werden und ein System geschaffen werden, das sich dynamisch an den Bedarf der Nutzer anpassen kann. Via zählt zu den Anbietern mit der ausgereiftesten Technik. Das hat den Vorteil, dass das System effizient funktioniert und eine hohe Auslastung der Fahrzeuge erzielt wird.

Via kommt aus den USA und ist dort vor allem in New York City sehr erfolgreich. Auch in Deutschland gibt es aufstrebende Startups, die ebenfalls eine leistungsfähige Technologie für einen dynamischen Shuttle Dienst aufbauen wollen. In den Anbieter CleverShuttle hat sogar die Deutsche Bahn und auch Daimler investiert.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)

Volocopter: Fliegende Taxis mit Unterstützung von Daimler

Volocopter entwickelt seit ein paar Jahren ein fliegendes Taxi. Um die Entwicklung voranzutreiben, wird eine Finanzierungsrunde von 25 Mio. Euro aufgenommen. Unter anderem beteiligen sich der Automobilhersteller Daimler und der Unternehmer Lukasz Gadowski an dem Unternehmen. Mit dem frischen Kapital wird Volocopter die führende Technologie seiner senkrecht-startenden und rein elektrobetriebenen Fluggeräte (eVTOL) weiter ausbauen, die Einführung des Volocopter Serienmodells beschleunigen und den Markt fliegender Lufttaxis erobern. Die sicheren, leisen und umweltfreundlichen Fluggeräte, die für den Transport von zwei Passagieren geeignet sind, werden die Mobilität in Metropolen revolutionieren.

Senkrecht starten und Landen mit Elektroantrieb

Die fliegenden Volocopter Taxis werden mit Elektromotoren angetrieben und sollen vertikal starten und landen können. In Fachjargon werden die fliegenden Taxis als eVTOL Flugobjekte beteiligt. Die Abkürzung eVTOL steht dabei für electric Vertical Take-Off and Landing. Volocopter hofft darauf, dass es eine entscheidende Rolle bei der Disruption des Verkehrs in Großstädten einnehmen wird.

Das Unternehmen hat angekündigt, dass bereits im vierten Quartal diesen Jahres erste Testflüge eines autonomen Volocopters in Dubai stattfinden werden. Langfristiges Ziel ist es, dass die fliegenden Taxis zur Serienreife entwickelt werden sollen, um sie dann weltweit einsetzten zu können.

Starke Partner für Entwicklung und Skalierung

Daimler ist dabei ein finanzstarker und strategischer Partner, der bei der Entwicklung und Produktion helfen kann. Lukasz Gadowski hat viel Erfahrung beim Aufbau und bei der Skalierung von Startups und Dienstleistungen. Das Startup hofft, von den Erfahrungen zu profitieren. Volocopter wird die neuen Finanzmittel nutzen, um gemeinsam mit seinen Partnern  technische Innovationen und seine Vorreiterrolle in der Branche weiter auszubauen. Geplant sind die Weiterentwicklung der Modelle zur Serienreife und kommerziellen Zulassungen durch Luftfahrtbehörden weltweit. Hierfür sind u.a. umfangreiche Testflugprogramme vorgesehen. Um die Entwicklungsgeschwindigkeit dabei zu erhöhen, ist die Einstellung von weiteren Ingenieuren in den Bereichen Flugsystementwicklung, Software und elektrischer Antrieb sowie der Aufbau der kommerziellen Funktionen angestoßen worden. Ein Teil des Investment soll auch in den Aufbau der Marke fließen.

Lilium zählt zu den Mitbewerbern – auch Uber interessiert

In einer früheren Finanzierungsrunde hat das Unternehmen über die Crowd-Investing Plattform Seedmatch eine Summe von 1.2 Mio. Euro eingesammelt. Auch Uber interessiert sich für das Thema und hat Anfang des Jahres ein Summit zu dem Thema veranstaltet. Uber will in Zukunft einen Service mit fliegenden Taxis anbieten. Zu den Mitbewerbern von Volocopter zählt das Unternehmen Lilium Aviation aus München. Lilium entwickelt ebenfalls ein fliegendes Taxi, das elektrisch betrieben wird und senkrecht starten und landen kann.

Bild: Volocopter (alle Rechte vorbehalten)

Clever Taxi: MyTaxi schluckt Mitbewerber aus Rumänien

Die Daimler Tochter MyTaxi kauft wieder zu, diesmal in Rumänien. Der lokale Anbieter Clever Taxi wird übernommen, um die Präsenz in Europa zu erhöhen. Mit der Übernahme in Rumänien, sei MyTaxi jetzt in 11 europäischen Ländern aktiv. Die Taxi-App ist einst als eigenständiges Startup gestartet und wurde letztendlich komplett von Daimler übernommen.

Kaufpreis für Clever Taxi unbekannt

Wie viel die Übernahme gekostet hat, wurde von der Daimler-Tochter nicht kommuniziert. Erwartungsgemäß dürfte dieser nicht besonders hoch ausgefallen sein. Der Markt in Rumänien dürfte auf Grund der schwachen Wirtschaft wenig attraktiv für Daimler sein. Gleichzeitig ist die Zahl der registrierten Nutzer überschaubar. Die Clever Taxi App kann in den größten 20 Städten in Rumänien genutzt werden. Die Plattform verfügt über 600.000 registrierte Nutzer und 17.000 angemeldete Taxifahrer.

Dritte Übernahme in den letzten Monaten

Schon in der Vergangenheit hat MyTaxi hinzugekauft, um die Plattform zu stärken. Die Größte Übernahme war der Kauf der Taxi App Hailo aus Großbritannien. Mittlerweile wurde die Hailo App durch die MyTaxi App ersetzt und der Markenname Hailo soll mit der Zeit verschwinden. Anfang des Jahres erfolgte die Übernahme von Taxibeat aus Griechenland. Taxibeat war der lokale griechische Marktführer.

MyTaxi als führende Taxi-App in Europa

Daimler will mit MyTaxi eine in Europa führende Taxi-App aufbauen. Ingesamt sollen sieben Millionen Nutzer registriert sein. Europaweit kommt das Netzwerk auf 120.000 registrierte Fahrer. Langfristig wird sich auch das Unternehmen darauf einstellen müssen, dass autonome Fahrzeuge die Taxis samt Fahrer ersetzten werden. Bisher gibt es keine Aussagen von MyTaxi, ob es an den zukunftsweisenden Themen gearbeitet wird.

Markt wird sich weiter konsolidieren

Es ist anzunehmen, dass sich der Markt der Taxi-Apps in den kommenden Monaten und Jahren weiter konsolidieren wird. Das Geschäftsmodell von MyTaxi und co. wirft nur geringe Margen ab und die Konkurrenz durch Ride-Hailing Angebote wie Uber oder Gett wächst. In Zukunft kommen noch Ridesharing Plattformen, wie CleverShuttle oder Via hinzu. Die kleinen lokalen Anbieter, wie Clever Taxi oder TaxiBeat  werden aus eigener Kraft nicht überlegen können.

Bild: Clever Taxi (alle Rechte vorbehalten)

Shuttle Dienst: Daimler steigt bei CleverShuttle ein

Die Daimler Tochter EvoBus steigt bei dem Startup CleverShuttle ein. EvoBus kommt als strategischer Investor an Bord, zusammen sollen innovative Lösungen für on-demand Dienste entwickelt werden. Daimler ist der zweite Konzern, der bei dem Unternehmen einsteigt. Mit der Deutschen Bahn ist schon ein mächtiger Partner bei CleverShuttle eingestiegen.

Wie hoch das Investment ist, ist nicht bekannt. Die Daimler Tochter beteiligt sich im Rahmen einer Minderheitsbeteiligung und hat strategische Absichten.

Mehr als 170.000 Fahrgäste bei CleverShuttle

CleverShuttle bietet bisher in mehreren Deutschen Städten einen Shuttle Dienst mit Elektroautos an. Der On-Demand Ride-Sharing Fahrdienst ist in München, Berlin und Leipzig aktiv. In den Städten agiert das Unternehmen mit einer Sondergenehmigung der Behörden, um den Service trotz geltenden Gesetzten kommerziell betreiben kann. Durch einen intelligenten Optimierungsalgorithmus bündelt CleverShuttle Fahrgäste mit ähnlichen Routen gemeinsam in einem Fahrzeug und bringt sie effizient und preisgünstig von Tür zu Tür. Seit dem Start 2016 wurden 170.000 Fahrgäste befördert und mehr als 500.000 Kilometer zurückgelegt. Es werden Elektrofahrzeuge eingesetzt, um die Fahrgäste von A nach B zu transportieren.

Expansion und Lösung für Verkehrsverbände

In diesem Jahr sollen noch weitere vier Städte in Deutschland hinzukommen. Gleichzeitig soll mit EvoBus as B2B Geschäft ausgebaut werden. Beide Unternehmen planen gemeinsam eine IT-Lösung, die von Verkehrsverbänden und -unternehmen eingesetzt werden kann. Die geplante Software soll den Verkehrsunternehmen ermöglichen, die Routen besser auf die Bedürfnisse der Fahrgäste abzustimmen. Als Grundlage für die geplante IT-Lösung dient die Technologie von CleverShuttle. Eine Integration in den bestehenden Linienverkehr soll ermöglicht werden.

CleverShuttle als Partner für BVG?

Mehrere Verkehrsverbände haben bereits angekündigt, dass ein on-demand Shuttle Dienst gestartet werden soll. Bei dem geplanten BVG Angebot in Berlin soll Daimler als Favorit gelten. Bisher fehlt dem Konzern aber noch die entsprechende Software für ein solches Angebot. Durch das jetzige Investment schließt sich aber das Puzzle und es macht Sinn, warum Daimler als Favorit gehandelt wird.

Im Wettbewerb zu CleverShuttle positioniert sich das Unternehmen Door2Door aus Berlin. Auch Door2Door entwickelt eine IT-Lösung mit der die Städte und Verkehrsverbände einen bedarfsorientierten Shuttle Dienst anbieten können. Als erstes wird die Lösung in der Bayerischen Stadt Freyung getestet, auch ein Einsatz in Duisburg ist geplant.

Bild: CleverShuttle (alle Rechte vorbehalten)

Carsharing Fusion von Car2go und DriveNow soll bevorstehen

Kooperationen sind zur Zeit ein großes Thema in der Automobilindustrie. Die Hersteller verbünden sich mit Startups und Zulieferern, um bei der Entwicklung von autonomen Fahrzeugen und Fahrdiensten an Geschwindigkeit zu gewinnen. Teilweise kooperieren Konzerne auch miteinander, um Ressourcen und Know-How zu bündeln. So anscheinend demnächst auch Daimler und BMW. Die beiden Carsharing Angebote DriveNow und Car2Go sollen doch fusionieren.

Fusionspläne zuerst dementiert

Anfang des Jahres gab es schon entsprechende Meldungen, dass beide Unternehmen fusioniert werden sollen, was aber recht schnell von DriveNow und Miteigentümer Sixt dementiert wurde. Jetzt meldet das Manager-Magazin, dass beide Unternehmen im letzen halben Jahr weiter verhandelt haben und die Fusion in den nächsten drei bis sechs Monaten vereinbart werden soll. Im Januar war Sixt noch gegen eine Fusion, den Widerstand scheint das Unternehmen jetzt aufgegeben zu haben. Nach dem Zusammenschluss sollen die Angebote unter einem neuen gemeinsamen Markennamen firmieren, die alten Marken DriveNow und Car2go sollen verschwinden.

Position soll gestärkt werden

Daimler und BMW wollen mit der Fusion die Position gegenüber den übermächtigen Fahrdiensten wie Uber und co. Und Technologieunternehmen wie Google stärken. Die herkömmlichen Automobilkonzerne haben Angst davor, dass sie in Zukunft nur noch die Karosserien bauen, die mit Technologien von Google und anderen Technologieunternehmen ausgestattet sind und auf Plattformen wie Uber oder Didi Chuxing zum Einsatz kommen. Das große Geld würden dann andere Unternehmen verdienen. Daimler überlegt auch, die Töchter moovel, myTaxi und co. mit einzubringen. BMW könnte die weiteren Unterhaus der Now Sparte mit in die Kooperation einbringen, z.B. ChargeNow oder ParkNow. Sixt beziffert den Wert von DriveNow auf 480 Mio. Euro. Der neue Verbund soll auch für weitere Partner offen gehalten werden.

Zukunft ist vollautomatisiert

Carsharing wird in Städten nur ein Übergangsmodell für die nächsten Jahre sein. In Zukunft wird der Verkehr in den Großstädten von vollautomatisierten Fahrzeugen geprägt sein. Um langfristig überleben zu können, müsste das Gemeinschaftsunternehmen in diese Entwicklung investieren.

Carsharing wächst

In dem letzten Jahr sind beide Anbieter stark gewachsen. Die Daimler Tochter Car2go hat etwa 2.2 Millionen registrierte Nutzer in mehr als 25 Städten. Das Carsharing Netzwerk DriveNow ist drei Jahre später gestartet und kommt auf 800.000 Kunden in elf Städten. In letzter Zeit ist DriveNow in einem Franchising System expandiert und hat in den USA ein Carsharing Netzwerk mit dem Namen ReachNow gestartet. Bei ReachNow werden auch Ridesharing Dienste getestet, die demnächst weiter ausgerollt werden sollen. Ob die Franchising Städte und ReachNow auch mit einfließen, ist nicht bekannt.

Bild: Daimler AG (alle Rechte vorbehalten)